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	<title>Ottlik Peter &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Ottlik Peter &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<item>
		<title>Magistrat legt sich fest: Es gibt keinen besseren Standort fürs &#8222;Chalet&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Auftrag des Stadtparlaments sollte der Hofheimer Magistrat prüfen: Welcher Standort eignet sich am besten für den Weinstand  "Chalet", den Wulf Baltruschat angeblich für Vereine im Herzen der Altstadt betreibt? Das Ergebnis der Prüfung will CDU-Bürgermeister Christian Vogt morgen den Stadtverordneten mitteilen. Baltruschat, der für die CDU im Magistrat sitzt, wird's gefallen.

Dazu: Waldleitbild und Flächennutzungsplan – zwei weitere Beispiele, wie der Magistrat die Stadtverordneten umgeht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Das ging ja richtig fix: Im Februar dieses Jahres hatten die Hofheimer Stadtverordneten den Magistrat beauftragt zu prüfen, welcher Standort für das &#8222;Chalet&#8220; <strong>am besten </strong>geeignet ist. Morgen wird Bürgermeister Christian Vogt (CDU) das Ergebnis vorlegen: Der beste Platz für den Weinstand ist – tärä! tärä! – der <span style="text-decoration: underline;">jetzige</span> Standort, also direkt vor den Fachwerkhäusern mit dem historischen Türmchen. Bleibt also alles so, wie&#8217;s ist? </strong></p>



<p>Der <strong>Magistrat der Stadt Hofheim</strong> lässt sich in der Regel viel Zeit, um <strong>Aufträge der Stadtverordneten</strong> umzusetzen. Manchmal dauert es<strong> Jahre</strong>, manchmal tut er es <strong>gar nicht</strong>. Diesmal ging&#8217;s <strong>unerwartet schnell:</strong></p>



<p>Der Auftrag des Stadtparlaments, <strong>alternative Standorte für den Weinausschank des Vereinsrings</strong> zu suchen, wurde innerhalb von vier Monaten ausgeführt. Das Ergebnis dürfte <strong>nicht sonderlich überraschen:</strong></p>



<p><strong>Es soll alles beim Alten bleiben – der Magistrat favorisiert den bisherigen Standort &#8222;Am Untertorplatz vor dem Türmchen&#8220;.</strong></p>



<p>Einem Mann wird&#8217;s gefallen: <strong>Wulf Baltruschat</strong> – er ist <strong>Mitglied des Magistrats</strong> und zugleich <strong>Vorsitzender des Vereinsrings,</strong> der die Holzhütte aufgestellt hat. Es sieht ganz danach aus, als könne der CDU-Mann <strong>sein undurchsichtiges Geschäftsmodell</strong> weiter betreiben wie bisher.</p>



<p>Der <strong>Erlös aus dem Weinverkauf </strong>sollte eigentlich <strong>allen Vereinen der Stadt </strong>zugute kommen – so hieß es immer wieder. Doch wo bleiben <strong>die Einnahmen</strong> – pro Wochenende sollen es<strong> mehrere tausend Euro</strong> sein – eigentlich wirklich? Das weiß die Öffentlichkeit <strong>bis heute</strong> <strong>nicht</strong>. Baltruschat hält die Information<strong> unter Verschluss</strong>, als wäre es <strong>seine Privatsache.</strong></p>



<p>Längst hat sich herumgesprochen, dass<strong> </strong>die Holzhütte <strong>häufig</strong>, vielleicht sogar <strong>überwiegend kommerziell</strong> genutzt wird. <strong>Die benachbarte Gastronomie</strong> ist über die <strong>von der Stadt geförderte Konkurrenz</strong> naturgemäß nicht erfreut, und Mitglieder der<a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener"> Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt</a> bemängeln, dass die Holzhütte <strong>den freien Blick auf die beliebte Türmchenzeile</strong> einschränkt.</p>



<p>Doch Baltruschat bleibt stur und will den Platz nicht räumen. Da trifft es sich gut, dass er, <strong>der ehemalige SPD-Mann</strong>, rechtzeitig <strong>das Parteibuch gewechselt</strong> hat: Heute sitzt er <strong>für die CDU im Magistrat</strong> – und damit in dem Gremium, das einen geeigneten<strong> Standort</strong> <strong>für &#8222;seinen&#8220; Weinstand</strong> finden sollte.</p>



<p>Wie gesagt: Das Ergebnis der Prüfung<strong> </strong>dürfte <strong>niemanden</strong> <strong>wirklich</strong> <strong>überraschen</strong>&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Chalet&#8220;: Denkmalschutz verhindert Alternative</h2>



<p>Das Thema bewegt die <strong>Stadtgesellschaft</strong> seit Ende letzten Jahres: Im Ortsbeirat Kernstadt hatten drei Kommunalpolitiker &#8211; zwei Männer (<strong>Peter Ottlik,</strong> SPD, und <strong>Martin Haindl</strong>, Grüne) und eine Frau (<strong>Tanja Lindenthal</strong>, Bürger für Hofheim) &#8211; <strong>Kritik an der heruntergekommenen</strong> <strong>Holzhütte</strong> geübt. Vorsichtig, nahezu leise merkten sie an, dass der Platz <strong>direkt vor den Fachwerkhäusern mit dem historischen Türmchen</strong> nicht so richtig gut aussehe&#8230;</p>



<p>Baltruschat reagierte <strong>mit unerwarteter Heftigkeit</strong>, allerdings nur <strong>gegen die Frau</strong>: In einer E-Mail <strong>drohte</strong> er, Frau Lindenthal und auch ihren Verein<strong> aus dem Vereinsring auszuschließen</strong>, sollte sie sich noch einmal <strong>negativ über den Chalet-Standort </strong>äußern. Weil Lindenthal nicht einlenkte, sondern die <strong>Drohmail</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">öffentlich</a> machte, erstattete Baltruschat <strong>Strafanzeige gegen sie</strong>: Seitdem muss sich auch die <strong>Amtsanwaltschaft</strong> <strong>in Frankfurt</strong> mit dem Fall befassen (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/25/stadtverordnete-polizist-drohung/">hier</a>).</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg" alt="Chalet Stolperfalle" class="wp-image-43720" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Im Herzen der Altstadt, vor der beliebten Türmchenzeile: die umstrittene Holzhütte von CDU-Magistratsmitglied Wulf Baltruschat.</figcaption></figure>
</div>


<p>Besonders klug war <strong>Baltruschats Vorgehen</strong> freilich nicht: Denn seitdem steht die Frage im Raum, was ihn zu seiner <strong>maßlos</strong> <strong>überzogenen Reaktion </strong>veranlasst haben könnte. Im <strong>Sinne der Hofheimer Vereine</strong> kann es jedenfalls kaum gewesen sein.</p>



<p>Immer wieder wird seither auch <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/11/vereinsring-und-chalet/">die Frage</a> gestellt, wo <strong>all das viele Geld</strong> bleibt, das in der Holzhütte eingenommen wurde und wird. <strong>Bürger für Hofheim, Grüne und Linke</strong> haben im Stadtparlament einen Fragenkatalog vorgelegt und wollten unter anderem wissen, ob die Hütte wirklich ausschließlich der <strong>Vereinsförderung</strong> dient, wie Baltruschat vorgibt – oder ob sie auch <strong>gewerblich</strong> genutzt wird.</p>



<p>Die <strong>Antworten des Magistrats</strong>, über die der Hofheim/Kriftel-Newsletter <a href="https://hk-newsletter.de/2024/04/03/privatgeschaefte-im-chalet/">exklusiv berichtete</a>, sind wenig erhellend. Die Nutzung des städtischen Platzes für den Weinstand sei <strong>vertraglich</strong> geregelt, hieß es:<em> &#8222;Grundlage des Vertrags&#8220;</em> sei <em>&#8222;die Weitergabe an Vereine des Vereinsrings zum Ziele der Vereinsförderung&#8220;</em>. Ob dies<strong> tatsächlich geschehe</strong>, oder ob die Einnahmen <strong>an Privatleute und Gewerbetreibende</strong> gingen: Das sei <em>&#8222;dem Magistrat nicht bekannt&#8220;.</em></p>



<p>Wenn der Magistrat gleich <strong>mehrfach</strong> angibt, er wisse nichts – wörtlich: <em>&#8222;Dazu liegen dem Magistrat keine Erkenntnisse vor&#8220;</em> – klingt das <strong>wenig glaubwürdig</strong>. Immerhin hätte Magistratsmitglied Baltruschat <strong>alle Antworten </strong>geben können. Aber daran scheint der Mann <strong>kein Interesse</strong> zu haben&#8230;</p>



<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Waldleitbild &amp; FNP: So umgeht der Magistrat die Stadtverordneten</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<p><strong>Klarheit und Wahrheit, Offenheit und Transparenz</strong> – das sind Grundpfeiler unserer demokratischen Kultur. Kommunalpolitiker nutzen die Worte gerne: Sie wollen damit signalisieren, dass sie ihr Amt und ihre Aufgaben <strong>verantwortungsvoll</strong> wahrnehmen und <strong>bürgernahe Entscheidungen gewährleisten</strong>.<br><br>In der Realität stellt sich das in Hofheim leider oftmals<strong> anders</strong> dar. <strong>Zwei aktuelle</strong> <strong>Beispiele</strong>:<br><br>Heute tagt der neu gebildete <strong>Forstausschuss</strong> (ab 19 Uhr, Stadthalle). Die Wählergemeinschaft <strong>Bürger für Hofheim </strong>(BfH) hat dazu eine Anfrage eingereicht: Wo bleibt eigentlich <strong>das</strong> <strong>Waldleitbild</strong>?<br><br>Ein Waldleitbild ist eine Art <strong>strategisches Konzept</strong>, in dem die langfristige <strong>Entwicklung</strong> <strong>und</strong> <strong>Bewirtschaftung</strong> eines Waldgebietes festgelegt wird: Es benennt<strong> ökologische, ökonomische und soziale Ziele</strong> der Waldbewirtschaftung. Ein solches Leitbild wird gewöhnlich<strong> in Abstimmung mit allen relevanten Akteuren</strong> erstellt – mit Bürgern, Naturschutzorganisationen, Forstbehörden &#8230;<br><br>In Hofheim hat der Magistrat<strong> </strong>das Waldleitbild <strong>im Alleingang</strong> erstellt – und bisher <strong>unter</strong> <strong>Verschluss</strong> gehalten. Erst jetzt und nur <strong>auf</strong> <strong>BfH-Anfrage</strong> soll es heute im Forstausschuss vorgestellt werden. In dem Papier stehen Sätze wie: <em>&#8222;Wir haben die Verantwortung für Schutz, naturnahe Pflege und umweltgerechte Nutzung des Waldes&#8230;&#8220;</em><br><br>Solche Sätze lassen erkennen, warum das Leitbild bisher nicht veröffentlicht wurde: Wenn es <strong>niemand kennt</strong>, kann auch niemand kritisieren, dass sich <strong>der Magistrat nicht an seine eigenen Vorgaben hält</strong>. Wie neulich <a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/22/stadtwald-foerster-magistrat/">berichtet</a>: Der <strong>Hofheimer Förster </strong>rodet Hecken im Wald – ausgerechnet während der <strong>Brut- und Setzzeit</strong>&#8230;<br><br>Zweiter Fall: Am morgigen Dienstag tagt der <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> (18 Uhr, Stadthalle). Auf der Tagesordnung steht ein etwas sperrig klingendes Thema, das jedoch für die <strong>Zukunft der Stadtentwicklung</strong> weitreichende Bedeutung hat: <br><br><strong>Der</strong> <strong>Flächennutzungsplan</strong> wird derzeit vom <strong>Regionalverband Frankfurt-RheinMain</strong> überarbeitet. Er legt für alle Städte und Gemeinde die <strong>Flächen für Gewerbe und Wohnen</strong> fest. Die Kommunen waren aufgefordert, ihre <strong>Änderungs- und Ergänzungsvorschläge </strong>einzureichen. Üblicherweise wird darüber im Vorfeld in den kommunalen Gremien diskutiert. Nur in Hofheim läuft das anders: <br><br><strong>Vor einem Jahr</strong> hatte das Stadtparlament auf Antrag der Linken<strong> einstimmig</strong> beschlossen: Der Magistrat soll die Stadtverordnetenversammlung <em>&#8222;unverzüglich in den Prozess der Planfortschreibung einbeziehen&#8220;.</em><br><br><strong>Im März </strong>dieses Jahres fragt die <strong>BfH</strong> nach: Wie weit sind eigentlich die Planungen?<br><br><strong>Jetzt steht fest:</strong> Der Magistrat hat Änderungswünsche eingereicht – <strong>unter Umgehung der Stadtverordneten</strong>*.</p>



<p>Am 9. Februar hatte der Regionalverband der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass Änderungswünsche in der Zeit <strong>vom 23. April bis 24. Mai </strong>vorzubringen seien. Danach tagte das <strong>Stadtparlament</strong> noch zweimal, aber der <strong>Magistrat</strong> sagte keinen Mucks. Jetzt ist <strong>die Frist abgelaufen</strong>: Thema durch – die Stadtverordneten können nicht mehr mitreden.</p>



