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	<title>Haindl Martin &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Haindl Martin &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<item>
		<title>Magistrat legt sich fest: Es gibt keinen besseren Standort fürs &#8222;Chalet&#8220;</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/07/01/magistrat-standort-chalet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Auftrag des Stadtparlaments sollte der Hofheimer Magistrat prüfen: Welcher Standort eignet sich am besten für den Weinstand  "Chalet", den Wulf Baltruschat angeblich für Vereine im Herzen der Altstadt betreibt? Das Ergebnis der Prüfung will CDU-Bürgermeister Christian Vogt morgen den Stadtverordneten mitteilen. Baltruschat, der für die CDU im Magistrat sitzt, wird's gefallen.

Dazu: Waldleitbild und Flächennutzungsplan – zwei weitere Beispiele, wie der Magistrat die Stadtverordneten umgeht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Das ging ja richtig fix: Im Februar dieses Jahres hatten die Hofheimer Stadtverordneten den Magistrat beauftragt zu prüfen, welcher Standort für das &#8222;Chalet&#8220; <strong>am besten </strong>geeignet ist. Morgen wird Bürgermeister Christian Vogt (CDU) das Ergebnis vorlegen: Der beste Platz für den Weinstand ist – tärä! tärä! – der <span style="text-decoration: underline;">jetzige</span> Standort, also direkt vor den Fachwerkhäusern mit dem historischen Türmchen. Bleibt also alles so, wie&#8217;s ist? </strong></p>



<p>Der <strong>Magistrat der Stadt Hofheim</strong> lässt sich in der Regel viel Zeit, um <strong>Aufträge der Stadtverordneten</strong> umzusetzen. Manchmal dauert es<strong> Jahre</strong>, manchmal tut er es <strong>gar nicht</strong>. Diesmal ging&#8217;s <strong>unerwartet schnell:</strong></p>



<p>Der Auftrag des Stadtparlaments, <strong>alternative Standorte für den Weinausschank des Vereinsrings</strong> zu suchen, wurde innerhalb von vier Monaten ausgeführt. Das Ergebnis dürfte <strong>nicht sonderlich überraschen:</strong></p>



<p><strong>Es soll alles beim Alten bleiben – der Magistrat favorisiert den bisherigen Standort &#8222;Am Untertorplatz vor dem Türmchen&#8220;.</strong></p>



<p>Einem Mann wird&#8217;s gefallen: <strong>Wulf Baltruschat</strong> – er ist <strong>Mitglied des Magistrats</strong> und zugleich <strong>Vorsitzender des Vereinsrings,</strong> der die Holzhütte aufgestellt hat. Es sieht ganz danach aus, als könne der CDU-Mann <strong>sein undurchsichtiges Geschäftsmodell</strong> weiter betreiben wie bisher.</p>



<p>Der <strong>Erlös aus dem Weinverkauf </strong>sollte eigentlich <strong>allen Vereinen der Stadt </strong>zugute kommen – so hieß es immer wieder. Doch wo bleiben <strong>die Einnahmen</strong> – pro Wochenende sollen es<strong> mehrere tausend Euro</strong> sein – eigentlich wirklich? Das weiß die Öffentlichkeit <strong>bis heute</strong> <strong>nicht</strong>. Baltruschat hält die Information<strong> unter Verschluss</strong>, als wäre es <strong>seine Privatsache.</strong></p>



<p>Längst hat sich herumgesprochen, dass<strong> </strong>die Holzhütte <strong>häufig</strong>, vielleicht sogar <strong>überwiegend kommerziell</strong> genutzt wird. <strong>Die benachbarte Gastronomie</strong> ist über die <strong>von der Stadt geförderte Konkurrenz</strong> naturgemäß nicht erfreut, und Mitglieder der<a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener"> Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt</a> bemängeln, dass die Holzhütte <strong>den freien Blick auf die beliebte Türmchenzeile</strong> einschränkt.</p>



<p>Doch Baltruschat bleibt stur und will den Platz nicht räumen. Da trifft es sich gut, dass er, <strong>der ehemalige SPD-Mann</strong>, rechtzeitig <strong>das Parteibuch gewechselt</strong> hat: Heute sitzt er <strong>für die CDU im Magistrat</strong> – und damit in dem Gremium, das einen geeigneten<strong> Standort</strong> <strong>für &#8222;seinen&#8220; Weinstand</strong> finden sollte.</p>



<p>Wie gesagt: Das Ergebnis der Prüfung<strong> </strong>dürfte <strong>niemanden</strong> <strong>wirklich</strong> <strong>überraschen</strong>&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Chalet&#8220;: Denkmalschutz verhindert Alternative</h2>



<p>Das Thema bewegt die <strong>Stadtgesellschaft</strong> seit Ende letzten Jahres: Im Ortsbeirat Kernstadt hatten drei Kommunalpolitiker &#8211; zwei Männer (<strong>Peter Ottlik,</strong> SPD, und <strong>Martin Haindl</strong>, Grüne) und eine Frau (<strong>Tanja Lindenthal</strong>, Bürger für Hofheim) &#8211; <strong>Kritik an der heruntergekommenen</strong> <strong>Holzhütte</strong> geübt. Vorsichtig, nahezu leise merkten sie an, dass der Platz <strong>direkt vor den Fachwerkhäusern mit dem historischen Türmchen</strong> nicht so richtig gut aussehe&#8230;</p>



<p>Baltruschat reagierte <strong>mit unerwarteter Heftigkeit</strong>, allerdings nur <strong>gegen die Frau</strong>: In einer E-Mail <strong>drohte</strong> er, Frau Lindenthal und auch ihren Verein<strong> aus dem Vereinsring auszuschließen</strong>, sollte sie sich noch einmal <strong>negativ über den Chalet-Standort </strong>äußern. Weil Lindenthal nicht einlenkte, sondern die <strong>Drohmail</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">öffentlich</a> machte, erstattete Baltruschat <strong>Strafanzeige gegen sie</strong>: Seitdem muss sich auch die <strong>Amtsanwaltschaft</strong> <strong>in Frankfurt</strong> mit dem Fall befassen (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/25/stadtverordnete-polizist-drohung/">hier</a>).</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg" alt="Chalet Stolperfalle" class="wp-image-43720" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Im Herzen der Altstadt, vor der beliebten Türmchenzeile: die umstrittene Holzhütte von CDU-Magistratsmitglied Wulf Baltruschat.</figcaption></figure>
</div>


<p>Besonders klug war <strong>Baltruschats Vorgehen</strong> freilich nicht: Denn seitdem steht die Frage im Raum, was ihn zu seiner <strong>maßlos</strong> <strong>überzogenen Reaktion </strong>veranlasst haben könnte. Im <strong>Sinne der Hofheimer Vereine</strong> kann es jedenfalls kaum gewesen sein.</p>



<p>Immer wieder wird seither auch <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/11/vereinsring-und-chalet/">die Frage</a> gestellt, wo <strong>all das viele Geld</strong> bleibt, das in der Holzhütte eingenommen wurde und wird. <strong>Bürger für Hofheim, Grüne und Linke</strong> haben im Stadtparlament einen Fragenkatalog vorgelegt und wollten unter anderem wissen, ob die Hütte wirklich ausschließlich der <strong>Vereinsförderung</strong> dient, wie Baltruschat vorgibt – oder ob sie auch <strong>gewerblich</strong> genutzt wird.</p>



<p>Die <strong>Antworten des Magistrats</strong>, über die der Hofheim/Kriftel-Newsletter <a href="https://hk-newsletter.de/2024/04/03/privatgeschaefte-im-chalet/">exklusiv berichtete</a>, sind wenig erhellend. Die Nutzung des städtischen Platzes für den Weinstand sei <strong>vertraglich</strong> geregelt, hieß es:<em> &#8222;Grundlage des Vertrags&#8220;</em> sei <em>&#8222;die Weitergabe an Vereine des Vereinsrings zum Ziele der Vereinsförderung&#8220;</em>. Ob dies<strong> tatsächlich geschehe</strong>, oder ob die Einnahmen <strong>an Privatleute und Gewerbetreibende</strong> gingen: Das sei <em>&#8222;dem Magistrat nicht bekannt&#8220;.</em></p>



<p>Wenn der Magistrat gleich <strong>mehrfach</strong> angibt, er wisse nichts – wörtlich: <em>&#8222;Dazu liegen dem Magistrat keine Erkenntnisse vor&#8220;</em> – klingt das <strong>wenig glaubwürdig</strong>. Immerhin hätte Magistratsmitglied Baltruschat <strong>alle Antworten </strong>geben können. Aber daran scheint der Mann <strong>kein Interesse</strong> zu haben&#8230;</p>



<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Waldleitbild &amp; FNP: So umgeht der Magistrat die Stadtverordneten</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<p><strong>Klarheit und Wahrheit, Offenheit und Transparenz</strong> – das sind Grundpfeiler unserer demokratischen Kultur. Kommunalpolitiker nutzen die Worte gerne: Sie wollen damit signalisieren, dass sie ihr Amt und ihre Aufgaben <strong>verantwortungsvoll</strong> wahrnehmen und <strong>bürgernahe Entscheidungen gewährleisten</strong>.<br><br>In der Realität stellt sich das in Hofheim leider oftmals<strong> anders</strong> dar. <strong>Zwei aktuelle</strong> <strong>Beispiele</strong>:<br><br>Heute tagt der neu gebildete <strong>Forstausschuss</strong> (ab 19 Uhr, Stadthalle). Die Wählergemeinschaft <strong>Bürger für Hofheim </strong>(BfH) hat dazu eine Anfrage eingereicht: Wo bleibt eigentlich <strong>das</strong> <strong>Waldleitbild</strong>?<br><br>Ein Waldleitbild ist eine Art <strong>strategisches Konzept</strong>, in dem die langfristige <strong>Entwicklung</strong> <strong>und</strong> <strong>Bewirtschaftung</strong> eines Waldgebietes festgelegt wird: Es benennt<strong> ökologische, ökonomische und soziale Ziele</strong> der Waldbewirtschaftung. Ein solches Leitbild wird gewöhnlich<strong> in Abstimmung mit allen relevanten Akteuren</strong> erstellt – mit Bürgern, Naturschutzorganisationen, Forstbehörden &#8230;<br><br>In Hofheim hat der Magistrat<strong> </strong>das Waldleitbild <strong>im Alleingang</strong> erstellt – und bisher <strong>unter</strong> <strong>Verschluss</strong> gehalten. Erst jetzt und nur <strong>auf</strong> <strong>BfH-Anfrage</strong> soll es heute im Forstausschuss vorgestellt werden. In dem Papier stehen Sätze wie: <em>&#8222;Wir haben die Verantwortung für Schutz, naturnahe Pflege und umweltgerechte Nutzung des Waldes&#8230;&#8220;</em><br><br>Solche Sätze lassen erkennen, warum das Leitbild bisher nicht veröffentlicht wurde: Wenn es <strong>niemand kennt</strong>, kann auch niemand kritisieren, dass sich <strong>der Magistrat nicht an seine eigenen Vorgaben hält</strong>. Wie neulich <a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/22/stadtwald-foerster-magistrat/">berichtet</a>: Der <strong>Hofheimer Förster </strong>rodet Hecken im Wald – ausgerechnet während der <strong>Brut- und Setzzeit</strong>&#8230;<br><br>Zweiter Fall: Am morgigen Dienstag tagt der <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> (18 Uhr, Stadthalle). Auf der Tagesordnung steht ein etwas sperrig klingendes Thema, das jedoch für die <strong>Zukunft der Stadtentwicklung</strong> weitreichende Bedeutung hat: <br><br><strong>Der</strong> <strong>Flächennutzungsplan</strong> wird derzeit vom <strong>Regionalverband Frankfurt-RheinMain</strong> überarbeitet. Er legt für alle Städte und Gemeinde die <strong>Flächen für Gewerbe und Wohnen</strong> fest. Die Kommunen waren aufgefordert, ihre <strong>Änderungs- und Ergänzungsvorschläge </strong>einzureichen. Üblicherweise wird darüber im Vorfeld in den kommunalen Gremien diskutiert. Nur in Hofheim läuft das anders: <br><br><strong>Vor einem Jahr</strong> hatte das Stadtparlament auf Antrag der Linken<strong> einstimmig</strong> beschlossen: Der Magistrat soll die Stadtverordnetenversammlung <em>&#8222;unverzüglich in den Prozess der Planfortschreibung einbeziehen&#8220;.</em><br><br><strong>Im März </strong>dieses Jahres fragt die <strong>BfH</strong> nach: Wie weit sind eigentlich die Planungen?<br><br><strong>Jetzt steht fest:</strong> Der Magistrat hat Änderungswünsche eingereicht – <strong>unter Umgehung der Stadtverordneten</strong>*.</p>



<p>Am 9. Februar hatte der Regionalverband der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass Änderungswünsche in der Zeit <strong>vom 23. April bis 24. Mai </strong>vorzubringen seien. Danach tagte das <strong>Stadtparlament</strong> noch zweimal, aber der <strong>Magistrat</strong> sagte keinen Mucks. Jetzt ist <strong>die Frist abgelaufen</strong>: Thema durch – die Stadtverordneten können nicht mehr mitreden.</p>



<p><strong>Ein Jahr lang</strong> hatte der Magistrat einen einstimmigen Beschluss der Stadtverordneten<strong> ignoriert</strong>. Dann stellte er wichtige Weichen für die künftige Stadtentwicklung – unter Ausschluss <strong>der</strong> <strong>gewählten Bürgervertreter</strong>.</p>



