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	<title>Bronte Sascha &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Bronte Sascha &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Von 5 auf 20 Mio Euro: Brücken-Neubau kommt bei Hofheimern nicht gut an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2025 15:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Hofheimer Stadtpolitik rumort es gewaltig, und Bürgermeister Christian Vogt ist - salopp formuliert - ganz schön durch den Wind: Anfang dieser Woche ließ er sichtlich stolz die Pläne für eine gigantische Fußgänger- und Radfahrerbrücke vorstellen. Die Freude währte nur kurz: Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete (hier) - seitdem schwappt eine Welle aus aufgeregter Empörung und sarkastischem Spott durch die Stadt. Immer wieder geht es dabei auch um ein Thema, zu dem Vogt vor der letzten Bürgermeisterwahl ein großes Versprechen abgegeben hatte - das er aber, kaum war er gewählt, brach. Und heraus kommt auch: Die Kosten für die Brücke waren ursprünglich deutlich niedriger angegeben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>In der Hofheimer Stadtpolitik rumort es gewaltig, und Bürgermeister Christian Vogt ist &#8211; salopp formuliert &#8211; ganz schön durch den Wind: Anfang dieser Woche ließ er sichtlich stolz die Pläne für eine gigantische Fußgänger- und Radfahrerbrücke von seinem Ersten Beigeordneten Daniel Philipp vorstellen. Die Freude währte nur kurz: Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete (<a href="https://hk-newsletter.de/2025/02/10/8-meter-hohe-bruecke-durch-hofheim/">hier</a>) &#8211; seitdem schwappt eine Welle aus aufgeregter Empörung und sarkastischem Spott durch die Stadt. Immer wieder geht es dabei auch um ein Thema, zu dem Vogt vor der letzten Bürgermeisterwahl ein großes Versprechen abgegeben hatte &#8211; das er aber, kaum war er gewählt, brach. Und jetzt kommt auch noch heraus: Die Kosten für die Brücke waren ursprünglich deutlich niedriger angegeben.</strong></p>



<p>Selten haben Hofheimer Stadtpolitiker <strong>eine solche Klatsche</strong> kassiert. Unisono hatten sich die Stadtverordneten aller Fraktionen für den <strong>Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke</strong> von Marxheim in die Kernstadt ausgesprochen. Jetzt liegt der neueste Plan vor: <strong>263 Meter lang</strong> soll die Brücke werden, bis zu <strong>8 Meter hoch</strong> und <strong>5 Meter breit.</strong></p>



<p>Die Kosten sind <strong>geradezu explodiert</strong>: In einer <strong>Magistratsvorlage aus dem Jahre 2022</strong> hieß es noch, dass <em>&#8222;die geschätzten Baukosten der Brücke bei 5 Millionen Euro&#8220;</em> liegen.</p>



<p>Geschätzt <strong>5 Millionen</strong> &#8211; das war <strong>eine klare Ansage! </strong></p>



<p>Heute, drei Jahre später, werden die Kosten allein für die bisherige Grobplanung &#8211; bei der nur die Wegführung definiert wurde &#8211; mit <strong>1,7 Millionen Euro</strong> angegeben. Das Geld ist bereits weg. Insgesamt soll die Brücke eines Tages rund <strong>20 Millionen Euro</strong> kosten (Stand heute).</p>



<p><strong>Die Kostenexplosion</strong> wurde bisher noch nicht weiter thematisiert, geschweige kritisch beleuchtet oder den Bürgern erklärt.<strong> Aus 5 werden 20 Millionen</strong> &#8211; einfach so. In nur drei Jahren! Und was sagt  <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> dazu, der doch sonst zu jedem Thema was sagen will? Genau: <strong>Kein Wort. Nichts.</strong> </p>



<p><strong>Die öffentliche Aufregung </strong>hat aber noch einen anderen Grund: Viele Bürger fühlen sich von der Stadtpolitik <strong>übergangen</strong>, ja geradezu <strong>überfahren</strong>.</p>



<p>Im eigentlich zuständigen <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong>, der <strong>öffentlich</strong> tagen muss und wo interessierte Bürger <strong>zuhören</strong> und sich <strong>informieren</strong> können, wurden die bisherigen Pläne <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> diskutiert. Die Hofheimer Stadtverordneten taten das, was sie inzwischen <strong>immer öfter</strong> tun: Sie gründeten einen <strong>Arbeitskreis</strong>. Dann dürfen sie <strong>geheim</strong> tagen und sich untereinander absprechen, ohne dass der Bürger was mitkriegt. So wurden auch alle Details zum Brücken-Neubau<strong> hinter verschlossenen Türen</strong> untereinander ganz stiekum ausgehandelt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="427" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Fussgaengerbruecke-2025-02.jpg" alt="Fussgaengerbruecke 2025 02" class="wp-image-53700" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Fussgaengerbruecke-2025-02.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Fussgaengerbruecke-2025-02-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bei der Pressekonferenz im Rathaus: Hofheims Erster Beigeordnete Daniel Philipp stellte den Plan für das Brücken-Bauwerk vor.</figcaption></figure>
</div>


