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	<title>Exner Wolfgang &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Exner Wolfgang &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Aufgedeckt: Wie die Hofheimer CDU auf einen Liebes-Betrüger hereinfiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Grilliot Matt]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Hofheimer CDU steckt in einer ihrer schwersten Krisen. Im Stadtparlament hat sie schon länger keine Mehrheit mehr, und kürzlich verlor sie auch noch das prestigeträchtige Bürgermeisteramt. Wenn's ganz schlecht läuft, kriegt sie nicht mal mehr den Posten eines Beigeordneten: Dann hätten die Christdemokraten im Rathaus gar nichts mehr zu sagen. Eine Stadtpartei im Niedergang – und jetzt kommt auch noch heraus, dass führende CDU-Mitglieder auf einen Liebesbetrüger im Internet hereingefallen sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Die Hofheimer CDU steckt in einer ihrer schwersten Krisen.<strong><strong><strong><strong> Im Stadtparlament hat sie schon länger keine Mehrheit mehr</strong></strong>, und kürzlich verlor sie auch noch das prestigeträchtige Bürgermeisteramt</strong>.</strong> Wenn&#8217;s ganz schlecht läuft, kriegt sie nicht mal mehr den Posten eines Beigeordneten (<a href="https://hk-newsletter.de/2025/05/21/spd-beigeordneter-tulatz/">hier</a>): Dann hätten die Christdemokraten im Rathaus gar nichts mehr zu sagen. Eine Stadtpartei im Niedergang – und jetzt kommt auch noch heraus, dass führende CDU-Mitglieder auf einen Liebesbetrüger im Internet hereingefallen sind.</strong></p>



<p>Er tauchte im Netz auf, als <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> sich kurz vor dem Ziel wähnte. Es war Mitte März, im ersten Wahlgang hatte der CDU-Kandidat klar gewonnen, in wenigen Tagen sollte die entscheidende Stichwahl stattfinden. In den sozialen Medien wurde debattiert und gestritten, hier und da auch <strong>verbal</strong> <strong>ein wenig geschubst</strong> &#8211; alles normal soweit&#8230;.</p>



<p>Dann kam er: „<strong>HoHof Heim“.</strong></p>



<p>Unter diesem Namen meldete er sich in diversen Hofheim-Gruppen auf Facebook zu Wort. Wer immer es fortan wagte, sich negativ über Vogts Wirken als Bürgermeister zu äußern oder den CDU-Mann auch nur kritisch zu hinterfragen: „HoHof Heim“ hielt umgehend dagegen. Immer wieder in unangemessener Schärfe, manchmal auch persönlich angreifend.</p>



<p>„HoHof Heim“, fragten da nicht wenige, wer bist du wirklich? Lass&#8216; dein Visier runter, nenn&#8216; uns deinen wahren Namen!</p>



<p>Doch er blieb im Dunkeln.</p>



<p>Sein Profil bei Facebook: frisch angelegt, nahezu ungenutzt. Die Infos, die er dort über sich preisgab: äußerst dürftig. Er sei in Liverpool geboren, schrieb er, und er lebe in Hofheim. Mehr verriet er nicht.</p>



<p>Als Bannerbild hatte er eine Ansicht der Frankfurter Skyline bei Nacht hochgeladen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="461" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/HoHof-Heim-auf-FB-1.jpg" alt="CDU" class="wp-image-56864" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/HoHof-Heim-auf-FB-1.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/HoHof-Heim-auf-FB-1-300x173.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/HoHof-Heim-auf-FB-1-768x443.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption"><br>Screenshot von der Facebookseite von „HoHof Heim“. Das große Bild zeigt die Frankfurter Skyline, aufgenommen von einem Frankfurter Fotografen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Unter dem Foto der Skyline sehen wir das Gesicht von „HoHof Heim“. Ein Mann Anfang/Mitte 50. Sonnengebräunt, dunkelgraues Longshirt mit Cut-out. Er lächelt freundlich in die Kamera. Die Augen weit geöffnet. Denkerfalten auf der Stirn. Volles, graumeliertes Haar. Ein gepflegter grauer Bart. Auf dem ersten Blick: ganz sympathisch.</p>



<p>Heute wissen wir: Der Mann, der dieses Foto von sich zeigt, ist alles andere als ein netter Typ.</p>



<p>Vor seinen kriminellen Machenschaften wird gewarnt!</p>



<h2 class="wp-block-heading">CDU-Frau umschmust den Internethetzer</h2>



<p>In jenen Tagen &#8211; es war, wie gesagt, kurz vor der entscheidenden Stichwahl &#8211; schien der Mann rund um die Uhr auf Facebook aktiv zu sein: Unablässig setzte er sich für die Wiederwahl von Christian Vogt ein, in teilweise langen Elogen zählte er dessen angebliche Verdienste auf.</p>



<p>Immer wieder arbeitete er sich auch am Autor des Hofheim/Kriftel-Newsletters ab. Mal versuchte er es mit persönlichen Angriffen, dann wieder sah er in den Blogbeiträgen <em>&#8222;eine politische oder persönliche Verschwörung&#8220;</em>, gesteuert von „<em>lokalen politischen Akteuren, die nicht mit Vogt oder der aktuellen Verwaltung zufrieden sind“.</em></p>



<p>Die CDU reagierte nicht. Sie blieb stumm und ließ den Mann gewähren. Niemand in der Stadtpartei forderte „HoHof Heim“ auf, mit seinen unangemessenen Anwürfen aufzuhören. Im Gegenteil: Einige CDU-ler fanden es offenbar gut, wie der Mann agierte, und sie äußerten dies auch öffentlich. Nur ein Beispiel:</p>



<p>Unmittelbar vor der Stichwahl ätzte „HoHof Heim“ gegen die Hofheimer SPD, weil diese sich für den <strong>BfH-Kandidaten Wilhelm Schultze</strong> ausgesprochen hatte. Sogleich meldete sich die Frau des CDU-Stadtverordnetenvorstehers: Mit den Worten „<em>Sehr treffend formuliert“</em> umschmeichelte <strong>Constanze Hegeler-Thiel</strong> den Anonymus im Netz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„HoHof Heim“ &#8211; ein Troll im Dienst der CDU?</h2>



<p>Wer sich öfter in den sozialen Netzwerken bewegt, trifft immer wieder auf Typen wie „HoHof Heim“. Man nennt sie „Trolle“: Gemeint sind Personen, die nur anonym agieren. Sie marschieren unter einer Fake-Profilseite und mit einer frei erfundenen Identität provozierend und beleidigend durchs Netz. Manche scheinen von einem kranken Ego getrieben zu sein. Andere sind im Auftrag tätig.</p>



<p>Putin, so heißt es immer wieder, unterhält angeblich eine ganze Armee von Trollen, um mit Desinformationen gezielt Einfluss auf Menschen im Ausland zu nehmen.</p>



<p>Hier kam natürlich schnell der Verdacht auf: „HoHof Heim“ &#8211; ist er vielleicht ein Troll im Dienst der Hofheimer Stadt-CDU? Vogt-Fan zu sein ist ja grundsätzlich keine Schande &#8211; also: Warum nennt er seinen wahren Namen nicht? Was hat er zu verbergen?</p>



<p>Jetzt, gut acht Wochen nach der (für Vogt verlorenen) Bürgermeisterwahl, lichtet sich der Nebel, und die auftauchende Wahrheit dürfte einigen Christdemokraten recht unangenehm sein.</p>



<p>Mit dem Foto, das „HoHof Heim“ von sich zeigt, ist ein Mann schon einmal auffällig geworden. In den USA. Als Internet-Betrüger.</p>



<p>Als Liebes-Betrüger.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Webseite in Amerika warnt vor diesem Mann</h2>



<p>Die Herkunft des großen Bildes auf der Facebookseite von „HoHof Heim“ war schnell klar: Das Foto wurde vor genau fünf Jahren Jahren, am 23. Mai 2020, im <a href="https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-stadt-ihrer-skyline-gekommen-zr-12393064.html" target="_blank" rel="noopener">Kreisblatt</a> veröffentlicht. Aufgenommen hatte es ein Frankfurter Fotograf, sein Name steht in der Zeitung unter dem Foto.</p>



<p>Die Frage, ob „HoHof Heim“ die Rechte an dem Foto erworben hat, wollen wir hier mal offenlassen. Im Internet werden solche Fotos oft einfach geklaut.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/FNP-Skyline.jpg"><img decoding="async" width="687" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/FNP-Skyline.jpg" alt="FNP Skyline" class="wp-image-56430" style="width:500px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/FNP-Skyline.jpg 687w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/FNP-Skyline-258x300.jpg 258w" sizes="(max-width: 687px) 100vw, 687px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><br>Screenshot von der Webseite des Kreisblatts: Vor genau fünf Jahren, am 23. Mai 2020, veröffentlichte die Lokalzeitung das Foto, mit dem heute „HoHof Heim“ seine Facebookseite schmückt.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Quelle des Porträtfotos zu finden, mit dem sich „HoHof Heim“ bei Facebook zeigt, gestaltete sich etwas schwieriger. Aber schließlich wurden wir fündig:</p>



<p>Es zeigt einen Mann namens T.R. Pescot. Der Amerikaner arbeitet als Model, von ihm finden sich jede Menge Fotos im Internet. Aber eben nicht mehr dieses &#8211; wohl aus gutem Grund: Es wird missbräuchlich verwendet.</p>



<p>Wir fanden es auf einer amerikanischen Webseite, die unter dem Namen <em>„Scampolice Group“</em> gegen <em>„Love Scammer“</em> im Internet vorgeht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Scampolice-neu.jpg"><img decoding="async" width="760" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Scampolice-neu.jpg" alt="Scampolice neu" class="wp-image-56433" style="width:500px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Scampolice-neu.jpg 760w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Scampolice-neu-285x300.jpg 285w" sizes="(max-width: 760px) 100vw, 760px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><br>Die US-Webseite „Scampolice Group“ warnt vor Liebes-Betrüger. Hier wird auch Roberto Olson gezeigt &#8211; jetzt tauchte derselbe Mann als „HoHof Heim“ auf.</figcaption></figure>
</div>


<p>„<em>Scam“</em> ist das&nbsp;englische Wort für Betrug. Mit „<em>Scammer“</em> werden Betrüger, Abzocker und Gauner im Internet bezeichnet.</p>



<p><em>„Love Scammer“</em> &#8211; also Liebesbetrüger &#8211; erschleichen sich das Vertrauen von Frauen, indem sie ihnen gefälschte E-Mails schicken, sie anrufen oder online kontaktieren &#8211; dann stehlen sie ihnen Geld oder persönliche Daten. „<em>Versprochen wird die große Liebe, das schnelle Geld oder der Traumjob &#8211; doch hinter den verlockenden Angeboten steckt häufig so genanntes Scamming“</em>, heißt es auf einer <a href="https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/#:~:text=Versprochen%20wird%20die%20gro%C3%9Fe%20Liebe,Vorauszahlungen%20an%20Betr%C3%BCger%20(Scammer)." target="_blank" rel="noopener">Webseite der deutschen Polizei</a>.</p>



<p>Die <a href="https://scampolicegroup.com/" target="_blank" rel="noopener">Webseite der Scampolice</a> zeigte das Bild vor fünf, sechs Jahren. Es wurde damals von einem Mann benutzt, der sich <strong>Roberto Olson</strong> nannte und im Internet als <em>„Love Scammer“</em>  auf Frauensuche war.</p>



<p>Er soll <em>„Romance Scam“</em> begangen haben, heißt es, was sich am besten mit Liebes- oder Partnerschaftsbetrug übersetzen lässt. Ein weiterer Vorwurf lautet <em>„Advance Fee Fraud</em>“, was so viel wie Vorschussbetrug bedeutet. Das FBI, die&nbsp;zentrale Sicherheitsbehörde der USA, beschreibt diese Straftat so: <em>„Ein Vorschussbetrug liegt vor, wenn das Opfer jemandem Geld zahlt in der Erwartung, etwas von größerem Wert zu erhalten – beispielsweise ein Darlehen, einen Vertrag, eine Investition oder ein Geschenk – und dann wenig oder nichts dafür bekommt.“&nbsp;</em></p>



<p>Laut <em>„Scampolice“</em> hatte dieser Roberto Olson &#8211; der spätere „HoHof Heim“? &#8211; in einem Datingportal sein Alter mit 55 Jahren und seinen Wohnort mit Berlin angegeben. Er gab vor, eine Frau im Alter zwischen&nbsp;48 und 62 Jahren zu suchen, und fügte hinzu: „<em>Ich habe einen Sohn, Nelly, den ich sehr liebe. Ich bin Witwer. Seit ich meine Frau verloren habe, fällt es mir schwer, für meinen Sohn Nelly zu sorgen. Ich bin ein ehrlicher Mann und suche eine echte Frau, die ich mein Eigen nennen kann. Ich rauche nicht, trinke aber manchmal und gehe auch ab und zu tanzen.“</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="432" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson.jpg" alt="Roberto Olson" class="wp-image-56436" style="width:500px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson-300x162.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson-768x415.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><br>Ausschnitt aus der US-Webseite, die vor Liebesbetrüger warnt. Hier nennt sich der Mann Roberto Olson.</figcaption></figure>
</div>


<p>Auf dem Foto, mit dem Roberto Olson damals seinen Betrügereien nachging, zeigte er mehr als nur sein Gesicht: Wir sehen den Mann in einer Küche stehen, er hält eine Obsttorte in beiden Händen und streckt sie der Kamera entgegen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson-Ausschnitt-e1747897646604.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="645" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson-Ausschnitt-e1747897646604.jpg" alt="Roberto Olson Ausschnitt e1747897646604" class="wp-image-56736" style="width:498px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson-Ausschnitt-e1747897646604.jpg 645w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Roberto-Olson-Ausschnitt-e1747897646604-242x300.jpg 242w" sizes="(max-width: 645px) 100vw, 645px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ausschnitt aus der US-Webseite: Vor diesem Mann wird eindringlich gewarnt &#8211; er sei ein &#8222;Love-Scammer&#8220;, heißt es.</figcaption></figure>
</div>


<p>Heute verwendet „HoHof Heim“ exakt dasselbe Foto für seine Facebookseite, in einer deutlich besseren Auflösung als das Bild auf der Scampolice-Webseite.</p>



<p>Wie kam er an das Bild?</p>



<p>Und warum zeigt er uns jetzt nur noch den oberen Teil des Fotos?</p>



<p>Gute Frage: Warum zeigt er uns eigentlich nicht auch die untere Bildhälfte mit dem lecker aussehenden Kuchen?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/HoHof-Heim-bei-FB-Ausschnitt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="647" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/HoHof-Heim-bei-FB-Ausschnitt.jpg" alt="HoHof Heim bei FB Ausschnitt" class="wp-image-56735" style="width:500px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/HoHof-Heim-bei-FB-Ausschnitt.jpg 647w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/HoHof-Heim-bei-FB-Ausschnitt-243x300.jpg 243w" sizes="(max-width: 647px) 100vw, 647px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><br>Ausschnitt aus der Facebookseite: Hier nennt sich der Mann „HoHof Heim“.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Erklärung ist einfach: Wenn man Teile eines Fotos wegschneidet, ist das Original im Internet nicht mehr so leicht aufzufinden.</p>



<p>Hat diesmal nicht geklappt&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><br>Bei „Wir in Hofheim“ flog der Troll ganz schnell raus</h2>



<p><strong>Karl Kurjak</strong> hat ganz fix reagiert: Der Veranstaltungsmanager hatte vor zwölf Jahren die <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Gruppe &#8222;Wir in Hofheim&#8220;</a> gegründet, die inzwischen über 20.000 Mitgliedern zählt &#8211; echt beeindruckend! Kurjak kann als Administrator der Gruppe nicht allzu viel falsch gemacht haben&#8230;</p>



<p>Als „HoHof Heim“ in der Endphase des Bürgermeisterwahlkampfs auch in der Gruppe &#8222;Wir in Hofheim&#8220; giftete und geiferte, forderte Kurjak ihn unmissverständlich auf, sich zu erkennen zu geben: „<em>In unserer Gruppe legen wir Wert auf transparente und echte Profile, damit die Kommunikation vertrauensvoll bleibt“</em>, schrieb er und fügte hinzu: Anonyme Profile seien in der Gruppe <em>„nicht erwünscht“</em>.</p>



