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	<title>Kuske Ulrich &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Kuske Ulrich &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Wie das Schweigen des Bürgermeisters die Stadtgesellschaft spaltet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 15:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Backhaus Detlef]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Sebastian]]></category>
		<category><![CDATA[Kuske Ulrich]]></category>
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		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Vorrath Jonathan]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit einer an Penetranz grenzenden Hartnäckigkeit verbreitet Christian Vogt im Internet den Hashtag #hofheimstehtzusammen. Dabei ist die Stadtgesellschaft längst tief gespalten, und das ist nicht zuletzt auch ein "Verdienst" des CDU-Bürgermeisters. Ob es um Baugebiete wie Jungehag oder Vorderheide II geht, um den Hofheim-Pass und das "Chalet": Immer wieder ignoriert er die Interessen der Bürger. Er dreht sich einfach um – und schweigt. Schauen wir auf die Fakten hinter #hofheimstehtzusammen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Mit einer an Penetranz grenzenden Hartnäckigkeit verbreitet Christian Vogt im Internet den Hashtag #hofheimstehtzusammen. Dabei ist die Stadtgesellschaft längst tief gespalten, und das ist nicht zuletzt auch ein &#8222;Verdienst&#8220; des CDU-Bürgermeisters. Ob es um Baugebiete wie Jungehag oder Vorderheide II geht, um den Hofheim-Pass und das &#8222;Chalet&#8220;: Immer wieder ignoriert er die Interessen der Bürger. Er dreht sich einfach um – und schweigt. Schauen wir auf die Fakten hinter #hofheimstehtzusammen.</strong></p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> – unablässig wiederholt <strong>Christian Vogt </strong>diesen <a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/hashtags#:~:text=Als%20%E2%80%9EHashtag%E2%80%9C%20bezeichnet%20man%20ein,Klick%20auf%20das%20Hashtag%20einsehbar." target="_blank" rel="noopener">Hashtag</a>. <strong>Der CDU-Bürgermeister</strong> schreibt ihn unter nahezu jedem seiner<strong> Facebook-Posts</strong> (und er veröffentlicht sehr, sehr viele Facebook-Posts), er setzt ihn unter seine <strong>Instagram-Beiträge</strong>, er ließ ihn sogar mal<strong> als Aufkleber</strong> <strong>drucken</strong> (bezahlt aus der Stadtkasse)…</p>



<p><strong>Das gebetsmühlenartige Wiederholen</strong> der Wortkette wirkt inzwischen recht <strong>penetrant</strong>, und da fragt man sich natürlich: Was bezweckt er eigentlich damit?</p>



<p>In der <strong>Wahrnehmungspsychologie</strong> finden wir die Erklärung: Die Wissenschaftler reden von <em>„Illusory Truth Effect“</em>, übersetzt: illusorischer Wahrheitseffekt. Gemeint ist: Menschen <strong>glauben</strong> <strong>eine</strong> <strong>Aussage</strong> <strong>eher</strong>, wenn sie ihnen <strong>öfter</strong> präsentiert wird – unabhängig von der tatsächlichen Richtigkeit. Studien beweisen, dass <strong>das ständige Wiederholen einer Aussage</strong> dazu führt, dass sie als <strong>vertrauenswürdig</strong> eingeschätzt wird – selbst wenn sie <strong>erkennbar falsch</strong> ist.</p>



<p>So ist das auch in diesem Fall: <strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> – in der <strong>Endlosschleife der Wiederholungen</strong> täuscht der Bürgermeister den Bürgern einen <strong>gesellschaftlichen</strong> <strong>Zusammenhalt</strong> vor und verstellt auf diese Weise wie in einem <strong>Potemkinschen Dorf</strong> den Blick auf die Wirklichkeit:</p>



<p>Die Stadtgesellschaft ist <strong>gespalten</strong>, und eine gehörige Portion <strong>Mitschuld</strong> daran trifft ihn selbst. Ausgerechnet er, <strong>der</strong> <strong>Bürgermeister</strong>, der sich permanent zu allen möglichen Themen zu Wort meldet – in unzähligen Rathaus-Mitteilungen, in sozialen Netzwerken, in Internetvideos: <strong>Er</strong> <strong>schweigt</strong>, wenn von ihm <strong>Klarheit</strong> und <strong>Wahrheit</strong> erwartet wird.</p>



