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	<title>Krause Erika &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Krause Erika &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>5x Hofheim exklusiv: Politiker-Klagen, Mobbing im Rathaus, neue Gedenktafel, aus Häusern werden Hütten&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Oct 2024 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Krause Erika]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Stang Gisela]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Vorrath Jonathan]]></category>
		<category><![CDATA[Wichmann Deike]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt neue Berichte aus dem Innenleben der Kreisstadt: Unter Lokalpolitikern aller Couleur wächst die Unzufriedenheit mit der Stadtspitze, und zwar rapide. Die Vorwürfe gipfeln in der Feststellung, dass dieser Magistrat der Demokratie Schaden zufüge. 

Ins Bild passt: Auf der Chefetage des Rathauses geht es offenbar ziemlich ruppig zu. Der Kita-Notstand macht's erkennbar: Ein Chef geht in Urlaub, der andere fällt ihm in den Rücken - von Mobbing ist die Rede... 

Das und mehr zum Wochenende - bevor die Ferien zu Ende gehen und die Winterzeit anfängt...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Es gibt neue Berichte aus dem Innenleben der Kreisstadt: Unter Lokalpolitikern aller Couleur wächst die Unzufriedenheit mit der Stadtspitze, und zwar rapide. Die Vorwürfe gipfeln in der Feststellung, dass dieser Magistrat der Demokratie Schaden zufüge. Noch einmal: Das ist nicht die These irgendeines nörgelnden Bürgers &#8211; das sagen Lokalpolitiker, und zwar Lokalpolitiker aller Parteien.</strong></p>



<p style="font-size:19px"><strong>Ins Bild passt: Auf der Chefetage des Rathauses geht es offenbar ziemlich ruppig zu. Der Kita-Notstand macht&#8217;s erkennbar: Ein Chef geht in Urlaub, der andere fällt ihm in den Rücken &#8211; von Mobbing ist die Rede&#8230; </strong></p>



<p style="font-size:19px"><strong>Das und mehr zum Wochenende &#8211; bevor die Ferien zu Ende gehen und die Winterzeit anfängt&#8230;</strong></p>






<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ortsbeiräte einig: Verhalten des Magistrats schadet der Demokratie</h2>



<p><strong>Immer mehr Lokalpolitiker&nbsp;in Hofheim begehren auf, immer lauter wird ihr Protest: Sie wollen nicht länger schweigend hinnehmen, wie der Magistrat mit ihnen umgeht. Vorwürfe werden erhoben, die es in sich haben: Die Rathauschefs kämen oft unvorbereitet zu den Sitzungen, sie könnten selbst bei wichtigen Themen Fragen&nbsp;nicht beantworten, sie würden die gewählten Bürgervertreter immer wieder hinhalten&#8230; Auffällig: Selbst CDU-Stadtpolitiker zeigen sich verärgert über die von CDU-Bürgermeister Christian Vogt geführte Stadtverwaltung. Die jetzt auch schriftlich vorgetragenen Vorwürfe gipfeln in der Feststellung, dass die Stadtspitze mit ihrem Verhalten der Demokratie Schaden zufüge</strong></p>



<p>Neulich im <strong>Wallauer Ortsbeirat</strong>: Die <strong>Mitglieder von CDU, FWG, SPD und Grünen</strong> formulierten gemeinsam einen Antrag, der <strong>an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. </strong>Zentraler Satz: <em>&#8222;Der Magistrat wird gebeten, die Geschäftsordnung für die Ortsbeiräte der Stadt Hofheim am Taunus einzuhalten&#8220;.</em></p>



<p>Die <a href="https://www.hofheim.de/politik-und-verwaltung/verwaltung/hofheimer-stadtrecht/allgemeine-verwaltung/" target="_blank" rel="noopener">Geschäftsordnung der Ortsbeiräte</a> ist eine Art <strong>Gesetzbuch</strong>, das die <strong>Rechte und Pflichten der Lokalpolitiker</strong> regelt – und auch die Aufgaben des <strong>Magistrats</strong> klar benennt. Wörtlich heißt es in <strong>Paragraf 9: </strong>Anfragen der Ortsbeiräte sind <em>&#8222;idealerweise bis zur nächsten Sitzung, spätestens innerhalb von vier bis sechs Wochen&#8220;&nbsp;</em>zu beantworten.</p>



<p>Aber was <strong>passiert</strong>, wenn der Magistrat sich <strong>nicht an das &#8222;Gesetz&#8220; hält</strong>? Dazu steht da leider nichts. Und genau das nutzt <strong>die</strong> <strong>Rathausspitze</strong> immer wieder aus…</p>



<p>In der <strong>Wallauer Protestnote</strong> heißt es, dass Anträge und Anfragen teilweise<strong> über lange Zeiträume</strong> &#8211; sogar&nbsp;über Jahre! &#8211; <strong>unbeantwortet</strong> im Rathaus liegen blieben. Gründe für eine Verzögerung würden in der Regel <strong>nicht</strong> <strong>genannt</strong>. Die Lokalpolitiker unisono: <em>&#8222;Gegenwärtig entsteht bei manchen Themen der Eindruck, dass sich die Stadtverwaltung nicht um diese Anliegen kümmert und die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Ortsbeiratsmitglieder keinerlei Einflussmöglichkeiten haben.&#8220;</em></p>



<p>Die<strong> Wallauer</strong> bemühen sich bei ihren Formulierungen erkennbar um Fassung.&nbsp;Den <strong>von den Bürgern gewählten Mandatsträgern</strong> müsse <em>&#8222;ein gewisses Maß an Wertschätzung&#8220; </em>entgegengebracht werden, verlangen sie. Dies sei eine Voraussetzung, um <em>&#8222;das Vertrauen der Menschen in unser demokratisch-parlamentarisches Staatswesen zu stärken&#8220;</em>.</p>