<p>„HoHof Heim“ reagierte beleidigt: „<em>Ich überlege mir es.“ </em>Dann machte er einfach weiter.</p>



<p>Kurjak zog die Reißleine und sperrte den Troll.</p>



<p>In anderen Hofheim-Gruppen konnte und kann der Mann weitermachen &#8211; bis heute. Besonders viele „Likes“ hat er allerdings bisher nicht bekommen: Der Typ nervt schließlich nur. Auffällig ist allerdings:</p>



<p>Vor allem führende Mitglieder der CDU-Stadtpartei haben „HoHof Heim“ auf Facebook schnell zu ihrem „Freund“ erklärt. CDU-Stadtverordnetenvorsteher <strong>Andreas Hegeler</strong> zählt dazu, CDU-Stadtverordnete wie<strong> Jörg Ströhmann</strong> und <strong>Patrick von Rosen</strong>, und auch <strong>Wolfgang Exner</strong>&nbsp;(Ex-CDU-Stadtrat) und <strong>Wulf Baltruschat</strong> (Noch-CDU-Stadtrat)&#8230;</p>



<p>Dass sie auf einen Liebesbetrüger hereingefallen sind, den sie mit ihrer „Freundschaft“ unterstützen: Das haben sie vermutlich noch gar nicht gemerkt.</p>



<p>Jetzt wissen sie es.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachtrag:</strong> Mit neuem Namen macht er weiter</h2>



<p>Zu Beginn dieser Woche hat „HoHof Heim“ seinen Namen auf seiner Facebookseite geändert. „HoHof Heim“ hat er gelöscht &#8211; jetzt nennt er sich <strong>„Matt Grilliot“.</strong> </p>



<p>Das Porträtbild, mit dem Frauen erst bezirzt und dann betrogen wurden, benutzt er weiterhin.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Matt-Grilliott-FB.jpg" alt="Matt Grilliott FB" class="wp-image-56437" style="width:500px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Matt-Grilliott-FB.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Matt-Grilliott-FB-300x300.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Matt-Grilliott-FB-150x150.jpg 150w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Matt-Grilliott-FB-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aktuell bei Facebook: Altes Foto &#8211; neuer Name. &#8222;HoHof Heim&#8220;, der sich mal als &#8222;Roberto Olson &#8220; ausgab, nennt sich jetzt &#8222;Marc Grilliott&#8220;. </figcaption></figure>
</div>


<p>Auch mit den „Freunden“, die er als „HoHof Heim“ eingesammelt hat &#8211; darunter die bekannten CDU-Lokalpolitiker aus Hofheim -, schmückt er sich weiterhin bei Facebook. Mit ihnen kann er sich im Internet als beliebter und gut vernetzter Mann mit Einfluss ausgeben &#8211; ein Image, das ein „Scammer“ natürlich gut gebrauchen kann.</p>



