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	<title>Exner Sebastian &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Exner Sebastian &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Wie das Schweigen des Bürgermeisters die Stadtgesellschaft spaltet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 15:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Backhaus Detlef]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Sebastian]]></category>
		<category><![CDATA[Kuske Ulrich]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorrath Jonathan]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit einer an Penetranz grenzenden Hartnäckigkeit verbreitet Christian Vogt im Internet den Hashtag #hofheimstehtzusammen. Dabei ist die Stadtgesellschaft längst tief gespalten, und das ist nicht zuletzt auch ein "Verdienst" des CDU-Bürgermeisters. Ob es um Baugebiete wie Jungehag oder Vorderheide II geht, um den Hofheim-Pass und das "Chalet": Immer wieder ignoriert er die Interessen der Bürger. Er dreht sich einfach um – und schweigt. Schauen wir auf die Fakten hinter #hofheimstehtzusammen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Mit einer an Penetranz grenzenden Hartnäckigkeit verbreitet Christian Vogt im Internet den Hashtag #hofheimstehtzusammen. Dabei ist die Stadtgesellschaft längst tief gespalten, und das ist nicht zuletzt auch ein &#8222;Verdienst&#8220; des CDU-Bürgermeisters. Ob es um Baugebiete wie Jungehag oder Vorderheide II geht, um den Hofheim-Pass und das &#8222;Chalet&#8220;: Immer wieder ignoriert er die Interessen der Bürger. Er dreht sich einfach um – und schweigt. Schauen wir auf die Fakten hinter #hofheimstehtzusammen.</strong></p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> – unablässig wiederholt <strong>Christian Vogt </strong>diesen <a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/hashtags#:~:text=Als%20%E2%80%9EHashtag%E2%80%9C%20bezeichnet%20man%20ein,Klick%20auf%20das%20Hashtag%20einsehbar." target="_blank" rel="noopener">Hashtag</a>. <strong>Der CDU-Bürgermeister</strong> schreibt ihn unter nahezu jedem seiner<strong> Facebook-Posts</strong> (und er veröffentlicht sehr, sehr viele Facebook-Posts), er setzt ihn unter seine <strong>Instagram-Beiträge</strong>, er ließ ihn sogar mal<strong> als Aufkleber</strong> <strong>drucken</strong> (bezahlt aus der Stadtkasse)…</p>



<p><strong>Das gebetsmühlenartige Wiederholen</strong> der Wortkette wirkt inzwischen recht <strong>penetrant</strong>, und da fragt man sich natürlich: Was bezweckt er eigentlich damit?</p>



<p>In der <strong>Wahrnehmungspsychologie</strong> finden wir die Erklärung: Die Wissenschaftler reden von <em>„Illusory Truth Effect“</em>, übersetzt: illusorischer Wahrheitseffekt. Gemeint ist: Menschen <strong>glauben</strong> <strong>eine</strong> <strong>Aussage</strong> <strong>eher</strong>, wenn sie ihnen <strong>öfter</strong> präsentiert wird – unabhängig von der tatsächlichen Richtigkeit. Studien beweisen, dass <strong>das ständige Wiederholen einer Aussage</strong> dazu führt, dass sie als <strong>vertrauenswürdig</strong> eingeschätzt wird – selbst wenn sie <strong>erkennbar falsch</strong> ist.</p>



<p>So ist das auch in diesem Fall: <strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> – in der <strong>Endlosschleife der Wiederholungen</strong> täuscht der Bürgermeister den Bürgern einen <strong>gesellschaftlichen</strong> <strong>Zusammenhalt</strong> vor und verstellt auf diese Weise wie in einem <strong>Potemkinschen Dorf</strong> den Blick auf die Wirklichkeit:</p>



<p>Die Stadtgesellschaft ist <strong>gespalten</strong>, und eine gehörige Portion <strong>Mitschuld</strong> daran trifft ihn selbst. Ausgerechnet er, <strong>der</strong> <strong>Bürgermeister</strong>, der sich permanent zu allen möglichen Themen zu Wort meldet – in unzähligen Rathaus-Mitteilungen, in sozialen Netzwerken, in Internetvideos: <strong>Er</strong> <strong>schweigt</strong>, wenn von ihm <strong>Klarheit</strong> und <strong>Wahrheit</strong> erwartet wird.</p>



<p>Wir erlebten es<strong> in jüngster Zeit</strong> wiederholt: Wenn <strong>Interessen</strong> <strong>„seiner“ Bürger </strong>betroffen sind, dreht sich Christian Vogt nahezu demonstrativ um –&nbsp;und sagt <strong>kein Wort</strong>.</p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> – hier sind Fakten dazu. <strong>Vier</strong> <strong>Beispiele</strong> aus der letzten Zeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bürgerinitiative wird vom Bürgermeister ausgetrickst</h2>



<p><strong>Am Rande von Wildsachsen</strong> will ein Mainzer Unternehmer rund<strong> 50 Wohnungen</strong> bauen. Das Projekt ist <strong>nicht</strong> <strong>unumstritten</strong>, weil Natur im großen Stil <strong>zerstört</strong> wird. Andererseits: Wohnraum fehlt bekanntlich…</p>



<p>Letztens kamen <strong>Baufahrzeuge</strong> und planierten Wiesen und Felder. Kaum einer hatte damit gerechnet, <strong>Entsetzen</strong> machte sich breit: Dürfen die das einfach?</p>



<p>In der kurzen <strong>Chronologie</strong> wird erkennbar, wie <strong>die Interessen von Bürgern</strong> im Hofheimer Rathaus <strong>ausgetrickst</strong> wurden:</p>



<p><strong>Der Bebauungsplan Jungehag</strong> war <strong>2022</strong> mehrheitlich vom Stadtparlament <strong>verabschiedet</strong> worden.</p>



<p>Schon wenig später fällte das <strong>Bundesverwaltungsgericht</strong> (BVG) ein <a href="https://www.bverwg.de/pm/2023/59" target="_blank" rel="noopener">Urteil</a>, das bis nach Hofheim ausstrahlte: Freiflächen außerhalb einer Gemeinde dürfen<em> „nicht im beschleunigten Verfahren(…) ohne Umweltprüfung überplant werden“</em>. Genau das aber war in Jungehag passiert: Die Flächen im Außenbereich waren <strong>ohne Umweltprüfung</strong> zu Bauland erklärt worden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="573" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Jungehag-202403.jpg" alt="Jungehag 202403" class="wp-image-40452" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Jungehag-202403.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Jungehag-202403-300x269.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bagger sorgten für Fakten: Im Baugebiet Jungehag begannen die Bauarbeiten – ohne Umweltprüfung.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die <strong>Bürgerinitiative „Grün statt Grau“,</strong> die gegen das Baugebiet kämpft, witterte nach dem Urteil <strong>eine Chance</strong>. Im September letzten Jahres schrieb ihr <strong>Sprecher Ulrich Kuske</strong> ans Rathaus: Man erhebe „<em>Mängelrüge wegen Verfahrensfehler“,</em> der Bebauungsplan sei <em>&#8222;für ungültig zu erklären&#8220;</em>.</p>