<p>Hätte die Stadtspitze die Bürgerinnen und Bürger <strong>frühzeitig</strong> in die Diskussion einbezogen, wäre <strong>das</strong> <strong>Desaster</strong> vielleicht vermieden worden. Das haben sie nun davon:</p>



<p>Kaum wurden die Brückenpläne auf dieser Webseite vorgestellt, ging&#8217;s in den großen Hofheimer Facebook-Gruppen ab, aber richtig. <strong>Über 200 Kommentare</strong> wurden allein in der <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921" target="_blank" rel="noopener">Gruppe &#8222;Wir in Hofheim&#8220;</a> gepostet. Eine schnelle Auswertung ergab: In über 90 Prozent der Kommentare sprechen sich Hofheimer <strong><span style="text-decoration: underline;">gegen</span> den Brückenbau</strong> aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Brücken-Protest: Geldverschwendung! Hybris!  </h2>



<p>Beispielhaft ein paar Stimmen:</p>



<p><strong>Wolfgang Ziller</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Der Größenwahn der Stadtoberen ist schon lange vor Ort zu sehen. Sollten sich lieber mal Gedanken machen um den KFZ-Verkehr.&#8220;</em></p>



<p><strong>Petra Pätzold: </strong><em>&#8222;Nicht nur Deutschland schafft sich ab, auch Hofheim. (&#8230;) Da fehlen einem die Worte. Das Geld könnte man sich sparen.&#8220;</em></p>



<p><strong>Joachim C. Deutenberg:</strong> <em>&#8222;</em><em>Diese Brücke wird von Radfahrern wahrscheinlich genauso wenig genutzt, wie die Radfahrstrasse in Lorsbach. Reine Geldverschwendung.&#8220;</em></p>



<p><strong>Isi Wei:</strong> <em>&#8222;Man kommt doch wunderbar nach Marxheim. Für was das also? Derartige Projekte werden immer erheblich teurer als geplant &#8211; und wir zahlen.&#8220;</em></p>



<p><strong>Thomas Konetzki</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Bin 1952 in Hofheim geboren, habe viele Jahrzehnte in Hofheim gelebt, wohne jetzt auf dem Land, Gottseidank etwas weiter weg, bin heilfroh, diesen ganzen Mumpitz, den ich seit Jahren beobachte, nicht mehr hautnah erleben zu müssen.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="709" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Bruecke-202502.jpg" alt="Facebook Bruecke 202502" class="wp-image-53754" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Bruecke-202502.jpg 709w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Bruecke-202502-266x300.jpg 266w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Post zu unserem Brücken-Bericht: Allein in der <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Gruppe &#8222;Wir in Hofheim&#8220;</a> wurde er bereits mehr als 200 Mal kommentiert (Stand Freitag, 15 Uhr).</figcaption></figure>
</div>


<p>Natürlich gab es auch <strong>Stimmen für die Brücke,</strong> aber die gingen im Proteststurm unter: Auf einen <strong>Pro-Kommentar</strong> kamen schätzungsweise zehn <strong>Contra-Kommentare.</strong> Unermüdlich hielt <strong>Sascha Bronte, bekennender Zweirad-Freund,</strong> den Kritikern und Skeptikern vor: <em>&#8222;Man könnte das Gefühl bekommen, dass viele Kommentatoren sehr selten auf dem Rad sitzen und dementsprechend nicht nachvollziehen können, wie wichtig eine bessere Infrastruktur für die Radler ist!&#8220;</em></p>



<p><strong>Joe Jackson </strong>schrieb: <em>&#8222;Die Brücke wäre eine enorme Aufwertung für Marxheim, den Fahrrad- und Fußverkehr. Absolut sinnvoll.&#8220;</em></p>



<p><strong>Renate Hofmann</strong> &#8211; sie ist die Vorsitzende des <a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">Altstadtvereins</a> &#8211; kommentierte: <em>&#8222;Seit mehr als 20 Jahren wird über die Brücke diskutiert. Sie könnte längst stehen und Fußgänger und Radfahrer entlasten. Wie lange soll das noch dauern? Denke, ich erlebe das nicht mehr.&#8220;</em></p>