<p>Wir erlebten es<strong> in jüngster Zeit</strong> wiederholt: Wenn <strong>Interessen</strong> <strong>„seiner“ Bürger </strong>betroffen sind, dreht sich Christian Vogt nahezu demonstrativ um –&nbsp;und sagt <strong>kein Wort</strong>.</p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> – hier sind Fakten dazu. <strong>Vier</strong> <strong>Beispiele</strong> aus der letzten Zeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bürgerinitiative wird vom Bürgermeister ausgetrickst</h2>



<p><strong>Am Rande von Wildsachsen</strong> will ein Mainzer Unternehmer rund<strong> 50 Wohnungen</strong> bauen. Das Projekt ist <strong>nicht</strong> <strong>unumstritten</strong>, weil Natur im großen Stil <strong>zerstört</strong> wird. Andererseits: Wohnraum fehlt bekanntlich…</p>



<p>Letztens kamen <strong>Baufahrzeuge</strong> und planierten Wiesen und Felder. Kaum einer hatte damit gerechnet, <strong>Entsetzen</strong> machte sich breit: Dürfen die das einfach?</p>



<p>In der kurzen <strong>Chronologie</strong> wird erkennbar, wie <strong>die Interessen von Bürgern</strong> im Hofheimer Rathaus <strong>ausgetrickst</strong> wurden:</p>



<p><strong>Der Bebauungsplan Jungehag</strong> war <strong>2022</strong> mehrheitlich vom Stadtparlament <strong>verabschiedet</strong> worden.</p>



<p>Schon wenig später fällte das <strong>Bundesverwaltungsgericht</strong> (BVG) ein <a href="https://www.bverwg.de/pm/2023/59" target="_blank" rel="noopener">Urteil</a>, das bis nach Hofheim ausstrahlte: Freiflächen außerhalb einer Gemeinde dürfen<em> „nicht im beschleunigten Verfahren(…) ohne Umweltprüfung überplant werden“</em>. Genau das aber war in Jungehag passiert: Die Flächen im Außenbereich waren <strong>ohne Umweltprüfung</strong> zu Bauland erklärt worden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="573" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Jungehag-202403.jpg" alt="Jungehag 202403" class="wp-image-40452" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Jungehag-202403.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Jungehag-202403-300x269.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bagger sorgten für Fakten: Im Baugebiet Jungehag begannen die Bauarbeiten – ohne Umweltprüfung.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die <strong>Bürgerinitiative „Grün statt Grau“,</strong> die gegen das Baugebiet kämpft, witterte nach dem Urteil <strong>eine Chance</strong>. Im September letzten Jahres schrieb ihr <strong>Sprecher Ulrich Kuske</strong> ans Rathaus: Man erhebe „<em>Mängelrüge wegen Verfahrensfehler“,</em> der Bebauungsplan sei <em>&#8222;für ungültig zu erklären&#8220;</em>.</p>



<p>Kurz darauf beschloss auch die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong>, dass die <strong>Umweltprüfung</strong> <strong>nachgeholt</strong> werden soll. Das werde, so hieß es, <strong>den Baustart deutlich verzögern.</strong></p>



<p>Im Rathaus geschah erst einmal: <strong>nichts</strong>.</p>



<p>Am <strong>17. Februar dieses Jahres</strong>, also vor gerade mal vier Wochen, schrieb <strong>BI-Vorsitzender Kuske </strong>noch einmal ans Rathaus, diesmal direkt an <strong>Bürgermeister Vogt</strong>: Er bat um Auskunft, wie das Verfahren <strong>weitergehe</strong> und welche Termine <strong>geplant</strong> seien.</p>



