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	<title>Köppler Bernd &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Köppler Bernd &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Kein Platz für Kinder: Kita-Eltern machen Druck auf Politik – es wirkt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2024 10:43:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Krämer Birgit]]></category>
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		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Eltern aus Hofheim haben eine Bürgerinitiative gegründet: Sie fordern mehr Betreuungsplätze für ihre Kinder. Das zeigt prompt Wirkung: Die Kommunalpolitiker drängen den Magistrat, endlich Maßnahmen gegen den Kita-Notstand zu ergreifen. Am Mittwoch will das Stadtparlament darüber beraten und entscheiden. Doch was, wenn sich die Verwaltung weiterhin einfach nicht bewegt?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Endlich sind sie aufgewacht. </strong>Allerdings: Wenn wir <strong>genauer hinschauen</strong>, erkennen wir, dass es für viele Betroffene zu spät ist, <strong>viel zu spät!</strong></p>



<p>Plötzlich entwickeln die <strong>Hofheimer Stadtverordneten</strong> mit Nachdruck immer <strong>neue Ideen</strong> <strong>und</strong> <strong>Vorschläge</strong>, wie der <strong>Mangel an Kita-Plätzen</strong> behoben werden könnte. Die aufgeregte Bemühtheit verwundert ein wenig, denn das Problem ist <strong>nicht neu</strong>: Es schwelt seit Monaten, besser: <strong>seit Jahren</strong>, ohne dass eine Lösung<strong> in Sicht </strong>wäre. Gleichzeitig scheint der zuständige <strong>Stadtrat Bernhard Köppler</strong> (SPD) völlig überfordert. Er schafft es nicht einmal, kleinere Maßnahmen<strong> zügig umzusetzen</strong> &#8211; zuletzt <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/24/kita-not-und-eltern-aufstand/#Kita-Notstand_I_Dorftheater_um_einen_Bauwagen">zu beobachten</a> beim <strong>Waldkindergarten in Lorsbach</strong>.</p>



<p>Was wir jetzt erleben, kann als <strong>Lehrstück gelebter Demokratie</strong> dienen: Denn die Stadtverordneten rühren sich nicht, weil <strong>ein Problem dringlich</strong> geworden ist – das ist es, wie gesagt, <strong>schon lange</strong>. Nein, die <strong>Kommunalpolitik ist aufgewacht</strong>, weil sich betroffene Eltern zusammengeschlossen und <strong>eine</strong> <strong>Bürgerinitiative</strong> gegründet haben:</p>



<p><em>„Hofheimer Kinder – Für mehr Betreuungsplätze“</em> nennt sie sich. Die <strong>Unzufriedenheit mit der Lokalpolitik</strong> formiert sich, in einer <a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Gruppe</a> tauscht man sich aus und <strong>formuliert Forderungen</strong>&#8230;</p>



<p><strong>Ein paar hundert Eltern</strong> &#8211; das sind auch<strong> ein paar hundert Wähler</strong>: Der organisierte Protest wirkt auf <strong>Lokalpolitiker</strong> wie eine <strong>Adrenalinspritze</strong>: Das <strong>Herz</strong> pumpt schneller, der <strong>Blutdruck</strong> steigt, die <strong>Atmung</strong> geht schneller&#8230;</p>



<p>Letztens tagte der <strong>Jugend- und Sozialausschuss</strong>, die Mitglieder wirkten wie <strong>aufgedreht</strong>. Die <strong>CDU/FDP/FWG-Koalition</strong>, die sonst nicht müde wird, <strong>das vermeintliche Expertentum</strong> in der Stadtverwaltung gegen jedwede Kritik in Schutz zu nehmen, forderte <em>&#8222;ein rasches Agieren und Handeln seitens der Stadt&#8220;</em>:</p>



<p>Ein weiteres Warten auf Kita-Plätze, die erst <strong>in einigen Jahren</strong> zur Verfügung stehen, sei <em>&#8222;für die Eltern, die heute auf einen Kita-Platz warten, nicht tragbar&#8220;</em>, heißt es in einem Antrag. <strong>Der Magistrat</strong> solle <em>&#8222;kurzfristig (ab Sommer 2024) eine Interims-Kita für bis zu 50 Kinder in Container- oder in Modulbauweise&#8220;</em> einrichten.</p>



<p>Für die <strong>Bürger für Hofheim</strong> (BfH) forderte<strong> Michael Schulz</strong>, den Einsatz <strong>von qualifiziertem ausländischen Personal</strong>&nbsp;zu prüfen. <strong>Birgit Krämer</strong> von der <strong>CDU</strong> beantragte, <strong>eine zentrale Anmelde-Software&nbsp;</strong>anzuschaffen. </p>