<p><strong>Keine Klarheit, keine Wahrheit, keine Offenheit und keine Transparenz: </strong>So untergräbt der Magistrat der Stadt Hofheim <strong>wichtige Grundpfeiler unserer demokratischen Kultur</strong>.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>* UPDATE:</strong> Unsere ursprüngliche Formulierung an dieser Stelle (<em>&#8222;Die Planungen wurden abgeschlossen &#8211; unter Umgehung der Stadtverordneten&#8220;</em>) hat der zuständige Erste Stadtrat Daniel Philipp (Grüne) als falsch kritisiert, wir haben sie deshalb geändert. Philipp: <em>&#8222;Eine Beteiligung der Stadtverordnetenversammlungen im Verbandsgebiet ist seitens des Regionalverbandes frühestens für 2025 mit der ersten Offenlage vorgesehen.&#8220;</em></p>



<p>Warum der einstimmige Beschluss des Stadtparlaments vom März 2023 (die Stadtverordneten sind <em>&#8222;unverzüglich in den Prozess der Planfortschreibung&#8220; </em>einzubinden) vom Magistrat bisher ignoriert wurde: Dazu schreibt Philipp nichts. Er hatte als Stadtverordneter der Grünen an dem Beschluss mitgewirkt; seit Anfang 2024 gehört er dem Magistrat an.</p>



</div></div>



<p>An diesem Dienstag (2. Juli) wird sich der <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> erneut mit dem Thema &#8222;Chalet&#8220; befassen (ab 18 Uhr, Stadthalle). Auf <strong>Antrag der Grünen </strong>soll über den Fragenkatalog bzw. die Antworten des Magistrats gesprochen werden. Und dann will <strong>CDU-Bürgermeister Vogt </strong>auch das Ergebnis der Standortprüfung vorstellen: </p>



<p><strong>Sechs Plätze in der Innenstadt </strong>waren als Alternativstandorte nach verschiedenen Kriterien geprüft und verglichen worden: Tivertonplatz, Wasserschlossgraben, Am Untertor (hinter der Bushaltestelle), Am alten Bach, Bornplatz und Ludwig-Meitner-Platz.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche-Uebersicht.pdf"><img decoding="async" width="640" height="453" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche.jpg" alt="Chalet Standortsuche" class="wp-image-43659" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mit einem Klick zum PDF: Auf dieser Übersicht stellt der Magistrat sieben mögliche &#8222;Chalet&#8220;-Standorte mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Er kommt zu einem wenig überraschenden Ergebnis: Die Holzhütte soll auf dem Untertorplatz bleiben – so wie es CDU-Magistratsmitglied Baltruschat fordert.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Der „Ludwig-Meidner-Platz“</strong> lag <em>&#8222;eindeutig vorn&#8220;,</em> heißt es in der Magistratsvorlage. Zentrale Lage, kein Verkehr, mit Wasseranschluss, keine Störung der Anwohner – alles <strong>Pluspunkte</strong>, die Weintrinkern gefallen dürften. Eigentlich <strong>der ideale Platz </strong>für einen Ausschank – weshalb hier regelmäßig ein <strong>Feierabendmarkt</strong> stattfindet.&nbsp;</p>



<p>Doch es gibt offenbar einen Haken: Die <strong>Denkmalschutzbehörde</strong>, so schreibt der Magistrat, habe <strong>Bedenken</strong> geäußert – nein, nicht gegen den <strong>Feierabendmarkt</strong>, sondern gegen einen <strong>Weinstand</strong>.</p>



<p>Deshalb hat der Magistrat den „Ludwig-Meidner-Platz“ <strong>als möglichen &#8222;Chalet&#8220;-Standort</strong> gleich wieder von der Liste gestrichen.</p>



<p>Der <strong>Bornplatz</strong> käme noch in Frage, heißt es weiter. Er war eigentlich als Nummer 2 ausgemacht. Aber hier könnten sich<strong> Anwohner belästigt fühlen</strong>, so der Magistrat. Also auch: Nein.</p>



<p>So kommt <strong>CDU-Bürgermeister Vogt </strong>zu einem Vorschlag ganz im Sinne seines <strong>Parteifreundes</strong>: Der Weinstand soll <strong>bleiben, wo er ist </strong>– mitten auf dem Untertorplatz. <strong>Vor dem historischen Türmchen.</strong></p>



<p>Das letzte Wort haben nun <strong>die Stadtverordneten</strong>. Sie sollen eine Entscheidung treffen. Vielleicht finden sie vorher auch eine Antwort auf diese Frage:</p>



<p>Wenn <strong>der Vertrag der Stadt mit dem Vereinsring</strong> vorsieht, einen <strong>Weinstand</strong> <strong>zur Förderung der Vereine</strong> zu betreiben, und wenn dies nachweislich nicht geschieht – was hat dann die Holzhütte <strong>mitten in der Hofheimer Altstadt</strong> noch zu suchen?<br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Dokumentation einer Polit-Affäre: Die Stadtverordnete, der Polizist und eine Drohung, die es nie gegeben haben soll</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/01/25/stadtverordnete-polizist-drohung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2024 17:28:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Backhaus Detlef]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit nahezu zwölf Wochen schwelt ein Polit-Streit, wie ihn Hofheim noch nicht erlebt hat: Ein Stadtrat verschickte E-Mails, die Drohungen enthalten haben sollen – sagt eine Stadtverordnete. Der Mann zeigte sie daraufhin wegen übler Nachrede an. Die Lokalzeitung fabuliert jetzt von ganz anderen Straftaten: Die Stadtverordnete soll demnach verbreitet haben, der Stadtrat habe sie bedroht. Wirklich wahr? Etwa mit körperlicher Gewalt? Oder skandalisiert und phantasiert die Zeitung nur? Es ist alles sehr verworren: Deshalb wollen wir hier mit einer Dokumentation unstrittiger Fakten sowie Original-Zitaten aus den inkriminierten E-Mails versuchen, für etwas mehr Klarheit zu sorgen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Seit nahezu zwölf Wochen schwelt ein Polit-Streit in Hofheim, wie ihn die Kreisstadt noch nicht erlebt hat: Ein Stadtrat verschickte E-Mails, die Drohungen enthalten haben sollen – sagt eine Stadtverordnete. Der Mann zeigte sie daraufhin wegen übler Nachrede an. Die Lokalzeitung fabuliert jetzt von ganz anderen Straftaten: Die Stadtverordnete soll demnach verbreitet haben, der Stadtrat habe sie bedroht. Wirklich wahr? Etwa mit körperlicher Gewalt? Oder skandalisiert und phantasiert das Blatt nur? Es ist alles sehr verworren: Wir wollen mit einer Dokumentation unstrittiger Fakten sowie Original-Zitaten aus den inkriminierten E-Mails versuchen, für etwas mehr Klarheit zu sorgen.</strong></p>



<p><strong>Die Chalet-Affäre eskaliert! </strong>Das hat jetzt auch die Lokalzeitung festgestellt: <em>&#8222;Baltruschat zeigt Lindenthal an&#8220;</em>, hieß die Donnerstag-Schlagzeile.&nbsp;Darunter war in großen und fett gesetzten Lettern zu lesen:<em> &#8222;CDU-Stadtrat und Polizist wehrt sich gegen Vorwurf der Bedrohung&#8220;.</em></p>



<p>Die Details waren bereits am letzten Wochenende im Hofheim/Kriftel-Newsletter zu lesen. In einem Satz – darum geht&#8217;s: Die <strong>BfH-Stadtverordnete Tanja Lindenthal</strong> behauptet, <strong>CDU-Stadtrat</strong> <strong>Wulf Baltruschat </strong>habe Drohmails verschickt – der Mann hat sie deshalb bei der Polizei angezeigt. </p>



<p>Unser Bericht darüber – <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Es geht um CDU-Baltruschat: Strafanzeige gegen eine BfH-Stadtverordnete</a> – wurde zum <strong>Stadtgespräch</strong> und sorgte <strong>für erhebliche Aufregung</strong> in den sozialen Netzwerken.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg" alt="Stadtverordnete
" class="wp-image-37113" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diese Bretterbude für Weintrinker nennt sich &#8222;Chalet&#8220;. Kritiker sagen, sie störe den Blick auf das historische Gebäude-Ensemble mit dem bekannten Türmchen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Im Hintergrund steht der <strong>Weinstand &#8222;Chalet&#8220;</strong>, den der <strong>Vereinsring</strong> (Vorsitzender: Wulf Baltruschat) in der <strong>Altstadt</strong> betreibt. Lindenthal hatte im <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> die Holzhütte als <strong>hässlich</strong> abgetan; Baltruschat hatte ihr daraufhin <strong>schriftlich mitgeteilt</strong>, bei weiteren kritischen Äußerungen werde man sie mitsamt ihrem <strong>Verein</strong>, dem <a href="https://www.bund-hofheim.de" target="_blank" rel="noopener">Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland</a> (BUND),&nbsp;aus dem Vereinsring <strong>ausschließen</strong>.</p>



<p>Beide, die Frau wie auch der BUND, <strong>interpretierten</strong> die Mails als <strong>Drohung</strong>.</p>



<p>Anfang des Jahres erstattete Baltruschat Strafanzeige gegen Lindenthal. <strong>Üble Nachrede</strong>, lautet sein Vorwurf. Gegenüber der Zeitung gab der Mann jetzt <strong>eine überraschende Erklärung</strong> ab:</p>



<p>Die Behauptung Lindenthals, er habe <strong>Drohmails</strong> verschickt, könne er <em>&#8222;so nicht stehen lassen&#8220;</em>: Er sei schließlich <strong>Polizist von Beruf </strong>und – so schreibt die Zeitung wörtlich –<em> &#8222;Bedrohung sei eine strafbare Handlung&#8220;</em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wirklich Bedrohung? Das ist wohl eher eine Zeitungsente&#8230;</h2>



<p>Vielleicht wird sich eines Tages wirklich noch <strong>ein Gericht</strong> mit der Frage beschäftigen müssen: Hat sich Lindenthal <strong>der üblen Nachrede schuldig gemacht, </strong>als sie sagte, Baltruschat habe <strong>Drohmails </strong>verschickt?</p>



<p>Aber davor steht dann natürlich die Frage: Was genau hat <strong>Baltruschat</strong> denn geschrieben? Hat er wirklich<strong> eine Drohung ausgesprochen?</strong> Oder wurde er <strong>missverstanden</strong>, werden die Vorwürfe gegen ihn<strong> zu Unrecht</strong> erhoben?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="402" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg" alt="wulf Baltruschat 202311" class="wp-image-35735" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wulf Baltruschat (CDU) auf einem Foto, das die Stadt Hofheim herausgab.</figcaption></figure>
</div>


<p>Zur <strong>Versachlichung der Diskussion</strong> wollen wir hier den Vorgang umfänglich <strong>dokumentieren</strong>. Aber zuvor müssen wir mit <strong>einem begrifflichen Durcheinander</strong> aufräumen:</p>



<p>Die Zeitung schreibt in ihrer <strong>Überschrift</strong> und auch im <strong>Bericht</strong>, Baltruschat wehre sich <em>&#8222;gegen den Vorwurf der Bedrohung&#8220;.</em> </p>



<p>Diese Formulierung –<strong> bitte das Zeitungs-Zitat genau lesen!</strong> – dürfte als <strong>Zeitungsente</strong> einzuordnen sein:</p>



<p>Bei einer <a href="https://dejure.org/gesetze/StGB/241.html" target="_blank" rel="noopener">Bedrohung</a> handelt es sich<strong> im strafrechtlichen Sinne</strong> um ein <strong>Gefährdungsdelikt</strong>, mit dem <strong>das Begehen einer</strong> <strong>Straftat</strong> <strong>gegen eine Person</strong> angedroht wird.</p>



<p>Lindenthal hat jedoch nie den Vorwurf erhoben, Baltruschat habe sie <strong>bedroht</strong> (beispielsweise mit Prügel). Sie hat gesagt, er habe <strong>gedroht</strong>: Er habe <strong>Drohmails</strong>, also <strong>schriftlich</strong> <strong>formulierte</strong> <strong>Drohungen</strong> verschickt. </p>



<p>Eine <a href="https://dejure.org/gesetze/StGB/240.html" target="_blank" rel="noopener">Drohung</a> ist per definitionem die glaubhafte Ankündigung <strong>einer unangenehmen Maßnahme </strong>gegen jemanden, um ihn<strong> in seiner zukünftigen Handlungsweise </strong>zu beeinflussen.</p>



<p><strong>Drohung oder Bedrohung</strong>: Das sind <strong>zwei unterschiedliche Begriffe</strong>, die man bei diesem Streit sauber <strong>auseinanderhalten</strong> sollte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="402" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_.jpg" alt="hoechster kreisblatt 25.01.2024 7" class="wp-image-38209" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_-300x151.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_-768x386.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: Laut Zeitung behauptet Baltruschat, Lindenthal bezichtige ihn der Bedrohung.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Warum</strong> aber lesen wir in der Zeitung, Baltruschat wehre sich gegen den<strong> Vorwurf der Bedrohung?</strong></p>



<p><strong>Zwei</strong> <strong>Erklärungen</strong> sind denkbar: Die Redaktion hat – vielleicht aus <strong>Unwissenheit</strong>, vielleicht aus <strong>Schludrigkeit</strong> – falsch formuliert.</p>



<p>Oder aber <strong>Baltruschat</strong> hat der Zeitung <strong>die Falschdarstellung &#8222;untergejubelt&#8220;</strong>, bestenfalls, weil er es <strong>nicht besser</strong> weiß.</p>



<p>Letzteres wollen wir eigentlich <strong>nicht glauben</strong>: Denn der Mann sollte<strong> als Polizist</strong> den Unterschied zwischen einer <strong>Drohung</strong> und einer <strong>Bedrohung</strong> kennen, oder?</p>



<p><strong>Ganz sicher</strong> sind wir uns nicht: Denn einerseits geht Baltrutschat mit aller <strong>Heftigkeit</strong> (Strafanzeige!) dagegen vor, dass seine E-Mails angeblich fälschlicherweise als <strong>Drohbriefe</strong> bezeichnet werden. <strong>Konsequenter Weise </strong>müsste er jetzt die Zeitung – nun, vielleicht nicht gleich <strong>verklagen</strong>, aber zumindest mit Nachdruck <strong>auf eine schnelle Berichtigung</strong> der ihm zugeschriebenen <strong>Falschmeldung</strong> drängen.</p>



