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	<title>Rösner Björn &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Rösner Björn &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Elisabethenstraße 3: Hotel? Mehr Grün! Und was ist mit den Steuerbetrügern?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Nov 2021 11:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer Susanne]]></category>
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					<description><![CDATA[Es geht doch! Einige Kommunalpolitiker wollten ohne größeres Aufsehen einen Hotel-Neubau an die Elisabethenstraße hinklotzen. Jetzt ist das Thema öffentlich und wird diskutiert: Wie könnte man das Grundstück Elisabethenstraße 3 künftig nutzen? Hotel – nein danke! sagen die meisten. Die Mehrheit plädiert für mehr  Grün in der Stadt. Eine Internet-Umfrage brachte ein weiteres interessantes Ergebnis.

Außerdem: Zimmervermieter, die ihre Einnahmen nicht versteuern, sind den Hoteliers ein Dorn im Auge. Hofheims Stadtverwaltung drückte bislang beide Augen fest zu. Das soll sich ändern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit einem Schlag hat die Diskussion Fahrt aufgenommen: Was soll aus dem Grundstück an der Elisabethenstraße 3 werden?</p>



<p>Wir hatten am Montag über den <strong>Brandbrief</strong> des <strong>Hoteliers Frank Laur</strong> berichtet: Einige Stadtpolitiker wollen dort,  wo heute noch die Stadtbücherei untergebracht ist, einen <strong>Hotel-Neubau </strong>realisieren. Sie planen das nahezu klammheimlich, bislang <strong>ohne umfassende Information der Öffentlichkeit</strong>.</p>



<p>Das ist heute unser <strong><a href="#thema1">Thema Nr. 1</a></strong>: Erste <strong>Reaktionen</strong> auf unseren Bericht. Dazu: Eine <strong>Umfrage</strong> im Internet zeigt eindrucksvoll, was die Hofheimer auf dem innerstädtischen Grundstück viel lieber sehen möchten. Außerdem gibt&#8217;s in dieser Sache einen <strong>Termin-Tipp</strong> für alle, die mal erleben wollen, wie in Hofheim die Bürgervertreter die Bürger vertreten.</p>



<p><a href="#thema2">Thema Nr. 2</a>: In Hofheim vermieten einige Leute <strong>ohne Genehmigung</strong> Zimmer und sogar ganze Wohnungen an Kurzzeitgäste. Angeblich versteuern sie die Einnahmen nicht, können deshalb die Hotelpreise unterbieten. Die <strong>Verantwortlichen in der Stadtverwaltung</strong> haben bisher <strong>beide Augen</strong> fest zugedrückt. Jetzt scheint zumindest Einer im Rathaus <strong>aufgewacht</strong> zu sein. Wir schauen uns das mal etwas genauer an.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading" id="thema1">Elisabethenstraße 3: Hofheimer wollen mehr Grün und eine Markthalle – nur kein Hotel</h2>



<p><strong>Der<a href="https://hk-newsletter.de/2021/11/15/neues-hotel-in-hofheim/"> Bericht im HK-Newsletter</a> über den Brandbrief von Frank Laur hat viele Bürger regelrecht aufgeschreckt. Vor allem in der Facebook-Gruppe <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Wir in Hofheim&#8220;</a> (bald 10.000 Mitglieder) wurden sehr engagierte Kommentare geschrieben. Zwei Gedanken tauchten dabei immer wieder auf: Viele Menschen in der Kreisstadt vermissen mehr Grün in ihrer Stadt. Und: Das Vorgehen einiger Lokalpolitiker, vor allem von Bürgermeister Christian Vogt, wird kritisiert, teilweise heftig. </strong></p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/11/Elisabethenstr3-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="434" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/11/Elisabethenstr3-1.jpg" alt="Elisabethenstraße 3, Hotel" class="wp-image-13409" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/11/Elisabethenstr3-1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/11/Elisabethenstr3-1-300x203.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption>Das Grundstück Elisabethenstraße 3, fotografiert vom Dach des Chinon Centers aus: Neben der Stadtbücherei und dem Stadtarchiv, die derzeit ihren Umzug zum Kellereiplatz vorbereiten, sind in dem Gebäude auch Verwaltungsbüros untergebracht.</figcaption></figure></div>