<p>Ansonsten aber schwankt die Stimmungslage zwischen <strong>Belustigung</strong> (<strong>Annette Haagen:</strong><em> &#8222;Ist schon 1. April?&#8220;</em>),<em> </em><strong>Verärgerung</strong> (<strong>Sissi Potthoff:</strong> <em>&#8222;Was für ein Schwachsinn&#8220;</em>)&nbsp;und <strong>schwarzem</strong> <strong>Sarkasmus</strong><em> </em>(<strong>Torsten Raab:</strong> <em>&#8222;Ach Gott, hört auf zu Flennen&#8230; bis das fertig wird, sind 50% des Hofheimer Wahlvolkes schon unter der Erde.&#8220;</em>)</p>



<p>Die Stadtspitze versuchte, <strong>die negative Stimmung</strong> einzufangen: <strong>Pressesprecher Jonathan Vorrath</strong> veröffentlichte auf allen Internet-Kanälen die offizielle <a href="https://www.hofheim.de/artikel/neue-bruecke-soll-marxheim-und-die-innenstadt-verbinden/" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung</a> des Rathauses. Es nutzte nichts, im Gegenteil: Er heizte damit die Protest-Welle nur noch weiter an.</p>



<p><strong>Mel Schiela</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Was ein Blödsinn. Hofheim und Marxheim sind doch gut verbunden, hinten übers Kreishaus und schon ist man am Bahnhof.&#8220;</em></p>



<p><strong>Sybille Dömel</strong><strong>:</strong> <em>&#8222;</em><em>Ist dieses Hybrisprojekt nicht überflüssig? Man kommt ja auch ohne Brücke von Marxheim in die Hofheimer Innenstadt.&#8220;</em></p>



<p><strong>Nicole Schneider</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Also wenn die Dimensionen auf dem Bild stimmen, muss man ca. den 4- fachen Weg in Kauf nehmen. Für so einen Unsinn ganz schön weit.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="636" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Stadt-Bruecke-.jpg" alt="Brücke
" class="wp-image-53756" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Stadt-Bruecke-.jpg 636w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Stadt-Bruecke--239x300.jpg 239w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rathaussprecher Vorrath postete die Pressemitteilung &#8211; vergebens: In den meisten Kommentaren sprechen sich die Hofheimer gegen das Millionen-Projekt aus.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Inge Pillitteri</strong><strong>:</strong> <em>&#8222;</em><em>Die Hofheimer Steuerzahler können nur hoffen, dass dieser Unsinn niemals genehmigt wird! Es gibt vieles, in das investiert werden müsste (z. B. in unsere Jugend etc). Aber solch ein die Landschaft verschandelndes Monstrum&#8230; einfach unglaublich!&#8220;</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Millionen für Brücke? Besser: Wahlversprechen halten!</h2>



<p>Auffallend häufig erwähnten viele Kommentatoren ein Thema, das ihnen offensichtlich <strong>sehr unter den Nägeln brennt</strong>: Viel zu viele Straßen in Hofheim seien <strong>in einem erbärmlichen Zustand.</strong>  Es sei <strong>viel sinnvoller</strong>, die 20 Millionen in die <strong>Sanierung der Straßen</strong> zu investieren, als eine riesige Brücke zwischen der Innenstadt und Marxheim zu bauen.</p>



<p><strong>Monika Schmelz</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Das ist doch nur Geldverschwendung und Umweltverschandelung. Lasst alles so wie es ist und macht erst mal die kaputten Straßen wieder ganz: überall Löcher!&#8220;</em></p>



<p><strong>Marc Skydreamer</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Geld lieber verwenden, um die vielen Schlaglochpisten mal zu sanieren.&#8220;</em></p>



<p><strong>Caro Pier</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Wer braucht diese Brücke? Wie wäre es denn mit mal mit den dringenderen Dingen, wie zum Beispiel Instandhaltung von Straßen und Gehwegen&#8230;&#8220;</em></p>



<p><strong>Stefan Schenker</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Erstmal die Rheingaustrasse und die Gehwege sanieren, bevor mit so einem Schwachsinn angefangen wird.&#8220;</em></p>



<p>Diese Äußerungen dürften vor allem<strong> dem amtierenden CDU-Bürgermeister</strong> sauer aufstoßen. <strong>Christian Vogt</strong> hatte 2019, vor der letzten Bürgermeisterwahl,&nbsp; <strong>ein großes Versprechen</strong> abgegeben &#8211; Zitat: <em>&#8222;In Hofheim muss ein Anti-Schlaglochprogramm aufgesetzt werden, um die Straßenqualität zu verbessern. Bereits im ersten Jahr meiner Amtszeit werde ich ein Programm für die Erneuerung von Straßendecken starten.&#8220;</em></p>



<p><em>&#8222;Bereits im ersten Jahr meiner Amtszeit&#8220;</em>: Die Bürger <strong>glaubten</strong> dem Mann, <strong>wählten</strong> ihn zum Bürgermeister &#8211; und wurden <strong>enttäuscht</strong>: Die Straßenqualität hat sich seitdem <strong>nicht</strong> <strong>verbessert</strong>, sondern ist <strong>eher noch</strong> <strong>schlechter</strong> geworden. Das von Vogt versprochene&nbsp; Schlaglochprogramm gibt es <strong>bis heute nicht.</strong></p>



