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	<title>Osypka Michael &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Osypka Michael &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>7 Hofheim-News: Weinbude, Judokas im Chinon-Center, Strafen für Stadtverordnete&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 10:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Carletta Stefano]]></category>
		<category><![CDATA[Frey Dr. Patrick]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Start in die neue Woche: Heute gibt es für Sie sieben Berichte mit interessanten Hintergrundinformationen aus dem Stadtgeschehen, die sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen – nur im Hofheim/Kriftel-Newsletter.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Zum Start in die neue Woche: Heute gibt es für Sie sieben Berichte mit interessanten Hintergrundinformationen aus dem Stadtgeschehen, die sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen – nur im Hofheim/Kriftel-Newsletter.</strong></p>






<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Top-Thema in Hofheim: die Beerdigung eines Baugebiets</h2>



<p>Nach dem ersten Monat im neuen Jahr haben wir einen schnellen Blick in das<strong> Analysetool dieser Webseite</strong> geworfen. Ein Blogbeitrag wurde <strong>innerhalb von nur wenigen Stunden</strong> tausendfach angeklickt – das zeigt, dass das Thema die Menschen in der Kreisstadt stark interessiert:</p>



<p><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/30/auf-den-gleichen-ist-tot/">Natur darf leben: Mega-Baugebiet „Auf den Gleichen“ ist tot!</a> – der Bericht wurde inzwischen<strong> mehr als 3.600 Mal </strong>aufgerufen und setzte sich damit an die<strong> Spitze der meistgelesenen Berichte</strong> dieses Jahres.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="651" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg" alt="Screenshot 20240204 18 00" class="wp-image-38598" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg 651w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00-244x300.jpg 244w" sizes="(max-width: 651px) 100vw, 651px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot vom Analysetool (zum Vergrößern anklicken): Die Kurve zeigt die Zahl der täglichen Seitenaufrufe, darunter die meistgelesenen Berichte.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Auf Platz 2:</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/28/krankenhaus-hofheim-und-insolvenz/">Geheimpapier empfiehlt: Krankenhaus Hofheim sollte in die Insolvenz gehen</a> (2.800 Aufrufe).</p>



<p><strong>Auf Platz 3: </strong><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Es geht um CDU-Baltruschat: Strafanzeige gegen eine BfH-Stadtverordnete</a> (2.450 Aufrufe).</p>



<p>Insgesamt registrierte das <strong>Analysetool</strong> in diesem Jahr <strong>26.690 Seitenaufrufe</strong>.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Weinbude im Stadtparlament: Magistrat soll handeln!</h2>



<p>Am nächsten Mittwoch tagt die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> zum ersten Mal in diesem Jahr. Echte <strong>Aufreger</strong> sind auf der Tagesordnung nicht zu erkennen. Allenfalls drei Themen klingen <strong>etwas</strong> <strong>prickelnder</strong>: </p>



<p>Das <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220; </strong>wird vermutlich, wie letztens vom <strong>Bauausschluss</strong> empfohlen, endgültig abgelehnt. Bitter für die <strong>Bauunternehmer </strong><a href="http://frank.de" target="_blank" rel="noopener">Frank</a><strong> </strong>und<strong> </strong><a href="https://www.weiss-projekte.com/" target="_blank" rel="noopener">Weiss</a>, die mit ihren Plänen richtig Kasse machen wollten. Aber natürlich <strong>sehr</strong> <strong>gut für Natur und Umwelt</strong>.</p>



<p>Sodann geht&#8217;s um <strong>den umstrittenen Weinstand &#8222;Chalet&#8220;</strong> des Vereinsrings. Es soll aber nicht über die <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Drohmails</a> und die <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Strafanzeige</a> gesprochen werden, mit denen <strong>CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat</strong> als <strong>Vorsitzender des Vereinsrings</strong> versucht, die <strong>BfH-Stadtverordnete Tanja Lindenthal </strong>mundtot zu machen.</p>



<p>Thema ist diesmal: Der Magistrat will demnächst die <strong>Wasserleitungen</strong> <strong>zur</strong> <strong>Weinbude</strong> unter die Erde verlegen –<strong> für teures Geld</strong> aus der Stadtkasse, obwohl der Weinstand auch für <strong>Privatgeschäfte</strong> genutzt wird. Die <strong>Grünen</strong> haben dazu einen Antrag eingereicht: <em>&#8222;Bevor hier Strukturen dauerhaft installiert werden&#8220;</em>, soll der <strong>Magistrat</strong> prüfen, <strong>ob es für die Holzhütte nicht einen geeigneteren Standort gebe.</strong></p>



<p>Da soll wohl der <strong>Hund die Wurst bewachen</strong>! Im Magistrat sitzt schließlich <strong>Wulf</strong> <strong>Baltruschat</strong>. Ob der CDU-Mann auch seinen <strong>Magistratskollegen</strong> mit Konsequenzen droht, wenn sie <strong>nicht</strong> <strong>so</strong> <strong>spuren</strong>, wie er es <strong>verlangt</strong>?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg" alt="Chalet 202312" class="wp-image-37113" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hofheimer Blickfang: Das Türmchen mit der Holzhütte, die sich &#8222;Chalet&#8220; nennt.</figcaption></figure>
</div>


<p>Schließlich fordern die<strong> Bürger für Hofheim</strong> (BfH) eine Prüfung, wie man die Ortsteile besser<strong> mit dem öffentlichen Nahverkehr </strong>(ÖPNV) vernetzen könnte. Sie nennen Beispiele: Von <strong>Wildsachsen</strong> zum <strong>Diedenbergener</strong> <strong>Sportplatz</strong> brauche man mit dem Auto <strong>10 Minuten</strong>, mit dem ÖPNV <strong>über eine Stunde</strong>. Oder: Von <strong>Lorsbach</strong> zum <strong>Marxheimer Bürgerhaus</strong> dauert&#8217;s mit dem Auto <strong>14 Minuten</strong>,  mit Bus und Bahn <strong>drei Mal so lange</strong>.</p>



<p>Bei derart langen Fahrzeiten werde der ÖPNV nicht als attraktiv empfunden, schreibt die BfH, und schlägt den <strong>Einsatz einen &#8222;Ortsteil-Rundbusses&#8220;</strong> vor.</p>



<p><strong>Die Sitzung des Stadtparlaments beginnt am Mittwoch, 7. Februar, um 18 Uhr in der Stadthalle.</strong> Wer Hofheims <strong>Lokalpolitiker &#8222;in action&#8220; </strong>erleben möchten, darf <strong>zuhören</strong> (nicht mitreden).</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bücherei: Langzeit-Schließung nach Kurzzeit-Überflutung</h2>



<p>Vor etlichen Wochen hatte die <strong>Linke Barbara Grassel</strong> im Rathaus nachgefragt, was es mit dem <strong>Wasserschaden in der Bücherei </strong>auf sich habe. Die Antwort klang wie<strong> </strong><em>&#8222;alles halb so schlimm&#8220;</em>: Von<em> &#8222;temporärer Überlastung&#8220; </em>bei einem <strong>Starkregen am 17. August</strong> war die Rede, von<em> &#8222;kurzzeitiger Überflutung&#8220; </em>im System der Lüftungs- und Klimaanlage&#8230;</p>



<p>Die <strong>Kurzzeit-Überflutung</strong> führt nun zu einer <strong>Langzeit-Schließung</strong>: Fast 14 Tage bleibt die Bücherei dicht! Eine <strong>Gipskarton-Abkofferung der Lüftungs- und Klimaanlage</strong> habe Schaden genommen, und auch <strong>Teile des Bodenbelags im Untergeschoss </strong>seien beschädigt, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Folge: Die Bücherei muss <strong>vom 9. bis 21. Februar geschlossen</strong> bleiben. Also anderthalb Wochen lang!</p>



<p>Danach, heißt es im Rathaus, sollte ein solcher Schaden <strong>nicht wieder vorkommen</strong>: <em>&#8222;Durch zusätzliche sanitäre Sicherungsmaßnahmen wurde zwischenzeitlich sichergestellt, dass zukünftige Starkregensituationen hier keinen Schaden verursachen können.</em>”</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Teure Miete I: Judo-Club will ins Chinon-Center</h2>



<p>Früher war hier ein<strong> China-Restaurant</strong>, dann ein <strong>Corona-Testcenter</strong> – seitdem herrscht <strong>Leerstand</strong>: Die Geschäftsräume im <strong>Obergeschoss des Chinon-Centers</strong> wurden vor genau zwei Jahren <strong>als teuerste Gewerbeimmobilie</strong> angeboten. Jetzt scheint ein ernsthafter Interessent gefunden: Der <strong>Judoclub Hofheim</strong> will einziehen. Das allerdings sorgt für einigen Trouble.</p>



<p>Kurze Rückblende: Im <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/05/restaurant-fuer-8850-euro-zu-vermieten/">Januar 2021</a> wurde das Objekt – 440 Quadratmeter – für <strong>6.600 Euro</strong> angeboten (15 Euro/Quadratmeter). Dazu Nebenkosten in Höhe von <strong>1.980 Euro</strong>. Das war wohl etwas zu happig: Kein Mieter fand sich.</p>



<p>Im letzten Jahr lag der Preis bei nur noch <strong>10,90 Euro pro Quadratmeter</strong>, gleichzeitig wurden die Nebenkosten auf <strong>2.775 Euro</strong> erhöht: Macht eine <strong>Warmmiete von&nbsp;7.555 Euro</strong> –&nbsp;immerhin <strong>1000 Euro weniger</strong>&nbsp;als zwei Jahre zuvor.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="361" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402.jpg" alt="Chinon Center 202402" class="wp-image-38652" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Obergeschoss des Chinon-Centers möchte der Judo-Club einziehen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Derzeit werden neben <strong>4.800 Euro Miete</strong> nur noch <strong>1.390 Euro für Nebenkosten</strong> aufgerufen. Und jetzt gibt&#8217;s wohl auch einen Interessenten:</p>



<p>Der <a href="https://www.jc-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">1. Judo-Club Hofheim 1977 e.V.</a> möchte im Chinon-Center sein <strong>Traningscenter</strong> – auch Dojo genannt – einrichten: Zwei <strong>Mattenflächen</strong> (150 und 80 Quadratmeter), dazu <strong>Umkleidekabinen</strong>, <strong>Duschen</strong>, ein Büro als <strong>Geschäftsstelle</strong> – für alles wäre Platz. <strong>Ernst Golla</strong>, der Vereinvorsitzende, schreibt in einem Brief an seine <strong>rund 280 Mitglieder</strong>:<em> &#8222;Geplant ist, dass wir nach erfolgreicher Umsetzung unser Vereinsangebot erweitern und Elemente wie Yoga, Rückenschule und Fitness etablieren. Zudem sehen wir die Möglichkeit, Kooperationen mit Kindergärten und Schulen aufzubauen, um Kurse anzubieten.&#8220;</em></p>



<p>Hört sich toll an, hat nur <strong>einen kleinen Haken</strong>: Die hohen Kosten hätten zur Folge, dass die Mitgliedsbeiträge teilweise <strong>mehr als verdoppelt</strong> werden müssten. Kinder sollen künftig <strong>29 Euro</strong> (heute: 15 Euro) zahlen, Schüler <strong>34 Euro</strong> (15 Euro), Erwachsene <strong>39 Euro</strong> (20 Euro)&#8230;</p>



<p>Solche <strong>Preissteigerungen</strong> beunruhigen einige Eltern. Eine Familie schrieb an den Hofheim/Kriftel-Newsletter: <em>&#8222;Der Traum vom eigenen Vereinsraum ist verständlich, aber die Trainingsmöglichkeiten aktuell in der Heiligenstockschule sind auch sehr gut und modern.&#8220;</em> Ein Vater meldete sich: So <strong>toll</strong> die Lage und so <strong>großzügig</strong> die Räumlichkeiten auch seien –  <em>&#8222;hoffentlich verhebt sich der Verein nicht!&#8220;</em></p>



<p>Noch ist die Entscheidung nicht gefallen: Derzeit werden die <strong>Umbaukosten</strong> ermittelt, der Kreis muss die <strong>Nutzungsänderung</strong> <strong>der</strong> <strong>Gewerberäume</strong> genehmigen, und dann dürfte es sicher noch ein paar Monate dauern, bis aller fertig ist. Für den<strong> 6. März</strong> wurde eine <strong>Jahreshauptversammlung</strong> <strong>des Judo-Clubs </strong>angesetzt: Dann soll über das weitere Vorgehen <strong>entschieden</strong> werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:0px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Teure Miete II: Altstadt-Ladenlokal sucht Pächter</h2>