<p>Hier eine Auswahl der Kommentare – ein kleiner Überblick über die Stimmungslage in der Stadt:</p>



<p><strong>Ute Alwine Etelka Unterspann: </strong>&#8222;Eine Grünanlage mitten in der Stadt, Kellereiplatz, das wäre eine positive Veränderung. Der neue Betonklotz verschandelt genug.&#8220;</p>



<p><strong>Kiara Jolien: </strong>&#8222;Mehr Grün wäre echt toll!! Warum wird direkt alles verbaut?&#8220;</p>



<p><strong>Susanne Fischer</strong><strong>: </strong>&#8222;Hofheim verliert immer mehr seinen Charme, sehr schade.&#8220;</p>



<p><strong>Ralf Schweikart</strong><strong>:</strong> &#8222;Kaum im Amt, schon möchte sich der Bürgermeister ein begehbares Denkmal bauen in Form eines sinnbefreiten Hotels in der Stadtmitte.&#8220;</p>



<p><strong>Silvia Stengel</strong><strong>: </strong>&#8222;Hofheim fehlt eine grüne Lunge! Bei immer dichter werdender Bebauung und Versiegelung wäre hier ein optimaler Ort, um alle Funktionen von zentraler Regenrückhaltung, Kühlung und Verbesserung des städtischen Kleinklimas sowie zentralem Erholungswert zu vereinen. Unsere nachfolgenden Generationen werden es uns danken!&#8220;</p>



<p><strong>Horst Klopprogge: </strong>&#8222;In den 70&#8217;er Jahren wollte man den Altstadtkern in Hofheim abreißen. Gut, dass es nie gemacht wurde. Heute sollte man endlich die Neubau-Betonklötze in der Innenstadt abreißen.&#8220;</p>



<p><strong>Martin Goebel</strong><strong>: </strong>&#8222;Au Mann! Nach Beton-Gisela kommt jetzt Hotel-Christian – und zahlen darf es der Bürger…&#8220;</p>



<p><strong>Jörg Koch</strong><strong>: </strong>&#8222;Für was genau benötigt die Innenstadt ein Hotel? Ich finde, es sollte tatsächlich mal etwas Parkähnliches dort hin. Definitiv ist das der falsche Platz für ein Hotel.&#8220;</p>



<p><strong>Björn Rösner</strong><strong>: </strong>&#8222;Mehr Grün würde der Stadt sehr gut stehen und den Erholungswert massiv steigern. Eine Kommunikation mit den ortsansässigen Hoteliers sollte selbstverständlich sein. Mir kommt es so vor, als wolle man alles auf Biegen und Brechen durchsetzen, um das eigene Ego zu befriedigen. Schade, dass Herr Vogt nicht mal über den Tellerrand hinausschaut, ich hatte mehr von ihm erwartet.&#8220;</p>



<p>Mit schwarzem Humor reagierte <strong>Raimund Rupp</strong>: &#8222;Ich werde eigentlich immer, wenn Leute zu Besuch kommen, darauf angesprochen, dass es in Hofheim in der Innenstadt keine Grünflächen gibt. Das wäre auffällig. Ich verstehe das gar nicht. Um den Ambettbrunnen herum ist es grün, ein paar Kübel stehen doch auch auf der Straße. Und erst die Blumenkästen der Anwohner: Ist doch alles da, was man an Grün in der Stadt braucht.&#8220;</p>



<p><strong>Karl Kurjak</strong>, Moderator der Facebook-Gruppe, machte angesichts der großen Diskussion eine Internet-Umfrage: <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921/posts/2182130105272027" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Was würdet ihr euch auf diesem Gelände wünschen?&#8220;</a> Er selbst steuerte eine neue Idee bei, die sofort gut ankam: eine Markthalle, in der regionale Produkte verkauft werden könnten.</p>