<p><strong>Ein Jahr lang</strong> hatte der Magistrat einen einstimmigen Beschluss der Stadtverordneten<strong> ignoriert</strong>. Dann stellte er wichtige Weichen für die künftige Stadtentwicklung – unter Ausschluss <strong>der</strong> <strong>gewählten Bürgervertreter</strong>.</p>



<p><strong>Keine Klarheit, keine Wahrheit, keine Offenheit und keine Transparenz: </strong>So untergräbt der Magistrat der Stadt Hofheim <strong>wichtige Grundpfeiler unserer demokratischen Kultur</strong>.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>* UPDATE:</strong> Unsere ursprüngliche Formulierung an dieser Stelle (<em>&#8222;Die Planungen wurden abgeschlossen &#8211; unter Umgehung der Stadtverordneten&#8220;</em>) hat der zuständige Erste Stadtrat Daniel Philipp (Grüne) als falsch kritisiert, wir haben sie deshalb geändert. Philipp: <em>&#8222;Eine Beteiligung der Stadtverordnetenversammlungen im Verbandsgebiet ist seitens des Regionalverbandes frühestens für 2025 mit der ersten Offenlage vorgesehen.&#8220;</em></p>



<p>Warum der einstimmige Beschluss des Stadtparlaments vom März 2023 (die Stadtverordneten sind <em>&#8222;unverzüglich in den Prozess der Planfortschreibung&#8220; </em>einzubinden) vom Magistrat bisher ignoriert wurde: Dazu schreibt Philipp nichts. Er hatte als Stadtverordneter der Grünen an dem Beschluss mitgewirkt; seit Anfang 2024 gehört er dem Magistrat an.</p>



</div></div>



<p>An diesem Dienstag (2. Juli) wird sich der <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> erneut mit dem Thema &#8222;Chalet&#8220; befassen (ab 18 Uhr, Stadthalle). Auf <strong>Antrag der Grünen </strong>soll über den Fragenkatalog bzw. die Antworten des Magistrats gesprochen werden. Und dann will <strong>CDU-Bürgermeister Vogt </strong>auch das Ergebnis der Standortprüfung vorstellen: </p>



<p><strong>Sechs Plätze in der Innenstadt </strong>waren als Alternativstandorte nach verschiedenen Kriterien geprüft und verglichen worden: Tivertonplatz, Wasserschlossgraben, Am Untertor (hinter der Bushaltestelle), Am alten Bach, Bornplatz und Ludwig-Meitner-Platz.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche-Uebersicht.pdf"><img decoding="async" width="640" height="453" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche.jpg" alt="Chalet Standortsuche" class="wp-image-43659" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mit einem Klick zum PDF: Auf dieser Übersicht stellt der Magistrat sieben mögliche &#8222;Chalet&#8220;-Standorte mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Er kommt zu einem wenig überraschenden Ergebnis: Die Holzhütte soll auf dem Untertorplatz bleiben – so wie es CDU-Magistratsmitglied Baltruschat fordert.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Der „Ludwig-Meidner-Platz“</strong> lag <em>&#8222;eindeutig vorn&#8220;,</em> heißt es in der Magistratsvorlage. Zentrale Lage, kein Verkehr, mit Wasseranschluss, keine Störung der Anwohner – alles <strong>Pluspunkte</strong>, die Weintrinkern gefallen dürften. Eigentlich <strong>der ideale Platz </strong>für einen Ausschank – weshalb hier regelmäßig ein <strong>Feierabendmarkt</strong> stattfindet.&nbsp;</p>



<p>Doch es gibt offenbar einen Haken: Die <strong>Denkmalschutzbehörde</strong>, so schreibt der Magistrat, habe <strong>Bedenken</strong> geäußert – nein, nicht gegen den <strong>Feierabendmarkt</strong>, sondern gegen einen <strong>Weinstand</strong>.</p>



<p>Deshalb hat der Magistrat den „Ludwig-Meidner-Platz“ <strong>als möglichen &#8222;Chalet&#8220;-Standort</strong> gleich wieder von der Liste gestrichen.</p>



<p>Der <strong>Bornplatz</strong> käme noch in Frage, heißt es weiter. Er war eigentlich als Nummer 2 ausgemacht. Aber hier könnten sich<strong> Anwohner belästigt fühlen</strong>, so der Magistrat. Also auch: Nein.</p>



<p>So kommt <strong>CDU-Bürgermeister Vogt </strong>zu einem Vorschlag ganz im Sinne seines <strong>Parteifreundes</strong>: Der Weinstand soll <strong>bleiben, wo er ist </strong>– mitten auf dem Untertorplatz. <strong>Vor dem historischen Türmchen.</strong></p>



<p>Das letzte Wort haben nun <strong>die Stadtverordneten</strong>. Sie sollen eine Entscheidung treffen. Vielleicht finden sie vorher auch eine Antwort auf diese Frage:</p>



<p>Wenn <strong>der Vertrag der Stadt mit dem Vereinsring</strong> vorsieht, einen <strong>Weinstand</strong> <strong>zur Förderung der Vereine</strong> zu betreiben, und wenn dies nachweislich nicht geschieht – was hat dann die Holzhütte <strong>mitten in der Hofheimer Altstadt</strong> noch zu suchen?<br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Musikschule zieht um&#8220;: Faktencheck entlarvt Vogt-Nachricht als Zeitungsente</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/05/27/musikschule-umzug-faktencheck/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Henninger Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Preusche Norbert]]></category>
		<category><![CDATA[Schulze Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Hofheims Bürgermeister ließ vorige Tage aufhorchen, als er über die Lokalpresse verbreiten ließ: Der Umzug der Musikschule in einen Neubau an der Elisabethenstraße sei ausgemachte Sache. Stimmt das wirklich? Der Faktencheck ergibt: Die Nachricht ist nachweislich falsch – Christian Vogt hat für eine klassische Zeitungsente gesorgt. Was treibt den Mann nur an?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Hofheims Bürgermeister ließ vor einigen Tagen aufhorchen, als er erst in einem Ausschuss und dann noch einmal gegenüber der Lokalzeitung versicherte: Der Umzug der Musikschule in einen Neubau an der Elisabethenstraße sei ausgemachte Sache. Stimmt das wirklich? Der Faktencheck zeigt: Christian Vogt hat für ei<strong>ne klassische Zeitungsente gesorgt – <strong>seine Darstellung ist schlicht falsch</strong>.</strong> Spurensuche:  Was treibt den Mann nur an, die Öffentlichkeit derart zu täuschen?</strong></p>



<p>Beginnen wir ein wenig staatstragend: Journalisten sollen <strong>unabhängig</strong> und <strong>kritisch</strong> berichten, heißt es. Als <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/321342/vierte-gewalt/" target="_blank" rel="noopener">Vierte Gewalt</a> sollen sie die <strong>Entscheidungsträger</strong> <strong>kontrollieren</strong> und die Öffentlichkeit <strong>objektiv</strong> <strong>informieren</strong>.</p>



<p>Soweit die <strong>Theorie</strong>.</p>



<p>Vor einigen Tagen war in der <strong>Lokalzeitung</strong> ganz groß zu lesen: Für <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> sei es eine <em>„ausgemachte Sache“</em>, dass die <strong>Musikschule</strong> in die Elisabethenstraße 3 umzieht. Die Zeitung wörtlich: <em>„Der Bürgermeister erinnert an entsprechende Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung.“</em> Danach soll auf dem gut <strong>1100 Quadratmeter großen Grundstück</strong> <strong>der alten Stadtbücherei</strong> ein Neubau entstehen, in dem laut Vogt die <strong>Musikschule</strong> und das <strong>Hofheimer Bürgerbüro </strong>untergebracht werden,<em> &#8222;eventuell noch Gastronomie und Büroflächen“.</em>&nbsp;</p>



<p><strong>Eine Bürgerbeteiligung</strong> zur Zukunft des Geländes sei zwar noch <strong>nicht abgeschlossen</strong>, schreibt die Zeitung weiter. <em>„Aber nach Vogts Einschätzung bleibt es offensichtlich beim Umzug der Musikschule.“</em></p>



<p>Es las sich wie: Eine Bürgerbeteiligung brauchen wir eigentlich nicht mehr, <strong>es</strong> <strong>ist ja schon alles entschieden.</strong></p>



<p><strong>Der</strong> <strong>Faktencheck</strong> zeigt zweierlei:</p>



<p><strong>Christian Vogt </strong>hat sich mit seinen Aussagen weit <strong>vom Pfad der Wahrheit entfernt.</strong></p>



<p>Und die <strong>Zeitung</strong> muss sich den Vorwurf gefallen lassen, durch <strong>unkritische Berichterstattung</strong> die öffentliche Meinung zu <strong>beeinflussen</strong>: Sie informiert nicht, sondern macht sich <strong>zum Sprachrohr des Bürgermeisters.&nbsp;</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Vogt in 2020: Neubau eines Hotels ist ausgemacht</h2>



<p>In den <strong>Protokollen städtischer Gremien </strong>wie auch in den <strong>Unterlagen der Stadtparteien</strong> finden wir eine Vielzahl von <strong>Beschlüssen</strong> und <strong>Informationen</strong>. Eine Entscheidung, wonach eine <strong>Umzug der Musikschule</strong> eine <em>&#8222;ausgemachte Sache&#8220;</em> ist, finden wir <strong>nicht</strong>.</p>



<p>Gehen wir Schritt für Schritt vor:</p>



<p>Als er <strong>2019</strong> Bürgermeister werden wollte, <strong>favorisierte</strong> Vogt noch einen ganz anderen Plan: <em>„Jetzt gilt es, auf dem alten Standort der Bücherei ein Hotel anzusiedeln“, </em>schrieb er in einer <strong>Wahlkampfbroschüre</strong>.</p>



<p>Es klang, und das war sicher <strong>beabsichtigt</strong>, als sei ein Hotelneubau<strong> längst beschlossene Sache</strong>.</p>



<p>Monate später – <strong>Vogt war gewählt</strong> – berichtete dann auch die <strong>Lokalzeitung</strong> unter Berufung auf den Bürgermeister, der Bau des Hotels gelte als<em> „ausgemacht“</em>.</p>



<p>Nur nebenbei: Heute verwendet die Zeitung die gleiche Formulierung – jetzt ist der <strong>Bau einer neuen Musikschule</strong> für Vogt <em>&#8222;ausgemachte Sache&#8220;.</em></p>



<p><strong>Reaktionen</strong> gab es damals übrigens <strong>keine</strong>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Vogt 2020: Hotel ist ausgemacht</h2>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow" style="font-size:15px">
<p style="font-size:18px">„Was dann aus dem Grundstück am Südrand des Kellereiplatzes wird, wo die Bücherei derzeit ihr Domizil hat, sei, wie Vogt (&#8230;) klarmachte, bereits ausgemacht. ,Ein Hotel&#8216; solle dort gebaut werden.“</p>
<cite><em>– Kreisblatt am 10. Oktober 2020</em></cite></blockquote>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<p><strong>Ende 2021</strong> machte der <a href="https://hk-newsletter.de/2021/11/15/neues-hotel-in-hofheim/">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a> die Vogtschen Hotelpläne <strong>einer breiten Öffentlichkeit bekannt</strong>. Daraufhin schwappte eine <strong>Welle des Protests</strong> durch die Stadt. Vogt lenkte schnell ein:&nbsp;</p>



<p>Im <strong>Mai 2022</strong> kündigte er in einem <a href="https://www.facebook.com/photo/?fbid=10209884312982240&amp;set=a.1412626373442" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Post</a> <strong>ein öffentliches Beteiligungsverfahren</strong> an. Die Bürger sollten über die Zukunft des Geländes <strong>mitentscheiden</strong> dürfen. <em>„Ich wünsche mir für das kommende Beteiligungsverfahren einen fairen, ehrlichen Diskurs für unsere Stadtgesellschaft“</em>, schrieb Vogt.</p>



<p>Im <strong>September 2022</strong> fand <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/10/kellereiplatz-und-hotelplaene/">das erste Bürgerforum</a> in der Stadthalle statt. Das Rathaus teilte anschließend mit: <em>„Aus den Ergebnissen werden nun die Inhalte einer Aufgabenstellung für eine Mehrfachbeauftragung von Planungsbüros abgeleitet. Diese Planungsbüros sollen dann städtebauliche Konzeptionen zur räumlichen Verknüpfung der innerstädtischen Platzräume erarbeiten und klären, welche Funktion das Grundstück Elisabethenstraße 3 dabei übernehmen soll.“</em></p>



<p>Und dann <strong>der entscheidende Satz</strong>: <em>„Wir möchten den Hofheimerinnen und Hofheimern Gelegenheit geben, bei der Gestaltung dieses letzten zu gestaltenden Teilstücks der Randbebauung des Kellereiplatzes ihre Meinung einzubringen.“</em></p>



<p>Das war <strong>ein klares, ja ein starkes Versprechen: </strong>Die Hofheimerinnen und Hofheimer sollten weiterhin <strong>mitreden</strong> können.&nbsp;</p>



