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	<title>Thaler Armin &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Thaler Armin &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>Hofheim exklusiv: Blackbox Stadtfinanzen &#038; FDP vermutet Missbrauch beim Bewohnerparken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2025 08:16:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Thaler Armin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ferien sind vorüber, und damit endet auch die parlamentarische Sommerpause in Hofheim. Schon in den nächsten Tagen beginnen die ersten Ausschusssitzungen, Anfang September tagt dann das Stadtparlament. Es wird die letzte Sitzung von CDU-Bürgermeister Christian Vogt sein, der wenige Tage später das Rathaus endgültig verlassen muss. Bis zuletzt liefert er Stoff für zweifelhafte Schlagzeilen - auch davon gibt es heute wieder Neues zu berichten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Die Ferien sind vorüber, und damit endet auch die parlamentarische Sommerpause in Hofheim. Schon in den nächsten Tagen beginnen die ersten Ausschusssitzungen, Anfang September tagt dann das Stadtparlament. Es wird die letzte Sitzung von CDU-Bürgermeister Christian Vogt sein, der wenige Tage später das Rathaus endgültig verlassen muss. Bis zuletzt liefert er Stoff für zweifelhafte Schlagzeilen &#8211; auch davon gibt es heute wieder Neues zu berichten.</strong></p>






<h2 class="wp-block-heading">Und wieder: Vogt verletzt seine dienstlichen Pflichten</h2>



<p>Er hatte es den Stadtverordneten versprochen, hoch und heilig, wie man so schön sagt. Jetzt hat er auch dieses Versprechen gebrochen:&nbsp;</p>



<p>Es war <a href="https://hk-newsletter.de/2023/10/18/haushalt-und-hausmann/">im Herbst 2023</a>, als <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> den Stadtverordneten einen Doppelhaushalt vorschlug. Das bedeutete: Alle Einnahmen, alle Ausgaben, alle Investitionen und alle Tilgungen sollten für zwei Jahre in einer gemeinsamen Planung festgeschrieben werden.</p>



<p>Vogt begründete den ungewöhnlichen Schritt damals so: <em>„Ein Doppelhaushalt steigert unsere Effizienz.“ </em>Da mochte natürlich keiner ablehnen: Eine effektivere Stadtverwaltung wünschen sich schließlich alle Hofheimer. Schon lange.</p>



<p>Ein Doppelhaushalt hat jedoch einen großen Nachteil: Die Stadtverordneten legen sich für zwei Jahre fest. Sie ließen sich ködern mit der Zusage eines <em>„sehr guten Berichtswesens“</em>. Das war Vogts Versprechen vor dem Stadtparlament &#8211; wörtlich: <em>„Spätestens alle drei Monate werden Sie, die Stadtverordneten, über die wichtigsten Kerngrößen informiert und haben einen Überblick über den Erfüllungsstatus einzelner Projekte.“</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Vogt-Haushalt-202311.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="401" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Vogt-Haushalt-202311.jpg" alt="Hofheim" class="wp-image-36234" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Vogt-Haushalt-202311.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/11/Vogt-Haushalt-202311-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So präsentierte Christian Vogt Ende 2023 den Haushalt. Er versprach den Stadtverordneten regelmäßige Informationen über den Kassenstand. Seit Monaten aber schweigt er.</figcaption></figure>



<p>Die Stadtverordneten haben dem CDU-Mann geglaubt &#8211; das haben sie nun davon: Der letzte Finanzstatusbericht, den Vogt vorgelegt hat, nennt die Zahlen aus dem vierten Quartal des letzten Jahres. Seitdem sind acht Monate vergangen: Kein Stadtverordneter weiß heute, wie es um die Hofheimer Stadtkasse steht. Keiner hat eine Ahnung, wie groß <a href="https://hk-newsletter.de/2025/08/08/millionenkosten-zigaretten-lady-zeitungselend/">das Millionenloch</a> wirklich ist, das Vogt hinterlässt.&nbsp;</p>



<p>Blackbox Stadtkasse &#8211; und wer muckt auf? Wer fordert den Bürgermeister auf, endlich sein Versprechen einzuhalten und die Stadtverordneten zu informieren?</p>



<p>Schweigen im großen Rund. Hofheims Stadtverordnete sagen: keinen Mucks!</p>



<p>Halt, das ist nicht richtig! Eine Frau begehrt auf. <strong>Barbara Grassel, die Fraktionsvorsitzende der Linken</strong>, weist in einem Schreiben an den Magistrat darauf hin, dass es in Hessen eine <em>„Gemeindehaushaltsverordnung“</em> gibt &#8211; kurz GemHVO. Und darin heißt es unter <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-DoppikGemHVHEV5P28" target="_blank" rel="noopener">Paragraf 28</a>: <em>„Die Gemeindevertretung ist mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs unter Einbeziehung von produktorientierten Zielen und Kennzahlen zu unterrichten.“</em></p>



<p>Das ist eigentlich nicht misszuverstehen. Der Magistrat <span style="text-decoration: underline;"><em>muss</em></span> die Stadtverordneten informieren, und zwar <span style="text-decoration: underline;"><em>mehrmals jährlich</em>.</span> Wir reden hier nicht über eine freundliche Geste des Bürgermeisters. Es ist seine Pflicht, die Stadtverordneten über die Finanzlage zu informieren.</p>



<p>Grassel verbindet ihren Hinweis mit zwei Fragen: Weshalb wurden die Stadtverordneten bislang nicht über die Einnahmen und Ausgaben in 2025 unterrichtet? Und wann wird die Stadtverordnetenversammlung über den Stand des Haushaltsvollzugs im ersten Halbjahr 2025 unterrichtet?</p>



<p>Am <strong>Mittwoch, 27. August,</strong> tagt der Haupt- und Finanzausschuss (ab 19 Uhr, Stadthalle). Es könnte, nein: es müsste die Stunde der Wahrheit werden. Das aber ist nicht zu erwarten:</p>



<p>Vorsitzender des Gremiums ist<strong> Armin Thaler</strong>, ein Parteifreund von Vogt. Er hat das Thema &#8222;Finanzlage 2025&#8220; erst gar nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Dass Vogt sich auf seine letzten Tagen als Bürgermeister an Rechtsvorschriften und Pflichten erinnert:</p>



<p>Daran glaubt wohl nicht mal mehr die CDU.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">FDP fordert: Alle Bewohnerparkausweise überprüfen!</h2>



<p>Gibt es Autofahrer, die einen Bewohnerparkausweis für die Hofheimer Innenstadt besitzen, obwohl sie gar nicht in Hofheim wohnen? Und: Gibt es hier Bürger, die über einen privaten Stellplatz oder eine Garage verfügen und sich trotzdem einen Parkausweis besorgt haben &#8211; weil das Auto am Straßenrand abzustellen so bequem ist, und weil man einen Stellplatz oder eine Garage gut anderweitig nutzen kann?</p>



<p>Das sind Fragen, auf die Hofheims FDP Antworten verlangt. Der kleine Koalitionspartner der CDU möchte offenbar, dass die Stadtverwaltung eines großangelegte Überprüfung der Kernstadtbewohner startet: Wer hat einen Bewohnerparkausweis &#8211; und darf der/die das überhaupt?</p>



<p>Unterschrieben haben das Papier die <strong>FDP-Fraktionsvorsitzende Michaela Schwarz</strong> und ihr <strong>Stellvertreter Ralf Weber</strong>. Laut ihrer Darstellung beklagen sich Bewohner der Kernstadt immer wieder über Parkplatzmangel. Deshalb fordert das Duo jetzt umfassend Auskunft von der Verwaltung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Werden die Daten eines Antragstellers mit den Daten des Einwohnermeldeamtes abgeglichen? Dahinter steckt offenbar die Vermutung, dass sich Auswärtige einen Ausweis besorgt haben könnten.</li>



<li>Wird regelmäßig geprüft, ob die Voraussetzungen für einen Parkausweis noch gegeben sind? Bei Vorhandensein eines privaten Stellplatzes dürfte es den Ausweis gar nicht geben&#8230;</li>



<li>Und wenn ein Bewohnerparkausweis nach zwei Jahren abläuft: Stellt das Rathaus dann einfach einen neuen Ausweis aus? Oder welche Maßnahmen ergreift die Stadt?</li>
</ul>



<p>Noch ist unklar, was Schwarz und Weber mit dem Antrag bezwecken. Hat sie den Verdacht, dass Mitarbeitende der Stadtverwaltung Parkausweise zu großzügig verteilen? Oder liegen den Liberalen konkrete Hinweise auf eine missbräuchliche Verwendung des Parkausweises vor?</p>



<p>Vielleicht soll der Antrag aber auch bloß eine Art &#8222;Arbeitsbeschaffungsmaßnahme&#8220; für die neue Rathausführung sein. Die FDP-Stadtverordneten leiden nämlich schwer unter dem Verlust „ihres“ Bürgermeisters. Den haben sie mit derlei aufwendigen Aufträgen all die Jahre verschont. Den neuen Verwaltungschef dagegen gleich zu Beginn seiner Tätigkeit zu piesacken – das passt zum bisherigen politischen Stil der Hofheimer Liberalen.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ortsbeiräte: Viel Graswurzelpolitik &#8211; und eine Lachnummer</h2>



<p>Stadtpolitik live miterleben &#8211; das ist ab sofort wieder möglich. Hier sind die ersten beiden Termine der neuen Woche mit den interessantesten Themen:</p>



<p>Der <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> kommt am <strong>Mittwoch, 20. August, ab 19 Uhr</strong> im Rathausanbau zusammen. Top-Thema, ganz klar: der Ausbau des Innenstadtrings (ausführlicher Bericht <a href="https://hk-newsletter.de/2025/08/17/bauarbeiten-am-innenstadtring/">hier</a>).</p>



<p>Dazu gibt&#8217;s viel Kleinklein: Blumenkübel, Spielgeräte, Parkplätze, Fahrradständer&#8230;</p>



<p>Ganz oben auf der Tagesordnung steht ein Thema, dass längst eine Lachnummer ist: Bürgermeister Christian Vogt (CDU) hatte mal versprochen, die Kernstadt vom Tauben-Problem zu befreien &#8211; mit dem <a href="https://hk-newsletter.de/2022/12/13/das-100000-euro-taubenhotel-der-cdu/">Neubau eines Taubenhotels</a> für 100.000 Euro. Das war Ende 2022. Seitdem fragen die Stadtverordneten ausgerechnet seiner eigenen Partei beharrlich immer wieder nach: Ein Taubenhaus für 100.000 Euro &#8211; wie wird das aussehen, wo soll das hin?</p>



<p>Im Februar 2023(!) wurde diese Frage erstmals gestellt. Seither fanden 15 Sitzungen des Ortsbeirats statt, und in jeder dieser Sitzungen wurde die Anfrage erneut vorgetragen. Es hat den Anschein, als wollten die Christdemokraten ihren eigenen Bürgermeister drangsalieren, selbst auf seinen letzten Rathaus-Tagen.</p>



<p>Nur der Vollständigkeit halber: Eine Antwort hat der Magistrat bis heute nicht gegeben.</p>



<p>Noch so ein Dauerthema: Auf dem Untertorplatz wurde ein Kühlanhänger abgestellt, der laut Magistrat <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/03/weinstand-chalet-und-transparenz/">ein ständiges Ärgernis</a> ist und deshalb längst umgesetzt werden sollte. Der Anhänger aber steht immer noch da. Die Erklärung: Der Anhänger wurde von einem CDU-Magistratsmitglied abgestellt. Der Mann ist bekannt dafür, sich nicht an Regeln und Abmachungen zu halten. Dabei ist er Polizist von Beruf. Aber eben auch CDU-Stadtrat. Da kann er sich das wohl erlauben&#8230;</p>



<p>Und noch ein Thema, das die Arbeitsleistung des Magistrats in den letzten Jahren kennzeichnet: Die SPD will wissen, wann der Fußgängerweg über die Katharina-Kemmler-Straße in Höhe der Feuerwehr endlich kommt. Der Magistrat hatte dem Ortsbeirat im Jahre 2019(!) fest zugesagt, sich des Themas anzunehmen. Seitdem: Schweigen in der Stadtverwaltung.</p>



<p>Der <strong>Ortsbeirat Diedenbergen</strong> tagt einen Tag später, am<strong> Donnerstag, 21. August, ab 19.30 Uhr </strong>im ev. Gemeindezentrum. Top-Thema hier: das Gewerbegebiet Wallau Ost III mit der <a href="https://hk-newsletter.de/2025/06/14/giga-halle-in-wallau/">geplanten Giga-Halle</a>. Befürchtet wird, dass bei Bau der Halle täglich hunderte Lastwagen durch Diedenbergen fahren &#8211; die Stadt Hofheim aber weder mehr Gewerbesteuer-Einnahmen noch neue Arbeitsplätze gewinnt. </p>



<p>Ansonsten auch hier der bekannte Mix: Die <a href="https://www.datoto-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Pizzeria &#8222;A Tavola da Totó&#8220;</a>&nbsp;schließt, das Gebäude gehört der Stadt, und der Magistrat soll mal sagen, wie’s weitergeht. Weitere Themen:&nbsp;Weinstöcke auf dem Kreisel, Lagerhalle am Feuerwehrgerätehaus, Bordsteinabsenkungen und Poller am Straßenrand…</p>



<p>Wie gesagt: Viel Kleinklein &#8211; Ortsbeiräte ist Graswurzelpolitik. Das ist nicht jedermanns Sache, deshalb erscheint die Warnung angebracht: Das Zuhören &#8211; mehr ist nicht erlaubt! &#8211; ist nicht unbedingt ein Vergnügen.</p>



<p>Aber dafür bekommt man einen unverfälschten Eindruck davon, wie unsere Stadt regiert wird. Und das kann durchaus erhellend sein.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background is-style-dots"/>



