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	<title>Gronenborn &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Gronenborn &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>4 Polit-Geschichten aus Hofheim: Meisterturm, Hof Ehry, Intim-Feinde und eine Sau, die vom Tisch ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Gronenborn]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Hofheimer Stadtparlament hat getagt, ein letztes Mal vor der Sommerpause. Es ging um Bebauungspläne, um Satzungen, um den Flächennutzungsplan und um Feuerwehrbedarfspläne. Und – lange diskutiert, also wohl ein wichtiges Thema ;-)  – Fahrradstellplätze für Mitglieder städtischer Gremien. Wir haben uns hier vier Themen "herausgepickt": Der Magistrat tat so, als gäbe es neue Informationen zur Waldgaststätte Meisterturm und zu Hof Ehry  – das haben wir uns genauer angeschaut. Und zwischendurch menschelte es ein bisschen: Ein SPD-Mann unterhält angeblich keine Intim-Feindschaften, und ein CDU-Mann nimmt die Sau zurück.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Das Hofheimer Stadtparlament hat getagt, ein letztes Mal vor der Sommerpause. Es ging um Bebauungspläne, um Satzungen, um den Flächennutzungsplan und&nbsp;um Feuerwehrbedarfspläne. Und – lange diskutiert, also wohl<strong> ein wichtiges Thema <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </strong> – Fahrradstellplätze für Mitglieder städtischer Gremien. Wir haben uns hier vier Themen &#8222;herausgepickt&#8220;: Der Magistrat tat so, als gäbe es <strong>neue Informationen</strong></strong> <strong>zur Waldgaststätte Meisterturm und zu Hof Ehry  – das haben wir uns genauer angeschaut. Und zwischendurch menschelte es ein bisschen: Ein SPD-Mann unterhält angeblich keine Intim-Feindschaften, und ein CDU-Mann nimmt die Sau zurück.</strong></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>






<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Meisterturm: Nichts Genaues weiß man nicht</h2>



<p>Machen wir uns nichts vor: Noch <strong>etwas mehr als 300 Tage von heute an</strong> – dann ist die <a href="https://www.meisterturm.de/" target="_blank" rel="noopener">Waldgaststätte Meisterturm</a> endgültig Geschichte. Die <strong>Hofheimerinnen und Hofheimer</strong> wurden nicht gefragt, auch nicht ihre<strong> gewählten Vertreter</strong> im Stadtparlament: Der <strong>Magistrat</strong> hat im Alleingang über die <strong>Zukunft der beliebten Waldgaststätte</strong> entschieden. Wir haben ausführlich darüber berichtet (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/07/waldgaststaette-meisterturm/">hier</a> und <a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/11/waldgaststaette-meisterturm-2/">hier</a>) – jetzt hat <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> im Stadtparlament erstmals<strong> ein paar Informationen</strong> herausgerückt.</p>



<p>Seine <strong>18-seitige Magistratsvorlage</strong> ist bei näherem Hinsehen allerdings ernüchternd. Sie nährt den Verdacht, dass die Hofheimer Stadtspitze <strong>weitgehend</strong> <strong>plan- und ahnungslos</strong> agiert.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg" alt="Meisterturm1" class="wp-image-43403" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">In die Jahre gekommen, von der Stadt vernachlässigt, jetzt bald Geschichte: Die Waldgaststätte Meisterturm auf dem Kapellenberg. </figcaption></figure>
</div>


<p>Das ist <strong>die aktuelle Lage:</strong></p>



<p>Oben auf dem <strong>Kapellenberg</strong>, unterhalb des <strong>Meisterturms</strong>, gibt es <strong>drei Objekte</strong>: Die <strong>Gaststätte</strong>&nbsp; ist stark <strong>baufällig</strong> (Magistrat: <em>&#8222;Aufgrund der umfangreichen Schäden und mangelnder Wirtschaftlichkeit wird eine Sanierung oder Modernisierung nicht empfohlen.&#8220;</em>). Dahinter befinden sich ein <strong>ehemaliges Wohnhaus</strong> (Totalruine) und eine <strong>Scheune</strong> (51 Quadratmeter).</p>



<p>Lediglich ein Termin steht unumstößlich fest, das ist inzwischen auch bekannt: Am<strong> 30. Juni 2025 </strong>müssen die Pächter <strong>Markus und Barbara König </strong>das Gelände geräumt haben. Am <strong>Vatertag 2025</strong> (29. Mai) wollen sie die Gaststätte <strong>ein letzten Mal </strong>öffnen.</p>