<p>Dabei ist der Mann<strong> seit sechs Jahren im Amt!</strong></p>



<p>Damals hatte er übrigens auch <strong>angekündigt</strong>: <em>&#8222;Ich möchte kontinuierlich Fahrradwege ausbauen.&#8220;</em> Auch das hat er nie umgesetzt. Hat er deshalb jetzt die Brückenpläne präsentiert? Um kurz vor der Bürgermeisterwahl <strong>die Radfahrern zu bezirzen</strong>? Weil er ihre Stimme haben will? </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="394" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2.jpg" alt="Schlagloch Bild2" class="wp-image-41648" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2-300x148.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2-768x378.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Große Worte: Als er 2019 Bürgermeister werden wollte, versprach Christian Vogt ein &#8222;Anti-Schlagloch-Programm für ganz Hofheim&#8220;. Hier ein Ausriss aus seinem damaligen Wahlkampf-Flyer. Nach der Wahl passierte: nichts.</figcaption></figure>
</div>


<p>Bei der <strong>Bürgermeisterwahl am 16. März</strong> will Vogt wiedergewählt werden, es gibt zwei Gegenkandidaten: Die Bürger für Hofheim schicken <strong>Wilhelm Schultze</strong> ins Rennen, für die SPD kandidiert <strong>Tobias Undeutsch</strong>.</p>



<p>Aber wird es <strong>besser</strong>, wenn es <strong>anders</strong> wird?</p>



<p><strong>Ylva Grundstein </strong>stellte auf Facebook <strong>diese Frage</strong><em>: &#8222;Weiß zufällig jemand, welche der Bürgermeister-Kandidaten dafür und welche dagegen sind?&#8220; </em>Und<em> </em><strong>Andy Winkle</strong>r wollte wissen:&nbsp; <em>&#8222;Kann mir jemand sagen, welche Partei spricht sich gegen dieses Projekt aus bzw. gibt es schon eine Interessengemeinschaft gegen dieses Vorhaben?&#8220;</em></p>



<p>Die Antwort wird die beiden kaum glücklich machen: <strong>Alle Stadtverordneten</strong> waren dafür. Im <strong>April 2022</strong> beschloss die Stadtverordnetenversammlung, eine <strong>&#8222;interfraktionelle Arbeitsgruppe&#8220; , </strong>einzurichten, die <strong>vertraulich</strong> das Thema <em>&#8222;Rad- und Fußgängerbrücken&nbsp;in Stahl-, Beton- und ggfs. Holzbauweise&#8220;</em> vorbereiten sollte.&nbsp;</p>



<p><strong>Belastbare Zahlen</strong>, wie viele Fußgänger und Radfahrer die Brücke nutzen würden, lagen und liegen nicht vor. Über <strong>Alternativen</strong> wurde bis heute nicht nachgedacht.</p>



<p>Trotzdem fiel die Entscheidung einstimmig: <strong>Alle Stadtverordneten waren für den Neubau einer Brücke.</strong></p>



<p>Ob es dabei bleibt?</p>



<p>Geben wir heute <strong>Manfred Becht</strong> das Schlusswort, er ist Redakteur bei der Lokalpresse und <strong>ein aufmerksamer Beobachter der Lokalpolitik.</strong> Er kommentierte <strong>die Kommentarflut zu unserem Bericht</strong> so:</p>



<p><em>&#8222;Spannend, wie sehr die Meinungen auseinander gehen. Die Parteien waren sich bisher ja allesamt einig, dass die Brücke gebaut werden soll. Bin gespannt, ob das so bleibt.&#8220;</em></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Untertorplatz: Die ersten Bilder von den Riesenschirmen sind da!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/11/23/erste-bilder-von-riesenschirmen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 17:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Hofheims Altstadt soll umgestaltet werden: CDU-Bürgermeister Christian Vogt will zwei Riesenschirme auf dem Untertorplatz aufstellen lassen. Jetzt wurden uns Computer-Bilder übermittelt, die in einer vertraulichen Rathaus-Sitzung vorgestellt worden waren.  Sie lassen erahnen, wie sich der Blick auf die historische Häuserzeile mit dem bekannten "Türmchen" verändern wird. 

