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	<title>Grassel Barbara &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Grassel Barbara &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Hofheim exklusiv: Blackbox Stadtfinanzen &#038; FDP vermutet Missbrauch beim Bewohnerparken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2025 08:16:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Thaler Armin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ferien sind vorüber, und damit endet auch die parlamentarische Sommerpause in Hofheim. Schon in den nächsten Tagen beginnen die ersten Ausschusssitzungen, Anfang September tagt dann das Stadtparlament. Es wird die letzte Sitzung von CDU-Bürgermeister Christian Vogt sein, der wenige Tage später das Rathaus endgültig verlassen muss. Bis zuletzt liefert er Stoff für zweifelhafte Schlagzeilen - auch davon gibt es heute wieder Neues zu berichten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Die Ferien sind vorüber, und damit endet auch die parlamentarische Sommerpause in Hofheim. Schon in den nächsten Tagen beginnen die ersten Ausschusssitzungen, Anfang September tagt dann das Stadtparlament. Es wird die letzte Sitzung von CDU-Bürgermeister Christian Vogt sein, der wenige Tage später das Rathaus endgültig verlassen muss. Bis zuletzt liefert er Stoff für zweifelhafte Schlagzeilen &#8211; auch davon gibt es heute wieder Neues zu berichten.</strong></p>






<h2 class="wp-block-heading">Und wieder: Vogt verletzt seine dienstlichen Pflichten</h2>



<p>Er hatte es den Stadtverordneten versprochen, hoch und heilig, wie man so schön sagt. Jetzt hat er auch dieses Versprechen gebrochen:&nbsp;</p>



<p>Es war <a href="https://hk-newsletter.de/2023/10/18/haushalt-und-hausmann/">im Herbst 2023</a>, als <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> den Stadtverordneten einen Doppelhaushalt vorschlug. Das bedeutete: Alle Einnahmen, alle Ausgaben, alle Investitionen und alle Tilgungen sollten für zwei Jahre in einer gemeinsamen Planung festgeschrieben werden.</p>



<p>Vogt begründete den ungewöhnlichen Schritt damals so: <em>„Ein Doppelhaushalt steigert unsere Effizienz.“ </em>Da mochte natürlich keiner ablehnen: Eine effektivere Stadtverwaltung wünschen sich schließlich alle Hofheimer. Schon lange.</p>



<p>Ein Doppelhaushalt hat jedoch einen großen Nachteil: Die Stadtverordneten legen sich für zwei Jahre fest. Sie ließen sich ködern mit der Zusage eines <em>„sehr guten Berichtswesens“</em>. Das war Vogts Versprechen vor dem Stadtparlament &#8211; wörtlich: <em>„Spätestens alle drei Monate werden Sie, die Stadtverordneten, über die wichtigsten Kerngrößen informiert und haben einen Überblick über den Erfüllungsstatus einzelner Projekte.“</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Vogt-Haushalt-202311.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="401" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Vogt-Haushalt-202311.jpg" alt="Hofheim" class="wp-image-36234" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Vogt-Haushalt-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Vogt-Haushalt-202311-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So präsentierte Christian Vogt Ende 2023 den Haushalt. Er versprach den Stadtverordneten regelmäßige Informationen über den Kassenstand. Seit Monaten aber schweigt er.</figcaption></figure>



<p>Die Stadtverordneten haben dem CDU-Mann geglaubt &#8211; das haben sie nun davon: Der letzte Finanzstatusbericht, den Vogt vorgelegt hat, nennt die Zahlen aus dem vierten Quartal des letzten Jahres. Seitdem sind acht Monate vergangen: Kein Stadtverordneter weiß heute, wie es um die Hofheimer Stadtkasse steht. Keiner hat eine Ahnung, wie groß <a href="https://hk-newsletter.de/2025/08/08/millionenkosten-zigaretten-lady-zeitungselend/">das Millionenloch</a> wirklich ist, das Vogt hinterlässt.&nbsp;</p>



<p>Blackbox Stadtkasse &#8211; und wer muckt auf? Wer fordert den Bürgermeister auf, endlich sein Versprechen einzuhalten und die Stadtverordneten zu informieren?</p>



<p>Schweigen im großen Rund. Hofheims Stadtverordnete sagen: keinen Mucks!</p>



<p>Halt, das ist nicht richtig! Eine Frau begehrt auf. <strong>Barbara Grassel, die Fraktionsvorsitzende der Linken</strong>, weist in einem Schreiben an den Magistrat darauf hin, dass es in Hessen eine <em>„Gemeindehaushaltsverordnung“</em> gibt &#8211; kurz GemHVO. Und darin heißt es unter <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-DoppikGemHVHEV5P28" target="_blank" rel="noopener">Paragraf 28</a>: <em>„Die Gemeindevertretung ist mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs unter Einbeziehung von produktorientierten Zielen und Kennzahlen zu unterrichten.“</em></p>



<p>Das ist eigentlich nicht misszuverstehen. Der Magistrat <span style="text-decoration: underline;"><em>muss</em></span> die Stadtverordneten informieren, und zwar <span style="text-decoration: underline;"><em>mehrmals jährlich</em>.</span> Wir reden hier nicht über eine freundliche Geste des Bürgermeisters. Es ist seine Pflicht, die Stadtverordneten über die Finanzlage zu informieren.</p>



<p>Grassel verbindet ihren Hinweis mit zwei Fragen: Weshalb wurden die Stadtverordneten bislang nicht über die Einnahmen und Ausgaben in 2025 unterrichtet? Und wann wird die Stadtverordnetenversammlung über den Stand des Haushaltsvollzugs im ersten Halbjahr 2025 unterrichtet?</p>



<p>Am <strong>Mittwoch, 27. August,</strong> tagt der Haupt- und Finanzausschuss (ab 19 Uhr, Stadthalle). Es könnte, nein: es müsste die Stunde der Wahrheit werden. Das aber ist nicht zu erwarten:</p>



<p>Vorsitzender des Gremiums ist<strong> Armin Thaler</strong>, ein Parteifreund von Vogt. Er hat das Thema &#8222;Finanzlage 2025&#8220; erst gar nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Dass Vogt sich auf seine letzten Tagen als Bürgermeister an Rechtsvorschriften und Pflichten erinnert:</p>



<p>Daran glaubt wohl nicht mal mehr die CDU.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">FDP fordert: Alle Bewohnerparkausweise überprüfen!</h2>



<p>Gibt es Autofahrer, die einen Bewohnerparkausweis für die Hofheimer Innenstadt besitzen, obwohl sie gar nicht in Hofheim wohnen? Und: Gibt es hier Bürger, die über einen privaten Stellplatz oder eine Garage verfügen und sich trotzdem einen Parkausweis besorgt haben &#8211; weil das Auto am Straßenrand abzustellen so bequem ist, und weil man einen Stellplatz oder eine Garage gut anderweitig nutzen kann?</p>



<p>Das sind Fragen, auf die Hofheims FDP Antworten verlangt. Der kleine Koalitionspartner der CDU möchte offenbar, dass die Stadtverwaltung eines großangelegte Überprüfung der Kernstadtbewohner startet: Wer hat einen Bewohnerparkausweis &#8211; und darf der/die das überhaupt?</p>



<p>Unterschrieben haben das Papier die <strong>FDP-Fraktionsvorsitzende Michaela Schwarz</strong> und ihr <strong>Stellvertreter Ralf Weber</strong>. Laut ihrer Darstellung beklagen sich Bewohner der Kernstadt immer wieder über Parkplatzmangel. Deshalb fordert das Duo jetzt umfassend Auskunft von der Verwaltung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Werden die Daten eines Antragstellers mit den Daten des Einwohnermeldeamtes abgeglichen? Dahinter steckt offenbar die Vermutung, dass sich Auswärtige einen Ausweis besorgt haben könnten.</li>



<li>Wird regelmäßig geprüft, ob die Voraussetzungen für einen Parkausweis noch gegeben sind? Bei Vorhandensein eines privaten Stellplatzes dürfte es den Ausweis gar nicht geben&#8230;</li>



<li>Und wenn ein Bewohnerparkausweis nach zwei Jahren abläuft: Stellt das Rathaus dann einfach einen neuen Ausweis aus? Oder welche Maßnahmen ergreift die Stadt?</li>
</ul>



<p>Noch ist unklar, was Schwarz und Weber mit dem Antrag bezwecken. Hat sie den Verdacht, dass Mitarbeitende der Stadtverwaltung Parkausweise zu großzügig verteilen? Oder liegen den Liberalen konkrete Hinweise auf eine missbräuchliche Verwendung des Parkausweises vor?</p>



<p>Vielleicht soll der Antrag aber auch bloß eine Art &#8222;Arbeitsbeschaffungsmaßnahme&#8220; für die neue Rathausführung sein. Die FDP-Stadtverordneten leiden nämlich schwer unter dem Verlust „ihres“ Bürgermeisters. Den haben sie mit derlei aufwendigen Aufträgen all die Jahre verschont. Den neuen Verwaltungschef dagegen gleich zu Beginn seiner Tätigkeit zu piesacken – das passt zum bisherigen politischen Stil der Hofheimer Liberalen.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ortsbeiräte: Viel Graswurzelpolitik &#8211; und eine Lachnummer</h2>



<p>Stadtpolitik live miterleben &#8211; das ist ab sofort wieder möglich. Hier sind die ersten beiden Termine der neuen Woche mit den interessantesten Themen:</p>



<p>Der <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> kommt am <strong>Mittwoch, 20. August, ab 19 Uhr</strong> im Rathausanbau zusammen. Top-Thema, ganz klar: der Ausbau des Innenstadtrings (ausführlicher Bericht <a href="https://hk-newsletter.de/2025/08/17/bauarbeiten-am-innenstadtring/">hier</a>).</p>



<p>Dazu gibt&#8217;s viel Kleinklein: Blumenkübel, Spielgeräte, Parkplätze, Fahrradständer&#8230;</p>



<p>Ganz oben auf der Tagesordnung steht ein Thema, dass längst eine Lachnummer ist: Bürgermeister Christian Vogt (CDU) hatte mal versprochen, die Kernstadt vom Tauben-Problem zu befreien &#8211; mit dem <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/13/das-100000-euro-taubenhotel-der-cdu/">Neubau eines Taubenhotels</a> für 100.000 Euro. Das war Ende 2022. Seitdem fragen die Stadtverordneten ausgerechnet seiner eigenen Partei beharrlich immer wieder nach: Ein Taubenhaus für 100.000 Euro &#8211; wie wird das aussehen, wo soll das hin?</p>



<p>Im Februar 2023(!) wurde diese Frage erstmals gestellt. Seither fanden 15 Sitzungen des Ortsbeirats statt, und in jeder dieser Sitzungen wurde die Anfrage erneut vorgetragen. Es hat den Anschein, als wollten die Christdemokraten ihren eigenen Bürgermeister drangsalieren, selbst auf seinen letzten Rathaus-Tagen.</p>



<p>Nur der Vollständigkeit halber: Eine Antwort hat der Magistrat bis heute nicht gegeben.</p>



<p>Noch so ein Dauerthema: Auf dem Untertorplatz wurde ein Kühlanhänger abgestellt, der laut Magistrat <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/03/weinstand-chalet-und-transparenz/">ein ständiges Ärgernis</a> ist und deshalb längst umgesetzt werden sollte. Der Anhänger aber steht immer noch da. Die Erklärung: Der Anhänger wurde von einem CDU-Magistratsmitglied abgestellt. Der Mann ist bekannt dafür, sich nicht an Regeln und Abmachungen zu halten. Dabei ist er Polizist von Beruf. Aber eben auch CDU-Stadtrat. Da kann er sich das wohl erlauben&#8230;</p>



<p>Und noch ein Thema, das die Arbeitsleistung des Magistrats in den letzten Jahren kennzeichnet: Die SPD will wissen, wann der Fußgängerweg über die Katharina-Kemmler-Straße in Höhe der Feuerwehr endlich kommt. Der Magistrat hatte dem Ortsbeirat im Jahre 2019(!) fest zugesagt, sich des Themas anzunehmen. Seitdem: Schweigen in der Stadtverwaltung.</p>



<p>Der <strong>Ortsbeirat Diedenbergen</strong> tagt einen Tag später, am<strong> Donnerstag, 21. August, ab 19.30 Uhr </strong>im ev. Gemeindezentrum. Top-Thema hier: das Gewerbegebiet Wallau Ost III mit der <a href="https://hk-newsletter.de/2025/06/14/giga-halle-in-wallau/">geplanten Giga-Halle</a>. Befürchtet wird, dass bei Bau der Halle täglich hunderte Lastwagen durch Diedenbergen fahren &#8211; die Stadt Hofheim aber weder mehr Gewerbesteuer-Einnahmen noch neue Arbeitsplätze gewinnt. </p>



<p>Ansonsten auch hier der bekannte Mix: Die <a href="https://www.datoto-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Pizzeria &#8222;A Tavola da Totó&#8220;</a>&nbsp;schließt, das Gebäude gehört der Stadt, und der Magistrat soll mal sagen, wie’s weitergeht. Weitere Themen:&nbsp;Weinstöcke auf dem Kreisel, Lagerhalle am Feuerwehrgerätehaus, Bordsteinabsenkungen und Poller am Straßenrand…</p>



<p>Wie gesagt: Viel Kleinklein &#8211; Ortsbeiräte ist Graswurzelpolitik. Das ist nicht jedermanns Sache, deshalb erscheint die Warnung angebracht: Das Zuhören &#8211; mehr ist nicht erlaubt! &#8211; ist nicht unbedingt ein Vergnügen.</p>



<p>Aber dafür bekommt man einen unverfälschten Eindruck davon, wie unsere Stadt regiert wird. Und das kann durchaus erhellend sein.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background is-style-dots"/>



<p class="has-text-align-center">Die vollständige Tagesordnung des <strong>Ortsbeirats Kernstadt</strong> kann <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/OB-Kernstadt-08-25.pdf">hier</a>, die Tagesordnung des <strong>Diedenbergener Ortsbeirats</strong> kann <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/OB-Diedenbergen-08-25.pdf">hier</a> als PDF heruntergeladen werden.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background"/>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
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		<title>7x Hofheim exklusiv! Flüchtlingscamp droht zur Kostenfalle zu werden</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/08/12/millionenkosten-zigaretten-lady-zeitungselend/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2025 08:26:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cyriax Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Debus-Spangenberg Isolde]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute reden wir über Geld – genauer gesagt: über das Geld, das Hofheim nicht mehr hat. Seit feststeht, dass CDU-Bürgermeister Christian Vogt das Rathaus verlassen muss, geht eine „Stinkbombe“ nach der anderen hoch. Kürzlich räumte er ein, dass Millionen in der Stadtkasse fehlen, was leider nicht die ganze Wahrheit war. Wir haben weitere Millionenlöcher entdeckt, darunter das Flüchtlingscamp. Details dazu exklusiv in diesem Hofheim/Kriftel-Newsletter.