<p>Fast wortgleich beschwert sich der <strong>Ortsbeirat Diedenbergen</strong>. Auch hier beklagen die Lokalpolitiker von CDU, FWG und SPD <strong>eine</strong> <strong>mangelnde Wertschätzung </strong>durch die Verwaltungsspitze. <strong>Das</strong> <strong>Verhalten des Magistrats</strong> schade <em>&#8222;nicht nur dem Ortsbeirat und seinen Mitgliedern, sondern unserer Demokratie&#8220;</em>, schreiben sie. <em>&#8222;Wir sollten uns darum bemühen, dem Desinteresse an der Kommunalpolitik entgegenzuwirken und Menschen für die Arbeit von demokratischen Parteien zu gewinnen, damit Wahlergebnisse nicht noch dramatischer ausfallen als derzeit schon.&#8220;</em></p>



<p>Auch aus <strong>Marxheim</strong> kommen Klagen: Im Jahr <strong>2020</strong> wurde beantragt, dass auf dem <strong>Kinderspielplatz</strong> <strong>Klarastraße</strong> ein <strong>Sonnensegel</strong> aufgestellt wird. Das Geld wurde auch im <strong>Haushalt</strong> <strong>2021</strong> bereitgestellt. Im September letzten Jahres &#8211; <strong>also nach zwei Jahren</strong> &#8211; teilte der Magistrat mit, dass bis <strong>Herbst 2023</strong> mit einem Angebot zu rechnen sei. Seitdem hat man <strong>nichts mehr davon gehört,</strong> und deshalb macht&#8217;s die Marxheimer CDU nun <strong>schriftlich</strong> und reichte eine Anfrage ein: <strong>Was ist denn nun mit dem längst versprochenen Angebot?</strong> Der Magistrat hat jetzt sechs Wochen Zeit zu antworten &#8211; <strong>wenn er&#8217;s denn tut&#8230;</strong></p>



<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hat <strong>das Verhalten des Magistrats </strong>bereits mehrfach thematisiert. Vor einem halben Jahr zeigten wir an zehn konkreten Beispielen auf: <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/12/magistrat-buergervertreter/">&#8222;So macht der Magistrat die Bürgervertreter zu Hampelmännern&#8220;</a>.</p>



<p>Wir zitierten auch <strong>Tanja Lindenthal</strong>: Die Stadtverordnete der &#8222;<strong>Bürger für Hofheim&#8220; </strong>hatte ihr Mandat im <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> niedergelegt, nachdem mehrere Anfragen ihrer Fraktion <strong>unbeantwortet</strong> geblieben waren. <strong>Die</strong> <strong>Kommunikation seitens der Stadt </strong>sei „<em>nicht in Ordnung“</em>, kritisierte sie. Gar keine Antwort zu geben sei <em>„eine Missachtung des Gremiums“</em>.</p>



<p><strong>Die Ortsbeiräte Wallau und Diedenbergen legen </strong>noch eine Schippe drauf und sprechen nicht nur <strong>von mangelnder Wertschätzung der gewählten Bürgervertret</strong>er, sondern auch davon, dass der Magistrat mit seinem Verhalten <strong>der Demokratie Schaden zufüge.</strong></p>



<p>Das ist <strong>ein Vorwurf</strong>, der schwer wiegt.</p>



<p>Bisher hat sich der Magistrat<strong> nicht dazu geäußert.</strong></p>



<p><strong>Schweigen aber kann auf Dauer keine Lösung sein.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Kita-Notstand: Mobbing-Attacke auf der Rathaus-Chefetage</h2>



<p>Wir werden gerade Zeugen einer unschönen <strong>Aktion der Führungskräfte im Hofheimer Rathauses</strong>, von <strong>Mobbing</strong> ist gar die Rede. Das wirft ein Schlaglicht auf <strong>die Zusammenarbeit der Führungskräfte an der Stadtspitze</strong> und sorgt zugleich für mächtig <strong>Verwirrung</strong> unter Hofheimer Stadtverordneten:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="245" height="300" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Koeppler-202410.jpg" alt="Koeppler 202410" class="wp-image-48688" style="width:150px"><figcaption class="wp-element-caption">Bernhard Köppler, SPD-Dezernent.</figcaption></figure>
</div>


<p>Es geht um die <strong>Sondersitzung zum Kita-Notstand</strong> statt, zu der sich der <strong>Jugend- und Sozialausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss</strong> gemeinsam treffen wollten: Geplant worden war die Sitzung für den <strong>7. November</strong>.</p>



<p>Dann fuhr der zuständige <strong>Kita-Dezernent Bernhard Köppler</strong> in Urlaub &#8211; und prompt teilte uns <strong>Rathaussprecher Jonathan Vorrath</strong> schriftlich mit: Es werde <strong>einen neuen Termin</strong> geben (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/10/21/kita-brief-und-sondersitzung/">hier)</a>. Grund für die Vertagung: <strong>Die Linken</strong> hatten mehrere <strong>Fragen zum Kita-Thema ans Rathaus </strong>geschickt, die Antworten zusammenzustellen würde dauern.</p>



