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	<title>Faust Beate &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Faust Beate &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<item>
		<title>6 Wochenend-News: Millionen-Explosion, ein bisschen Müll, ganz viel Blumen&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
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					<description><![CDATA[Pünktlich zum ersten März-Wochenende: Sechs Berichte mit interessanten und exklusiven Informationen aus dem Hofheimer Stadtgeschehen. Es geht um Geld, Müll, Blumen, Versprechen der Stadtspitze... Eine alte Bauernweisheit sagt: "Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen." Na, dann man los…]]></description>
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<p style="font-size:19px"><strong>Pünktlich zum ersten März-Wochenende: Sechs Berichte mit interessanten und exklusiven Informationen aus dem Hofheimer Stadtgeschehen. Es geht um Geld, Müll, Blumen, Versprechen der Stadtspitze&#8230; Eine alte Bauernweisheit sagt: &#8222;Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.&#8220; Na, dann man los…</strong></p>






<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">15 Mio über Plan! Kosten fürs Landratsamt explodieren</h2>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt-.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="384" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt-.jpg" alt="Landratsamt" class="wp-image-39791" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt-.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt--300x144.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Landratsamt--768x369.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So soll die Kreishaus-Erweiterung eines Tages aussehen. Rechts die Rückseite des heutigen Gebäudes.</figcaption></figure>
</div>


<p>Wenn die öffentliche Hand baut, explodieren regelmäßig die Preise. Berliner Flughafen, Stuttgarter Bahnhof, Hamburger Elbphilharmonie – das sind <strong>Milliarden-Projekte</strong>, die für<strong> ganz große Negativ-Schlagzeilen</strong> sorgten.</p>



<p><strong>Aber wir hier können das auch! </strong>Federführend bei lokalen <strong>Kostenexplosionen</strong> ist das <strong>MTK-Landratsamt</strong> unter <strong>CDU-Landrat Michael Cyriax</strong>: Geld, so scheint <strong>das</strong> <strong>Motto des</strong> <strong>Behördenleiters</strong> zu sein, also Geld spielt bei uns<strong> im reichen MTK </strong>nun wirklich keine Rolle!</p>



<p>Die <strong>Main-Taunus-Schule (MTS) </strong>in Hofheim wird gerade ausgebaut, geplant waren dafür <strong>63,5 Millionen Euro. </strong>Die Kosten wurden bereits mit <strong>69,5 Millionen</strong> beziffert, das war vor einem Jahr. Was wohl heute <strong>auf der Rechnung</strong> steht? Kommt noch&#8230;</p>



<p>Das im Bau befindliche<strong> Hallenbad Kriftel</strong> sollte ursprünglich&nbsp;<strong>15,9 Millionen Euro</strong>&nbsp;kosten. Im Herbst letzten Jahres musste die Kreisverwaltung einräumen, dass sich die Ausgaben auf&nbsp;<strong>18,8 Millionen Euro</strong> erhöht hätten. Dabei ist der Bau noch längst nicht fertig! <strong>20, vielleicht auch 25 Millionen Euro</strong> sollten bestimmt zu schaffen sein!</p>



<p>Solche <strong>Preissteigerungen</strong> sind allerdings <strong>echte Peanuts</strong> im Vergleich zu der <strong>Kostenexplosion beim Landratsamt</strong>. Die Lokalzeitungen berichteten in dieser Woche über den <strong>Erweiterungsbau</strong>, der im Sommer fertig werden soll. <strong>Unter der netten Überschrift</strong> <em>&#8222;Noch viel zu tun auf der Kreishaus-Baustelle&#8220;</em> bedauern sie, dass es <strong>Verzögerungen</strong> gab (eigentlich sollte der Bau Anfang des Jahres fertig sein), sie staunen über <strong>die</strong> <strong>viele</strong> <strong>Technik</strong> (&#8222;<em>beeindruckend</em>”) und freuen sich über <strong>kleine</strong> <strong>Design</strong>&#8211;<strong>Details</strong> (<em>&#8222;die großen Fenster zeigen innen Eichenholz-, außen Aluminiumrahmen</em>”).</p>



<p><strong>Die wichtigste Information</strong> haben die Lokalzeitungen – Cyriax dürfte es gefreut haben – in einem Halbsatz bestmöglich <strong>versteckt</strong>: Die Kosten für die Kreishaus-Erweiterung sind inzwischen auf<strong> 48 Millionen Euro </strong>gestiegen.</p>



<p><strong>48 Millionen! </strong>Geplant waren <strong>ursprünglich 33 Millionen!</strong> Das bedeutet Mehrkosten in Höhe von <strong>15 Millionen Euro</strong>: fast 50 Prozent Kostensteigerung!</p>



<p><strong>15 Millionen</strong> <strong>Mehrkosten</strong> – so teuer sollte ursprünglich das ganze Hallenbad in Kriftel werden&#8230;</p>



<p>Zu alledem lässt sich der Leiter des <strong>Hochbauamtes im Kreishaus</strong> mit diesem Satz zitieren: <em>„Ich hoffe, wir kommen damit aus.“</em> Eine solche Aussage darf als sicherer Hinweis gedeutet werden, dass der Bau noch teurer werden wird.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="248" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz-1024x248.jpg" alt="Kreishaus ganz" class="wp-image-39886" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz-1024x248.jpg 1024w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz-300x73.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz-768x186.jpg 768w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Kreishaus-ganz.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Kreishaus im Panoramafoto (zum Vergrößern anklicken): Rechts der &#8222;Altbau&#8220;, links die Erweiterung.</figcaption></figure>
</div>


<p>Wenn eines Tages alles fertig ist und uns Bürgern, den Steuerzahlern, die <strong>Endabrechnung</strong> präsentiert wird – die garantiert deutlich höher liegt als heute bekannt –, dann wird der <strong>Neubau nur für Behördenmitarbeiter</strong> geöffnet sein. Hier soll <strong>kein &#8222;Publikumsverkehr&#8220;</strong> stattfinden, heißt es. </p>



<p>Auf das Dach des Kreishauses darf sowieso <strong>kein Mensch von außerhalb</strong> mehr drauf: Dort oben soll <a href="https://hk-newsletter.de/2022/02/26/hofheim-gegen-krieg-in-der-ukraine/#Landratsamt20220226">bekanntlich</a> ein kleines Paradies angelegt werden. Die Zeitungen schreiben von einer<em> &#8222;attraktiven Terrasse&#8220;</em> und einem <em>&#8222;grünen Pausen- und Besprechungsraum&#8220;</em>. Aber das trifft&#8217;s kaum:</p>



<p>Es handelt sich um eine <strong>Grünanlage</strong> hoch über den Dächern von Hofheim, die mal mit deutlich über 1000, mal mit <strong>rund 2000 Quadratmeter</strong> <strong>Größe</strong> angegeben wird. Hier sollen sich demnächst die Behördenmitarbeiter <strong>erholen</strong> und <strong>entspannen</strong> können, unter sich, ungestört. Eine intensive, hochwertige Bepflanzung aus<strong> Bäumen und Sträuchern </strong>lädt sie zum <strong>Relaxen</strong> und <strong>Wohlfühlen</strong> ein.</p>



<p><strong>Eine</strong> <strong>exklusive</strong> <strong>Oase der Ruhe und des Grüns</strong> für unsere Behördenmitarbeiter als Alternative zu <strong>Verwaltungsstress</strong> und <strong>Behörden-Tristess</strong>. Für <strong>Photovoltaik</strong> blieb da leider nur wenig Platz.&nbsp;</p>



<p><strong>Man gönnt sich ja sonst nix.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Altstadtfreunde &amp; Weintrinker getrennt auf Müll-Jagd</h2>



<p>Findet jetzt <strong>zusammen</strong>, was eigentlich überhaupt <strong>nicht zusammen passt?</strong> An diesem <strong>Samstag, 2. März</strong>, wollen Mitglieder des <strong>Hofheimer Altstadtvereins</strong> eine <strong>Müllsammelaktion</strong> veranstalten. Treffpunkt ist <strong>um 10 Uhr</strong> das kleine Häuschen in der Bärengasse 17: Eineinhalb Stunden lang soll mit Greifzangen, Müllbeuteln und Eimern die Innenstadt nach Abfallresten durchsucht werden. Danach gibt&#8217;s <strong>Kaffee und Kuchen</strong>.</p>



<p>Nur <strong>gerüchteweise</strong> war zu vernehmen, dass bei der Gelegenheit <strong>die olle Holzhütte</strong> entsorgt werden soll, die auf dem Untertorplatz jeden Blick auf <strong>das historische &#8222;Türmchen&#8220;</strong> schändet.</p>



<p>Da aber sei <strong>Polizist Baltruschat</strong> vor! Der <strong>CDU-Stadtrat</strong> und <strong>Vereinsring-Vorsitzende</strong> kündigte – nein, <strong>diesmal nicht <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">weitere Strafanzeigen</a></strong>, sondern umgehend eine<strong> eigene Müllaktion</strong> an: gleicher Tag, gleiche Uhrzeit. Dazu verspricht er <strong>Weck, Worscht und Wein</strong>.</p>



<p><em>&#8222;Wir waren zuerst da&#8220;</em>, beteuert <strong>Renate Hofmann,</strong> die Vorsitzende des Altstadtvereins.&nbsp;Womit das schon mal geklärt wäre&#8230;</p>



<p>Eigentlich spräche ja alles <strong>für ein großes Müll-Miteinander</strong>. Zumal Frau Hofmann ganz dicht an Baltruschat dran ist: Sie gehört dem <strong>Vereinsring-Vorstand als Beisitzerin</strong> an. Dass sie damit indirekt mitträgt, wenn Baltruschat im Namen des Vorstands <strong>Drohmails</strong> verschickt oder <strong>undurchsichtige</strong> <strong>Geschäfte</strong> am Weinstand betreibt: Davon will sie nichts wissen. Sie sei ja <strong>nur Beisitzerin</strong>, sagt sie. </p>



<p>Dass die<strong> Altstadtvereins-Chefin</strong> und der <strong>Vereinsring-Vorsitzende</strong> an diesem Samstag <strong>Hand in Hand</strong> zum Müllsammeln durch die Altstadt ziehen, ist gleichwohl <strong>nicht zu erwarten</strong>. Aber das macht auch nichts:</p>



<p><strong>Genug Müll dürfte für beide zu finden sein.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bürgermeisters Lieblings-Projekt: Absage im Ortsbeirat</h2>



<p><strong>Es geht um Blumen. Um ein schöneres Hofheim. Und irgendwie auch wieder um Politik. Seit Monaten, ach was: seit Jahren taucht das Thema immer wieder in städtischen Gremien auf. Letztens tagte der Ortsbeirat Kernstadt, und da waren Blumen wieder mal ein ganz großes, offenbar sehr wichtiges und deshalb lang diskutiertes Thema. Hören wir rein!</strong></p>



<p>Also sprach <strong>Christian Vogt</strong>: &#8222;<em>Für mich steht fest: Wir lassen die alte Idee des Hofheimer Blumenschmuck-Wettbewerbs wiederaufleben. Die Bürger können mit ihrem Engagement zur Verschönerung der Stadt beitragen.&#8220;</em></p>



<p>Was man so alles sagt, wenn man<strong> Bürgermeister werden will&#8230;</strong></p>



<p>Das Zitat von Vogt stammt aus der Zeit kurz vor der <strong>Bürgermeisterwahl</strong>: Das ist jetzt genau <strong>fünf Jahre</strong> her. Seither verfolgen einige<strong> CDUler </strong>das Thema <strong>Blumenschmuck-Wettbewerb</strong> mit einer Beharrlichkeit, die an <strong>Sturheit</strong> grenzt.</p>



<p>Bisher ist ihnen jedoch <strong>kein</strong> <strong>Erfolg</strong> beschieden. Selbst in der der Partei heißt es, das sei <strong>ein großes Glück</strong>: Wer will heutzutage noch einen <strong>Blumenschmuck-Wettbewerb?</strong> Was soll das bringen?</p>



<p>Als <strong>Galionsfigur</strong> der Blumenfreunde unter Hofheims Christdemokraten zeigt sich immer wieder <strong>Beate Faust</strong>.&nbsp;</p>



<p>Vor zwei Jahren hatte <strong>die bald 75-Jährige</strong>, inspiriert von einem<a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/03/blumenpflege-und-kuenstliche-baeume/"> Bericht im Hofheim/Kriftel-Newsletter</a>, eine sympathisch klingende Forderung erhoben: Die Kreisstadt möge sich bei der Bepflanzung von Blumenkästen bitte <strong>an Kriftel orientieren</strong>. Die kleine Nachbargemeinde schafft es alle Jahre wieder, selbst eine triste Schwarzbach-Brücke in <strong>ein opulentes Farbenmeer zu verwandeln.</strong></p>