<strong>Update am Montag, 27. November:</strong> Die Riesenschirme könnten deutlich teurer werden als bisher bekannt. Das geht aus einem neuen Rathaus-Papier hervor.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Hofheims Altstadt soll umgestaltet werden: CDU-Bürgermeister Christian Vogt will zwei Riesenschirme auf dem Untertorplatz aufstellen lassen. Erste Details haben wir kürzlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/14/10-meter-sonnenschirm-vorm-tuermchen/">auf dieser Webseite</a> aufgedeckt; jetzt wurden uns Computer-Bilder übermittelt, die in einer vertraulichen Rathaus-Runde vorgestellt worden waren. Sie lassen erahnen, wie sich der <strong>Blick auf die historische Häuserzeile mit dem bekannten &#8222;Türmchen&#8220;</strong> verändern wird. Wir dokumentieren die geheimen Pläne: Denn Hofheims Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf umfassende Information, wenn derart massive Eingriffe in das von ihnen geliebte Stadtbild geplant sind.</strong></p>



<p>Es war die 133. Sitzung der <strong>&#8222;Steuerungsgruppe City Marketing&#8220;</strong>, sie fand zu Beginn dieses tristgrauen Novembers statt: Die handverlesenen Teilnehmer, <strong>sechs Männer und zwei Frauen</strong>, wurden am Freitagmorgen um 10 Uhr von <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> im Rathaus-Saal &#8222;Chinon&#8220; begrüßt. Vier weitere Personen waren <strong>eingeladen</strong>, fehlten allerdings entschuldigt.</p>



<p>Man tagte wie üblich<strong> unter Ausschluss der Öffentlichkeit</strong>. <strong>Thorsten Kolar</strong>, zuständig im Rathaus für <strong>Wirtschaftsförderung</strong> und <strong>&#8222;City Marketing&#8220;</strong>, machte sich während der Sitzung Notizen: Er musste <strong>Protokoll</strong> führen. Seine <strong>Aufzeichnungen</strong> sollten eigentlich <strong>niemals an die Öffentlichkeit</strong> gelangen, liegen uns jetzt aber <strong>im</strong> <strong>Wortlaut</strong> vor:</p>



<p>So wissen wir, was <strong>in der Sitzung</strong> besprochen wurde und wie der <strong>Untertorplatz</strong> schon im nächsten Jahr <strong>umgestaltet</strong> werden soll – wenn denn Vogts Pläne <strong>wirklich realisiert werden</strong> <strong>sollten</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="580" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311.jpg" alt="Riesenschirm" class="wp-image-36423" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311-300x218.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311-768x557.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Plan für den Untertorplatz, noch ganz geheim: Ein riesiger Sonnenschutz-Trichterschirm soll Schatten spenden – und verdeckt die Sicht auf die historische Häuserzeile. Unser Bild zeigt eine Seite aus der Präsentation des Stuttgarter Unternehmens &#8222;AR Ingenieure GmbH&#8220;. </figcaption></figure>
</div>


<p>Kurz zum Hintergrund: <strong>Zehn Millionen Euro</strong> hatte das <strong>Land Hessen</strong> im letzten Jahr über das <strong>Förderprogramm &#8222;Zukunft Innenstadt&#8220;</strong> verteilt. Kommunen konnten sich mit bis zu drei Projekten bewerben.</p>



<p>In <strong>Hofheim</strong> wurde darüber <strong>nicht öffentlich</strong> gesprochen. Die Entscheidung fiel im Rathaus –<strong> ohne Absprache</strong> mit den Stadtverordneten und <strong>ohne Information</strong> der Öffentlichkeit. <strong>Drei Vorschläge</strong> schickte der Magistrat nach Wiesbaden: Man wolle <strong>Kinderspielgeräte</strong> erneuern, eine <strong>Frischluftmaschine</strong> namens <strong>&#8222;City Tree&#8220;</strong> für <strong>60.000 Euro </strong>auf dem Kellereiplatz aufstellen und <strong>&#8222;Ein Dach für die City&#8220;</strong> für <strong>100.000 Euro</strong> errichten.</p>



<p>Das Land bewilligte <strong>200.000 Euro</strong>. Vogt ließ umgehend <strong>ein</strong> <strong>Foto</strong> <strong>verteilen</strong>, das ihn bei der <strong>Scheckübergabe</strong> mit <strong>Grünen-Minister Tarek Al-Wazir</strong> zeigt.&nbsp;</p>



<p><strong>Neue Spielgeräte</strong> – das war natürlich kein Problem. Die Idee vom<strong> &#8222;City Tree&#8220;</strong> erwies sich dagegen als <strong>purer Trash</strong> (<a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/">hier</a>) und wurde schnell <strong>gemüllt</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="464" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees.jpg" alt="20220924 Vogt City Trees" class="wp-image-23807" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees-300x218.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wir haben&#8217;s ja: 200.000 Euro bekam Bürgermeister Vogt von Grünen-Minister Al-Wazir für Projekte in der Innenstadt bewilligt. </figcaption></figure>
</div>