<p>Die Antwort kam <strong>schnell</strong>, und das hätte <strong>stutzig</strong> machen müssen, denn normalerweise reagiert Hofheims Stadtverwaltung <strong>in</strong> <strong>ganz</strong> <strong>anderen</strong> <strong>Zeitdimensionen</strong>. Vogt schrieb am<strong> 27. Februar</strong>: Er könne zum zeitlichen Rahmen des Verfahrens <em>„noch keine konkreten Aussagen machen“.</em></p>



<p>Es klang wie: nur <strong>ein</strong> <strong>bisschen</strong> <strong>Geduld</strong>, dann werden wir informieren, wie’s <strong>weitergeht</strong>.</p>



<p>Heute wissen wir: Es war <strong>ein</strong> <strong>Täuschungsmanöver</strong>:</p>



<p>Denn unmittelbar nach Vogts Schreiben, am <strong>1. März</strong>, fuhren die <strong>Bagger</strong> in Jungehag auf: Die Natur wurde <strong>platt</strong> <strong>gemacht</strong> <strong>–</strong> <strong>ohne</strong> <strong>Umweltprüfung</strong>.</p>



<p>Große <strong>Empörung</strong>: Müsste die Stadt nicht <strong>eingreifen</strong> und die Bauarbeiten <strong>stoppen</strong>?</p>



<p>Wir fragten im Rathaus nach und bekamen von <strong>Behördensprecher Jonathan Vorrath</strong> als Antwort: Das Schreiben im September (<em>„Mängelrüge“, „Verfahrensfehler“</em>) sei nur <em>&#8222;die Meinung der Bürgerinitiative&#8220;</em> gewesen: Wer den Bebauungsplan für ungültig halte, müsse schon einen <strong>Normenkontrollantrag</strong> <strong>beim</strong> <strong>Verwaltungsgerichtshof</strong> einreichen. Die Frist dazu sei in diesem Fall allerdings bereits <strong>Mitte</strong> <strong>Dezember</strong> <strong>abgelaufen</strong>: Damit sei <strong>der</strong> <strong>Bebauungsplan</strong> <strong>rechtskräftig</strong>.</p>



<p><strong>Dumm gelaufen</strong> für die Bürgerinitiative – der Investor reibt sich die Hände.</p>



<p>Warum der Bürgermeister <strong>nicht dafür gesorgt</strong> hat, dass die <strong>Bürgerinitiative</strong> – es sind ja eigentlich <strong>&#8222;seine Bürger&#8220;</strong> – rechtzeitig und umfassend über das komplizierte Verfahren <strong>aufgeklärt</strong> wurde: Das bleibt <strong>sein</strong> <strong>Geheimnis</strong>.</p>



<p>Warum er noch Ende Februar so tat, als sei alles in der Schwebe: <strong>Das ist</strong> <strong>unerklärlich</strong>.</p>



<p>Der Fall macht erkennbar: <strong>Hofheims CDU-Bürgermeister</strong> interessiert sich nicht für die <strong>Interessen &#8222;seiner&#8220; Bürger.</strong></p>



<p>Die <strong>Interessen</strong> <strong>eines</strong> <strong>Investors</strong>, die sind ihm allemal <strong>wichtiger</strong>.</p>



<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Wie Bürgermeister Vogt seine Wähler täuschte</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="640" height="438" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vogt-und-Jungehag-2.jpg" alt="Bürgermeister
" class="wp-image-40454" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vogt-und-Jungehag-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vogt-und-Jungehag-2-300x205.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>Vor den Bürgermeisterwahlen 2019 besuchte <strong>Christian Vogt </strong>den kleinen Ortsteil Wildsachsen. In seiner Wahlkampf-Postille druckte er ein Foto von sich mit dem jungen Wildsächser CDU-Vorsitzenden <strong>Sebastian Exner </strong>ab. Dort können wir noch heute nachlesen, mit welchen Versprechungen Vogt die Menschen lockte, ihn zu wählen:</p>



<p>Im geplanten Neubaugebiet Jungehag sehe er <em>&#8222;eine große Chance, die Zukunftsperspektive für Wildsachsen zu verbessern&#8220;.</em> Und weiter wörtlich: <em>“Wir werden alles in unserer Macht stehende dafür tun, dass junge Hofheimer und vor allem Wildsächser Familien dort vorrangigen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erhalten.”</em></p>