<p><strong>1-A-Lage </strong>direkt in der Fußgängerzone. <strong>Top-Terrasse</strong> am Rande der Hauptstrasse: So lockt das Feinkost-Geschäft und Cafe <strong>&#8222;Ciao Bella&#8220;</strong> in Hofheims Altstadt – nein, nicht neue Kunden, sondern einen <strong>potentiellen Pächter</strong>. Wird aber nicht billig!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="410" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640.jpg" alt="Bella Ciao 202405 640" class="wp-image-38657" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640-300x192.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mitten in der Altstadt: Für die Eisdiele und das Feinkostengeschäft wird ein neuer Pächter gesucht.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Dawud Tawakoli </strong>hatte den Laden vor knapp einem Jahr von <strong>Stefano Carletta</strong> übernommen: Der eröffnete<strong> Ende letzten Jahres</strong> ein paar hundert Meter weiter im ehemaligen &#8222;Sugar Mum&#8220;-Laden eine Filiale seiner Bad Homburger <strong>„Drogheria“</strong>, wo er<strong> italienische Spezialitäten </strong>anbietet.</p>



<p>Tawakoli hat jetzt Anzeigen im Internet veröffentlicht, sucht einen Pächter für das <strong>&#8222;Ciao Bella&#8220;</strong>: Er preist den Laden als <em>&#8222;sehr gut laufenden Betrieb&#8220;</em> an, mit einem<em> &#8222;einzigartigen erfolgreichen Konzept&#8220; </em>und<em> &#8222;eine Gelateria mit Eis-Labor inkl. alle Produktionsgeräte&#8220;</em>. Und noch ein Goodie: Ein <em>&#8222;brandneues Markisen-System&#8220;</em> ermögliche<strong> einen ganzjährigen Betrieb</strong> am Straßenrand.</p>



<p>Das hat seinen <strong>Preis in Hofheim</strong>: Für das <strong>255 Quadratmeter</strong> große Objekt, davon 175 Quadratmeter Laden- und Gastraum, plus ein<strong> 2-Zimmer-Studio</strong> (<em>&#8222;voll modernisiert&#8220;</em>) verlangt er <strong>4.600 Euro</strong>. Dazu kommen <strong>Nebenkosten von 680 Euro</strong>. Drei Monatsmieten werden als <strong>Kaution</strong> fällig, und eine <strong>&#8222;faire Abstandszahlung&#8220;</strong> fürs Inventar sollte bitte auch gezahlt werden.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">15.000 Euro für 85.000 Internet-Besuche</h2>



<p>Wissen, das die Welt nicht braucht, das aber auch nicht schadet: <strong>15.000 Euro</strong> zahlt die Stadt jährlich für <strong>17 öffentliche Wlan-Router</strong> im Stadtgebiet, teilte <strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>(CDU) im Haupt- und Finanzausschuss mit. <strong>85.683 Internet-Anmeldungen </strong>wurden im letzten Jahr registriert, das sind <strong>235 pro Tag</strong>.</p>



<p><strong>Die drei bestgenutzten Stationen:</strong> <strong>Kellereiplatz</strong> (17.541 Anmeldungen), <strong>Stadtbücherei</strong> (11.868) und <strong>Rathaus</strong> (11.781).</p>



<p><strong>Schlusslichter</strong>: <strong>Wildsachsenhalle</strong> (1.646), <strong>Bücherei Wallau </strong>(905) und <strong>Jagdhaus Langenhain</strong> (792).&nbsp;</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Stadtverordneter verlangt Bestrafung von Stadtverordneten</h2>



<p><strong>Über das Benehmen unserer Stadtverordnete</strong>n gab&#8217;s zuletzt<strong> nicht allzu viel Gutes</strong> zu berichten. Heftige <strong>Streitereien</strong> bis hin zu üblen <strong>Beschimpfungen</strong>, wichtigtuerische <strong>Auftritte</strong> – alles dabei. <strong>Nicht alle</strong> machten mit, das sei ausdrücklich betont<strong>, einige wenige </strong>trieben&#8217;s dafür umso doller.</p>



<p>Zuletzt konnte selbst die <strong>Lokalzeitung</strong> nicht länger wegschauen und titelte: <em>&#8222;Grenzwertige Streitkultur in der Stadtpolitik&#8220;</em>.&nbsp;</p>



<p><strong>Kultur?</strong> Na ja&#8230;</p>



<p><strong>Andreas Nickel</strong>, als <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/">flammenwerfender Mail-Schreiber</a> auffällig geworden, verschickte Anfang des Jahres nochmals eine <strong>Rund</strong>-Mail an ausgesuchte Lokalpolitiker. &#8222;<em>Dem Kollektiv der Mandatsträger-/innen wurde ein nachhaltiger Ansehensschaden zugefügt”,</em> befand der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler (FWG). Der Mann, <strong>Polizist</strong> von Beruf, will die <strong>Schuldigen</strong> angeblich auch <strong>ermittelt</strong> haben:<em> &#8222;Verantwortlich zeichnen natürlich in erster Linie die Berichterstattenden und Kommentierenden im Internet sowie im Social-Media-Bereich.&#8220;</em></p>



<p>Eine <strong>Mitschuld</strong> sieht Nickel – nein, <strong>nicht bei sich</strong>, natürlich nicht!, sondern bei <em>&#8222;Personen aus unserem Kreis</em>”. Diese Stadtverordneten hätten sich nicht <em>&#8222;an Absprachen zur Wahrung gewisser fairer Umgangsformen&#8220; </em>gehalten.</p>



<p>So darf es <strong>nicht</strong> <strong>weitergehen</strong>! Nickel fordert eine <strong>Sondersitzung des Ältestenrats</strong>, wofür er angeblich <em>&#8222;Zuspruch aus den Reihen der Oppositionsfraktionen&#8220;</em> erhalten habe. Außerdem verlangt der FWG-Mann eine <strong>Überprüfung der</strong> <strong>Geschäftsordnung</strong>: Stadtverordnete müssten <strong>bestraft</strong> werden können!</p>



<p><strong>Eine</strong> <strong>Maßregelung unbotmäßig erscheinender Stadtverordneten </strong>– das ist mal <strong>eine Idee</strong>! Was genau stellt sich Nickel da vor? Eine <strong>Geldstrafe?</strong> Oder – analog zum <strong>Strafenkatalog im Vereinsring</strong> – Ausschluss der ganzen Fraktion <strong>aus der erlauchten Runde der Lokalpolitiker?</strong></p>



<p><strong>Ein konkretes Strafmaß</strong> will Nickel nicht nennen. Nur so viel: <em>&#8222;Bestimmtes Fehlverhalten&#8220; </em>sei<em> &#8222;wirksam zu unterbinden und zu ahnden&#8220;.</em> </p>



<p>Die <strong>Zukunft des Stadtparlaments</strong> haben wir uns dann eher trist vorzustellen: Die einen wagen nichts mehr zu sagen, weil sie von <strong>Polizist Baltruschat</strong> <strong>Drohschreiben</strong> bekommen. Die anderen schweigen, weil <strong>Polizist Nickel</strong> ihnen bei mangelndem Wohlverhalten mit <strong>Bestrafung</strong> droht&#8230;</p>



<p><strong>Willkommen</strong> in der Lokalpolitik der <strong>Kreisstadt Hofheim am Taunus!</strong> </p>



<p><strong>Die ersten Ausschusssitzungen</strong> im neuen Jahr haben übrigens stattgefunden. Gerne wollen wir <strong>lobend</strong> erwähnen, dass sich alle überraschend<strong> friedlich-freundlich</strong> gaben. <strong>Daniel Philipp von den Grünen</strong> absolvierte seine ersten Auftritte als neuer<strong> 1. Beigeordneter</strong>, und wir waren <strong>Zeugen:</strong></p>



<p>Es geht auch <strong>ohne Rüpeleien der Rathaus-Spitze</strong>!&nbsp; Das krawallige Getöse, mit denen <strong>Philipps Vorgänger</strong> regelmäßig ausgesuchte Stadtverordnete anfiel, blieb (bisher) aus.</p>



<p><strong>Und niemand hat&#8217;s vermisst!</strong></p>



<p>Nur <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) </strong>versuchte einmal kurz, <strong>Gift zu verspritzen:</strong> Er ging Philipp <strong>barsch</strong> an, weil der einen <strong>März-Termin</strong> noch nicht publik gemacht habe.</p>



<p>Philipp konterte <strong>ruhig-gelassen</strong>: Gemach, gemach! Er sei ja noch nicht <strong>einmal einen Monat im Amt.</strong></p>