<p>Alle dafür, <strong>einstimmig</strong>!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="565" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/CDU-Wahlwerbung-Hessenwahl-04-2023.jpg" alt="Kinder" class="wp-image-42523" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/CDU-Wahlwerbung-Hessenwahl-04-2023.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/CDU-Wahlwerbung-Hessenwahl-04-2023-300x212.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/CDU-Wahlwerbung-Hessenwahl-04-2023-768x542.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch das ist gelebte Demokratie: Mit solchen Sprüchen ging Hessens CDU im letzten Jahr auf Wählerfang – und es hat auch funktioniert. Heute sind wir schlauer: Mit Sprüchen allein wird die Kita-Not in Hofheim nicht behoben.</figcaption></figure>
</div>


<p>Erinnert wurde auch an einen<strong> seit März</strong> vorliegenden Vorschlag, die <strong>Betreuungszeiten</strong> <strong>zu</strong> <strong>optimieren</strong>: Dann könnten <strong>mit dem vorhandenen Personal</strong> vielleicht mehr Kinder betreut werden.</p>



<p>Klingt alles gut. Aber ob das wirklich <strong>auf die Schnelle</strong> hilft? </p>



<p>Bereits <strong>Anfang letzten(!) Jahres</strong> hatte die<strong> CDU/FDP/FWG-Koalition</strong> die Verwaltung beauftragt, verschiedene <strong>Standorte für Kita-Container</strong> zu prüfen – zum Beispiel das leerstehende <strong>Exerzitienhaus</strong> auf dem Kapellenberg. Der Beschluss wurde im <strong>Februar 2023</strong> gefasst; ein Jahr später, im <strong>Februar 2024</strong>, berichtete die Lokalpresse: Dem Orden liege <em>&#8222;keine Anfrage vor, beispielsweise eine Container-Kita auf dem Gelände aufzustellen&#8220;.</em></p>



<p>Die <strong>Linke</strong> hatte um Prüfung gebeten, ob auf dem <strong>Parkplatz hinter der alten Stadtbücherei</strong> Kita-Container aufgestellt werden könnten. In diesem Fall kam die Antwort ganz schnell: <strong>Abgelehnt</strong> – unter anderem, weil dort Mitarbeiter des Rathauses <strong>ihre Autos parken</strong>.</p>



<p><strong>Alternative Standorte</strong> wurden von der Verwaltung leider auch<strong> nicht genannt.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Exerzitienhaus.jpg" alt="" class="wp-image-42536" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Exerzitienhaus.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Exerzitienhaus-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">War ein Vorschlag: Auf dem Gelände des Exerzitienhauses könnte man übergangsweise eine Kita einrichten.  </figcaption></figure>
</div>


<p>Man kann Hofheims Stadtverordneten <strong><span style="text-decoration: underline;">nicht</span> vorwerfen</strong>, dass sie die Verwaltung <strong>nicht drängen</strong>, das Problem anzugehen.</p>



<p>Es gehört allerdings auch zur Aufgabe der gewählten Bürgervertreter, <strong>die</strong> <strong>Verwaltung zu</strong> <strong>kontrollieren</strong>. Wenn diese erkennbar nichts zur <strong>Lösung eines Problems </strong>unternimmt, ja, manchmal sogar den Eindruck erweckt, <strong>sich</strong> <strong>Lösungen</strong> <strong>zu</strong> <strong>verweigern</strong>: Dann funktioniert das in Hofheim deshalb, weil sich <strong>die Mehrheit im Parlament</strong> gleichgültig verhält. Lieber <strong>schweigt</strong> und <strong>wegduckt</strong>.</p>



<p>Das ist natürlich auch <strong>bequemer</strong>.</p>



<p>Nur: Die Bürger müssen&#8217;s ausbaden. Im konkreten Fall: <strong>ein paar hundert Eltern</strong>, die für ihre Kinder<strong> keine Betreuung</strong> finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Magistrat hat die besten Standorte nicht genutzt</h2>



<p>Es gab <strong>sehr gute Standorte</strong>, die längst hätten genutzt werden können &#8211; wenn die Stadtpolitiker nur <strong>gewollt</strong> hätten und sich die Verwaltung etwas mehr <strong>für Eltern-Interessen</strong> engagieren würde:</p>



<p><strong>Hinter der Tierklinik </strong>liegt ein städtisches Grundstück. Jahrelang passierte dort nichts. Dann wollte sich die Klinik dort <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/19/tierklinik-zulassungsstelle/">mit dem Segen der Stadt</a> erweitern. Man hätte dort <strong>Kita-Container </strong>aufstellen können, wenn man nur gewollt hätte.</p>



