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	<title>Bumin Özlem &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Bumin Özlem &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>&#8230;und dann noch ein Jahrestag, der Anlass zu Nachdenklichkeit sein sollte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Apr 2023 10:47:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bumin Özlem]]></category>
		<category><![CDATA[Cyriax Michael]]></category>
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					<description><![CDATA[Kleiner Wochenend-Spaziergang durch Hofheim: Das Stadtparlament hat ein paar interessante Entscheidungen getroffen, ein wichtiges Thema allerdings auch ausgeklammert. Für die leidgeplagten Lorsbacher soll ein großes Hilfspaket geschnürt werden. Die Stadtbücherei gibt sich nicht gerade kundenfreundlich. Und ein kleiner "Gedenktag" sollte Anlass sein zu (selbst-)kritischer Nachdenklichkeit... ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Kommen Sie mit auf einen Wochenend-Spaziergang der etwas anderen Art! Lassen Sie uns das Polit-Geschehen der letzten Tage Revue passieren: Hofheims Stadtparlament hat getagt und ein paar interessante Entscheidungen getroffen, andere vertagt – und ein spannendes Thema einfach ausgeklammert. Lorsbach kriegt ein großes Hilfspaket. Die Stadtbücherei zeigt sich nicht besonders kundenfreundlich. Dann gibt&#8217;s noch einen Jahrestag, der Anlass zu (selbst-)kritischer Nachdenklichkeit sein sollte. <strong>Und schließlich eine aktualisierte Meldung: Unsere Kritik an der Kreisverwaltung, die ausgerechnet für Karfreitag eine Ausschußsitzung angesetzt hat, war nicht berechtigt: Das Land trägt die Verantwortung.</strong> Kommen Sie einfach mit&#8230;</strong></p>






<h3 class="wp-block-heading" id="lorsbach20230403" style="font-size:22px"><a href="#lorsbach20230403">Für Lorsbach wird ein großes Hilfspaket geschnürt</a></h3>



<p>Das Dörfchen Lorsbach ist <strong>leidgeprüft</strong>. Die (mindestens) einjährige <strong>Baustelle auf der L3011</strong> (incl. zeitweiliger Vollsperrung) kommt bald. Es gibt zu wenig <strong>Kita-Plätze</strong>. Keinen <strong>Supermarkt</strong>. Eine <strong>Bahnstation</strong> ohne Zugang für Behinderte&#8230;</p>



<p>Das alles wiegt schwer, <strong>Trübsal</strong> könnte drohen – doch jetzt naht <strong>Hilfe</strong>:</p>



<p>Eine <strong>„ganzheitliche Standortanalyse“</strong> soll der Magistrat durchführen lassen. Das beschloss die Stadtverordnetenversammlung. Es klingt kompliziert und ist es sicher auch: Die <strong>infrastrukturellen Probleme</strong> in dem Ortsteil sollen diagnostiziert und <strong>Lösungsansätze</strong> entwickelt werden. Und dabei soll auch noch die <strong>dörfliche Gemeinschaft</strong> gestärkt werden.</p>



<p>Einzubinden, so heißt es im Beschluss weiter, seien die <strong>Lorsbacher Bürger</strong> und die <strong>Vereine</strong>, der <strong>Ortsbeirat Lorsbach</strong> sowie u.a. die Hofheimer Lokale Agenda, der ADFC, die Deutsche Bahn AG, Hessen Mobil.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="398" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/lorsbach.jpg" alt="lorsbach" class="wp-image-31006" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/lorsbach.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/lorsbach-300x187.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
</div>


<p>Das <strong>Hilfspaket </strong>hatten Hofheims <strong>Grüne</strong> geschnürt – sicher <strong>nicht</strong> <strong>ganz</strong> <strong>uneigennnützig</strong>: Sie haben in Lorsbach schließlich Einiges <strong>gutzumachen</strong>:</p>



<p>Der grüne <strong>Landesminister Tarek Al-Wazir </strong>hatte die L3011 für ein Jahr <span style="text-decoration: underline;">voll</span> sperren wollen (was <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/31/lorsbach-gericht-l3011/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bekanntlich</a> jetzt ein Gericht verhinderte). Hofheims Grünen hatten sich, um den eigenen Minister <strong>nicht zu brüskieren</strong>, stets <strong>weggeduckt</strong> und dem Lorsbacher Protest <strong>schweigend</strong> zugeschaut.</p>



