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	<title>Frey Dr. Patrick &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Frey Dr. Patrick &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>7 Hofheim-News: Weinbude, Judokas im Chinon-Center, Strafen für Stadtverordnete&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 10:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Carletta Stefano]]></category>
		<category><![CDATA[Frey Dr. Patrick]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Start in die neue Woche: Heute gibt es für Sie sieben Berichte mit interessanten Hintergrundinformationen aus dem Stadtgeschehen, die sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen – nur im Hofheim/Kriftel-Newsletter.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Zum Start in die neue Woche: Heute gibt es für Sie sieben Berichte mit interessanten Hintergrundinformationen aus dem Stadtgeschehen, die sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen – nur im Hofheim/Kriftel-Newsletter.</strong></p>






<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Top-Thema in Hofheim: die Beerdigung eines Baugebiets</h2>



<p>Nach dem ersten Monat im neuen Jahr haben wir einen schnellen Blick in das<strong> Analysetool dieser Webseite</strong> geworfen. Ein Blogbeitrag wurde <strong>innerhalb von nur wenigen Stunden</strong> tausendfach angeklickt – das zeigt, dass das Thema die Menschen in der Kreisstadt stark interessiert:</p>



<p><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/30/auf-den-gleichen-ist-tot/">Natur darf leben: Mega-Baugebiet „Auf den Gleichen“ ist tot!</a> – der Bericht wurde inzwischen<strong> mehr als 3.600 Mal </strong>aufgerufen und setzte sich damit an die<strong> Spitze der meistgelesenen Berichte</strong> dieses Jahres.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="651" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg" alt="Screenshot 20240204 18 00" class="wp-image-38598" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg 651w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00-244x300.jpg 244w" sizes="(max-width: 651px) 100vw, 651px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot vom Analysetool (zum Vergrößern anklicken): Die Kurve zeigt die Zahl der täglichen Seitenaufrufe, darunter die meistgelesenen Berichte.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Auf Platz 2:</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/28/krankenhaus-hofheim-und-insolvenz/">Geheimpapier empfiehlt: Krankenhaus Hofheim sollte in die Insolvenz gehen</a> (2.800 Aufrufe).</p>



<p><strong>Auf Platz 3: </strong><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Es geht um CDU-Baltruschat: Strafanzeige gegen eine BfH-Stadtverordnete</a> (2.450 Aufrufe).</p>



<p>Insgesamt registrierte das <strong>Analysetool</strong> in diesem Jahr <strong>26.690 Seitenaufrufe</strong>.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Weinbude im Stadtparlament: Magistrat soll handeln!</h2>



<p>Am nächsten Mittwoch tagt die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> zum ersten Mal in diesem Jahr. Echte <strong>Aufreger</strong> sind auf der Tagesordnung nicht zu erkennen. Allenfalls drei Themen klingen <strong>etwas</strong> <strong>prickelnder</strong>: </p>



<p>Das <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220; </strong>wird vermutlich, wie letztens vom <strong>Bauausschluss</strong> empfohlen, endgültig abgelehnt. Bitter für die <strong>Bauunternehmer </strong><a href="http://frank.de" target="_blank" rel="noopener">Frank</a><strong> </strong>und<strong> </strong><a href="https://www.weiss-projekte.com/" target="_blank" rel="noopener">Weiss</a>, die mit ihren Plänen richtig Kasse machen wollten. Aber natürlich <strong>sehr</strong> <strong>gut für Natur und Umwelt</strong>.</p>



<p>Sodann geht&#8217;s um <strong>den umstrittenen Weinstand &#8222;Chalet&#8220;</strong> des Vereinsrings. Es soll aber nicht über die <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Drohmails</a> und die <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Strafanzeige</a> gesprochen werden, mit denen <strong>CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat</strong> als <strong>Vorsitzender des Vereinsrings</strong> versucht, die <strong>BfH-Stadtverordnete Tanja Lindenthal </strong>mundtot zu machen.</p>



<p>Thema ist diesmal: Der Magistrat will demnächst die <strong>Wasserleitungen</strong> <strong>zur</strong> <strong>Weinbude</strong> unter die Erde verlegen –<strong> für teures Geld</strong> aus der Stadtkasse, obwohl der Weinstand auch für <strong>Privatgeschäfte</strong> genutzt wird. Die <strong>Grünen</strong> haben dazu einen Antrag eingereicht: <em>&#8222;Bevor hier Strukturen dauerhaft installiert werden&#8220;</em>, soll der <strong>Magistrat</strong> prüfen, <strong>ob es für die Holzhütte nicht einen geeigneteren Standort gebe.</strong></p>



<p>Da soll wohl der <strong>Hund die Wurst bewachen</strong>! Im Magistrat sitzt schließlich <strong>Wulf</strong> <strong>Baltruschat</strong>. Ob der CDU-Mann auch seinen <strong>Magistratskollegen</strong> mit Konsequenzen droht, wenn sie <strong>nicht</strong> <strong>so</strong> <strong>spuren</strong>, wie er es <strong>verlangt</strong>?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg" alt="Chalet 202312" class="wp-image-37113" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hofheimer Blickfang: Das Türmchen mit der Holzhütte, die sich &#8222;Chalet&#8220; nennt.</figcaption></figure>
</div>


