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	<title>Muhs Olga &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Muhs Olga &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Sie flohen vor dem Krieg: Neues Zuhause verzweifelt gesucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Muhs Gerhard]]></category>
		<category><![CDATA[Muhs Olga]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der Flucht vor dem Krieg strandete eine Mutter mit ihren zwei kleinen Jungs in Kriftel. Sie kam bei einem befreundeten Ehepaar unter. Doch dort wird es allmählich eng, deshalb wird für die kleine Familie ein eigenes Zuhause gesucht. Das scheint schwierig bis unmöglich zu sein, allmählich macht sich Verzweiflung breit. Wer weiß Hilfe?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Nikita ist sieben, sein Bruder Tymur sechs Jahre alt. Zwei Jungs, die glücklich und unbeschwert wirken. Mutter Kateryna nimmt ihre Kinder in den Arm und drückt sie fest an sich – ein Bild der Zufriedenheit. Doch das täuscht: Die kleine Familie ist auf der Flucht. Putins Krieg hat sie aus ihrer Heimat vertrieben. Die drei strandeten in Kriftel, jetzt brauchen sie dringend ein Zuhause, möglichst in der näheren Umgebung. Kann nicht irgendwer der kleinen Familie helfen?</strong></p>



<p>Sie kommen aus <strong>Charkiw</strong>, das ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine, gelegen im Nordosten des Landes, 1,5 Millionen Einwohner. Aktuell <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/maria-avdeeva-103.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">berichten</a> Reporter aus der Stadt, dass das <strong>russische</strong> <strong>Militär</strong> zwar auf dem Rückzug sei, aber die Zivilbevölkerung mit Luftschlägen <strong>terrorisiere</strong> und die Infrastruktur <strong>zerstöre</strong>. Es gebe <strong>keinen</strong> <strong>Strom</strong> mehr und nur eine <strong>eingeschränkte</strong> <strong>Wasserversorgung</strong>. Hunderte Einwohner wurden bereits <strong>getötet</strong>, ein Großteil der Stadt liegt<strong> in Schutt und Asche</strong>.</p>



<p>Wenn Kateryna zurückblickt, kommen ihr immer wieder die <strong>Tränen</strong>. Das Erlebte ist noch <strong>nicht</strong> <strong>verkraftet</strong>.</p>



<p>Es war am <strong>24. Februar</strong>, sagt sie, morgens um fünf Uhr seien sie aufgewacht. Überall <strong>Explosionen</strong>. <em>&#8222;Uns war sofort klar: Unsere Stadt wird angegriffen. Das ist der Krieg.&#8220;</em></p>



<p>Sie hätten sofort ein paar Sachen <strong>zusammengepackt</strong>, die Jungs durften sich <strong>ein</strong> <strong>Spielzeug</strong> aussuchen, mehr nicht. Aber wohin? Die ersten Tage lebten sie in <strong>Kellern</strong> und in <strong>U-Bahnschächten</strong>,<em> &#8222;es war kalt und nass, wir schliefen in unseren Sachen, aber am schlimmsten war die Unsicherheit: Wie geht&#8217;s weiter?&#8220;</em></p>



<p>Freunde stellten ihnen ein Auto zur Verfügung, sie fuhren <strong>gen</strong> <strong>Westen</strong>. 1000 Kilometer, nur tagsüber kamen sie voran, nachts herrschte <strong>Ausgangsverbot</strong>, vier Tage brauchten sie. Sie übernachteten bei <strong>Verwandten</strong>, fuhren weiter über die <strong>Grenze nach Rumänien</strong>, von dort aus weiter zu Verwandten. Der <strong>Ehemann</strong>? <em>&#8222;Volodymyr darf die Ukraine nicht verlassen. Er muss bleiben.&#8220; </em>Kateryna kommen wieder die Tränen: Ihr Mann, er studierte Physik, hatte zuletzt mit einem Freund einen <strong>kleines</strong> <strong>Unternehmen</strong> aufgebaut.<strong> Alles kaputt</strong>.</p>