<p>Jetzt der <strong>Annäherungsversuch</strong>. Die Grünen wollten den Lorsbachern eigentlich noch mehr angedeihen lassen: Ein Mitarbeiter der Verwaltung solle wöchentlich eine Art <strong>Sprechstunde</strong> abhalten, mindestens zwei Stunde lang. Und sie wollten auch, dass zu <strong>Sitzungen des Ortsbeirates</strong> stets ein hauptamtlicher Dezernent erscheinen müsse.</p>



<p>Das aber ging den meisten Stadtmverordneten zu weit: Dann könnten ja alle Ortsteile kommen&#8230;</p>



<p><strong>Akzeptiert</strong> dagegen wurde die Forderung, dass die Lorsbach-Analyse <strong>zeitnah</strong> zu erfolgen hat. Das war den Grünen sehr wichtig:</p>



<p>Im Oktober sind <strong>Landtagswahlen</strong>!</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="elisabethenstraße20230402" style="font-size:22px"><a href="#elisabethenstraße20230402">Elisabethenstraße 3: Planung zieht sich weiter hin</a></h3>



<p>In der <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> gab der <strong>Bürgermeister</strong> bekannt, was bereits im <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/16/leser-tipps/#Hotel-Neubau20230317">Hofheim/Kriftel-Newslette</a>r stand: Bei der Planung des Grundstücks <strong>Elisabethenstraße 3</strong> (alte Stadtbücherei) wird der versprochene Zeitplan <strong>nicht mehr eingehalten</strong>.</p>



<p>Im Herbst letzten Jahres hatte <strong>Christian Vogt </strong>–&nbsp;er will ein Hotel auf dem Grundstück sehen – angekündigt: Noch in 2022 würden<strong> mehrere&nbsp;Planungsbüros&nbsp;</strong>beauftragt, <strong>städtebauliche Konzeptionen</strong> für das Grundstück zu erarbeiten. Die sollten im <strong>März 2023</strong> in einem <strong>zweiten</strong> <strong>Bürgerforum</strong> vorgestellt werden.</p>



<p>Soweit der Plan, er klang gut. Die Grünen setzten noch durch, dass für die Planungsbüros ein <strong>Kriterienkatalog</strong> erarbeitet werden müsse. Macht Sinn&#8230;</p>



<p>Das ist <strong>ein halbes Jahr</strong> her. Jetzt trug Vogt vor: Es werde derzeit ein <strong>Kriterienkatalog</strong> in der Stadtverwaltung <strong>erarbeitet</strong>, der demnächst in den <strong>Ausschüssen</strong> diskutiert werden soll.</p>



<p>Wir erkennen: Wieder droht sich eine städtische Planung <strong>endlos hinzuziehen</strong>. Von einem<strong> zweiten Bürgerforum</strong> hat Vogt übrigens nichts mehr gesagt.</p>



<h4 class="wp-block-heading" style="font-size:22px">Pinkelpause-Millionen sind Geschichte</h4>



<p>Die <strong>Pinkelpause-Millonen</strong> sind endgültig Geschichte: <strong>Rund fünf Millionen Euro</strong> hatte die Opposition <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/09/pinkelpause-mit-folgen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ende letzten Jahres</a> <strong>überraschend</strong> durchsetzen können, weil ein CDU-Stadtverordneter <strong>kurz</strong> <strong>austreten</strong> war. Mit dem vielen Geld sollte dem <strong>Kita-Notstand</strong> in der Stadt wirkungsvoll der Kampf angesagt werden.</p>



<p>Jetzt wurden die Millionen, wie vom Haupt- und Finanzausschuss empfohlen, endgültig <strong>aus dem Haushalt </strong>gestrichen. Grund: Die <strong>CDU-geführte Kreisverwaltung</strong> hatte gedroht, den städtischen Haushalt 2023 wegen zu hoher Ausgaben <strong>nicht zu genehmigen</strong>.</p>



<p>Das <strong>Etat-Problem</strong> ist damit <strong>vom Tisch</strong>.</p>



<p>Eine erkennbare <strong>Lösung</strong> <strong>der Kita-Problematik</strong> zeichnet sich dadurch natürlich noch nicht ab.</p>