<p>Schließlich fordern die<strong> Bürger für Hofheim</strong> (BfH) eine Prüfung, wie man die Ortsteile besser<strong> mit dem öffentlichen Nahverkehr </strong>(ÖPNV) vernetzen könnte. Sie nennen Beispiele: Von <strong>Wildsachsen</strong> zum <strong>Diedenbergener</strong> <strong>Sportplatz</strong> brauche man mit dem Auto <strong>10 Minuten</strong>, mit dem ÖPNV <strong>über eine Stunde</strong>. Oder: Von <strong>Lorsbach</strong> zum <strong>Marxheimer Bürgerhaus</strong> dauert&#8217;s mit dem Auto <strong>14 Minuten</strong>,  mit Bus und Bahn <strong>drei Mal so lange</strong>.</p>



<p>Bei derart langen Fahrzeiten werde der ÖPNV nicht als attraktiv empfunden, schreibt die BfH, und schlägt den <strong>Einsatz einen &#8222;Ortsteil-Rundbusses&#8220;</strong> vor.</p>



<p><strong>Die Sitzung des Stadtparlaments beginnt am Mittwoch, 7. Februar, um 18 Uhr in der Stadthalle.</strong> Wer Hofheims <strong>Lokalpolitiker &#8222;in action&#8220; </strong>erleben möchten, darf <strong>zuhören</strong> (nicht mitreden).</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bücherei: Langzeit-Schließung nach Kurzzeit-Überflutung</h2>



<p>Vor etlichen Wochen hatte die <strong>Linke Barbara Grassel</strong> im Rathaus nachgefragt, was es mit dem <strong>Wasserschaden in der Bücherei </strong>auf sich habe. Die Antwort klang wie<strong> </strong><em>&#8222;alles halb so schlimm&#8220;</em>: Von<em> &#8222;temporärer Überlastung&#8220; </em>bei einem <strong>Starkregen am 17. August</strong> war die Rede, von<em> &#8222;kurzzeitiger Überflutung&#8220; </em>im System der Lüftungs- und Klimaanlage&#8230;</p>



<p>Die <strong>Kurzzeit-Überflutung</strong> führt nun zu einer <strong>Langzeit-Schließung</strong>: Fast 14 Tage bleibt die Bücherei dicht! Eine <strong>Gipskarton-Abkofferung der Lüftungs- und Klimaanlage</strong> habe Schaden genommen, und auch <strong>Teile des Bodenbelags im Untergeschoss </strong>seien beschädigt, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Folge: Die Bücherei muss <strong>vom 9. bis 21. Februar geschlossen</strong> bleiben. Also anderthalb Wochen lang!</p>



<p>Danach, heißt es im Rathaus, sollte ein solcher Schaden <strong>nicht wieder vorkommen</strong>: <em>&#8222;Durch zusätzliche sanitäre Sicherungsmaßnahmen wurde zwischenzeitlich sichergestellt, dass zukünftige Starkregensituationen hier keinen Schaden verursachen können.</em>”</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Teure Miete I: Judo-Club will ins Chinon-Center</h2>



<p>Früher war hier ein<strong> China-Restaurant</strong>, dann ein <strong>Corona-Testcenter</strong> – seitdem herrscht <strong>Leerstand</strong>: Die Geschäftsräume im <strong>Obergeschoss des Chinon-Centers</strong> wurden vor genau zwei Jahren <strong>als teuerste Gewerbeimmobilie</strong> angeboten. Jetzt scheint ein ernsthafter Interessent gefunden: Der <strong>Judoclub Hofheim</strong> will einziehen. Das allerdings sorgt für einigen Trouble.</p>



<p>Kurze Rückblende: Im <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/05/restaurant-fuer-8850-euro-zu-vermieten/">Januar 2021</a> wurde das Objekt – 440 Quadratmeter – für <strong>6.600 Euro</strong> angeboten (15 Euro/Quadratmeter). Dazu Nebenkosten in Höhe von <strong>1.980 Euro</strong>. Das war wohl etwas zu happig: Kein Mieter fand sich.</p>



<p>Im letzten Jahr lag der Preis bei nur noch <strong>10,90 Euro pro Quadratmeter</strong>, gleichzeitig wurden die Nebenkosten auf <strong>2.775 Euro</strong> erhöht: Macht eine <strong>Warmmiete von&nbsp;7.555 Euro</strong> –&nbsp;immerhin <strong>1000 Euro weniger</strong>&nbsp;als zwei Jahre zuvor.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="361" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402.jpg" alt="Chinon Center 202402" class="wp-image-38652" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Obergeschoss des Chinon-Centers möchte der Judo-Club einziehen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Derzeit werden neben <strong>4.800 Euro Miete</strong> nur noch <strong>1.390 Euro für Nebenkosten</strong> aufgerufen. Und jetzt gibt&#8217;s wohl auch einen Interessenten:</p>



