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	Kommentare zu: Hahn Flecko: Gekrähe soll als kulturelles Erbe geschützt werden	</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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		<title>
		Von: Silvia Stengel		</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2020/10/21/hahn-flecko/#comment-12</link>

		<dc:creator><![CDATA[Silvia Stengel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2020 00:36:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn der Hahn kräht...

Bei der Petition zum Hahnenruf geht es schon lange nicht mehr um den Hahn - diese Sache ist mit der richtigen Entscheidung des Rückzugs der Klage erledigt.

Denn ortsübliche Emissionen sind per Gesetz  generell zu dulden, sogar wenn sie wesentlich sind (BGB §906 (1)). Genauso wie unwesentliche Emissionen nach diesem Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch zu dulden sind - und das sind sie, wenn sie die Emissionswerte nach TA-Lärm nicht erreichen. 

Im Dorfgebiet/Mischgebiet darf ein Hahn als Einzelschallereignis somit tagsüber (6-22 Uhr) 90 dB und nachts 65 dB erreichen - beim Beschwerdeführer gemessen! Im Allgemeinen Wohngebiet sind es dann jeweils 5dB weniger und im reinen Wohngebiet 10dB weniger. In Gewerbegebieten 5dB mehr und im urbaner Lage 3dB mehr.

Diese Werte schafft kein Hahn zu knacken!

Somit ist jeder Hahn, dem bestehenden Gesetz nach, zumindest im Außenbereich sowie Kern-, Dorf- und Mischgebieten -bei genügend Abstand sogar im Wohngebiet- generell zu dulden.

Doch warum dann eine Petition?

Leider gibt es in ganz Deutschland die kuriosesten Gerichtsurteile oder &quot;Einigungen&quot; zu Lasten der Nutztierhalter und auch Landwirte, vom Abschalten der Kirchenglocken zur Zeitangabe ganz zu schweigen.
Die im Gesetz verankerte &quot;Ortsüblichkeit&quot; scheint zuviel Interpretationsspielraum zu zu lassen, und eine kostspielige Messung wird meist nicht durchgeführt. 

Es geht in der Petition daher nicht um einen Hahn, es geht generell darum, das Landleben mit all seinen Geräuschen und Gerüchen zu akzeptieren und es zu erhalten und zu schützen. 

Es geht darum dem Klagewahn der aufs Land ziehenden, meist &quot;Stadtmenschen&quot; die Stirn zu bieten und die schleichende Umwandlung in Schlafstädte vor den Toren der Metropolen zu stoppen.

Es geht um Traditionen und einen möglichen Weg, weg von der Massentierhaltung, zurück zu kleinbäuerlichen Strukturen und privater Nutztierhaltung.

Land-/Dorfleben soll noch Land-/Dorfleben bleiben dürfen! Auch in den alten Ortskernen unserer Ortsteile!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn der Hahn kräht&#8230;</p>
<p>Bei der Petition zum Hahnenruf geht es schon lange nicht mehr um den Hahn &#8211; diese Sache ist mit der richtigen Entscheidung des Rückzugs der Klage erledigt.</p>
<p>Denn ortsübliche Emissionen sind per Gesetz  generell zu dulden, sogar wenn sie wesentlich sind (BGB §906 (1)). Genauso wie unwesentliche Emissionen nach diesem Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch zu dulden sind &#8211; und das sind sie, wenn sie die Emissionswerte nach TA-Lärm nicht erreichen. </p>
<p>Im Dorfgebiet/Mischgebiet darf ein Hahn als Einzelschallereignis somit tagsüber (6-22 Uhr) 90 dB und nachts 65 dB erreichen &#8211; beim Beschwerdeführer gemessen! Im Allgemeinen Wohngebiet sind es dann jeweils 5dB weniger und im reinen Wohngebiet 10dB weniger. In Gewerbegebieten 5dB mehr und im urbaner Lage 3dB mehr.</p>
<p>Diese Werte schafft kein Hahn zu knacken!</p>
<p>Somit ist jeder Hahn, dem bestehenden Gesetz nach, zumindest im Außenbereich sowie Kern-, Dorf- und Mischgebieten -bei genügend Abstand sogar im Wohngebiet- generell zu dulden.</p>
<p>Doch warum dann eine Petition?</p>
<p>Leider gibt es in ganz Deutschland die kuriosesten Gerichtsurteile oder &#8222;Einigungen&#8220; zu Lasten der Nutztierhalter und auch Landwirte, vom Abschalten der Kirchenglocken zur Zeitangabe ganz zu schweigen.<br />
Die im Gesetz verankerte &#8222;Ortsüblichkeit&#8220; scheint zuviel Interpretationsspielraum zu zu lassen, und eine kostspielige Messung wird meist nicht durchgeführt. </p>
<p>Es geht in der Petition daher nicht um einen Hahn, es geht generell darum, das Landleben mit all seinen Geräuschen und Gerüchen zu akzeptieren und es zu erhalten und zu schützen. </p>
<p>Es geht darum dem Klagewahn der aufs Land ziehenden, meist &#8222;Stadtmenschen&#8220; die Stirn zu bieten und die schleichende Umwandlung in Schlafstädte vor den Toren der Metropolen zu stoppen.</p>
<p>Es geht um Traditionen und einen möglichen Weg, weg von der Massentierhaltung, zurück zu kleinbäuerlichen Strukturen und privater Nutztierhaltung.</p>
<p>Land-/Dorfleben soll noch Land-/Dorfleben bleiben dürfen! Auch in den alten Ortskernen unserer Ortsteile!</p>
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