<p>Vermutlich haben viele Menschen dem Mann geglaubt – ein Fehler, wie wir heute erkennen müssen: Denn dass junge Wildsächser Familien bezahlbaren Wohnraum in Jungehag finden sollten, dies auch noch<em> &#8222;vorrangig&#8220;</em>: Davon hat man nach der Bürgermeisterwahl nie wieder etwas gehört.</p>



</div></div>



<p>Der Ortsverband Hofheim im <a href="https://www.bund-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Bund für Umwelt und Natur Deutschland</a> fand klare Worte: <em>„Das Baugebiet ‚Jungehag‘ ist ein Beispiel dafür, wie selbst Absprachen und Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung unbeachtet bleiben“</em>, heißt es in einer BUND-Presseerklärung.</p>



<p>Zitiert wird <strong>Vorstandsmitglied Detlef Backhaus</strong>: „<em>Das ist kein Einzelfall und kein Beweis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den öffentlichen Verwaltungen.“</em> Die <strong>Dynamik des Baugeschehens</strong>, schreibt Backhaus, werde in Hofheim<em> „offensichtlich vom faktischen Handeln von Bauträgern und Investoren bestimmt“.</em></p>



<p class="has-text-align-center">*  *  *</p>



<p>Wie die Rathausführung mit den <strong>Stadtverordneten</strong> umgeht, hatten wir <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/12/magistrat-buergervertreter/">kürzlich</a> an mehreren Beispielen aufgezeigt.<strong> Eine Fortsetzung</strong> ließ nicht lange auf sich warten:</p>



<p>In der vergangenen Woche tagte das <strong>Stadtparlament</strong>, und hier legte Vogt überraschend <strong>ein sechsseitiges Schreiben</strong> vor, das ihm Anwälte formuliert hatten:</p>



<p>Demnach sei der Bebauungsplan Jungehag <strong>gültig</strong>, und die angelaufenen Bauarbeiten seien <strong>durch</strong> <strong>das</strong> <strong>Planungsrecht</strong> <strong>abgedeckt</strong>. Würde die Verwaltung <strong>dagegen</strong> <strong>vorgehen</strong>, sei das <em>„mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig“.</em></p>



<p>Es liest sich wie ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Parteigutachten" target="_blank" rel="noopener">Parteigutachten</a>, in dem steht, was der <strong>Auftraggeber</strong> hören möchte. Die Stadtverordneten bekamen das <strong>in kompliziertem Juristen-Deutsch</strong> verfasste Schreiben erst kurz vor Beginn der Sitzung zu lesen: Was sollten sie <strong>auf die Schnelle</strong> dazu sagen?</p>



<p>Sie zuckten ein bisschen und stellten dann <strong>diesen</strong> <strong>Antrag</strong>: Der Magistrat möge den <strong>Bauunternehmer</strong> anweisen, seine Arbeiten <strong>vorläufig</strong> <strong>einzustellen</strong>, bis die Frage geklärt sei, ob weitere Bauarbeiten <strong>eine</strong> <strong>Umweltprüfung</strong> <strong>gefährden</strong>.</p>



<p>Das war <strong>wachsweich</strong> formuliert. Die <strong>CDU/FDP/FWG-Koalition</strong> stimmte trotzdem <strong>dagegen</strong>. Sie hat allerdings keine Mehrheit, deshalb konnten <strong>SPD, Grüne, BfH und Linke </strong>den Antrag <strong>durchsetzen</strong>.&nbsp;</p>



<p>Bewirken wird er wenig: Denn die Marschroute ist <strong>längst</strong> <strong>festgelegt</strong>:</p>



<p><strong>Für den Investor. Gegen die Bürger</strong>.</p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen </strong>– der Hashtag des Bürgermeisters wird <strong>zur</strong> <strong>Farce</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">BUND: vertrauensvolle Zusammenarbeit kaum möglich</h2>