<p>Der <a href="https://www.jc-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">1. Judo-Club Hofheim 1977 e.V.</a> möchte im Chinon-Center sein <strong>Traningscenter</strong> – auch Dojo genannt – einrichten: Zwei <strong>Mattenflächen</strong> (150 und 80 Quadratmeter), dazu <strong>Umkleidekabinen</strong>, <strong>Duschen</strong>, ein Büro als <strong>Geschäftsstelle</strong> – für alles wäre Platz. <strong>Ernst Golla</strong>, der Vereinvorsitzende, schreibt in einem Brief an seine <strong>rund 280 Mitglieder</strong>:<em> &#8222;Geplant ist, dass wir nach erfolgreicher Umsetzung unser Vereinsangebot erweitern und Elemente wie Yoga, Rückenschule und Fitness etablieren. Zudem sehen wir die Möglichkeit, Kooperationen mit Kindergärten und Schulen aufzubauen, um Kurse anzubieten.&#8220;</em></p>



<p>Hört sich toll an, hat nur <strong>einen kleinen Haken</strong>: Die hohen Kosten hätten zur Folge, dass die Mitgliedsbeiträge teilweise <strong>mehr als verdoppelt</strong> werden müssten. Kinder sollen künftig <strong>29 Euro</strong> (heute: 15 Euro) zahlen, Schüler <strong>34 Euro</strong> (15 Euro), Erwachsene <strong>39 Euro</strong> (20 Euro)&#8230;</p>



<p>Solche <strong>Preissteigerungen</strong> beunruhigen einige Eltern. Eine Familie schrieb an den Hofheim/Kriftel-Newsletter: <em>&#8222;Der Traum vom eigenen Vereinsraum ist verständlich, aber die Trainingsmöglichkeiten aktuell in der Heiligenstockschule sind auch sehr gut und modern.&#8220;</em> Ein Vater meldete sich: So <strong>toll</strong> die Lage und so <strong>großzügig</strong> die Räumlichkeiten auch seien –  <em>&#8222;hoffentlich verhebt sich der Verein nicht!&#8220;</em></p>



<p>Noch ist die Entscheidung nicht gefallen: Derzeit werden die <strong>Umbaukosten</strong> ermittelt, der Kreis muss die <strong>Nutzungsänderung</strong> <strong>der</strong> <strong>Gewerberäume</strong> genehmigen, und dann dürfte es sicher noch ein paar Monate dauern, bis aller fertig ist. Für den<strong> 6. März</strong> wurde eine <strong>Jahreshauptversammlung</strong> <strong>des Judo-Clubs </strong>angesetzt: Dann soll über das weitere Vorgehen <strong>entschieden</strong> werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:0px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Teure Miete II: Altstadt-Ladenlokal sucht Pächter</h2>



<p><strong>1-A-Lage </strong>direkt in der Fußgängerzone. <strong>Top-Terrasse</strong> am Rande der Hauptstrasse: So lockt das Feinkost-Geschäft und Cafe <strong>&#8222;Ciao Bella&#8220;</strong> in Hofheims Altstadt – nein, nicht neue Kunden, sondern einen <strong>potentiellen Pächter</strong>. Wird aber nicht billig!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="410" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640.jpg" alt="Bella Ciao 202405 640" class="wp-image-38657" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640-300x192.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mitten in der Altstadt: Für die Eisdiele und das Feinkostengeschäft wird ein neuer Pächter gesucht.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Dawud Tawakoli </strong>hatte den Laden vor knapp einem Jahr von <strong>Stefano Carletta</strong> übernommen: Der eröffnete<strong> Ende letzten Jahres</strong> ein paar hundert Meter weiter im ehemaligen &#8222;Sugar Mum&#8220;-Laden eine Filiale seiner Bad Homburger <strong>„Drogheria“</strong>, wo er<strong> italienische Spezialitäten </strong>anbietet.</p>



<p>Tawakoli hat jetzt Anzeigen im Internet veröffentlicht, sucht einen Pächter für das <strong>&#8222;Ciao Bella&#8220;</strong>: Er preist den Laden als <em>&#8222;sehr gut laufenden Betrieb&#8220;</em> an, mit einem<em> &#8222;einzigartigen erfolgreichen Konzept&#8220; </em>und<em> &#8222;eine Gelateria mit Eis-Labor inkl. alle Produktionsgeräte&#8220;</em>. Und noch ein Goodie: Ein <em>&#8222;brandneues Markisen-System&#8220;</em> ermögliche<strong> einen ganzjährigen Betrieb</strong> am Straßenrand.</p>



<p>Das hat seinen <strong>Preis in Hofheim</strong>: Für das <strong>255 Quadratmeter</strong> große Objekt, davon 175 Quadratmeter Laden- und Gastraum, plus ein<strong> 2-Zimmer-Studio</strong> (<em>&#8222;voll modernisiert&#8220;</em>) verlangt er <strong>4.600 Euro</strong>. Dazu kommen <strong>Nebenkosten von 680 Euro</strong>. Drei Monatsmieten werden als <strong>Kaution</strong> fällig, und eine <strong>&#8222;faire Abstandszahlung&#8220;</strong> fürs Inventar sollte bitte auch gezahlt werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">15.000 Euro für 85.000 Internet-Besuche</h2>