Außerdem: Die vergessene Kriftel-Rechnungen - Arme Lokalzeitungen - Die Enkelin der „Zigaretten-Lady“ spricht - Das verdienen Hofheimerinnen und Hofheimer (sieht so schlecht nicht aus!)]]></description>
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									<p><strong>Heute reden wir über Geld – genauer gesagt: über das Geld, das Hofheim nicht mehr hat. Seit feststeht, dass CDU-Bürgermeister Christian Vogt das Rathaus verlassen muss, geht eine „Stinkbombe“ nach der anderen hoch. Kürzlich räumte er ein, dass Millionen in der Stadtkasse fehlen, was leider nicht die ganze Wahrheit war. Wir haben weitere Millionenlöcher entdeckt, darunter: das Flüchtlingscamp. Details dazu exklusiv in diesem Hofheim/Kriftel-Newsletter.</strong></p>
<p><strong>Außerdem: Die vergessene Kriftel-Rechnungen &#8211; Arme Lokalzeitungen &#8211; Die Enkelin der „Zigaretten-Lady“ spricht &#8211; Das verdienen Hofheimerinnen und Hofheimer (sieht so schlecht nicht aus!)</strong></p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Flüchtlingscamp: Kreis will Rechnungen aus Hofheim nicht bezahlen</h2>				</div>
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									<p>Ein neues Millionenloch droht der Stadt Hofheim – und diesmal ist es „hausgemacht“. Nicht die Bundesregierung, nicht das Land, nicht der Krieg in der Ukraine und auch nicht die Energiekrise sind schuld, sondern einsame Entscheidungen des CDU-Bürgermeisters. Oder sollten wir sagen: seine Großmannssucht?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Es geht um die Flüchtlingsunterkunft hinter der Tierklinik an der Straße nach Zeilsheim. Die Stadtverwaltung trägt die Kosten und stellt sie der MTK-Kreisverwaltung in Rechnung &#8211; das war der Plan. Doch im Landratsamt weigert man sich zu zahlen. Die offenen Forderungen der Stadt sollen sich bereits auf mehrere hunderttausend Euro belaufen, im Rathaus wird sogar von fast einer Million gemunkelt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Zum Hintergrund: Im Jahr 2023 hatte der Magistrat unter <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> die Flüchtlingssiedlung errichten lassen &#8211; eigenmächtig, ohne Rücksprache mit den Stadtverordneten. Ein <a href="https://www.heroquarters.de/" target="_blank" rel="noopener">Unternehmen</a> aus Cochem in Rheinland-Pfalz wurde engagiert: Es stellte 30 Tiny-Houses auf &#8211; für 240 Flüchtlinge. Vogt ließ über die Lokalzeitung verkünden:<em> „Der Wohnpark soll für die Dauer von fünf Jahren genutzt werden. Zu seiner Realisierung rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro – gerechnet auf diesen Zeitraum.“</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Diese Angaben waren falsch &#8211; der Hofheim/Kriftel-Newsletter deckte die Wahrheit auf (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/18/7-exklusive-hofheim-geschichten/#Fluechtlingscamp_4000_Euro_Miete_pro_Haeuschen_%E2%80%93_im_Monat">hier</a>): Die Kosten für Miete und Betrieb betragen <span style="text-decoration: underline;">monatlich(!)</span> rund 130.000 Euro, also 1,56 Millionen Euro in einem Jahr. Bei einem Fünfjahresvertrag muss die Stadt also nicht 1,3 Millionen Euro zahlen, wie im <a href="https://www.fnp.de/lokales/main-taunus/hofheim-ort74520/wohnpark-neben-der-tierklinik-hofheim-92686523.html#:~:text=Begrenzt%20auf%20f%C3%BCnf%20Betriebsjahre,Euro%20-%20gerechnet%20auf%20diesen%20Zeitraum." target="_blank" rel="noopener">&#8222;Kreisblatt&#8220;</a> zu lesen war, sondern 7,8 Millionen Euro.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Über die Rathaus-Pressestelle versuchte Vogt zu <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/28/millionen-fluechtlinge-gedenktafel/">beruhigen</a>: Die Stadt trage die Kosten nur <em>„im ersten Schritt”</em>. Man werde alle Ausgaben <em>„vom Main-Taunus-Kreis bei Belegung erstattet”</em> bekommen.</p>
<p>Und genau da gibt es jetzt die Probleme&#8230;</p>								</div>
				</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Das Flüchtlingscamp am Ortsausgang von Hofheim.</figcaption>
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									<p>Bei monatlichen Gesamtkosten in Höhe von 130.000 Euro&nbsp; beträgt die „Miete&#8220; für jedes der 30 Tiny Houses 4.333 Euro &#8211; pro Monat! Die Häuschen sind nur 48 Quadratmeter groß, aber für acht Personen ausgelegt. Bei voller Belegung könnte die Rechnung der Stadt aufgehen: Dann beträgt die &#8222;Miete&#8220; pro Person knapp 550 Euro.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Aber inzwischen kommen weniger Flüchtlinge, da bleiben Betten leer. Außerdem ist es kaum mit der Menschenwürde zu vereinbaren, acht Personen auf so engem Raum zusammenzupferchen, womöglich auf Jahre. Und was macht man mit einer vierköpfigen Familie? Man kann doch nicht einfach vier wildfremde Männer dazupressen…</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>So laufen der Stadt die Kosten immer mehr aus dem Ruder. Wer zahlt für die leeren Betten?</p>
<p>Die Kreisverwaltung jedenfalls scheint nicht bereit, die horrenden Rechnungen aus der Kreisstadt vollständig zu übernehmen. Auf unsere Frage (<em>„Ist es richtig, dass der Kreis die Rechnungen der Stadt Hofheim für die Unterbringung von Flüchtlingen im Wohnpark an der L 3018 Richtung Zeilsheim nicht bezahlt bzw. bezahlen will?“)</em> antwortete die <strong>Leiterin der MTK-Pressestelle,</strong> <strong>Isolde Debus-Spangenberg</strong>: Für Menschen, die Bürgergeld beziehen, übernehme der Main-Taunus-Kreis die Kosten der Unterkunft. <em>„Im Fall der Flexi-Häuser in Hofheim haben wir die Stadt gebeten, uns zunächst über die zugrunde liegende Kalkulation zu informieren.“</em> Danach wolle man sich austauschen <em>„mit dem Ziel, eine für beide Seiten tragbare Lösung zu finden“</em>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Es geht um viel Geld, vielleicht sogar Millionen. Und so könnte sich das Flüchtlingscamp schon bald zu einem spannenden Polit-Krimi entwickeln:</p>
<p>Wäre <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> im März wiedergewählt worden, hätte<strong> CDU-Landrat Michael Cyriax</strong> vielleicht versucht, Entgegenkommen zu zeigen. Zwar ist der Kreis selbst knapp bei Kasse, aber einen Parteifreund lässt man schließlich nicht hängen…</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Aber Vogt ist bald weg. Dann übernimmt<strong>&nbsp;Wilhelm Schultze</strong>&nbsp;<b>von den &#8222;Bürgern für Hofheim&#8220;&nbsp;</b>die Führung im Rathaus. Warum sollte ein CDU-Landrat einem BfH-Mann entgegenkommen?</p>
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<p>Wenn&#8217;s ganz dumm läuft, muss Hofheims neuer Bürgermeister vielleicht nicht alle, aber doch einen Großteil der Ausgaben für das Flüchtlingscamp aus der Stadtkasse stemmen. Vogt hat alles vertraglich festgezurrt, da gibt es kein Entrinnen. Die Stadt muss zahlen. 130.000 Euro, Monat für Monat, Jahr für Jahr.</p>
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<p>Wir haben im Rathaus nachgefragt: Was rollt da auf die Kreisstadt zu? Mit welchen Kosten rechnet die Stadtverwaltung pro Jahr und in den nächsten Jahren? Es gab keine Antwort. Null Reaktion. Der Bürgermeister duckt sich weg. Für ihn ist es ja auch bald vorbei&#8230;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Das dürfte die Taktik der CDU sein. Im März nächsten Jahres finden Kommunalwahlen statt. Wenn Wilhelm Schultze bis dahin die Situation nicht in den Griff kriegt, könnte man ihm „Versagen auf ganzer Linie“ vorwerfen. Denn die meisten Wähler, so das kalte Kalkül der Christdemokraten, werden bis dahin vergessen haben, wer das Hofheimer Finanzdesaster zu verantworten hat.</p>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Kurz vor seinem Abgang: Christian Vogt entdeckt Millionen-Verluste in Stadtkasse</h2>				</div>
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<p class="p1">Als SPD-Bürgermeisterin Gisela Stang im Jahr 2019 das Rathaus verließ, hinterließ sie ihrem Nachfolger Christian Vogt einen “soliden Haushalt”, wie die Frankfurter Rundschau damals schrieb (<a href="https://www.fr.de/politik/spd-org26325/gisela-stang-hinterlaesst-soliden-haushalt-10958971.html" target="_blank" rel="noopener"><span class="s1">hier</span></a>).</p>
<p class="p1">Sechs Jahre später präsentiert sich die finanzielle Lage der Kreisstadt katastrophal. Das will der noch amtierende CDU-Bürgermeister erst kurz vor seinem Abgang erkannt haben. Er gab kürzlich bekannt: 3 Mio Euro weniger Einkommensteuern, 3 Mio weniger Gewerbesteuer, 7,5 Mio Euro weniger aus dem Kommunalen Finanzausgleich sowie 3 Mio Euro Mehrausgaben bei der Kreis- und Schulumlage &#8211; macht 16,5 Millionen Euro, die in der Stadtkasse fehlen.</p>
<figure id="attachment_60219" aria-describedby="caption-attachment-60219" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Finanzkrise-2025.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-60219 size-full" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Finanzkrise-2025.jpg" alt="Millionen" width="800" height="482" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Finanzkrise-2025.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Finanzkrise-2025-300x181.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Finanzkrise-2025-768x463.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-60219" class="wp-caption-text">So wird in Hofheim Politik gemacht: Die Nachricht von einem Millionenloch in der Stadtkasse steckte der Bürgermeister der Lokalzeitung. So konnte er vor unangenehmen Fragen sicher sein. Unser Bild zeigt den Zeitungsbericht vom 22. Juli.</figcaption></figure>
<p class="p1">Nun ist eine solche Finanzkrise kein unvorhersehbarer Schicksalsschlag, im Gegenteil: In einer verantwortungsvoll geführten Behörde ist sie langfristig vorhersehbar. Ende Juni tagte das Stadtparlament – spätestens da hätte Vogt die Stadtverordneten informieren können, ja müssen. Aber er sagte kein Wort. Ein klarer Fall von Verwaltungswillkür: Vogts Vorgehen war eine Missachtung der parlamentarischen Rechte.</p>
<p class="p3">Vogt wartete drei Wochen – dann ließ er die schlechten Nachrichten über die Lokalzeitung verbreiten. Das Blatt steht für schmerzfreien Journalismus: So konnte er sicher sein, von unangenehmen Fragen verschont zu bleiben.</p>
<p class="p3">Mit einer Stellenbesetzungssperre (bringt 300.000 Euro) und diversen Einsparmaßnahmen (400.000 Euro) will Vogt &#8211; laut Zeitung &#8211; gegensteuern. Das klingt nicht gerade nach einem Erfolg versprechendem Konzept, sondern eher nach einer weiteren Attacke gegen den künftigen Bürgermeister Wilhelm Schultze:</p>
<p class="p3">Soll der doch mal zeigen, wie er mit weniger Personal und einer leeren Kasse klarkommt!</p>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Vorderheide II: Jurist empfiehlt "Millionen-Strafe" zu zahlen</h2>				</div>
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									<p>Und noch ein Millionen-Klopper rollt auf die Stadt zu. Das Unternehen, das vor mehr als zehn Jahren das Luxusbaugebiet Vorderheide II auf dem Kapellenberg anlegen wollte &#8211; was durch alle Gerichtsinstanzen <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/25/entschieden-vorderheide-ist-gerettet/">untersagt</a> wurde &#8211; verlangt eine Entschädigung von der Stadt. Anfangs stand eine Forderung von über fünf Millionen Euro im Raum. In einem Vergleich vor einem Schiedsgericht blieben 1,3 Millionen Euro übrig.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Bürgermeister Christian Vogt informierte die Stadtverordneten erst Mitte Juni &#8211; <a href="https://hk-newsletter.de/2025/06/21/stadt-zahlt-projektentwickler-13-mio/">nur wenige Tage vor Ablauf der Widerspruchsfrist</a>. Er drängte auf umgehende Zustimmung. Nach massivem Protest der Stadtverordneten wurde das Thema jedoch vertagt und eine Fristverlängerung mit der Projektgesellschaft  vereinbart.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Die Grünen-Fraktion im Stadtparlament bat den <strong>Juristen Reinhold Wendl </strong>&#8211; selbst lange Jahre Stadtverordneter &#8211; um eine Bewertung. Sein nüchternes Urteil: Die Stadt solle lieber zahlen. Erstens habe sie in dem Verfahren ganz schlechte Karten. Und außerdem: Ein Gerichtsverfahren, dessen Ausgang völlig ungewiss sei, würde die Angelegenheit noch einmal deutlich verteuern. <em>„Ich gehe davon aus, dass sich diese Kosten mindestens im sechsstelligen Bereich bewegen würden.“</em></p>								</div>
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												<figure class="wp-caption">
										<img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorderheide-20220326.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-20417" alt="Millionen" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorderheide-20220326.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/Vorderheide-20220326-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Grüne Natur auf dem Kapellenberg: Hier wollte die Hofheimer CDU ein Luxusbaugebiet sehen - und gab dafür viel Geld aus der Stadtkasse aus.</figcaption>
										</figure>
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									<p>Aber selbst wenn die Stadt die <em>„</em>Millionen-Strafe&#8220; zahlt, heißt das nicht, dass die Sache ein Ende hat: Vogt war Anfang 2022 trotz eindeutigem Gerichtsurteil &#8211; und gegen den ausdrücklichen Willen der Stadtverordneten &#8211; bis vor den Bundesverwaltungsgerichtshof gezogen. <a href="https://hk-newsletter.de/2022/03/31/vorderheide-ii-geht-weiter/">Seine Begründung:</a> Nur wenn die Stadt alle Rechtswege ausschöpfe, habe sie eine Chance, die Kosten eines Tages auf dem Klageweg vom Land zurückzufordern.</p>
<p>Im Klartext: Er wollte noch einen Prozess gegen Land führen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wendl kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. In überraschender Klarheit formuliert der Jurist: <em>„Ich halte Amtshaftungsansprüche gegen das Land Hessen für ziemlich aussichtslos.“</em> Es würden weitere lediglich weitere Kosten anfallen, und die würden <em>„bei einem Streitwert von 1,3 Millionen Euro und der Schwierigkeit und Dauer eines solchen Verfahrens erheblich“.</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Das Stadtparlament wird eines Tages entscheiden müssen, ob die Stadt das Land verklagen soll und damit weitere Kosten produzieren will &#8211; oder nach Zahlung der <em>„</em>Millionen-Strafe<em>“</em> an den Projektentwickler endlich Ruhe findet. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Es ist der Stadt zu wünschen, dass die Beratung des Stadtparlaments durch den künftigen Bürgermeister der BfH von gesundem Menschenverstand getragen wird und weniger von eigennützigen Interessen geprägt ist als die des jetzigen CDU-Amtsinhabers.</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Gute Frage: Warum ist Hofheim so großzügig zu den Kriftelern?</h2>				</div>
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									<p><!-- /wp:heading --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wir hatten darüber <a href="https://hk-newsletter.de/2025/07/14/hofheim-verfuegung-cdu-kriftel/#Hofem-Schlofem-Rathaus_Schulden_der_Krifteler_jahrelang_vergessen">berichtet</a>: Vor mehr als zehn Jahren haben Hofheim und Kriftel beschlossen, dass das Hofheimer Standesamt für beide Kommunen zuständig sein soll. Als Ausgleich erklärte sich Kriftel damals bereit, jährlich pro Einwohner 2,45 Euro an die Kreisstadt zu überweisen &#8211; was bei rund 11.000 Einwohnern etwa 27.000 Euro entspricht.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>In den Jahren 2022 bis 2024 vergaß die Stadtverwaltung Hofheim, die Rechnungen zu stellen. Das wurde jetzt nachgeholt, allerdings wurden nur zwei Euro pro Einwohner verlangt, also rund 22.000 Euro pro Jahr.</p>								</div>
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																<a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Kriftel-Ortsschild.jpg" data-elementor-open-lightbox="yes" data-elementor-lightbox-title="Kriftel Ortsschild" data-e-action-hash="#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6NTkyMDQsInVybCI6Imh0dHBzOlwvXC9oay1uZXdzbGV0dGVyLmRlXC93cC1jb250ZW50XC91cGxvYWRzXC8yMDI1XC8wN1wvS3JpZnRlbC1PcnRzc2NoaWxkLmpwZyJ9">
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									<p>Gleich nach unserem <a href="https://hk-newsletter.de/2025/07/14/hofheim-verfuegung-cdu-kriftel/#Hofem-Schlofem-Rathaus_Schulden_der_Krifteler_jahrelang_vergessen">Bericht</a> schickten die Linken eine offizielle Anfrage an den Magistrat: Warum wurden in den letzten Jahren keine Rechnungen ausgestellt? Und warum wurden nur 2,00 statt 2,45 Euro verlangt?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Und dann stellt <strong>Fraktionschefin Barbara Grassel</strong> auch diese naheliegende Frage: Ist eigentlich sicher, dass die Stadtverwaltung das Ausstellen von Rechnungen nicht auch in anderen Fällen vergessen hat? </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Die Anfrage wurde am 17. Juli eingereicht. Ob <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> in dieser  peinlichen Angelegenheit noch eine ehrliche Antwort rausrückt? Darauf wollen wir lieber nicht wetten: Seine letzte Stadtverordnetenversammlung als Bürgermeister ist am 2./3. September, dann wird er verabschiedet. Danach kommt Wilhelm Schultze.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Der Mann wird wohl erst einmal richtig aufräumen müssen.</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Enkelin der „Zigaretten-Lady“: Schlichtes Banner hätte gereicht</h2>				</div>
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									<p>Die „Zigaretten-Lady“ von Hofheim &#8211; <a href="https://hk-newsletter.de/2025/07/02/stadtmuseum-wirbt-mit-hanna-bekker/">Sie wissen schon</a>: Ein paar kunstbegeisterte Mitbürger aus dem Förderkreis für das Stadtmuseum hatten die Idee, ein überlebensgroßes Foto der <strong>Künstlerin Hanna Bekker vom Rath</strong> aufzustellen – und das gleich mehrfach im Stadtgebiet.<strong> CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> erteilte dem Vorhaben seine Genehmigung, ohne die Stadtverordneten oder Ortsbeiräte einzubeziehen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Es wurde eine echte Holperstolper-Aktion: Die schweren Foto-Stelen sollten eigentlich schon 2023 zum 30-jährigen Jubiläum des <a href="https://stadtmuseum.hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Stadtmuseums</a> stehen. Dummerweise man hatte übersehen, dass dafür aufwendige Beton- und Stahlkonstruktionen nötig sind. Es zog sich hin, wurde immer teurer…</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Als <a href="https://hk-newsletter.de/2025/07/12/zigarettenlady-und-stadtverordnete/">Betonfundamente und Eisengerüste</a> fertig waren, kam der nächste Schock: Uuups, auf dem Bild hält Frau Bekker ja eine Zigarette in der Hand! Wer die Künstlerin nicht kennt – und das dürfte die Mehrheit der Hofheimerinnen und Hofheimer sein –, könnte die Fotostelen für eine schlecht gemachte Zigarettenwerbung halten…</p>								</div>
				</div>
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												<figure class="wp-caption">