<p><strong>Die Umwelt- und Naturfreunde im BUND </strong>haben Vogt und seiner CDU <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/25/entschieden-vorderheide-ist-gerettet/">bekanntlich</a> <strong>die</strong> <strong>größte</strong> <strong>Schlappe</strong> <strong>ever</strong> angetan: Sie hatten das <strong>Luxusbaugebiet</strong> <strong>Vorderheide</strong> <strong>II</strong> auf dem Kapellenberg verhindert. Sie hatten dagegen vor Gericht <strong>geklagt</strong> und durch alle Instanzen <strong>Recht</strong> <strong>bekommen</strong>. Die Stadt gab für Planung und vor allem für Anwälte <strong>mehr als eine Million</strong> aus – <strong>alles für die Katz‘.</strong></p>



<p>Vor genau einem Jahr – im Februar 2023 – konnte die <strong>Opposition</strong> mit ihrer Mehrheit im Stadtparlament einen weiteren Antrag <strong>durchsetzen</strong>: Der Magistrat solle sich beim <strong>Land Hessen</strong> und beim <strong>Regierungspräsidenten Darmstadt </strong>dafür einsetzen, dass Vorderheide II als <strong>Vogelschutzgebiet</strong> ausgewiesen wird.</p>



<p><em>„Zeitnah“</em> solle das passieren, hieß es ausdrücklich.</p>



<p>Mit der <strong>Rathaus-typischen Geschwindigkeit</strong> wurde der Beschluss umgesetzt: Erst <strong>nach vier Monaten</strong> schickte der Magistrat ein Schreiben ab. Es liest sich desinteressiert, wie die Erledigung einer ungeliebten Pflicht: Die Stadtverordnetenversammlung habe beschlossen, den Magistrat <strong>zu beauftragen</strong>, dass er sich für die zeitnahe Ausweisung eines Vogelschutzgebiets <strong>einsetzen</strong> solle, und das tue man hiermit…</p>



<p>Vor einigen Wochen fragte die <strong>Stadtverordnete Barbara Grassel </strong>(Linke) nach, was aus der Sache geworden sei. Es stellte sich heraus: Das <strong>Rathaus-Schreiben aus Juni 2023</strong> war im Hessischen Umweltministerium <strong>nicht eingegangen.</strong></p>



<p>War es im Hofheimer Rathaus überhaupt <strong>abgeschickt</strong> worden?</p>



<p>Dass sich der Bürgermeister etwas <strong>machtvoller</strong> dafür einsetzt, dass ein Beschluss der Stadtverordneten wie beschlossen <em>„zeitnah“ </em>umgesetzt wird, ist bis heute <strong>nicht</strong> <strong>erkennbar</strong>.</p>



<p>Es ist ja auch so:</p>



<p>Ein Vogelschutzgebiet ist <strong>im</strong> <strong>Interesse vieler Bürger.</strong></p>



<p><strong>Investoren</strong> haben nichts davon.</p>



<p>Also: Warum sollte sich <strong>Hofheims CDU-Bürgermeister</strong> für das <strong>Vogelschutzgebiet</strong> besonders stark machen?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="480" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Zaun-Vorderheite-202403.jpg" alt="Zaun Vorderheite 202403" class="wp-image-40523" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Zaun-Vorderheite-202403.jpg 480w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Zaun-Vorderheite-202403-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Die Stadtverwaltung kriegt&#8217;s nicht gewuppt: Noch immer finden sich Reste des schwarzen Plastikzauns in Vorderheide II.</figcaption></figure>
</div>


<p>Dazu passt: In Vorderheide sind <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/10/vorderheide-und-die-schwarze-folie/">noch immer</a> <strong>Reste des schwarzen Zauns </strong>zu finden, mit dem die Investoren seinerzeit <strong>Eidechsen</strong> aus dem Gebiet verbannen wollten. <strong>Kunststoff-Müll</strong> in einer Landschaft, die <strong>besonderen</strong> <strong>Schutz</strong> genießen sollte – und Hofheims <strong>Stadtspitze</strong> kümmert sich nicht drum&#8230;</p>