<p>Mag sein, dass der Mann wirklich hier in unserer Stadt, lebt, wie er weiterhin angibt &#8211; wer weiß das schon. Dumm nur: Von einem Matt Grilliot, der in Hofheim oder auch in Deutschland leben soll, hat das ganze Internet noch nie etwas gehört.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>SPD Hofheim: Köppler hört auf &#8211; Tulatz soll neuer Beigeordneter werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 May 2025 12:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Hofheimer SPD hat sich entschieden - und damit der CDU kräftig vors Schienbein getreten: Sie schlägt vor, ihren Fraktionsvorsitzenden Alexander Tulatz zum neuen Beigeordneten zu wählen, wenn im Herbst die Amtszeit von Bernhard Köppler endet. Die CDU wäre dann komplett aus der Rathausführung raus. Der Plan der Genossen könnte aufgehen, hat allerdings auch seine Tücken. Und mit einem simplen Schachzug könnte ihn die CDU noch durchkreuzen...]]></description>
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									<p><strong>Die Hofheimer SPD hat sich entschieden &#8211; und damit der CDU kräftig vors Schienbein getreten: Sie schlägt vor, ihren Fraktionsvorsitzenden Alexander Tulatz zum neuen Beigeordneten zu wählen, wenn im Herbst die Amtszeit von Bernhard Köppler endet. Die CDU wäre dann komplett aus der Rathausführung raus. Der Plan der Genossen könnte aufgehen, hat allerdings seine Tücken. Und mit einem simplen Schachzug könnte ihn die CDU auch noch durchkreuzen&#8230;</strong></p>								</div>
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									<p>Die Bürgermeisterwahl ist gelaufen, schon steht die nächste wichtige Rathaus-Personalie an: In politischen Kreisen wird seit Wochen über die Nachfolge von <strong>Bernhard Köppler</strong> debattiert. Im September endet dessen sechsjährige Amtszeit als Beigeordneter. Das Stadtparlament könnte schon bald einen Nachfolger wählen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Es geht dabei nicht nur um das „kleine“ Amt eines Beigeordneten. Vor allem für die CDU geht es um viel mehr: Es ist die letzte Chance für Hofheims Christdemokraten, in den nächsten Jahren im hauptamtlichen Magistrat &#8211; und damit bei den wichtigen Entscheidungen &#8211; mitreden zu können. Es sieht allerdings nicht gut aus&#8230;</p>
<p>Schauen wir uns die Lage etwas genauer an:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Der Bürgermeister von Hofheim heißt zwar noch <strong>Christian Vogt</strong>. Der CDU-Mann wurde jedoch von den Wählern Ende März regelrecht abgestraft und muss das Rathaus im September verlassen. Dann darf sich der erst 29-jährige <strong>Wilhelm Schultze</strong> in den Chefsessel der Stadtverwaltung setzen. Er ist Mitglied der Wählergemeinschaft <a href="https://www.facebook.com/buergerfuerhofheim/" target="_blank" rel="noopener">„Bürger für Hofheim“</a>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Der Erste Beigeordnete hieß lange Jahre <strong>Wolfgang Exner</strong>, ein strammer CDU-Mann, der vor knapp anderthalb Jahren in den Ruhestand ging. Als Nachfolger konnte die Opposition <strong>Daniel Philipp </strong>durchsetzen, bis dahin Fraktionschef der Grünen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Der dritte Mann an der Rathausspitze, <strong>Bernhard Köppler</strong> von der SPD, hatte 2019 für das Bürgermeisteramt kandidiert und gegen Christian Vogt verloren. Da die SPD damals ein treuer Koalitionspartner der CDU war, durfte Köppler Beigeordneter werden. </p>
<p>Um ihn geht&#8217;s jetzt. Seine Amtszeit endet bald.</p>								</div>
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											<a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/SPD-Vorstand-Hofheim.jpg" data-elementor-open-lightbox="yes" data-elementor-lightbox-title="SPD Vorstand Hofheim" data-e-action-hash="#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6NTY0NzQsInVybCI6Imh0dHBzOlwvXC9oay1uZXdzbGV0dGVyLmRlXC93cC1jb250ZW50XC91cGxvYWRzXC8yMDI1XC8wNVwvU1BELVZvcnN0YW5kLUhvZmhlaW0uanBnIn0%3D">
							<img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="592" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/SPD-Vorstand-Hofheim.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-56474" alt="SPD Hofheim Vorstand" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/SPD-Vorstand-Hofheim.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/SPD-Vorstand-Hofheim-300x222.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/SPD-Vorstand-Hofheim-768x568.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />								</a>
											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Nach der Nominierung machte die SPD-Vorstand dieses Foto: Rechts Bernhard Köppler, der amtierende SPD-Beigeordnete - links Alexander Tulatz, der sein Nachfolger im Rathaus werden möchte.</figcaption>
										</figure>
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									<p>Dass Köppler in seinem Amt besonders glücklich agierte, wird außerhalb der SPD vermutlich kaum jemand behaupten. Es sind einfach zu viele Projekte, für die er verantwortlich zeichnet und die seit Jahren nicht vorankommen: <a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/07/waldgaststaette-meisterturm/">Meisterturm</a>, <a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/07/waldgaststaette-meisterturm/">Hof Ehry</a>, <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/22/pizzeria-da-rita-und-das-rathaus/">Recepturhof in Wallau</a>&#8230; Dazu die ungelöste <a href="https://hk-newsletter.de/2024/10/21/kita-brief-und-sondersitzung/">Kita-Problematik</a>, dazu der <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/29/stadtwald-hat-kein-fsc-zertifikat/">Stadtwald</a>, dessen Zustand vielen Bürgern Sorgen bereitet&#8230;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Einige sagen, der CDU-Bürgermeister habe den SPD-Beigeordneten hängen lassen, um selbst besser dazustehen. Vogt habe Köppler mit bürokratischen Anforderungen ausgebremst und ihm die falschen Mitarbeiter zugewiesen. Zuletzt wurde <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">eine angeblich rechtswidrige Verfügung</a> bekannt, mit der Vogt versucht haben soll, die Beigeordneten zu entmachten.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Zur Wahrheit gehört dann aber auch: Köppler hat nie aufgemuckt. Er hat alle Widrigkeiten still ertragen. In SPD-Kreisen wird solch duldsames Leiden gerne als Beweis für Loyalität bewertet.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Doch hat Köppler der Stadt damit auch gutgetan?</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">CDU würde die Wahl am liebsten vertagen</h2>				</div>
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									<p>Die Beigeordneten im Rathaus werden von den Stadtverordneten gewählt. Die CDU ist die stärkste Fraktion im Stadtparlament, hat aber &#8211; trotz Koalition mit FDP und FWG &#8211; keine Mehrheit. Eine Stimme fehlt. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wenn die Opposition aus SPD, Grünen, BfH und Linken vollständig antritt und zusammenhält, kann sie ihre Ideen und Pläne durchsetzen. Sie kann dann auch &#8211; siehe Wahl des Grünen Daniel Philipp &#8211; entscheiden, wer der neue Beigeordnete wird.</p>
<figure id="attachment_56484" aria-describedby="caption-attachment-56484" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-56484" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Bernhard-Koeppler-1-223x300.jpg" alt="Bernhard Koeppler 1" width="200" height="269" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Bernhard-Koeppler-1-223x300.jpg 223w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Bernhard-Koeppler-1.jpg 475w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption id="caption-attachment-56484" class="wp-caption-text">Bernhard Köppler</figcaption></figure>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Köppler könnte &#8211; rein theoretisch &#8211; noch einmal kandidieren. Dagegen spricht: Am 15. März nächsten Jahres finden Kommunalwahlen in Hessen statt, dann wird auch in Hofheim das Stadtparlament neu besetzt. Ein „Weiter so“ mit Köppler wäre vielen Bürgern &#8211; angesichts dessen mauer Leistungsbilanz &#8211; nur schwer vermittelbar und könnte bei der Kommunalwahl vor allem der SPD, aber auch den anderen Oppositionsparteien auf die Füße fallen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wer macht&#8217;s dann? <strong>Tobias Undeutsch</strong> wurde kurz als Nachfolger gehandelt. Aber wie käme das bei den Bürgern an? Der Mann war im März als SPD-Kandidat für das Bürgermeisteramt gleich im ersten Wahlgang deutlich gescheitert. Ihm jetzt einen Posten im Rathaus zuzuschanzen: Das würde ja aussehen wie ein Dankeschön der Partei für erfolgloses Kandidieren. Geht gar nicht!</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>In der CDU wird unterdessen folgender Plan diskutiert: Könnte man die Entscheidung über den künftigen Beigeordneten nicht einfach auf Mitte nächsten Jahres vertagen? Dafür spricht: In weniger als einem Jahr, nach der nächsten Kommunalwahl, könnten sich ganz neue Mehrheiten im Stadtparlament finden. Sollte die CDU gewinnen: Müsste sie dann nicht auch einen hauptamtlichen Stadtrat stellen können? Wäre eine Rathaus-Chefetage ohne CDU nicht eine Missachtung der Wähler?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Solche Überlegungen gefallen der Opposition naturgemäß nicht, schon gar nicht der SPD, die sich nur ungern aus dem Magistrat drängen lassen möchte. Deshalb jetzt die schnelle Entscheidung von Parteivorstand und -Fraktion:</p>
<p>Tulatz soll&#8217;s machen!</p>								</div>
				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wie die CDU die schnelle Wahl von Alexander Tulatz noch verhindern kann</h2>				</div>
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									<p>Eigentlich hat<b> Alexander Tulatz </b>gute Chancen, im September der neue Beigeordnete im Hofheimer Rathaus zu werden. Seine <b>SPD</b> dürfte geschlossen hinter ihm stehen, die <b>Grünen </b>werden zustimmen (weil die SPD den Grünen-Stadtrat Philipp mitgewählt hatte), und auch die<b> &#8222;Bürger für Hofheim&#8220;</b> sehen sich in der Pflicht: Die SPD hatte sich im Endspurt des Bürgermeisterwahlkampfs hinter BfH-Kandidat Wilhelm Schultze gestellt.</p>
<p>Für eine Mehrheit der Opposition im Stadtparlament müssen aber auch die beiden <b>Linken </b>mitziehen. Die gelten nicht unbedingt als Freunde der SPD. Aber was sollen sie machen? Sollte die <b>CDU</b> einen Kandidaten ins Rennen schicken, müssten die Linken Tulatz unterstützen &#8211; sonst würde der CDU-Kandidat gewählt&#8230;</p>
<p>Mit einem geschickten Schachzug kann die CDU die Wahl von Tulatz auch noch verhindern: Bis zur nächsten Sitzung des Stadtparlaments &#8211; sie findet am <b>25. Juni </b>statt &#8211; dürfte die SPD den Antrag einreichen, dass die Stelle des Beigeordneten ausgeschrieben werden soll. Nur dann kann Tulatz im September gewählt werden.</p>
<p>Die CDU könnte gegen die Ausschreibung stimmen: Sie ist schließlich an einer Wahl erst im nächsten Jahr interessiert&#8230;</p>
<p>Jetzt sind die Linken in der Zwickmühle: Sie haben wiederholt geäußert, dass ein Bürgermeister und ein Erster Beigeordneter für eine Kleinstadt wie Hofheim ausreichend seien. Warum sollen sie jetzt zustimmen, dass eine dritte Stelle ausgeschrieben wird?</p>
<p>Wird die Stelle des Beigeordneten <u>nicht</u> im Juni ausgeschrieben, kann im September <u>kein</u> neuer Beigeordneter gewählt werden. Leidtragender wäre Wilhelm Schultze, der im September das Bürgermeisteramt übernimmt und gleich bei Amtsantritt mit ganz neuen Herausforderungen im Rathaus konfrontiert würde. </p>
<p class="p1">Ob die Wahl des Beigeordneten dann später stattfindet, vielleicht erst im nächsten Jahr, nach der Kommunalwahl, bleibt abzuwarten. Der CDU würde es gefallen: Wenn sie es schafft, bei der Kommunalwahl besser abzuschneiden, hätte sie wieder einen Fuß in der Rathaustür.</p>								</div>
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									<p>In der <a href="https://www.spd-hofheim.de/2025/05/20/alexander-tulatz-moechte-hofheimer-stadtrat-werden/" target="_blank" rel="noopener">SPD-Pressemitteilung</a> liest sich die Begründung so: <em>„Alexander Tulatz bringt mit seiner juristischen Expertise, seiner langjährigen Verwaltungserfahrung und seiner tiefen Verankerung in der Hofheimer Kommunalpolitik das richtige Profil für diese Aufgabe mit.“</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Der Mann ist Jurist im Hessischen Kultusministerium und seit 13 Jahren Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament. Weiter im SPD-Text: <em>„Neben seiner Rolle als stellvertretender Vorsitzender des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses ist Tulatz auch Mitglied im Aufsichtsrat der Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft. Darüber hinaus engagiert er sich bei den Hofheimer Naturfreunden und im Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften.“</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>So spricht die Partei. Das ist die eine Seite. Eine etwas andere Sichtweise speist sich aus zahlreichen Beobachtungen:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Tulatz, Jahrgang 1981 und Vater von zwei Kindern, gilt als großer Schweiger. Im direkten Gespräch ist er höflich und angenehm, in den städtischen Gremien dagegen wirkt er blass bis zur Unkenntlichkeit, manchmal sogar teilnahmslos. Wenn die SPD in den städtischen Gremien etwas sagen will, meldet sich in der Regel <strong>Aaron Kowacs</strong>, der&nbsp;Parteivorsitzende. Er ist übrigens Jahrgang 1997 und somit zwei Jahre jünger als Hofheims künftiger Bürgermeister&#8230;</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Noch ist nichts entschieden. Aber wenn&#8217;s so läuft, wie die SPD es plant, dann sieht die Rathausspitze im Herbst dieses Jahres so aus:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Bürgermeister: Wilhelm Schultze von der&nbsp;</strong><b>BfH </b>(aktuell: Wirtschaftsförderung der Stadt Hattersheim).</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Erster Beigeordneter Daniel Philipp von den Grünen</strong>&nbsp;(vorher: MTK-Landratsamt).</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><strong>Beigeordneter Alexander Tulatz</strong>&nbsp;<b>von der SPD</b> (aktuell: Jurist in der Hessischen Bildungsverwaltung).</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Dann sitzen drei Männer ohne ausgewiesene Expertise in der Führung einer Stadtverwaltung ganz oben im Hofheimer Rathaus:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wenn&#8217;s denn die Stadt endlich weiterbringt: Was spricht dagegen?</p>								</div>
				</div>
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<p>PS</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Und wie geht&#8217;s weiter mit Bernhard Köppler? Er wolle wieder in seinen Beruf als Architekt und Stadtentwickler zurückkehren, sagt er. Und in der Partei aufsteigen möchte er auch: Der langjährige Unterbezirksvorsitzende <strong>Michael Antenbrink</strong> hört demnächst auf, Köppler will das Amt übernehmen. Am 21. Juni wird gewählt. Die SPD Hofheim hat beschlossen, Köppler als Kandidaten vorschlagen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>								</div>
				</div>
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									<p>Fotos: SPD, Stadt Hofheim</p>								</div>
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		<item>
		<title>Geheimes Rathaus-Papier enthüllt: So hat Vogt seine Beigeordneten &#8222;enteiert&#8220;</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2025 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
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		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein rathausinternes Papier, es ist hochbrisant: Schriftlich hat CDU-Bürgermeister Christian Vogt einen Vertrauten beauftragt, die Dienstgeschäfte aller(!) Fachbereiche zu führen. Gleichzeitig ordnete er an, dass der Mann gegenüber allen(!) Führungskräften weisungsbefugt ist. Im Rathaus heißt es, damit habe Vogt die Beigeordneten entmachtet – “enteiert”, wie eine Mitarbeiterin despektierlich sagte. Ein Verwaltungsrechtler, dem wir das Dokument zur Prüfung vorlegten, zeigte sich alarmiert und stellte fest, dass eine solche “Verfügung” gegen geltendes Recht verstoße. Vogt selbst wollte sich nicht äußern: Der Vorgang sei “verwaltungsintern”.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="55024" class="elementor elementor-55024" data-elementor-post-type="post">
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									<p><strong>Es ist ein rathausinternes Schreiben, es ist hochbrisant: Schriftlich hat CDU-Bürgermeister Christian Vogt einen Vertrauten beauftragt, die Dienstgeschäfte aller(!) Fachbereiche zu führen. Gleichzeitig ordnete er an, dass der Mann gegenüber allen(!) Führungskräften weisungsbefugt ist. Im Rathaus heißt es, damit habe Vogt die Beigeordneten entmachtet &#8211; &#8222;enteiert&#8220;, wie eine Mitarbeiterin despektierlich sagte. Ein Verwaltungsrechtler, dem wir das Dokument zur Prüfung vorlegten, zeigte sich alarmiert und stellte fest, dass eine solche &#8222;Verfügung&#8220; gegen geltendes Recht verstoße. Vogt selbst wollte sich nicht äußern: Der Vorgang sei &#8222;verwaltungsintern&#8220;.</strong></p>								</div>
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									<p class="p1">Die Stadt ist <strong>in Aufruhr</strong> &#8211; Christian Vogt steht seit Tagen <strong>massiv in der Kritik:</strong> Der CDU-Bürgermeister hatte einer Wallauer Gastronomin wiederholt <strong>Versprechungen</strong> gemacht, die aber von seiner Stadtverwaltung<strong> nie eingehalten</strong> wurden. Jetzt hat die Frau aufgegeben und<strong> ihr beliebtes Lokal &#8222;da Rita&#8220;</strong> geschlossen. <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/22/pizzeria-da-rita-und-das-rathaus/">Unser Bericht darüber</a> wurde inzwischen <strong>fast 5.000 Mal</strong> aufgerufen und führte im Internet zu teilweise <strong>hitzigen</strong> <strong>Diskussionen über die Arbeit im Hofheimer Rathaus.</strong></p><p class="p1">In der örtlichen CDU herrscht seitdem <strong>blankes Entsetzen</strong>: Am Sonntag entscheiden die Hofheimer, wer künftig <strong>auf dem Chefsessel im Rathaus</strong> Platz nehmen soll. Amtsinhaber <a href="https://www.christian-vogt.info/" target="_blank" rel="noopener">Christian Vogt</a><strong> (CDU)</strong> will wiedergewählt werden, verfehlte aber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit &#8211; <a href="https://wilhelm-schultze.de/" target="_blank" rel="noopener">Wilhelm Schultze</a> dagegen, der Kandidat der <strong>Bürger für Hofheim (BfH)</strong>, erzielte ein beeindruckendes Ergebnis.</p><p class="p1"><strong>Die Spannung ist groß:</strong> Wer gewinnt die <a href="https://www.hofheim.de/politik-und-verwaltung/politik/direktwahl-der-buergermeisterin-oder-des-buergermeisters-der-kreisstadt-hofheim-am-taunus/fragen-rund-um-die-briefwahl/" target="_blank" rel="noopener">Stichwahl</a> am Sonntag?</p>								</div>
				</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Amtsinhaber Christian Vogt (CDU) möchte wiedergewählt werden.</figcaption>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Wilhelm Schultze (BfH) bewirbt sich um das Bürgermeisteramt.</figcaption>
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									<p class="p1">Und ausgerechnet in dieser Situation kochte <strong>die Affäre um &#8222;da Rita&#8220;</strong> hoch. Sofort bauten sich einige CDU-nahe Lokalpolitiker<strong> wie eine Wagenburg</strong> vor &#8222;ihrem&#8220; Bürgermeister auf. Über die sozialen Netzwerke verbreiteten sie die Parole: <strong>Vogt ist unschuldig &#8211; der Köppler war&#8217;s!</strong> Der SPD-Beigeordnete sei fachlich <strong>zuständig</strong> gewesen und damit <strong>der</strong> <strong>Schuldige</strong>.</p>
<p class="p1">Eine <strong>FWG-Ortsbeirätin</strong> aus Marxheim erklärte <strong>die Unschuld Vogts</strong> auf Facebook so: <i>&#8222;Ein Bürgermeister ist den anderen Dezernenten gegenüber nicht weisungsbefugt &#8211; das ist auch gut so, sonst wäre es ja eine Diktatur&#8230;&#8220;</i></p>
<p class="p1"><strong>Recht hat sie,</strong> natürlich, aber leider <strong>nur in der Theorie</strong>. Wir sind in Hofheim, da laufen die Dinge manchmal <strong>ganz anders:</strong></p>
<p class="p1"><strong>Uns liegt ein Dokument</strong> aus der Stadtverwaltung vor, das bislang <strong>unter Verschluss</strong> gehalten wurde: Danach hat der Bürgermeister <strong>einem Vertrauten</strong> die <strong>Leitung <span style="text-decoration: underline;">aller</span> Fachbereiche</strong> übertragen und ihm zudem <strong><span style="text-decoration: underline;">alle</span> Führungskräfte unterstellt.</strong></p>
<p class="p1">Die &#8222;Verfügung&#8220; von Christian Vogt ist <b>unmissverständlich</b>: <span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Die Beigeordneten im Rathaus sollten</span><strong style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">&nbsp;entmachtet </strong><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">werden.</span></p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Eine zweiter Bürgermeister von Vogts Gnaden</h2>				</div>
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									<p class="p1">Das Dokument kam <strong>per E-Mail</strong>. Der Absender gab sich als <strong>Mitarbeiter des Rathauses</strong> zu erkennen, und er bat &#8211; verständlicherweise &#8211; darum, <strong>nicht namentlich</strong> genannt zu werden. Seiner E-Mail hatte er ein <strong>Din-A4-Dokument</strong> beigefügt:<strong> ein offizielles Papier aus dem Rathaus</strong>, ausgestellt im Mai 2022 und <strong>unterzeichnet von Christian Vogt.</strong></p><p class="p1"><i>&#8222;Im Rathaus werden demokratische Spielregeln außer Kraft gesetzt&#8220;</i>, schrieb der Verwaltungsmitarbeiter dazu. <i>&#8222;Das darf nicht länger unter der Decke gehalten werden.&#8220;</i></p><p class="p1">Bei dem Dokument handelt es sich um eine<strong> &#8222;Verfügung&#8220; des Bürgermeisters</strong>, also eine <strong>behördliche Anordnung</strong>. Sie birgt Sprengstoff &#8211; politisch wie juristisch:</p><p class="p1">Vogt machte damit <strong>seinen Vertrauten Marc Schlüter</strong> zum mächtigsten Mann im Rathaus. Eine Art <strong>zweiter Bürgermeister</strong> in der Kreisstadt, nur eben nicht von den Hofheimern gewählt, sondern <strong>von Vogts Gnaden</strong> auserwählt.</p>								</div>