<p>Und jetzt <strong>eine neue Informatio</strong>n: Bis zum <strong>Auszug der Königs</strong> will die Stadtverwaltung die <strong>Ausschreibungen</strong> für die <strong>Außenanlagen</strong> und den <strong>Abriss der Gebäude</strong> abgeschlossen haben. Und: Spätestens <strong>2026</strong> soll mit dem <strong>Neubau der Gaststätte </strong>begonnen werden.</p>



<p>Offen ist, <strong>wie lange</strong> sich die Bauarbeiten hinziehen werden. Vogt: <em>&#8222;Die Dauer der Baumaßnahme ist nicht bezifferbar.&#8220;</em></p>



<p>Nun könnte man <strong>als verantwortungsbewusster Stadtverordneter</strong> ja mal&nbsp; fragen: Hallo Magistrat, was ist denn da oben <strong>eigentlich <span style="text-decoration: underline;">genau</span> geplant</strong>?&nbsp;</p>



<p>Die Antworten, die bisher gegeben wurden, waren mehr als dürftig. Nur Schlagworte: eine neue <strong>Gaststätte</strong> soll gebaut werden, dahinter ein <strong>&#8222;Haus des Waldes&#8220;</strong> und ein <strong>&#8222;Haus der Michelsberger Kultur&#8220;</strong>.</p>



<p>In der <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> hat niemand <strong>nach weiteren Einzelheiten </strong>gefragt – außer der <strong>Linken Barbara Grassel,</strong> die fragt immer, und sie hat wieder <strong>keine Antwort </strong>bekommen.</p>



<p>Es wird wohl <strong>ein Überraschungspaket</strong>.</p>



<p>Was noch mitgeteilt wurde: Die <strong>Gaststätte</strong> soll etwas größer werden als heute. Statt 249 Quadratmeter sollen es <strong>358 Quadratmeter</strong> sein (darin enthalten ist allerdings auch <strong>die</strong> <strong>Lagerfläche</strong>: einen Keller wird es <strong>nicht mehr geben</strong>).</p>



<p>Wie die Gaststätte aussehen wird: <strong>Nüchterner Zweckbau?</strong> Oder – wie schon mal in der Überlegung – ein <strong>Wirtshaus im prolligen Bayern-Look?</strong></p>



<p><strong>Niemand</strong> weiß es genau.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="766" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-1024x766.jpg" alt="Meisterturm Planung 1" class="wp-image-44093" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-1024x766.jpg 1024w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-300x224.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-768x574.jpg 768w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: Rechts die Fläche der Gaststätte, links sollen das &#8222;Haus des Waldes&#8220; und ein &#8222;Spielhaus Michelsberger Kultur&#8220; entstehen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Wie<strong> wenig durchdacht</strong> das ganze Vorhaben ist, zeigt folgendes Beispiel:</p>



<p>Hinter der Gaststätte soll laut Magistrat ein <strong>&#8222;Haus der Michelsberger Kultur&#8220;</strong> entstehen. Man wüsste natürlich gerne mal, was darunter zu verstehen ist&#8230;</p>



<p><strong>Vor zwei Jahren</strong> berichtete die <a href="https://www.fr.de/rhein-main/main-taunus-kreis/hofheim-ort74520/hofheim-stadt-plant-haus-der-michelsberger-kultur-91232368.html" target="_blank" rel="noopener">Frankfurter Rundschau</a> unter Berufung auf Bürgermeister Vogt, dass dort <strong>Fundstücke präsentiert werden</strong> sollen: Geplant sei die Rekonstruktion der<strong> Lebensumstände in der Jungsteinzeit</strong> sowie ein <strong>3-D-Modell</strong> des Kapellenbergs mit <strong>Ringwall, Hügelgräbern und Wachturm.</strong></p>



<p>Im <strong>August letzten Jahres</strong> schrieb das Kreisblatt, laut <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> wolle man die Öffentlichkeit <strong>über die Steinzeit-Siedlung </strong>auf dem Kapellenberg <strong>informieren</strong>.</p>



<p>Im <strong>Mai dieses Jahres</strong> erkundigten sich <strong>CDU, FWG und FDP</strong> nach Details. Sie wurden <strong>vom Magistrat </strong>mit der Antwort abgespeist: Ein<strong> Landschaftsplaner</strong> habe ein Konzept erarbeitet, und zwar in Abstimmung mit <strong>Prof. Dr. Detlef Gronenborn</strong>, einem Archäologen an der <strong>Universität Mainz</strong>, der seit Jahren die <strong>Forschungen auf dem Kapellenberg</strong> leitet. Wie das Konzept aussieht: Das wurde <strong>nicht verraten</strong>.</p>



