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	<title>Horn Gunter &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Horn Gunter &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Neue Pläne: Ein Dach fürs Wasserschloss – und ein Hotel an der Hattersheimer</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/07/03/dach-fuers-wasserschloss-und-hotel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 16:48:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Horn Gunter]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Wagner Elli]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus der Kernstadt gibt es zwei Neuigkeiten, die auf breites Interesse stoßen dürften: Das Wasserschloss bekommt eine Überdachung gegen Sonne und Regen. Und auf dem Polar-Gelände an der Hattersheimer Straße soll ein Hotel entstehen. Auch wenn wir jetzt Gefahr laufen, Bürgermeister Christian Vogt zu erschrecken: Für diese Pläne haben er und seine Verwaltung ein Lob verdient! Endlich mal!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Aus der Kernstadt gibt es zwei Neuigkeiten, die auf großes Interesse stoßen dürften: Das alte Wasserschloss soll eine Überdachung gegen Sonne und Regen bekommen. Und auf dem Polar-Gelände an der Hattersheimer Straße soll ein Hotel entstehen. Auch wenn wir <strong>jetzt vielleicht </strong>Gefahr laufen, Bürgermeister Christian Vogt zu erschrecken: Für diese Pläne haben er und seine Verwaltung erst einmal ein großes Lob verdient! Ehrlich!</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading wasserschloss"><a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/03/dach-fuers-wasserschloss-und-hotel/#wasserschloss">Projekt I: Ein Dach für das Wasserschloss</a></h2>



<p>Die Sache fing ziemlich <strong>holprig</strong> an, wir wollen sie hier nur kurz zusammenfassen: Hofheim hatte sich beim<strong> Land Hessen </strong>um Zuschüsse aus einem <strong>Förderprogramm</strong> beworben und <strong>200.000 Euro</strong> zugesagt bekommen:</p>



<p>Ein kleiner Betrag wurde für <strong>Spielgeräte am Straßenrand</strong> in der Innenstadt ausgegeben – kein Problem.</p>



<p>Für einen deutlich größeren Batzen sollte eine<strong> Belüftungsmaschine namens &#8222;City Tree&#8220;</strong> angeschafft werden. Ihr Standort: der <strong>Kellereiplatz</strong>. Doch da war Hofheim wohl <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/">auf vollmundige Werbesprüche</a> hereingefallen: Die Anlage entpuppte sich als <strong>Windei</strong>. Die Idee wurde schnell <strong>wieder verworfen</strong>.</p>



<p>Und dann hatte Vogt noch <strong>&#8222;ein Dach für die City&#8220; </strong>versprochen. Als der Hofheim/Kriftel-Newsletter <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/23/erste-bilder-von-riesenschirmen/">die ersten Bilder</a> öffentlich machte – sie zeigten <strong>riesige</strong> <strong>Trichterschirme</strong> mitten auf dem Untertorplatz –, war <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/04/altstadt-verein-gegen-schirme/">das Entsetzen groß</a>. Die Pläne <strong>verschwanden</strong> umgehend.</p>



<p>Vogt, das muss man ihm zugute halten, ließ <strong>nicht locker</strong>. Und <strong>inspiriert</strong>, wie er offen zugibt, von Ideen der unermüdlichen <strong>Elli Wagner</strong> – sie ist Vorsitzende im Ortsbeirat Kernstadt – wurde im Rathaus <strong>ein neuer Plan</strong> geschmiedet: <strong>ein Dach fürs Wasserschloss</strong>.</p>



<p>Daraus könnte nun tatsächlich etwas werden, die ersten Informationen klingen jedenfalls ziemlich gut. Vogt auf Nachfrage: Man habe bereits mit dem <strong>Denkmalschutz</strong> gesprochen – dort gebe es <strong>keine</strong> <strong>Einwände</strong> (außer: das Dach darf von außen nicht zu sehen sein). Man habe auch <strong>beim</strong> <strong>Land Hessen</strong> angefragt, ob die <strong>Fördermittel</strong> genutzt werden können – <strong>kein Problem!</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Wasserschloss.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="396" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Wasserschloss-e1720026677920.jpg" alt="Wasserschloss e1720026677920" class="wp-image-43865" style="width:634px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Wasserschloss-e1720026677920.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Wasserschloss-e1720026677920-300x186.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Stadtverordnete bei einer Besichtigung des alten Wasserschlosses.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Erste Pläne</strong> lägen bereits vor, sagt Vogt auch, am kommenden Mittwoch tagt die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> (10. Juli, ab 18 Uhr, Stadthalle), dann sollen sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Hofheim/Kriftel-Newsletters erfuhr vorab:</p>