<p>Nach monatelangem Hinhalten tat Hofheims <strong>Stadtverwaltung</strong> den Wunsch von Frau Faust mit dem lapidaren Hinweis ab, ein solcher <strong>Aufwand</strong>, wie ihn <strong>Kriftel</strong> für Blumen erbringe,<em> &#8222;wäre für unseren Bauhof in der jetzigen Besetzung nicht leistbar&#8220;.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg"><img decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg" alt="Blumen" class="wp-image-22743" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vorbild Kriftel: Die Gemeinde begeistert jedes Jahr mit fantastischem Blumenschmuck.</figcaption></figure>
</div>


<p>Aber Frau Faust ließ nicht locker: Im <strong>April letzten Jahres </strong>formulierte sie einen Antrag (&#8222;<em>Charme und Attraktivität durch Blumen</em>”), der bei <strong>Bürgermeister</strong> <strong>Vogt</strong> eigentlich <strong>für</strong> <strong>Entzücken</strong> hätte sorgen müssen:</p>



<p><em>&#8222;Wir bitten den Magistrat, einen Blumenwettbewerb für die Altstadt auszuschreiben. Prämiert wird der schönste Blumenschmuck, und es sollen attraktive Preise locken und zur Teilnahme anregen.&#8220;</em></p>



<p>Im <strong>Ortsbeirat</strong> fanden&#8217;s alle gut. Ein bisschen wurde am Text gefeilt, am Ende lautete der <strong>Beschluss</strong>: <em>&#8222;Wir bitten den Magistrat zu prüfen, einen Blumenwettbewerb für die Altstadt für 2024 auszuschreiben. Prämiert wird der insektenfreundlichste Blumenschmuck, und es sollen attraktive Preise locken und zur Teilnahme anregen.&#8220;</em></p>



<p>Der <strong>Antrag</strong> wurde, das ist wichtig zu wissen, <strong>von <span style="text-decoration: underline;">allen</span> Mitgliedern</strong> des Ortsbeirats Kernstadt angenommen. Also <strong>einstimmig!&nbsp;</strong></p>



<p>Im <strong>Oktober</strong>, die Zeit des schönen Wetters neigte sich dem Ende zu, formulierte <strong>Frau</strong> <strong>Faust</strong> ihren (bereits bewilligten) Antrag nochmals etwas um: <em>&#8222;Es geht um grüne Oasen, es geht um unser Stadtklima&#8220;</em>, dichtete sie, &#8222;<em>die Pflege unserer Häuser und Straßen für mehr Lebensqualität, das sollte uns unsere Umwelt wert sein&#8220;</em>. Und deshalb: <em>&#8222;Wir bitten den Magistrat, den Antrag&nbsp;Blumenwettbewerb&nbsp;zu wandeln in einen Antrag, mehr grüne Oasen in der Stadt auszuschreiben.&#8220;</em> Die Hofheimer sollten begrünte Balkone und Vorgärten <strong>fotografieren</strong>, die schönsten müssten <strong>prämiert</strong> und in einer <strong>Ausstellung</strong> <strong>gezeigt</strong> werden: <em>&#8222;Es sollen attraktive Preise locken und zur Teilnahme anregen.&#8220;</em></p>



<p>Draußen war&#8217;s schon kalt und dunkel, als sich der Ortsbeirat damit befasste. Es war im <strong>November 2023</strong>: Man beschloss, <strong>den allerneuesten Faust-Antrag</strong> erst einmal zu vertagen.</p>



<p>Was wiederum, man kann&#8217;s sich denken, Frau Faust <strong>nicht ruhen ließ.</strong></p>



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<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen2-e1709294186465.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="507" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen2-e1709294186465.jpg" alt="Blumen2 e1709294186465" class="wp-image-39876" style="width:329px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen2-e1709294186465.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen2-e1709294186465-300x238.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Blumenpracht&#8220; in der Kreisstadt Hofheim am Ambet-Brunnen&#8230;</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="508" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen1.jpg" alt="Blumen1" class="wp-image-39875" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Blumen1-300x238.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;und in Blumenkästen am Busbahnhof. Sie haben&#8217;s sicher gut gemeint!</figcaption></figure>
</div>
</div>



<p>So kommen wir jetzt zur <strong>ersten Sitzung des Ortsbeirats</strong> in diesem Jahr, letztens fand sie statt, und auf der Tagesordnung stand – keine Überraschung! – der <strong>Blumenschmuck-Wettbewerb</strong> von der CDU.</p>



<p>Diesmal wurde es allerdings <strong>ein bisschen hitzig</strong>:</p>



<p>Denn war der Magistrat nicht bereits <strong>vor gut einem Jahr</strong> beauftragt worden – einstimmig! –, für 2024 einen <strong>Blumenschmuck-Wettbewerb</strong> vorzubereiten? Was ist<strong> damit</strong>? Was ist daraus geworden?</p>



<p>Es dürfte uns eigentlich nicht mehr wundern, es ist halt die Hofheimer Stadtverwaltung: Der Beschluss des Ortsbeirats war, mal wieder, <strong>nicht umgesetzt</strong> worden!</p>



<p>Da kann man schon <strong>stinkig</strong> werden! Eine derart<strong> unverfrorene Missachtung parlamentarischen Engagements</strong> durch eine verbeamtete Stadtspitze ist wirklich <strong>unsäglich</strong>!</p>



<p>Dann entglitt die Diskussion: <strong>Bodo Tadewald</strong>, mit seinen <strong>bald</strong> <strong>87 Jahren</strong> den Schönheiten des Alltags <strong>weit</strong> <strong>entrückt</strong>, hielt plötzlich <strong>gar nichts mehr</strong> von einem Blumenschmuck-Wettbewerb (dem er vor einem Jahr <strong>zugestimmt</strong> hatte). Ein solcher Wettbewerb bedeute <strong>eine immense Arbeit</strong> für die Verwaltung, befand der FWG-Mann, bringe aber der Stadt<strong> keine erkennbare Verbesserung.</strong></p>



<p><strong>Zustimmendes Nicken</strong> im Rund: Kann man so sehen – auch wenn man vor einem Jahr einstimmig <strong>eine komplett andere Meinung</strong> vertreten hatte&#8230;</p>



<p><strong>Tanja Lindenthal </strong>(Bürger für Hofheim), erkennbar <strong>genervt</strong> von immer neuen Blumenschmuck-Wettbewerb-Diskussionen, suchte einen <strong>Ausweg</strong>: Der Wettbewerb sei längst beschlossen. Wenn man jetzt der <strong>Meinung</strong> sei, dass der Verwaltung die Arbeit <strong>nicht zuzumuten</strong> sei: Müsse dann der Beschluss nicht <strong>aufgehoben</strong> werden? <strong>Alternativ</strong> könne man natürlich auch der Verwaltung beistehen: Vielleicht wollten <strong>Ortsbeiratsmitglieder</strong> einen solchen Wettbewerb selbst durchführen?</p>



<p>Im <strong>Tohuwabohu der Wortbeiträge</strong>&nbsp;zeichnete sich ab, dass der Wettbewerb, wiewohl beschlossen, eigentlich <strong>nicht mehr gewünscht</strong> wird. Oder doch? Vielleicht würde es ausreichen, hieß es auch, wenn die Stadt an die Bürger appelliert, für <strong>mehr</strong> <strong>Grün</strong> zu sorgen, für <strong>mehr</strong> <strong>Blumen</strong>, für ein <strong>schöneres Hofheim&#8230;&nbsp;</strong></p>



<p>So oder so ähnlich müsste der <strong>Beschluss</strong> gelautet haben, der aber dann doch <strong>nicht gefasst </strong>wurde. Macht nichts: In ein paar Wochen tagt der Ortsbeirat wieder, und vielleicht kann Frau Faust dann <strong>noch einmal&#8230;</strong></p>



<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>dürfte geweint haben, als er davon erfuhr. War es doch sein <strong>Herzensanliegen</strong>, sein großes <strong>Versprechen</strong> vor der Bürgermeisterwahl: das <strong>Wiederaufleben</strong> der angeblich alten <strong>Idee eines Blumenschmuck-Wettbewerbs</strong> in der Kreisstadt Hofheim.</p>



<p>Wie steht er denn da, wenn er <a href="https://hk-newsletter.de/2023/10/26/fahrradfahrer-und-buergermeister/">auch dieses Versprechen</a> nicht umgesetzt bekommt?</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Erste E-Bike-Ladestation steht – noch ohne Strom</h2>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Ladestation.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Ladestation.jpg" alt="Ladestation" class="wp-image-39877" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Ladestation.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Ladestation-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hofheim kann nur klotzen: Die neue E-Bike-Ladestation am Rathaus. Nicht sonderlich hübsch, aber hoffentlich zweckmäßig.</figcaption></figure>
</div>


<p>Weil wiederholt nachgefragt wurde: Ja, zu den<strong> E-Bike-Ladestationen</strong> haben wir inzwischen eine Antwort auf unsere Fragen von der <strong>Hofheimer Stadtverwaltung</strong> bekommen!</p>



<p>Wir hatten vor zwei Wochen von einem weiteren <strong>Bürgermeister-Versprechen</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/02/17/chalet-und-100000-euro-frage/#Das_lange_Warten_auf_die_E-Bike-Ladestationen">berichtet</a>: 2022 hatte <strong>Christian Vogt</strong> verkündet: <em>„Wir sind gerade dabei, zwei neue E-Bike-Ladestationen einzurichten, höchstwahrscheinlich am Untertor und am Rathaus.“</em></p>



<p><strong>Wo bleiben die denn? </strong>hatten wir wiederholt in der Stadtverwaltung angefragt und eine Behörde erleben müssen, die einfach wegduckte: Kein Wort mehr zu den versprochenen E-Bike-Ladestationen!</p>



<p>Freundliche Leser schickten daraufhin den Hinweis, dass doch am Rathaus bereits <strong>eine</strong> <strong>Ladestation</strong> stünde&#8230;</p>



<p>Nach<strong> Wochen behördeninterner Recherche</strong> gelang es daraufhin auch <strong>Rathaussprecher Jonathan Vorrath</strong>, unsere Fragen zu beantwort. Hier der Wortlaut seines Schreibens:</p>



<p><em>„Die Ladestation am Fahrradständer am Chinonplatz steht, ist jedoch noch nicht in Betrieb. Hier verzögert sich die Abstimmung eines Termins mit einem Dienstleister zum Anschluss der Station, der geringfügige Tiefbauarbeiten nötig macht.</em></p>



<p><em>Bei der Ladestation für den Standort am Platz Am Untertor gibt es weiterhin Lieferschwierigkeiten des Dienstleisters. Dieser hat nun eine Lieferung im Laufe des ersten Halbjahrs 2024 in Aussicht gestellt.“</em></p>



<p><strong>Gut, dass wir drüber gesprochen haben!</strong></p>



<div style="height:21px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Geschenkt I: Drei Stunden E-Auto fahren</h2>



<p>Sie <strong>meinen&#8217;s nur gut</strong> und haben&#8217;s doch <strong>echt schwer</strong> in Hofheim: die <strong>Betreiber von &#8222;nahCar&#8220;,</strong> einem Carsharing-Angebot der <strong>Bürger-Energiegenossenschaft Solarinvest Main-Taunus</strong>:</p>



<p>Sie haben in der Kreisstadt eine <strong>Ladestation</strong> eingerichtet (Am Klingenborn 2 auf dem Kapellenberg), ein <strong>E-Auto</strong> angeschafft (Renault Zoe), ein <strong>Konzept</strong> entwickelt (<a href="https://nahcar-main-taunus.de/konzepte/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>) – das Problem: Es gibt <strong>zu wenig Interessenten</strong>. <em>&#8222;Eigentlich lohnt sich der ganze Aufwand in Hofheim nicht&#8220;</em>, sagt <strong>Stefan Ruppert</strong>, der das<strong> nahCar-Angebot </strong>managt.</p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="426" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220304-Nahcar.jpg" alt="E-Carsharing" class="wp-image-18899" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220304-Nahcar.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220304-Nahcar-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein nahCar auf dem Untertorplatz. Das Auto kann in diesem Monat kostenlos getestet werden.</figcaption></figure>
</div>


<p>Jetzt soll eine kleine <strong>Werbeaktion</strong> für mehr Bekanntheit sorgen. Das Angebot: Wer Mitglied im <a href="https://www.adfc.de/" target="_blank" rel="noopener">Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club</a> (ADFC) ist, kann <strong>bis Ende März</strong> das E-Auto von nahCar <strong>kostenlos</strong> nutzen. Registrierungs- und Grundgebühr <strong>entfallen</strong>, drei Stunden und bis zu 50 Kilometer sind <strong>gratis</strong>. Mehr Infos <a href="https://nahcar-main-taunus.de/test-monat-fur-adfc-main-taunus-mitglieder/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>



