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	<title>Winter Gudrun &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Winter Gudrun &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<item>
		<title>&#8222;Künstliche Bäume&#8220;: Fiel Hofheim auf großmäulige Werbesprüche rein?</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2022 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Winter Gudrun]]></category>
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					<description><![CDATA[In Hofheim sollen sogenannte "Smart City Trees" aufgestellt werden. Das hat Bürgermeister Christian Vogt (CDU) kürzlich angekündigt: Die großformatigen Schränke sollen angeblich für bessere Luft sorgen. Nach unserem Bericht meldeten sich Leser: Die Dinger sind teuer, taugen aber nicht. Wir sind dem nachgegangen – es stimmt: Viele Städte Deutschlands haben die "künstlichen Bäume" längst wieder abgebaut. Vogt ist offenbar auf Werbesprüche des Herstellers reingefallen...

Außerdem: Umbrellas verschandeln Altstadt +++ Kreisblatt gibt sich für Flüchtlingshetze her +++ Die gute Nachricht: Arbeit der Beiräte findet Beachtung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Gleich der erste Bericht im Hofheim/Kriftel-Newsletter nach der Sommerpause hat für muntere Diskussionen in der Stadt gesorgt und auch für Kopfschütteln und Verständnislosigkeit: </strong><a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/03/blumenpflege-und-kuenstliche-baeume/">&#8222;<strong>Hofheim stellt jetzt künstliche Bäume auf</strong>“</a><strong> lautete die Überschrift – Bürgermeister Christian Vogt hatte angekündigt, sich für bessere Luft in Hofheim einsetzen und deshalb sogenannte &#8222;Smart City Trees&#8220; aufstellen zu wollen. Hätte er sich doch vorher etwas besser informiert! Er ist wohl auf plumpe Werbesprüche reingefallen.</strong></p>



<p>City Trees – also <strong>Stadt-Bäume</strong> – sind in Wahrheit keine Bäume, sondern meterhohe Schränke, in denen Moos wächst. Die <strong>Werbung</strong> der ostdeutschen Firma <a href="https://greencitysolutions.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Green City Solutions GmbH&#8220;</a> verkündet <strong>vollmundig</strong>: <em>&#8222;Der City Tree ist der weltweit erste Biotech Feinstaubfilter für urbane Räume.&#8220; </em><strong>Verschmutzte, warme Luft</strong> werde durch integrierte Ventilatoren angesaugt, durch <strong>Moosmatten</strong> geleitet und dabei <strong>gereinigt</strong> und <strong>gekühlt</strong>. <em>&#8222;Integrierte Moosmodule bringen den Wald in die Stadt und sorgen für nachweislich und spürbar saubere Luft.&#8220;</em></p>



<p>&#8222;<em>Moosmodule bringen den Wald in die Stadt</em>“: Solchen <strong>Werbesprüchen</strong> sollte man nur mit <strong>größtem</strong> <strong>Misstrauen</strong> begegnen! Hat man im Hofheimer Rathaus aber wohl für nicht notwendig befunden – und ist voll drauf <strong>reingefallen</strong>&#8230;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Citytree-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="391" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Citytree-1.jpg" alt="20220901 Citytree 1" class="wp-image-22879" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Citytree-1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Citytree-1-300x183.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild zeigt einen Screenshot von der Webseite der Firma Green City Solutions. &#8222;Wir bringen die Natur zurück in die Stadt&#8220; – mit derartigen Sprüchen wird für die &#8222;City Trees&#8220; geworben.</figcaption></figure>
</div>


<p>Nach unserem Bericht meldeten sich mehrere Leser: Was <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> vorhabe, sei reine <strong>Geldverschwendung</strong>. Denn die <strong>Versprechungen</strong> des Herstellers seien längst als <strong>übertrieben</strong> entlarvt: Die &#8222;Stadt-Bäume&#8220; seien <strong>teuer</strong> in der <strong>Anschaffung</strong> wie auch in der <strong>Unterhaltung</strong>. <em>&#8222;Und dann taugen die Dinger nicht mal was&#8220;, </em>schrieb ein Leser und wies darauf hin: Etliche Städte hätten sich der City Trees schnell wieder entledigt.</p>