											<a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Hanna-Bekker-vom-Rath-Titel.jpg" data-elementor-open-lightbox="yes" data-elementor-lightbox-title="Hanna Bekker vom Rath Titel" data-e-action-hash="#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6NTg4MzAsInVybCI6Imh0dHBzOlwvXC9oay1uZXdzbGV0dGVyLmRlXC93cC1jb250ZW50XC91cGxvYWRzXC8yMDI1XC8wN1wvSGFubmEtQmVra2VyLXZvbS1SYXRoLVRpdGVsLmpwZyJ9">
							<img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="453" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Hanna-Bekker-vom-Rath-Titel.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-58830" alt="Hanna Bekker vom Rath Titel" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Hanna-Bekker-vom-Rath-Titel.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Hanna-Bekker-vom-Rath-Titel-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px">								</a>
											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Die rauchende Hanna Bekker vom Rath ist bereits in der Sparkasse ausgestellt: Mit der überlebensgroßen Fotostele soll das Stadtmuseum demnächst für sich Werbung machen - im ganzen Stadtgebiet.</figcaption>
										</figure>
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									<p>Nach unserer Berichterstattung meldete sich die Enkelin von Hanna Bekker vom Rath zu Wort. <strong>Marian Stein-Steinfeld</strong>, Gründerin eines <a href="https://hanna-bekker-vom-rath.org/archiv/" target="_blank" rel="noopener">Hanna-Bekker-Archivs</a>, war überraschend ehrlich: Sie hätte lieber ein schlichtes Banner gesehen, sagte sie. Und auch die farbliche Verfremdung des Fotos gefällt ihr nicht so recht. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Mit dem flapsigen Bezeichnung „Zigarettenlady“ tut sie sich etwas schwer. Sie sagt, dass die <em>„innere unangepasste Haltung“</em> ihrer Großmutter <em>„heute wohl von manchen nicht mehr verstanden“ </em>wird. Kann man so sehen… </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Man kann aber auch sagen: Rauchen war damals vielleicht cool. Heute aber ist der öffentliche Auftritt einer Frau mit &#8217;ner Fluppe in der Hand nicht mehr so richtig angesagt. So ein Foto will man nicht unbedingt sehen, schon gar nicht in Großformat am Straßenrand.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><span style="color: #ff9900;"><strong>PS </strong></span>Die Verärgerung in den Stadtteilen, die über den Aufbau der Fotostelen nicht informiert worden waren, hält an. Der Lorsbacher <strong>CDU-Stadtverordnete Carsten Zeitz</strong> bezeichnete jetzt in den sozialen Netzwerken das Vorgehen &#8222;seines&#8220; Bürgermeisters mit <em>„in der Tat befremdlich“</em>. Auch mit den örtlichen Geschichtsvereinen habe niemand gesprochen. Zeitz: Das ist <em>„Zentralismus in Reinform“</em>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:spacer {"height":"20px"} --></p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Arme Lokalzeitungen: Verkaufszahlen rauschen immer weiter runter</h2>				</div>
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									<p class="p1">In der größten Hofheim-Community überhaupt – man darf ruhig sagen: in der allergrößten aller Zeiten – nämlich in der <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Gruppe „Wir in Hofheim“</a> (über 21.000 Mitglieder!) wurde an diesem Freitag eine spannende Umfrage gestartet. Erste Ergebnisse ergänzen Daten, die uns aktuell vorliegen.</p>
<p class="p1"><b>Karl Kurjak</b>, der Administrator der Gruppe, stellte die Frage: Wo informiert ihr euch am liebsten über aktuelle Themen rund um Hofheim? Also zum Beispiel über Veranstaltungen, Neueröffnungen, wichtige Veränderungen oder lokale Nachrichten.</p>
<p class="p1">Innerhalb weniger Stunden hatte er fast 500 Antworten gesammelt! Das Ergebnis ist natürlich nicht wissenschaftlich repräsentativ, aber trotzdem aussagekräftig:</p>
<figure id="attachment_60259" aria-describedby="caption-attachment-60259" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Wir-in-Hofheim.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-60259 size-full" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Wir-in-Hofheim.jpg" alt="Wir in Hofheim" width="800" height="612" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Wir-in-Hofheim.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Wir-in-Hofheim-300x230.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/Wir-in-Hofheim-768x588.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-60259" class="wp-caption-text">Die Facebookgruppe &#8222;Wir in Hofheim&#8220; ist Hofheims größte Community. Sie hat derzeit 21.315 Mitglieder.</figcaption></figure>
<p class="p1">Fast 60 Prozent der Befragten gaben an, sich hauptsächlich auf Facebook zu informieren. Auf die Zeitung setzen gerade mal noch 10 Prozent, genauso viele informieren sich über Flyer und Plakate. Es folgen: Empfehlungen von Freunden (8 %), Instagram und das Online-Portal der Stadt (jeweils 6 %).</p>
<p class="p1">Das Ergebnis unterstreicht einmal mehr die Bedeutung der großen Facebookgruppe als Plattform für Information und Austausch. Das ist wiederum erklärlich, denn aktuell gibt es keine ernsthafte Alternative zu einer täglichen Rundum-Information über das Stadtgeschehen. Die Zeitungen, einst die wichtigste Nachrichtenbörse, sind längst aus dem Geschäft raus. Kreisblatt &amp; Co. befinden sich in einem wohl kaum noch zu stoppenden Abwärtstrend. Neue Auflagenzahlen liegen vor: Erneut wurde ein historischer Tiefstand erreicht.</p>
<p class="p1">Zum Kreisblatt: Der Verlag veröffentlicht die Auflagenzahlen nur noch zusammen mit den Verkaufszahlen der MTK-Ausgaben von Frankfurter Rundschau und FAZ/Rhein-Main. Gleichzeitig ist das Verbreitungsgebiet riesig: Zu den Auflagenzahlen aus dem Main-Taunus-Kreis werden die Verkäufe im Frankfurter Westen (Höchst, Zeilsheim, Griesheim, Nied …), im Rheingau-Taunus-Kreis sowie in den Landeshauptstädten Wiesbaden und Mainz hinzugerechnet.</p>
<figure id="attachment_39559" aria-describedby="caption-attachment-39559" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-39559 size-full" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreisblatt3.jpg" alt="Kreisblatt3" width="640" height="456" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreisblatt3.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreisblatt3-300x214.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-39559" class="wp-caption-text">Das Werbeschild des Kreisblatts an der Häuserzeile am Untertorplatz. Die einst großzügigen Räumlichkeiten der Zeitung sind inzwischen stark geschrumpft.</figcaption></figure>
<p class="p1">Das kommt dabei heraus: Im zweiten Quartal hatten die drei Zeitungen zusammen nur noch 15.888 Abonnenten. Das sind 7,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.</p>
<p class="p1">Auch der Einzelverkauf (in Geschäften, Tankstellen&#8230;) ist weiter eingebrochen &#8211; von 1.153 auf 986 Exemplare, was einem Minus von 14,5 Prozent entspricht.</p>
<p class="p1">Das ganze Ausmaß des Kreisblatt-Elends wird noch deutlicher, wenn wir die aktuellen Zahlen mit denen von vor fünf Jahren vergleichen. Nahezu ein Drittel der Abonnenten ging verloren (30,05 Prozent). Der Einzelverkauf hat sich sogar fast halbiert – er brach um 41 Prozent ein.</p>
<p class="p1">Ähnlich sieht es bei der Hofheimer Zeitung aus. Sie hat jetzt nur noch 1.131 Abonnenten. Im Vergleich zum Vorjahr waren es noch 1 266, was einem Verlust von 10,66 Prozent entspricht.</p>
<p class="p1">Besonders bitter ist das Ergebnis beim Einzelverkauf in Geschäften und Tankstellen: Gerade einmal 214 Exemplare wurden verkauft, im Jahr davor waren es noch 294 – ein Rückgang um 27 Prozent.</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Hört sich gut an: Hofheimer gehören zu den Spitzenverdienern</h2>				</div>
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<p>Zum Abschluss noch eine gute Nachricht &#8211; entdeckt in der <a href="https://www.zeit.de/arbeit/2025-07/gehaltsvergleich-gemeinden-deutschland-gehaelter-gehaltssteigerungen" target="_blank" rel="noopener">„Zeit“</a>: Die Hofheimerinnen und Hofheimer nehmen auf der deutschlandweiten Lohnliste einen Spitzenplatz ein. Die Wochenzeitung hat die Daten von 4.240 Kommunen von der Bundesagentur für Arbeit erhalten und ausgewertet.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>In nur 33 Städten und Gemeinden sind die Gehälter höher als in Hofheim. Das heißt auch: In 4.206 Kommunen sind die Gehälter geringer.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Hessenweit kommt Hofheim auf Platz Rang 5 von 407 ausgewerteten Gemeinden.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Auch im Vergleich mit Gemeinden aus der Umgebung nimmt Hofheim den Spitzenplatz ein. In der Kreisstadt liegt das mittlere Monatsgehalt bei 5.234 Euro. Es folgen Eppstein mit 5.184 Euro, Kelkheim mit 5.107 Euro, Kriftel mit 5.022 Euro, Hochheim mit 4.687 Euro, Hattersheim mit 4.578  Euro und Flörsheim mit 4.512  Euro.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Laut „Zeit“ liegt Hofheim auch höher als Frankfurt (4.847 Euro) und Wiesbaden (4.367 Euro).</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Geringverdienende, deren Gehälter zu den untersten 20 Prozent in Hofheim am Taunus gehören, bekommen höchstens 3.399 Euro brutto monatlich. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Die obersten 20 Prozent der Verdiener erhalten dagegen mindestens 7.550 Euro – und damit rund 2,2-mal so viel wie die Menschen in Hofheim, die besonders schlecht bezahlt werden.</p>								</div>
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		<title>Wie Hofheims CDU den neuen Bürgermeister düpiert und die Bürger abstraft</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/06/29/cdu-streicht-beigeordneten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jun 2025 21:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
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		<category><![CDATA[Vogt Anita]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Strafe muss sein, sagt sich Hofheims CDU. Weil die Bürger Christian Vogt nicht erneut zum Bürgermeister gewählt haben, sollen sie nun die Quittung erhalten. Letzte Woche wurde die Stelle des Beigeordneten im Rathaus ersatzlos gestrichen – ohne Rücksicht auf die Folgen für die unter Vogt abgewirtschaftete Stadtverwaltung („Hofem Schlofem“). Dass eine geschrumpfte Rathaus-Führung nachteilig für ganz Hofheim sein kann, scheint die CDU-Stadtverordneten nicht weiter zu kümmern. Wir erleben Lokalpolitiker, die das Wohl der Stadtgesellschaft aus den Augen verloren haben – weil ihnen die Interessen ihrer Partei wichtiger sind. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="58278" class="elementor elementor-58278" data-elementor-post-type="post">
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									<p class="p1"><b>Strafe muss sein, sagt sich Hofheims CDU. Weil die Bürger Christian Vogt nicht erneut zum Bürgermeister gewählt haben, sollen sie nun die Quittung erhalten. Letzte Woche wurde die Stelle des Beigeordneten im Rathaus ersatzlos gestrichen – ohne Rücksicht auf die Folgen für die unter Vogt abgewirtschaftete Stadtverwaltung („Hofem Schlofem“). Dass eine geschrumpfte Rathaus-Führung nachteilig für ganz Hofheim sein kann, scheint die CDU-Stadtverordneten nicht weiter zu kümmern. Wir erleben Lokalpolitiker, die das Wohl der Stadtgesellschaft aus den Augen verloren haben &#8211; weil ihnen die Interessen ihrer Partei wichtiger sind.</b></p>								</div>
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									<p>Den Beschluss fasste das Stadtparlament letzte Woche mit hauchdünner Mehrheit: Wenn im Herbst die Amtszeit des <strong>SPD-Beigeordneten Bernhard Köppler</strong> endet, soll seine Stelle komplett wegfallen. Die Stadt sei knapp bei Kasse, hatte <strong>der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Armin Thaler,</strong> im Vorfeld gestreut. Ohne den dritten hauptamtlichen Magistrat könnten ein paar Hunderttausend Euro eingespart werden.</p><p>Die Stadt hat kein Geld mehr? Das ist neu! Warum wurde nicht schon vorher &#8211; unter Vogt &#8211; gehandelt? Warum wird nicht längst an anderen Stellen gespart?</p><p>Bei genauerem Hinsehen wird schnell klar: Der CDU geht es gar nicht ums Geld. Die Partei will Einfluss im Rathaus behalten, um jeden Preis. Und dann sah man auch eine gute Gelegenheit, den künftigen Bürgermeister noch vor Amtsantritt zu düpieren. <strong>Wilhelm Schultze</strong> von der Wählergemeinschaft „Bürger für Hofheim“ (BfH), erst 29 Jahre alt, hatte der CDU eine beispiellose Schlappe zugefügt. Bei der entscheidenden Stichwahl im März hatte er den amtierenden <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> regelrecht aus dem Rathaus gefegt.</p><p>Der Stachel sitzt tief. Einige CDU-Stadtverordnete zeigen jetzt offen ihre klammheimliche Freude darüber, dass sie dem jungen Mann eins mitgeben konnten. Soll er doch zusehen, wie er mit weniger Manpower im Rathaus klarkommt!</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Sensations-Ergebnis von Wilhelm Schultze<br>ist jetzt amtlich</h2>				</div>
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									<p><b>Der Wahlleiter hat die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl endgültig festgestellt, der Magistrat legte sie dem Stadtparlament letzte Woche vor. Man kann’s eigentlich immer noch nicht fassen, was im März passiert ist:</b></p><p>Im ersten Wahlgang verfehlte der amtierende Bürgermeister und CDU-Kandidat <b>Christian Vogt</b> die absolute Mehrheit nur ganz knapp: Er erhielt 7.659 Stimmen &#8211; satte <b>48,14 Prozent</b>. Es fehlten ihm weniger als zwei Prozent zur absoluten Mehrheit &#8211; starkes Ergebnis!</p><p>Mit Abstand auf Platz 2: <b>Wilhelm Schultze</b> von den „Bürgern für Hofheim“ (BfH) bekam 5.088 Stimmen oder <b>31,98 Prozent</b>. Nicht übel. Aber wohl eher chancenlos.</p><p><b>Tobias Undeutsch</b> von der SPD landete mit 3.164 Stimmen (19,89 Prozent) auf Platz 3.</p>								</div>
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												<figure class="wp-caption">
										<img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="405" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Stichwahl-Kandidaten.jpg" class="attachment-medium_large size-medium_large wp-image-54794" alt="Vogt CDU Schultze BfH" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Stichwahl-Kandidaten.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Stichwahl-Kandidaten-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Vogt hatte die Stadt mit seinen Plakaten zugepflastert - nutzte nichts: Am Ende konnte Wilhelm Schultze die meisten Wählerstimmen gewinnen.</figcaption>
										</figure>
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									<p>Das Rennen schien gelaufen. Dann kam die Stichwahl &#8211; und für die CDU verdüsterte sich der Himmel, während für die BfH die Sonne aufging:</p><p><b>Christian Vogt</b> rutschte auf 6.188 Stimmen ab. Nur noch <b>41,46 Prozent</b> der Stimmen: ein Desaster!</p><p><b>Wilhelm Schultze</b> bekam hingegen 8.737 Stimmen. Das kann man nur als sensationell bezeichnen: <b>58,54 Prozent</b>! Er ist der neue Bürgermeister von Hofheim.</p><p>Im September wird er ins Rathaus einziehen.</p>								</div>
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									<p>Um das Vorgehen der Christdemokraten verstehen und ihre wahren Absichten erkennen zu können, müssen wir die lokalpolitische Lage etwas näher betrachten:</p><p><strong><span style="color: #ff6600;">&#8211;&gt;</span></strong> Die CDU hat sich im Stadtparlament mit den Mini-Fraktionen von FDP und FWG zusammengetan. Doch zur Mehrheit fehlt eine Stimme. Bei strittigen Themen hat diese Minderheitskoalition keine Chance sich durchzusetzen &#8211; wenn sich die Opposition nur einig ist.</p><p><strong><span style="color: #ff6600;">&#8211;&gt;</span> </strong>Bürgermeister <strong>Christian Vogt</strong> (CDU) muss im September das Rathaus räumen: <strong>Wilhelm Schultze</strong> übernimmt. Erster Beigeordneter ist <strong>Daniel Philipp</strong> von den Grünen: Er wurde vor einem Jahr gewählt &#8211; mit den Stimmen der Opposition.</p><p><span style="color: #ff6600;"><strong>&#8211;&gt;</strong></span> Im Oktober endet die Amtszeit des Beigeordneten <strong>Bernhard Köppler</strong> (SPD). Wenn das Stadtparlament einen Nachfolger wählen wollte, müssten die Wahlvorbereitungen jetzt beginnen. Die CDU will den Posten natürlich gerne besetzen, weil sie ansonsten raus ist aus der Rathausführung. Aber wie soll das ohne Mehrheit gehen?</p><p><strong><span style="color: #ff6600;">&#8211;&gt;</span></strong> Es gibt einen weiteren Termin, der eine zunehmend wichtige Rolle spielt: Im März nächsten Jahres finden in Hessen <a href="https://innen.hessen.de/presse/wahltag-fuer-die-kommunalwahlen-2026" target="_blank" rel="noopener">Kommunalwahlen</a> statt. Dann entscheiden die Bürger über die Zusammensetzung des Stadtparlaments. Damit entscheiden sie auch darüber, wer in den nächsten Jahren das Sagen in der Kreisstadt hat.</p>								</div>
				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default"> Linke geben sich stur - die CDU findet das gut</h2>				</div>
				</div>
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									<p>Im Stadtparlament ging’s jetzt erst einmal „nur“ um den Beigeordneten. Die SPD hatte ihren <strong>Fraktionsvorsitzenden Alexander Tulatz</strong> frühzeitig als Kandidaten vorgeschlagen, und eigentlich wäre dessen Wahl kein Problem gewesen:</p><p>Die Grünen wollten zustimmen, schließlich hatten die Genossen die Wahl von Daniel Philipp zum Ersten Beigeordneten unterstützt. Und auch die BfH stand hinter Tulatz. Im Endspurt des Bürgermeisterwahlkampfs hatte sich die SPD für den BfH-Kandidaten Schultze stark gemacht – jetzt wäre das Dankeschön fällig.</p><p>Zur Mehrheit im Stadtparlament benötigt die Opposition allerdings noch die zwei Stimmen der Linken. <b>Barbara Grassel</b> und <b>Anita Vogt</b> vertraten jedoch die Meinung, dass eine Kleinstadt wie Hofheim keine drei hauptamtlichen Magistratsmitglieder benötigt: Man könne das Geld anderweitig sinnvoller investieren.</p><p>Selbst der Hinweis, dass mit Wilhelm Schultze ein junger Mann ins Rathaus einzieht, der alle Unterstützung braucht &#8211; schließlich geht es um Hofheim -, ließ die Linken keinen Deut von ihrer Haltung abrücken. Sie stellten vielmehr den Antrag, die Stelle des Beigeordneten abzuschaffen.</p><p>Normalerweise verpuffen solche Forderungen der Linken. Aber diesmal kamen sie der CDU sehr gelegen:</p><p>Man hätte ja gerne einen eigenen Kandidaten aufgestellt und wegen der gespaltenen Opposition sogar durchbringen können. Einziges Risiko: Wenn die Linken ihre sture Haltung aufgegeben und angesichts eines CDU-Kandidaten für den SPD-Kandidaten gestimmt hätten, dann wären die Christdemokraten aus der Stadtführung raus, und zwar auf Jahre.</p><p>Deshalb stellte sich die CDU &#8211; und damit auch die FDP und die FWG &#8211; hinter den Antrag der Linken und erklärten laut, das Geld sei knapp und die Stadt müsse sparen.</p><p>Davon war bisher nie die Rede gewesen, im Gegenteil: Unter Vogt wurden im großen Stil Millionenprojekte geplant. Eine Radfahrerbrücke quer durch die Innenstand, ein Bahnhof in Wallau, eine Radschnellweg, ein Taubenhotel in der Kernstadt, eine Musikschule an der Elisabethenstraße…</p><p>Wir haben’s ja, ließ Vogt die Bürger stets glauben.</p><p>Und jetzt reicht das Geld angeblich nicht einmal mehr für einen Beigeordneten?</p><p>Werden die Bürger hier für dumm verkauft?</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Linken gaben sich stur - und die CDU fand das gut</h2>				</div>