<p>Kurz darauf beschloss auch die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong>, dass die <strong>Umweltprüfung</strong> <strong>nachgeholt</strong> werden soll. Das werde, so hieß es, <strong>den Baustart deutlich verzögern.</strong></p>



<p>Im Rathaus geschah erst einmal: <strong>nichts</strong>.</p>



<p>Am <strong>17. Februar dieses Jahres</strong>, also vor gerade mal vier Wochen, schrieb <strong>BI-Vorsitzender Kuske </strong>noch einmal ans Rathaus, diesmal direkt an <strong>Bürgermeister Vogt</strong>: Er bat um Auskunft, wie das Verfahren <strong>weitergehe</strong> und welche Termine <strong>geplant</strong> seien.</p>



<p>Die Antwort kam <strong>schnell</strong>, und das hätte <strong>stutzig</strong> machen müssen, denn normalerweise reagiert Hofheims Stadtverwaltung <strong>in</strong> <strong>ganz</strong> <strong>anderen</strong> <strong>Zeitdimensionen</strong>. Vogt schrieb am<strong> 27. Februar</strong>: Er könne zum zeitlichen Rahmen des Verfahrens <em>„noch keine konkreten Aussagen machen“.</em></p>



<p>Es klang wie: nur <strong>ein</strong> <strong>bisschen</strong> <strong>Geduld</strong>, dann werden wir informieren, wie’s <strong>weitergeht</strong>.</p>



<p>Heute wissen wir: Es war <strong>ein</strong> <strong>Täuschungsmanöver</strong>:</p>



<p>Denn unmittelbar nach Vogts Schreiben, am <strong>1. März</strong>, fuhren die <strong>Bagger</strong> in Jungehag auf: Die Natur wurde <strong>platt</strong> <strong>gemacht</strong> <strong>–</strong> <strong>ohne</strong> <strong>Umweltprüfung</strong>.</p>



<p>Große <strong>Empörung</strong>: Müsste die Stadt nicht <strong>eingreifen</strong> und die Bauarbeiten <strong>stoppen</strong>?</p>



<p>Wir fragten im Rathaus nach und bekamen von <strong>Behördensprecher Jonathan Vorrath</strong> als Antwort: Das Schreiben im September (<em>„Mängelrüge“, „Verfahrensfehler“</em>) sei nur <em>&#8222;die Meinung der Bürgerinitiative&#8220;</em> gewesen: Wer den Bebauungsplan für ungültig halte, müsse schon einen <strong>Normenkontrollantrag</strong> <strong>beim</strong> <strong>Verwaltungsgerichtshof</strong> einreichen. Die Frist dazu sei in diesem Fall allerdings bereits <strong>Mitte</strong> <strong>Dezember</strong> <strong>abgelaufen</strong>: Damit sei <strong>der</strong> <strong>Bebauungsplan</strong> <strong>rechtskräftig</strong>.</p>



<p><strong>Dumm gelaufen</strong> für die Bürgerinitiative – der Investor reibt sich die Hände.</p>



<p>Warum der Bürgermeister <strong>nicht dafür gesorgt</strong> hat, dass die <strong>Bürgerinitiative</strong> – es sind ja eigentlich <strong>&#8222;seine Bürger&#8220;</strong> – rechtzeitig und umfassend über das komplizierte Verfahren <strong>aufgeklärt</strong> wurde: Das bleibt <strong>sein</strong> <strong>Geheimnis</strong>.</p>



<p>Warum er noch Ende Februar so tat, als sei alles in der Schwebe: <strong>Das ist</strong> <strong>unerklärlich</strong>.</p>



<p>Der Fall macht erkennbar: <strong>Hofheims CDU-Bürgermeister</strong> interessiert sich nicht für die <strong>Interessen &#8222;seiner&#8220; Bürger.</strong></p>



<p>Die <strong>Interessen</strong> <strong>eines</strong> <strong>Investors</strong>, die sind ihm allemal <strong>wichtiger</strong>.</p>



<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Wie Bürgermeister Vogt seine Wähler täuschte</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="640" height="438" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vogt-und-Jungehag-2.jpg" alt="Bürgermeister
" class="wp-image-40454" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vogt-und-Jungehag-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vogt-und-Jungehag-2-300x205.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>Vor den Bürgermeisterwahlen 2019 besuchte <strong>Christian Vogt </strong>den kleinen Ortsteil Wildsachsen. In seiner Wahlkampf-Postille druckte er ein Foto von sich mit dem jungen Wildsächser CDU-Vorsitzenden <strong>Sebastian Exner </strong>ab. Dort können wir noch heute nachlesen, mit welchen Versprechungen Vogt die Menschen lockte, ihn zu wählen:</p>



<p>Im geplanten Neubaugebiet Jungehag sehe er <em>&#8222;eine große Chance, die Zukunftsperspektive für Wildsachsen zu verbessern&#8220;.</em> Und weiter wörtlich: <em>“Wir werden alles in unserer Macht stehende dafür tun, dass junge Hofheimer und vor allem Wildsächser Familien dort vorrangigen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erhalten.”</em></p>



<p>Vermutlich haben viele Menschen dem Mann geglaubt – ein Fehler, wie wir heute erkennen müssen: Denn dass junge Wildsächser Familien bezahlbaren Wohnraum in Jungehag finden sollten, dies auch noch<em> &#8222;vorrangig&#8220;</em>: Davon hat man nach der Bürgermeisterwahl nie wieder etwas gehört.</p>



</div></div>



<p>Der Ortsverband Hofheim im <a href="https://www.bund-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Bund für Umwelt und Natur Deutschland</a> fand klare Worte: <em>„Das Baugebiet ‚Jungehag‘ ist ein Beispiel dafür, wie selbst Absprachen und Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung unbeachtet bleiben“</em>, heißt es in einer BUND-Presseerklärung.</p>



<p>Zitiert wird <strong>Vorstandsmitglied Detlef Backhaus</strong>: „<em>Das ist kein Einzelfall und kein Beweis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den öffentlichen Verwaltungen.“</em> Die <strong>Dynamik des Baugeschehens</strong>, schreibt Backhaus, werde in Hofheim<em> „offensichtlich vom faktischen Handeln von Bauträgern und Investoren bestimmt“.</em></p>



<p class="has-text-align-center">*  *  *</p>



<p>Wie die Rathausführung mit den <strong>Stadtverordneten</strong> umgeht, hatten wir <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/12/magistrat-buergervertreter/">kürzlich</a> an mehreren Beispielen aufgezeigt.<strong> Eine Fortsetzung</strong> ließ nicht lange auf sich warten:</p>



