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	<title>Grassel Dr. Barbara &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
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	<title>Grassel Dr. Barbara &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
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		<title>4 Polit-Geschichten aus Hofheim: Meisterturm, Hof Ehry, Intim-Feinde und eine Sau, die vom Tisch ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2024 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Hofheimer Stadtparlament hat getagt, ein letztes Mal vor der Sommerpause. Es ging um Bebauungspläne, um Satzungen, um den Flächennutzungsplan und um Feuerwehrbedarfspläne. Und – lange diskutiert, also wohl ein wichtiges Thema ;-)  – Fahrradstellplätze für Mitglieder städtischer Gremien. Wir haben uns hier vier Themen "herausgepickt": Der Magistrat tat so, als gäbe es neue Informationen zur Waldgaststätte Meisterturm und zu Hof Ehry  – das haben wir uns genauer angeschaut. Und zwischendurch menschelte es ein bisschen: Ein SPD-Mann unterhält angeblich keine Intim-Feindschaften, und ein CDU-Mann nimmt die Sau zurück.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Das Hofheimer Stadtparlament hat getagt, ein letztes Mal vor der Sommerpause. Es ging um Bebauungspläne, um Satzungen, um den Flächennutzungsplan und&nbsp;um Feuerwehrbedarfspläne. Und – lange diskutiert, also wohl<strong> ein wichtiges Thema <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </strong> – Fahrradstellplätze für Mitglieder städtischer Gremien. Wir haben uns hier vier Themen &#8222;herausgepickt&#8220;: Der Magistrat tat so, als gäbe es <strong>neue Informationen</strong></strong> <strong>zur Waldgaststätte Meisterturm und zu Hof Ehry  – das haben wir uns genauer angeschaut. Und zwischendurch menschelte es ein bisschen: Ein SPD-Mann unterhält angeblich keine Intim-Feindschaften, und ein CDU-Mann nimmt die Sau zurück.</strong></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>






<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Meisterturm: Nichts Genaues weiß man nicht</h2>



<p>Machen wir uns nichts vor: Noch <strong>etwas mehr als 300 Tage von heute an</strong> – dann ist die <a href="https://www.meisterturm.de/" target="_blank" rel="noopener">Waldgaststätte Meisterturm</a> endgültig Geschichte. Die <strong>Hofheimerinnen und Hofheimer</strong> wurden nicht gefragt, auch nicht ihre<strong> gewählten Vertreter</strong> im Stadtparlament: Der <strong>Magistrat</strong> hat im Alleingang über die <strong>Zukunft der beliebten Waldgaststätte</strong> entschieden. Wir haben ausführlich darüber berichtet (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/07/waldgaststaette-meisterturm/">hier</a> und <a href="https://hk-newsletter.de/2024/06/11/waldgaststaette-meisterturm-2/">hier</a>) – jetzt hat <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> im Stadtparlament erstmals<strong> ein paar Informationen</strong> herausgerückt.</p>



<p>Seine <strong>18-seitige Magistratsvorlage</strong> ist bei näherem Hinsehen allerdings ernüchternd. Sie nährt den Verdacht, dass die Hofheimer Stadtspitze <strong>weitgehend</strong> <strong>plan- und ahnungslos</strong> agiert.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg" alt="Meisterturm1" class="wp-image-43403" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">In die Jahre gekommen, von der Stadt vernachlässigt, jetzt bald Geschichte: Die Waldgaststätte Meisterturm auf dem Kapellenberg. </figcaption></figure>
</div>


<p>Das ist <strong>die aktuelle Lage:</strong></p>



<p>Oben auf dem <strong>Kapellenberg</strong>, unterhalb des <strong>Meisterturms</strong>, gibt es <strong>drei Objekte</strong>: Die <strong>Gaststätte</strong>&nbsp; ist stark <strong>baufällig</strong> (Magistrat: <em>&#8222;Aufgrund der umfangreichen Schäden und mangelnder Wirtschaftlichkeit wird eine Sanierung oder Modernisierung nicht empfohlen.&#8220;</em>). Dahinter befinden sich ein <strong>ehemaliges Wohnhaus</strong> (Totalruine) und eine <strong>Scheune</strong> (51 Quadratmeter).</p>



<p>Lediglich ein Termin steht unumstößlich fest, das ist inzwischen auch bekannt: Am<strong> 30. Juni 2025 </strong>müssen die Pächter <strong>Markus und Barbara König </strong>das Gelände geräumt haben. Am <strong>Vatertag 2025</strong> (29. Mai) wollen sie die Gaststätte <strong>ein letzten Mal </strong>öffnen.</p>



<p>Und jetzt <strong>eine neue Informatio</strong>n: Bis zum <strong>Auszug der Königs</strong> will die Stadtverwaltung die <strong>Ausschreibungen</strong> für die <strong>Außenanlagen</strong> und den <strong>Abriss der Gebäude</strong> abgeschlossen haben. Und: Spätestens <strong>2026</strong> soll mit dem <strong>Neubau der Gaststätte </strong>begonnen werden.</p>



<p>Offen ist, <strong>wie lange</strong> sich die Bauarbeiten hinziehen werden. Vogt: <em>&#8222;Die Dauer der Baumaßnahme ist nicht bezifferbar.&#8220;</em></p>



<p>Nun könnte man <strong>als verantwortungsbewusster Stadtverordneter</strong> ja mal&nbsp; fragen: Hallo Magistrat, was ist denn da oben <strong>eigentlich <span style="text-decoration: underline;">genau</span> geplant</strong>?&nbsp;</p>



<p>Die Antworten, die bisher gegeben wurden, waren mehr als dürftig. Nur Schlagworte: eine neue <strong>Gaststätte</strong> soll gebaut werden, dahinter ein <strong>&#8222;Haus des Waldes&#8220;</strong> und ein <strong>&#8222;Haus der Michelsberger Kultur&#8220;</strong>.</p>



<p>In der <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> hat niemand <strong>nach weiteren Einzelheiten </strong>gefragt – außer der <strong>Linken Barbara Grassel,</strong> die fragt immer, und sie hat wieder <strong>keine Antwort </strong>bekommen.</p>



<p>Es wird wohl <strong>ein Überraschungspaket</strong>.</p>



<p>Was noch mitgeteilt wurde: Die <strong>Gaststätte</strong> soll etwas größer werden als heute. Statt 249 Quadratmeter sollen es <strong>358 Quadratmeter</strong> sein (darin enthalten ist allerdings auch <strong>die</strong> <strong>Lagerfläche</strong>: einen Keller wird es <strong>nicht mehr geben</strong>).</p>



<p>Wie die Gaststätte aussehen wird: <strong>Nüchterner Zweckbau?</strong> Oder – wie schon mal in der Überlegung – ein <strong>Wirtshaus im prolligen Bayern-Look?</strong></p>