<p><strong>Das &#8222;Wasserschloss-Dach&#8220;</strong> wird <strong>auf</strong> <strong>Stützen</strong> stehen müssen: Der Denkmalschutz erlaubt <strong>keine Befestigungen im alten Gemäuer</strong>. Es soll sich <strong>öffnen</strong> und <strong>schließen</strong> lassen: <em>&#8222;Eintracht-Fans kennen das aus dem Frankfurter Stadion&#8220;,</em> sagt Vogt im Gespräch. Unter dem Dach, das <strong>Schutz vor Sonne und Regen </strong>bieten soll, könnten dann regelmäßig – Vogt: <em>&#8222;gerne auch öfter&#8220;</em> – <strong>kulturelle Veranstaltungen</strong> stattfinden, auch <strong>Märkte</strong>, zum Beispiel der <strong>Weihnachtsmarkt</strong>&#8230;</p>



<p>Klingt das gut?</p>



<p><strong>Die Diskussion ist hiermit eröffnet&#8230;</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="hotel"><a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/03/dach-fuers-wasserschloss-und-hotel/#hotel">Projekt II: Neues Hotel nahe der Innenstadt</a></h2>



<p>Im Bau- und Planungsausschuss hat<strong> <a href="https://www.pghorn.de/" target="_blank" rel="noopener">Projektentwickler Horn</a></strong> aus Kelkheim seine Pläne für das <strong>Gelände der Firma Polar Mohr </strong>vorgestellt. Polar hatte das Grundstück vor gut einem Jahr verkauft, als die <strong>Insolvenz</strong> drohte. Horn will dort <strong>nach dem Wegzug des Unternehmens</strong> ganz groß bauen.</p>



<p>Als gesichert darf jetzt gelten, dass dort auch Pläne verwirklicht werden, die noch vor wenigen Jahren <a href="https://hk-newsletter.de/2021/11/15/neues-hotel-in-hofheim/">für heftige Diskussionen</a> in der ganzen Stadt gesorgt hatten:</p>



<p><strong>Bürgermeister Vogt und seine CDU</strong> hatten unbedingt ein Hotel auf dem <strong>Gelände der alten Stadtbücherei</strong> errichtet sehen wollen. Um ein Hotel <strong>wirtschaftlich</strong> betreiben zu können, muss es eine <strong>Mindestgröße</strong> haben: Das Grundstück an der Elisabethenstraße hätte <strong>bis auf den letzten Quadratmeter</strong> bebaut werden müssen, bei gleichzeitig <strong>größtmöglicher Höhe</strong>.</p>



<p>Der <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/10/kellereiplatz-und-hotelplaene/">Protest</a> war gewaltig, die CDU zuckte zurück.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Hotelkomplex-Hattersheimer-202407.jpg"><img decoding="async" width="800" height="386" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Hotelkomplex-Hattersheimer-202407.jpg" alt="Hotelkomplex Hattersheimer 202407" class="wp-image-43855" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Hotelkomplex-Hattersheimer-202407.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Hotelkomplex-Hattersheimer-202407-300x145.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Hotelkomplex-Hattersheimer-202407-768x371.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Kein architektonisches Highlight, eher ein Zweckbau: So sieht das für Hofheim geplante Innenstadt-Hotel in den Plänen von Projektentwickler Horn aus.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Aber jetzt!</strong> Jetzt soll&#8217;s was werden, und Vogt zeigte sich <strong>richtig</strong> <strong>glücklich</strong>, dass er <strong>&#8222;sein&#8220; Hotel</strong> nun doch noch bekommt. <strong>Ein größeres Bauwerk</strong> wird es werden, sehr zentrumsnah auf dem heutigen Polar-Mohr-Gelände gelegen,<strong> in Höhe der Rudolf-Mohr-Straße</strong>.</p>