<p>Wenig später tagte das <strong>Stadtparlament</strong>. Auch hier wurde ein Beschluss gefasst, der an <strong>Deutlichkeit</strong> nichts zu wünschen übrig lässt:</p>



<p>Der Magistrat solle <em>&#8222;von unabhängiger Stelle&#8220;</em> einen <strong>Kriterienkatalog</strong> erarbeiten lassen, mit dem wiederum Planungsbüros beauftragt werden, erste <strong>Vorschläge</strong> <strong>aus den Ergebnissen des Bürgerforums</strong> zu erstellen. Und dann steht in dem Beschluss auch noch dieser Satz (35 Stadtverordnete stimmten dafür, zwei dagegen, drei enthielten sich):</p>



<p><em>&#8222;Der Kriterienkatalog wird im Rahmen eines weiteren Bürgerforums vorgestellt und zur Diskussion gestellt.&#8220;</em></p>



<p>Im <strong>September 2023</strong> wurde der <strong>Kriterienkatalog</strong> nicht in einem weiteren Bürgerforum, sondern in einer Stadtverordnetenverordnetenversammlung – nein, nicht zur Diskussion gestellt, sondern <strong>lediglich zur Kenntnisnahme</strong> vorgelegt.</p>



<p>In dem <strong>Kriterienkatalog</strong> finden wir einen Satz, der<strong> von zentraler Bedeutung</strong> ist: <em>„Den teilnehmenden Büros ist freigestellt, eine Bebauung in ihren Entwurf zu integrieren, als auch einen rein landschaftsplanerischen Entwurf einzureichen.“</em></p>



<p>Noch einmal, weil&#8217;s wichtig ist: <strong>Ob</strong> <strong>Bebauung oder Landschaftsplanung – alles sollte möglich sein.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Beschluss der Stadtverordneten im Wortlaut</h2>



<p>In städtischen Papieren finden wir einen Satz, den <strong>führende CDUler </strong>damals <strong>wie eine Monstranz vor sich hertrugen</strong>: Es bestehe ein <em>„grundsätzliches Einvernehmen“</em>, dass das Grundstück <strong>verkauft werden <span style="text-decoration: underline;">müsse</span>. </strong>Denn der Erlös werde <strong>dringend benötigt</strong>, um die Ausgaben für die neue Stadtbücherei <strong>refinanzieren</strong> zu können.</p>



<p><strong>Die Rechnung der CDU</strong> war einfach: Je größer<strong> ein Investor</strong> bauen kann, desto mehr zahlt er fürs Grundstück. Deshalb: <strong>Vierstöckig</strong> sollte das Hotel werden, plus ein <strong>Sattelgeschoss</strong> obendrauf. <strong>Viel</strong> <strong>Grün</strong> drumherum, wie von vielen Bürgern gewünscht, gar <strong>einen</strong> <strong>größeren</strong> <strong>Park</strong> – das hätte kein<strong> Geld gebracht</strong>. Das wollte die CDU<strong> absolut nicht.</strong></p>



<p>Doch dann, im <strong>Dezember 2023</strong>, also gerade mal vier Monate später, folgte <strong>die überraschende Wende</strong>:</p>



<p>Im Stadtparlament standen die <strong>Beratungen für den Haushalt 2024/25</strong> an, und <strong>Michael Henninger </strong>trug<strong> für seine CDU </strong>diesen Vorschlag vor:</p>



<p>Das Grundstück solle<strong> nicht mehr verkauft </strong>werden. Die Stadt solle es behalten und selbst bebauen: mit Räumen für die <strong>Musikschule</strong>, dazu <strong>Gastronomie</strong> und <strong>Büros</strong>, und auch das <strong>Bürgerbüro des Rathauses</strong> sollte hier untergebracht werden.</p>



<p>Gegen <strong>mehr Platz für die Musikschule</strong> hat doch keiner etwas einzuwenden, oder? Die Stadtverordneten, gegen Ende des Jahres <strong>auf wohliges Miteinander gepolt</strong>, stimmten <strong>ohne großes Nachdenken </strong>dem CDU-Antrag<strong> </strong>zu.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Elisabethenstrasse-202405.jpg"><img decoding="async" width="640" height="384" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Elisabethenstrasse-202405.jpg" alt="Elisabethenstrasse 202405" class="wp-image-42610" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Elisabethenstrasse-202405.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Elisabethenstrasse-202405-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick vom Chinon-Center auf das Gebäude der alten Stadtbücherei: Hier soll neu gebaut werden, und eigentlich sollte die Bürgerschaft an der Planung beteiligt werden. Jetzt lässt der Bürgermeister wissen: Alles sei &#8222;ausgemacht&#8220;,</figcaption></figure>
</div>


<p>Der Beschluss ist vielleicht etwas <strong>kompliziert</strong> <strong>formuliert</strong>, aber <strong>unmissverständlich</strong>. Er liegt uns im Wortlaut vor. Er lautet:</p>



<p><em>„Der Magistrat wird gebeten, ein Bürgerforum zu organisieren, in welchem insbesondere folgende Aspekte beleuchtet werden sollen:</em></p>



<p><em>Bebauung des Areals „Elisabethenstraße 3a“ mit den Nutzungen Musikschule, Co-Working-Spaces/Büro sowie Bürgerbüro und Gastronomie auf Grundlage der Planung Trojan &amp; Trojan und des gefassten Aufstellungsbeschlusses, der ein Gebäude mit maximal 4.300 qm Bruttogeschossfläche (BGF) ermöglicht, sowie einer Außenfläche von ca. 1.400 qm, die zu einer öffentlichen Parkanlage in der Wegebeziehung von Chinon-Platz und Kellereiplatz im Sinne des Trojan-Plans stehen soll.“</em></p>



<p>Zusammengefasst: Ein <strong>Bürgerforum</strong> soll stattfinden – das ist im ersten Satz<strong> eindeutig festgelegt</strong>.</p>



<p>In diesem Bürgerforum soll <em>„insbesondere“</em> die Nutzung als <strong>Musikschule</strong> <strong>und</strong> <strong>Bürogebäude</strong> <em>„beleuchtet“</em> werden.</p>



<p>Das heißt zugleich: <strong>Alle anderen Nutzungen</strong> sind weiterhin möglich.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Vogt 2024: Musikschule ist ausgemacht</h2>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow" style="font-size:15px">
<p style="font-size:18px">„Für Vogt ist es ausgemachte Sache, dass diese Einrichtung [die Musikschule] an die Stelle der alten Stadtbücherei an den Kellereiplatz zieht.“</p>
<cite>– Kreisblatt am 21. Mai 2024</cite></blockquote>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-default"/>



<p>Heute aber lässt<strong> Christian Vogt</strong> verbreiten, der Umzug der Musikschule sei<em> „ausgemachte Sache“.</em> Und die <strong>Lokalzeitung</strong> schreibt unter Berufung auf Vogt dazu, entsprechende <strong>Beschlüsse des Stadtparlaments</strong> lägen vor.</p>



<p>Es hätte der Zeitung <strong>gut</strong> <strong>angestanden</strong>, die Darstellung des Bürgermeisters <strong>nicht</strong> <strong>unkommentiert</strong> zu verbreiten, sondern <strong>kritisch</strong> zu hinterfragen, um <strong>zu einer objektiven Darstellung</strong> zu kommen.</p>



<p><em>„Das Problem sind nicht die kritischen Journalisten, sondern die netten“,</em> lautet ein bekanntes Zitat des Schweizer Politologen<strong> Gerhard Kocher</strong>.</p>



<p><strong>Das gilt auch für Hofheim.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Renommierter Architekt warnt vor einem Klotz</h2>



<p><strong>Ein</strong> <strong>Detail</strong> in dem Beschluss des Stadtparlaments verdient <strong>besondere Beachtung</strong>: Demnach soll ein Gebäude mit <strong>4.300 Quadratmetern Bruttogeschossfläche</strong> möglich sein. Das bedeutet angesichts der <strong>Grundstücksgröße</strong>: Es könnte <strong>ein viergeschossiges Gebäude</strong> entstehen, vermutlich mit <strong>einem</strong> <strong>Staffelgeschoss</strong> <strong>obendrauf</strong>.</p>



<p>So könnte die CDU am Ende doch noch ihren Plan durchsetzen:<strong> In bester Hofheimer Innenstadtlage</strong> entsteht – <a href="https://hk-newsletter.de/2024/05/06/lorsbach-dorfmitte-riesenklotz/">Lorsbach lässt grüßen</a> – <strong>ein weiterer Klotz</strong>. Die Elisabethenstraße würde endgültig <strong>zur</strong> <strong>Schlucht</strong>.</p>



<p>An dieser Stelle müssen wir an den renommierten Darmstädter <strong>Architekten und Städteplaner Trojan </strong>erinnern, der vor gut 15 Jahren <strong>ein städtebauliches Konzept</strong> für das gesamte Areal entwickelt hatte. Seine Planung findet sich sowohl im <strong>CDU-Antrag</strong> als auch im <strong>Parlamentsbeschluss</strong> von Ende letzten Jahres erwähnt (<em>„auf Grundlage der Planung Trojan &amp; Trojan“</em>).</p>



<p><strong>Verschwiegen</strong> wird, dass die Stadt die ursprüngliche Idee des Architekten<strong> so stark verändert</strong> hat, dass der Mann <strong>nicht</strong> <strong>mehr</strong> <strong>mitmachte</strong>. Er zog sich zurück.</p>



<p>Das war der <strong>Plan von Trojan</strong> gewesen: Gegenüber dem <strong>Rathaus</strong> und dem <strong>Chinonplatz</strong> sollten <strong>L-förmige Wohn- und Bürogebäude</strong> entstehen. Die Häuserfront sollte bis zum Kellereiplatz reichen, dabei <strong>sechs Meter von der Bordsteinkante entfernt</strong> bleiben: Ein langgezogener „Vorgarten“ wäre entstanden, in dem <strong>echte Bäume</strong> hätten gepflanzt werden können.</p>



<p><strong>Für den nördlichen Rand des Kellereiplatzes</strong> sah Trojan viel Grün vor: Hier wollte er <strong>die</strong> <strong>neue</strong> <strong>Stadtbücherei</strong> errichten, umgeben von <strong>einem kleinen Park</strong>.</p>



<p>Was aus der <strong>Vision des Architekten</strong> wurde, ist bekannt: Am nördlichen Rand des Kellereiplatzes wurde die <strong>Stadtbücherei</strong> gebaut – <strong>mit möglichst wenig Grün</strong>. Direkt daneben setzte die HWB <strong>ein riesiges Sparkassengebäude</strong>, dessen Fassade <strong>so nah wie möglich</strong> an die Elisabethenstraße gerückt wurde, so dass dort nur noch <strong>Bäumchen in Blumenkübeln</strong> stehen können.</p>



<p>Das habe, sagte Trojan später mal, <em>„nichts mehr mit dem ursprünglichen Konzept bzw. den Wettbewerbsergebnissen zu tun“</em>.</p>



<p>Als 2022 <strong>das</strong> <strong>erste Bürgerforum</strong> stattfand, meldete sich der Architekt noch einmal zu Wort:</p>



<p>Wenn schon ein <strong>Gebäude auf dem Grundstück der alten Stadtbücherei</strong> errichtet werde, dann dürfe das nur eines<em> „im angemessenen Maßstab“ </em>werden. Dass die <strong>Denkmalschützer</strong> auf dem Grundstück <strong>vier Geschosse plus Staffelgeschoss </strong>zulassen würden, sei städtebaulich nicht nachvollziehbar. <em>„Es ist nicht immer richtig, was die Behörden sagen“,</em> sagte Trojan, und in diesem Fall sei es <em>„einfach falsch“</em>.&nbsp;</p>



<p>Die zuhörenden Bürger <strong>applaudierten</strong> spontan.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stadtspitze verheddert sich in ihren Aussagen</h2>



<p>Über den Beschluss des Stadtparlaments aus September 2022, wonach der <strong>Kriterienkatalog</strong> <em>„im Rahmen eines weiteren Bürgerforums vorgestellt und zur Diskussion gestellt“</em> werden soll, spricht heute <strong>keiner</strong>. Die Situation wird <strong>zunehmend</strong> <strong>verworrener</strong>:</p>



<p><strong>Im Februar dieses Jahres </strong>berichtete <strong>Stadtrat Bernhard Köppler (SPD)</strong> im Ortsbeirat Kernstadt, dass Überlegungen zum Umzug der Musikschule<em> „im Zuge des bereits avisierten Bürgerforums II mit der interessierten Stadtgesellschaft diskutiert“</em> werden sollen. So steht&#8217;s in einem Magistratspapier. <strong>Ein Umzug der Musikschule</strong> dürfte demnach noch gar nicht feststehen, darüber müsste <strong>erst noch diskutiert</strong> werden.</p>