<p><strong>Und Ruhe war.</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
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		<title>Geheimpapier empfiehlt: Krankenhaus Hofheim sollte in die Insolvenz gehen</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/01/28/krankenhaus-hofheim-und-insolvenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 14:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frey Dr. Patrick]]></category>
		<category><![CDATA[Osypka Michael]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Krankenhaus Hofheim spitzt sich die Lage dramatisch zu. Aus Unterlagen, die unter Verschluss gehalten werden, geht hervor: Es wird ernsthaft darüber nachgedacht, ob und wie man das Krankenhaus in die Insolvenz schicken könnte. Und das ist noch nicht die ganze Wahrheit: In den vertraulichen Papieren ist von einem größeren Personalabbau im Pflegebereich(!) und von drohenden Ausgaben in Millionenhöhe die Rede. An diesem Montag sollen darüber zwei Gremien des Kreistags beraten. Zu befürchten ist: Interessierte  Zuhörer werden ausgeschlossen – die Öffentlichkeit soll vom wahren Zustand der Kliniken vorerst nichts erfahren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Im Krankenhaus Hofheim spitzt sich die Lage dramatisch zu. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, scheinen die Verantwortlichen zu denken. Aus Unterlagen, die noch unter Verschluss gehalten werden, geht hervor: Es wird ernsthaft darüber nachgedacht, ob und wie man das Krankenhaus in die Insolvenz schicken könnte. Und das ist noch nicht die ganze Wahrheit: In den vertraulichen Papieren finden sich weitere Hiobsnachrichten – darunter zu einem größeren Personalabbau im Pflegebereich(!) und zu neuen drohenden Ausgaben in Millionenhöhe. An diesem Montag wollen zwei Gremien des Kreistags darüber beraten. Zu befürchten ist: Interessierte Zuhörer werden ausgeschlossen – die Öffentlichkeit soll vom wahren Zustand der Kliniken nichts erfahren.</strong></p>
</p>
<p>Das &#8222;<strong>Restrukturierungskonzept&#8220; </strong>für die Varisano-Kliniken, zeitweilig wohltönend &#8222;<a href="https://www.varisano.de/klinikum-frankfurt-hoechst/ueber-uns/aktuelles-news/meldung/zukunftskonzept-fuer-varisano-zu-ende-november-angekuendigt" target="_blank" rel="noopener">Zukunftskonzept</a>&#8220; genannt, wurde Ende letzten Jahres vorgelegt. Das war schon <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/01/krankenhaus-hofheim/">ein echter Schock</a> für viele Hofheimer: Die <strong>Zentrale Notaufnahme</strong> in ihrem Krankenhaus soll <strong>geschlossen</strong> werden! Was bleibt dann noch?</p>
</p>
<p>Die Kreisstadt soll nur ein <strong>Krankenhaus für Geriatrie und Psychiatrie</strong> behalten. <strong>Der Leidensweg</strong> aber ist damit noch nicht zu Ende.</p>
</p>
<p>Der <strong>Klinikverbund</strong> <strong>Varisano</strong>, zu dem die Krankenhäuser in <strong>Hofheim</strong> und<strong> Bad Soden</strong> sowie <strong>Frankfurt-Höchst</strong> gehören, ist bekanntlich tief in die Miesen gerutscht. Der Main-Taunus-Kreis gewährte für dieses Jahr einen Zuschuss von <strong>16 Millionen Euro</strong>. Weitere <strong>6 Millionen Euro</strong> werden in Bad Soden für <strong>Instandhaltungsmaßnahmen</strong> benötigt.</p>
</p>
<p><strong>Scheibchenweise</strong> geht&#8217;s weiter, jetzt folgt <strong>der nächste Schlag</strong>, und er tut <strong>richtig</strong> <strong>weh</strong>: Von <strong>Insolvenz</strong> ist die Rede, von <strong>Abbau von Pflegekräften</strong>, von neuen <strong>Millionen-Löchern</strong>&#8230;</p>
</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Mit dem Neubau stärken wir die Main-Taunus-Kliniken insgesamt. (…) Die Bürger erhalten hier beste medizinische Versorgung wohnortnah und alles aus einer Hand.</p>
<p><cite>MTK-Landrat Michael Cyriax 2012</cite></p>
</blockquote>
</p>
<p>Zu entnehmen ist dieses <strong>Schreckensszenario</strong> einem <em>&#8222;Finanzierungskonzept 2024/25&#8220;</em>, das von<strong> Finanz-Fachleuten der KPMG</strong> erarbeitet wurde. Die weltweit agierende <strong>Wirtschaftsprüfungsgesellschaft</strong> verknüpfte das Papier mit <strong>Maßnahmen zur strikten Geheimhaltung</strong>:&nbsp;</p>
</p>
<p>Einblick in das <strong>92-seitige Papier</strong> durften bisher nur <strong>ausgewählte Kreispolitiker</strong> nehmen. Vorab mussten sie <strong>eine dreiseitige Verpflichtung zur Verschwiegenheit</strong>&nbsp;abgeben: Einen sogenannten <strong>&#8222;Release Letter&#8220;</strong> sollten sie ausdrucken, unterzeichnen, wieder einscannen und schließlich per Mail und auch per Post an KPMG schicken. Dann bekamen sie ein <strong>Exemplar des Konzepts</strong> übermittelt, <strong>personalisiert</strong>, wie sich das nennt, also Seite für Seite gekennzeichnet. Und technisch so eingerichtet, dass Texte<strong> nicht kopiert </strong>werden können.</p>
</p>
<p>Während die <strong>Koalition aus CDU, Grünen und FDP</strong> im MTK-Parlament gewöhnlich folgsam <strong>abnickt</strong>, was ihnen<strong> Landrat Michael Cyriax (CDU) </strong>und seine <strong>Gesundheitsdezernentin Madlen Overdick (Grüne)</strong> vorlegen, gibt sich die <strong>Opposition</strong> beim Krankenhaus-Thema nahezu biestrig-störrisch:</p>
</p>
<p>Vor allem<strong> SPD und Linke </strong>verlangen immer wieder mehr <strong>Offenheit</strong> <span style="text-decoration: underline;">vor</span> allen Entscheidungen: <strong>Kreispolitiker</strong>, die über <strong>Millionen </strong>befinden sollen, müssten <span style="text-decoration: underline;">vorab</span> <strong>umfassend informiert </strong>werden. Das klingt vernünftig, wird aber so wohl nicht praktiziert. Auch diesmal ist es nur der <strong>Beharrlichkeit der Opposition</strong> zu verdanken, dass das Finanzierungskonzept <strong>überhaupt freigegeben </strong>wurde.</p>
</p>
<p>Aber, wie gesagt: nur für <strong>ausgewählte Kreispolitiker</strong>. Und nur mit<strong> höchster Geheimhaltungsstufe!</strong></p>
</p>
<p>Die beiden <strong>Oppositionsparteien</strong> haben daraufhin einen <strong>Fragenkatalog</strong> erarbeitet, mit dem sie das komplexe Thema aufhellen wollen. <strong>Antworten</strong> erwarten sie an diesem Montag: Dann kommen <strong>zwei Kreistags-Ausschüsse</strong> zu einer <strong>Sondersitzung</strong> im Landratsamt zusammen.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Patientenzahl droht nach Konzern-Umbau einzubrechen</h2>
</p>
<p>Schon der <strong>Fragenkatalog</strong> macht erkennbar, wie <strong>brisant</strong> einige Punkte im <strong>Finanzierungskonzept</strong> sind (was wiederum erklärt, warum es <strong>CDU, Grüne und FDP</strong> so lange wie möglich <strong>vor der Öffentlichkeit</strong> <strong>versteckt halten </strong>wollen). Es geht in dem Papier nicht nur <strong>um bedrohliche Zukunfts-Szenarien</strong>, sondern es lassen sich zugleich<strong> teure Fehler der Vergangenheit</strong> erkennen.</p>
</p>
<p>So hat KPMG in den Varisano-Büchern offenbar <strong>massive Rückstände bei Abrechnungen</strong> in Höhe von fast <strong>zwei Millionen Euro </strong>entdeckt. Die Oppositionspolitiker stellen dazu eine Frage, die <strong>nach Antwort geradezu schreit</strong>: <em>&#8222;Wie kann in Zeiten knapper Kassen dermaßen lax mit zustehenden Einnahmen umgegangen werden?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Ein anderes Beispiel:<strong> Fördermittel des Landes</strong>, die für <strong>Investitionen</strong> verwendet werden sollten, sollen <strong>zweckwidrig</strong> zur Sicherung der <strong>Liquidität</strong> verwendet worden sein. KPMG, so schreiben<strong> SPD und Linke</strong> in ihrem Fragenkatalog, <strong>warne</strong> vor Haftungsrisiken der Geschäftsführung. Naheliegende Frage: <em>&#8222;Hat der Aufsichtsrat diese zweckwidrige Nutzung unterstützt?&#8220;</em> Und auch: Was sagt die <strong>Geschäftsführung</strong> dazu?</p>
</p>
<p>Was rollt da noch alles auf den <strong>Krankenhaus-Konzern </strong>zu?</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg" alt="Krankenhaus" class="wp-image-34538" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Krankenhaus in Hofheim: Der in auffallenden Grüntönen gehaltene Neubau ist noch keine zehn Jahre alt. </figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Aufklärung verlangt die <strong>Opposition</strong> auch zu folgendem Thema: KPMG prognostiziert, dass <strong>die</strong> <strong>Zahl der Patienten</strong> massiv – um bis zu 35 Prozent – <strong>einbrechen</strong> werde, wenn <strong>der Umbau der Kliniken</strong> wie angekündigt stattfindet. Wie soll, diese Frage drängt sich nachgerade auf, <strong>eine finanzielle Stabilisierung</strong> der Kliniken gelingen, wenn die Einnahmen derart <strong>einbrechen?</strong></p>
</p>
<p>Ein anderes heißes Thema, das <strong>weitreichende Folgen</strong> haben könnte: Mit dem Vorlegen ihres &#8222;Restrukturierungskonzept&#8220; hatte die Geschäftsführung den <strong>Abbau von 336 Stellen</strong> bis 2028 angekündigt. Ausdrücklich ausgenommen seien<strong> pflegerische Berufe</strong>, wie <strong>Varisano-Geschäftsführer Michael Osypka</strong> öffentlich versicherte.</p>
</p>
<p>Im KPMG-Gutachten ist dagegen jetzt zu lesen: In<strong> Hofheim und Bad Soden</strong> sollten <strong>54 Stellen abgebaut</strong> werden – <strong>im Pflegebereich!</strong> Da darf man sicher schon mal freundlich nachfragen, wie&#8217;s die Oppositionspolitiker tun: <em>&#8222;Wie erklärt sich dieser Widerspruch?&#8220;</em></p>
</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Der Neubau zeigt deutlich: Wir setzen weiter auf eine wohnortnahe medizinische Versorgung.</p>
<p><cite>MTK-Landrat Michael Cyriax 2013</cite></p>
</blockquote>
</p>
<p>Schließlich <strong>das schmerzhafteste Thema,</strong> dass selbst <strong>unter Vollnarkose</strong> nur schwer <strong>erträglich</strong> sein dürfte:</p>
</p>
<p>KPMG schlägt ernsthaft vor, dass <strong>eine sinnvolle Umstrukturierung </strong>von Varisano am besten <strong>durch eine Insolvenz der Main-Taunus-Kliniken</strong> umgesetzt werden könne. Anders ausgedrückt: Man sollte die Kliniken in Hofheim und Bad Soden<strong> </strong>einfach <strong>pleite gehen</strong> lassen. Ist so schwierig nicht: Der <strong>Main-Taunus-Kreis</strong> dreht <strong>den Geldhahn zu</strong> – das war&#8217;s dann mit dem<strong> Krankenhaus in Hofheim.</strong></p>
</p>
<p><strong>Nach einer Pleite</strong>, das wissen die Finanz-Profis, könnte ein <strong>Neuanfang</strong> versucht werden: <strong>Strukturelle Veränderungen </strong>ließen sich einfacher umsetzen, und auch der <strong>Abbau von Personal </strong>könnte <strong>ohne größeren Ärger</strong>, ohne <strong>nervigen Betriebsrat</strong> und nicht zuletzt <strong>recht</strong> <strong>günstig</strong> realisiert werden.&nbsp;</p>
</p>
<p>Die Idee, <strong>die Kliniken &#8222;gegen die Wand zu fahren&#8220;</strong>, meinen die <strong>Berater von KPMG</strong> wohl wirklich <strong>ernst</strong>. An anderer Stelle in ihrem Geheimpapier heißt es: Der <strong>Geschäftsführung</strong> werde empfohlen, sich <strong>insolvenzrechtlich</strong> <strong>beraten</strong> zu lassen. </p>
</p>
<p>Dazu die <strong>Frage der Opposition</strong>, auf die an diesem Montag eine <strong>Antwort</strong> erwartet wird: <em>&#8222;Ist die Geschäftsführung dieser Empfehlung gefolgt?&#8220;</em></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Krankenhaus-Neubau Hofheim: Zuschüsse in Gefahr</h2>
</p>
<p>Schonungslos deckt der <strong>Fragenkatalog von SPD und Linken</strong> auf diese Weise auf, was dem<strong> Krankenhaus Hofheim</strong> droht. Wobei die KPMG-Experten offenbar nicht einmal alle<strong> Schreckens-Szenarien</strong> berücksichtigt haben:</p>
</p>
<p>So sollen <strong>die erfahrungsgemäß teuren Wirtschaftsprüfer</strong> – für ein derartiges Finanzierungskonzept wird schnell ein<strong> mindestens sechsstelliger Betrag</strong> fällig – glattweg übersehen haben, dass dem <strong>Hofheimer Krankenhaus</strong> bei Realisierung der bisher geplanten Maßnahmen <strong>ein Millionen teures Desaster</strong> drohen könnte:</p>
</p>
<p>Der Neubau des Krankenhauses war <strong>im Jahr 2016</strong> fertig gestellt worden, das Land Hessen hatte<strong> 30 Millionen Euro</strong> dazugegeben. Das ist jetzt die spannende Frage: Wenn das Haus künftig nur noch als <strong>Geriatrisches und Psychiatrisches Krankenhaus</strong> genutzt wird – muss dann der Landeszuschuss anteilig <strong>zurückgezahlt</strong> werden? Das wären womöglich<strong> 20 Millionen Euro</strong>!</p>
</p>
<p>Schon merkwürdig, dass die <strong>KPMG-Experten</strong> davon <strong>kein Wort</strong> in ihrem Finanzierungskonzept schreiben – meinen zumindest die <strong>SPD und die Linken</strong>. Und sie fragen: <em>&#8222;Wieso enthält das KPMG-Konzept keine Aussagen zur Rückzahlungspflicht der Landesförderung für den Neubau im Falle der Änderung des Verwendungszweckes vor Ablauf von 25 Jahren?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Bei diesem Thema zeigt sich auch, wie die <strong>Varisano-Geschäftsführung</strong> arbeitet: Obwohl der Konzern-Umbau <strong>seit Monaten in Planung</strong> ist, hatte beim zuständigen <strong>Sozialministerium in Wiesbaden</strong> zumindest bis Anfang dieses Jahres noch kein Mensch nachgefragt, <strong>ob eine Rückzahlung des Millionen-Zuschusses drohe</strong>.</p>
</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Im flächenmäßig kleinsten Kreis, den ich joggend in relativ kurzer Zeit zu Fuß durchqueren kann, ist es möglich, Notfallpatienten innerhalb der vorgegebenen Zeit nach Bad Soden oder Höchst zu bringen.</p>
<p><cite>MTK-Landrat Michael Cyriax 2023</cite></p>
</blockquote>
</p>
<p>So stolpern wir ins neue Jahr. Es gibt viel zu <strong>bereden</strong> und zu <strong>klären</strong> an diesem Montag. Inzwischen haben die Linken noch eine <strong>Extra-Frage</strong> nachgereicht: Sie wollen wissen, <strong>wer</strong> KPMG <strong>beauftragt</strong> hat und <strong>was</strong> die <strong>Beratung und das Finanzkonzept</strong> kosten wird.</p>
</p>
<p>Nicht zuletzt diese Frage weist auf <strong>einen großen Fehler</strong> im <strong>Polit-System des Main-Taunus-Kreises</strong> hin: Kreispolitiker, die <strong>Millionen für die Krankenhäuser</strong> genehmigen und über die <strong>Zukunft des Klinikverbundes</strong> entscheiden sollen, werden vom Landratsamt <strong>nicht umfassend informiert</strong>. Im zweiseitigen <strong>Fragenkatalog von SPD und Linken</strong> ist das gleich der erste Punkt:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Warum haben auch weiterhin nicht alle Kreistagsabgeordneten und Ausschussmitglieder Zugang zum Finanzierungskonzept?</em> <em>Auf welcher Wissensgrundlage sollen Kreistagsabgeordnete eine inhaltliche Beurteilung des Konzepts vornehmen, wenn sie es gar nicht kennen?</em>&#8222;</p>
</p>
<p>Die zwei Kreistagsausschüsse – der Gesundheitsausschuss und der Ausschuss für Eigenbetriebe – treffen sich an diesem <strong>Montag, 29. Januar,</strong> <strong>um 17 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes</strong>. Ob wir Bürger dann <strong>die ganze Wahrheit</strong> von der <strong>Kreisverwaltung</strong> und <strong>Varisano-Geschäftsführung</strong> erfahren werden?</p>
</p>
<p>Ein Kenner der Kreistags-Politik zeigt sich <strong>skeptisch</strong>: <em>&#8222;Damit ist nicht zu rechnen. CDU und Grüne werden vermutlich darauf drängen, das Thema weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu beraten.&#8220;</em>&nbsp;</p>
</p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Stichwort 'Varisano-Kliniken'</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px"></p>
</p>
<p>Die Krankenhäuser in Hofheim und Bad Soden sowie Frankfurt-Höchst gehören dem Main-Taunus-Kreis und der Stadt Frankfurt. 2016 wurde der Gesundheits-Verbund Kliniken Frankfurt-Main-Taunus als gemeinsame Dachgesellschaft gegründet. 2022 wurde für viel Geld das Logo &#8222;Varisano&#8220; eingeführt.</p>
</p>
<p>Nicht zuletzt durch Corona gerieten die Häuser – wie überall in Deutschland – in finanzielle Schieflage. Kreis und Stadt retteten sie mit einem hohen zweistelligen Millionen-Betrag.</p>
</p>
<p>Auffallend ist, dass die operative Leitung im Klinikverbund häufig wechselt: In sieben Jahren wurden sieben Geschäftsführer eingestellt. Zu <strong>Dr. med. Patrick Frey</strong>, der erst seit April 2023 im Amt ist, gesellte sich im September <strong>Michael Osypka</strong>: Der Mann macht wegen anderweitiger Tätigkeiten nur einen Teilzeitjob bei Varisano, was der Klinikverbund anfangs zu verheimlichen versucht hatte (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/10/krankenhaus-vor-pleite/">hier</a>).</p>
</p>
<p>Ende letzten Jahres legten die Geschäftsführer ihr &#8222;Restrukturierungskonzept&#8220; vor. Hofheim verliert demnach die Zentrale Notaufnahme, die Stroke-Unit für Schlaganfallpatienten und die Klinik für Pneumologie (Lungenheilkunde). Es sollen bleiben: die Kliniken für Geriatrie und Psychiatrie, das Weaning-Zentrum zur Entwöhnung von der künstlichen Beatmung und das Therapiezentrum für außerklinische Beatmung. </div></div></p>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2024/01/28/krankenhaus-hofheim-und-insolvenz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beschlossen: Krankenhaus Hofheim macht Notaufnahme und Pneumologie dicht</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/01/krankenhaus-hofheim/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/12/01/krankenhaus-hofheim/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2023 17:44:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cyriax Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Müller Dr. Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Osypka Michael]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=36668</guid>