<p><strong>Niemand</strong> weiß es genau.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="766" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-1024x766.jpg" alt="Meisterturm Planung 1" class="wp-image-44093" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-1024x766.jpg 1024w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-300x224.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1-768x574.jpg 768w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Meisterturm-Planung-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: Rechts die Fläche der Gaststätte, links sollen das &#8222;Haus des Waldes&#8220; und ein &#8222;Spielhaus Michelsberger Kultur&#8220; entstehen.</figcaption></figure>
</div>


<p>Wie<strong> wenig durchdacht</strong> das ganze Vorhaben ist, zeigt folgendes Beispiel:</p>



<p>Hinter der Gaststätte soll laut Magistrat ein <strong>&#8222;Haus der Michelsberger Kultur&#8220;</strong> entstehen. Man wüsste natürlich gerne mal, was darunter zu verstehen ist&#8230;</p>



<p><strong>Vor zwei Jahren</strong> berichtete die <a href="https://www.fr.de/rhein-main/main-taunus-kreis/hofheim-ort74520/hofheim-stadt-plant-haus-der-michelsberger-kultur-91232368.html" target="_blank" rel="noopener">Frankfurter Rundschau</a> unter Berufung auf Bürgermeister Vogt, dass dort <strong>Fundstücke präsentiert werden</strong> sollen: Geplant sei die Rekonstruktion der<strong> Lebensumstände in der Jungsteinzeit</strong> sowie ein <strong>3-D-Modell</strong> des Kapellenbergs mit <strong>Ringwall, Hügelgräbern und Wachturm.</strong></p>



<p>Im <strong>August letzten Jahres</strong> schrieb das Kreisblatt, laut <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> wolle man die Öffentlichkeit <strong>über die Steinzeit-Siedlung </strong>auf dem Kapellenberg <strong>informieren</strong>.</p>



<p>Im <strong>Mai dieses Jahres</strong> erkundigten sich <strong>CDU, FWG und FDP</strong> nach Details. Sie wurden <strong>vom Magistrat </strong>mit der Antwort abgespeist: Ein<strong> Landschaftsplaner</strong> habe ein Konzept erarbeitet, und zwar in Abstimmung mit <strong>Prof. Dr. Detlef Gronenborn</strong>, einem Archäologen an der <strong>Universität Mainz</strong>, der seit Jahren die <strong>Forschungen auf dem Kapellenberg</strong> leitet. Wie das Konzept aussieht: Das wurde <strong>nicht verraten</strong>.</p>



<p><strong>Und jetzt die allerneueste Entwicklung:</strong></p>



<p>In den Plänen, die den Stadtverordneten vorgelegt wurden, ist von einem<strong> &#8222;Spielhaus Michelsberger Kultur&#8220;</strong> die Rede.</p>



<p>Ein Spielhaus?</p>



<p><strong>Ja, wirklich wahr: ein Spielhaus!</strong></p>



<p>Ebenso unklar sind Vogts Pläne für ein <strong>&#8222;Haus des Waldes&#8220;</strong>. Als er 2022 beim Kreis<strong> um einen Zuschuss </strong>nachfragte, war von <strong>Räumen für Ausstellungen und Seminaren sowie einer Waldapotheke</strong> die Rede. Vogt versprach <strong>Sozialräume für den Gaststättenbetrieb und neue Toiletten.</strong></p>



<p>In den aktuellen Magistratsplänen ist das<strong> &#8222;Haus des Waldes&#8220;</strong> gerade noch <strong>52 Quadratmeter</strong> groß. Was da wohl rein soll?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan.jpg"><img decoding="async" width="1000" height="829" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan.jpg" alt="Meisterturm Vogt Plan" class="wp-image-43225" style="width:600px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan-300x249.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/06/Meisterturm-Vogt-Plan-768x637.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">In einem Zuschussantrag an den Kreis zeigte Bürgermeister Vogt, wie er sich die neue Waldgaststätte vorstellt: ein derber Holzbau im Kanada-Look.</figcaption></figure>
</div>


<p>So geht sie dahin, <strong>die gute Meisterturm-Zeit. </strong>Ein <strong>Schmankerl</strong> tischte<strong> Bürgermeister Vogt</strong> den Stadtverordneten noch auf: Während der Bauphase werde es einen <strong>&#8222;Pop-Up-Biergarten&#8220;</strong> in einem Container geben.</p>



<p>Ist das nicht<strong> eine tolle Idee?</strong></p>



<p>Breite Zustimmung im Rund des Stadtparlaments. Aber was ist eigentlich ein <strong>Pop-Up-Biergarten?</strong> <strong>Blitzumfrage</strong> – wir fragten <strong>eine Handvoll Kommunalpolitiker</strong>. Sie zuckten mit den Schultern. <strong>Keine Ahnung.</strong></p>



<p><strong>Ein Pop-Up-Biergarten</strong> ist ein Ausschank, der nur geöffnet wird, wenn es <strong>passt</strong> und vor allem, wenn es sich <strong>rechnet</strong>.</p>



<p><strong>Das war&#8217;s dann wohl </strong>mit dem Meisterturm. <strong>Nur noch 321 Tage ist er geöffnet. </strong>Übrigens hat <strong>keiner</strong> unserer Stadtverordneten am Ende mal gefragt: <strong>Wie&nbsp; teuer</strong> wird das eigentlich? Hoch <strong>sechsstellig</strong>? Oder nicht doch eher <strong>siebenstellig</strong>?</p>



<p><strong>Alles offen. </strong>Zu den Kosten wurde bis heute <strong>nichts gesagt.</strong></p>



<p><strong>Kein Wort.</strong></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Hof Ehry: Alte Bilder und ein namenloser Gastronom</h2>



<p>Die <strong>Geschichte</strong> <strong>vom Meisterturm </strong>ist <strong>harmlos</strong> im Vergleich zu dem, was sich die Stadt mit dem <strong>Hof Ehry</strong> leistet:</p>



<p><strong>Jahrelanger Leerstand.</strong> Kein Plan erkennbar. Immer wieder <strong>Versprechungen</strong>, die nicht eingehalten wurden, und <strong>Parlamentsbeschlüsse</strong>, die im Rathaus nicht beachtet wurden. <strong>Kommunalpolitisches Versagen</strong> auf breiter Front – im <strong>Magistrat</strong> wie in der <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong>.</p>



<p><strong>So ist die Geschichte von Hof Ehry</strong> längst<strong> ein dunkles Kapitel Hofheimer Stadtpolitik</strong>. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter hat es umfassend dokumentiert: <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/15/hof-ehry-verfaellt/">Deshalb verfällt das Hofheimer Altstadthaus „Hof Ehry“</a> – das ist auch schon wieder <strong>drei Jahre her</strong>&#8230;</p>