<p>Zum Thema passt: Ein paar unermüdliche <strong>Kämpfer für eine bessere Welt</strong> haben sich unter dem Label <a href="https://wandel-im-mtk.de/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Wandel im MTK&#8220;</a> in Hofheim zusammengefunden. Mit befreundeten Gruppen in der Stadt laden sie nun zu einem <strong>Vortragsabend</strong> ein: <strong>&#8222;E-Mobilität &#8211; die Lösung?&#8220;</strong> – dazu spricht <strong>Rainer Kling</strong>&nbsp;, der sich u.a. als Vorsitzender des Vereins <a href="https://www.solarmobil-rhein-main.de/" target="_blank" rel="noopener">SolarMobil Rhein-Main</a> intensiv mit E-Mobilität befasst. Termin für alle, die offen sind<strong> für neue Gedanke</strong>n: 11. März,&nbsp;19 Uhr,&nbsp;Gemeindezentrum St. Vitus in Kriftel. Mehr <a href="https://wandel-im-mtk.de/2024/02/vortrag-e-mobilitaet-die-loesung/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Geschenkt II: 50 Euro jeden Monat aus der Stadtkasse</h2>



<p>Soeben reingekommen: Es gibt sie noch, <strong>die Versprechen unseres Bürgermeisters</strong>, die auch <strong>eingehalten</strong> werden. Sie erinnern sich vielleicht, <strong>exklusiv</strong> im Hofheim/Kriftel-Newsletter war&#8217;s zu lesen, lang ist&#8217;s her: Am <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/15/hofheims-buergermeister-in-not/">15. Dezember 2022</a> berichteten wir über <strong>eine</strong> <strong>Werbekampagne</strong> von Bürgermeister Christian Vogt. <strong>Self Promotion </strong>auf Steuerzahlers Kosten – mit einer Idee, die man durchaus gut finden kann: Er versprach <strong>jungen Eltern</strong> einen <strong>Windelzuschuss</strong>. </p>



<p>Dass er selbst gerade <strong>Vater von Zwillingen</strong> geworden war: Naja, wir müssen ja<strong> nicht alles</strong> kritisch hinterfragen&#8230;</p>



<p>An diesem Freitag verschickte die Stadt eine <strong>Pressemitteilung</strong>, die wir weitgehend ungekürzt wiedergeben. Fällt Ihnen darin etwas auf? <strong>Auflösung</strong> unten.</p>



<p>Das ist der Rathaus-Text:</p>



<p>&#8222;<em>Einwegwindeln belasten die Umwelt, da deren Herstellung nicht ressourcenschonend und die Entsorgung zudem teuer ist.&nbsp;Bis ein Kind keine Windeln mehr benötigt, werden zwischen 4000 und 5000 Stück verbraucht.</em></p>



<p><em>Um Hofheimer Familien bei der sinnvollen Anschaffung von Mehrwegwindeln finanziell zu entlasten, können Privathaushalte mit Babys und Kleinkindern unter drei Jahren nun eine Zuwendung in Höhe von 50 Euro pro Kind beantragen. Ein entsprechendes Formular hält das Team Abfallwirtschaft im Rathaus für die Antragsteller bereit und kann zudem auch auf der städtischen Homepage <a href="http://www.hofheim.de" target="_blank" rel="noopener">www.hofheim.de</a> heruntergeladen werden. </em>&#8222;</p>



<p>Und? Ist Ihnen <strong>etwas aufgefallen</strong>? Genau: Normalwerweise werden Rathausmitteilungen über solch <strong>spendable Gesten unserer Stadtspitze</strong> mit einem Satz garniert, den der <strong>Bürgermeister</strong> oder ein Beigeordneter dazu sagte bzw. gesagt haben soll.</p>



<p><strong>Ein solches Zitat fehlt diesmal! </strong>Erleben wir damit etwa den Beginn einer <strong>neuen Ehrlichkeit und Bescheidenheit im Rathaus</strong>?</p>



<p>Wirkt auf jeden Fall gleich <strong>wesentlich</strong> <strong>sympathischer!</strong></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2024/03/01/blumen-muell-millionen-explosion/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Tauben &#038; Blumen, Windeln &#038; Toten: An die Arbeit, Magistrat!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/04/30/an-die-arbeit-magistrat/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/04/30/an-die-arbeit-magistrat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2023 10:07:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Faust Beate]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmann Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=31322</guid>