<p>Man darf davon ausgehen, dass der Rathaussprecher eine solche Information<strong> nicht ohne Rücksprache mit CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> herausgibt. Wörtlich schrieb Vorrath: <em>„Aufgrund eines bereits länger geplanten Urlaubs des zuständigen Dezernenten Bernhard Köppler kann eine Beantwortung der genannten Anfrage nicht früher erfolgen. Entsprechend wird es auch eine neue zeitnahe Terminierung der Sondersitzung der Ausschüsse geben.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="245" height="300" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Vogt-Christian-202410-e1729942953444.jpg" alt="Vogt Christian 202410 e1729942953444" class="wp-image-48689" style="width:150px"><figcaption class="wp-element-caption">Christian Vogt, CDU-Bürgermeister.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Jetzt rumort es in der SPD:</strong> Mit Köppler sei der<strong> 7. November</strong> abgesprochen gewesen &#8211; <strong>einvernehmlich</strong>, grollen die Genossen. Die Initiative, den Termin zu verschieben, sei dagegen <strong>nicht von ihm, dem zuständigen Kita-Dezernenten, ausgegangen.</strong> Auch seien die Stadtverordneten bisher <strong>nicht offiziell informiert</strong> worden, dass &#8222;<em>eine neue zeitnahe Terminierung der Sondersitzung</em>&#8220; (Rathaussprecher Vorrath) erfolgen werde.</p>



<p>Wir haben am Freitag noch einmal im Rathaus nachgefragt, <strong>wann die Sitzung </strong>stattfinden soll. Antwort von <strong>Deike&nbsp;Wichmann</strong>: Eine Entscheidung werde <strong>nächste Woche</strong> fallen &#8211; wenn Köppler wieder <strong>aus dem Urlaub zurück</strong> ist.</p>



<p><strong>Mal sehen, wer sich durchsetzt&#8230;</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-ae6fa0df00fc284644be901e16825772" style="font-size:7px">Fotos: Stadt Hofheim</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Rostplatte soll verschwinden: Neue Gedenktafel für ermordete Juden bestellt</h2>



<p><strong>Die Gedenktafel am Tivertonplatz ist nicht mehr lesbar</strong>: Das hatte der Hofheim/Kriftel-Newsletter <a href="https://hk-newsletter.de/2023/08/17/gedenken-an-ermordete-juden/">vor einem Jahr</a>&nbsp;nach einem Hinweis von Kernstadt-Bewohnerin<strong> Erika Krause</strong> öffentlich gemacht:</p>



<p>Die Gedenktafel hängt <strong>an der Rückseite des &#8222;Türmchens&#8220;,</strong> wo sich einst eine <strong>Synagoge</strong> befand. <strong>Die Namen</strong> <strong>von 89 ermordeten und vertriebenen Hofheimer Juden</strong> wurden in die 1,00 x 1,50 Meter große <strong>Platte aus Cortenstah</strong>l eingraviert. Sie sind jedoch inzwischen unter einer  <strong>dicken Rostschicht</strong> nahezu <strong>komplett</strong> <strong>verschwunden</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Tuermchen-202311.jpg"><img decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Tuermchen-202311.jpg" alt="Tuermchen 202311" class="wp-image-35999" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Tuermchen-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Tuermchen-202311-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Gedenktafel an der Rückseite des Türmchens: Die Namen sind längst unlesbar geworden.</figcaption></figure>
</div>


<p>Eingeweiht worden war die Gedenktafel am <strong>9. November 2018</strong> zum 80. Jahrestag der <strong>Novemberpogrome</strong>. Hofheims damalige <strong>SPD-Bürgermeisterin Gisela Stang</strong> sagte, man wolle an die <strong>Mitbürger jüdischen Glaubens</strong> erinnern,&nbsp;„<em>die Heimat und Leben verloren haben“</em>. Und weiter: <em>„Wir alle müssen aus der Vergangenheit lernen, dürfen nicht vergessen, damit sich Geschichte nicht wiederholt.“</em></p>



<p>Für unseren Bericht vor einem Jahr hatten wir den <strong>Magistrat</strong> gefragt, wie <strong>das Gedenken aufrechterhalten</strong> werde, wenn die Namen<strong> nicht mehr lesbar</strong> sind. Die Antwort: Man werde&nbsp;<em>„prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, Cortenstahl dahingehend zu behandeln, dass eine bessere Lesbarkeit erreicht werden kann“.</em></p>



<p>Mitte dieses Jahres fragten wir <strong>im Rathaus</strong> nach, was die Prüfung ergeben habe – <strong>keine</strong> <strong>Antwort</strong>. <em>„Das Interesse, die Erinnerung wach zu halten, scheint im Hofheimer Rathaus nicht besonders ausgeprägt zu sein“, </em>schrieben wir.</p>



<p>Da plötzlich kam <strong>Bewegung in die Angelegenheit. </strong>Der Magistrat beschloss <strong>den kompletten Austausch der Tafel:</strong> Eine Bearbeitung des Stahls sei <strong>nicht möglich</strong>, hieß es. Es werde nach Rücksprache mit den Denkmalschützern <strong>eine Gedenktafel aus Acrylglas</strong> angefertigt:<em> „Eine langfristige und gute Lesbarkeit der Namen ist durch den Milchglaseffekt auf der Rückseite gegeben, das Glas ist bruchsicher.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/20241016Gedenktafel-neu.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="692" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/20241016Gedenktafel-neu.jpg" alt="20241016Gedenktafel neu" class="wp-image-47874" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/20241016Gedenktafel-neu.jpg 692w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/20241016Gedenktafel-neu-260x300.jpg 260w" sizes="(max-width: 692px) 100vw, 692px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So soll die neue Gedenktafel aussehen: Auf einer halbdurchlässigen Acrylglasplatte sollen die Namen der ermordeten und vertriebenen Juden zu lesen sein. </figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Inzwischen drängt die Zeit, es bleiben nur noch zwei Wochen:</strong></p>