<h4 class="wp-block-heading" style="font-size:22px">Gegen Kita-Notstand: Container hinter alter Stadtbücherei?</h4>



<p><strong>Es fehlen hunderte Kita-Plätze</strong> im Stadtgebiet, und das seit Jahren schon. Zunehmend drängen Lokalpolitiker darauf, <strong>Container</strong> aufzustellen, damit <strong>auf die Schnelle</strong> Kita-Plätze geschaffen werden können.</p>



<p>Das sollte machbar sein: Für <strong>Flüchtlinge</strong> konnten in kürzester Zeit Container organisiert werden. Am <strong>Kreishaus</strong> wurden zahlreiche Büros in Container ausgelagert. Hunderte Schüler werden in der <strong>Main-Taunus-Schule</strong> in Containern unterrichtet.</p>



<p>Container gegen den Kita-Mangel: <strong>Das müsste doch möglich sein!</strong></p>



<p>Aber wir sind in Hofheim, da kriegt’s der Magistrat <strong>nicht gewuppt</strong>. Angeblich findet man kein passendes Grundstück, auf dem man solche <strong>Container aufstellen könnte</strong>.</p>



<p>Jetzt hat <strong>Barbara Grassel </strong>einen ziemlich <strong>gut klingenden Vorschlag </strong>gemacht: Hinter der alten Stadtbücherei – da wäre doch <strong>ein</strong> <strong>idealer Platz für ein Kita-Containerdorf.</strong> Die Fraktionsvorsitzende der Linken machte den Vorschlag bereits vor Wochen, jetzt wiederholte sie ihn im Stadtparlament.</p>



<p><strong>Beigeordneter Bernd Köppler (SPD) </strong>wiederholte daraufhin, was er schon wiederholt gesagt hat: Er werde das <strong>prüfen</strong> lassen.</p>



<p>Vielleicht liegt genau da die <strong>Ursache des Kita-Problems</strong>: Der Mann kommt einfach <strong>nicht voran</strong>.</p>



<h4 class="wp-block-heading" style="font-size:22px">Armer Stadtwald: 10-Jahres-Plan bleibt in Planung</h4>



<p>Über das Thema <strong>Forsteinrichtungswerk</strong> haben wir kürzlich ausführlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/20/mit-stadtwald-kasse-machen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">berichtet</a>: Es handelt sich um einen 10-Jahres-Plan für den Stadtwald, er ist seit mehr als anderthalb Jahren überfällig. Eigentlich sollte das Werk jetzt vom Parlament <strong>verabschiedet</strong> werden. Daraus aber wurde wieder nichts:</p>



<p>In den Entwurf hatte der Magistrat die Passage <strong>hineingeschmuggelt</strong>, dass der Stadtwald künftig <strong>Überschüsse</strong> <strong>erwirtschaften</strong> müsse. Das empörte einige Stadtverordnete, der Hofheim/Kriftel-Newsletter hat’s <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/20/mit-stadtwald-kasse-machen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">öffentlich</a> gemacht – jetzt soll über den Entwurf <strong>nochmals</strong> diskutiert werden, beschlossen die Stadtverordneten einstimmig.</p>



<h4 class="wp-block-heading" style="font-size:22px">Wallauer Spange: Details interessieren nicht</h4>



<p>Die <a href="https://www.wallauer-spange.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wallauer Spange</a> ist ein Großprojekt mitten in der Landschaft: Es handelt sich um einen <strong>Bahnhof nahe Wallau</strong>, den Hofheim zusammen mit Wiesbaden und Hattersheim <strong>bis Ende 2027</strong> bauen will. Im Stadtparlament sind<strong> alle dafür</strong>. Nur die <strong>Linken</strong> haben immer wieder <strong>Bedenken</strong>.</p>



<p><strong>Bernd Hausmann</strong> nannte im Stadtparlament ein paar Fakten, die ihn <strong>irritierten</strong>: Vor drei Jahren sei eine Machbarkeitsstudie von rund <strong>500 Fahrgästen</strong> ausgegangen, und für die wurden <strong>100 ebenerdige Stellplätze</strong> und <strong>zwei Bushaltestellen</strong> geplant.</p>