<p class="has-text-align-center">Die vollständige Tagesordnung des <strong>Ortsbeirats Kernstadt</strong> kann <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/OB-Kernstadt-08-25.pdf">hier</a>, die Tagesordnung des <strong>Diedenbergener Ortsbeirats</strong> kann <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/08/OB-Diedenbergen-08-25.pdf">hier</a> als PDF heruntergeladen werden.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background"/>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
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		<title>3x Hofheim exklusiv: Vogt-Verfügung, CDU übt Wahlkampf &#8211; und Kriftel amüsiert sich</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/07/14/hofheim-verfuegung-cdu-kriftel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cyriax Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Fries Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Henninger Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Latsch Johannes]]></category>
		<category><![CDATA[Schultze Wilhelm]]></category>
		<category><![CDATA[Thaler Armin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei neue Geschichten gibt es - drei Nachrichten, die Sie garantiert noch nicht kennen: Es geht um die einst geheime Rathaus-Verfügung von Noch-Bürgermeister Vogt, die er nun überarbeiten muss, wenigstens ein bisschen. Seine Partei, die CDU, versucht derweil beim Wallauer Gewerbegebiet zu punkten - schließlich drohen bald Kommunalwahlen. Und wir erzählen eine neue Klamotte aus dem Hofem-Schlofem-Rathaus, die in Kriftel für großes Amüsement sorgte.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Drei neue Geschichten gibt es &#8211; drei Nachrichten, die Sie garantiert noch nicht kennen: Es geht um die einst geheime Rathaus-Verfügung von Noch-Bürgermeister Vogt, die er nun überarbeiten muss, wenigstens ein bisschen. Seine Partei, die CDU, versucht derweil beim Wallauer Gewerbegebiet zu punkten &#8211; schließlich drohen bald Kommunalwahlen. Und wir erzählen eine neue Klamotte aus dem Hofem-Schlofem-Rathaus, die in Kriftel für großes Amüsement sorgte.</strong></p>
</p>
<p>
</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" style="font-size:28px">Vogt muss Verfügung überarbeiten &#8211; irgendwie, ein bisschen</h2>
</p>
<p>An diesem einen Blatt Papier wird <strong>Christian Vogt (CDU)</strong> noch lange zu knabbern haben. Im Mai 2022 unterzeichnete er als Bürgermeister der Kreisstadt auf einer DIN-A4-Seite eine Verfügung, von der außerhalb der Verwaltung niemand erfahren sollte. Er ernannte damit seinen engsten Vertrauten zu einer Art zweitem Bürgermeister. Der Hattersheimer Marc Schlüter sollte fortan gegenüber allen(!) Führungskräften im Rathaus weisungsbefugt sein.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="484" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Vogt-und-Schlueter-202504.jpg" alt="Hofheim" class="wp-image-55361" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Vogt-und-Schlueter-202504.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Vogt-und-Schlueter-202504-300x227.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bürgermeister Christian Vogt mit Marc Schlüter, den er per Verfügung zu einer Art zweiten Bürgermeister von Hofheim gemacht hat. (Foto: Stadt Hofheim)</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Vogts behördliche Anordnung wurde dem Hofheim/Kriftel-Newsletter übermittelt, der darüber Mitte März dieses Jahres <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">berichtete</a>. Große Aufregung im Städtchen! Wenig später verlor Vogt die <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/30/buergermeister-schultze/">Bürgermeisterwahl</a> &#8211; ausgerechnet gegen den erst 29-jährigen <strong>Wilhelm Schultze</strong>. Den Schock darüber, erzählen sie im Rathaus, habe er bis heute nicht vollständig verarbeitet.</p>
</p>
<p>Die Kommunalaufsicht in der <a href="http://mtk.org" target="_blank" rel="noopener">Kreisverwaltung</a> kündigte damals an, die Verfügung prüfen zu wollen. Wobei man wissen muss: <strong>Landrat Michael Cyriax </strong>ist ein strammer CDU-Mann, und er gilt als gut befreundet mit Vogt. Dass seine Behörde die umstrittene Verfügung besonders streng unter die Lupe nehmen würde, war nicht zu erwarten &#8211; zumal Vogts Amtszeit in wenigen Wochen endet.</p>
</p>
<p>Wir haben jetzt nachgefragt, was die Prüfung ergeben hat. Die Reaktion des Landratsamts fiel ungewöhnlich wortkarg aus, Pressesprecher <strong>Latsch</strong> schickte vier dürre Sätze:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li><em>Die Kommunalaufsicht hat die Verfügung als Ganzes nicht beanstandet.</em></li>
</p>
<li><em>Der Büroleiter vertritt den Bürgermeister im internen Verwaltungsbetrieb.</em></li>
</p>
<li><em>Hiervon unberührt bleiben die in der HGO verankerten Rechte des Ersten Stadtrats (und nachgeordnet dessen Vertretungen) und des Bürgermeisters.</em></li>
</p>
<li><em>Die Kommunalaufsicht hat die Stadt gebeten, das zur Vermeidung von Missverständnissen klarzustellen und die Verfügung in diesem Punkt zu überarbeiten.&nbsp;</em></li>
</ol>
</p>
<p>Wir haben diese Sätze einem ausgewiesenen Verwaltungsexperten vorgelegt. Wir dokumentieren hier im Wortlaut, was der Jurist, der auch viele Jahre als Bürgermeister tätig war, dazu schrieb:</p>
</p>
<p><em>„Der Landrat nimmt die Rechtsaufsicht über die Stadt Hofheim wahr, deshalb sollte eine klare, unzweideutige und umfassende Rechtsauskunft erfolgen. Doch die Mitteilung aus dem Kreishaus ist sehr vage, vieldeutig und offensichtlich unvollständig.</em></p>
</p>
<p><em>Was ist damit gemeint, dass die Kommunalaufsicht „die Verfügung als Ganzes nicht beanstandet“? Was konkret hat sie denn beanstandet &#8211; und was nicht?</em></p>
</p>
<p><em>Die weiteren Aussagen sind widersprüchlich und mit den verbindlichen Bestimmungen des hessischen Kommunalrechts nicht im Einklang.</em></p>
</p>
<p><em>Nach <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-GemOHE2005pP70" target="_blank" rel="noopener">§ 70 Abs. 1 S. 2 der Hessischen Gemeindeordnung</a> (HGO) „leitet und beaufsichtigt“ der Bürgermeister „den Geschäftsgang der gesamten Verwaltung“. Er ist der Chef im Rathaus, und diese starke Stellung wird von der Direktwahl des Bürgermeisters, also seine unmittelbare Legitimation durch die Bürgerinnen und Bürger getragen.</em></p>
</p>
<p><em>Weil die Verwaltungsleitung so bedeutsam ist, regelt das Gesetz ebenso die Vertretung des Bürgermeisters klar und streng: Diese Vertretung obliegt dem Ersten Beigeordneten als Allgemeinen Vertreter (<a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-GemOHE2005pP47" target="_blank" rel="noopener">§ 47 S. 1 HGO</a>). Und weil die Chef-Position und dementsprechend die Stellvertretung von so zentraler Bedeutung sind &#8211; sie sind im besten Sinne „mächtig“ -, bestimmt die Stadtverordnetenversammlung als kommunale Volksvertretung, wer als Allgemeiner Vertreter die Geschäfte im Rathaus leitet und beaufsichtigt, wenn der Bürgermeister diese Aufgabe nicht wahrnehmen kann.</em></p>
</p>
<p><em>Den Begriff eines „internen Verwaltungsbetriebs“, den die Kommunalaufsicht nun aus der fragwürdigen Verfügung des Bürgermeisters übernimmt, kennt das hessische Kommunalrecht nicht. Was soll damit gemeint sein? Nur der Allgemeine Vertreter ist vom Gesetz bestimmt und wird von den Stadtverordneten legitimiert, für den Bürgermeister im Falle der Verhinderung stellvertretend tätig zu werden. Dies betrifft nach § 70 Abs. 1 S. 2 HGO ausdrücklich die gesamte Verwaltung, es ist eine umfassende Kompetenz und Verantwortung.“</em></p>
</p>
<p>Wir lernen: Einen <em>„internen Verwaltungsbetrieb“</em>, von dem Vogt in seiner Verfügung schreibt, gibt es gar nicht, zumindest sieht das Gesetz ihn nicht vor. Wir haben deshalb noch einmal im Landratsamt nachgefragt, was damit gemeint ist. Wir dachten, der <a href="https://www.mtk.org/Dezernat-I-804.htm" target="_blank" rel="noopener">CDU-Landrat</a> könnte uns den Begriff <em>&#8222;Interner Verwaltungsbetrieb&#8220; </em>bestimmt schnell erklären, zumal er ihn jetzt selbst benutzt.</p>
</p>
<p>Aber da haben wir wohl einen sehr empfindlichen Punkt getroffen! <strong>Herr Latsch</strong>, der Sprecher der Kreisbehörde, reagierte regelrecht angezickt. Kurz angebunden und ohne jegliche Bereitschaft zur Erklärung teilte er mit:</p>
</p>
<p><em>„Der Landrat als Kommunalaufsicht hat das Nötige gesagt und seiner Auskunft nichts hinzuzufügen.“</em></p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" style="font-size:28px">Giga-Halle in Wallau: CDU versucht, die Wähler wohlgelaunt zu stimmen</h2>
</p>
<p><a href="https://hk-newsletter.de/2025/06/14/giga-halle-in-wallau/">Die geplante Giga-Halle</a> in Wallau beunruhigt Hofheimer Kommunalpolitiker. Einige sind besorgt, da für den Bau mehr als 100.000 Quadratmeter bester Ackerboden planiert werden sollen. </p>
</p>
<p>Andere befürchten, dass eine solche Riesenhalle täglich von unzähligen Lastwagen angefahren werden wird. Das könnte für die Menschen in Wallau wie in Diedenbergen zu einer unerträglichen Belastung werden.</p>
</p>
<p>Wieder andere plagen ganz andere Befürchtungen. CDU-Bürgermeister Christian Vogt hatte unweit von Wallau entfernt das Gewerbegebiet &#8222;In der Lach&#8220; in Diedenbergen durchgesetzt &#8211; mit der Begründung, die Eigentümer bereits ausgewiesener Gewerbeflächen in Wallau wollten ihre Grundstücke nicht verkaufen. Nur wenige Monate später meldete dann ein Investor aus Frankfurt, er habe sich das gesamte Gebiet gesichert. Er legte sogar <a href="https://hk-newsletter.de/2025/06/24/wallau-halle-im-detail/">ziemlich konkrete Pläne</a> für einen Hallenneubau vor.</p>
</p>
<p>Hat der Bürgermeister die Bürgerinnen und Bürger getäuscht? Und wie steht die Stadtpolitik und insbesonder die CDU jetzt da ?</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-II-und-In-der-Lach.jpg"><img decoding="async" width="723" height="461" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-II-und-In-der-Lach.jpg" alt="Wallau Ost II und In der Lach" class="wp-image-57664" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-II-und-In-der-Lach.jpg 723w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/06/Wallau-Ost-II-und-In-der-Lach-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Erst hieß es, Hofheim benötige dringend Gewerbeflächen &#8211; deshalb wurde das Gebiet &#8222;In der Lach&#8220; in Diedenbergen neu ausgewiesen. Kurz danach kam heraus: Wallau Ost III, nur 500 Meter Luftlinie entfernt, steht doch zur Verfügung.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Inzwischen treiben die Pläne für Wallau Ost III einigen Partei-Funktionären kalten Angstschweiß auf die Stirn. Prinzipiell hat man nichts gegen ein weiteres Gewerbegebiet und auch nichts gegen eine Giga-Halle. Aber in sechs Monaten sind <a href="https://innen.hessen.de/presse/wahltag-fuer-die-kommunalwahlen-2026" target="_blank" rel="noopener">Kommunalwahlen</a>! Und schon die Bürgermeisterwahl hat gezeigt, dass sich die Wähler von der CDU abwenden. Die Wallau-Pläne könnten diesen Trend noch verstärken.</p>
</p>
<p>Was jetzt tun?</p>
</p>
<p>Die Hofheimer CDU, die seit der Vertreibung aus dem Rathaus-Chefzimmer wie von schweren Depressionen geplagt wirkt, versucht, mit einem Trick das Wohlwollen der Bürger zu gewinnen. Fraktionschef <strong>Michael Henninger</strong> und sein Stellvertreter <strong>Armin Thaler</strong> haben eine Anfrage eingereicht: Der Magistrat soll Auskunft darüber geben, welche Gewerbesteuereinnahmen durch die geplante Giga-Halle zu erwarten sind.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/CDU-zu-Wallau-Ost-III.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" width="284" height="400" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Standesamt-Kriftel-Hofheim.jpg" alt="Standesamt Kriftel Hofheim" class="wp-image-59157" style="width:250px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Standesamt-Kriftel-Hofheim.jpg 284w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Standesamt-Kriftel-Hofheim-213x300.jpg 213w" sizes="(max-width: 284px) 100vw, 284px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der CDU-Antrag: Mit einem Klick aufs Bild kann er als PDF heruntergeladen werden.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Im umständlichen Polit-Kauderwelsch klingt das so: <em>„Angesichts der aktuellen kolportierten Investitionssumme von ca. 125 Millionen Euro für die Flächen des Gewerbegebiets Wallau bitten wir um eine grobe prognostische Einschätzung der zu erwartenden Grundsteuereinnahmen für die Stadt Hofheim, die sich aus dieser Entwicklung ergeben könnten.“</em></p>
</p>
<p>Dieser Satz ist aus zwei Gründen merkwürdig. Warum spricht die CDU von einer <em>„kolportierten Investitionssumme“</em>? Kolportieren bedeutet ungesicherte und womöglich unzutreffende Informationen zu verbreiten. Hält die CDU den Investor etwa für nicht glaubwürdig?</p>
</p>
<p>Sodann weiß heute niemand, welche Unternehmen eines Tages in die Halle einziehen werden. Die Bitte nach einer<em> „groben prognostischen Einschätzung der zu erwartenden Grundsteuereinnahmen</em>” klingt deshalb wie eine Aufforderung zur Kaffeesatzleserei.</p>
</p>
<p><em>„Wir bitten um Beantwortung dieser Anfrage, um eine fundierte politische Diskussion und Entscheidungsfindung innerhalb der Fraktion und der städtischen Gremien zu ermöglichen“</em>, schreibt die CDU in ihrer Anfrage.</p>
</p>
<p>Ob Bürgermeister Vogt sich in seiner letzten Sitzung &#8211; sie findet Anfang September statt &#8211; zu der CDU-Frage noch eine Antwort ausdenkt? Wird er gar fette Einnahmen versprechen, um potentielle Wähler seiner Partei wieder wohlgesonnen zu stimmen?</p>
</p>
<p>Zu verlieren hat er ja nichts mehr.&nbsp;</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" style="font-size:28px">Hofem-Schlofem-Rathaus: Schulden der Krifteler jahrelang vergessen</h2>
</p>
<p>Und dann gibt es noch diese kleine Geschichte, die wir durch Zufall in der Lokalpresse entdeckt haben. Klein und unauffällig stand sie dort, als solle es niemand mitkriegen: Kriftel hat Schulden bei Hofheim – und niemand hat es bemerkt. </p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Kriftel-Ortsschild.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="451" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Kriftel-Ortsschild.jpg" alt="Kriftel Ortsschild" class="wp-image-59204" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Kriftel-Ortsschild.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Kriftel-Ortsschild-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></figure>
</div>
</p>
<p>Die kleine Gemeinde hatte vor etwas mehr als zehn Jahren mit der großen Kreisstadt eine sogenannte &#8222;interkommunale Zusammenarbeit&#8220; vereinbart: Die Aufgaben des Standesamts sollten von Mitarbeitern des Hofheimer Rathauses wahrgenommen werden. Im Gegenzug wollten die Krifteler den Hofheimern jährlich 2,45 Euro pro Einwohner zahlen.</p>
</p>
<p>Eine klassische Win-win-Situation: Die Hofheimer Verwaltung konnte jedes Jahr ein hübsches Sümmchen für die Stadtkasse einstreichen. Und die Krifteler freuten sich, weil sie einen erklecklichen Betrag bei ihren Personalkosten einsparen konnten.</p>
</p>
<p>Alle waren zufrieden, all die Jahre.&nbsp;</p>
</p>
<p>Nun heißt die Stadtverwaltung in Hofheim nicht umsonst „Hofem Schlofem“: Hier hatte man in den letzten Jahren total vergessen, eine Rechnung an die Nachbargemeinde zu schicken &#8211; zuständig für Finanzen: das Dezernat von <strong>Bürgermeister Christian Vogt.</strong></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/2012-Standesamtsbezirk.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" width="284" height="400" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Standesamt-Kriftel-2012.jpg" alt="Standesamt Kriftel 2012" class="wp-image-59169" style="width:250px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Standesamt-Kriftel-2012.jpg 284w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/Standesamt-Kriftel-2012-213x300.jpg 213w" sizes="(max-width: 284px) 100vw, 284px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Im Internet gefunden: So wurde die Kooperation mit Kriftel vorbereitet. Ein Klick auf das Bild öffnet die Magistratsvorlage aus dem Jahr 2012.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Ob die Krifteler das nicht gemerkt haben oder einfach nur die Füße still hielten, wollen wir hier nicht hinterfragen. Im Hofheimer Rathaus sind sie irgendwann dann doch wieder aufgewacht. Und mit Datum vom 3. Juni dieses Jahres verlangten sie vom Rathaus Kriftel eine Nachzahlung für die Jahre 2022 bis 2024. In Summe: genau 66.588 Euro.</p>
</p>
<p>So viel Geld haben die Krifteler natürlich nicht einfach so herumliegen. Die Verwaltung musste sich extra eine „überplanmäßige Aufwendung“ vom Gemeindeparlament genehmigen lassen. Das geschah auch ohne größere Diskussionen, na klar, man wollte es sich mit dem großen Nachbarn nicht verscherzen.</p>
</p>
<p>Da stimmt doch einiges nicht, werden Sie als aufmerksamer Leser jetzt bestimmt sagen. In Kriftel leben inzwischen über 11.000 Menschen &#8211; bei 2,45 Euro pro Einwohner müsste Hofheim demnach jedes Jahr über 27.000 Euro bekommen! Und was ist mit der Rechnung für das Jahr 2025? Die Hofheimer könnten das Geld doch am besten gleich einfordern, bevor sie es wieder vergessen…</p>
</p>
<p>Beides richtig! Fangen wir mit dem Preis an, das ist schon etwas nebulös. 2012 schlug der Hofheimer Magistrat den Stadtverordneten 2,45 Euro vor (nachzulesen <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/07/2012-Standesamtsbezirk.pdf">hier</a>): Das wurde genehmigt! Heute spricht der Krifteler Bürgermeister von 2 Euro. Wie es zu dieser Preissenkung kam? Unklar! In den öffentlich zugänglichen Internet-Archiven beider Rathäuser finden sich dazu keine Angaben.</p>
</p>
<p>Das Geld für 2025 muss natürlich noch gezahlt werden. Weil der Hofheime Bürgermeister ein netter Mensch ist, wollte er die Krifteler nicht übermäßig belasten. Er erklärte sich bereit, dass die Rechnung für 2025 erst im nächsten Jahr fällig wird.&nbsp;</p>
</p>
<p>Angesichts dieser großmütigen Geste dürfte man in der Kreisstadt mit leichter Verbitterung zur Kenntnis genommen haben, dass der stellvertretende Vorsitzende der Krifteler CDU-Fraktion gesagt hat &#8211; und das auch noch öffentlich! -, dass die Schuld für das finanzielle Durcheinander <em>„nicht unbedingt bei uns</em>“ liege. Und dann fügte er noch hinzu: Hofheims Verwaltung bekleckere sich ja allgemein nicht unbedingt mit Ruhm&#8230;</p>
</p>
<p>Das war ganz schön fies! Dem Mann sei versichert:</p>
</p>
<p>Es wird alles besser! Schon bald, ab September <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p></p>