<p><strong>Jetzt</strong> aber soll es – angeblich – was werden. Laut Magistrat gibt es bereits einen Vorvertrag mit einem <strong>Gastronomen</strong>, dessen Name allerdings nicht genannt wurde (die Zeitungen spekulieren, es handele sich um den Betreiber des benachbarten <strong>Tapas- Restaurants </strong><a href="https://el-cilantro.de/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;El Cilantro&#8220;</a>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="396" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221203-hof-ehry.jpg" alt="20221203 hof ehry" class="wp-image-26136" style="width:643px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221203-hof-ehry.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/12/20221203-hof-ehry-300x186.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hof Ehry verfällt seit Jahren, jetztendlich gibt&#8217;s einen Plan. In dem denkmalgeschützte Haupthaus soll ein Restaurant eingerichtet werden.</figcaption></figure>
</div>


<p>Im <strong>Haupthaus von Hof Ehry </strong>soll demnach <strong>Gastronomie</strong> einziehen – mit Küche, Bar und <strong>Restaurant</strong> <strong>im</strong> <strong>Erdgeschoss</strong> sowie Lagerräumen im Untergeschoss. Im Obergeschoss sowie im angrenzenden Nebengebäude sollen weitere <strong>Räume für die Gastronomie</strong> eingerichtet werden, im Dachgeschoss könnten <strong>Gästeappartements</strong> entstehen.</p>



<p>Die Scheune im hinteren Teil des Grundstücks will die Stadt als<strong> &#8222;Kulturscheune&#8220; </strong>betreiben. Raum für <strong>Musikveranstaltungen, Vorträge </strong>und <strong>Trauungen</strong>; auch <strong>externe Veranstalter </strong>können sich am Programm beteiligen.</p>



<p>Auf Hof Ehry gibt es schließlich noch<strong> die öffentliche Toilettenanlage</strong>, die seit langem zu den größten <strong>Peinlichkeiten</strong> <strong>der Stadt</strong> zählt. Noch in diesem Jahr soll die Sanierung <strong>in Angriff genommen werden.</strong></p>



<p>All diese <strong>Überlegungen</strong> sind nicht gerade neu. Man fragt sich, was die <strong>Stadtverwaltung</strong> in den letzten Jahren gemacht hat, um <strong>das denkmalgeschützte Ensemble </strong> zu retten.<strong> In den Magistratsunterlagen,</strong> die jetzt den Stadtverordneten übergeben wurden, findet sich ein <strong>Bild der Scheune</strong>: Auf der Rückseite – am Weg zwischen Kellereiplatz und Untertor – sind zwei Glastüren eingezeichnet.</p>



<p>Eine neue Idee? Ach was: Dieses Bild hatte <strong>SPD-Stadtrat Bernhard Köppler</strong> auf Facebook gepostet – <strong>vor sechs Jahren&#8230;</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/01/20220131-Ehry-Köppler1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="500" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/01/20220131-Ehry-Köppler1.jpg" alt="20220131 Ehry Köppler1" class="wp-image-16910" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/01/20220131-Ehry-Köppler1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/01/20220131-Ehry-Köppler1-300x234.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schon vor sechs Jahren von Stadtrat Köppler bei Facebook gepostet, jetzt dem Stadtparlament vorgelegt_ So stellen sich die Planer die Rückseite der Scheune von Hof Ehry vor.</figcaption></figure>
</div>


<p>Erste Schätzungen des Magistrats gehen von <strong>Kosten in Höhe von knapp zwei Millionen Euro</strong> aus. Da Behörden-Kalkulationen bekanntlich oft <strong>zu</strong> <strong>niedrig</strong> ausfallen, sich zugleich bei einem denkmalgeschützten Objekt häufig <strong>unerwartete und meist teure Baustellen </strong>auftun, ist davon auszugehen, dass der Umbau<strong> deutlich mehr kosten wird.</strong></p>



<p>Immerhin: <strong>Die Hof-Ehry-Planung</strong> wollen sich die Stadtverordneten genauer ansehen. <strong>Nach der Sommerpaus</strong>e soll das Thema im <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> auf den Tisch kommen..</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Köppler &amp; Baltruschat – zwei lupenreine Freunde</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="484" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Bernhard-Koeppler.jpg" alt="Bernhard Koeppler" class="wp-image-44127" style="width:200px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Bernhard-Koeppler.jpg 484w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Bernhard-Koeppler-227x300.jpg 227w" sizes="(max-width: 484px) 100vw, 484px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bernhard Köppler</figcaption></figure>
</div>


<p>Eigentlich wollten die Stadtverordneten nicht<strong> über das umstrittene &#8222;Chalet&#8220;</strong> reden. Sie beschlossen, dass sich der Ortsbeirat Kernstadt mit der <strong>Suche nach einem neuen Standort</strong> befassen soll (tagt Mittwoch, 17. Juli, 19 Uhr, Stadthalle). Das große Parlament wollte sich nicht weiter mit den<strong> undurchsichtigen Geschäften </strong>von <strong>CDU-Stadtrat</strong> und <strong>Vereinsring-Vorsitzenden <strong><strong>Wulf Baltruschat</strong></strong></strong> herumschlagen, schon gar nicht so kurz<strong> vor der Sommerpause..</strong>.</p>



<p>Doch dann meldete sich <strong>SPD-Stadtrat Bernhard Köppler</strong> zu Wort. Er wollte<em> &#8222;eine persönliche Erklärung&#8220; </em>abgeben:</p>



<p>Er habe in Berichten zur <strong>Chalet-Standortfrage </strong>von einer <strong>Intimfeindschaft zwischen ihm und CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat </strong>gelesen. Köppler wörtlich: &#8222;<em>Dazu möchte ich erklären, dass ich Feindschaften nicht unterhalte, und sie sind auch keine Kategorie für mich, auch nicht und schon gar nicht Intimfeindschaften.&#8220;</em> In der Chalet-Frage gebe es sicherlich <strong>Klärungsbedarf</strong> und vielleicht auch einen <strong>Dissens</strong>. Aber ihm <strong>persönlich</strong> sei <strong>wichtig</strong> – und er glaube, dass gelte auch für<strong> Wulf Baltruschat</strong> –, dass es <strong>keine Feindschaften</strong> gebe.</p>



<p>Das möchte man<strong> gerne glauben.</strong> Aber dann erinnern wir uns an <strong>diese Geschichte</strong>:</p>



<p><strong>2019</strong> nominierte die <strong>Hofheimer SPD</strong> ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl. <strong>Wulf Baltruschat</strong> wollte es unbedingt werden, doch die <strong>Mehrheit der Genossen </strong>lehnte ihn ab. Sie favorisierte <strong>Köppler</strong>.</p>