					<description><![CDATA[Kurz vorm Tag der Arbeit haben wir in die To-do-Liste des Magistrats reingeschaut: Da stehen noch etliche unerledigte Aufgaben drin. Ein Taubenhotel wurde versprochen, ein "Haus des Waldes" sollte gebaut werden. Hundefreunde warten auf ein Testergebnis, junge Eltern auf einen  Zuschuss... Wenn inzwischen selbst CDU-Lokalpolitiker von einem Schildbürgerstreich auf dem Waldfriedhof sprechen, dann ist's allerhöchste Zeit: An die Arbeit, Magistrat!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p><strong>Hofheims Magistrat gilt nicht als der Schnellste und auch nicht als der Fleißigste. Passend zum Tag der Arbeit haben wir ein paar Aufgaben zusammengetragen, die auf Erledigung warten, einige schon seit Monaten. Interessant zu beachten: Inzwischen verlieren auch die ersten CDUler ihre Geduld mit der Hofem-Schlofem-Mentalität im Rathaus. In der Sitzung des Ortsbeirats Kernstadt am Mittwoch, 3. Mai (19 Uhr, Stadthalle) sollen etliche Themen angesprochen werden. Hier ausgesuchte Beispiele von der behördlichen To-do-Liste, einige schon älter (aber noch immer unerledigt), andere neu hinzugekommen (aber durchaus drängend wichtig).</strong></p>
</p>
<p>
</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Das 100.000-Euro-Taubenhotel: Wo soll das hin?</h2>
</p>
<p>Es ist ein <strong>ganz großes Thema</strong> in der <strong>Kleinstadt Hofheim</strong>: Tauben! Genauer: Die <strong>Taubenplage</strong>, die offensichtlich allüberall <strong>herrscht</strong>!</p>
</p>
<p>Als Kampfansage an die &#8222;Ratten der Lüfte&#8220; wurde bereits das Rathaus in eine <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/08/plastikraben-erobern-rathaus-fassade/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hochburg der Galgenvögel</a> verwandelt. Doch ach, die Tauben zeigen keinerlei <strong>Respekt</strong>. Sie <strong>bleiben</strong> einfach sitzen – siehe Foto oben –, nerven mit ihrem <strong>Gegurre</strong>, hinterlassen überall <strong>Dreck</strong>. Echt eklig!</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/01/voegel2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="792" height="560" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/01/voegel2.jpg" alt="voegel2" class="wp-image-27200" style="width:688px;height:486px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/01/voegel2.jpg 792w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/01/voegel2-300x212.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/01/voegel2-768x543.jpg 768w" sizes="(max-width: 792px) 100vw, 792px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mehr als 200 Plastikraben hat das Rathaus ausgestellt: eine ziemlich häßliche und völlig wirkungslose Maßnahme gegen die Tauben.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Noch in diesem Jahr will deshalb <strong>Hofheims CDU</strong> ein Tauben-Hotel errichtet sehen. <strong>100.000 Euro </strong>soll&#8217;s teuer werden, so wurde es im Stadtparlament beschlossen. Doch keiner kennt Details, nicht einmal die CDU-Kärrner im Ortsbeirat Kernstadt wissen Bescheid. Die mucken jetzt auf und stellen Fragen:</p>
</p>
<p><strong>Wo</strong> soll das Tauben-Hotel eigentlich stehen, <strong>wer</strong> wird es betreuen, und überhaupt: <strong>Warum</strong> wird es so teuer?</p>
</p>
<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte geschrieben: <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/13/das-100000-euro-taubenhotel-der-cdu/">&#8222;CDU-Taubenhotel für Hofheim: 100.000 Euro für kein Konzept&#8220;</a>. Da nachzuhaken macht Sinn, der Magistrat sollte Farbe bekennen:  100.000 Euro für ein<strong> Taubenhotel – wirklich ohne jedes Konzept</strong>?</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Windelzuschuss erst vor der Bürgermeisterwahl?</h2>
</p>
<p>Es war dem <strong>CDU-Bürgermeister</strong> ein Rundschreiben an alle Haushalte wert: <strong>Christian Vogt</strong> gab sich kurz vor Weihnachten letzten Jahres <strong>richtig</strong> <strong>spendabel</strong> und versprach Eltern von Kleinkindern (bis 3 Jahre) <strong>Geld aus der Stadtkasse</strong>, wenn sie <strong>Stoffwindel</strong> <strong>statt</strong> <strong>Wegwerfwindel</strong> benutzen würden.</p>
</p>
<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte darüber <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/15/hofheims-buergermeister-in-not/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">berichtet</a> – mit dieser Anmerkung: <em>„Hofheims Bürgermeister könnte sich den Windelzuschuss aus der Stadtkasse selbst auszahlen. Er ist vor wenigen Monaten&nbsp;Vater von Zwillingen&nbsp;geworden.“</em></p>
</p>
<p>Jetzt feierten <strong>Cosima</strong> und <strong>Luise</strong> ihren ersten Geburtstag, was ihr Vater über <strong>Facebook</strong> der breiten Öffentlichkeit natürlich kundtun musste. Und was uns zur Frage veranlasst: Wann kommt er denn nun,<strong> der versprochene Windelzuschuss</strong>?</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Zwillinge-20230430.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="624" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Zwillinge-20230430.jpg" alt="Magistrat" class="wp-image-31327" style="width:480px;height:468px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Zwillinge-20230430.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Zwillinge-20230430-300x293.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von Vogts Facebookseite: Mit diesem Foto machte er den ersten Geburtstag seiner Töchter öffentlich.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Deutschlandweit gibt&#8217;s jede Menge Kommunen, die ein solches Angebot machen: Sie zahlen in der Regel <strong>50 bis 100 Euro/Jahr</strong> bei Vorlage einer Rechnung für den Kauf von Stoffwindeln. Die Idee <strong>abzukupfern</strong> dürfte eigentlich nicht allzu schwierig sein…</p>
</p>
<p>Doch Hofheims Eltern müssen sich <strong>gedulden</strong>: Der Start des Angebots stehe noch nicht fest, teilte letzte Woche die Rathaus-Pressestelle mit. Auch müssten noch die<strong> Kosten für die Stadtkasse</strong> ermittelt werden.&nbsp;</p>
</p>
<p>Dass Zuschüsse versprochen und deren Kosten erst hinterher ermittelt werden: Das ist <strong>ungewöhnlich</strong>. Ehrliche Politik macht’s genau <strong>andersherum</strong>. Vogts Vorgehen untermauert die <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/15/hofheims-buergermeister-in-not/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">damals</a> geäußerte Vermutung, dass es ihm bei der <strong>Auslobung des Zuschusses</strong> nicht um einen Beitrag zu mehr <strong>Umweltschutz</strong>, sondern um die <strong>Politur seines Images</strong> gehe.</p>
</p>
<p><strong>Gemunkelt</strong> wird, dass Vogt mit der <strong>Einlösung seines Versprechens</strong> warten wolle, bis wieder <strong>Bürgermeisterwahlen</strong> anstehen – um mit dem <strong>Windelzuschuss</strong> Wähler zu locken. Das ist bestimmt nur ein <strong>böses Gerücht</strong>: Soviel <strong>Chuzpe</strong> würden wir ihm nie zutrauen!</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">CDU sieht Schildbürgerstreich auf Waldfriedhof</h2>
</p>
<p>Diese CDU-Anfrage wird der <strong>CDU-geführten Stadtspitze</strong> nicht gefallen: Die  Trauerhalle auf dem Waldfriedhof ist immer noch nicht fertig. Sie war im<a href="https://www.facebook.com/hofheimkriftelnewsletter/photos/a.120265369907725/330333545567572/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> November 2021</a> wegen Bauschäden geschlossen worden. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte letztens eine <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/16/leser-tipps/#schloofhaub20230317" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Glosse der Hoofemer Schloofhaub</a> veröffentlicht. Jetzt mokieren sich auch <strong>Mitglieder der CDU</strong> darüber. Und wie!</p>
</p>
<p>In Unterlagen für den Ortsbeirat Kernstadt <strong>poltern</strong> sie, das sehe eher nach<em> &#8222;einem Schildbürgerstreich als nach einer kompetenten und bürgernahen Verwaltung&#8220; </em>aus. Trauernden werde für die Nutzung der Marxheimer Trauerhalle eine Gebühr von 240 Euro abverlangt, auch Bestattungsunternehmer würden sich beschweren.</p>
</p>
<p>Der Magistrat habe eine <strong>Fertigstellung</strong> <strong>zu</strong> <strong>Ostern</strong> versprochen. Die CDUler: Ostern ist längst vorbei – wann wird’s denn nun <strong>endlich</strong> was?</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Magistrat räumt ein: Kriftel kriegt’s besser hin</h2>
</p>
<p>Entlang der Hattersheimer Straße, gegenüber vom Hofheimer Bahnhof, hängen etliche <strong>Blumenkästen</strong>. Sie sind von bedrückender <strong>Hässlichkeit</strong>, wirken <strong>ungepflegt</strong> und <strong>verkommen</strong>. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte im September letzten Jahres darüber <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/03/blumenpflege-und-kuenstliche-baeume/">berichtet</a> und auf <strong>Kriftel</strong> verwiesen: Die kleine Gemeinde schaffe es Jahr für Jahr,  den Blumenschmuck am <strong>Brückengeländer</strong> <strong>über</strong> <strong>dem</strong> <strong>Schwarzbach</strong> zu einem vielbeachteten <strong>Hingucker</strong> zu machen.</p>
</p>
<p>Der Bericht veranlasste <strong>CDU-Frau Beate Faust, </strong>im Ortsbeirat nachzufragen: Warum kriegen die <strong>Krifteler</strong> das so gut hin – und <strong>wir in Hofheim </strong>nicht?</p>
</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg"><img decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg" alt="Blumen" class="wp-image-22743" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Kriftel-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So sieht der Blumenschmuck am Straßenrand in Kriftel aus&#8230;</figcaption></figure>
</div>
</div>
</p>
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Hofheim.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Hofheim.jpg" alt="20220901 Blumen Hofheim" class="wp-image-22744" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Hofheim.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220901-Blumen-Hofheim-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;und so an der Hattersheimer Straße in Hofheim. Beide Bilder entstanden im September 2022.</figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
</p>
<p>Die Frage stellte sie bereits <strong>Anfang November</strong> letzten Jahres. Ein halbes Jahr wurde darüber im Magistrat beraten, <strong>jetzt</strong> liegt eine Antwort vor. Die ist etwas langatmig, zusammengefasst lautet sie so:</p>
</p>
<p><strong>Hofheims</strong> <strong>Stadtverwaltung</strong> habe alles versucht. 2020 habe es einen auf drei Jahre angelegten <strong>Test</strong> gegeben: Es funktionierte einfach nicht. In diesem Jahr würden die Kübel mit <strong>Lavakies</strong> und einem <strong>Pflanzensubstrat</strong> gefüllt, dann würden <strong>trockenheitsresistente</strong> <strong>Stauden</strong> gepflanzt…</p>
</p>
<p>Dass die <strong>kleine</strong> <strong>Nachbargemeinde</strong> das besser hinkriegt, will man in der <strong>großen</strong> <strong>Kreisstadt</strong> natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Der Magistrat schreibt: Die <strong>Krifteler Kübel</strong> würden immer nur für eine bestimmte Zeit aufgehängt, über den <strong>Winter</strong> auf dem Bauhof eingelagert und im Frühjahr <strong>neu</strong> <strong>bepflanzt</strong>. Über den Sommer würden sie <strong>intensiv</strong> <strong>bewässert</strong>. Das schafft Hofheim nicht: <em>„Dieser Mehraufwand wäre für unseren Bauhof in der jetzigen Besetzung nicht leistbar.“</em></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">SPD will Klarheit zur Elisabethenstraße 3</h2>
</p>
<p>Bei der künftigen Nutzung des <strong>Grundstücks</strong> <strong>Elisabethenstraße 3</strong> (alte Stadtbücherei) sollen allen Bürger mitreden dürfen. Das hatte <strong>Bürgermeister Christian Vogt (CDU)</strong> versprochen. Er wollte dort einen<strong> Hotel-Neubau</strong> durchsetzen; nach <strong>massivem Protest</strong> aus der Bevölkerung veranstaltete er im letzten Jahr ein <strong>Bürgerforum</strong>.</p>