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		<title>Wie Hofheims CDU den neuen Bürgermeister düpiert und die Bürger abstraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jun 2025 21:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Schultze Wilhelm]]></category>
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					<description><![CDATA[Strafe muss sein, sagt sich Hofheims CDU. Weil die Bürger Christian Vogt nicht erneut zum Bürgermeister gewählt haben, sollen sie nun die Quittung erhalten. Letzte Woche wurde die Stelle des Beigeordneten im Rathaus ersatzlos gestrichen – ohne Rücksicht auf die Folgen für die unter Vogt abgewirtschaftete Stadtverwaltung („Hofem Schlofem“). Dass eine geschrumpfte Rathaus-Führung nachteilig für ganz Hofheim sein kann, scheint die CDU-Stadtverordneten nicht weiter zu kümmern. Wir erleben Lokalpolitiker, die das Wohl der Stadtgesellschaft aus den Augen verloren haben – weil ihnen die Interessen ihrer Partei wichtiger sind. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="58278" class="elementor elementor-58278" data-elementor-post-type="post">
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									<p class="p1"><b>Strafe muss sein, sagt sich Hofheims CDU. Weil die Bürger Christian Vogt nicht erneut zum Bürgermeister gewählt haben, sollen sie nun die Quittung erhalten. Letzte Woche wurde die Stelle des Beigeordneten im Rathaus ersatzlos gestrichen – ohne Rücksicht auf die Folgen für die unter Vogt abgewirtschaftete Stadtverwaltung („Hofem Schlofem“). Dass eine geschrumpfte Rathaus-Führung nachteilig für ganz Hofheim sein kann, scheint die CDU-Stadtverordneten nicht weiter zu kümmern. Wir erleben Lokalpolitiker, die das Wohl der Stadtgesellschaft aus den Augen verloren haben &#8211; weil ihnen die Interessen ihrer Partei wichtiger sind.</b></p>								</div>
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									<p>Den Beschluss fasste das Stadtparlament letzte Woche mit hauchdünner Mehrheit: Wenn im Herbst die Amtszeit des <strong>SPD-Beigeordneten Bernhard Köppler</strong> endet, soll seine Stelle komplett wegfallen. Die Stadt sei knapp bei Kasse, hatte <strong>der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Armin Thaler,</strong> im Vorfeld gestreut. Ohne den dritten hauptamtlichen Magistrat könnten ein paar Hunderttausend Euro eingespart werden.</p><p>Die Stadt hat kein Geld mehr? Das ist neu! Warum wurde nicht schon vorher &#8211; unter Vogt &#8211; gehandelt? Warum wird nicht längst an anderen Stellen gespart?</p><p>Bei genauerem Hinsehen wird schnell klar: Der CDU geht es gar nicht ums Geld. Die Partei will Einfluss im Rathaus behalten, um jeden Preis. Und dann sah man auch eine gute Gelegenheit, den künftigen Bürgermeister noch vor Amtsantritt zu düpieren. <strong>Wilhelm Schultze</strong> von der Wählergemeinschaft „Bürger für Hofheim“ (BfH), erst 29 Jahre alt, hatte der CDU eine beispiellose Schlappe zugefügt. Bei der entscheidenden Stichwahl im März hatte er den amtierenden <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> regelrecht aus dem Rathaus gefegt.</p><p>Der Stachel sitzt tief. Einige CDU-Stadtverordnete zeigen jetzt offen ihre klammheimliche Freude darüber, dass sie dem jungen Mann eins mitgeben konnten. Soll er doch zusehen, wie er mit weniger Manpower im Rathaus klarkommt!</p>								</div>
				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Sensations-Ergebnis von Wilhelm Schultze<br>ist jetzt amtlich</h2>				</div>
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									<p><b>Der Wahlleiter hat die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl endgültig festgestellt, der Magistrat legte sie dem Stadtparlament letzte Woche vor. Man kann’s eigentlich immer noch nicht fassen, was im März passiert ist:</b></p><p>Im ersten Wahlgang verfehlte der amtierende Bürgermeister und CDU-Kandidat <b>Christian Vogt</b> die absolute Mehrheit nur ganz knapp: Er erhielt 7.659 Stimmen &#8211; satte <b>48,14 Prozent</b>. Es fehlten ihm weniger als zwei Prozent zur absoluten Mehrheit &#8211; starkes Ergebnis!</p><p>Mit Abstand auf Platz 2: <b>Wilhelm Schultze</b> von den „Bürgern für Hofheim“ (BfH) bekam 5.088 Stimmen oder <b>31,98 Prozent</b>. Nicht übel. Aber wohl eher chancenlos.</p><p><b>Tobias Undeutsch</b> von der SPD landete mit 3.164 Stimmen (19,89 Prozent) auf Platz 3.</p>								</div>
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												<figure class="wp-caption">
										<img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="405" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Stichwahl-Kandidaten.jpg" class="attachment-medium_large size-medium_large wp-image-54794" alt="Vogt CDU Schultze BfH" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Stichwahl-Kandidaten.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Stichwahl-Kandidaten-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Vogt hatte die Stadt mit seinen Plakaten zugepflastert - nutzte nichts: Am Ende konnte Wilhelm Schultze die meisten Wählerstimmen gewinnen.</figcaption>
										</figure>
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									<p>Das Rennen schien gelaufen. Dann kam die Stichwahl &#8211; und für die CDU verdüsterte sich der Himmel, während für die BfH die Sonne aufging:</p><p><b>Christian Vogt</b> rutschte auf 6.188 Stimmen ab. Nur noch <b>41,46 Prozent</b> der Stimmen: ein Desaster!</p><p><b>Wilhelm Schultze</b> bekam hingegen 8.737 Stimmen. Das kann man nur als sensationell bezeichnen: <b>58,54 Prozent</b>! Er ist der neue Bürgermeister von Hofheim.</p><p>Im September wird er ins Rathaus einziehen.</p>								</div>
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									<p>Um das Vorgehen der Christdemokraten verstehen und ihre wahren Absichten erkennen zu können, müssen wir die lokalpolitische Lage etwas näher betrachten:</p><p><strong><span style="color: #ff6600;">&#8211;&gt;</span></strong> Die CDU hat sich im Stadtparlament mit den Mini-Fraktionen von FDP und FWG zusammengetan. Doch zur Mehrheit fehlt eine Stimme. Bei strittigen Themen hat diese Minderheitskoalition keine Chance sich durchzusetzen &#8211; wenn sich die Opposition nur einig ist.</p><p><strong><span style="color: #ff6600;">&#8211;&gt;</span> </strong>Bürgermeister <strong>Christian Vogt</strong> (CDU) muss im September das Rathaus räumen: <strong>Wilhelm Schultze</strong> übernimmt. Erster Beigeordneter ist <strong>Daniel Philipp</strong> von den Grünen: Er wurde vor einem Jahr gewählt &#8211; mit den Stimmen der Opposition.</p><p><span style="color: #ff6600;"><strong>&#8211;&gt;</strong></span> Im Oktober endet die Amtszeit des Beigeordneten <strong>Bernhard Köppler</strong> (SPD). Wenn das Stadtparlament einen Nachfolger wählen wollte, müssten die Wahlvorbereitungen jetzt beginnen. Die CDU will den Posten natürlich gerne besetzen, weil sie ansonsten raus ist aus der Rathausführung. Aber wie soll das ohne Mehrheit gehen?</p><p><strong><span style="color: #ff6600;">&#8211;&gt;</span></strong> Es gibt einen weiteren Termin, der eine zunehmend wichtige Rolle spielt: Im März nächsten Jahres finden in Hessen <a href="https://innen.hessen.de/presse/wahltag-fuer-die-kommunalwahlen-2026" target="_blank" rel="noopener">Kommunalwahlen</a> statt. Dann entscheiden die Bürger über die Zusammensetzung des Stadtparlaments. Damit entscheiden sie auch darüber, wer in den nächsten Jahren das Sagen in der Kreisstadt hat.</p>								</div>
				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default"> Linke geben sich stur - die CDU findet das gut</h2>				</div>
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									<p>Im Stadtparlament ging’s jetzt erst einmal „nur“ um den Beigeordneten. Die SPD hatte ihren <strong>Fraktionsvorsitzenden Alexander Tulatz</strong> frühzeitig als Kandidaten vorgeschlagen, und eigentlich wäre dessen Wahl kein Problem gewesen:</p><p>Die Grünen wollten zustimmen, schließlich hatten die Genossen die Wahl von Daniel Philipp zum Ersten Beigeordneten unterstützt. Und auch die BfH stand hinter Tulatz. Im Endspurt des Bürgermeisterwahlkampfs hatte sich die SPD für den BfH-Kandidaten Schultze stark gemacht – jetzt wäre das Dankeschön fällig.</p><p>Zur Mehrheit im Stadtparlament benötigt die Opposition allerdings noch die zwei Stimmen der Linken. <b>Barbara Grassel</b> und <b>Anita Vogt</b> vertraten jedoch die Meinung, dass eine Kleinstadt wie Hofheim keine drei hauptamtlichen Magistratsmitglieder benötigt: Man könne das Geld anderweitig sinnvoller investieren.</p><p>Selbst der Hinweis, dass mit Wilhelm Schultze ein junger Mann ins Rathaus einzieht, der alle Unterstützung braucht &#8211; schließlich geht es um Hofheim -, ließ die Linken keinen Deut von ihrer Haltung abrücken. Sie stellten vielmehr den Antrag, die Stelle des Beigeordneten abzuschaffen.</p><p>Normalerweise verpuffen solche Forderungen der Linken. Aber diesmal kamen sie der CDU sehr gelegen:</p><p>Man hätte ja gerne einen eigenen Kandidaten aufgestellt und wegen der gespaltenen Opposition sogar durchbringen können. Einziges Risiko: Wenn die Linken ihre sture Haltung aufgegeben und angesichts eines CDU-Kandidaten für den SPD-Kandidaten gestimmt hätten, dann wären die Christdemokraten aus der Stadtführung raus, und zwar auf Jahre.</p><p>Deshalb stellte sich die CDU &#8211; und damit auch die FDP und die FWG &#8211; hinter den Antrag der Linken und erklärten laut, das Geld sei knapp und die Stadt müsse sparen.</p><p>Davon war bisher nie die Rede gewesen, im Gegenteil: Unter Vogt wurden im großen Stil Millionenprojekte geplant. Eine Radfahrerbrücke quer durch die Innenstand, ein Bahnhof in Wallau, eine Radschnellweg, ein Taubenhotel in der Kernstadt, eine Musikschule an der Elisabethenstraße…</p><p>Wir haben’s ja, ließ Vogt die Bürger stets glauben.</p><p>Und jetzt reicht das Geld angeblich nicht einmal mehr für einen Beigeordneten?</p><p>Werden die Bürger hier für dumm verkauft?</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Linken gaben sich stur - und die CDU fand das gut</h2>				</div>
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									<p>Inzwischen ist selbst aus Kreisen der CDU-Stadtverordneten zu vernehmen: Naja, so richtig abschaffen wolle man die Stelle des Beigeordneten natürlich nicht. Nach den Kommunalwahlen könne man das Thema ja noch einmal überdenken&#8230;</p><p>Es sind parteipolitische Planspiele: Wenn man als CDU im März eine Mehrheit bekäme, könnte man einen eigenen Beigeordneten durchsetzen &#8211; und wäre weiterhin an der Spitze des Rathauses präsent. Die Wähler, so das Kalkül der Parteistrategen, werden bis dahin das Gerede von notwendigen Einsparungen bestimmt vergessen haben…</p><p>Solche Überlegungen machen deutlich: Es geht der CDU gar nicht um das Wohl der Stadt und eine funktionierende Verwaltung. Die Partei will im Rathaus ein Stück Macht behalten. <strong>Michael Henninger, der CDU-Fraktionsvorsitzende,</strong> bestreitet solche Absichten auch gar nicht. Nur will er jetzt, wenige Monate vor der Wahl, den Ball lieber flach halten: Es sei doch gar nicht sicher, dass die CDU nach der Wahl eine Mehrheit habe, versichert er treuherzig.</p><p>Wilhelm Schultze, Hofheims designierter Bürgermeister, dürfte sich seinen Amtsantritt sicher anders vorgestellt haben. Vogt hinterlässt ihm nicht nur eine Rathausmannschaft, die er mit seinem autokratischen Führungsstil demoralisiert hat und die wie gelähmt wirkt. Es kann für den Jung-Bürgermeister durchaus noch schlimmer kommen:</p><p>Vogt hatte nach seiner bitteren Wahlpleite öffentlich verkündet: <i>„Ich versichere, ich werde bis zum letzten Tag meiner Amtszeit vollen Einsatz zeigen und mich für die Stadt und ihre Menschen einbringen.“ </i></p><p>Genauso hat er’s gesagt: <i>„Bis zum letzten Tag meiner Amtszeit“</i>. Und danach? Was passiert am Tag nach seiner Amtszeit?</p><p>So wird mit einer gewissen Spannung erwartet, wie sich Vogt aus dem Rathaus verabschiedet: Wird er eine vernünftige Übergabe machen &#8211; oder seinen Nachfolger auflaufen lassen? Nach dem Motto: Sieh zu, wie du klarkommst&#8230;</p><p>Auf der Chefetage des Rathauses kennt man das, hat solche unschönen Erfahrungen erst vor wenigen Monaten gemacht: Als der langjährige <b>Erste Stadtverordnete Wolfgang Exner</b> &#8211; ebenfalls von der CDU &#8211; vor dem Ruhestand stand, war sich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/13/amtseinfuehrung-mit-blauen-schnuersenkeln/" target="_blank" rel="noopener">die Opposition im Stadtparlament einig</a> und wählte den Grünen Daniel Philipp zu seinem Nachfolger. Die <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/03/erster-stadtrat-cdu-kandidatin/" target="_blank" rel="noopener">Kandidatin der CDU</a> fiel durch.</p><p>Strafe muss sein, sagte sich die CDU auch damals. Als Philipp sein Büro im Rathaus bezog, fand er es leer vor. Exner war gegangen &#8211; ohne Übergabe.</p><p>Die Rache des CDU-Mannes. Es passt ins Bild, dass Bürgermeister Vogt seinem Parteifreund Exner vor einigen Tagen eine städtische Auszeichnung übergab: Er verlieh ihm die Ehrenbezeichnung „Stadtältester”.</p><p>Ob den Wählern gefällt, wie sich Hofheims CDU in der Stadt aufführt? Spätestens nach der Kommunalwahl im März 2026 werden wir es wissen.</p>								</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum Herr Müller von der CDU den Magistrat erst kritisierte und jetzt schwächt</h2>				</div>
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									<p>An<strong> Michael Müller</strong> lassen sich die wahren Absichten der Stadt-CDU gut ablesen. Politisch trat er bisher nicht besonders in Erscheinung: Er lebt in Diedenbergen, wo er für die CDU im Ortsbeirat sitzt und in allerlei Vereinen mitmacht.</p><p>Plötzlich ist der Mann Stadtverordneter. Das kam so: Weil die CDU letztens im Stadtparlament keine Chance sah, einen eigenen hauptamtlichen Stadtrat im Rathaus durchzusetzen, wollte sie lieber einen Antrag der (normalerweise verhassten) Linken akzeptieren und die Stelle ganz streichen. Einen solchen Beschluss konnte sie jedoch nur bei vollzähligem Erscheinen der Fraktion durchkriegen.</p><p>Kleines Problem: <strong>CDU-Mann Jörg Ströhmann</strong> war verhindert. Schnelle Lösung: Der Wallauer musste sein Mandat niederlegen. Müller rückte nach. So macht man bei der CDU Karriere…</p><p>Noch im September 2024, also vor nicht einmal einem Jahr, hatte dieser Müller den Vogt-Magistrat scharf kritisiert: Er vertrete nicht die Interessen der Ortsbeiräte. In einem Beschluss des Ortsbeirats Diedenbergen, den Müller mitunterzeichnete, hieß es, dass immer wieder Anfragen und Anträge im Rathaus liegen blieben, manchmal über Jahre hinweg. <em>„Bei allem Verständnis für die Arbeitsbelastung“</em> der städtischen Beschäftigten &#8211; so hieß es weiter &#8211; entstehe der Eindruck, dass die Ortsbeiräte <em>„keinerlei Einflussmöglichkeiten haben“.</em></p><p>Derselbe Müller stimmte jetzt im Stadtparlament dafür, den Magistrat zu verkleinern &#8211; und damit die Arbeitsbelastung im Rathaus deutlich zu erhöhen. Dass die Ortsbeiräte dadurch noch mehr ins Abseits rücken könnten, stört den Stadtverordneten Müller offensichtlich nicht.</p>								</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Screenshot von Müllers Facebook-Auftritt: Der CDU-Mann lobt den Magistrat, weil der einen sechs Jahre alten Beschluss jetzt umsetzt.</figcaption>
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									<p class="p1">Fast zeitgleich mit seinem &#8222;Ja&#8220; zur Stellenstreichung pries der CDU-Mann auf Facebook in leuchtenden Worten das Engagement des Magistrats unter Vogt: Der sorge für eine bessere Verkehrssicherheit am Sportplatz Diedenbergen &#8211; der Gehweg werde befestigt und Baken aufgestellt…</p><p class="p1">Ja, das macht die Stadt Hofheim wirklich toll! Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Müller die Sicherung des Fußweges beantragt hatte, kurz nachdem Christian Vogt Bürgermeister geworden war. Das war im Jahr 2019 gewesen…</p><p class="p1">Sechs Jahre sind seitdem vergangen. Und weil der Magistrat am Ende von Vogts Amtszeit überraschend tätig wurde, zeigt sich Müller in den sozialen Netzwerken beglückt: <em>„Vielen herzlichen Dank an alle, die bei der Stadt Hofheim und den anderen Behörden die Umsetzung unseres gemeinsamen Antrags möglich gemacht haben.“</em></p><p class="p1">Müllers Masche ist leicht durchschaubar: So lässt sich die Amtszeit von CDU-Mann Vogt den Wählerinnen und Wählern vielleicht doch noch als Erfolg verkaufen &#8211; wenn man den künftigen Magistrat unter Bürgermeister Wilhelm Schultze nur stark genug schwächt…</p>								</div>
				</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Weinstand &#8222;Chalet&#8220;: Magistrat verspricht Transparenz – alles soll auf den Prüfstand</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/07/03/weinstand-chalet-und-transparenz/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2024/07/03/weinstand-chalet-und-transparenz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 11:36:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Müller-Laupert Sven]]></category>
		<category><![CDATA[Thaler Armin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
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					<description><![CDATA[Und er bewegt sich doch! Der Magistrat der Stadt Hofheim will endlich Licht in die undurchsichtigen Geschäfte am Weinstand "Chalet" bringen. Wer profitiert, wer kassiert – und was kostet das die Stadt eigentlich? Über allem schwebt die Frage: Welche Geheimnisse verbirgt der Vereinsring, und warum verhindert er jede Transparenz? Wieder einmal wurde das Thema in einem städtischen Gremium diskutiert: Jetzt zeichnet sich ab, dass es so wie bisher nicht weitergehen soll.  Ein Ausschussbericht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Und er bewegt sich doch! Der Magistrat der Stadt Hofheim will endlich Licht in die undurchsichtigen Geschäfte am Weinstand &#8222;Chalet&#8220; bringen. Im Rathaus scheint sich die Einsicht durchgesetzt zu haben, dass es schwer irritierend wirkt, wenn Privatleute und Gewerbetreibende auf städtischem Grund und Boden zu Lasten der Stadtkasse <strong>im großen Stil Geschäfte </strong>machen – ohne angemessene Gegenleistung.  Jetzt ist Aufräumen angesagt – angeblich.</strong></p>
</p>
<p>Der <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> hat am Dienstagabend erneut und <strong>mit viel Emotionen </strong>über das &#8222;Chalet&#8220; diskutiert. Das Ergebnis vorweg: Jetzt soll angeblich <strong>aufgeräumt</strong> werden! Die Stadt will <strong>Verträge</strong> prüfen, <strong>Genehmigungen</strong> hinterfragen, <strong>Kosten</strong> checken und auf jeden Fall auch mehr <strong>Informationen</strong> <strong>vom</strong> <strong>Vereinsring</strong> einfordern.</p>
