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	<title>Hofmann Renate &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Hofmann Renate &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<item>
		<title>Von 5 auf 20 Mio Euro: Brücken-Neubau kommt bei Hofheimern nicht gut an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2025 15:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Hofheimer Stadtpolitik rumort es gewaltig, und Bürgermeister Christian Vogt ist - salopp formuliert - ganz schön durch den Wind: Anfang dieser Woche ließ er sichtlich stolz die Pläne für eine gigantische Fußgänger- und Radfahrerbrücke vorstellen. Die Freude währte nur kurz: Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete (hier) - seitdem schwappt eine Welle aus aufgeregter Empörung und sarkastischem Spott durch die Stadt. Immer wieder geht es dabei auch um ein Thema, zu dem Vogt vor der letzten Bürgermeisterwahl ein großes Versprechen abgegeben hatte - das er aber, kaum war er gewählt, brach. Und heraus kommt auch: Die Kosten für die Brücke waren ursprünglich deutlich niedriger angegeben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>In der Hofheimer Stadtpolitik rumort es gewaltig, und Bürgermeister Christian Vogt ist &#8211; salopp formuliert &#8211; ganz schön durch den Wind: Anfang dieser Woche ließ er sichtlich stolz die Pläne für eine gigantische Fußgänger- und Radfahrerbrücke von seinem Ersten Beigeordneten Daniel Philipp vorstellen. Die Freude währte nur kurz: Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete (<a href="https://hk-newsletter.de/2025/02/10/8-meter-hohe-bruecke-durch-hofheim/">hier</a>) &#8211; seitdem schwappt eine Welle aus aufgeregter Empörung und sarkastischem Spott durch die Stadt. Immer wieder geht es dabei auch um ein Thema, zu dem Vogt vor der letzten Bürgermeisterwahl ein großes Versprechen abgegeben hatte &#8211; das er aber, kaum war er gewählt, brach. Und jetzt kommt auch noch heraus: Die Kosten für die Brücke waren ursprünglich deutlich niedriger angegeben.</strong></p>



<p>Selten haben Hofheimer Stadtpolitiker <strong>eine solche Klatsche</strong> kassiert. Unisono hatten sich die Stadtverordneten aller Fraktionen für den <strong>Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke</strong> von Marxheim in die Kernstadt ausgesprochen. Jetzt liegt der neueste Plan vor: <strong>263 Meter lang</strong> soll die Brücke werden, bis zu <strong>8 Meter hoch</strong> und <strong>5 Meter breit.</strong></p>



<p>Die Kosten sind <strong>geradezu explodiert</strong>: In einer <strong>Magistratsvorlage aus dem Jahre 2022</strong> hieß es noch, dass <em>&#8222;die geschätzten Baukosten der Brücke bei 5 Millionen Euro&#8220;</em> liegen.</p>



<p>Geschätzt <strong>5 Millionen</strong> &#8211; das war <strong>eine klare Ansage! </strong></p>



<p>Heute, drei Jahre später, werden die Kosten allein für die bisherige Grobplanung &#8211; bei der nur die Wegführung definiert wurde &#8211; mit <strong>1,7 Millionen Euro</strong> angegeben. Das Geld ist bereits weg. Insgesamt soll die Brücke eines Tages rund <strong>20 Millionen Euro</strong> kosten (Stand heute).</p>



<p><strong>Die Kostenexplosion</strong> wurde bisher noch nicht weiter thematisiert, geschweige kritisch beleuchtet oder den Bürgern erklärt.<strong> Aus 5 werden 20 Millionen</strong> &#8211; einfach so. In nur drei Jahren! Und was sagt  <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> dazu, der doch sonst zu jedem Thema was sagen will? Genau: <strong>Kein Wort. Nichts.</strong> </p>



<p><strong>Die öffentliche Aufregung </strong>hat aber noch einen anderen Grund: Viele Bürger fühlen sich von der Stadtpolitik <strong>übergangen</strong>, ja geradezu <strong>überfahren</strong>.</p>



<p>Im eigentlich zuständigen <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong>, der <strong>öffentlich</strong> tagen muss und wo interessierte Bürger <strong>zuhören</strong> und sich <strong>informieren</strong> können, wurden die bisherigen Pläne <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> diskutiert. Die Hofheimer Stadtverordneten taten das, was sie inzwischen <strong>immer öfter</strong> tun: Sie gründeten einen <strong>Arbeitskreis</strong>. Dann dürfen sie <strong>geheim</strong> tagen und sich untereinander absprechen, ohne dass der Bürger was mitkriegt. So wurden auch alle Details zum Brücken-Neubau<strong> hinter verschlossenen Türen</strong> untereinander ganz stiekum ausgehandelt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="427" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Fussgaengerbruecke-2025-02.jpg" alt="Fussgaengerbruecke 2025 02" class="wp-image-53700" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Fussgaengerbruecke-2025-02.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Fussgaengerbruecke-2025-02-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bei der Pressekonferenz im Rathaus: Hofheims Erster Beigeordnete Daniel Philipp stellte den Plan für das Brücken-Bauwerk vor.</figcaption></figure>
</div>


<p>Hätte die Stadtspitze die Bürgerinnen und Bürger <strong>frühzeitig</strong> in die Diskussion einbezogen, wäre <strong>das</strong> <strong>Desaster</strong> vielleicht vermieden worden. Das haben sie nun davon:</p>



<p>Kaum wurden die Brückenpläne auf dieser Webseite vorgestellt, ging&#8217;s in den großen Hofheimer Facebook-Gruppen ab, aber richtig. <strong>Über 200 Kommentare</strong> wurden allein in der <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921" target="_blank" rel="noopener">Gruppe &#8222;Wir in Hofheim&#8220;</a> gepostet. Eine schnelle Auswertung ergab: In über 90 Prozent der Kommentare sprechen sich Hofheimer <strong><span style="text-decoration: underline;">gegen</span> den Brückenbau</strong> aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Brücken-Protest: Geldverschwendung! Hybris!  </h2>



<p>Beispielhaft ein paar Stimmen:</p>



<p><strong>Wolfgang Ziller</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Der Größenwahn der Stadtoberen ist schon lange vor Ort zu sehen. Sollten sich lieber mal Gedanken machen um den KFZ-Verkehr.&#8220;</em></p>



<p><strong>Petra Pätzold: </strong><em>&#8222;Nicht nur Deutschland schafft sich ab, auch Hofheim. (&#8230;) Da fehlen einem die Worte. Das Geld könnte man sich sparen.&#8220;</em></p>



<p><strong>Joachim C. Deutenberg:</strong> <em>&#8222;</em><em>Diese Brücke wird von Radfahrern wahrscheinlich genauso wenig genutzt, wie die Radfahrstrasse in Lorsbach. Reine Geldverschwendung.&#8220;</em></p>



<p><strong>Isi Wei:</strong> <em>&#8222;Man kommt doch wunderbar nach Marxheim. Für was das also? Derartige Projekte werden immer erheblich teurer als geplant &#8211; und wir zahlen.&#8220;</em></p>



<p><strong>Thomas Konetzki</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Bin 1952 in Hofheim geboren, habe viele Jahrzehnte in Hofheim gelebt, wohne jetzt auf dem Land, Gottseidank etwas weiter weg, bin heilfroh, diesen ganzen Mumpitz, den ich seit Jahren beobachte, nicht mehr hautnah erleben zu müssen.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="709" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Bruecke-202502.jpg" alt="Facebook Bruecke 202502" class="wp-image-53754" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Bruecke-202502.jpg 709w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Bruecke-202502-266x300.jpg 266w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Post zu unserem Brücken-Bericht: Allein in der <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Gruppe &#8222;Wir in Hofheim&#8220;</a> wurde er bereits mehr als 200 Mal kommentiert (Stand Freitag, 15 Uhr).</figcaption></figure>
</div>


<p>Natürlich gab es auch <strong>Stimmen für die Brücke,</strong> aber die gingen im Proteststurm unter: Auf einen <strong>Pro-Kommentar</strong> kamen schätzungsweise zehn <strong>Contra-Kommentare.</strong> Unermüdlich hielt <strong>Sascha Bronte, bekennender Zweirad-Freund,</strong> den Kritikern und Skeptikern vor: <em>&#8222;Man könnte das Gefühl bekommen, dass viele Kommentatoren sehr selten auf dem Rad sitzen und dementsprechend nicht nachvollziehen können, wie wichtig eine bessere Infrastruktur für die Radler ist!&#8220;</em></p>



<p><strong>Joe Jackson </strong>schrieb: <em>&#8222;Die Brücke wäre eine enorme Aufwertung für Marxheim, den Fahrrad- und Fußverkehr. Absolut sinnvoll.&#8220;</em></p>



<p><strong>Renate Hofmann</strong> &#8211; sie ist die Vorsitzende des <a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">Altstadtvereins</a> &#8211; kommentierte: <em>&#8222;Seit mehr als 20 Jahren wird über die Brücke diskutiert. Sie könnte längst stehen und Fußgänger und Radfahrer entlasten. Wie lange soll das noch dauern? Denke, ich erlebe das nicht mehr.&#8220;</em></p>



<p>Ansonsten aber schwankt die Stimmungslage zwischen <strong>Belustigung</strong> (<strong>Annette Haagen:</strong><em> &#8222;Ist schon 1. April?&#8220;</em>),<em> </em><strong>Verärgerung</strong> (<strong>Sissi Potthoff:</strong> <em>&#8222;Was für ein Schwachsinn&#8220;</em>)&nbsp;und <strong>schwarzem</strong> <strong>Sarkasmus</strong><em> </em>(<strong>Torsten Raab:</strong> <em>&#8222;Ach Gott, hört auf zu Flennen&#8230; bis das fertig wird, sind 50% des Hofheimer Wahlvolkes schon unter der Erde.&#8220;</em>)</p>