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										</figure>
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									<p class="p1"><strong>Die Befugnisse,</strong> die Vogt Schlüter übertrug, sind <strong>ungewöhnlich weitreichend.</strong> In der Verfügung heißt es:</p><p class="p1">Schlüter <i>&#8222;leitet und koordiniert&#8220;</i> ab dem 1. Juni 2022 <i>&#8222;die Dienstaufgaben aller Fachbereiche und der Stabsstelle sowie die internen Abläufe in der Verwaltung&#8220;</i>.</p><p class="p1">Zugleich ist er befugt, <strong>die internen Abläufe im Rathaus</strong> &#8222;<i>zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der Verwaltung&#8220;</i> mitzugestalten. Auch hier: <strong>Das betrifft <span style="text-decoration: underline;"><span class="s1">alle</span></span> Fachbereiche.</strong> Ohne Ausnahme.</p>								</div>
				</div>
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													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">DOKUMENTIERT: Die Verfügung im Wortlaut</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-5641" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-5641"><p><strong>Im Folgenden dokumentieren wir die Verfügung von Bürgermeister Christian Vogt im Wortlaut. Zum Schutze unserer Quelle zeigen wir das uns vorliegende Dokument nur in kleiner Auflösung. </strong></p><p class="p1"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-55154 size-medium" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung-234x300.jpg" alt="Die Verfuegung" width="234" height="300" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung-234x300.jpg 234w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung.jpg 312w" sizes="(max-width: 234px) 100vw, 234px" /></a></p><p class="p1"><strong>&#8222;Verfügung</strong></p><p class="p1">Hofheim am Taunus, 25.05.2022</p><p class="p1"><strong>Übertragung der Funktion „Büroleitender Beamter“</strong></p><p class="p1">Herrn Marc Schlüter, Leitung Fachbereich Zentrales, wird mit Wirkung vom 01.06.2022 die Funktion des Büroleitenden Beamten mit den folgenden Kompetenzen übertragen:</p><ol><li class="p1">Er leitet und koordiniert die Dienstaufgaben aller Fachbereiche und der Stabsstelle sowie die internen Abläufe in der Verwaltung. Er ist berechtigt, diese zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der Verwaltung mitzugestalten</li><li class="p1">Gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften hat er Weisungsbefugnis.</li><li class="p1">Er ist verantwortlich für das Bürgermeisterbüro, fungiert als behördeninterne Vertretung des Bürgermeisters und stärkt die Behördenleitung in Fragen des Verwaltungshandelns. Er ist zentrale Ansprechperson des Bürgermeisters.</li><li class="p1">Bei allen Vorgängen an den Verwaltungsvorstand ist aus den vorgenannten Gründen seine Mitzeichnung auf dem Dienstweg sicherzustellen.</li><li class="p1">Der Aufgabenbereich „Leitung Fachbereich Zentrales“ bleibt unberührt.</li></ol><p class="p1">Weiterhin wird verfügt, dass sämtliche Vorgänge, die den Haushalt direkt oder indirekt betreffen können, der vorherigen Freigabe durch Herrn Frank Petry, Leitung Fachbereich Finanzen, bedürfen.</p><p class="p1">Christian Vogt<br />BÜRGERMEISTER&#8220;</p></div>
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									<p class="p1">Und dann steht da noch dieser Satz: <i>&#8222;Gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften hat er Weisungsbefugnis.&#8220;</i></p>
<p class="p1">Zu den <strong>Führungskräften</strong> <strong>im</strong> <strong>Hofheimer</strong> <strong>Rathaus</strong> zählen in erster Linie die beiden Beigeordneten (auch Dezernenten genannt): also der <strong>Erste Beigeordnete Daniel Philipp</strong> von den Grünen und der <strong>Beigeordnete Bernhard Köppler</strong> von der SPD. Ihnen hat Vogt mit seiner Verfügung einen Vorgesetzten <strong>&#8222;vor die Nase gesetzt&#8220;</strong>.</p>
<p class="p1">Das alles ist mit der Hessischen Gemeindeordnung <strong>in keiner Weise mehr vereinbar. </strong>Doch es geht noch weiter, in der Verfügung findet sich auch dieser Satz: Schlüter &#8222;<i>fungiert als behördeninterne Vertretung des Bürgermeisters&#8220;</i>.</p>
<p class="p1">In der Hessischen Gemeindeordnung heißt es dagegen: <i>&#8222;Der Erste Beigeordnete ist der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters.&#8220;</i></p>
<p class="p1"><strong>Was gilt nun?</strong> Hat Vogt <strong>die Hessische Gemeindeordnung</strong> für Hofheim <strong>außer Kraft gesetzt?</strong></p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Vogts Botschaft: Das Gesetz bin ich</h2>				</div>
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									<p class="p1">Die <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/aiz-jlr-GemOHE2005rahmen%4020211001" target="_blank" rel="noopener">Hessische Gemeindeordnung</a>, kurz HGO, ist <strong>ein Gesetz</strong>, das die Regeln und Vorschriften für alle <strong>Gemeinden und Städte</strong> in Hessen festlegt. Kurz gesagt: Die HGO sorgt dafür, dass in den Kommunen <strong>alles rund läuft.</strong></p><p class="p1">Die Gemeindeordnung schreibt unter anderem vor, dass die <strong>Beigeordneten</strong> von der Stadtverordnetenversammlung <strong>gewählt</strong> werden. Der <strong>Bürgermeister</strong> ist ausdrücklich <strong>nicht ihr Dienstvorgesetzter</strong>: Er weist ihnen aber &#8211; das ist sein besonderes Recht &#8211; <strong>Geschäftsbereiche der Verwaltung</strong> zu (und er kann sie ihnen auch wieder <strong>entziehen</strong>, wenn er mit ihrer Arbeit nicht zufrieden ist). In den zugewiesenen Bereichen haben die Beigeordneten dann <strong>freie Hand</strong> und können im Rahmen ihrer Zuständigkeit <strong>eigenverantwortlich</strong> handeln.</p><p class="p1">Der CDU-Bürgermeister von Hofheim sieht das offenbar anders, wenn er einen Mann <strong>mit der Leitung <span style="text-decoration: underline;">aller</span> Fachbereiche</strong> beauftragt. Und wenn er diesen Mann für<strong> weisungsbefugt gegenüber</strong> <strong><span style="text-decoration: underline;">allen</span> Führungskräften </strong> erklärt.</p><p class="p1">Mit seiner Verfügung stellt sich Christian Vogt <strong>über die HGO</strong> &#8211; und signalisiert den Rathausmitarbeitern <strong>sein Verständnis von Recht:</strong> <i>&#8222;Das Gesetz bin ich.&#8220;</i></p><p class="p1">Schlüter ist wohl <strong>sein</strong> <strong>Vollstrecker</strong>.</p><p class="p1">Und die <strong>Beigeordneten?</strong></p><p class="p1">Die wurden in Hofheim zu <strong>Befehlsempfängern</strong> <strong>eines</strong> <strong>Verwaltungsbeamten</strong> degradiert&#8230;</p>								</div>
				</div>
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										<img loading="lazy" decoding="async" width="280" height="380" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Bernhard-Koeppler.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-55086" alt="Bernhard Koeppler" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Bernhard-Koeppler.jpg 280w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Bernhard-Koeppler-221x300.jpg 221w" sizes="(max-width: 280px) 100vw, 280px">											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Beigeordneter Bernhard Köppler
</figcaption>
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									<p class="p1">Warum macht ein Bürgermeister so etwas? Was treibt Vogt nur an?</p><p class="p1">Der Mann gilt &#8211; außerhalb des Rathauses &#8211; als <strong>freundlich und jovial</strong>. Doch in der Verwaltung zeigt er <strong>ein anderes Gesicht</strong>: Widerspruch oder gar Kritik könne er <strong>nicht </strong>ertragen, sagen Mitarbeiter. Dann reagiere er <strong>extrem unfreundlich bis</strong> <strong>unangenehm</strong>. Leitende Behördenmitarbeiter berichten, dass er sie tagelang <strong>ignoriert</strong>, wenn sie es wagen, auch <strong>nur ein bisschen</strong> <strong>anderer Meinung</strong> zu sein.</p><p class="p1"><strong>Ein schwieriger Chef.</strong> Um zu verstehen, wie er zu <strong>Marc Schlüter</strong> fand, müssen wir kurz in den Rückspiegel schauen:</p><p class="p1">Vogt war vor Jahren <strong>Büroleiter des CDU-Bürgermeisters von Rüsselsheim</strong>. Als dieser <strong>2017</strong> nicht wiedergewählt wurde, verließen beide die Opelstadt. Sie wechselten in das <strong>CDU-geführte Ministerium für Wissenschaft und Kunst </strong>nach Wiesbaden &#8211; Partei-Connections zahlen sich eben aus.</p><p class="p1">Zwei Jahre später, <strong>2019</strong>, wurde Vogt zum <strong>Bürgermeister von Hofheim</strong> gewählt. Er verließ Wiesbaden wieder &#8211; kurz darauf folgte ihm <strong>Marc Schlüter</strong>, mit dem er im Ministerium zusammengearbeitet hatte und sich dem Vernehmen nach gut versteht. Der <strong>Verwaltungsbeamte</strong> &#8211; kurze graue Haare, meist grauer Anzug, <strong>ein zurückhaltender, freundlich wirkender Typ</strong> &#8211; wohnt in <strong>Hattersheim</strong> und trägt den eindrucksvollen Titel <strong>&#8222;Leitender Magistratsdirektor&#8220;.</strong></p><p class="p1">Vogt verschaffte ihm <strong>eine Top-Position</strong> im Rathaus: Schlüter übernahm<strong> die Leitung</strong> <strong> &#8222;Zentrales&#8220;.</strong> Dieser Fachbereich ist <strong>Vogt direkt unterstellt</strong> und für Themen wie Personal, Recht und Versicherungen, Digitalisierung und IT, Organisation, Wahlen und Statistik zuständig. <i>&#8222;Wir bearbeiten hier Querschnittsaufgaben&#8220;</i>, sagt Schlüter. Es klingt <strong>bescheiden</strong>. Er stapelt wohl gern tief.</p><p class="p1"><strong>Der Start war holprig.</strong> Die erste Bundestagswahl, die Schlüter zu organisieren hatte, geriet <strong>zum</strong> <strong>Desaster</strong>: 1.000 Briefwahlunterlagen wurden falsch verschickt! Vogt musste sich <strong>öffentlich</strong> <strong>entschuldigen</strong> (<a href="https://hk-newsletter.de/2021/02/17/falsche-briefwahl-unterlagen/">hier</a>). </p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Hofem Schlofem - so hört es niemals auf</h2>				</div>
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									<p class="p1">Dennoch verlieh ihm der Bürgermeister schon bald <strong>einen neuen Titel</strong>: Im Mai 2022 ernannte er ihn zum <strong>&#8222;Büroleitenden Beamten&#8220;</strong> &#8211; und stattete ihn per &#8222;Verfügung&#8220; <strong>mit einer einzigartigen Machtfülle</strong> aus.</p><p class="p2">Seither, so berichten Mitarbeiter, herrsche <strong>Chaos in der Rathaus-Hierachie:</strong> Die Beigeordneten sind zwar <strong>irgendwie</strong> <strong>eigenständig</strong> <strong>und</strong> <strong>verantwortlich</strong>, aber Schlüter kann ihnen <strong>jederzeit überall reinreden</strong>, er kann ihre Anweisungen aufheben und neue erteilen, und er kann natürlich auch <strong>ihren Mitarbeitern </strong>Weisungen erteilen. Das alles soll er auch regelmäßig tun.</p><p class="p2">Das erklärt jetzt vielleicht, warum die Hofheimer Verwaltung <strong>einen so schlechten Ruf</strong> hat. Wir haben mehrfach darüber berichtet: Es läuft einfach <strong>nicht richtig rund</strong> im Rathaus. Vieles geht bestenfalls <strong>schleppend</strong> voran, Projekte <strong>stagnieren</strong>, Anfragen von Kommunalpolitikern und auch Bürgern werden nicht oder <strong>nur verspätet beantwortet,</strong> selbst einstimmige Beschlüsse der Stadtverordneten werden <strong>oft nicht umgesetzt&#8230;</strong></p><p class="p2"><strong>Hofem Schlofem und kein Ende. </strong>Es hört einfach nicht auf!</p><p class="p1">An den &#8222;kleinen&#8220; Mitarbeitern liegt es nicht: In der Chefetage herrscht <strong>ein heilloses Durcheinander</strong> &#8211; und auch <strong>ein heftiges</strong> <strong>Gegeneinander</strong>.</p><p class="p1"><strong>Der Flurfunk im Rathaus</strong> erzählt diese Geschichte: Der ehemalige <strong>Erste Beigeordnete Wolfgang Exner (CDU)</strong> soll regelrecht explodiert sein, als er &#8211; angeblich nach einem Urlaub &#8211; Vogts Verfügung <strong>auf seinem Schreibtisch vorfand</strong>. Der altgediente Verwaltungsfachmann dürfte <strong>Vogts Absichten</strong> sofort durchschaut haben. Das ohnehin <strong>schwierige Verhältnis der beiden &#8222;Parteifreunde&#8220;</strong> soll danach endgültig von <strong>Misstrauen</strong> <strong>und</strong> <strong>Groll</strong> kontaminiert gewesen sein. <strong>Irreparabel</strong>.</p><p class="p1">Klingt nachvollziehbar.</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Keine Antwort, keine Klarstellung</h2>				</div>
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									<p class="p1">Wir haben <strong>einige Stadtverordnete</strong> gefragt, was sie von der Verfügung halten. Sie reagierten <strong>fassungslos, konsterniert</strong>: Sie kannten das Papier überhaupt nicht. <strong>Die Anordnung des CDU-Bürgermeisters war nie nach außen kommuniziert worden.</strong></p><p class="p1">Natürlich haben wir auch<strong> Christian Vogt</strong> gefragt: Was hat er sich dabei gedacht, so <strong>eine Verfügung</strong> zu unterschreiben? Er ist doch <strong>Jurist</strong>, er müsste doch wissen, dass die <strong>Hessische Gemeindeordnung</strong> die Beigeordneten neben dem Bürgermeister sieht &#8211; und dass sie <strong>nicht den Weisungen eines Verwaltungsbeamten</strong> zu folgen haben&#8230;</p><p class="p1">Wir hätten auch gerne von ihm gewusst, wie er das Hofheimer Rathaus <strong>effektiver und effizienter</strong> machen will, wenn er <strong>seine wichtigsten Mitstreiter</strong> an der Verwaltungsspitze per Rundschreiben zu <strong>entmachten </strong>versucht.</p><p class="p1">Wir schickten also mehrere Fragen ins Rathaus mit der ausdrücklichen Bitte um <strong>Beantwortung durch den Bürgermeister</strong>. Doch Vogt wollte  <strong>partout nicht antworten</strong>. Er konnte sich nicht einmal <strong>zu einer klitzekleinen Klarstellung</strong> durchringen, nach dem Motto: Meine Beigeordneten sind mir <strong>wichtig</strong>, und die dürfen in ihren Bereichen<strong> frei schalten</strong> <strong>und walten</strong> &#8211; so wie es die Hessische Gemeindeordnung vorsieht.</p><p class="p1">Nein, Bürgermeister Christian Vogt wollte <strong>nichts sagen, gar nichts.</strong> Über seinen Pressesprecher ließ er uns diesen Satz ausrichten: &#8222;<i>Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über verwaltungsinterne Vorgänge keine Auskünfte erteilen können.&#8220;</i></p><p class="p1">Eines durften wir dann aber doch noch erfahren: Unsere Fragen waren <strong>im</strong> <strong>Magistrat</strong> diskutiert worden. In dem <strong>CDU-geführten Gremium</strong> war man sehr verärgert &#8211; nein, nicht darüber, dass der Bürgermeister eine Verfügung erlassen hatte, die in ihrer Formulierung <strong>der Gemeindeordnung widerspricht.</strong> </p><p class="p1">Man war verärgert darüber, dass <strong>ein vertrauliches, brisantes &#8211; und sicherlich auch fragwürdiges &#8211; Dokument</strong> aus dem Rathaus an die Öffentlichkeit gelangt war. Das ist der Satz, den uns der Magistrat mitteilen ließ:</p><p class="p2"><i>&#8222;Der Magistrat hat einhellig seine Missbilligung zum Ausdruck gebracht in Hinblick auf die Weitergabe interner Verfügungen an externe Dritte.&#8220;</i></p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Experte für Kommunalrecht: Absurd und rechtswidrig
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									<p class="p1"><b>Wir haben die Verfügung von CDU-Bürgermeister Christian Vogt einem Juristen mit ausgewiesener Expertise im Verwaltungsrecht zur Prüfung und Beurteilung vorgelegt. Der langjährige Bürgermeister lehrt inzwischen als Dozent unter anderem Kommunalrecht an einer Hochschule. Er schreibt, dass Vogts Verfügung nicht mit der Hessischen Gemeindeordnung vereinbar sei &#8211; also rechtswidrig ist. Hier sein Urteil:</b></p>								</div>
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									<p class="p1">Nach meiner Prüfung ist die Verfügung vom 25. Mai 2022 nicht mit der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) vereinbar und deshalb nicht anzuwenden. Wenn die Stadtverordneten und die Beigeordneten diese Verfügung des Bürgermeisters unwidersprochen akzeptiert haben, ist dies sehr verwunderlich.</p><p class="p1">Nach der HGO gibt es als Gemeindeorgane die Gemeindevertretung – auch Stadtverordnetenversammlung (SVV) genannt – und den Gemeindevorstand. Die SVV ist als Volksvertretung das oberste Organ. Sie bestimmt, wer neben dem Bürgermeister dem Gemeindevorstand angehört. Dies sind die Beigeordneten.</p><p class="p1">Sie bilden unter dem Vorsitz des Bürgermeisters die eigentliche gemeindliche Verwaltungsbehörde und müssen nach Paragraf 66 HGO als Kollegialorgan viele wichtige Aufgaben gemeinsam erledigen. Dazu gehören auch Personaleinstellungen, -beförderungen und -entlassungen (§ 73 HGO).</p><p class="p1">Der Bürgermeister ist zwar Dienstvorgesetzter aller Beamten und Arbeitnehmer, dies jedoch nicht für die Beigeordneten. Denn diese haben eine herausgehobene Stellung. Sie werden durch die SVV als Volksvertretung legitimiert und gehören kraft Gesetzes zur Verwaltungsleitung. Nach § 47 HGO ist der Erste Beigeordnete der allgemeine – das heißt der ständige – Vertreter des Bürgermeisters. Wenn der Erste Beigeordnete ausfällt, folgen die weiteren Beigeordneten in der Vertretung.</p><p class="p1">Angesichts dieser gesetzlich vorgeschriebenen Struktur der Verwaltungsleitung einer hessischen Gemeinde ist es sehr seltsam, wenn ein Laufbahnbeamter – als Leiter eines Fachbereichs ist er den Beigeordneten nachgeordnet – in einer Verfügung des Bürgermeisters ermächtigt wird, die Aufgabenerledigung aller Fachbereiche zu koordinieren. Denn diese Koordination soll gerade im Gemeindevorstand kollegial geleistet werden.</p><p class="p1">Es erscheint sogar absurd, dass demselben Beamten durch die Verfügung „Weisungsbefugnis“ gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften zugesprochen wird, wenn ihm die „behördeninterne Vertretung des Bürgermeisters“ übertragen wird und von ihm alle Vorlagen für den Verwaltungsvorstand durch Mitzeichnung „freizugeben“ sind.</p><p class="p1">Mit solchen Regelungen sollen offensichtlich die Beigeordneten aus ihrer gesetzlich vorgegebenen Führungsfunktion verabschiedet und der Erste Beigeordnete – entgegen der Berufung durch die SVV – von der Funktion des allgemeinen Vertreters „befreit“ und der Gemeindevorstand aus seiner gesetzlichen Rolle als kollegiale Gemeindeleitung entlassen werden.</p><p class="p2">Eine solche Reglementierung ist mit der HGO nicht vereinbar. Und auch nicht mit einem modernen, respektvollen und vertrauensvollen Umgangsstil innerhalb einer Gemeindeverwaltung.</p>								</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Vertrauliches Protokoll aufgetaucht: Exerzitienhaus ein Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt?</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/11/17/exerzitienhaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Federbusch Stefan]]></category>
		<category><![CDATA[Kolar Thorsten]]></category>
		<category><![CDATA[Vogdt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein herrlicher Gebäudekomplex in allerfeinster Lage von Hofheim steht seit Jahr und Tag leer: Das Exerzitienhaus der Franziskaner  - was passiert eigentlich damit? Wir haben uns auf die Suche nach einer Antwort gemacht. Und fanden: das Protokoll eines Treffens im Hofheimer Rathaus, das potenziellen Investoren zur vertraulichen Information ausgehändigt wird. Es macht deutlich: Es ist keinesfalls ausgeschlossen, dass dort oben auf dem Kapellenberg eines Tages Luxusimmobilien entstehen. Das Exerzitienhaus ist wohl zum Spekulationsobjekt geworden, die Patres müssen nur ein wenig Geduld haben... ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size:19px"><strong>Ein herrlicher Gebäudekomplex in allerfeinster Lage von Hofheim steht seit Jahr und Tag leer: Das Exerzitienhaus der Franziskaner  &#8211; was passiert eigentlich damit? Wir haben uns auf die Suche nach einer Antwort gemacht. Und fanden: das Protokoll eines Treffens im Hofheimer Rathaus, das potenziellen Investoren zur vertraulichen Information ausgehändigt wird. Es macht deutlich: Es ist keinesfalls ausgeschlossen, dass dort <strong>oben <strong>auf dem Kapellenberg</strong> </strong>eines Tages Luxusimmobilien entstehen. <strong>Das Exerzitienhaus ist wohl zum Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt</strong> geworden, die Patres müssen nur ein wenig Geduld haben&#8230; </strong></p>
<p>Der Mann, der das Exerzitienhaus  <strong>im Auftrag der Franziskaner</strong> verkaufen soll, ist <strong>ein lokaler CDU-Politiker</strong> und heißt &#8211; Tusch! &#8211; <strong>Christian Vogdt</strong>.</p>
<p>Sie lesen richtig: <strong>Christian Vogdt</strong> &#8211; er schreibt seinen Nachnamen mit <strong>&#8222;dt&#8220;</strong>. Der Mann ist vor wenigen Tagen <strong>58 Jahre alt</strong> geworden, einen <strong>Doktortitel</strong> hat er übrigens auch.</p>
<p><strong>Aufatmen! </strong>Die Rede ist diesmal <strong>nicht</strong> von<strong> Christian Vogt</strong> (45), dem Hofheimer Bürgermeister&#8230;</p>
<p><strong>Dr. Christian Vogdt</strong> ist Immobilienmakler und Projektentwickler in der münsterländischen Kleinstadt <strong>Senden</strong> (20.000 Einwohner), <strong>gut drei Autostunden von Hofheim entfernt.</strong> Mit seinem Immobilienbüro, das er <strong>vor 25 Jahren</strong> gegründet hat, entwickelt er nach eigenen Angaben <em>&#8222;die richti­gen Pers­pektiven für Spezial­immobilien&#8220;</em>.</p>