</p>
<p><strong>Wulf Baltruschat, CDU-Stadtrat </strong>und Betreiber des &#8222;Chalet&#8220;, meldete sich derweil per Whatsapp aus Italien. Der Polizist macht offenbar gerade Urlaub <strong>im mondänen Badeort Riva</strong> und hat dort eine <strong>Holzhütte</strong> entdeckt, die dem &#8222;Chalet&#8220; ähnelt. Er schickte ein <strong>Foto</strong> davon und unkte: <em>&#8222;Zweites Standbein für den Vereinsring&#8220;</em>. Dazu musste er, das konnte er sich wohl <strong>nicht</strong> <strong>verkneifen</strong>, wieder ein bisschen <strong>hetzen</strong>: <em>&#8222;Keine Verhinderer aus dem Grünen Lager&#8220;.</em></p>
</p>
<p>So kennt man ihn&#8230;</p>
</p>
<p>Die <strong>Grünen</strong> blieben diesmal stumm; für die überraschende Nachricht sorgte in der Ausschusssitzung der<strong> SPD-Beigeordnete Bernhard Köppler</strong>: Man werde den <strong>Vertrag</strong> mit dem Vereinsring prüfen, sich die <strong>Nutzungsgenehmigung</strong> genau unter die Lupe nehmen und auch die <strong>Kosten der Stadt</strong> für Strom- und Wasserverbrauch klären&#8230;.</p>
</p>
<p>Es klang wie: <strong>Alles kommt auf den Prüfstand.</strong> <em>&#8222;Ich bin für größtmögliche Transparenz&#8220;, </em>versicherte Köppler <strong>mehrfach</strong>. Die Stadt wolle auch wissen, wie <strong>viele Vereine</strong> den Weinstand noch nutzen – und wie viele Gewerbetreibende profitieren.</p>
</p>
<p>Das wird Wulf Baltruschat<strong> nicht gerne hören</strong>. Al<strong>s Vorsitzender des Vereinsrings </strong>organisiert er das &#8222;Chalet&#8220;, flankiert wird er dabei vom <strong>Leiter der städtischen Musikschule</strong>: <strong>Sven Müller-Laupert</strong> hat als Baltruschats Stellvertreter dafür gesorgt, dass der Vereinsring <strong>die offizielle Software der Musikschule </strong>für die &#8222;Chalet&#8220;-Buchungen nutzen konnte (dazu später mehr). </p>
</p>
<p><strong>Baltruschat</strong>, der <strong>Vorsitzende</strong>, und <strong>Müller-Laupert</strong>, der auch als <strong>Kassenwart</strong> <strong>im Vereinsring </strong>fungiert (Kassenprüfer werden<strong> </strong>auf der Vereinswebseite nicht genannt), verwalten die &#8222;Chalet&#8220;-Gelder, als handele es um ihr privates <strong>Unternehmen</strong>. Einblick in die Geschäfte? <strong>Gibt es nicht!</strong> Fragen dazu, gar kritische? <strong>Werden nicht beantwortet.</strong></p>
</p>
<p>Und das soll sich <strong>jetzt wirklich ändern?</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Weinstand &#8222;Chalet&#8220;: &#8222;eine undurchsichtige Grauzone&#8220;</h2>
</p>
<p>Beobachter der Lokalpolitik verfolgten <strong>Köpplers Aufräum-Ankündigung</strong> mit Schmunzeln: Denn der Mann gilt als <strong>Intimfeind von Baltruschat</strong>. Das kann noch interessant werden!</p>
</p>
<p>Baltruschat wollte einst <strong>Bürgermeister</strong> <strong>von</strong> <strong>Hofheim</strong> werden, doch die <strong>Stadt-SPD </strong>wollte ihn nicht: Sie gab <strong>Köppler</strong> den Vorzug. Der verlor zwar die Wahl, wurde aber immerhin <strong>Beigeordneter</strong> <strong>im</strong> <strong>Rathaus</strong>. Baltruschat, schwer beleidigt über die <strong>parteiinterne Abfuhr</strong>, wechselte umgehend und<strong> unter Absingen schmutziger Lieder</strong> zur CDU, die ihn dafür mit einem <strong>Platz im Magistrat</strong> belohnte. Dort fällt der Mann seither vor allem dadurch auf, dass er seinen Pflichten <strong>nicht nachkommt</strong> (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">hier</a>). Und dass er dafür sorgt, dass ihm bei seinen Geschäften im und mit dem &#8222;Chalet&#8220; <strong>niemand in die Quere kommt.</strong></p>
</p>
<p>Köppler (<em>&#8222;Ich habe mich vorbereitet&#8220;</em>) erinnerte im Ausschuss an die Anfänge: Der Weinstand wurde <strong>2019</strong> aufgestellt (Zwischenruf von<strong> CDU-Bürgermeister Vogt:</strong> <em>&#8222;Das war vor meiner Zeit&#8220;</em>). Die Holzhütter war laut Köppler nur<strong> befristet geplant</strong>, dann gab es per Vereinbarung eine Verlängerung für den <strong>Weihnachtsmarkt</strong>, und danach blieb sie <strong>einfach stehen.</strong>..</p>
</p>
<p><strong>Ein</strong> <strong>Kühlanhänger</strong>, der vom Weinstand genutzt wird und <strong>einen Dauerparkplatz </strong>auf dem Untertorplatz einnimmt, soll laut Köppler als erstes <strong>verschwinden</strong>: Mit seinem Lärm sei er für <strong>ein ständiges Ärgernis</strong>, <em>&#8222;deshalb muss hierfür ein anderer Standort gesucht werden&#8220;.</em></p>
</p>
<p>Man könnte natürlich fragen, warum die <strong>Lärmbelästigung</strong> <strong>so lange geduldet wurde</strong> oder warum die Stadtverwaltung <strong>nicht längst eingegriffen</strong> hat&#8230; Aber schauen wir jetzt lieber <strong>nach vorn</strong>:</p>
</p>
<p>Auf <strong>Beschluss der Stadtverordnetenversammlung</strong> hatte die Stadtverwaltung einen alternativen <strong>Standort für die Holzhütte</strong> gesucht. Das Ergebnis (wir berichteten <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/01/magistrat-standort-chalet/">hier</a>) las sich wie von Baltruschat <strong>diktiert</strong>: Angeblich gibt es in der ganzen Stadt <strong>keinen besseren</strong> <strong>Platz für Weintrinker</strong> als vor dem<strong> Restaurant im</strong> <strong>historischen Türmchen</strong>.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche-Uebersicht.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="453" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche.jpg" alt="Chalet Standortsuche" class="wp-image-43659" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Chalet-Standortsuche-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: In diesem PDF hat die Stadtverwaltung sechs weitere Plätze mit dem &#8222;Chalet&#8220;-Standort auf dem Untertorplatz verglichen.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Neben dieser Standortsuche hatte es einen <a href="https://hk-newsletter.de/2024/04/03/privatgeschaefte-im-chalet/">Fragenkatalog</a> gegeben, den <strong>Grüne, Bürger für Hofheim</strong> und <strong>Linke </strong>eingereicht hatten. Der Magistrat hatte sich <strong>angeblich auch bemüht</strong>, Antworten zu geben,  musste aber <strong>mehrfach passen</strong> (<em>&#8222;keine Erkenntnisse&#8220;</em>). Ein deutlicher Hinweis: Der Vereinsring, der von der Stadt <strong>profitiert</strong>, <strong>verweigert</strong> der Stadtführung wesentliche Informationen. </p>
</p>
<p>Das wollte <strong>Tanja Lindenthal von den Bürgern für Hofheim</strong> nicht einfach akzeptieren: <em>&#8222;Wir als Stadtverordnete <em>müssen</em></em> <em>doch erfahren können, was in einem Vertrag mit der Stadt steht&#8220;</em>, sagte sie jetzt im Ausschuss. Warum muss der Vertrag <strong>geheim</strong> bleiben? Und <strong>profitieren</strong> wirklich nur Vereine – oder auch Gewerbetreibende? Lindenthal: <em>&#8222;Ohne umfassende Informationen macht es wenig Sinn, über einen Standort zu diskutieren.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Auch <strong>Barbara Grassel von den Linke</strong>n forderte umfassende <strong>Aufklärung</strong>: Der Weinstand sei <em>&#8222;eine undurchsichtige Grauzone”, </em>niemand wisse, wie hoch die Kosten für die Stadt seien. Dass dort Gewerbetreibende subventioniert würden, nannte sie <em>&#8222;bedenklich&#8220;</em>. Und die Erklärung der Stadt, sie wisse nicht, wer dort ausschenke, bezeichnete sie als <em>&#8222;nicht nachvollziehbar&#8220;</em>: Die Standbetreiber müssten schließlich eine Genehmigung einholen – beim Ordnungsamt der Stadt. </p>
</p>
<p><em>&#8222;Es kann doch nicht sein, dass alles geheim ist&#8220;, </em>sagte Grassel. Und: <em>&#8222;Wir sind es den Menschen schuldig, zu sagen, wofür wir städtisches Geld ausgeben.&#8220;</em></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Bei Fragen: FDP-Mann empfiehlt Strafanzeige</h2>
</p>
<p>Natürlich gab es auch Stadtverordnete, die sich <strong>für das &#8222;Chalet&#8220; aussprachen</strong>, das wollen wir hier keinesfalls verschweigen. Allen gemeinsam ist ihnen, dass sie sich <strong>Ahnungslosigkeit</strong> geprägt gaben und/oder<strong> bewusst die Wahrheit</strong> <strong>verdrehten</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Armin Thaler</strong> (CDU, Jahrgang 1958) meinte, es sei <strong>wichtig</strong>, dass es das &#8222;Chalet&#8220; gebe – <em>&#8222;wo die Leute hingehen und in Ruhe ein Glas Wein trinken können –&nbsp; das auch noch zu annehmbaren Preisen&#8220;.</em></p>
</p>
<p>Über solche Worte werden sich die<strong> Gastronomen in der Nachbarschaft</strong> des &#8222;Chalets&#8220; bestimmt freuen: Kann man bei ihnen etwa nicht in Ruhe <strong>ein Glas Wein</strong> <strong>genießen</strong>? Sie könnten zudem darauf verweisen, dass der Wein im &#8222;Chalet&#8220; <strong>nicht besonders günstig</strong> angeboten wird (5 bis 7 Euro/0,2 l), sie aber mit ganz anderen <strong>unternehmerischen Belastungen</strong> fertig werden müssen.</p>
</p>
<p><strong>Ralf Weber</strong> (FDP, Jahrgang 1950) tat so, als könne er nicht verstehen, dass der Weinstand <strong>hinterfragt</strong> wird. <em>&#8222;Diese ganzen Fragen – die muss man nicht stellen&#8220;</em>, befand er. Eine weitere <em>&#8222;Auswälzung des Fragenkatalogs&#8220;</em> empfinde er als <em>&#8222;unangenehm und unangemessen&#8220;.</em> Wer darin <strong>rumbohren</strong> wolle, <em>&#8222;dem empfehle ich eine Anzeige bei der Polizei&#8220;.</em></p>
</p>
<p><strong>Andreas Hegeler </strong>(CDU, Jahrgang 1966) wurde grundsätzlich: Alle <strong>jammerten</strong>, dass es Vereine heute <strong>so schwer</strong> hätten. Im &#8222;Chalet&#8220; könnten sich die Mitglieder treffen und Einnahmen generieren. Er verstehe nicht, <em>&#8222;dass man das wieder so kaputt redet&#8220;.</em> Und laut rief Hegeler aus: <em>&#8222;Wenn ihr das ,Chalet&#8216; nicht wollt, dann sagt das doch.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Das war wieder einmal Hegelersche<strong> Polemik in Reinkultur</strong>: Niemand hat gesagt, dass er das &#8222;Chalet&#8220;<strong> nicht wolle</strong>. Auch haben selbst die schärfsten Chalet-Kritiker*innen wiederholt betont, dass man den Vereinen <strong>keineswegs</strong> die Möglichkeit nehmen wolle, neue Einnahmen zu generieren. Der <strong>Standort</strong> ist&#8217;s, der in Frage gestellt wird. Und <strong>Transparenz im Umgang mit städtischen Geldern</strong>, die will man auch. Und Klarheit darüber, wie oft Vereine den Weinstand nutzen – und wie oft <strong>Privatleute bzw. Gewerbetreibende</strong> das &#8222;Chalet&#8220; buchen.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg" alt="Weinstand
" class="wp-image-43720" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Chalet-Stolperfalle-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Weinstand von der anderen Seite aus gesehen: Schöner wird&#8217;s nicht – und das beliebte Türmchen ist nicht mehr zu sehen.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Apropos Weinstand buchen: Die Reservierungen wurden, wie gesagt, jahrelang über eine <strong>Software der Musikschule</strong> abgewickelt. Am Anfang wurde das wirklich <strong>transparent</strong> gehandhabt: Im Internet war <strong>offen und für jeden einsehbar,</strong> wann welcher Verein das &#8222;Chalet&#8220; gebucht hatte und wann welche Wochenenden <strong>noch</strong> <strong>frei</strong> waren. Dann drängten Gewerbetreibende in <strong>das</strong> <strong>lukrative &#8222;Chalet&#8220;-Geschäft</strong> – und das Buchungstool wurde <strong>auf nicht mehr einsehbar umgestellt</strong>. Niemand sollte sehen, <strong>wer wirklich vom Weinstand profitiert.</strong></p>
</p>
<p>Für <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> war im Ausschuss noch diese Information wichtig: Die Möglichkeit, unter dem Label der Musikschule und mit deren Software <strong>Buchungen</strong> für das &#8222;Chalet&#8220;&#8220; durchzuführen (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/02/17/chalet-und-100000-euro-frage/#Chalet_I_Wo_sind_die_fetten_Gewinne_geblieben">hier</a>), sei gestoppt worden. Der Vereinsring habe sich <strong>eine eigene Software </strong>angeschafft und in seine <a href="https://vereinsring-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">Webseite</a> integriert.</p>
</p>
<p><strong>Geht doch!</strong></p>
</p>
<p><strong>Und wie geht&#8217;s jetzt weiter?</strong></p>
</p>
<p><strong>Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses</strong> fanden nach längerer Diskussion diese Lösung: Demnächst soll sich ein weiteres Gremium –<strong> der Ortsbeirat Kernstadt</strong> – mit der Zukunft des &#8222;Chalets&#8220; befassen. Er soll Vorschläge machen: Soll der <strong>Standort vor dem Restaurant Türmchen</strong> bleiben – oder soll<strong> ein neuer Platz </strong>her, und wenn ja: wo könnte der sein?</p>
</p>
<p>In der Zwischenzeit will Köppler <strong>die vertraglichen Regelungen</strong> überprüfen und Transparenz schaffen. Einfach wird das nicht: Köppler wird sich erneut <strong>gegen Baltruschat</strong> durchsetzen müssen.</p>
</p>
<p>Für die Hofheimer Stadtgesellschaft Hofheim wäre es nur gut, wenn dies gelänge: Schluss mit der ganzen <strong>Geheimniskrämerei</strong> und mit den <strong>undurchsichtigen Geschäften</strong> auf Kosten der Stadtkasse!</p>
</p>
<p>Alles muss <strong>auf den Prüfstand – wie versprochen!</strong></p>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>CDU-Bürgermeister will Stadtwald in ein Unternehmen stecken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2023 11:19:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Thaler Armin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war nur ein harmlos klingender Halbsatz zu später Stunde in einem politischen Gremium. Doch er birgt Sprengkraft: CDU-Bürgermeister Christian Vogt will Hofheims Stadtwald in die Zuständigkeit eines neuen Unternehmens übergeben. Die politische Absicht dahinter ist durchschaubar, die Folgen für den Stadtwald könnten dramatisch sein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Waldkommission <strong>wurde vor vielen Monaten</strong> angekündigt, sie sollte sich um Hofheims Stadtwald kümmern: Es gibt sie bis heute nicht. Ein Forsteinrichtungswerk sollte Anfang 2022 vorliegen, <strong>es handelt sich um eine Art Zehn-Jahres-Plan für den Stadtwal</strong>d: Er ist seit mehr als einem Jahr überfällig. Jetzt wird erkennbar, warum solche Projekte in Hofheims Stadtverwaltung nicht vorankommen: CDU-Bürgermeister Christian Vogt verfolgt ganz andere Pläne. Er will den Stadtwald in ein Unternehmen stecken. Die politische Absicht dahinter ist durchschaubar, die Folgen für den Stadtwald sind nicht absehbar.</strong></p>
<p>Es war am Mittwoch vergangener Woche, es ging auf 22 Uhr zu: Die Sitzung des <strong>Haupt- und Finanzausschusses</strong> neigte sich dem Ende zu, als <strong>Vorsitzender Armin Thaler </strong>den letzten Punkt der Tagesordnung aufrief: Mitteilungen des Magistrats. <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt </strong>bekam das Wort, und der sagte folgende Sätze, hier <strong>wortwörtlich</strong> wiedergegeben:</p>
<p><em>„Waldkommission – da sind wir soweit fertig, dass wir die Waldkommission bald mit einer Magistratsvorlage auf den Weg schicken zu den Stadtverordneten. Das hat sich dahingehend ein bisschen länger Zeit gelassen, weil wir innerhalb der Verwaltung – und das ist noch nicht abgeschlossen – eine Organisationsprüfung haben machen lassen, ob der Wald ein Eigenbetrieb werden kann oder werden soll.“</em></p>
<p>Die Worte kamen <strong>ganz</strong> <strong>harmlos</strong> rüber, verbreiteten gleichwohl bei einigen Mandatsträgern <strong>Entsetzen</strong> wie ein <strong>Sprengsatz</strong>, der gleich gezündet wird. Denn in Kurzform übersetzt sagte Vogt: Künftig soll sich nicht mehr das <strong>Parlament</strong> um den Stadtwald kümmern, sondern ein städtisches <strong>Unternehmen</strong>.</p>
<p>Da wird’s <strong>hochexplosiv</strong>: Denn wenn künftig der <strong>Stadtwald</strong> über einen Eigenbetrieb gemanagt wird, sind die <strong>Stadtverordneten</strong> weitgehend draußen. Das Stadtparlament, das <strong>verantwortlich</strong> für die Geschicke dieser Stadt zeichnet, wird dann bei diesem wichtigen Thema <strong>nur</strong> <strong>noch</strong> <strong>bedingt</strong> mitreden können:</p>
<p>In einem Eigenbetrieb würden alle Vorgänge rund um den Stadtwald als<strong> Betriebsangelegenheit</strong> behandelt – <strong>unter Ausschluss der Öffentlichkeit</strong>. Die Bürger sind informell <strong>ausgeschaltet</strong>, komplett.</p>
<p>Der Stadtwald dient dann nur noch bedingt dem<strong> Allgemeinwohl</strong>. Er wird <strong>Überschüsse</strong> erzielen müssen. Es steht zu erwarten, dass die <strong>Holzproduktion</strong> angekurbelt wird, also <strong>mehr</strong> <strong>Bäume</strong> <strong>gefällt</strong> <strong>werden</strong>.</p>
<p>Und: Die <strong>Jäger</strong>, denen heute vielfach eine <strong>Mitschuld</strong> zugeschrieben wird für das unübersehbare <strong>Leiden des Stadtwaldes</strong>, werden viel <strong>freier</strong> und <strong>ungehinderter</strong> agieren können. <strong>Keine</strong> <strong>nervigen</strong> <strong>Diskussionen</strong> mehr in aller Öffentlichkeit, ob zu viel Wild nicht zu viele Bäume zerstört. <strong>Keine</strong> <strong>ätzenden</strong> <strong>Vorwürfe</strong>, weil die Einnahmen aus der <strong>Verpachtung</strong> des städtischen Waldes nicht der Stadtkasse zugute kommen, sondern von den <strong>Jagdgesellschaften</strong> vereinnahmt werden.</p>
<p>So wird deutlich, was wirklich hinter Vogts Plan steckt: Es geht ihm nicht um Hilfe für den <strong>Not leidenden Wald</strong>. In einem städtischen Eigenbetrieb können alle kritischen Themen <strong>intern</strong> <strong>abgehandelt</strong> werden. Das Stadtparlament ist weitgehend <strong>ausgeschaltet</strong>. Die Öffentlichkeit sowieso.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-3.jpg" alt="Stadtwald" class="wp-image-23805" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-3.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-3-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hofheims Stadtwald ist in Gefahr! Zuletzt wurden jede Menge auch gesunder Bäume gefällt, weil demnächst Rettungsfahrzeuge über den Heinrichsweg nach Lorsbach fahren sollen.</figcaption></figure>
</div>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">Stadtwald-Firma: Plötzlich soll&#8217;s ganz fix gehen</h2>