<p>In der vergangenen Woche tagte das <strong>Stadtparlament</strong>, und hier legte Vogt überraschend <strong>ein sechsseitiges Schreiben</strong> vor, das ihm Anwälte formuliert hatten:</p>



<p>Demnach sei der Bebauungsplan Jungehag <strong>gültig</strong>, und die angelaufenen Bauarbeiten seien <strong>durch</strong> <strong>das</strong> <strong>Planungsrecht</strong> <strong>abgedeckt</strong>. Würde die Verwaltung <strong>dagegen</strong> <strong>vorgehen</strong>, sei das <em>„mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig“.</em></p>



<p>Es liest sich wie ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Parteigutachten" target="_blank" rel="noopener">Parteigutachten</a>, in dem steht, was der <strong>Auftraggeber</strong> hören möchte. Die Stadtverordneten bekamen das <strong>in kompliziertem Juristen-Deutsch</strong> verfasste Schreiben erst kurz vor Beginn der Sitzung zu lesen: Was sollten sie <strong>auf die Schnelle</strong> dazu sagen?</p>



<p>Sie zuckten ein bisschen und stellten dann <strong>diesen</strong> <strong>Antrag</strong>: Der Magistrat möge den <strong>Bauunternehmer</strong> anweisen, seine Arbeiten <strong>vorläufig</strong> <strong>einzustellen</strong>, bis die Frage geklärt sei, ob weitere Bauarbeiten <strong>eine</strong> <strong>Umweltprüfung</strong> <strong>gefährden</strong>.</p>



<p>Das war <strong>wachsweich</strong> formuliert. Die <strong>CDU/FDP/FWG-Koalition</strong> stimmte trotzdem <strong>dagegen</strong>. Sie hat allerdings keine Mehrheit, deshalb konnten <strong>SPD, Grüne, BfH und Linke </strong>den Antrag <strong>durchsetzen</strong>.&nbsp;</p>



<p>Bewirken wird er wenig: Denn die Marschroute ist <strong>längst</strong> <strong>festgelegt</strong>:</p>



<p><strong>Für den Investor. Gegen die Bürger</strong>.</p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen </strong>– der Hashtag des Bürgermeisters wird <strong>zur</strong> <strong>Farce</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">BUND: vertrauensvolle Zusammenarbeit kaum möglich</h2>



<p><strong>Die Umwelt- und Naturfreunde im BUND </strong>haben Vogt und seiner CDU <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/25/entschieden-vorderheide-ist-gerettet/">bekanntlich</a> <strong>die</strong> <strong>größte</strong> <strong>Schlappe</strong> <strong>ever</strong> angetan: Sie hatten das <strong>Luxusbaugebiet</strong> <strong>Vorderheide</strong> <strong>II</strong> auf dem Kapellenberg verhindert. Sie hatten dagegen vor Gericht <strong>geklagt</strong> und durch alle Instanzen <strong>Recht</strong> <strong>bekommen</strong>. Die Stadt gab für Planung und vor allem für Anwälte <strong>mehr als eine Million</strong> aus – <strong>alles für die Katz‘.</strong></p>



<p>Vor genau einem Jahr – im Februar 2023 – konnte die <strong>Opposition</strong> mit ihrer Mehrheit im Stadtparlament einen weiteren Antrag <strong>durchsetzen</strong>: Der Magistrat solle sich beim <strong>Land Hessen</strong> und beim <strong>Regierungspräsidenten Darmstadt </strong>dafür einsetzen, dass Vorderheide II als <strong>Vogelschutzgebiet</strong> ausgewiesen wird.</p>



<p><em>„Zeitnah“</em> solle das passieren, hieß es ausdrücklich.</p>



<p>Mit der <strong>Rathaus-typischen Geschwindigkeit</strong> wurde der Beschluss umgesetzt: Erst <strong>nach vier Monaten</strong> schickte der Magistrat ein Schreiben ab. Es liest sich desinteressiert, wie die Erledigung einer ungeliebten Pflicht: Die Stadtverordnetenversammlung habe beschlossen, den Magistrat <strong>zu beauftragen</strong>, dass er sich für die zeitnahe Ausweisung eines Vogelschutzgebiets <strong>einsetzen</strong> solle, und das tue man hiermit…</p>



<p>Vor einigen Wochen fragte die <strong>Stadtverordnete Barbara Grassel </strong>(Linke) nach, was aus der Sache geworden sei. Es stellte sich heraus: Das <strong>Rathaus-Schreiben aus Juni 2023</strong> war im Hessischen Umweltministerium <strong>nicht eingegangen.</strong></p>



<p>War es im Hofheimer Rathaus überhaupt <strong>abgeschickt</strong> worden?</p>



<p>Dass sich der Bürgermeister etwas <strong>machtvoller</strong> dafür einsetzt, dass ein Beschluss der Stadtverordneten wie beschlossen <em>„zeitnah“ </em>umgesetzt wird, ist bis heute <strong>nicht</strong> <strong>erkennbar</strong>.</p>



<p>Es ist ja auch so:</p>



<p>Ein Vogelschutzgebiet ist <strong>im</strong> <strong>Interesse vieler Bürger.</strong></p>



<p><strong>Investoren</strong> haben nichts davon.</p>



<p>Also: Warum sollte sich <strong>Hofheims CDU-Bürgermeister</strong> für das <strong>Vogelschutzgebiet</strong> besonders stark machen?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="480" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Zaun-Vorderheite-202403.jpg" alt="Zaun Vorderheite 202403" class="wp-image-40523" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Zaun-Vorderheite-202403.jpg 480w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Zaun-Vorderheite-202403-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption class="wp-element-caption"> Die Stadtverwaltung kriegt&#8217;s nicht gewuppt: Noch immer finden sich Reste des schwarzen Plastikzauns in Vorderheide II.</figcaption></figure>
</div>


<p>Dazu passt: In Vorderheide sind <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/10/vorderheide-und-die-schwarze-folie/">noch immer</a> <strong>Reste des schwarzen Zauns </strong>zu finden, mit dem die Investoren seinerzeit <strong>Eidechsen</strong> aus dem Gebiet verbannen wollten. <strong>Kunststoff-Müll</strong> in einer Landschaft, die <strong>besonderen</strong> <strong>Schutz</strong> genießen sollte – und Hofheims <strong>Stadtspitze</strong> kümmert sich nicht drum&#8230;</p>