<p>Machen wir uns auf die <strong>Spurensuche</strong>:</p>



<p>City Trees wurden in <strong>Tübingen</strong> aufgestellt – im <a href="https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Das-Aus-fuer-den-City-Tree-in-der-Tuebinger-Muehlstrasse-koennte-im-Herbst-kommen--378104.html" target="_blank" rel="noopener">Tagblatt</a> lesen wir: <em>&#8222;Das Aus für den ,City Tree&#8216; in der Tübinger Mühlstraße könnte im Herbst kommen. Oberbürgermeister Boris Palmer sagte </em>(&#8230;)<em>: ,Es kann zur Wirksamkeit keine verlässliche Aussage getroffen werden. Sie ist nicht sehr wahrscheinlich.</em>’“</p>



<p>Auch <strong>Ludwigsburg</strong> hat Geld für die &#8222;Stadt-Bäume&#8220; ausgegeben. In einem Bericht der <a href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.projekt-in-ludwigsburg-gescheitert-keine-wirkung-mooswand-wird-wieder-abgebaut.308e4d23-7a0a-4357-aae9-bce17eaf0ce3.html" target="_blank" rel="noopener">Stuttgarter Zeitung</a> heißt es: <em>&#8222;Die Mooswand mit dem klangvollen Namen Green City Tree am Ludwigsburger Karlsplatz wird wieder entfernt. </em>(&#8230;) <em>Der Grund: Das Moos hat offenbar nicht dazu geführt, dass die Luft in der Umgebung sauberer geworden ist.&#8220;</em></p>



<p>In <strong>Essen</strong> sollten City Trees für saubere Luft auf dem Bahnhof sorgen. <a href="https://www.derwesten.de/staedte/essen/von-wegen-gruene-hauptstadt-city-tree-verrottet-im-essener-hbf-id210821485.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Westen</a> schrieb: &#8222;<em>Von wegen Grüne Hauptstadt: City Tree verrottet im Essener Hbf&#8220;</em>. Die <a href="https://www.nrz.de/staedte/essen/der-city-tree-in-der-essener-city-hat-wieder-schlapp-gemacht-id212397877.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Neue Ruhr-Zeitung</a> schlagzeilte: <em>&#8222;Der City-Tree in der Essener City hat wieder schlapp gemacht&#8220;. </em></p>



<p>Der <a href="https://www.deutschlandfunk.de/tolle-idee-was-wurde-daraus-152.html" target="_blank" rel="noopener">Deutschlandfunk</a> erinnerte kürzlich an ein Pilotprojekt in <strong>Stuttgart</strong>:<em>&nbsp;&#8222;Die Bilanz war ernüchternd&#8220;</em>, heißt es in dem Bericht, &#8222;<em>die Erwartungen wurden enttäuscht</em>“. Es habe &#8222;<em>keine messbare Reduktion der Feinstaubwerte&#8220;</em> gegeben, das Projekt sei deshalb gestoppt worden: <em>&#8222;Der ehemalige Mooswand-Verantwortliche Rainer Kapp sieht in Stuttgart derzeit kein Potenzial für weitere Versuche: ,Wir kommen nicht mehr zurück zu Mooswand-Installationen, jedenfalls nicht mit dem Ziel Luftreinhaltung, Schadstoff-Reduktion.</em>’“</p>



<p>Auch <strong>Frankfurt</strong> plant City-Trees. Die <a href="https://www.fnp.de/frankfurt/kunstbaeume-frankfurt-city-trees-spalten-gemueter-10459373.html" target="_blank" rel="noopener">Frankfurter Neue Presse</a> berichtete: <em>&#8222;Ein Sprecher des Umweltbundesamtes hält wenig vom Kunst-Grün: Zu gering sei die Fläche der Mooswand, um eine nennenswerte Menge von Partikeln aus der Atmosphäre zu filtern. Zudem sei die Windgeschwindigkeit hierzulande nicht ausreichend, um genügend Feinstaub zu den Moosen zu transportieren. Dadurch sei die Reichweite der Filteranlagen äußert begrenzt.&#8220;</em></p>