<p>Einige Tage später rief Baltruschat bei der <strong>Lokalzeitung</strong> an und erzählte eine Geschichte, die<strong> prompt veröffentlicht </strong>wurde: Eine <strong>Clique in der SPD </strong>habe massiv <strong>gegen</strong> <strong>ihn</strong> <strong>intrigiert</strong>. Er habe<em> &#8222;zufällig mitbekommen, wie sich der SPD-Vorsitzende Köppler mit zwei Vertrauten unterhalten habe, ,wie sie jetzt taktisch gegen mich vorgehen&#8216;.&#8220;</em><strong><em> </em>Ein solches Verhalten </strong>sei für ihn <strong>völlig</strong> <strong>inakzeptabel</strong>, so Baltruschat damals. Er beklagte auch, dass Köppler ihn <strong>nicht angerufen habe</strong>. In der Lokalzeitung war zu lesen: &#8222;<em>Er hat nie das Gespräch mit mir gesucht&#8216;, sagt Baltruschat&#8220;</em>.</p>



<p><strong>Köppler</strong> wurde damals um eine <strong>Stellungnahme</strong> gebeten, wollte sich aber laut Zeitung<em> &#8222;nicht weiter äußern&#8220;</em>. Baltruschat gab wenige Tage später sein <strong>SPD-Parteibuch</strong> zurück und trat der <strong>CDU</strong> bei.&nbsp;</p>



<p><strong>Zurück in die Gegenwart: </strong>Kürzlich kündigte <strong>Köppler</strong> im Bau- und Planungsausschuss an, der <strong>Magistrat</strong> werde die <strong>Weinstand-Verträge prüfen</strong> und <strong>Transparenz in die undurchsichtigen Chalet-Geschäfte</strong> bringen. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete: <em>&#8222;Beobachter der Lokalpolitik verfolgten Köpplers Aufräum-Ankündigung mit Schmunzeln: Denn der Mann gilt als Intimfeind von Baltruschat.&#8220;</em></p>



<p>Jetzt, nach Köpplers Erklärung, wissen wir es<strong> besser</strong>. Um es in Abwandlung eines bekannten Zitats von <strong>Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder</strong> zu sagen:</p>



<p><strong>Köppler &amp; Baltruschat sind lupenreine Freunde.</strong></p>



<p class="has-text-align-center">+++</p>



<p><strong>PS: </strong>Baltruschat reagierte auf unseren <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/03/weinstand-chalet-und-transparenz/">Bericht</a>, dass seine Chalet-Geschäfte durchleuchtet werden sollen, mit einem Post auf Facebook. Viele Stadtverordnete, so <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/08/welt-von-baltruschat-und-weber/">weinte er</a>, würden <strong>nicht mit ihm reden</strong>, geschweige denn<strong> Wein trinken</strong>. Nun ja&#8230;</p>



<p>Von Köpplers <strong>persönlicher Erklärung </strong>im Stadtparlament bekam er nichts mit, konnte also auch <strong>nicht widersprechen:</strong> Baltruschat war mal wieder nicht da. Im November 2023 hatte der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtet: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">Null Bock aufs Stadtparlament: CDU-Stadtrat schwänzt fast alle Sitzungen</a>. Seitdem ist es nicht besser geworden:</p>



<p>Letzte Woche war es die <strong>29. Sitzung des Stadtparlaments </strong>–<strong> Baltruschat war nicht dabei </strong>(entschuldigt natürlich, wie immer, diesmal: Urlaub) Er fehlte damit<strong> zum 22. Mal</strong> in dieser Legislaturperiode.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Auftritt Hegeler: Die Sau ist vom Tisch</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="484" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Andreas-Hegeler.jpg" alt="Andreas Hegeler" class="wp-image-44126" style="width:200px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Andreas-Hegeler.jpg 484w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/07/Andreas-Hegeler-227x300.jpg 227w" sizes="(max-width: 484px) 100vw, 484px" /><figcaption class="wp-element-caption">Andreas Hegeler</figcaption></figure>
</div>


<p>Und dann gab es in der Stadtverordnetenversammlung auch noch <strong>eine persönliche Erklärung</strong> von<strong> Andreas Hegeler</strong> (CDU): Der <strong>Stadtverordnetenvorsteher</strong> wollte sich <em>&#8222;ausdrücklich&#8220;</em> bei<strong> Bettina Brestel</strong>, der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, entschuldigen.</p>



<p>Hintergrund: Hegeler war Ende Mai während einer Sitzung des Stadtparlaments <strong>ohne ersichtlichen Grund</strong> <strong>ausgerastet</strong>. Unbeherrscht hatte er Brestel nach einem kurzen Redebeitrag <strong>angebrüllt</strong>:<em> „Ihr Verhalten hier heute Abend ist unter aller Sau.“</em></p>



<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter <a href="https://hk-newsletter.de/2024/05/29/hegeler-ausraster/">dokumentierte</a> den Vorfall. Einige Tage später berichtete auch die <strong>Lokalzeitung</strong>, stellte sich aber <strong>auf die Seite des Lokalpolitikers</strong>: <em>&#8222;Stadtverordnetenvorsteher Hegeler entschuldigt sich bei Bettina Brestel&#8220;</em>, lautete die Überschrift. Leider hatte außer <strong>Hegeler</strong> – und vielleicht auch der <strong>Zeitungsmitarbeiter </strong>– niemand die Entschuldigung <strong>gehört</strong>, schon gar nicht Frau Brestel, die es ja wohl wissen müsste.</p>



<p><strong>Aber jetzt ist die Sau vom Tisch:</strong> Er habe einen <em>&#8222;unangemessenen Kommentar abgegeben&#8220;, </em>räumte <strong>Hegeler vor dem Plenum</strong> ein, dafür entschuldige er sich. Sein Wunsch sei es, dass wieder<em> &#8222;ordentliche Diskussionen&#8220;</em> stattfinden werden, <em>&#8222;ohne persönliche Angriffe&#8220;.</em>&nbsp;</p>