<p>Die Belange des <strong>Umweltschutzes</strong> würden in Hofheim den <strong>wirtschaftlichen</strong> <strong>Interessen</strong> <strong>untergeordnet</strong>, schreibt der BUND auch. Und weiter: <strong>Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit</strong>  sei<em> „kaum noch möglich“</em>. Diese Entwicklung <em>&#8222;bedauert der BUND Ortsverband Hofheim sehr&#8220;</em>.</p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> – es deutet vieles darauf hin, dass der Hashtag des Bürgermeisters <strong>ein großer Bluff</strong> ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bürgermeister: Kein Herz für Hofheim-Pass-Inhaber</h2>



<p>Ganz aktuell gibt’s einen Vorgang, den wir erst <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/12/magistrat-buergervertreter/#hofheimpass">letztens</a> erwähnt haben: Es geht um den <strong>Hofheim-Pass</strong>, mit dem <strong>Geringverdiener</strong> einige kulturelle Angebote vergünstigt wahrnehmen können (zum Beispiel <strong>zum halben Preis ins Stadtmuseum</strong>).</p>



<p><strong>Ende 2021</strong> beschloss das Stadtparlament auf Antrag der Linken <strong>einstimmig(!), </strong>dass Hofheim-Pass-Inhaber von <strong>Zuzahlungen bei On-Demand-Fahrten </strong>im „Colibri“ <strong>befreit</strong> werden sollen.</p>



<p>Im Rathaus passierte daraufhin – Sie ahnen es – <strong>nichts</strong>.</p>



<p>Im <strong>November 2022 </strong>kündigte der Magistrat <strong>den geänderten Hofheim-Pass </strong>für Ende des Jahres an.</p>



<p>Und es passierte: <strong>nichts</strong>.</p>



<p>Im <strong>Oktober 2023</strong>, also zwei Jahre nach dem Parlamentsbeschluss, informierte der Magistrat die Stadtverordneten, dass <a href="https://www.hofheim.de/vv/produkte/900.Hofheim-Pass.php#ali_infos" target="_blank" rel="noopener">der neue Hofheim-Pass-Flyer</a> fertig sei. Die Linken schauten genau hin und fragten sofort nach: <strong>Fehlt da nicht was? </strong>Wo ist denn der Hinweis auf On-Demand-Fahrten?</p>



<p>Eine Antwort bekamen sie <strong>nicht</strong>.</p>



<p>Erst jetzt, mit Datum vom <strong>14. März</strong> – also zwei Tage <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/12/magistrat-buergervertreter/#hofheimpass">nach unserem Bericht</a> – reagierte der Magistrat und teilte mit: Es werde vorerst für Hofheim-Pass-Inhaber <strong>keine Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr </strong>geben. Denn für den On-Demand-Verkehr habe die Stadt mit der<a href="https://mtv-unternehmen.de" target="_blank" rel="noopener"> Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft</a> (MTV) einen Vertrag abgeschlossen: Eine <strong>Umsetzung des Parlaments-Beschlusses </strong>sei <em>„aus vertraglichen Gründen nicht zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses möglich“ </em>gewesen.</p>



<p><strong>Meinen die das wirklich ernst? </strong>Die &#8222;Colibris&#8220; starteten <strong>Mitte</strong> <strong>2022</strong>: Da soll ein Beschluss des Stadtparlaments aus <strong>2021</strong> nicht umsetzbar gewesen sein?</p>



<p>Und warum wurden die Stadtverordneten <strong>nicht längst darüber informiert?</strong> Warum tat der Bürgermeistert <strong>über zwei Jahre lang</strong> so, als werde der einstimmig gefasste<strong> Beschluss des Stadtparlaments</strong> umgesetzt?</p>



<p>Es gibt nur eine Erklärung: <strong>Hofheims CDU-Bürgermeister</strong> hat <strong>kein Herz </strong>für Leute, die Anspruch auf den Hofheim-Pass haben.</p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> ist in Wahrheit nur eine billige Leerformel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lob für den Mann, der die Meinungsfreiheit unterdrückt</h2>