<p>Das aktuelle Zwischenergebnis (Mittwoch, 12 Uhr) ist natürlich nicht repräsentativ, aber die Anzahl der Teilnehmer ist beeindruckend und zeigt, wie sehr vielen Menschen das Thema am Herzen liegt:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Kleine Markthalle: </strong>263 Stimmen</li><li><strong>Grünfläche</strong>: 208 Stimmen</li><li><strong>Wohnraum für Senioren</strong>: 68 Stimmen</li><li><strong>Hotel</strong>: 24 Stimmen</li><li><strong>Skaterpark und Grünflächen</strong>: 12 Stimmen</li><li><strong>Barrierefreier Wohnraum</strong>: 11 Stimmen</li></ul>



<p>Schließlich noch ein Hinweis von <strong>Tanja Lindenthal </strong>von der Wählergruppe <a href="https://xn--brger-fr-hofheim-jzbg.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Bürger für Hofheim&#8220;</a> (BfH): Die trommelt unermüdlich dafür, die Diskussion über die weitere Verwendung des Grundstücks an der Elisabethenstraße 3 offen und breit zu führen. Sie wies darauf hin: Nächste Woche trifft sich der städtische <strong>Bauausschuss</strong>, auf der <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/11/Bauausschus-23_11_21.pdf">Tagesordnung</a> steht u.a.  ein <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/11/Antrag-BfH-23_11_21.pdf">Antrag</a>, den die <strong>BfH</strong> bereits am 1. Juli eingereicht hat: Die Stadt soll auf dem  Gelände der (alten) Stadtbücherei  kein Hotel neu bauen, sondern einen <strong>Park</strong> anlegen. Außerdem wird ein Antrag der Grünen debattiert: Die verlangen ein Grünkonzept für den benachbarten Kellereiplatz.</p>



<p> </p>



<p>Die Sitzung beginnt am Dienstag, 23. November, um 19 Uhr im Obergeschoss der Stadthalle. Sie  ist <strong>öffentlich</strong>, das heißt: Jeder kann hin, darf allerdings nur zuhören. Aber auch das kann <strong>eine</strong> <strong>bereichernde</strong> <strong>Erfahrung</strong> sein: hautnah mitzuerleben, wie gewählte Bürgervertreter sich für die Stadt <strong>einsetzen</strong> – oder eben nicht.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading" id="thema2">Hotelier: Wann geht&#8217;s den Schwarz-Vermietern endlich an den Kragen?</h2>



<p><strong>In seinem Schreiben an die Kommunalpolitiker hat der Hotelier Frank Laur (<a href="https://www.hotel-dreispitz.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Dreispitz&#8220;</a>) neben dem geplanten Hotel-Neubau noch ein zweites Thema angesprochen: Hofheim müsse unbedingt eine Satzung zur Airbnb-Problematik erlassen. Die Verantwortlichen im Rathaus haben das Thema bislang mit einem Schulterzucken abgetan. Jetzt sollte endlich Bewegung in die Sache kommen&#8230;</strong></p>



<p>Airbnb – das ist ein Internet-Portal, über das <strong>Privatleute</strong> ihre Gästezimmer oder auch ganze Wohnungen und Häuser an Touristen wie Geschäftsreisende vermieten. Mehr als ein <strong>Dutzend Anbieter </strong>aus Hofheim sind auf der <a href="https://www.airbnb.de/s/Hofheim/homes?tab_id=home_tab&amp;refinement_paths%5B%5D=%2Fhomes&amp;flexible_trip_dates%5B%5D=december&amp;flexible_trip_dates%5B%5D=november&amp;flexible_trip_lengths%5B%5D=weekend_trip&amp;date_picker_type=calendar&amp;source=structured_search_input_header&amp;search_type=search_query" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Airbnb-Webseite</a> zu finden: Die Preisspanne reicht vom<strong> 35-Euro-Privatzimmer</strong> (mit Gemeinschafts-Bad) in Lorsbach über eine <strong>65-qm-Wohnung</strong> für 75 Euro/Nacht in Marxheim bis zur <strong>Villa mit Feldrandlage</strong> in Wallau (Tagespreis: 257 Euro).</p>