<p><strong>Eine Korrektur</strong> ist allerdings bisher nicht erschienen.</p>



<p><strong>Klagelustige Juristen</strong> dürften <strong>ihre</strong> <strong>Freude</strong> an einem solchen Fall haben: Vermutlich könnte Lindenthal jetzt<strong> </strong>Baltruschat <strong>wegen übler Nachrede</strong> anzeigen, weil er <strong>wahrheitswidrig</strong> laut Zeitung verbreitet, sie beschuldige ihn <strong>der Bedrohung</strong>.</p>



<p>Warten wir ab, <strong>was noch passiert.</strong></p>



<p>Kommen wir hier <strong>zu den unzweifelhaften Fakten. </strong>Alle Zitate aus den uns vorliegenden E-Mails geben wir <strong>unverändert </strong>wieder (incl. Fehler).</p>



<p><strong>Möge sich jeder selbst ein Urteil bilden.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Stadtverordnete soll endlich ruhig sein, sonst&#8230; </h2>



<p>So fing&#8217;s an: Am <strong>8. November 2023 </strong>tagte der <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong>. Dort schlug <strong>Lindenthal</strong> vor, für den <strong>Weinstand</strong> <strong>einen neuen Platz</strong> zu suchen. Die&nbsp;<strong>Holzbude</strong>&nbsp;vor der&nbsp;historischen Häuserfassade&nbsp;empfinde sie als <strong>hässlich</strong>.</p>



<p>Die Ortsbeirats-Mitglieder&nbsp;<strong>Peter Ottlik&nbsp;(SPD) </strong>und&nbsp;<strong>Martin Haindl&nbsp;(Grüne)</strong> schlossen sich dieser Meinung an.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="412" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-202312.jpg" alt="Lindenthal 202312" class="wp-image-37368" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-202312-300x193.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tanja Lindenthal (BfH) am Rande einer Stadtverordnetensitzung.</figcaption></figure>
</div>


<p>Am <strong>14. November</strong> schrieb Baltruschat eine E-Mail an die <strong>Ortsgruppe Hofheim im BUND</strong>. Er schickte sie um exakt <strong>18.59 Uhr</strong> ab. Auszug:</p>



<p>Mit Befremden habe er <em>&#8222;die mehrfache negative Aussage von Frau Lindenthal zum Chalet zur Kenntnis genommen&#8220;.</em> Selbst wenn Frau Lindenthal als Politikerin spreche, könne dies nicht von ihrer Mitgliedschaft im Vereinsring getrennt werden. Die Satzung sehe vor, dass Mitgliedsvereine <strong>bei vereinsschädigendem Verhalten </strong>ausgeschlossen werden.</p>



<p>Baltruschat weiter: <em>&#8222;Mit dieser Mail fordern wir negative Äußerungen gegen Maßnahmen des Vereinsring in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Diese Aufforderung ist eine zunächst mildere Maßnahme als ein Ausschlussverfahren wird aber damit&nbsp;für ein eventuell weiteres Verfahren festgehalten.&#8220;</em></p>



<p>Baltruschat unterzeichnete die Mail mit seinem Namen und <em>&#8222;für den Vorstand&#8220;</em>. Er schickte sie allerdings nicht über den <strong>Account des Vereinsrings</strong> (&#8230;@vereinsring-hofheim.de) ab, sondern über<strong> </strong>eine<strong> private E-Mailadresse</strong> (ballis-2000@&#8230;).</p>



<p>Der <strong>BUND-Vorstand</strong> leitete die E-Mail an die <strong>BfH-Fraktion</strong> weiter: Wenn eine Lokalpolitikerin vom <strong>Vorsitzenden des Vereinsrings</strong> – der zugleich <strong>Stadtrat der CDU</strong> ist – an <strong>der freien Meinungsäußerung</strong> gehindert werden soll, sollte ihre <strong>Fraktion</strong> das wissen.</p>



<p>Die <strong>BfH-Fraktion</strong> leitete das Schreiben an <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler</strong> weiter. Der ist ein <strong>Parteifreund von Baltruschat</strong>; Vermittlungsbemühungen von Hegeler wurden bisher <strong>nicht bekannt</strong>. Wir hatten ihm später Fragen übermittelt: Er ließ sie <strong>unbeantwortet</strong>.</p>



<p>Am <strong>22. November</strong>, schickte Baltruschat <strong>eine zweite E-Mail </strong>an den BUND-Vorstand. Wieder nutzte er <strong>nicht</strong> die offizielle <strong>Vereinsring-Mailadresse</strong>, sondern einen zweiten <strong>Privataccount</strong> (wulf.baltruschat@&#8230;). <strong>Per Kopie</strong> informierte er diesmal auch die <strong>Mitglieder seines Vorstands</strong>. Auszug:</p>



<p><em>&#8222;Heute wurde ich informiert das sie die interne Mail zwischen Vereinsring Hofheim und dem BUND OV Hofheim der BfH Fraktion zugeleitet haben. Die BfH hat dieses Schreiben dem Stadtverordnetenvorsteher weitergeleitet.&#8220;</em></p>



<p>Es habe sich um eine Mail <em>&#8222;im Innenverhältnis zwischen dem Vorstand des BUND und dem Vereinsring gehandelt: Diese Mail wurde ohne Wissen oder Duldung des Absenders an Dritte weitergegeben. Dies erfüllt einen Verstoß gg. Art. 6 der DSGVO.&#8220;</em> Damit handele es sich, so <strong>Baltruschat</strong>, <em>&#8222;um ein vereinsschädigendes Verhalten zum Nachteil der Mitglieder des Vereinsring Hofheim&#8220;.</em> Jetzt werde <strong>der</strong> <strong>Vorstand</strong> <em>&#8222;über diesen Vorfall beraten und eventuell ein Ausschlussverfahren einleiten.&#8220;</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">BUND-Vorstand stufte E-Mails als Drohung ein</h2>



<p>Umgehend reagierte <strong>Detlef Backhaus vom BUND-Vorstand</strong>: Am<strong> 23. November</strong> schrieb er per E-Mail an Baltruschat: Frau Lindenthal habe <em>&#8222;sich niemals in ihrer Eigenschaft als BUND-Mitglied zum Sachverhalt&nbsp;des sog. ‚Chalet‘ geäußert&#8220;</em>, sondern <em>&#8222;allein und ausschließlich in ihrer Eigenschaft als Mandatsträgerin&#8220;</em>. Man empfinde es deshalb &#8222;<em>als sehr fragwürdig und absolut unangemessen&#8220;,</em> dass er (Baltruschat) dem BUND wegen einer <strong>Meinungsäußerung einer Kommunalpolitikerin </strong><em>&#8222;mit dem Ausschluss aus dem Vereinsring drohen&#8220;</em> würde.</p>



<p>Da war erstmals das Wort gefallen, das heute <strong>für juristischen Ärger</strong> sorgt: Der <strong>BUND</strong> hatte Baltruschats E-Mail als <strong>Drohung</strong> interpretiert. Was ja auch durchaus verständlich erscheint: Eine <strong>Drohung</strong> ist, wir erinnern uns, die Ankündigung <strong>einer unangenehmen Maßnahme</strong>, um jemanden<strong> in seinem Handeln</strong> zu beeinflussen.</p>



<p>Der <strong>Hofheim/Kriftel-Newsletter </strong>erfuhr von den E-Mails: Am<strong> 25. November </strong>schickten wir um <strong>16.50 Uhr</strong> mehrere Fragen an Baltruschat. Er verweigerte jede Antwort:<em> &#8222;Sie werden von mir keinerlei interne Informationen aus dem Vereinsring erhalten&#8220;,</em> teilte er nur 30 Minuten später mit.</p>



<p>Am <strong>5. Dezember </strong>tagte der städtische Bau- und Planungsausschuss. Hier <strong>verhaspelte</strong> sich Tanja Lindenthal und sagte <strong>versehentlich</strong>:<em> &#8222;Ich bekomme Drohmails von der CDU-Fraktion.&#8220;</em> Sie meinte und korrigierte das später dementsprechend: Sie habe <strong>Drohmails von Baltruschat </strong>bekommen.</p>



<p><strong>Der kleine Versprecher </strong>erregte bekanntlich einige <strong>CDU-Männer</strong>, die prompt mit <strong>Klage</strong> drohten für den Fall, dass sich Lindenthal nicht <strong>öffentlich(!) entschuldige.</strong> Daraufhin machte der Hofheim/Kriftel-Newsletter die ganze Angelegenheit <strong>publik</strong>:</p>



<p>Am <strong>6. Dezember</strong> erschien der Bericht: &#8222;<a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Aufgedeckt: CDU-Stadtrat verschickt Drohmail an Stadtverordnete</a>”.</p>



<p>Am <strong>9. Dezember</strong> ließ Baltruschat über die Lokalzeitung verbreiten: Er habe dem BUND <strong>nicht</strong> <strong>gedroht</strong>, sondern den <strong>Hinauswurf</strong> <em>&#8222;in Aussicht gestellt&#8220;</em>. Dass Lindenthal seine E-Mail an den Stadtverordnetenvorsteher geschickt habe, sei als<strong> Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen</strong> zu werten: <em>&#8222;Deshalb werde der Vereinsring rechtliche Schritte einleiten&#8220;.</em></p>



<p>Von <strong>Strafanzeige des Vereinsrings</strong> wegen <strong>Verstoßes gegen Datenschutzgesetze </strong>hat man seither <strong>nichts mehr gehört.</strong></p>



<p>Stattdessen bekam Lindenthal <strong>Anfang des Jahres</strong> eine <strong>Vorladung von der Polizei</strong> zugestellt: Baltruschat habe sie <strong>wegen übler Nachrede</strong> zu seinem Nachteil angezeigt. In der Anzeige heißt es konkret:</p>



<p>Die BfH-Stadtverordnete habe in der Sitzung des <strong>Bau- und Planungsausschusses am 5. Dezember ab 19 Uhr</strong> über Drohmails berichtet, die er verschickt haben soll. <em>&#8222;Das könne er so nicht stehen lassen</em>”, lässt uns Baltruschat<strong> über die Zeitung</strong> wissen.<em> &#8222;Er sei schließlich Polizist von Beruf, und Bedrohung sei eine strafbare Handlung.&#8220;</em></p>



<p>Soweit der <strong>aktuelle Sachstand.</strong></p>



<p>Soeben hat die <strong>Amtsanwaltschaft in Frankfurt</strong> – sie ist für die mittlere und kleine Kriminalität zuständig – auch offiziell bestätigt, dass der <em>&#8222;Ermittlungsvorgang am 19.01.2024 bei der Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main eingegangen ist und hier bearbeitet wird&#8220;</em>. Der Vorgang habe <em>&#8222;einen Sachverhalt zum Gegenstand, der sich am 05.12.2023 in einer Sitzung des Planungsausschusses der Stadt Hofheim zugetragen haben soll&#8220;</em>.&nbsp;</p>



<p>Nähere Einzelheiten zum<strong> Inhalt der Strafanzeige</strong>, so der Auskunft gebende <strong>Oberamtsanwalt</strong>, seien derzeit <em>&#8222;vorbehaltlich zu tätigender Ermittlungen nicht möglich&#8220;.</em></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Vereinsring &#038; Weinstand: Welche Geschäfte laufen im &#8222;Chalet&#8220; wirklich ab?</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/11/vereinsring-und-chalet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Hofmann Renate]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Müller-Laupert Sven]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Pollok-Müller Anne]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=37103</guid>

					<description><![CDATA[Mit seinem Versuch, eine Lokalpolitikerin mundtot zu machen, hat sich Wulf Baltruschat als Vorsitzender des Vereinsrings selbst ein Problem geschaffen. Denn jetzt werden viele Fragen gestellt, die ihm nicht gefallen dürften: Kommt der umstrittene Weinstand "Chalet" wirklich nur Vereinen zugute – oder werden dort auch private Geschäfte getätigt? Und was passiert mit dem vielen Geld, das dort eingenommen wird? Spurensuche in einem Verein, dessen Vorstand sich plötzlich abschottet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong><strong>Es war das große Gesprächsthema am Wochenende beim Weihnachtsmarkt: Das Vorgehen eines CDU-Stadtrats gegen eine BfH-Stadtverordnete, die sich kritisch zu &#8222;seinem&#8220; Weinstand geäußert hatte. Inzwischen zeichnet sich ab: Wulf Baltruschat hat sich mit seinem brachialen Verhalten selbst ein Problem geschaffen. Denn jetzt werden Fragen laut, die ihm als Vorsitzenden des Vereinsrings nicht gefallen dürften: Kommt das &#8222;Chalet&#8220; wirklich nur Vereinen zugute – oder werden dort auch private Geschäfte getätigt, die indirekt aus der Stadtkasse gesponsert werden? Und was passiert mit dem vielen Geld, das eingenommen wird? Schätzungen zufolge soll der bisherige Umsatz im &#8222;Chalet&#8220; etliche zehntausend, vielleicht sogar weit über hunderttausend Euro betragen. Spurensuche.</strong></strong></p>



<p><strong>Kurzer Rückblick: </strong>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte letzte Woche <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">berichtet</a>, dass <strong>CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat</strong> die <strong>Stadtverordnete Tanja Lindenthal </strong>massiv unter Druck zu setzen versucht. Die Frau – sie gehört der <strong>Wählergemeinschaft &#8222;Bürger für Hofheim&#8220; (BfH)</strong> an – hatte sich als <strong>Mandatsträgerin</strong> im Ortsbeirat Kernstadt <strong>kritisch</strong> <strong>zum &#8222;Chalet&#8220;-Standort </strong>geäußert: Die etwas <strong>heruntergekommene Holzbude</strong> in der kleinen Parkanlage des Untertorplatzes störe den <strong>Blick</strong> <strong>auf die historische Häuserfassade mit dem &#8222;Türmchen&#8220;</strong>. Es gebe, sagte sie, sicher <strong>geeignetere Plätze</strong>&#8230;</p>