<p>Die Belange des <strong>Umweltschutzes</strong> würden in Hofheim den <strong>wirtschaftlichen</strong> <strong>Interessen</strong> <strong>untergeordnet</strong>, schreibt der BUND auch. Und weiter: <strong>Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit</strong>  sei<em> „kaum noch möglich“</em>. Diese Entwicklung <em>&#8222;bedauert der BUND Ortsverband Hofheim sehr&#8220;</em>.</p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> – es deutet vieles darauf hin, dass der Hashtag des Bürgermeisters <strong>ein großer Bluff</strong> ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bürgermeister: Kein Herz für Hofheim-Pass-Inhaber</h2>



<p>Ganz aktuell gibt’s einen Vorgang, den wir erst <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/12/magistrat-buergervertreter/#hofheimpass">letztens</a> erwähnt haben: Es geht um den <strong>Hofheim-Pass</strong>, mit dem <strong>Geringverdiener</strong> einige kulturelle Angebote vergünstigt wahrnehmen können (zum Beispiel <strong>zum halben Preis ins Stadtmuseum</strong>).</p>



<p><strong>Ende 2021</strong> beschloss das Stadtparlament auf Antrag der Linken <strong>einstimmig(!), </strong>dass Hofheim-Pass-Inhaber von <strong>Zuzahlungen bei On-Demand-Fahrten </strong>im „Colibri“ <strong>befreit</strong> werden sollen.</p>



<p>Im Rathaus passierte daraufhin – Sie ahnen es – <strong>nichts</strong>.</p>



<p>Im <strong>November 2022 </strong>kündigte der Magistrat <strong>den geänderten Hofheim-Pass </strong>für Ende des Jahres an.</p>



<p>Und es passierte: <strong>nichts</strong>.</p>



<p>Im <strong>Oktober 2023</strong>, also zwei Jahre nach dem Parlamentsbeschluss, informierte der Magistrat die Stadtverordneten, dass <a href="https://www.hofheim.de/vv/produkte/900.Hofheim-Pass.php#ali_infos" target="_blank" rel="noopener">der neue Hofheim-Pass-Flyer</a> fertig sei. Die Linken schauten genau hin und fragten sofort nach: <strong>Fehlt da nicht was? </strong>Wo ist denn der Hinweis auf On-Demand-Fahrten?</p>



<p>Eine Antwort bekamen sie <strong>nicht</strong>.</p>



<p>Erst jetzt, mit Datum vom <strong>14. März</strong> – also zwei Tage <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/12/magistrat-buergervertreter/#hofheimpass">nach unserem Bericht</a> – reagierte der Magistrat und teilte mit: Es werde vorerst für Hofheim-Pass-Inhaber <strong>keine Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr </strong>geben. Denn für den On-Demand-Verkehr habe die Stadt mit der<a href="https://mtv-unternehmen.de" target="_blank" rel="noopener"> Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft</a> (MTV) einen Vertrag abgeschlossen: Eine <strong>Umsetzung des Parlaments-Beschlusses </strong>sei <em>„aus vertraglichen Gründen nicht zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses möglich“ </em>gewesen.</p>



<p><strong>Meinen die das wirklich ernst? </strong>Die &#8222;Colibris&#8220; starteten <strong>Mitte</strong> <strong>2022</strong>: Da soll ein Beschluss des Stadtparlaments aus <strong>2021</strong> nicht umsetzbar gewesen sein?</p>



<p>Und warum wurden die Stadtverordneten <strong>nicht längst darüber informiert?</strong> Warum tat der Bürgermeistert <strong>über zwei Jahre lang</strong> so, als werde der einstimmig gefasste<strong> Beschluss des Stadtparlaments</strong> umgesetzt?</p>



<p>Es gibt nur eine Erklärung: <strong>Hofheims CDU-Bürgermeister</strong> hat <strong>kein Herz </strong>für Leute, die Anspruch auf den Hofheim-Pass haben.</p>



<p><strong>#Hofheimstehtzusammen</strong> ist in Wahrheit nur eine billige Leerformel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lob für den Mann, der die Meinungsfreiheit unterdrückt</h2>



<p>Wenn wir jetzt noch einmal auf die <strong>Holzhütte des Vereinsrings </strong>zu sprechen kommen, die sich „Chalet“ nennt, dann nicht wegen des <strong>umstrittenen Standorts</strong> mitten in der Altstadt. Sondern weil die Debatte ein grelles Schlaglicht darauf wirft, wie in Hofheim <strong>die Demokratie beschädigt</strong> wird – jetzt auch mit dem <strong>Segen des CDU-Bürgermeisters</strong>:</p>



<p>Passiert war <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">bekanntlich</a>: <strong>Wulf Baltruschat,</strong> ehrenamtlicher CDU-Stadtrat und Vorsitzender vom Vereinsring, hatte der BfH-Stadtverordneten <strong>Tanja Lindenthal </strong>eine <strong>Drohmail</strong> geschickt: weil sie es gewagt hatte, den Standort „seiner“ Weinbude <strong>öffentlich zu kritisieren</strong>. Als sie nicht klein beigab, zeigte er sie <strong>wegen</strong> <strong>übler Nachrede</strong> bei der Polizei an.</p>



<p>Es wäre die <strong>Stunde des Bürgermeisters</strong> gewesen: Er hätte eingreifen müssen! Er hätte den CDU-Stadtrat zur Räson rufen müssen: <strong>Stop – rote Linie!&nbsp;</strong></p>



<p>Denn wo kommen wir hin, wenn Lokalpolitiker <strong>nicht mehr öffentlich ihre Meinung sagen dürfen? </strong>Wenn sie <strong>vor</strong> <strong>Gericht gezerrt werden</strong>, weil sie <strong>Missstände in der Stadt</strong> ansprechen?</p>



<p>Das sollte, nein, das muss <strong>der unumstößliche Standpunkt aller aufrichtigen Demokraten</strong> sein – auch in Hofheim: Politiker müssen in der Lage sein, ihre <strong>Meinungen</strong> <strong>frei</strong> <strong>zu</strong> <strong>äußern</strong>, auch wenn sie kontrovers oder unbequem sein sollte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="363" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Freitagsblick-20240315.jpg" alt="Freitagsblick 20240315" class="wp-image-40450" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Freitagsblick-20240315.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Freitagsblick-20240315-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von dem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JC6csdestr0&amp;t=26s" target="_blank" rel="noopener">Youtube-Video</a>, in dem Bürgermeister Christian Vogt das Müllsammeln lobt – und namentlich nur seinen Parteifreund Baltruschat erwähnt.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Baltruschat</strong> sieht das offensichtlich anders, und<strong> CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> nimmt das <strong>schweigend</strong> hin. <strong>Parteifreunde unter sich: </strong>Ein Baltruschat darf sich, so muss man die Botschaft hinter dem Schweigen des Bürgermeisters deuten, derartige Ausfälle erlauben.</p>