					<description><![CDATA[Schlimmste Befürchtungen werden wahr: Zwei wichtige Abteilungen des Hofheimer Krankenhauses werden geschlossen – der Kreisstadt verbleiben  nur noch die Geriatrie (Altersmedizin) und die Psychiatrie. Die Geschäftsführung der Varisano-Kliniken präsentierte heute ihr Sparprogramm, das neben einem Umbau der Abteilungen auch Personalabbau im großen Stil vorsieht. Und das sei, hieß es, vermutlich noch nicht das Ende.

UPDATE im Dezember 2024: Kliniken bestätigen Schließung der Notaufnahme zum 31. Dezember 2024.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size:19px"><strong>Jetzt ist es heraus: Das Sparprogramm in den Varisano-Kliniken wird für das Hofheimer Krankenhaus dramatisch! Schlimmste Befürchtungen werden wahr: Zwei wichtige Abteilungen werden komplett geschlossen, außerdem sollen im Konzern über 300 Stellen abgebaut werden. Erste Einzelheiten des Krankenhaus-Umbaus wurden heute vorgestellt, und es ist kein Ende in Sicht: Weitere Einsparmaßnahmen wurden ausdrücklich <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> ausgeschlossen.</strong></p>
<p class="has-text-align-center"><strong>+ + + + </strong></p>
<p style="font-size:19px"><strong><a href="#dezember2024">UPDATE im Dezember 2024:</a> Kliniken bestätigen Schließung der Notaufnahme zum 31. Dezember 2024.</strong></p>
<p class="has-text-align-center">+ + + + </p>
<p>Die <strong>Varisano-Geschäftsführung</strong> und der <strong>Aufsichtsrat</strong> <strong>der</strong> <strong>Kliniken</strong> haben an diesem Freitag das lang erwartete <a href="https://www.varisano.de/aktuelles/news/meldung/varisano-stellt-restrukturierungskonzept-vor" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Restrukturierungskonzept&#8220;</a> vorgestellt. Bekanntlich verursachen die drei Kliniken in <strong>Hofheim</strong>,<strong> Bad Soden</strong> und Frankfurt-Höchst ein <strong>Defizit in Millionenhöhe</strong>, das vom <strong>Main-Taunus-Kreis</strong> und von der <strong>Stadt Frankfurt</strong> ausgeglichen werden muss. So kann&#8217;s angeblich <strong>nicht</strong> <strong>weitergehen</strong>: Jetzt soll <strong>gespart</strong> werden.</p>
<p>Für das <strong>Krankenhaus Hofheim </strong>heißt das konkret:&nbsp;</p>
<p>Die <strong>Zentrale Notaufnahme</strong> wird, wie <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/16/hofheim-chefarzt-notfallambulanz/">befürchtet</a>, <strong>geschlossen</strong>: Patienten mit <strong>akuten medizinischen Problemen</strong> müssen dann künftig weite Wege fahren. In einer Mitteilung der Kliniken heißt es <strong>beschwichtigend</strong>: &#8222;<em>Die qualifizierte Versorgung von Notfallpatienten übernehmen die Notaufnahmen in den wenige Kilometer entfernten Schwesterkrankenhäusern Bad Soden und Frankfurt-Höchst.&#8220; </em>Der angehängte Nachsatz <em>&#8222;&#8230;um auch weiterhin eine gute Notfallversorgung in der Region sicherzustellen&#8220;</em> ist sicher als <strong>Beruhigungspille für besorgte Bürger</strong> zu werten.</p>
<p>Auch die <strong>Klinik für Pneumologie</strong> (Lungenheilkunde) mit dem neuen <strong>Chefarzt Dr. Gerasimos Varelis</strong> – Nachfolger des allseits geschätzten <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/16/hofheim-chefarzt-notfallambulanz/">Dr. Thomas Müller</a> – wird <strong>aus Hofheim abgezogen</strong>: Sie siedelt wie erwartet nach <strong>Höchst</strong> um, wo bereits eine starke <strong>Lungenkrebsabteilung</strong> besteht.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Krankenhaus Hofheim bleibt Geriatrie und Psychiatrie </h2>
<p><strong>Ein erster Schwerpunkt des Hofheimer Krankenhauses</strong> soll künftig auf der <strong>Geriatrie</strong> (Altersmedizin) liegen. Die bisher teilweise auch in<strong> Bad Soden</strong> angesiedelte Geriatrie wird komplett nach Hofheim <strong>umziehen</strong>; eine zweite geriatrische Klinik bleibt in <strong>Höchst</strong>.</p>
<p>Die <strong>Allgemeine Innere Medizin</strong> in Hofheim soll künftig durch die <strong>Geriatrie</strong> mit abgedeckt werden.</p>
<p><strong>Als zweiter Schwerpunkt des Hofheimer Krankenhauses</strong> wird die <strong>Psychiatrie</strong> genannt. Eine  <strong>Vernetzung</strong> mit <strong>Höchst</strong>, wo die psychiatrische Klinik <strong>erhalten</strong> bleibt, soll <strong>intensiviert</strong> werden.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg" alt="Krankenhaus" class="wp-image-34538" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Krankenhaus-Hofheim-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Hofheimer Krankenhaus: Künftig werden hier keine Notfallpatienten mehr behandelt.</figcaption></figure>
</div>
<p>In Hofheim bleiben dürfen zudem das <strong>Weaningzentrum</strong>, wo Patienten von der Beatmungsmaschine entwöhnt werden, das kleine <strong>Therapiezentrum</strong> <strong>für</strong> <strong>außerklinische</strong> <strong>Beatmung</strong> und das <strong>Schlaflabor</strong>.</p>
<p>Eine <strong>Entscheidung</strong> ist noch <strong>offen</strong>, sie sei abhängig von der <strong>Krankenhausreform</strong> <strong>des</strong> <strong>Bundes</strong>, heißt es: In <strong>Hofheim</strong> könnte eine <strong>pflegerische</strong> <strong>Versorgungseinheit mit medizinischer Mitbetreuung</strong> eingerichtet werden. Dort erhalten <strong>Patienten</strong> beispielsweise nach einem stationären Aufenthalt <strong>eine heimatnahe pflegerische Anschlussversorgung</strong>. Oder es werden Patienten versorgt, die <strong>einer klassischen stationären Behandlung </strong>nicht bedürfen, ambulant aber <strong>nicht</strong> <strong>adäquat</strong> <strong>betreut</strong> werden können.</p>
<p>Die weiteren <strong>Umbau-Maßnahmen</strong> betreffen <strong>Höchst</strong> und <strong>Bad</strong> <strong>Soden</strong>: So wird die <strong>interventionelle kardiologische Versorgung</strong> (minimalinvasive Behandlung von Herzerkrankungen) künftig komplett <strong>in</strong> <strong>Höchst</strong> <strong>konzentriert</strong>. In <strong>Bad</strong> <strong>Soden</strong> Angebote verbleibt die <strong>ambulante kardiologische Versorgung</strong>.</p>
<p><strong>Komplexe</strong> <strong>chirurgische</strong> <strong>Eingriffe</strong> wie etwa Operationen der Bauchspeicheldrüse übernimmt künftig das <strong>Klinikum Höchst</strong>. Allgemeinchirurgische Eingriffe sollen&nbsp; weiterhin im <strong>Krankenhaus</strong> <strong>Bad</strong> <strong>Soden</strong> möglich sein.</p>
<p>Zudem soll in <strong>Bad</strong> <strong>Soden</strong> <strong>ein orthopädischer Schwerpunkt </strong>mit eher planbaren Eingriffen entstehen, während man sich in <strong>Höchst</strong> auf die nicht planbare Unfallchirurgie konzentriert.</p>
<p>Am Standort <strong>Bad</strong> <strong>Soden</strong> ist zudem die <strong>Klinik für Augenheilkunde</strong> vorgesehen, dort wird auch die <strong>Urologie</strong> konzentriert.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Klinik-Verbund: Jeder 10. Mitarbeiter muss gehen</h2>
<p>Neben dem Umbau soll auch <strong>Personal</strong> <strong>abgebaut</strong> werden. <em>„Auch wenn dies ein unbequemer Teil der Wahrheit ist: Wir werden in nahezu allen Bereichen die Stellenpläne genauestens überprüfen und hinterfragen müssen“</em>, teilte die Geschäftsführung der Belegschaft mit. Um <strong>wirtschaftlicher</strong> zu werden – im Klartext: <strong>um</strong> <strong>Geld</strong> <strong>zu</strong> <strong>sparen</strong> –, sei ein <strong>Personlabbau</strong> <strong>&#8222;von etwas mehr als 10 Prozent&#8220; </strong>notwendig. Insgesamt sollen <strong>deutlich</strong> <strong>mehr als 300 Mitarbeiter</strong> ihre Jobs verlieren.</p>
<p>Als <strong>Gegenleistung</strong> versprach die Geschäftsführung,&nbsp; künftig den <strong>Großteil der Beschäftigten</strong> nach dem <strong>Tarifvertrag</strong> des öffentlichen Dienstes bzw. des TV-Ärzte/VKA zu bezahlen.</p>
<p><strong>Ein Ende der &#8222;Restrukturierung&#8220;</strong> ist mit all diesen Maßnahmen noch nicht in Sicht: Es werde <strong>weitere Veränderungen</strong> geben, weil die finale Version der <strong>bundesweit geplanten Krankenhausreform</strong> noch ausstehe. Man könne nicht in eine <strong>Kristallkugel</strong> schauen, sagte <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/10/krankenhaus-vor-pleite/">Teilzeit-Geschäftsführer Michael Osypka</a>. Deswegen sei absehbar, <em>&#8222;dass wir mit dem endgültigen Beschluss der Krankenhausreform noch einmal nachjustieren müssen“.</em></p>
<p>Die <strong>Politik</strong> zeigte sich heute bemüht, um <strong>Verständnis für die Maßnahmen</strong> zu werben. So wird <strong>MTK-Landrat Michael Cyriax</strong> zitiert: <em>„Eines ist klar: Die Krankenhauslandschaft in Deutschland und auch bei uns in der Region wird nicht bleiben, wie sie war. Alle Abteilungen müssen sich verändern.“</em></p>
<p class="has-text-align-center"><strong>+ + + + +</strong></p>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-left" id="dezember2024">Dezember 2024: Kliniken bestätigen Schließung der Hofheimer Notaufnahme </h1>
<p style="font-size:17px"><strong>Fast genau ein Jahr nach unserem Bericht informiert Varisano die Öffentlichkeit: <a href="https://www.varisano.de/klinikum-frankfurt-hoechst/ueber-uns/aktuelles-news/meldung/hofheimer-notaufnahme-schliesst-zum-31122024" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Hofheimer Notaufnahme schließt zum 31.12.2024&#8220;</a>. Hier die Mitteilung <strong>vom 13. Dezember 2024</strong> im Wortlaut:</strong></p>
<p>Die varisano Kliniken Frankfurt-Main-Taunus schließen die Notaufnahme am Krankenhaus Hofheim zum 31.12.2024. Diese musste aufgrund von Personalmangel bereits seit längerem immer wieder und zuletzt dauerhaft von der Notfallversorgung abgemeldet werden.</p>
<p>Der Verbund folgt mit der Schließung dem Ende 2023 durch den Aufsichtsrat grundsätzlich verabschiedeten varisano-Medizinkonzept und setzt nun die entsprechenden Maßnahmen um. Das Konzept wurde erarbeitet, um den in finanzielle Schieflage geratenen kommunalen Verbund durch unterschiedliche Maßnahmen perspektivisch wieder auf finanziell stabile Füße zu stellen, und den Anforderungen der zwischenzeitlich auf Bundesebene verabschiedeten Krankenhausreform besser gerecht zu werden. Unterschiedliche Restrukturierungsmaßnahmen des medizinischen Leistungsangebotes der drei varisano-Krankenhausstandorte sind ein wesentlicher Baustein des zukunftsweisenden Konzeptes, das die Steuerzahler entlasten sowie den Erhalt der Kliniken und somit die medizinische Versorgung der Region sichern soll.</p>
<p>Der Betriebsrat sowie die varisano-Mitarbeitenden wurden bereits über den jüngsten Umsetzungsschritt informiert. Die drei verbliebenen Mitarbeitenden der Hofheimer Notaufnahme wechseln im Verbund in einen neuen Aufgabenbereich.</p>