<p>Dann gab’s <strong>eine neue Vorlage</strong>: Plötzlich sollte ein gewaltiges <strong>Parkhaus mit 500 Plätzen</strong> entstehen, außerdem sollte es <strong>acht Bushaltestellen</strong> (plus vier an der nahen Landstraße) geben. </p>



<p>Jetzt wurde wieder <strong>eine neue Vorlage</strong> erstellt: Das Parkhaus wird nur noch halb so groß geplant.<strong> Rund 250 Parkplätze</strong> müssen demnach reichen. Die acht Bushaltestellen, mehr als am Bahnhof in Hofheim, sind weiterhin vorgesehen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Wallauer_Spange_Haltepunkte_PundR.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Wallauer_Spange_Haltepunkte_PundR-1024x576.jpg" alt="Wallauer Spange Haltepunkte PundR" class="wp-image-30828" style="width:688px;height:387px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Wallauer_Spange_Haltepunkte_PundR-1024x576.jpg 1024w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Wallauer_Spange_Haltepunkte_PundR-300x169.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Wallauer_Spange_Haltepunkte_PundR-768x432.jpg 768w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Wallauer_Spange_Haltepunkte_PundR-1536x864.jpg 1536w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Wallauer_Spange_Haltepunkte_PundR.jpg 1917w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: Auf dieser Darstellung wird erkennbar, wie viel Platz der geplante Bahnhof verlangt. Das Foto findet sich auf der Webseite <a href="https://www.wallauer-spange.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.wallauer-spange.de</a>.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Einer solch wirr anmutenden Planung</strong> ist nur schwer zu folgen. Aber für die <strong>Mehrheit der Stadtverordneten</strong> sind die Hausmannschen Einwürfe eher Kinkerlitzchen, die es zu vernachlässigen gilt. <strong>Parlaments-Frischling Wilhelm Schultze</strong> von den „Bürgern für Hofheim“ schleuderte dem Linken ein markiges <em>„Wir wollen die Stadt voranbringen“</em> entgegen. Sprach’s und stimmte der neuen Planung <strong>ohne weitere Fragen</strong> zu – wie auch die anderen Stadtverordneten.</p>



<p>Nur die <strong>zwei Linken</strong> im Stadtparlament, die blieben bei ihrem <em>„nein“.</em></p>



<h4 class="wp-block-heading" style="font-size:22px">Magistrat will Möbelhaus in Diedenbergen</h4>



<p>Interessant auch, was <strong>KEIN Thema</strong> in der Stadtverordnetenversammlung war: In Diedenbergen soll <strong>ein neues Gewerbegebiet</strong> ausgewiesen werden –&nbsp; zehn Hektar groß. Als Grund wird immer wieder die <strong>Sicherung von Arbeitsplätzen</strong> genannt: Dort soll<strong> Polar Mohr</strong> einen neuen Betrieb errichten können (wenn das Unternehmen das überhaupt will, was <strong>keiner weiß</strong>; auch müsste die Planung<strong> in wenigen Jahren </strong>fertig werden, was <strong>kaum einer für möglich hält</strong>).</p>



<p>In ihrer <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/20/hattersheimer-und-gewerbegebiet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sondersitzung Mitte März</a><strong> </strong>hatten die Stadtverordneten einem <strong>SPD-Antrag</strong> zugestimmt, wonach die Planung vorangetrieben werden soll. Das umstrittene <strong>Höffner-Möbelhaus</strong> stand da nicht mehr drin, weshalb für <strong>SPD-Chef Aaron Kowacs</strong> klar war: Dann wird&#8217;s auch kein Möbelhaus geben.</p>



<p>Das war allerdings etwas blauäugig. <strong>Hofheims Magistrat</strong> ließ inzwischen via Lokalzeitung <a href="https://www.fr.de/rhein-main/main-taunus-kreis/hofheim-ort74520/magistrat-haelt-an-moebelhaus-fest-92175572.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">verlautbaren</a>, dass man selbstverständlich<strong> an den Möbelhaus-Plänen</strong> festhalten werde.</p>