<p><strong>Die Vergangenheit</strong> hat gezeigt: <strong>Das liegt auch bei ihm.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-5bf21807b0612a1dd1adcb1ad0fee454">Fotos: Stadt Hofheim (4), privat (3) </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Unter aller Sau&#8220; – Andreas Hegeler rastet im Stadtparlament aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 12:08:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
		<category><![CDATA[Colpe-Decker Gabriele]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Krämer Birgit]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Stadtpolitik brechen die Dämme. Der Hofheimer Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler ist vor wenigen Tagen in öffentlicher Sitzung derart – man kann es nicht anders sagen – ausgerastet, dass die Grünen jetzt schriftlich eine Entschuldigung von ihm einfordern. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter dokumentiert den Vorgang.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>In der Stadtpolitik brechen die Dämme. Der Hofheimer Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler ist vor wenigen Tagen in öffentlicher Sitzung derart – man kann es nicht anders sagen – ausgerastet, dass die Grünen jetzt schriftlich eine Entschuldigung von ihm einfordern. Der Hofheim/Kriftel-Newsletter dokumentiert den Vorgang.</strong></p>
</p>
<p>Es geschah in der <strong>28. Stadtverordnetenversammlung</strong> in dieser Legislaturperiode. Sie fand vor genau einer Woche statt, <strong>43 Stadtverordnete</strong> waren anwesend, der Magistrat war mit <strong>12 Mitgliedern</strong> vertreten.</p>
</p>
<p>Am Kopfende im großen Saal der Stadthalle saß <strong>Andreas Hegeler</strong>. Der <strong>CDU-Lokalpolitiker</strong> leitet als <strong>Stadtverordnetenvorsteher</strong> nicht nur die <strong>Sitzungen des Stadtparlaments</strong>. Das Amt umfasst mehr: Ein Stadtverordnetenvorsteher <strong>repräsentiert</strong> <strong>die</strong> <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong>, er ist <strong>der ranghöchste Politiker der Stadt</strong> und steht als <strong>&#8222;erster Bürger in der Stadt&#8220;</strong> protokollarisch über dem Bürgermeister.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Hegeler-Andreas.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="352" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Hegeler-Andreas.jpg" alt="Hegeler, Andreas
" class="wp-image-42955" style="width:250px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Hegeler-Andreas.jpg 352w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Hegeler-Andreas-165x300.jpg 165w" sizes="(max-width: 352px) 100vw, 352px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Andreas Hegeler in einer Sitzung des Stadtparlaments. Foto: Stadt Hofheim</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Mit der Würde gehen Verpflichtungen einher: <strong>Stadtverordnetenvorsteher</strong> – das ist ein Amt, das<strong> politische Neutralität</strong> verlangt. Und <strong>Vorbildfunktion</strong>, selbstverständlich.</p>
</p>
<p>In der <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-GemOHE2005pP57" target="_blank" rel="noopener">Hessischen Gemeindeordnung, Parapgraph 57</a>, ist es nachzulesen: <em>„Der Vorsitzende repräsentiert die Gemeindevertretung in der Öffentlichkeit.&nbsp;Er wahrt die Würde und die Rechte der Gemeindevertretung.&#8220;</em> Und weiter: <em>&#8222;Der Vorsitzende fördert die Arbeiten der Gemeindevertretung gerecht und unparteiisch.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Würde</strong> und <strong>Rechte</strong>. <strong>Gerecht</strong> und <strong>unparteiisch</strong>. Schöne Worte.</p>
</p>
<p>Und dann passierte das:</p>
</p>
<p><strong>Im Stadtparlament </strong>ging es einmal mehr um das Dauerthema Kita-Notstand. <strong>Bettina Brestel</strong>, <strong>die</strong> <strong>Fraktionsvorsitzende der</strong> <strong>Grünen</strong>, stellte den Antrag, dass man einen der <strong>Container an der MTS-Schule</strong> nutzen solle, wenn diese nicht mehr gebraucht werden.</p>
</p>
<p>Es gab <strong>Einwände</strong>. Man solle den <strong>Magistrat</strong> bei der Suche nach einem Standort für eine Container-Kita <strong>nicht</strong> <strong>einschränken</strong>, hieß es. <strong>Birgit Krämer von der CDU</strong> äußerte grundsätzliche Bedenken: <em>&#8222;Die Sanitäranlagen der MTS-Schule sind für eine Kita nicht geeignet.&#8220;</em> <strong>Barbara Grassel von den Linken</strong> gab zu bedenken, dass die Container<strong> an anderen Schulen</strong> benötigt würden, außerdem müssten Schulcontainer für eine Kita <strong>aufwändig</strong> umgebaut werden, das würde <strong>viel zu lange dauern</strong>&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Frau Brestel </strong>meldete sich noch einmal zu Wort: Sie warb <strong>für ihren Antrag</strong>, engagiert und auch emotional, wie es manchmal ihre Art ist. Da ging <strong>Hegeler</strong> sie <strong>plötzlich und völlig unerwartet </strong>direkt an:&nbsp;</p>
</p>
<p><em>&#8222;Jetzt zügeln Sie sich bitte mal!&#8220;</em> brüllte er <strong>in das</strong> <strong>Mikrofon</strong>, das vor ihm auf dem Tisch stand. <em>&#8222;Ihr Verhalten hier heute Abend ist unter aller Sau.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Aus den Reihen<strong> von CDU, FDP und FWG</strong> war zustimmendes Tischklopfen zu hören. Einer soll sogar – wie die Grünen heute sagen –<strong> gerufen haben</strong>: <em>„Schmeiß sie raus!“ </em></p>
</p>
<p><strong>Ja, was hatte Frau Brestel denn Schlimmes gesagt?</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Dokumentiert: Der &#8222;Unter aller Sau&#8220;-Beitrag im Wortlaut</h2>
</p>
<p>Hier sind <strong>Brestels Worte</strong>, während der Sitzung mitgeschrieben:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Liebe Frau Dr. Grassel, liebe Frau Krämer, ich bin irritiert: Wollten wir hier heute Abend nicht konstruktiv zusammenarbeiten und die Parteipolitik außen vor lassen? War das nicht unser Vorsatz?&#8220;</em> Brestel<strong> lauter</strong>:<em> &#8222;Und was passiert hier: Die Grünen machen einen Super-Vorschlag, und der soll nicht aufgenommen werden.&#8220; </em>Noch <strong>lauter</strong>:<em> &#8222;Das darf doch nicht wahr sein!&#8220;</em></p>
</p>
<p>Das war&#8217;s?</p>
</p>
<p><strong>Ja, das war&#8217;s!</strong></p>
</p>