<p><strong>Und jetzt die allerneueste Entwicklung:</strong></p>



<p>In den Plänen, die den Stadtverordneten vorgelegt wurden, ist von einem<strong> &#8222;Spielhaus Michelsberger Kultur&#8220;</strong> die Rede.</p>



<p>Ein Spielhaus?</p>



<p><strong>Ja, wirklich wahr: ein Spielhaus!</strong></p>



<p>Ebenso unklar sind Vogts Pläne für ein <strong>&#8222;Haus des Waldes&#8220;</strong>. Als er 2022 beim Kreis<strong> um einen Zuschuss </strong>nachfragte, war von <strong>Räumen für Ausstellungen und Seminaren sowie einer Waldapotheke</strong> die Rede. Vogt versprach <strong>Sozialräume für den Gaststättenbetrieb und neue Toiletten.</strong></p>



<p>In den aktuellen Magistratsplänen ist das<strong> &#8222;Haus des Waldes&#8220;</strong> gerade noch <strong>52 Quadratmeter</strong> groß. Was da wohl rein soll?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan.jpg"><img decoding="async" width="1000" height="829" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan.jpg" alt="Meisterturm Vogt Plan" class="wp-image-43225" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan-300x249.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan-768x637.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">In einem Zuschussantrag an den Kreis zeigte Bürgermeister Vogt, wie er sich die neue Waldgaststätte vorstellt: ein derber Holzbau im Kanada-Look.</figcaption></figure>
</div>


<p>So geht sie dahin, <strong>die gute Meisterturm-Zeit. </strong>Ein <strong>Schmankerl</strong> tischte<strong> Bürgermeister Vogt</strong> den Stadtverordneten noch auf: Während der Bauphase werde es einen <strong>&#8222;Pop-Up-Biergarten&#8220;</strong> in einem Container geben.</p>



<p>Ist das nicht<strong> eine tolle Idee?</strong></p>



<p>Breite Zustimmung im Rund des Stadtparlaments. Aber was ist eigentlich ein <strong>Pop-Up-Biergarten?</strong> <strong>Blitzumfrage</strong> – wir fragten <strong>eine Handvoll Kommunalpolitiker</strong>. Sie zuckten mit den Schultern. <strong>Keine Ahnung.</strong></p>



<p><strong>Ein Pop-Up-Biergarten</strong> ist ein Ausschank, der nur geöffnet wird, wenn es <strong>passt</strong> und vor allem, wenn es sich <strong>rechnet</strong>.</p>



<p><strong>Das war&#8217;s dann wohl </strong>mit dem Meisterturm. <strong>Nur noch 321 Tage ist er geöffnet. </strong>Übrigens hat <strong>keiner</strong> unserer Stadtverordneten am Ende mal gefragt: <strong>Wie&nbsp; teuer</strong> wird das eigentlich? Hoch <strong>sechsstellig</strong>? Oder nicht doch eher <strong>siebenstellig</strong>?</p>



<p><strong>Alles offen. </strong>Zu den Kosten wurde bis heute <strong>nichts gesagt.</strong></p>



<p><strong>Kein Wort.</strong></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Hof Ehry: Alte Bilder und ein namenloser Gastronom</h2>



<p>Die <strong>Geschichte</strong> <strong>vom Meisterturm </strong>ist <strong>harmlos</strong> im Vergleich zu dem, was sich die Stadt mit dem <strong>Hof Ehry</strong> leistet:</p>



<p><strong>Jahrelanger Leerstand.</strong> Kein Plan erkennbar. Immer wieder <strong>Versprechungen</strong>, die nicht eingehalten wurden, und <strong>Parlamentsbeschlüsse</strong>, die im Rathaus nicht beachtet wurden. <strong>Kommunalpolitisches Versagen</strong> auf breiter Front – im <strong>Magistrat</strong> wie in der <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong>.</p>



<p><strong>So ist die Geschichte von Hof Ehry</strong> längst<strong> ein dunkles Kapitel Hofheimer Stadtpolitik</strong>. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hat es umfassend dokumentiert: <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/15/hof-ehry-verfaellt/">Deshalb verfällt das Hofheimer Altstadthaus „Hof Ehry“</a> – das ist auch schon wieder <strong>drei Jahre her</strong>&#8230;</p>