<p>„Wir können nachvollziehen, dass das Thema der Notfallversorgung ein emotionales ist und die Schließung Ängste weckt. Aber die Bürgerinnen und Bürger der Region sind durch die umliegenden Notaufnahmen gut versorgt. Dazu zählen unsere Zentralen Notaufnahmen in Bad Soden und Frankfurt Höchst ebenso wie diejenigen anderer Krankenhäuser, wie zum Beispiel in Wiesbaden“, so Dr. med. Patrick Frey, einer der beiden varisano-Geschäftsführer. „Zusätzliche Versorgungsstabilität bringt die Nachbesetzung der Chefarztposition am varisano-Standort Frankfurt Höchst zum 1. Januar 2025. Mit Dr. Matthias Seidel konnten wir einen erfahrenen Notfallmediziner gewinnen, der seine überzeugenden innovativen Ideen ganz im Sinne der bestmöglichen Patientenversorgung einsetzen wird. Zusammen mit der durch Dr. Ulf Waldmann seit vielen Jahren erfolgreich geleiteten und ständig weiterentwickelten Zentralen Notaufnahme in Bad Soden sind wir für die Notfallversorgung der Region hervorragend aufgestellt.“</p>
<p>Bekannt ist dem Verbund auch, wie schnell die Bevölkerung der Region nach einer Schließung der Hofheimer Notaufnahme belegbar ein anderes Notfallkrankenhaus erreichen könnte. Das Ergebnis: Für 72,4 Prozent der Bürgerinnen und Bürger aus dem Einzugsgebiet beträgt die Fahrtzeit nach Schließung unter 15 Minuten, für 26,7 Prozent zwischen 16 und 20 Minuten und weniger als 1 Prozent müssen für eine Fahrt zwischen 20 und 25 Minuten einplanen. Fahrtzeiten von über 30 Minuten entstünden nicht.</p>
<p>Eine massive Verlängerung der Wartezeiten – insbesondere auch für den wichtigen Rettungsdienst – in den varisano-Notaufnahmen in Bad Soden und Frankfurt Höchst befürchtet die varisano-Geschäftsführung für Notfallpatienten nicht: „Zum einen war das Patientenaufkommen in der Hofheimer Notaufnahme mit durchschnittlich fünf bis sechs Rettungsdienstanfahrten am Tag in den letzten Jahren und Monaten nicht sonderlich hoch. Zum anderen investieren wir viel Energie und Engagement unserer Mitarbeitenden in die stetige Verbesserung der Prozesse und Strukturen in unseren verbleibenden Zentralen Notaufnahmen – auch in der eingespielten Zusammenarbeit mit den Ärztlichen Bereitschaftsdienstzentralen der Kassenärztlichen Vereinigung an beiden Standorten in Bad Soden und Frankfurt-Höchst. Und wie überall in Deutschland gilt auch in unseren Notaufnahmen: Je schwerer der Notfall, desto schneller die Behandlung! Patienten werden nicht nach der Reihenfolge des Eintreffens behandelt, sondern nach dem eingeschätzten Schweregrad ihrer Erkrankung bzw. der Dringlichkeit der Behandlung. Lebensbedrohliche und schwerwiegende Erkrankungen werden zu jeder Tages- und Nachtzeit unverzüglich versorgt“, ergänzt Dr. Frey.</p>
<p>In der Hofheimer Notaufnahme waren seit 2009 bereits nur noch internistische Fälle versorgt worden, da es dort seitdem in der Klinik keinen chirurgischen Fachbereich mehr gab.</p>
<p>Psychiatrische Notfallpatienten werden auch weiterhin in Hofheim behandelt.</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Neuer Varisano-Geschäftsführer: Er macht auch Geschäfte mit Patienten</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/09/17/varisano-patienten-salmanum/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/09/17/varisano-patienten-salmanum/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Sep 2023 14:58:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frey Patrick]]></category>
		<category><![CDATA[Osypka Michael]]></category>
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					<description><![CDATA[Das geschäftliche Treiben des neuen Teilzeit-Geschäftsführers beim Varisano-Klinikverbund wird immer undurchsichtiger: Michael Osypka ist, wie Klinikmitarbeiter herausfanden, nicht nur Geschäftsführer, sondern auch Mitgesellschafter in einem Unternehmen in Flörsheim, das Beatmungs-Patienten betreut. Es sind Patienten, für die in einem Krankenhaus kein Platz ist; ihre Betreuung gilt als äußerst lukratives Geschäft. Drohen Interessenkollisionen mit Varisano?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was geht da an der Spitze des Varisano-Klinikverbunds wirklich ab? Wir hatten berichtet: Der Aufsichtsrat hat kürzlich Michael Osypka als Geschäftsführer eingestellt – es ist die Nr. 7 in 7 Jahren. Der 60-Jährige will nur in Teilzeit arbeiten, weil er noch in anderen Firmen tätig ist. Klinikmitarbeiter sind dem nachgegangen und machten jetzt eine ungeheure Entdeckung: <strong>Osypka ist &#8222;nebenbei&#8220; Mitbesitzer einer Art Klinik, die sich auf Patienten spezialisiert hat, für die Krankenhäuser – auch die Varisano-Kliniken – immer wieder Pflegeplätze suchen.</strong></strong> <strong>Der Verdacht wiegt schwer: Könnten die vielen geschäftlichen Aktivitäten des neuen Klinik-Geschäftsführers zu Interessenkollisionen führen – womöglich zum Nachteil von Varisano? </strong></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Osypka-Michael-Varisano.jpg" alt="Osypka Michael Varisano" class="wp-image-33749" style="width:250px" width="250" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Osypka-Michael-Varisano.jpg 426w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Osypka-Michael-Varisano-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 426px) 100vw, 426px" /><figcaption class="wp-element-caption">Teilzeit-Geschäftsführer Michael Osypka. Bild: Varisano</figcaption></figure>
</div>
<p>Über <strong>Michael Osypka</strong> haben der Hofheim/Kriftel-Newsletter letzte Woche ausführlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/10/krankenhaus-vor-pleite/">berichtet</a>: Der Mann sollte eigentlich helfen, den <strong>krisengeschüttelten Varisano-Konzern</strong> zu retten. Allerdings arbeitet er hier nur <strong>an</strong> <strong>drei Tagen in der Woche</strong> – er hat <strong>zu viele andere Jobs</strong>. Das störte <strong>den Aufsichtsrat</strong> offenbar nicht, als er den Mann einstellte: Als <strong>Osypkas</strong> <strong>Fürsprecher</strong> trat <strong>Dr. Patrick Frey</strong> auf, der im April dieses Jahres als <strong>Geschäftsführer bei Varisano</strong> angefangen hat. Beide Männer <strong>kennen</strong> sich gut, haben einige Jahre <strong>zusammengearbeitet</strong>.</p>
<p><strong>Osypkas Umtriebigkeit</strong> geht, wie Klinikmitarbeiter jetzt herausfanden, deutlich <strong>über angeblich kleinere Geschäftsführerposten</strong> hinaus: Er besitzt &#8222;nebenbei&#8220; ein <strong>Unternehmen</strong>, das <strong>Patienten</strong> <strong>aufnimmt</strong>, die im Krankenhaus<strong> nicht mehr betreut</strong> <strong>werden</strong> können. In dieser Firma ist er <strong>gleichzeitig Gesellschafter</strong> – also Eigentümer – <strong>und</strong> <strong>Geschäftsführer</strong>.</p>
<p>Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Kann der Mann angesichts einer solchen Tätigkeit wirklich noch ohne Einschränkungen <strong>zum Wohl und Nutzen des Klinikverbunds </strong>tätig sein?</p>
<p>Noch halten sich die <strong>Verantwortlichen in der  Politik</strong> zurück. In der Frankfurter Neuen Presse durfte <strong>Frankfurts Klinikdezernent Bastian Bergerhoff</strong> (Grüne) an diesem Wochenende unwidersprochen sagen: Grund für Osypkas Teilzeitjob sei, <em>„dass er aufgrund der kurzfristigen Berufung erst noch andere Projekte zu Ende bringen möchte“</em>.</p>
<p><em> Andere Projekte zu Ende bringen?</em> <strong>Neue Informationen</strong> lassen nur den Schluss zu: Entweder hat Frankfurts Gesundheitsdezernent <strong>keine Ahnung</strong> davon, was Herr Osypka alles treibt – oder er hat gegenüber der Zeitung<strong> nicht die Wahrheit gesagt</strong>.</p>
<p><strong>Schauen wir uns das alles etwas genauer an. </strong></p>
<h2 class="wp-block-heading">Das lukrative Geschäft mit Beatmungs-Patienten</h2>
<p><strong>Zum besseren Verständnis</strong> müssen wir ein klein wenig tiefer <strong>in die komplizierte Medizin-Materie</strong> einsteigen. Keine Sorge, es geht <strong>schnell</strong>:</p>
<p>Der <strong>Varisano-Konzern</strong> betreibt in <strong>Hofheim</strong> ein sogenanntes &#8222;<a href="https://www.varisano.de/krankenhaus-hofheim/pneumologie-innere-medizin/unsere-schwerpunkte/weaning" target="_blank" rel="noopener">Weaningzentrum</a>”. Dort werden Menschen, die beispielsweise wegen einer <strong>Lungenerkrankung</strong> <strong>oder -operation</strong> über einen längeren Zeitraum <strong>beatmet</strong> werden müssen, von den <strong>Beatmungsmaschinen</strong> wieder <strong>entwöhnt</strong>. Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten sowie spezialisierte Pflegekräfte <strong>helfen </strong>den Betroffenen, wieder in ein selbstbestimmtes Leben<strong> ohne Maschine</strong> zu finden.</p>
<p>Nicht immer gelingt die <strong>Entwöhnung</strong> <strong>von der Maschine</strong>. Dann werden die <strong>Patienten</strong> für eine sogenannte <strong>&#8222;außerklinische Beatmung&#8220;</strong> außerhalb des Krankenhauses untergebracht. Das gilt als ein <strong>lukratives</strong> <strong>Geschäftsmodell</strong>:</p>
<p><em>&#8222;Die ambulante Betreuung von Patienten mit invasiver außerklinischer Beatmung ist kostenintensiv, wobei die Kosten je nach Unterbringungsform variieren. Im Mittel fallen pro Jahr und betroffener Person circa 240.000 Euro für die Pflege an&#8220;</em>, heißt es auch in einem Bericht des Fachmagazins <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/213080/Beatmungsentwoehnung-in-Weaning-Zentren-nach-primaerem-Weaning-Versagen#:~:text=Die%20ambulante%20Betreuung%20von%20Patienten,die%20Pflege%20an%20(12)." target="_blank" rel="noopener">&#8222;Ärzteblatt&#8220;</a>.</p>
<p>Die <strong>Investigativ-Redaktion &#8222;correctiv&#8220; </strong>und das<strong> TV-Magazin &#8222;Frontal21&#8220;</strong> haben zu dem Thema einen ausführlichen Report veröffentlicht. Die vielsagende Überschrift lautete <a href="https://correctiv.org/aktuelles/gesundheit/pflege/2021/05/11/das-milliardengeschaeft-mit-beatmungspatienten-intensiv-beatmung-intensivpflege-gesundheit-pflege-pflegedienst/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Stumm und ausgeliefert: Das Milliardengeschäft mit Beatmungspatienten”</a>.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Beatmung-Varisano-20230817.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="328" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Beatmung-Varisano-20230817.jpg" alt="Patienten
" class="wp-image-34444" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Beatmung-Varisano-20230817.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Beatmung-Varisano-20230817-300x123.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Beatmung-Varisano-20230817-768x315.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Hinweisschild am Hofheimer Krankenhaus weist den Weg zum &#8222;Therapiezentrum für außerklinische Beatmung&#8220; (TAB). </figcaption></figure>
</div>
<p>Direkt <strong>neben dem Hofheimer Krankenhaus</strong> unterhält der Varisano-Konzern ein solches <strong>Therapiezentrum für außerklinische Beatmung</strong>, kurz <strong>TAB</strong> genannt: Die <strong>acht Zimmer</strong> sind <strong>AOK-Patienten </strong>vorbehalten. Für alle anderen Betroffenen muss ein Platz gesucht werden. Auf der <a href="https://www.varisano.de/krankenhaus-hofheim/pneumologie-innere-medizin/unsere-schwerpunkte/weaning" target="_blank" rel="noopener">Varisano-Webseite</a> heißt es dazu:</p>