<p>Jetzt soll noch <strong>Vorschlag Nr. 3</strong> umgesetzt werden. Vogt hatte seinen Plan so angekündigt: <em>„Ein Dach für die City &#8211; Einkaufen, Verweilen, Genießen bei Wind und Wetter“</em>. <strong>Ernsthaft </strong>hinterfragt wurde das Vorhaben <strong>in den politischen Gremien</strong> bisher nicht. Im <strong>Stadtparlament</strong> mäkelten nur die <strong>Linken</strong> ein bisschen – alle anderen zeigten <strong>null Interesse</strong>.</p>



<p><strong>Vielleicht hat auch aus diesem Grund keiner nachgefragt: weil es keiner für möglich hielt, dass Hofheims Bürgermeister monströs wirkende Schirme mitten in der historischen Altstadt aufstellen lässt – dies auch noch, ohne <span style="text-decoration: underline;">vorher</span> offen und umfassend darüber zu informieren.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Vertrauliche Rathaus-Runde begrüßt Riesenschirme</h2>



<p>Jetzt sehen wir erstmals <strong>Computer-Bilder, </strong>wie der <strong>Untertorplatz</strong> vielleicht schon bald <strong>aussehen</strong> könnte. </p>



<p><strong>Der Magistrat </strong>hatte einen entsprechenden Auftrag an die <a href="https://www.ar-ingenieure.com/" target="_blank" rel="noopener">Alfred Rein Ingenieure GmbH</a> (Sitz: Stuttgart) vergeben. Das Unternehmen entwirft feststehende<strong> Dach- und Fassadenstrukturen</strong> und ist damit nach eigener Darstellung <strong>weltweit</strong> unterwegs.</p>



<p>Das Büro hat eine <strong>Power-Point-Präsentation</strong> erstellt, in der <strong>Computerbilder</strong> <strong>erste</strong> <strong>Eindrücke</strong> <strong>vermitteln</strong>, wie – so die Überschrift – <em>&#8222;Trichterschirme für den Marktplatz in Hofheim“</em> aussehen könnten.</p>



<p>Dazu finden wir <strong>auf</strong> <strong>technischen Zeichnungen</strong> exakte Größenangaben: <strong>Der erste Schirm</strong> (er soll dort aufgebaut werden, wo sich heute ein <strong>Dauer-Marktstand</strong> befindet) würde <strong>8,15 Meter</strong> hoch werden. <strong>Der</strong> <strong>zweite</strong> <strong>Schirm</strong> (er soll mitten auf dem Parkplatz <strong>vor</strong> <strong>dem</strong> <strong>Türmchen</strong> stehen) würde über anderthalb Meter größer: <strong>9,75 Meter</strong>.</p>



<p><strong>Auf den Bildern wirken die alten Fachwerkhäuser hinter dem Riesenschirm ziemlich klein, nahezu mickrig.</strong></p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="619" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311.jpg" alt="schirm 2 202311" class="wp-image-36422" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311-300x232.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311-768x594.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Zeichnung der AR Ingenieure GmbH lässt die Ausmaße des geplanten Schirms auf dem Untertorplatz erkennen. Selbst größere Fahrzeuge wirken darunter klein, die Menschen sowieso.</figcaption></figure>
</div>


<p>In der Rathaus-Runde wurden die Pläne angeblich abgenickt. <strong>Wirtschaftsförderer Kolar</strong> hielt in seinem <strong>Protokoll</strong> fest: &#8222;<em>Der aus 2 Marktschirmen bestehende Entwurf mit Schirmdurchmessern von 10 m (Bereich Saisonmarkt) und 12,50 m (Bere inich Mitte Marktplatz) wird seitens der Mitglieder begrüßt.&#8220;</em></p>



<p>Unter dem größeren Schirm soll, auch das ist der Präsentation zu entnehmen, <strong>ein unterirdischer Behälter</strong> (Zisterne) gebaut werden: Dort könnte <strong>Regenwasser</strong> gesammelt werden. <strong>Diese</strong> <strong>Idee</strong> <em>&#8222;findet Zustimmung&#8220;</em>, notierte Protokollant Kolar.</p>


<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:0px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:0px;border-top-right-radius:0px">Das ist die Steuerungsgruppe City-Marketing</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:0px;border-bottom-right-radius:0px">In der Steuerungsgruppe City-Marketing sind vertreten: die Stadtverwaltung, der Stadtverordnetenvorsteher, der Gewerbeverein, die Bürgervereinigung Altstadt und das Management des Chinon-Centers. Man trifft sich 4 bis 6 Mal im Jahr, um – so heißt es offiziell – &#8222;über Feste, Events und alle Themen rund um das City-Marketing&#8220; zu reden. </p>
<p>Offenbar bespricht man in dem Gremium auch größere Themen – wie  den Umbau des Untertorplatzes mit Riesenschirmen. An der Sitzung am 3. November nahmen laut Protokoll teil – <strong>für die Stadt:</strong> Bürgermeister Christian Vogt, Erster Stadtrat Wolfgang Exner, Stadtrat Bernhard Köppler, die Verwaltungsmitarbeiter Susanne Demuth und Jonathan Vorrath sowie Wirtschaftsförderer Thorsten Kolar; <strong>für den Gewerbeverein IHH:</strong> Vorsitzender Markus Buch und seine City-Managerin Ines Pierau; <strong>für den Verein Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt:</strong> Sascha Bronte, der seit kurzem 2. Vorsitzender ist. <strong>Es fehlten</strong>: Andreas Hegeler (Stadtverordnetenvorsteher), Britta Schley (Rathaus), Anna Schwabe (IHH), Uwe Lippold (Chinon-Center).</div></div>