</p>
<p>Wie geht&#8217;s weiter? Diese Frage stellt <strong>Peter Ottlik von der SPD</strong> im Ortsbeirat Kernstadt. Eine erste Antwort stand im <a href="https://hk-newsletter.de/2023/04/02/gedenktag-und-landratsamt/#elisabethenstra%C3%9Fe20230402" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a>: Die Stadtverwaltung erarbeitet derzeit einen&nbsp;<strong>Kriterienkatalog</strong>, der <strong>in den</strong>&nbsp;<strong>städtischen Gremien</strong>&nbsp;diskutiert werden soll. Danach sollen <strong>Planungsbüros</strong> <strong>städtebauliche Konzeptionen</strong> erarbeiten. Zeitplan: unklar.</p>
</p>
<p>Von einem<strong> zweiten Bürgerforum</strong>, das er fest zugesagt hatte, spricht Vogt nicht mehr. Es sollte der <strong>Opposition</strong> im Stadtparlament nicht zum Nachteil gereichen, wenn sie <strong>aufwacht</strong> und das Thema weiterhin <strong>kritisch-wachsam</strong> hinterfragt und begleitet.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Tütenspender-Test beendet – Auswertung dauert</h2>
</p>
<p>Erinnern Sie sich? Im <strong>März</strong> <strong>2022</strong>:hatte die <strong>Stadtspitze</strong> – diesmal vertreten durch den <strong>2. Beigeordneten Wolfgang Exner (CDU) </strong>– einen ersten <strong>Tütenspender</strong> <strong>für</strong> <strong>Hundehalter</strong> aufgestellt. Wow!</p>
</p>
<p><strong>Bürgermeister Vogt</strong> ließ sich mit dem schönen Satz zitieren: <em>„Das Thema Hundekot auf Spielplätzen, Feldwegen und anderswo ist nicht neu, ist aber wieder akut geworden.“</em>&nbsp;Und von Herrn Exner wurde der Ausspruch <strong>überliefert</strong>:&nbsp;<em>„Für Tiere sind die Hundehaufen lebensgefährlich.“</em></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220309-Hundetueten.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220309-Hundetueten.jpg" alt="Hundehalter" class="wp-image-19102" style="width:485px;height:364px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220309-Hundetueten.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220309-Hundetueten-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hofheims Dezernent Exner mit seinem ersten Hundekottütenspender.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Per behördlicher Pressemitteilung erfuhren die Hofheimer auch: „<em>Es soll ein Jahr lang getestet werden, wie die Beutel durch die Bevölkerung angenommen werden.“</em> Und so sollte der Test funktionieren: <em>„Der Bauhofmitarbeiter, der die Abfallbehälter im Umfeld der Kotbeutelspender leert, wird dies bei der wöchentlichen Leerung erfassen und die Spender befüllen. Dieser Verbrauch soll über das Jahr festgehalten werden.“</em></p>
</p>
<p>Das Jahr ist um, und da wollten wir gerne wissen: Was ergab der Test? Und wenn’s <strong>gut</strong> <strong>lief</strong>: Wird die Stadtspitze weitere Tütenspender <strong>spendieren</strong>?</p>
</p>
<p><strong>Gemach!</strong> So schnell arbeitet <strong>unsere Stadtverwaltung</strong> nicht. Das Rathaus teilte auf Anfrage mit: <em>„Derzeit läuft des Auswertung des Tests der Hundekotbeutel. Im Laufe des Frühjahrs ist mit Ergebnissen zu rechnen.“&nbsp;</em></p>
</p>
<p>Die Spannung steigt! <strong>Im</strong> <strong>Namen</strong> <strong>aller</strong> <strong>Hundefreunde</strong>: Wir bleiben dran und werden berichten!</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Meisterturm: Große Ankündigung und nix dahinter?</h2>
</p>
<p>Das Thema ist, zugegeben, schon ein <strong>bisschen</strong> <strong>älter</strong>: Vor zwei Jahren hatte Bürgermeister Christian Vogt angekündigt, am <strong>Meisterturm</strong> richtig groß <strong>investieren</strong> zu wollen. Die <strong>Gaststätte</strong> müsse dringend umgebaut werden, das benachbarte <strong>Wohnhaus</strong> werde endlich durchrenoviert – und für<strong> über 500.000 Euro</strong> sollte ein<strong> &#8222;Haus des Waldes&#8220;</strong> entstehen, genannt <strong>&#8222;Michelsberger Haus&#8220;</strong>. Es sollte an die Zeit der Besiedlung während der <strong>Michelsberger</strong> <strong>Kultur</strong> erinnern (so wird die Epoche zwischen 4300 und 3600 v. Chr. genannt).</p>
</p>
<p>Es war Ende<strong> November 2021</strong>(!), als der <a href="https://hk-newsletter.de/2021/11/28/hofheim-bekommt-wald-museum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a> über Vogts Pläne berichtete – Auszug:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Noch hält sich Hofheims Stadtspitze mit Informationen zurück. Als vor einigen Wochen die Lokalzeitung mehr erfahren wollte, wurde sie mit dürftigen Informationen abgespeist. Der Redakteur blieb folglich im vagen, in seinem Bericht war lediglich zu lesen: ,Das Erbe der Michelsberger solle noch viel deutlicher sichtbar gemacht werden, kündigt Bürgermeister Christian Vogt an. Von Rekonstruktionen ist die Rede, die Überlegungen befinden sich noch in einem frühen Stadium.'&#8220;</em></p>
</p>
<p>Immerhin waren die <strong>Überlegungen</strong> schon so weit gediehen, dass  ein ungefährer <strong>Kostenrahmen</strong> genannt werden konnte: Im städtischen Haushaltsplan wurden Ausgaben in Höhe von <strong>250.000</strong> <strong>Euro</strong> eingeplant. <strong>133.000 Euro</strong> wollte der Kreis als <strong>Zuschuss</strong> beisteuern.</p>
</p>
<p>Merkwürdig nur: Das <strong>Stadtparlament</strong> wurde nie eingeweiht. Zwar beschlossen die Stadtverordneten im Dezember 2021 einstimmig, dass der Magistrat sie <em>&#8222;umfassend&#8220; </em>informieren solle. Aber vorgelegt wurde nur vierseitiges Blättchen mit bunten Bildern, in dem u.a. von <em>&#8222;wechselnden (hobby-) archäologischen Ausstellungen oder Waldpädagogischen Seminaren&#8220;</em> die Rede war, von einer <em>&#8222;Waldapotheke oder Lehr- und Kräutergarten&#8220;</em> und von einer <em>&#8222;Rekonstruktion der früheren Lebensumstände&#8220;</em>.</p>
</p>
<p>Sehr viel Prosa, ganz wenig Konkretes – und das für <strong>mehr als 500.000 Euro</strong>! Was wurde denn aus <strong>diesen Plänen?</strong></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Michelsberger-Haus-20230430.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="411" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Michelsberger-Haus-20230430.jpg" alt="Michelsberger Haus 20230430" class="wp-image-31393" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Michelsberger-Haus-20230430.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/04/Michelsberger-Haus-20230430-300x193.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zur Freude der Stadtspitze veröffentlichte die Lokalzeitung einen großen Bericht über den Plan von einem &#8222;Haus des Waldes&#8220;. Danach wurde es schnell still um die hochtrabenden Pläne.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Diese Frage schickten die beiden Linken im Stadtparlament – <strong>Barbara Grassel </strong>und <strong>Bernd Hausmann</strong> – an den Magistrat. Sie erinnern daran: Für die <strong>unstrittig notwendige Sanierung</strong> der <strong>Waldgaststätte</strong> (mit neuen Sozialräumen fürs Personal, behindertengerechte Toiletten für Besucher) seien <strong>200.000 Euro</strong> im Haushaltsplan 2021/22 eingeplant worden. Aber nichts habe sich getan.</p>
</p>
<p>Und 250.000 Euro wurden zur Verfügung gestellt für ein neues &#8222;Haus des Waldes&#8220;: Was ist denn nun damit?</p>
</p>
<p>Ist der <strong>Magistrat</strong> überhaupt noch daran interessiert, die <strong>Gaststätte</strong> auf dem Kapellenberg weiterzuführen, wollen die Linken wissen. Wenn ja: Was ist mit den <strong>Sanierungsmaßnahmen</strong>, die bereits 2021 als <em>&#8222;unabdingbar&#8220; </em>bezeichnet wurden? Und was das &#8222;Haus des Waldes&#8220; angeht: Wird das Projekt überhaupt noch <strong>weiterverfolgt</strong>?</p>
</p>
<p>Die Fragen wurden am <strong>26. April</strong> abgeschickt. Mal schauen, wann der <strong>Magistrat</strong> geneigt ist, zu diesem Thema Antworten zu geben, gelegentlich, <strong>irgendwann</strong>. </p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>CDU-Taubenhotel in Hofheim: 100.000 Euro für kein Konzept</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2022/12/13/das-100000-euro-taubenhotel-der-cdu/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2022 10:36:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Faust Beate]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Dr. Frank]]></category>
		<category><![CDATA[Theisen-Niederastroth Cornelia]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem City-Tree ist vor dem Taubenhotel: Hofheims CDU hat eine neue Idee für die Kernstadt, die wieder viel Geld kosten wird. Jetzt soll – nein, kein Taubenhaus, sondern ein "Taubenhotel" gebaut werden! So heißt es wörtlich im CDU-Antrag; 100.000 Euro wird das kosten, mindestens. Andernorts wurden solche Projekte abgelehnt: Es ist umstritten, ob sie überhaupt was bringen. Außerdem sind sie arbeitsintensiv und damit eigentlich nur teuer. In Hofheim sind zudem noch jede Menge Fragen offen – bis hin zum Standort.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p><strong>Erneut will Hofheims CDU ein Hotel bauen, einfach so, ohne groß darüber zu reden. Diesmal soll es keine gastliche Herberge für die Hofheimer und ihre Gäste werden. Die CDU will ein Taubenhotel in Hofheim-City errichten lassen – für 100.000 Euro, bezahlt mit Steuergeldern. Schon feiert sich die Partei, weil sie <strong>angeblich</strong> „für eine positive Stadtentwicklung“ sorge. Bei genauerem Hinschauen aber ist zu erkennen: Viel mehr Gedanken hat man sich nicht gemacht.</strong></p>
</p>
<p>Der neueste Plan der <strong>Hofheimer CDU </strong>kam so überraschend über uns wie vor wenigen Monaten die Ankündigung, dass man eine gewaltige Maschine namens <strong>„City Tree“ </strong>auf dem Kellereiplatz installieren werde, die <strong>für saubere Luft </strong>in der Kernstadt sorgen sollte.</p>
</p>
<p>Die City-Tree-Idee war, wie sich <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">herausstellte</a>, ziemlich <strong>meschugge</strong> und wurde inzwischen <strong>getrasht</strong>. Jetzt also soll ein Taubenhotel her.</p>
</p>
<p><strong>Für 100.000 Euro</strong>!</p>
</p>
<p>Sie meinen es <strong>wirklich ernst</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<p>Als <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> – er gehört bekanntlich der CDU an – im November den Haushaltsplan 2023 vorstellte, war er offenbar <strong>ahnungslos</strong>. In seinem Entwurf für den städtischen Etat, der mehr als <strong>600 Seiten dick</strong> ist, steht von einem Taubenhotel<strong> kein Wort</strong> drin.&nbsp;</p>
</p>
<p>Wenige Wochen später legten die Fraktionen im Stadtparlament, wie üblich, ihre <strong>Wunschlisten</strong> vor, wofür sie im neuen Jahr städtisches Geld ausgeben wollen. Da tauchte erstmals das Wort „Taubenhotel“ auf. Damit wolle man <em>&#8222;der weiteren Vermehrung der Tauben entgegenwirken&#8220;</em>, heißt es im<strong> Antrag der Christdemokraten</strong> .</p>
</p>
<p>In Taubenhotels – etwas schlichter <strong>Taubenhäuser</strong> genannt – werden die <strong>Taubeneier</strong> eingesammelt und durch <strong>Keramikeier</strong> ersetzt. Die Tauben-Frau <strong>brütet und brütet</strong>, kriegt aber keinen Nachwuchs mehr. Eine raffinierte Methode der <strong>Geburtenkontrolle</strong>, gegen die selbst die kämpferischsten <strong>Tierschützer</strong> keine Einwände haben. Das ist allerdings nicht ganz billig: Für <strong>Anschaffung</strong> und <strong>Aufstellung</strong> sowie <em>&#8222;für weitere diesbezügliche Maßnahmen&#8220;</em> sollen <strong>100.000 Euro</strong> in den Haushaltsplan des nächsten Jahres eingestellt werden, heißt es denn auch im CDU-Antrag.</p>
</p>