<p><em>&#8222;Mit Unterstützung unserer Sozialberatung organisieren wir die bestmögliche Überleitung von beatmeten Patient:innen in die ambulante Pflege.&#8220;</em></p>
<h2 class="wp-block-heading">Zwei Osypka-Firmen im ehemaligen Krankenhaus</h2>
<p>Und hier kommt <strong>Michael Osypka </strong>&#8222;ins Spiel&#8220;: Der neue <strong>Teilzeit-Geschäftsführe</strong>r des Klinkverbunds Frankfurt/Main-Taunus, der &#8222;nebenbei&#8220; in Flörsheim ein <strong>&#8222;Genusswerk&#8220;</strong> betreibt und als Geschäftsführer bei <strong>zwei Unternehmen in Süddeutschland</strong> arbeitet (<a href="https://www.gesundheitszentrum-spaichingen.de/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> und <a href="https://www.psychiatrische-tagesklinik-saeckingen.de/impressum/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>), will auch im Weaning-Geschäft <strong>mitverdienen</strong>:</p>
<p>Ihm gehört<strong> ein Drittel</strong> einer Firma in <strong>Flörsheim</strong>, die Weaning-Patienten <strong>aufnimmt</strong> und <strong>betreut</strong>. Das Unternehmen nennt sich <a href="https://www.salmanum.de/" target="_blank" rel="noopener">Salmanum GmbH</a>, es wurde <strong>vor einem Jahr</strong> gegründet (AG Wiesbaden, HRB 33486) und beschreibt sich als <em>&#8222;eine Wohngemeinschaft für intensivpflegebedürftige Beatmungspatienten&#8220;</em>.</p>
<p><strong>Salmanum</strong> gibt als Adresse <strong>Hospitalstraße 15 in Flörsheim</strong> an. Das ist der Standort des ehemaligen Flörsheimer <strong>Marienkrankenhauses, </strong>das Osypka als Geschäftsführer im Jahr 2019 <strong>abgewickelt</strong> und <strong>geschlossen</strong> hatte. Er scheint die Räumlichkeiten <strong>sehr zu schätzen</strong>:</p>
<p><strong>Unten in dem Gebäude</strong> plant er, als Geschäftsführer seiner &#8222;<strong>Genusswerk UG (haftungsbeschränkt)&#8220;</strong> ein Café einzurichten.</p>
<p><strong>Im zweiten Stock</strong> arbeitet er als <strong>Geschäftsführer der Salmanum GmbH</strong>: 16 Mitarbeiter sollen hier Beatmungspatienten <strong>im Zwei-Schicht-Betrieb</strong> betreuen.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Miteigentümer in Flörsheim vermittelte Job bei Varisano</h2>
<p><strong>Mit an Bord bei Salmanum</strong> sind neben Osypka <strong>zwei</strong> <strong>weitere</strong> <strong>Gesellschafter</strong>, und wieder treffen wir auf <strong>einen guten Bekannten</strong>:</p>
<p><strong>Dr. Martin Felger</strong> (63) hält mit seiner Firma<a href="https://www.diocare.de/" target="_blank" rel="noopener"> Diocare GmbH</a> (AG Stuttgart, HRB 782821) ein Drittel der Salmanium-Anteile. <strong>Diocare</strong> stellt sich als <em>&#8222;Partner zur Entwicklung eines Gesundheits- und/oder  Pflegezentrums&#8220;</em> vor. Man kennt sich <strong>ziemlich gut</strong>: Dr. Felger ist auch noch Geschäftsführer einer <a href="https://www.diomedes.de/impressum/" target="_blank" rel="noopener">Diomedes GmbH</a>. Das ist ein Unternehmen, das <strong>Kliniken berät</strong> – und von dem <strong>Osypka</strong> Aufträge für seine <strong>Beratertätigkeit</strong> in Kliniken bekommt. So ist er <strong>im Auftrag von Diomedes</strong> derzeit <strong>bei</strong> <strong>Varisano</strong> tätig.</p>
<p>Dr. Felger ist also Osypkas <strong>Auftraggeber</strong> bei Varisano und gleichzeitig sein <strong>Kompagnon</strong> in Flörsheim.</p>
<p>Varisano muss für <strong>Beatmungspatienten</strong> Plätze suchen – Salmanum bietet für <strong>Beatmungspatienten</strong> Plätze an.</p>
<p><strong>Passt doch!</strong></p>
<p><strong>Dritter Salmanum-Eigentümer</strong> ist eine Firma mit dem etwas umständlichen Namen &#8222;<strong>tagesgeldkonto.de UG (haftungsbeschränkt)&#8220;</strong>. Sie hat ihren Sitz in Dreieich und gehört einem gewissen <strong>Christoph Schmitt</strong> (44), der sich auf der Salmanum-Webseite als <em>&#8222;Dipl. Wirtschaftsjurist&#8220;</em> vorstellt. Sein Konterfei findet sich allerdings auch auf der Webseite eines <strong>Autohauses in Neu Isenburg:</strong> Demnach arbeitet der Mann dort als<strong> Kaufmännischer Leiter. </strong></p>
<p>Auf der <strong>Salmanum-Webseite</strong> steht <strong>nichts</strong> von <strong>Tagesgeldkonten</strong> und auch nichts von einem <strong>Autohaus</strong>: Dort heißt es, Schmitt habe <em>&#8222;14 Jahre Erfahrung im Gesundheitswesen&#8220;</em>.&nbsp;</p>
<p><strong>Mit solchen Angaben</strong> wird versucht, den<strong> Eindruck medizinischer Kompetenz</strong> zu erwecken. Zugleich umrahmt das <strong>bunte Gesellschafter-Trio</strong> seine Geschäftstüchtigkeit mit <strong>religiösem Gesäusel:</strong> Die Männer <strong>versprechen</strong>, die <em>&#8222;christliche Tradition des ehemaligen Marienkrankenhauses&#8220;</em> wahren zu wollen. Als ihr <strong>Motto</strong> verkünden sie: <em>&#8222;Christlich, wertschätzend, fürsorgend.&#8220;</em></p>
<p>Kann, wer so <strong>gut und gütig</strong> zu sein vorgibt, denn <strong>ein Sünder</strong> sein?</p>
<p>Jetzt müssen nur <strong>genügend Pflegekräfte</strong> gefunden werden – und natürlich <strong>Patienten</strong>. Dank neuerdings <strong>allerbester Kontakte</strong> in die Kliniken in Hofheim, Bad Soden und Höchst dürfte das <strong>kein Problem</strong> darstellen.</p>
<p><strong>Der Erfolg </strong>sollte Osypka sicher sein.</p>
<p>Vielleicht <strong>nicht bei Varisano</strong> , aber ganz bestimmt<strong> bei Salmanum</strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chaos im Krankenhaus: Pleite droht – und der neue Chef will nur Teilzeit arbeiten</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/09/10/krankenhaus-vor-pleite/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Sep 2023 14:40:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cyriax Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Dreizehnter Dr. Dorothea]]></category>
		<category><![CDATA[Frey Patrick]]></category>
		<category><![CDATA[Kaltenbach Dr. Tobias]]></category>
		<category><![CDATA[Menger Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Osypka Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Schad Stefan]]></category>
		<category><![CDATA[Steinmüller Dr. Thomas]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Klinik-Verbund Frankfurt/Main-Taunus, zu dem auch das Krankenhaus in Hofheim zählt, fährt riesige Verluste ein: Angeblich droht die Pleite, wenn nicht regelmäßig Millionen an Steuergeldern fließen. Jetzt wurde wieder mal ein neuer Geschäftsführer vorgestellt – Nr. 7 in 7 Jahren. Was die Verantwortlichen in Politik und Konzern unter der Decke halten wollten: Der neue Krankenhaus-Chef arbeitet noch in anderen Firmen, ist unweit von Hofheim als Geschäftsführer eines Caféhauses tätig – und will in den Kliniken nur Teilzeit arbeiten. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Den Varisano-Kliniken fehlen Millionen! Schon macht das Wort &#8222;Pleite&#8220; die Runde, über die Schließung von ganzen Abteilungen wird gemunkelt – die Patientenversorgung in Hofheim ist in akuter Gefahr. Kürzlich wurde wieder ein neuer Geschäftsführer eingestellt, der angeblich die Wende bringen soll. Was keiner erfahren sollte und deshalb bei der offiziellen Vorstellung des Mannes verschwiegen wurde: Er will hier nur einen Teilzeitjob machen. Er will nebenbei für andere Unternehmen arbeiten, dazu verkauft er unweit von Hofheim allerlei Leckereien. Report über einen Klinik-Konzern, in dem ziemlich viel Chaos herrscht: Wer ist verantwortlich – und wie soll es nur weitergehen?</strong></p>
<p>Die Situation klingt nicht nur dramatisch, sie ist es auch. &#8222;<a href="https://www.kma-online.de/aktuelles/klinik-news/detail/klinikverbund-varisano-haeuft-verluste-von-160-millionen-euro-an-50246#:~:text=Frankfurt-Main-Taunus%20Klinikverbund%20Varisano,Die%20Gesellschafter%20steuern%20jetzt%20gegen." target="_blank" rel="noopener">Klinikverbund Varisano häuft Verluste von 160 Millionen Euro an</a>”, schrieb &#8222;kma”, ein Fachmagazin für Krankenhaus-Manager. &#8222;<a href="https://www.fr.de/frankfurt/klinik-verbund-droht-die-pleite-buendnis-will-varisano-retten-92486757.html" target="_blank" rel="noopener">Klinik-Verbund droht die Pleite</a>”, schlagzeilte die Frankfurter Rundschau. Und das Kreisblatt titelte: &#8222;<a href="https://www.fnp.de/frankfurt/sorgen-im-hoechster-krankenhaus-dem-klinikverbund-varisano-geht-das-geld-aus-92384690.html" target="_blank" rel="noopener">Dem Klinikverbund Varisano geht das Geld aus</a>”.</p>
<p>Vor zwei Wochen wurde ein neuer <strong>Geschäftsführer</strong> eingestellt. Sein Name: <strong>Michael Osypka</strong>. Gegenüber Behörden gibt er seinen Vornamen auch schon mal mit &#8222;<em>Michael Maria</em>&#8220; an, in diesem Monat wird er <strong>60 Jahre alt</strong>. </p>
<p>In einer <strong>Klinik-Pressemitteilung</strong> zu seinem Amtsantritt wird der Mann <strong>in den höchsten Tönen</strong> gelobt: Er sei <em>&#8222;ein erfahrener Krankenhausmanager&#8220;, &#8222;ein Experte, der das Know-how für die aktuellen Herausforderungen einbringt&#8220;</em>, <em>&#8222;hervorragend in der Krankenhauslandschaft vernetzt&#8220;</em>, <em>&#8222;in der Region verwurzelt&#8220;</em>&#8230;</p>
<p><strong>MTK-Landrat Michael Cyriax</strong> begrüßte den neuen Varisano-Chef mit den Worten: Es sei wichtig, dass der Klinik-Verbund durch die Geschäftsführung <strong>entschlossen</strong> gesteuert werde – das sei auch <strong>ein</strong> <strong>wichtiges Signal</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Beschäftigten</strong>.</p>
<p>In der Pressemitteilung, nachzulesen <a href="https://www.varisano.de/aktuelles/news/meldung/auf-stefan-schad-folgt-michael-osypka-als-interimsgeschaeftsfuehrer" target="_blank" rel="noopener">hier</a>, wurden allerdings <strong>wichtige Informationen</strong> zu Herrn Osypka <strong>unterschlagen</strong>. Erstmals werden sie in diesem Bericht genannt – auch das dürfte <strong>ein wichtiges Signal für die Beschäftigten</strong> sein: So erfahren sie, wie&#8217;s wirklich um <strong>&#8222;ihr&#8220; Krankenhaus</strong> steht – und um ihren <strong>neuen Chef. </strong></p>
<p>Sie müssen jetzt <strong>ganz stark</strong> sein.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Teurer Phantasiename brachte keine Verbesserung</h2>
<p>Um das Ausmaß des <strong>klinischen Katastrophenzustands</strong> zu begreifen, müssen wir etwas ausholen:</p>
<p><strong>3.800 Mitarbeiter</strong> arbeiten in den Kliniken in <strong>Hofheim</strong>, <strong>Bad Soden</strong> und <strong>Frankfurt-Höchst</strong>. Sie gehören dem<strong> Main-Taunus-Kreis</strong> und der <strong>Stadt Frankfurt</strong>.</p>
<p><strong>2016 </strong>wurden sie zu einem Unternehmen namens <strong>&#8222;Kliniken Frankfurt-Main-Taunus GmbH&#8220; </strong>zusammengeschlossen.</p>
<p><strong>2022</strong> gab man sich für viel Geld – <strong>über 220.000 Euro</strong> – den Phantasie-Namen <strong>&#8222;Varisano&#8220;</strong>. Der Öffentlichkeit wurde das <strong>im feinsten Marketing-Sprech</strong> so verkauft: Man wolle <em>&#8222;die Zukunftsperspektiven unserer Einrichtungen im dynamischen Umfeld weiter verbessern“</em>.</p>