<p>Wissen, das die Welt nicht braucht, das aber auch nicht schadet: <strong>15.000 Euro</strong> zahlt die Stadt jährlich für <strong>17 öffentliche Wlan-Router</strong> im Stadtgebiet, teilte <strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>(CDU) im Haupt- und Finanzausschuss mit. <strong>85.683 Internet-Anmeldungen </strong>wurden im letzten Jahr registriert, das sind <strong>235 pro Tag</strong>.</p>



<p><strong>Die drei bestgenutzten Stationen:</strong> <strong>Kellereiplatz</strong> (17.541 Anmeldungen), <strong>Stadtbücherei</strong> (11.868) und <strong>Rathaus</strong> (11.781).</p>



<p><strong>Schlusslichter</strong>: <strong>Wildsachsenhalle</strong> (1.646), <strong>Bücherei Wallau </strong>(905) und <strong>Jagdhaus Langenhain</strong> (792).&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Stadtverordneter verlangt Bestrafung von Stadtverordneten</h2>



<p><strong>Über das Benehmen unserer Stadtverordnete</strong>n gab&#8217;s zuletzt<strong> nicht allzu viel Gutes</strong> zu berichten. Heftige <strong>Streitereien</strong> bis hin zu üblen <strong>Beschimpfungen</strong>, wichtigtuerische <strong>Auftritte</strong> – alles dabei. <strong>Nicht alle</strong> machten mit, das sei ausdrücklich betont<strong>, einige wenige </strong>trieben&#8217;s dafür umso doller.</p>



<p>Zuletzt konnte selbst die <strong>Lokalzeitung</strong> nicht länger wegschauen und titelte: <em>&#8222;Grenzwertige Streitkultur in der Stadtpolitik&#8220;</em>.&nbsp;</p>



<p><strong>Kultur?</strong> Na ja&#8230;</p>



<p><strong>Andreas Nickel</strong>, als <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/">flammenwerfender Mail-Schreiber</a> auffällig geworden, verschickte Anfang des Jahres nochmals eine <strong>Rund</strong>-Mail an ausgesuchte Lokalpolitiker. &#8222;<em>Dem Kollektiv der Mandatsträger-/innen wurde ein nachhaltiger Ansehensschaden zugefügt”,</em> befand der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler (FWG). Der Mann, <strong>Polizist</strong> von Beruf, will die <strong>Schuldigen</strong> angeblich auch <strong>ermittelt</strong> haben:<em> &#8222;Verantwortlich zeichnen natürlich in erster Linie die Berichterstattenden und Kommentierenden im Internet sowie im Social-Media-Bereich.&#8220;</em></p>



<p>Eine <strong>Mitschuld</strong> sieht Nickel – nein, <strong>nicht bei sich</strong>, natürlich nicht!, sondern bei <em>&#8222;Personen aus unserem Kreis</em>”. Diese Stadtverordneten hätten sich nicht <em>&#8222;an Absprachen zur Wahrung gewisser fairer Umgangsformen&#8220; </em>gehalten.</p>



<p>So darf es <strong>nicht</strong> <strong>weitergehen</strong>! Nickel fordert eine <strong>Sondersitzung des Ältestenrats</strong>, wofür er angeblich <em>&#8222;Zuspruch aus den Reihen der Oppositionsfraktionen&#8220;</em> erhalten habe. Außerdem verlangt der FWG-Mann eine <strong>Überprüfung der</strong> <strong>Geschäftsordnung</strong>: Stadtverordnete müssten <strong>bestraft</strong> werden können!</p>



<p><strong>Eine</strong> <strong>Maßregelung unbotmäßig erscheinender Stadtverordneten </strong>– das ist mal <strong>eine Idee</strong>! Was genau stellt sich Nickel da vor? Eine <strong>Geldstrafe?</strong> Oder – analog zum <strong>Strafenkatalog im Vereinsring</strong> – Ausschluss der ganzen Fraktion <strong>aus der erlauchten Runde der Lokalpolitiker?</strong></p>



<p><strong>Ein konkretes Strafmaß</strong> will Nickel nicht nennen. Nur so viel: <em>&#8222;Bestimmtes Fehlverhalten&#8220; </em>sei<em> &#8222;wirksam zu unterbinden und zu ahnden&#8220;.</em> </p>



<p>Die <strong>Zukunft des Stadtparlaments</strong> haben wir uns dann eher trist vorzustellen: Die einen wagen nichts mehr zu sagen, weil sie von <strong>Polizist Baltruschat</strong> <strong>Drohschreiben</strong> bekommen. Die anderen schweigen, weil <strong>Polizist Nickel</strong> ihnen bei mangelndem Wohlverhalten mit <strong>Bestrafung</strong> droht&#8230;</p>



<p><strong>Willkommen</strong> in der Lokalpolitik der <strong>Kreisstadt Hofheim am Taunus!</strong> </p>



<p><strong>Die ersten Ausschusssitzungen</strong> im neuen Jahr haben übrigens stattgefunden. Gerne wollen wir <strong>lobend</strong> erwähnen, dass sich alle überraschend<strong> friedlich-freundlich</strong> gaben. <strong>Daniel Philipp von den Grünen</strong> absolvierte seine ersten Auftritte als neuer<strong> 1. Beigeordneter</strong>, und wir waren <strong>Zeugen:</strong></p>