<p>Es werde ein <strong>&#8222;Drei-Sterne-plus&#8220;-Hotel</strong>, sagte Horn, es gebe auch<strong> mehrere Betreiber</strong>, die bereits <strong>Interesse</strong> bekundet hätten. Ein Haus für <strong>Geschäftsreisende</strong> und <strong>Familienbesuche</strong>, nicht für Urlaubsreisende. <strong>90 bis 100 Zimmer </strong>wird es groß. Ein <strong>Restaurant</strong> ist nicht vorgesehen: Das ist in Häusern dieser Kategorie nicht mehr gefragt. Ein <strong>Frühstücksraum</strong> ist eingeplant, und es soll auch Räume geben für <strong>Seminare</strong> oder <strong>Tagungen</strong>. Im Untergeschoss: ein <strong>Fitnessstudio</strong>.</p>



<p>Auch sonst sind die <strong>Pläne für das Areal</strong> schon weit gediehen, Horn gibt offenbar richtig Gas:&nbsp; <strong>31 neue Wohngebäuden und Gewerbeeinheiten</strong> sollen entstehen, rund <strong>400 Wohnungen </strong>sind&nbsp; geplant, etwas mehr als die Hälfte soll als <strong>Mietwohnungen</strong> angeboten werden, rund 40 Prozent sind als <strong>Eigentumswohnungen</strong> angedacht. Das Angebot reicht von 2-Zimmer Wohnungen bis zu 5-Zimmer-Appartements. <em>&#8222;Alle Wohnungen werden barrierefrei sein&#8220;, </em>so Horn.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/03-07-hattersheimer-strasse-staedtebaulicher-vertrag-vis-ualisierung-2.jpg"><img decoding="async" width="640" height="455" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/03-07-hattersheimer-strasse-staedtebaulicher-vertrag-vis-ualisierung-2.jpg" alt="03 07 hattersheimer strasse staedtebaulicher vertrag vis ualisierung 2" class="wp-image-43860" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/03-07-hattersheimer-strasse-staedtebaulicher-vertrag-vis-ualisierung-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/03-07-hattersheimer-strasse-staedtebaulicher-vertrag-vis-ualisierung-2-300x213.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Viel Grün, fröhlich dreinschauende Menschen, Autos nur am Wegesrand: Auf Bildern sieht das neue Bauprojekt an der Hattersheimer Straße richtig gut aus. Hofheims Kommunalpolitiker sind gut beraten, wenn sie beim &#8222;Stadtquartier&#8220; genau hinschauen &#8211; sie mussten erst kürzlich <a href="https://hk-newsletter.de/2024/05/12/klotz-von-lorsbach/">die schmerzliche Erfahrung</a> machen: „Computerbilder werden nur erstellt, um der Öffentlichkeit eine Vorstellung vom Gestaltungskonzept zu vermitteln.“ Im Klartext: Mit der Realität haben diese Darstellungen nicht unbedingt etwas zu tun.</figcaption></figure>
</div>


<p>In den Plänen findet sich <strong>eine fünfzügige Kindertagesstätte</strong> mit bis zu 125 Plätzen in Kombination mit <strong>Seniorenwohnungen</strong>, auch eine integrierte <strong>Tagespflege</strong> ist angedacht. Auf weiteren Flächen, die in den Besitz der Stadt übergehen, will die HWB <strong>88 Wohnungen</strong> errichten.</p>



<p>Wie die Stadtverwaltung an diesem Mittwoch mitteilte, ist nun auch ein <strong>Name für das Kind </strong>gefunden: <strong>„City-Quartier Hofheim“</strong> soll es künftig heißen.</p>



<p>Neben dem <strong>Baugebiet Hattersheimer Straße</strong> hat der Bau- und Planungsausschuss am Dienstagabend auch die Planungen für den <strong>Gewerbepark &#8222;In der Lach&#8220; in Diedenbergen </strong>vorangetrieben:</p>



<p>Hier will der <strong>Berliner Milliardär Krieger</strong> ein Gewerbegebiet errichten. Nachdem sich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/26/moebelhaus-in-diedenbergen/">das ursprünglich geplante Möbelhaus</a> zerschlagen hat, hofft man nun, dass <strong>Polar Mohr </strong>die Bemühungen der Stadt auch <strong>honoriert</strong> und sich hier ansiedelt. Bis Ende 2025 soll das Unternehmen das Gelände an der Hattersheimer Straße geräumt haben, spätestens bis <strong>Ende 2026</strong>.</p>