<p>In Hofheims Stadtparlament wagte keiner, dagegen aufzumucken. Es ist ein Geben und Nehmen: Die anderen Parteien wollten schließlich auch noch etwas Geld ausgeben. <strong>SPD, Grüne und BfH </strong>beispielsweise wünschten mehr Geld<strong> für die gemeinnützige Tafel</strong>, die nachweislich Not leidet. <strong>15.000 Euro</strong>? Kein Problem, sagten alle – <strong>bewilligt</strong>! Die <strong>Linken</strong> wünschten ein Förderprogramm: 100 Euro soll jeder Haushalt kriegen, der ein <strong>Solarmodul</strong> an seinen Balkon hängt, maximal <strong>10.000 Euro </strong>soll die Stadt dafür investieren: <strong>Genehmigt</strong>.</p>
</p>
<p>Bei so viel <strong>Großzügigkeit</strong> konnte man natürlich den <strong>CDU-Wunsch</strong> schlecht ablehnen, oder? Also:</p>
</p>
<p><strong>100.000 Euro für ein Taubenhotel – mehrheitlich angenommen!</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Taubenhotel: viel Arbeit, Wirkung nicht bekannt</h2>
</p>
<p><strong>Taubenhäuser</strong> wurden bereits in etlichen größeren Städten Deutschlands errichtet. Überzeugende und vor allem nachweisbare Erfolge wurden bisher <strong>nicht</strong> <strong>gemeldet</strong>.</p>
</p>
<p>Die Stadt <strong>Fulda</strong> schaffte es 2018 mit einem Taubenhaus in das „<a href="https://steuerzahler.de/fileadmin/user_upload/Schwarzbuch2018_web.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes</a>“, in dem alljährlich die schlimmste Fälle von <strong>Steuerverschwendung</strong> angeprangert werden. In der barocken Bischofsstadt waren die Kosten <strong>explodiert</strong>: Das in 2015 erbaute Haus (9 Meter hoch, 196 Nistplätze) sollte eigentlich „nur“ 30.000 bis 40.000 Euro kosten. Daraus wurden <strong>70.000 Euro</strong>.</p>
</p>
<p>In <strong>Bietigheim-Bissingen</strong> bei Heilbronn – mit 42.000 Einwohnern etwa so groß wie Hofheim – sollte ein Taubenhaus aufgestellt werden, aber die Stadtverwaltung<strong> lehnte ab</strong>: „<em>Die Erfahrungen anderer Kommunen, die wir abgefragt haben, zeigen leider keine positiven Wirkungen auf die Taubenpopulation. Zudem sind Taubenschläge sehr arbeitsintensiv“,</em> teilte eine Rathaussprecherin Anfang dieses Jahres der lokalen Zeitung mit.</p>
</p>
<p>In <strong>Fürth</strong> (127.000 Einwohner) wollten die Grünen Tauben-Quartiere zur Geburtenkontrolle aufbauen – <em>„ohne Erfolg“,</em> schrieb die dortige Lokalzeitung, „<em>denn die Verwaltung stellte den Taubenhäusern ein vernichtendes Urteil aus“.</em></p>
</p>
<p>In <strong>Lahr</strong>, einem Schwarzwald-Städtchen mit rund 43.000 Einwohnern, wollte eine „Linke Liste Lahr und Tierschutzpartei“ ein Taubenhaus errichtet sehen. <strong>Abgelehnt</strong>: 50.000 bis 60.000 Euro für den Bau, dazu  20.000 Euro für Wartung, Reinigung, Futter und Tierarzt pro Jahr – das erschien der Mehrheit <strong>zu teuer</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221213-Taube3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221213-Taube3.jpg" alt="Taubenhotel" class="wp-image-26674" width="640" height="427" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221213-Taube3.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221213-Taube3-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Sie nerven mit ihrem Gegurre, und sie sch&#8230; alles voll: Tauben genießen bei vielen Mitbürgern kein besonders hohes Ansehen. &#8222;Ratten der Lüfte&#8220; werden sie auch genannt.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>An Taubenhäusern scheiden sich die Geister. <strong>Befürworter</strong> sehen in ihnen die einzig akzeptable Lösung, die Überpopulation des Federviehs <strong>auf tierschutz-freundliche Weise</strong> <strong>einzudämmen</strong>. Für <strong>Kritiker</strong> sind Taubenhäuser eine Verschwendung öffentlicher Gelder: <strong>Kosten viel, bringen wenig bis nichts.</strong></p>
</p>
<p><strong>Mit belastbaren Fakten</strong> ist in Deutschland keine der beiden Positionen untermauert. Es gebe keinerlei Belege, dass Taubenhäuser wirken, schrieb die Zeitung &#8222;Berliner Tagesspiegel&#8220;, denn kein Taubenhaus sei je <strong>wissenschaftlich evaluiert</strong> worden. So seien weder zu Beginn noch zu einem späteren Zeitpunkt die Tauben <strong>gezählt</strong> worden <em>„Die Betreiber spielen oft nicht mit offenen Karten“,</em> wird ein Forscher zitiert.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Hofheims Lokalpolitiker sprechen von dramatischer Plage</h2>
</p>
<p>In Hofheim tauchte das Thema erstmals 2020 auf: Im <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> mokierte sich CDU-Mitglied <strong>Dr. Frank Schmidt</strong>, dass die Zahl der Tauben <em>&#8222;mittlerweile überhandnimmt&#8220;</em>:  Der Magistrat solle Maßnahmen ergreifen und den Ortsbeirat informieren.</p>
</p>
<p>Es ist davon ausgehen – <strong>Beobachter der Polit-Szene</strong> wird das nicht überraschen –, dass man im Rathaus den Beschluss der Lokalpolitiker <strong>ignorierte</strong>, wie so oft. Jedenfalls wurde der Ortsbeirat nicht über Maßnahmen informiert, es wird also vermutlich nie welche gegeben haben.</p>
</p>
<p>Das Thema ruhte, bis <strong>Cornelia Theisen-Niederastroth</strong> in der Zeitung las – es war im März dieses Jahres –, dass in Frankfurt-Höchst über den Einsatz von <strong>Wanderfalken</strong> gegen Tauben nachgedacht wird. So etwas wollte sie auch haben: Wanderfalken sollen die Tauben in Hofheim-Kernstadt jagen! Die <strong>FDP-Frau</strong> kopierte den Artikel und legte ihn im <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> vor: <em>„Die Taubenplage in der Innenstadt und Umgebung nimmt dramatisch zu“</em>, begründete sie ihren Antrag.</p>
</p>
<p>Eine <em>&#8222;P</em><em>lage&#8220;</em>, die <em>&#8222;dramatisch&#8220;</em> zunimmt: Woher die Frau ihr<strong> Wissen</strong> hat, verriet sie nicht. <strong>Zahlen</strong> nannte sie keine. So <strong>schlicht</strong> würde nicht einmal die<strong> Bild-Zeitung</strong> argumentieren.</p>
</p>
<p>Schon eine Woche später schob <strong>CDU-Frau Beate Faust</strong> einen Antrag hinterher: Es gebe eine Taubenplage in der Kernstadt, behauptete auch sie. Sie wollte Schilder mit der Aufschrift<strong> „Tauben füttern verboten“ </strong>aufgestellt sehen.</p>
</p>
<p>Es verging ein halbes Jahr, da machte<strong> Tanja Lindenthal </strong>von den „Bürgern für Hofheim“ (BfH) <em>„Probleme der Taubenfütterung“</em> aus. Sie schlug vor, einen <strong>Taubenschlag</strong> zu errichten.</p>
</p>
<p>Wie bitte? Nur einen <strong>Taubenschlag</strong>? Das war der Hofheimer CDU <strong>ein bisschen zu billig</strong>:</p>
</p>
<p>So kam’s zum <strong>100.000-Euro-Antrag</strong>: Unter einem<strong> Hotel für Tauben</strong> tut&#8217;s die Hofheimer CDU nicht!&nbsp;</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Nur ein Fütterungsverbot hilft</h2>
</p>
<p>In der Schweiz ist <strong>wissenschaftlich</strong> untersucht worden, wie man die Taubenplage in den Griff kriegen kann. Das <strong>Basler Modell</strong>: Acht Taubenschläge wurden eingerichtet – und daneben eine große Info-Kampagne gestartet. Die Zahl der Tauben ging tatsächlich deutlich zurück. In einem <strong>Bericht zur Studie</strong> heißt es:</p>
</p>
<p><em>„Der drastische Rückgang der Taubenpopulation in Basel stand in keiner Beziehung zu den Taubenschlägen. Der Rückgang ist einzig und allein auf die Reduktion der Nahrungsgrundlage im Zusammenhang mit der Aufklärung der Bevölkerung zurückzuführen.“</em></p>
</p>
<p>In dieser Erkenntnis liegt vermutlich die <strong>Wahrheit</strong> und damit auch ein <strong>Lösungsansatz</strong>. Es ist eben nicht damit getan, ein Taubenhaus zu errichten und die Eier regelmäßig auszutauschen. Als viel <strong>wichtiger</strong> gilt: Es muss ein <strong>Fütterungsverbot</strong> her, dessen Einhaltung natürlich auch <strong>kontrolliert</strong> werden muss.</p>
</p>
<p>Dazu wiederum wird eine <strong>Kommunikationsstrategie</strong> benötigt: Die Menschen in der Stadt müssen wissen, was sie anrichten, wenn sie <strong>Tauben füttern</strong>. Auch müssen die <strong>Mülleimer</strong> ausgetauscht werden: Denn solange die Tauben – Kritiker nennen sie die „Ratten der Lüfte“ – irgendwo <strong>ein</strong> <strong>Körnchen Fressbares</strong> finden, werden wir sie nicht los. Sie lassen sich dann auch nicht in ein Taubenhaus <strong>verbannen</strong> und sicher auch nicht in ein Taubenhotel.</p>
</p>
<p>Sie kommen einfach <strong>immer</strong> <strong>wieder</strong>. </p>
</p>
<p>Der Versuch, die Verbreitung der Tauben <strong>einzudämmen</strong>, ist derart aufwendig, dass in großstädtischen Behörden von einem <strong>„Tauben-Management“</strong> gesprochen wird. Es kostet sehr viel Geld und sehr viel Arbeit.</p>
</p>
<p>Ein Verein namens <strong>Stadttaubenhilfe Koblenz/Neuwied </strong>bekam im letzten Jahr den Tierschutzpreis des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Bei der Preisverleihung wurde andeutungsweise erzählt, wie viel <strong>Engagement und Kraft</strong> in ein Taubenhaus <strong>investiert</strong> werden muss:<em> </em>Die Tiere <em>&#8222;werden in einem Taubenschlag artgerecht gefüttert und mit frischem Trinkwasser versorgt, die Brutplätze täglich gereinigt und die Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Kranke und verletzte Tiere werden medizinisch versorgt…“</em></p>
</p>
<p>Artgerechte Fütterung!</p>
</p>
<p>Tägliche Reinigung!</p>
</p>
<p>Medizinische Versorgung!</p>
</p>
<p><strong>Wer will das in Hofheim leisten?</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Hofheims CDU feiert sich für positive Stadtentwicklung</h2>
</p>
<p>In der Kreisstadt wurde bisher noch nicht einmal ermittelt, wie <strong>viele</strong> <strong>Tauben</strong> es in der Kernstadt gibt, geschweige eine <strong>Zielvorgabe</strong> vorgestellt: Wie viele Tauben müssen denn <strong>verschwinden</strong>, damit sich die <strong>Investition</strong> in ein Taubenhotel eines Tages <strong>rechnet</strong>? Und wie viele Tauben dürften in der Kernstadt <strong>bleiben</strong>, damit nicht länger von einer Plage geredet wird?</p>
</p>
<p>Jede Menge weiterer Fragen sind offen: <strong>Wo</strong> soll denn so ein Hotel stehen? <strong>Was</strong> sagen die Nachbarn in den umliegenden Wohnhäusern?</p>
</p>
<p><strong>Wer</strong> wird die ganze Arbeit leisten? Gibt’s <strong>ehrenamtliche Tierschützer</strong>, die das übernehmen? Oder soll etwa <strong>der städtische Bauhof</strong> ran? Oder will die Stadt ein <strong>Unternehmen</strong> beauftragen?</p>
</p>
<p>Es gibt in Hofheim nicht den Ansatz eines <strong>Anti-Tauben-Konzepts</strong>, aber für<strong> 100.000 Euro </strong>soll jetzt erst einmal ein Taubenhotel gebaut werden. In der CDU feiern sie sich schon für ihren tollen <strong>Scoop.</strong> <strong>Fraktionschef Alexander Kurz</strong>, der auch als „Vater“ der City-Tree-Pläne genannt wird, lobte bereits sich und die Seinen <strong>im typischen Politikersprech</strong>: </p>
</p>
<p>Mit den <em>„Maßnahmen für eine saubere Innenstadt ohne Tauben“</em> setze man <em>„Akzente für eine positive Stadtentwicklung“.</em></p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;City Trees&#8220;: Rathaus beruft sich auf Studien – die Zweifel wachsen</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2022/09/24/city-trees-gutachten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2022 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Al-Wazir Tarek]]></category>
		<category><![CDATA[Faust Beate]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmann Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Vorrath Jonathan]]></category>
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					<description><![CDATA[Es geht um Bäume, gleich zweimal: Die Stadt will, wie berichtet, einen teuren "City Tree" aufstellen, einen ziemlich großen Kasten, der angeblich die Luft reinigt und das Klima kühlt. Nach unserem Bericht letzte Woche reagierte man im Rathaus: Studien und Erfahrungen im Ausland würden die Wirkungsweise der Geräte belegen, behauptet ein Sprecher. Doch stimmt das wirklich? Zweifel sind angebracht, im Ausland sprechen Wissenschaftler sogar von Geldverschwendung. 