<p>Es geht auch <strong>ohne Rüpeleien der Rathaus-Spitze</strong>!&nbsp; Das krawallige Getöse, mit denen <strong>Philipps Vorgänger</strong> regelmäßig ausgesuchte Stadtverordnete anfiel, blieb (bisher) aus.</p>



<p><strong>Und niemand hat&#8217;s vermisst!</strong></p>



<p>Nur <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) </strong>versuchte einmal kurz, <strong>Gift zu verspritzen:</strong> Er ging Philipp <strong>barsch</strong> an, weil der einen <strong>März-Termin</strong> noch nicht publik gemacht habe.</p>



<p>Philipp konterte <strong>ruhig-gelassen</strong>: Gemach, gemach! Er sei ja noch nicht <strong>einmal einen Monat im Amt.</strong></p>



<p><strong>Und Ruhe war.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
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		<title>Geheimpapier empfiehlt: Krankenhaus Hofheim sollte in die Insolvenz gehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 14:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frey Dr. Patrick]]></category>
		<category><![CDATA[Osypka Michael]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Krankenhaus Hofheim spitzt sich die Lage dramatisch zu. Aus Unterlagen, die unter Verschluss gehalten werden, geht hervor: Es wird ernsthaft darüber nachgedacht, ob und wie man das Krankenhaus in die Insolvenz schicken könnte. Und das ist noch nicht die ganze Wahrheit: In den vertraulichen Papieren ist von einem größeren Personalabbau im Pflegebereich(!) und von drohenden Ausgaben in Millionenhöhe die Rede. An diesem Montag sollen darüber zwei Gremien des Kreistags beraten. Zu befürchten ist: Interessierte  Zuhörer werden ausgeschlossen – die Öffentlichkeit soll vom wahren Zustand der Kliniken vorerst nichts erfahren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Im Krankenhaus Hofheim spitzt sich die Lage dramatisch zu. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, scheinen die Verantwortlichen zu denken. Aus Unterlagen, die noch unter Verschluss gehalten werden, geht hervor: Es wird ernsthaft darüber nachgedacht, ob und wie man das Krankenhaus in die Insolvenz schicken könnte. Und das ist noch nicht die ganze Wahrheit: In den vertraulichen Papieren finden sich weitere Hiobsnachrichten – darunter zu einem größeren Personalabbau im Pflegebereich(!) und zu neuen drohenden Ausgaben in Millionenhöhe. An diesem Montag wollen zwei Gremien des Kreistags darüber beraten. Zu befürchten ist: Interessierte Zuhörer werden ausgeschlossen – die Öffentlichkeit soll vom wahren Zustand der Kliniken nichts erfahren.</strong></p>
</p>
<p>Das &#8222;<strong>Restrukturierungskonzept&#8220; </strong>für die Varisano-Kliniken, zeitweilig wohltönend &#8222;<a href="https://www.varisano.de/klinikum-frankfurt-hoechst/ueber-uns/aktuelles-news/meldung/zukunftskonzept-fuer-varisano-zu-ende-november-angekuendigt" target="_blank" rel="noopener">Zukunftskonzept</a>&#8220; genannt, wurde Ende letzten Jahres vorgelegt. Das war schon <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/01/krankenhaus-hofheim/">ein echter Schock</a> für viele Hofheimer: Die <strong>Zentrale Notaufnahme</strong> in ihrem Krankenhaus soll <strong>geschlossen</strong> werden! Was bleibt dann noch?</p>
</p>
<p>Die Kreisstadt soll nur ein <strong>Krankenhaus für Geriatrie und Psychiatrie</strong> behalten. <strong>Der Leidensweg</strong> aber ist damit noch nicht zu Ende.</p>
</p>
<p>Der <strong>Klinikverbund</strong> <strong>Varisano</strong>, zu dem die Krankenhäuser in <strong>Hofheim</strong> und<strong> Bad Soden</strong> sowie <strong>Frankfurt-Höchst</strong> gehören, ist bekanntlich tief in die Miesen gerutscht. Der Main-Taunus-Kreis gewährte für dieses Jahr einen Zuschuss von <strong>16 Millionen Euro</strong>. Weitere <strong>6 Millionen Euro</strong> werden in Bad Soden für <strong>Instandhaltungsmaßnahmen</strong> benötigt.</p>
</p>
<p><strong>Scheibchenweise</strong> geht&#8217;s weiter, jetzt folgt <strong>der nächste Schlag</strong>, und er tut <strong>richtig</strong> <strong>weh</strong>: Von <strong>Insolvenz</strong> ist die Rede, von <strong>Abbau von Pflegekräften</strong>, von neuen <strong>Millionen-Löchern</strong>&#8230;</p>
</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Mit dem Neubau stärken wir die Main-Taunus-Kliniken insgesamt. (…) Die Bürger erhalten hier beste medizinische Versorgung wohnortnah und alles aus einer Hand.</p>
<p><cite>MTK-Landrat Michael Cyriax 2012</cite></p>
</blockquote>
</p>