<p>Damit ist der Mann auf<strong> Linie seiner Partei</strong>: Die <strong>SPD</strong> hatte sich <strong>für eine Grünfläche </strong>an der Elisabethenstraße 3 ausgesprochen. <strong>Möglich sei zwar auch eine Bebauung,</strong> <em>„die jedoch deutlich geringere Ausmaße haben sollte als das geplante Hotel“</em>, heißt es in einer <a href="https://www.spd-hofheim.de/2022/05/17/soll-das-filetstueck-am-kellereiplatz-verkauft-werden/" target="_blank" rel="noopener">Parteimitteilung</a> aus 2022.</p>



<p><strong>Den</strong> <strong>Ortsbeirat</strong> ließ Köppler noch wissen: <em>„Das Planungsbüro BSMF, das auch den Kriterienkatalog für das Wettbewerbs-/Ausschreibungsverfahren erstellt hat, wurde beauftragt, das Verfahren weiterzuführen und voraussichtlich im Frühjahr 2024 die Durchführung des Bürgerforum II zu koordinieren.“</em></p>



<p>Nur einen Monat später, im <strong>März 2024</strong>, teilt <strong>Bürgermeister Christian Vogt (CDU) </strong>den Stadtverordneten mit, dass <em>„die HWB mit dem weiteren Verfahren zur Neugestaltung des Grundstückes Elisabethenstraße 3 beauftragt werden“</em> soll. <strong>Das zweite Bürgerforum</strong> solle <em>„in der 2. Jahreshälfte durchgeführt werden“</em>. Dabei <em>„sollen die möglichen Nutzungen für einen Neubau auf dem Grundstück diskutiert werden“.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Vogt-Facebook-2022.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="407" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Vogt-Facebook-2022.jpg" alt="Musikschule" class="wp-image-42602" style="width:688px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Vogt-Facebook-2022.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Vogt-Facebook-2022-300x153.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Vogt-Facebook-2022-768x391.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf Facebook wünschte sich Bürgermeister Vogt einen fairen und ehrlichen Diskurs über die Zukunft der Elisabethenstraße. Das allerdings war vor zwei Jahren.</figcaption></figure>
</div>


<p>Im April tagte wieder der<strong> Ortsbeirat Kernstadt</strong>. Die Grünen schlugen vor, <strong>das bestehende Gebäude</strong> nicht abzureissen, sondern in eine neue Planung zu integrieren.</p>



<p><strong>Peter Ottlik (SPD) </strong>drängte darauf, erst einmal über den aktuellen Sachstand informiert zu werden: Man wisse schließlich nicht, ob <strong>die Musikschule</strong> am Ende wirklich dort untergebracht werde.</p>



<p><strong>Michael Schulze (BfH) </strong>ergänzte: Man solle sich bei der neuen Nutzung nicht auf die Musikschule beschränken, <em>„das ist noch nicht entschieden“.</em></p>



<p><strong>Erster Stadtrat Daniel Philipp (Grüne)</strong>, seit Anfang dieses Jahres im Amt, sicherte den Ortsbeiräten zu: <strong>Nach der Sommerpause </strong>werde es <strong>ein zweites Bürgerforum</strong> geben. Zu Ablauf und Inhalten könne er allerdings nichts sagen: Er müsse sich <strong>erst</strong> <strong>einlesen</strong>.</p>



<p>Im Publikum saß <strong>Altstadtbewohner Norbert Preusche </strong>und nickte zustimmend: <em>„Ich halte es für ganz entscheidend, ob wir dann nur ein Modell präsentiert bekommen, um es uns anzuschauen, oder ob wir auch Anregungen einbringen können.“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer blickt bei diesem Kuddelmuddel noch durch?</h2>



<p>Fassen wir zusammen:</p>



<p>Der <strong>SPD-Stadtrat</strong> nannte als Termin für das <strong>Bürgerforum II</strong> das Frühjahr 2024. Der <strong>CDU-Bürgermeister</strong> gab kurz darauf in einer Mitteilung ans Stadtparlament <strong>die zweite Jahreshälfte</strong> an.</p>



<p>Der eine sagt, die <strong>Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung </strong>(<a href="https://www.bsmf.de/" target="_blank" rel="noopener">BSMF</a>) werde das weitere Verfahren durchführen – das wäre, wie ursprünglich beschlossen, <strong>ein externes und vor allem unabhängiges Fachbüro</strong>. Vogt dagegen will jetzt die <strong>stadteigene Wohnungsbaugesellschaft HWB</strong> mit dem weiteren Verfahren beauftragen. Da ist er <strong>Vorsitzender des Aufsichtsrates</strong>.&nbsp;</p>



<p>Und schließlich: Laut <strong>Kriterienkatalog</strong> soll die Nutzung des Grundstücks<strong> völlig offen</strong> sein. Im <strong>März</strong> sagte Vogt noch, dass <strong>über die Nutzung eines Neubau diskutiert </strong>werde. Jetzt verbreitet er, <strong>dass ein Umzug der Musikschule beschlossene Sache sei.</strong></p>



<p>In diesem <strong>Kuddelmuddel</strong> an Beschlüssen, Entscheidungen, Magistratspapieren und öffentlichen Verlautbarungen dürften<strong> die verantwortlichen Stadtverordneten</strong> längst <strong>jeden Durchblick</strong> verloren haben.</p>



<p>Aber vielleicht ist das ja auch <strong>beabsichtigt?</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Luftschlössern auf der Suche nach Aufmerksamkeit</h2>



<p><strong>Ein Trost, eine Hoffnung bleibt: </strong>Vogt hat schon mehrfach <strong>große Projekte</strong> angekündigt, die sich als <strong>Luftschlösser</strong> entpuppten oder aber in seiner als <strong>Hofem Schlofem berüchtigten Verwaltung</strong> versandeten:</p>



<p>Für <strong>viel Geld</strong> wollte er auf dem <strong>Kellereiplatz</strong> eine <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/">Frischluftmaschine &#8222;City Tree&#8220;</a> errichtet sehen. Für <strong>noch mehr Geld</strong> wollte er auf dem <strong>Untertorplatz</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/23/erste-bilder-von-riesenschirmen/">riesige Trichterschirme</a> aufstellen. <strong>Glück für Hofheim:</strong> Beide Vorhaben konnten<strong> rechtzeitig gestoppt</strong> werden.</p>



<p>2021 versprach er ein <a href="https://hk-newsletter.de/2021/11/28/hofheim-bekommt-wald-museum/">Museum neben dem Meisterturm</a> für<strong> 500.000 Euro</strong>, 2022 ein <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/13/das-100000-euro-taubenhotel-der-cdu/">Taubenhotel in der Innenstadt</a> für <strong>100.000 Euro</strong>. Beide Projekte wurden bis heute <strong>nicht realisiert</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/01/20210115-Hof-Ehry3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="384" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/01/20210115-Hof-Ehry3.jpg" alt="Hof Ehry" class="wp-image-5101" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/01/20210115-Hof-Ehry3.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/01/20210115-Hof-Ehry3-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vor zwei Jahren versprach Christian Vogt, aus dem Hof Ehry ein Kulturzentrum zu machen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Im<strong> Jahr 2022</strong> kündigte er an, das verfallende Altstadtjuwel <a href="https://hk-newsletter.de/2022/01/09/buergermeister-vogt-und-hof-ehry/">Hof Ehry zu einem Kulturzentrum</a> umbauen zu wollen. Das Gebäude steht <strong>noch immer lee</strong>r.</p>



<p>Und haben Sie schon mal wieder etwas vom <a href="https://hk-newsletter.de/2020/11/08/marxheim/">Mega-Wohngebiet &#8222;Römerwiesen&#8220;</a> gehört, das in <strong>Marxheim</strong> entstehen soll? 2020 wurde es in einer großen Bürgerversammlung <strong>angekündigt</strong>: Seitdem herrscht Schweigen.</p>



<p>Jetzt die Darstellung, dass <strong>die Musikschule in die Elisabethenstraße</strong> umzieht – angeblich ausgemachte Sache, von den Stadtverordneten so beschlossen.</p>



<p>Warum nur versucht der Mann immer wieder, mit der <strong>Ankündigung von Projekten</strong> zu punkten, die <strong>weder</strong> <strong>durchdacht</strong> <strong>noch</strong> <strong>abgestimmt</strong> sind? Warum verbreitet er jetzt sogar eine Nachricht, <strong>die offensichtlich nicht stimmt</strong>?</p>



<p><strong>Unter Stadtverordneten</strong> kursiert inzwischen eine Erklärung:</p>



<p>Der Mann <strong>heischt nach Aufmerksamkeit</strong>. Er will<strong> wahrgenommen werden</strong>, um jeden Preis, notfalls auch mit Informationen, die eher <strong>seinem Wunschdenken entspringen</strong>.</p>



<p>Ein Bürgermeister jedoch, der <strong>leere Versprechungen</strong> macht und <strong>falsche Informationen</strong> streut, um den <strong>Beifall der Bürger</strong> zu ernten: Der handelt zutiefst <strong>populistisch</strong>.</p>



<p>Das ist gerade in diesen Zeiten <strong>unverantwortlich</strong>.</p>



<p><strong>Womit hat Hofheim das verdient?</strong></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2024/05/27/musikschule-umzug-faktencheck/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Dokumentation einer Polit-Affäre: Die Stadtverordnete, der Polizist und eine Drohung, die es nie gegeben haben soll</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/01/25/stadtverordnete-polizist-drohung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2024 17:28:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Backhaus Detlef]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit nahezu zwölf Wochen schwelt ein Polit-Streit, wie ihn Hofheim noch nicht erlebt hat: Ein Stadtrat verschickte E-Mails, die Drohungen enthalten haben sollen – sagt eine Stadtverordnete. Der Mann zeigte sie daraufhin wegen übler Nachrede an. Die Lokalzeitung fabuliert jetzt von ganz anderen Straftaten: Die Stadtverordnete soll demnach verbreitet haben, der Stadtrat habe sie bedroht. Wirklich wahr? Etwa mit körperlicher Gewalt? Oder skandalisiert und phantasiert die Zeitung nur? Es ist alles sehr verworren: Deshalb wollen wir hier mit einer Dokumentation unstrittiger Fakten sowie Original-Zitaten aus den inkriminierten E-Mails versuchen, für etwas mehr Klarheit zu sorgen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Seit nahezu zwölf Wochen schwelt ein Polit-Streit in Hofheim, wie ihn die Kreisstadt noch nicht erlebt hat: Ein Stadtrat verschickte E-Mails, die Drohungen enthalten haben sollen – sagt eine Stadtverordnete. Der Mann zeigte sie daraufhin wegen übler Nachrede an. Die Lokalzeitung fabuliert jetzt von ganz anderen Straftaten: Die Stadtverordnete soll demnach verbreitet haben, der Stadtrat habe sie bedroht. Wirklich wahr? Etwa mit körperlicher Gewalt? Oder skandalisiert und phantasiert das Blatt nur? Es ist alles sehr verworren: Wir wollen mit einer Dokumentation unstrittiger Fakten sowie Original-Zitaten aus den inkriminierten E-Mails versuchen, für etwas mehr Klarheit zu sorgen.</strong></p>



<p><strong>Die Chalet-Affäre eskaliert! </strong>Das hat jetzt auch die Lokalzeitung festgestellt: <em>&#8222;Baltruschat zeigt Lindenthal an&#8220;</em>, hieß die Donnerstag-Schlagzeile.&nbsp;Darunter war in großen und fett gesetzten Lettern zu lesen:<em> &#8222;CDU-Stadtrat und Polizist wehrt sich gegen Vorwurf der Bedrohung&#8220;.</em></p>



<p>Die Details waren bereits am letzten Wochenende im Hofheim/Kriftel-Newsletter zu lesen. In einem Satz – darum geht&#8217;s: Die <strong>BfH-Stadtverordnete Tanja Lindenthal</strong> behauptet, <strong>CDU-Stadtrat</strong> <strong>Wulf Baltruschat </strong>habe Drohmails verschickt – der Mann hat sie deshalb bei der Polizei angezeigt. </p>



<p>Unser Bericht darüber – <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Es geht um CDU-Baltruschat: Strafanzeige gegen eine BfH-Stadtverordnete</a> – wurde zum <strong>Stadtgespräch</strong> und sorgte <strong>für erhebliche Aufregung</strong> in den sozialen Netzwerken.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg" alt="Stadtverordnete
" class="wp-image-37113" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diese Bretterbude für Weintrinker nennt sich &#8222;Chalet&#8220;. Kritiker sagen, sie störe den Blick auf das historische Gebäude-Ensemble mit dem bekannten Türmchen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Im Hintergrund steht der <strong>Weinstand &#8222;Chalet&#8220;</strong>, den der <strong>Vereinsring</strong> (Vorsitzender: Wulf Baltruschat) in der <strong>Altstadt</strong> betreibt. Lindenthal hatte im <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> die Holzhütte als <strong>hässlich</strong> abgetan; Baltruschat hatte ihr daraufhin <strong>schriftlich mitgeteilt</strong>, bei weiteren kritischen Äußerungen werde man sie mitsamt ihrem <strong>Verein</strong>, dem <a href="https://www.bund-hofheim.de" target="_blank" rel="noopener">Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland</a> (BUND),&nbsp;aus dem Vereinsring <strong>ausschließen</strong>.</p>