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									<p>Inzwischen ist selbst aus Kreisen der CDU-Stadtverordneten zu vernehmen: Naja, so richtig abschaffen wolle man die Stelle des Beigeordneten natürlich nicht. Nach den Kommunalwahlen könne man das Thema ja noch einmal überdenken&#8230;</p><p>Es sind parteipolitische Planspiele: Wenn man als CDU im März eine Mehrheit bekäme, könnte man einen eigenen Beigeordneten durchsetzen &#8211; und wäre weiterhin an der Spitze des Rathauses präsent. Die Wähler, so das Kalkül der Parteistrategen, werden bis dahin das Gerede von notwendigen Einsparungen bestimmt vergessen haben…</p><p>Solche Überlegungen machen deutlich: Es geht der CDU gar nicht um das Wohl der Stadt und eine funktionierende Verwaltung. Die Partei will im Rathaus ein Stück Macht behalten. <strong>Michael Henninger, der CDU-Fraktionsvorsitzende,</strong> bestreitet solche Absichten auch gar nicht. Nur will er jetzt, wenige Monate vor der Wahl, den Ball lieber flach halten: Es sei doch gar nicht sicher, dass die CDU nach der Wahl eine Mehrheit habe, versichert er treuherzig.</p><p>Wilhelm Schultze, Hofheims designierter Bürgermeister, dürfte sich seinen Amtsantritt sicher anders vorgestellt haben. Vogt hinterlässt ihm nicht nur eine Rathausmannschaft, die er mit seinem autokratischen Führungsstil demoralisiert hat und die wie gelähmt wirkt. Es kann für den Jung-Bürgermeister durchaus noch schlimmer kommen:</p><p>Vogt hatte nach seiner bitteren Wahlpleite öffentlich verkündet: <i>„Ich versichere, ich werde bis zum letzten Tag meiner Amtszeit vollen Einsatz zeigen und mich für die Stadt und ihre Menschen einbringen.“ </i></p><p>Genauso hat er’s gesagt: <i>„Bis zum letzten Tag meiner Amtszeit“</i>. Und danach? Was passiert am Tag nach seiner Amtszeit?</p><p>So wird mit einer gewissen Spannung erwartet, wie sich Vogt aus dem Rathaus verabschiedet: Wird er eine vernünftige Übergabe machen &#8211; oder seinen Nachfolger auflaufen lassen? Nach dem Motto: Sieh zu, wie du klarkommst&#8230;</p><p>Auf der Chefetage des Rathauses kennt man das, hat solche unschönen Erfahrungen erst vor wenigen Monaten gemacht: Als der langjährige <b>Erste Stadtverordnete Wolfgang Exner</b> &#8211; ebenfalls von der CDU &#8211; vor dem Ruhestand stand, war sich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/13/amtseinfuehrung-mit-blauen-schnuersenkeln/" target="_blank" rel="noopener">die Opposition im Stadtparlament einig</a> und wählte den Grünen Daniel Philipp zu seinem Nachfolger. Die <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/03/erster-stadtrat-cdu-kandidatin/" target="_blank" rel="noopener">Kandidatin der CDU</a> fiel durch.</p><p>Strafe muss sein, sagte sich die CDU auch damals. Als Philipp sein Büro im Rathaus bezog, fand er es leer vor. Exner war gegangen &#8211; ohne Übergabe.</p><p>Die Rache des CDU-Mannes. Es passt ins Bild, dass Bürgermeister Vogt seinem Parteifreund Exner vor einigen Tagen eine städtische Auszeichnung übergab: Er verlieh ihm die Ehrenbezeichnung „Stadtältester”.</p><p>Ob den Wählern gefällt, wie sich Hofheims CDU in der Stadt aufführt? Spätestens nach der Kommunalwahl im März 2026 werden wir es wissen.</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum Herr Müller von der CDU den Magistrat erst kritisierte und jetzt schwächt</h2>				</div>
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									<p>An<strong> Michael Müller</strong> lassen sich die wahren Absichten der Stadt-CDU gut ablesen. Politisch trat er bisher nicht besonders in Erscheinung: Er lebt in Diedenbergen, wo er für die CDU im Ortsbeirat sitzt und in allerlei Vereinen mitmacht.</p><p>Plötzlich ist der Mann Stadtverordneter. Das kam so: Weil die CDU letztens im Stadtparlament keine Chance sah, einen eigenen hauptamtlichen Stadtrat im Rathaus durchzusetzen, wollte sie lieber einen Antrag der (normalerweise verhassten) Linken akzeptieren und die Stelle ganz streichen. Einen solchen Beschluss konnte sie jedoch nur bei vollzähligem Erscheinen der Fraktion durchkriegen.</p><p>Kleines Problem: <strong>CDU-Mann Jörg Ströhmann</strong> war verhindert. Schnelle Lösung: Der Wallauer musste sein Mandat niederlegen. Müller rückte nach. So macht man bei der CDU Karriere…</p><p>Noch im September 2024, also vor nicht einmal einem Jahr, hatte dieser Müller den Vogt-Magistrat scharf kritisiert: Er vertrete nicht die Interessen der Ortsbeiräte. In einem Beschluss des Ortsbeirats Diedenbergen, den Müller mitunterzeichnete, hieß es, dass immer wieder Anfragen und Anträge im Rathaus liegen blieben, manchmal über Jahre hinweg. <em>„Bei allem Verständnis für die Arbeitsbelastung“</em> der städtischen Beschäftigten &#8211; so hieß es weiter &#8211; entstehe der Eindruck, dass die Ortsbeiräte <em>„keinerlei Einflussmöglichkeiten haben“.</em></p><p>Derselbe Müller stimmte jetzt im Stadtparlament dafür, den Magistrat zu verkleinern &#8211; und damit die Arbeitsbelastung im Rathaus deutlich zu erhöhen. Dass die Ortsbeiräte dadurch noch mehr ins Abseits rücken könnten, stört den Stadtverordneten Müller offensichtlich nicht.</p>								</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Screenshot von Müllers Facebook-Auftritt: Der CDU-Mann lobt den Magistrat, weil der einen sechs Jahre alten Beschluss jetzt umsetzt.</figcaption>
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									<p class="p1">Fast zeitgleich mit seinem &#8222;Ja&#8220; zur Stellenstreichung pries der CDU-Mann auf Facebook in leuchtenden Worten das Engagement des Magistrats unter Vogt: Der sorge für eine bessere Verkehrssicherheit am Sportplatz Diedenbergen &#8211; der Gehweg werde befestigt und Baken aufgestellt…</p><p class="p1">Ja, das macht die Stadt Hofheim wirklich toll! Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Müller die Sicherung des Fußweges beantragt hatte, kurz nachdem Christian Vogt Bürgermeister geworden war. Das war im Jahr 2019 gewesen…</p><p class="p1">Sechs Jahre sind seitdem vergangen. Und weil der Magistrat am Ende von Vogts Amtszeit überraschend tätig wurde, zeigt sich Müller in den sozialen Netzwerken beglückt: <em>„Vielen herzlichen Dank an alle, die bei der Stadt Hofheim und den anderen Behörden die Umsetzung unseres gemeinsamen Antrags möglich gemacht haben.“</em></p><p class="p1">Müllers Masche ist leicht durchschaubar: So lässt sich die Amtszeit von CDU-Mann Vogt den Wählerinnen und Wählern vielleicht doch noch als Erfolg verkaufen &#8211; wenn man den künftigen Magistrat unter Bürgermeister Wilhelm Schultze nur stark genug schwächt…</p>								</div>
				</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Gigantische Halle vor Wallau: So wurden die Stadtverordneten ausgetrickst</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/06/14/giga-halle-in-wallau/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2025/06/14/giga-halle-in-wallau/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jun 2025 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bender Julius]]></category>
		<category><![CDATA[Ewald Nina]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Stellen Sie sich vor: Eine Halle, die größer ist als zehn nebeneinanderliegende Fußballfelder - und dabei so hoch wie ein sechs- bis siebengeschossiges Wohnhaus. Eine Halle mit diesen gigantischen Ausmaßen soll vor den Toren Wallaus errichtet werden. Der Magistrat hat das Projekt bereits abgenickt, nun sollen die Stadtverordneten den Bebauungsplan durchwinken, und zwar zügig! Hinter dem Vorhaben verbirgt sich jedoch mehr als nur die Planung eines riesigen Bauwerks: Es wirft Fragen über das Vorgehen der lokalen Politik auf. Denn die Art und Weise, wie dieses Projekt vorangetrieben wird, nährt den Verdacht, dass Hofheims Lokalpolitiker vom Magistrat ziemlich dreist hinters Licht geführt wurden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Stellen Sie sich vor: Eine Halle, die größer ist als zehn nebeneinanderliegende Fußballfelder &#8211; und dabei so hoch wie ein sechs- bis siebengeschossiges Wohnhaus. Eine Halle mit diesen gigantischen Ausmaßen soll am Rande von Hofheim, vor den Toren Wallaus, errichtet werden. Der Magistrat hat das Projekt bereits vor Tagen abgenickt, nun sollen die Stadtverordneten einen entsprechenden Bebauungsplan durchwinken, und zwar zügig! Hinter dem Vorhaben verbirgt sich jedoch mehr als nur die Planung eines riesigen Bauwerks: Es wirft Fragen über das Vorgehen der lokalen Politik auf. Denn die Art und Weise, wie dieses Projekt vorangetrieben wird, nährt den Verdacht, dass Hofheims Lokalpolitiker vom Magistrat ziemlich dreist hinters Licht geführt wurden.</strong></p>
</p>
<p>Wenn Sie von Diedenbergen nach Wallau fahren, liegt auf der rechten Seite der <strong>Diedenbergener Straße</strong> &#8211; amtlich: Kreisstraße K875 &#8211; das<strong> Gewerbegebiet Wallau-Ost</strong>.</p>
</p>
<p>Direkt gegenüber, auf der linken Straßenseite, sehen Sie <strong>grüne Wiesen und Felder</strong> &#8211; noch. Schon bald sollen dort <strong>Bagger und Baufahrzeuge</strong> anrollen:</p>
</p>
<p>Der Flächennutzungsplan, eine Art <strong>verbindliche Langzeitplanung</strong> für Kommunen, sieht an dieser Stelle <strong>ein rund 13 Hektar großes Gewerbegebiet</strong> vor. Dass dieses bisher nicht realisiert wurde, obwohl doch angeblich<strong> dringend Gewerbeflächen</strong> in Hofheim benötigt werden, schrieb die Stadt stets den <strong>Eigentümern der Grundstücke </strong>zu. Die meisten wollten ihr Land nicht abgeben, hieß es im Rathaus. Und wer verkaufen wollte, habe <strong>Mondpreise</strong> aufgerufen, unbezahlbar.</p>
</p>
<p>Aber plötzlich haben die Eigentümer doch verkauft, und jetzt soll hier das <strong>Gewerbegebiet Wallau-Ost III</strong> entstehen. Mittendrauf soll ein <strong>„Multi-Business-Hub“</strong> errichtet werden &#8211; so werden die Giga-Hallen genannt, die <strong>flexibel aufteilbar</strong> sind und deshalb von den unterschiedlichsten <strong>Speditions- und Produktionsfirmen</strong> aus Branchen wie Logistik und Gewerbe, Forschung und Entwicklung genutzt werden können.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-III-Karte1-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="578" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-III-Karte1-1.jpg" alt="Wallau Ost III Karte1 1" class="wp-image-57675" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-III-Karte1-1.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-III-Karte1-1-300x173.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-III-Karte1-1-768x444.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Luftaufnahme aus dem <a href="https://www.geoportal.hessen.de/" target="_blank" rel="noopener">Geoportal Hessen</a> zeigt den Ort Wallau (links) und das Gewerbegebiet Wallau-Ost. Rot umrandet: Auf dieser Fläche soll das neue Gewerbegebiet mit der Giga-Halle entstehen.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Hinter dem Projekt steht die <a href="https://www.langundcie-ffm.de/" target="_blank" rel="noopener">Lang &amp; Cie. Real Estate AG</a>, eine deutschlandweit operierende <strong>Projektentwicklungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt. </strong>Das Unternehmen wurde vor gut 20 Jahren gegründet und hat sich eigenen Angaben zufolge auf die <em>„Entwicklung und Realisierung von anspruchsvollen Immobilienprojekten“</em> spezialisiert. Auf der Webseite des Unternehmens heißt es, man habe Projekte mit einem <strong>Volumen von zwei Milliarden</strong> realisiert, darunter die <strong>Deutsche Börse</strong> in Eschborn, die Europazentrale von <strong>Nintendo</strong> in Frankfurt und das Logistikzentrum von<strong> Villeroy &amp; Boch</strong> im Raum Koblenz.</p>
</p>
<p>Was den <strong>Experten im Hofheimer Rathaus</strong> <strong>mitsamt der städtischen Wirtschaftsförderun</strong>g – verantwortlich: CDU-Bürgermeister Vogt – in vielen Jahren nicht gelungen ist, kriegten <strong>die Macher von Lang &amp; Cie.</strong> offenbar in kürzester Zeit gewuppt:</p>
</p>
<p>Die Eigentümer haben ihre Grundstücke <strong>verkauft</strong>. Der Frankfurter Projektentwickler konnte sich alle benötigten Flächen <strong>sichern</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Lang-Cie-Webseite.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="398" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Lang-Cie-Webseite.jpg" alt="Halle" class="wp-image-57655" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Lang-Cie-Webseite.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Lang-Cie-Webseite-300x187.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot der Webseite von Lang &amp; Cie. Erster Eindruck: Der Projektentwickler mag den großen Auftritt. Er schreibt, er habe bereits Projekte für zwei Milliarden Euro realisiert.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Jetzt fehlt nur noch der <strong>Bebauungsplan</strong>, über den das Stadtparlament entscheiden muss &#8211; dann kann die <strong>Giga-Halle mit 67.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche </strong>gebaut werden. Die Stadtverordneten sollen <strong>einen entsprechenden Beschluss</strong> fassen, und zwar &#8211; wenn&#8217;s nach dem Willen von <strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>(CDU) und seinen <strong>Planungsdezernenten Daniel Philipp</strong> (Grüne) geht &#8211; bitte <strong>husch-husch</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Fragen</strong> dürfen noch gestellt werden, selbstverständlich. Ob es auch <strong>Antworten</strong> gibt: offen.</p>
</p>
<p>Es soll mal wieder <strong>alles ganz schnell </strong>gehen.</p>
</p>
<p>Grund genug, wachsam zu bleiben und <strong>genau hinzuschauen</strong>.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Ausmaße der neuen Halle werden gigantisch</h2>
</p>
<p>Vorab ein schneller Rundgang: Der regionale <strong>Energieversorger Süwag</strong> plant, hinter Marxheim ein <a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/14/neues-aus-hofheim/#alles-neu20230715">Rechenzentrum</a> zu errichten. Die Halle soll <strong>50 Meter lang</strong> und mit Aufbauten fast <strong>20 Meter hoch</strong> werden. Dafür müssen <strong>1,2 Hektar bester landwirtschaftlicher Fläche</strong> planiert werden. Für die meisten Hofheimer Stadtverordneten ist das k<strong>ein Problem</strong>.</p>
</p>
<p>Ein anderes Projekt: Ein Unternehmen namens <strong>Amprion</strong> verlegt eine <strong>Höchstspannungsleitung</strong> von der Nordsee bis ins Rhein-Main-Gebiet und muss dafür gewaltige <strong>Konverterhallen</strong> errichten, jede einzelne <strong>rund</strong> <strong>180 Meter lang, 30 Meter breit und bis zu 26 Meter hoch</strong>. Hofheim ist unmittelbar betroffen: Im Gespräch sind Standorte in <strong>Langenhain, Diedenbergen oder Wallau</strong>. Da das Vorhaben vielen Bürgern sauer aufstoßen dürfte, gibt sich Hofheims CDU überraschend <strong>umweltbewusst</strong>: Die Riesenhallen auf Hofheimer Gebiet hätten „<em>negative Auswirkungen auf die lokale Flora und Fauna“</em>, schrieben die Christdemokraten in einer <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/standortveraenderung-der-stromtrasse-rhein-main-link" target="_blank" rel="noopener">Anti-Amprion-Petition</a>. Außerdem werde <em>„der ökologische Wert unserer Umgebung vermindert und die vorhandenen Naturschutz- und Wasserschutzgebiete zerstört“.</em></p>
</p>
<p>Und jetzt soll ein<strong> „Multi-Business-Hub“</strong> kommen. So gigantisch groß, dass <strong>Rechenzentrum</strong> und <strong>Konverterhallen</strong> dagegen fast wie <strong>kleine</strong> <strong>Lagerhallen</strong> wirken dürften.</p>
</p>
<p><strong>In</strong> <strong>Miniaturformat</strong> gibt es ein ähnliches Bauwerk übrigens schon in Hofheim: Es nennt sich <strong>„Multimini Hofheim“</strong> und steht am Ortsausgang von Diedenbergen. Bei der Eröffnung Mitte 2022 verkündete Hofheims Bürgermeister <strong>vollmundig</strong>:<em> „Mit dem Multimini Hofheim bieten wir kleinen und mittelständischen Firmen neuen Raum für ihre Geschäftstätigkeit in einem attraktiven Umfeld.“ </em>Vogt sprach von einem <em>„Handwerkerpark“</em> und suggerierte damit, dass er<strong> Platz für lokale Schreiner, Elektriker und kleine Baufirmen</strong> geschaffen habe &#8211; er, der Bürgermeister, kümmere sich schließlich <strong>um die kleinen Leute</strong>…</p>
</p>
<p>Inzwischen haben sich Vogts Sprüche , wieder einmal,<strong> als Blendwerk</strong> erwiesen. Im „Handwerkerpark“ haben sich <strong>fast</strong> <strong>ausschließlich überregionale Unternehmen</strong> eingemietet, die von hier aus ihre Produkte überallhin ausliefern. Der „Multimini Hofheim“ wurde inzwischen von dem <strong>weltweit agierenden Vermögensverwalter Schroder Real Estate</strong> (Sitz: Frankfurt) für den Immobilienfonds <a href="https://www.schroders.com/de-de/de/privatanleger/media-center/schroder-real-estate-erwirbt-von-mb-park-viertes-objekt-fuer-offenen-immobilienfonds/" target="_blank" rel="noopener">„Schroders Immobilienwerte Deutschland“</a> erworben.</p>
</p>
<p>Klarer Fall: Die Fondsgesellschaft will mit der Verpachtung <strong>möglichst viel Geld</strong> verdienen. <strong>Die Interessen lokaler Handwerker</strong> stehen eher nicht auf der Agenda.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Multimini-Hofheim.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="416" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Multimini-Hofheim.jpg" alt="Multimini Hofheim" class="wp-image-57659" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Multimini-Hofheim.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Multimini-Hofheim-300x195.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot der <a href="https://mbpark.de/hofheim/" target="_blank" rel="noopener">Webseite von MB-Park</a>: So sieht der &#8222;Multimini Hofheim&#8220; in Diedenbergen aus. 15 solcher Baukörper würden in die Halle passen, die in Wallau entstehen soll.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Ein direkter Vergleich mit dem <strong>Diedenbergener „Multimini“</strong> zeigt, welche Ausmaße der <strong>Wallauer „Multi-Business-Hub“</strong> haben wird:</p>
</p>
<p>Der „Multimini Hofheim“ verfügt über eine Hallenfläche von rund rund <strong>4.500 Quadratmetern</strong>.</p>
</p>
<p>Im „Multi-Business-Hub“ sollen hingegen Mietflächen auf <strong>67.000 Quadratmetern</strong> entstehen. Der „Multimini Hofheim“ würde also fast <strong>15-mal </strong>in die Wallauer Giga-Halle passen!</p>
</p>
<p>Der „Multimini“ in Diedenbergen kostete <strong>sechs Millionen Euro</strong>. Die Investition in Wallau beziffert der Frankfurter Projektentwickler mit <strong>125 Millionen Euro</strong>. </p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">„Gefälligkeitsplanung“, wetterte der Obergrüne</h2>