<p>Auf der Webseite seiner <a href="https://www.immobilius.de/" target="_blank" rel="noopener">Immobilius GmbH</a> schreibt Herr Vogdt <strong>unter einem schönen Foto des Hofheimer Exerzitienhauses</strong>, er sei <em>&#8222;exklusiv mit der Wahrnehmung der Verkäuferinteressen sowie mit der Entwicklung bzw. Vermarktung der Flächen an&nbsp;diesem Standort betraut&#8220;.</em> Und damit das auch niemand missversteht, fügte er noch den Satz hinzu: <em>&#8222;Alle Gespräche mit interessierten Investoren führen wir DIREKT. Dritte Anbieter sind/werden nicht autorisiert.&#8220;</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Screenshot-Immobilius.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="436" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Screenshot-Immobilius.jpg" alt="Screenshot Immobilius" class="wp-image-49500" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Screenshot-Immobilius.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Screenshot-Immobilius-300x204.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der Webseite der Immobilius GmbH: Der münsterländische Makler versucht, für das Exerzitienhaus einen Käufer zu finden.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Mit dem Alleinauftrag</strong> geht Herr Vogdt bald <strong>in das dritte Jahr</strong>. Und es ist festzustellen: Erkennbar vorangekommen ist er<strong> noch nicht.</strong> Die <strong>Lokalzeitung</strong> hat das Thema <strong>auf Wiedervorlage</strong> gelegt und serviert ihren Lesern alle paar Monate <strong>die immer gleiche Information</strong>:</p>
<p><em>&#8222;Franziskaner haben noch keinen Käufer für ihr Exerzitienhaus&#8220;</em>, lautete eine Überschrift im <strong>Kreisblatt vom 17. April 2023.</strong></p>
<p>Zehn Monate später, im <strong>Februar dieses Jahres</strong>, titelte das Blatt: <em>&#8222;Noch kein Käufer für Exerzitienhaus&#8220;.</em></p>
<p>Und wiederum ein paar Monate später, im <strong>September</strong>, bekamen die Zeitungsleser <strong>die alte Nachricht erneut </strong>vorgesetzt: <em>&#8222;Franziskaner finden keinen Käufer&#8220;</em>.</p>
<p>Der <strong>Neuigkeitswert</strong> solcher Berichte hält sich naturgemäß in Grenzen,<strong> für einen gewissen Unterhaltungswert</strong> sorgt allenfalls, wie die Redaktion die Schließung des Exerzitienhauses <strong>als bischöfliches Versagen</strong> anprangert: Die Chance, das Haus <em>&#8222;weiter als Zentrum der Glaubens-Stärkung zu nutzen&#8220;</em>, sei <strong>vom Bistum Limburg </strong>nicht genutzt worden.</p>
<p>Ja, das ist <strong>ein interessanter Gedanke:</strong> Warum öffnet <strong>das reiche Bistum Limburg</strong> &#8211; Bilanzvolumen Ende 2021: <strong>1,3 Milliarden Euro</strong> &#8211; nicht einfach <strong>seine goldene Schatulle</strong> und lässt den Franziskanern <strong>ein paar Milliönchen</strong> zukommen? Auf der Suche nach Erklärungen für <strong>die Knausrigkeit der Kirche</strong> fabuliert das Kreisblatt <strong>munter</strong> drauflos:</p>
<p><em>&#8222;Ob allein der sinkenden Einnahmen aufgrund abhanden gekommener Kirchensteuerzahler wegen, oder weil der Glaube fehlt, dass das mit dem Weitersagen im Auftrag eines gewissen Jesus noch gelingt, fragen sich die einen&#8220;, während für andere &#8222;Rückzug und Schließung angesichts des Glaubensschwunds ohnehin die einzig vernünftige Reaktion in diesen Zeiten&#8220; sei.</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Gebaeude-1-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Gebaeude-1-1024x576.jpg" alt="Exerzitienhaus" class="wp-image-49505" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Gebaeude-1-1024x576.jpg 1024w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Gebaeude-1-300x169.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Gebaeude-1-768x432.jpg 768w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Gebaeude-1-1536x864.jpg 1536w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Gebaeude-1-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>
<p><strong>Die verschwurbelten Formulierungen</strong> können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen: <strong>Die Zukunft des Exerzitienhauses</strong> hat herzlich wenig mit <strong>Gott, Glauben oder Glaubensschwund</strong> zu tun.</p>
<p><em>„Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“</em> &#8211; auf diese griffige Kurzformel hatten es einst <strong>die Autoren der Bibel</strong> gebracht, nachzulesen bei <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us6%2C24" target="_blank" rel="noopener">Matthäus (6,24)</a> oder auch bei <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Lukas16%2C13" target="_blank" rel="noopener">Lukas (16,13)</a>. So sollte auch hier klar sein:</p>
<p>Beim Verkauf des Hofheimer Exerzitienhauses geht es<strong> nicht um Gott</strong> und auch <strong>nicht um einen gewissen Jesus</strong>.</p>
<p>Es geht <strong>allein um Geld</strong>.</p>
<p>Und zwar <strong>um sehr viel Geld.</strong></p>
<h2 class="wp-block-heading">Das Exerzitienhaus: Brandschutz kostet Millionen</h2>
<p><strong>Vor fast hundert Jahren &#8211; 1926 &#8211; </strong>wurde das Exerzitienhaus von den Franziskanern erbaut. Der Altbau ist voll unterkellert und erstreckt sich <strong>über drei Vollgeschosse</strong> und ein ausgebautes <strong>Dachgeschoss</strong>. In den Jahren <strong>1979/1980</strong> wurde ein Querriegel mit <strong>Kapelle</strong> und <strong>Aula</strong> angebaut.</p>
<p>In den etwas <strong>mehr</strong> <strong>als 50 Zimmern</strong> stehen <strong>rund 80 Betten</strong>. Es gibt mehrere <strong>Tagungs- und Gruppenräume,</strong> Gesprächszimmer, Büros, <strong>Speisesäle</strong> und diverse <strong>Küchenräume</strong>. Im Kellergeschoß finden wir eine<strong> Bier- und Weinklause</strong>, gegenüber ist ein <strong>Fernsehraum</strong>&#8230;</p>
<p><strong>2005/06</strong> wurde noch einmal umgebaut. Aus dieser Zeit stammt ein <strong>Eintrag im Grundbuch</strong>: Das <strong>Bistum Limburg </strong>hatte demnach den Franziskanern <strong>eine Million Euro </strong>zukommen lassen. Kein Geschenk. <strong>Ein</strong> <strong>Darlehen</strong>.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Grundbuchauszug-Blatt-7889-Hofheim-28.10.2021-1000.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="379" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Grundbuchauszug-Blatt-7889-Hofheim-28.10.2021-1000.jpg" alt="Grundbuchauszug Blatt 7889 Hofheim 28.10.2021 1000" class="wp-image-49530" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Grundbuchauszug-Blatt-7889-Hofheim-28.10.2021-1000.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Grundbuchauszug-Blatt-7889-Hofheim-28.10.2021-1000-300x114.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Grundbuchauszug-Blatt-7889-Hofheim-28.10.2021-1000-768x291.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick ins Grundbuch des Exerzitienhauses: Das Bistum hatte den Franziskanern schon mal mit einem Darlehen über eine Million Euro beigestanden.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>So schön die Anlage</strong> von außen auch aussieht, das Problem liegt <strong>in ihrem Inneren:</strong> Die Behörden verlangen<strong> umfangreiche Brandschutzmaßnahmen</strong>. Das ist bei einem so großen Objekt, man kann es sich gut vorstellen,<strong> bestimmt nicht billig</strong>.</p>
<p>Von eine Million, auch <strong>von zwei Millionen Euro</strong> war die Rede &#8211; vor Jahren. Für die Franziskaner wurde es einfach<strong> zu teuer.</strong></p>
<p>Also dann: <strong>verkaufen!</strong></p>
<p>Eine <strong>Initiative Hofheimer Bürger</strong> versuchte noch, den <strong>Erhalt und Weiterbetrieb des Exerzitienhauses</strong> zu sichern &#8211; als <em>&#8222;konfessionsunabhängiges Haus der Stille und Achtsamkeit&#8220;</em>. <strong>Keine Chance! </strong>Angesichts des <strong>hohen Kaufpreises</strong> warf die Initiative recht schnell <strong>das Handtuch</strong>: <em>&#8222;Ein wirtschaftlicher Betrieb des Hauses als spirituelles und gemeinnütziges Tagungshaus&#8220;</em> sei<em> &#8222;nicht mehr möglich&#8220;.</em></p>
<p>Die Patres zogen <strong>Ende 2022</strong> aus. Seitdem steht <strong>das Gebäude leer.</strong> Der Zugang zur Parkanlage ist <strong>abgesperrt</strong>.</p>
<p>Nur <strong>ein</strong> <strong>Gärtner</strong>, sagen Nachbarn, lasse sich ab und zu blicken.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Exerzitienhaus-Ausblick.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Exerzitienhaus-Ausblick.jpg" alt="Exerzitienhaus Ausblick" class="wp-image-49510" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Exerzitienhaus-Ausblick.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Exerzitienhaus-Ausblick-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Lage des Exerzitienhauses oben auf dem Kapellenberg ist traumhaft. Von hieraus geht der Blick weit über Hofheim hinaus.</figcaption></figure>
</div>
<p>Letztens trafen wir <strong>einen Projektentwickler</strong>, der an dem Objekt <strong>ernsthaft interessiert</strong> war. Von der <strong>Immobilius GmbH </strong>hatte er daraufhin <strong>einige Megabyte an Unterlagen</strong> bekommen: Grundrisse, Baubeschreibungen, Fotos&#8230; Dazu jede Menge <strong>Brandschutzpapiere</strong>: ein <em>&#8222;Bericht über die Prüfung  der lüftungstechnischen Anlage&#8220;</em> (<strong>6 Seiten</strong>) aus dem Jahr <strong>2018</strong>, eine <em>&#8222;Brandschutztechnische Gesamtbetrachtung&#8220;</em> (<strong>74 Seiten</strong>) aus <strong>2019</strong>, ein <em>&#8222;Brandschutztechnischer Maßnahmenkatalog&#8220;</em> (<strong>17 Seiten</strong>) aus <strong>2021</strong>&#8230;</p>
<p><strong>Die</strong> <strong>Lage </strong>und auch <strong>das Gebäude begeisterten</strong> den Investor: <em>&#8222;Fantastisch!&#8220;</em> Dennoch fällt<strong> sein Urteil ernüchternd</strong> aus: &#8222;<em>Die Preisvorstellungen der Franziskaner sind maßlos überzogen.&#8220;</em></p>
<p><strong>Der Investor </strong>sagt, es gehe um <strong><em>&#8222;um die 15 Millionen</em>&#8222;.</strong></p>
<p>In Worten: <strong>Fünfzehn Millionen!</strong></p>
<h2 class="wp-block-heading">Der Makler: Angemessener Erlös muss erzielt werden</h2>
<p>Wir sprachen darüber mit <strong>Christian Vogdt</strong>, dem Immobilienmakler. Er zeigte sich erst einmal <strong>entsetzt</strong> darüber, dass ein <strong>Kaufinteressent</strong> die ihm zur Verfügung gestellten <strong>Maklerunterlagen</strong> weitergegeben hat: Diese seien <em>&#8222;absolut vertraulich&#8220;</em> und nur &#8222;<em>dazu gedacht, das individuelle Investitionsvorhaben abzuklären&#8220;.</em></p>
<p>Dass er <strong>noch keinen Käufer</strong> für das Objekt gefunden hat, <strong>beunruhigt ihn weniger: </strong>Man befinde sich, so formuliert es Herr Vogdt <strong>maklerisch geschmeidig,</strong>&nbsp;<em>&#8222;in einer konjunkturellen Situation, in der seit Monaten eine gewisse Zurückhaltung und Orientierungsphase am Markt zu spüren sei&#8220;</em>.&nbsp; <strong>Eine adäquate Nutzung</strong> zu finden, das brauche <strong>Zeit</strong>, <em>&#8222;und die nehmen wir uns&#8220;.</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/liegenschaftskarte_v._2000.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="707" height="1000" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/liegenschaftskarte_v._2000.jpg" alt="liegenschaftskarte v. 2000" class="wp-image-49539" style="width:250px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/liegenschaftskarte_v._2000.jpg 707w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/liegenschaftskarte_v._2000-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern bitte anklicken: Diese amtliche Liegenschaftskarte macht erkennbar, wie groß das Grundstück der Franziskaner ist.</figcaption></figure>
</div>
<p>Die angeblich geforderten <strong>15 Mio </strong>will er <strong>nicht bestätigen</strong>. Bei seinen <strong>Gesprächen mit Investoren</strong> nenne er <strong>keinen Kaufpreis</strong>, versichert er: <em>&#8222;Wir hören uns die Kaufpreisvorstellungen im Zusammenhang mit den jeweiligen Nutzungsüberlegungen an.&#8220;</em> Soll heißen: <strong>Ein Interessent</strong> soll erst einmal sagen, was er <strong>mit dem Grundstück vorhat</strong> und wie viel er zu zahlen bereit ist. Dann sieht man weiter.</p>
<p><strong>Viel Geld</strong> wird auf jeden Fall fließen müssen: Den <strong>Franziskanern</strong>, sagt Herr Vogdt, sei das Grundstück <strong>für ihre Zwecke</strong> zur Verfügung gestellt worden. <em>&#8222;Und jetzt geht es darum, einen angemessenen Erlös zu erzielen, um die Arbeit der Franziskaner weiter finanzieren zu können.&#8220;</em></p>
<p><strong>Weitere Details</strong> will er zum jetzigen Zeitpunkt <strong>nicht nennen</strong>: <em>&#8222;Wir kommunizieren nicht den Stand unserer Verhandlungen, sondern nur Lösungen.&#8220;</em> Alles andere, sagt er, <em>&#8222;befeuert die Diskussionen in eine falsche Richtung&#8220;.</em></p>
<p>Und auch das noch einmal, damit das <strong>absolut klar</strong> ist: <strong>Die Preise</strong>, von denen geredet werde, seien &#8222;<em>reine Gerüchteküche&#8220;</em>.&nbsp;</p>
<h2 class="wp-block-heading">Der Pater: Wir sind für viele Optionen offen</h2>
<p>Auch <strong>Bruder Stefan</strong> spricht nicht gerne über Geld. <strong>Neun Jahre lang</strong> leitete er das Hofheimer Exerzitienhaus und wechselte nach dessen Schließung <strong>in die Münchener</strong> <strong>Zentrale der Deutschen Franziskanerprovinz</strong>, deren stellvertretender Leiter er heute ist. Er versichert: <em>&#8222;Es ist uns ein Anliegen, dass mit dem Exerzitienhaus <em>etwas</em></em> <em>geschieht, was zur Geschichte des Hauses und zu uns Franziskanern passt.&#8220;</em></p>
<p>Und weiter: &#8222;<em>Es ist uns nicht egal, was mit dem Gelände passiert.&#8220;</em>&nbsp;</p>
<p>Und dann sagt er auch: <em>&#8222;Wir wollen das Haus nicht unter Preis abgeben.&#8220;</em></p>
<p>Das wüssten wir gerne<strong> etwas genauer</strong>: Wie viel ist denn <strong>&#8222;nicht unter Preis&#8220;?</strong></p>
<p>An dieser Stelle endet des Paters <strong>Bereitschaft zur Auskunft:</strong> <em>&#8222;Es ist schwierig, über unser Geld zu sprechen.&#8220;</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Exerzitienhaus-geschlossen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Exerzitienhaus-geschlossen.jpg" alt="Exerzitienhaus geschlossen" class="wp-image-49511" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Exerzitienhaus-geschlossen.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Exerzitienhaus-geschlossen-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Eingang zum Traumgrundstück am Kreuzweg 23 ist verschlossen, das Objekt ist verwaist. </figcaption></figure>
</div>
<p>Nur so viel: <strong>Die Einnahmen aus dem Verkauf</strong> würden gebraucht, denn unter den <strong>200 Franziskanern in Deutschland</strong> gebe es viele ältere Brüder (<em>&#8222;allein 90 sind über 80&#8220;</em>), für deren Pflege man aufkommen müsse. Zudem bestehe an vielen der <strong>27 Franziskaner-Standorte</strong> in Deutschland<strong> Investitionsbedarf</strong>. <em>&#8222;Wir müssen uns zukunftsfähig aufstellen, werden bestimmt nicht alle Standorte <em>auf Dauer </em>,bespielen&#8216; können.&#8220;</em></p>
<p>Man sei <strong>mit vielen Leuten</strong> im Gespräch, beteuert Bruder Stefan, man habe auch <strong>bei verschiedenen sozialen Trägern</strong> vorgesprochen: <strong>Keiner</strong> könne das Geld aufbringen. Letztlich, sagt <strong>der Franziskaner</strong> schließlich, letztlich hänge alles <strong>davon</strong> <strong>ab</strong>, <strong>was die Stadt dort genehmig</strong>t.</p>
<p><em>&#8222;Wir sind für viele Optionen offen.&#8220;</em></p>
<h2 class="wp-block-heading">Das Protokoll: Nichts ist ausgeschlossen</h2>
<p>Wenn <strong>das sanierungsbedürftige Gebäude</strong> unbedingt <strong>erhalten</strong> bleiben soll: Wäre hier vielleicht eine <strong>schicke</strong> <strong>Privatklinik</strong> denkbar? Eine <strong>noble Privatschule</strong> mit Internat? Eine <strong>feudale</strong> <strong>Seniorenwohnanlage</strong>? Oder ein <strong>exklusives</strong> <strong>Hotel?</strong></p>
<p><strong>Der Projektentwickler </strong>winkt ab: <em>&#8222;Das wird sich bei dem Kaufpreis und bei den notwendigen Umbaukosten niemals rechnen.&#8220;</em></p>
<p>Sein Vorschlag: Ein Investor müsste mit einem <strong>Abrissbagger</strong> anrücken. <strong>Weg mit dem Exerzitienhaus! </strong>Danach müsste das<strong> 12.019 Quadratmeter große Grundstück</strong> komplett umgestaltet werden &#8211; zum Beispiel <strong>für Villengrundstücke</strong>&#8230;</p>
<p>Es gibt allerdings<strong> ein Problem</strong>: Das Grundstück ist als <strong>&#8222;Gemeinbedarfsfläche&#8220; </strong>ausgewiesen. Das sind Flächen, die <strong>für öffentliche und soziale Zwecke</strong> vorgesehen sind.&nbsp;Sie dürfen in der Regel<strong> nicht für private Zwecke</strong> genutzt oder bebaut werden.</p>
<p>Die <strong>Lokalzeitung</strong> gab vor, es ganz genau zu wissen: <em>&#8222;Eine Umwidmung für Wohnraum, um hier, direkt unterhalb des Waldes, weitere Luxus-Immobilien zu bauen, ist nicht realistisch.&#8220;</em></p>
<p>Wenn sie sich <strong>da nur nicht irrt!</strong></p>
<p>Uns liegt <strong>ein</strong> <strong>Dokument</strong> vor, das bisher <strong>sorgsam unter Verschluss</strong> gehalten wurde: Es ist das <strong>Protokoll eines Gesprächs</strong>, zu dem sich Ende 2021 <strong>Christian Vogdt </strong>als Vertreter der Franziskaner und <strong>Christian Vogt</strong> als Hofheims Bürgermeister im Rathaus trafen. Mit dabei: <strong>Deutschlands Franziskaner-Chef Pater Cornelius Bohl</strong> und <strong>Bruder Stefan Federbusch</strong> sowie Hofheims damaliger <strong>Erster Stadtrat Wolfgang Exner</strong> und der städtische <strong>Wirtschaftsförderer Thorsten Kolar</strong>.</p>
<p>Im Nachhinein verfasste <strong>Herr Vogdt</strong> ein Protokoll &#8211; Überschrift: &#8222;<em>Exerzitienhaus der Franziskaner in Hofheim &#8211; Sondierung Rahmenbedingungen für Nachnutzung&#8220;</em>.&nbsp;In dem Papier findet sich diese Passage: <em>&#8222;Die Stadt hat aktuell kein eigenes Interesse an einer Zuführung freier Grundstücksflächen an diesem Standort zu einer Wohnnutzung. </em></p>
<p><em>&#8222;Aktuell&#8220;</em> &#8211; das Wort lässt aufhorchen! Das Wort hat <strong>Christian Vogdt</strong> (mit &#8222;dt&#8220;) bestimmt <strong>nicht ohne Absicht</strong> aufgenommen. <strong>Nur sieben Buchstaben</strong>, aber sie transportieren <strong>eine wichtige Botschaft für potenzielle Investoren:</strong></p>
<p>Wenn<strong> &#8222;aktuell&#8220;</strong> erst der <strong>Vergangenheit</strong> angehört, wenn das Exerzitienhaus <strong>lange genug leer </strong>gestanden hat, wenn sich <strong>keine Nutzung für soziale Zwecke</strong> findet und <strong>der</strong> <strong>Verfall</strong> <strong>unübersehbar</strong> wird:</p>
<p>Was bleibt der Stadt dann anderes übrig, als <strong>das Traumgrundstück für Wohnhäuser</strong> freizugeben?</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Parkanlage.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Parkanlage-1024x768.jpg" alt="Parkanlage" class="wp-image-49516" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Parkanlage-1024x768.jpg 1024w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Parkanlage-300x225.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Parkanlage-768x576.jpg 768w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Parkanlage-1536x1152.jpg 1536w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/11/Parkanlage-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine großzügige Parkanlage direkt unterhalb des Stadtwaldes umgibt das Haus der Franziskaner.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Entsprechende Überlegungen</strong> müssen auch bei dem <strong>Vogdt- &amp; Vogt-Treffen</strong> zur Sprache gekommen sein. Eine <strong>Umwidmung der Gemeinbedarfsfläche </strong>wurde erörtert und<strong> keineswegs verworfen</strong>. Der Makler notierte:<em> &#8222;Bei größeren baulichen Veränderungen wird seitens der Stadt die Notwendigkeit eines B-Plans gesehen.&#8220;</em></p>
<p>In dem Gesprächsprotokoll, das <strong>potenzielle Investoren</strong> einsehen dürfen, hat Christian Vogdt <strong>weitere Gesprächsergebnisse </strong>festgehalten. Es sind wichtige Botschaften für <strong>interessierte Investoren:</strong></p>
<p><em>&#8222;Die Stadt Hofheim hat selbst kein Erwerbsinteresse.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Bei Nutzungsänderungen sind Fragen der verkehrlichen Erschließung zu thematisieren.&#8220;</em></p>
<p>Und auch das ist heutzutage <strong>eine wichtige Information für mögliche Investoren:</strong> <em>&#8222;Eine Baumschutzsatzung besteht nicht.&#8220;</em></p>
<p>So ist das <strong>Exerzitienkloster wohl zum Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt </strong>geworden: Die Franziskaner müssen nur <strong>Geduld</strong> haben &#8211; wenn eines Tages <strong>ein Investor</strong> kommt, der den geforderten Kaufpreis zahlen kann und <strong>ein</strong> <strong>Villengebiet</strong> zu bauen verspricht, werden sich die Lokalpolitiker <strong>kaum verschließen</strong> <strong>können.</strong></p>
<p>Das dürfte dann in Hofheim <strong>niemanden überraschen</strong>! Eine Mehrheit der gewählten Stadtverordneten, wir erinnern uns, hatte über Jahre hinweg <strong>davon geträumt</strong>, Luxusvillen auf dem Kapellenberg zu errichten &#8211; ganz in der Nähe, mitten im <strong>Vogelschutzgebiet Vorderheide II</strong>. Für <strong>Planung und juristische Durchsetzung </strong>wurden mehr als <strong>eine</strong> <strong>Million Euro</strong> Steuergelder ausgegeben. Erst das <strong>oberste deutsche Verwaltungsgericht</strong> konnte <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/25/entschieden-vorderheide-ist-gerettet/">die Pläne stoppen</a>.</p>
<p>Was in <strong>Vorderheide II nicht erlaubt</strong> war, könnte eines Tages am <strong>Kreuzweg 23 möglich</strong> werden: <strong>ein kleines feines Villenviertel</strong> <strong>hoch oben am Kapellenberg</strong>.</p>
<p>Wenn <strong>das Exerzitienhaus</strong> nur lange genug leer gestanden hat: <strong>Wer wollte dann noch dagegen sein?</strong></p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Hofheims Grüne fordern: Hunde an die Leine! Immer! Und überall!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/04/23/gruene-fordern-hunde-an-die-leine/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2024 17:38:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Kaya Haluk]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Preusche Doris]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=42070</guid>