<p>Beide, die Frau wie auch der BUND, <strong>interpretierten</strong> die Mails als <strong>Drohung</strong>.</p>



<p>Anfang des Jahres erstattete Baltruschat Strafanzeige gegen Lindenthal. <strong>Üble Nachrede</strong>, lautet sein Vorwurf. Gegenüber der Zeitung gab der Mann jetzt <strong>eine überraschende Erklärung</strong> ab:</p>



<p>Die Behauptung Lindenthals, er habe <strong>Drohmails</strong> verschickt, könne er <em>&#8222;so nicht stehen lassen&#8220;</em>: Er sei schließlich <strong>Polizist von Beruf </strong>und – so schreibt die Zeitung wörtlich –<em> &#8222;Bedrohung sei eine strafbare Handlung&#8220;</em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wirklich Bedrohung? Das ist wohl eher eine Zeitungsente&#8230;</h2>



<p>Vielleicht wird sich eines Tages wirklich noch <strong>ein Gericht</strong> mit der Frage beschäftigen müssen: Hat sich Lindenthal <strong>der üblen Nachrede schuldig gemacht, </strong>als sie sagte, Baltruschat habe <strong>Drohmails </strong>verschickt?</p>



<p>Aber davor steht dann natürlich die Frage: Was genau hat <strong>Baltruschat</strong> denn geschrieben? Hat er wirklich<strong> eine Drohung ausgesprochen?</strong> Oder wurde er <strong>missverstanden</strong>, werden die Vorwürfe gegen ihn<strong> zu Unrecht</strong> erhoben?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="402" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg" alt="wulf Baltruschat 202311" class="wp-image-35735" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wulf Baltruschat (CDU) auf einem Foto, das die Stadt Hofheim herausgab.</figcaption></figure>
</div>


<p>Zur <strong>Versachlichung der Diskussion</strong> wollen wir hier den Vorgang umfänglich <strong>dokumentieren</strong>. Aber zuvor müssen wir mit <strong>einem begrifflichen Durcheinander</strong> aufräumen:</p>



<p>Die Zeitung schreibt in ihrer <strong>Überschrift</strong> und auch im <strong>Bericht</strong>, Baltruschat wehre sich <em>&#8222;gegen den Vorwurf der Bedrohung&#8220;.</em> </p>



<p>Diese Formulierung –<strong> bitte das Zeitungs-Zitat genau lesen!</strong> – dürfte als <strong>Zeitungsente</strong> einzuordnen sein:</p>



<p>Bei einer <a href="https://dejure.org/gesetze/StGB/241.html" target="_blank" rel="noopener">Bedrohung</a> handelt es sich<strong> im strafrechtlichen Sinne</strong> um ein <strong>Gefährdungsdelikt</strong>, mit dem <strong>das Begehen einer</strong> <strong>Straftat</strong> <strong>gegen eine Person</strong> angedroht wird.</p>



<p>Lindenthal hat jedoch nie den Vorwurf erhoben, Baltruschat habe sie <strong>bedroht</strong> (beispielsweise mit Prügel). Sie hat gesagt, er habe <strong>gedroht</strong>: Er habe <strong>Drohmails</strong>, also <strong>schriftlich</strong> <strong>formulierte</strong> <strong>Drohungen</strong> verschickt. </p>



<p>Eine <a href="https://dejure.org/gesetze/StGB/240.html" target="_blank" rel="noopener">Drohung</a> ist per definitionem die glaubhafte Ankündigung <strong>einer unangenehmen Maßnahme </strong>gegen jemanden, um ihn<strong> in seiner zukünftigen Handlungsweise </strong>zu beeinflussen.</p>



<p><strong>Drohung oder Bedrohung</strong>: Das sind <strong>zwei unterschiedliche Begriffe</strong>, die man bei diesem Streit sauber <strong>auseinanderhalten</strong> sollte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="402" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_.jpg" alt="hoechster kreisblatt 25.01.2024 7" class="wp-image-38209" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_-300x151.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/01/hoechster-kreisblatt-25.01.2024_7_-768x386.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: Laut Zeitung behauptet Baltruschat, Lindenthal bezichtige ihn der Bedrohung.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Warum</strong> aber lesen wir in der Zeitung, Baltruschat wehre sich gegen den<strong> Vorwurf der Bedrohung?</strong></p>



<p><strong>Zwei</strong> <strong>Erklärungen</strong> sind denkbar: Die Redaktion hat – vielleicht aus <strong>Unwissenheit</strong>, vielleicht aus <strong>Schludrigkeit</strong> – falsch formuliert.</p>



<p>Oder aber <strong>Baltruschat</strong> hat der Zeitung <strong>die Falschdarstellung &#8222;untergejubelt&#8220;</strong>, bestenfalls, weil er es <strong>nicht besser</strong> weiß.</p>



<p>Letzteres wollen wir eigentlich <strong>nicht glauben</strong>: Denn der Mann sollte<strong> als Polizist</strong> den Unterschied zwischen einer <strong>Drohung</strong> und einer <strong>Bedrohung</strong> kennen, oder?</p>



<p><strong>Ganz sicher</strong> sind wir uns nicht: Denn einerseits geht Baltrutschat mit aller <strong>Heftigkeit</strong> (Strafanzeige!) dagegen vor, dass seine E-Mails angeblich fälschlicherweise als <strong>Drohbriefe</strong> bezeichnet werden. <strong>Konsequenter Weise </strong>müsste er jetzt die Zeitung – nun, vielleicht nicht gleich <strong>verklagen</strong>, aber zumindest mit Nachdruck <strong>auf eine schnelle Berichtigung</strong> der ihm zugeschriebenen <strong>Falschmeldung</strong> drängen.</p>



<p><strong>Eine Korrektur</strong> ist allerdings bisher nicht erschienen.</p>



<p><strong>Klagelustige Juristen</strong> dürften <strong>ihre</strong> <strong>Freude</strong> an einem solchen Fall haben: Vermutlich könnte Lindenthal jetzt<strong> </strong>Baltruschat <strong>wegen übler Nachrede</strong> anzeigen, weil er <strong>wahrheitswidrig</strong> laut Zeitung verbreitet, sie beschuldige ihn <strong>der Bedrohung</strong>.</p>



<p>Warten wir ab, <strong>was noch passiert.</strong></p>



<p>Kommen wir hier <strong>zu den unzweifelhaften Fakten. </strong>Alle Zitate aus den uns vorliegenden E-Mails geben wir <strong>unverändert </strong>wieder (incl. Fehler).</p>



<p><strong>Möge sich jeder selbst ein Urteil bilden.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Stadtverordnete soll endlich ruhig sein, sonst&#8230; </h2>



<p>So fing&#8217;s an: Am <strong>8. November 2023 </strong>tagte der <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong>. Dort schlug <strong>Lindenthal</strong> vor, für den <strong>Weinstand</strong> <strong>einen neuen Platz</strong> zu suchen. Die&nbsp;<strong>Holzbude</strong>&nbsp;vor der&nbsp;historischen Häuserfassade&nbsp;empfinde sie als <strong>hässlich</strong>.</p>



<p>Die Ortsbeirats-Mitglieder&nbsp;<strong>Peter Ottlik&nbsp;(SPD) </strong>und&nbsp;<strong>Martin Haindl&nbsp;(Grüne)</strong> schlossen sich dieser Meinung an.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="412" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-202312.jpg" alt="Lindenthal 202312" class="wp-image-37368" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-202312-300x193.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tanja Lindenthal (BfH) am Rande einer Stadtverordnetensitzung.</figcaption></figure>
</div>


<p>Am <strong>14. November</strong> schrieb Baltruschat eine E-Mail an die <strong>Ortsgruppe Hofheim im BUND</strong>. Er schickte sie um exakt <strong>18.59 Uhr</strong> ab. Auszug:</p>



<p>Mit Befremden habe er <em>&#8222;die mehrfache negative Aussage von Frau Lindenthal zum Chalet zur Kenntnis genommen&#8220;.</em> Selbst wenn Frau Lindenthal als Politikerin spreche, könne dies nicht von ihrer Mitgliedschaft im Vereinsring getrennt werden. Die Satzung sehe vor, dass Mitgliedsvereine <strong>bei vereinsschädigendem Verhalten </strong>ausgeschlossen werden.</p>



<p>Baltruschat weiter: <em>&#8222;Mit dieser Mail fordern wir negative Äußerungen gegen Maßnahmen des Vereinsring in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Diese Aufforderung ist eine zunächst mildere Maßnahme als ein Ausschlussverfahren wird aber damit&nbsp;für ein eventuell weiteres Verfahren festgehalten.&#8220;</em></p>



<p>Baltruschat unterzeichnete die Mail mit seinem Namen und <em>&#8222;für den Vorstand&#8220;</em>. Er schickte sie allerdings nicht über den <strong>Account des Vereinsrings</strong> (&#8230;@vereinsring-hofheim.de) ab, sondern über<strong> </strong>eine<strong> private E-Mailadresse</strong> (ballis-2000@&#8230;).</p>



<p>Der <strong>BUND-Vorstand</strong> leitete die E-Mail an die <strong>BfH-Fraktion</strong> weiter: Wenn eine Lokalpolitikerin vom <strong>Vorsitzenden des Vereinsrings</strong> – der zugleich <strong>Stadtrat der CDU</strong> ist – an <strong>der freien Meinungsäußerung</strong> gehindert werden soll, sollte ihre <strong>Fraktion</strong> das wissen.</p>



<p>Die <strong>BfH-Fraktion</strong> leitete das Schreiben an <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler</strong> weiter. Der ist ein <strong>Parteifreund von Baltruschat</strong>; Vermittlungsbemühungen von Hegeler wurden bisher <strong>nicht bekannt</strong>. Wir hatten ihm später Fragen übermittelt: Er ließ sie <strong>unbeantwortet</strong>.</p>



<p>Am <strong>22. November</strong>, schickte Baltruschat <strong>eine zweite E-Mail </strong>an den BUND-Vorstand. Wieder nutzte er <strong>nicht</strong> die offizielle <strong>Vereinsring-Mailadresse</strong>, sondern einen zweiten <strong>Privataccount</strong> (wulf.baltruschat@&#8230;). <strong>Per Kopie</strong> informierte er diesmal auch die <strong>Mitglieder seines Vorstands</strong>. Auszug:</p>



<p><em>&#8222;Heute wurde ich informiert das sie die interne Mail zwischen Vereinsring Hofheim und dem BUND OV Hofheim der BfH Fraktion zugeleitet haben. Die BfH hat dieses Schreiben dem Stadtverordnetenvorsteher weitergeleitet.&#8220;</em></p>



<p>Es habe sich um eine Mail <em>&#8222;im Innenverhältnis zwischen dem Vorstand des BUND und dem Vereinsring gehandelt: Diese Mail wurde ohne Wissen oder Duldung des Absenders an Dritte weitergegeben. Dies erfüllt einen Verstoß gg. Art. 6 der DSGVO.&#8220;</em> Damit handele es sich, so <strong>Baltruschat</strong>, <em>&#8222;um ein vereinsschädigendes Verhalten zum Nachteil der Mitglieder des Vereinsring Hofheim&#8220;.</em> Jetzt werde <strong>der</strong> <strong>Vorstand</strong> <em>&#8222;über diesen Vorfall beraten und eventuell ein Ausschlussverfahren einleiten.&#8220;</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">BUND-Vorstand stufte E-Mails als Drohung ein</h2>



<p>Umgehend reagierte <strong>Detlef Backhaus vom BUND-Vorstand</strong>: Am<strong> 23. November</strong> schrieb er per E-Mail an Baltruschat: Frau Lindenthal habe <em>&#8222;sich niemals in ihrer Eigenschaft als BUND-Mitglied zum Sachverhalt&nbsp;des sog. ‚Chalet‘ geäußert&#8220;</em>, sondern <em>&#8222;allein und ausschließlich in ihrer Eigenschaft als Mandatsträgerin&#8220;</em>. Man empfinde es deshalb &#8222;<em>als sehr fragwürdig und absolut unangemessen&#8220;,</em> dass er (Baltruschat) dem BUND wegen einer <strong>Meinungsäußerung einer Kommunalpolitikerin </strong><em>&#8222;mit dem Ausschluss aus dem Vereinsring drohen&#8220;</em> würde.</p>



<p>Da war erstmals das Wort gefallen, das heute <strong>für juristischen Ärger</strong> sorgt: Der <strong>BUND</strong> hatte Baltruschats E-Mail als <strong>Drohung</strong> interpretiert. Was ja auch durchaus verständlich erscheint: Eine <strong>Drohung</strong> ist, wir erinnern uns, die Ankündigung <strong>einer unangenehmen Maßnahme</strong>, um jemanden<strong> in seinem Handeln</strong> zu beeinflussen.</p>



<p>Der <strong>Hofheim/Kriftel-Newsletter </strong>erfuhr von den E-Mails: Am<strong> 25. November </strong>schickten wir um <strong>16.50 Uhr</strong> mehrere Fragen an Baltruschat. Er verweigerte jede Antwort:<em> &#8222;Sie werden von mir keinerlei interne Informationen aus dem Vereinsring erhalten&#8220;,</em> teilte er nur 30 Minuten später mit.</p>