<p>Eigentlich ist die Stadtverordnetenversammlung das zentrale Gremium <strong>für die wichtigsten Entscheidungen</strong> in dieser Stadt. Man hätte also das Thema offen ansprechen können: <strong>Hallo Herr Bürgermeister</strong>, werden Beschlüsse der Stadtverordneten im Rathaus überhaupt  ernst genommen? Die Stadtverordneten sind doch <strong>keine</strong> <strong>Hampelmänner</strong>…</p>



<p>Aber nein: Kein Wort wurde dazu gesagt. <strong>Die Stadtverordneten schwiegen.&nbsp;</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading" style="font-size:22px">Stadtbücherei ist dicht – ausgerechnet in den Ferien</h3>



<p><strong>Genug Politik – anderes Thema</strong>: Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hat vor einiger Zeit darüber <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/03/stadtparlament-zum-etat-2023/#buecherei20221203">berichtet</a>: Unsere <strong>Stadtbücherei</strong> ist wirklich schön geworden, allerdings ist sie auch ganz <strong>schön</strong> <strong>teuer</strong>. Rechnet man den städtischen Zuschuss auf die wöchentlichen Öffnungszeit um, kostet jede Stunde<strong> 646 Euro</strong>. Zum Vergleich: Das <strong>Stadtmuseum</strong> kommt mit <strong>374 Euro/Stunde</strong> aus.</p>



<p>Wenn die Bücherei<strong> öfter geöffnet</strong> wäre, fiele der Stundenpreis natürlich<strong> günstiger</strong> aus.&nbsp;</p>



<p>Jetzt lesen wir im <strong>Bücherei-Newsletter</strong> den Hinweis: <em>„Vom 7. bis zum 21. April bleibt die Stadtbücherei Hofheim geschlossen.“ </em>Na klar, sind schließlich <strong>Ferien</strong>…</p>



<p>Na klar? Einigen Leuten ist das ziemlich <strong>sauer</strong> aufgestoßen, nicht wegen der Kosten, sondern weil die Bücherei <strong>ausgerechnet in den Ferien</strong> schließt: Eigentlich wäre eine Stadtbücherei doch <strong>das ideale Freizeit-Angebot</strong> für Kinder und Jugendliche (und natürlich auch Erwachsene), die <strong>nicht verreisen</strong> können – oder?</p>



<p>Als<strong> Begründung für die Schließung</strong> wird angeführt: Eine Woche Bücherei-Ferien in den Osterferien sei normal. Außerdem wolle man <strong>Überstunden</strong> abbauen, die <strong>während</strong> <strong>des</strong> <strong>Umzugs</strong> angefallen waren.</p>



<p>Aber müssen <strong>Überstunden</strong> wirklich in den <strong>Osterferien</strong> abgebaut werden? Das hätte man doch sicher auch <strong>anders organisiere</strong>n können, mit etwas gutem Willen…</p>



<h3 class="wp-block-heading" style="font-size:22px">Vor vier Jahren: Hofheim traf folgenschwere Entscheidung</h3>



<p><strong>Zum Schluss wollen wir an einen Tag erinnern</strong>, der uns heute Anlass geben sollte zu (selbst-)kritischer<strong> Nachdenklichkeit:</strong></p>



<p>Vor genau vier Jahren – es war am 7. April 2019 – haben von rund 26.000 wahlberechtigten Hofheimerinnen und Hofheimer knapp 13.000 an der <strong>Stichwahl für den neuen Bürgermeister </strong>teilgenommen.</p>



<p><strong>7.492 der Wähler</strong> gaben ihre Stimme dem <strong>Kandidaten Christian Vogt.</strong> Das war deutlich weniger als <strong>ein Drittel der Wahlberechtigten</strong>, aber <strong>etwas mehr als die Hälfte</strong> derer, die zur Wahl gegangen waren:</p>



<p>Damit war der CDU-Mann <strong>zum neuen Bürgermeister </strong>der Kreisstadt gewählt worden.</p>



<p>Nach vier Jahren, im Rückblick – jetzt mal ganz ehrlich: War das eigentlich <strong>eine gute Entscheidung für Hofheim</strong>?</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading" style="font-size:22px">Update: Kreisausschuss tagt Karfreitag – und keiner weiß es</h4>