<p>So lange wird auch Horn<strong> </strong>warten müssen: <strong>Wohnungen, Kita</strong> und jetzt auch <strong>Hotel</strong> – erst wenn <strong>Polar</strong> weg ist, kann er <strong>richtig loslegen</strong>. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Polar Mohr: Blitz-Treffen im Rathaus – Wichtigster Entscheider kommt nicht – Erste Firma springt ab</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/02/21/polar-mohr-blitz-treffen-im-rathaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Feb 2023 10:50:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Horn Gunter]]></category>
		<category><![CDATA[Krieger Kurt]]></category>
		<category><![CDATA[Pabst Axel]]></category>
		<category><![CDATA[Stüting Haiko]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt Neuigkeiten in Sachen Polar Mohr: Am morgigen Mittwoch findet ein Blitz-Treffen im Rathaus statt. Ein wichtiger Entscheider steht nicht auf der Teilnehmerliste. –– Bürgermeister Vogt (CDU) hat das geplante Gewerbegebiet in Diedenbergen damit begründet, dass Unternehmen ihren Sitz nach Hofheim verlegen wollten. Jetzt kommt heraus: Eine Firma, die er nannte, will gar nicht umziehen. –– Ein Rechtsanwalt ruft den Bürgermeister öffentlich auf, mit seinen Unterstellungen aufzuhören: Er sollte besser breiten Konsens in der Stadt schaffen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Es gibt Neuigkeiten rund um Polar Mohr: Bürgermeister Christian Vogt (CDU) hat die Spitzen der Lokalpolitik zu einem Blitz-Treffen ins Rathaus eingeladen. Es geht, na klar, um die geplante Wohnbebauung entlang der Hattersheimer Straße und um ein neues Gewerbegebiet in Diedenbergen. Der wichtigste Entscheider<strong> wird allerdings </strong>wohl <span style="text-decoration: underline" class="underline">nicht</span> teilnehmen. Außerdem: Eine der Firmen, die laut Vogt nach Diedenbergen umziehen würden, will davon nichts wissen. Und: Ein Anwalt ruft den Bürgermeister öffentlich zur Mäßigung auf.</strong></p>



<p>Die Einladung wurde an diesem <strong>Montag um 16.03 Uhr </strong>per E-Mail verschickt und war kurz und knapp gehalten: <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> lud die Mitglieder des <strong>Magistrats</strong>, den <strong>Stadtverordnetenvorsteher</strong> und die <strong>Vorsitzenden der sieben</strong> <strong>Fraktionen</strong> zu einem <em>„Informationstermin“</em> ein. Vorweg schickte er zwei Sätze:</p>



<p><em>„In der vergangenen Stadtverordnetenversammlung wurde der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. 152 ,Hattersheimer Straße’ vertagt. Die Vertagung wurde begründet mit rudimentären Informationen der aktuellen Rechtspersönlichkeit, offenen Fragen zur Unternehmensfortführung und Interesse am Standort Gewerbepark In der Lach, Diedenbergen, von und durch POLAR Mohr.“</em></p>



<p>Vogt weiter: Polar-Geschäftsführer <a href="https://www.polar-mohr.com/de/presse/199134.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thomas Raab</a> sei bereit, bei dem Treffen weitere Informationen zu geben und Fragen zu beantworten. Termin: <strong>Mittwoch, 22. Februar, um 17.30 Uhr</strong> in Raum Chinon im Rathausanbau.</p>



<p>Das Ziel der Zusammenkunft dürfte klar sein: Polar Mohr hatte, von Insolvenz bedroht, sein 50.000 Quadratmeter großes Grundstück entlang der Hattersheimer Straße an den <strong>Kelkheimer Projektentwickler Horn</strong> verkauft. Der will dort, wenn das Unternehmen eines Tages das Gelände geräumt hat, <strong>einige Hundert Wohnungen</strong> bauen. Zuvor muss der Bebauungsplan geändert werden, was <strong>ein</strong> <strong>längeres bürokratisches Verfahren</strong> ist. Vogt wollte damit ganz schnell starten: Die Stadtverordneten sollten in der vergangenen Woche – <strong>ohne nähere Informationen zu haben</strong> – entsprechende Planungen genehmigen.</p>