<p>Mit dem <strong>Geläut der Glocken der Hofheimer Kirchen</strong> soll am <strong>9. November</strong> um 18 Uhr auf dem Tivertonplatz wieder eine <strong>Gedenkstunde an die Pogromnacht 1938</strong> beginnen. Die <a href="https://main-taunus.deutscher-koordinierungsrat.de/gcjz-main-taunus-Gedenken-Reichspogromnacht-2024" target="_blank" rel="noopener">Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit</a> im Main-Taunus Kreis lädt dazu ein:&nbsp;<em>„Zur Erinnerung an die vertriebenen und ermordeten Jüdinnen und Juden des Main-Taunus-Kreises stellen wir Kerzen und Blumengebinde an die Mauer der ehemaligen Synagoge unter die Gedenktafel mit ihren Namen.“</em></p>



<p>Noch ist offen, ob die Namen dann erkennbar sein werden. <strong>Rathaussprecher Jonathan Vorrath</strong> teilte mit: Die neue Gedenktafel sei derzeit <strong>in</strong> <strong>Produktion</strong>. Sie werde wohl<em> „rechtzeitig vor dem 9. November“</em> fertig.</p>



<p><strong>Einen konkreten Termin</strong>, sagte er auch, gebe es allerdings<strong> nicht.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Lokalzeitung stuft Wohnpark zum Hüttendorf herunter &#8211; und setzt die Kosten herauf</h2>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="322" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Fluechtlingscamp-202407-1.jpg" alt="Tiny Houses Flüchtlinge Tierklinik Hütten" class="wp-image-44935" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Fluechtlingscamp-202407-1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Fluechtlingscamp-202407-1-300x151.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Seit Monaten unbewohnt: Für die 30 ungenutzten Tiny Houses am Ortsausgang Richtung Zeilsheim muss die Stadt 130.000 Euro Miete zahlen &#8211; pro Monat.</figcaption></figure>
</div>


<p>Vor genau einem Jahr &#8211; es war der<strong> 21. November 2023</strong> &#8211; lautete die große Überschrift auf der ersten Lokalseite des <strong>Kreisblatts</strong>: <strong>&#8222;Wohnpark neben der Tierklinik&#8220;</strong>. Ein Unternehmen werde 30 mobile Wohnungen aufstellen, schrieb die Redakteurin, <em>&#8222;selbst Küchenausstattung und Gardinen fehlen nicht&#8220;</em>. Dann könnten dort <strong>240 Flüchtlinge </strong>untergebracht werden:&nbsp;Die Stadt werde die Häuschen<strong> für fünf Jahre</strong> mieten, sie rechne <em>&#8222;mit Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro – gerechnet auf diesen Zeitraum&#8220;</em>.</p>



<p>Das wären jeden Monat <strong>rund 720 Euro Miete</strong>  pro Häuschen. <strong>Ein Schnäppchen!</strong></p>



<p><a href="https://www.fnp.de/lokales/main-taunus/hofheim-ort74520/wohnpark-neben-der-tierklinik-hofheim-92686523.html" target="_blank" rel="noopener">Die Zeitung</a> berief sich bei ihren Angaben <strong>auf Bürgermeister Christian Vogt,</strong> der die Häuschen <strong>ganz toll </strong>fand: <em>„Man kennt das von den Center-Parks.&#8220;</em></p>



<p><strong>Ferien-Feeling für Flüchtlinge am Stadtrand von Hofheim,</strong> das auch noch <strong>für kleines Geld:</strong> Ist doch <strong>&#8217;ne tolle Sache</strong>, oder!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/HK-Fluechtlinge-Tierklinik-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="460" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/HK-Fluechtlinge-Tierklinik-1.jpg" alt="HK Fluechtlinge Tierklinik 1" class="wp-image-48641" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/HK-Fluechtlinge-Tierklinik-1.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/HK-Fluechtlinge-Tierklinik-1-300x173.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/HK-Fluechtlinge-Tierklinik-1-768x442.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Wohnpark für Flüchtlinge: So berichteter das Kreisblatt im November 2023.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Mit der guten Stimmung</strong> war es jäh vorbei, als der <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/18/7-exklusive-hofheim-geschichten/#Fluechtlingscamp_4000_Euro_Miete_pro_Haeuschen_–_im_Monat">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a> die wahren Kosten verriet: Die ganze Anlage kostet die Stadt <strong>130.000 Euro – pro Monat. </strong>Macht im Jahr<strong> 1,56 Millionen.</strong> Das sind <strong>fast 8 Millionen Euro in fünf Jahren.</strong></p>



<p>Man kann&#8217;s auch so sagen: <strong>Für jedes der 30 Häuschen</strong> muss die Stadt <strong>eine Miete von 4.333 Euro</strong> zahlen. <strong>Pro Monat!</strong></p>



<p>Inzwischen hat der Magistrat <strong>unseren Bericht </strong>offiziell bestätigt: Die <a href="https://www.heroquarters.de/hofheim-am-taunus-hessen/" target="_blank" rel="noopener">Firma Hero Quarters</a> aus dem Mosel-Städtchen <strong>Cochem</strong> hat die <strong>30 Häuschen (Typ ANM Sunny)</strong> aufgestellt. Im Gegenzug überweist die Stadt <strong>seit dem 1. Mai monatlich 130.000 Euro</strong> an <strong>Hero Quarters</strong>. Betriebskosten gehen <strong>extra</strong>.</p>