					<description><![CDATA[Sie meinen's wirklich ernst: Hofheims Grüne wollen an diesem Mittwoch im Ortsbeirat Kernstadt einen Antrag stellen: Hunde sollen nur noch an der Leine ausgeführt werden dürfen. Das soll immer gelten. Und überall. Das Thema hat eine etwas konfuse Vergangenheit und kochte jetzt im Vorfeld schon richtig hoch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Hofheims Grüne haben ein neues Thema entdeckt. Nein, nicht Fahrverbote in der Innenstadt, nicht steigende Kriminalität, nicht gesündere Ernährung, nicht weniger Plastik und mehr Wasserbrunnen&#8230;</strong> <strong>Sie verlangen jetzt: Hunde in Hofheim müssen an die Leine. Alle! Immer! Überall!</strong></p>



<p><strong>Haluk Kaya,</strong> Mitarbeiter bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft HWB, <strong>Stadtverordneter der Grünen</strong> und Vorsitzender des <strong>Ausländerbeirats</strong> wie auch des <strong>Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Integration</strong>, hat für den <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> (wo er ebenfalls Mitglied ist) einen Antrag eingereicht, mit dem sich das Gremium in seiner <strong>Sitzung an diesem Mittwoch</strong> befassen soll.</p>



<p>Aktenzeichen KERN2024/019 – Kaya schreibt: <em>&#8222;Die zunehmenden Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über Probleme mit nicht angeleinten Hunden – sowohl im Stadtgebiet als auch im Außenbereich – können nicht länger ignoriert werden. Es ist offenkundig, dass viele Mitbürger Angst vor freilaufenden Hunden haben.&#8220;</em></p>



<p><strong>Kleiner Einschub:</strong> Zunehmende Beschwerden, viele Mitbürger – man wüsste gerne ein paar Details mehr dazu, aber Kaya nennt in seinem Antrag <strong>keine Quelle</strong>. Er legte nur einen <strong>Zeitungsausschnitt</strong> bei: Ein American Bully (eine Art Kampfhund) hatte in <strong>Niederhöchstadt</strong> einen Gartenzaun übersprungen und eine Passantin mit ihrem kleinen Mischling angegriffen. Der Fall, wiewohl tragisch, passt natürlich <strong>nicht so richtig</strong> zum Thema Leinenpflicht&#8230;</p>



<p><strong>Weiter im Antrag: </strong>Kaya beschreibt <strong>ausführlich</strong>, dass mit Beginn des Frühlings die <strong>Brut- und Setzzeit</strong> beginne, er nennt Enten, Gänse, Kiebitze, Rebhühner, Fasane, Hasen, Lerchen und auch Rehe und Wildschweine&#8230; Deren Nachwuchs könne <strong>durch freilaufende Hunde</strong> gefährdet werden. Und deshalb sei es <em>&#8222;von entscheidender Bedeutung, dass vor allem Hundehalter Rücksicht nehmen und ihre Hunde frei laufen lassen&#8220;.</em></p>



<p>Soweit dürfte der Antrag <strong>auf breites Einvernehmen stoßen</strong>.</p>



<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">24. April: Ortsbeirat Kernstadt tagt </div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<p>Der Ortsbeirat Kernstadt tagt heute (Mittwoch, 24. April) ab 19 Uhr in der Stadthalle. Auf der Tagesordnung stehen etliche Themen: Aktivierung Brunnen am Alten Rathaus, 100.000 Euro für ein Taubenhaus, Zukunft eheamlige Stadtbücherei, Steuergeld fürs Wein-Chalet, Innenstadt-Verkehr&#8230; Kurzum: viele kleine Themen, die Kernstadt-Bewohner durchaus interessieren könnten. Die Sitzung ist öffentlich (zuhören ist erlaubt, mitreden nicht).</p>



</div></div>



<p>Aber Kaya geht noch <strong>einen Schritt weiter</strong>, und zwar <strong>einen</strong> <strong>ganz</strong> <strong>großen</strong>: Wildtiere nutzten zur Aufzucht ihrer Jungen auch <strong>Parks</strong> <strong>und</strong> <strong>Grünanlagen</strong>, schreibt er. Und deshalb solle die <strong>Anleinpflicht</strong> <strong>für</strong> Hunde  <strong>im</strong> <strong>ganzen</strong> <strong>Stadtgebiet</strong> eingeführt werden, und dann gleich <strong>ganzjährig</strong>.</p>



<p>Das <strong>Ordnungsamt</strong> solle kontrollieren, schreibt Kaya auch, dass sich alle Hundehalter an die Leinenpflicht halten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vor einem Jahr waren Grüne etwas freundlicher zu Hunden</h2>



<p>Jetzt bitte <strong>aufpassen</strong>: Es wird ein wenig <strong>verwirrend</strong>, das ist <strong>nicht unsere Schuld</strong>, Sie werden&#8217;s gleich sehen:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/puppy-5966566_640.jpg" alt="Hunde" class="wp-image-42091" style="width:259px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/puppy-5966566_640.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/puppy-5966566_640-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
</div>


<p><strong>Vor genau einem Jahr </strong>hatten die Grünen<strong> einen ähnlichen Antrag</strong> im Ortsbeirat Kernstadt gestellt, damals formuliert von <strong>Doris Preusche</strong>. Die gab sich <strong>etwas</strong> <strong>moderater</strong>, man kann auch sagen: Die Grünen waren damals noch <strong>freundlicher</strong> <strong>zu</strong> <strong>den</strong> <strong>Hunden</strong>.</p>



<p>Frau Preusche verlangte in ihrem Antrag (Aktenzeichen: KERN 2023/021) <em>&#8222;eine generelle Leinenpflicht von Hunden im freien Feld, im Wald sowie auf Wegen&#8220;</em>. Heißt auch: keine Leinenpflicht im Stadtgebiet. Außerdem, das war Frau Preusche wichtig, sollten <em>&#8222;große Schilder mit den Hinweisen zur Leinenpflicht sowie zur verpflichtenden Beseitigung der Notdurft ihrer Hunde an mehreren Stellen&#8220;</em> angebracht werden.</p>



<p>Der <strong>Ortsbeirat</strong> nickte im März 2023 den <strong>Grünen-Preusche-Antrag</strong> ab.</p>



<p><strong>Ein Jahr ging ins Land</strong> (es dauert in Hofheim bekanntlich immer etwas länger, bis die Verwaltung reagiert). Die <strong>Antwort des Magistrats</strong> liegt seit Februar 2024 vor, die wichtigsten Punkte darin lauten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Es gibt in Hessen keine Rechtsgrundlage für eine allgemeine Anleinpflicht</strong> für Hunde in Wald und Flur.&nbsp;</li>



<li><strong>Nach dem Hessischen Jagdgesetz ist es</strong> <strong>verboten</strong>, Hunde oder Katzen in einem Jagdbezirk <strong>unbeaufsichtigt</strong> laufen zu lassen.&nbsp;</li>



<li><strong>Eine</strong> <strong>Leinenpflicht</strong> <strong>im</strong> <strong>Stadtwald</strong> bzw. im Bereich von HessenForst <strong>besteht nicht.&nbsp;</strong></li>



<li><strong>Für einzelne Gebiete oder bestimmte Zeiten</strong> ist eine Anleinpflicht möglich.</li>



<li><strong>Bei öffentlichen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen</strong> sowie in Gaststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln usw. sind Hunde grundsätzlich an der Leine zu führen (§ 9 Abs. 2 Hessische Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden)</li>