<p>Neuerdings versucht Vogt sogar, Baltruschat <strong>wieder auf den Thron zu heben</strong>: In gleich zwei Ausgaben seines <em>„Freitagsvideos“</em> lobte er Baltruschat namentlich, weil der <strong>mit einigen Weintrinkern</strong> an einem Wochenende rund um die Weinbude <strong>Müll eingesammelt</strong> hatte.</p>



<p><em>„Ich sage jetzt schon Danke dem Hofheimer Vereinsring um ihren Vorsitzenden Wulf Baltruschat“,</em> hören wir Vogt im Video sagen. Die <strong>Vorsitzenden anderer Vereine</strong>, die sich ebenfalls an der <strong>Müllsammelaktion</strong> beteiligt hatten, erwähnte Vogt nicht.</p>



<p>Wenn Hofheims Bürgermeister schweigend hinnimmt, dass in seiner Stadt <strong>das hohe Gut der Meinungsfreiheit</strong> torpediert wird, und wenn er durch auffällige Belobigungen <strong>autoritäre Tendenzen</strong> in der Stadt stützt: Dann sollten wir auf ein <strong>Zusammenstehen</strong> verzichten.</p>



<p>#Hofheimstehtzusammen –<strong> gerne! Jederzeit!</strong></p>



<p><strong>Aber nicht um jeden Preis!</strong></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
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		<title>Testosteron-Überdruck im Stadtparlament – oder: Wenn Lokalpolitiker keine Zuhörer mehr wollen</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/07/20/testosteron-im-stadtparlament/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 19:08:14 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
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					<description><![CDATA[Hofheims Stadtparlament tagte ein letztes Mal vor der Sommerpause, und das kann man im Rückblick durchaus als Qual bezeichnen. Die Lokalpolitiker  gaben sich entzweit wie selten. Schier unüberbrückbare Differenzen zeigten sich bei einem Thema, das eigentlich harmlos klingt. Doch plötzlich ging es um Grundsätzliches: Müssen Lokalpolitiker hinnehmen, dass Bürger ihnen zuhören wollen? Einige Stadtverordneten äußerten sehr eigenwillige Vorstellungen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Hofheims Stadtparlament tagte ein letztes Mal vor der Sommerpause, und das kann man im Rückblick durchaus als Qual bezeichnen. Am Vorabend hatte Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) die Lokalpolitiker und Magistratsmitglieder noch zu mehr Respekt aufgefordert, musste sich allerdings auch selbst Vorwürfen stellen – wegen verbaler Übergriffigkeit (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/18/hegeler-und-der-respekt/">hier</a>). Die gegenseitigen Ermahnungen brachten nichts: Die Stadtverordneten zeigten sich entzweit wie selten. Heftig wurde es bei einem Thema, das harmlos klingt. Plötzlich ging&#8217;s um Grundsätzliches: Müssen Lokalpolitiker wirklich Zuhörer akzeptieren? Einige Stadtverordneten äußerten eigenwillige Vorstellungen.</strong></p>



<p><strong>Wolfgang Schäuble</strong> sitzt seit <strong>mehr als 50 Jahren</strong> für die CDU im Deutschen Bundestag, er war Bundesminister, Parteivorsitzender, Fraktionsvorsitzender, Präsident des Deutschen Bundestags&#8230; Er dürfte sich also bestens auskennen mit den <strong>Mechanismen</strong> <strong>des</strong> <strong>Politbetriebs</strong> und wissen, welche <strong>Wirkkraft</strong> ihnen innewohnt, im <strong>Positiven</strong> <strong>wie</strong> <strong>Negativen</strong>.</p>



<p>Schäuble sagte mal: <em>&#8222;</em><em>Demokratie braucht Bürgerbeteiligung, Meinungsaustausch und transparente Entscheidungen. Sie sind das beste Mittel gegen Politikmüdigkeit und Demokratieverdrossenheit.&#8220;</em></p>



<p>Und damit schalten wir runter, in die<strong> Kreisstadt Hofheim,</strong> und wir hören, wie Lokalpolitiker aus der CDU und ihrem engeren Umfeld<strong> offen </strong>eine <strong>ganz andere Meinung</strong> vertreten:</p>



<p>Politik <strong>unter Ausschluss der Öffentlichkeit</strong> – das funktioniere doch <strong>viel</strong> <strong>besser</strong>! Da könne man reden, <strong>wie und was man wolle</strong>! Auch könnten Projekte <strong>viel</strong> <strong>schneller</strong> durchgesetzt werden: Da sei man <strong>richtig</strong> <strong>effizient</strong>!</p>



<p>Welches Ausmaß dieses <strong>verquere Denken</strong> bei einigen Hofheimer Stadtverordneten angenommen hat, spiegelt sich <strong>in nur einem Wort</strong> wider: Von einem <em>&#8222;Schutzraum&#8220;</em> sprach FWG-Vorsitzender <strong>Andreas Nickel</strong>. Nur im <em>&#8222;Schutzraum des Nicht-Öffentlichen&#8220;</em> könne man sich <strong>konstruktiv</strong> <strong>austauschen</strong>, so seine Überzeugung. Denn: <em>&#8222;Wir sind anders, wenn wir unter uns sind.&#8220;</em></p>



<p><em>&#8222;Wir sind anders, wenn wir unter uns sind&#8220;</em> – doch an diesem Mittwochabend waren Hofheims Stadtverordnete eben <strong>nicht unter sich</strong>: Es tagte das Stadtparlament, <strong>öffentlich </strong>wie vorgeschrieben und mit überraschend <strong>vielen</strong> <strong>Zuhörern</strong>. Viel Routine, nach gut zwei Stunden rief Sitzungsleiter Andreas Hegeler (CDU)&nbsp;Tagesordnungspunkt 17 auf: <strong>Bildung einer Forstkommission</strong>. Darum ging&#8217;s: Es soll ein Gremium gebildet werden, in dem <strong>Magistrat</strong>, <strong>Stadtverordnete</strong> und bei Bedarf auch externe <strong>Experten</strong> über den Zustand und die Zukunft des <strong>Hofheimer Stadtwaldes</strong> diskutieren und <strong>Entscheidungen</strong> vorbereiten.</p>



<p>Das klingt <strong>harmlos</strong>. Und doch sorgte dieses Thema für<strong> eruptive Diskussionen</strong> und <strong>persönlichen Anfeindungen</strong>, die das Parlament in diesem Ausmaß lange nicht erlebt hat. Eine Stadtverordnete sagte hinterher: <em>&#8222;So schlimm war&#8217;s wirklich noch nie!&#8220;</em></p>



<p>Das war der Auslöser: <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> wollte zusammen mit <strong>CDU, FDP und FWG</strong> aus der Forstkommission eine Art <strong>geheimbündlerisches</strong> <strong>Gremium</strong> machen. Treffen sollten nur <strong>unter</strong> <strong>Ausschluss</strong> <strong>der</strong> <strong>Öffentlichkeit</strong> stattfinden, die Mitglieder sollten zu <strong>strengster</strong> <strong>Vertraulichkeit</strong> verpflichtet werden. Das <strong>Gesetz des Schweigens</strong> würde auch nach Ausscheiden aus der Kommission gelten.</p>