<p><strong>Jetzt</strong> aber soll es – angeblich – was werden. Laut Magistrat gibt es bereits einen Vorvertrag mit einem <strong>Gastronomen</strong>, dessen Name allerdings nicht genannt wurde (die Zeitungen spekulieren, es handele sich um den Betreiber des benachbarten <strong>Tapas- Restaurants </strong><a href="https://el-cilantro.de/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;El Cilantro&#8220;</a>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="396" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221203-hof-ehry.jpg" alt="20221203 hof ehry" class="wp-image-26136" style="width:643px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221203-hof-ehry.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221203-hof-ehry-300x186.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hof Ehry verfällt seit Jahren, jetztendlich gibt&#8217;s einen Plan. In dem denkmalgeschützte Haupthaus soll ein Restaurant eingerichtet werden.</figcaption></figure>
</div>


<p>Im <strong>Haupthaus von Hof Ehry </strong>soll demnach <strong>Gastronomie</strong> einziehen – mit Küche, Bar und <strong>Restaurant</strong> <strong>im</strong> <strong>Erdgeschoss</strong> sowie Lagerräumen im Untergeschoss. Im Obergeschoss sowie im angrenzenden Nebengebäude sollen weitere <strong>Räume für die Gastronomie</strong> eingerichtet werden, im Dachgeschoss könnten <strong>Gästeappartements</strong> entstehen.</p>



<p>Die Scheune im hinteren Teil des Grundstücks will die Stadt als<strong> &#8222;Kulturscheune&#8220; </strong>betreiben. Raum für <strong>Musikveranstaltungen, Vorträge </strong>und <strong>Trauungen</strong>; auch <strong>externe Veranstalter </strong>können sich am Programm beteiligen.</p>



<p>Auf Hof Ehry gibt es schließlich noch<strong> die öffentliche Toilettenanlage</strong>, die seit langem zu den größten <strong>Peinlichkeiten</strong> <strong>der Stadt</strong> zählt. Noch in diesem Jahr soll die Sanierung <strong>in Angriff genommen werden.</strong></p>



<p>All diese <strong>Überlegungen</strong> sind nicht gerade neu. Man fragt sich, was die <strong>Stadtverwaltung</strong> in den letzten Jahren gemacht hat, um <strong>das denkmalgeschützte Ensemble </strong> zu retten.<strong> In den Magistratsunterlagen,</strong> die jetzt den Stadtverordneten übergeben wurden, findet sich ein <strong>Bild der Scheune</strong>: Auf der Rückseite – am Weg zwischen Kellereiplatz und Untertor – sind zwei Glastüren eingezeichnet.</p>



<p>Eine neue Idee? Ach was: Dieses Bild hatte <strong>SPD-Stadtrat Bernhard Köppler</strong> auf Facebook gepostet – <strong>vor sechs Jahren&#8230;</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/01/20220131-Ehry-Köppler1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="500" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/01/20220131-Ehry-Köppler1.jpg" alt="20220131 Ehry Köppler1" class="wp-image-16910" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/01/20220131-Ehry-Köppler1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/01/20220131-Ehry-Köppler1-300x234.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schon vor sechs Jahren von Stadtrat Köppler bei Facebook gepostet, jetzt dem Stadtparlament vorgelegt_ So stellen sich die Planer die Rückseite der Scheune von Hof Ehry vor.</figcaption></figure>
</div>


<p>Erste Schätzungen des Magistrats gehen von <strong>Kosten in Höhe von knapp zwei Millionen Euro</strong> aus. Da Behörden-Kalkulationen bekanntlich oft <strong>zu</strong> <strong>niedrig</strong> ausfallen, sich zugleich bei einem denkmalgeschützten Objekt häufig <strong>unerwartete und meist teure Baustellen </strong>auftun, ist davon auszugehen, dass der Umbau<strong> deutlich mehr kosten wird.</strong></p>



<p>Immerhin: <strong>Die Hof-Ehry-Planung</strong> wollen sich die Stadtverordneten genauer ansehen. <strong>Nach der Sommerpaus</strong>e soll das Thema im <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> auf den Tisch kommen..</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Köppler &amp; Baltruschat – zwei lupenreine Freunde</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="484" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Bernhard-Koeppler.jpg" alt="Bernhard Koeppler" class="wp-image-44127" style="width:200px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Bernhard-Koeppler.jpg 484w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Bernhard-Koeppler-227x300.jpg 227w" sizes="(max-width: 484px) 100vw, 484px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bernhard Köppler</figcaption></figure>
</div>