<p>Zu entnehmen ist dieses <strong>Schreckensszenario</strong> einem <em>&#8222;Finanzierungskonzept 2024/25&#8220;</em>, das von<strong> Finanz-Fachleuten der KPMG</strong> erarbeitet wurde. Die weltweit agierende <strong>Wirtschaftsprüfungsgesellschaft</strong> verknüpfte das Papier mit <strong>Maßnahmen zur strikten Geheimhaltung</strong>:&nbsp;</p>
</p>
<p>Einblick in das <strong>92-seitige Papier</strong> durften bisher nur <strong>ausgewählte Kreispolitiker</strong> nehmen. Vorab mussten sie <strong>eine dreiseitige Verpflichtung zur Verschwiegenheit</strong>&nbsp;abgeben: Einen sogenannten <strong>&#8222;Release Letter&#8220;</strong> sollten sie ausdrucken, unterzeichnen, wieder einscannen und schließlich per Mail und auch per Post an KPMG schicken. Dann bekamen sie ein <strong>Exemplar des Konzepts</strong> übermittelt, <strong>personalisiert</strong>, wie sich das nennt, also Seite für Seite gekennzeichnet. Und technisch so eingerichtet, dass Texte<strong> nicht kopiert </strong>werden können.</p>
</p>
<p>Während die <strong>Koalition aus CDU, Grünen und FDP</strong> im MTK-Parlament gewöhnlich folgsam <strong>abnickt</strong>, was ihnen<strong> Landrat Michael Cyriax (CDU) </strong>und seine <strong>Gesundheitsdezernentin Madlen Overdick (Grüne)</strong> vorlegen, gibt sich die <strong>Opposition</strong> beim Krankenhaus-Thema nahezu biestrig-störrisch:</p>
</p>
<p>Vor allem<strong> SPD und Linke </strong>verlangen immer wieder mehr <strong>Offenheit</strong> <span style="text-decoration: underline;">vor</span> allen Entscheidungen: <strong>Kreispolitiker</strong>, die über <strong>Millionen </strong>befinden sollen, müssten <span style="text-decoration: underline;">vorab</span> <strong>umfassend informiert </strong>werden. Das klingt vernünftig, wird aber so wohl nicht praktiziert. Auch diesmal ist es nur der <strong>Beharrlichkeit der Opposition</strong> zu verdanken, dass das Finanzierungskonzept <strong>überhaupt freigegeben </strong>wurde.</p>
</p>
<p>Aber, wie gesagt: nur für <strong>ausgewählte Kreispolitiker</strong>. Und nur mit<strong> höchster Geheimhaltungsstufe!</strong></p>
</p>
<p>Die beiden <strong>Oppositionsparteien</strong> haben daraufhin einen <strong>Fragenkatalog</strong> erarbeitet, mit dem sie das komplexe Thema aufhellen wollen. <strong>Antworten</strong> erwarten sie an diesem Montag: Dann kommen <strong>zwei Kreistags-Ausschüsse</strong> zu einer <strong>Sondersitzung</strong> im Landratsamt zusammen.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Patientenzahl droht nach Konzern-Umbau einzubrechen</h2>
</p>
<p>Schon der <strong>Fragenkatalog</strong> macht erkennbar, wie <strong>brisant</strong> einige Punkte im <strong>Finanzierungskonzept</strong> sind (was wiederum erklärt, warum es <strong>CDU, Grüne und FDP</strong> so lange wie möglich <strong>vor der Öffentlichkeit</strong> <strong>versteckt halten </strong>wollen). Es geht in dem Papier nicht nur <strong>um bedrohliche Zukunfts-Szenarien</strong>, sondern es lassen sich zugleich<strong> teure Fehler der Vergangenheit</strong> erkennen.</p>
</p>
<p>So hat KPMG in den Varisano-Büchern offenbar <strong>massive Rückstände bei Abrechnungen</strong> in Höhe von fast <strong>zwei Millionen Euro </strong>entdeckt. Die Oppositionspolitiker stellen dazu eine Frage, die <strong>nach Antwort geradezu schreit</strong>: <em>&#8222;Wie kann in Zeiten knapper Kassen dermaßen lax mit zustehenden Einnahmen umgegangen werden?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Ein anderes Beispiel:<strong> Fördermittel des Landes</strong>, die für <strong>Investitionen</strong> verwendet werden sollten, sollen <strong>zweckwidrig</strong> zur Sicherung der <strong>Liquidität</strong> verwendet worden sein. KPMG, so schreiben<strong> SPD und Linke</strong> in ihrem Fragenkatalog, <strong>warne</strong> vor Haftungsrisiken der Geschäftsführung. Naheliegende Frage: <em>&#8222;Hat der Aufsichtsrat diese zweckwidrige Nutzung unterstützt?&#8220;</em> Und auch: Was sagt die <strong>Geschäftsführung</strong> dazu?</p>
</p>
<p>Was rollt da noch alles auf den <strong>Krankenhaus-Konzern </strong>zu?</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg" alt="Krankenhaus" class="wp-image-34538" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Krankenhaus in Hofheim: Der in auffallenden Grüntönen gehaltene Neubau ist noch keine zehn Jahre alt. </figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Aufklärung verlangt die <strong>Opposition</strong> auch zu folgendem Thema: KPMG prognostiziert, dass <strong>die</strong> <strong>Zahl der Patienten</strong> massiv – um bis zu 35 Prozent – <strong>einbrechen</strong> werde, wenn <strong>der Umbau der Kliniken</strong> wie angekündigt stattfindet. Wie soll, diese Frage drängt sich nachgerade auf, <strong>eine finanzielle Stabilisierung</strong> der Kliniken gelingen, wenn die Einnahmen derart <strong>einbrechen?</strong></p>