<p>In einer ersten Ausgabe dieses Beitrags hatten wir kritisch angemerkt: Der <strong>Kreiswahlausschuss</strong> für die im Juni stattfindende MTK-Landratswahl wurde für den 7. April zusammengerufen. Das Gremium tagt am <strong>Karfreitag</strong> – damit findet eine<strong> Ausschußsitzung</strong> (die <strong>öffentlich</strong> sein muss!) ausgerechnet an einem Tag statt, der für alle <strong>Christen auf dieser Welt</strong> einer der höchsten&nbsp;Feiertage ist, für die evangelische Kirche sogar <em>der</em> höchste Feiertag überhaupt.</p>



<p>Wir hatten das <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-FeiertGHE1952rahmen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hessische Feiertagsgesetz</a> genannt, das in <strong>Paragraf 8</strong> ausdrücklich den Karfreitag nennt:<strong> An dem vorösterlichen Feiertag</strong> seien <em>„von 0&nbsp;Uhr an“</em> alle öffentlichen Veranstaltungen <strong>verboten</strong>, <em>„wenn sie nicht der Würdigung der Feiertage, der seelischen Erhebung oder einem überwiegenden Interesse der Kunst, Wissenschaft, Volksbildung oder Politik dienen</em>“.</p>



<p>Daraufhin meldete sich <strong>Johannes Latsch</strong>, der Sprecher der Kreisverwaltung, und verwies auf das <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-KomWGHE2005V8P7" target="_blank" rel="noopener">Hessische Kommunalwahlgesetz</a>: Das schreibe den Tag für die Ausschußsitzung vor und lasse auch keine Alternative zu. Latsch: <em>&#8222;Uns ist die hohe Bedeutung dieses Feiertages bewusst; der Kreis hat da aber keinen Spielraum gehabt. Der Tag ist gesetzlich exakt festgelegt: Der Wahlausschuss muss am 58. Tag vor der Wahl in öffentlicher Sitzung über die Zulassung der Wahlvorschläge entscheiden (§ 15 Abs. 1 Hessisches Kommunalwahlgesetz).&#8220;</em></p>



<p>Herr Latsch hat recht: In einer älteren Fassung des Gesetzes hieß es noch, der Wahlausschuss beschließe <em>&#8222;spätestens am achtundfünfzigsten Tag vor der Wahl&#8220;</em> über die Zulassung der Wahlvorschläge. Das Gesetz wurde geändert, seither muss der Wahlausschuss <strong>am 58. Tag vor der Wahl </strong>zusammenkommen – selbst wenn <strong>Karfreitag</strong> ist. Die Verantwortung für ein Gesetz, das <strong>Ausschusssitzungen an einem Karfreitag</strong> verlangt, liegt damit sicherlich bei der <strong>Landesregierung</strong>. Wir bitten, die fehlerhafte Darstellung zu entschuldigen.</p>



<p>Dagegen hat die Kreisverwaltung zu <strong>verantworten</strong>, dass den Sitzungstermin <strong>kaum ein Mensch</strong> kennt. Er wird auf der Webseite des Kreises <strong>mit keinem Wort</strong> erwähnt, findet sich auch <strong>nicht im Sitzungsklalender</strong> der Kreisgremien. </p>



<p>Auf die Frage, auf welche Weise die <strong>Öffentlichkeit</strong> über eine Karfreitag-Ausschußsitzung informiert werde, gab sich Herr Latsch sehr <strong>wortkarg</strong>. Und schrieb: </p>



<p><em>&#8222;Die Sitzung wird per Aushang im Foyer des Landratsamtes bekannt gemacht. Damit ist die Forderung des Gesetzes erfüllt, nach der ein Aushang ausreichend ist: ,Zeit, Ort und Gegenstand der Verhandlungen sind öffentlich bekannt zu machen. Für die öffentliche Bekanntmachung genügt ein Aushang am oder im Eingang des Sitzungsgebäudes mit dem Hinweis, dass jeder Zutritt zu der Sitzung hat.&#8216; (§ 3 Abs. 3 Kommunalwahlordnung Hessen).&#8220;</em></p>



<p><strong>Ein Aushang im Landratsamt</strong> muss als Information für die Öffentlichkeit genügen, weil das Gesetz nicht mehr verlangt: Viel weiter kann sich eine Behörde <strong>von den Bürgern</strong> kaum entfernen.</p>
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