<p>Am <strong>5. Dezember </strong>tagte der städtische Bau- und Planungsausschuss. Hier <strong>verhaspelte</strong> sich Tanja Lindenthal und sagte <strong>versehentlich</strong>:<em> &#8222;Ich bekomme Drohmails von der CDU-Fraktion.&#8220;</em> Sie meinte und korrigierte das später dementsprechend: Sie habe <strong>Drohmails von Baltruschat </strong>bekommen.</p>



<p><strong>Der kleine Versprecher </strong>erregte bekanntlich einige <strong>CDU-Männer</strong>, die prompt mit <strong>Klage</strong> drohten für den Fall, dass sich Lindenthal nicht <strong>öffentlich(!) entschuldige.</strong> Daraufhin machte der Hofheim/Kriftel-Newsletter die ganze Angelegenheit <strong>publik</strong>:</p>



<p>Am <strong>6. Dezember</strong> erschien der Bericht: &#8222;<a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Aufgedeckt: CDU-Stadtrat verschickt Drohmail an Stadtverordnete</a>”.</p>



<p>Am <strong>9. Dezember</strong> ließ Baltruschat über die Lokalzeitung verbreiten: Er habe dem BUND <strong>nicht</strong> <strong>gedroht</strong>, sondern den <strong>Hinauswurf</strong> <em>&#8222;in Aussicht gestellt&#8220;</em>. Dass Lindenthal seine E-Mail an den Stadtverordnetenvorsteher geschickt habe, sei als<strong> Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen</strong> zu werten: <em>&#8222;Deshalb werde der Vereinsring rechtliche Schritte einleiten&#8220;.</em></p>



<p>Von <strong>Strafanzeige des Vereinsrings</strong> wegen <strong>Verstoßes gegen Datenschutzgesetze </strong>hat man seither <strong>nichts mehr gehört.</strong></p>



<p>Stattdessen bekam Lindenthal <strong>Anfang des Jahres</strong> eine <strong>Vorladung von der Polizei</strong> zugestellt: Baltruschat habe sie <strong>wegen übler Nachrede</strong> zu seinem Nachteil angezeigt. In der Anzeige heißt es konkret:</p>



<p>Die BfH-Stadtverordnete habe in der Sitzung des <strong>Bau- und Planungsausschusses am 5. Dezember ab 19 Uhr</strong> über Drohmails berichtet, die er verschickt haben soll. <em>&#8222;Das könne er so nicht stehen lassen</em>”, lässt uns Baltruschat<strong> über die Zeitung</strong> wissen.<em> &#8222;Er sei schließlich Polizist von Beruf, und Bedrohung sei eine strafbare Handlung.&#8220;</em></p>



<p>Soweit der <strong>aktuelle Sachstand.</strong></p>



<p>Soeben hat die <strong>Amtsanwaltschaft in Frankfurt</strong> – sie ist für die mittlere und kleine Kriminalität zuständig – auch offiziell bestätigt, dass der <em>&#8222;Ermittlungsvorgang am 19.01.2024 bei der Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main eingegangen ist und hier bearbeitet wird&#8220;</em>. Der Vorgang habe <em>&#8222;einen Sachverhalt zum Gegenstand, der sich am 05.12.2023 in einer Sitzung des Planungsausschusses der Stadt Hofheim zugetragen haben soll&#8220;</em>.&nbsp;</p>



<p>Nähere Einzelheiten zum<strong> Inhalt der Strafanzeige</strong>, so der Auskunft gebende <strong>Oberamtsanwalt</strong>, seien derzeit <em>&#8222;vorbehaltlich zu tätigender Ermittlungen nicht möglich&#8220;.</em></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Vereinsring &#038; Weinstand: Welche Geschäfte laufen im &#8222;Chalet&#8220; wirklich ab?</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/11/vereinsring-und-chalet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Hofmann Renate]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Müller-Laupert Sven]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Pollok-Müller Anne]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=37103</guid>

					<description><![CDATA[Mit seinem Versuch, eine Lokalpolitikerin mundtot zu machen, hat sich Wulf Baltruschat als Vorsitzender des Vereinsrings selbst ein Problem geschaffen. Denn jetzt werden viele Fragen gestellt, die ihm nicht gefallen dürften: Kommt der umstrittene Weinstand "Chalet" wirklich nur Vereinen zugute – oder werden dort auch private Geschäfte getätigt? Und was passiert mit dem vielen Geld, das dort eingenommen wird? Spurensuche in einem Verein, dessen Vorstand sich plötzlich abschottet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong><strong>Es war das große Gesprächsthema am Wochenende beim Weihnachtsmarkt: Das Vorgehen eines CDU-Stadtrats gegen eine BfH-Stadtverordnete, die sich kritisch zu &#8222;seinem&#8220; Weinstand geäußert hatte. Inzwischen zeichnet sich ab: Wulf Baltruschat hat sich mit seinem brachialen Verhalten selbst ein Problem geschaffen. Denn jetzt werden Fragen laut, die ihm als Vorsitzenden des Vereinsrings nicht gefallen dürften: Kommt das &#8222;Chalet&#8220; wirklich nur Vereinen zugute – oder werden dort auch private Geschäfte getätigt, die indirekt aus der Stadtkasse gesponsert werden? Und was passiert mit dem vielen Geld, das eingenommen wird? Schätzungen zufolge soll der bisherige Umsatz im &#8222;Chalet&#8220; etliche zehntausend, vielleicht sogar weit über hunderttausend Euro betragen. Spurensuche.</strong></strong></p>



<p><strong>Kurzer Rückblick: </strong>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte letzte Woche <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">berichtet</a>, dass <strong>CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat</strong> die <strong>Stadtverordnete Tanja Lindenthal </strong>massiv unter Druck zu setzen versucht. Die Frau – sie gehört der <strong>Wählergemeinschaft &#8222;Bürger für Hofheim&#8220; (BfH)</strong> an – hatte sich als <strong>Mandatsträgerin</strong> im Ortsbeirat Kernstadt <strong>kritisch</strong> <strong>zum &#8222;Chalet&#8220;-Standort </strong>geäußert: Die etwas <strong>heruntergekommene Holzbude</strong> in der kleinen Parkanlage des Untertorplatzes störe den <strong>Blick</strong> <strong>auf die historische Häuserfassade mit dem &#8222;Türmchen&#8220;</strong>. Es gebe, sagte sie, sicher <strong>geeignetere Plätze</strong>&#8230;</p>



<p>Lindenthal war nicht die einzige, die solche Überlegungen äußerte. Auch <strong>Peter Ottlik </strong>von der <strong>SPD</strong> und <strong>Martin Haindl</strong> von den <strong>Grünen</strong> plädierten im Ortsbeirat <strong>für einen anderen &#8222;Chalet&#8220;-Standort.</strong> Baltruschat aber nahm nur Lindenthal ins Visier:</p>



<p>Als <strong>Vorsitzender des Vereinsrings</strong> teilte er dem <a href="https://www.bund-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland</a> (BUND) schriftlich mit, dass man die Hofheimer Ortsgruppe aus dem Vereinsring <strong>ausschließen</strong> werde, wenn sich Tanja Lindenthal – sie sitzt im örtlichen BUND-Vorstand – noch einmal<strong> kritisch zum &#8222;Chalet&#8220; </strong>äußern sollte.</p>



<p>Der <strong>BUND</strong> informierte Lindenthal und die <strong>BfH-Fraktion</strong>, und die rief <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) </strong>an. Der wiederum muss seinen <strong>Parteifreund</strong> <strong>Baltruschat</strong> informiert haben, denn der schickte umgehend<strong> eine neue E-Mail an den BUND</strong>, in der er behauptete: Mit der Weitergabe seines ersten Schreibens sei <strong>gegen</strong> <strong>das</strong> <strong>Datenschutzgesetz</strong> verstoßen worden.</p>


<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Stadtparlament tagt am Dienstag und Mittwoch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">An diesem Dienstag und Mittwoch tagt das Stadtparlament zum letzten Mal in diesem Jahr. Die Tagesordnung ist lang, sie beginnt mit der Verpflichtung des neuen Ersten Stadtrats Daniel Philipp (Grüne), der im neuen Jahr antritt. Ansonsten geht&#8217;s viel um Bau- und Finanzthemen.<br />
<br />
Mit einer gewissen Spannung wird erwartet, ob CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat kommt. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hatte kürzlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">aufgedeckt</a>: 23 Mal tagte das Stadtparlament in dieser Legislaturperiode – 18 Mal fehlte Baltruschat. Dabei ist eine Teilnahme für Stadträte Pflicht&#8230;<br />
<br />
Interessant wird auch zu beobachten sein, wie Tanja Lindenthal (BfH) sich verhält: Im Verlauf einer hitzigen Ausschuss-Debatte hatte sie versehentlich gesagt, sie bekomme Drohmails von der CDU-Fraktion (sie meinte: von CDU-Stadtrat Baltruschat). Wegen des kleinen Versprechers machte der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Härder einen <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Riesen-Aufstand</a>: Er drohte Lindenthal mit Klage (Rufschädigung! Üble Nachrede!) und verlangte, dass sie sich entschuldige. Das tat sie umgehend, aber das reichte den CDU-Mannen nicht: Sie verlangen eine öffentliche Erklärung von ihr. An diesem Dienstag, im Stadtparlament.<br />
<br />
Die Sitzungen beginnen jeweils um 18 Uhr in der Stadthalle. Wer Interesse hat, kann gerne kommen: Zuhören und zugucken ist erlaubt. Mitreden nicht.</div></div>



<p><strong>Juristen</strong>, um Einschätzung gebeten, sagen unisono, ein solcher Vorwurf <strong>entbehre jeder Grundlage</strong>. Die unterschwellige Klageandrohung, sagte einer, sei wohl eher als ein <strong>Versuch der</strong> <strong>Einschüchterung</strong> zu werten.</p>



<p>Auch im <strong>BUND</strong> deutet man die Mails des CDU-Stadtrats als <strong>Drohung</strong> und Versuch, eine Stadtverordnete <strong>zum Schweigen zu bringen.</strong></p>



<p><strong>Baltruschat</strong>, vom Hofheim/Kriftel-Newsletter <strong>um Beantwortung einiger Fragen gebeten</strong>, wollte <strong>nichts sagen</strong>: Das gehe nur den <strong>Vorstand</strong> etwas an. Mit der Lokalzeitung aber, die sich <strong>Tage später</strong> angesichts der breiten öffentlichen Erregung <strong>gezwungen</strong> sah, das Thema <strong>aufzugreifen</strong>, redete er dann doch noch, wenigstens kurz:</p>



<p>Der Ausschluss des BUND aus dem Vereinsring sei <strong>keine Drohung</strong> gewesen, sondern <strong>eine Ankündigung</strong>, soll er gesagt haben.</p>



<p>Und auch diese Information ließ er via Zeitung verbreiten: <strong>Alle</strong> <strong>Vorstandsmitglieder</strong> hätten seiner Vorgehensweise <strong>zugestimmt</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Altstadtverein bekam (noch) keinen Drohbrief</h2>



<p><strong>Da wird&#8217;s interessant! </strong>Denn dem Vereinsring-Vorstand gehört <strong>als Beisitzerin</strong> auch <strong>Renate Hofmann</strong> an. Sie ist die <strong>Vorsitzende </strong>des Vereins <a href="https://www.historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Bürgervereinigung Altstadt Hofheim&#8220;</a>.</p>



<p>Bekannt ist auch: Mindestens ein <strong>Vorstandsmitglied</strong> des Altstadt-Vereins hat sich bereits öffentlich kritisch über den &#8222;Chalet&#8220;-Standort geäußert. In einem Leserbrief an die Lokalzeitung schrieb <strong>Anne Pollok-Müller</strong>: <em>&#8222;Wir appellieren somit an die Verwaltung, den Vereinsring als Betreiber des Häuschens dazu zu veranlassen, den Weinstand aus Gründen des Gemeinsinns und der Vernunft auf den Tiverton-Platz umzuziehen – das wäre eine Win-win-Situation!&#8220;</em></p>



<p>Der Leserbrief erschien am<strong> 15. November</strong>. Dass Baltruschat daraufhin <strong>Drohmails</strong> an den Altstadtverein geschickt hätte, ist <strong>nicht bekannt</strong>.</p>



<p>Das wiederum schürt <strong>Mutmaßungen unter Stadtverordneten</strong>, weshalb der Mann so <strong>massiv</strong> gegen <strong>Lindenthal</strong> und den <strong>BUND</strong> vorgeht:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="434" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg" alt="Chalet 20231211" class="wp-image-37273" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231211-300x203.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein kleiner Park vor historischen Fachwerkhäusern – und mittendrin eine Bretterbude: Hier schenkt der Vereinsring regelmäßig Wein aus.</figcaption></figure>
</div>