<p><strong>Die</strong> <strong>Idee</strong>, für den Stadtwald einen Eigenbetrieb zu gründen, passt ins Konzept der <strong>Vogtschen</strong> <strong>Politik</strong>, diskutable Vorgänge <strong>aus der Öffentlichkeit </strong>zu verbannen. Dafür werden immer mehr <strong>&#8222;Arbeitskreise&#8220;</strong> gegründet – früher sagte man dazu <strong>Hinterzimmerpolitik</strong>: <strong>Projekte</strong> wie die Radfahrerbrücke zwischen Kernstadt und Marxheim, <strong>große</strong> <strong>Bauvorhaben</strong> wie an der Hattersheimer Straße und selbst eine <strong>Stellplatzsatzung</strong> werden nur noch in kleinen Runden ausgehandelt: Interessierte Bürger werden <strong>gezielt</strong> <strong>ausgeschlossen</strong>. Sie dürfen gerade noch erfahren, was Lokalpolitiker <strong>unter</strong> <strong>sich</strong> <strong>beschlossen</strong> haben.&nbsp;</p>
<p>Als <strong>Begründung</strong> wird gerne genannt, so ließen sich <strong>komplexe und strittige Themen</strong> besser ausdiskutieren. Zur Wahrheit gehört aber auch: <strong>In abgeschlossenen &#8222;Arbeitskreisen&#8220;</strong> lässt sich das<strong> häufige Versagen </strong>der Hofheimer Stadtverwaltung besser <strong>verschleiern</strong>. Immer wieder muss Vogt heute miterleben, wie <strong>Fehler in seinem Rathaus</strong> sein Image als Macher <strong>ramponieren</strong>. So wie letztens:</p>
<p>Das <a href="https://www.hofheim.de/vv/produkte/Wald_-_Hofheimer_Stadtwald.php#ali_infos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forsteinrichtungswerk</a>, eine Art zehnjähriger Betriebsplan für den Stadtwald, ist seit mehr als einem Jahr <strong>überfällig</strong>. In einem kleinen <strong>&#8222;Arbeitskreis&#8220;</strong> (hier etwas edler „Kolloquium“ genannt) war darüber gesprochen worden. Doch als <strong>das Werk</strong> vergangene Woche endlich zur Abstimmung vorgelegt wurde, staunten selbst die Stadtverordneten, die dem Kolloquium angehört hatten: Im vorgelegten Papier hatte die Verwaltung <strong>klammheimlich</strong> den Satz eingefügt, dass der Wald künftig <strong>Überschüsse</strong> erzielen soll.</p>
<p>Engagierte Stadtverordnete der <strong>Grünen, </strong>der<strong> Bürger für Hofheim </strong>und der<strong> Linken</strong> entdeckten die entsprechende Passage in den Unterlagen. <strong>Protest</strong> regte sich, der Hofheim/Kriftel-Newsletter machte das Thema <strong>öffentlich</strong> (<a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/20/mit-stadtwald-kasse-machen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>) – daraufhin wurde das Thema im Ausschuss nur kurz angesprochen. Und dann schleunigst <strong>wieder</strong> <strong>vertagt</strong>. </p>
<p>Ähnlich das<strong> Schicksal der &#8222;Waldkommission&#8220;</strong>: Die Geschicke des Stadtwaldes sollten in fachkundige Hände gelegt werden. <strong>Anfang 2022 </strong>hatte der Magistrat das angekündigt – jetzt haben wir <strong>März 2023</strong>: Die Waldkommission gibt&#8217;s <strong>immer noch nicht</strong>. Das Thema wurde von der <strong>BfH-Stadtverordneten Tanja Lindenthal</strong> letztens im Ausschuss erneut <strong>angemahnt</strong>. Vergebens&#8230;</p>
<p>Wenig später, die Sitzung neigte sich <strong>dem Ende</strong> zu, wurde klar, dass Hofheims Bürgermeister <strong>einen ganz anderen Plan </strong>verfolgt. Und wieder soll&#8217;s wohl<strong> ganz fix</strong> gehen – O-Ton Vogt:</p>
<p>„<em>Mit der Entscheidung, ob die Waldbewirtschaftung ein Eigenbetrieb oder Teil der Verwaltung werden soll, beschäftigen wir uns, ich hoffe, noch vor der Sommerpause.“</em></p>
<p>Er hat’s mal wieder<strong> sehr eilig</strong>, und das ist <strong>kein</strong> <strong>gutes</strong> <strong>Zeichen</strong>. Nicht nur die Stadtverordneten, auch alle am Wohl des Stadtwaldes interessierten Bürger sollten jetzt ganz <strong>wachsam</strong> sein!</p>
<p>PS:</p>
<p>An diesem<strong> Mittwoch, 29. März</strong>, tagt die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> (<strong>ab 18 Uhr</strong>, Stadthalle). Eigentlich sollte das <strong>Forsteinrichtungswerk 2022-2031 </strong>beschlossen werden. Weil aber der Ausschuss keine Entscheidung getroffen hatte, wird das Thema sicher auch vom Stadtparlament vertagt.</p>
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		<item>
		<title>Der Stadtwald, das Gütesiegel und das Pippi-Langstrumpf-Prinzip</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2022/10/06/fsc-guetesiegel-fur-stadtwald/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Seuberth André]]></category>
		<category><![CDATA[Thaler Armin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Vorrath Jonathan]]></category>
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					<description><![CDATA[Neun Monate lang wurde die Information im Rathaus unter Verschluss gehalten: Dem Hofheimer Stadtwald war Anfang dieses Jahres das begehrte FSC-Zertifikat aberkannt worden! Letzte Woche beendete der Hofheim/Kriftel-Newsletter die behördliche Geheimnistuerei; die Folge: Im Rathaus bewegte man sich, und auch FSC Deutschland reagierte schnell – das Gütesiegel kann jetzt endlich ausgestellt werden. Ein großes Problem aber droht den Hofheimern zu bleiben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kein Sterbenswörtchen hatte nach draußen dringen sollen: <strong>Anfang dieses Jahres</strong></strong> <strong>war dem Hofheimer Stadtwald das begehrte FSC-Zertifikat aberkannt worden. Neun Monate lang wurde diese Nachricht in der Chefabteilung der Stadtverwaltung unter Verschluss gehalten. Letzte Woche dann beendete der Hofheim/Kriftel-Newsletter die behördliche Geheimnistuerei, und das hatte prompt Folgen: Im Rathaus bewegte man sich, auch FSC Deutschland reagierte schnell – jetzt soll das Gütesiegel wieder ausgestellt werden. Das klingt erst einmal gut, aber es zeigt sich auch: Ein zunehmend großes Ärgernis droht den Hofheimern zu bleiben.</strong></p>
<p>Es sind <strong>38 DIN-A4-Seiten</strong> voll Text und mit vielen Tabellen, oben drüber steht in Großbuchstaben <strong>&#8222;Audit-Bericht&#8220;</strong>. Das Werk wurde von der <a href="https://www.gfa-cert.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GFA Certification GmbH</a> (Sitz: Hamburg) nach einer umfangreichen <strong>Überprüfung des Hofheimer Stadtwaldes </strong>verfasst, es liegt dem Hofheim/Kriftel-Newsletter vor.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/10/FSC-Bericht-2022-Hofheim-1.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" width="212" height="300" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/10/20221004-FSC-Bericht-.jpg" alt="Gütesiegel" class="wp-image-24236"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Prüfbericht, mit dem der Stadtwald das FSC-Gütesiegel verlor: Er kann mit einem Klick aufs Bild heruntergeladen werden.</figcaption></figure>
</div>
<p>Es geht darin um die Frage, ob der Stadtwald erneut mit dem FSC-Gütesiegel ausgezeichnet werden könnte. Der <strong>Prüfbericht</strong> wurde am 1. März dieses Jahres verfasst, der entscheidende Satz findet sich <strong>Seite 36</strong>:</p>
<p><em>„Ein Zertifikat kann nur dann erteilt werden, wenn alle oben aufgeführten Major CARs durch die Umsetzung der erforderlichen Korrekturmaßnahmen geschlossen worden sind.“</em></p>
<p>Im Klartext: Das gefragte FSC-Gütesiegel wurde Hofheim  aberkannt. Mit <em>&#8222;Major CARs&#8220; </em>werden <strong>gravierende Verstöße</strong> gegen die FSC-Richtlinien bezeichnet, und davon waren <strong>gleich</strong> <strong>mehrere</strong> im Stadtwald festgestellt worden. Erst jetzt, auf dem letzten Drücker, konnten die Mängel – zumindest weitgehend – <strong>ausgeräumt</strong> werden:</p>
<p>Zu Beginn dieser Woche sind sechs weitere Blatt Papier zum Prüfbericht dazugekommen. Auf der ersten Seite steht in Fettschrift<strong> &#8222;Anhang zum Auditbericht&#8220;</strong>, auf der letzten Seite findet sich der entscheidende Satz, ganz kurz und bündig:</p>
<p><em>„Ein Zertifikat kann erteilt werden.</em>“</p>
<p>Der Stadtwald wird <strong>das FSC-Gütesiegel</strong> also endlich wiederbekommen. </p>
<p>Es ist der vorläufige Schlussstrich unter einem Kapitel <strong>Stadtgeschichte</strong>, bei dem sich die Rathaus-Chefetage<strong> nicht mit Ruhm bekleckert </strong>hat: Denn da ist nicht nur der monatelange <strong>Verlust</strong> <strong>des</strong> <strong>Gütesiegels</strong>, da ist vor allem die <strong>katastrophale Kommunikationspolitik</strong>. Den Bürgern von Hofheim wurden wieder einmal<strong> vorsätzlich</strong> Informationen vorenthalten, die sie <strong>unmittelbar</strong> betreffen.</p>
<p>Passiert so etwas <strong>versehentlich</strong>? Oder steckt <strong>System</strong> dahinter?</p>
<p>Leuchten wir das düstere Treiben etwas besser aus&#8230;</p>
<h2 class="wp-block-heading">Gravierende Verstöße = kein FSC-Zertifikat</h2>
<p>Kurz zum Hintergrund: FSC steht für „<a href="https://fsc.org/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forest Stewardship Council</a>“ und ist <strong>ein internationales Zertifizierungssystem</strong> für nachhaltigere Waldwirtschaft. Wälder, die das Gütesiegel bekommen wollen, müssen <strong>nach strengen ökologischen und sozialen Regeln</strong> bewirtschaftet werden.&nbsp;Sie müssen zehn weltweit gültige <strong>„Prinzipien“</strong> einhalten, was auch alljährlich <strong>kontrolliert</strong> wird.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="366" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/10/20220909-FSC-Logo.jpg" alt="20220909 FSC Logo" class="wp-image-24307" style="width:320px;height:183px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/10/20220909-FSC-Logo.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/10/20220909-FSC-Logo-300x172.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das FSC-Logo, mit dem sich Produkte aus FSC-zertifiziertem Holz schmücken dürfen.</figcaption></figure>
</div>
<p>Wer gegen die FSC-Prinzipien <strong>verstößt</strong>, kann das Zertifikat <strong>verlieren</strong>. Und das kann schnell <strong>teuer</strong> werden: Denn Holz aus einem FSC-zertifizierten Wald ist <strong>wertvoller</strong> als Holz ohne Gütesiegel.</p>
<p>Bis heute verweigert Hofheims Stadtverwaltung  die Auskunft darüber, was Anfang 2021 zum <strong>Verlust</strong> <strong>des FSC-Zertifikats</strong> geführt hat. Jetzt braucht die Behörde nichts mehr preiszugeben, alle Informationen liegen uns vor. Der Audit-Bericht nennt<strong> Verstöße </strong>gegen gleich sechs der zehn FSC-Prinzipien:</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/10/FSC-Zertifizierung-Hofheim-2022.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" width="212" height="300" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/10/20221004-FSC-Bericht-2.jpg" alt="FSC-Zertifikat" class="wp-image-24237"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Nachtrag zum Prüfbericht kann mit einem Klick heruntergeladen werden.</figcaption></figure>
</div>
<p>So gab es <strong>zwei kleinere Mängel </strong>(„Minor CARs“) in den Bereichen <em>&#8222;Arbeitnehmerrechte und Arbeitsbedingungen&#8220;</em> sowie <em>&#8222;Umsetzung von Bewirtschaftungsmaßnahmen&#8220;</em>. Das wäre vielleicht noch hinnehmbar gewesen&#8230;</p>
<p>Doch in <strong>vier weiteren Bereichen</strong> (&#8222;<em>Leistungen des Waldes&#8220;, &#8222;Auswirkungen auf die Umwelt&#8220;, &#8222;Management&#8220;</em> und <em>&#8222;Monitoring und Bewertung&#8220;</em>) wurden <strong>schwerwiegende Abweichungen </strong>von den FSC-Prinzipien registriert. In einem solch gravierenden Fall wird nicht lange gefackelt:</p>
<p>Die <em>„Major CARs“</em> müssen <strong>beseitigt</strong> werden, vorher gibt&#8217;s es kein Zertifikat. Auf<strong> Seite 36</strong> des Audit-Berichts ist die Entscheidung zum Hofheimer Stadtwald nachzulesen: <em>„Ein Zertifikat kann nur dann erteilt werden, wenn alle oben aufgeführten Major CARs durch die Umsetzung der erforderlichen Korrekturmaßnahmen geschlossen worden sind.&#8220;</em></p>
<p>Man hätte die erforderlichen <strong>Korrekturmaßnahmen</strong> natürlich zügig umsetzen können. Aber Hofheims Stadtverwaltung wird nicht zufällig <em>„Hofem Schlofem“</em> genannt: Die <strong>Beseitigung der Mängel</strong> zog sich hin. Warum sollte man sich auch beeilen? Es wusste ja niemand irgendetwas&#8230;</p>
<p>Erst als der Hofheim/Kriftel-Newsletter bei <a href="https://www.fsc-deutschland.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FSC Deutschland</a> nachgefragt und<strong> eine Reihe von Fragen</strong> auch an das Hofheimer Rathaus geschickt hatte, dräute den Verantwortlichen, dass der Gütesiegel-Verlust publik werden könnte. Im Rathaus begann ein <strong>hektisches</strong> <strong>Treiben</strong>&#8230;</p>
<p>Es war dann Ende vergangener Woche, einen Tag nach Erscheinen des <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/29/stadtwald-hat-kein-fsc-zertifikat/">Berichts im Hofheim/Kriftel-Newsletter</a>, als in Hamburg der <strong>FSC-Prüfer</strong> einen<em> „Anhang zum Auditbericht“</em> verfasste. Unter dem Datum vom 30. September nahm er eine <em>„Aktualisierung zum Status der Korrekturmaßnahmen“ </em>vor, auf der letzten Seite machte er ein kleines Kreuzchen:</p>
<p>Das <strong>Zertifikat Nummer GFA-FM/COC-002822</strong> könne der Stadt erteilt werden.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Kommunikationsschwäche im Rathaus ist chronisch</h2>
<p>Ist damit das Problem gelöst? Allenfalls vordergründig. Denn der <strong>Verlust des FSC-Gütesiegels</strong> wirft ein Schlaglicht auf ein wachsendes<strong> Ärgernis</strong> in Hofheims Stadtpolitik: Die Rathausspitze krankt an einer nahezu <strong>chronischen Kommunikationsschwäche</strong>.</p>
<p><strong>Das konspirativ anmutende Vorgehen</strong> in Sachen Stadtwald ist beileibe kein Einzelfall: Der Stadtverwaltung musste bereits wiederholt ein ernsthaftes Problem mit <strong>Offenheit und Transparenz</strong> attestiert werden. Die Ursachen der <strong>krankhaften Entwicklung </strong>sind deutlich erkennbar:</p>
<p><strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> will das eigene Werken und Wirken ausschließlich <strong>positiv</strong> herausgestellt sehen. Wenn <strong>Versäumnisse und Fehler</strong> in seine Behörde angesprochen werden, gehen <strong>alle Schotten</strong> runter: Informationen, die nur ansatzweise das Saubermann-Image beflecken könnten, werden <strong>verdrängt und verschwiegen.</strong></p>
<p>In der freien Wirtschaft spricht man vom <strong>Pippi-Langstrumpf-Prinzip</strong>, kurz PLP, wenn ein <strong>Entscheidungsträger</strong> erkennbare Tatsachen wie auch Kundenbedürfnisse – hier: Bürgerinteressen – sträflich missachtet. PLP gilt als <strong>ein psychologisches Phänomen</strong>, das Pippi in ihrem Lied gut auf den Punkt bringt:</p>
<p><em>&#8222;Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune, ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt.&#8220;</em></p>
<p>So läuft das inzwischen auch in Hofheim ab, immer öfter, auch im aktuellen Fall. Die Lokalzeitungen durften unlängst <strong>wohlwollende Porträts</strong> über die Abteilungsleiter der Stadtverwaltung veröffentlichen: Großes Bravo – solcher &#8222;Journalismus&#8220; wird im Rathaus <strong>goutiert</strong>. Zum Verlust des FSC-Zertifikats hingegen findet sich in den Blättern<strong> kein Wort</strong>. Es muss vermutet werden, dass die Information den Redaktionen <strong>gezielt</strong> vorenthalten wurde. </p>
<p>Auch die <strong>Stadtverordneten</strong> werden von der Rathaus-Führung nach Belieben informiert – oder eben nicht. Die allermeisten nehmen das <strong>klaglos</strong> hin. Nur die <strong>Linken</strong> mucken immer wieder auf. Im Juni dieses Jahres verlangte die kleine Fraktion<strong> Auskunft darüber</strong>, was mit der FSC<strong>&#8211;</strong>Zertifizierung sei.</p>
<p>Der Magistrat, das schreibt die <strong>Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung </strong>vor, soll solche Anfragen innerhalb von <strong>vier bis sechs Wochen</strong> beantworten. In diesem Fall liegt die Anfrage seit <strong>mehr als vier Monaten</strong> im Rathaus – unbeantwortet, bis heute. </p>
<p>Aber was <strong>interessieren</strong> die Rechte der Stadtverordneten im Rathaus? Hier hat man sich ganz eigene Spielregeln gegeben: <em>&#8222;Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt&#8220;</em></p>
<h2 class="wp-block-heading">Und dann noch ein dreistes Täuschungsmanöver&#8230;</h2>
<p>Es war <strong>am Dienstag dieser Woche</strong>: In Hofheims Stadtverwaltung wurde beschlossen, dass man uns die <strong>überfälligen Antworten </strong>auf unsere Fragen zum Stadtwald doch noch zukommen lassen wolle. Und so teilte Rathaussprecher Jonathan Vorrrath per E-Mail mit: Die Stadt habe <strong>die</strong> <strong>Beanstandungen </strong>im FSC-Audit-Bericht beseitigt, und man habe auch <em>„eine Nachricht des Zertifizierers über die zeitnahe Wiedererlangung des neuen Zertifikats erhalten“</em>. </p>
<p>Das war uns inzwischen bekannt. Neu und  überraschend war in Vorraths E-Mail die  Erklärung, warum der Stadtwald das Gütesiegel nicht bekommen habe. : </p>
<p><em>„Eine Folge des durch Corona ausgefallenen Audits im Vorjahr war eine zeitweise Aussetzung der FSC-Zertifizierung.“</em></p>
<p>Na klar: Corona war&#8217;s! Darauf muss man erst einmal kommen! Man hört sie singen auf der Rathaus-Chefetage: <em>&#8222;Ich mach mir die Welt widewide wie sie mir gefällt.&#8220;</em></p>
<p>Die <em>&#8222;Minor CARs&#8220;</em> und die <em>&#8222;Major CARs&#8220;</em>, die kleinen und die gravierenden Verstöße gegen die FSC-Prinzipien: Sie wurden in der E-Mail des Rathauses<strong> mit keinem Wort</strong> erwähnt. So muss die städtische Antwort als <strong>dreister Versuch </strong>gewertet werden, die Öffentlichkeit zu <strong>täuschen</strong>.</p>
<p> <strong>Dumm gelaufen</strong> diesmal: Im Rathaus wusste man nicht, dass uns der <strong>Audit-Bericht</strong> und damit die <strong>Wahrheit zum Verlust des FSC-Gütesiegels</strong> inzwischen bekannt  war&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Erste CDU-Lokalpolitiker begehren gegen Hofem-Schlofem-Rathaus auf</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2022/03/19/lokalpolitiker-gegen-rathaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2022 10:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Batinic P. Anto]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Stadtverwaltung Hofheim kommt aus dem Hofem-Schlofem-Modus einfach nicht heraus. Das wollen immer mehr Lokalpolitiker der Kreisstadt nicht klaglos hinnehmen. Jetzt mokieren sich sogar die ersten CDU-Mandatsträger über Schludrian und Schlendrian im Rathaus. 