<p>Die <strong>Mehrheit im Parlament</strong> wollte da nicht mitziehen und vertagte die Entscheidung (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/02/16/polar-entscheidungen-vertagt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>). Schon am nächsten Tag schickte <strong>Projektentwickler Gunter Horn </strong>einen <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/02/Schreiben-Horn.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Brief ans Rathaus</a>, der durchaus bedrohlich klang: Hofheims Bürgermeister hatte ihm offenbar zeitliche Zusagen gemacht, die Grundlage für die Verhandlungen mit den Banken waren. Würde das Stadtparlament nicht schleunigst eine Entscheidung treffen, so der Bauunternehmer, könnten seine <strong>Finanzierungspläne platzen </strong>– und Polar Mohr würde womöglich endgültig<strong> in den Abgrund stürzen.</strong></p>



<p>Seither massiert Vogt die Stadtverordneten: Sie sollen sich <strong>geschmeidig</strong> zeigen und seinen Plänen wie auch den <strong>Wünschen des Bauunternehmers</strong> folgen. </p>



<p>Das ist das <strong>Ziel des morigen</strong> <strong>Treffens: </strong>Die Lokalpolitiker sollen <strong>auf Linie gebracht</strong> werden.</p>



<h2 class="has-text-align-left wp-block-heading">Neuer Polar-Mohr-Eigentümer kommt nicht</h2>



<p>Ein Name fehlt auf der Einladungsliste, und das ist die<strong> spannendere Nachricht</strong> hinter der Nachricht vom Rathaus-Treffen: <strong>Nicht anwesend</strong> sein wird demnach der neue zweite Geschäftsführer des Unternehmens, <strong>Haiko Stüting</strong>.</p>



<p>Der Münchener vertritt die österreichische <strong>Investorengruppe</strong> <a href="https://www.sol-capital-management.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">SOL Capital Management</a>, die Polar Mohr aufgekauft und damit vor der Insolvenz gerettet hat. Stüting ist zugleich <strong>Geschäftsführer</strong> einer neugegründeten <strong>Polar-Mohr Beteiligungs GmbH</strong>: Diese Firma mit Sitz im bayerischen Steuerparadies Unterhaching ist inzwischen Gesellschafterin – und damit Eigentümerin – der Hofheimer Firma.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/02/20230204-Polar1.jpg" alt="Plar Mohr
" class="wp-image-28417" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/02/20230204-Polar1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/02/20230204-Polar1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das einstige Traditionsunternehmen Polar Mohr an der Hattersheimer Straße: Das Grundstück ist verkauft, in ein paar Jahren sollen hier Wohnblocks stehen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Stüting ist <strong>der wahre mächtige Mann</strong> bei Polar. Er hat das <strong>Geld</strong> und damit das <strong>Sagen</strong>. Er bestimmt über die <strong>Zukunft des Unternehmens </strong>und damit auch über die <strong>Arbeitsplätze</strong>. Dass er an dem Treffen im Rathaus <strong>nicht</strong> teilnimmt, bei dem es doch um die Zukunft &#8222;seiner&#8220; Firma geht: Das macht <strong>stutzig</strong>.</p>



<p>Hat der Mann <strong>kein Interesse</strong> an einer umfassenden Information der Stadtverordneten?</p>



<p>Das wäre vielsagend – <strong>und</strong> <strong>nicht unbedingt gut für Hofheim</strong>.</p>



<h2 class="has-text-align-left wp-block-heading">Mercedes Flebbe will von einem Umzug nichts wissen</h2>



<p>Noch etwas komplexer ist die Gemengelage rund um das geplante <strong>Gewerbegebiet in Diedenbergen</strong>. Vogts Plan sieht wie folgt aus: Der <strong>Berliner Kurt Krieger </strong>soll auf Wiesen und Feldern ein rund 100.000 Quadratmeter großes Gewerbegebiet anlegen. Er soll auf einem Drittel der Fläche eines seiner riesigen <strong>Höffner-Möbelhäuser</strong> bauen dürfen – im Gegenzug müsste er <strong>20.000 Quadratmeter für Polar Mohr</strong> schaffen. </p>



<p>Es gibt jede Menge Vorbehalte: Natürlich wird <strong>die</strong> <strong>enorme</strong> <strong>Flächenversiegelung</strong> kritisiert.</p>



<p>Viele Diedenbergener befürchten zudem ein <strong>unerträgliches Verkehrsaufkommen</strong> in ihrem Dörfchen, was jedoch von Vogt (er wohnt mit seiner Familie in <strong>Diedenbergen</strong>, aber zum Glück abseits der Hauptverkehrswege) mit dem lapidaren Satz abgetan wird: Dafür müssten <strong>Lösungen</strong> gefunden werden. </p>