<p>Letzte Woche hat das Kreisblatt <strong>seine falschen Zahlen</strong> vom letzten Jahr korrigiert. Die Zeitung schreibt allerdings nicht mehr von <strong>&#8222;Wohnpark&#8220;</strong> oder<strong> &#8222;Center Park&#8220;</strong>. Die Überschrift über dem Artikel lautet: <strong>&#8222;Leeres Hüttendorf kostet 109 000 Euro im Monat&#8220;</strong>.</p>



<p><strong>Wir wollen offen lassen, </strong>warum die Lokalzeitung den <strong>Wohnpark</strong> plötzlich zum <strong>&#8222;Hüttendorf&#8220;</strong> herabstuft:</p>



<p><strong>So schlimm</strong> sehen die Häuschen doch gar nicht aus!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Kreisblatt-2024-Fluechtlinge-Tierklinik.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="394" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Kreisblatt-2024-Fluechtlinge-Tierklinik.jpg" alt="Kreisblatt 2024 Fluechtlinge Tierklinik" class="wp-image-48644" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Kreisblatt-2024-Fluechtlinge-Tierklinik.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Kreisblatt-2024-Fluechtlinge-Tierklinik-300x148.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Kreisblatt-2024-Fluechtlinge-Tierklinik-768x378.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ausriss aus dem Kreisblatt vom 23. Oktober 2024: Aus dem Wohnpark wurde ein Hüttendorf.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Frage dagegen, warum die städtischen Mietzahlungen mit <strong>109.000 Euro im Monat</strong> angegeben werden, lässt sich recht einfach erklären: Die Zeitung hat diesmal &#8211; das ist eigentlich unüblich, das macht sie sonst nie &#8211; <strong>die Mehrwertsteuer abgezogen.</strong> Angegeben wurde der <strong>Nettobetrag</strong>.</p>



<p><strong>Die Brutto-Miete</strong> beträgt nach wie vor <strong>4.333 Euro pro Häuschen</strong>. Heißt: Die 30 Häuschen kosten die Stadt <strong>130.000 Euro</strong> <strong>im Monat.</strong></p>



<p>Und das heißt auch: Die Stadt hat bereits <strong>deutlich mehr eine halbe Million Euro</strong> an Miete überwiesen &#8211; und noch kein einziger Mensch lebt hier. Die Stadt muss weiterzahlen, <strong>Monat für Monat</strong>.</p>



<p>Erst wenn <strong>Flüchtlinge</strong> einziehen, gibt es <strong>Geld</strong> vom Kreis zurück.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Nach schweren Unfällen auf Hofheimer Holper-Straßen: Hier kommt die Lösung!</h2>



<p><strong>Den Spaß wollen wir uns gönnen: </strong>Unser Lieblingstheater<strong> &#8222;Sonnendeck</strong>&#8220; aus Langenhain hat ein neues Video produziert: <strong>Vorzeigebürger Gunter Bassuff </strong>hat die <strong>Schlaglochsituation in Hofheim und den Ortsteilen</strong> geprüft&#8230;</p>


<div class="epyt-video-wrapper"><iframe  style="display: block; margin: 0px auto;"  id="_ytid_99147"  width="640" height="450"  data-origwidth="640" data-origheight="450" src="https://www.youtube.com/embed/bBm8yAsyrjs?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=de&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;" class="__youtube_prefs__  no-lazyload" title="YouTube player"  allow="fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen data-no-lazy="1" data-skipgform_ajax_framebjll=""></iframe></div>


<p>Die Leser des Hofheim/Kriftel-Newsletters kennen die Hintergründe: Hofheims<strong> Bürgermeister</strong> hatte<strong> vor seiner Wahl 2019</strong> versprochen, dem <strong>Geholpere</strong> <strong>und</strong> <strong>Gestolpere</strong> auf den städtischen Straßen ein Ende zu bereiten &#8211; mit einem <strong>Anti-Schlagloch-Programm</strong>. Das zählt zu den <strong>vielen &#8211; und bis heute unerfüllten &#8211; Versprechungen des Christian Vogt</strong>: <em>„Die Hofheimerinnen und Hofheimer haben als Steuerzahler ein Recht auf intakte Straßen.“</em></p>



<p>Heute jammern selbst <strong>Vogts Parteifreunde </strong>über die Arbeit seiner Verwaltung: &#8222;<em>Die scheibchenweise Beseitigung der Missstände ist nicht zielführend und auch nicht wirtschaftlich.“</em> schrieb <strong>die CDU</strong> vor nicht allzu langer Zeit.</p>



<p>Gibt&#8217;s Hoffnung auf Besserung? <strong>Gunter Bassuff </strong>macht einen <strong>Lösungsvorschlag</strong>! Sein Filmchen sollte <strong>Pflichtprogramm</strong> sein <strong>für alle städtischen Mitarbeiter</strong>.</p>