Ein zweites Politik-Thema: Vorderheide II – die Opposition setzte eine Sondersitzung des Stadtparlaments durch. Das könnte die Todesstunde des Baugebiets werden. Es gibt allerdings die Sorge, dass die CDU versuchen wird zu tricksen, um das Parlament auszuhebeln. 

Dazu: Hofheim &#038; Kriftel im Einsatz für die Ukraine. -- Neuer Krankenhaus-Name kostet 220.000 Euro. -- Jetzt auch SPD gegen Luxus-Dachgarten auf Kreishaus. -- 18-Meter-Klotz in der Landschaft, ein pastoraler Pendler, Corona-Update u.v.m.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Lokalpolitik in der Kreisstadt scheint langsam aufzuwachen</strong>: Es regt sich <strong>Unmut</strong> und <strong>Widerstand</strong> unter Hofheims Stadtverordneten – gegen eine Stadtverwaltung, die es nicht schafft, aus dem <strong>Hofem-Schlofem-Modus</strong> herauszukommen. Immer wieder und viel zu oft werden im Rathaus wichtige Aufgaben <strong>vergessen</strong>, Aufträge <strong>nicht</strong> <strong>ausführt</strong>, Anfragen über Jahre hinweg <strong>nicht</strong> <strong>beantwortet</strong>&#8230;</p>
<p>Bisher übten nahezu ausschließlich die Linken <strong>Kritik</strong> am Verhalten – besser: Versagen der Stadtspitze. Inzwischen klagen zunehmend auch <strong>Vertreter der anderen Fraktionen</strong> über eine allzu <strong>schlafmützige kommunale Behörde.</strong> </p>
<p>Sogar die ersten <strong>CDUler</strong> mucken auf. Und auch bei den <strong>Freien Wähler</strong>n, deren Führung sich nahezu devot an die Stadtspitze anzuschmiegen versucht, <strong>brodelt&#8217;s</strong>. Die Lokalpolitiker erkennen, dass ihr eigener Ruf<strong> Schaden nimmt</strong>, wenn sie auf <strong>Schludrian und Schlendrian</strong> in der Stadtverwaltung nur mit <strong>Schweigen</strong> und <strong>Wegschauen</strong> reagieren.</p>
<p>Unmittelbar zu erleben war das im <strong>Ortsbeirat Marxheim</strong>. Als Gasthörer dabei: <strong>Armin Thaler</strong>, ein <strong>Polit-Haudegen der CDU</strong>, der im Wahlkampf versprochen hatte, sich für das <strong>Ehrenamt</strong> stark zu machen. Konsequenterweise dürfte er nicht tatenlos zuschauen, wenn der <strong>ehrenamtliche</strong> <strong>Einsatz</strong> von engagierten Lokalpolitikern im <strong>Bürokratie-Sumpf</strong> der Stadtverwaltung untergeht. </p>
<p>Und tatsächlich: Diesmal <strong>reagierte</strong> Thaler. Zumal auch Mitglieder des Ortsbeirats gleich mehrmals und gut begründet <strong>aufbegehrten</strong>.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Lokalpolitiker kritisieren Untätigkeit des Magistrats</h2>
<p>Man habe <strong>Wartehäuschen</strong> aufstellen wollen, erstmals im Jahre <strong>2019</strong>. Jetzt sind drei Jahre um, wir haben März <strong>2022</strong>: Ob der Magistrat mittlerweile geklärt habe, wo die Wartehäuschen stehen können? Diese Frage stellte <strong>Kristin Seitz </strong>für die CDU.</p>
<p>Stadtrat <strong>Bernhard Köppler</strong> (SPD) als Vertreter des hauptamtlichen Magistrats zeigte sich ahnungslos: <em>&#8222;Tut mir leid, dazu habe ich keine Informationen.&#8220;</em></p>
<p>Im März <strong>2020</strong> habe der Ortsbeirat eine <strong>Gaststättensatzung</strong> vorgeschlagen, um Ärger zwischen Betreibern und Anliegern zu vermeiden. Nochmal Kristin Seitz: <em>&#8222;Wurde eine entsprechende Vorlage inzwischen eingebracht?&#8220;</em></p>
<p>Köppler zog erneut blank: <em>&#8222;Dazu weiß ich nichts.&#8220;</em></p>
<p>Vor einem Jahr habe die Verwaltung versprochen, dass Vorschläge zur <strong>Sanierung des Ehrenmals</strong> in der ersten Jahreshälfte <strong>2021</strong> vorgelegt werden. <strong>Vinzent Weber</strong> von der SPD wollte wissen, es ist schließlich schon März 2022: <em>&#8222;Wann ist denn damit zu rechnen?&#8220;</em></p>
<p>Köppler wusste es nicht: <em>&#8222;In der nächsten Sitzung bekommen Sie Bescheid.&#8220;</em></p>
<p>So ging es weiter. Schließlich die Altstadtleuchten in Marxheim: Wie <a href="https://hk-newsletter.de/2022/02/26/hofheim-gegen-krieg-in-der-ukraine/#Leuchten22020226">berichtet</a>, hatte die Stadtverwaltung vor kurzem <strong>langstielige LED-Lampen</strong> aufstellen lassen, sie verschandeln das Bild des alten Dorfes. Die Wünsche des Ortsbeirats waren bei der Leuchtenauswahl nicht berücksichtigt worden, wie <strong>Silvia Stengel </strong>von der FWG nicht müde wird zu kritisieren.</p>
<p>Diesmal wurde es grundsätzlich: Wie arbeiten Stadtverwaltung und Ortsbeiräte eigentlich zusammen? <strong>Alle</strong> <strong>Fraktionen</strong> hatten diese Frage unterzeichnet: Welche Ansätze gebe es für die Zukunft für eine <strong>bessere</strong> <strong>Kommunikation</strong> und <strong>Partizipation</strong>? </p>
<p><strong>Bernhard Köppler</strong>, der völlig <strong>unvorbereitet</strong> in die Sitzung gekommen zu sein schien, flüchtete ins <strong>Bürokratische</strong>, zitierte aus der <strong>Gemeindeordnung</strong>. Einen Satz betonte er, er ist für den Magistrat offenbar wesentlich: <em>&#8222;Der Ortsbeirat ist in allen wichtigen Angelegenheiten zu hören – was wichtig ist entscheidet die Verwaltung.&#8220;</em></p>
<p>Erst am Ende seiner langatmigen Ausführungen zeigte Köppler einen <strong>Anflug von Entgegenkommen</strong>: Er versprach eine <em>&#8222;erhöhte Aufmerksamkeit&#8220; </em>seitens des Magistrats.</p>
<p><strong>Sie sind wirklich nett</strong>, die Mitglieder des Marxheimer Ortsbeirats: Sie hielten sich mit weiterer Kritik zurück. Nur<strong> Armin Thaler</strong>, der in der zweiten Reihe saß, <strong>brummelte </strong>unüberhörbar, woraus zu schließen ist, dass der<strong> Frust über die Verwaltung </strong>auch bei CDU-Mitgliedern längst ziemlich tief sitzen muss:</p>
<p>Es könne nicht sein, dass man im Ortsbeirat nachfragen müsse, was aus einer Anfrage geworden sei, die <strong>vor drei Jahren</strong> gestellt wurde, so der CDU-Mann. <em>&#8222;Wenn wir nicht nachfragen, würden weitere Jahre vergeben.&#8220; </em>Es fehle eine <strong>Übersicht und Kontrolle </strong>über noch <strong>offene</strong> <strong>Anfragen</strong> und <strong>fehlende</strong> <strong>Beschlüsse</strong>. Das müsse endlich her, &#8222;<em>das muss eine Verwaltung <em>doch</em></em> <em>leisten können&#8220;</em>.</p>
<p>Köppler gab sich <strong>einsichtig</strong>, was blieb ihm auch anderes übrig: <em>&#8222;Ich werde es mit den Kollegen besprechen.&#8220;&nbsp;</em></p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Ein Hofheimer Treppenwitz</h1>
<p>Die Sitzungen der Ortsbeiräte sind <strong>nicht geheim</strong>. Nur <strong>nicht</strong> <strong>bekannt</strong>. Die Rathaus-Pressestelle, die selbst für kleinste Kita-Veranstaltungen ausführliche Pressemitteilungen verschickt, <strong>verschweigt</strong> die offiziellen Zusammenkünfte der Lokalpolitiker. Wer ihre Termine <strong>erfahren</strong> will, muss sich nahezu <strong>detektivisch</strong> durch die städtische Webseite arbeiten.</p>
<p><strong>Tipp für alle Lokalpolitiker, </strong>die sich<strong> über mangelndes Interesse</strong> an ihrer Arbeit beklagen: <strong>Sorgt dafür, dass eure Termine endlich bekannt gemacht werden!</strong></p>
<p>Wir sind dabei gerne behilflich: Nach dem <strong>Ortsbeirat Marxheim</strong> tagen am Dienstag der <strong>Ortsbeirat Wildsachsen</strong> (20 Uhr, Wildsachsenhalle), am Mittwoch die <strong>Ortsbeiräte Kernstadt</strong> und <strong>Lorsbach</strong> (jeweils 19 Uhr in der Stadthalle) und dann am Donnerstag der <strong>Ortsbeirat Diedenbergen</strong> (20 Uhr, ev. Gemeindezentrum).</p>
<p>Sitzungen der Ortsbeiräte sind <strong>Graswurzel-Politik.</strong> Es geht um Themen, die den Bürger unmittelbar betreffen. Man erfährt, wo <strong>den Leuten &#8222;der Schuh drückt&#8220;.</strong></p>
<p>Zugleich lässt sich hautnah beobachten, wie der Magistrat mit den <strong>Wünschen und Sorgen</strong> der Bürger umgeht.</p>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Friedhof-Lorsbach.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="495" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Friedhof-Lorsbach.jpg" alt="Lokalpolitiker" class="wp-image-20001" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Friedhof-Lorsbach.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Friedhof-Lorsbach-300x232.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption>Friedhof Lorsbach: Wer diese Stufen nicht schafft, kommt nicht an die Urnenwand.  (Foto: Stadt) </figcaption></figure>
</div>
<p>Auf der Tagesordnung des <strong>Lorsbacher Ortsbeirat</strong>s steht beispielsweise eine Treppe auf dem <strong>Friedhof</strong>: Sie ist der einzige Weg zur <strong>Urnenwand</strong>. Im Juni 2021 hatte der Ortsbeirat <strong>einstimmig</strong> beantragt, den Zugang <strong>barrierearm</strong> umzugestalten.</p>
<p>Nach neun Monaten(!) wird die Stadtverwaltung jetzt mitteilen: Eine Rampenlösung koste rund <strong>40.000 Euro,</strong> das Geld sei  <strong>nicht</strong> <strong>vorhanden</strong>, deshalb müsse es bei der Treppe bleiben. Ist halt Pech für<strong> alte</strong> <strong>Menschen</strong> und <strong>Behinderte</strong>: Sie werden sich <strong>nach dem Willen des Magistrats </strong>die Urnengräber nur <strong>aus der Entfernung</strong> anschauen können.</p>
<p>An dieser Stelle <strong>erinnern</strong> wir uns an den Neubau der <strong><a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/25/treppenumbau-fuer-280-000-euro/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rathaustreppe</a></strong>: Mitarbeiter in der Behörde hatten sich daran gestört, dass auf den Stufen zwischen <strong>Stadtverwaltung</strong> und <strong>Stadthalle</strong> ab und zu ein paar <strong>Kids</strong> herumlungerten. Also beschloss man zur Vertreibung der Jugendlichen einen aufwendigen Umbau der Treppe. Das kostete mehr als <strong>300.000 Euro</strong>.</p>
<p><strong>Hofheimer Treppenwitz:</strong> Für den Umbau der Rathaustreppe war das Geld da. Natürlich.</p>
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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Treppe-Esso-Tankstelle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Treppe-Esso-Tankstelle.jpg" alt="20220318 Treppe Esso Tankstelle" class="wp-image-19924" width="640" height="480" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Treppe-Esso-Tankstelle.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Treppe-Esso-Tankstelle-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption>Diese Treppe führt zum Schwarzbach. Sie sieht gefährlich aus, ist seit langem gesperrt.</figcaption></figure>
</div>
<p>Im <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> wollen die Grünen wissen, was mit <strong>der Treppe</strong> passieren soll, die neben der Esso-Tankstelle zum <strong>Schwarzbach</strong> führt. Sie <strong>verfällt</strong> zusehends, seit Jahren schon. Sie sieht völlig <strong>verwahrlost</strong> aus. Sie ist längst <strong>abgesperrt</strong>: Betreten wohl <strong>nicht ungefährlich</strong>.</p>
<p>Und die Stadtverwaltung? Tut nichts.</p>
<p>Die Grünen schlagen vor: <strong>Treppe in Ordnung</strong> bringen – oder <strong>komplett beseitigen.</strong> Offen, wie die Diskussion ausgeht.</p>
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<hr class="wp-block-separator"/>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Vorderheide II: Jetzt fetzen sich die Stadtpolitiker</h1>
<p><strong>Baugebiet Vorderheide II – das Thema bleibt spannend. Der aktuelle Sachstand, kurz zusammengefasst:</strong></p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Der Hessische Verwaltungsgerichtshof</strong> hatte Ende 2021 ein vernichtendes Urteil über den Bebauungsplan gesprochen.</li>
<li><strong>Die Stadtverwaltung</strong> räumte danach ein, bereits 1,5 Millionen Euro für Anwälte, Gerichte und Planung ausgegeben zu haben. Steuergelder, für immer weg! Und es wird noch viel mehr werden, das steht bereits fest.</li>
<li><strong>Der Magistrat</strong> beschloss trotzdem, vors Bundesverwaltungsgericht zu ziehen: Das kostet zwar, aber die Stadt müsse Schadensersatzansprüche abwehren bzw. geltend machen können.</li>
</ul>
<p>Die Opposition – <strong>Grüne, SPD, Bürger für Hofheim (BfH) und Linke </strong>– sind <strong>gegen</strong> <strong>das</strong> <strong>Baugebiet</strong>, und sie sind auch gegen weiteres <strong>Geldausgeben</strong> <strong>für</strong> <strong>aussichtslose</strong> <strong>Gerichtsverfahren</strong>. Sie beantragten jetzt eine <strong>Sondersitzung</strong> <strong>des Stadtparlaments</strong>. Die soll nächsten Freitag stattfinden, die Opposition wird die Mehrheit stellen: Es müsste die <strong>Todesstunde</strong> fürs Baugebiet werden.</p>
<p>Doch schon wird gemunkelt, der CDU-geführte Magistrat plane, einen  <strong>Beschluss des Parlaments </strong> gegen Vorderheide II <strong>auszuhebeln</strong>.  Die Klage vorm Bundesverwaltungsgericht soll durchgezogen werden, um jeden Preis.</p>
<p><strong>Der nächste Freitag</strong> wird zeigen, ob sich <strong>die Stadtspitze</strong> an <strong>demokratische</strong> <strong>Spielregeln</strong> hält &#8211; oder nicht.</p>
<p><strong>Schon im Vorfeld fetzen sich die Lokalpolitiker.</strong></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Vorderheide1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="340" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Vorderheide1.jpg" alt="20220318 Vorderheide1" class="wp-image-19939" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Vorderheide1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Vorderheide1-300x159.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption>Vorderheide II am Kapellenberg: Hier möchte die CDU ein Villenviertel errichtet sehen.</figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Bei Vorderheide II fallen die Masken</h2>
<p>Mal wieder krawallig drauf: <strong>Ralf Weber</strong>, für die FDP im Stadtparlament. Als Makler verfolgt er ureigene Interessen; auf Facebook pöbelte er gegen <strong>Kritiker</strong> des Baugebiets und auch gegen <strong>Umweltvereine</strong>: Sie würden &#8222;<em>zynisch</em>”, &#8222;<em>egoistisch</em>”, ja <em> &#8222;menschenverachtend</em>” handeln.</p>
<p><strong>Beim Thema Vorderheide II werden jetzt die Masken abgenommen.</strong></p>
<p>Nur noch <strong>Hofheims Regierungskoalition</strong> will das Baugebiet. Es darf vermutet werden, dass es den  Mandatsträgern von <strong>CDU, FWG und FDP </strong>dabei weniger um das Wohl der Stadt und auch nicht um den dringend benötigten Wohnraum geht. Zu offensichtlich sind handfeste <strong>privatwirtschaftliche Interessen</strong> durchscheinbar:</p>
<p>In Vorderheide II will das<strong> Unternehmen</strong> <strong>EGH</strong> ein Luxusviertel mit relativ wenigen <strong>Villengrundstücken</strong> realisieren. Beteiligt an der EGH ist die <strong>Frank Heimbau</strong>. Deren Geschäftsführer heißt <strong>Michael Henninger,</strong> und der sitzt für Hofheims CDU im Stadtparlament.</p>
<p><strong>Das Baugebiet Vorderheide II: e</strong><strong>in</strong> <strong>Deal unter</strong> <strong>Parteifreunden,</strong> <strong>auf</strong> <strong>Kosten der Allgemeinheit?</strong></p>
<h2 class="wp-block-heading">Befangenheit sorgt für neue Mehrheiten </h2>
<p><strong>Problem</strong> aus Sicht der Koalition: <strong>CDU, FDP und FWG</strong> haben im Stadtparlament keine Mehrheit mehr. Wenn sich die Opposition – <strong>Grüne, SPD, Bürger für Hofheim (BfH) und Linke </strong>– einig ist, und das ist sie in ihrer Ablehnung von Vorderheide II, dann hat sie eine Stimme mehr.</p>
<p>Dazu kommt: Henninger, der Immobilien-Lobbyist mit CDU-Mandat im Stadtparlament, darf in diesem Fall wegen  <strong>Befangenheit</strong> nicht an den (offiziellen) Beratungen und Abstimmungen teilnehmen. Heißt: noch eine Stimme weniger für die Regierungskoalition. Der <strong>Linke Bernd Hausmann</strong> will zudem wissen, dass FWG-Fraktionschef <strong>Andreas Nickel</strong> aus verwandtschaftlichen Gründen befangen sei.</p>
<p><strong>So schrumft die Koalition</strong>. Wohl deshalb dürfte <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler</strong> (CDU) letztens im Hauptausschuss die Frage aufgeworfen haben, wer eigentlich noch befangen sei. Ein durchschaubarer Versuch, die Opposition zu schwächen.</p>
<p>Hegeler zielte offensichtlich auf <strong>Tanja Lindenthal</strong> ab: Die BfH-Stadtverordnete ist in einer <strong>Bürgerinitiative</strong> gegen das Baugebiet aktiv. Eigentlich dürfte eine solche Mitgliedschaft<strong> kein Grund für Befangenheit</strong> sein. Weil das nicht geklärt wurde, verließ Frau Lindenthal nach kurzer Debatte den Sitzungstisch. </p>
