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	<title>Klein Tanja &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Klein Tanja &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>6x Hofheim exklusiv: Kein Plan für Meisterturm, Altstadt-Baum in Gefahr, Kreisblatt ganz unten&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 11:33:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klein Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Schultze Wilhelm]]></category>
		<category><![CDATA[Undeutsch Tobias]]></category>
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					<description><![CDATA[Sechs auf einen Streich! Hier sind sechs Berichte mit Informationen, die Sie sonst nirgendwo erfahren: über die Zukunft der Waldgaststätte Meisterturm, über das Wildgehege auf dem Kapellenberg, über einen eher schlaffen Bürgermeisterwahlkampf und einen Altstadtbaum in höchster Gefahr, über eine recht erfolglose Petition der Hofheimer CDU und über top-aktuelle (und leider wieder nicht schöne) Verkaufszahlen der Lokalzeitung. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Sechs auf einen Streich! Hier sind sechs Berichte mit Informationen, die Sie sonst nirgendwo erfahren: über die Zukunft der Waldgaststätte Meisterturm, über das Wildgehege auf dem Kapellenberg, über einen eher schlaffen Bürgermeisterwahlkampf und einen Altstadtbaum in höchster Gefahr, über eine recht erfolglose Petition der Hofheimer CDU und über top-aktuelle (und leider wieder nicht schöne) Verkaufszahlen der Lokalzeitung.&nbsp;</strong></p>






<h2 class="wp-block-heading">Meisterturm: Wie&#8217;s weitergeht? Weiß keiner&#8230;</h2>



<p>Die Geschichte um die Zukunft der<strong> Waldgaststätte Meisterturm</strong> ist um einige Kapitel reicher geworden:&nbsp;</p>



<p>Letzte Woche tagte der Bau- und Planungsausschuss. <strong>Barbara Grassel </strong>von den <strong>Linken</strong> wollte wissen, wie es dort <strong>oben auf dem Kapellenberg</strong> weitergehen soll: Mitte dieses Jahres muss das <strong>Pächter-Ehepaar König</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/07/waldgaststaette-meisterturm/">bekanntlich</a> ausziehen. Und dann? <strong>Dann werde abgerissen</strong>, sagte der zuständige <strong>SPD-Beigeordnete Bernhard Köppler.</strong> Und dann?<strong> Dann werde neu gebaut.</strong></p>



<p><strong>Genauere Pläne</strong> aber gibt es offenbar noch nicht. Weder <strong>für die Gaststätte</strong> noch für ein geplantes <strong>&#8222;Haus des Waldes&#8220;</strong> noch für ein <strong>&#8222;Spielhaus Michelsberger Kultur&#8220;</strong>, von dem immer wieder die Rede ist. Von einem <a href="https://hk-newsletter.de/2021/11/28/hofheim-bekommt-wald-museum/">Wald-Museum</a>, das <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> einst versprochen hatte, ist schon lange <strong>keine Rede mehr&#8230;</strong></p>



<p><em>&#8222;Wir gehen Schritt für Schritt vor&#8220;</em>, sagt Köppler heute. Dabei ist <strong>seit Jahren(!)</strong> klar, dass die <strong>Stadt als Eigentümer</strong> was tun muss. Warum liegen nicht längst Pläne vor, was <strong>aus dem liebsten Ausflugsziel der Hofheimer</strong> werden soll? Nicht einmal die Frage, wie der <strong>für die Übergangszeit versprochene Biergarten</strong> aussehen soll, konnte beantwortet werden:</p>



<p>Was ist mit <strong>Wasser, Strom, Toiletten? Köppler zog blank</strong>. Kein Plan. Kein gar nichts.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="766" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-1024x766.jpg" alt="Hofheim" class="wp-image-44093" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-1024x766.jpg 1024w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-300x224.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-768x574.jpg 768w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mehr als diesen Plan kann die Stadtverwaltung bisher nicht vorweisen: Die Gaststätte soll etwas größer, dafür sollen die Schuppen im hinteren Teil des Grundstücks verkleinert werden.</figcaption></figure>
</div>


<p>Schon im Vorfeld der Sitzung hatten sich <strong>obskure Dinge </strong>ereignet: Wir hatten im Sommer letzten Jahres berichtet, dass die Stadtspitze den <strong>Betreiber des Restaurants Viehweide</strong> als neuen Pächter favorisiert. Es hat nachweislich Verhandlungen gegeben, <strong>hinter dem Rücken der jetzigen Pächter.</strong> Das belegen <strong>Unterlagen aus dem Rathaus</strong>, die wir einsehen konnten.</p>