<p>Diesen Sätzen Brestels folgte der <strong>unbeherrschte, fast jähzornige Ausbruch</strong> <strong>Hegelers</strong>. Waren ihre Worte wirklich<strong> so schlimm</strong> gewesen, also: <strong>&#8222;unter aller Sau&#8220;</strong>?</p>
</p>
<p><strong>Gabriele Colpe-Decker (Grüne)</strong> meldete sich und sagte<strong> in ihrer besonnenen Art</strong>, es klang <strong>betont freundlich</strong>, als wolle sie <strong>einen zornigen Mann</strong> beruhigen:<em> &#8222;Ich sage es ungern, aber ,unter aller Sau&#8216; ist jetzt nicht so salonfähig.&#8220;</em>&nbsp;</p>
</p>
<p><strong>Hegeler unwirsch:</strong> <em>&#8222;Jawoll, Frau Colpe-Decker, das nehme ich auch hiermit zurück.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Sprach&#8217;s und ging <strong>zur Tagesordnung</strong> über. Als wäre nichts passiert.</p>
</p>
<p>Womit wir bei der Frage wären: Was hat den Mann nur <strong>zu einem solchen Ausraster getrieben</strong>?</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Das tut schon weh: FDP rüffelt Hegelers Verhalten</h2>
</p>
<p>Die Sitzung hatte <strong>unrund</strong> <strong>begonnen</strong>, was Hegeler sicher<strong> verärgert </strong>haben dürfte:</p>
</p>
<p>Gleich zu Beginn hatte sich <strong>Michaela Schwarz</strong> zu Wort gemeldet: Die <strong>FDP-Fraktionschefin </strong>kritisierte, dass Hegeler in der März-Sitzung des Stadtparlaments einen Beschluss <strong>zugelassen</strong> habe, der <strong>gegen die Geschäftsordnung</strong> verstoße. Es ist <strong>ein bisschen kompliziert</strong>, hier nur kurz:</p>
</p>
<p>Ein <strong>Antrag der Linken</strong>, die umstrittenen Bauarbeiten im <strong>Wildsachsener Gebiet Jungehag </strong>sofort zu stoppen, war abgelehnt worden. Ein etwas <strong>moderater formulierter Änderungsantrag</strong> wurde dann <strong>mit den Stimmen der Opposition </strong>und<strong> gegen die CDU/FDP/FWG-Koalition</strong> angenommen.</p>
</p>
<p>Über einen Änderungsantrag hätte nicht <strong>nachträglich</strong> abgestimmt werden dürfen, sagte Frau Schwarz jetzt. Sie habe dies <strong>sofort</strong> <strong>beanstanden</strong> wollen, sei aber von Hegeler <strong>nicht beachtet</strong> worden: <em>&#8222;Der Stadtverordnetenvorsteher hat meine Wortmeldung ignoriert.&#8220;</em> Damit habe er <strong>eine Abstimmung zugelassen</strong>, die <em>&#8222;nicht in Übereinstimmung mit unserer Geschäftsordnung steht&#8220;</em>: Der gefasste Beschluss sei <em>&#8222;null und nichtig&#8220;</em>, das müsse <strong>nachträglich</strong> <strong>ins Protokoll geschrieben werden</strong>. Wobei Frau Schwarz ausdrücklich noch den Zusatz <strong>protokolliert haben wollte</strong>: <em>&#8222;Die Stadtverordneten werden gebeten, sich an die Geschäftsordnung zu halten.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Dass der kleine <strong>Koalitionspartner</strong> <strong>FDP</strong> den <strong>CDU-Stadtverordnetenvorsteher öffentlich</strong> <strong>rügt</strong>: Das ist für Hofheimer Verhältnisse <strong>ein ungewöhnlicher Vorgang</strong>. Doch es sollte <strong>noch</strong> <strong>schlimmer</strong> kommen:</p>
</p>
<p>Früher hatte die CDU <strong>eine starke Mehrheit</strong> im Parlament: Stets wurde gemacht, was die <strong>Christdemokraten</strong> wollten. Früher hätte man den Antrag von Frau Schwarz <strong>durchgewunken</strong>, das Protokoll <strong>geändert</strong> – alles gut.</p>
</p>
<p><strong>Heute ist das anders:</strong> Trotz einer <strong>Koalition mit FDP und FWG </strong>fehlt der CDU <strong>eine Stimme zur Mehrheit</strong>. Als jetzt über die<strong> Änderung des Protokolls</strong> abgestimmt wurde, war die Koalition zwar dafür, aber <strong>die Opposition geschlossen dagegen</strong>:</p>
</p>
<p>Der Schwarz-Antrag wurde mehrheitlich <strong>abgelehnt</strong>. Das Protokoll wird <strong>nicht geändert.</strong></p>
</p>
<p>Das war noch <strong>nicht alles.</strong> Es ging <strong>noch weiter.</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Schlendrian im Magistrat – Hegeler sagt nichts dazu </h2>
</p>
<p><strong>Barbara Grassel</strong> <strong>von den Linken</strong> meldete sich: Sie habe in der <strong>März-Sitzung</strong> Fragen gestellt, die der Magistrat<strong> nicht beantworten</strong> konnte. <strong>Hegeler</strong> habe versprochen, dass die Antworten<strong> mit dem Protokoll </strong>nachgereicht würden. Das sei aber <strong>nicht</strong> geschehen, kritisierte Frau Grassel: <strong>Der</strong> <strong>Magistrat</strong> sei Hegelers Aufforderung <strong>nicht nachgekommen.</strong></p>
</p>
<p>Und sie setzte noch eins drauf: <strong>Eine ganze Reihe von Anfragen</strong> lägen seit Monaten beim Magistrat – <strong>unbeantwortet</strong>. Grassel:<strong> </strong><em>&#8222;Ich habe den Bürgermeister wiederholt darauf angesprochen. Er verspricht immer Antworten – das war&#8217;s denn.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Wirklich ärgerlich, dieser <strong>Schlendrian im Magistrat! </strong>Aber Hegeler, der sich doch eigentlich <strong>für die Rechte der Stadtverordneten</strong> einsetzen müsste, reagierte nicht. Er sagte <strong>kein Wort</strong> dazu.</p>
</p>
<p><strong>Keine Sternstunde der Kommunalpolitik.&nbsp;</strong></p>
</p>
<p><strong>Solche Vorkommnisse</strong> in öffentlicher Sitzung,<strong> </strong>und seien sie noch so unbedeutend, kratzen offenbar am <strong>Selbstwertgefühl</strong> <strong>des</strong> <strong>strammen</strong> <strong>CDU-Mannes</strong>.</p>
</p>
<p>Aber rechtfertigen sie auch <strong>seinen Ausbruch</strong>?</p>
</p>
<p><strong>Am Ende der Parlamentssitzung </strong>meldete sich <strong>Bettina Brestel</strong> noch einmal zu Wort: Sie forderte <strong>eine Entschuldigung von Hegeler</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Hätte</strong> er jetzt etwas gesagt und sich entschuldigt: Das Thema wäre <strong>erledigt</strong> gewesen.</p>
</p>
<p>Doch der Mann<strong> </strong>tat so, als hätte er Brestel <strong>gar nicht zugehört.</strong></p>
</p>
<p><strong>Er schloss die Sitzung.</strong></p>
</p>
<p>Schönen Abend noch!</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Ist Hegelers Auftreten mit der Würde des Amts vereinbar?</h2>
</p>