<p><strong>Ein solch intransparenter Politikstil </strong>wird in Hofheim zunehmend zur <strong>Methode</strong>. Kurz zum Hintergrund:</p>



<p>Die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> hat als oberstes Organ der Stadt alle wesentlichen Entscheidungen zu treffen. Diese werden vorab in <strong>Ausschüssen</strong>, <strong>Ortsbeiräten</strong> und <strong>Beiräten</strong> für besondere Themen (Ausländer, Senioren, Integration) besprochen. Diese Gremien sind <strong>verpflichtet</strong>, ihre Themen – bis auf wenige Ausnahmen – <strong>öffentlich</strong> zu behandeln. Bürger dürfen also <strong>zuhören</strong> und können so mitververfolgen, wie <strong>politische Entscheidungen</strong> zustande kommen.</p>



<p>Seit einigen Monaten gehen Hofheims Lokalpolitiker einen <strong>Sonderweg</strong>, der zunehmend auf Kritik stößt: Sie bilden sogenannte <strong>Arbeitskreise</strong>, die – gesetzlich ist das erlaubt – ausschließlich nicht-öffentlich tagen. Nur <strong>ausgesuchte</strong> <strong>Stadtverordnete</strong> dürfen teilnehmen, interessierte Bürger sind ausdrücklich <strong>nicht zugelassen</strong>. Die Mitglieder eines Arbeitskreises werden zu <strong>Stillschweigen</strong> verdonnert: Nichts soll nach außen <strong>dringen</strong>.</p>



<p>In einem solchen Arbeitskreis einigten sich die Stadtverordneten auf Details für die geplante <strong>Fußgänger- und Radfahrerbrücke </strong>von Marxheim in die Kernstadt. In einem anderen Arbeitskreis handelten sie untereinander die neue <strong>Stellplatzsatzung</strong> aus. Ebenfalls hinter verschlossenen Türen wurde ausbaldowert, wie ein Investordie <strong>das Polar-Mohr-Firmengelände</strong> bebauen darf.</p>



<p>Die <strong>Befürworter</strong> sagen, in geschlossenen Arbeitskreisen könnten Entscheidungen <strong>schneller</strong> und <strong>einfacher</strong> vorbereitet werden. Öffentlich diskutieren könne man anschließend in den <strong>Ausschüssen</strong> und <strong>Beiräten</strong>, und das letzte Wort liege weiterhin bei der <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong>.</p>



<p>Die <strong>Kritiker</strong> sprechen von <strong>Hinterzimmerpolitik</strong> und stellen naheliegende Fragen: Wenn&#8217;s nichts zu <strong>verbergen</strong> gibt – warum werden die Themen nicht <strong>offen</strong> <strong>und</strong> <strong>transparent</strong> in den Ausschüssen diskutiert? <strong>Geheimniskrämerei</strong> ist immer <strong>verdächtig</strong>: Wird nicht doch <strong>gemauschelt</strong>? Nicht zuletzt wirken solche Geheim-Gremien nachweislich – Schäuble ist unser Zeuge – als Verstärker für <strong>Politikmüdigkeit</strong> und <strong>Demokratieverdrossenheit</strong>.</p>



<p>Und damit zurück in die jüngste <strong>Sitzung des Stadtparlaments</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Misstrauen im Stadtparlament: Was plant Magistrat wirklich?</h2>



<p><strong>CDU, FDP und FWG</strong>, in einer <strong>Koalition</strong> vereint, aber <strong>ohne</strong> <strong>Stimmenmehrheit</strong>, wollen also die Forstkommission nur <strong>hinter verschlossenen Türen</strong> tagen lassen. Ihr Standpunkt: Öffentlichkeit? Nein danke! Brauchen wir nicht, stört nur.</p>



<p>In diesem Sinne hatte der CDU-geführte Magistrat einen <strong>Vorschlag</strong> vorbereitet, in dem es unter anderem heißt, dass der Forstkommission <strong>neun Stadtverordnete</strong> angehören sollen. Warum gerade neun? Ganz einfach: Dann wären die zwei Mitglieder der <strong>Linken-Fraktion</strong> außen vor. Nach dem Verständnis von <strong>CDU/FDP/FWG</strong> nerven die nur&#8230;&nbsp;</p>



<p>Dummerweise – also zumindest aus Sicht von CDU/FDP/FWG – hatte der <strong>Magistrat</strong> vor einiger Zeit den Entwurf für ein neues <strong>Forsteinrichtungswerk</strong> vorgelegt. Das ist ein <strong>Zehn-Jahres-Plan</strong> für den Stadtwald, mit dem sich eines Tages auch die Forstkommission zu befassen hat. <strong>Aufmerksame</strong> Stadtverordnete lasen das Werk <strong>akribisch</strong> durch und fanden heraus: Der Magistrat will offenbar die klamme <strong>Stadtkasse</strong> mit Hilfe des Stadtwaldes auffüllen. Im Entwurf des Forsteinrichtungswerks war die Passage <strong>versteckt</strong>, wonach bei der Bewirtschaftung des Stadtwaldes <strong>Überschüsse</strong> zu erzielen seien.</p>



<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete im März dieses Jahres: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/20/mit-stadtwald-kasse-machen/">&#8222;Geheime Magistrats-Pläne: Stadt will mit Stadtwald Kasse machen&#8220;</a>.</p>



<p>Erste Folge: Die Pläne <strong>platzten</strong>. Die Verabschiedung des Forsteinrichtungswerks wurde <strong>vertagt</strong>, es soll überarbeitet werden.</p>



<p>Zweite Folge, sie wiegt weitaus schwerer: Seither herrscht <strong>Misstrauen</strong>. Warum will der Magistrat nur in einer <strong>geheim tagenden Forstkommission</strong> über den Stadtwald sprechen? Welche dunklen <strong>Absichten</strong> stecken wirklich dahinter?</p>



<p>Es waren die Linken <strong>Barbara Grassel</strong> und <strong>Bernd Hausmann</strong>, die den Antrag stellten: Die Forstkommission solle gefälligst <strong>öffentlich</strong> tagen.</p>



<p>Die <strong>SPD</strong> war dafür, mehr noch: Die Forstkommission solle mindestens <strong>13 Mitglieder </strong>haben, forderte <strong>Parteivorsitzender Aaron Kowacs</strong> jetzt im Stadtparlament. Dann könnten<strong> alle Fraktionen </strong>entsprechend ihrer Größe vertreten sein, auch die <strong>Linken</strong>.</p>