<p>Obwohl noch gar keine Pläne für den Umbau vorliegen, hat die Stadtverwaltung die <strong>Verpachtung der Gaststätte </strong>vor einigen Wochen <strong>offiziell</strong> <strong>ausgeschrieben</strong>. Ein Anwalt kommentierte <a href="https://hk-newsletter.de/2024/09/22/cdu-in-angst/">unseren Bericht</a> darüber so: <em>&#8222;Vielleicht handelt es sich gar nicht um eine Ausschreibung. Vielleicht hat man schon einen ganz bestimmten Gastronomen gefunden, der in der Region bereits ansässig ist und schon mehrere Lokale nach dem gleichen Prinzip übernommen hat.&#8220;</em> <strong>Seltsam mute an,</strong> dass der Ausschreibungstext <em>&#8222;zufällig auf die Familie M. bzw. S. zugeschnitten ist, die mit der Viehweide und dem Golfplatzrestaurant bereits zwei Ausflugslokale betreibt&#8230;</em>&#8222;</p>



<p>Kurz vor Weihnachten berichtete dann auch <strong>das</strong> <strong>Kreisblatt</strong>: <em>&#8222;Nach Informationen dieser Zeitung soll der Betreiber des Restaurants Viehweide künftig auch die Meisterturm-Gaststätte bewirtschaften.&#8220;</em></p>



<p>Die Kreisblatt-Redaktion wurde von der <strong>Stadtverwaltung</strong> prompt zurückgepfiffen, und die Zeitung veröffentlichte umgehend <strong>eine Art Gegendarstellung:</strong> Die Ausschreibung sei zwar beendet, aber eine <strong>Entscheidung über den neuen Pächter</strong> sei noch nicht gefallen. <strong>Rathaussprecherin Tanja Klein</strong> wird zitiert: <em>&#8222;Aktuell werden die Bewerbungen anhand einer Bewertungsmatrix objektiv verglichen. Dies ist notwendig, um fair und transparent vorgehen zu können. Mit einem Abschluss der Identifizierungsphase wird sodann im 2. Quartal des Jahres zu rechnen sein.“</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg"><img decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg" alt="Meisterturm1" class="wp-image-43403" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></figure>
</div>


<p>Ab heute sind&#8217;s nur noch 123 Tage: <a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/07/waldgaststaette-meisterturm/">Dann wird die Waldgaststätte Meisterturm dicht gemacht</a>.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Im Wildgehege: Trinkwasser fließt und fließt und fließt</h2>



<p>Das Handeln und Wirken der Stadtverwaltung bleibt ein undurchschaubares Mysterium: <strong>Die</strong> <strong>Zahl der Mitarbeiter</strong> ist in den letzten Jahren <strong>enorm gestiegen</strong> (nachzulesen <a href="https://hk-newsletter.de/2024/11/10/inside-rathaus/">hier</a>). Trotzdem bleiben <strong>viele Themen</strong> im Rathaus liegen, oft <strong>wochen</strong>-, manchmal sogar <strong>monatelang</strong>. Es dauert und dauert, gefühlt passiert <strong>einfach nichts</strong>. Ein weiteres aktuelles Beispiel:</p>



<p><strong>Im Wildgehege auf dem Kapellenberg </strong>sind <strong>über eine Million Liter Wasser versickert</strong> &#8211; einfach so. Das hatte <strong>Tanja Lindenthal</strong>, Stadtverordnete der&nbsp;“Bürger für Hofheim” und <strong>unermüdliche Umweltschützerin</strong>, öffentlich gemacht &#8211; bereits im November letzten Jahres (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/11/19/schweinerei-am-wildgehege/">hier</a>).&nbsp;</p>



<p>Mit einer Million Liter Wasser &#8211; <strong>bestes Trinkwasser!</strong> &#8211; könnte man 30 Industriecontainer füllen. Im Wildgehege wurde es regelrecht <strong>verplempert</strong>: Auf dem angrenzenden Grundstück des Forsthauses&nbsp;wurde der Wasserhahn aufgedreht&nbsp;–<strong>&nbsp;“volle Pulle”</strong>: Die Schweine sollen saufen und suhlen können. Das Wasser <strong>fließt und fließt</strong> &#8211; immer wieder auch über das Wildgehege hinaus, über den angrenzenden Spazierweg, um im <strong>Nirgendwo</strong> zu vesickern.</p>