<p>Eigentlich wollten die Stadtverordneten nicht<strong> über das umstrittene &#8222;Chalet&#8220;</strong> reden. Sie beschlossen, dass sich der Ortsbeirat Kernstadt mit der <strong>Suche nach einem neuen Standort</strong> befassen soll (tagt Mittwoch, 17. Juli, 19 Uhr, Stadthalle). Das große Parlament wollte sich nicht weiter mit den<strong> undurchsichtigen Geschäften </strong>von <strong>CDU-Stadtrat</strong> und <strong>Vereinsring-Vorsitzenden <strong><strong>Wulf Baltruschat</strong></strong></strong> herumschlagen, schon gar nicht so kurz<strong> vor der Sommerpause..</strong>.</p>



<p>Doch dann meldete sich <strong>SPD-Stadtrat Bernhard Köppler</strong> zu Wort. Er wollte<em> &#8222;eine persönliche Erklärung&#8220; </em>abgeben:</p>



<p>Er habe in Berichten zur <strong>Chalet-Standortfrage </strong>von einer <strong>Intimfeindschaft zwischen ihm und CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat </strong>gelesen. Köppler wörtlich: &#8222;<em>Dazu möchte ich erklären, dass ich Feindschaften nicht unterhalte, und sie sind auch keine Kategorie für mich, auch nicht und schon gar nicht Intimfeindschaften.&#8220;</em> In der Chalet-Frage gebe es sicherlich <strong>Klärungsbedarf</strong> und vielleicht auch einen <strong>Dissens</strong>. Aber ihm <strong>persönlich</strong> sei <strong>wichtig</strong> – und er glaube, dass gelte auch für<strong> Wulf Baltruschat</strong> –, dass es <strong>keine Feindschaften</strong> gebe.</p>



<p>Das möchte man<strong> gerne glauben.</strong> Aber dann erinnern wir uns an <strong>diese Geschichte</strong>:</p>



<p><strong>2019</strong> nominierte die <strong>Hofheimer SPD</strong> ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl. <strong>Wulf Baltruschat</strong> wollte es unbedingt werden, doch die <strong>Mehrheit der Genossen </strong>lehnte ihn ab. Sie favorisierte <strong>Köppler</strong>.</p>



<p>Einige Tage später rief Baltruschat bei der <strong>Lokalzeitung</strong> an und erzählte eine Geschichte, die<strong> prompt veröffentlicht </strong>wurde: Eine <strong>Clique in der SPD </strong>habe massiv <strong>gegen</strong> <strong>ihn</strong> <strong>intrigiert</strong>. Er habe<em> &#8222;zufällig mitbekommen, wie sich der SPD-Vorsitzende Köppler mit zwei Vertrauten unterhalten habe, ,wie sie jetzt taktisch gegen mich vorgehen&#8216;.&#8220;</em><strong><em> </em>Ein solches Verhalten </strong>sei für ihn <strong>völlig</strong> <strong>inakzeptabel</strong>, so Baltruschat damals. Er beklagte auch, dass Köppler ihn <strong>nicht angerufen habe</strong>. In der Lokalzeitung war zu lesen: &#8222;<em>Er hat nie das Gespräch mit mir gesucht&#8216;, sagt Baltruschat&#8220;</em>.</p>



<p><strong>Köppler</strong> wurde damals um eine <strong>Stellungnahme</strong> gebeten, wollte sich aber laut Zeitung<em> &#8222;nicht weiter äußern&#8220;</em>. Baltruschat gab wenige Tage später sein <strong>SPD-Parteibuch</strong> zurück und trat der <strong>CDU</strong> bei.&nbsp;</p>



<p><strong>Zurück in die Gegenwart: </strong>Kürzlich kündigte <strong>Köppler</strong> im Bau- und Planungsausschuss an, der <strong>Magistrat</strong> werde die <strong>Weinstand-Verträge prüfen</strong> und <strong>Transparenz in die undurchsichtigen Chalet-Geschäfte</strong> bringen. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete: <em>&#8222;Beobachter der Lokalpolitik verfolgten Köpplers Aufräum-Ankündigung mit Schmunzeln: Denn der Mann gilt als Intimfeind von Baltruschat.&#8220;</em></p>