</p>
<p><strong>Zum politischen Reizthema</strong> wird der „Multi-Business-Hub“ aber nicht allein <strong>wegen seiner gewaltigen Ausmaße inmitten grüner Landschaft.</strong> Sondern auch, weil das Projekt <strong>den Verdacht befeuert</strong>, dass die Stadtspitze die Lokalpolitik regelrecht <strong>ausgetrickst</strong> hat. Bürgermeister Vogt hat die Stadtverordneten mit Informationen versorgt, deren <strong>Wahrheitsgehalt</strong> heute<strong> stark angezweifelt</strong> werden muss.</p>
</p>
<p>Das sind die Hintergründe:</p>
</p>
<p><strong>Nur 500 Meter Luftlinie</strong> von der geplanten Wallauer Giga-Halle entfernt sollen weitere <strong>zehn Hektar beste landwirtschaftliche Fläche</strong> geopfert werden: Hier soll das <strong>Gewerbegebiet „In der Lach“</strong> entstehen.</p>
</p>
<p><a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/26/moebelhaus-in-diedenbergen/">Ein Milliardär aus Berlin</a> hatte sich bereits vor Jahren die Flächen <strong>direkt</strong> <strong>neben dem Diedenbergener Autobahnanschluss</strong> gesichert. Irgendwann wollte er <strong>seine Investition natürlich vergolden</strong>…</p>
</p>
<p><strong>Sein Problem: </strong>Der Flächennutzungsplan sah an dieser Stelle <strong>Natur pur</strong> vor. Und keine Bebauung! Schon gar <strong>keine Gewerbebetriebe!</strong></p>
</p>
<p><strong>Kurt Krieger</strong>, so heißt der Milliardär, fand in dem Hofheimer Bürgermeister<strong> einen engagierten Verbündeten:</strong> Vogt unterstützte die Pläne des Investors <strong>mit auffälliger, nahezu wütender Vehemenz.</strong> Er drängte, ja er <strong>nötigte</strong> die Stadtverordneten geradezu, die Ausweisung des neuen Gewerbegebiets zu akzeptieren:</p>
</p>
<p>Es war vor drei Jahren, als <strong>das</strong> <strong>heruntergewirtschaftete</strong> <strong>Familienunternehmen Polar Mohr</strong> in die Insolvenz abgerutscht war und <strong>von einem österreichischen Investor gerettet</strong> wurde. Das <strong>Firmengelände</strong> in der Stadtmitte war <strong>verkauft</strong> worden, ein <strong>neuer Standort</strong> musste her&#8230; </p>
</p>
<p>Es gebe zwar noch <strong>einige Gewerbeflächen</strong> im Stadtgebiet, argumentierte Vogt damals, aber sie stünden <strong>nicht zur Verfügung</strong>, weil die Eigentümer <strong>nicht oder nur zu teuer verkaufen</strong> wollten. Deshalb: Wenn man Polar Mohr und die vielen Arbeitsplätze in der Stadt halten wolle, müsse man<strong> im Flächennutzungsplan für ein neues Gewerbegebiet</strong> ausweisen. Kurt Krieger, der Milliardär aus Berlin, biete seine Flächen dafür an, und er sei auch bereit, Polar Mohr dort<strong> aufzunehmen.</strong></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-II-und-In-der-Lach.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="723" height="461" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-II-und-In-der-Lach.jpg" alt="Wallau Ost II und In der Lach" class="wp-image-57664" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-II-und-In-der-Lach.jpg 723w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-II-und-In-der-Lach-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die 13 Hektar große Fläche von &#8222;Wallau Ost III&#8220; ist Luftlinie nur 500 Meter vom Gewerbegebiet &#8222;In der Lach&#8220; entfernt. Die rote Markierungen lassen die Größe der beiden Gewerbegebiete erkennen.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Nun ist die Änderung des Flächennutzungsplans <strong>ein langwieriges und aufwendiges behördliches Verfahren</strong>. Gleichzeitig muss Polar Mohr sein Firmengelände an der Hattersheimer Straße <strong>in absehbarer Zeit</strong> räumen. Deshalb drängte Vogt das Stadtparlament zu <a href="https://hk-newsletter.de/2023/02/28/polar-mohr-und-kungelrunden/">einer schnellen Entscheidung</a>. Widerspruch akzeptierte er nicht.</p>
</p>
<p>Als Stadtverordnete <strong>wegen fehlender Informationen</strong> eine Vertagung verlangten, warf der Bürgermeister ihnen öffentlich<em> „Verhinderung“ </em>vor. Und <strong>er</strong> <strong>beschuldigte</strong> sie, sie würden <em>„den Konsens in der Stadt zerstören“.</em></p>
</p>
<p>Die für ihre klaren Worte bekannte Stadtververordnete <strong>Barbara Grassel</strong> (Linke) hielt unbeeindruckt dagegen. Das <em>„Gewurschtel“</em> mache sie stutzig, sagte sie: <em>„Wenn etwas so schnell gehen muss, dann ist immer etwas faul dabei.“&nbsp;</em></p>
</p>
<p>Auch die Hofheimer Grünen meldeten Bedenken an: <em>„Die Argumentation von Seiten des Magistrats, Polar könne nur in Hofheim gehalten werden, wenn wertvolles Diedenbergener Ackerland in großem Stil geopfert wird, dient als Vorwand und Druckmittel zur Umsetzung neuer Gewerbegebiete.“</em>&nbsp;</p>
</p>
<p>Noch schärfer formulierte es <strong>der damalige Fraktionsvorsitzende der Grünen, Daniel Philipp</strong>: Ein neues Gewerbegebiet werde geplant, obwohl keiner wisse, ob Polar Mohr überhaupt dahin ziehen wolle. <em>„Wir wissen nur, dass ein Investor eine wertvolle Ackerfläche gekauft hat, die er jetzt teuer veredeln will. Das ist Gefälligkeitsplanung.“</em></p>
</p>
<p><strong>Gefälligkeitsplanung &#8211; ein harscher Vorwurf des Obergrünen!</strong> Gleichwohl beugten sich am Ende die Stadtverordneten dem <strong>Druck des Bürgermeisters.</strong> Und stimmten einem neuen Gewerbegebiet in Diedenbergen zu. </p>
</p>
<p><strong>Es gab ja keine Alternative. Angeblich.</strong></p>
</p>
<p><strong>Hatte jedenfalls der CDU-Bürgermeister gesagt.</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Hofheims Grünen in der Glaubwürdigkeitsfalle</h2>
</p>
<p><strong>Gerade mal zwei Jahre sind seither vergangen,</strong> die Planung für das <strong>Gewerbegebiet &#8222;In der Lach&#8220;</strong> in Diedenbergen läuft noch &#8211; da wird bekannt, dass <strong>ein Frankfurter Projektentwickler</strong> alle Grundstücke in Wallau aufkaufen konnte.</p>
</p>
<p>Was hat uns der Bürgermeister da nur <strong>für einen Bären aufgebunden?</strong></p>
</p>
<p><strong>Daniel Philipp</strong> ist inzwischen zum <strong>1. Beigeordneten der Stadt Hofheim</strong> aufgestiegen und hat in seinem Büro im Rathaus <strong>zu neuen Überzeugungen</strong> gefunden:</p>
</p>
<p><strong>Gefälligkeitsplanung?</strong> Ach ne, so war das doch nicht gemeint!</p>
</p>
<p>Kürzlich fuhr Philipp zusammen mit dem Bürgermeister nach Diedenbergen. Am Rande der Felder, auf denen das <strong>Gewerbegebiet „In der Lach“ </strong>entstehen soll, posierten sie für einen städtischen Fotografen. Und Philipp verkündete hinterher im gestelzten Verwaltungsdeutsch, <strong>wie toll er die Planung finde</strong>: <em>„Mit der Neuordnung des Flächenangebots für gewerbliche Unternehmen streben wir eine Konzentration der im Stadtgebiet neu zu entwickelnden Gewerbeflächen an.“</em></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Gewerbegebiet-In-der-Lach.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="511" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Gewerbegebiet-In-der-Lach.jpg" alt="Gewerbegebiet In der Lach" class="wp-image-57662" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Gewerbegebiet-In-der-Lach.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Gewerbegebiet-In-der-Lach-300x240.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gestern noch als „Gefälligkeitsplanung“ geschmäht, heute wird die Planung des Baugebiets „In der Lach“ von ihm gelobt: Hofheims 1. Beigeordneter Daniel Philipp (in weißen Sneakern) posiert mit Bürgermeister Vogt (CDU) in Diedenbergen und hält eine Karte des neuen Gewerbegebiets in den Händen. (Foto: Stadt Hofheim)</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Kein Wort der Kritik mehr. </strong>Nicht eine Sekunde der Nachdenklichkeit. Warum wurden <strong>die wertvollen Ackerflächen in Diedenbergen</strong> geopfert, wenn doch nur einen halben Kilometer entfernt <strong>ein großes Gewerbegebiet</strong> zur Verfügung stand?</p>
</p>
<p>Tage später <strong>ein neuer Fototermin</strong>: Dieses Mal posierten sie vor den Ackerflächen, die der geplanten Giga-Halle weichen sollen. Die <strong>Lokalzeitung</strong> berichtete ganz groß &#8211; aber <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> über den Bau einer riesigen Halle, sondern mit einer Überschrift, die von der Stadtspitze vorformuliert worden war: <em>&#8222;Gewerbegebiet soll erweitert werden&#8220;</em>.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Multi-BusinessHub-Foto-Stadt-Hofheim.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="435" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Multi-BusinessHub-Foto-Stadt-Hofheim.jpg" alt="Wallau Multi BusinessHub Foto Stadt Hofheim" class="wp-image-57663" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Multi-BusinessHub-Foto-Stadt-Hofheim.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Multi-BusinessHub-Foto-Stadt-Hofheim-300x204.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Wo heute Ackerflächen sind, soll eine gigantische Halle gebaut werden. Zu sehen sind Bürgermeister Vogt (in weißen Sneakern), der 1. Beigeordnete Philipp sowie Julius Bender und Nina Ewald vom Projektentwickler Lang &amp; Cie. (Foto: Stadt Hofheim).</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Und wieder fand der Grüne Philipp geschmeidig-lobende Worte: <em>„Das Vorhaben erfüllt die Anforderungen an nachhaltiges Bauen, was für uns als Kommune ein wichtiger Faktor ist. Die Immobilie wird nach dem DGNB-Goldstandard zertifiziert – ein sichtbares Bekenntnis zu ökologischer Verantwortung und Zukunftsfähigkeit.“</em></p>
</p>
<p>Die einen sagen, <strong>Anpassungsfähigkeit</strong> sei eine wichtige Eigenschaft in <strong>Führungspositionen</strong>. So könne man besser auf neue <strong>Herausforderungen</strong> reagieren und <strong>Kompromisse</strong> finden.</p>
</p>
<p>Man kann es aber auch so sehen: Wer aus <strong>Opportunismus</strong> oder aufgrund <strong>mangelnder</strong> <strong>Integrität</strong> seine Überzeugungen aufgibt, <strong>untergräbt das Vertrauen in die Politik</strong> immer weiter.</p>
</p>
<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> &#8211; und mit ihm die Hofheimer CDU &#8211; hat für seinen Politikstil bereits <strong>die Quittung bekommen</strong>: Die Bürgerinnen und Bürger haben ihn im März <strong>abgewählt</strong>, im September muss er <strong>nach nur einer Amtszeit</strong> das Rathaus wieder verlassen.</p>
</p>
<p>Der erst im Januar 2024 ins Amt gekommene <strong>Erste Beigeordnete Daniel Philipp</strong> hat seine eigenen Parteifreunde innerhalb von nur eineinhalb Jahren <strong>tief in eine Glaubwürdigkeitsfalle bugsiert</strong>. Sollten sie es wagen, <strong>gegen die geplante Giga-Halle aufzumucken</strong>, riskieren sie, <strong>ihren eigenen Mann in der Stadtspitze zu brüskieren</strong>.</p>
</p>
<p>Sollten sie den Hofheimer Politikstil weiterhin <strong>schweigend</strong> <strong>ertragen und sich ducken</strong>, wirken sie wie <strong>Marionetten der Rathaus-Männer</strong>.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Projektentwickler brachten &#8222;Geschenk&#8220; für Magistrat mit</h2>
</p>
<p><strong>Die Macher von Lang &amp; Cie.</strong> sind schon clever. Sie haben dem Magistrat <strong>ein nettes Geschenk</strong> gemacht: Einige Flächen in dem Wallauer Gewerbegebiet befinden sich <strong>im Besitz der Stadt</strong>, und die soll ihre Flächen behalten dürfen.</p>
</p>
<p><strong>Christian Vogt </strong>nutzte die Gelegenheit umgehend, um per Pressemitteilung<strong> neue Versprechungen</strong> zu machen, die an seinen Auftritt im „Handwerkerpark&#8220; erinnern: <em>„Besonders der kleinteilige Bereich, den wir als Stadt selbst vermarkten, eröffnet vielen lokalen Unternehmen neue Perspektiven.“</em></p>
</p>
<p>Angesichts solcher <strong>Verheißungen</strong>: Können die Stadtpolitiker da noch <strong>„nein“</strong> zu einer Giga-Halle in Wallau sagen?</p>
</p>
<p>Andererseits: Können und wollen die Stadtverordneten einem<strong> </strong>Bürgermeister<strong> </strong>noch Glauben schenken, der <strong>so viele leere Versprechungen</strong> gemacht hat?</p>
</p>
<p>Wenn wir genauer hinschauen, entdecken wir in der <a href="https://www.hofheim.de/artikel/gewerbegebiet-wallau-erweiterung-mit-multibusinesshub-und-kleinteiligen-flaechen-auf-13-hektar/" target="_blank" rel="noopener">Rathaus-Mitteilung</a> auch noch diesen Satz: <strong>Die städtischen Flächen</strong> <em>„werden zunächst auch im Eigentum der Kreisstadt verbleiben, um diese im Zuge der Wirtschaftsförderung aktiv zu vermarkten“.</em></p>
</p>
<p>Was soll das denn bitte heißen: Wieso sollen die städtischen Flächen <em>„zunächst“</em> <strong>im Eigentum der Kreisstadt</strong> verbleiben?</p>
</p>
<p>Schon wird gemunkelt, dass man im Rathaus eigentlich <strong>ganz andere Pläne</strong> verfolgt: Die angeblich <strong>neuen Perspektiven für lokale Unternehmen</strong> werden nur genannt, um den Stadtverordneten ihre Zustimmung <strong>abzuluchsen</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<p>Wenn dann die Wirtschaftsförderung <strong>bei der aktiven Vermarktung</strong> mal wieder nicht voran kommt &#8211; was <strong>niemanden überraschen </strong>sollte -, dann könnte die Stadt ihre <strong>Grundstücke immer noch an Amprion abtreten</strong>. Und Wallau kriegt <strong>eine</strong> <strong>dieser ungeliebten Konverterstationen</strong> dazu.</p>
</p>
<p>Neben der Giga-Halle würde so ein<strong> Amprion-Klotz </strong>bestimmt nicht so auffallen&#8230;</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Riesenhalle am Dienstag im Bau- und Planungsausschuss</h2>
</p>
<p>Der Magistrat versucht jetzt, das Thema <strong>möglichst schnell </strong>und <strong>ohne längere Diskussionen</strong> durch die städtischen Gremien zu peitschen. Noch ist <strong>offen</strong>, wie die Mehrheit der Stadtverordneten zu den <strong>Plänen von Lang &amp; Cie </strong>steht und wer sich dem <strong>Marschbefehl des Bürgermeisters </strong>folgsam unterordnet.</p>
</p>
<p>Nächsten Dienstag tagt der <strong>Bau- und Planungsausschuss </strong>(Dienstag, 17. Juni, 18 Uhr, Stadthalle): Auf der Tagesordnung steht das Thema <em>„Gewerbegebiet Wallau Ost III</em> &#8211; <em>Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 159“</em>. In der Vorlage des Magistrats steht wenig über die wahren Ausmaße der Giga-Halle und gar nichts über die Vorgeschichte &#8211; dafür mehr Werbung: <em>&#8222;Mit der Planung des Gebietes können wichtige Ziele der Stadt Hofheim, wie der Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Unterstützung und Förderung der vorhandenen Betriebe im Handwerk und Gewerbe befördert werden.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Eine Woche später tagt die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> (Mittwoch, 25. Juni, 18 Uhr, Stadthalle): Dann soll angeblich schon der finale Beschluss gefasst werden.</p>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Im Stadtparlament: Dreck, Schmutz, Pfui  &#8211; und Fake News vom Herrn Bürgermeister</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/05/10/fake-news-vom-buergermeister/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2025 17:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Schultze Wilhelm]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
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					<description><![CDATA[Sitzungen des Stadtparlaments gelten gemeinhin als Sternstunden der Kommunalpolitik. Jetzt fand eine solche in Hofheim statt - und geriet zeitweilig zu einer üblen Schlammschlacht: "Dreck" und "Mist", "Schmutz" und "Pfui"... Stadtverordnete von CDU und FDP überboten sich gegenseitig mit Beschimpfungen. Der Grund: Die Linke hatte beantragt, dass CDU-Bürgermeister Christian Vogt eine Verfügung zurücknehmen soll, mit der er die Beigeordneten entmachtet habe. Vogt, inzwischen abgewählt, bezog erstmals Stellung - mit einer Information, die als Fake News einzustufen ist. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="55727" class="elementor elementor-55727" data-elementor-post-type="post">
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									<p><strong>Sitzungen des Stadtparlaments gelten gemeinhin als Sternstunden der Kommunalpolitik. Jetzt fand eine solche in Hofheim statt &#8211; und geriet zeitweilig zu einer üblen Schlammschlacht: &#8222;Dreck&#8220; und &#8222;Mist&#8220;, &#8222;Schmutz&#8220; und &#8222;Pfui&#8220;&#8230; Stadtverordnete von CDU und FDP überboten sich gegenseitig mit Beschimpfungen. Der Grund: Die Linke hatte beantragt, dass CDU-Bürgermeister Christian Vogt eine Verfügung zurücknehmen soll, mit der er die Beigeordneten entmachtet habe. Vogt, inzwischen abgewählt, bezog erstmals Stellung &#8211; mit einer Information, die als Fake News einzustufen ist. </strong></p>								</div>
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									<p>Zum allseitigen Verständnis kurz die Vorgeschichte: Am 25. März <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">berichtete</a> der Hofheim/Kriftel-Newsletter, dass <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> im Jahr 2022 eine Verfügung herausgeben hatte, die vermutlich rechtswidrig ist: Er hatte darin seinen Vertrauten <strong>Marc Schlüter</strong> nicht nur zum &#8222;Büroleitenden Beamten&#8220; ernannt &#8211; das wäre sicher unproblematisch gewesen. Er hatte ihm zugleich auch die Leitung der Dienstaufgaben <u>aller</u> Fachbereiche übertragen und Weisungsbefugnis <em>&#8222;gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften&#8220;</em> erteilt &#8211; und damit offensichtlich die Beigeordneten <strong>Daniel Philipp</strong> (Grüne) und <strong>Bernhard Köppler</strong> (SPD) entmachtet. Ein von uns befragter Verwaltungsrechtler bewertete die Verfügung als klaren Verstoß gegen die <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/aiz-jlr-GemOHE2005rahmen%4020211001" target="_blank" rel="noopener">Hessische Gemeindeordnung</a>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Unmittelbar nach Erscheinen unseres Berichts reagierte <strong>Barbara Grassel</strong>. Die Fraktionsvorsitzende der Linken formulierte einen Antrag, wonach die Stadtverordneten den Bürgermeister auffordern sollten, seine Verfügung zurückzunehmen. Die Anordnung sei &#8222;glatt rechtswidrig&#8220;, schrieb Grassel. Vogt habe damit <em>&#8222;nicht nur die beiden hauptamtlichen Stadträte entmachtet, sondern gleichzeitig auch das gesamte Kollegialorgan Magistrat&#8220;.</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wenig später schaltete sich auch die Kommunalaufsicht des Kreises ein: Vogt muss, wie <a href="https://hk-newsletter.de/2025/05/03/stadtparlament-tagt/">berichtet</a>, eine Stellungnahme abgeben, ihm wurde dafür eine Frist bis Mitte Mai eingeräumt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Soweit der schnelle Blick in den Rückspiegel.</p>								</div>
				</div>
					</div>