<p>Lindenthal war nicht die einzige, die solche Überlegungen äußerte. Auch <strong>Peter Ottlik </strong>von der <strong>SPD</strong> und <strong>Martin Haindl</strong> von den <strong>Grünen</strong> plädierten im Ortsbeirat <strong>für einen anderen &#8222;Chalet&#8220;-Standort.</strong> Baltruschat aber nahm nur Lindenthal ins Visier:</p>



<p>Als <strong>Vorsitzender des Vereinsrings</strong> teilte er dem <a href="https://www.bund-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland</a> (BUND) schriftlich mit, dass man die Hofheimer Ortsgruppe aus dem Vereinsring <strong>ausschließen</strong> werde, wenn sich Tanja Lindenthal – sie sitzt im örtlichen BUND-Vorstand – noch einmal<strong> kritisch zum &#8222;Chalet&#8220; </strong>äußern sollte.</p>



<p>Der <strong>BUND</strong> informierte Lindenthal und die <strong>BfH-Fraktion</strong>, und die rief <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) </strong>an. Der wiederum muss seinen <strong>Parteifreund</strong> <strong>Baltruschat</strong> informiert haben, denn der schickte umgehend<strong> eine neue E-Mail an den BUND</strong>, in der er behauptete: Mit der Weitergabe seines ersten Schreibens sei <strong>gegen</strong> <strong>das</strong> <strong>Datenschutzgesetz</strong> verstoßen worden.</p>


<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Stadtparlament tagt am Dienstag und Mittwoch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">An diesem Dienstag und Mittwoch tagt das Stadtparlament zum letzten Mal in diesem Jahr. Die Tagesordnung ist lang, sie beginnt mit der Verpflichtung des neuen Ersten Stadtrats Daniel Philipp (Grüne), der im neuen Jahr antritt. Ansonsten geht&#8217;s viel um Bau- und Finanzthemen.<br />
<br />
Mit einer gewissen Spannung wird erwartet, ob CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat kommt. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte kürzlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">aufgedeckt</a>: 23 Mal tagte das Stadtparlament in dieser Legislaturperiode – 18 Mal fehlte Baltruschat. Dabei ist eine Teilnahme für Stadträte Pflicht&#8230;<br />
<br />
Interessant wird auch zu beobachten sein, wie Tanja Lindenthal (BfH) sich verhält: Im Verlauf einer hitzigen Ausschuss-Debatte hatte sie versehentlich gesagt, sie bekomme Drohmails von der CDU-Fraktion (sie meinte: von CDU-Stadtrat Baltruschat). Wegen des kleinen Versprechers machte der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Härder einen <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Riesen-Aufstand</a>: Er drohte Lindenthal mit Klage (Rufschädigung! Üble Nachrede!) und verlangte, dass sie sich entschuldige. Das tat sie umgehend, aber das reichte den CDU-Mannen nicht: Sie verlangen eine öffentliche Erklärung von ihr. An diesem Dienstag, im Stadtparlament.<br />
<br />
Die Sitzungen beginnen jeweils um 18 Uhr in der Stadthalle. Wer Interesse hat, kann gerne kommen: Zuhören und zugucken ist erlaubt. Mitreden nicht.</div></div>



<p><strong>Juristen</strong>, um Einschätzung gebeten, sagen unisono, ein solcher Vorwurf <strong>entbehre jeder Grundlage</strong>. Die unterschwellige Klageandrohung, sagte einer, sei wohl eher als ein <strong>Versuch der</strong> <strong>Einschüchterung</strong> zu werten.</p>



<p>Auch im <strong>BUND</strong> deutet man die Mails des CDU-Stadtrats als <strong>Drohung</strong> und Versuch, eine Stadtverordnete <strong>zum Schweigen zu bringen.</strong></p>



<p><strong>Baltruschat</strong>, vom Hofheim/Kriftel-Newsletter <strong>um Beantwortung einiger Fragen gebeten</strong>, wollte <strong>nichts sagen</strong>: Das gehe nur den <strong>Vorstand</strong> etwas an. Mit der Lokalzeitung aber, die sich <strong>Tage später</strong> angesichts der breiten öffentlichen Erregung <strong>gezwungen</strong> sah, das Thema <strong>aufzugreifen</strong>, redete er dann doch noch, wenigstens kurz:</p>



<p>Der Ausschluss des BUND aus dem Vereinsring sei <strong>keine Drohung</strong> gewesen, sondern <strong>eine Ankündigung</strong>, soll er gesagt haben.</p>



<p>Und auch diese Information ließ er via Zeitung verbreiten: <strong>Alle</strong> <strong>Vorstandsmitglieder</strong> hätten seiner Vorgehensweise <strong>zugestimmt</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Altstadtverein bekam (noch) keinen Drohbrief</h2>



<p><strong>Da wird&#8217;s interessant! </strong>Denn dem Vereinsring-Vorstand gehört <strong>als Beisitzerin</strong> auch <strong>Renate Hofmann</strong> an. Sie ist die <strong>Vorsitzende </strong>des Vereins <a href="https://www.historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Bürgervereinigung Altstadt Hofheim&#8220;</a>.</p>



<p>Bekannt ist auch: Mindestens ein <strong>Vorstandsmitglied</strong> des Altstadt-Vereins hat sich bereits öffentlich kritisch über den &#8222;Chalet&#8220;-Standort geäußert. In einem Leserbrief an die Lokalzeitung schrieb <strong>Anne Pollok-Müller</strong>: <em>&#8222;Wir appellieren somit an die Verwaltung, den Vereinsring als Betreiber des Häuschens dazu zu veranlassen, den Weinstand aus Gründen des Gemeinsinns und der Vernunft auf den Tiverton-Platz umzuziehen – das wäre eine Win-win-Situation!&#8220;</em></p>



<p>Der Leserbrief erschien am<strong> 15. November</strong>. Dass Baltruschat daraufhin <strong>Drohmails</strong> an den Altstadtverein geschickt hätte, ist <strong>nicht bekannt</strong>.</p>



<p>Das wiederum schürt <strong>Mutmaßungen unter Stadtverordneten</strong>, weshalb der Mann so <strong>massiv</strong> gegen <strong>Lindenthal</strong> und den <strong>BUND</strong> vorgeht:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="434" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg" alt="Chalet 20231211" class="wp-image-37273" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211-300x203.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein kleiner Park vor historischen Fachwerkhäusern – und mittendrin eine Bretterbude: Hier schenkt der Vereinsring regelmäßig Wein aus.</figcaption></figure>
</div>


<p>Baltruschat, der vor wenigen Jahren <strong>von der SPD zur CDU</strong> übergewechselt war, wolle vor allem <strong>den BUND</strong> <strong>abstrafen</strong>. Denn der habe mit einer Klage vor Gericht das <strong>Luxus-Baugebiet &#8222;Vorderheide II&#8220;</strong> auf dem Kapellenberg verhindert, wo einige von Baltruschats neuen <strong>Parteifreunden</strong> so gerne gebaut hätten.</p>



<p>Und jetzt fängt Lindenthal auch noch an, das geplante <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220;</strong> kritisch zu hinterfragen (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/05/milllionen-coup-eines-cdu-politikers/">hier</a>). Das war <strong>von einem führenden CDU-Stadtverordneten</strong> jahrelang geplant worden, alles ganz stiekum. Eigentlich sollte die <strong>Aufstellung eines Bebauungsplanes</strong> noch vor dem Jahresende ganz schnell durchs Stadtparlament <strong>gepeitscht</strong> werden.</p>



<p>Das wurde im Bau- und Planungsausschuss jetzt erst einmal <strong>gestoppt</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nur Vereinsförderung? Oder auch Geschäftsmodell?</h2>



<p>Die <strong>Gemengelage von Lokalpolitik, Vereinsmeierei und persönlicher Übergriffigkeit </strong>wird inzwischen um einen <strong>Fragenkomplex</strong> erweitert, der die Zukunft des &#8222;Chalet&#8220; mehr <strong>gefährden</strong> könnte als<strong> zugestellte Sichtachsen</strong> auf eine historische Häuserzeile:</p>



<p><strong>Das ist jetzt die zentrale Frage: </strong>Dient der Vereinsring-Weinstand wirklich<strong> ausschließlich Hofheimer Vereinen</strong> als Geldquelle – oder werden hier auch regelmäßig<strong> private Geschäfte getätigt</strong>?&nbsp;</p>



<p><strong>Das sind die Fakten:</strong></p>



<p>Wer das &#8222;Chalet&#8220; <strong>anmieten</strong> will, muss über das Internet <strong>einen Antrag an den Vereinsring</strong> schicken. Zuständig fürs &#8222;Chalet&#8220;: <strong>Wulf Baltruschat</strong>.&nbsp;</p>



<p><strong>Schon etwas merkwürdig: </strong>Der gesamte Buchungsvorgang wird <strong>unter dem Logo der Musikschule </strong>abgewickelt. Vor dem Einloggen heißt es auch: <em>&#8222;Ihre Anmeldung muss von Musikschule Hofheim bestätigt werden&#8220;</em>.</p>



<p>Wir hätten vom <strong>Geschäftsführer der städtischen Musikschule</strong> gerne mehr über das offensichtlich enge Zusammenspiel von <strong>Musikschule und Weinausschank </strong>erfahren.<strong> Profitiert</strong> er vielleicht davon,&nbsp;kriegt die Musikschule <strong>Geld aus den Weinverkäufen</strong>?</p>



<p>Doch <strong>Sven Müller-Laupert </strong>reagiert nicht: Er ist <strong>Kassierer</strong> im Vereinsring. Wir hätten auch schon gerne von ihm gewusst, warum er sich an der <strong>Abstrafungsaktion gegen den BUND</strong> beteiligt.</p>



<p>Aber der Mann antwortet auch nicht auf <strong>nochmalige Aufforderung</strong>. Vielleicht muss er ja schweigen&#8230;</p>



<p>Auch ohne Auskünfte von Müller-Laupert <strong>erfahren wir</strong>:</p>



<p><strong>Vereinsmitglieder</strong> müssen bei der &#8222;Chalet&#8220;-Buchung als Gebühr <strong>40 Euro pro Tag</strong> zahlen, macht zusammen <strong>mindestens 80 Euro,</strong> weil der Weinstand nur <strong>für zwei Tage</strong> gebucht werden kann. Nicht-Mitglieder müssen laut Satzung <strong>60 Euro pro Tag</strong> zahlen.</p>



<p><strong>Längst nicht für jedes Wochenende</strong> findet sich ein Verein. Dann wird aus der <strong>Vereinsförderung</strong> ein <strong>Geschäftsmodell</strong>: Eine <strong>Gelegenheits-Gastronomin</strong> aus Rüsselsheim übernimmt den Ausschank. Sie betreibt laut Medienberichten auch den <strong>Weinausschank in Flörsbach-Weilbach</strong>.</p>



<p>Dass sich in <strong>der kleinen Nachbarstadt Flörsheim</strong> das <strong>Weingut Flick</strong> befindet, ist sicher <strong>nur ein Zufall</strong>. Der Winzer hat mit zwei Kollegen aus Flörsheim-Wicker und Hochheim <strong>das exklusive Recht,</strong> den Hofheimer Weinstand zu beliefern.* <strong>Kein Verein</strong> <strong>darf eigene Weine</strong> im Chalet <strong>ausschenken</strong>, selbst wenn&#8217;s <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Vereinskasse</strong> besser wäre. Angeblich nicht einmal <strong>caritativen Organisationen</strong> wird das erlaubt.</p>



<p><strong>Baltruschat passt auf!</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg" alt="Chalet 2 202312" class="wp-image-37112" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg 480w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Seit Monaten immer wieder als Stolperfalle kritisiert: Die Zuleitungen für den Weinstand überm Gehweg. Jetzt will die Stadtverwaltung investieren.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Die</strong> <strong>Gastronomen</strong> rund um den Untertorplatz sehen den Weinstand längst <strong>mit gemischten Gefühlen</strong>: Natürlich sind sie bereit,<strong> Vereine zu unterstützen</strong>! Sie haben, beteuern sie, überhaupt nichts gegen einen <strong>gelegentlichen Weinausschank für einen guten Zweck</strong>!</p>



<p>Aber haben sie&#8217;s nicht schon schwer genug? Erst <strong>Corona</strong>! Demnächst <strong>Mehrwertsteuer-Erhöhung</strong>! Dass die Stadt in dieser Situation <strong>dauerhaft einen Ausschank</strong> direkt vor ihren Lokalen zulässt: Das verstehen <strong>die</strong> <strong>Wirte</strong> <strong>nicht</strong>. Offen gegen das &#8222;Chalet&#8220; zu <strong>protestieren</strong> wagen sie aber nicht: <strong>Die Furcht ist zu groß</strong>, dass der bisweilen <strong>mit unangenehmer Hemdsärmeligkeit</strong> auftretende Baltruschat auch gegen sie <strong>wüten</strong> könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Winzer-Deal: Gibt&#8217;s Profiteure außerhalb des Vereinsrings?</h2>



<p><strong>Die Stadtspitze duckt sich weg. </strong>Von <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> ist kein klärendes Wort zu vernehmen. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter schickte deshalb <strong>Fragen zum &#8222;Chalet&#8220; </strong>ans Rathaus, um <strong>Licht</strong> <strong>in die verworrene Situation </strong>zu bringen.</p>



<p>Wir wollten zum Beispiel wissen: Während und auch nach der Corona-Pandemie <strong>lobte sich der Magistrat </strong>für seine Unterstützung der Gastronomen. <strong>Die klagen heute, </strong>dass <strong>ein permanenter Wochenend-Weinausschank</strong> direkt vor ihren Lokalen alle Bemühungen <strong>konterkariere</strong>. Wie bewertet der Magistrat das?</p>