<p>Baltruschat, der vor wenigen Jahren <strong>von der SPD zur CDU</strong> übergewechselt war, wolle vor allem <strong>den BUND</strong> <strong>abstrafen</strong>. Denn der habe mit einer Klage vor Gericht das <strong>Luxus-Baugebiet &#8222;Vorderheide II&#8220;</strong> auf dem Kapellenberg verhindert, wo einige von Baltruschats neuen <strong>Parteifreunden</strong> so gerne gebaut hätten.</p>



<p>Und jetzt fängt Lindenthal auch noch an, das geplante <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220;</strong> kritisch zu hinterfragen (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/05/milllionen-coup-eines-cdu-politikers/">hier</a>). Das war <strong>von einem führenden CDU-Stadtverordneten</strong> jahrelang geplant worden, alles ganz stiekum. Eigentlich sollte die <strong>Aufstellung eines Bebauungsplanes</strong> noch vor dem Jahresende ganz schnell durchs Stadtparlament <strong>gepeitscht</strong> werden.</p>



<p>Das wurde im Bau- und Planungsausschuss jetzt erst einmal <strong>gestoppt</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nur Vereinsförderung? Oder auch Geschäftsmodell?</h2>



<p>Die <strong>Gemengelage von Lokalpolitik, Vereinsmeierei und persönlicher Übergriffigkeit </strong>wird inzwischen um einen <strong>Fragenkomplex</strong> erweitert, der die Zukunft des &#8222;Chalet&#8220; mehr <strong>gefährden</strong> könnte als<strong> zugestellte Sichtachsen</strong> auf eine historische Häuserzeile:</p>



<p><strong>Das ist jetzt die zentrale Frage: </strong>Dient der Vereinsring-Weinstand wirklich<strong> ausschließlich Hofheimer Vereinen</strong> als Geldquelle – oder werden hier auch regelmäßig<strong> private Geschäfte getätigt</strong>?&nbsp;</p>



<p><strong>Das sind die Fakten:</strong></p>



<p>Wer das &#8222;Chalet&#8220; <strong>anmieten</strong> will, muss über das Internet <strong>einen Antrag an den Vereinsring</strong> schicken. Zuständig fürs &#8222;Chalet&#8220;: <strong>Wulf Baltruschat</strong>.&nbsp;</p>



<p><strong>Schon etwas merkwürdig: </strong>Der gesamte Buchungsvorgang wird <strong>unter dem Logo der Musikschule </strong>abgewickelt. Vor dem Einloggen heißt es auch: <em>&#8222;Ihre Anmeldung muss von Musikschule Hofheim bestätigt werden&#8220;</em>.</p>



<p>Wir hätten vom <strong>Geschäftsführer der städtischen Musikschule</strong> gerne mehr über das offensichtlich enge Zusammenspiel von <strong>Musikschule und Weinausschank </strong>erfahren.<strong> Profitiert</strong> er vielleicht davon,&nbsp;kriegt die Musikschule <strong>Geld aus den Weinverkäufen</strong>?</p>



<p>Doch <strong>Sven Müller-Laupert </strong>reagiert nicht: Er ist <strong>Kassierer</strong> im Vereinsring. Wir hätten auch schon gerne von ihm gewusst, warum er sich an der <strong>Abstrafungsaktion gegen den BUND</strong> beteiligt.</p>



<p>Aber der Mann antwortet auch nicht auf <strong>nochmalige Aufforderung</strong>. Vielleicht muss er ja schweigen&#8230;</p>



<p>Auch ohne Auskünfte von Müller-Laupert <strong>erfahren wir</strong>:</p>



<p><strong>Vereinsmitglieder</strong> müssen bei der &#8222;Chalet&#8220;-Buchung als Gebühr <strong>40 Euro pro Tag</strong> zahlen, macht zusammen <strong>mindestens 80 Euro,</strong> weil der Weinstand nur <strong>für zwei Tage</strong> gebucht werden kann. Nicht-Mitglieder müssen laut Satzung <strong>60 Euro pro Tag</strong> zahlen.</p>



<p><strong>Längst nicht für jedes Wochenende</strong> findet sich ein Verein. Dann wird aus der <strong>Vereinsförderung</strong> ein <strong>Geschäftsmodell</strong>: Eine <strong>Gelegenheits-Gastronomin</strong> aus Rüsselsheim übernimmt den Ausschank. Sie betreibt laut Medienberichten auch den <strong>Weinausschank in Flörsbach-Weilbach</strong>.</p>



<p>Dass sich in <strong>der kleinen Nachbarstadt Flörsheim</strong> das <strong>Weingut Flick</strong> befindet, ist sicher <strong>nur ein Zufall</strong>. Der Winzer hat mit zwei Kollegen aus Flörsheim-Wicker und Hochheim <strong>das exklusive Recht,</strong> den Hofheimer Weinstand zu beliefern.* <strong>Kein Verein</strong> <strong>darf eigene Weine</strong> im Chalet <strong>ausschenken</strong>, selbst wenn&#8217;s <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Vereinskasse</strong> besser wäre. Angeblich nicht einmal <strong>caritativen Organisationen</strong> wird das erlaubt.</p>



<p><strong>Baltruschat passt auf!</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg" alt="Chalet 2 202312" class="wp-image-37112" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312.jpg 480w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-2-202312-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Seit Monaten immer wieder als Stolperfalle kritisiert: Die Zuleitungen für den Weinstand überm Gehweg. Jetzt will die Stadtverwaltung investieren.</figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Die</strong> <strong>Gastronomen</strong> rund um den Untertorplatz sehen den Weinstand längst <strong>mit gemischten Gefühlen</strong>: Natürlich sind sie bereit,<strong> Vereine zu unterstützen</strong>! Sie haben, beteuern sie, überhaupt nichts gegen einen <strong>gelegentlichen Weinausschank für einen guten Zweck</strong>!</p>



<p>Aber haben sie&#8217;s nicht schon schwer genug? Erst <strong>Corona</strong>! Demnächst <strong>Mehrwertsteuer-Erhöhung</strong>! Dass die Stadt in dieser Situation <strong>dauerhaft einen Ausschank</strong> direkt vor ihren Lokalen zulässt: Das verstehen <strong>die</strong> <strong>Wirte</strong> <strong>nicht</strong>. Offen gegen das &#8222;Chalet&#8220; zu <strong>protestieren</strong> wagen sie aber nicht: <strong>Die Furcht ist zu groß</strong>, dass der bisweilen <strong>mit unangenehmer Hemdsärmeligkeit</strong> auftretende Baltruschat auch gegen sie <strong>wüten</strong> könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Winzer-Deal: Gibt&#8217;s Profiteure außerhalb des Vereinsrings?</h2>



<p><strong>Die Stadtspitze duckt sich weg. </strong>Von <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> ist kein klärendes Wort zu vernehmen. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter schickte deshalb <strong>Fragen zum &#8222;Chalet&#8220; </strong>ans Rathaus, um <strong>Licht</strong> <strong>in die verworrene Situation </strong>zu bringen.</p>



<p>Wir wollten zum Beispiel wissen: Während und auch nach der Corona-Pandemie <strong>lobte sich der Magistrat </strong>für seine Unterstützung der Gastronomen. <strong>Die klagen heute, </strong>dass <strong>ein permanenter Wochenend-Weinausschank</strong> direkt vor ihren Lokalen alle Bemühungen <strong>konterkariere</strong>. Wie bewertet der Magistrat das?</p>



<p>Wir wollten auch wissen: Was sagt der Magistrat <strong>zur geschäftlichen Nutzung des Weinstandes</strong>? In diesem Zusammenhang wäre interessant zu wissen: Wer kommt eigentlich für den <strong>Wasser- und Strom-Verbrauch im &#8222;Chalet&#8220; </strong>auf? Etwa die Stadt? Zahlt sie auch dann, wenn das &#8222;Chalet&#8220; <strong>geschäftlich genutzt</strong> wird?</p>



<p>Wir wollten wissen: <strong>Schläuche und Leitungen,</strong> die zum Weinstand führen, liegen auf Gehwegen und werden seit Monaten als gefährliche <strong>Stolperfallen</strong> moniert. Kürzlich teilte der <strong>Magistrat</strong> mit, dass die Leitungen <strong>unter die Erde</strong> verlegt würden. <strong>Erste Kostenberechnungen</strong> gehen von einem<strong> fünfstelligen Betrag </strong>aus: Kommt <strong>die Stadt</strong> etwa dafür auf? Sponsert sie damit nicht indirekt auch die <strong>geschäftlichen &#8222;Chalet&#8220;-Aktivitäten</strong>?</p>



<p>Wir wollten auch wissen: Wenn der Magistrat das &#8222;Chalet&#8220; als <strong>Beitrag zur Vereinsförderung </strong>erlaubt – warum lässt er zu, dass nur <strong>Weine ausgesuchter Winzer</strong> ausgeschenkt werden dürfen? Ist eine solche<strong> Exklusiv-Belieferung</strong> wirklich im Sinne einer <strong>Vereinsförderung</strong> – oder gibt&#8217;s<strong> Profiteure des Deals mit dem Winzer</strong>?</p>



<p>Unsere Fragen liegen <strong>im Rathaus</strong> vor. Seit <strong>zwei Wochen</strong> schon. Man tut sich wohl sehr schwer mit <strong>Antworten</strong>: Bis heute gibt es keine.&nbsp;</p>



<p>Auch <strong>Wulf Baltruschat</strong>, dem wir Fragen geschickt hatten, <strong>meldete sich nicht mehr.</strong> Transparenz und Offenheit, mehr denn je notwendig in einer<strong> Interessenvertretung aller Hofheimer Vereine</strong>, scheinen <strong>nicht</strong> <strong>zu seinen Stärken zu zählen</strong>. Nicht einmal eine ganz simple Frage beantwortete er:</p>



<p><strong>Warum eigentlich wurde der Vereinsring – anders als bei öffentlichen Vereinen üblich – <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> in das behördliche Vereinsregister eingetragen?</strong></p>



<p>Der Volksmund hätte eine Antwort parat: <strong>Im Dunkeln ist gut munkeln.</strong></p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p style="font-size:16px">* In einer ersten Fassung hieß es, dass nur ein Winzer das Chalet beliefere. Ein Leser weist darauf hin, dass Weine von drei Winzern ausgeschenkt werden dürfen: vom Weingut Joachim Flick und Weingut Hans Jörg Venino (beide Flörsheim-Wicker) sowie Weingut Peter Flick (Hochheim).</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Aufgedeckt: CDU-Stadtrat verschickt Drohmail an Stadtverordnete</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 16:46:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Backhaus Detlef]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Haindl Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Ottlik Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Stang Gisela]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Hofheims Lokalpolitik wird von einem handfesten Skandal erschüttert: Ein CDU-Stadtrat droht einer kritischen Stadtverordneten mit massiven Konsequenzen für den Fall, das sie weiterhin öffentlich ihre Meinung äußert. Mitglieder der CDU-Fraktion "spielen mit", bedrängen die Frau und sprechen ebenfalls von juristischen Schritten gegen sie. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Hofheims Lokalpolitik wird von einem Eklat erschüttert: Ein CDU-Stadtrat hat einer kritischen Stadtverordneten mit massiven Konsequenzen für den Fall gedroht, das sie weiterhin öffentlich ihre Meinung äußert. Mitglieder der CDU-Fraktion &#8222;spielen mit&#8220;, bedrängen die Frau und sprechen ebenfalls von juristischen Schritten gegen sie.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>Tanja Lindenthal</strong> ist eine Frau, die ihren Standpunkt <strong>klar und deutlich</strong> zu vertreten pflegt. Sie ist <strong>bekannt und geachtet</strong> für ihr Engagement für die <strong>Umwelt und Natur</strong>, sitzt im Vorstand der<a href="https://www.bund-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener"> Hofheimer Ortsgruppe</a> im<strong> Bundes für Natur- und Umweltschutz (BUND)</strong>. Gleichzeitig macht sie bei der Wählergemeinschaft <strong>&#8222;Bürger für Hofheim&#8220; </strong>(<a href="https://xn--brger-fr-hofheim-jzbg.de/" target="_blank" rel="noopener">BfH</a>) aktiv in der Stadtpolitik mit. Sie ist als <strong>Stadtverordnete</strong> aktiv, und zwar erkennbar mit <strong>Lust</strong> und <strong>Leidenschaft</strong>.</p>



<p>Aber was die Frau in den letzten Tagen und Wochen <strong>erleben</strong> musste, hat ihr doch <strong>zugesetzt</strong>. Erst verschickte ein <strong>CDU-Stadtrat</strong> ihretwegen eine <strong>Drohmail</strong>. Am späten Dienstagabend dieser Woche, <strong>nach</strong> der Sitzung des <strong>Bau- und Planungsausschusses, </strong>wurde sie von <strong>Mitgliedern der CDU-Fraktion</strong> – so berichten Beobachter – <strong>massiv unter Druck</strong> gesetzt. Eine <strong>öffentliche</strong> <strong>Entschuldigung</strong> wurde ihr <strong>abverlangt</strong>. Oder man werde sie <strong>verklagen</strong>.</p>



<p><strong>Es reicht</strong>! Der Fall darf <strong>nicht länger </strong><em>&#8222;unter Ausschluss der Öffentlichkeit&#8220;</em> abgehandelt werden. <strong>Wir müssen drüber reden.</strong></p>