<p>Jetzt, nach Köpplers Erklärung, wissen wir es<strong> besser</strong>. Um es in Abwandlung eines bekannten Zitats von <strong>Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder</strong> zu sagen:</p>



<p><strong>Köppler &amp; Baltruschat sind lupenreine Freunde.</strong></p>



<p class="has-text-align-center">+++</p>



<p><strong>PS: </strong>Baltruschat reagierte auf unseren <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/03/weinstand-chalet-und-transparenz/">Bericht</a>, dass seine Chalet-Geschäfte durchleuchtet werden sollen, mit einem Post auf Facebook. Viele Stadtverordnete, so <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/08/welt-von-baltruschat-und-weber/">weinte er</a>, würden <strong>nicht mit ihm reden</strong>, geschweige denn<strong> Wein trinken</strong>. Nun ja&#8230;</p>



<p>Von Köpplers <strong>persönlicher Erklärung </strong>im Stadtparlament bekam er nichts mit, konnte also auch <strong>nicht widersprechen:</strong> Baltruschat war mal wieder nicht da. Im November 2023 hatte der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtet: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">Null Bock aufs Stadtparlament: CDU-Stadtrat schwänzt fast alle Sitzungen</a>. Seitdem ist es nicht besser geworden:</p>



<p>Letzte Woche war es die <strong>29. Sitzung des Stadtparlaments </strong>–<strong> Baltruschat war nicht dabei </strong>(entschuldigt natürlich, wie immer, diesmal: Urlaub) Er fehlte damit<strong> zum 22. Mal</strong> in dieser Legislaturperiode.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Auftritt Hegeler: Die Sau ist vom Tisch</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="484" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Andreas-Hegeler.jpg" alt="Andreas Hegeler" class="wp-image-44126" style="width:200px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Andreas-Hegeler.jpg 484w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Andreas-Hegeler-227x300.jpg 227w" sizes="(max-width: 484px) 100vw, 484px" /><figcaption class="wp-element-caption">Andreas Hegeler</figcaption></figure>
</div>


<p>Und dann gab es in der Stadtverordnetenversammlung auch noch <strong>eine persönliche Erklärung</strong> von<strong> Andreas Hegeler</strong> (CDU): Der <strong>Stadtverordnetenvorsteher</strong> wollte sich <em>&#8222;ausdrücklich&#8220;</em> bei<strong> Bettina Brestel</strong>, der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, entschuldigen.</p>



<p>Hintergrund: Hegeler war Ende Mai während einer Sitzung des Stadtparlaments <strong>ohne ersichtlichen Grund</strong> <strong>ausgerastet</strong>. Unbeherrscht hatte er Brestel nach einem kurzen Redebeitrag <strong>angebrüllt</strong>:<em> „Ihr Verhalten hier heute Abend ist unter aller Sau.“</em></p>



<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter <a href="https://hk-newsletter.de/2024/05/29/hegeler-ausraster/">dokumentierte</a> den Vorfall. Einige Tage später berichtete auch die <strong>Lokalzeitung</strong>, stellte sich aber <strong>auf die Seite des Lokalpolitikers</strong>: <em>&#8222;Stadtverordnetenvorsteher Hegeler entschuldigt sich bei Bettina Brestel&#8220;</em>, lautete die Überschrift. Leider hatte außer <strong>Hegeler</strong> – und vielleicht auch der <strong>Zeitungsmitarbeiter </strong>– niemand die Entschuldigung <strong>gehört</strong>, schon gar nicht Frau Brestel, die es ja wohl wissen müsste.</p>



<p><strong>Aber jetzt ist die Sau vom Tisch:</strong> Er habe einen <em>&#8222;unangemessenen Kommentar abgegeben&#8220;, </em>räumte <strong>Hegeler vor dem Plenum</strong> ein, dafür entschuldige er sich. Sein Wunsch sei es, dass wieder<em> &#8222;ordentliche Diskussionen&#8220;</em> stattfinden werden, <em>&#8222;ohne persönliche Angriffe&#8220;.</em>&nbsp;</p>



<p><strong>Die Vergangenheit</strong> hat gezeigt: <strong>Das liegt auch bei ihm.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-5bf21807b0612a1dd1adcb1ad0fee454">Fotos: Stadt Hofheim (4), privat (3) </p>



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]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2024/07/12/meisterturm-hof-ehry-koeppler-hegeler/feed/</wfw:commentRss>
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