<p>Wir wollten auch wissen: Was sagt der Magistrat <strong>zur geschäftlichen Nutzung des Weinstandes</strong>? In diesem Zusammenhang wäre interessant zu wissen: Wer kommt eigentlich für den <strong>Wasser- und Strom-Verbrauch im &#8222;Chalet&#8220; </strong>auf? Etwa die Stadt? Zahlt sie auch dann, wenn das &#8222;Chalet&#8220; <strong>geschäftlich genutzt</strong> wird?</p>



<p>Wir wollten wissen: <strong>Schläuche und Leitungen,</strong> die zum Weinstand führen, liegen auf Gehwegen und werden seit Monaten als gefährliche <strong>Stolperfallen</strong> moniert. Kürzlich teilte der <strong>Magistrat</strong> mit, dass die Leitungen <strong>unter die Erde</strong> verlegt würden. <strong>Erste Kostenberechnungen</strong> gehen von einem<strong> fünfstelligen Betrag </strong>aus: Kommt <strong>die Stadt</strong> etwa dafür auf? Sponsert sie damit nicht indirekt auch die <strong>geschäftlichen &#8222;Chalet&#8220;-Aktivitäten</strong>?</p>



<p>Wir wollten auch wissen: Wenn der Magistrat das &#8222;Chalet&#8220; als <strong>Beitrag zur Vereinsförderung </strong>erlaubt – warum lässt er zu, dass nur <strong>Weine ausgesuchter Winzer</strong> ausgeschenkt werden dürfen? Ist eine solche<strong> Exklusiv-Belieferung</strong> wirklich im Sinne einer <strong>Vereinsförderung</strong> – oder gibt&#8217;s<strong> Profiteure des Deals mit dem Winzer</strong>?</p>



<p>Unsere Fragen liegen <strong>im Rathaus</strong> vor. Seit <strong>zwei Wochen</strong> schon. Man tut sich wohl sehr schwer mit <strong>Antworten</strong>: Bis heute gibt es keine.&nbsp;</p>



<p>Auch <strong>Wulf Baltruschat</strong>, dem wir Fragen geschickt hatten, <strong>meldete sich nicht mehr.</strong> Transparenz und Offenheit, mehr denn je notwendig in einer<strong> Interessenvertretung aller Hofheimer Vereine</strong>, scheinen <strong>nicht</strong> <strong>zu seinen Stärken zu zählen</strong>. Nicht einmal eine ganz simple Frage beantwortete er:</p>



<p><strong>Warum eigentlich wurde der Vereinsring – anders als bei öffentlichen Vereinen üblich – <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> in das behördliche Vereinsregister eingetragen?</strong></p>



<p>Der Volksmund hätte eine Antwort parat: <strong>Im Dunkeln ist gut munkeln.</strong></p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p style="font-size:16px">* In einer ersten Fassung hieß es, dass nur ein Winzer das Chalet beliefere. Ein Leser weist darauf hin, dass Weine von drei Winzern ausgeschenkt werden dürfen: vom Weingut Joachim Flick und Weingut Hans Jörg Venino (beide Flörsheim-Wicker) sowie Weingut Peter Flick (Hochheim).</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Aufgedeckt: CDU-Stadtrat verschickt Drohmail an Stadtverordnete</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 16:46:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Backhaus Detlef]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Stang Gisela]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Hofheims Lokalpolitik wird von einem handfesten Skandal erschüttert: Ein CDU-Stadtrat droht einer kritischen Stadtverordneten mit massiven Konsequenzen für den Fall, das sie weiterhin öffentlich ihre Meinung äußert. Mitglieder der CDU-Fraktion "spielen mit", bedrängen die Frau und sprechen ebenfalls von juristischen Schritten gegen sie. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Hofheims Lokalpolitik wird von einem Eklat erschüttert: Ein CDU-Stadtrat hat einer kritischen Stadtverordneten mit massiven Konsequenzen für den Fall gedroht, das sie weiterhin öffentlich ihre Meinung äußert. Mitglieder der CDU-Fraktion &#8222;spielen mit&#8220;, bedrängen die Frau und sprechen ebenfalls von juristischen Schritten gegen sie.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Tanja Lindenthal</strong> ist eine Frau, die ihren Standpunkt <strong>klar und deutlich</strong> zu vertreten pflegt. Sie ist <strong>bekannt und geachtet</strong> für ihr Engagement für die <strong>Umwelt und Natur</strong>, sitzt im Vorstand der<a href="https://www.bund-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener"> Hofheimer Ortsgruppe</a> im<strong> Bundes für Natur- und Umweltschutz (BUND)</strong>. Gleichzeitig macht sie bei der Wählergemeinschaft <strong>&#8222;Bürger für Hofheim&#8220; </strong>(<a href="https://xn--brger-fr-hofheim-jzbg.de/" target="_blank" rel="noopener">BfH</a>) aktiv in der Stadtpolitik mit. Sie ist als <strong>Stadtverordnete</strong> aktiv, und zwar erkennbar mit <strong>Lust</strong> und <strong>Leidenschaft</strong>.</p>



<p>Aber was die Frau in den letzten Tagen und Wochen <strong>erleben</strong> musste, hat ihr doch <strong>zugesetzt</strong>. Erst verschickte ein <strong>CDU-Stadtrat</strong> ihretwegen eine <strong>Drohmail</strong>. Am späten Dienstagabend dieser Woche, <strong>nach</strong> der Sitzung des <strong>Bau- und Planungsausschusses, </strong>wurde sie von <strong>Mitgliedern der CDU-Fraktion</strong> – so berichten Beobachter – <strong>massiv unter Druck</strong> gesetzt. Eine <strong>öffentliche</strong> <strong>Entschuldigung</strong> wurde ihr <strong>abverlangt</strong>. Oder man werde sie <strong>verklagen</strong>.</p>



<p><strong>Es reicht</strong>! Der Fall darf <strong>nicht länger </strong><em>&#8222;unter Ausschluss der Öffentlichkeit&#8220;</em> abgehandelt werden. <strong>Wir müssen drüber reden.</strong></p>



<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter dokumentiert <strong>die Fakten</strong>.</p>



<p><strong>Das ist passiert:</strong></p>



<p>Mitte November tagte der <strong>Ortsbeirats Kernstadt</strong>. In dieser Sitzung wurde über den <strong>Weinstand &#8222;Chalet&#8220;</strong> auf dem Untertorplatz gesprochen: Eine auf dem Gehweg verlegte <strong>Wasserleitung</strong> wird von vielen Bürgern als <strong>Stolperstelle</strong> moniert, seit Monaten schon. Sie soll demnächst, so versprach der Magistrat, endlich <strong>unter die Erde</strong> verlegt werden.</p>



<p><strong>Das &#8222;Chalet&#8220;</strong> wird vom <strong>Vereinsring</strong> betrieben. Dessen Vorsitzender heißt <strong>Wulf Baltruschat</strong>. Der Mann ist <strong>Polizist</strong>. Unter<strong> SPD-Bürgermeisterin Gisela Stang</strong> war er <strong>Mitglied in der SPD</strong>; passend zur Wahl von Stangs Nachfolger <strong>Christian Vogt (CDU)</strong> wechselte er <strong>das Parteibuch</strong> und sitzt jetzt als <strong>ehrenamtlicher CDU-Stadtrat im Magistrat</strong>. Er fällt er vor allem dadurch auf, dass er nicht auffällt: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">Baltruschat schwänzt</a> regelmäßig die <strong>Sitzungen des</strong> <strong>Stadtparlaments</strong>.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="649" height="365" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231206.jpg" alt="Chalet 20231206" class="wp-image-37096" style="width:649px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231206.jpg 649w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231206-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 649px) 100vw, 649px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sieht aus wie &#8222;bei Hempels unterm Sofa&#8220;: Das &#8222;Chalet&#8220; inmitten Hofheims guter Stube, auf dem Untertorplatz vorm Türmchen.</figcaption></figure>
</div>


<p>In besagter <strong>November-Sitzung des Ortsbeirats</strong> schlug Tanja Lindenthal vor, man solle den <strong>&#8222;Chalet&#8220;-Standort</strong> überdenken: Eine <strong>Holzbude</strong> vor der<strong> historischen Häuserfassade</strong> mit dem beliebten <strong>Türmchen-Anblick </strong>mache sich <strong>nicht besonders gut</strong>. Die Ortsbeirat-Mitglieder <strong>Peter Ottlik</strong> (SPD) und <strong>Martin Haindl</strong> (Grüne) schlossen sich dieser Meinung an.</p>



<p>Es ist nicht nur <strong>das gute Recht</strong> von Stadtverordneten, echte oder auch vermeintliche <strong>Missstände in der Stadt </strong>offen anzusprechen. <strong>Es ist ihre Pflicht</strong>.</p>



<p><strong>Wulf Baltruschat</strong> aber, der<strong> CDU-Stadtrat</strong>, sieht das wohl anders. Tage nach der Sitzung des Ortsbeirats schrieb er eine E-Mail an den <strong>BUND-Vorstand</strong>, angeblich im Namen des <strong>Vorstands des Vereinsrings</strong>. Auszug:</p>



<p><em>&#8222;Mit Befremden&#8220;</em> habe er <em>&#8222;die mehrfache negative Aussage von Frau Lindenthal zum Chalet zur Kenntnis genommen&#8220;</em>. Der <strong>BUND Hofheim </strong>sei Mitglied im <strong>Vereinsring</strong>, und selbst wenn Frau Lindenthal <strong>als Politikerin</strong> spreche, könne dies nicht von ihrer <strong>Mitgliedschaft im Vereinsring </strong>getrennt werden. Die <strong>Satzung des Vereinsrings</strong> sehe es vor, &#8222;<em>Mitgliedsvereine bei vereinsschädigendem Verhalten auszuschließen. Dies wäre bei Ihrem Verein nach derzeitiger Rechtslage möglich.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Tanja-Lindenthal.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="446" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Tanja-Lindenthal.jpg" alt="Tanja Lindenthal" class="wp-image-37061" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Tanja-Lindenthal.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Tanja-Lindenthal-300x209.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der BfH-Webseite: Tanja Lindenthal ist bekannt als engagierte Kommunalpolitikerin.</figcaption></figure>
</div>


<p>Baltruschat weiter, wörtlich: <em>&#8222;Mit dieser Mail fordern wir negative Äußerungen gegen Maßnahmen des Vereinsrings in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Diese Aufforderung ist eine zunächst mildere Maßnahme als ein Ausschlussverfahren, wird aber damit&nbsp;für ein eventuell weiteres Verfahren festgehalten.&#8220;</em></p>



<p>Die Mail war demnach die <strong>Abmahnung</strong>. Noch ein Wort, das dem Vorsitzenden nicht gefällt – dann folgt: <strong>Entlassung</strong>. <strong>Rausschmiss!</strong></p>



<p><strong>Macht man das so im Hofheimer Vereinsring</strong>?</p>



<h2 class="wp-block-heading">CDU-Stadtrat: Erst Abmahnung – dann Rausschmiss </h2>



<p>Der <strong>BUND</strong> informierte die<strong> &#8222;Bürger für Hofheim&#8220;</strong> über das Vorgehen des Vereinsrings gegen eine BfH-Stadtverordnete. Baltruschat erfuhr davon, dass seine Mail Kreise zog – und <strong>reagierte</strong> <strong>aufgebracht</strong>:</p>



<p>Er schrieb an den <strong>BUND-Vorstand</strong>, dass es sich <em>&#8222;um eine Mail im Innenverhältnis zwischen dem Vorstand des BUND OV Hofheim und dem Vereinsring Hofheim&#8220;</em> gehandelt habe. Sein Schreiben sei &#8222;<em>ohne Wissen oder Duldung des Absenders an Dritte weitergegeben&#8220;</em> worden: Das sei ein<strong> Verstoß gegen das Datenschutzgesetz</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="402" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg" alt="CDU-Stadtrat
" class="wp-image-35735" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gibt sich gern jovial und kumpelhaft, verträgt aber offensichtlich keine Kritik: Wulf Baltruschat, der Vorsitzende des Hofheimer Vereinsrings.</figcaption></figure>
</div>


<p>Das war <strong>nicht</strong> <strong>misszuverstehen</strong>: <strong>Rechtliche</strong> <strong>Schritte</strong> drohen, sogar <strong>eine</strong> <strong>Klage</strong>. Vielleicht, so Baltruschat, werde man den BUND aus dem Vereinsring ausschließen: <em>&#8222;Der Vorstand des Vereinsrings Hofheim wird über diesen Vorfall beraten und eventuell ein Ausschlussverfahren einleiten.&#8220;</em></p>



<p><strong>Detlef Backhaus</strong>, der Vorsitzende vom Hofheimer BUND, musste jetzt <strong>reagieren</strong>. Ganz <strong>sachlich</strong> schrieb er zurück: Man empfinde es <em>&#8222;als sehr fragwürdig und absolut unangemessen, dass Sie uns als Ortsverband des BUND wegen einer Meinungsäußerung einer Kommunalpolitikerin, die auch unser Mitglied ist, zu einem die Öffentlichkeit betreffenden Themas, mit dem Ausschluss aus dem Vereinsring drohen, denn anders können Ihre Schlussfolgerungen nicht gedeutet werden.&#8220;</em></p>



<p>Zu diesem Zeitpunkt erfuhr der <strong>Hofheim/Kriftel Newsletter</strong> von dem Schriftverkehr. <strong>Zur Klärung des Sachverhalts</strong> baten wir Wulf Baltruschat um <strong>Beantwortung einiger Fragen</strong>. Er schrieb innerhalb weniger Minuten zurück: &#8222;<em>Sie werden von mir keinerlei interne Informationen aus dem Vereinsring erhalten.&nbsp;Im weiteren betrifft es nicht mich persönlich, sondern den Vorstand&nbsp; des Vereinsring Hofheim.&#8220;</em></p>