<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter dokumentiert <strong>die Fakten</strong>.</p>



<p><strong>Das ist passiert:</strong></p>



<p>Mitte November tagte der <strong>Ortsbeirats Kernstadt</strong>. In dieser Sitzung wurde über den <strong>Weinstand &#8222;Chalet&#8220;</strong> auf dem Untertorplatz gesprochen: Eine auf dem Gehweg verlegte <strong>Wasserleitung</strong> wird von vielen Bürgern als <strong>Stolperstelle</strong> moniert, seit Monaten schon. Sie soll demnächst, so versprach der Magistrat, endlich <strong>unter die Erde</strong> verlegt werden.</p>



<p><strong>Das &#8222;Chalet&#8220;</strong> wird vom <strong>Vereinsring</strong> betrieben. Dessen Vorsitzender heißt <strong>Wulf Baltruschat</strong>. Der Mann ist <strong>Polizist</strong>. Unter<strong> SPD-Bürgermeisterin Gisela Stang</strong> war er <strong>Mitglied in der SPD</strong>; passend zur Wahl von Stangs Nachfolger <strong>Christian Vogt (CDU)</strong> wechselte er <strong>das Parteibuch</strong> und sitzt jetzt als <strong>ehrenamtlicher CDU-Stadtrat im Magistrat</strong>. Er fällt er vor allem dadurch auf, dass er nicht auffällt: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">Baltruschat schwänzt</a> regelmäßig die <strong>Sitzungen des</strong> <strong>Stadtparlaments</strong>.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="649" height="365" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231206.jpg" alt="Chalet 20231206" class="wp-image-37096" style="width:649px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231206.jpg 649w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-20231206-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 649px) 100vw, 649px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sieht aus wie &#8222;bei Hempels unterm Sofa&#8220;: Das &#8222;Chalet&#8220; inmitten Hofheims guter Stube, auf dem Untertorplatz vorm Türmchen.</figcaption></figure>
</div>


<p>In besagter <strong>November-Sitzung des Ortsbeirats</strong> schlug Tanja Lindenthal vor, man solle den <strong>&#8222;Chalet&#8220;-Standort</strong> überdenken: Eine <strong>Holzbude</strong> vor der<strong> historischen Häuserfassade</strong> mit dem beliebten <strong>Türmchen-Anblick </strong>mache sich <strong>nicht besonders gut</strong>. Die Ortsbeirat-Mitglieder <strong>Peter Ottlik</strong> (SPD) und <strong>Martin Haindl</strong> (Grüne) schlossen sich dieser Meinung an.</p>



<p>Es ist nicht nur <strong>das gute Recht</strong> von Stadtverordneten, echte oder auch vermeintliche <strong>Missstände in der Stadt </strong>offen anzusprechen. <strong>Es ist ihre Pflicht</strong>.</p>



<p><strong>Wulf Baltruschat</strong> aber, der<strong> CDU-Stadtrat</strong>, sieht das wohl anders. Tage nach der Sitzung des Ortsbeirats schrieb er eine E-Mail an den <strong>BUND-Vorstand</strong>, angeblich im Namen des <strong>Vorstands des Vereinsrings</strong>. Auszug:</p>



<p><em>&#8222;Mit Befremden&#8220;</em> habe er <em>&#8222;die mehrfache negative Aussage von Frau Lindenthal zum Chalet zur Kenntnis genommen&#8220;</em>. Der <strong>BUND Hofheim </strong>sei Mitglied im <strong>Vereinsring</strong>, und selbst wenn Frau Lindenthal <strong>als Politikerin</strong> spreche, könne dies nicht von ihrer <strong>Mitgliedschaft im Vereinsring </strong>getrennt werden. Die <strong>Satzung des Vereinsrings</strong> sehe es vor, &#8222;<em>Mitgliedsvereine bei vereinsschädigendem Verhalten auszuschließen. Dies wäre bei Ihrem Verein nach derzeitiger Rechtslage möglich.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Tanja-Lindenthal.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="446" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Tanja-Lindenthal.jpg" alt="Tanja Lindenthal" class="wp-image-37061" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Tanja-Lindenthal.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Tanja-Lindenthal-300x209.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der BfH-Webseite: Tanja Lindenthal ist bekannt als engagierte Kommunalpolitikerin.</figcaption></figure>
</div>


<p>Baltruschat weiter, wörtlich: <em>&#8222;Mit dieser Mail fordern wir negative Äußerungen gegen Maßnahmen des Vereinsrings in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Diese Aufforderung ist eine zunächst mildere Maßnahme als ein Ausschlussverfahren, wird aber damit&nbsp;für ein eventuell weiteres Verfahren festgehalten.&#8220;</em></p>



<p>Die Mail war demnach die <strong>Abmahnung</strong>. Noch ein Wort, das dem Vorsitzenden nicht gefällt – dann folgt: <strong>Entlassung</strong>. <strong>Rausschmiss!</strong></p>



<p><strong>Macht man das so im Hofheimer Vereinsring</strong>?</p>



<h2 class="wp-block-heading">CDU-Stadtrat: Erst Abmahnung – dann Rausschmiss </h2>



<p>Der <strong>BUND</strong> informierte die<strong> &#8222;Bürger für Hofheim&#8220;</strong> über das Vorgehen des Vereinsrings gegen eine BfH-Stadtverordnete. Baltruschat erfuhr davon, dass seine Mail Kreise zog – und <strong>reagierte</strong> <strong>aufgebracht</strong>:</p>



<p>Er schrieb an den <strong>BUND-Vorstand</strong>, dass es sich <em>&#8222;um eine Mail im Innenverhältnis zwischen dem Vorstand des BUND OV Hofheim und dem Vereinsring Hofheim&#8220;</em> gehandelt habe. Sein Schreiben sei &#8222;<em>ohne Wissen oder Duldung des Absenders an Dritte weitergegeben&#8220;</em> worden: Das sei ein<strong> Verstoß gegen das Datenschutzgesetz</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="402" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg" alt="CDU-Stadtrat
" class="wp-image-35735" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/wulf-Baltruschat-202311-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gibt sich gern jovial und kumpelhaft, verträgt aber offensichtlich keine Kritik: Wulf Baltruschat, der Vorsitzende des Hofheimer Vereinsrings.</figcaption></figure>
</div>


<p>Das war <strong>nicht</strong> <strong>misszuverstehen</strong>: <strong>Rechtliche</strong> <strong>Schritte</strong> drohen, sogar <strong>eine</strong> <strong>Klage</strong>. Vielleicht, so Baltruschat, werde man den BUND aus dem Vereinsring ausschließen: <em>&#8222;Der Vorstand des Vereinsrings Hofheim wird über diesen Vorfall beraten und eventuell ein Ausschlussverfahren einleiten.&#8220;</em></p>



<p><strong>Detlef Backhaus</strong>, der Vorsitzende vom Hofheimer BUND, musste jetzt <strong>reagieren</strong>. Ganz <strong>sachlich</strong> schrieb er zurück: Man empfinde es <em>&#8222;als sehr fragwürdig und absolut unangemessen, dass Sie uns als Ortsverband des BUND wegen einer Meinungsäußerung einer Kommunalpolitikerin, die auch unser Mitglied ist, zu einem die Öffentlichkeit betreffenden Themas, mit dem Ausschluss aus dem Vereinsring drohen, denn anders können Ihre Schlussfolgerungen nicht gedeutet werden.&#8220;</em></p>



<p>Zu diesem Zeitpunkt erfuhr der <strong>Hofheim/Kriftel Newsletter</strong> von dem Schriftverkehr. <strong>Zur Klärung des Sachverhalts</strong> baten wir Wulf Baltruschat um <strong>Beantwortung einiger Fragen</strong>. Er schrieb innerhalb weniger Minuten zurück: &#8222;<em>Sie werden von mir keinerlei interne Informationen aus dem Vereinsring erhalten.&nbsp;Im weiteren betrifft es nicht mich persönlich, sondern den Vorstand&nbsp; des Vereinsring Hofheim.&#8220;</em></p>



<p><strong>Auf eine</strong> <strong>erneute Nachfrage</strong> reagierte Baltruschat nicht mehr.</p>



<p>Aber das Thema <strong>gärte weiter </strong>– und <strong>kochte jetzt hoch</strong>: Es war nach der Sitzung des <strong>Bauausschusses </strong>an diesem Dienstag, die Sitzung verlief ungewöhnlich emotionsgeladen, das lag auch an den Themen:</p>



<p>Es ging unter anderem um das <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220;</strong>, das die CDU unbedingt´ <strong>Knall auf Fall </strong>durchboxen wollte. Nach einem Bericht des <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/05/milllionen-coup-eines-cdu-politikers/">Hofheim/Kriftel-Newsletters</a> aber wurde das Thema erst einmal vertagt.</p>



<p>Es ging auch um die <strong>Riesenschirme auf dem Untertorplatz</strong>: Nachdem der <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/23/erste-bilder-von-riesenschirmen/">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a><strong> </strong>Bilder <strong>öffentlich</strong> gemacht hatte, wie die Altstadt aussehen würde, wurde auch dieses Thema erst einmal auf später verschoben.</p>


<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Das ist der Vorstand des Vereinsrings</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">Wer gehört eigentlich dem Vorstand des Vereinsrings an, in dessen Namen der Vorsitzende Wulf Baltruschat die Drohmail verschickte? Die Webseite gibt Auskunft: 2. Vorsitzender ist Joachim Melzer, Kassierer Sven Müller-Laupert, Schriftführerin Sandra Lamm. Dazu kommen die Beisitzer Zafer Baskiciogullari und Renate Hofmann.</div></div>



<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> konnte sich in der Sitzung zeitweise nur mühsam <strong>unter Kontrolle</strong> halten. Bei einem eher <strong>harmlosen Thema</strong> – es ging um ein Grundstück für einen <strong>kleinen Supermarkt in Langenhain</strong> – verlor er vollends <strong>die Contenance</strong>. Frau Lindenthal stellte <strong>etliche Fragen</strong>, das passte Vogt nicht, und er <strong>herrschte</strong> sie an:<em> &#8222;Bitte informieren Sie sich und sprechen Sie nicht hobbyweise.&#8220;</em></p>



<p>Lindenthal reagierte <strong>entrüstet</strong>: Ja, Stadtpolitik sei ihr als <strong>Hobby</strong>, im Gegensatz zu den anwesenden <strong>Magistratsvertretern</strong> erhalte sie <strong>kein</strong> <strong>Geld</strong> dafür. Stattdessen bekomme sie – jetzt folgte ein Wort, <strong>dass</strong> <strong>Folgen haben sollte</strong> – also <strong>stattdessen</strong> bekomme sie <em>&#8222;Droh-Mais von der CDU-Fraktion&#8220;.</em></p>



<p><strong>Kaum ein Außenstehender</strong> dürfte dem kurzen Satz <strong>in dieser erregten Debatte</strong> tiefere Bedeutung beigemessen haben. <strong>Ein, zwei CDU-Vertreter</strong> aber stellten Frau Lindenthal <strong><span style="text-decoration: underline;">nach</span> der Sitzung</strong> zur Rede: Das sei <strong>Verleumdung</strong>! empörten sie sich. Und unverhohlen <strong>drohten</strong> sie ihr mit <strong>Klage</strong>, wenn sie nicht klar stelle, dass von der <strong>CDU-Fraktion </strong>keine Drohmails verschickt worden waren.</p>



<p>Natürlich hat die CDU-Fraktion <strong>keine Drohmail</strong> verschickt: Das war ein <strong>CDU-Stadtrat</strong> gewesen, und der gehört natürlich <strong>nicht zur Fraktion.</strong></p>



<p><strong>Nur ein paar  Buchstaben</strong> – und dann so viel Ärger! <strong>Tanja Lindenthal</strong> stellte umgehend <strong>unmissverständlich</strong> klar: Sie mache <strong>der CDU-Fraktion</strong> keine Vorwürfe, versicherte sie. Und sie <strong>entschuldigte</strong> sich für den Fauxpas. Erst <strong>mündlich</strong>. Später auch <strong>schriftlich</strong>.</p>



<p>Es heißt, einige <strong>in der CDU</strong> hätten die Entschuldigung <strong>sofort</strong> <strong>akzeptiert</strong>. Andere aber nicht: Sie verlangten weitere <strong>Konsequenzen</strong>. Das wiederum dürfte <strong>Gründe</strong> haben:</p>



<p>Denn <strong>offen</strong> ist jetzt noch die Frage, was in der<strong> Causa Baltruschat und Drohmail </strong>passiert – und wie die <strong>CDU-Stadtführung</strong> reagiert:</p>



<p>Ein <strong>CDU-Stadtrat</strong> versucht, <strong>Stadtverordnete</strong> <strong>unter Druck zu setzen </strong>und mundtot zu machen: Sie sollen <strong>nicht mehr sagen</strong>, was sie für die Stadt Hofheim für <strong>richtig</strong> halten.</p>



<p><strong>Und nun? Einfach weghören?</strong></p>
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