<p><strong>Hebt bestimmt die Stimmung im Rathaus!</strong></p>



<p>Aber danach: <strong>An die Arbeit</strong>, bitte!</p>



<p><strong>Weitere Videos vom Theater Sonnendeck </strong>sind auf Youtube zu finden (<a href="https://www.youtube.com/channel/UCDtgOYTQgrh074AGEonrlWg" target="_blank" rel="noopener">hier</a>).</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Hofheim macht&#8217;s möglich: Schmausen unter den Namen der ermordeten Juden</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/08/17/gedenken-an-ermordete-juden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Aug 2023 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krause Erika]]></category>
		<category><![CDATA[Prins Sander]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein unverzeihlicher Fauxpas von Hofheims Stadtverwaltung: Unmittelbar vor einer Gedenktafel am Tivertonplatz durften Restaurantplätze eingerichtet werden – mit freundlicher Genehmigung des Ordnungsamtes. Seither heißt es: Schmausen unter den Namen der ermordeten Juden – Hofheim macht's möglich! Auch sonst gibt es Anzeichen, dass man in der Kreisstadt die Erinnerung an die unsägliche Vergangenheit dem Vergessen überlassen möchte.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p><strong><strong>Ein großer Fauxpas ist Hofheims Stadtverwaltung passiert, er ist in die Kategorie unverständlich, vielleicht sogar unverzeihlich einzuordnen: Mit freundlicher Genehmigung des Ordnungsamtes durften Restaurantplätze unter einer Gedenktafel am Tivertonplatz eingerichtet werden. Seither heißt es: Schmausen unter den Namen der ermordeten Juden – Hofheim machte&#8217;s möglich! Offen bleibt, ob behördliches Versehen vorliegt oder doch Vorsatz. Es gibt ein weiteres Anzeichen, dass man in der Kreisstadt die Erinnerung an die unsägliche NS-Vergangenheit dem Vergessen anheimzugeben versucht.</strong></strong></p>
</p>
<p><strong>Erika Krause</strong> hat sich beim Hofheim/Kriftel-Newsletter gemeldet. Die frühere Sozialarbeiterin lebt in der <strong>Kernstadt</strong> und schlägt vor, eine <strong>Serie &#8222;Romantische Orte in Hofheim&#8220;</strong> zu veröffentlichen. Eine erste Folge habe sie bereits verfasst und könne sie anbieten&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Schöne Idee! </strong>Romantische Orte in Hofheim – das klingt doch gut! Schauen wir uns gleich mal an, was Frau Krause dazu geschrieben hat&#8230;</p>
</p>
<p>Beim Lesen wird schnell klar, dass ihr Vorschlag zutiefst <strong>sarkastisch</strong> gemeint ist. Hier der Text im Wortlaut:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Mein augenblicklicher Lieblingsort ist ein Tisch am Türmchen. Der Tisch unter der Gedenktafel für getötete Hofheimer Juden hat es mir besonders angetan.&nbsp;</em></p>
</p>
<p><em>Schön, dass die Betreiber des Türmchens nicht mehr ihr Leergut in die Nische stellen, sondern Paaren die Möglichkeit geben, einen geschützten, romantischen Abend mit einem wundervollen Blick auf Fachwerkhäuser zu erleben.</em></p>
</p>
<p><em>In weiser Voraussicht hat die Stadt ein Material für die Gedenktafel gewählt, das im Alterungsprozess die Namen der Getöteten nicht mehr erkennbar macht und somit dem Genuss nicht schmälert.</em></p>
</p>
<p><em>Einzig der seit Jahren vor sich hin trocknende Kranz stört etwas. Vielleicht kann die Stadt da ja einen niedlichen Kunstblumenstrauß anbringen (gibt es bei Woolworth billig). Dann besteht auch nicht die Gefahr, dass etwas ins Essen bröselt.&#8220;</em></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-left">Zerstörte Synagoge wurde Weinstübchen</h2>
</p>
<p><strong>Zum allseitigen Verständnis</strong> vorab ein paar Informationen zu <strong>Gebäude und Gedenktafel</strong>:&nbsp;</p>
</p>
<p>Die <strong>Häuserreihe am Burggraben</strong> gehört zu den <strong>bekanntesten Sehenswürdigkeiten</strong> <strong>der</strong> <strong>Kreisstadt</strong>. <em>&#8222;Prägender Teil der Fachwerkhäuserzeile, die auf den Fundamentresten der ehemaligen Stadtmauer errichtet wurde, ist der übrig gebliebene Rundturm der nach 1352 errichteten Stadtbefestigung&#8220;</em>, lesen wir auf <a href="https://www.hofheim.de/tourismus/Sehenswertes_in_Hofheim/Burggrabenzeile_mit_Tuermchen/index.php" target="_blank" rel="noopener">einer städtischen Webseite</a>.</p>
</p>
<p>Den Rundturm hatte <strong>die jüdische Cultusgemeinde Hofheim</strong> vor rund 200 Jahren erworben, sie richtete dort ihre <strong>Synagoge</strong> ein. Diese wurde bei den&nbsp;<strong>Novemberpogromen 1938</strong>&nbsp;vom <strong>nationalsozialistischen Mob</strong> zerstört. Der <strong>Davidstern</strong> auf der Spitze des Turms wurde durch ein <strong>Hakenkreuz</strong> ersetzt.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/02/20210217-Foto-Nix-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/02/20210217-Foto-Nix-.jpg" alt="Juden
" class="wp-image-8611" style="width:474px;height:638px" width="474" height="638" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/02/20210217-Foto-Nix-.jpg 475w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/02/20210217-Foto-Nix--223x300.jpg 223w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://hk-newsletter.de/2021/02/17/falsche-briefwahl-unterlagen/#tuermchen20210217">Das Burggässchen im Jahre 1931.</a> Im Hintergrund die Synagoge mit dem Davidstern auf der Dachspitze. (Foto: Josef Nix / Stadtarchiv Hofheim)</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Die <strong>Cultusgemeinde</strong> musste wenig später das Gebäude <strong>unentgeltlich</strong> der Stadt übertragen. Der Turm überlebte den Krieg; in den <strong>1960er Jahren</strong> nutzte ein <strong>Jugendclub</strong> die Räume, nach der Renovierung <strong>1983</strong> wurde dort eine <strong>Weinstube</strong> eingerichtet: <a href="https://zum-tuermchen-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Zum Türmchen”</a>.</p>