<p>Der Familie ist nichts, aber auch gar <strong>nichts geblieben</strong>.</p>



<p>Die Mutter stieg mit ihren Kindern in München in einen Zug und fuhr nach <strong>Frankfurt</strong>. Freunde aus Kriftel holten sie ab und nahmen sie auf: <strong>Olga Muhs</strong> kennt Katerynas Mann aus gemeinsamen Studientagen. Die gebürtige Ukrainerin lebt <strong>seit</strong> <strong>zehn Jahren </strong>in Deutschland, ist verheiratet mit Sebastian, der sich mit Industriemontage selbständig gemacht hat. Sie ist studierte Ingenieurin und arbeitet bei <strong>Sanofi</strong> <strong>in</strong> <strong>Höchst</strong>. Das Ehepaar wohnt in Kriftel direkt neben dem Freizeitpark.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924Ukrainerin1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="495" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924Ukrainerin1.jpg" alt="Krieg" class="wp-image-23710" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924Ukrainerin1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924Ukrainerin1-300x232.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption>Olga Muhs mit der kleinen ukrainischen Familie, die vor dem Krieg flüchtete und jetzt eine Bleibe sucht.</figcaption></figure>
</div>


<p>Als der<strong> Krieg ausbrach</strong>, hat sich das Ehepaar Muhs sofort bei einem <strong>ukrainischen Verein</strong> engagiert, Sebastian Muhs begleitete bereits mehrere <strong>Hilfstransporten</strong> in das umkämpfte Land.</p>



<p>Die Muhs stellten Kateryna und den Jungs ihr <strong>kleines</strong> <strong>Gästezimmer</strong> zur Verfügung. <em>&#8222;Wir dachten, wir fänden schnell eine Wohnung für die drei.&#8220; </em>Aber was in den ersten Wochen des Krieges noch <strong>möglich</strong> war, sei inzwischen <strong>schwierig</strong> geworden. <em>&#8222;Es ist schon ein wenig zum Verzweifeln.&#8220;</em></p>



<p>So leben sie jetzt <strong>seit</strong> <strong>Monaten</strong> zusammen, <strong>auf 80 Quadratmetern</strong>, kürzlich ist auch noch <strong>Olgas Mutter </strong>gekommen: Die <strong>66-Jährige</strong> lebte in der Ost-Ukraine, zuletzt hielt sie es nicht mehr aus und <strong>flüchtete</strong>, jetzt muss sie <strong>auf der Couch</strong> schlafen. <em>&#8222;Im Sommer ging&#8217;s noch&#8220;,</em> sagt Olga Muhs, &#8222;<em>da konnte man in den Freizeitpark und ins Schwimmbad&#8220;.</em> Aber jetzt steht der <strong>Herbst</strong> vor der Tür, und dann komme der <strong>Winter</strong>&#8230;</p>



<p>Es wird eng, <strong>sehr eng</strong>.</p>



<p>Der kleine Tymur geht in den <strong>Kindergarten</strong>, seine Mutter Kateryna – sie ist gelernte <strong>Erzieherin</strong> – hilft bei der <strong>Betreuung der Kinder</strong>. Nikita besucht die <strong>Krifteler Schule</strong>. Sie lernen <strong>deutsch</strong>, sie wollen <strong>auch</strong> <strong>bleiben</strong>:<em> &#8222;In Charkiw ist alles zerstört, dahin können wir doch nicht mehr zurück.&#8220;</em></p>



<p>Aber wohin dann? Es muss nichts Besonders sein, sagen sie. Das Job-Center übernehme die <strong>Wohnungskosten</strong>, die Kaltmiete sollte aber bitte nicht höher als<strong> 600 Euro</strong> sein, sagt Olga Muhs. <em>&#8222;Wenn es hilft, will ich auch für die Mietzahlungen bürgen&#8220;</em>, sagt sie.</p>



<p>Es klingt <strong>sehr verzweifelt</strong>. Kann nicht irgendwer <strong>helfen</strong>? Olga Muhs ist per E-Mail zu erreichen: <a href="mailto:olga.muhs@web.de">olga.muhs@web.de</a>.</p>
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