<p>Die Stadtspitze versuchte, <strong>die negative Stimmung</strong> einzufangen: <strong>Pressesprecher Jonathan Vorrath</strong> veröffentlichte auf allen Internet-Kanälen die offizielle <a href="https://www.hofheim.de/artikel/neue-bruecke-soll-marxheim-und-die-innenstadt-verbinden/" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung</a> des Rathauses. Es nutzte nichts, im Gegenteil: Er heizte damit die Protest-Welle nur noch weiter an.</p>



<p><strong>Mel Schiela</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Was ein Blödsinn. Hofheim und Marxheim sind doch gut verbunden, hinten übers Kreishaus und schon ist man am Bahnhof.&#8220;</em></p>



<p><strong>Sybille Dömel</strong><strong>:</strong> <em>&#8222;</em><em>Ist dieses Hybrisprojekt nicht überflüssig? Man kommt ja auch ohne Brücke von Marxheim in die Hofheimer Innenstadt.&#8220;</em></p>



<p><strong>Nicole Schneider</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Also wenn die Dimensionen auf dem Bild stimmen, muss man ca. den 4- fachen Weg in Kauf nehmen. Für so einen Unsinn ganz schön weit.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="636" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Stadt-Bruecke-.jpg" alt="Brücke
" class="wp-image-53756" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Stadt-Bruecke-.jpg 636w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/02/Facebook-Stadt-Bruecke--239x300.jpg 239w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rathaussprecher Vorrath postete die Pressemitteilung &#8211; vergebens: In den meisten Kommentaren sprechen sich die Hofheimer gegen das Millionen-Projekt aus.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Inge Pillitteri</strong><strong>:</strong> <em>&#8222;</em><em>Die Hofheimer Steuerzahler können nur hoffen, dass dieser Unsinn niemals genehmigt wird! Es gibt vieles, in das investiert werden müsste (z. B. in unsere Jugend etc). Aber solch ein die Landschaft verschandelndes Monstrum&#8230; einfach unglaublich!&#8220;</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Millionen für Brücke? Besser: Wahlversprechen halten!</h2>



<p>Auffallend häufig erwähnten viele Kommentatoren ein Thema, das ihnen offensichtlich <strong>sehr unter den Nägeln brennt</strong>: Viel zu viele Straßen in Hofheim seien <strong>in einem erbärmlichen Zustand.</strong>  Es sei <strong>viel sinnvoller</strong>, die 20 Millionen in die <strong>Sanierung der Straßen</strong> zu investieren, als eine riesige Brücke zwischen der Innenstadt und Marxheim zu bauen.</p>



<p><strong>Monika Schmelz</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Das ist doch nur Geldverschwendung und Umweltverschandelung. Lasst alles so wie es ist und macht erst mal die kaputten Straßen wieder ganz: überall Löcher!&#8220;</em></p>



<p><strong>Marc Skydreamer</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Geld lieber verwenden, um die vielen Schlaglochpisten mal zu sanieren.&#8220;</em></p>



<p><strong>Caro Pier</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Wer braucht diese Brücke? Wie wäre es denn mit mal mit den dringenderen Dingen, wie zum Beispiel Instandhaltung von Straßen und Gehwegen&#8230;&#8220;</em></p>



<p><strong>Stefan Schenker</strong><strong>: </strong><em>&#8222;</em><em>Erstmal die Rheingaustrasse und die Gehwege sanieren, bevor mit so einem Schwachsinn angefangen wird.&#8220;</em></p>



<p>Diese Äußerungen dürften vor allem<strong> dem amtierenden CDU-Bürgermeister</strong> sauer aufstoßen. <strong>Christian Vogt</strong> hatte 2019, vor der letzten Bürgermeisterwahl,&nbsp; <strong>ein großes Versprechen</strong> abgegeben &#8211; Zitat: <em>&#8222;In Hofheim muss ein Anti-Schlaglochprogramm aufgesetzt werden, um die Straßenqualität zu verbessern. Bereits im ersten Jahr meiner Amtszeit werde ich ein Programm für die Erneuerung von Straßendecken starten.&#8220;</em></p>



<p><em>&#8222;Bereits im ersten Jahr meiner Amtszeit&#8220;</em>: Die Bürger <strong>glaubten</strong> dem Mann, <strong>wählten</strong> ihn zum Bürgermeister &#8211; und wurden <strong>enttäuscht</strong>: Die Straßenqualität hat sich seitdem <strong>nicht</strong> <strong>verbessert</strong>, sondern ist <strong>eher noch</strong> <strong>schlechter</strong> geworden. Das von Vogt versprochene&nbsp; Schlaglochprogramm gibt es <strong>bis heute nicht.</strong></p>



<p>Dabei ist der Mann<strong> seit sechs Jahren im Amt!</strong></p>



<p>Damals hatte er übrigens auch <strong>angekündigt</strong>: <em>&#8222;Ich möchte kontinuierlich Fahrradwege ausbauen.&#8220;</em> Auch das hat er nie umgesetzt. Hat er deshalb jetzt die Brückenpläne präsentiert? Um kurz vor der Bürgermeisterwahl <strong>die Radfahrern zu bezirzen</strong>? Weil er ihre Stimme haben will? </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="394" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2.jpg" alt="Schlagloch Bild2" class="wp-image-41648" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2-300x148.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/Schlagloch-Bild2-768x378.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Große Worte: Als er 2019 Bürgermeister werden wollte, versprach Christian Vogt ein &#8222;Anti-Schlagloch-Programm für ganz Hofheim&#8220;. Hier ein Ausriss aus seinem damaligen Wahlkampf-Flyer. Nach der Wahl passierte: nichts.</figcaption></figure>
</div>


<p>Bei der <strong>Bürgermeisterwahl am 16. März</strong> will Vogt wiedergewählt werden, es gibt zwei Gegenkandidaten: Die Bürger für Hofheim schicken <strong>Wilhelm Schultze</strong> ins Rennen, für die SPD kandidiert <strong>Tobias Undeutsch</strong>.</p>



<p>Aber wird es <strong>besser</strong>, wenn es <strong>anders</strong> wird?</p>



<p><strong>Ylva Grundstein </strong>stellte auf Facebook <strong>diese Frage</strong><em>: &#8222;Weiß zufällig jemand, welche der Bürgermeister-Kandidaten dafür und welche dagegen sind?&#8220; </em>Und<em> </em><strong>Andy Winkle</strong>r wollte wissen:&nbsp; <em>&#8222;Kann mir jemand sagen, welche Partei spricht sich gegen dieses Projekt aus bzw. gibt es schon eine Interessengemeinschaft gegen dieses Vorhaben?&#8220;</em></p>



<p>Die Antwort wird die beiden kaum glücklich machen: <strong>Alle Stadtverordneten</strong> waren dafür. Im <strong>April 2022</strong> beschloss die Stadtverordnetenversammlung, eine <strong>&#8222;interfraktionelle Arbeitsgruppe&#8220; , </strong>einzurichten, die <strong>vertraulich</strong> das Thema <em>&#8222;Rad- und Fußgängerbrücken&nbsp;in Stahl-, Beton- und ggfs. Holzbauweise&#8220;</em> vorbereiten sollte.&nbsp;</p>



<p><strong>Belastbare Zahlen</strong>, wie viele Fußgänger und Radfahrer die Brücke nutzen würden, lagen und liegen nicht vor. Über <strong>Alternativen</strong> wurde bis heute nicht nachgedacht.</p>



<p>Trotzdem fiel die Entscheidung einstimmig: <strong>Alle Stadtverordneten waren für den Neubau einer Brücke.</strong></p>



<p>Ob es dabei bleibt?</p>



<p>Geben wir heute <strong>Manfred Becht</strong> das Schlusswort, er ist Redakteur bei der Lokalpresse und <strong>ein aufmerksamer Beobachter der Lokalpolitik.</strong> Er kommentierte <strong>die Kommentarflut zu unserem Bericht</strong> so:</p>



<p><em>&#8222;Spannend, wie sehr die Meinungen auseinander gehen. Die Parteien waren sich bisher ja allesamt einig, dass die Brücke gebaut werden soll. Bin gespannt, ob das so bleibt.&#8220;</em></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>6 Wochenend-News: Millionen-Explosion, ein bisschen Müll, ganz viel Blumen&#8230;</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/03/01/blumen-muell-millionen-explosion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorrath Jonathan]]></category>
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					<description><![CDATA[Pünktlich zum ersten März-Wochenende: Sechs Berichte mit interessanten und exklusiven Informationen aus dem Hofheimer Stadtgeschehen. Es geht um Geld, Müll, Blumen, Versprechen der Stadtspitze... Eine alte Bauernweisheit sagt: "Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen." Na, dann man los…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Pünktlich zum ersten März-Wochenende: Sechs Berichte mit interessanten und exklusiven Informationen aus dem Hofheimer Stadtgeschehen. Es geht um Geld, Müll, Blumen, Versprechen der Stadtspitze&#8230; Eine alte Bauernweisheit sagt: &#8222;Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.&#8220; Na, dann man los…</strong></p>






<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">15 Mio über Plan! Kosten fürs Landratsamt explodieren</h2>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="384" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt-.jpg" alt="Landratsamt" class="wp-image-39791" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt-.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt--300x144.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt--768x369.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So soll die Kreishaus-Erweiterung eines Tages aussehen. Rechts die Rückseite des heutigen Gebäudes.</figcaption></figure>
</div>


<p>Wenn die öffentliche Hand baut, explodieren regelmäßig die Preise. Berliner Flughafen, Stuttgarter Bahnhof, Hamburger Elbphilharmonie – das sind <strong>Milliarden-Projekte</strong>, die für<strong> ganz große Negativ-Schlagzeilen</strong> sorgten.</p>