Echte Bäume haben's schwer in Hofheim – derzeit live zu erleben am Heinrichsweg. Selbst dicke und gesunde Bäume werden umgehauen, der Weg wird wie eine Autobahn verbreitert.

Außerdem: Eine interessante Personalie der Grünen – und eine gute Nachricht von der CDU.  ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für einen Batzen Steuergeld will die Stadt Hofheim einen gewaltigen &#8222;Schrank&#8220; in der Innenstadt aufstellen lassen. Ein paar Meter lang, ein paar Meter hoch, außen Holz, vielleicht eine Sitzbank davor – das ist der &#8222;City Tree&#8220;. Innen drin werde mit Moos und spezieller Technik die Stadtluft gereinigt und die Temperatur gesenkt –  behauptet der Hersteller. Längst aber haben etliche Städte <strong>die &#8222;künstlichen Bäume&#8220; wieder entsorgt</strong>, berichtete der Hofheim/Kriftel-Newsletter <strong>letzte Woche</strong>, denn die Geräte taugen einfach nicht. Hofheims Stadtverwaltung aber will davon nichts wissen und teilte mit: Es gebe neue &#8222;City Trees&#8220;, bei denen &#8222;die versprochene Wirkung gegeben&#8220; sei, auch fänden die Geräte in ausländischen Städten &#8222;erfolgreich Anwendung&#8220;. q das nur stimmt! Für Zweifel gibt&#8217;s immer mehr Gründe.</strong></p>
<p><strong>Christian Vogt</strong> war <strong>not amused</strong>. In einer Pressemitteilung hatte sich Hofheims Bürgermeister  <strong>feiern</strong> lassen, als er kürzlich bei der Landesregierung einen <strong>200.000-Euro-Scheck</strong> hatte abholen dürfen: Von dem Geld würde man u.a. <strong>&#8222;City Trees&#8220;</strong> aufstellen lassen, frohlockte er. Eine <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/pressemeldung.php?showpm=true&amp;pmurl=https://www.hofheim.de/newsdesk/publications/Hofheim_am_Taunus/180010100000096027.php" target="_blank" rel="noopener">Mitteilung</a> seiner Pressestelle klang nahezu <strong>euphorisch</strong>: &#8222;<em>Die Entwicklung des Dresdner Startups Green City Solution GmbH verspricht eine Reduzierung der Feinstaubbelastung durch eingesetzte Moosmodule und schafft zudem weitere Sitzmöglichkeiten zum Verweilen.&#8220;</em></p>
<p>Die <strong>Rathaus-Meldung</strong> sprach übrigens von &#8222;City Trees&#8220;, also <strong>Mehrzahl</strong>. Inzwischen korrigierte die Pressestelle: <strong>Nur ein &#8222;Schrank&#8220;</strong> solle angeschafft und auf dem <strong>Kellereiplatz</strong> aufgebaut werden.</p>
<p><strong>Am vergangenen Samstag</strong> erschien dann der Bericht im <strong> Hofheim/Kriftel-Newsletter,</strong> der die gute Stimmung binnen Minuten <strong>schredderte</strong>. Überschrift: <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/">&#8222;Fiel Hofheim auf großmäulige Werbesprüche rein?&#8220;</a> Genannt wurden etliche Städte in Deutschland, die <strong>viel Geld </strong>in &#8222;City Trees&#8220; investiert hatten und dann feststellen mussten: Die Dinger leisten <strong>nicht</strong> das, was der Hersteller <strong>verspricht</strong>.</p>
<p><strong>Am Sonntag </strong>meldete sich der <strong>Bürgermeister</strong>. Der <strong>Hinweis</strong>, den er in seiner Pressemitteilung noch <strong>außen vor gelassen</strong> hatte, erschien ihm jetzt <strong>wichtig</strong>: Nicht er allein habe über die Aufstellung der &#8222;City Trees&#8220; entschieden, vielmehr gebe es einen entsprechenden<strong> Mehrheitsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung</strong>.</p>
<p><strong>Am Dienstag</strong> reagierte auch der Rathaus-Pressesprecher: Eine Recherche der <strong>Hofheimer</strong> <strong>Wirtschaftsförderung</strong> habe <em>&#8222;in der Tat&#8220;</em> ergeben, <em>&#8222;dass eine frühere Generation der Smart City Trees in verschiedenen Städten, u.a. Braunschweig, aufgrund mehrerer technischer Defizite ausgetauscht werden mussten&#8220;</em>, teilte <strong>Jonathan Vorrath</strong> mit und bestätigte damit den Bericht im Hofheim/Kriftel-Newsletter. Allerdings seien inzwischen Geräte <strong>einer neueren Generation</strong> auf dem Markt, <em>&#8222;sodass die versprochene Wirkung nun gegeben ist&#8220;</em>. Mittlerweile, so Vorrath weiter, <em>&#8222;finden Smart City Trees u.a. in Lissabon, London oder Cork erfolgreich Anwendung“.</em></p>
<p>Das klingt richtig gut: <strong>London</strong>: 9 Millionen Einwohner; <strong>Lissabon</strong>: 3 Millionen Einwohner; <strong>Cork</strong>: 210.000 Einwohner; Hofheim&#8230;</p>
<p><strong>Passt schon <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong></p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Zeitung-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Zeitung-2.jpg" alt="City Tree" class="wp-image-23897" width="640" height="480" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Zeitung-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Zeitung-2-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der Webseite der irischen Tageszeitung &#8222;Irish Examiner&#8220;. Die Überschrift lautet:  &#8222;Hecken würden sich schneller auf die Luftqualität auswirken als die ,Roboterbäume&#8216; von Cork, sagt ein Experte.&#8220;</figcaption></figure>
</div>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">&#8222;City Trees&#8220;: Fachmagazin äußert Zweifel an Studie</h2>
<p>Als Journalist sollte man stets <strong>kritisch</strong> hinterfragen, was eine Behörde verbreitet. Deshalb haben wir nochmals<strong> im Rathaus </strong>angeklopft: Welche <strong>Belege</strong> liegen vor, dass die Geräte <strong>wirklich</strong> <em>&#8222;die versprochene Wirkung&#8220;</em> zeigen?</p>
<p>Da wurd&#8217;s <strong>ganz</strong> <strong>still</strong>. Kein <strong>Anruf</strong>, keine <strong>E-Mail</strong>, die Stadtverwaltung <strong>reagierte</strong> <strong>nicht</strong>. Erst nach <strong>vier Tagen</strong> und <strong>zwei Aufforderunge</strong>n meldete sich Sprecher Vorrath wieder. Schriftlich teilte er mit: <em>&#8222;Der Hersteller kann die Wirkungsweise durch wissenschaftliche Labortests des ILK Dresden, des Leibnitz Institute for Tropospheric Research e.V. sowie des TÜV Süd belegen. Diese sind verifiziert durch Echtwelt-Tests im Zuge des EU Horizon 2020 Programms.&#8220;</em></p>
<p>Vorrath legte die Studien <strong>nicht vor</strong>. Der Verdacht: Er hat sie <strong>nicht vorliegen</strong>, und er hat sie schon gar <strong>nicht gelesen.</strong> Ansonsten hätte er die Unterlagen mit Sicherheit <strong>ganz</strong> <strong>tief</strong> <strong>in eine Schublade</strong> <strong>verbannt</strong>: Denn was in den Studien steht, kann kaum ernsthaft als <strong>Beleg</strong> für die <em>&#8222;versprochene Wirksamkeit&#8220; </em>herangezogen werden.</p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background"/>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h3 class="has-text-align-center wp-block-heading" style="font-size:18px">Trendforscher Horx: &#8222;City Trees&#8220; können deprimierend wirken</h3>
<p>Die Darmstädter Lokalzeitung &#8222;Echo&#8220; hat den bekannten <strong>Zukunfts- und Trendforscher Matthias Horx</strong> (betreibt in Frankfurt und Wien das &#8222;<a href="https://www.zukunftsinstitut.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zukunftsinstitut</a>“) über Wege zu einer lebenswerten City interviewt. Eine Frage betraf den „City Tree“: Ob das Aufstellen eines solchen Geräts eine gute Idee sei, wollte die Zeitung wissen.</p>
<p>Antwort Horx: <em>&#8222;Klingt ein bisschen verzweifelt. Das hat eher Prothesen-Charakter. So was kann auch deprimierend wirken. Es gibt dystopische Phantasien von verpesteten Städten, wo die digitalen Gasmasken Alarm schlagen.&#8220;</em></p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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<p>Das Fachmagazin <a href="https://neuelandschaft.de/artikel/zweifel-an-der-luftreinigenden-wirkung-der-citytrees-nehmen-zu-8731.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Neue Landschaft&#8220;</a> hatte genauer hingeschaut,&nbsp;die<strong> Bewertung</strong> der Studien fällt <strong>ernüchternd</strong> aus: <em>&#8222;keine große Wirksamkeit&#8220; </em>lesen wir dort<em>, &#8222;sehr ernüchternd&#8220;</em>, <em>&#8222;Zweifel an ihrer Funktionalität&#8220;&#8230;</em></p>
<p>In einem anderen <a href="https://neuelandschaft.de/artikel/berliner-citytree-hersteller-korrigiert-seinen-baumvergleich-8804.html" target="_blank" rel="noopener">Bericht</a> heißt es: Der Hersteller halte die <strong>Behauptung nicht länger aufrecht</strong>, dass der Bio-Tech-Filter den Effekt von bis zu <strong>275 Stadtbäumen</strong> habe. Zu der neuen Generation der &#8222;City Trees&#8220; wird ausgeführt:</p>
<p>Zwar habe der Hersteller als Beleg für die neue <strong>Feinstaub-Filterleistung</strong> <em>&#8222;eine Feldstudie des Leibnitz Instituts für Troposphärenforschung (Tropos) in Leipzig&#8220;</em> angeführt. Ein <strong>Faktencheck</strong> lasse jedoch <strong>Zweifel</strong> aufkommen: Die Feldstudie habe in einem nur locker bebauten Gebiet stattgefunden, mit wenig Verkehr.</p>
<p>Da wundert&#8217;s nicht, dass <strong>die Luft rein</strong> war. Im Hofheimer Rathaus ist man offenbar auf solche &#8222;Belege&#8220; <strong>reingefallen</strong>?</p>
<h2 class="wp-block-heading">&#8222;City Trees&#8220;: TÜV-Bewertung ist alles andere als positiv</h2>
<p>Auch der Bericht von <strong>TÜV Süd</strong>, der angeführt wird, wurde im Rathaus vermutlich nicht gelesen. Der Sachverständige weist mehrfach darauf hin, dass <strong>sehr viele Daten</strong> zu Mooswachstum und Filterleistung <strong>nicht durch den TÜV validiert</strong> worden seien, es seien <strong>Angaben des Herstellers.</strong> Heißt: Eine Schlussfolgerung kann nur abstrakt, aber nicht belegbar sein.</p>
<p>Das <strong>TÜV-Fazit</strong> klingt nicht gerade überzeugend, es fängt so an: <em>&#8222;Die Analyse zeigt, dass für den CityTree nach den Richtlinien der IPCC kein direktes GWP nachzuweisen ist, da kein Treibhausgas von dem CityTree herausgefiltert wird.&#8220;</em></p>
<p>Und diesen TÜV-Bericht führt Hofheims Rathaus allen Ernstes <strong>als positive Referenz</strong> für den &#8222;City Tree&#8220; an?</p>
<p>Aus München liegt ein <a href="https://www.muenchen-transparent.de/dokumente/4855886/datei" target="_blank" rel="noopener">32-seitiges Papier</a> vor, erstellt vom &#8222;Referat für Gesundheit und Umwelt&#8220;. Überschrift: <em>&#8222;Urbane Vegetation und Begrünungsmaßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität&#8220;</em>.&nbsp; Auszüge:</p>
<p>&#8222;<em>(&#8230;) ist derzeit wohl eher davon auszugehen, dass die Umweltleistungen pro ,City Tree&#8216; etwa in der Größenordnung von zwei herkömmlichen Stadtbäumen liegen könnten.</em> <em>(&#8230;)</em>“</p>
<p>&#8222;<em>(&#8230;) Aus praktischen Gesichtspunkten sind Mooswände nicht zu empfehlen (&#8230;), und zur Pflege und Haltbarkeit der Wände liegen keine bzw. eher schlechte Erfahrungen vor. Dementsprechend stehen Kosten und Pflegeaufwand (z.B. Bewässerung) in keinem Verhältnis zum Nutzen. (&#8230;)</em>“</p>
<p>&#8222;<em>(&#8230;) Da insgesamt wenig Potenzial gesehen wird, die Luftqualität nennenswert zu beeinflussen, gleichzeitig aber verhältnismäßig hohe Anschaffungskosten und erhebliche praktische Unsicherheiten und Einschränkungen bestehen, ist aus lufthygienischen Aspekten eine Aufstellung der ,City Trees&#8216; nicht zu begründen. Die Potenziale der ,City Trees&#8216; liegen eher im Bereich der Stadtgestaltung und Bewusstseinsbildung.&#8220;</em></p>
<h2 class="wp-block-heading">Wissenschaftler sprechen von Geldverschwendung</h2>
<p>Aber da gibt&#8217;s ja noch die <strong>Städte</strong>, die mit den &#8222;City Trees&#8220; angeblich <strong>zufrieden</strong> sein sollen: <strong>London</strong>, <strong>Lissabon</strong> und <strong>Cork</strong> nennt die Rathaus-Pressestelle, alle drei etwas größer als das <strong>40.000-Seelen-Städtchen</strong> Hofheim, was aber, wie Jonathan Vorrath anmerkt, <em>&#8222;für die Funktionsweise des City Trees nicht relevant&#8220;</em> sei.</p>
<p>Da hat er natürlich <strong>recht</strong>, auch wenn teure Maßnahmen zur Luftreinigung in <strong>echten Ballungsgebieten</strong> nachvollziehbarer erscheinen als am <strong>Fuße</strong> <strong>des</strong> <strong>Taunus</strong>. Doch stimmt das überhaupt, dass die &#8222;City Trees&#8220; im Ausland <em>&#8222;erfolgreich Anwendung&#8220;</em> gefunden haben?</p>
<p>Wir haben etwas genauer hingeschaut. In <strong>Lissabon</strong> stellt sich die Situation so dar: Die Geräte hat das deutsche <strong>Speditionsunternehmen</strong> <strong>DPD</strong> aufstellen lassen, um sich als <strong>umwelt</strong>&#8211; <strong>und</strong> <strong>klimabewusst</strong> zu präsentieren. Auch hier war die Installation laut Medienberichten <strong>umstritten</strong>. Dass DPD eines Tages <strong>echte Messdaten</strong> herausgibt, die die<strong> teure Installation</strong> womöglich <strong>als nutzlosen Werbe-Gag</strong> entlarven, ist kaum zu erwarten.</p>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Twitter.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="615" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Twitter.jpg" alt="20220924 Twitter" class="wp-image-23895" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Twitter.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Twitter-300x288.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"> Auf Twitter gesehen – Donal O&#8217;Keeffe schreibt dort: &#8222;Die 350.000 Euro teuren Robo-Bäume in Cork sind bereits außer Betrieb. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung sagte mir, dass sie bereits zum zweiten Mal in dieser Woche ,neu kalibriert&#8216; werden mussten.&#8220;</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Beispiel Cork:</strong> Das ist die zweitgrößte Stadt Irlands; die &#8222;City Trees&#8220;, die<strong> </strong><em>&#8222;Roboter-Bäume&#8220;</em> genannt werden, sind laut den lokalen Medien <strong>stark umstritten</strong>. Das Newsportal <a href="https://www.siliconrepublic.com/innovation/cork-city-council-robot-trees-air-pollution" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Silicon Republic&#8220;</a> schrieb: <em>&#8222;A costly and ineffectual gimmick&#8220; </em>– zu deutsch: <strong>Eine kostspielige und unwirksame Spielerei.</strong></p>
<p><em>&#8222;Geldverschwendung oder ein wichtiger Beitrag zu sauberer Luft?&#8220; </em>fragte die landesweite <strong>Tageszeitung</strong> <a href="https://www.irishexaminer.com/news/munster/arid-40356815.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Irish Examiner&#8220;</a>. Zitiert wurde <strong>Dr. John Wenger</strong>, Chemie-Professor am <strong>University College Cork</strong>, der sich auf Atmosphärenchemie, Luftqualität und Klimawandel spezialisiert hat. Er sagte: <em>&#8222;Dafür 350.000 Euro zu bezahlen, ist wirklich eine ziemliche Geldverschwendung. Ich denke, das Geld hätte sinnvoller für andere Möglichkeiten zur Verringerung der Luftverschmutzung ausgegeben werden können.&#8220;</em></p>