<p>Etliche Geschäftsleute in der Stadt fragen sorgenvoll, ob die Region wirklich ein <strong>weiteres riesiges Möbelhaus </strong>mit all seinen <strong>Kleinkram-Verkaufsständen</strong> braucht. </p>



<p>Im Stadtparlament schließlich herrscht <strong>breite Verunsicherung</strong> Es ist gar nicht sicher, dass Polar Mohr in ein paar Jahren nach Diedenbergen umzieht. Eine <strong>Garantie</strong> gibt&#8217;s nicht: Warum soll die Stadt dann trotzdem <strong>ein gewaltiges Gewerbegebiet</strong> mitsamt ungeliebtem Riesen-Möbelhaus ausweisen?</p>



<p>Vogt wischt alle Bedenken weg, drängt auf schnelle Umsetzung: Er verweist auf <strong>Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen</strong>. Auf Facebook behauptete er am Wochenende sogar: Ohne das neue Gewerbegebiet würden Mehreinnahmen <strong>für wichtige Investitionen</strong> fehlen, <em>„z.B. für den Ausbau der Kita-Versorgung, für die Feuerwehren, für Sport, Vereine und Ehrenamt“.</em> </p>



<p>Wie genau nimmt&#8217;s dieser Bürgermeister eigentlich noch <strong>mit der Wahrheit</strong>?</p>



<p>Etliche Unternehmen, so hatte Vogt zuvor die Stadtverordneten gelockt, würden auf das Gewerbegebiet warten: Sie wollten nach Diedenbergen umsiedeln.</p>



<p>Doch stimmt das wirklich?</p>



<p>Vogt nannte <strong>Mercedes Flebbe</strong>, ein großes Autohaus mit Sitz in Hattersheim, das angeblich nach Hofheim umsiedeln würde, wenn&#8217;s das Gewerbegebiet nur endlich geben würde.</p>



<p>Bei Flebbe aber heißt es auf Nachfrage, ein Umzug nach Diedenbergen stehe derzeit überhaupt <strong><span style="text-decoration: underline" class="underline">nicht</span> zur Diskussion</strong>. Zumal das Unternehmen zum 1. April an das <strong>Neu Isenburger Autohaus Heinrich Göpert</strong> verkauft worden sei.</p>



<p>Entsprechende Hinweise kursieren bereits seit längerer Zeit, ein Leser dieses Blogs hatte in einem Kommentar darauf hingewiesen. Warum Vogt das <strong>Mercedes-Haus </strong>trotzdem als Interessenten für das neue Gewerbegebiet nannte, bleibt sein <strong>Geheimnis</strong>.</p>



<p>Der Wunsch der Mehrheit der Stadtverordneten, <strong>Entscheidungen</strong> nur nach umfassender Information zu treffen, erscheint jedenfalls <strong>angebrachter </strong>denn je.</p>



<h2 class="has-text-align-left wp-block-heading">Anwalt: Sinnvoller wäre ein breiter Konsens</h2>



<p>Bekanntlich hat Bürgermeister Vogt ziemlich ausfällig reagiert, als die Stadtverordneten eine <strong>Vertagung der Entscheidungen </strong>beschlossen (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/02/16/polar-entscheidungen-vertagt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>). Auf Facebook tobte sich der CDU-Mann am Wochenende noch ein bisschen weiter aus: Da <strong>beschuldigte</strong> Vogt die Stadtverordneten des <em>&#8222;politischen Klamauks&#8220;</em> und warf ihnen vor, <strong>das demokratische Miteinander</strong> zu belasten.</p>



<p>Ein nachdenklicher Bürger – <strong>Axel Pabst, Rechtsanwalt</strong> <strong>und Mediator</strong> – kommentierte den Vogt-Post öffentlich unter anderen mit diesen Sätzen:</p>



<p><em>&#8222;Herr Vogt, erst kürzlich bei der Nichtzulassungsbeschwerde zur Vorderheide II haben Sie Ihren eigenen Willen mit Macht gegen die Mehrheit der Stadtverordneten durchgesetzt. Dies hat Sie viel Ansehen und die Stadt viel Geld gekostet.</em></p>



<p><em>Bitte denken Sie darüber nach, ob es nicht sinnvoller wäre, diese großen Projekte im breiten Konsens auf den Weg zu bringen. Und unterstellen Sie den Stadtverordneten dabei nicht, dass sie Ihnen irgendetwas kaputt machen wollen.</em></p>