<p>Was soll das? Warum tun die Verantwortlichen im Rathaus nichts gegen diese<strong> unnötige Wasserverschwendung?</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Wildgehege-Wildschein-1.jpg"><img decoding="async" width="640" height="427" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Wildgehege-Wildschein-1.jpg" alt="Wildgehege Wildschein 1" class="wp-image-49980" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Wildgehege-Wildschein-1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Wildgehege-Wildschein-1-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Da freut sich das Schwein: Unkontrolliert fließt bestes Trinkwasser durch das Gehege am Kapellenberg.</figcaption></figure>
</div>


<p>Das Thema stand letzte Woche auf der Tagesordnung des <strong>Forstausschusses</strong>, und der zuständige <strong>Beigeordnete Bernhard Köppler</strong> wirkte völlig rat- und hilflos: Ja, man habe versprochen, sich zu <strong>kümmern</strong>, und das tue man auch&#8230; Man suche nach <strong>Tränken für die Wildschweine</strong>, die man sich demnächst auch anschauen werde&#8230; Man habe <strong>mit den Stadtwerken</strong> gesprochen&#8230; Und man habe <strong>mit dem Bauhof</strong> gesprochen<em>&#8230;</em></p>



<p>Das ist alles, was sie <strong>im Rathaus</strong> gemacht haben? <strong>Ja, das ist alles.&nbsp;</strong></p>



<p>In der Sitzung dabei: <strong>Tobias Undeutsch</strong>, der SPD-Mann, der im März zum<strong> Bürgermeister</strong> gewählt werden will. Er hätte jetzt mal <strong>auf den Tisch hauen</strong> und deutlich machen können: <strong>So geht das nicht!</strong> Was sollen <strong>die Bürger</strong> von dieser <strong>Politik</strong>, von dieser <strong>Stadtverwaltung</strong> halten!?</p>



<p>Doch Undeutsch sagte: <strong>kein Wort. </strong>Hinterher postete er auf Facebook: <em>&#8222;5. Sitzung des Forstausschusses. Ein weiterer spannender Abend für mich diese Woche! Es geht um unseren schönen Stadtwald (&#8230;) Mein Motto: Mit mir ist mehr Natur drin!&#8220;</em></p>



<p>Und so geht alles weiter <strong>seinen bürokratischen Gang</strong>: Der Ausschuss beschloss, dass der Magistrat demnächst <strong>Vorschläge</strong> zur <em>&#8222;langfristigen Eindämmung des enormen Wasserverbrauchs&#8220;</em> vorlegen soll.</p>



<p>Die nächste Sitzung des Forstausschusses findet am<strong> 30. April</strong> statt. Zuvor wird <strong>ein neuer</strong> <strong>Bürgermeister</strong> gewählt. Bis dahin wird das Wasser wohl <strong>ungehindert weiter fließen</strong>&#8230;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Stadtparlament tagt &#8211; eine Chance für Herausforderer</h2>



<p>Wer Lokalpolitik in Hofheim<strong> live erleben </strong>möchte: An diesem Mittwoch bietet sich wieder eine gute Gelegenheit. Am <strong>29. Januar tagt das Stadtparlament ab 18 Uhr</strong> in der Stadthalle. Es geht um Zukunftsthemen wie den <strong>Flächennutzungsplan</strong>, das <strong>Gewerbegebiet Diedenbergen</strong> und den <strong>Ausbau der Straße nach Lorsbach</strong> (in vielleicht zehn Jahren). Dazu ein bisschen <strong>Kita-Problematik</strong>, eine Prise <strong>Notfallversorgung</strong> und eine große Portion<strong> Stadtwald</strong>.</p>



<p><strong>Alles nicht gerade prickelnd.</strong> Und doch könnte es &#8211; rein theoretisch &#8211; <strong>interessant</strong> werden: Immerhin ist es <strong>die letzte Stadtverordnetenversammlung vor der Bürgermeisterwahl</strong> am 16. März. Die Herausforderer <a href="https://www.spd-hofheim.de/personen/tobias-undeutsch/" target="_blank" rel="noopener">Tobias Undeutsch</a> (SPD) und <a href="https://wilhelm-schultze.de" target="_blank" rel="noopener">Wilhelm Schultze</a> (Bürger für Hofheim) könnten das wichtigste politische Gremium der Kreisstadt nutzen, um <strong>auf sich aufmerksam machen</strong>. Sie könnten aufzeigen, was sie<strong> anders und besser</strong> machen wollen, wenn sie von den Bürgern gewählt werden. Fünf Jahre lang hatten sie dazu Gelegenheit &#8211; und haben sie <strong>nicht genutzt</strong>. Auch in den vergangenen Wochen ist es ihnen (noch) <strong>nicht gelungen</strong>, sich <strong>als ernsthafte Alternative</strong> zum Amtsinhaber <a href="https://www.christian-vogt.info" target="_blank" rel="noopener">Christian Vogt </a>(CDU)<strong> </strong>zu präsentieren.</p>