<p>Über das<strong> Vorgehen</strong> Hegelers empörte sich später der <strong>Linke Bernd Hausmann:</strong><em> &#8222;Fies&#8220;</em> und <em>&#8222;hinterhältig&#8220;</em> nannte er Hegelers Auftritt. <em>&#8222;Der Stadtverordnetenvorsteher hat mit einem bewusst falschen Vorwurf eine Stadtverordnete der Opposition dazu gebracht, dass sie entnervt auf ihren Sitz im Ausschuss verzichtete.&#8220; </em>Eine öffentliche <strong>Entschuldigung</strong> Hegelers, schrieb Hausmann auf der <a href="https://dielinke-mtk.de/stadtverordnetenvorsteher-hegeler-verletzt-sein-neutralitaetsgebot/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Linken-Homepage</a>, <em>&#8222;wäre das mindeste&#8220;.</em></p>
<p>Hegeler wiederum gibt den <strong>Arglosen</strong>. Er habe doch nur eine Frage gestellt, tat er kund. Ihm daraus <em>&#8222;Falsches behaupten&#8220;</em> oder <em>&#8222;Lügen&#8220;</em> zu unterstellen: Das werde er <strong>nicht hinnehmen</strong>.</p>
<p>Eigentlich hätte man übrigens erwarten können, dass der<strong> Magistrat</strong> bei Fragen zur Befangenheit für <strong>Klarheit</strong> sorgt. In diesem Fall hielt sich <strong>Bürgermeister</strong> <strong>Christian Vogt</strong> zurück. Aber ach, er ist ja auch von der <strong>CDU</strong>&#8230;</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-VVorderheide-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-VVorderheide-2.jpg" alt="20220318 VVorderheide 2" class="wp-image-19936" width="640" height="289" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-VVorderheide-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-VVorderheide-2-300x135.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption>Ein Idyll für Pflanzen und Tiere, ein &#8222;faktisches Vogelschutzgebiet&#8220;, urteilte ein Gericht, das nicht zerstört werden darf: Hofheims Stadtspitze will aber weiter klagen, damit hier ein Baugebiet entstehen kann. </figcaption></figure>
</div>
<h2 class="wp-block-heading">Bürgermeister irritiert selbst die CDU</h2>
<p>Das Verhalten von <strong>Christian Vogt </strong>sorgt zunehmend für <strong>Iritationen</strong>. Letzte Woche hatte er in einem <strong>Internetvideo</strong> behauptet, <strong>Magistrat</strong> <span style="text-decoration: underline" class="underline">und</span> <strong>Hauptausschuss</strong> hätten entschieden, vors Bundesverwaltungsgericht zu ziehen. Das war nachweislich nicht wahr. Die Entscheidung, weiter zu klagen, hatte <strong>ausschließlich</strong> <strong>der</strong> <strong>Magistrat</strong> getroffen.</p>
<p>Als <strong>Begründung</strong> für die weitere Klage gab Vogt an: Es gelte, <strong>Haftungsansprüche</strong> von der Stadt <strong>abzuwenden</strong> und gegenüber Dritten zu <strong>wahren</strong>.</p>
<p>Da reagierten selbst <strong>führende CDU-Mitglieder</strong> mit verblüfftem Erstaunen. <strong>Heinz Steinle</strong>, Mitglied im <strong>Vorstand der CDU Hofheim</strong>, kommentierte bei Facebook:</p>
<p><em>&#8222;Ich bin sehr gespannt, ob das Bundesverwaltungsgericht unter diesen Voraussetzungen eine Revision, die nur zur Verhinderung oder Minimierung von Schadensersatzansprüchen erfolgen soll, überhaupt zulässt. Das würde letztlich bedeuten, dass gegen jedes Urteil bis zur völligen Ausschöpfung des Rechtsweges geklagt werden kann.&#8220;</em></p>
<p>Bleibt noch die Frage: Kann eigentlich der <strong>Magistrat</strong> ganz allein über eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden, also ohne die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> einzubeziehen? Der <strong>Linke Bernd Hausmann</strong> zeigte sich beschlagener als die <strong>Spitze von Hofheims Stadtverwaltung</strong>:</p>
<p>Über einen Rechtsstreit <strong>von größerer Bedeutung</strong> darf laut <a href="http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/justizportal_nrw.cgi?xid=146137,63" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paragraf 51 der Hessischen Gemeindeordnung</a> ausschließlich das <strong>Stadtparlament</strong> entscheiden. Hausmann wörtlich: Falls dies nicht beachtet werde, <em>&#8222;wird die Linke gezwungen sein, rechtliche Schritte einzuleiten, damit auch in Hofheim nach Recht und Gesetz verfahren wird&#8220;</em>.</p>
<p>Das klingt gar nicht gut. Sollte Hausmann die Magistratsentscheidung <strong>anfechten</strong>, könnte es – wieder einmal – <strong>peinlich</strong> für die Stadtspitze werden.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Opposition setzt Sondersitzung durch</h2>
<p>Soweit wird&#8217;s erst einmal nicht kommen. Denn Hofheims <strong>Oppositionsparteien</strong> sprachen sich in den letzten Tagen untereinander ab: Und dann beantragten sie eine <strong>Sondersitzung</strong> des Stadtparlaments. Ein solcher Antrag muss von mehr einem<strong> Viertel der 45 Stadtverordneten</strong> unterzeichnet sein.</p>
<p><strong>Stadtverordnetenvorsteher</strong> <strong>Hegeler</strong> versuchte zu tricksen, diesmal auf ganz billige Weise: Er verlangte <strong>zwölf persönliche</strong> <strong>Unterschriften</strong> unter dem Antrag. Das wurde schnell erledigt, er bekam sogar zwanzig, und natürlich innerhalb der vorgeschriebenen Zeit.</p>
<p>Daraufhin verschickte das Rathaus im Auftrag Hegelers an diesem <strong>Freitag kurz nach 13 Uhr</strong> eine <strong>E-Mail an alle Stadtverordneten</strong>:</p>
<p><strong>Eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung findet am <strong>nächsten Freitag, 25. März, ab 18 Uhr</strong> in der Stadthalle statt</strong>.</p>
<p>Einige Mitgliedern der Opposition bleiben misstrauisch. Sie befürchten, dasss der Magistrat die Anwälte jetzt <strong>umgehend</strong> losschickt – und in der Sondersitzung verkünden wird, die <strong>Klage</strong> sei längst auf den Weg gebracht, sie sei auch nicht mehr zu <strong>stoppen</strong>, ganz egal, was die <strong>Mehrheit</strong> <strong>der</strong> <strong>Stadtverordneten</strong> beschließt&#8230;</p>
<p>Spätestens <strong>Freitag</strong> wissen wir mehr. Die Sitzung ist <strong>öffentlich</strong>. Wer sie miterleben möchte:<strong> herzlich willkommen!</strong></p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Hofheim &amp; Kriftel im Einsatz für die Ukraine</h1>
<p>Die städtische <strong>Mahnwache</strong> vorm Rathaus am letzten Sonntag war schwach besucht.<strong> Tanja Weber </strong>schrieb in der Facebook-Gruppe<a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> &#8222;Wir in Hofheim&#8220;</a>:<em> &#8222;Die Teilnehmerzahl war ziemlich beschämend für eine Stadt wie Hofheim.&#8220;</em> Liegt&#8217;s vielleicht auch an den Rednern? Die Auswahl wirkt CDU-lastig; zudem musste <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> öffentlich Kritik einstecken für die Formulierung, dass <em>&#8222;der Russe&#8220;</em> den Krieg führe.</p>
<p>Das ist aber nicht der Grund, weshalb an diesem Sonntag (20. März) <strong>keine Mahnwache</strong> stattfindet. Die Rathaus-Pressestelle teilt mit: In vielen Kinos – auch im <strong>Movies im Chinon Center </strong>– werde am Sonntag ein <strong>Dokumentarfilm</strong> über die Klitschko-Brüder gezeigt. Der Erlös werde für die Ukraine gespendet. </p>
<p>Der <strong>Dokumentarfilm &#8222;Klitschko&#8220;</strong> beginnt am Sonntag um 19 Uhr. Der Trailer ist <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1pSLQdWNVz4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> zu finden, Karten gibt&#8217;s <a href="https://www.movies-kino-hofheim.de/reservierung/1460624/Klitschko-(Spendenaktion,-Dokumentation)/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p class="has-text-align-center">* * *</p>
<p>Das <a href="https://www.mtk-taekwondo.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traditional Taekwon-Do-Center</a> in Kriftel bietet &#8222;Stipendien&#8220; für <strong>ukrainische Jugendliche</strong> zwischen 12 und 18 Jahre an. <em>&#8222;Wenn ihr geflüchtete Karate-, Taekwon-Do-Kampfsportler oder Kick-Boxer aus der Ukraine beherbergt oder betreut, dann könnt ihr dieses Angebot gerne weiterleiten&#8220;,</em> schreibt <strong>Oliver Lehmann </strong>auf seiner <a href="https://www.facebook.com/sahbumnim.yongtong/videos/499486608236481" target="_blank" rel="noopener">Facebookseite</a>.</p>
<p class="has-text-align-center">* * *</p>
<p><strong>Langenhain läuft für die Ukraine-Hilfe! </strong>Via <a href="https://www.facebook.com/photo?fbid=10226889274394821&amp;set=pcb.2275498172601886" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook</a> ruft <strong>Dirk Horn</strong> für Sonntag, <strong>27. März,</strong> zu einem Spendenlauf auf. Start ist zwischen 10 und 12 Uhr. Der Erlös geht an die <strong>Hilfsaktion</strong> <strong>für ukrainische Geflüchtete </strong>in der Hofheimer Partnerstadt <strong>Pruszcz Gdański </strong>in Polen. Startgebühr: 20 Euro. Anmeldung vorab per E-Mail (<a href="mailto:spendenlauf_langenhain_ukraine@yahoo.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">spendenlauf_langenhain_ukraine@yahoo.com</a>) oder vor Ort am 27.März.</p>
<p class="has-text-align-center">* * *</p>
<div class="epyt-video-wrapper"><iframe  style="display: block; margin: 0px auto;"  id="_ytid_10309"  width="640" height="450"  data-origwidth="640" data-origheight="450" src="https://www.youtube.com/embed/6z_6Y7B871I?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=de&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;" class="__youtube_prefs__  no-lazyload" title="YouTube player"  allow="fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen data-no-lazy="1" data-skipgform_ajax_framebjll=""></iframe></div>
<p>Eine ganz andere Form der <strong>Mahnwache</strong> bietet das Team des <strong>Exerzitienhauses</strong>: Die Franziskaner haben zusammen mit Misereor eine <strong>Friedensandacht</strong> gestaltet und als <a href="https://youtu.be/6z_6Y7B871I" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video</a> aufgenommen. 15 Minuten des <strong>Innehaltens</strong> und der <strong>Nachdenklichkeit</strong>: Zum Video geht&#8217;s <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6z_6Y7B871I" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
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<p><strong>„Ein Pfand von Kindern für Kinder“ </strong>–&nbsp;unter diesem Motto organisiert die Betreuung der <strong>Heiligenstockschule</strong> eine Spendenaktion für Flüchtlinge aus der Ukraine. Geht einfach: Man kann vom<strong> 21. März bis 1. April </strong>Pfandflaschen am Königsberger Weg 29 abgeben – die Kinder bringen sie weg, der Erlös wird an ein <strong>Projekt für traumatisierte Kinder</strong> aus der Ukraine überwiesen. Mehr <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/pressemeldung.php?showpm=true&amp;pmurl=https://www.hofheim.de/newsdesk/publications/Hofheim_am_Taunus/180010100000093205.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
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<p><strong>Kriftel ist fix: </strong>Am Mittwoch war im <strong>Rathaus</strong> über eine Hilfsaktion für die polnische Partnergemeinde <strong>Pilawa Gorna</strong> gesprochen worden – schon am Montag kamen 16 Tonnen Hilfsgüter an. <strong>Tina Schehler</strong> veröffentlichte über die Aktion einen Artikel auf der <a href="https://www.kriftel.de/rathaus-politik/aktuelles/pressemitteilungen/spenden-kamen-in-pilawa-gorna-an/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Webseite der Gemeinde</a>. </p>
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<p><strong>Leckere Ukraine-Taler </strong>haben die Kinder vom Lerchenweg in Marxheim verkauft. Die blau-gelb überzogenen Plätzchen gingen allesamt weg – <strong>856 Euro</strong> wurden dabei eingenommen. Das Geld wird an die <strong>Kinder- und Bildungsstätte Hedwig </strong>in Schlesien überwiesen und kommt <strong>geflüchteten Müttern und Kindern </strong>aus der Ukraine zugute.</p>
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<p><strong>Michael Clasen </strong>lädt über die Facebookgruppe <a href="https://www.facebook.com/groups/108542621131371" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Lorsbach im Herzen&#8220;</a> zu einem Charity-Weinstand am Zimmerplatz in Lorsbach ein. Termin: 1. April, ab 17 Uhr. Der Erlös geht an die Kriegsopfer.  <em>&#8222;Die ersten 10 Kisten Wein werden von mir in voller Höhe gespendet. Ihr sorgt dafür, was dann zum Schluß hängen bleibt&#8220;</em>, schreibt er.</p>
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<p><strong>Tropica in Kriftel </strong>hat eine Spendenaktion gestartet: <em>&#8222;Wir sehen uns in der Verpflichtung, die Menschen in der Ukraine durch die Aktion ,Deutschland hilft&#8216; zu unterstützen&#8220;,</em> heißt es auf <a href="https://www.facebook.com/tropica.kriftel/?pageid=231737593612565&amp;ftentidentifier=2079607795492193&amp;padding=0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook</a>. Für jedes ausgefüllt abgegebene Blütensparbuch spendet Tropica <strong>10 Euro</strong>. An den Kassen stehen Spendenboxen, jeder Kunde kann was geben: <strong>30.000 Euro</strong> sollen zusammenkommen.</p>
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<p><strong>Die Stadt Hofheim </strong>hat auf der städtische Webseite eine <a href="https://www.hofheim.de/leben/ukraine-hilfe-03-2022.php#c8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Übersichtsseite</a> zum Thema <strong>Ukraine-Hilfe </strong>veröffentlicht: Dort werden Informationen gegeben für alle, die helfen wollen.</p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Neuer Name für MTK-Kliniken kostete 220.000 Euro</h1>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Varisano.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="382" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Varisano.jpg" alt="20220318 Varisano" class="wp-image-19938" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Varisano.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Varisano-300x179.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></figure>
</div>
<p><strong>&#8222;Varisano&#8220;</strong> nennen sich die Kliniken des Main-Taunus-Kreises seit einigen Monaten. Über dem Portal des <strong>Hofheimer Krankenhauses</strong> wurde eine neue <strong>Lichtwerbung</strong> mit dem Schriftzug angebracht, <strong>Flaggen</strong> mit dem neuen Namen wurden gehisst, neue Hinweisschilder aufgestellt, Briefbögen, Kuverts, Visitenkarten und Broschüren ausgetauscht&#8230;</p>
<p>Was hat das eigentlich <strong>gekostet</strong>, wollten die <strong><a href="https://dielinke-mtk.de/220-000-euro-fuer-einen-neuen-namen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Linken</a></strong> im Kreistag wissen.</p>
<p>Nun ist es heraus: <strong>220.000 Euro </strong>wurden dafür ausgegeben<strong> </strong>– Stand Dezember letzten Jahres.</p>
<p>Für <strong>Landrat Michael Cyriax</strong> ist das nicht viel Geld: <em>&#8222;Als Investition für die nächsten Jahrzehnte – in Relation zum jährlichen Etat des Klinikverbundes betrachtet – liegen die Umbenennungs-Kosten im Promillebereich&#8220;,</em> teilt er mit.</p>
<p>In einem <strong>Rundschreiben an die Mandatsträger</strong> war der neue Name so begründet worden: Man müsse <em>&#8222;Patientenorientierung, Effizienz und Sympathiewerte messbar erhöhen, um die Zukunftsperspektiven unserer Einrichtungen im dynamischen Umfeld weiter zu verbessern&#8220;.</em></p>
<p>Die Linken sehen das <strong>wenig überraschend </strong>etwas anders: <em>&#8222;Personal gewinnt und hält man nicht durch ein schickes Logo und einen trendigen Namen, sondern durch gute Arbeitsbedingungen, wertschätzenden Umgang und höhere Löhne.&#8220;</em></p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">SPD gegen Luxus-Dachgarten und für Photovoltaik auf dem Kreishaus</h1>
<p>Wer soll das noch verstehen? <strong>Hofheims Bürgermeister Christian Vogt </strong>(CDU) präsentiert in seinem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=y0lO5eVa3CQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freitagsblick-Video</a> stolz die <strong>Photovoltaik-Anlagen</strong> auf dem Dach des Rathauses. Anlass: die <a href="https://www.hofheim.de/leben/Planen_Bauen_und_Umwelt/Umwelt/Klimakampagne/klimakampagne-basistext-2021-05-26.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Online-Klimakampagne</a>, die am Montag in der Kreisstadt startet und zu der er alle Bürger einlädt.</p>