<p><em>Unterstellen Sie lieber, dass alle gemeinsam mit Ihnen nach der besten Lösung für Hofheim suchen wollen.“</em></p>



<h2 class="has-text-align-left wp-block-heading">Vorderheide II steht für Hofheimer Politik-Stil</h2>



<p>Ach ja, die Vorderheide. Sie ist ein treffliches Beispiel dafür, wie in dieser Stadt Politik gemacht wird – <strong>im Guten wie im Schlechten</strong>. Das war vergangene Woche im Stadtparlament nach der Debatte über Polar Mohr erneut zu erleben.</p>



<p>Wir erinnern uns: Mitten in einem <strong>faktischen Vogelschutzgebiet </strong>wollte die Stadt ein <strong>Villenviertel</strong> errichten lassen. Der <strong>Bund für Natur und Umwelt</strong> klagte dagegen, das Verfahren zog sich über Jahre hin. Nach einer ziemlich eindeutigen Gerichtsentscheidung auf Landesebene gab Vogt – <strong>gegen den ausdrücklichen Willen des Stadtparlaments</strong> – noch einmal viel Geld für Rechtsanwälte aus und zog vors <strong>Bundesverwaltungsgericht</strong>. Anfang dieses Jahres verlor die Stadt auch hier.</p>



<p>Mit der <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/25/entschieden-vorderheide-ist-gerettet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts</a> ist das Baugebiet Vorderheide II tot. <strong>Endgültig</strong>.</p>



<p>Der Schaden für die Stadt summiert sich auf<strong> </strong><a href="https://hk-newsletter.de/2022/10/28/stadt-verballert-unser-geld/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr als eine Million Euro.</a></p>



<p>Als letzte Woche das Stadtparlament tagte, wollte die <strong>Opposition</strong> das Thema Vorderheide II endgültig <strong>beerdigen</strong>: Der Magistrat solle dafür sorgen, dass das Gebiet im Flächennutzungsplan nicht länger als <strong>Wohnbaufläche</strong> bezeichnet wird. Vielmehr solle das Gebiet als <em>„Vorranggebiet für Natur und Landschaft“</em> und <em>„ökologisch bedeutsame Flächennutzung“</em> ausgewiesen werden.</p>



<p>Außerdem, so ein zweiter Antrag, solle<strong> Vorderheide II</strong> endlich zum <strong>Vogelschutzgebiet</strong> erklärt werden.</p>



<p>Man könnte glauben, nach dem eindeutigen <strong>Urteil des Bundesverwaltungsgerichts </strong>herrsche Konsens im Stadtparlament zur Zukunft von Vorderheide II. Doch daran scheinen <strong>Hofheims &#8222;Regierungsparteien&#8220;</strong> kein Interesse zu haben, nicht einmal bei einer derart klaren Sachlage: </p>



<p>Die Koalition aus CDU, FDP und FWG hielt die Anträge für <strong>überflüssig</strong>. Das seien doch nur <em>„Schaufensteranträge“</em>, befand FDP-Mann Ralf Weber,<em> „völlig unsinnige Anträge“.</em> Der Mann – er ist Immobilienmakler – meint das vermutlich wirklich ernst. <em>„Wir sollten uns alle Optionen offen halten“</em>, führte er vor dem Plenum der Stadtverordneten aus, es gebe schließlich <em>„ernstzunehmende Fachleute, die sehen das Gebiet als ökologisch nicht so wichtig an“</em>.</p>



<p>Weber erntete nur noch ein <strong>müdes, eher mitleidiges Lächeln</strong>. Die Abstimmung war dann auch eindeutig: Die vereinigte CDU/FDP/FWG lehnte die Anträge ab – kein Vogelschutz, kein Naturschutz, keim Umweltschutz für Vorderheide II.</p>



<p>Doch die Koalition hat im Parlament keine Mehrheit mehr, wenn die Opposition zusammenhält.  <strong>SPD, Grüne, Bürger für Hofheim</strong> und <strong>Linke</strong> setzten ihre Anträge locker durch: 19 dafür, 16 dagegen.</p>



<p>Jetzt muss der <strong>Magistrat</strong> die Forderungen der Opposition umsetzen – wenn er das Stadtparlament <strong>ernst nimmt</strong>&#8230;</p>
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