<p>Die Stadt <strong>Braunschweig</strong> hat ihre Begrünungsmaßnahmen auf Wirksamkeit überprüft, das <a href="https://www.braunschweig.de/leben/im_gruenen/integrierter-klimaschutz-mit-urbanem-gruen/gebaeudebegruenung.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Urteil der Fachleute</a> lautete: <em>&#8222;Die Aufstellung der Mooswände wurde im Juni 2019 abgeschlossen. (&#8230;) Aufgrund technischer Probleme und Mängeln in der Dienstleistung des Herstellers kam es zu erheblichen Erhebungslücken im bisherigen Messzeitraum. Die für die Begleitforschung beauftragte TU Braunschweig kann die Wirksamkeit der Mooswände im Bericht ,Untersuchung des Feinstaubreduktionspotentials einer Mooswand (CityTree, Fa. Green City Solutions)&#8216; an den Standorten nicht bestätigen.&#8220;</em></p>



<p>Das Nachrichtenportal <a href="https://regionalheute.de/braunschweig/viel-aufwand-kaum-effekt-projekt-mooswaende-wird-nicht-ausgeweitet-braunschweig-1616774043/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;regional heute&#8220;</a> berichtete später: &#8222;<em>Viel Aufwand, kaum Effekt: Projekt ,Mooswände&#8216; wird nicht ausgeweitet&#8220;</em>.</p>



<p>Im bekannten <a href="https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/klimaschutz-in-braunschweig-mit-dem-moos-ist-nix-los" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schwarzbuch</a>, in dem der <strong>Bund der Steuerzahler</strong> Beispiele <strong>öffentlicher Geldverschwendung</strong> dokumentiert, ist nachzulesen: Es <em>&#8222;konnte kein gesicherter Effekt der Braunschweiger Mooswände zur Feinstaubreduktion nachgewiesen werden. Vor diesem Hintergrund seien auch die Kosten für die Wartung der Mooswände (bis Ende 2021 circa 20.500 Euro), beispielsweise im Vergleich zu Bäumen, als hoch einzuordnen.&#8220;</em> Dann noch dieser Satz:<em> &#8222;Für 112.500 Euro hätten rund 75 Stadtbäume (inklusive Fertigstellungspflege) gepflanzt werden können.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-City-Tree-yy-e1662207245678.jpg"><img decoding="async" width="640" height="390" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-City-Tree-yy-e1662207245678.jpg" alt="20220901 City Tree yy e1662207245678" class="wp-image-22880" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-City-Tree-yy-e1662207245678.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-City-Tree-yy-e1662207245678-300x183.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So einfach soll&#8217;s gehen: Große Schränke pusten gereinigte Luft in die Stadt. Unser Bild ist ein Screenshot von der Green City Solutions-Webseite</figcaption></figure>
</div>


<p>Von alledem liest man natürlich <strong>kein Wort</strong> auf der <a href="https://greencitysolutions.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Webseite der Herstellerfirma</a>. Stattdessen finden sich dort zuhauf <strong>Werbesprüche</strong> wie <em>&#8222;Verbessern Sie die Luftqualität an den Luftverschmutzungshotspots und urbanen Hitzeinseln ihrer Stadt.&#8220;</em></p>



<p>Auch diesen Spruch lesen wir: <em>&#8222;Treten Sie mit Ihrem CityTree als medienwirksames CSR Motiv ins Rampenlicht.&#8220;</em> So ködert man <strong>Lokalpolitiker</strong>: CSR ist die Abkürzung von <strong>Corporate Social Responsibility</strong>&nbsp;und meint die soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Damit ins Rampenlicht treten zu können: Welcher Politiker würde da nicht zugreifen?</p>



<p>Christian Vogt fiel prompt drauf rein: Die<strong> meterhohen City-Tree-Schränke</strong>, die nach den Erfahrungen vieler Städte nichts taugen, sollen demnächst für <strong>viel Geld</strong> in Hofheim aufgestellt werden – weil der <strong>Bürgermeister</strong> es so will. Und als eifere er den <strong>Werbesprüchen</strong> des Herstellers nach, tönt Vogt in seiner <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/pressemeldung.php?showpm=true&amp;pmurl=https://www.hofheim.de/newsdesk/publications/Hofheim_am_Taunus/180010100000096027.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rathaus-Presssemeldung</a>: Mit den City Trees sollen<em> &#8222;konkrete und sofort sichtbare Maßnahmen umgesetzt werden, die die Lebensqualität der Hofheimerinnen und Hofheimer deutlich verbessern“</em>.</p>