<p><strong>Auf eine</strong> <strong>erneute Nachfrage</strong> reagierte Baltruschat nicht mehr.</p>



<p>Aber das Thema <strong>gärte weiter </strong>– und <strong>kochte jetzt hoch</strong>: Es war nach der Sitzung des <strong>Bauausschusses </strong>an diesem Dienstag, die Sitzung verlief ungewöhnlich emotionsgeladen, das lag auch an den Themen:</p>



<p>Es ging unter anderem um das <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220;</strong>, das die CDU unbedingt´ <strong>Knall auf Fall </strong>durchboxen wollte. Nach einem Bericht des <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/05/milllionen-coup-eines-cdu-politikers/">Hofheim/Kriftel-Newsletters</a> aber wurde das Thema erst einmal vertagt.</p>



<p>Es ging auch um die <strong>Riesenschirme auf dem Untertorplatz</strong>: Nachdem der <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/23/erste-bilder-von-riesenschirmen/">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a><strong> </strong>Bilder <strong>öffentlich</strong> gemacht hatte, wie die Altstadt aussehen würde, wurde auch dieses Thema erst einmal auf später verschoben.</p>


<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Das ist der Vorstand des Vereinsrings</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">Wer gehört eigentlich dem Vorstand des Vereinsrings an, in dessen Namen der Vorsitzende Wulf Baltruschat die Drohmail verschickte? Die Webseite gibt Auskunft: 2. Vorsitzender ist Joachim Melzer, Kassierer Sven Müller-Laupert, Schriftführerin Sandra Lamm. Dazu kommen die Beisitzer Zafer Baskiciogullari und Renate Hofmann.</div></div>



<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> konnte sich in der Sitzung zeitweise nur mühsam <strong>unter Kontrolle</strong> halten. Bei einem eher <strong>harmlosen Thema</strong> – es ging um ein Grundstück für einen <strong>kleinen Supermarkt in Langenhain</strong> – verlor er vollends <strong>die Contenance</strong>. Frau Lindenthal stellte <strong>etliche Fragen</strong>, das passte Vogt nicht, und er <strong>herrschte</strong> sie an:<em> &#8222;Bitte informieren Sie sich und sprechen Sie nicht hobbyweise.&#8220;</em></p>



<p>Lindenthal reagierte <strong>entrüstet</strong>: Ja, Stadtpolitik sei ihr als <strong>Hobby</strong>, im Gegensatz zu den anwesenden <strong>Magistratsvertretern</strong> erhalte sie <strong>kein</strong> <strong>Geld</strong> dafür. Stattdessen bekomme sie – jetzt folgte ein Wort, <strong>dass</strong> <strong>Folgen haben sollte</strong> – also <strong>stattdessen</strong> bekomme sie <em>&#8222;Droh-Mais von der CDU-Fraktion&#8220;.</em></p>



<p><strong>Kaum ein Außenstehender</strong> dürfte dem kurzen Satz <strong>in dieser erregten Debatte</strong> tiefere Bedeutung beigemessen haben. <strong>Ein, zwei CDU-Vertreter</strong> aber stellten Frau Lindenthal <strong><span style="text-decoration: underline;">nach</span> der Sitzung</strong> zur Rede: Das sei <strong>Verleumdung</strong>! empörten sie sich. Und unverhohlen <strong>drohten</strong> sie ihr mit <strong>Klage</strong>, wenn sie nicht klar stelle, dass von der <strong>CDU-Fraktion </strong>keine Drohmails verschickt worden waren.</p>



<p>Natürlich hat die CDU-Fraktion <strong>keine Drohmail</strong> verschickt: Das war ein <strong>CDU-Stadtrat</strong> gewesen, und der gehört natürlich <strong>nicht zur Fraktion.</strong></p>



<p><strong>Nur ein paar  Buchstaben</strong> – und dann so viel Ärger! <strong>Tanja Lindenthal</strong> stellte umgehend <strong>unmissverständlich</strong> klar: Sie mache <strong>der CDU-Fraktion</strong> keine Vorwürfe, versicherte sie. Und sie <strong>entschuldigte</strong> sich für den Fauxpas. Erst <strong>mündlich</strong>. Später auch <strong>schriftlich</strong>.</p>



<p>Es heißt, einige <strong>in der CDU</strong> hätten die Entschuldigung <strong>sofort</strong> <strong>akzeptiert</strong>. Andere aber nicht: Sie verlangten weitere <strong>Konsequenzen</strong>. Das wiederum dürfte <strong>Gründe</strong> haben:</p>



<p>Denn <strong>offen</strong> ist jetzt noch die Frage, was in der<strong> Causa Baltruschat und Drohmail </strong>passiert – und wie die <strong>CDU-Stadtführung</strong> reagiert:</p>



<p>Ein <strong>CDU-Stadtrat</strong> versucht, <strong>Stadtverordnete</strong> <strong>unter Druck zu setzen </strong>und mundtot zu machen: Sie sollen <strong>nicht mehr sagen</strong>, was sie für die Stadt Hofheim für <strong>richtig</strong> halten.</p>



<p><strong>Und nun? Einfach weghören?</strong></p>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>26</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Untertorplatz: Die ersten Bilder von den Riesenschirmen sind da!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/11/23/erste-bilder-von-riesenschirmen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 17:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bronte Sascha]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Markus]]></category>
		<category><![CDATA[Demuth Susanne]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
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		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Kolar Thorsten]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Latsch Johannes]]></category>
		<category><![CDATA[Pierau Ines]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Vorrath Jonathan]]></category>
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					<description><![CDATA[Hofheims Altstadt soll umgestaltet werden: CDU-Bürgermeister Christian Vogt will zwei Riesenschirme auf dem Untertorplatz aufstellen lassen. Jetzt wurden uns Computer-Bilder übermittelt, die in einer vertraulichen Rathaus-Sitzung vorgestellt worden waren.  Sie lassen erahnen, wie sich der Blick auf die historische Häuserzeile mit dem bekannten "Türmchen" verändern wird. 

<strong>Update am Montag, 27. November:</strong> Die Riesenschirme könnten deutlich teurer werden als bisher bekannt. Das geht aus einem neuen Rathaus-Papier hervor.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Hofheims Altstadt soll umgestaltet werden: CDU-Bürgermeister Christian Vogt will zwei Riesenschirme auf dem Untertorplatz aufstellen lassen. Erste Details haben wir kürzlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/14/10-meter-sonnenschirm-vorm-tuermchen/">auf dieser Webseite</a> aufgedeckt; jetzt wurden uns Computer-Bilder übermittelt, die in einer vertraulichen Rathaus-Runde vorgestellt worden waren. Sie lassen erahnen, wie sich der <strong>Blick auf die historische Häuserzeile mit dem bekannten &#8222;Türmchen&#8220;</strong> verändern wird. Wir dokumentieren die geheimen Pläne: Denn Hofheims Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf umfassende Information, wenn derart massive Eingriffe in das von ihnen geliebte Stadtbild geplant sind.</strong></p>



<p>Es war die 133. Sitzung der <strong>&#8222;Steuerungsgruppe City Marketing&#8220;</strong>, sie fand zu Beginn dieses tristgrauen Novembers statt: Die handverlesenen Teilnehmer, <strong>sechs Männer und zwei Frauen</strong>, wurden am Freitagmorgen um 10 Uhr von <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> im Rathaus-Saal &#8222;Chinon&#8220; begrüßt. Vier weitere Personen waren <strong>eingeladen</strong>, fehlten allerdings entschuldigt.</p>



<p>Man tagte wie üblich<strong> unter Ausschluss der Öffentlichkeit</strong>. <strong>Thorsten Kolar</strong>, zuständig im Rathaus für <strong>Wirtschaftsförderung</strong> und <strong>&#8222;City Marketing&#8220;</strong>, machte sich während der Sitzung Notizen: Er musste <strong>Protokoll</strong> führen. Seine <strong>Aufzeichnungen</strong> sollten eigentlich <strong>niemals an die Öffentlichkeit</strong> gelangen, liegen uns jetzt aber <strong>im</strong> <strong>Wortlaut</strong> vor:</p>



<p>So wissen wir, was <strong>in der Sitzung</strong> besprochen wurde und wie der <strong>Untertorplatz</strong> schon im nächsten Jahr <strong>umgestaltet</strong> werden soll – wenn denn Vogts Pläne <strong>wirklich realisiert werden</strong> <strong>sollten</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="580" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311.jpg" alt="Riesenschirm" class="wp-image-36423" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311-300x218.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-3-202311-768x557.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Plan für den Untertorplatz, noch ganz geheim: Ein riesiger Sonnenschutz-Trichterschirm soll Schatten spenden – und verdeckt die Sicht auf die historische Häuserzeile. Unser Bild zeigt eine Seite aus der Präsentation des Stuttgarter Unternehmens &#8222;AR Ingenieure GmbH&#8220;. </figcaption></figure>
</div>


<p>Kurz zum Hintergrund: <strong>Zehn Millionen Euro</strong> hatte das <strong>Land Hessen</strong> im letzten Jahr über das <strong>Förderprogramm &#8222;Zukunft Innenstadt&#8220;</strong> verteilt. Kommunen konnten sich mit bis zu drei Projekten bewerben.</p>



<p>In <strong>Hofheim</strong> wurde darüber <strong>nicht öffentlich</strong> gesprochen. Die Entscheidung fiel im Rathaus –<strong> ohne Absprache</strong> mit den Stadtverordneten und <strong>ohne Information</strong> der Öffentlichkeit. <strong>Drei Vorschläge</strong> schickte der Magistrat nach Wiesbaden: Man wolle <strong>Kinderspielgeräte</strong> erneuern, eine <strong>Frischluftmaschine</strong> namens <strong>&#8222;City Tree&#8220;</strong> für <strong>60.000 Euro </strong>auf dem Kellereiplatz aufstellen und <strong>&#8222;Ein Dach für die City&#8220;</strong> für <strong>100.000 Euro</strong> errichten.</p>



<p>Das Land bewilligte <strong>200.000 Euro</strong>. Vogt ließ umgehend <strong>ein</strong> <strong>Foto</strong> <strong>verteilen</strong>, das ihn bei der <strong>Scheckübergabe</strong> mit <strong>Grünen-Minister Tarek Al-Wazir</strong> zeigt.&nbsp;</p>



<p><strong>Neue Spielgeräte</strong> – das war natürlich kein Problem. Die Idee vom<strong> &#8222;City Tree&#8220;</strong> erwies sich dagegen als <strong>purer Trash</strong> (<a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/">hier</a>) und wurde schnell <strong>gemüllt</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="464" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees.jpg" alt="20220924 Vogt City Trees" class="wp-image-23807" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees-300x218.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wir haben&#8217;s ja: 200.000 Euro bekam Bürgermeister Vogt von Grünen-Minister Al-Wazir für Projekte in der Innenstadt bewilligt. </figcaption></figure>
</div>


<p>Jetzt soll noch <strong>Vorschlag Nr. 3</strong> umgesetzt werden. Vogt hatte seinen Plan so angekündigt: <em>„Ein Dach für die City &#8211; Einkaufen, Verweilen, Genießen bei Wind und Wetter“</em>. <strong>Ernsthaft </strong>hinterfragt wurde das Vorhaben <strong>in den politischen Gremien</strong> bisher nicht. Im <strong>Stadtparlament</strong> mäkelten nur die <strong>Linken</strong> ein bisschen – alle anderen zeigten <strong>null Interesse</strong>.</p>



<p><strong>Vielleicht hat auch aus diesem Grund keiner nachgefragt: weil es keiner für möglich hielt, dass Hofheims Bürgermeister monströs wirkende Schirme mitten in der historischen Altstadt aufstellen lässt – dies auch noch, ohne <span style="text-decoration: underline;">vorher</span> offen und umfassend darüber zu informieren.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Vertrauliche Rathaus-Runde begrüßt Riesenschirme</h2>



<p>Jetzt sehen wir erstmals <strong>Computer-Bilder, </strong>wie der <strong>Untertorplatz</strong> vielleicht schon bald <strong>aussehen</strong> könnte. </p>



<p><strong>Der Magistrat </strong>hatte einen entsprechenden Auftrag an die <a href="https://www.ar-ingenieure.com/" target="_blank" rel="noopener">Alfred Rein Ingenieure GmbH</a> (Sitz: Stuttgart) vergeben. Das Unternehmen entwirft feststehende<strong> Dach- und Fassadenstrukturen</strong> und ist damit nach eigener Darstellung <strong>weltweit</strong> unterwegs.</p>



<p>Das Büro hat eine <strong>Power-Point-Präsentation</strong> erstellt, in der <strong>Computerbilder</strong> <strong>erste</strong> <strong>Eindrücke</strong> <strong>vermitteln</strong>, wie – so die Überschrift – <em>&#8222;Trichterschirme für den Marktplatz in Hofheim“</em> aussehen könnten.</p>



<p>Dazu finden wir <strong>auf</strong> <strong>technischen Zeichnungen</strong> exakte Größenangaben: <strong>Der erste Schirm</strong> (er soll dort aufgebaut werden, wo sich heute ein <strong>Dauer-Marktstand</strong> befindet) würde <strong>8,15 Meter</strong> hoch werden. <strong>Der</strong> <strong>zweite</strong> <strong>Schirm</strong> (er soll mitten auf dem Parkplatz <strong>vor</strong> <strong>dem</strong> <strong>Türmchen</strong> stehen) würde über anderthalb Meter größer: <strong>9,75 Meter</strong>.</p>



<p><strong>Auf den Bildern wirken die alten Fachwerkhäuser hinter dem Riesenschirm ziemlich klein, nahezu mickrig.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="619" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311.jpg" alt="schirm 2 202311" class="wp-image-36422" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311-300x232.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/schirm-2-202311-768x594.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Zeichnung der AR Ingenieure GmbH lässt die Ausmaße des geplanten Schirms auf dem Untertorplatz erkennen. Selbst größere Fahrzeuge wirken darunter klein, die Menschen sowieso.</figcaption></figure>
</div>