<p>Dann <strong>Planänderung</strong>: Jetzt werden dort <strong>kleine Häuschen für Flüchtlinge</strong> aufgestellt.</p>



<p>Hier soll keinesfalls <strong>die</strong> <strong>Flüchtlingsproblematik gegen den Kita-Notstand </strong>ausgespielt werden. Aber warum das Grundstück nicht längst<strong> für Kita-Container</strong> genutzt wird: Das hätte man <strong>von den beamteten Rathauspolitikern</strong> schon gerne erfahren.</p>



<p>Ein weiteres Beispiel:</p>



<p>Die Stadt besitzt<strong> gegenüber dem Landratsamt</strong> ein größeres Grundstück, das die Kreisbehörde <strong>als Parkplatz</strong> angemietet hatte. <strong>Anfang 2023</strong> hat der Kreis mitgeteilt, dass er auf dem Grundstück <strong>Container für Flüchtlinge</strong> aufstellen lässt. Wir hatten damals<strong> im Rathaus</strong> nachgefragt: Warum wurden auf dem Parkplatz nicht schon längst <strong>Container für eine Kita </strong>aufgestellt? Das gab es zur Antwort: <em>&#8222;Es war &#8211; im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis &#8211; nicht das Bestreben der Stadt, die Nutzungsvereinbarung mit dem Kreis zu kündigen, um anderweitige Herausforderungen zu bewältigen&#8220;.&nbsp;</em></p>



<p>So ist das in Hofheim: Der <strong>CDU-Bürgermeister</strong> nimmt dem <strong>CDU-Landrat</strong> doch keine Parkplätze weg! Sollen <strong>die Eltern</strong> sehen, wo sie mit <strong>ihren</strong> <strong>Blagen</strong> bleiben&#8230;</p>



<p>Jetzt ein neuer Versuch, dem Magistrat <strong>etwas mehr Engagement</strong> abzuringen. <strong>CDU/FDP/FWG </strong>schreiben in ihrem Antrag: <em>&#8222;Zur Betreuung von bis zu 50 Kindern sind mindestens 5 Container nötig und eine Fläche von rund 1.000 Quadratmetern.&#8220;</em> Städtische Grundstücke auf der <strong>Drachenwiese am Landratsamt</strong> oder in der Nähe des <strong>Sportparks Heide</strong> böten sich an, auch private Grundstücke am <strong>Steinberg</strong> oder in <strong>Marxheim (Nähe Bürgerhaus)</strong>.</p>



<p><strong>Barbara Grassel von den Linken</strong> beantragte ergänzend: Dann sollte man gleich auch andere Grundstück in die Prüfung einbeziehen – <strong>Elisabethenstr. 3</strong>, die ehemalige Kurklinik in der <strong>Kurhausstraße</strong> und das ehemalige Polar-Mohr-Gelände an der <strong>Homburger Straße</strong>, wo ein privater Investor 100 Wohnungen bauen will.</p>



<p>Man fragt sich natürlich, warum der <strong>Magistrat</strong> angesichts der bekannten <strong>Notlage</strong> nicht längst gehandelt hat. Aber so arbeitet man wohl im <strong>Hofheimer Rathaus</strong> – hier noch ein Beispiel:</p>



<p><strong>Vor fünf Jahren</strong> präsentierte die Verwaltung die <strong>&#8222;Webkita&#8220;</strong> – eine Unterseite der städtischen Homepage, auf der <strong>Kita-Plätze </strong>und <strong>Schulkindbetreuung</strong> in allen Stadtteilen und von allen Trägern aufgelistet waren. &#8222;<em>Die Anmeldung bei allen Hofheimer Betreuungseinrichtungen und angemeldeten Tagespflegestellen kann schnell und unkompliziert über das Onlineportal auf der Homepage der Stadt Hofheim vorgenommen werden&#8220;</em>, hieß es damals.</p>



<p><strong>Die Homepage der Stadt </strong>wurde kürzlich komplett überarbeitet. Die <strong>&#8222;Webkita&#8220;</strong> wird im neuen Look weiterhin groß <a href="https://www.hofheim.de/leben-in-hofheim/gesellschaft-und-soziales/kinder/onlineanmeldung-webkita/" target="_blank" rel="noopener">angekündigt</a>, doch wer sie <a href="https://www.webkita2.de/hofheim/start;jsessionid=B69B6C4379C8D9463FA55FA587B5086A?0" target="_blank" rel="noopener">aufruft</a>, wähnt sich <strong>in der Internet-Steinzeit</strong>. Sogar <strong>das alte Stadtwappen</strong> ist noch groß abgebildet&#8230;</p>