<p><strong>Ein Jahr später</strong> wissen wir: So richtig gelungen ist das<strong> nicht.</strong></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="421" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Klinik.jpg" alt="Krankenhaus Hofheim" class="wp-image-33663" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Klinik.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Klinik-300x197.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Portal zum Krankenhaus Hofheim: 220.000 Mark kostete es, die früheren MTK-Kliniken und das Klinikum Höchst in &#8222;Varisano&#8220; umzubenennen.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Der Krankenhaus-Konzern</strong> wäre heute pleite, wenn nicht die öffentliche Hand – also wir <strong>Steuerzahler</strong> – regelmäßig <strong>Millionen</strong> nachschießen würde. Die Gründe für das finanzielle Desaster? <strong>Corona-Folgen</strong>, heißt es. Die bekannten <strong>Steigerungen bei den Personal-, Sach- und Energiekosten</strong>. Dazu <strong>Personalmangel</strong>, weshalb Betten <strong>leer blieben</strong>, weshalb Einnahmen <strong>fehlten</strong>&#8230;</p>
<p><strong>In der freien Wirtschaft</strong> gelten <strong>Fehler des Management</strong> oftmals als mitverantwortlich für eine unternehmerische <strong>Schieflage</strong>. Davon wurde hier bisher nicht geredet, zumindest <strong>nicht öffentlich</strong>.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Beruhigungspillen für die Bevölkerung</h2>
<p>Verantwortlich für die Kliniken im Main-Taunus-Kreis ist der <strong>MTK-Kreistag</strong>, in dem ein Bündnis aus <strong>CDU</strong>, <strong>Grünen</strong> und <strong>FDP</strong> das Sagen hat. In den <strong>Aufsichtsrat der Kliniken</strong>, der die Arbeit der Geschäftsführung <strong>überwachen</strong> sollte, schickte die Kreistags-Koalition statt ausgewiesenem Sachverstand die verbeamtete Behördenleitung: Landrat <a href="https://hk-newsletter.de/tag/cyriax-michael/">Michael Cyriax</a> (CDU) sowie die Kreisbeigeordneten <a href="https://hk-newsletter.de/tag/overdick-madlen/">Madlen Overdick</a> (Grüne) und<strong> </strong><a href="https://hk-newsletter.de/tag/baron-johannes/">Johannes Baron</a> (FDP).</p>
<p>Angesichts immer neuer <strong>Hiobsbotschaften</strong> aus der Finanzabteilung des Krankenhaus-Konzerns wirken die Kreistagspolitiker inzwischen wie <strong>vollnarkotisiert. </strong>Gleichzeitig werden der Bevölkerung <strong>verbale Beruhigungspillen</strong> verabreicht. So schreiben die <strong>MTK-Grünen</strong> auf ihrer <a href="https://gruene-mtk.de/2023/08/01/kreistagskoalition-besonnen-und-verantwortungsbewusst/" target="_blank" rel="noopener">Webseite</a>: Es sei &#8222;<em>auch in der aktuellen Situation oberstes Prinzip, weiter wie bisher besonnen und verantwortungsbewusst die Gesundheitsversorgung der Menschen im Main-Taunus-Kreis zu sichern&#8220;.</em> Das sei <em>&#8222;konstruktiv&#8220;, &#8222;lösungsorientiert&#8220;, &#8222;realistisch&#8220;, &#8222;zukunftsfest&#8220;</em>&#8230; </p>
<p><em>Besonnen &amp; verantwortungsbewusst, konstruktiv</em> <em>&amp; zukunftsfest</em>: Die Realität hat diese Polit-Phrasen längst als <strong>platt und hohl</strong> entlarvt. <strong>Tragfähige Konzepte</strong>, die den finanziellen <strong>Absturz der Kliniken</strong> stoppen und ihre <strong>Zukunft</strong> <strong>sichern</strong> könnten, sind bis heute <strong>nicht</strong> <strong>erkennbar</strong>. Stattdessen fließt weiter <strong>das Geld der Steuerzahler</strong>, als hätten wir im Übermaß davon:</p>
<p>Der MTK-Kreistag genehmigte unlängst <strong>acht Millionen Euro </strong>&#8222;<em>als Verlustausgleich&#8220;</em>.</p>
<p>Bis <strong>Ende 2024</strong>, heißt es, würden den Kliniken rund <strong>90 Millionen Euro</strong> fehlen, knapp die Hälfte davon muss der Main-Taunus-Kreis aufbringen.</p>
<p>Und es geht weiter. Bis <strong>2028</strong> werden Verluste in Höhe von<strong> rund 160 Millionen Euro</strong> erwartet – Stand heute. Ob das wirklich alles ist?</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow" style="font-style:normal;font-weight:500">
<p class="has-luminous-vivid-orange-color has-text-color">Wenn sich bis zur Umsetzung der Reform nichts ändert, besteht die ernsthafte Gefahr, dass zunächst das Krankenhaus in Hofheim, dann das in Bad Soden und dann das in Höchst vom Markt verschwinden.</p>
<p><cite>Georg Schulze von Verdi Hessen in der FNP vom 11. September</cite></p></blockquote>
<p>Die <a href="https://www.fr.de/frankfurt/varisano-klinikverbund-in-schwierigkeiten-92384388.html" target="_blank" rel="noopener">Frankfurter Rundschau</a> berichtete, dass die <strong>Zusammenlegung von</strong> <strong>Stationen</strong> nicht mehr ausgeschlossen werde. Auf den Fluren des Krankenhauses tuscheln sie, der <strong>Notfallambulanz in Hofheim</strong> drohe die <strong>Schließung</strong>, intern werde bereits an Formulierungen gearbeitet, wie man die<strong> unpopuläre Entscheidung </strong>den Menschen in der Kreisstadt vermitteln könne.</p>
<p>Mit der Verkündung der schlechten Nachrichten, heißt es auch, solle auf jeden Fall noch ein bisschen gewartet werden – bis <strong>nach den hessischen Landtagswahlen</strong>, die Anfang Oktober stattfinden.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Opposition will mit Aktionsbündnis die Kliniken retten</h2>
<p>Neuerdings versucht die <strong>Kreistags-Opposition</strong>, Druck zu machen und die Verantwortlichen wachzurütteln: <strong>Gewerkschafter </strong>und <strong>Linke</strong> haben ein &#8222;<a href="https://dielinke-mtk.de/wp-content/uploads/2023/08/Gruendungserklaerung-Buendnis-fuer-eine-sichere-Gesundheitsversorgung-im-MTK-und-Frankfurter-Westen.pdf" target="_blank" rel="noopener">Bündnis für eine sichere Gesundheitsversorgung im Main-Taunus-Kreis und im Frankfurter Westen</a>&#8220; gegründet. Zu den Unterzeichnern gehören auch <strong>Michael Antenbrink</strong>, der Vorsitzende der MTK-SPD, und <strong>Philipp Neuhaus</strong>, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag. Einige <strong>Grüne</strong> und Vertreter des <strong>Marburger Bundes</strong> hätten sich ebenfalls angeschlossen, heißt es.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Landrat-Michael-Cyriax.jpg" alt="Landrat Michael" class="wp-image-33758" style="width:200px;height:225px" width="200" height="225" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Landrat-Michael-Cyriax.jpg 356w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Landrat-Michael-Cyriax-267x300.jpg 267w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption class="wp-element-caption">Landrat Cyriax informierte die Kreistagsabgeordneten sehr spät über die Millionen-Verluste. Foto: MTK</figcaption></figure>
</div>
<p>Der Zusammenschluss soll ein Weckruf sein – und ist zugleich <strong>Protest</strong> gegen das<strong> Vorgehen</strong> von MTK-Landrat <strong>Michael Cyriax</strong>. Der informierte die Kreistagsabgeordneten über den <strong>Notstand der Kliniken </strong>erst, als es unausweichlich war:</p>
<p>Das gewaltige Millionen-Defizit sei bereits <strong>im Mai</strong> dieses Jahres intern bekannt gewesen, wusste die <a href="https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/wie-sich-die-varisano-kliniken-nach-der-rettung-neu-strukturieren-wollen-19141913.html" target="_blank" rel="noopener">FAZ</a>. Der <strong>Aufsichtsrat</strong> sei damals umgehend zu einer <strong>Sondersitzung</strong> zusammengekommen.</p>
<p>Die Millionen-Verluste wurden danach noch wochenlang <strong>unter der Decke</strong> gehalten, wofür es im Rückblick nur eine Erklärung gibt: Im Main-Taunus-Kreis standen <strong>Landratswahlen</strong> an. <strong>CDU-Mann Cyriax</strong> wollte seine Wiederwahl nicht mit <strong>schrecklich schlechten Krankenhaus-Zahlen</strong> gefährden.</p>
<p>Selbst als am 26. Juni der <strong>MTK-Beteiligungsausschuss</strong> tagte, jenes Gremium des Kreistags, das für die Krankenhäuser zuständig ist, wurde über <strong>das Ausmaß des finanziellen Dramas</strong> nicht informiert – obwohl ein <strong>Klinik-Geschäftsführer</strong> anwesend war. Im Protokoll der Sitzung heißt es lediglich: Es sei &#8222;<em>kein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erwarten”</em>, und &#8222;<em>aktuell bestehe ein Liquiditätsbedarf</em>”.</p>
<p><strong>Erst</strong> <strong>im Juli</strong> erfuhren die MTK-Kreistagsabgeordneten <strong>die bittere Wahrheit</strong>: In einer &#8222;Tischvorlage&#8220; wurden ihnen die <strong>Millionen-Verluste</strong> <em>&#8222;kurzfristig untergejubelt&#8220;</em> (ein Kreispolitiker). Es blieb keine Zeit, sich damit auseinanderzusetzen: Die <strong>Millionen</strong> mussten schleunigst <strong>bewilligt</strong> werden. Sonst wären die Kliniken <strong>am Ende</strong> gewesen.</p>
<p>Das Aktionsbündnis hat inzwischen einen <strong>Forderungskatalog</strong> vorgelegt, in dem es unter anderem heißt: Eine <strong>solide</strong> <strong>Bedarfsanalyse</strong> sei dringend vonnöten, um die <em>&#8222;unumgängliche Restrukturierung&#8220;</em> vorantreiben zu können. Gleichzeitig müsse die <strong>Personalnot</strong> endlich beseitigt werden, sonst könnten die <strong>Einnahmen</strong> nicht verbessert werden. Auf jeden Fall müssten <strong>alle drei Kliniken</strong> bestehen bleiben – <em>&#8222;als Teil der Notfallversorgung und öffentlichen Daseinsvorsorge&#8220;</em>. </p>
<p>Vertreter von <strong>SPD, Linken und Die Partei </strong>verlangen zudem in einem gemeinsamen Antrag <strong>Auskunft</strong> darüber, wie es zu der finanziellen <strong>Schieflage</strong> kommen konnte, warum nicht <strong>rechtzeitiger</strong> eingegriffen wurde und welche <strong>Frühwarnmechanismen</strong> nicht funktionierten.</p>
<p>Das alles hört sich <strong>recht vernünftig an.</strong> Von den verantwortlichen Politikern von <strong>CDU/Grünen/FDP</strong> hören wir: nichts. Wenn sie nicht bald <strong>zu Potte kommen</strong>:</p>
<p>Es könnte <strong>ein</strong> <strong>Ende mit Schrecken</strong> geben.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Krankenhaus-Dilemma: 7 Geschäftsführer in 7 Jahren</h2>
<p>Wenn wir uns die <strong>Vorgänge in den Kliniken</strong> etwas genauer anschauen, entdecken wir einen möglichen weiteren Grund für die <strong>desaströse Lage</strong>: In der <strong>Geschäftsführung</strong> herrscht <strong>ein Kommen und Gehen</strong>. Der Verdacht, dass sich das <strong>Elend der Kliniken</strong> auch mit der <strong>Qualität des Managements</strong> erklärt, scheint nicht ganz unbegründet:</p>
<p>In den letzten <strong>sieben Jahren</strong> gab es <strong>sieben Geschäftsführer</strong> in dem Klinik-Konzern. <strong>Nachhaltige Unternehmensführung</strong> sieht anders aus.</p>
<p>2016 kam <strong>Dr. Thomas Steinmüller</strong> (64) und blieb gerade mal einen Monat. An seiner Seite damals: <strong>Dr. Tobias Kaltenbach</strong> (63), der 2018 ging. Dritte im Bunde war <strong>Dr. Dorothea Dreizehnter </strong>(58), die es immerhin bis 2020 aushielt.</p>