<p><strong>Aber wir hier können das auch! </strong>Federführend bei lokalen <strong>Kostenexplosionen</strong> ist das <strong>MTK-Landratsamt</strong> unter <strong>CDU-Landrat Michael Cyriax</strong>: Geld, so scheint <strong>das</strong> <strong>Motto des</strong> <strong>Behördenleiters</strong> zu sein, also Geld spielt bei uns<strong> im reichen MTK </strong>nun wirklich keine Rolle!</p>



<p>Die <strong>Main-Taunus-Schule (MTS) </strong>in Hofheim wird gerade ausgebaut, geplant waren dafür <strong>63,5 Millionen Euro. </strong>Die Kosten wurden bereits mit <strong>69,5 Millionen</strong> beziffert, das war vor einem Jahr. Was wohl heute <strong>auf der Rechnung</strong> steht? Kommt noch&#8230;</p>



<p>Das im Bau befindliche<strong> Hallenbad Kriftel</strong> sollte ursprünglich&nbsp;<strong>15,9 Millionen Euro</strong>&nbsp;kosten. Im Herbst letzten Jahres musste die Kreisverwaltung einräumen, dass sich die Ausgaben auf&nbsp;<strong>18,8 Millionen Euro</strong> erhöht hätten. Dabei ist der Bau noch längst nicht fertig! <strong>20, vielleicht auch 25 Millionen Euro</strong> sollten bestimmt zu schaffen sein!</p>



<p>Solche <strong>Preissteigerungen</strong> sind allerdings <strong>echte Peanuts</strong> im Vergleich zu der <strong>Kostenexplosion beim Landratsamt</strong>. Die Lokalzeitungen berichteten in dieser Woche über den <strong>Erweiterungsbau</strong>, der im Sommer fertig werden soll. <strong>Unter der netten Überschrift</strong> <em>&#8222;Noch viel zu tun auf der Kreishaus-Baustelle&#8220;</em> bedauern sie, dass es <strong>Verzögerungen</strong> gab (eigentlich sollte der Bau Anfang des Jahres fertig sein), sie staunen über <strong>die</strong> <strong>viele</strong> <strong>Technik</strong> (&#8222;<em>beeindruckend</em>”) und freuen sich über <strong>kleine</strong> <strong>Design</strong>&#8211;<strong>Details</strong> (<em>&#8222;die großen Fenster zeigen innen Eichenholz-, außen Aluminiumrahmen</em>”).</p>



<p><strong>Die wichtigste Information</strong> haben die Lokalzeitungen – Cyriax dürfte es gefreut haben – in einem Halbsatz bestmöglich <strong>versteckt</strong>: Die Kosten für die Kreishaus-Erweiterung sind inzwischen auf<strong> 48 Millionen Euro </strong>gestiegen.</p>



<p><strong>48 Millionen! </strong>Geplant waren <strong>ursprünglich 33 Millionen!</strong> Das bedeutet Mehrkosten in Höhe von <strong>15 Millionen Euro</strong>: fast 50 Prozent Kostensteigerung!</p>



<p><strong>15 Millionen</strong> <strong>Mehrkosten</strong> – so teuer sollte ursprünglich das ganze Hallenbad in Kriftel werden&#8230;</p>



<p>Zu alledem lässt sich der Leiter des <strong>Hochbauamtes im Kreishaus</strong> mit diesem Satz zitieren: <em>„Ich hoffe, wir kommen damit aus.“</em> Eine solche Aussage darf als sicherer Hinweis gedeutet werden, dass der Bau noch teurer werden wird.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="248" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz-1024x248.jpg" alt="Kreishaus ganz" class="wp-image-39886" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz-1024x248.jpg 1024w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz-300x73.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz-768x186.jpg 768w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Kreishaus im Panoramafoto (zum Vergrößern anklicken): Rechts der &#8222;Altbau&#8220;, links die Erweiterung.</figcaption></figure>
</div>


<p>Wenn eines Tages alles fertig ist und uns Bürgern, den Steuerzahlern, die <strong>Endabrechnung</strong> präsentiert wird – die garantiert deutlich höher liegt als heute bekannt –, dann wird der <strong>Neubau nur für Behördenmitarbeiter</strong> geöffnet sein. Hier soll <strong>kein &#8222;Publikumsverkehr&#8220;</strong> stattfinden, heißt es. </p>



<p>Auf das Dach des Kreishauses darf sowieso <strong>kein Mensch von außerhalb</strong> mehr drauf: Dort oben soll <a href="https://hk-newsletter.de/2022/02/26/hofheim-gegen-krieg-in-der-ukraine/#Landratsamt20220226">bekanntlich</a> ein kleines Paradies angelegt werden. Die Zeitungen schreiben von einer<em> &#8222;attraktiven Terrasse&#8220;</em> und einem <em>&#8222;grünen Pausen- und Besprechungsraum&#8220;</em>. Aber das trifft&#8217;s kaum:</p>



<p>Es handelt sich um eine <strong>Grünanlage</strong> hoch über den Dächern von Hofheim, die mal mit deutlich über 1000, mal mit <strong>rund 2000 Quadratmeter</strong> <strong>Größe</strong> angegeben wird. Hier sollen sich demnächst die Behördenmitarbeiter <strong>erholen</strong> und <strong>entspannen</strong> können, unter sich, ungestört. Eine intensive, hochwertige Bepflanzung aus<strong> Bäumen und Sträuchern </strong>lädt sie zum <strong>Relaxen</strong> und <strong>Wohlfühlen</strong> ein.</p>



<p><strong>Eine</strong> <strong>exklusive</strong> <strong>Oase der Ruhe und des Grüns</strong> für unsere Behördenmitarbeiter als Alternative zu <strong>Verwaltungsstress</strong> und <strong>Behörden-Tristess</strong>. Für <strong>Photovoltaik</strong> blieb da leider nur wenig Platz.&nbsp;</p>



<p><strong>Man gönnt sich ja sonst nix.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Altstadtfreunde &amp; Weintrinker getrennt auf Müll-Jagd</h2>



<p>Findet jetzt <strong>zusammen</strong>, was eigentlich überhaupt <strong>nicht zusammen passt?</strong> An diesem <strong>Samstag, 2. März</strong>, wollen Mitglieder des <strong>Hofheimer Altstadtvereins</strong> eine <strong>Müllsammelaktion</strong> veranstalten. Treffpunkt ist <strong>um 10 Uhr</strong> das kleine Häuschen in der Bärengasse 17: Eineinhalb Stunden lang soll mit Greifzangen, Müllbeuteln und Eimern die Innenstadt nach Abfallresten durchsucht werden. Danach gibt&#8217;s <strong>Kaffee und Kuchen</strong>.</p>



<p>Nur <strong>gerüchteweise</strong> war zu vernehmen, dass bei der Gelegenheit <strong>die olle Holzhütte</strong> entsorgt werden soll, die auf dem Untertorplatz jeden Blick auf <strong>das historische &#8222;Türmchen&#8220;</strong> schändet.</p>



<p>Da aber sei <strong>Polizist Baltruschat</strong> vor! Der <strong>CDU-Stadtrat</strong> und <strong>Vereinsring-Vorsitzende</strong> kündigte – nein, <strong>diesmal nicht <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">weitere Strafanzeigen</a></strong>, sondern umgehend eine<strong> eigene Müllaktion</strong> an: gleicher Tag, gleiche Uhrzeit. Dazu verspricht er <strong>Weck, Worscht und Wein</strong>.</p>



<p><em>&#8222;Wir waren zuerst da&#8220;</em>, beteuert <strong>Renate Hofmann,</strong> die Vorsitzende des Altstadtvereins.&nbsp;Womit das schon mal geklärt wäre&#8230;</p>



<p>Eigentlich spräche ja alles <strong>für ein großes Müll-Miteinander</strong>. Zumal Frau Hofmann ganz dicht an Baltruschat dran ist: Sie gehört dem <strong>Vereinsring-Vorstand als Beisitzerin</strong> an. Dass sie damit indirekt mitträgt, wenn Baltruschat im Namen des Vorstands <strong>Drohmails</strong> verschickt oder <strong>undurchsichtige</strong> <strong>Geschäfte</strong> am Weinstand betreibt: Davon will sie nichts wissen. Sie sei ja <strong>nur Beisitzerin</strong>, sagt sie. </p>



<p>Dass die<strong> Altstadtvereins-Chefin</strong> und der <strong>Vereinsring-Vorsitzende</strong> an diesem Samstag <strong>Hand in Hand</strong> zum Müllsammeln durch die Altstadt ziehen, ist gleichwohl <strong>nicht zu erwarten</strong>. Aber das macht auch nichts:</p>



<p><strong>Genug Müll dürfte für beide zu finden sein.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bürgermeisters Lieblings-Projekt: Absage im Ortsbeirat</h2>



<p><strong>Es geht um Blumen. Um ein schöneres Hofheim. Und irgendwie auch wieder um Politik. Seit Monaten, ach was: seit Jahren taucht das Thema immer wieder in städtischen Gremien auf. Letztens tagte der Ortsbeirat Kernstadt, und da waren Blumen wieder mal ein ganz großes, offenbar sehr wichtiges und deshalb lang diskutiertes Thema. Hören wir rein!</strong></p>



<p>Also sprach <strong>Christian Vogt</strong>: &#8222;<em>Für mich steht fest: Wir lassen die alte Idee des Hofheimer Blumenschmuck-Wettbewerbs wiederaufleben. Die Bürger können mit ihrem Engagement zur Verschönerung der Stadt beitragen.&#8220;</em></p>



<p>Was man so alles sagt, wenn man<strong> Bürgermeister werden will&#8230;</strong></p>