<li><strong>Die städtischer Grünanlagensatzung </strong>schreibt vor, dass Hunde in Hofheims städtischen Grün- und Erholungsanlagen an der kurzen Leine (max. 2 m Länge) zu halten sind.</li>



<li><strong>Zum Schutz von Bodenbrütern in der Brut- und Setzzeit</strong> ist es möglich, eine Anleinpflicht für Hunde im Außenbereich durch eine Satzung zu erlassen.</li>



<li>Ob eine allgemeine Leinenpflicht per Satzung verordnet werden kann, müsste rechtlich geprüft werden.</li>
</ul>



<p><strong>Zusammengefasst: </strong>Eine Anleinpflicht besteht aktuell nur in bestimmten Bereichen der Stadt und bspw. bei Veranstaltungen. Eine <strong>Anleinpflicht</strong> für Hunde im Außenbereich zum Schutz von Bodenbrütern <strong>in der Brut- und Setzzeit</strong> ist offenbar machbar. Ob <strong>darüber hinaus</strong> eine allgemeine Leinenpflicht möglich ist: unklar. <strong>Das müsste geprüft werden.</strong></p>



<p><strong>Diese</strong> <strong>Magistrats-Mitteilung</strong>, gedacht als Antwort auf den Preusche-Antrag von <strong>März 2023,</strong> datiert von <strong>Februar 2024</strong>.</p>



<p>Jetzt haben wir <strong>April 2024</strong> – und jetzt meldet sich<strong> Kaya</strong> mit einem <strong>neuen Grünen-Antrag:</strong></p>



<p><strong>Die Leinenpflicht soll her! Immer. Und überall.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Hunde &amp; Leinenpflicht: Zwei Auskünfte von zwei Dezernenten</h2>



<p><strong>Noch ein kleiner Einschub, </strong>so viel Zeit muss sein: Das Thema ist <strong>nicht ganz neu,</strong> wurde schon vor Jahren wiederholt in <strong>Ortsbeiräten</strong> vorgetragen. Es war im <strong>März 2020</strong>, als der Magistrat zur Forderung nach einer Leinenpflicht <strong>folgende Auskunft</strong> gab:</p>



<p><strong>Leinenpflicht</strong> gelte nur auf<strong> bestimmten Plätzen</strong> und bei <strong>bestimmten Veranstaltungen</strong>. <em>&#8222;Die darüber hinausgehende Einführung einer generellen Leinenpflicht würde dem verfassungsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und dem darin verankerten Übermaßverbot nicht gerecht werden und dem Vorbehalt der gesetzlichen Regelung (konkret bezeichnete Grundstücke) nicht genügen.&#8220;</em></p>



<p>Wir lernen:</p>



<p><strong>Damals</strong> stoppte der Magistrat jede weitere Diskussion mit Schlagworten wie <strong>&#8222;verfassungsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatz&#8220;.</strong></p>



<p><strong>Heute</strong> dagegen lesen wir in der Magistrats-Antwort vom Februar – wörtlich: <em>&#8222;Inwieweit eine durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossene Satzung für eine allgemeine Leinenpflicht darüber hinaus zulässig und durchsetzbar ist, müsste entsprechend rechtlich geprüft werden.&#8220;</em></p>



<p>Vielleicht ist das der Unterschied: Damals hieß der zuständige <strong>Dezernent Wolfgang Exner</strong> von der <strong>CDU</strong>. Heute heißt er <strong>Daniel Philipp</strong>, er ist – wie Leinenpflicht-Anhänger Kaya – Mitglied bei den Grünen.</p>



<p>Man muss in Hofheim wirklich immer<strong> sehr kritisch</strong> hinhören, wenn der Magistrat Auskunft gibt&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umfrage: Kaum einer ist für generelle Leinenpflicht</h2>



<p>Ach ja, Kaya, die vielen Mitbürger und die angebliche <strong>Angst vor freilaufenden Hunden</strong> – das müssen wir noch schnell erzählen:</p>



<p><strong>Tanja Lindenthal,</strong> bekanntlich große Tierfreundin (Vorstand <a href="https://www.bund-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">BUND</a>) und Mitglied bei den <strong>Bürgern für Hofheim</strong>, postete vorige Tage den <strong>Kaya-Antrag bei Facebook </strong>und fragte, was davon zu halten sei. <strong>150 Kommentaren</strong> gingen ein! Das Thema scheint die Menschen stark zu bewegen – aber anders, als Kaya behauptet: <strong>Keine Handvoll verlangte Leinenpflicht.</strong> Hier sind<strong> einige der Antworten</strong> (viel mehr Stimmen pro Leine gab&#8217;s wirklich nicht):</p>



<p><strong>Frank Eigler: </strong><em>Es sollte empfindliche Strafen geben, wenn der Hund jagt, aber immer gleich mit Verboten für alle Hundehalter zu kommen ist der falsche Weg.</em></p>



<p><strong>Barbara Schmidt: </strong><em>Ich traue den meisten Hundebesitzern zu, das verantwortlich zu regeln. Die Hundebesitzer, denen es egal ist, ob ihr Hund wildert und denen die Empathie für die Wildtiere oder auch andere Waldnutzer fehlt, werden sich ohnehin nicht dran halten.</em></p>



<p><strong>Jasmin Bielak: </strong><em>Mein Hund darf im Wald und Feld die Wege nicht verlassen und ist abrufbar &#8211; wieso sollte man ihm dann die „Freiheit“ nehmen.</em></p>



<p><strong>Katja Gorol: </strong><em>Ich finde, man sollte an die Vernunft der Bürger appellieren und Entgegenhandeln muss dann Folgen haben. Aber ich möchte mich mit meinem ordnungsgemäßen Verhalten nicht mitbestrafen lassen!</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/dog-7559102_640.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/dog-7559102_640.jpg" alt="dog 7559102 640" class="wp-image-42094" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/dog-7559102_640.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/04/dog-7559102_640-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></figure>
</div>


<p><strong>Lisa Id: </strong><em>Eine generelle Leinenpflicht bestraft all diejenigen, deren Hunde abrufbar, gut erzogen, zurückhaltend etc sind.</em></p>



<p><strong>Andre Sander:</strong><em> Wenn ich mir die Anträge der Grünen in der letzten Zeit anschaue, bekomme ich den Eindruck, dass die Grünen in Hofheim nur Anträge stellen, die sich gegen irgendwelche Dinge stellen. Dabei wäre es besser, Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu machen. Wie zb. einen Eignungstest für Hundehalter einzuführen.</em></p>



<p><strong>Ingo Küther: </strong><em>Ich möchte hier mal aus Sicht eines Landwirts etwas dazu beitragen, bin selbst kein Hundehalter. Wenn Äcker und Wiesen abgeerntet sind spricht eigentlich wenig dagegen, die Hunde frei dort laufen zu lassen. Allerdings sollte ein Hundebesitzer das Wissen besitzen, wie eine abgeerntete Fläche aussieht bzw. wie eine Fläche aussieht, wo die Aussaat erfolgt ist- Dieses Wissen ist oftmals nicht da oder geht leider immer mehr verloren.&#8220;</em></p>



<p><strong>Thorsten Kirchhof:</strong><em> Das Ordnungsamt hat ja nicht mal Zeit, das Anwohnerparken gescheit zu kontrollieren. Wie sollen sie dann das schaffen?</em></p>



<p><strong>Petra Weschke: </strong><em>Die Hundesteuer wird aber gerne genommen. Ich kann diese ständige Bevormunderei von Leuten,&nbsp; die im Regelfall gar keinen Hund haben,&nbsp; nicht mehr ertragen.&nbsp;</em></p>



<p><strong>Andreas Friedrich: </strong><em>Längst überfälliger Antrag. Leider trifft es dann auch diejenigen, die ihr Tier im Griff haben.</em></p>



<p><strong>Stefan Grimm: </strong><em>Ach ja, die &#8222;Grünen&#8220;&#8230; Praxisfern wie man sie kennt&#8230; Absehbar ist doch im Falle von der Durchsetzung des &#8222;Leinenzwangs&#8220; durch die zusätzlichen Ordnungsbeamten, dass die Oma, die ihren Pinscher am Untertor nicht angeleint hat, ein Knöllchen bekommt, und die Grossen, Dicken am Meisterturm unbeobachtet durchs Unterholz brechen und man nur das aufgeregt hektische Rufen des Models vernimmt: &#8222;Bleibst Du wohl stehen&#8220;&#8230;</em></p>



<p><strong>Andrea Wagner: </strong><em>Man kann sich leider nicht auf das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter verlassen, so meine Erfahrung (&#8230;) Ich würde mir daher Auslaufflächen wünschen, die auch für große Hunde ausreichend Platz bieten.&nbsp;</em></p>



<p><strong>Stefanie Hastrich:</strong> <em>Ja, das Wildern ist sehr schlimm, aber dann müssen die Hundehalter bestraft werden und nicht der Hund.</em></p>



<p><strong>Michael Vogelmann: </strong><em>Leinenpflicht NEIN!!! Es muss langsam aufhören den Bürger zu bevormunden.</em></p>



<p><strong>Karin Lübbers: </strong><em>Ich bin gegen einen generellen Leinenzwang. Ich halte die aktuelle Regelung für ausreichend. Hier werden meines Erachtens nach alle Hunde/Hundehalter in einen Sack gesteckt und bestraft.</em></p>



<p><strong>Jürgen Bartsch:</strong><em> Ich schlage vor, dass das Ordnungsamt seine Zeit dazu verwendet, um die Überfälle am Bahnhof durch verstärkte Präsenz einzudämmen.</em></p>



<p>+++</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>UPDATE</strong></h2>



<p>Die Grünen haben den Antrag auf immerwährenden Leinenzwang im gesamten Stadtgebiet zu Beginn der Sitzung des Ortsbeirates zurückgezogen. Bis zum nächsten Antrag&#8230;</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Natur darf leben: Mega-Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220; ist tot!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/01/30/auf-den-gleichen-ist-tot/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 20:24:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Henninger Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Weiss Michael]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war eine richtig gute Nachricht für die Natur – gerne wollen wir dazu beitragen, dass sie so schnell wie möglich "unters Volk gebracht" wird: Das Baugebiet "Auf den Gleichen", das im Hofheimer Norden (nahe der Therme) entstehen sollte, ist tot. Es wurde am Dienstagabend beerdigt. Alle schienen glücklich. Nur zwei dürften geweint haben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Es war eine richtig gute Nachricht für die Natur –&nbsp;gerne wollen wir dazu beitragen, dass sie so schnell wie möglich &#8222;unters Volk gebracht&#8220; wird: Das gewaltige Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220;, das im Hofheimer Norden (nahe der Therme) entstehen sollte, ist tot. Der Bauausschuss hat an diesem Dienstagabend die Expansionspläne zweier Investoren beerdigt: Eines Tages könne man darüber nachdenken – vielleicht. Aber jetzt erstmal nicht, und auch nicht in den nächsten Monaten – basta!</strong></p>



<p>Damit endet ein<strong> unrühmliches Kapitel </strong>Hofheimer Lokalpolitik. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte das Thema Anfang Dezember in all seinen Facetten aufgedeckt: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/05/milllionen-coup-eines-cdu-politikers/">Milllionen-Coup eines CDU-Politikers – mit Unterstützung aus dem Rathaus</a>. Hier <strong>die wichtigsten Facts</strong> in aller Kürze:&nbsp;</p>



<p><strong>An der Straße nach Kelkheim</strong>, hinter dem Gewerbe- und Wohngebiet entlang der Straße Im Langgewann, sollten <strong>bis zu 400 Wohnungen</strong> entstehen. Den <strong>Kapellenberg</strong> hoch, <strong>auf</strong> <strong>allerbesten landwirtschaftlichen Flächen</strong>, mit Fernblick bis zur <strong>Frankfurter Skyline</strong>: Eine <strong>Freude für alle</strong>, die hier wohnen dürften – und sicher auch ein <strong>Festival für</strong> <strong>Bauunternehmer</strong>, die Top-Preise aufrufen könnten.</p>



<p><strong>Zwei Investoren </strong>hatten sich das ausgedacht: Die <a href="https://www.weiss-projekte.com/" target="_blank" rel="noopener">Firmengruppe Weiss</a> – dahinter steht, anders als der Name suggeriert, ein eher kleines Bauunternehmen um den Hofheimer<strong> Michael Weiss</strong>. An seiner Seite der national agierende <a href="https://frank.de/" target="_blank" rel="noopener">Projektentwickler Frank</a> aus Hamburg, der seinen Hofheimer Statthalter <strong>Michael Henninger</strong> als eine Art <strong>Lobbyisten für  Bauinvestoren</strong> im Stadtparlament hat platzieren können, der <strong>CDU sei Dank</strong>.</p>



<p>Weiss und Frank gründeten gemeinsam die <strong>Entwicklungsgesellschaft</strong> <em>„Auf den Gleichen GmbH &amp; Co.KG“</em>. Sie müssen sich ihres Erfolgs <strong>sehr</strong> <strong>sicher</strong> gewesen sein: Sie <strong>investierten viel Geld</strong> in vorbereitende Planungen und Gutachten. Sie waren offenbar<strong> fest davon</strong> <strong>überzeugt</strong>, dass es wieder so abläuft, wie&#8217;s in Hofheim – glaubt man <strong>Kennern der Polit-Szene</strong> – seit Jahrzehnten üblich ist:</p>



<p>Ausgewählte <strong>Stadtverordnete</strong> wurden zu Gesprächen gebeten, <strong>vertraulich</strong> natürlich. Persönliche <strong>Überzeugungsarbeit</strong>, die ihre Wirkung oftmals nicht verfehlt: So konnten <strong>Projekte</strong>, mit ein paar <strong>Gegenstimmen</strong> allenfalls, weitgehend <strong>ungehindert</strong> durchgezogen werden. Bisher wenigstens.</p>



<p>Aber dann &#8222;passierte&#8220; <strong>Vorderheide II</strong>, wo Frank &amp; Co ein <strong>Luxusbaugebiet</strong> hatten anlegen wollen. Der <a href="https://www.bund-hofheim.de" target="_blank" rel="noopener">BUND</a> klagte gegen die Pläne, und <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/25/entschieden-vorderheide-ist-gerettet/">vor genau einem Jahr</a> stoppte <strong>das oberste deutsche Verwaltungsgericht</strong> das Projekt komplett und endgültig.</p>



<p>Dass <strong>Michael Henninger </strong>nur <a href="https://hk-newsletter.de/2023/10/14/rmv-frank-lorsbach-cdu/#frank202310">wenig später</a> seinen Posten als Geschäftsführer bei der Frank-Gruppe <strong>abgab</strong>, soll nichts mit dem <strong>Vorderheide-II-Flop</strong> zu tun haben – heißt es.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Auf den Gleichen&#8220;: Selbst in der CDU wurde Kritik laut</h2>



<p>Vom<strong> Mega-Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220;</strong>,  an dessen Entwicklung Henninger noch führend mitgewirkt hatte, erfuhr die <strong>Öffentlichkeit</strong> wieder einmal so gut wie gar nichts. Details wurden erst gegen <strong>Ende des letzten Jahres</strong> bekannt – und dann überschlugen sich die Ereignisse:</p>



<p>Hofheims bisheriger Baudezernent<strong> Wolfgang Exner (CDU) </strong>wollte die Pläne durch das Parlament <strong>peitschen</strong> – kurz vor seinem <strong>Eintritt in den Ruhestand</strong> und <strong>ohne jede öffentliche Diskussion</strong>.</p>



<p>Tage vor der entscheidenden Sitzung erschien der Bericht im Hofheim/Kriftel-Newsletter, der die <strong>Hintergründe</strong> öffentlich machte. Da meldeten sich dann auch in der CDU starke <strong>Kräfte</strong> <strong>gegen das Baugebiet</strong>:</p>



<p>Ein paar waren dabei, denen ging&#8217;s um<strong> die Rettung wertvoller landwirtschaftlicher Flächen</strong>. Noch mehr zeigten sich <strong>ernsthaft</strong> <strong>besorgt</strong>, dass der Stadtpartei bei einer <strong>derart</strong> <strong>rabiaten Naturzerstörung</strong> die Wähler <strong>davonlaufen</strong> könnten.</p>