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										<img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Vogt-Plakat-202505.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-55837" alt="Bürgermeister" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Vogt-Plakat-202505.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Vogt-Plakat-202505-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Symbolträchtig ganz nach unten gerutscht: Noch immer hängt dieses Vogt-Plakat im Gewerbegebiet Nord. </figcaption>
										</figure>
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									<p>Jetzt tagte die Stadtverordnetenversammlung, es war die erste Parlamentssitzung nach der Bürgermeisterwahl Ende März, bei der Vogt <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/30/buergermeister-schultze/">bekanntlich</a> abgewählt worden war (er führt die Geschäfte weiter, bis im September Wilhelm Schultze als neuer Bürgermeister ins Rathaus einzieht).</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Als der Antrag von Frau Grassel zur Sprache kam, reagierten einige Stadtverordnete wie von einem Furor getrieben:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Für die CDU ging <strong>Armin Thaler</strong> ans Mikrofon. <em>&#8222;Das ist eine Frechheit, so etwas überhaupt zu Papier zu bringen&#8220;</em>, ereiferte er sich. Frau Grassel werfe <em>&#8222;mit Schmutz&#8220;</em>, sie solle <em>&#8222;den Quatsch&#8220; </em>lassen und aufhören, <em>&#8222;ständig diesen Mist zu schreiben&#8220;</em>. O-Ton Thaler: <em>&#8222;Hören Sie auf, diesen Dreck um sich zu spritzen.&#8220;</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>FDP-Fraktionschefin <strong>Michaela Schwarz</strong> sah in Grassels Antrag den Versuch, Vogt zu verletzen. Mit aufgesetztem Pathos rief sie durch den Saal: <em>&#8222;Pfui, das ist schlechter Stil.&#8220;</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Ihr Fraktionskollege <strong>Ralf Weber</strong>, der sich regelmäßig als <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/">Ober-Pöbelant des Stadtparlaments</a> geriert, sprach sogar von einem <em>&#8222;widerlichen Antrag&#8220;.</em> Das sei <em>&#8222;die versuchte Demontage von Leuten, die sich für die Stadt aufgeopfert haben&#8220;.</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Dagegen wirkte <strong>Andreas Nicke</strong>l, der FWG-Fraktionschef, diesmal formidabel gelassen: Das Thema sei skandalisiert worden, befand er, es habe sich ja auch im Wahlkampf ausgewirkt, <em>&#8222;da liegt auch eine gewisse Tragik drin&#8220;</em>. Den Antrag empfinde er als <em>&#8222;fragwürdig&#8220;</em>, zumal er einen operativen Vorgang der Verwaltung betreffe, <em>&#8222;für den wir nicht zuständig sind&#8220;.</em></p>								</div>
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												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">DOKUMENTIERT: Die Vogt-Verfügung im Wortlaut</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-1971" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-1971"><p><strong>Im Folgenden dokumentieren wir die Verfügung von Bürgermeister Christian Vogt im Wortlaut. Zum Schutze unserer Quelle zeigen wir das uns vorliegende Dokument nur in kleiner Auflösung. </strong></p>
<p class="p1"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-55154 size-medium" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung-234x300.jpg" alt="Die Verfuegung" width="234" height="300" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung-234x300.jpg 234w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung.jpg 312w" sizes="(max-width: 234px) 100vw, 234px" /></a></p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Verfügung</strong></p>
<p class="p1">Hofheim am Taunus, 25.05.2022</p>
<p class="p1"><strong>Übertragung der Funktion „Büroleitender Beamter“</strong></p>
<p class="p1">Herrn Marc Schlüter, Leitung Fachbereich Zentrales, wird mit Wirkung vom 01.06.2022 die Funktion des Büroleitenden Beamten mit den folgenden Kompetenzen übertragen:</p>
<ol>
<li class="p1">Er leitet und koordiniert die Dienstaufgaben aller Fachbereiche und der Stabsstelle sowie die internen Abläufe in der Verwaltung. Er ist berechtigt, diese zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der Verwaltung mitzugestalten</li>
<li class="p1">Gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften hat er Weisungsbefugnis.</li>
<li class="p1">Er ist verantwortlich für das Bürgermeisterbüro, fungiert als behördeninterne Vertretung des Bürgermeisters und stärkt die Behördenleitung in Fragen des Verwaltungshandelns. Er ist zentrale Ansprechperson des Bürgermeisters.</li>
<li class="p1">Bei allen Vorgängen an den Verwaltungsvorstand ist aus den vorgenannten Gründen seine Mitzeichnung auf dem Dienstweg sicherzustellen.</li>
<li class="p1">Der Aufgabenbereich „Leitung Fachbereich Zentrales“ bleibt unberührt.</li>
</ol>
<p class="p1">Weiterhin wird verfügt, dass sämtliche Vorgänge, die den Haushalt direkt oder indirekt betreffen können, der vorherigen Freigabe durch Herrn Frank Petry, Leitung Fachbereich Finanzen, bedürfen.</p>
<p class="p1">Christian Vogt<br />BÜRGERMEISTER&#8220;</p></div>
				</div>
								</div>
						</div>
				</div>
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									<p>Auch <strong>Daniel Philipp</strong> ging &#8222;in die Bütt&#8220;: Der Grüne ist seit knapp eineinhalb Jahren Erster Beigeordneter im Rathaus, er will in der Verfügung nichts Schlechtes erkennen. Ihn störe die Unterstellung, die Beigeordneten seien entmachtet worden, sagte er: <em>&#8222;Ich fühle mich damit auch beleidigt.&#8220;</em> Nicht ein einziges Mal hätten sich Vogt oder Schlüter in seine Arbeit eingemischt, im Gegenteil: Die Verfügung <em>&#8222;erleichtert die gängige Praxis in der Verwaltung&#8220;.</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Dass Vogt seinem Vertrauten Schlüter in der Verfügung auch noch die <em>„behördeninterne Vertretung des Bürgermeisters“ </em>übertragen hat &#8211; was laut Hessischer Gemeindeordnung (<a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/aiz-jlr-GemOHE2005rahmen%4020211001" target="_blank" rel="noopener">Paragraph 47</a>) die Aufgabe des Ersten Beigeordneten ist -, scheint für Philipp kein Problem zu sein: Dazu sagte er kein Wort. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Zu erwähnen wäre noch Grünen-Fraktionschefin <strong>Bettina Brestel,</strong> die vorschlug, Grassels Antrag zu vertagen, bis die Kommunalaufsicht den Fall geprüft hat. Die Mehrheit war anderer Meinung: abgelehnt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Und auch der Antrag von Barbara Grassel hatte keine Chance: abgelehnt. </p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Fake News vom Bürgermeister fürs Stadtparlament?</h2>				</div>
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									<p>Gleich zu Beginn der Debatte hatte sich Christian Vogt zu Wort gemeldet: Er sprach von<em> &#8222;Falschbehauptungen&#8220;, </em>ohne ins Detail zu gehen, und wies jede Kritik an seiner Verfügung zurück: Die Weisungsbefugnis, die er Schlüter erteilt habe, beziehe sich zwar auf alle Führungs- und Leitungskräfte im Rathaus, <em>&#8222;aber doch bitte nicht die Dezernenten&#8220;</em>. Alles andere sei <em>&#8222;eine rechtswidrige Interpretation von Böswilligen&#8220;. </em>Der Noch-Bürgermeister:<em> &#8222;Hören Sie doch auf mit diesem Klamauk!&#8220;</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Vogt sagte auch, dass Zeitungen bereits im Jahr 2022 darüber berichtet hätten. Das war eine neue Information, zu der wir gerne mehr erfahren hätten. Aber Vogt verweigert jede Auskunft und öffnet damit Tür und Tor für einen bösen Verdacht: Hat er den Stadtverordneten falsche Informationen &#8222;untergejubelt&#8220;? Verbreitet er Fake News, womöglich vorsätzlich?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Auch hier eine kleine Rückblende: Nachdem uns die Verfügung von Rathausmitarbeitern übermittelt worden war, schickten wir &#8211; es war Ende Februar &#8211; einige Fragen ins Rathaus. Vogt ließ uns abblitzen:<em> “Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über verwaltungsinterne Vorgänge keine Auskünfte erteilen können.”</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Im Stadtparlament gab er jetzt eine andere Version zum Besten. Vogt wörtlich: <em>&#8222;Ich weiß gar nicht, ob es um die Verfügung geht oder die Sache. Ich glaube, man ist hier immer noch im Wahlkampfmodus. Und ich möchte Ihnen auch eine Sache sagen: Ich habe die Bürger darauf hingewiesen, dass ja da schon drüber berichtet wurde, im Juli 2022, in Zeitungen.&#8220; </em></p>
<p>Ist das wirklich wahr? Zeitungen sollen schon 2022 über die Verordnung berichtet haben?! Dann wäre unser <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">Bericht</a> ja &#8222;ne olle Kamelle&#8220; gewesen! Warum dann die ganze Aufregung?</p>
<p>Und warum schaltet sich jetzt die Kommunalaufsicht ein?</p>
<p>Das hätten wir doch gerne etwas genauer gewusst!</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>								</div>
				</div>
					</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">"Mieser Stil": Vogt verweigert der SPD  Antworten zur Grundsteuer</h2>				</div>
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									<p class="p1">Ein weiteres Thema aus der Stadtverordnetenversammlung &#8211; ebenfalls kein Ruhmesblatt für CDU-Bürgermeister Vogt: Die SPD-Fraktion wollte wissen, warum die Bescheide für die neue Grundsteuer &#8211; sie betrifft alle Grundstückseigentümer &#8211; nicht schon Ende letzten Jahres verschickt wurden, da lagen immerhin 90 Prozent der Daten vor. Der Verdacht: Vogt verzögerte die Information der Bürger, um seine Chancen bei der Bürgermeisterwahl nicht zu schmälern.</p>
<p class="p1">Die SPD hatte ihre Fragen bereits am 5. März eingereicht. Jetzt gab es &#8211; mit eigentlich unzulässiger Verspätung &#8211; eine Antwort, die kaum als solche bezeichnet werden kann: <i>&#8222;Die Versendung der Grundsteuerbescheide ist zwischenzeitlich erfolgt&#8220;</i>, teilte Vogt lapidar mit &#8211; und ging auf die SPD-Fragen nicht weiter ein. <i>&#8222;Mieser Stil&#8220;</i>, kommentierte ein Stadtverordneter. Auf Antrag der SPD soll das Thema in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nochmals zur Sprache kommen.</p>								</div>
				</div>
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									<p>Ein Problem tauchte auf: Trotz intensiver Suche in diversen Datenbanken &#8211; wir konnten die Zeitungsartikel nicht finden. Deshalb fragten wir in der Pressestelle des Rathauses nach: Welche Zeitungen meinte Vogt? Titel und Datum, das würde uns ja reichen.</p>
<p>Wir fragten auch: Wenn doch angeblich alles bereits in der Zeitung gestanden hat &#8211; warum wurde uns im Februar keine Auskunft gegeben?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Die Antwort des Rathauses: Schweigen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Am nächsten Tag, am Freitag, fragten wir noch einmal und mit Nachdruck nach. Jetzt reagierte der Rathaussprecher, per E-Mail teilte er mit:</p>
<p><em>&#8222;Die in Ihrer Anfrage verkürzt paraphrasierte, angebliche Aussage von Herrn Bürgermeister Vogt aus der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hat er ausdrücklich in dieser Form nicht getätigt. Wir bitten Sie, dies in Ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen. Damit erübrigen sich Ihre weiteren Fragen.&#8220;</em></p>
<p>Was soll man dazu noch sagen? Keine weiteren Fragen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>								</div>
				</div>
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													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">DOKUMENTIERT: Fragen & Antworten zur Vogt-Verfügung</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-6201" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-6201"><p><strong>Hier dokumentieren wir unsere Fragen zu der von Vogt unterzeichneten Verfügung aus dem Jahre 2022, die wir die Stadtverwaltung geschickt haben, und die Antworten, die wir erhalten haben:</strong></p>
<p class="p1">Am <b>24. Februar</b> schrieben wir den Pressesprecher des Rathauses an. Eine Kopie der Verfügung (siehe oben) lag uns vor, unsere Fragen lauteten:</p>
<ul class="ul1">
<li class="li1"><em>Was bedeutet es in der Praxis bzw. was war die tiefere Absicht hinter der Verfügung, die Herrn Schlüter gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften weisungsbefugt machte?</em></li>
<li class="li1"><em>Betrifft die Weisungsbefugnis auch die beiden Dezernenten Philipp und Köppler? Und betrifft sie auch die Mitarbeiter in ihren Dezernaten?</em><br />
<ul class="ul1">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="ul1">
<li class="li1"><em>wenn ja: Wie begegnen Sie dem Vorbehalt, dass mit einer solchen Verfügung die Dezernenten faktisch entmachtet wurden?</em></li>
<li class="li1"><em>Sollte die Verfügung weder Dezernenten noch deren Mitarbeiter einschließen: Welche Abteilungen bzw. Mitarbeiter sind von der Verfügung betroffen?</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
<li class="li1"><em>Warum müssen alle Vorgänge, die den Haushalt betreffen, von Herrn Petry abgezeichnet werden?</em></li>
<li class="li1"><em>Bedeutet die Verfügung auch, dass auch die Dezernenten <span class="s1">alle</span> Ausgaben von Herrn Petry abzeichnen lassen müssen? Oder können sie über bestimmte Beträge (bis zu welcher Höhe) selbst entscheiden?</em></li>
<li class="li1"><em>Wenn alle Vorgänge, die den Haushalt betreffen, von Herrn Petry freigegeben werden müssen: Führt dies nicht zu einer Verlangsamung der Verwaltungsabläufe? Wenn nein: Bitte erläutern Sie, warum dies nicht der Fall sein soll.</em></li>
<li class="li1"><em>Die Arbeit der Stadtverwaltung Hofheim wird oft als langsam und umständlich kritisiert. Die o.g. Verfügung, so heißt es von Mitarbeitern des Rathauses, habe zu einer unnötigen Verkomplizierung der Abläufe geführt. Wie beurteilen Sie diese Kritik?</em></li>
</ul>
<p class="p1">Drei Tage später, am <strong>27. Februar,</strong> schickte uns der Pressesprecher des Rathauses eine E-Mail mit folgendem Inhalt:</p>
<p class="p1"><i>&#8222;Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über verwaltungsinterne Vorgänge keine Auskünfte erteilen können. Die von Ihnen thematisierten Strukturen und Zuständigkeiten in Hofheim sind in allen größeren Rathäusern, Landratsämtern und Ministerien üblich.</i><i></i></p>
<p class="p1"><i>Dem Hauptamtsleiter kommt dabei aufgrund seiner zentralen Querschnittsfunktion eine gegenüber der Verwaltung herausgehobene Rolle und Verantwortung zu, insbesondere im Verhältnis zu dem Verwaltungsvorstand und dem Magistrat.</i><i></i></p>
<p class="p1"><i>Dass ein Haushaltsbeauftragter oder Kämmereiamtsleiter alle Vorgänge mit finanzieller Auswirkung kennen und mitzeichnen muss, ergibt schon alleine aus seiner Verantwortung für den gesamten Haushalt.</i><i></i></p>
<p class="p1"><i>Ihre Anfrage wurde auch in der gestrigen Sitzung des Magistrats beraten. Der Magistrat hat hierbei einhellig seine Missbilligung zum Ausdruck gebracht in Hinblick auf die Weitergabe interner Verfügungen an externe Dritte. Gleichzeitig hat der Magistrat gestern die obenstehende Beantwortung erarbeitet.“</i></p>
<p class="p1">Am <b>25. März</b> veröffentlichen wir unseren <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">Bericht über die Verfügung</a> im Hofheim/Kriftel-Newsletter. Er wurde bisher über 6.000 Mal aufgerufen.</p>
<p class="p1">Am <b>30. März</b> fand die Stichwahl der Bürgermeisterwahl statt: Christian Vogt wurde abgewählt.</p>
<p class="p2">Vergangene Woche, am <b>7. Mai,</b> tagte die Stadtverordnetenversammlung, in der ein Antrag der Linken zur Verfügung vorlag. In der Diskussion zu diesem Thema sagte Bürgermeister Christian Vogt laut unserer Mitschrift unter anderem:</p>
<p class="p2"><i>“Ich weiß gar nicht, ob es um die Verfügung geht oder die Sache. Ich glaube, man ist hier immer noch im Wahlkampfmodus. Und ich möchte Ihnen auch eine Sache sagen: Ich habe die Bürger darauf hingewiesen, dass ja da schon drüber berichtet wurde, im Juli 2022, in Zeitungen.”</i></p>
<p class="p2">In den weiteren Sätzen, die wir ebenfalls protokollierten, bezog sich Vogt vermutlich auf den Hofheim/Kriftel-Newsletter. Er sagte laut unserer Mitschrift:</p>
<p class="p1"><i>&#8222;Natürlich gab&#8217;s auch andere Medien, die darüber berichtet haben, wobei ich Ihnen auch sagen muss, das wundert mich sehr: Da kriegt man eine Anfrage bei der städtischen Pressestelle, dann passiert wochenlang nichts, ja, und dann ist eben irgendwann &#8217;ne Woche vor der Stichwahl Termin, da wird auf einmal doch berichtet. Auch dass muss man werten, für sich, als mündiger Bürger.&#8220;</i></p>
<p class="p1">Nach der Sitzung des Stadtparlaments haben wir am <strong>8. Mai</strong> die folgenden Fragen an den Pressesprecher des Rathauses mit der Bitte um Beantwortung geschickt:</p>
<ul class="ul1">
<li class="li1"><em>Auf welche Veröffentlichungen in welchen Medien hat Bürgermeister Vogt seine Äußerungen bezogen? Bitte nennen Sie mir die entsprechenden Zeitungen und deren Erscheinungsdatum.</em></li>
<li class="li1"><em>Am 24. Februar dieses Jahres hatte ich Ihnen Pressefragen mit der ausdrücklichen Bitte um Beantwortung durch den Bürgermeister zugesandt. Am 27. Februar haben Sie mir geantwortet: &#8222;Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über verwaltungsinterne Vorgänge keine Auskünfte erteilen können.“ Wenn aber der ganze Vorgang bekannt war, wie der Bürgermeister jetzt darstellt: Warum wurden meine Pressefragen nicht einfach beantwortet? Warum wurde mir bspw. nicht mitgeteilt, dass die Weisungsbefugnis des Herrn Schlüter nicht die Beigeordneten betrifft (ich hatte ausdrücklich danach gefragt)?</em></li>
<li class="li1"><em>Sie schrieben mir mit Datum vom 27. Februar, dass der Magistrat im Hinblick auf die Weitergabe interner Verfügungen an externe Dritte „seine Missbilligung zum Ausdruck gebracht“ habe. Dazu diese Frage: Warum missbilligt der Magistrat die Weitergabe von Informationen, wenn sie doch angeblich &#8211; nach Aussage von Bürgermeister Vogt &#8211; längst bekannt sind?</em></li>
</ul>
<p class="p1">Diese Fragen beantwortete der Pressesprecher des Rathauses am <b>9. Mai</b> wie folgt:</p>
<p class="p2"><i>„Die in Ihrer Anfrage verkürzt paraphrasierte, angebliche Aussage von Herrn Bürgermeister Vogt aus der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hat er ausdrücklich in dieser Form nicht getätigt. Wir bitten Sie, dies in Ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen. Damit erübrigen sich Ihre weiteren Fragen.“</i></p></div>
				</div>
								</div>
						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
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									<p>Fassen wir kurz zusammen:</p>
<p>Die Verfügung liegt uns vor, und sie ist echt (das wird Vogt hoffentlich nicht bestreiten).</p>
<p>Als wir ihn um eine Stellungnahme baten, verweigerte er jede Auskunft: Die Sache sei verwaltungsintern.</p>