<p>Wir haben in Hofheims Stadtverwaltung nachgefragt, ob<strong> die desaströse Bilanz</strong> der schrankartigen <strong>&#8222;Stadt-Bäume&#8220;</strong> nicht bekannt gewesen sei. Wir wollten wissen, warum der Bürgermeister <strong>große Versprechungen </strong>macht: Hätte man sich in der Verwaltung nicht <span style="text-decoration: underline" class="underline">vorher</span> mal informieren können?</p>



<p>Auf die Fragen wurden bisher <strong>nicht</strong> <strong>reagiert</strong>. Das ist auch eine Antwort: <strong>Schweigen</strong> kann<strong> sehr beredt </strong>sein.</p>



<p>Die Hofheimer müssen <strong>aufpassen</strong>, dass jetzt nicht auch sie auf <strong>Werbesprüche</strong> hereinfallen.</p>



<p class="has-text-align-center">+ + + + +</p>



<p><strong>Das Bild oben</strong> zeigt die <strong>vier Bäumchen</strong>, die zwischen neuer <strong>Sparkasse</strong> und <strong>Stadtbücherei</strong> gepflanzt wurden. Sie sollen hier als Beispiel dafür stehen, wie Bürger <strong>mit flotten Sprüchen</strong> getäuscht werden: Für die Neubauten mussten <strong>Bäume gefällt</strong> werden; als sich die Bürger empörten, versprach die Stadtspitze an gleicher Stelle einen „<strong>Platanenhain</strong>“. Ein Hain ist laut Duden ein kleiner Wald, für die Hofheimer fiel er klein und kümmerlich aus. Es gab&#8217;s nur vier magere Bäumchen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="umbrella"><a href="#umbrella">Für eine schöne Altstadt: Hängt die Umbrellas bitte ab!</a></h2>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220916-umbrella-2.jpg"><img decoding="async" width="640" height="523" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220916-umbrella-2.jpg" alt="20220916 umbrella 2" class="wp-image-23505" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220916-umbrella-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220916-umbrella-2-300x245.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Keine Zierde für den Platz zwischen Kellereigebäude und Hof Ehry: Zerfetzte Regenschirme baumeln an dünnen Drahtseilen, für die ein mächtiges Metallgerüst errichtet wurde.</figcaption></figure>
</div>


<p>Sie war der <strong>Sommerspaß</strong> für etliche Hofheimer: die <strong>Umbrella Road</strong>. Inzwischen sind allerorten flehentliche Bitten zu hören: <strong>Hängt endlich die Schirme wieder ab!</strong> Sie sind <strong>ausgebleicht</strong> von der vielen Sonne, einige wurden von Wind und Regen zerfetzt. <strong>Kein Schmuck für die Altstadt. </strong></p>



<p>Längst sind die leuchtenden Blicke <strong>einer sachlich-nüchternen Betrachtung</strong> gewichen. Einige finden, Hofheim habe gar keine richtige &#8222;Umbrella Road&#8220;, die Schirme seien auf zu viele kleine Standorte verteilt. Dazu die mächtigen Metallgerüste: Sie <strong>konterkarierten</strong> die eigentliche Idee, mit einem <strong>Meer von leuchtenden</strong> <strong>Farben</strong> ein Gefühl von <strong>Leichtigkeit</strong> und <strong>Freundlichkeit</strong> in die Stadt zu tragen.</p>



<p>Und dann gibt es die <strong>Nachdenklichen</strong>, die fragen: Ist das nicht <strong>sinnentleerte Ressourcenverschwendung</strong>? Was passiert denn mit den unansehnlich gewordenen <strong>Regenschirmen</strong>, wenn sie wieder abgehängt werden? Und überhaupt: Was kostete der Kurzzeit-Spaß eigentlich?</p>