<p>Das Zitat von Vogt stammt aus der Zeit kurz vor der <strong>Bürgermeisterwahl</strong>: Das ist jetzt genau <strong>fünf Jahre</strong> her. Seither verfolgen einige<strong> CDUler </strong>das Thema <strong>Blumenschmuck-Wettbewerb</strong> mit einer Beharrlichkeit, die an <strong>Sturheit</strong> grenzt.</p>



<p>Bisher ist ihnen jedoch <strong>kein</strong> <strong>Erfolg</strong> beschieden. Selbst in der der Partei heißt es, das sei <strong>ein großes Glück</strong>: Wer will heutzutage noch einen <strong>Blumenschmuck-Wettbewerb?</strong> Was soll das bringen?</p>



<p>Als <strong>Galionsfigur</strong> der Blumenfreunde unter Hofheims Christdemokraten zeigt sich immer wieder <strong>Beate Faust</strong>.&nbsp;</p>



<p>Vor zwei Jahren hatte <strong>die bald 75-Jährige</strong>, inspiriert von einem<a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/03/blumenpflege-und-kuenstliche-baeume/"> Bericht im Hofheim/Kriftel-Newsletter</a>, eine sympathisch klingende Forderung erhoben: Die Kreisstadt möge sich bei der Bepflanzung von Blumenkästen bitte <strong>an Kriftel orientieren</strong>. Die kleine Nachbargemeinde schafft es alle Jahre wieder, selbst eine triste Schwarzbach-Brücke in <strong>ein opulentes Farbenmeer zu verwandeln.</strong></p>



<p>Nach monatelangem Hinhalten tat Hofheims <strong>Stadtverwaltung</strong> den Wunsch von Frau Faust mit dem lapidaren Hinweis ab, ein solcher <strong>Aufwand</strong>, wie ihn <strong>Kriftel</strong> für Blumen erbringe,<em> &#8222;wäre für unseren Bauhof in der jetzigen Besetzung nicht leistbar&#8220;.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg" alt="Blumen" class="wp-image-22743" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vorbild Kriftel: Die Gemeinde begeistert jedes Jahr mit fantastischem Blumenschmuck.</figcaption></figure>
</div>


<p>Aber Frau Faust ließ nicht locker: Im <strong>April letzten Jahres </strong>formulierte sie einen Antrag (&#8222;<em>Charme und Attraktivität durch Blumen</em>”), der bei <strong>Bürgermeister</strong> <strong>Vogt</strong> eigentlich <strong>für</strong> <strong>Entzücken</strong> hätte sorgen müssen:</p>



<p><em>&#8222;Wir bitten den Magistrat, einen Blumenwettbewerb für die Altstadt auszuschreiben. Prämiert wird der schönste Blumenschmuck, und es sollen attraktive Preise locken und zur Teilnahme anregen.&#8220;</em></p>



<p>Im <strong>Ortsbeirat</strong> fanden&#8217;s alle gut. Ein bisschen wurde am Text gefeilt, am Ende lautete der <strong>Beschluss</strong>: <em>&#8222;Wir bitten den Magistrat zu prüfen, einen Blumenwettbewerb für die Altstadt für 2024 auszuschreiben. Prämiert wird der insektenfreundlichste Blumenschmuck, und es sollen attraktive Preise locken und zur Teilnahme anregen.&#8220;</em></p>



<p>Der <strong>Antrag</strong> wurde, das ist wichtig zu wissen, <strong>von <span style="text-decoration: underline;">allen</span> Mitgliedern</strong> des Ortsbeirats Kernstadt angenommen. Also <strong>einstimmig!&nbsp;</strong></p>



<p>Im <strong>Oktober</strong>, die Zeit des schönen Wetters neigte sich dem Ende zu, formulierte <strong>Frau</strong> <strong>Faust</strong> ihren (bereits bewilligten) Antrag nochmals etwas um: <em>&#8222;Es geht um grüne Oasen, es geht um unser Stadtklima&#8220;</em>, dichtete sie, &#8222;<em>die Pflege unserer Häuser und Straßen für mehr Lebensqualität, das sollte uns unsere Umwelt wert sein&#8220;</em>. Und deshalb: <em>&#8222;Wir bitten den Magistrat, den Antrag&nbsp;Blumenwettbewerb&nbsp;zu wandeln in einen Antrag, mehr grüne Oasen in der Stadt auszuschreiben.&#8220;</em> Die Hofheimer sollten begrünte Balkone und Vorgärten <strong>fotografieren</strong>, die schönsten müssten <strong>prämiert</strong> und in einer <strong>Ausstellung</strong> <strong>gezeigt</strong> werden: <em>&#8222;Es sollen attraktive Preise locken und zur Teilnahme anregen.&#8220;</em></p>



<p>Draußen war&#8217;s schon kalt und dunkel, als sich der Ortsbeirat damit befasste. Es war im <strong>November 2023</strong>: Man beschloss, <strong>den allerneuesten Faust-Antrag</strong> erst einmal zu vertagen.</p>



<p>Was wiederum, man kann&#8217;s sich denken, Frau Faust <strong>nicht ruhen ließ.</strong></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen2-e1709294186465.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="507" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen2-e1709294186465.jpg" alt="Blumen2 e1709294186465" class="wp-image-39876" style="width:329px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen2-e1709294186465.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen2-e1709294186465-300x238.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Blumenpracht&#8220; in der Kreisstadt Hofheim am Ambet-Brunnen&#8230;</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="508" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen1.jpg" alt="Blumen1" class="wp-image-39875" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen1-300x238.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;und in Blumenkästen am Busbahnhof. Sie haben&#8217;s sicher gut gemeint!</figcaption></figure>
</div>
</div>



<p>So kommen wir jetzt zur <strong>ersten Sitzung des Ortsbeirats</strong> in diesem Jahr, letztens fand sie statt, und auf der Tagesordnung stand – keine Überraschung! – der <strong>Blumenschmuck-Wettbewerb</strong> von der CDU.</p>



<p>Diesmal wurde es allerdings <strong>ein bisschen hitzig</strong>:</p>



<p>Denn war der Magistrat nicht bereits <strong>vor gut einem Jahr</strong> beauftragt worden – einstimmig! –, für 2024 einen <strong>Blumenschmuck-Wettbewerb</strong> vorzubereiten? Was ist<strong> damit</strong>? Was ist daraus geworden?</p>



<p>Es dürfte uns eigentlich nicht mehr wundern, es ist halt die Hofheimer Stadtverwaltung: Der Beschluss des Ortsbeirats war, mal wieder, <strong>nicht umgesetzt</strong> worden!</p>



<p>Da kann man schon <strong>stinkig</strong> werden! Eine derart<strong> unverfrorene Missachtung parlamentarischen Engagements</strong> durch eine verbeamtete Stadtspitze ist wirklich <strong>unsäglich</strong>!</p>



<p>Dann entglitt die Diskussion: <strong>Bodo Tadewald</strong>, mit seinen <strong>bald</strong> <strong>87 Jahren</strong> den Schönheiten des Alltags <strong>weit</strong> <strong>entrückt</strong>, hielt plötzlich <strong>gar nichts mehr</strong> von einem Blumenschmuck-Wettbewerb (dem er vor einem Jahr <strong>zugestimmt</strong> hatte). Ein solcher Wettbewerb bedeute <strong>eine immense Arbeit</strong> für die Verwaltung, befand der FWG-Mann, bringe aber der Stadt<strong> keine erkennbare Verbesserung.</strong></p>



<p><strong>Zustimmendes Nicken</strong> im Rund: Kann man so sehen – auch wenn man vor einem Jahr einstimmig <strong>eine komplett andere Meinung</strong> vertreten hatte&#8230;</p>



<p><strong>Tanja Lindenthal </strong>(Bürger für Hofheim), erkennbar <strong>genervt</strong> von immer neuen Blumenschmuck-Wettbewerb-Diskussionen, suchte einen <strong>Ausweg</strong>: Der Wettbewerb sei längst beschlossen. Wenn man jetzt der <strong>Meinung</strong> sei, dass der Verwaltung die Arbeit <strong>nicht zuzumuten</strong> sei: Müsse dann der Beschluss nicht <strong>aufgehoben</strong> werden? <strong>Alternativ</strong> könne man natürlich auch der Verwaltung beistehen: Vielleicht wollten <strong>Ortsbeiratsmitglieder</strong> einen solchen Wettbewerb selbst durchführen?</p>



<p>Im <strong>Tohuwabohu der Wortbeiträge</strong>&nbsp;zeichnete sich ab, dass der Wettbewerb, wiewohl beschlossen, eigentlich <strong>nicht mehr gewünscht</strong> wird. Oder doch? Vielleicht würde es ausreichen, hieß es auch, wenn die Stadt an die Bürger appelliert, für <strong>mehr</strong> <strong>Grün</strong> zu sorgen, für <strong>mehr</strong> <strong>Blumen</strong>, für ein <strong>schöneres Hofheim&#8230;&nbsp;</strong></p>



<p>So oder so ähnlich müsste der <strong>Beschluss</strong> gelautet haben, der aber dann doch <strong>nicht gefasst </strong>wurde. Macht nichts: In ein paar Wochen tagt der Ortsbeirat wieder, und vielleicht kann Frau Faust dann <strong>noch einmal&#8230;</strong></p>



<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>dürfte geweint haben, als er davon erfuhr. War es doch sein <strong>Herzensanliegen</strong>, sein großes <strong>Versprechen</strong> vor der Bürgermeisterwahl: das <strong>Wiederaufleben</strong> der angeblich alten <strong>Idee eines Blumenschmuck-Wettbewerbs</strong> in der Kreisstadt Hofheim.</p>