<p>Eine Woche haben die <strong>Grünen</strong> gebraucht, um sich nach der Attacke zu sammeln. Jetzt haben sie eine <strong>Pressemitteilung</strong> herausgegeben: Sie wollen<strong> Hegelers Entgleisung </strong>nicht auf sich sitzen lassen. Sie werfen ihm eine &#8222;<em>inakzeptable Ausdrucksweise&#8220;</em> vor, die zudem &#8222;<em>ungerechtfertigt und unsachlich&#8220;</em> gewesen sei.</p>
</p>
<p>Ein Stadtverordnetenvorsteher habe die <strong>Würde und die Rechte</strong> <strong>der Stadtverordneten</strong> zu wahren. Das <strong>Recht auf Meinungsäußerung</strong> werde Hegeler natürlich<strong> nicht abgesprochen</strong>, aber: <em>&#8222;Ist es als eine mit der Würde seines Amtes vereinbare zulässige Meinungsäußerung zu sehen, das Verhalten einer Stadtverordneten als ,unter aller Sau&#8216; zu werten?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Man erwarte von Hegeler <em>&#8222;eine öffentliche Stellungnahme&#8220;</em>, heißt es weiter. Und <strong>etwas drohend</strong>: Man behalte sich vor, <em>&#8222;den gesamten Vorgang vom Hessischen Städtetag bewerten zu lassen&#8220;</em>.</p>
</p>
<p>Wenn das geschieht, würde <strong>ganz Hessen</strong> von dem Ausraster erfahren: Das wäre für Hegeler ein weiterer Sprung nach oben <strong>auf der nach oben offenen Peinlichkeitsskala</strong>.</p>
</p>
<p>In ihrer Pressemitteilung äußern die Grünen noch <strong>die Befürchtung</strong>, dass es Hegeler &#8222;<em>auch in Zukunft nicht gelingen wird, sachlich auf die Stadtverordneten ohne Ansehen ihrer Fraktionszugehörigkeit einzuwirken&#8220;</em>.</p>
</p>
<p>Hinter dem Wörtchen <em>&#8222;auch&#8220;</em> verbirgt sich <strong>eine tief sitzende Verärgerung</strong> darüber, dass Hegeler <a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/18/hegeler-und-der-respekt/">schon wiederholt</a> einige Frauen der Oppositionsparteien <strong>unangemessen aggressiv</strong> angegangen ist. Auffällig ist auch: <strong>Verbale Grenzüberschreitungen </strong>von Stadtverordneten aus <strong>CDU, FDP und FWG</strong> bleiben bei ihm regelmäßig unbeanstandet. Beispiele:</p>
</p>
<p>Als kurz vor Weihnachten letzten Jahres zwei Stadtverordnete <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/"><strong>wuttriefende E-Mails</strong></a> verschickten, sagte der <strong>Stadtverordnetenvorsteher</strong> nichts dazu. Absender waren Mitglieder <strong>der Koalition</strong>.</p>
</p>
<p>Als sein <strong>Parteifreund Wulf Baltruschat </strong>Drohmails an <strong>Tanja Lindenthal</strong> schrieb, weil ihm Äußerungen der BfH-Stadtverordneten <strong>in einem städtischen Gremium</strong> nicht gefielen (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/25/stadtverordnete-polizist-drohung/">hier</a>): Hegeler griff nicht ein, <strong>er schwieg einfach.</strong></p>
</p>
<p><strong>So nimmt das Ansehen des Stadtparlaments massiv Schaden – und der Stadtverordnetenvorsteher schaut weg.</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Ein Dauer-Schwänzer genießt Hegelers Nachsicht</h2>
</p>
<p>Apropos <strong>Baltruschat</strong>: Der hat <strong>Hegelers Ausraster</strong> gegen die Grüne Brestel <strong>nicht</strong> <strong>mitbekommen</strong>. Der <strong>CDU-Stadtrat</strong> fehlte in der Stadtverordnetenversammlung, mal <strong>wieder</strong>,  jedesmal wird ins Protokoll geschrieben: <strong>&#8222;entschuldigt&#8220;</strong>.</p>
</p>
<p>Schon im November letzten Jahres hatten wir <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/">berichtet</a>, dass Baltruschat offensichtlich <strong>keinen Bock auf das Stadtparlamen</strong>t hat: Keiner <strong>schwänzt</strong> so oft wie er.</p>
</p>
<p>Nach unserem Bericht nahm er an den<strong> </strong>nächsten<strong> drei Sitzungen</strong> teil. Das war&#8217;s schon: Seitdem wurde er<strong><strong> nicht mehr</strong> im Stadtparlament</strong> gesehen.</p>
</p>
<p>Dabei ist die <strong>Geschäftsordnung</strong> eindeutig: <strong>Die</strong> <strong>Mitglieder des Magistrats</strong> sind <em>„zur Teilnahme an den Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung verpflichtet“</em>. Doch das scheint einen Baltruschat nicht zu interessieren:</p>
</p>
<p>In dieser Legislaturperiode tagte das Stadtparlament <strong>28 Mal</strong>, Baltruschat schwänzte<strong> 21 Sitzungen</strong>.</p>
</p>
<p>Das grenzt an<strong> öffentliche Missachtung der parlamentarischen Arbeit</strong>: Ist ein solches Verhalten eines Stadtrats nicht eher <em>&#8222;unter aller Sau&#8220;</em> und damit <strong>ein Fall für den Stadverordnetenvorsteher</strong>?</p>
</p>
<p><strong>Aber nicht doch!</strong></p>
</p>
<p>Bei einem <strong>CDU-Parteifreund</strong> drückt Hegeler<strong> beide Augen fest zu&#8230;</strong></p>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kein Platz für Kinder: Kita-Eltern machen Druck auf Politik – es wirkt!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/05/19/kein-platz-fuer-kinder-in-hofheim/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2024 10:43:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Krämer Birgit]]></category>
		<category><![CDATA[Schulze Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Eltern aus Hofheim haben eine Bürgerinitiative gegründet: Sie fordern mehr Betreuungsplätze für ihre Kinder. Das zeigt prompt Wirkung: Die Kommunalpolitiker drängen den Magistrat, endlich Maßnahmen gegen den Kita-Notstand zu ergreifen. Am Mittwoch will das Stadtparlament darüber beraten und entscheiden. Doch was, wenn sich die Verwaltung weiterhin einfach nicht bewegt?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Endlich sind sie aufgewacht. </strong>Allerdings: Wenn wir <strong>genauer hinschauen</strong>, erkennen wir, dass es für viele Betroffene zu spät ist, <strong>viel zu spät!</strong></p>
<p>Plötzlich entwickeln die <strong>Hofheimer Stadtverordneten</strong> mit Nachdruck immer <strong>neue Ideen</strong> <strong>und</strong> <strong>Vorschläge</strong>, wie der <strong>Mangel an Kita-Plätzen</strong> behoben werden könnte. Die aufgeregte Bemühtheit verwundert ein wenig, denn das Problem ist <strong>nicht neu</strong>: Es schwelt seit Monaten, besser: <strong>seit Jahren</strong>, ohne dass eine Lösung<strong> in Sicht </strong>wäre. Gleichzeitig scheint der zuständige <strong>Stadtrat Bernhard Köppler</strong> (SPD) völlig überfordert. Er schafft es nicht einmal, kleinere Maßnahmen<strong> zügig umzusetzen</strong> &#8211; zuletzt <a href="https://hk-newsletter.de/2024/03/24/kita-not-und-eltern-aufstand/#Kita-Notstand_I_Dorftheater_um_einen_Bauwagen">zu beobachten</a> beim <strong>Waldkindergarten in Lorsbach</strong>.</p>