<p>Wir haben die Fragen vor einiger Zeit an Hofheims Stadtverwaltung weitergereicht – erfolglos: Dort werden derlei Informationen wohl <strong>als behördliche Verschlusssache</strong> eingeordnet. Oder liegt&#8217;s an <strong>Hofem Schlofem</strong>, dass man sich im Rathaus selbst für schlichteste Auskünfte ganz lange Zeit lässt?</p>



<p>Egal! <strong>Den vielfachen Wunsch,</strong> die Altstadt endlich von den <strong>Regenschirmen</strong> zu <strong>befreien</strong>, wird man im<strong> Rathaus</strong> hoffentlich erhören – <strong>bitte bald</strong>!</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220915-Umbrella2-e1663340955419.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="460" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220915-Umbrella2-e1663340955419.jpg" alt="20220915 Umbrella2 e1663340955419" class="wp-image-23503" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220915-Umbrella2-e1663340955419.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220915-Umbrella2-e1663340955419-300x216.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Am Untertorplatz: Was fällt mehr auf – das Gerüst oder die Schirme? Schön sieht jedenfalls anders aus.</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220917-umbrella-e1663417581299.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="460" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220917-umbrella-e1663417581299.jpg" alt="20220917 umbrella e1663417581299" class="wp-image-23629" style="width:328px;height:235px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220917-umbrella-e1663417581299.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220917-umbrella-e1663417581299-300x216.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vor der Kirche: Eine Reihe Schirme baumelt verloren im Wind, einige zerfetzt, andere ausgebleicht.</figcaption></figure>
</div>
</div>



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<h2 class="wp-block-heading" id="kreisblatt"><a href="#kreisblatt">Kreisblatt gibt sich für Hetze gegen Flüchtlinge her</a></h2>



<p>Fängt jetzt auch das Kreisblatt mit<strong> Hetze</strong> <strong>gegen</strong> <strong>ukrainische</strong> <strong>Flüchtlinge</strong> an? Im Hofheimer Lokalteil wurde ein Leserbrief veröffentlicht, der <strong>übelste Stammtischparolen </strong>verbreitet. Als Absenderin ist <strong>Gudrun Winter</strong> genannt, die Überschrift lautet harmlos &#8222;<strong>Beobachtungen&nbsp;am Kapellenberg</strong>”. Dann ledert die Dame los:</p>



<p>Seit einiger Zeit würden<em> &#8222;teure bis sehr teure SUVs (bis rund 200.000 Euro) aus der Ukraine&#8220;</em> vor der <strong>Flüchtlingsunterkunft</strong> <strong>am</strong> <strong>Kapellenberg</strong> parken. Keines der Fahrzeuge käme <em>&#8222;auch nur annähernd aus dem umkämpften Gebiet&#8220;</em>. Wenn man bedenke, schreibt Frau Winter, dass die Mehrheit der Deutschen <em>&#8222;von der Hand in den Mund lebt&#8220;</em>, sei <em>&#8222;diese Großzügigkeit unverständlich&#8220;</em>. Außerdem frage sie sich, <em>&#8222;wie man in der Ukraine zu solch teuren Fahrzeugen kommt&#8220;</em>.</p>



<p>Wie bitte? Die Mehrheit der Deutschen lebt <em>von der Hand in den Mund</em>? Und wo steht geschrieben, das Fahrzeuge mit ukrainischen Kennzeichen <em>aus umkämpften Gebieten </em>kommen müssten? Was, bitte, will uns Frau Winter<strong> mit ihren wirren Worten</strong> eigentlich sagen?</p>



<p>Mit ihr Darstellung verbreitet sie<strong> rechte Hetze gegen Flüchtlinge</strong>. Geschichten von <strong>Luxusautos</strong>, in denen <strong>ukrainische Flüchtlinge</strong> durch Deutschland cruisen, werden auch von der <strong>Putins Kriegsp</strong><strong>ropaganda </strong>gestreut. Das Ziel ist durchschaubar: Die <strong>Solidarität</strong> mit geflüchteten Menschen soll <strong>untergraben</strong> werden.&nbsp;Die Masche der gezielten Desinformation ist seit 2015 bekannt. Damals hieß es: Wie können Menschen aus <strong>Syrien</strong> oder <strong>Afghanistan</strong> schutzbedürftig sein, wenn sie <strong>Smartphones</strong> haben?</p>