</p>
<p>Am <strong>9. November 2018</strong> – die Novemberpogrome jährten sich zum 80. Mal – enthüllte <strong>Hofheims damalige SPD-Bürgermeisterin Gisela Stang</strong> eine Gedenktafel. Damit wolle man an die Mitbürger jüdischen Glaubens erinnern, <em>&#8222;die ihre Heimat und ihr Leben verloren haben&#8220;</em>, sagte sie. Und weiter: <em>&#8222;Wir alle müssen aus der Vergangenheit lernen, dürfen nicht vergessen, damit sich Geschichte nicht wiederholt.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Allzu laut sollte die <strong>Erinnerung</strong> <strong>in</strong> <strong>Hofheim</strong> aber wohl nicht hallen. Die Gedenktafel wurde möglichst <strong>unaufällig</strong> aufgehängt, an der Fassade des Turms, aber zum meist wenig besuchten zum <strong>Tivertonplatz</strong> hin.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-left">Wg. Corona: Sondergenehmigung für Gastronomie</h2>
</p>
<p>Fünf Jahre später: Das <strong>Nicht-vergessen-dürfen</strong> scheint <strong>vergessen</strong>. Ein Kranz aus einstigem Grünzeug sieht aus, als sei er zu <strong>Stangs Zeiten</strong> aufgehängt. Tisch und Stühle <strong>versperren</strong> den Zugang zur Gedenktafel. Das <strong>Restaurant &#8222;Türmchen&#8220;</strong>, das normalerweise nur am Untertorplatz Gäste bedient, hat sich <strong>ausgebreitet</strong>. Lecker schmausen direkt <strong>unter den Namen der ermordeten Juden</strong>: Hofheim macht&#8217;s möglich, <strong>mitten in der Altstadt</strong>, auf dem Tivertonplatz.</p>
</p>
<p><strong>Und da ist niemand, der protestiert? Keiner, der einschreitet?</strong></p>
</p>
<p>Wir haben im Rathaus nach <strong>Antworten und Erklärungen</strong> gesucht. Wir haben ausdrücklich um eine Stellungnahme von <strong>Christian Vogt </strong>gebeten. <strong>Der CDU-Bürgermeister</strong>, der sich gerne <strong>allgegenwärtig</strong> gibt und sich zu <strong>Jedem und Allem</strong> äußert: Er will plötzlich <strong>nichts sagen</strong>. Statt seiner antwortet die <strong>Rathaus-Pressestelle:</strong></p>
</p>
<p><strong>Ja</strong>, der Tivertonplatz sei <strong>eine städtische Fläche</strong>. Und <strong>ja</strong>, die Stadt habe<strong> die Genehmigung erteilt</strong>, dort Tische und Stühle aufzustellen: <em>&#8222;Während der Pandemie war die Sondernutzung öffentlicher Flächen großzügiger gestattet worden, um die Gastronomie zu unterstützen.&#8220;</em></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Tuermchen-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Tuermchen-2.jpg" alt="Tuermchen 2" class="wp-image-32883" style="width:640px;height:394px" width="640" height="394" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Tuermchen-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Tuermchen-2-300x185.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Türmchen am Tivertonplatz. Seit der Pandemie dürfen hier Tische und Stühle stehen – auch unter der Gedenktafel auf dem Mauerwerk aus Bruchstein.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Für das &#8222;Türmchen&#8220; war die <strong>&#8222;Sondernutzungserlaubnis&#8220;</strong> für den Tivertonplatz verlängert worden, zuletzt am <strong>27. Juni</strong> dieses Jahres, sie gilt bis <strong>Ende</strong> <strong>Oktober</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Frage an die Stadtverwaltung:</strong> Warum die Verlängerung, wenn die Pandemie doch längst vorbei ist?</p>
</p>
<p><strong>Rathaus-Antwort:</strong> Es sei <em>&#8222;eine Übergangsphase für den Rückbau und die Umorganisation des Betriebs auf die vor der Pandemie genehmigten Flächen&#8220;</em> eingeräumt werden.</p>
</p>
<p>Das &#8222;Türmchen&#8220; hat <strong>ein paar Tische und Stühle</strong> auf dem Tivertonplatz verteilt: Dass der Umbau und die Umorganisation <strong>Wochen </strong>oder sogar<strong> Monate</strong> dauern soll, glaubt auch nur <strong>eine Behörde</strong>&#8230;</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-left">Patina aus Rost verdeckt Erinnerung an ermordete Juden</h2>
</p>
<p>Auf die <strong>viel drängendere Frage</strong>, warum Tische und Stühle <strong>direkt unterhalb der Gedenktafel für die ermordeten Juden</strong> stehen dürfen, antwortet das Rathaus erst einmal: <strong>gar nicht. </strong>Stattdessen schickt der <strong>Behördensprecher</strong> eine Abhandlung zur <strong>Beschaffenheit der Gedenktafel</strong>:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Die Gedenktafel hat eine Abmessung von 1,00 x 1,50 Metern und ist auf dem Bruchsteinmauerwerk des Turmes angebracht. Die Tafel ist nach Beratung durch eine Fachfirma aus Cortenstahl gefertigt, in den die Namen eingraviert sind. Cortenstahl ist laut der Fachfirma ein wetterfester Baustahl, welcher nach einigen Wochen eine Patina bildet.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Es folgt ein Auszug aus der <strong>Fachliteratur</strong> <em>(&#8222;Cortenstahl ist ein Stahl mit rostiger Oberfläche (&#8230;) schön anzusehen und praktisch unverwüstlich&#8220;</em>), den wir uns hier ersparen wollen.