<p>Es wurden offenbar auch´<strong>kritische Gedanken</strong> geäußert, die Kolar in seinem Protokoll aber<strong> nur am Rande erwähnt.</strong> Demnach wurde darauf hingewiesen, dass der Riesenschirm mitten auf dem Parkplatz<strong> allenfalls von begrenztem Nutzen</strong> für Fußgänger sei: Schließlich finde dort nur zwei Mal in der Woche ein Markt statt. <strong>Im Protokoll </strong>heißt es dazu: <em>&#8222;Bedenken, dass eine Beschattung nur an 2 Tagen in der Woche während des Marktgeschehens erfolge, werden dahingehend begegnet, dass (&#8230;) der große Schirm in der ,Nicht-Markt-Zeit&#8216; die dort abgestellten Fahrzeuge beschattet.&#8220;</em></p>



<p><strong>Ein Riesenschirm in Hofheims Altstadt, aufgestellt als Schattenspender für Autos: Das ist ja mal ein toller Plan!</strong></p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="439" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311.jpg" alt="Schirm 4 202311" class="wp-image-36424" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311-300x165.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311-768x421.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Unser Titelbild: So stellen sich die Experten der AR Ingenieure GmbH den &#8222;kleinen&#8220; Riesenschirm vor. </figcaption></figure>
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<p>Entscheidungen<strong> hinter verschlossenen Türen</strong> zu fällen, die Stadtgesellschaft <strong>vor vollendete Tatsachen</strong> zu stellen: Dieser<strong> Politik-Stil</strong> des <strong>Hofheimer Bürgermeisters</strong>, der inzwischen auch <strong>innerhab der CDU </strong>zunehmend auf <strong>Unverständnis und Kritik </strong>stößt, dürfte in diesem Fall <strong>nicht mehr funktionieren</strong>. Nachdem der Hofheim/Kriftel-Newsletter letzte Woche <strong>erste Details</strong> zu den Riesenschirmen <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/14/10-meter-sonnenschirm-vorm-tuermchen/">veröffentlicht</a> hatte, wurden umgehend <strong>zwei Briefe an die Stadtspitze</strong> geschickt:</p>



<p>Die Fraktionsvorsitzende der <strong>Linken</strong> im Stadtparlament, <strong>Barbara Grassel</strong>, verlangt Antwort auf <strong>naheliegende Fragen</strong>: Aus welchem <strong>Material</strong> sind die Schirme, und wie oft und <strong>zu welchen</strong> <strong>Kosten</strong> müssen sie repariert bzw. ausgetauscht werden? Kurzum: Welche <strong>Folgekosten</strong> kommen eigentlich auf die Stadt zu?</p>



<p>Auch von den <strong>Grünen</strong> liegt inzwischen ein Antrag im Rathaus vor. Der Stadtverordnete <strong>Martin Haindl</strong> fordert darin, dass über die Pläne für die Schirme <strong>öffentlich</strong> diskutiert wird – und zwar <strong><span style="text-decoration: underline;">vor</span> einer Bestellung</strong>. Denn die <strong>Förderbedingungen</strong> würden verlangen, <em>&#8222;dass diese Maßnahme unter Bürgerbeteiligung inhaltlich geplant werden und nachhaltig sein soll&#8220;.</em></p>



<p>Spätestens nach diesem Antrag muss sich das <strong>Stadtparlament</strong> mit dem Thema befassen. Es muss <strong>über Haindls Antrag entscheiden</strong>: Wollen die Stadtverordneten<strong> eine offene Diskussion</strong> – oder soll allein der <strong>CDU-Bürgermeister</strong> mit seiner <strong>&#8222;Steuerungsgruppe City-Marketing&#8220;</strong> über <strong>Wohl und Wehe der Altstadt</strong> entscheiden, dies auch noch <strong>hinter verschlossenen Türen?</strong></p>