<p>Wenn wir jetzt noch einmal auf die <strong>Holzhütte des Vereinsrings </strong>zu sprechen kommen, die sich „Chalet“ nennt, dann nicht wegen des <strong>umstrittenen Standorts</strong> mitten in der Altstadt. Sondern weil die Debatte ein grelles Schlaglicht darauf wirft, wie in Hofheim <strong>die Demokratie beschädigt</strong> wird – jetzt auch mit dem <strong>Segen des CDU-Bürgermeisters</strong>:</p>



<p>Passiert war <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">bekanntlich</a>: <strong>Wulf Baltruschat,</strong> ehrenamtlicher CDU-Stadtrat und Vorsitzender vom Vereinsring, hatte der BfH-Stadtverordneten <strong>Tanja Lindenthal </strong>eine <strong>Drohmail</strong> geschickt: weil sie es gewagt hatte, den Standort „seiner“ Weinbude <strong>öffentlich zu kritisieren</strong>. Als sie nicht klein beigab, zeigte er sie <strong>wegen</strong> <strong>übler Nachrede</strong> bei der Polizei an.</p>



<p>Es wäre die <strong>Stunde des Bürgermeisters</strong> gewesen: Er hätte eingreifen müssen! Er hätte den CDU-Stadtrat zur Räson rufen müssen: <strong>Stop – rote Linie!&nbsp;</strong></p>



<p>Denn wo kommen wir hin, wenn Lokalpolitiker <strong>nicht mehr öffentlich ihre Meinung sagen dürfen? </strong>Wenn sie <strong>vor</strong> <strong>Gericht gezerrt werden</strong>, weil sie <strong>Missstände in der Stadt</strong> ansprechen?</p>



<p>Das sollte, nein, das muss <strong>der unumstößliche Standpunkt aller aufrichtigen Demokraten</strong> sein – auch in Hofheim: Politiker müssen in der Lage sein, ihre <strong>Meinungen</strong> <strong>frei</strong> <strong>zu</strong> <strong>äußern</strong>, auch wenn sie kontrovers oder unbequem sein sollte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="363" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Freitagsblick-20240315.jpg" alt="Freitagsblick 20240315" class="wp-image-40450" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Freitagsblick-20240315.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Freitagsblick-20240315-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von dem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JC6csdestr0&amp;t=26s" target="_blank" rel="noopener">Youtube-Video</a>, in dem Bürgermeister Christian Vogt das Müllsammeln lobt – und namentlich nur seinen Parteifreund Baltruschat erwähnt.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Baltruschat</strong> sieht das offensichtlich anders, und<strong> CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> nimmt das <strong>schweigend</strong> hin. <strong>Parteifreunde unter sich: </strong>Ein Baltruschat darf sich, so muss man die Botschaft hinter dem Schweigen des Bürgermeisters deuten, derartige Ausfälle erlauben.</p>



<p>Neuerdings versucht Vogt sogar, Baltruschat <strong>wieder auf den Thron zu heben</strong>: In gleich zwei Ausgaben seines <em>„Freitagsvideos“</em> lobte er Baltruschat namentlich, weil der <strong>mit einigen Weintrinkern</strong> an einem Wochenende rund um die Weinbude <strong>Müll eingesammelt</strong> hatte.</p>



<p><em>„Ich sage jetzt schon Danke dem Hofheimer Vereinsring um ihren Vorsitzenden Wulf Baltruschat“,</em> hören wir Vogt im Video sagen. Die <strong>Vorsitzenden anderer Vereine</strong>, die sich ebenfalls an der <strong>Müllsammelaktion</strong> beteiligt hatten, erwähnte Vogt nicht.</p>



<p>Wenn Hofheims Bürgermeister schweigend hinnimmt, dass in seiner Stadt <strong>das hohe Gut der Meinungsfreiheit</strong> torpediert wird, und wenn er durch auffällige Belobigungen <strong>autoritäre Tendenzen</strong> in der Stadt stützt: Dann sollten wir auf ein <strong>Zusammenstehen</strong> verzichten.</p>



<p>#Hofheimstehtzusammen –<strong> gerne! Jederzeit!</strong></p>



<p><strong>Aber nicht um jeden Preis!</strong></p>



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