<p>Die <strong>Grünen</strong> mussten nicht überzeugt werden: Das Thema Wald sei ein <strong>politisches und soziales Thema</strong>, das in Hofheim sehr viele Menschen <strong>stark</strong> <strong>bewege</strong>, sagte <strong>Bettina Brestel</strong>. <em>&#8222;Es sollte hier über Parteigrenzen hinweg dafür gestimmt werden, Transparenz herzustellen und die Kommission öffentlich zu machen.&#8220;</em></p>



<p>Es folgte: Auftritt <strong>Andreas Nickel</strong>. Der FWG-Chef verrannte sich <strong>in immer schrilleren Formulierungen</strong>: Manche Sachentscheidungen, behauptete er, könnten <strong>ohne Zuhörer</strong> wesentlich <strong>konstruktiver</strong> geführt werden. In öffentlichen Sitzungen würden sich <strong>Stadtverordnete</strong> immer wieder <em>&#8222;mit polarisierenden Beiträgen&#8220;</em> gegenseitig <strong>überbieten</strong>. <em>&#8222;Scheindebatten&#8220; </em>seien das, und auch <em>&#8222;Schaufensterreden&#8220;. </em>Und dann noch einmal: <em>&#8222;Im Schutzraum des Nicht-öffentlichen&#8220;</em> passiere so etwas nicht.</p>



<p><strong>Christian Vogt </strong>pflichtete ihm bei: Er erlebe es <em>&#8222;als wohltuend, wenn man im geschlossenen Raum zusammenarbeitet&#8220;.</em> <strong>Ein abgeschottetes Handlungsfeld</strong>, in dem alles Handeln einer öffentlichen Beoachtung und Bewertung <strong>entzogen</strong> wird, liegt offenbar ganz im Interesse des <strong>CDU-Bürgermeisters.</strong></p>



<p><strong>Ralf Weber </strong>von der FDP und CDU-Stadtrat <strong>Wolfgang Exner</strong> mussten sich natürlich auch melden. Beide pflegen eine – freundlich formuliert – <strong>robuste</strong> <strong>Wortwahl</strong>, die allerdings wegen ihres überreichlichen Gebrauchs zumeist nur noch müde <strong>belächelt</strong> wird. Weber nannte <strong>Befürchtungen</strong>, in geheim tagenden Gremien würde <strong>gemauschelt</strong>,<em> &#8222;einfach nur widerlich&#8220;</em>. Exner erklärte, von <strong>Hinterzimmerpolitik</strong> zu reden sei <em>&#8222;absolut daneben&#8220;</em>, ja <em>&#8222;verwerflich&#8220;</em>.</p>



<p>Der <strong>Pegel der Erregung</strong> schaukelte sich mit jedem Beitrag höher, es war an Nickel, die Diskussion an den <strong>Rand</strong> <strong>der</strong> <strong>Eskalation</strong> zu treiben. Was er in dieser Sitzung gehört habe, sei <em>&#8222;unverschämt und übergriffig und unfair&#8220;</em>, ereiferte er sich. Vor allem dann, wenn Redner für sich reklamierten, <em>&#8222;mit Samthandschuhen angefasst zu werden&#8220;</em>. Diese Äußerung <strong>zielte gegen </strong>die Grüne Bettina Brestel, die tags zuvor <strong>verbale Übergriffigkeiten</strong> von Hofheims Stadtverordnetenvorsteher öffentlich beklagt hatte (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/18/hegeler-und-der-respekt/">hier</a>).&nbsp;</p>



<p><strong>Tanja Lindenthal </strong>von der Wählergemeinschaft <strong>&#8222;Bürger für Hofheim&#8220; </strong>ordnete den Auftritt Nickels zutreffend ein: Das <em>&#8222;Bashing einzelner Personen&#8220;</em> sei <em>&#8222;entsetzlich&#8220;</em>. Sie bitte sehr darum, sagte sie dann auch, dass einzelne <strong>Herren</strong> ihren <em>&#8222;Emotions- und Testosteronspiegel in den Griff kriegen&#8220;</em>. An Hegeler appellierte sie, als Sitzungsleiter solche <strong>Entgleisungen</strong> <strong>zu</strong> <strong>unterbinden</strong>.</p>



<p>In der Abstimmung sah sich Hofheim <strong>&#8222;Regierungskoalition&#8220;</strong> einer <strong>geschlossenen</strong> <strong>Opposition</strong> gegenüber, und die Entscheidung war damit klar: Das Stadtparlament sprach sich <strong>mehrheitlich</strong> dafür aus, dass die Forstkommission künftig <strong>öffentlich</strong> tagen muss, und zwar mit <strong>13 Stadtverordneten</strong>.&nbsp;</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background"/>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center">Kurz &amp; knapp aus dem Stadtparlament</h1>



<p><strong>Schneller Überblick über ausgewählte Beschlüsse des Stadtparlaments:</strong></p>



<p><strong><a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/22/radfahrerbruecke/">Die Pläne für eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke</a> </strong>zwischen Marxheim und Kernstadt wurden akzeptiert: Die Planung soll vorangetrieben werden</p>



<p><strong><a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/14/neues-aus-hofheim/#sonnensegel20230715">Zwei riesige Sonnenschirme</a></strong> für über 100.000 Euro will der Magustrat auf dem Untertorplatz (wo der Dauer-Marktstand ist) aufstellen lassen. Die Mehrheit stimmte zu.</p>



<p><strong><a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/14/neues-aus-hofheim/#parken20230715">Teurer Parken in Hofheim</a>:</strong> Die neuen Parkgebühren wurden einstimmig verabschiedet.</p>



<p><strong><a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/14/neues-aus-hofheim/#alles-neu20230715">Die Süwag will ein Rechenzentrum</a></strong> hinter Marxheim bauen. Ein riesiger Kasten auf bestem Ackerboden. Einwände wurden weggewischt: Die Mehrheit war dafür.</p>



<p><strong><a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/14/neues-aus-hofheim/#alles-neu20230715">Für Wohnbebauung auf dem Polar-Mohr-Firmengelände</a></strong> liegen die ersten Entwürfe vor: Die Planung soll weitergehen, so die Stadtverordneten.</p>



<p><strong><a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/14/neues-aus-hofheim/#lorsbach-taxi20230715">Hofheims teuerste Colibri-Fahrten</a></strong> – exklusiv für Lorsbacher, bezahlt von der Stadt – werden eingestellt: Künftig soll ein Taxi fahren, das spart viel Geld.&nbsp;</p>



<p><strong>Eine Verpackungssteuer </strong>wird seit längerem geplant, zum Beispiel wie in <a href="https://www.tuebingen.de/verpackungssteuer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tübingen</a>. Die &#8222;Bürger für Hofheim&#8220; drängen auf Einführung, doch gemach: Das Thema wurde in die Ausschüsse abgeschoben.</p>