<p>Wie steht er denn da, wenn er <a href="https://hk-newsletter.de/2023/10/26/fahrradfahrer-und-buergermeister/">auch dieses Versprechen</a> nicht umgesetzt bekommt?</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Erste E-Bike-Ladestation steht – noch ohne Strom</h2>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Ladestation.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Ladestation.jpg" alt="Ladestation" class="wp-image-39877" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Ladestation.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Ladestation-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hofheim kann nur klotzen: Die neue E-Bike-Ladestation am Rathaus. Nicht sonderlich hübsch, aber hoffentlich zweckmäßig.</figcaption></figure>
</div>


<p>Weil wiederholt nachgefragt wurde: Ja, zu den<strong> E-Bike-Ladestationen</strong> haben wir inzwischen eine Antwort auf unsere Fragen von der <strong>Hofheimer Stadtverwaltung</strong> bekommen!</p>



<p>Wir hatten vor zwei Wochen von einem weiteren <strong>Bürgermeister-Versprechen</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/02/17/chalet-und-100000-euro-frage/#Das_lange_Warten_auf_die_E-Bike-Ladestationen">berichtet</a>: 2022 hatte <strong>Christian Vogt</strong> verkündet: <em>„Wir sind gerade dabei, zwei neue E-Bike-Ladestationen einzurichten, höchstwahrscheinlich am Untertor und am Rathaus.“</em></p>



<p><strong>Wo bleiben die denn? </strong>hatten wir wiederholt in der Stadtverwaltung angefragt und eine Behörde erleben müssen, die einfach wegduckte: Kein Wort mehr zu den versprochenen E-Bike-Ladestationen!</p>



<p>Freundliche Leser schickten daraufhin den Hinweis, dass doch am Rathaus bereits <strong>eine</strong> <strong>Ladestation</strong> stünde&#8230;</p>



<p>Nach<strong> Wochen behördeninterner Recherche</strong> gelang es daraufhin auch <strong>Rathaussprecher Jonathan Vorrath</strong>, unsere Fragen zu beantwort. Hier der Wortlaut seines Schreibens:</p>



<p><em>„Die Ladestation am Fahrradständer am Chinonplatz steht, ist jedoch noch nicht in Betrieb. Hier verzögert sich die Abstimmung eines Termins mit einem Dienstleister zum Anschluss der Station, der geringfügige Tiefbauarbeiten nötig macht.</em></p>



<p><em>Bei der Ladestation für den Standort am Platz Am Untertor gibt es weiterhin Lieferschwierigkeiten des Dienstleisters. Dieser hat nun eine Lieferung im Laufe des ersten Halbjahrs 2024 in Aussicht gestellt.“</em></p>



<p><strong>Gut, dass wir drüber gesprochen haben!</strong></p>



<div style="height:21px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Geschenkt I: Drei Stunden E-Auto fahren</h2>



<p>Sie <strong>meinen&#8217;s nur gut</strong> und haben&#8217;s doch <strong>echt schwer</strong> in Hofheim: die <strong>Betreiber von &#8222;nahCar&#8220;,</strong> einem Carsharing-Angebot der <strong>Bürger-Energiegenossenschaft Solarinvest Main-Taunus</strong>:</p>



<p>Sie haben in der Kreisstadt eine <strong>Ladestation</strong> eingerichtet (Am Klingenborn 2 auf dem Kapellenberg), ein <strong>E-Auto</strong> angeschafft (Renault Zoe), ein <strong>Konzept</strong> entwickelt (<a href="https://nahcar-main-taunus.de/konzepte/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>) – das Problem: Es gibt <strong>zu wenig Interessenten</strong>. <em>&#8222;Eigentlich lohnt sich der ganze Aufwand in Hofheim nicht&#8220;</em>, sagt <strong>Stefan Ruppert</strong>, der das<strong> nahCar-Angebot </strong>managt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="426" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220304-Nahcar.jpg" alt="E-Carsharing" class="wp-image-18899" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220304-Nahcar.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220304-Nahcar-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein nahCar auf dem Untertorplatz. Das Auto kann in diesem Monat kostenlos getestet werden.</figcaption></figure>
</div>


<p>Jetzt soll eine kleine <strong>Werbeaktion</strong> für mehr Bekanntheit sorgen. Das Angebot: Wer Mitglied im <a href="https://www.adfc.de/" target="_blank" rel="noopener">Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club</a> (ADFC) ist, kann <strong>bis Ende März</strong> das E-Auto von nahCar <strong>kostenlos</strong> nutzen. Registrierungs- und Grundgebühr <strong>entfallen</strong>, drei Stunden und bis zu 50 Kilometer sind <strong>gratis</strong>. Mehr Infos <a href="https://nahcar-main-taunus.de/test-monat-fur-adfc-main-taunus-mitglieder/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>



<p>Zum Thema passt: Ein paar unermüdliche <strong>Kämpfer für eine bessere Welt</strong> haben sich unter dem Label <a href="https://wandel-im-mtk.de/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Wandel im MTK&#8220;</a> in Hofheim zusammengefunden. Mit befreundeten Gruppen in der Stadt laden sie nun zu einem <strong>Vortragsabend</strong> ein: <strong>&#8222;E-Mobilität &#8211; die Lösung?&#8220;</strong> – dazu spricht <strong>Rainer Kling</strong>&nbsp;, der sich u.a. als Vorsitzender des Vereins <a href="https://www.solarmobil-rhein-main.de/" target="_blank" rel="noopener">SolarMobil Rhein-Main</a> intensiv mit E-Mobilität befasst. Termin für alle, die offen sind<strong> für neue Gedanke</strong>n: 11. März,&nbsp;19 Uhr,&nbsp;Gemeindezentrum St. Vitus in Kriftel. Mehr <a href="https://wandel-im-mtk.de/2024/02/vortrag-e-mobilitaet-die-loesung/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Geschenkt II: 50 Euro jeden Monat aus der Stadtkasse</h2>



<p>Soeben reingekommen: Es gibt sie noch, <strong>die Versprechen unseres Bürgermeisters</strong>, die auch <strong>eingehalten</strong> werden. Sie erinnern sich vielleicht, <strong>exklusiv</strong> im Hofheim/Kriftel-Newsletter war&#8217;s zu lesen, lang ist&#8217;s her: Am <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/15/hofheims-buergermeister-in-not/">15. Dezember 2022</a> berichteten wir über <strong>eine</strong> <strong>Werbekampagne</strong> von Bürgermeister Christian Vogt. <strong>Self Promotion </strong>auf Steuerzahlers Kosten – mit einer Idee, die man durchaus gut finden kann: Er versprach <strong>jungen Eltern</strong> einen <strong>Windelzuschuss</strong>. </p>



<p>Dass er selbst gerade <strong>Vater von Zwillingen</strong> geworden war: Naja, wir müssen ja<strong> nicht alles</strong> kritisch hinterfragen&#8230;</p>



<p>An diesem Freitag verschickte die Stadt eine <strong>Pressemitteilung</strong>, die wir weitgehend ungekürzt wiedergeben. Fällt Ihnen darin etwas auf? <strong>Auflösung</strong> unten.</p>



<p>Das ist der Rathaus-Text:</p>



<p>&#8222;<em>Einwegwindeln belasten die Umwelt, da deren Herstellung nicht ressourcenschonend und die Entsorgung zudem teuer ist.&nbsp;Bis ein Kind keine Windeln mehr benötigt, werden zwischen 4000 und 5000 Stück verbraucht.</em></p>



<p><em>Um Hofheimer Familien bei der sinnvollen Anschaffung von Mehrwegwindeln finanziell zu entlasten, können Privathaushalte mit Babys und Kleinkindern unter drei Jahren nun eine Zuwendung in Höhe von 50 Euro pro Kind beantragen. Ein entsprechendes Formular hält das Team Abfallwirtschaft im Rathaus für die Antragsteller bereit und kann zudem auch auf der städtischen Homepage <a href="http://www.hofheim.de" target="_blank" rel="noopener">www.hofheim.de</a> heruntergeladen werden. </em>&#8222;</p>



<p>Und? Ist Ihnen <strong>etwas aufgefallen</strong>? Genau: Normalwerweise werden Rathausmitteilungen über solch <strong>spendable Gesten unserer Stadtspitze</strong> mit einem Satz garniert, den der <strong>Bürgermeister</strong> oder ein Beigeordneter dazu sagte bzw. gesagt haben soll.</p>



<p><strong>Ein solches Zitat fehlt diesmal! </strong>Erleben wir damit etwa den Beginn einer <strong>neuen Ehrlichkeit und Bescheidenheit im Rathaus</strong>?</p>