<p>Und wieder andere gaben zu bedenken, dass man doch schlecht den<strong> Unternehmer Horn </strong>für den geplanten Bau von <strong>bis zu 500 neuen Wohnungen</strong> auf dem <strong>Polar-Mohr-Gelände an der Hattersheimer Straße </strong>feiern könne – und gleichzeitig am anderen Ende der Stadt ein<strong> Konkurrenz-Wohngebiet </strong>durchwinke.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Auf-den-Gleichen-202312.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="508" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Auf-den-Gleichen-202312.jpg" alt="Auf den Gleichen" class="wp-image-36825" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Auf-den-Gleichen-202312.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Auf-den-Gleichen-202312-300x191.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Auf-den-Gleichen-202312-768x488.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So hatten sich die Investoren das neue Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220; vorgestellt. Sie hatten alle Pläne bereits fertig vorbereitet – und blitzten jetzt überraschend ab.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Michael Weiss</strong> zeigte sich ob einer drohenden Ablehnung <strong>entsetzt</strong>: Man habe<strong> sehr, ja sehr viel Geld</strong> in die Pläne gesteckt – <strong>ein Aus</strong> könne <strong>nicht absehbare Folgen</strong> für sein Unternehmen haben. Und er verwies darauf: Man habe doch mit <strong>fast allen Stadtverordneten</strong> gesprochen, habe sie <strong>umfänglich informiert</strong>&#8230;</p>



<p>Ja, das hatte man getan, wieder einmal, <strong>nach altbewährter Methode</strong>: Alles ganz vertraulich. Aber wenn dann die Öffentlichkeit davon erfährt, funktioniert so <strong>ein Klüngel-Konzept</strong> eben nicht mehr.</p>



<p>Etliche Stadtverordnete sagen heute: Hätten <strong>Weiss und Frank </strong>ihre Pläne vor einem Jahr <strong>der Öffentlichkeit vorgestellt</strong>, wären sie durchgewunken worden, sehr wahrscheinlich sogar&#8230;&nbsp;</p>



<p>Aber jetzt geht erst einmal <strong>gar nichts mehr</strong>. Am Dienstagabend im Bauausschuss meldete sich <strong>CDU-Fraktionschef Frank Härder</strong>: Seine Partei sei grundsätzlich für <strong>Wohnungsbau</strong>, versicherte er. Man habe derzeit <strong>große Projekte</strong> am Laufen – <strong>Hattersheimer Straße</strong> (500 Wohnungen), <strong>Homburger Straße</strong> (100 Wohnungen), dazu <strong>Bauvorhaben der städtischen Wohnungsbaugesellschaft HWB</strong> – und dann sei auch noch mit <strong>Marxheim II/Römerwiesen</strong> ein riesiges Baugebiet in Planung. Härder:<em> &#8222;Es wäre sinnvoll, wenn wir diese Dinge zu Ende führen, bevor wir neue Wohngebiete angehen.&#8220;</em></p>



<p>Da gab&#8217;s<strong> zustimmendes Tischgeklopfe</strong> für den CDU-Mann sogar von den <strong>Grünen und der BfH</strong>. Der Magistratsvorschlag aus Exners Schublade, die Planung für &#8222;Auf den Gleichen&#8220; anzuschieben, wurde zur <strong>Abstimmung</strong> aufgerufen – und klar <strong>abgelehnt</strong>:</p>



<p><strong>Acht Gegenstimmen, vier Enthaltungen</strong> – die Natur kann <strong>aufatmen</strong>! Das Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220; wird nicht kommen. Wenigstens erst einmal nicht&#8230;</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Magistrat plant neues Baugebiet: &#8222;Wohnen neben der Hochspannungsleitung&#8220;</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/11/stadt-baut-unter-hochspannungsleitung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
		<category><![CDATA[Engelhard Rolf]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
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					<description><![CDATA[Hofheims Magistrat will von der HWB Sozialwohnungen bauen lassen – in einem neuen Baugebiet in Langenhain, direkt neben einer Hochspannungsleitung. Die Beratungen zu dem Thema zeigten: Wieder einmal sollten wichtige Informationen den Stadtverordneten vorenthalten werden. Nur dem hartnäckigen Nachfragen einiger Frauen ist zu verdanken, dass wir jetzt Klarheit haben. Einigen Lokalpolitikern gefällt der neue Stil offensichtlich nicht: Sie reagierten heftig. Teilweise ausfällig.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Und wieder ist <strong>aus einem städtischen Gremium </strong>zu berichten, dass der Magistrat gezielt Informationen zu unterschlagen versucht hat. Wieder ging&#8217;s um ein Baugebiet, das die Stadtverordneten abnicken sollten, und zwar <strong>zack, zack!</strong> Vielleicht ist das auch früher schon so gewesen; aber jetzt sitzen im Stadtparlament kritische Geister – auffallend: es sind zumeist Frauen –, die sich nicht mit behördlichen Ausreden abwimmeln lassen. Das alte System funktioniert nicht mehr wie gewohnt, und auch das fällt auf: Einige Männer reagieren darauf äußerst heftig. Teilweise sogar ausfällig. Ein Beispiel.</strong></p>



<p>Es geht um ein geplantes <strong>Baugebiet in Langenhain</strong> – und um <strong>Hochspannungsleitungen</strong>, zu denen neue Wohnhäuser zwingend einen <strong>Mindestabstand von 400 Metern</strong> einzuhalten haben. Denn <strong>Wohnen unter Hochspannungsleitungen</strong> gilt als eine <strong>Gefährdung der Gesundheit</strong>.</p>



<p>Eine dieser Leitungen – sie heißt <strong>&#8222;Ultranet&#8220;</strong> –&nbsp;soll Windstrom von der Nordsee nach Süddeutschland <strong>transportieren</strong>. Die Leitung soll <strong>durch ein Wohngebiet in Wildsachsen</strong> und <strong>über Wohnhäuser</strong> <strong>in Langenhain</strong> führen.</p>



<p>Die<strong> Stadt Hofheim</strong> will im <strong>Verbund mit anderen Kommunen</strong> gegen die Trasse klagen. Auch eine Bürgerinitiative <a href="https://www.ultranet-wollnmernet.de/" target="_blank" rel="noopener">„Ultranet – wollnmernet“</a> erwägt<strong> juristische Schritte</strong>, was natürlich teuer ist. Hofheims Stadtverordnete haben unlängst beschlossen, die Bürgerinitiative <strong>finanziell aus der Stadtkasse zu unterstützen.</strong></p>



<p>In dieser Situation legte <strong>Hofheims Magistrat</strong> folgenden Vorschlag vor: Am <strong>Ortsrand von Langenhain</strong> (südlich der Oranienstraße, östlich des Paulinenwegs) soll ein gut <strong>14.000 Quadratmeter großes Gebiet</strong> überplant werden – mit einem <strong>Lebensmittelmarkt</strong> (auf 4.000 Quadratmetern) und <strong>zweistöckigen</strong> <strong>Häusern</strong> <strong>mit Sozialwohnungen</strong>, gebaut von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft HWB.</p>



<p>Für den Wohnungsbau müsse man, so hieß es letztens im Bau- und Planungsausschuss,  eine <strong>Ausnahmegenehmigung</strong> beim <strong>Hessischen Wirtschaftsministerium</strong> beantragen: Denn der vorgeschriebene <strong>Mindestabstand</strong> zu einer Hochspannungsleitung <strong>werde nicht eingehalten.</strong></p>



<p><strong>Tanja Lindenthal von den &#8222;Bürgern für Hofheim&#8220; </strong>(BfH) zeigte sich gut vorbereitet: Wie weit das Baugebiet von der<strong> Hochspannungsleitung</strong> entfernt sei, wollte sie wissen. Bzw. welcher Teil des Baugebiets liege<strong> innerhalb des 400-Meter-Korridors</strong>:&nbsp;Nur das Grundstück des  Nahversorgers? Oder auch die Wohngebäude?</p>



<p>Der Magistrat hatte zwar <strong>eine Karte für die Ausschussmitglieder</strong> mitgebracht. Die aber half nicht weiter: Die Hochspannungsleitung war <strong>nicht eingezeichnet.</strong></p>



<p><strong>Baudezernent Wolfgang Exner</strong> <strong>(CDU)</strong> meldete sich: Er sagte, er habe die Informationen <strong>nicht parat</strong>. Er werde <em>&#8222;gerne eine Karte nachreichen, wo die Leitung zu sehen ist&#8220;</em>. Der Ausschuss solle auf alle Fälle der Planung <strong>zustimmen</strong>, drängelte er, notfalls nur für den <strong>Lebensmittelmarkt</strong>: Den könne man auch <strong>ohne Ausnahmegenehmigung</strong> realisieren.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhaiun-202312-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="707" height="1000" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhaiun-202312-1.jpg" alt="Langenhaiun 202312 1" class="wp-image-37162" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhaiun-202312-1.jpg 707w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhaiun-202312-1-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese karge Karte wurde im Ausschuss vorgelegt. Stadtrat Exner gab vor, nicht zu wissen, welcher Bereich des geplanten Baugebiets im 400-Meter-Abstand zu einer Hochspannungsleitung liegt.</figcaption></figure>
</div>


<p>Lindenthal ließ nicht locker: Man habe <strong>nichts gegen einen Nahversorger</strong> und auch nichts <strong>gegen neue Wohnungen</strong>, betonte sie gleich <strong>mehrmals</strong>. Aber wenn eine rechtsgültige Vorschrift<strong> 400 Meter Abstand </strong>verlange, dann habe das vermutlich<strong> gute Gründe</strong>. Und der Magistrat werde sich doch bestimmt Gedanken gemacht haben: Wenn er die Sachlage <strong>anders beurteile</strong> als beispielsweise das <strong>Bundesamt für Strahlenschutz</strong>, möge er das bitte <strong>erklären</strong>.</p>



<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt (CDU) </strong>schaltete sich ein – mit einer <strong>Heftigkeit</strong>, die überraschte. Er ging Lindenthal <strong>frontal</strong> <strong>an</strong> und <strong>beschuldigte</strong> sie, <em>&#8222;grundsätzlich</em><strong>&#8220; </strong>falsche Informationen zu verbreiten (sie hatte den 400-Meter-Abstand als <em>&#8222;Gesetz&#8220;</em> bezeichnet). Sie solle sich <strong>besser informieren</strong>, bevor sie sich zu Wort melde, so Vogt, und überhaupt: Sie vertrete ihr Mandat <em>&#8222;hobbyweise</em>”. </p>



<p>An dieser Stelle ging <strong>Rolf Engelhard von der SPD </strong>dazwischen: Der <strong>Jurist</strong> und frühere Richter bestätigte, dass die 400-Meter-Vorschrift <strong><em>kein</em></strong> <strong>Gesetz</strong> sei. Es handele sich um<em> &#8222;eine Ergänzung zur 26. <em>Bundesimmissionsschutzordnung</em> und zum Bundesimmissionsschutzrecht&#8220;</em>, führte er aus. Und befand:<em> &#8222;Ein Nicht-Jurist kann da durchaus zu dem Ergebnis kommen, dies ist ein Gesetz.&#8220;</em> </p>



<p>Lindenthal blieb <strong>überraschend cool:</strong> Die Bundesbehörde habe<strong> eine eindeutige Empfehlung</strong> gegeben, und jetzt wolle sie lediglich wissen, <strong>warum</strong> und <strong>in</strong> <strong>welchem Ausmaß </strong>der Magistrat davon <strong>abweichen wolle</strong>. <em>&#8222;Ich erwarte vom Magistrat, dass er sachliche Antworten gibt.&#8220;</em></p>



<p><strong>Unterstützung</strong> bekam sie von <strong>Bettina Brestel von den Grünen</strong>: &#8222;<em>Keiner hat was gegen neue Wohnungen oder einen Nahkauf. Was wir wünschen sind Informationen. Die aber bekommen wir nicht.&#8220;</em></p>



<p>Auch <strong>Barbara Grassel</strong> von den Linken zeigte <strong>Bedenken</strong> gegen die vorgelegte Planung – aus anderem Grund: Die Stadt unterstütze eine <strong>Klage</strong> <strong>gegen</strong> <strong>die</strong> <strong>Hochspannungsleitung</strong> in Wildsachsen und Langenhain – und wolle gleichzeitig <strong>Wohnhäuser</strong> <strong>in unmittelbarer Nähe </strong>einer Hochspannungsleitung bauen. Damit <strong>untergrabe</strong> sie ihre Glaubwürdigkeit und <strong>konterkariere</strong> die Klagebemühungen der Bürgerinitiative.</p>



<p><strong>Mehr als eine halbe Stunde hitziger Debatte</strong> – dann urplötzlich rückte Vogt mit der Wahrheit heraus: <em>&#8222;Das gesamte Gebiet liegt innerhalb des 400-Meter-Korridors.&#8220;</em></p>



<p><strong>Das gesamte Gebiet?! </strong>Und das will der Planungsdezernent <strong>nicht</strong> <strong>gewusst</strong> haben?!</p>



<p><strong>Allseits Verblüffung</strong>! Das also ist der Plan: <strong>Schöner Wohnen neben der Hochspannungsleitung</strong>. Warum hatte Vogt das <strong>nicht gleich</strong> gesagt? Und warum hatte <strong>Exner</strong> behauptet, er würde solche Details nicht kennen?</p>



<p>Das wurde nicht mehr gesagt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="707" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2.jpg" alt="Hochspannungsleitung" class="wp-image-37163" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2-300x212.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2-768x543.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: Die Karte der Wahrheit, wie sie die Stadtverwaltung erst auf Drängen einiger Frauen herausrückte. Die roten Erklärungen wurden nachträglich eingesetzt. Deutlich zu sehen: Das gesamte Baugebiet ist keine 400 Meter von der Hochspannungsleitung entfernt.</figcaption></figure>
</div>


<p>Das <strong>Schlusswort</strong> wollen wir an dieser Stelle <strong>Ralf Weber</strong> &#8222;schenken&#8220;, dem<strong> FDP-Mann</strong>, der <strong>für rüde Ausfälle bekannt</strong> ist. Der <strong>73-Jährige </strong>wollte am Ende, als alles geklärt war, unbedingt noch eine <strong>Attacke gegen die Frauen </strong>loswerden, die sich <strong>herausgenommen</strong> hatten, <strong>umfassende Information </strong>vom Magistrat zu verlangen:</p>



<p>Er verstehe die ganzen Fragen nicht, so Weber. &#8222;<em>Man sollte im Ausschuss in der Lage sein, einen Plan auf seinem PC aufzurufen, der die Hochspannungsleitungen zeigt.&#8220; </em>Den könne man notfalls <strong>ausdrucken</strong>, und dann könne man <strong>mit einem</strong> <strong>Lineal nachmessen</strong>, wie groß der Abstand sei.</p>



<p>O-Ton Weber: &#8222;<em>Ich find&#8217;s unsäglich und eine riesige Zeitverschwendung, hier ernsthaft im Ausschuss danach zu fragen.&#8220;</em></p>



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<h2 class="wp-block-heading">+++ UPDATE +++</h2>



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<p><strong>Die Stadtverordnetenversammlung fasste am 12. Dezember folgten Beschluss:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Der Magistrat wird gebeten, einen Antrag auf Zielabweichung vom Ziel Z 5.3.4-7 der 3. Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) zur Realisierung der geplanten Wohnbaufläche mit ergänzendem Lebensmittelmarkt zu erstellen und beim Land Hessen einzureichen.</li>



<li>Der Bebauungsplan Nr. 155 „Südlich der Oranienstraße“ ist aufzustellen. Ziel ist die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von Wohngebäuden und eines nicht großflächigen Lebensmittelmarktes in der Gemarkung Langenhain. Der Geltungsbereich umfasst Teile der Gemarkung Langenhain in der Flur 43 in einem Bereich südlich der Oranienstraße und westlich des Paulinenweges und wird entsprechend des anliegenden Lageplans begrenzt.</li>



<li>Der Magistrat wird gebeten, ein Bebauungsplankonzept zu erarbeiten und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB bzw. der Behörden gem. § 4 Abs. 1 BauGB durchzuführen.</li>



<li>Der Magistrat wird gebeten, dem PBUV Studien und Untersuchungen vorzustellen, die sich mit Risiken von Wohngebieten innerhalb der Mindestabstände zu Hochspannungs- bzw. Ultranetleitungen auseinandersetzen.</li>
</ol>



<p><br></p>



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