<p>In der Rathaus-Runde wurden die Pläne angeblich abgenickt. <strong>Wirtschaftsförderer Kolar</strong> hielt in seinem <strong>Protokoll</strong> fest: &#8222;<em>Der aus 2 Marktschirmen bestehende Entwurf mit Schirmdurchmessern von 10 m (Bereich Saisonmarkt) und 12,50 m (Bere inich Mitte Marktplatz) wird seitens der Mitglieder begrüßt.&#8220;</em></p>



<p>Unter dem größeren Schirm soll, auch das ist der Präsentation zu entnehmen, <strong>ein unterirdischer Behälter</strong> (Zisterne) gebaut werden: Dort könnte <strong>Regenwasser</strong> gesammelt werden. <strong>Diese</strong> <strong>Idee</strong> <em>&#8222;findet Zustimmung&#8220;</em>, notierte Protokollant Kolar.</p>


<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:0px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:0px;border-top-right-radius:0px">Das ist die Steuerungsgruppe City-Marketing</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:0px;border-bottom-right-radius:0px">In der Steuerungsgruppe City-Marketing sind vertreten: die Stadtverwaltung, der Stadtverordnetenvorsteher, der Gewerbeverein, die Bürgervereinigung Altstadt und das Management des Chinon-Centers. Man trifft sich 4 bis 6 Mal im Jahr, um – so heißt es offiziell – &#8222;über Feste, Events und alle Themen rund um das City-Marketing&#8220; zu reden. </p>
<p>Offenbar bespricht man in dem Gremium auch größere Themen – wie  den Umbau des Untertorplatzes mit Riesenschirmen. An der Sitzung am 3. November nahmen laut Protokoll teil – <strong>für die Stadt:</strong> Bürgermeister Christian Vogt, Erster Stadtrat Wolfgang Exner, Stadtrat Bernhard Köppler, die Verwaltungsmitarbeiter Susanne Demuth und Jonathan Vorrath sowie Wirtschaftsförderer Thorsten Kolar; <strong>für den Gewerbeverein IHH:</strong> Vorsitzender Markus Buch und seine City-Managerin Ines Pierau; <strong>für den Verein Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt:</strong> Sascha Bronte, der seit kurzem 2. Vorsitzender ist. <strong>Es fehlten</strong>: Andreas Hegeler (Stadtverordnetenvorsteher), Britta Schley (Rathaus), Anna Schwabe (IHH), Uwe Lippold (Chinon-Center).</div></div>



<p>Es wurden offenbar auch´<strong>kritische Gedanken</strong> geäußert, die Kolar in seinem Protokoll aber<strong> nur am Rande erwähnt.</strong> Demnach wurde darauf hingewiesen, dass der Riesenschirm mitten auf dem Parkplatz<strong> allenfalls von begrenztem Nutzen</strong> für Fußgänger sei: Schließlich finde dort nur zwei Mal in der Woche ein Markt statt. <strong>Im Protokoll </strong>heißt es dazu: <em>&#8222;Bedenken, dass eine Beschattung nur an 2 Tagen in der Woche während des Marktgeschehens erfolge, werden dahingehend begegnet, dass (&#8230;) der große Schirm in der ,Nicht-Markt-Zeit&#8216; die dort abgestellten Fahrzeuge beschattet.&#8220;</em></p>



<p><strong>Ein Riesenschirm in Hofheims Altstadt, aufgestellt als Schattenspender für Autos: Das ist ja mal ein toller Plan!</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="439" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311.jpg" alt="Schirm 4 202311" class="wp-image-36424" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311-300x165.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-4-202311-768x421.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Unser Titelbild: So stellen sich die Experten der AR Ingenieure GmbH den &#8222;kleinen&#8220; Riesenschirm vor. </figcaption></figure>
</div>


<p>Entscheidungen<strong> hinter verschlossenen Türen</strong> zu fällen, die Stadtgesellschaft <strong>vor vollendete Tatsachen</strong> zu stellen: Dieser<strong> Politik-Stil</strong> des <strong>Hofheimer Bürgermeisters</strong>, der inzwischen auch <strong>innerhab der CDU </strong>zunehmend auf <strong>Unverständnis und Kritik </strong>stößt, dürfte in diesem Fall <strong>nicht mehr funktionieren</strong>. Nachdem der Hofheim/Kriftel-Newsletter letzte Woche <strong>erste Details</strong> zu den Riesenschirmen <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/14/10-meter-sonnenschirm-vorm-tuermchen/">veröffentlicht</a> hatte, wurden umgehend <strong>zwei Briefe an die Stadtspitze</strong> geschickt:</p>



<p>Die Fraktionsvorsitzende der <strong>Linken</strong> im Stadtparlament, <strong>Barbara Grassel</strong>, verlangt Antwort auf <strong>naheliegende Fragen</strong>: Aus welchem <strong>Material</strong> sind die Schirme, und wie oft und <strong>zu welchen</strong> <strong>Kosten</strong> müssen sie repariert bzw. ausgetauscht werden? Kurzum: Welche <strong>Folgekosten</strong> kommen eigentlich auf die Stadt zu?</p>



<p>Auch von den <strong>Grünen</strong> liegt inzwischen ein Antrag im Rathaus vor. Der Stadtverordnete <strong>Martin Haindl</strong> fordert darin, dass über die Pläne für die Schirme <strong>öffentlich</strong> diskutiert wird – und zwar <strong><span style="text-decoration: underline;">vor</span> einer Bestellung</strong>. Denn die <strong>Förderbedingungen</strong> würden verlangen, <em>&#8222;dass diese Maßnahme unter Bürgerbeteiligung inhaltlich geplant werden und nachhaltig sein soll&#8220;.</em></p>



<p>Spätestens nach diesem Antrag muss sich das <strong>Stadtparlament</strong> mit dem Thema befassen. Es muss <strong>über Haindls Antrag entscheiden</strong>: Wollen die Stadtverordneten<strong> eine offene Diskussion</strong> – oder soll allein der <strong>CDU-Bürgermeister</strong> mit seiner <strong>&#8222;Steuerungsgruppe City-Marketing&#8220;</strong> über <strong>Wohl und Wehe der Altstadt</strong> entscheiden, dies auch noch <strong>hinter verschlossenen Türen?</strong></p>



<p><strong>Ein gewichtiges Wörtchen </strong>dürfte schließlich auch die <strong>Denkmalschutzbehörde</strong> mitreden wollen. Auf Anfrage teilte <strong>Kreissprecher Johannes Latsch</strong> mit, die Stadtverwaltung Hofheim habe das Landratsamt zwar <strong>über die Schirm-Pläne informiert</strong>, <em>&#8222;aber noch keinen denkmalschutzrechtlichen Antrag gestellt&#8220;.</em> Der werde geprüft, sobald er vorliege.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="440" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-1-202311.jpg" alt="Schirm 1 202311" class="wp-image-36421" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-1-202311.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-1-202311-300x165.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Schirm-1-202311-768x422.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch diese Zeichnung des Ingenieurbüros AR Ingenieure wurde der &#8222;Steuerungsgruppe City Marketing&#8220; vorgelegt. Im Vergleich zum großen Schirm wirkt das &#8222;Türmchen&#8220; fast mickrig.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die jetzt anstehende <strong>öffentliche Diskussion</strong> hatte <strong>Hofheims Stadtspitze</strong> unbedingt <strong>verhindern</strong> wollen. Auch das entnehmen wir dem <strong>Protokoll von &#8222;City Marketing&#8220;</strong>:</p>



<p>In der Sitzung der &#8222;Steuerungsgruppe&#8220; wurde festgelegt, dass vorerst <strong>kein Mensch außerhalb des kleinen Kreises</strong> von dem geplanten <strong>Umbau des Untertorplatzes</strong>  erfahren sollte.</p>



<p>Einen entsprechenden Satz schrieb <strong>Thorsten Kolar</strong> in sein Protokoll, er druckte ihn <strong>extra fett,</strong> um seine Bedeutung <strong>hervorzuheben</strong>:&nbsp;</p>



<p><strong>&#8222;Die Mitglieder werden darum gebeten, dass Konzept nicht nach außen zu kommunizieren bevor nicht die städtischen Gremien hierüber befunden haben.&#8220;</strong></p>



<p><strong>Das Schweigegebot</strong> wurde durchbrochen. <strong>Welch ein Glück für Hofheim.</strong></p>



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<p class="has-text-align-center"><strong>+ + + + +</strong></p>



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<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center">Neueste Information: Riesenschirme könnten deutlich teurer werden</h1>



<p><strong>Update am Montag, 27. November:</strong> Hofheims Stadtpolitiker sollen jetzt auch <strong>ganz offiziell</strong> die neuesten Informationen zu den <strong>Riesenschirmen auf dem Untertorplatz</strong> bekommen:</p>



<p>Das Thema wurde auf die Tagesordnung für den <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> gesetzt, der am <strong>Dienstag, 5. Dezember</strong>, tagt. Einen Tag später, am <strong>Mittwoch, 6. Dezember</strong>, wird sich der <strong>Haupt- und Finanzausschuss </strong>damit befassen. Beide Sitzungen beginnen jeweils um <strong>19 Uhr in der Stadthalle</strong> und sind öffentlich.</p>



<p>Nicht ausgeschlossen ist, dass die Riesenschirme <strong>deutlich teurer</strong> als bekannt werden: Bisher war &#8222;nur&#8220; von <strong>100.000 Euro</strong> die Rede, die der Stadt als Zuschuss aus dem <strong>Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ </strong>überwiesen wurden. Für weitere<strong> 60.000 Euro </strong>wollte das Land auf Antrag des Magistrats einen <strong>&#8222;City Tree&#8220;</strong> in Hofheim fördern. Die Anschaffung einer solchen <strong>Frischluftmaschine</strong> wurde allerdings von den Stadtverordneten <strong>blockiert</strong>, nachdem<strong> Zweifel an ihrer Tauglichkeit</strong> aufgetaucht waren.</p>



<p><strong>Die &#8222;eingesparten&#8220; 60.000 Euro</strong> müssen wohl <strong>irgendwie</strong> <strong>ausgegeben</strong> werden – und sollen <strong>in die Anschaffung der Riesenschirme</strong> gesteckt werden: Das geht aus Unterlagen hervor, die <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vog</strong>t unterschrieben hat und die nächste Woche den beiden Ausschüssen vorgelegt werden.</p>



<p>In dem <strong>Rathaus-Papier</strong> heißt es unter <strong>Aktenzeichen STV2023/169</strong>: Für das <strong>Projekt „Beschattung Marktplatz“</strong> stünden jetzt <em>&#8222;Fördergelder in Höhe von 160.000 Euro zur Verfügung&#8220;.</em></p>



<p><strong>160.000 statt 100.000 Euro</strong> – das ist <strong>eine beachtliche Preissteigerung</strong>. Wobei die Formulierung <strong>offen</strong> lässt, ob die Schirme am Ende nicht <strong>noch teurer </strong>werden: Vielleicht soll ja auch noch<strong> Geld aus der Stadtkasse</strong> dazugegeben werden&#8230;</p>



<p><strong>Eine echte Überraschung wäre das nicht!</strong></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Sie planen es wirklich: Stadt will 10 Meter hohen Schirm vors Türmchen stellen</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/11/14/10-meter-sonnenschirm-vorm-tuermchen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2023 13:27:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Wagner Elli]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufregung in Hofheims Stadtgesellschaft: Erneut versuchen die Verantwortlichen im Rathaus, hinter dem Rücken von Lokalpolitikern und Bürgern eine große Baumaßnahme voranzutreiben. Um es mit den Worten von CDU-Bürgermeister Christian Vogt zu sagen: Die City soll überdacht werden. Kernstadt-Bewohner sind entsetzt: Die Bürgermeister-Pläne machen unsere schöne Altstadt kaputt. Tatsache ist: Ein zentraler Bereich des historischen Hofheims ist in Gefahr! ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Aufregung in Hofheims Stadtgesellschaft: Erneut versuchen die Verantwortlichen im Rathaus, hinter dem Rücken von Lokalpolitikern und Bürgern eine große Baumaßnahme voranzutreiben. Um es mit den Worten von CDU-Bürgermeister Christian Vogt zu sagen: Die City soll überdacht werden. Kernstadt-Bewohner sind entsetzt: Die Bürgermeister-Pläne machen unsere schöne Altstadt kaputt. Tatsache ist: Wenn Vogt sein Projekt &#8222;Sonnenschutzschirm&#8220; durchsetzt, wird ein zentraler Bereich des historischen Hofheims nicht wiederzuerkennen sein.&nbsp;</strong></p>



<p>Es ist <strong>ein wunderbarer Blick in die Stadtgeschichte</strong>, den alle Hofheimer <strong>lieben</strong>: Vom <strong>Untertorplatz</strong> aus sehen wir auf die <strong>Burggrabenzeile</strong> und erfreuen uns an <strong>den urig-kleinen Fachwerkhäusern</strong> aus dem 17. und 18. Jahrhundert, in ihrer Mitte das <strong>&#8222;Türmchen&#8220;</strong>, einst <strong>Wohnsitz des Gerichtsdieners</strong>, später eine jüdische <strong>Synagoge</strong>, heute ein beliebtes <a href="https://zum-tuermchen-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Restaurant</a>.</p>



<p>Doch der herrliche Blick auf <strong>das historische Gebäude-Ensemble</strong> soll uns schon <strong>in naher Zukunft</strong> genommen werden: <strong>Hofheims Stadtspitze</strong> plant allen Ernstes, direkt vor der Burggrabenzeile <strong>einen riesigen Sonnenschirm</strong> fest zu installieren. <strong>Ein zweiter Schirm</strong>, nur unwesentlich kleiner, soll in unmittelbarer Nähe <strong>unverrückbar</strong> aufgestellt werden.</p>