<p><strong>Eine Liste mit bebaubaren Grundstücken</strong> wurde vom Magistrat vorgelegt, zwei Ortsbeiräte hatten dagegen Einwände erhoben. CDU/FDP/FWG wollten die Planung trotzdem vorantreiben, die Opposition blockte ab: Mit den Ortsbeiräten soll nochmal geredet werden.</p>



<p><strong>Bebauungsplan &#8222;Jungehag&#8220; in Wildsachsen: </strong>Eigentlich sollte die Umlegung beschlossen werden. Doch die Linke<strong> Barbara Grassel </strong>hatte ein aktuelles höchstrichterliches Urteil entdeckt, dass zu Problemen führen könnte. CDU/FDP/FWG und auch der Magistrat meinten: Augen zu und durch. Die Opposition stoppte das Vorgehen: Der Magistrat soll sich erst einmal das Urteil ansehen.</p>
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		<title>CDU startet Wahlkampf in ganz Hessen – nur nicht in Hofheim</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/03/25/cdu-startet-wahlkampf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Mar 2023 18:34:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cyriax Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Sebastian]]></category>
		<category><![CDATA[Neuhaus Philipp]]></category>
		<category><![CDATA[Wintermeyer Axel]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktuell wird auf Hofheims politischer Bühne ein ganz besonderes Schauspiel aufgeführt. Es handelt sich um eine Polit-Klamotte in vier Akten. In der Hauptrolle: Hofheims CDU. Es geht um eine Wahlkampfveranstaltung zu Wahlkampfzeiten – das Besondere daran: Sie findet in Behördenräumen statt. Das ist nicht erlaubt. Wie geht's weiter?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Aktuell wird auf der politische Bühne der Kreisstadt ein ganz besonderes Schauspiel aufgeführt. Es handelt sich um eine Politklamotte in vier Akten. In der Hauptrolle: Hofheims CDU. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.&nbsp;</strong></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">1. Akt – 17. März</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-Webseite-e1679770566382.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-Webseite-e1679770566382.jpg" alt="CDU
" class="wp-image-30565" width="480" height="109" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-Webseite-e1679770566382.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-Webseite-e1679770566382-300x68.jpg 300w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der Webseite der Hofheimer CDU.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Hofheims CDU </strong>veröffentlicht auf ihrer <a href="https://www.cdu-hofheim.de/2023/03/17/cdu-fruehjahrsempfang-im-zeichen-der-anstehenden-wahlen/" target="_blank" rel="noopener">Homepage</a> eine Einladung zum Frühjahrsempfang am 26. März. Veranstaltungsort: das Casino im Landratsamt. <strong>CDU-Landrat Michael Cyriax</strong> und <strong>CDU-Staatsminister Axel Wintermeyer</strong> wollen über <em>„die Vorbereitungen und programmatischen Ziele des Landrats- und des Landtagswahlkampfes“</em> informieren, heißt es auf der Webseite. Denn schließlich werde am 4. Juni der MTK-Landrat und am 8. Oktober der Hessische Landtag neu gewählt.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">2. Akt – 23. März</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/SPD-Kritik-e1679770481349.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/SPD-Kritik-e1679770481349.jpg" alt="SPD Kritik e1679770481349" class="wp-image-30563" width="480" height="174" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/SPD-Kritik-e1679770481349.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/SPD-Kritik-e1679770481349-300x109.jpg 300w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Lokalzeitungen berichten, dass die SPD den CDU-Wahlkampf kritisiert.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Hofheims SPD</strong> gibt sich schwer angesäuert: Eine parteipolitische Veranstaltung im Landratsamt – das sei <em>„mindestens erklärungsbedürftig“</em>.<strong> Philipp Neuhaus</strong>, der SPD-Fraktionschef im Kreistag, verweist darauf, dass die Kreisbehörde zu Neutralität verpflichtet sei. Wenn der CDU-Landrat (der im Juni wiedergewählt werden will) Wahlkampfveranstaltungen seiner Partei in seiner Behörde stattfinden lasse, müsse er dies auch seinen Gegenkandidaten erlauben – jetzt und bei allen künftigen Wahlen.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">3. Akt – 24. März</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-wahlkampf-2-e1679770502351.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-wahlkampf-2-e1679770502351.jpg" alt="CDU wahlkampf 2 e1679770502351" class="wp-image-30569" width="480" height="127" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-wahlkampf-2-e1679770502351.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-wahlkampf-2-e1679770502351-300x79.jpg 300w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Zeitung schreibt: Hofheims CDU sagt, es ist noch gar kein Wahlkampf.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Hofheims CDU</strong> reagiert pikiert auf die Anwürfe von halblinks. Der örtliche Parteisprecher<strong> Sebastian Exner</strong> diktiert dem Kreisblatt seine Ansicht: Ein Wahlkampf beginne sechs bis acht Wochen vor dem Wahltermin. Deshalb: Bei der Veranstaltung im Landratsamt von einem Wahlkampftermin zu sprechen, sei <em>„einfach falsch“</em>. Die Lokalzeitung schreibt das brav mit und veröffentlicht es prominent auf ihrer ersten Lokalseite.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">4. Akt – 24. März</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-Wahlkampf-e1679770527445.jpg" alt="CDU Wahlkampf e1679770527445" class="wp-image-30562" width="480" height="299" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-Wahlkampf-e1679770527445.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/CDU-Wahlkampf-e1679770527445-300x187.jpg 300w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der Zeitungs-Webseite: Danach hat Hessens CDU den Wahlkampf gestartet.</figcaption></figure>



<p>Im Internet berichtet das<strong> Kreisblatt</strong> (wie viele andere Zeitungen auch) am selben Tag: <em>„Hessen-CDU startet Wahlkampf“</em>. Im Bericht heißt es: <em>„Ministerpräsident Boris Rhein hat in Fulda den Wahlkampf für die hessische CDU eingeläutet“</em>. Das Kreisblatt zitiert den Landeschef: „<em>Wir empfinden das als einen Auftakt, uns zu bewerben bei den Wählerinnen und Wählern für fünf weitere Jahre.“</em></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">5. Akt??</h2>



<p>Das also ist bisher geschehen: Die CDU Hessen hat offiziell den Beginn des Wahlkampfes ausgerufen – die CDU Hofheim will davon nichts wissen. Der CDU-Landrat, der demnächst wiedergewählt werden will,  will mitten während des hessenweiten CDU-Wahlkampfs über den Wahlkampf informieren – bei einer CDU-Veranstaltung in den Räumlichkeiten seiner Behörde in Hofheim. </p>



<p>Wie geht&#8217;s weiter? Was wird die SPD jetzt unternehmen?</p>



<p>Es bleibt unterhaltsam&#8230;</p>
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