<p>Die <strong>FDP-Fraktion</strong>, die dieses &#8222;Angebot&#8220; wohl nicht kennt, hat jetzt <strong>einen</strong> <strong>Antrag gestellt</strong>: Der Magistrat soll prüfen, <em>&#8222;ob die Kommunikation zwischen den Einrichtungen und den Eltern durch den Einsatz digitaler Medien – wie der Kita-Info-App – verbessert werden kann&#8220;.</em></p>



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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405.jpg"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405.jpg" alt="Webkita2 202405" class="wp-image-42527" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405-300x169.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf der neuen Webseite der Stadt Hofheim wird eine &#8222;Webkita&#8220; angeboten&#8230;</figcaption></figure>
</div></div>



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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152.jpg" alt="Webkita 202405 e1716205522152" class="wp-image-42526" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152-300x169.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;die sich jedoch bei näherem Hinschauen als ziemlich veraltet erweist.</figcaption></figure>
</div></div>
</div>



<p>Ein weiteres Beispiel?</p>



<p><strong>Ende 2022</strong> war es der Sozialausschuss leid, von der Verwaltung<strong> mit unklaren Informationen</strong> zur Situation der Kitas <strong>hingehalten</strong> zu werden. Man beschloss, dass die Verwaltung<strong> regelmäßig Quartalsberichte</strong> vorlegen soll.</p>



<p><strong>Anfang dieses Monats</strong> monierte die Linke,<em> &#8222;dass der Magistrat in der letzten Zeit dieser Verpflichtung nicht bzw. verspätet nachgekommen ist&#8220;</em>.<strong> Stadtrat Köppler</strong> reichte daraufhin kürzlich die Berichte für das <strong>dritte und vierte Quartal 2023</strong> nach. Zugleich kündigte er an, die Quartalsberichte für das erste Halbjahr 2024 erst <strong>im Herbst</strong> vorlegen zu wollen – <em>&#8222;wegen krankheitsbedingter Abwesenheit und Stellenvakanzen&#8220;.</em></p>



<p>Wenn die Stadtspitze<strong> das Kita-Problem ernst</strong> <strong>nimmt</strong>, weiß sie es gut <strong>zu</strong> <strong>verbergen</strong>&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr Platz für Kita-Kinder ist Thema im Stadtparlament</h2>



<p>Bisher wurde <strong>jede Nachfrage nach Kita-Plätzen</strong> mit dem Hinweis auf <strong>geplante Neubauten</strong> abgewiesen. An der <strong>Hattersheimer Straße </strong>soll eine Kita gebaut werden, wenn Polar Mohr abgerissen wird und dort 500 Wohnungen entstehen. An der<strong> Homburger Straße</strong> sollen eines (unbekannten) Tages rund 100 Wohnungen entstehen, darunter auch eine neue Kita&#8230;</p>



<p><strong>Beide Projekte</strong> sind allerdings noch <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Planung</strong>, die Kitas werden erst<strong> in einigen Jahren</strong> stehen.</p>



<p>Inzwischen zeigen sich erste Politike<strong>r schwer genervt</strong> von den immer gleichen Hinweisen auf künftige Bauprojekte. <strong>Andreas Hegeler (CDU) </strong>konstatierte im Sozialausschuss unwirsch: <em>&#8222;Vor 2028 wird das doch nichts!&#8220;</em> Den Eltern, die <strong>heute</strong> einen Platz für ihr Kind suchen, sei <strong>mit solchen Visionen nicht geholfen.</strong></p>



<p>Das Schlusswort wollen wir hier dem Rathauschef überlassen. <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong>, der sich den Vorwurf gefallen lassen muss, mit <strong>Bernhard Köppler </strong>den denkbar ungeeignetsten Mann <strong>mit dem wichtigen Kita-Thema</strong> betraut zu haben, sagte im Sozialausschuss: Er freue sich, dass <strong>an vielen kleinen Stellschrauben</strong> gedreht werde. Er hoffe auch, dass <strong>der Magistrat</strong> für die nächste Stadtverordnetenversammlung <strong>einige Informationen vorbereitet</strong> habe.</p>



<p>Wer möchte, kann es live miterleben: Das <strong>Stadtparlament</strong> tagt an diesem<strong> Mittwoch, 22. Mai,</strong> ab 18 Uhr in der Stadthalle – <strong>öffentlich</strong>. Gleich vier Kita-Anträge stehen zur Abstimmung. Alle werden angenommen, garantiert.</p>



<p>Aber ob sich die Stadtverwaltung <strong>dann auch bewegt?</strong></p>



<p>Das steht <strong>auf einem anderen Blatt. </strong></p>



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