<p>Wirkt auf jeden Fall gleich <strong>wesentlich</strong> <strong>sympathischer!</strong></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Vereinsring &#038; Weinstand: Welche Geschäfte laufen im &#8222;Chalet&#8220; wirklich ab?</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/11/vereinsring-und-chalet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Hofmann Renate]]></category>
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		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit seinem Versuch, eine Lokalpolitikerin mundtot zu machen, hat sich Wulf Baltruschat als Vorsitzender des Vereinsrings selbst ein Problem geschaffen. Denn jetzt werden viele Fragen gestellt, die ihm nicht gefallen dürften: Kommt der umstrittene Weinstand "Chalet" wirklich nur Vereinen zugute – oder werden dort auch private Geschäfte getätigt? Und was passiert mit dem vielen Geld, das dort eingenommen wird? Spurensuche in einem Verein, dessen Vorstand sich plötzlich abschottet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong><strong>Es war das große Gesprächsthema am Wochenende beim Weihnachtsmarkt: Das Vorgehen eines CDU-Stadtrats gegen eine BfH-Stadtverordnete, die sich kritisch zu &#8222;seinem&#8220; Weinstand geäußert hatte. Inzwischen zeichnet sich ab: Wulf Baltruschat hat sich mit seinem brachialen Verhalten selbst ein Problem geschaffen. Denn jetzt werden Fragen laut, die ihm als Vorsitzenden des Vereinsrings nicht gefallen dürften: Kommt das &#8222;Chalet&#8220; wirklich nur Vereinen zugute – oder werden dort auch private Geschäfte getätigt, die indirekt aus der Stadtkasse gesponsert werden? Und was passiert mit dem vielen Geld, das eingenommen wird? Schätzungen zufolge soll der bisherige Umsatz im &#8222;Chalet&#8220; etliche zehntausend, vielleicht sogar weit über hunderttausend Euro betragen. Spurensuche.</strong></strong></p>
</p>
<p><strong>Kurzer Rückblick: </strong>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte letzte Woche <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">berichtet</a>, dass <strong>CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat</strong> die <strong>Stadtverordnete Tanja Lindenthal </strong>massiv unter Druck zu setzen versucht. Die Frau – sie gehört der <strong>Wählergemeinschaft &#8222;Bürger für Hofheim&#8220; (BfH)</strong> an – hatte sich als <strong>Mandatsträgerin</strong> im Ortsbeirat Kernstadt <strong>kritisch</strong> <strong>zum &#8222;Chalet&#8220;-Standort </strong>geäußert: Die etwas <strong>heruntergekommene Holzbude</strong> in der kleinen Parkanlage des Untertorplatzes störe den <strong>Blick</strong> <strong>auf die historische Häuserfassade mit dem &#8222;Türmchen&#8220;</strong>. Es gebe, sagte sie, sicher <strong>geeignetere Plätze</strong>&#8230;</p>
</p>
<p>Lindenthal war nicht die einzige, die solche Überlegungen äußerte. Auch <strong>Peter Ottlik </strong>von der <strong>SPD</strong> und <strong>Martin Haindl</strong> von den <strong>Grünen</strong> plädierten im Ortsbeirat <strong>für einen anderen &#8222;Chalet&#8220;-Standort.</strong> Baltruschat aber nahm nur Lindenthal ins Visier:</p>
</p>
<p>Als <strong>Vorsitzender des Vereinsrings</strong> teilte er dem <a href="https://www.bund-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland</a> (BUND) schriftlich mit, dass man die Hofheimer Ortsgruppe aus dem Vereinsring <strong>ausschließen</strong> werde, wenn sich Tanja Lindenthal – sie sitzt im örtlichen BUND-Vorstand – noch einmal<strong> kritisch zum &#8222;Chalet&#8220; </strong>äußern sollte.</p>
</p>
<p>Der <strong>BUND</strong> informierte Lindenthal und die <strong>BfH-Fraktion</strong>, und die rief <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) </strong>an. Der wiederum muss seinen <strong>Parteifreund</strong> <strong>Baltruschat</strong> informiert haben, denn der schickte umgehend<strong> eine neue E-Mail an den BUND</strong>, in der er behauptete: Mit der Weitergabe seines ersten Schreibens sei <strong>gegen</strong> <strong>das</strong> <strong>Datenschutzgesetz</strong> verstoßen worden.</p>
</p>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Stadtparlament tagt am Dienstag und Mittwoch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">An diesem Dienstag und Mittwoch tagt das Stadtparlament zum letzten Mal in diesem Jahr. Die Tagesordnung ist lang, sie beginnt mit der Verpflichtung des neuen Ersten Stadtrats Daniel Philipp (Grüne), der im neuen Jahr antritt. Ansonsten geht&#8217;s viel um Bau- und Finanzthemen.</p>
<p>Mit einer gewissen Spannung wird erwartet, ob CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat kommt. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte kürzlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">aufgedeckt</a>: 23 Mal tagte das Stadtparlament in dieser Legislaturperiode – 18 Mal fehlte Baltruschat. Dabei ist eine Teilnahme für Stadträte Pflicht&#8230;</p>
<p>Interessant wird auch zu beobachten sein, wie Tanja Lindenthal (BfH) sich verhält: Im Verlauf einer hitzigen Ausschuss-Debatte hatte sie versehentlich gesagt, sie bekomme Drohmails von der CDU-Fraktion (sie meinte: von CDU-Stadtrat Baltruschat). Wegen des kleinen Versprechers machte der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Härder einen <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Riesen-Aufstand</a>: Er drohte Lindenthal mit Klage (Rufschädigung! Üble Nachrede!) und verlangte, dass sie sich entschuldige. Das tat sie umgehend, aber das reichte den CDU-Mannen nicht: Sie verlangen eine öffentliche Erklärung von ihr. An diesem Dienstag, im Stadtparlament.</p>
<p>Die Sitzungen beginnen jeweils um 18 Uhr in der Stadthalle. Wer Interesse hat, kann gerne kommen: Zuhören und zugucken ist erlaubt. Mitreden nicht.</div></div>
</p>
</p>
<p><strong>Juristen</strong>, um Einschätzung gebeten, sagen unisono, ein solcher Vorwurf <strong>entbehre jeder Grundlage</strong>. Die unterschwellige Klageandrohung, sagte einer, sei wohl eher als ein <strong>Versuch der</strong> <strong>Einschüchterung</strong> zu werten.</p>
</p>
<p>Auch im <strong>BUND</strong> deutet man die Mails des CDU-Stadtrats als <strong>Drohung</strong> und Versuch, eine Stadtverordnete <strong>zum Schweigen zu bringen.</strong></p>
</p>
<p><strong>Baltruschat</strong>, vom Hofheim/Kriftel-Newsletter <strong>um Beantwortung einiger Fragen gebeten</strong>, wollte <strong>nichts sagen</strong>: Das gehe nur den <strong>Vorstand</strong> etwas an. Mit der Lokalzeitung aber, die sich <strong>Tage später</strong> angesichts der breiten öffentlichen Erregung <strong>gezwungen</strong> sah, das Thema <strong>aufzugreifen</strong>, redete er dann doch noch, wenigstens kurz:</p>
</p>
<p>Der Ausschluss des BUND aus dem Vereinsring sei <strong>keine Drohung</strong> gewesen, sondern <strong>eine Ankündigung</strong>, soll er gesagt haben.</p>
</p>
<p>Und auch diese Information ließ er via Zeitung verbreiten: <strong>Alle</strong> <strong>Vorstandsmitglieder</strong> hätten seiner Vorgehensweise <strong>zugestimmt</strong>.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Altstadtverein bekam (noch) keinen Drohbrief</h2>
</p>
<p><strong>Da wird&#8217;s interessant! </strong>Denn dem Vereinsring-Vorstand gehört <strong>als Beisitzerin</strong> auch <strong>Renate Hofmann</strong> an. Sie ist die <strong>Vorsitzende </strong>des Vereins <a href="https://www.historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Bürgervereinigung Altstadt Hofheim&#8220;</a>.</p>
</p>
<p>Bekannt ist auch: Mindestens ein <strong>Vorstandsmitglied</strong> des Altstadt-Vereins hat sich bereits öffentlich kritisch über den &#8222;Chalet&#8220;-Standort geäußert. In einem Leserbrief an die Lokalzeitung schrieb <strong>Anne Pollok-Müller</strong>: <em>&#8222;Wir appellieren somit an die Verwaltung, den Vereinsring als Betreiber des Häuschens dazu zu veranlassen, den Weinstand aus Gründen des Gemeinsinns und der Vernunft auf den Tiverton-Platz umzuziehen – das wäre eine Win-win-Situation!&#8220;</em></p>
</p>
<p>Der Leserbrief erschien am<strong> 15. November</strong>. Dass Baltruschat daraufhin <strong>Drohmails</strong> an den Altstadtverein geschickt hätte, ist <strong>nicht bekannt</strong>.</p>
</p>
<p>Das wiederum schürt <strong>Mutmaßungen unter Stadtverordneten</strong>, weshalb der Mann so <strong>massiv</strong> gegen <strong>Lindenthal</strong> und den <strong>BUND</strong> vorgeht:</p>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="434" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg" alt="Chalet 20231211" class="wp-image-37273" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211-300x203.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein kleiner Park vor historischen Fachwerkhäusern – und mittendrin eine Bretterbude: Hier schenkt der Vereinsring regelmäßig Wein aus.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Baltruschat, der vor wenigen Jahren <strong>von der SPD zur CDU</strong> übergewechselt war, wolle vor allem <strong>den BUND</strong> <strong>abstrafen</strong>. Denn der habe mit einer Klage vor Gericht das <strong>Luxus-Baugebiet &#8222;Vorderheide II&#8220;</strong> auf dem Kapellenberg verhindert, wo einige von Baltruschats neuen <strong>Parteifreunden</strong> so gerne gebaut hätten.</p>
</p>
<p>Und jetzt fängt Lindenthal auch noch an, das geplante <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220;</strong> kritisch zu hinterfragen (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/05/milllionen-coup-eines-cdu-politikers/">hier</a>). Das war <strong>von einem führenden CDU-Stadtverordneten</strong> jahrelang geplant worden, alles ganz stiekum. Eigentlich sollte die <strong>Aufstellung eines Bebauungsplanes</strong> noch vor dem Jahresende ganz schnell durchs Stadtparlament <strong>gepeitscht</strong> werden.</p>