<p><strong>So plätschert der Bürgermeisterwahlkampf vor sich hin.</strong> Ein &#8222;<em>Augen zu und durch&#8220;</em> und ein <em>&#8222;Weiter so wie bisher&#8220;</em> der beiden Kandidaten dürfte <strong>kaum ausreichen</strong>, um<strong> frischen Wind</strong> und <strong>neuen Schwung</strong> in die <strong>Hofem-Schlofem-Stadtverwaltung</strong> zu bringen.</p>



<p><strong>Vogt wird&#8217;s freuen.</strong></p>



<p class="has-luminous-vivid-orange-color has-text-color has-link-color wp-elements-55d5ca4139c701130e03041159da49de"><strong>UPDATE I</strong> am Montag, 27. Januar:</p>



<p>Einen Tag nach Erscheinen dieses Berichts: Das Rathaus verschickte am Montag kurz nach acht Uhr im Auftrag von <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) </strong>eine Mail an die <strong>Fraktionen im Stadtparlament</strong>: Mehrere Themen &#8211; u.a. Flächennutzungsplan, zentrale Kita-Platzvergabe, Notfallversorgung etc. &#8211; werde man im Stadtparlament <strong>nicht besprechen</strong>. Sie werden zur weiteren Beratung in den Fachausschüssen <strong>vertagt</strong>.</p>



<div style="height:19px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Magistrat holt Axt raus: Altstadt-Baum in größter Gefahr</h2>



<p>Das wäre ja vielleicht noch<strong> ein Thema für das Stadtparlament</strong>: Der Magistrat hat in geheimer Sitzung beschlossen, <strong>die Linde im Innenhof von Hof Ehry</strong> zu fällen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Baum-Hof-Ehry.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="431" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Baum-Hof-Ehry.jpg" alt="Baum Hof Ehry" class="wp-image-53141" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Baum-Hof-Ehry.jpg 431w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Baum-Hof-Ehry-202x300.jpg 202w" sizes="(max-width: 431px) 100vw, 431px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Baum in Hof Ehry: Der Magistrat will ihn fällen lassen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Das Vorhaben wirft nicht nur Fragen auf, sondern wird auch <strong>viele Bürgerinnen und Bürger</strong> bewegen, die sich für <strong>eine grüne Innenstadt</strong> stark machen. So viele Bäume gibt es ja nicht mehr <strong>mitten in Hofheim</strong>. Da wäre es wünschenswert, wenn eine <strong>Baumfäll-Aktion</strong> nicht <strong>als geheime Mission</strong> gehandelt, sondern <strong>transparent und nachvollziehbar</strong> kommuniziert wird.</p>



<p>Der Baum ist nämlich <strong>nicht krank</strong>. Er steht <strong>gesund</strong> und <strong>vital</strong> im Innenhof des verlassenen <strong>Hof Ehry</strong>, dessen Zukunft übrigens <strong>nach wie vor</strong> <strong>völlig</strong> <strong>ungewiss</strong> ist (gewerkelt wird lediglich im Trakt neben dem Kellereigebäude: <strong>Die öffentlichen Toiletten</strong> dort werden endlich saniert).</p>



<p>Die Argumentation des Magistrats besagt, dass die Wurzeln der Linde <strong>das Pflaster anheben könnten</strong> – ein Problem, das allerdings in vielen urbanen Gebieten bekannt ist. Anstatt sofort <strong>zur Axt zu greifen</strong>, könnte man nachdenken, wie man mit einer solchen Herausforderung fertig wird: Es gibt genügend <strong>Beispiele für kreative Lösungen</strong>, um Bäume <strong>zu erhalten </strong>und gleichzeitig die Infrastruktur <strong>zu schützen.</strong></p>



<p>Als weiteres <strong>Argument gegen den Baum</strong> wird der <strong>Honigtau</strong> genannt, der in den heißen Sommermonaten von den Blättern tropft. Es handelt sich um <strong>Ausscheidungen winziger Blattläuse</strong>: Sie hinterlassen <strong>einen klebrigen Belag auf dem Boden</strong>, was vielleicht nicht schön, aber auch ein <strong>Zeichen für ein lebendiges Ökosystem</strong> ist. In der Regel spült <strong>der nächste Regen</strong> den Belag weg&#8230;.</p>