<p>Jetzt werden offenbar die ukrainischen Flüchtlinge <strong>ins Visier genommen</strong>. Die <strong>Stimmung</strong> gegen sie wird gezielt geschürt – jetzt auch bei uns, hier in Hofheim.</p>



<p>Dass die <strong>Lokalzeitung</strong> da mitmacht: <strong>Das entsetzt</strong>!</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="beiraete"><a href="#beiraete">Die gute Nachricht: Arbeit der Beiräte findet Beachtung</a></h2>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/10/20201004-Rathaus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/10/20201004-Rathaus.jpg" alt="Millionen-Mogelei" class="wp-image-800" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/10/20201004-Rathaus.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/10/20201004-Rathaus-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></figure>
</div>


<p>Es gibt in Hofheim drei Gremien, die <strong>unterhalb des Radarschirms</strong> der Öffentlichkeit wirken – was sehr schade ist: Sie heißen <strong>Ausländerbeirat</strong>, <strong>Seniorenbeirat</strong> und <strong>Inklusionsbeirat</strong>, ihre Mitglieder sind ehrenamtlich und zumeist hochengagiert tätig. Sie leisten <strong>unmittelbaren Dienst</strong> am Bürger, sie hätten dafür <strong>mehr</strong> <strong>Beachtung</strong> verdient.</p>



<p>Anfang des Jahres hatte der Hofheim/Kriftel-Newsletter <a href="https://hk-newsletter.de/2022/01/16/hofheim-diskriminiert-auslaenderbeirat/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">öffentlich gemacht</a>, dass die drei Beiräte von der Stadtverwaltung <strong>sträflich</strong> <strong>vernachlässig</strong> werden: Auf der städtischen Webseite gibt es ein <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Ratsinformationssystem/index.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Rats- und Bürgerinformationssystem&#8220;</a>, wo&nbsp;eigentlich <strong>alle</strong> <strong>Informationen</strong>&nbsp;über die kommunalpolitische Arbeit in der Stadt <strong>archiviert</strong> werden und <strong>abrufbar</strong> sein sollten. Dort aber wurden die drei Beiräte <strong>mit keinem Wort</strong> erwähnt:</p>



<p><strong>Keine Termine</strong>, <strong>keine</strong> <strong>Protokolle</strong> – als existierten die drei Beiräte in Hofheim überhaupt <strong>nicht</strong>. Als sollten sie nur <strong>unter Ausschluss der Öffentlichkeit</strong> wirken dürfen.</p>



<p>Nach dem Bericht gelangte man im Rathaus wohl zur <strong>Einsicht</strong>, dass ein solcher Umgang mit ehrenamtlichen Gremien als <strong>Abwertung ihrer Arbeit</strong> und auch als <strong>Diskrimierung</strong> gewertet werden muss. Man reagierte – leider, wie im Rathaus nicht unüblich, nur sehr langsam, <strong>sehr sehr langsam</strong>:</p>



<p>Der <strong>Seniorenbeirat</strong> wurde inzwischen in die Rubrik Ausschüsse/Ortsbeiräte aufgenommen. Warum der <strong>Ausländerbeirat</strong> wie auch <strong>Inklusionsbeirat</strong> noch fehlen? Die Gremien würden <em>&#8222;sukzessive ins Ratsinformationssystem mit eingepflegt&#8220;,</em> teilte<strong> Rathaus-Sprecherin Deike Wichmann</strong> mit. Auch die <strong>Tagesordnungen</strong> und <strong>Protokolle</strong> würden noch eingefügt, allerdings nur die der künftigen Sitzungen, nicht rückwirkend.</p>



<p><strong>Im normalen Wirtschaftsleben </strong>wäre die &#8222;Reparatur&#8220; von anerkannt fehlerhaftem Verhalten eine Sache von Stunden, allenfalls Tagen. Hier ist eine <strong>Behörde am Werk</strong>: Die Mitarbeiter im Hofheimer Rathaus brauchen offenbar <strong>Wochen und Monate</strong>.</p>



<p>Aber immerhin, das stimmt hoffnungsfroh: <strong>Sie bewegen sich! </strong></p>
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