<p>In der Kernstadt wird beispielsweise eine Eigentumswohnung mit <strong>120 Quadratmetern</strong> (3 Schlaf-, 2 Badezimmer) für <strong>116 Euro</strong> offeriert; für das Penthouse &#8222;with Frankfurt Skyline View&#8220; (<strong>4 Schlafzimmer für 8 Gäste</strong>) werden pro Nacht sogar <strong>251 Euro</strong> verlangt.</p>



<p>Auf diese Weise wird dringend benötigter Wohnraum blockiert, zudem versteuern die Zimmer-Anbieter oftmals ihre Einnahmen nicht – <strong>ein echter Schaden</strong> für die Allgemeinheit.</p>



<p>Vielerorts sind die Kommunalpolitiker eingeschritten und haben <strong>Satzungen</strong> erlassen, um die Schäden in den Griff zu kriegen. Wer beispielsweise in Frankfurt ohne Genehmigung Wohnraum an Reisende vermietet, muss mit einer hohen <strong>Geldstrafe</strong> rechnen. Mit <strong>regelmäßigen</strong> <strong>Kontrollen</strong> konnten zudem hunderte Mietwohnungen für den Markt zurückgewonnen werden.</p>



<p>Von der Hofheimer Politik wird das Thema bislang unter &#8222;ferner liefen&#8220; behandelt. Im Jahr 2019 hatten die <a href="https://gruene-hofheim.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Grünen</a> von der Stadtverwaltung wissen wollen, wie man mit der Problematik umzugehen gedenke. Die Antwort des Magistrats: <strong>eher gar nicht</strong>. Die Stadtverwaltung gab offen zu, sich <strong>keine Gedanken</strong> zum Erlass einer Satzung gemacht zu haben. Man gehe von 50 bis 60 nicht genehmigten Angeboten aus, was &#8222;<strong>unterdurchschnittlich</strong>&#8220; sei.</p>



<p>Im Juli dieses Jahres hakten die Grünen nochmals nach, auf eine Antwort warten sie noch heute, die Verwaltung reagierte bisher nicht. Doch immerhin:</p>



<p>Als Bürgermeister Vogt Anfang dieses Monats den <strong>Nachtragshaushalt</strong> im Stadtparlament einbrachte, kündigte er an, die lokalen Hotels mit einer Ferienwohnungssatzung <strong>&#8222;stärker schützen&#8220;</strong> zu wollen. Er gestand die Notwendigkeit ein, endlich handeln zu müssen: &#8222;Das ist <strong>Verbraucherschutz</strong> und zugleich ein Beitrag gegen <strong>unnötige</strong> <strong>Wohnungsverknappung</strong>!&#8220;</p>



<p>So geriert sich ein Lokalpolitiker als Vorkämpfer für Verbraucherschutz und gegen die Wohnungsnot. Das kommt in diesem Fall arg <strong>verspätet</strong> und wirkt deshalb <strong>nicht gerade überzeugend</strong>. Trotzdem:</p>



<p>Wenn denn Vogts Ankündigung nicht nur als eine <strong>stille Grußbotschaft</strong> an den künftigen Investor des geplanten <strong>Hotel-Neubaus</strong> gedacht war: Dann dürften Frank Laur und seine Hoteliers-Kollegen seine Worte <strong>mit Freude</strong> vernommen haben. Allein, sie sollten sich in <strong>Geduld</strong> üben:</p>



<p>Christian Vogt blieb wieder einmal im <strong>Ungefähren</strong>, er nannte <strong>kein konkretes Datum</strong>, bis wann er die Satzung vorlegen lassen will. Aus leidvoller Erfahrung ist hinreichend bekannt: <strong>Zwischen Worten und Taten</strong> lässt der Magistrat oftmals sehr viel Zeit vergehen. </p>
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