<p><strong>Der Magistrat</strong> aber mag das nicht. Und hat deshalb beschlossen: <strong>Der ganze Baum muss weg! </strong>Seine Chance auf ein Überleben liegt <strong>bei null</strong> – es sei denn, <strong>die</strong> <strong>Stadtverordneten</strong> mucken an diesem Mittwoch auf und <strong>legen ein Veto ein</strong>: weil sie für den <strong>Erhalt der letzten Bäume</strong> sind, die uns <strong>vor zu starker Sonne schützen</strong>, die zur <strong>Verbesserung der Luftqualität</strong> <strong>beitragen</strong> und nicht zuletzt <strong>Lebensraum für zahlreiche Tierarten</strong> <strong>bieten</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="392" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg" alt="Hof Ehry 2025 01" class="wp-image-53142" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01-300x184.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Zukunft von Hof Ehry ist nach wie vor ungewiss. Lediglich in der öffentlichen Toilettenanlage im Trakt links wird derzeit gewerkelt: Die Sanierung war längst überfällig.</figcaption></figure>
</div>


<p class="has-luminous-vivid-orange-color has-text-color has-link-color wp-elements-8d228f60e93d8e4a1b58ab7db44c3ff6"><strong>UPDATE II</strong> am Dienstag, 28. Januar:</p>



<p>Drei Fraktionsvorsitzende &#8211; <strong>Bettina Brestel </strong>(Grüne), <strong>Barbara Grassel</strong> (Linke) und <strong>Wilhelm Schultze</strong> (BfH) &#8211; haben an diesem Dienstag einen <strong>Eilantrag</strong> eingereicht, über den das <strong>Stadtparlament</strong> entscheiden soll: <em>&#8222;Der Magistrat möge sämtliche Maßnahmen zum Schutz der Linde im Hof Ehry prüfen, damit der Baum gerettet werden kann.&#8220;</em></p>



<p>Jetzt wird&#8217;s interessant: Wenn noch die Stimmen der SPD &#8211; incl. <strong>Kandidat Tobias Undeutsch</strong> &#8211; dazukommen, könnte der Antrag durchkommen. Ob sich die Genossen dazu aufraffen können? </p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">CDU-Petition: Protest gegen Amprion interessiert nicht</h2>



<p>Es wird immer schwieriger, <strong>Menschen für die Politik</strong> zu interessieren &#8211; das musste jetzt auch der <strong>CDU-Stadtverband Hofheim</strong> erfahren: Gerade mal <strong>1.306 Unterschriften</strong> konnte die Partei für eine <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/standortveraenderung-der-stromtrasse-rhein-main-link" target="_blank" rel="noopener">Petition</a> gegen die geplante <strong>Stromtrasse &#8222;Rhein-Main-Link&#8220;</strong> einsammeln.</p>



<p>Die <strong>Höchstspannungsleitung</strong> soll Windstrom in die <strong>Wirtschaftsregion Rhein-Main</strong> bringen. Entlang der Trasse sollen große <strong>Konverterstationen</strong> entstehen, in denen der Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt wird. Geplant sind solche Stationen in <strong>Diedenbergen</strong> (oberhalb der Speedwaybahn/Sportpark Heide), in <strong>Langenhain</strong> (Im Bahnholz) und in <strong>Wallau</strong> (Bereich Gewerbegebiet/Zollhöfe) stehen.</p>



<p>Es müssten auch <strong>andere Standorte</strong> gründlich geprüft werden, fordert die CDU. In einem <strong>Partei-Blättchen namens &#8222;Hofheim im Blick&#8220;</strong> stellte die Partei ihre Petition <strong>auf einer ganzen Seite</strong> vor. Die Resonanz: eher enttäuschend.</p>



<p>Von den 1.306 Unterzeichnern kamen gerade mal <strong>717</strong> <strong>aus Hofheim</strong>, weitere 200 aus dem Main-Taunus-Kreis, der Rest von überall her. Interessant: Über die Hälfte der Unterzeichner wollte <strong>anonym</strong> bleiben.</p>