</p>
<p>Das wurde im Bau- und Planungsausschuss jetzt erst einmal <strong>gestoppt</strong>.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Nur Vereinsförderung? Oder auch Geschäftsmodell?</h2>
</p>
<p>Die <strong>Gemengelage von Lokalpolitik, Vereinsmeierei und persönlicher Übergriffigkeit </strong>wird inzwischen um einen <strong>Fragenkomplex</strong> erweitert, der die Zukunft des &#8222;Chalet&#8220; mehr <strong>gefährden</strong> könnte als<strong> zugestellte Sichtachsen</strong> auf eine historische Häuserzeile:</p>
</p>
<p><strong>Das ist jetzt die zentrale Frage: </strong>Dient der Vereinsring-Weinstand wirklich<strong> ausschließlich Hofheimer Vereinen</strong> als Geldquelle – oder werden hier auch regelmäßig<strong> private Geschäfte getätigt</strong>?&nbsp;</p>
</p>
<p><strong>Das sind die Fakten:</strong></p>
</p>
<p>Wer das &#8222;Chalet&#8220; <strong>anmieten</strong> will, muss über das Internet <strong>einen Antrag an den Vereinsring</strong> schicken. Zuständig fürs &#8222;Chalet&#8220;: <strong>Wulf Baltruschat</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<p><strong>Schon etwas merkwürdig: </strong>Der gesamte Buchungsvorgang wird <strong>unter dem Logo der Musikschule </strong>abgewickelt. Vor dem Einloggen heißt es auch: <em>&#8222;Ihre Anmeldung muss von Musikschule Hofheim bestätigt werden&#8220;</em>.</p>
</p>
<p>Wir hätten vom <strong>Geschäftsführer der städtischen Musikschule</strong> gerne mehr über das offensichtlich enge Zusammenspiel von <strong>Musikschule und Weinausschank </strong>erfahren.<strong> Profitiert</strong> er vielleicht davon,&nbsp;kriegt die Musikschule <strong>Geld aus den Weinverkäufen</strong>?</p>
</p>
<p>Doch <strong>Sven Müller-Laupert </strong>reagiert nicht: Er ist <strong>Kassierer</strong> im Vereinsring. Wir hätten auch schon gerne von ihm gewusst, warum er sich an der <strong>Abstrafungsaktion gegen den BUND</strong> beteiligt.</p>
</p>
<p>Aber der Mann antwortet auch nicht auf <strong>nochmalige Aufforderung</strong>. Vielleicht muss er ja schweigen&#8230;</p>
</p>
<p>Auch ohne Auskünfte von Müller-Laupert <strong>erfahren wir</strong>:</p>
</p>
<p><strong>Vereinsmitglieder</strong> müssen bei der &#8222;Chalet&#8220;-Buchung als Gebühr <strong>40 Euro pro Tag</strong> zahlen, macht zusammen <strong>mindestens 80 Euro,</strong> weil der Weinstand nur <strong>für zwei Tage</strong> gebucht werden kann. Nicht-Mitglieder müssen laut Satzung <strong>60 Euro pro Tag</strong> zahlen.</p>
</p>
<p><strong>Längst nicht für jedes Wochenende</strong> findet sich ein Verein. Dann wird aus der <strong>Vereinsförderung</strong> ein <strong>Geschäftsmodell</strong>: Eine <strong>Gelegenheits-Gastronomin</strong> aus Rüsselsheim übernimmt den Ausschank. Sie betreibt laut Medienberichten auch den <strong>Weinausschank in Flörsbach-Weilbach</strong>.</p>
</p>
<p>Dass sich in <strong>der kleinen Nachbarstadt Flörsheim</strong> das <strong>Weingut Flick</strong> befindet, ist sicher <strong>nur ein Zufall</strong>. Der Winzer hat mit zwei Kollegen aus Flörsheim-Wicker und Hochheim <strong>das exklusive Recht,</strong> den Hofheimer Weinstand zu beliefern.* <strong>Kein Verein</strong> <strong>darf eigene Weine</strong> im Chalet <strong>ausschenken</strong>, selbst wenn&#8217;s <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Vereinskasse</strong> besser wäre. Angeblich nicht einmal <strong>caritativen Organisationen</strong> wird das erlaubt.</p>
</p>
<p><strong>Baltruschat passt auf!</strong></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg" alt="Chalet 2 202312" class="wp-image-37112" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg 480w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Seit Monaten immer wieder als Stolperfalle kritisiert: Die Zuleitungen für den Weinstand überm Gehweg. Jetzt will die Stadtverwaltung investieren.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Die</strong> <strong>Gastronomen</strong> rund um den Untertorplatz sehen den Weinstand längst <strong>mit gemischten Gefühlen</strong>: Natürlich sind sie bereit,<strong> Vereine zu unterstützen</strong>! Sie haben, beteuern sie, überhaupt nichts gegen einen <strong>gelegentlichen Weinausschank für einen guten Zweck</strong>!</p>
</p>
<p>Aber haben sie&#8217;s nicht schon schwer genug? Erst <strong>Corona</strong>! Demnächst <strong>Mehrwertsteuer-Erhöhung</strong>! Dass die Stadt in dieser Situation <strong>dauerhaft einen Ausschank</strong> direkt vor ihren Lokalen zulässt: Das verstehen <strong>die</strong> <strong>Wirte</strong> <strong>nicht</strong>. Offen gegen das &#8222;Chalet&#8220; zu <strong>protestieren</strong> wagen sie aber nicht: <strong>Die Furcht ist zu groß</strong>, dass der bisweilen <strong>mit unangenehmer Hemdsärmeligkeit</strong> auftretende Baltruschat auch gegen sie <strong>wüten</strong> könnte.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Winzer-Deal: Gibt&#8217;s Profiteure außerhalb des Vereinsrings?</h2>
</p>
<p><strong>Die Stadtspitze duckt sich weg. </strong>Von <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> ist kein klärendes Wort zu vernehmen. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter schickte deshalb <strong>Fragen zum &#8222;Chalet&#8220; </strong>ans Rathaus, um <strong>Licht</strong> <strong>in die verworrene Situation </strong>zu bringen.</p>
</p>
<p>Wir wollten zum Beispiel wissen: Während und auch nach der Corona-Pandemie <strong>lobte sich der Magistrat </strong>für seine Unterstützung der Gastronomen. <strong>Die klagen heute, </strong>dass <strong>ein permanenter Wochenend-Weinausschank</strong> direkt vor ihren Lokalen alle Bemühungen <strong>konterkariere</strong>. Wie bewertet der Magistrat das?</p>
</p>
<p>Wir wollten auch wissen: Was sagt der Magistrat <strong>zur geschäftlichen Nutzung des Weinstandes</strong>? In diesem Zusammenhang wäre interessant zu wissen: Wer kommt eigentlich für den <strong>Wasser- und Strom-Verbrauch im &#8222;Chalet&#8220; </strong>auf? Etwa die Stadt? Zahlt sie auch dann, wenn das &#8222;Chalet&#8220; <strong>geschäftlich genutzt</strong> wird?</p>
</p>
<p>Wir wollten wissen: <strong>Schläuche und Leitungen,</strong> die zum Weinstand führen, liegen auf Gehwegen und werden seit Monaten als gefährliche <strong>Stolperfallen</strong> moniert. Kürzlich teilte der <strong>Magistrat</strong> mit, dass die Leitungen <strong>unter die Erde</strong> verlegt würden. <strong>Erste Kostenberechnungen</strong> gehen von einem<strong> fünfstelligen Betrag </strong>aus: Kommt <strong>die Stadt</strong> etwa dafür auf? Sponsert sie damit nicht indirekt auch die <strong>geschäftlichen &#8222;Chalet&#8220;-Aktivitäten</strong>?</p>
</p>
<p>Wir wollten auch wissen: Wenn der Magistrat das &#8222;Chalet&#8220; als <strong>Beitrag zur Vereinsförderung </strong>erlaubt – warum lässt er zu, dass nur <strong>Weine ausgesuchter Winzer</strong> ausgeschenkt werden dürfen? Ist eine solche<strong> Exklusiv-Belieferung</strong> wirklich im Sinne einer <strong>Vereinsförderung</strong> – oder gibt&#8217;s<strong> Profiteure des Deals mit dem Winzer</strong>?</p>
</p>
<p>Unsere Fragen liegen <strong>im Rathaus</strong> vor. Seit <strong>zwei Wochen</strong> schon. Man tut sich wohl sehr schwer mit <strong>Antworten</strong>: Bis heute gibt es keine.&nbsp;</p>
</p>
<p>Auch <strong>Wulf Baltruschat</strong>, dem wir Fragen geschickt hatten, <strong>meldete sich nicht mehr.</strong> Transparenz und Offenheit, mehr denn je notwendig in einer<strong> Interessenvertretung aller Hofheimer Vereine</strong>, scheinen <strong>nicht</strong> <strong>zu seinen Stärken zu zählen</strong>. Nicht einmal eine ganz simple Frage beantwortete er:</p>
</p>
<p><strong>Warum eigentlich wurde der Vereinsring – anders als bei öffentlichen Vereinen üblich – <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> in das behördliche Vereinsregister eingetragen?</strong></p>
</p>
<p>Der Volksmund hätte eine Antwort parat: <strong>Im Dunkeln ist gut munkeln.</strong></p>
</p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<p style="font-size:16px">* In einer ersten Fassung hieß es, dass nur ein Winzer das Chalet beliefere. Ein Leser weist darauf hin, dass Weine von drei Winzern ausgeschenkt werden dürfen: vom Weingut Joachim Flick und Weingut Hans Jörg Venino (beide Flörsheim-Wicker) sowie Weingut Peter Flick (Hochheim).</p>
</p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>11</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klartext ist angesagt: Altstadt-Freunde lehnen Riesenschirme ab!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/04/altstadt-verein-gegen-schirme/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2023 21:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hofmann Renate]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Berichte im Hofheim/Kriftel-Newsletter über den Plan der Stadtspitze, zwei Riesenschirme auf dem Untertorplatz aufzustellen, hat viele Menschen in Hofheim aufgeschreckt. Bewohner und Bewunderer der Altstadt reagierten mit deutlicher Ablehnung. Der Verein "Bürgervereingung Hofheimer Altstadt" hat jetzt eine Stellungnahme veröffentlicht, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size:19px"><strong>Die Berichte im Hofheim/Kriftel-Newsletter über den Plan der Stadtspitze, zwei Riesenschirme auf dem Untertorplatz aufzustellen, hat viele Menschen in Hofheim aufgeschreckt. Bewohner und Bewunderer der Altstadt reagierten entsetzt und mit deutlicher Ablehnung. Der Verein &#8222;Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt&#8220; brauchte ein paar Tage – jetzt hat der Vorstand eine Stellungnahme veröffentlicht, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.</strong></p>