<p>Als das Thema jetzt im Stadtparlament aufkam, behauptete er, die Verfügung sei schon lange bekannt: Zeitungen hätten schon 2022 berichtet. Als wir Einzelheiten wissen wollten, ließ er mitteilen, eine solche Aussage habe er nicht gemacht.</p>
<p>Wir müssen erkennen: Der Mann ist ja völlig von der Rolle. Das ist nicht gut für Hofheim.</p>
<p>Er ist schließlich immer noch Chef der Stadtverwaltung.</p>
<p>Noch 125 Tage. Die können verdammt lang werden.</p>								</div>
				</div>
					</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Stadtverordnete warten seit 5 Jahren auf Baumgutachten</h2>				</div>
				</div>
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									<p>Noch ein Ärger-Thema, das SPD und Grüne gemeinsam vortrugen: Auf dem mehr als 10.000 Quadratmeter großen Grundstück der Luft-Klinik in der Kurhausstraße sollten einmal seniorengerechte Wohnungen entstehen. Inzwischen gehört das ehemalige Klinikgebäude dem Main-Taunus-Kreis, der noch kein Nutzungskonzept erarbeitet hat.</p>
<p>Im Jahr 2020 &#8211; Christian Vogt war seit einem Jahr Bürgermeister &#8211; beauftragten die Stadtverordneten den Magistrat,&nbsp;<em>&#8222;zum nächstmöglichen Zeitpunkt&#8220;</em>&nbsp;einen Plan vorzulegen, in dem alle erhaltenswerten Bäume und Naturdenkmäler auf dem Gelände verzeichnet sind.</p>
<p>2021 hakte die SPD nach und bekam zur Antwort, das Baumgutachten sei erstellt, die Stadtverordneten würden zeitnah informiert.</p>
<p>Aber es geschah: nichts.</p>
<p>Also neuer Anlauf: Im Januar fragten SPD und Grüne fragten nach dem aktuellen Sachstand. Und wann über das Baumgutachten informiert werde. Jetzt, vier Monaten später, gab der Magistrat diese Antwort: Man führe Gespräche über die Zukunft des Geländes. Sobald ein Bebauungskonzept vorliege, werde das Baumgutachten vorgestellt.</p>
<p>So geht&#8217;s immerzu weiter &#8211; oder auch nicht. Die Stadtverordneten beschlossen, das Thema wieder in den Bau- und Planungsausschuss zu schieben. Warum das Baumgutachten nicht längst &#8211; wie versprochen &#8211;&nbsp; vorgelegt wurde: offen.&nbsp;</p>								</div>
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		<title>Stadtparlament am Mittwoch: 3 dicke Vogt-Fehler kommen auf den Tisch</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/05/03/stadtparlament-tagt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 May 2025 18:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüter Marc]]></category>
		<category><![CDATA[Tulatz Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Vorrath Jonathan]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch tagt das Hofheimer Stadtparlament, es wird eine der letzten Sitzungen für den CDU-Bürgermeister von Hofheim sein: Christian Vogt muss bekanntlich nach nur einer Amtszeit seinen Schreibtisch räumen - im September übernimmt Wilhelm Schultze (Bürger für Hofheim) den Chefsessel im Rathaus. Politik kann ein knüppelhartes Geschäft sein: Vogt wird an diesem Mittwoch mit drei unangenehmen Themen konfrontiert, die als gravierende Fehler seiner Amtszeit einzustufen sind. Schauen wir sie uns das genauer an.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="55382" class="elementor elementor-55382" data-elementor-post-type="post">
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									<p><strong>An diesem Mittwoch tagt das Hofheimer Stadtparlament, es wird eine der letzten Sitzungen für den CDU-Bürgermeister von Hofheim sein: Christian Vogt muss <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/30/buergermeister-schultze/">bekanntlich</a> nach nur einer Amtszeit seinen Schreibtisch räumen &#8211; im September übernimmt Wilhelm Schultze (Bürger für Hofheim) den Chefsessel im Rathaus. Politik kann ein knüppelhartes Geschäft sein: Vogt wird an diesem Mittwoch noch einmal mit drei unangenehmen Themen konfrontiert, die als gravierende Fehler seiner Amtszeit einzustufen sind. Schauen wir sie uns etwas genauer an.</strong></p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">1. Rechtswidrige Rathaus-Verfügung</h2>				</div>
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									<p>Es war Mitte März, kurz vor der entscheidenden Stichwahl um das Bürgermeisteramt: Der <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a> deckte auf, dass Bürgermeister <strong>Christian Vogt</strong> die beiden Beigeordneten im Rathaus bereits vor drei Jahren offiziell entmachtet hatte. Per Verfügung, die im Rathaus unter Verschluss gehalten wurde, hatte er seinen Vertrauten <strong>Marc Schlüter</strong> zu einer Art zweitem Bürgermeister gemacht: Er hatte dem Mann die Leitung aller Fachbereiche übertragen und ihm auch alle Führungskräfte unterstellt. Vogt hatte Schlüter außerdem &#8211; entgegen den Bestimmungen der Hessischen Gemeindeordnung &#8211; zu seinem Stellvertreter erklärt.</p>
<p>Kurz nach unserem Bericht meldete sich die Kommunalaufsicht im Hofheimer Rathaus. Diese staatliche Behörde, die beim Kreis angesiedelt ist, überwacht die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen durch die Kommunen und beanstandet rechtswidrige Entscheidungen. Offenbar sieht man Handlungsbedarf, sonst hätte man den Magistrat der Kreisstadt wohl kaum angeschrieben.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>&#8222;<em>Wir haben – wie in solchen Fällen üblich – die Stadt Hofheim zur Stellungnahme aufgefordert&#8220;, </em>bestätigt <strong>Johannes Latsch</strong>, der Sprecher der Kreisverwaltung. Zwei Wochen hat Vogt jetzt noch Zeit: Bis Mitte Mai muss er sich gegenüber der Kommunalaufsicht erklärt haben.</p>								</div>
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													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">DOKUMENTIERT: Die Verfügung im Wortlaut</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-2471" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2471"><p><strong>Im Folgenden dokumentieren wir die Verfügung von Bürgermeister Christian Vogt im Wortlaut. Zum Schutze unserer Quelle zeigen wir das uns vorliegende Dokument nur in kleiner Auflösung. </strong></p>
<p class="p1"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-55154 size-medium" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung-234x300.jpg" alt="Die Verfuegung" width="234" height="300" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung-234x300.jpg 234w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung.jpg 312w" sizes="(max-width: 234px) 100vw, 234px" /></a></p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Verfügung</strong></p>
<p class="p1">Hofheim am Taunus, 25.05.2022</p>
<p class="p1"><strong>Übertragung der Funktion „Büroleitender Beamter“</strong></p>
<p class="p1">Herrn Marc Schlüter, Leitung Fachbereich Zentrales, wird mit Wirkung vom 01.06.2022 die Funktion des Büroleitenden Beamten mit den folgenden Kompetenzen übertragen:</p>
<ol>
<li class="p1">Er leitet und koordiniert die Dienstaufgaben aller Fachbereiche und der Stabsstelle sowie die internen Abläufe in der Verwaltung. Er ist berechtigt, diese zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der Verwaltung mitzugestalten</li>
<li class="p1">Gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften hat er Weisungsbefugnis.</li>
<li class="p1">Er ist verantwortlich für das Bürgermeisterbüro, fungiert als behördeninterne Vertretung des Bürgermeisters und stärkt die Behördenleitung in Fragen des Verwaltungshandelns. Er ist zentrale Ansprechperson des Bürgermeisters.</li>
<li class="p1">Bei allen Vorgängen an den Verwaltungsvorstand ist aus den vorgenannten Gründen seine Mitzeichnung auf dem Dienstweg sicherzustellen.</li>
<li class="p1">Der Aufgabenbereich „Leitung Fachbereich Zentrales“ bleibt unberührt.</li>
</ol>
<p class="p1">Weiterhin wird verfügt, dass sämtliche Vorgänge, die den Haushalt direkt oder indirekt betreffen können, der vorherigen Freigabe durch Herrn Frank Petry, Leitung Fachbereich Finanzen, bedürfen.</p>
<p class="p1">Christian Vogt<br />BÜRGERMEISTER&#8220;</p></div>
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								</div>
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									<p>Auch das Stadtparlament muss sich an diesem Mittwoch mit dem Thema befassen: Mit seiner Verfügung habe Vogt <em>&#8222;nicht nur die beiden hauptamtlichen Stadträte entmachtet, sondern gleichzeitig auch das gesamte Kollegialorgan Magistrat&#8220;</em>, schrieb <strong>Barbara Grassel </strong>nach unserem Bericht. Die Fraktionsvorsitzende der Linken ist Juristin, ihr hartes Urteil: Die Verfügung sei <em>&#8222;glatt rechtswidrig&#8220;.</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Grassel hat deshalb einen Antrag eingereicht: <em>&#8222;Der Bürgermeister möge seine Verfügung v. 25.05.22 ,Übertragung der Funktion &#8218;Büroleitender Beamter&#8216; zurücknehmen.&#8220;</em></p>
<p>Die Stadtverordneten werden an diesem Mittwochabend Farbe bekennen müssen: Wollen sie eine offenbar rechtwidrige Entscheidung des noch amtierenden Bürgermeisters hinnehmen? Oder werden sie dem Antrag der Linken zustimmen und Vogt zum Handeln auffordern?</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">2. Verlorene Mieterschutzrechte</h2>				</div>
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									<p>Ein zweites Thema aus der Serie Vogt-Versagen: Ende 2020 sollten hessenweit die <a href="https://wirtschaft.hessen.de/wohnen-bauen/bezahlbarer-wohnraum-in-hessen/mieterschutzverordnung-vom-18-november-2020-gvbl-s-802" target="_blank" rel="noopener">Mieterschutzrechte</a> (darunter auch eine Mietpreisbremse) verlängert werden, und zwar in Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt, zu denen Hofheim unstrittig gehört. Der Magistrat hätte sich nur im zuständigen Ministerium melden müssen. Doch im Rathaus reagierte man nicht, auch nicht auf Erinnerungs- und Mahnschreiben aus Wiesbaden. Irgendwann war&#8217;s vorbei:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>In 48 hessischen Kommunen (incl. Kriftel) gilt seither die Mietpreisbremse &#8211; in Hofheim nicht. Vogt versuchte damals, den Vorgang unter der Decke zu halten, er informierte nicht einmal die Stadtverordneten. Doch die Linken und die Grünen kamen dahinter, der Hofheim/Kriftel-Newsletter machte alles <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/20/mietpreisbremse-abgeschafft/">öffentlich</a> &#8211; große Aufregung im Parlament! Ein Akteneinsichtsausschuss wurde eingesetzt, in dem Vogt sich herausredete: Mal hatte er wichtige E-Mails nicht gelesen, mal konnte er Dokumente im Rathaus nicht finden, mal konnte er sich nicht erinnern&#8230;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Vogt schlingerte, doch er konnte sich damals noch auf die Rückendeckung der CDU-Fraktion verlassen. Auf Fragen der Opposition reagierte er bisweilen überheblich: <em>“Langsam reicht’s mir”,</em> polterte er einmal, hier werde <em>“ein Schauspiel oder was auch immer” </em>aufgeführt.</p>								</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Mit einem Klick auf das Bild bekommen Sie die Tagesordnung als PDF.</figcaption>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Am Mittwoch: 35 Themen im Stadtparlament</h2>				</div>
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									<p>Wer CDU-Bürgermeister Christian Vogt noch einmal live erleben will: Die Sitzung am Mittwoch beginnt um 18 Uhr in der Stadthalle. Auf der Tagesordnung: 35 Themen, darunter etliche Anträge von den Oppositionsparteien SPD, Grünen, BfH und Linke. &#8211; Die nächsten Sitzungen des Stadtparlaments sind Ende Juni und Anfang September. Mit dem 12. September endet Vogts Amtszeit &#8211; danach zieht Wilhelm Schultze Chef ins Rathaus ein.</p>								</div>
				</div>
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									<p>Auch wenn das Versagen seiner Verwaltung nicht bis in alle Details aufgeklärt werden konnte &#8211; das Ergebnis ist bekannt: &#8222;<em>Aufgrund eines Versäumnisses der Rathausspitze wurde Hofheim nicht erneut in die Mieterschutzverordnung aufgenommen&#8220;, </em>heißt es jetzt in einem Antrag, den SPD, Grüne, BfH und Linke jetzt eingebracht haben und der am Mittwoch im Stadtparlament zur Abstimmung steht: Der Magistrat wird gebeten, <em>&#8222;die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Hofheim in eine neue Mieterschutzverordnung aufgenommen wird&#8220;</em>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Es kann spannend werden: Wird sich die Minderheitskoalition aus CDU, FDP und FWG erneut allein für die Interessen von Immobilienbesitzern und Investoren stark machen &#8211; oder zeigt sie auch mal ein Herz für Mieter?</p>
<p>Die Entscheidung könnte durchaus weitreichende Folgen haben: Im Frühjahr nächsten Jahres finden schließlich Kommunalwahlen statt &#8211; dann werden die Mandate der Stadtverordneten neu vergeben.</p>								</div>
				</div>
					</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">3. Wahltaktik mit Grundsteuerbescheid</h2>				</div>
				</div>
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											<a href="https://hk-newsletter.de/2025/01/22/grundsteuer/">
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Über die neue Grundsteuer hat der Hofheim/Kriftel-Newsletter bereits im Januar ausführlich informiert. Mit einem Klick aufs Bild kommen Sie direkt zu dem Bericht.</figcaption>
										</figure>
									</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Und dann ist da noch die Grundsteuer, die alle Kommunen neu berechnen mussten: Etliche Bürger müssen ab diesem Jahr mehr bezahlen &#8211; für einige Betroffene durchaus ein Schock. Wir haben über die Hintergründe umfassend informiert (<a href="https://hk-newsletter.de/2025/01/22/grundsteuer/">hier</a>) – jetzt will SPD-Fraktionsvorsitzender <strong>Alexander Tulatz</strong> vom Magistrat wissen: Warum wurden die Bescheide nicht viel früher verschickt? Möglich wäre das schließlich gewesen&#8230;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Hintergrund dieser Anfrage: Im November letzten Jahres hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass die neue Grundsteuer für 90 Prozent aller Grundstücke ermittelt worden sei; die restlichen Datensätze des Finanzamtes lägen noch nicht vor. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Im Dezember forderte der Magistrat die Stadtverordneten auf, den neuen Hebesatz für die Grundsteuer zu beschließen: Dann würden die meisten Grundstücksbesitzer frühzeitig erfahren, was auf sie zukommt. Es klang, als sollten die Steuerbescheide danach versendet werden&#8230;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Aber im Januar dieses Jahres teilte die Verwaltung überraschend mit, dass die Grundsteuerbescheide erst im Mai verschickt würden, da immer noch einige Daten des Finanzamtes fehlten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:spacer {"height":"20px"} --></p>
<div class="wp-block-spacer" style="height: 20px;" aria-hidden="true"> </div>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Hofheim-Webseite verschweigt Bürgermeisterwahl</h2>				</div>
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									<p>So funktioniert die Stadtverwaltung unter Christian Vogt: Da hat man sich vor vielen Monaten eine neue Webseite gegönnt &#8211; aber richtig rund läuft sie immer noch nicht. Auf der Unterseite <a href="https://www.hofheim.de/politik-und-verwaltung/" target="_blank" rel="noopener"><em>&#8222;Politik und Verwaltung&#8220;</em></a> sind die <em>&#8222;Wahlen 2025&#8220; </em>aufgelistet: <em>&#8222;Ergebnisse zur Bundestagswahl 2025&#8220; und &#8222;Ergebnisse zur Seniorenbeiratswahl&#8220;</em>.</p>
<p>Und was ist mit der Bürgermeisterwahl, die im März 2025 stattfand? <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/30/buergermeister-schultze/">Das Ergebnis</a> dürfte dem noch amtierenden Bürgermeister&nbsp; nicht gefallen haben. Aber deshalb die Wahlergebnisse unterschlagen?</p>								</div>
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												<figure class="wp-caption">
										<img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="505" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Wahluebersicht.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-55409" alt="Wahluebersicht" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Wahluebersicht.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Wahluebersicht-300x189.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Wahluebersicht-768x485.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px">											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Einen Monat nach der Bürgermeisterwahl: Die städtische Webseite nennt die Ergebnisse von Bundestags- und  Seniorenbeiratswahl, nicht aber, wer neuer Bürgermeister geworden ist. Der Fehler wurde am Freitag behoben.</figcaption>
										</figure>
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									<p>Das sei bestimmt keine Absicht, versichert Rathaussprecher <strong>Jonathan Vorrath</strong> auf unsere Anfrage&nbsp;&#8222;W<em>ir haben diese Wahl noch nicht in die Archivstruktur auf der von Ihnen genannten Seite abgelegt, werden dies jedoch demnächst nachpflegen.&#8220;</em></p>
<p>Aus &#8222;demnächst&#8220; wurde &#8222;sofort&#8220;: Der Fehler wurde inzwischen behoben.</p>
<p>Nur die Suchfunktion auf der städtischen Webseite will davon nichts wissen: Wer nach „Bürgermeisterwahl“ sucht, erhält keine Informationen über die Entscheidung der Wähler.&nbsp;Der Rathaussprecher macht wenig Hoffnung: Man arbeite mit einem Dienstleister weiterhin an einer Lösung. Sein Tipp: <em>&#8222;Durch die Suchmaschinen-Optimierung erzielen wir aber über Google sehr gute Ergebnisse, sodass auch die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl innerhalb weniger Klicks auffindbar sind.&#8220;</em></p>								</div>
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									<p>Die SPD will jetzt wissen: Wenn man die Bürger über ihre Steuerbelastung rechtzeitig informieren wollte &#8211; warum wurden 90 Prozent der Bescheide nicht bereits Ende letzten Jahres verschickt? Warum wurde noch monatelang gewartet?</p>
<p>Und auch diese Frage der SPD klingt nicht unberechtigt: Warum konnten viele andere Kommunen die Bescheide frühzeitig versenden &#8211; nur nicht Hofheim?</p>
<p>Hinter diesen Fragen, die am 5. März eingereicht wurden, steht ein unschöner Verdacht: Die Gebührenbescheide wurden in Hofheim nur deshalb nicht früher verschickt, weil am 16. März die Bürgermeisterwahl anstand. CDU-Bürgermeister Christian Vogt wollte vorher keinen Wähler vergraulen &#8211; da mussten eben alle Bürger auf ihren Steuerbescheid warten.</p>
<p>Man darf gespannt sein, ob er die SPD-Fragen am Mittwochabend beantwortet &#8211; oder sie auf die lange Bank schiebt.</p>								</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehrheit im Stadtparlament: 40 Jahre alte Linde stört &#8211; weg damit!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/01/31/hof-ehry-und-die-linde/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2025/01/31/hof-ehry-und-die-linde/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 13:47:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Henninger Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Schultze Wilhelm]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=53206</guid>