<p>Die Unterschriftensammlung ist jetzt <strong>abgeschlossen</strong>. &nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="458" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/3-CDU-gegen-Amprion.jpg" alt="3 CDU gegen Amprion" class="wp-image-52989" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/3-CDU-gegen-Amprion.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/3-CDU-gegen-Amprion-300x215.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">So warb die Hofheimer CDU in einem kostenlos verteilten Parteiblättchen für ihre Petition gegen die aktuelle Planung der Stromtrasse &#8222;Rhein-Main-Link&#8220;. Der Erfolg war eher bescheiden.</figcaption></figure>
</div>


<p>Um den &#8222;Erfolg&#8220; der CDU-Petition einordnen zu können: Vor anderthalb Jahren hatte d<strong>ie Linke</strong> gemeinsam mit der <strong>SPD</strong> und der <strong>Gewerkschaft Verdi</strong> eine Petition für den <strong>Erhalt des Hofheimer Krankenhauses und der Notfallversorgung</strong> gestartet. Immerhin <strong>2.249 Menschen</strong> unterschrieben.</p>



<p>Diese Petition ging damals an den <strong>Main-Taunus-Kreis</strong>, wo die <strong>CDU</strong> (mit <strong>Grünen</strong> und <strong>FDP</strong>) regiert. Eine <strong>Reaktion</strong> ist nicht bekannt. Das <strong>Krankenhaus</strong> wurde <strong>geschlossen</strong>. Die <strong>Notfallversorgung</strong> auch.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Kreisblatt: Neue Auflagenzahlen &#8211; historischer Tiefstand</h2>



<p><strong>Die neuesten Verkaufszahlen für das Kreisblatt</strong> liegen vor. Sie stammen von Ende letzten Jahres und belegen: Es geht <strong>weiter bergab</strong>. Nur noch <strong>17.782 Zeitungsexemplare</strong> fanden einen Käufer.</p>



<p>Die Zahl mag ja auf dem ersten Blick <strong>ganz anständig</strong> klingen. Ein Blick dahinter verrät die Wahrheit: Das <strong>Kreisblatt</strong> gibt seine Auflage <strong>nicht alleine</strong> bekannt (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/12/29/lokalzeitungen-kreisblatt/">hier</a> ausführlich berichtet), sondern nur im Paket mit den Main-Taunus-Lokalausgaben von <strong>Frankfurter Rundschau</strong> <strong>und FAZ.</strong> Zugleich umfasst das <strong>Verbreitungsgebiet</strong> nicht nur den Main-Taunus-Kreis: Die Zeitungsverkäufe im <strong>Frankfurter Westen</strong> sind in der Zahl ebenso enthalten wie die in <strong>Mainz</strong> und <strong>Wiesbaden</strong>.</p>



<p>Diese Konstruktion ermöglicht es dem Verlag, <strong>den Niedergang der Lokalzeitungen zu verschleiern</strong>. Trotzdem wird es immer schwieriger, <strong>die Wahrheit zu beschönigen:</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/2-RMM-4Q-2025.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="909" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/2-RMM-4Q-2025.jpg" alt="2 RMM 4Q 2025" class="wp-image-52978" style="width:500px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/2-RMM-4Q-2025.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/2-RMM-4Q-2025-300x273.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/2-RMM-4Q-2025-768x698.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Grafik zeigt die Auflagenentwicklung des Kreisblatts sowie der MTK-Lokalausgaben von FR und FAZ in den letzten 15 Jahren. Angegeben ist jeweils die Zahl der Abonnenten zum Jahresende. Der Anstieg der Verkaufszahlen in 2013 erklärt sich so: Damals hatte der Frankfurter Societätsverlag, in dem das Kreisblatt erschien, die Rundschau gekauft. Inzwischen wurde der Societätsverlag mit beiden Zeitungen von einer Zeitungsholding Hessen (Sitz: Kassel) übernommen.Mehr dazu <a href="https://hk-newsletter.de/2024/12/29/lokalzeitungen-kreisblatt/">hier</a>.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die <strong>Zahl der Abonnenten der drei Zeitungen</strong> wird für das vierte Quartal des letzten Jahres mit nur noch <strong>16.725</strong> angegeben &#8211; <strong>ein historischer Tiefstand</strong>. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt <strong>6,88 Prozent</strong>.</p>



<p>Noch schlechter lief es im <strong>Einzelverkauf</strong> in Geschäften, Tankstellen und Kiosken: Hier konnten <strong>die drei Zeitungen zusammen </strong>gerade mal noch <strong>1.057 Exemplare</strong> verkaufen. Das entspricht einem Minus von<strong> 12,72 Prozent</strong>.</p>



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