</p>
<p>Ein anderes heißes Thema, das <strong>weitreichende Folgen</strong> haben könnte: Mit dem Vorlegen ihres &#8222;Restrukturierungskonzept&#8220; hatte die Geschäftsführung den <strong>Abbau von 336 Stellen</strong> bis 2028 angekündigt. Ausdrücklich ausgenommen seien<strong> pflegerische Berufe</strong>, wie <strong>Varisano-Geschäftsführer Michael Osypka</strong> öffentlich versicherte.</p>
</p>
<p>Im KPMG-Gutachten ist dagegen jetzt zu lesen: In<strong> Hofheim und Bad Soden</strong> sollten <strong>54 Stellen abgebaut</strong> werden – <strong>im Pflegebereich!</strong> Da darf man sicher schon mal freundlich nachfragen, wie&#8217;s die Oppositionspolitiker tun: <em>&#8222;Wie erklärt sich dieser Widerspruch?&#8220;</em></p>
</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Der Neubau zeigt deutlich: Wir setzen weiter auf eine wohnortnahe medizinische Versorgung.</p>
<p><cite>MTK-Landrat Michael Cyriax 2013</cite></p>
</blockquote>
</p>
<p>Schließlich <strong>das schmerzhafteste Thema,</strong> dass selbst <strong>unter Vollnarkose</strong> nur schwer <strong>erträglich</strong> sein dürfte:</p>
</p>
<p>KPMG schlägt ernsthaft vor, dass <strong>eine sinnvolle Umstrukturierung </strong>von Varisano am besten <strong>durch eine Insolvenz der Main-Taunus-Kliniken</strong> umgesetzt werden könne. Anders ausgedrückt: Man sollte die Kliniken in Hofheim und Bad Soden<strong> </strong>einfach <strong>pleite gehen</strong> lassen. Ist so schwierig nicht: Der <strong>Main-Taunus-Kreis</strong> dreht <strong>den Geldhahn zu</strong> – das war&#8217;s dann mit dem<strong> Krankenhaus in Hofheim.</strong></p>
</p>
<p><strong>Nach einer Pleite</strong>, das wissen die Finanz-Profis, könnte ein <strong>Neuanfang</strong> versucht werden: <strong>Strukturelle Veränderungen </strong>ließen sich einfacher umsetzen, und auch der <strong>Abbau von Personal </strong>könnte <strong>ohne größeren Ärger</strong>, ohne <strong>nervigen Betriebsrat</strong> und nicht zuletzt <strong>recht</strong> <strong>günstig</strong> realisiert werden.&nbsp;</p>
</p>
<p>Die Idee, <strong>die Kliniken &#8222;gegen die Wand zu fahren&#8220;</strong>, meinen die <strong>Berater von KPMG</strong> wohl wirklich <strong>ernst</strong>. An anderer Stelle in ihrem Geheimpapier heißt es: Der <strong>Geschäftsführung</strong> werde empfohlen, sich <strong>insolvenzrechtlich</strong> <strong>beraten</strong> zu lassen. </p>
</p>
<p>Dazu die <strong>Frage der Opposition</strong>, auf die an diesem Montag eine <strong>Antwort</strong> erwartet wird: <em>&#8222;Ist die Geschäftsführung dieser Empfehlung gefolgt?&#8220;</em></p>
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<h2 class="wp-block-heading">Krankenhaus-Neubau Hofheim: Zuschüsse in Gefahr</h2>
</p>
<p>Schonungslos deckt der <strong>Fragenkatalog von SPD und Linken</strong> auf diese Weise auf, was dem<strong> Krankenhaus Hofheim</strong> droht. Wobei die KPMG-Experten offenbar nicht einmal alle<strong> Schreckens-Szenarien</strong> berücksichtigt haben:</p>
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<p>So sollen <strong>die erfahrungsgemäß teuren Wirtschaftsprüfer</strong> – für ein derartiges Finanzierungskonzept wird schnell ein<strong> mindestens sechsstelliger Betrag</strong> fällig – glattweg übersehen haben, dass dem <strong>Hofheimer Krankenhaus</strong> bei Realisierung der bisher geplanten Maßnahmen <strong>ein Millionen teures Desaster</strong> drohen könnte:</p>
</p>
<p>Der Neubau des Krankenhauses war <strong>im Jahr 2016</strong> fertig gestellt worden, das Land Hessen hatte<strong> 30 Millionen Euro</strong> dazugegeben. Das ist jetzt die spannende Frage: Wenn das Haus künftig nur noch als <strong>Geriatrisches und Psychiatrisches Krankenhaus</strong> genutzt wird – muss dann der Landeszuschuss anteilig <strong>zurückgezahlt</strong> werden? Das wären womöglich<strong> 20 Millionen Euro</strong>!</p>
</p>