<p><strong>Ein gewichtiges Wörtchen </strong>dürfte schließlich auch die <strong>Denkmalschutzbehörde</strong> mitreden wollen. Auf Anfrage teilte <strong>Kreissprecher Johannes Latsch</strong> mit, die Stadtverwaltung Hofheim habe das Landratsamt zwar <strong>über die Schirm-Pläne informiert</strong>, <em>&#8222;aber noch keinen denkmalschutzrechtlichen Antrag gestellt&#8220;.</em> Der werde geprüft, sobald er vorliege.</p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="440" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-1-202311.jpg" alt="Schirm 1 202311" class="wp-image-36421" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-1-202311.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-1-202311-300x165.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-1-202311-768x422.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch diese Zeichnung des Ingenieurbüros AR Ingenieure wurde der &#8222;Steuerungsgruppe City Marketing&#8220; vorgelegt. Im Vergleich zum großen Schirm wirkt das &#8222;Türmchen&#8220; fast mickrig.</figcaption></figure>
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<p>Die jetzt anstehende <strong>öffentliche Diskussion</strong> hatte <strong>Hofheims Stadtspitze</strong> unbedingt <strong>verhindern</strong> wollen. Auch das entnehmen wir dem <strong>Protokoll von &#8222;City Marketing&#8220;</strong>:</p>



<p>In der Sitzung der &#8222;Steuerungsgruppe&#8220; wurde festgelegt, dass vorerst <strong>kein Mensch außerhalb des kleinen Kreises</strong> von dem geplanten <strong>Umbau des Untertorplatzes</strong>  erfahren sollte.</p>



<p>Einen entsprechenden Satz schrieb <strong>Thorsten Kolar</strong> in sein Protokoll, er druckte ihn <strong>extra fett,</strong> um seine Bedeutung <strong>hervorzuheben</strong>:&nbsp;</p>



<p><strong>&#8222;Die Mitglieder werden darum gebeten, dass Konzept nicht nach außen zu kommunizieren bevor nicht die städtischen Gremien hierüber befunden haben.&#8220;</strong></p>



<p><strong>Das Schweigegebot</strong> wurde durchbrochen. <strong>Welch ein Glück für Hofheim.</strong></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-center"><strong>+ + + + +</strong></p>



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<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center">Neueste Information: Riesenschirme könnten deutlich teurer werden</h1>



<p><strong>Update am Montag, 27. November:</strong> Hofheims Stadtpolitiker sollen jetzt auch <strong>ganz offiziell</strong> die neuesten Informationen zu den <strong>Riesenschirmen auf dem Untertorplatz</strong> bekommen:</p>



<p>Das Thema wurde auf die Tagesordnung für den <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> gesetzt, der am <strong>Dienstag, 5. Dezember</strong>, tagt. Einen Tag später, am <strong>Mittwoch, 6. Dezember</strong>, wird sich der <strong>Haupt- und Finanzausschuss </strong>damit befassen. Beide Sitzungen beginnen jeweils um <strong>19 Uhr in der Stadthalle</strong> und sind öffentlich.</p>



<p>Nicht ausgeschlossen ist, dass die Riesenschirme <strong>deutlich teurer</strong> als bekannt werden: Bisher war &#8222;nur&#8220; von <strong>100.000 Euro</strong> die Rede, die der Stadt als Zuschuss aus dem <strong>Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ </strong>überwiesen wurden. Für weitere<strong> 60.000 Euro </strong>wollte das Land auf Antrag des Magistrats einen <strong>&#8222;City Tree&#8220;</strong> in Hofheim fördern. Die Anschaffung einer solchen <strong>Frischluftmaschine</strong> wurde allerdings von den Stadtverordneten <strong>blockiert</strong>, nachdem<strong> Zweifel an ihrer Tauglichkeit</strong> aufgetaucht waren.</p>



<p><strong>Die &#8222;eingesparten&#8220; 60.000 Euro</strong> müssen wohl <strong>irgendwie</strong> <strong>ausgegeben</strong> werden – und sollen <strong>in die Anschaffung der Riesenschirme</strong> gesteckt werden: Das geht aus Unterlagen hervor, die <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vog</strong>t unterschrieben hat und die nächste Woche den beiden Ausschüssen vorgelegt werden.</p>



<p>In dem <strong>Rathaus-Papier</strong> heißt es unter <strong>Aktenzeichen STV2023/169</strong>: Für das <strong>Projekt „Beschattung Marktplatz“</strong> stünden jetzt <em>&#8222;Fördergelder in Höhe von 160.000 Euro zur Verfügung&#8220;.</em></p>



<p><strong>160.000 statt 100.000 Euro</strong> – das ist <strong>eine beachtliche Preissteigerung</strong>. Wobei die Formulierung <strong>offen</strong> lässt, ob die Schirme am Ende nicht <strong>noch teurer </strong>werden: Vielleicht soll ja auch noch<strong> Geld aus der Stadtkasse</strong> dazugegeben werden&#8230;</p>



<p><strong>Eine echte Überraschung wäre das nicht!</strong></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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