<p>Zweimal hat der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtet: Mitte November veröffentlichten wir <strong>erste Details</strong> zu den geplanten Riesenschirmen: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/14/10-meter-sonnenschirm-vorm-tuermchen/">&#8222;Sie planen es wirklich: Stadt will 10 Meter hohen Schirm vors Türmchen stellen&#8220;</a>.</p>
<p>Eine Woche später konnten wir die ersten – <strong>noch streng geheimen</strong> – <strong>Computer-Darstellungen</strong> zeigen: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/23/erste-bilder-von-riesenschirmen/">&#8222;Untertorplatz: Die ersten Bilder von den Riesenschirmen sind da!&#8220;</a>. Der Bericht wurde inzwischen mehr als <strong>2.000 Mal </strong>aufgerufen.</p>
<p><strong>Seither diskutiert Hofheim.</strong> Besser: Die Menschen <strong>regen sich auf</strong>. Fast alle sehen in den<strong> monströsen Trichterschirmen</strong> eine <strong>Verschandelung ihrer Altstadt</strong>.</p>
<p><strong>Zustimmung ist so gut nicht zu finden.</strong></p>
<h2 class="wp-block-heading">Altstadt-Verein für mehr grünes Stadt-Mobilar</h2>
<p><strong>Diese Stimmungslage</strong> findet sich jetzt auch<strong> in einem offenen Brief</strong> wieder, den die <a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt</a> an die <strong>Stadtführung</strong> <strong>im Rathaus</strong> sowie auch an die <strong>Fraktionsvorsitzenden im Stadtparlament</strong> geschickt hat. Der Vorstand nimmt kein Blatt vor den Mund und redet Klartext. Der wichtigste Satz in dem Schreiben lautet: <em>&#8222;Der Vorstand der Bürgervereinigung steht den geplanten Schirmen am Untertor (&#8230;) ablehnend gegenüber.&#8220;</em></p>
<p><strong>Die kritische Sichtweise</strong> begründet der <strong>Vorstand des Altstadt-Vereins</strong> ausführlich. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut:</p>
<p>&#8222;Im Rahmen des Förderungsprogramms der Landesregierung ,Zukunft Innenstadt&#8216; aus 2021 und 2022 wurden Vorschläge der Stadt Hofheim zweimal berücksichtigt. Neben Spielgeräten soll auch ein ,Dach für die City – Einkaufen, Verweilen, Genießen bei Wind und Wetter&#8216; realisiert werden.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="612" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312.jpg" alt="Schirm gross 202312" class="wp-image-36957" style="width:646px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312-300x230.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312-768x588.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So sieht&#8217;s am Computer aus: Ein zehn Meter hoher Trichterschirm soll vor der historischen Häuserzeile stehen. Er würde die meiste Zeit über geparkte Autos beschatten.</figcaption></figure>
</div>
<p>Dazu gab es bereits einen Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung im Juli dieses Jahres, woraufhin ein Planungsauftrag erteilt wurde. Auf Nachfrage der Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt wusste aber niemand etwas Genaues. Man hörte etwas über ,sehr große Schirme am Untertor&#8216;. Sowohl vonseiten der Stadtverwaltung als auch vom Ortsbeirat und von Stadtverordneten war zu hören: ,Nun wartet doch erst einmal die Planungsergebnisse ab.&#8216;</p>
<p>Nun ist die Planung über einen Nachrichtenblogger öffentlich geworden, im Finanz- und im Bauausschuss wird am 5. und am 6. Dezember darüber beraten. Anschließend soll in der Stadtverordnetenversammlung darüber diskutiert und abgestimmt werden.</p>
<p>Der Vorstand der Bürgervereinigung steht den geplanten Schirmen am Untertor, der eine hinter der Bushaltestelle, der andere auf dem westlichen Teil des Parkplatzes, ablehnend gegenüber, und zwar aus folgenden Gründen:</p>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-Zeichnung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="620" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-Zeichnung.jpg" alt="Schirm klein Zeichnung" class="wp-image-36955" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-Zeichnung.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-Zeichnung-300x233.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-Zeichnung-768x595.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: Diese Computer-Darstellungen lieferte das Ingenieurbüro Alfred Rein.</figcaption></figure>
</div>
</div>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-202312-e1701727442241.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="620" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-202312-e1701727442241.jpg" alt="Schirm klein 202312 e1701727442241" class="wp-image-36954" style="width:328px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-202312-e1701727442241.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-202312-e1701727442241-300x233.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-klein-202312-e1701727442241-768x595.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hier der kleinere Schirm vorne auf dem Untertorplatz. Um den Schirmständer ist eine Bank vorgesehen.</figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
<p><strong>1.</strong> In der Planung sind zwei Trichterschirme nahezu zehn Meter hoch und haben einen Durchmesser von zehn bzw. zwölf Metern. Somit würde der Blick auf die denkmalgeschützte Türmchenzeile, ein Wahrzeichen unserer Stadt, empfindlich gestört.</p>
<p><strong>2. </strong>Es wird außerdem bezweifelt, dass unter den sehr hohen Schirmen sowohl bei Sonne als auch bei Regen eine angenehme Aufenthaltsqualität geschaffen werden kann, da sowohl Sonne als auch Regen nicht immer direkt senkrecht von oben kommen. Gerade Regen wird durch Wind schräg herunterkommen. In den meisten Fällen würde es dann ungemütlich unter dem Schirm.</p>
<p><strong>3. </strong>Ein weiterer Kritikpunkt des Vorstands der Bürgervereinigung ist, dass außer an zwei halben Tagen pro Woche, an denen Markt stattfindet, auf dem Parkplatz Autos beschattet würden. Dafür sollte das Fördergeld nicht eingesetzt werden.</p>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Aktuell: Riesenschirme in zwei Ausschüssen</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">Die geplanten Riesenschirme beschäftigen jetzt auch Hofheims Stadtverordnete: An diesem <strong>Dienstag, 5. Dezember,</strong> tagt der Bau- und Planungsausschuss: Das Thema &#8222;Ein Dach für die City&#8220; wurde kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt. Am morgigen <strong>Mittwoch (6. Dezember)</strong> befasst sich dann der Haupt- und Finanzausschuss damit.<br />
Beide Sitzungen beginnen <strong>um 19 Uhr</strong>. Sie sind öffentlich: Interessierte Bürger dürfen zuhören (nicht mitreden).<br />
</div></div></p>
<p><strong>4. </strong>Auch die Aspekte der Nachhaltigkeit sind aus der Sicht des Vereinsvorstands unzureichend berücksichtigt. Für die Verankerung im Boden wird eine große Menge Beton eingebracht. Die Schirme sind aus Kunststoffmaterial – über die Nachhaltigkeit in der Herstellung, Umweltverhalten und Haltbarkeit ist nichts bekannt. Außerdem sind Folgekosten hinsichtlich Instandhaltung/-setzung zu erwarten: Welche Erfahrungen sind hier eingeflossen?</p>
<p><strong>5.</strong> Beschattung wird vonseiten des Vereins begrüßt, aber naturbelassen an verschiedenen Orten in der Stadt, sodass auch gerade Senioren an heißen Tagen immer mal wieder eine Pause zum Verweilen einlegen können. Die Bürgervereinigung schlägt mehr grünes Stadtmobiliar vor, also begrünte Pergolen oder Laubengänge, und da, wo die Verrohrung im Untergrund es zulässt, sollten Bäume gepflanzt werden als natürliche Schattenspender, die gleichzeitig auch für frischere Luft sorgen. An der Realisierung eines entsprechenden Konzepts arbeiten die Bürgervereinigung und wahrscheinlich weitere interessierte Initiativen und Vereine sehr gerne mit.</p>
<p>Diese Bewertung stellt eine Mehrheitsentscheidung des Vorstands der Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt dar. Um ein umfassendes Meinungsbild der Bürgervereinigung zu erhalten und sich darauf berufen zu können, läuft zurzeit eine Mitgliederbefragung. Die 1. Vorsitzende Renate Hofmann meint dazu:</p>
<p>,Uns ist wichtig, dass wir im Vorstand mit unserer Auffassung die Mehrheit der Mitglieder repräsentieren, denn nur als starke Gemeinschaft finden wir das Gehör, das wir erhalten möchten. Und wir bleiben betont sachlich – so kennen uns sowohl die politischen Gremien als auch die Verwaltung. Wir alle wollen schließlich das Beste für Hofheim.'&#8220;</p>
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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/schirme-flach-202312.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="197" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/schirme-flach-202312.jpg" alt="schirme flach 202312" class="wp-image-36975" style="width:690px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/schirme-flach-202312.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/schirme-flach-202312-300x59.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/schirme-flach-202312-768x151.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern aufs Bild anklicken: Deutlich ist auf dieser Ingenieurszeichnung zu erkennen, dass der Hauptschirm gdie historische Häuserzeile überragen würde. </figcaption></figure>
</div>
<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Alle Bilder: <a href="https://www.ar-ingenieure.com/" target="_blank" rel="noopener">Alfred Rein Ingenieure GmbH</a>, Stuttgart</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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