<p>2018 wurden mit <strong>Martin Menger</strong> (64) und <strong>Stefan Schad </strong>(41) zwei neue Geschäftsführer eingestellt.</p>
<p>Menger verließ das Unternehmen Anfang dieses Jahres. Für ihn folgte <strong>Patrick Frey</strong> (47).</p>
<p><strong>Mit schlechter Bezahlung</strong> lässt sich die <strong>Fluktuation in der Geschäftsführung</strong> kaum erklären. Menger beispielsweise bekam mehr als <strong>360.000 Euro</strong> im Jahr. Das liegt deutlich über dem <strong>Grundgehalt des Bundeskanzler.</strong> </p>
<p>Kürzlich hat Schad – Jahresgehalt des 41-Jährigen: rund <strong>250.000 Euro</strong> – seine Kündigung eingereicht. Er hat <strong>einen neuen Job</strong> gefunden: Er heuerte bei einem Beratungsunternehmen an. Das wird ihn künftig für teures Geld <strong>an notleidende Kliniken</strong> &#8222;ausleihen&#8220;, die er dann <strong>sanieren</strong> soll.</p>
<p>Nun sollen wohl andere<strong> an ihn glauben</strong>.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Der neue Geschäftsführer hat noch drei weitere Jobs</h2>
<p>Als Nachfolger von Schad – und damit<strong> neuer zweiter Geschäftsführer neben Patrick Frey</strong> – wurde jetzt <strong>Michael Osypka</strong> vorgestellt. Man kennt sich aus früheren Jahren gemeinsamer Arbeit. <strong>Best Buddies</strong> eben.</p>
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<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Osypka-Michael-Varisano.jpg" alt="Osypka Michael Varisano" class="wp-image-33749" style="width:200px" width="200" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Osypka-Michael-Varisano.jpg 426w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Osypka-Michael-Varisano-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 426px) 100vw, 426px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michael Osypka wurde Ende August 2023 Geschäftsführer in Teilzeit im Varisano-Klinikverbund. Foto: Varisano</figcaption></figure>
</div>
<p>Branchenkenner <strong>staunten</strong> über die Wahl des Neuen: Kann der bald 60-jährige Osypka wirklich für eine <strong>Wende</strong> sorgen? Großes Fragezeichen! Dem Mann eile der Ruf voraus, ziemlich <strong>umtriebig</strong> zu sein, sagt ein Krankenhaus-Fachmann, <em>&#8222;der verbreitet gerne viel heiße Luft&#8220;</em>.</p>
<p>Auf der <a href="https://www.varisano.de/aktuelles/news/meldung/auf-stefan-schad-folgt-michael-osypka-als-interimsgeschaeftsfuehrer" target="_blank" rel="noopener">Varisano-Internetseite</a> wird Osypka mit allerlei<strong> Nettigkeiten</strong> vorgestellt: Er sei <strong>verheiratet</strong>, habe <strong>zwei Kinder </strong>und lebe in <strong>Frankfurt</strong>&#8230; Die wichtigste Information aber wird verschwiegen:</p>
<p><strong>Osypka ist noch in drei(!) anderen Firmen als Geschäftsführer tätig.</strong></p>
<p>Seit<strong> Mitte 2021</strong> ist er bei der <strong>Gesundheitszentrum Spaichingen</strong> <strong>GmbH</strong> beschäftigt. Das Unternehmen, <strong>300 Kilometer </strong>von Hofheim entfernt, gehört dem <strong>Landkreis Tuttlingen</strong>. Auf der Webseite wird Osypka mal <a href="https://www.gesundheitszentrum-spaichingen.de/" target="_blank" rel="noopener">Geschäftsführer</a>, mal <a href="https://www.gesundheitszentrum-spaichingen.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener">Bevollmächtigter</a> der Gesellschaft genannt.</p>
<p>Erst vor wenigen Monaten – im Mai dieses Jahres – übernahm er dazu einen Job bei der <strong>HRZ Krankenhaus Verwaltungs GmbH in </strong>Schwetzingen: Auch hier stieg er als Geschäftsführer ein, nachzulesen im <strong>Amtsgericht Mannheim</strong> unter dem Firmen-Code HRB 732475. Osypka zeichnet für eine <a href="https://www.psychiatrische-tagesklinik-saeckingen.de/impressum/" target="_blank" rel="noopener">Psychiatrische Tagesklinik</a> in<strong> Bad Säckingen</strong> zuständig. Die Kleinstadt liegt direkt an der Grenze zur Schweiz, <strong>360 Kilometer</strong> sind&#8217;s bis dahin. </p>
<h2 class="wp-block-heading">Für 100.000 Euro &#8222;Genusswerk&#8220; eingerichtet</h2>
<p>Vor wenigen Jahren war der Mann noch als Geschäftsführer für das<strong> Flörsheimer Marienkrankenhauses</strong> zuständig. Es war ihm kein Erfolg beschieden: Das Haus wurde <strong>geschlossen</strong>.</p>
<p>Flörsheim aber muss es dem <strong>Krankenhaus-&#8222;Sanierer&#8220;</strong> angetan haben: Kurz vor Weihnachten 2021 meldete Osypka eine <strong>Unternehmergesellschaft</strong> beim Handelsregister in Wiesbaden an (HRB 33230), ernannte sich selbst zum <strong>Geschäftsführer</strong> und eröffnete im <strong>Bahnhofsgebäude</strong> des 20.000-Einwohner-Städtchens den Laden &#8222;<strong>Genusswerk</strong>”.</p>
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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Backgenuss-Floersheim-2.jpg" alt="Backgenuss Floersheim 2" class="wp-image-33659" style="width:640px;height:545px" width="640" height="545" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Backgenuss-Floersheim-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Backgenuss-Floersheim-2-300x255.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Caféhaus der &#8222;Genusswerk UG (haftungsbeschränkt)&#8220; in Flörsheim. Als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen: Michael Osypka.</figcaption></figure>
</div>
<p>Es handelt sich um ein <strong>Caféhaus</strong> mit Backwaren, einem überschaubaren Weinangebot und wenigen Lebensmitteln. <strong>100.000 Euro </strong>will Osypka nach eigenen Angaben investiert haben, abends sollte sich der Laden in eine <strong>Wein- und Tapas-Bar </strong>verwandeln. <em>&#8222;Ich werde auch ab und zu hinter der Theke stehen&#8220;</em>, ließ er via Lokalzeitung verbreiten. Denn: <em>&#8222;Gastronomie und Wein waren schon immer mein Faible.&#8220;</em></p>
<p>So richtig gut läuft das &#8222;Genusswerk&#8220; wohl nicht. Vor einiger Zeit kündigte Osypka an, er werde den Bahnhof <strong>trotz seiner hohen Investitionen</strong> wieder räumen. Mit seinem &#8222;Genusswerk&#8220; wolle er in das neue <strong>Gesundheitszentrum</strong> umziehen. Die Location kennt er: Sie befindet sich im <strong>ehemaligen</strong> <strong>Flörsheimer</strong> <strong>Marienkrankenhaus</strong>, das derzeit umgebaut wird.</p>
<p>Gleichzeitig bemüht sich der Mann gerade verstärkt, im <strong>Internet</strong> Kundschaft für seine <strong>Leckereien</strong> zu finden: Er richtete einen <a href="https://www.genusswerk-shop.eu/" target="_blank" rel="noopener">Online-Shop</a> ein, über den er seine <strong>hochpreisigen Lebensmittel</strong> und <strong>alkoholische</strong> <strong>Getränke</strong> zu verkaufen versucht.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Seine Bezahlung will der neue Chef nicht verraten</h2>
<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte dazu <strong>einige Fragen</strong> an die Varisano-Pressestelle geschickt: Wie soll ein <strong>Mann mit so vielen Jobs</strong> es schaffen, einen <strong>schwerkranken Krankenhaus-Konzern</strong> aus der Krise zu führen? </p>
<p>Daraufhin meldete sich <strong>Herr Osypka</strong> persönlich per Telefon. Er räumte ein: Ja, er arbeite nicht in Vollzeit für die Kliniken. Vereinbart seien <strong>nur drei Tage pro Woche</strong>. Er sei auch <strong>nicht festangestellt</strong>, sondern im Auftrag des Beratungsunternehmens <a href="https://www.diomedes.de/" target="_blank" rel="noopener">Diomedes</a> im Einsatz. </p>
<p><strong>Über seine weiteren Jobs</strong> – Osypka nannte sie <em>&#8222;Projekte&#8220;</em>, es soll <strong>noch mehr</strong> geben, er will sie aber <strong>nicht nennen</strong> – habe er den <strong>Aufsichtsrat</strong> informiert. Man könne sicher sein, dass er sich seiner <strong>Verantwortung</strong> bewusst sei und der Gesellschaft <strong>mit seiner ganzen Kraft</strong> zur Verfügung stehen werde: &#8222;<em>Ich bin an sieben Tagen erreichbar, rund um die Uhr.&#8220;</em></p>
<p>Was kostet denn sein <strong>Halbtags-Job</strong> dem Klinik-Verbund? <strong>200.000 Euro? </strong>Oder eher <strong>300.000 Euro</strong> pro Jahr (die Beratungsfirma will schließlich auch <strong>mitverdienen</strong>)? Dazu will er nichts sagen: <em>&#8222;Keine Auskunft&#8220;.</em></p>
<p>Dass er nebenbei in Flörsheim ein <strong>Caféhaus</strong> betreibt, nun, das sei sein <strong>Hobby</strong>, dafür habe er Personal. Seine Aussage, er werde ab und zu hinterm Tresen stehen, solle man nicht ernst nehmen: <em>&#8222;Das habe ich doch nur so zu einem Lokalredakteur gesagt.&#8220;</em></p>
<h2 class="wp-block-heading">Nach den Landtagswahlen wird&#8217;s Veränderungen geben</h2>
<p>Und dieser Mann soll jetzt neben seinen vielen Jobs die <strong>Kraft und die Zeit</strong> aufbringen, einen von <strong>Pleite bedrohten Krankenhaus-Verbund</strong> zu retten?</p>
<p><strong>Harald Schmidt</strong> lebt in Schwalbach, er ist <strong>65 Jahre</strong> alt, war mal <strong>Wirtschaftsprüfer</strong> und <strong>Steuerberater</strong> – jetzt ist er Vorsitzender des <strong>Varisano-Aufsichtsrats</strong>. Auch diese Tätigkeit wird nicht schlecht honoriert: Rund <strong>50.000 Euro</strong> kassiert er pro Jahr.</p>
<p>Von Herrn Schmidt lesen wir diese Worte auf der <strong>Varisano-Webseite</strong>: Der neue Geschäftsführer – gemeint ist <strong>Michael Osypka</strong> – werde <em>&#8222;aktiv gegen die prognostizierten hohen Defizite der kommenden Jahre arbeiten&#8220;.&nbsp;</em></p>
<p>Mit keinem Wort verrät Herr Schmidt, dass<strong> &#8222;sein&#8220; neuer Klinik-Chef</strong> nur einen <strong>Teilzeitjob</strong> macht. Und <em>&#8222;kommende Jahre&#8220;</em>? Das kann so <strong>nicht ganz stimmen</strong>: Osypka bekam erst einmal einen <strong>Ein-Jahres Vertrag</strong>. Ob er danach bleibt? Oder ob dann wieder ein neuer, natürlich wie üblich: erfahrener Krankenhausmanager eingestellt wird, es wäre die <strong>Nr. 8 in 8 Jahren</strong>: Das ist noch offen.</p>
<p>So kann das mit der <strong>Rettung der Kliniken</strong> wohl kaum etwas werden. Derzeit werde angeblich an einem <strong>Restrukturierungsprogramm</strong> gearbeitet, heißt es. Schon wird gestreut, dass es <strong>Veränderungen</strong> geben werde, <strong>unangenehme Veränderungen</strong>, darauf müsse man sich <strong>einstellen</strong>. Aber natürlich erst, wie gesagt, wenn die <strong>Landtagswahlen</strong> <strong>vorbei</strong> sind&#8230;</p>
<p>Angesichts seiner <strong>vielen bezahlten Tätigkeiten</strong> und eines neuen <strong>Teilzeit-Jobs </strong>im Main-Taunus-Kreis bei gleichzeitigem <strong>Genuss-Engagement</strong> in Flörsheim werden die Worte von <strong>Michael Osypka </strong>verständlich, mit denen er sich <strong>zu seinem Amtsantritt</strong> zitieren ließ:</p>
<p>Er wolle, kündigte er an, <strong>seine neue Aufgabe</strong> mit <em>&#8222;Kreativität und Humor&#8220;</em> angehen.</p>
<p><strong>Humor in der Geschäftsführung</strong> – das ist genau das, was die <strong>Varisano-Kliniken</strong> in diesen Zeiten brauchen!</p>
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