<p>Vor einigen Tagen erschien das Thema erneut in der Zeitung: Die<strong> Stadtverwaltung von Cork</strong> hatte versprochen, die <strong>Wirksamkeit</strong> der &#8222;Roboter-Bäume&#8220; <strong>nach einem Jahr</strong> mit Daten zu belegen. Das Jahr ist um, Daten<strong> liegen nicht vo</strong>r. &#8222;<em>Den Stadträten wurde gesagt, dass die Luftqualität ein komplexes Thema sei und dass sie bis zum ersten Quartal des nächsten Jahres warten müssten</em>“, schreibt die Zeitung. Sie erinnert auch daran: Im Mai letzten Jahres habe der <strong>Local Government Audit Service </strong>(Rechnungsprüfungsamt) die Stadtverwaltung für das <strong>Fehlen</strong> einer im Voraus durchgeführten <strong>Kosten-Nutzen-Bewertung </strong>bei den Ausgaben für die Geräte kritisiert.</p>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Zeitung-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Zeitung-1.jpg" alt="20220924 Zeitung 1" class="wp-image-23896" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Zeitung-1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Zeitung-1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot eines Berichts, den das britische Newsportal  &#8222;Lad Bible&#8220; veröffentlichte. Die Überschrift lautet übersetzt: &#8222;Demonstranten zerstören ,CityTrees&#8216;, die in Cork zur Bekämpfung der Luftverschmutzung aufgestellt wurden&#8220;.</figcaption></figure>
</div>
<p>Wie kommt, <strong>so ganz ohne Daten</strong>, Hofheims Stadtverwaltung zu der Behauptung, dass &#8222;City Trees&#8220; im Ausland <em>&#8222;erfolgreich Anwendung&#8220;</em> gefunden hätten? Fakten finden sich dafür nicht, Wunschdenken dürfte die Fake-News formuliert haben.</p>
<p>Eine <strong>Kosten-Nutzen-Analyse</strong> ist übrigens auch hierzulande<strong> nicht bekannt</strong>. Bis heute wurde auch keine Untersuchung vorgelegt, die eine besonders hohe <strong>Schadstoff-Luftbelastung</strong> auf dem Kellereiplatz nachweist. Wie soll dann eines Tages die <strong>Wirksamkeit</strong> – oder das Nicht-Funktionieren – eines &#8222;<strong>City Tree&#8220;-Geräts </strong>nachgewiesen werden?</p>
<p><strong>Und so erhärtet sich der Verdacht:</strong> Die Anschaffung des &#8222;City Tree&#8220; ist auch in Hofheim nur <strong>eine kostspielige und unwirksame Spielerei</strong> einiger <strong>Stadtpolitiker</strong>, für die der <strong>Steuerzahler</strong> aufkommen muss.</p>
<p class="has-text-align-center">* * * * * </p>
<p class="has-small-font-size"><strong>Unser Foto oben</strong> veröffentlichte die Stadtverwaltung: Es zeigt Bürgermeister Christian Vogt, der von Minister Tarek Al Wazir (Grüne) 200.000 Euro aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“  bewilligt bekam</p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading" id="heinrichsweg"><a href="#heinrichsweg">Weg mit den Bäumen: Heinrichsweg wird Rettungsgasse</a></h1>
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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heirnichsweg1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heirnichsweg1.jpg" alt="20220924 Heirnichsweg1" class="wp-image-23806" width="640" height="480" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heirnichsweg1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heirnichsweg1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Warum Bäume gefällt werden mussten, die ein paar Meter vom Heinrichsweg gestanden haben: Das will die Stadtverwaltung auf auf Nachfrage nicht verraten.</figcaption></figure>
</div>
<p>Noch einmal das Thema Bäume, jetzt geht&#8217;s <strong>um echte Bäume</strong>: Am <strong>Heinrichsweg</strong> werden sie gefällt, <strong>reihenweise</strong>. Es sind<strong> gute, dicke, starke Bäume</strong>, sie sind auch völlig <strong>gesund</strong>. Aber angeblich sie stehen im Weg.</p>
<p>Der Hintergrund: Im nächsten Frühjahr muss die <strong>Landstraße L3011</strong> zwischen Hofheim und Lorsbach gesperrt werden, <strong>komplett</strong>, für ein Jahr. Es stehen Bauarbeiten im Bereich der <strong>Klärwerkskurve</strong> an. Eine Vollsperrung über so lange Zeit bringt <strong>viele</strong> <strong>Probleme</strong> mit sich, eines davon: Wenn ein Lorsbacher einen <strong>Herzinfarkt</strong> kriegt, oder wenn im Dorf ein <strong>Feuer</strong> ausbricht –  wie kommen <strong>Rettungsfahrzeuge</strong> möglichst schnell in das kleine Dorf?</p>
<p>Die Lösung: Sie sollen <strong>durch den Wald </strong>fahren, über den <strong>Heinrichsweg</strong>, der in Hofheim an der <strong>Burkartsmühle</strong> beginnt und in Lorsbach an der <strong>Talstraße</strong> endet. Die Landesbehörde &#8222;Hessen Mobil&#8220; wird den Weg <em>&#8222;mit einer hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht versehen, so dass er auch bei schlechtem Wetter besser zu befahren ist&#8220;</em>, teilte Hofheims Stadtverwaltung letztens mit.</p>
<p>Vorher braucht&#8217;s Platz. Deshalb fällen <strong>Forstwirte</strong> zusammen mit <strong>Unternehmen</strong> Bäume, die angeblich <strong>zu dicht </strong>am Weg stehen.&nbsp;Weshalb auch Bäume <strong>umgehauen</strong> werden, die <strong>etliche Meter vom Wegesrand</strong> entfernt stehen, wollte die Stadtverwaltung auf Anfrage nicht beantworten.</p>
<p>Die ganze Aktion <strong>&#8222;Straßenvollsperrung&#8220; </strong>wird damit immer <strong>irrsinniger</strong>. Die Bauarbeiten an der L3011 werden nötig, weil im Bereich der Klärwerkskurve vor Lorsbach eine <strong>Stützmauer</strong> zum <strong>Mühlgraben</strong> neben der Fahrbahn <strong>einsturzgefährdet</strong> ist. Würde der Mühlgraben verrohrt, könnten die Vollsperrung der Straße erheblich verkürzt werden. Das lehnt die Behörde ab:  Naturschutz!</p>
<p>Deshalb werden jetzt <strong>Bäume</strong> <strong>gefällt</strong>.</p>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-3.jpg" alt="20220924 Heinrichsweg 3" class="wp-image-23805" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-3.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-3-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gesunde Bäume, dem Straßenausbau geopfert.</figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-0.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-0.jpg" alt="20220924 Heinrichsweg 0" class="wp-image-23803" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-0.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-0-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Während der Fällarbeiten wird der Heinrichsweg gesperrt.</figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-2.jpg" alt="20220924 Heinrichsweg 2" class="wp-image-23804" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-2-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Bäume sind verschwunden, eine breite Gasse entstand.</figcaption></figure>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading" id="hofheimsgruene"><a href="#hofheimsgruene">Hofheims Grüne drängen an die Tröge der Macht</a></h1>
<p><strong>Hofheims Grüne</strong> haben sich in der Öffentlichkeit etwas <strong>rar</strong> gemacht. Gut, ab und zu versuchen sie mit Anträgen in den politischen Gremien <strong>zu</strong> <strong>punkten</strong>. In der nächsten Sitzung der Stadtverordneten (Mittwoch, <strong>28. September</strong>, ab 18 Uhr, Stadthalle) wollen sie zum Beispiel einen <strong>Trinkwasserbrunnen</strong> für die Innenstadt beantragen. Besonders originell ist das zwar nicht: Sie <strong>recycelten</strong> damit ihren eigenen Antrag aus 2019, der schon damals <strong>aus</strong> <strong>Kostengründen</strong> nicht durchkam. Bereits Anfang dieses Monats hatten auch <strong>CDU</strong> und <strong>SPD</strong> ähnliche Anträge im Ortsbeirat Kernstadt vorgetragen, auch da hieß es: kostet Zehntausende, ist <strong>viel zu teuer</strong>.</p>
<p>Aber man kann&#8217;s ja mal <strong>versuchen</strong> und wird hinterher mit einem <strong>freundlichen Zeitungsbericht </strong>bedacht&#8230;</p>
<p>Aber jetzt! <strong>Jetzt</strong> wollen die Grünen<strong> so richtig</strong> aus der Versenkung <strong>auftauchen</strong>: Sie möchten <strong>einen</strong> <strong>gut</strong> <strong>dotierten</strong> <strong>Posten</strong> haben! Wenn Hofheims <strong>1. Beigeordneter Wolfgang Exner</strong> (CDU) in den Ruhestand geht, soll <strong>Daniel Philipp</strong> den Job kriegen. Das haben die <strong>grünen</strong> <strong>Stadtverordneten</strong> unter sich so <strong>ausgekungelt</strong>, das wurde über die Lokalzeitung lanciert. Jetzt muss der <strong>Ortsverband</strong> noch zustimmen – und eines Tages, nach Exners Abgang, müsste sich dann <strong>die Mehrheit der Stadtverordneten</strong> für Philipp entscheiden.</p>
<p><strong>Drei</strong> <strong>Gedanken</strong> dazu:</p>
<p><strong>1. Gedanke: </strong>Philipp ist <strong>Fraktionschef</strong> der Grünen im Hofheimer Stadtparlament und arbeitet in der <strong>Kreisverwaltung</strong>. Das ist die Behörde, für die gerade ein großer <strong>Erweiterungsbau</strong> errichtet wird, dessen Flachdach <strong>nicht</strong> <strong>für</strong> <strong>Photovoltaik</strong> genutzt wird, sondern als <strong>Luxus-Dachgarten</strong> dienen soll, <strong>mit exklusivem Zutritt</strong> nur für Behörden-Mitarbeiter.</p>
<p>Philipp ist <strong>Klimaschutzmanager</strong> im Landratsamt. Dass sich der Mann <strong>kritisch</strong> zu den <strong>Anti-Photovoltaik-Plänen</strong> der Behörde geäußert hätte, wurde nicht bekannt. Das <strong>Wohl der eigenen Verwaltung</strong> steht für den Mann erkennbar über den<strong> Interessen der Allgemeinheit</strong>.</p>
<p>Was bitte <strong>qualifiziert</strong> ihn denn dann für den Top-Job im Rathaus? Philipp sagt laut Kreisblatt: Als Stadtrat könne er wichtige Inhalte <em>&#8222;zum Wohl von Umwelt und Klimaschutz für alle Hofheimer Bürgerinnen und Bürger erreichen&#8220;.</em></p>
<p>Ein solcher <strong>Spruch</strong> muss, in Anbetracht seines bisherigen (Nicht-)Wirkens, als <strong>billiges Polit-Geklappere</strong> gewertet werden.</p>
<p>Deshalb nochmal: Was spricht eigentlich <strong>für den Mann?</strong></p>
<p><strong>2. Gedanke:</strong> Vermutlich haben die Grünen ja gar <strong>nicht die bestmögliche Besetzung</strong> der Rathaus-Spitze im Sinn. Vermutlich verfolgen sie einen <strong>ganz anderen Plan</strong>: Sie wollen an die <strong>Tröge der Macht</strong>. Dafür müssen sie noch, wie gesagt, die <strong>Mehrheit der Stadtverordnete</strong>n gewinnen. Aber das ist ja vielleicht <strong>machbar</strong>:</p>
<p>Aktuell ist die Situation im Hofheimer Stadtparlament etwas <strong>schwierig</strong>. In der Regierungskoalition hatte sich <strong>die einst machtvolle CDU</strong> zuerst mit <strong>SPD</strong>, <strong>FDP</strong> und <strong>FWG</strong> zusammengetan. Dann wollte die SPD nicht mehr, und seither fehlt <strong>der geschrumpften Koalition</strong> eine Stimme zur Mehrheit.</p>
<p><strong>CDU-Strategen</strong> umtreibt deshalb schon seit längerer Zeit die <strong>Idee</strong>: Wie wär&#8217;s, wenn man sich – wie schon die CDU <strong>im hessischen Landtag</strong> – mit den Grünen <strong>zusammentäte</strong>? Auch wenn man in Sachfragen oftmals <strong>weit auseinander liegt</strong>, ein Deal müsste machbar sein: Die Grünen wollen den Posten des 1. Beigeordneten – <strong>den kriegen sie</strong>. Im Gegenzug müssen sie bei Sachthemen <strong>kuschen</strong>. <strong>Herzensprojekte</strong> <strong>der</strong> <strong>CDU</strong> – etwa mehr Freiraum für Investoren, kein Schutz für Bäume, freie Fahrt für Autos etc. – könnten fortan <strong>gedeihen</strong>.</p>
<p>Und vielleicht kriegt die CDU dann auch noch ihr neues <strong>Lieblingsprojekt</strong> durch, das Hotel an der Elisabethenstraße. Im <strong>Gegenzug</strong> bekämen die Grünen, wenn&#8217;s denn unbedingt sein muss, ihren <strong>Trinkbrunnen</strong>&#8230;</p>
<p><strong>3. Gedanke: </strong>Wäre eine Frau nicht <strong>die bessere Wahl</strong>? Nur Männer an der Spitze der Verwaltung – das müsste ehrbaren Grünen eigentlich<strong> sauer aufstoßen</strong>. Zumal die <strong>Männerwirtschaft</strong> <strong>im</strong> <strong>Rathaus</strong> die Stadt <strong>nicht erkennbar</strong> nach vorn gebracht hat, eher im Gegenteil.</p>
<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>sagte unlängst, seine <strong>CDU</strong> als größte Fraktion werde zur Exner-Nachfolge einen <strong>Personalvorschlag</strong> machen, <em>&#8222;der auch fraktionsübergreifend eine Mehrheit finden wird&#8220;.</em></p>
<p><strong>Vorschlag</strong>, Herr Vogt: Wie wäre es mit einer <strong>Kandidatin</strong>? Auch wenn der ein oder andere Parteifreund meint, es sei <strong>keine</strong> <strong>geeignete</strong>, nicht mal eine <strong>willige</strong> <strong>Frau</strong> in der CDU-Stadtpartei zu finden:</p>
<p>Wie wär&#8217;s mit einer <strong>Frau</strong> <strong>von</strong> <strong>außen</strong>? Die CDU würde gewinnen – und für die Stadt Hofheim wäre eine solche Besetzung bestimmt <strong>eine</strong> <strong>echte</strong> <strong>Bereicherung</strong>!</p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading" id="innenstadt"><a href="#innenstadt">Die gute Nachricht: CDU will saubere Innenstadt </a></h1>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924_innenstadt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924_innenstadt.jpg" alt="20220924 innenstadt" class="wp-image-23738" width="640" height="431" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924_innenstadt.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924_innenstadt-300x202.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hofheims hat ja eine schöne Innenstadt, nur genauer hinschauen sollte man bitte nicht. Im Bild: die Schmuddel-Ecke Hauptstraße/Am Untertor.</figcaption></figure>
</div>
<p>Wir hatten das Thema ja schon <a href="https://hk-newsletter.de/2020/11/22/dirty-hofheim/">des Öfteren</a>, jetzt ist es auch bei den <strong>Parteien</strong> angekommen: <strong>Hofheims</strong> <strong>Innenstadt</strong> wirkt zunehmend <strong>schmuddelig</strong>. Zu viele <strong>Tauben</strong>, <strong>Unkraut</strong> auf <strong>Gehwegen</strong>, <strong>verschmutzte</strong> <strong>Sitzbänke</strong>, <strong>lose</strong> <strong>Pflastersteine</strong>&#8230; Dem <strong>Männer-Trio</strong> an der <strong>Rathausspitze</strong> mag so etwas nicht auffallen, aber <strong>Beate Faust </strong>von der CDU hat jetzt genug: <em>&#8222;Ansehen und Aussehen unserer Innenstadt hat immer zu tun mit Ordnung, Sauberkeit, Möblierung und Blumenschmuck&#8220;</em>, formulierte sie für einen Antrag, den sie im <strong>Ortsbeirat Kernstadt </strong>einbrachte.&nbsp;Und das ist ihre Forderung:</p>
<p>Die Verwaltung soll eine <strong>Bestandsaufnahme</strong> erstellen für die <strong>Hauptstrasse</strong> von Volksbank bis Ende <strong>Fußgängerzone</strong> sowie von der <strong>Wasserrinne</strong> am Alten Bach bis zum <strong>Kellereiplatz</strong>. <em>&#8222;Dem Ortsbeirat ist zeitnah das Ergebnis und ein Vorschlag über die Behebung der Schäden mit Zeitschiene zugänglich zu machen.&#8220;</em></p>
<p>Im Ortsbeirat waren <strong>alle</strong> einverstanden: Antrag <strong>einstimmig</strong> angenommen! Jetzt bleibt abzuwarten, was die <strong>Herren in der Verwaltung</strong> unter <em>&#8222;zeitnah&#8220;</em> verstehen&#8230;</p>
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