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Tuermchen-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Tuermchen-3.jpg" alt="Tuermchen 3" class="wp-image-32882" style="object-fit:cover;width:479px;height:917px" width="479" height="917"></a><figcaption class="wp-element-caption">Hofheims Gedenktafel an die ermordeten Juden. Die Namen sind kaum noch zu lesen. Der vertrocknete Kranz stammt wohl noch aus Zeiten von Bürgermeisterin Gisela Stang.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Die behördlichen Ausführungen klingen, als sei <strong>beabsichtigt</strong>, die eingravierten Namen <strong>verwittern</strong> zu lassen. Soll die <strong>Erinnerung</strong> an die ermordeten&nbsp; Juden wirklich unter einer <strong>Patina aus rotbraunem Rost</strong> verschwinden, auf dass wir vor einer <strong>unlesbar gewordenen Gedenktafel</strong> ungestört schmausen können?</p>
</p>
<p>Die Rathaus-Pressestelle schreibt sogar, dass das <strong>Gedenken an die ehemaligen jüdischen Bewohner</strong> <strong>Hofheims</strong> durch die Wahl des Material &#8222;<em>ideal für nachfolgende Generationen sichergestellt&#8220; </em>werde. Angesichts des Umstands, dass die Namen schon heute <strong>kaum</strong> <strong>zu</strong> <strong>lesen</strong> sind, klingt das <strong>wie</strong> <strong>eine</strong> <strong>Verhöhnung</strong>.</p>
</p>
<p>Es folgt ein Satz, der Einsicht verraten könnte: Man danke für den Hinweis, lässt uns die Rathaus-Pressestelle wissen, und man werde <em>&#8222;prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, Cortenstahl dahingehend zu behandeln, dass eine bessere Lesbarkeit erreicht werden kann&#8220;</em>.</p>
</p>
<p><strong>&#8222;Prüfen&#8220;</strong> bedeutet im Verwaltungsjargon: <strong>Abwarten</strong>. Zeit gewinnen. <strong>Die Entscheidung hinauszögern.</strong></p>
</p>
<p><strong>Ehrliche Einsicht klingt anders.</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-left">Bald wieder wohlfeile Politiker-Worte gegen das Vergessen</h2>
</p>
<p><strong>Leckere</strong> <strong>Pfannkuchen</strong>, eine Spezialität des &#8222;Türmchens&#8220;, sollen demnach wohl weiterhin unter der Gedenktafel <strong>serviert</strong> werden dürfen, oder? Eines Tages, wenn die Stadtverwaltung den <strong>Cortenstahl</strong> hat <strong>blank</strong> putzen lassen, sollen wir bei einem<strong> guten Essen</strong> und einem <strong>Gläschen Wein</strong> die Namen der Ermordeten <strong>in aller Deutlichkeit</strong> lesen können&#8230;</p>
</p>
<p>Erst im zweiten Anlauf, nach einer erneute Anfrage, <strong>erwacht man im Rathaus</strong>. Und der Sprecher teilt mit:</p>
</p>
<p>Die Fläche <strong>unterhalb der Gedenktafel</strong> sei<em> &#8222;nicht ausdrücklich in die Genehmigung eingeschlossen&#8220;</em> gewesen. Jetzt solle nachgebessert werden: &#8222;S<em>eitens der Ordnungsbehörde&#8220;</em>, so formuliert es die Rathaus-Pressestelle, werde es &#8222;<em>einen Hinweis an den Gastronomen geben”, </em>dass der Bereich <em>&#8222;von Bestuhlung freizuhalten ist&#8220;.</em></p>
</p>
<p>Das wird aberb auch <strong>allerhöchste Zeit:</strong></p>
</p>
<p><strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt </strong>wird schließlich demnächst <strong>vor der Gedenktafel</strong> wieder eine Rede halten wollen. Am <strong>9. November</strong> jährt sich die Reichspogromnacht, dann zum <strong>85. Mal</strong>.</p>
</p>
<p>Dann ist wieder die <strong>Stunde der</strong> <strong>wohlfeilen Worte. </strong>Er wird uns Bürger gemahnen:</p>
</p>
<p><strong>Das Geschehene darf nie, niemals vergessen werden.</strong></p>
</p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<p class="has-text-align-center has-luminous-vivid-orange-color has-text-color"><strong>+ + + + +</strong></p>
</p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<p><strong>Was sagt eigentlich der &#8222;Türmchen&#8220;-Gastronom zu den Vorwürfen des respektlosen Umgangs mit der Gedenktafel?</strong></p>
</p>
<p><strong>Sander Prins</strong>, der mit seinem Vater das Gebäude von der Stadt gepachtet hat (<em>&#8222;seit über 30 Jahren sind wird hier&#8220;</em>) bestätigt: Wegen Corona habe ihm die Stadt erlaubt, seine <strong>Außengastronomie</strong> auf den Tivertonplatz <strong>auszudehnen</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<p>Ansonsten zeigt er <strong>wenig Verständnis</strong> für die Kritik: Jedes Jahr finde am Tag der <strong>Novemberpogrome</strong> eine <strong>Gedenkstunde</strong> statt, <em>&#8222;da wird doch alles schön geschmückt&#8220;</em>. Auch sonst habe er alles <strong>aufgeräumt</strong> und <strong>ordentlich</strong> gemacht&#8230; Er verstehe gar nicht, was einige Leute hätten, <em>&#8222;es gibt so viele andere Themen, über die man sich beschweren könnte.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Einen Tisch habe er bereits <strong>weggenommen</strong> (<em>&#8222;ich brauchte ihn sowieso vorn&#8220;</em>), man könne doch jetzt <em>&#8222;wieder ordentlich an die Gedenktafel ran&#8220;.</em> Und außerdem werde auf dem <strong>Tivertonplatz</strong> kaum noch bedient, weil jetzt der <strong>Sommer zu Ende geht</strong>.</p>
</p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
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