<p>Im zweiten großen Verwaltungsgebäude in der Kreisstadt, im <strong>Landratsamt</strong>, tickt man offenbar ganz anders. Die Behörde wird derzeit erweitert; auf dem Dach des Neubaus will <strong>Landrat Michael Cyriax</strong> – auch <strong>CDU</strong> – allerdings <strong>keine</strong> Photovoltaikanlage installieren. Dort will er, wie <a href="https://hk-newsletter.de/2022/02/26/hofheim-gegen-krieg-in-der-ukraine/#Landratsamt20220226">berichtet</a>, einen Luxus-Dachgarten anlegen lassen – <strong>ausschließlich</strong> für Mitarbeiter der Behörde. Der CDU-Landrat wie auch seine <strong>Erste Beigeordnete Madlen Overdick </strong>(eine <strong>Grüne</strong>!?) sprechen sogar von einem <em>&#8222;ökologischen Mehrwert&#8220;.</em></p>
<p>Mit etwas <strong>Verspätung </strong>meldet sich jetzt die SPD des Kreises. <strong>Fraktionschef Dr. Philipp Neuhaus </strong>bezeichnet die Pläne der Kreisbehörde als <em>„aus der Zeit gefallen“</em>. Bislang sei von der 4500 Quadratmeter großen Dachfläche nur ein Viertel für Photovoltaik vorgesehen.&nbsp; <em>„Lippenbekenntnisse alleine reichen nicht mehr aus. Wir brauchen endlich ein tatsächliches Handeln auf allen Ebenen.“</em></p>
<p>Die SPD schlägt vor, <strong>Photovoltaikanlagen</strong> auf das Dach zu setzen und dafür die <strong>Außenflächen</strong> rund um das Landratsamt <strong>umzugestalten</strong>. Dann könne der Kreis <em>&#8222;seinen Beschäftigten und auch der Nachbarschaft ein gutes Angebot machen, ohne bei der Photovoltaik Abstriche vorzunehmen.“</em></p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Polizei: Jetzt kommen die Sprit-Diebe!</h1>
<p><strong>Benzin ist teuer geworden</strong> – jetzt kommen die <strong>Sprit-Diebe</strong>! Die Polizei in Hofheim hat ungewöhnliche Straftaten zu bearbeiten: Unbekannte haben in Hattersheim und Schwalbach auf Baustellen zugeschlagen. Sie pumpten aus zwei Kippladern, einem Teleskoplader und einem Bagger insgesamt<strong> rund 1.000 Liter Diesel</strong> ab. Wer was gesehen hat: Die Polizei sucht Zeugen.</p>
<h4 class="wp-block-heading">Betrunkener prügelt sich mit Polizei</h4>
<p><strong>Betrunken</strong> Auto gefahren, dann auch noch zwei Polizisten <strong>verletzt</strong>: Diese Fahrt dürfte einem 29-Jährigen <strong>teuer</strong> zu stehen kommen. Der Mann war in Eppstein losgefahren. An der Tankstelle in <strong>Lorsbach</strong> wurde er von der Polizei gestoppt, leistete dann aber <strong>massiven Widerstand</strong>. Verstärkung musste anrücken, <strong>Schlagstöcke</strong> wurden eingesetzt – Ergebnis: Zwei <strong>verletzte Polizisten</strong>, eine Beamtin musste sogar <strong>ambulant</strong> behandelt werden. Auf der Fahrt zur Polizeiwache <strong>beleidigte</strong> und <strong>bedrohte</strong> der Mann noch die Beamten. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.</p>
<h4 class="wp-block-heading">Wieder E-Bike geklaut</h4>
<p>Schon wieder wurde <strong>ein E-Bike gestohle</strong>n. Es verschwand aus einem Vorgarten in der Paul-Duden-Straße in <strong>Kriftel</strong>, wo es hinter einer Mülltonne <strong>abgeschlossen</strong> abgestellt worden war. Es handelt sich um ein schwarzes Fahrrad des Herstellers &#8222;NCM Moscow&#8220;. <strong>Wert: rund 1.000 Euro.</strong></p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Tödlicher Unfall: Trauer um einen 12-Jährigen</h1>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220317-Unfall-Kriftel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220317-Unfall-Kriftel.jpg" alt="20220317 Unfall Kriftel" class="wp-image-19904" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220317-Unfall-Kriftel.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220317-Unfall-Kriftel-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption>Blumen und Kerzen zum Abschied: An diesem Bahnübergang in Kriftel starb ein 12-jähriger Junge.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Blumen wurden hingelegt, Kerzen entzündet.</strong> Eine Schulklasse hat ein Bild gemalt, die Kinder haben <strong>persönliche Abschiedsgrüsse</strong> für Mohammad geschrieben: Der Junge, gerade mal <strong>12 Jahre</strong> alt, war am Bahnübergang in Kriftel von einem Zug überfahren worden.</p>
<p>Es ist ein Drama, das sprachlos macht: Es gab wohl <strong>Streit</strong> in der Familie, die <strong>Polizei</strong> wurde gerufen, die Beamten sprachen mit dem <strong>Jungen</strong> und seiner <strong>Mutter</strong>. Dann gingen sie.</p>
<p>Wenig später, gegen 19 Uhr, wurde der Junge von der Bahn <strong>überfahren</strong>. Der Bahnübergang befindet sich <strong>unweit</strong> <strong>der</strong> <strong>Wohnung</strong>, eine <strong>Schranke</strong> sperrt die Straße zwar nur zur Hälfte ab, es gibt aber noch ein <strong>rotes</strong> <strong>Warnsignal</strong>. Und eigentlich ist ein ankommender Zug <strong>nicht zu überhören</strong>.</p>
<p><strong>Die</strong> <strong>Ermittlungen</strong> sind noch nicht abgeschlossen, so die Polizei. <strong>Vor acht Jahren</strong> war schon einmal<strong> ein Kind </strong>in Kriftel von einem Zug <strong>überrollt</strong> worden: Im Januar 2014 hatte eine 20-Jährige ihren<strong> 14-jährigen Bruder </strong>in ein Heim für geistig behinderte Kinder bringen wollen. Er riss sich los und wurde zunächst <strong>vermisst</strong>. Am Abend,<strong> in der Dunkelheit</strong>, erfasste ihn ein Zug.</p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Informationen aus den Rathäusern</h1>
<p><strong>Mit einer</strong> <strong>&#8222;Earth Hour&#8220;</strong> wird weltweit mehr Einsatz für den Klimaschutz gefordert: Symbolisch sollen am <strong>26. März ab 20.30 </strong>Uhr für eine Stunde alle Lichter ausgehen. Hofheim stellt die Beleuchtung von Bergkapelle und Kellereigebäude aus. Mehr <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/pressemeldung.php?showpm=true&amp;pmurl=https://www.hofheim.de/newsdesk/publications/Hofheim_am_Taunus/180010100000093135.php" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>Mit einer Klimakampagne</strong> will die Stadt Hofheim auf die Folgen des Klimawandels reagieren.&nbsp;Die Online-Auftaktveranstaltung beginnt am 21. März um 17 Uhr. Mehr <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/pressemeldung.php?showpm=true&amp;pmurl=https://www.hofheim.de/newsdesk/publications/Hofheim_am_Taunus/180010100000093201.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>In der Reihe „Spotlights“ </strong>stellt das Stadtarchiv neue Fundstücke vor – diesmal  die digitalisierten Jahrgangsbände der Hofheimer Zeitung von 1927 bis 1943. Mehr <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/index.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>Hinter dem Friedhofsparkplatz Marxheim</strong> wird ab Montag, 21. März, ein Wildstaudenbeet angelegt. Radfahrer und Fußgänger müssen einen Umweg machen. Mehr <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/pressemeldung.php?showpm=true&amp;pmurl=https://www.hofheim.de/newsdesk/publications/Hofheim_am_Taunus/180010100000093202.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>Das  Hofheimer Standesamt</strong> bleibt am 23. und 30. März wegen Fortbildungsveranstaltungen geschlossen. Mehr <a href="https://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/pressemeldung.php?showpm=true&amp;pmurl=https://www.hofheim.de/newsdesk/publications/Hofheim_am_Taunus/180010100000093200.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>Die Tropica-Geschäftsführung</strong> hat der Gemeinde ein imposantes „Nützlingshotel“ im Wert von 1.000 Euro übergeben.&nbsp;Mehr <a href="https://www.kriftel.de/rathaus-politik/aktuelles/pressemitteilungen/insektenhotel-am-bahnhof-aufgestellt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>Die Kita Vogelnest </strong>in Kriftel hat ein Baumhaus für die Kleinen freigegeben. Mehr <a href="https://www.kriftel.de/rathaus-politik/aktuelles/pressemitteilungen/kita-vogelnest-baumhaus-ist-freigegeben/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>Das Stadtmuseum Hofheim</strong> bleibt an diesem Sonntag (20. März) wegen Krankheit geschlossen. </p>
<p><strong>Der Amselweg in Kriftel</strong> wird vom 21. bis 25. März voll gesperrt. Mehr <a href="https://www.facebook.com/kriftel/photos/a.764177640423973/2226302240878165/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Rechenzentrum Marxheim: 18-Meter-Klotz in der Landschaft</h1>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Suewag-Rechenzentrum.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Suewag-Rechenzentrum.jpg" alt="20220318 Suewag Rechenzentrum" class="wp-image-19908" width="640" height="408" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Suewag-Rechenzentrum.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/20220318-Suewag-Rechenzentrum-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption>So sieht das Süwag-Rechenzentrum in der Computer-Darstellung aus.</figcaption></figure>
</div>
<p>Eine kleine Nachricht zog große Kreise: Ein <a href="https://www.facebook.com/hofheimkriftelnewsletter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook-Post des HK-Newsletters</a> zum Neubau des <strong>Rechenzentrums in Marxheim </strong>erreichte mehr als <strong>5000 Menschen</strong>. In einer <a href="https://www.pressebox.de/pressemitteilung/noris-network-ag/Rechenzentrum-fuer-Metropolregion-Frankfurt-Rhein-Main-geht-in-Planungsphase/boxid/1103438?fbclid=IwAR2k7YqhiKxI23ZZSljEV_znth-e6zUDDTnA6cMdkFciPOiE53az_RTd3ZE" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung</a> hatten die drei beteiligten Unternehmen (Süwag, DC-Datacenter-Group GmbH, Noris Network AG) ihr Projekt in <strong>üblicher</strong> <strong>PR-Manier</strong> bejubelt – als <em>&#8222;ökologisch&#8220;, &#8222;nachhaltig&#8220;, &#8222;energieeffizient&#8220;, &#8222;hochmodern&#8220;, &#8222;hochsicher&#8220;, &#8222;zukunftsorientiert&#8220;, &#8222;exzellent&#8220;, &#8222;erstklassig&#8220;&#8230;</em></p>
<p>Mit der Planung wurde jetzt begonnen. <strong>90 Millionen Euro </strong>will man investieren, schrieb die Lokalzeitung. Ein mehrteiliger Gebäudekomplex, bis zu <strong>18 Metern hoch</strong>, werde abschnittsweise gebaut, je nach Nachfrage.&nbsp;</p>
<p><strong>Ein Klotz in der Landschaft: </strong>Die Reaktionen fielen erwartungsgemäß unterschiedlich aus. <strong>Iris Stadie </strong>beispielsweise schrieb: <em>&#8222;Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.&#8220;</em></p>
<p><strong>Dominik Denn</strong>y dagegen kommentierte: <em>&#8222;Schlimm, Albtraum und böse rufen und dann bei der nächsten Karnevalssitzung nach 27 Bier darüber beschweren, dass Deutschland Internet hat von 1990. Die Denkweise passt wieder super zusammen in der heilen Welt der Gutverdiener in Hofheim und Kriftel.&#8220;</em></p>
<p>Und <strong>Nicolas Valmont </strong>befand: <em>&#8222;Is doch super. Das bedeutet Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen aus einer Zukunftstechnologie. Die Welt wandelt sich eben.&#8220;</em></p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Ein pastoraler Pendler für Peter und Paul</h1>
<p>Die katholische Pfarrgemeinde <strong>Peter und Paul</strong> erwartet Verstärkung: <strong>P. Anto Batinic OFM </strong>kommt ab dem 4. April – als <strong>Kooperator</strong>, schreibt <strong>Pfarrer Helmut Gros</strong> im Pfarrblättchen. Katholiken wissen vermutlich, was ein Kooperator ist: ein Geistlicher ohne Leitungsgewalt. Batinic war Pfarrer in Frankfurt und gehört zur <strong>kroatischen Franziskanerprovinz</strong>. Er wird in Frankfurt wohnen bleiben.</p>
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<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Corona-Update: Weniger Infizierte, aber höherer Inzidenzwert</h1>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_corona-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="567" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_corona-1.jpg" alt="22020318 freitags zahlen corona 1" class="wp-image-20097" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_corona-1.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_corona-1-300x213.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_corona-1-768x544.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>
</div>
<p>An der <strong>Corona-Front </strong>geht&#8217;s auf und ab: <strong>Bundesweit</strong> stieg der Inzidenzwert an diesem Freitag auf <strong>1.706</strong>, in <strong>Hessen</strong> liegt er bei <strong>1.256</strong>. Für den<strong> Main-Taunus-Kreis</strong> wird er mit &#8222;nur&#8220; <strong>976</strong> angegeben. Vor einer Woche betrug der MTK-Wert noch <strong>853</strong>.</p>
<p>Gleichzeitig ist die <strong>Zahl</strong> <strong>der</strong> <strong>Infizierten</strong> zurückgegangen: In <strong>Hofheim</strong> waren an diesem Freitag <strong>739</strong> Menschen mit einer Corona-Erkrankung gemeldet – vor einer Woche waren es noch 881. In <strong>Kriftel</strong> sind&#8217;s derzeit <strong>256</strong> (319).</p>
<p>Im gesamten <strong>Kreisgebiet</strong> sind aktuell <strong>4671</strong> Menschen infiziert gemeldet, am Freitag vor einer Woche waren es 5.940.</p>
<p>In den <strong>MTK-Kliniken</strong> liegen derzeit <strong>19</strong> Corona-Patienten, vier von ihnen müssen intensivmedizinisch versorgt werden.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_inzidenz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="511" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_inzidenz.jpg" alt="22020318 freitags zahlen inzidenz" class="wp-image-20094" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_inzidenz.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_inzidenz-300x192.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/03/22020318_freitags-zahlen_inzidenz-768x491.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>
</div>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h1 class="has-text-align-center wp-block-heading">Save the day</h1>
<p><strong>Die Evangelische Thomasgemeinde</strong> in Marxheim feiert den 337. Geburtstag von Johann Sebastian Bach am <strong>21. März</strong> um 19.30 Uhr mit einem Kirchenkonzert. Anmeldung erforderlich. Mehr <a href="https://thomasgemeinde-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>&nbsp;„Hofheim bewegt sich“</strong> nennt sich eine privat organisierte Gruppe von Fahrrad-Freunden. Sie lädt mit dem &#8222;Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club&#8220; und der &#8222;Hofheimer Lokalen Agenda&#8220; zur Rad-Demo für mehr Sicherheit und mehr Rechte im Straßenverkehr ein: Start ist am <strong>26. März</strong> um 11 Uhr vorm Rathaus Hofheim.</p>
<p><strong>Die Saison der Weinstände </strong>geht wieder los. <strong>Karl Kurjak,</strong> Eventmanager und Chef der Facebookgruppe <a href="https://www.facebook.com/groups/125504704267921" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Wir in Hofheim&#8220;</a>, lädt ab <strong>2. April</strong> jeden Samstag ins Haus am Bach in Weilbach ein. Ab <strong>22. April</strong> schenken er und sein Team jeden Freitag an der Kirche St.Georg in Marxheim aus.</p>
<p>Die <a href="https://www.facebook.com/Coppola-Distribution-Service-116853646390441/?__cft__[0]=AZVAjH5ZyJAOpwDFQXMecLOnTvoGBhjpVxDmX6_BD7qFbrK9L7I6MWsiB6bRd7D-0S8pLWAP2k4Qmxt9oDbbTohZuJ79MfD9eG6XZ1rpCZ7otyuSiJDOVuk3RSDV4onTKHqjmg_rIaH3i3Dps2NCVq_I&amp;__tn__=-UC%2CP-R" target="_blank" rel="noopener"><strong>Coppola Distribution Service</strong></a> (Sitz: Lorsbach) kündigt ein Pop-up-Tasting sizilianischer Weine an: <strong>Enzo Milioto </strong>präsentiert am<strong> 25. März</strong> exklusive Weine in den Geschäftsräumen am Holzweg 28-32 in Kriftel. Mehr <a href="https://www.facebook.com/Coppola-Distribution-Service-116853646390441/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>Der TV 1885 Lorsbach</strong> veranstaltet nach zweijähriger Zwangspause am <strong>3. Juni</strong> wieder seinen Schinderwaldlauf. Weitere Infos und Anmeldung auf der Vereins-Webseite (<a href="https://tvlorsbach.de/schinderwaldlauf" target="_blank" rel="noopener">hier</a>).</p>
<p><strong>Zum Internationalen Umweltschutztag </strong>wird an den Weilbacher Kiesgruben am 24. April von 13 bis 17 Uhr ein buntes Programm geboten. Veranstalter ist u.a. die MTK-Volkshochschule. Mehr <a href="https://www.vhs-mtk.de/fileadmin/naturschutzhaus/aktuelles/2022_04_24_tag_der_erde.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>
<p><strong>Der Obsthof an der Kirche </strong>in Kriftel wurde komplett erneuert. Neben Obst, Gemüse, Eiern und Blumengestecken gibt&#8217;s künftig auch Käse- und Wurstspezialitäten. In einer Woche, am<strong> 24. März</strong>, ist Eröffnung.</p>
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