					<description><![CDATA[Das Schicksal der alten Linde im Hof Ehry scheint besiegelt: Jahrzehntelang stand sie dort, sie ist kerngesund, doch der Magistrat will sie fällen. Und die Koalition aus CDU, FDP und FWG im Stadtparlament hat grünes Licht gegeben: Axt raus - Baum weg - das war's dann! Spätestens in vier Wochen soll die Linde verschwunden sein - wenn nicht noch ein Wunder geschieht...

UPDATE am 6. Februar: Es gibt wieder Hoffnung für die Linde. Aber gerettet ist sie noch nicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p></p>
<p style="font-size:19px"><strong>Das Schicksal der alten Linde im Hof Ehry scheint besiegelt:  Jahrzehntelang stand sie dort, ein markanter Blickfang im Innenhof des denkmalgeschützten Ensembles, ein beliebter Schattenspender an heißen Sommertagen. Doch jetzt will der Magistrat sie fällen, und die Koalition aus CDU, FDP und FWG im Stadtparlament hat grünes Licht gegeben: Axt raus &#8211; Baum weg &#8211; das war&#8217;s dann! Spätestens in vier Wochen soll die Linde verschwunden sein &#8211; wenn nicht noch ein Wunder geschieht&#8230;</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background is-style-default"/>
</p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center"><a href="#update20250206">Update am 6. Februar:</a></h2>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-align-center">Es gibt wieder etwas Hoffnung für die Linde. Aber gerettet ist sie noch nicht.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-align-center">Mehr <a href="#update20250206">hier</a>.</p>
<p></p>
<p></p>
<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background is-style-default"/>
</p>
<p></p>
<p>Wir hatten kurz darüber berichtet: <strong>Hofheims Magistrat</strong> hat in geheimer Sitzung beschlossen, <strong>einen</strong> <strong>der letzten Bäume in der Altstadt</strong> zu fällen. <strong>Eine große Linde</strong>, vor rund <strong>40 Jahren anlässlich eines Wäldchestages</strong> gepflanzt, immer noch <strong>gesund</strong> und <strong>putzmunter</strong>. Doch plötzlich wird sie nur noch als <strong>störend</strong> empfunden:</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Sie steht im Weg. </strong>Und deshalb soll sie weg.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Gibt es noch eine <strong>Chance</strong> <strong>auf Rettung für schönen Baum?</strong> Es sieht leider nicht gut aus&#8230;</p>
<p></p>
<p><div class="wp-block-image"></p>
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="626" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01_2.jpg" alt="Linde Hof Ehry 2025 01 2" class="wp-image-53217" style="width:500px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01_2.jpg 626w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01_2-293x300.jpg 293w" sizes="(max-width: 626px) 100vw, 626px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schöner Baum, kerngesund &#8211; aber der Magistrat will ihn weg haben: Die Linde im Innenhof von Hof Ehry soll gefällt werden.</figcaption></figure>
<p></div></p>
<p></p>
<p>In einer Magistratsvorlage, unterzeichnet von <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> und in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch vorgetragen vom <strong>Beigeordneten Bernhard Köppler (SPD)</strong>, ist nachzulesen: Es ist geplant, <strong>das Pflaster im Innenhof</strong> neu zu verlegen. Dabei könne ein Teil der Wurzeln beschädigt werden, was die <strong>Standsicherheit</strong> <strong>und</strong> <strong>Gesundheit</strong> des Baumes gefährde.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Außerdem stehe das <strong>Gebäudeensemble unter Denkmalschutz</strong>. Die Äste des Baumes könnten das Dach der angrenzenden Scheune <strong>beschädigen</strong>, das Laub die Regenrinne verstopfen: Das könne man <strong>nicht zulassen.</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Und dann ist da noch dieses Problem: Der Innenhof soll &#8211; vielleicht &#8211; eines Tages für eine <strong>Außengastronomie</strong> genutzt werden. Das wäre zweifellos <strong>eine echte Bereicherung</strong> für die Innenstadt, wie <strong>der sommerliche Ausschank von Karl Kurjak</strong> in den letzten Jahren gezeigt hat. Die Gäste erinnern sich gerne: <strong>Die</strong> <strong>Schattenplätze</strong> <strong>unter dem Baum</strong> waren besonders begehrt. Doch nun heißt es, dass in den Blättern der Linde <strong>Blattläuse</strong> den so genannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Honigtau" target="_blank" rel="noopener">Honigtau</a> produzieren, der <strong>als klebrige Substanz</strong> herunterrieselt: <strong>Eine reibungslos funktionierende Außengastronomie </strong>sei daher mit dieser Linde <em>&#8222;kaum vorstellbar&#8220;.</em></p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Also weg mit ihr.</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Bemerkenswert</strong> ist, das aber nur am Rande: Seit Monaten verlangen Stadtverordnete <strong>Auskunft</strong> darüber, <strong>welche konkreten Pläne</strong> es für das seit Jahren leer stehenden Gebäude gibt. Der Magistrat belässt es <strong>bei nebulösen Andeutungen</strong>. Jetzt heißt es überraschend: <strong>Das Pflaster im Innenhof</strong> soll neu verlegt werden. Aber wie die Gebäude <strong>künftig aussehen und genutzt</strong> werden sollen: Das ist noch weitgehend unklar. Mitte letzten Jahres hieß es, der Inhaber des benachbarten&nbsp;<strong>Tapas-Restaurants&nbsp;</strong><a href="https://el-cilantro.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">“El Cilantro”</a> wolle in Hof Ehry einziehen. Es wird noch verhandelt,<strong> der Mann pokert</strong> angeblich, er weiß, dass der Magistrat <strong>unter Zeit- und Erfogsdruck</strong> steht.</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Als Ersatz für die Linde </strong>versprach Köppler den Stadtverordneten, in der Mitte des Innenhofes einen neuen und <em>&#8222;bereits etwas größerer Baum&#8220; </em>zu pflanzen: Sein Stammumfang soll <strong>mindestens 20 bis 25 Zentimeter </strong>betragen. Das klingt auf dem ersten Blick gut, aber: 20 Zentimeter Umfang bedeuten, dass der Stamm einen <strong>Durchmesser von nur sechs Zentimetern</strong> hat. Es ist also bestenfalls <strong>ein</strong> <strong>Bäumchen</strong>, das da gepflanzt werden soll.</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">Kann der Ortsbeirat Kernstadt die Linde noch retten?</h2>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Über das Schicksal der alten Linde</strong> hatte der Magistrat <strong>in geheimer Sitzung</strong> entschieden. Die Nachricht sickerte durch, der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete (<a href="https://hk-newsletter.de/2025/01/26/hofheim-meisterturm-politik-kreisblatt/#Magistrat_holt_Axt_raus_Altstadt-Baum_in_groesster_Gefahr">hier</a>), und drei Fraktionsvorsitzende &#8211; <strong>Bettina Brestel</strong> (Grüne), <strong>Barbara Grassel</strong> (Linke) und <strong>Wilhelm Schultze </strong>(Bürger für Hofheim) &#8211; stellten umgehend einen <strong>Eilantrag im Parlament</strong>: <em>&#8222;Der Magistrat möge sämtliche Maßnahmen zum Schutz der Linde im Hof Ehry prüfen, damit der Baum gerettet werden kann.&#8220;</em></p>
<p></p>
<p><div class="wp-block-image"></p>
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="360" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01.jpg" alt="Linde" class="wp-image-53218" style="width:250px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01.jpg 360w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern bitte anklicken: Der Magistrat meint, dass die Linde zu dicht am Gebäude steht. Deshalb: Fällen!</figcaption></figure>
<p></div></p>
<p></p>
<p>Bei den <strong>Wortführern der Regierungskoalition</strong> blitzten sie ab: <strong>Michael Henninger</strong> von der CDU sagte, dass man sich <strong>hinter die Verwaltung</strong> stelle &#8211; basta. <strong>Ralf Weber</strong> von der FDP meinte, man dürfe die Kompetenz der Verwaltung <strong>nicht anzweifeln</strong> <em>(&#8222;Wohin soll das führen? Was wollen wir künftig noch alles in Frage stellen?&#8220;</em>). Und <strong>Andreas Nickel</strong> von der FWG befand, dass sich <strong>Stadtverordnete mit Laienmeinung</strong> nicht in das operative Geschäft der Verwaltung einmischen dürften. Und überhaupt: Eigentlich hätte ja <strong>kein Außenstehender von der Fällung</strong> erfahren dürfen, der Magistratsbeschluss war geheim, die <strong>Vertraulichkeit</strong> sei nicht gewahrt worden.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>So stimmten die Koalitionäre <strong>geschlossen gegen mögliche Rettungsmaßnahmen</strong>. Thema durch.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Nur <strong>ein Fünkchen Hoffnung </strong>bleibt:</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Am Mittwoch tagt der <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong>, das Thema &#8222;Fällen von Linde im Innenhof von Hof Ehry&#8220; steht auf der Tagesordnung.<strong> Vor fünf Jahren</strong> hatte sich das Gremium mit einem ähnlichen Fall beschäftigt: Damals wollte der Magistrat <strong>die Linde vor dem Alten Rathauscafé</strong> fällen lassen. Ähnliche Argumente wie heute: Der Baum stehe <strong>zu nah am denkmalgeschützten Haus</strong>, die Wurzeln würden<strong> Pflastersteine hochdrücken</strong>. Und dann dieser <strong>Honigtau</strong>&#8230;</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die <strong>Zeitung &#8222;Main-Spitze&#8220;</strong> berichtete damals: <em>&#8222;Von allen Seiten, auch seitens des Café-Betreibers Konditormeister Daniel Anderlohr, wurde bekräftigt, dass der Schatten des Baums sowohl zu den Lieblingsplätzen im Café gehöre, als auch von Bürgern bei der hochsommerlichen Hitze aufgesucht werde. Ganz zu schweigen vom Vorteil für das innerstädtische Klima.&#8220;</em></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Im <strong>Sitzungsprotokoll des Ortsbeirats vom August 2020</strong> heißt es: <em>&#8222;Die Mitglieder des Ortsbeirats sprechen sich mehrheitlich für den Erhalt der Linde aus.&#8220;</em></p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Der Baum steht heute noch.</strong></p>
<p></p>
<p><div class="wp-block-image"></p>
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="392" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg" alt="Hof Ehry 2025 01" class="wp-image-53142" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01-300x184.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vor genau vier Jahren &#8211; es war Januar 2021 &#8211; haben wir die Geschichte des Gebäudeensembles in der Altstadt umfassend dokumentiert: <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/15/hof-ehry-verfaellt/">&#8222;Aufgedeckt! Deshalb verfällt das Hofheimer Altstadthaus ,Hof Ehry'&#8220;</a>. Sachstand damals: Im Jahr 2018 hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, einen Ideenwettbewerb zur Nutzung der Gebäude durchzuführen, der Magistrat aber hatte den Beschluss nicht umgesetzt. Wochen später, es war Kommunalwahlkampf, forderte Hofheims CDU: <em>&#8222;Zügige Durchführung des Ideenwettbewerbs Hof Ehry und baldige Realisierung des Ideensiegerentwurfs”</em> (<a href="https://hk-newsletter.de/2021/02/16/wahlkampf-cdu-entdeckt-hof-ehry/">hier</a>). Jetzt schreiben wir das Jahr 2025, und das Gebäude steht immer noch leer. Immerhin, die öffentlichen Toiletten werden saniert, seit Wochen schon&#8230;</figcaption></figure>
<p></div></p>
<p></p>
<p>Ob die <strong>Mitglieder des Ortsbeirats</strong> auch diesmal die Kraft und den Willen aufbringen, sich  zur Rettung eines Baumes <strong>gegen den Magistrat aufzulehnen</strong>? Es dürfte schwierig werden:</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Die Verantwortlichen im Rathaus </strong>wollen gar nicht, dass der Ortsbeirat darüber <strong>abstimmt</strong> oder gar <strong>eine Entscheidung fällt.</strong> Das Thema wurde lediglich <em>&#8222;zur Kenntnisnahme&#8220;</em> auf die Tagesordnung gesetzt.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wer das <strong>live miterleben</strong> will: Der Ortsbeirat tagt am Mittwoch, <strong>5. Februar, um 19 Uhr </strong>im Obergeschoss der Stadthalle. Die Sitzung ist <strong>öffentlich</strong>: Zuhören ist erlaubt. </p>
<p></p>
<p></p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-align-center" id="update20250206" style="font-size:18px"><strong><a href="#update20250206">+++ <span style="text-decoration: underline;">UPDATE</span> +++</a></strong></p>
<p></p>
<p></p>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center">Fällung der Linde ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben</h1>
<p></p>
<p></p>
<p>Es gibt wieder <strong>einen Funken Hoffnung für die Linde</strong> im Innenhof von Hof Ehry. Notorische Skeptiker halten den gewährten Zeitaufschub zwar für <strong>einen Trick der Stadtspitze:</strong> Angesichts der vielen <strong>Bürgerproteste,</strong> die nach Erscheinen unseres Berichts im Internet laut wurden, werde die Fällung des 40 Jahre alten Baumes lediglich <strong>aufgeschoben</strong> &#8211; bis <strong>nach der Bürgermeisterwahl </strong>am 16. März.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Schaun mer mal&#8230;</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Die Mitglieder des Ortsbeirates Kernstadt</strong> haben sich in ihrer Sitzung am Mittwoch kritisch mit den Argumenten für eine Fällung <strong>auseinandergesetzt</strong> und zeigten sich am Ende <strong><span style="text-decoration: underline;">nicht</span> überzeugt, </strong>dass der Baum weg muss. <strong>Renate Hofmann,</strong> die Vorsitzende der <a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt</a>, nannte es sogar <em>&#8222;eine Schande&#8220;</em>, wenn man den Baum nicht erhalte. Man könne für alles <strong>eine Lösung finden,</strong> hieß es auch &#8211; <strong>wenn man nur wolle</strong>.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Ergebnis der Debatte: Der Ortsbeirat wird sich <strong>am 18. Februar</strong> im Innenhof des Hofes Ehry <strong>treffen</strong> und die Linde <strong>in Augenschein nehmen</strong>. Parallel soll die Verwaltung prüfen, ob der Baum nicht doch noch gerettet werden kann. <strong>Stadtrat Bernhard Köppler </strong>(SPD) versicherte: <em>&#8222;Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen.&#8220;</em> <strong>Die Ergebnisse der Prüfung</strong> werde er zunächst dem Ortsbeirat vorstellen: <em>&#8222;Vorher passiert da gar nichts.&#8220;</em></p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Bürgermeister Christian Vog</strong>t (CDU) hatte in der vergangenen Woche noch darauf <strong>gedrängt</strong>, den Baum <strong>bis zum 28. Februar</strong> zu fällen: Denn am 1. März beginnt die <strong>Brut- und Setzzeit</strong>, und dann darf erst einmal <strong>kein Baum</strong> gefällt werden. Jetzt erscheint der Termin<strong> nicht mehr so wichtig</strong> &#8211; sicher <strong>wegen der Bürgermeisterwahl</strong>, denn vorher will man es sich mit den Naturfreunden nicht unbedingt verscherzen. Aber dann hat sich im Rathaus auch <strong>die Erkenntnis durchgesetzt:</strong> Ein Baum darf <strong>jederzeit gefällt</strong> werden, auch während der Brut- und Setzzeit &#8211; dazu braucht man nur <strong>eine Ausnahmegenehmigung&#8230;</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Es gibt noch Hoffnung <strong>für die 40 Jahre alte Linde.</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Gerettet ist sie aber noch nicht.</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p></p>
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