<p>Zur Realisierung dieser Pläne will die Stadt richtig viel (Steuer-)Geld ausgeben: <strong>100.000 Euro </strong>werden die Schirme kosten – mindestens.</p>



<p>Angeblich wurden bereits <strong>erste Aufträge für Planungsarbeiten</strong> vergeben.</p>



<p><strong>Geld fließt also schon.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Schirm vorm Türmchen: Es gilt strenge Geheimhaltung</h2>



<p>Gleichzeitig werden, und das macht viele Hofheimer richtig sauer, <strong>alle Details</strong> zu dem Projekt <strong>unter Verschluss gehalten.&nbsp;</strong></p>



<p>Vor zwei Monaten wollten die <strong>Grünen im Ortsbeirat Kernstadt</strong> mehr zu den Schirmen erfahren. Sie blitzten ab: <strong>keine Antwort</strong>.</p>



<p>Als vor einer Woche der <strong>Ortsbeirat</strong> erneut tagte, stand die <strong>Anfrage</strong> wieder auf der Tagesordnung. Wieder machte der Magistrat dicht: <strong>keine Auskunft.</strong></p>



<p>Nur <strong>hinter verschlossenen Türen</strong> wird über das Projekt gesprochen, die Teilnehmer werden jedes Mal <strong>zu strengem Stillschweigen verdonnert</strong>. Die <strong>Geheimhaltung</strong> hat einen Grund:</p>



<p><strong>Hofheims CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> hat bereits mit einem anderen <strong>Altstadt-Projekt</strong> <strong>einen bösen</strong> <strong>Flop</strong> erlebt. Er wollte auf dem Kellereiplatz eine <strong>&#8222;Frischluftmaschine&#8220;</strong> aufstellen lassen, was sich allerdings als<strong> große Luft- und Lachnummer</strong> herausstellte und deshalb vom Stadtparlament <strong>&#8222;in die Mülltonne gekloppt&#8220;</strong> wurde.</p>



<p>Eine solche <strong>Blamage</strong> will er <strong>nicht noch einmal</strong> erleben!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geld vom Land – und keiner fragt wofür</h2>



<p>Die <strong>&#8222;Frischluftmaschine&#8220; </strong>wie auch jetzt das Projekt <strong>&#8222;Sonnenschutzschirm&#8220;</strong> haben einen gemeinsamen Hintergrund: Über ein <strong>Landesprogramm</strong> mit dem wohlklingenden Namen <a href="https://nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de/zukunft-innenstadt/das-foerderprogramm.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Zukunft Innenstadt&#8220;</a> können Kommunen <strong>Gelder</strong> <strong>beantragen</strong>, wenn sie ihr <strong>Zentrum</strong> attraktiver gestalten wollen. <strong>Hofheims Magistrat</strong> reichte – <strong>ohne Rücksprache</strong> mit den politischen Gremien – <strong>drei</strong> <strong>Ideen</strong> ein und bekam prompt <strong>200.000 Euro</strong> bewilligt:</p>



<p><strong>Projekt 1: „Spielend durch die City&#8220;</strong> – Spielgeräte sollten am Straßenrand aufgestellt werden. Dagegen hatte <strong>keiner</strong> etwas einzuwenden.</p>



<p><strong>Projekt Nr. 2</strong> war dem <strong>Wahlprogramm der Hofheimer CDU</strong> entnommen.&nbsp; Ein <strong>&#8222;City Tree&#8220;</strong> sollte angeschafft werden, <em>&#8222;um das Stadtklima effektiv zu verbessern&#8220;</em>, wie eine<strong> Partei-Broschüre </strong>uns glauben machen wollte.</p>



<p>Doch dann deckte der <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a> auf: <strong>alles Schmu!</strong></p>



<p>Ein &#8222;City Tree&#8220; ist ein mehrere Meter hoher <strong>Kasten</strong>, in dem eine&nbsp; <strong>Mooswand</strong> mittels viel <strong>Technik</strong> die <strong>Umgebungsluft</strong> filtern und kühlen soll. In Städten, die so ein Teil angeschafft hatten, <strong>funktioniert das nachweislich nicht</strong>. Im <strong>Hofheimer Rathaus</strong> bemühte am Ende sogar <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/24/city-trees-gutachten/">zweifelhafte Studien</a>, um <strong>Vogts krude Idee</strong> durchsetzen zu können. Das <strong>Stadtparlament</strong> aber ließ sich nicht beirren:</p>



<p><strong>Dieses bürgermeisterliche Vorhaben</strong> wurde rechtzeitig <strong>gestoppt</strong>.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="464" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees.jpg" alt="Türmchen" class="wp-image-23807" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Vogt-City-Trees-300x218.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Foto veröffentlichte Hofheim Stadtverwaltung vor einem Jahr: Christian Vogt harre von Minister Tarek Al Wazir 200.000 Euro aus dem Programm „Zukunft Innenstadt“ bewilligt bekommen.&nbsp;</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Und jetzt also Projekt Nr. 3: Sonnenschutzschirme über der Altstadt.</strong> <em>&#8222;Die Aufenthaltsqualität auf dem Hofheimer Wochenmarkt&#8220;</em> solle <em>&#8222;durch die feste Installation einer großflächigen Beschirmung&#8220; </em>verbessert werden, ließ uns Bürgermeister Christian Vogt wissen. So werde die Stadt <em>&#8222;dem Klimawandel begegnen&#8220;.</em></p>



<p><em>Dem Klimawandel begegnen</em> – das ist ja mal <strong>ein toller Plan!</strong> Leider hinterfragte <strong>keiner</strong> die  Sprüche des Bürgermeisters, auch nicht, als Vogt von einer <em>&#8222;großflächigen Beschirmung&#8220;</em> der Altstadt <strong>schwadronierte</strong>, von einer <em>&#8222;Überdachung des Marktplatzes&#8220;</em> und sogar von einem <em>&#8222;Dach für die City&#8220;</em>.</p>



<p>Die Reaktion der Lokalpolitikern: zwischen <strong>ungläubigem Staunen</strong> und <strong>sprachlosem Entsetzen</strong>.</p>



<p><strong>Schweigen</strong> allüberall.</p>



<p><strong>Keiner war da, der aufbegehrte.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Riesenschirm wird vor allem Autos beschatten</h2>



<p>Inzwischen ist aus <strong>vertraulichen Rathaus-Runden</strong> durchgesickert, was hinter den<strong> Vogt-Plänen</strong> wirklich steckt:</p>



<p><strong>Ein erster Schirm</strong> soll hinter der <strong>Bushaltestelle Am Untertor</strong> aufgestellt werden, auf dem Platz, wo jetzt der <strong>Obst- und Gemüsestand</strong> steht. Er soll <strong>knapp 9 Meter hoch</strong> werden, mit <strong>Lichtinstallation</strong> obendrin und einer <strong>Bank</strong> untenrum.</p>



<p><strong>Neun Meter hoch!</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="442" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Untertorplatz2-202311.jpg" alt="Schirm
" class="wp-image-36082" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Untertorplatz2-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Untertorplatz2-202311-300x207.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hinter der Bushaltestelle Am Untertor  soll ein zweiter Schirm stehen. Er soll knapp neun Meter hoch werden.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Ein zweiter Schirm</strong> – mit <strong>fast zehn Meter Höhe</strong> noch größer – soll <strong>mitten</strong> <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> <strong>Untertorplatz</strong> installiert werden, dort, wo der <strong>Wochenmarkt</strong> stattfindet. Nachgedacht wird über einen Schirm in <strong>Trichter-Form</strong>: Regenwasser könnte <strong>nach innen</strong> abfließen und in einer <strong>unterirdischen Zisterne</strong> gesammelt werden.</p>



<p>Auf dem <strong>Untertorplatz</strong> findet zweimal wöchentlich ein <strong>Markt</strong> statt, ein <strong>riesiger</strong> <strong>Schirm</strong> würde die Besucher tatsächlich <strong>vor Sonne und Regen</strong> schützen. Aber eben <strong>nur an zwei Tagen</strong>. Die meiste Zeit über würde der Schirm als <strong>Schattenspender für Autos </strong>dienen:</p>



<p>Denn <strong>Parkplätze</strong>, das ist<strong> Hofheims Stadtführung</strong> stets ein ganz zentrales Anliegen, dürfen <strong>auf</strong> <strong>keinen</strong> <strong>Fall</strong> wegfallen, also allenfalls <strong>einer</strong>, maximal <strong>zwei</strong>, heißt es.</p>



<p>Ein <strong>Sonnenschirm für parkende Autos</strong>: Das dürfte es nur in Hofheim geben. Dass der Blick auf die Burggrabenzeile <strong>verhunzt</strong> wird: Nun ja, man kann halt – dieses <strong>Motto</strong> scheint die Stadtführung zu leiten – <strong>nicht alles</strong> haben.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Untertorplatz3-202311.jpg" alt="Untertorplatz3 202311" class="wp-image-36194" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Untertorplatz3-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Untertorplatz3-202311-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Untertorplatz – viel Platz für Autos. Geht&#8217;s nach dem Willen der Stadtspitze, wird ein 10 Meter hoher Sonnenschirm den Blick auf die historischen Häuserzeile völlig verhunzen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Zitieren wir noch einmal <strong>Christian Vogt</strong>: <em>„Mit unseren Projekten richten wir einerseits den Blick in die Zukunft, andererseits greifen wir bereits Bewährtes auf und möchten dies neu gestalten und verbessern.“</em></p>



<p><em>Bewährtes neu gestalten und verbessern: </em>Fällt dem <strong>CDU-Bürgermeister</strong> da denn wirklich <strong>nichts Besseres</strong> ein?</p>



<p>Sind <strong>zwei gigantische Schirme</strong> vor Hofheims <strong>Hingucker-Fassade</strong> wirklich das, was sich die<strong> Bürger von ihrer Stadtspitze</strong> wünschen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rathaus ohne Gefühl für das historische Stadtbild?</h2>



<p>Über <strong>wichtige und weitreichende Entscheidungen</strong> zur Stadtgestaltung muss eigentlich im <strong>Stadtparlament</strong> und seinen <strong>Ausschüssen</strong> informiert und gesprochen werden. Hofheims <strong>Stadtverordnete</strong> aber haben bisher über die <strong>Projekt &#8222;Monster-Schirme&#8220;</strong> nichts erfahren, <strong>gar nichts.</strong></p>



<p>Und auch der <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong>, dem bei allen Altstadt-Themen ein <strong>Mitspracherecht</strong> zusteht, stochert <strong>im dichten Info-Nebel</strong>.</p>



<p><strong>Martin Haindl</strong>, wohnhaft <strong>an der Hauptstrasse</strong> und für die <strong>Grünen</strong> <strong>im</strong> <strong>Ortsbeirat</strong>, hatte letztens nochmals einen <strong>Vorstoß</strong> versucht: Er wollte den <strong>Antrag</strong> stellen, dass das Projekt <strong>gestoppt</strong> wird. Dass <strong>Öffentlichkeit</strong> und <strong>Lokalpolitik</strong> endlich in die Planungen einbezogen werden. Und dass nach <strong>vernünftigen</strong>, <strong>nachhaltigen</strong> <strong>Lösungen</strong> gesucht wird.</p>



<p><strong>Der Antrag</strong> wurde nicht zugelassen. <strong>Erst nächstes Jahr </strong>soll er drankommen.<strong> Formalismus statt Fortschritt</strong>: Vorsitzende im Ortsbeirat ist <strong>Elli Wagner</strong>. Sie gehört der <strong>CDU</strong> an. Es ist die <strong>Partei des Bürgermeisters</strong>. </p>



<p><strong>Und was passiert jetzt? </strong></p>



<p>Noch ist offen, ob sich die <strong>Mehrheit der Stadtverordneten</strong> aufraffen wird, den <strong>Bürgermeister stoppt</strong> und die geplante <strong>Schirm-Installation</strong> <strong>kippt</strong> – wie vor Monaten die <strong>Frischluftmaschine</strong>.</p>



<p>Vielleicht begehren auch irgendwann die organisierten <strong>Freunde der Altstadt</strong> auf. Machen den Lokalpolitikern <strong>Druck</strong>, vor allem denen der <strong>CDU</strong>, dass sie gefälligst ihren <strong>Pflichten</strong> nachkommen, sich über wichtige Themen der Stadtgestaltung <strong>informieren</strong> und sich für <strong>die Interessen der Bürger</strong> einsetzen.</p>



<p>Es gibt einen Verein, der zuständig wäre. Er nennt sich <a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt</strong></a> und hat als <strong>Leitspruch</strong> passender Weise ausgegeben: <em>&#8222;Altes für die Zukunft bewahren&#8220;.</em></p>



<p><strong>Kleines Problem</strong>: Die <strong>Vereinsführung</strong> ist <strong>neu</strong> im Amt und muss sich <strong>erst</strong> <strong>finden</strong>.</p>



<p><strong>Größeres Problem:</strong> Im Vorstand sitzt mit <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler</strong> ein strammer <strong>CDU-Mann</strong>. Ob der es zulässt, dass sich der Verein <strong>gegen &#8222;seinen&#8220; Bürgermeister</strong> stellt?</p>



<p>So bleibt den Menschen in Hofheim vorerst nur <strong>die Hoffnung</strong>: dass die zuständigen Fachleute etwas mehr <strong>Gefühl</strong> und <strong>Verantwortung</strong> für<strong> das historische Stadtbild </strong>zeigt als<strong> Herrschaften im Rathaus</strong>. Dass sich nämlich die <strong>Untere Denkmalschutzbehörde</strong> schützend vor die <strong>geschichtsträchtige Häuserzeile</strong> stellt, deren Anblick<strong> alle Hofheimer so lieben</strong>. Und dass sie ein Aufstellen der riesigen Schirme<strong> verbietet</strong>.</p>



<p><strong>Ein für alle Mal.</strong></p>



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