<p>Schon merkwürdig, dass die <strong>KPMG-Experten</strong> davon <strong>kein Wort</strong> in ihrem Finanzierungskonzept schreiben – meinen zumindest die <strong>SPD und die Linken</strong>. Und sie fragen: <em>&#8222;Wieso enthält das KPMG-Konzept keine Aussagen zur Rückzahlungspflicht der Landesförderung für den Neubau im Falle der Änderung des Verwendungszweckes vor Ablauf von 25 Jahren?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Bei diesem Thema zeigt sich auch, wie die <strong>Varisano-Geschäftsführung</strong> arbeitet: Obwohl der Konzern-Umbau <strong>seit Monaten in Planung</strong> ist, hatte beim zuständigen <strong>Sozialministerium in Wiesbaden</strong> zumindest bis Anfang dieses Jahres noch kein Mensch nachgefragt, <strong>ob eine Rückzahlung des Millionen-Zuschusses drohe</strong>.</p>
</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Im flächenmäßig kleinsten Kreis, den ich joggend in relativ kurzer Zeit zu Fuß durchqueren kann, ist es möglich, Notfallpatienten innerhalb der vorgegebenen Zeit nach Bad Soden oder Höchst zu bringen.</p>
<p><cite>MTK-Landrat Michael Cyriax 2023</cite></p>
</blockquote>
</p>
<p>So stolpern wir ins neue Jahr. Es gibt viel zu <strong>bereden</strong> und zu <strong>klären</strong> an diesem Montag. Inzwischen haben die Linken noch eine <strong>Extra-Frage</strong> nachgereicht: Sie wollen wissen, <strong>wer</strong> KPMG <strong>beauftragt</strong> hat und <strong>was</strong> die <strong>Beratung und das Finanzkonzept</strong> kosten wird.</p>
</p>
<p>Nicht zuletzt diese Frage weist auf <strong>einen großen Fehler</strong> im <strong>Polit-System des Main-Taunus-Kreises</strong> hin: Kreispolitiker, die <strong>Millionen für die Krankenhäuser</strong> genehmigen und über die <strong>Zukunft des Klinikverbundes</strong> entscheiden sollen, werden vom Landratsamt <strong>nicht umfassend informiert</strong>. Im zweiseitigen <strong>Fragenkatalog von SPD und Linken</strong> ist das gleich der erste Punkt:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Warum haben auch weiterhin nicht alle Kreistagsabgeordneten und Ausschussmitglieder Zugang zum Finanzierungskonzept?</em> <em>Auf welcher Wissensgrundlage sollen Kreistagsabgeordnete eine inhaltliche Beurteilung des Konzepts vornehmen, wenn sie es gar nicht kennen?</em>&#8222;</p>
</p>
<p>Die zwei Kreistagsausschüsse – der Gesundheitsausschuss und der Ausschuss für Eigenbetriebe – treffen sich an diesem <strong>Montag, 29. Januar,</strong> <strong>um 17 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes</strong>. Ob wir Bürger dann <strong>die ganze Wahrheit</strong> von der <strong>Kreisverwaltung</strong> und <strong>Varisano-Geschäftsführung</strong> erfahren werden?</p>
</p>
<p>Ein Kenner der Kreistags-Politik zeigt sich <strong>skeptisch</strong>: <em>&#8222;Damit ist nicht zu rechnen. CDU und Grüne werden vermutlich darauf drängen, das Thema weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu beraten.&#8220;</em>&nbsp;</p>
</p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Stichwort 'Varisano-Kliniken'</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px"></p>
</p>
<p>Die Krankenhäuser in Hofheim und Bad Soden sowie Frankfurt-Höchst gehören dem Main-Taunus-Kreis und der Stadt Frankfurt. 2016 wurde der Gesundheits-Verbund Kliniken Frankfurt-Main-Taunus als gemeinsame Dachgesellschaft gegründet. 2022 wurde für viel Geld das Logo &#8222;Varisano&#8220; eingeführt.</p>
</p>
<p>Nicht zuletzt durch Corona gerieten die Häuser – wie überall in Deutschland – in finanzielle Schieflage. Kreis und Stadt retteten sie mit einem hohen zweistelligen Millionen-Betrag.</p>
</p>
<p>Auffallend ist, dass die operative Leitung im Klinikverbund häufig wechselt: In sieben Jahren wurden sieben Geschäftsführer eingestellt. Zu <strong>Dr. med. Patrick Frey</strong>, der erst seit April 2023 im Amt ist, gesellte sich im September <strong>Michael Osypka</strong>: Der Mann macht wegen anderweitiger Tätigkeiten nur einen Teilzeitjob bei Varisano, was der Klinikverbund anfangs zu verheimlichen versucht hatte (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/10/krankenhaus-vor-pleite/">hier</a>).</p>
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<p>Ende letzten Jahres legten die Geschäftsführer ihr &#8222;Restrukturierungskonzept&#8220; vor. Hofheim verliert demnach die Zentrale Notaufnahme, die Stroke-Unit für Schlaganfallpatienten und die Klinik für Pneumologie (Lungenheilkunde). Es sollen bleiben: die Kliniken für Geriatrie und Psychiatrie, das Weaning-Zentrum zur Entwöhnung von der künstlichen Beatmung und das Therapiezentrum für außerklinische Beatmung. </div></div></p>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
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