<p>Was wir jetzt erleben, kann als <strong>Lehrstück gelebter Demokratie</strong> dienen: Denn die Stadtverordneten rühren sich nicht, weil <strong>ein Problem dringlich</strong> geworden ist – das ist es, wie gesagt, <strong>schon lange</strong>. Nein, die <strong>Kommunalpolitik ist aufgewacht</strong>, weil sich betroffene Eltern zusammengeschlossen und <strong>eine</strong> <strong>Bürgerinitiative</strong> gegründet haben:</p>
<p><em>„Hofheimer Kinder – Für mehr Betreuungsplätze“</em> nennt sie sich. Die <strong>Unzufriedenheit mit der Lokalpolitik</strong> formiert sich, in einer <a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Gruppe</a> tauscht man sich aus und <strong>formuliert Forderungen</strong>&#8230;</p>
<p><strong>Ein paar hundert Eltern</strong> &#8211; das sind auch<strong> ein paar hundert Wähler</strong>: Der organisierte Protest wirkt auf <strong>Lokalpolitiker</strong> wie eine <strong>Adrenalinspritze</strong>: Das <strong>Herz</strong> pumpt schneller, der <strong>Blutdruck</strong> steigt, die <strong>Atmung</strong> geht schneller&#8230;</p>
<p>Letztens tagte der <strong>Jugend- und Sozialausschuss</strong>, die Mitglieder wirkten wie <strong>aufgedreht</strong>. Die <strong>CDU/FDP/FWG-Koalition</strong>, die sonst nicht müde wird, <strong>das vermeintliche Expertentum</strong> in der Stadtverwaltung gegen jedwede Kritik in Schutz zu nehmen, forderte <em>&#8222;ein rasches Agieren und Handeln seitens der Stadt&#8220;</em>:</p>
<p>Ein weiteres Warten auf Kita-Plätze, die erst <strong>in einigen Jahren</strong> zur Verfügung stehen, sei <em>&#8222;für die Eltern, die heute auf einen Kita-Platz warten, nicht tragbar&#8220;</em>, heißt es in einem Antrag. <strong>Der Magistrat</strong> solle <em>&#8222;kurzfristig (ab Sommer 2024) eine Interims-Kita für bis zu 50 Kinder in Container- oder in Modulbauweise&#8220;</em> einrichten.</p>
<p>Für die <strong>Bürger für Hofheim</strong> (BfH) forderte<strong> Michael Schulz</strong>, den Einsatz <strong>von qualifiziertem ausländischen Personal</strong>&nbsp;zu prüfen. <strong>Birgit Krämer</strong> von der <strong>CDU</strong> beantragte, <strong>eine zentrale Anmelde-Software&nbsp;</strong>anzuschaffen. </p>
<p>Alle dafür, <strong>einstimmig</strong>!</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="565" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/CDU-Wahlwerbung-Hessenwahl-04-2023.jpg" alt="Kinder" class="wp-image-42523" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/CDU-Wahlwerbung-Hessenwahl-04-2023.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/CDU-Wahlwerbung-Hessenwahl-04-2023-300x212.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/CDU-Wahlwerbung-Hessenwahl-04-2023-768x542.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch das ist gelebte Demokratie: Mit solchen Sprüchen ging Hessens CDU im letzten Jahr auf Wählerfang – und es hat auch funktioniert. Heute sind wir schlauer: Mit Sprüchen allein wird die Kita-Not in Hofheim nicht behoben.</figcaption></figure>
</div>
<p>Erinnert wurde auch an einen<strong> seit März</strong> vorliegenden Vorschlag, die <strong>Betreuungszeiten</strong> <strong>zu</strong> <strong>optimieren</strong>: Dann könnten <strong>mit dem vorhandenen Personal</strong> vielleicht mehr Kinder betreut werden.</p>
<p>Klingt alles gut. Aber ob das wirklich <strong>auf die Schnelle</strong> hilft? </p>
<p>Bereits <strong>Anfang letzten(!) Jahres</strong> hatte die<strong> CDU/FDP/FWG-Koalition</strong> die Verwaltung beauftragt, verschiedene <strong>Standorte für Kita-Container</strong> zu prüfen – zum Beispiel das leerstehende <strong>Exerzitienhaus</strong> auf dem Kapellenberg. Der Beschluss wurde im <strong>Februar 2023</strong> gefasst; ein Jahr später, im <strong>Februar 2024</strong>, berichtete die Lokalpresse: Dem Orden liege <em>&#8222;keine Anfrage vor, beispielsweise eine Container-Kita auf dem Gelände aufzustellen&#8220;.</em></p>
<p>Die <strong>Linke</strong> hatte um Prüfung gebeten, ob auf dem <strong>Parkplatz hinter der alten Stadtbücherei</strong> Kita-Container aufgestellt werden könnten. In diesem Fall kam die Antwort ganz schnell: <strong>Abgelehnt</strong> – unter anderem, weil dort Mitarbeiter des Rathauses <strong>ihre Autos parken</strong>.</p>
<p><strong>Alternative Standorte</strong> wurden von der Verwaltung leider auch<strong> nicht genannt.</strong></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Exerzitienhaus.jpg" alt="" class="wp-image-42536" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Exerzitienhaus.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Exerzitienhaus-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">War ein Vorschlag: Auf dem Gelände des Exerzitienhauses könnte man übergangsweise eine Kita einrichten.  </figcaption></figure>
</div>
<p>Man kann Hofheims Stadtverordneten <strong><span style="text-decoration: underline;">nicht</span> vorwerfen</strong>, dass sie die Verwaltung <strong>nicht drängen</strong>, das Problem anzugehen.</p>
<p>Es gehört allerdings auch zur Aufgabe der gewählten Bürgervertreter, <strong>die</strong> <strong>Verwaltung zu</strong> <strong>kontrollieren</strong>. Wenn diese erkennbar nichts zur <strong>Lösung eines Problems </strong>unternimmt, ja, manchmal sogar den Eindruck erweckt, <strong>sich</strong> <strong>Lösungen</strong> <strong>zu</strong> <strong>verweigern</strong>: Dann funktioniert das in Hofheim deshalb, weil sich <strong>die Mehrheit im Parlament</strong> gleichgültig verhält. Lieber <strong>schweigt</strong> und <strong>wegduckt</strong>.</p>
<p>Das ist natürlich auch <strong>bequemer</strong>.</p>
<p>Nur: Die Bürger müssen&#8217;s ausbaden. Im konkreten Fall: <strong>ein paar hundert Eltern</strong>, die für ihre Kinder<strong> keine Betreuung</strong> finden.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Magistrat hat die besten Standorte nicht genutzt</h2>
<p>Es gab <strong>sehr gute Standorte</strong>, die längst hätten genutzt werden können &#8211; wenn die Stadtpolitiker nur <strong>gewollt</strong> hätten und sich die Verwaltung etwas mehr <strong>für Eltern-Interessen</strong> engagieren würde:</p>
<p><strong>Hinter der Tierklinik </strong>liegt ein städtisches Grundstück. Jahrelang passierte dort nichts. Dann wollte sich die Klinik dort <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/19/tierklinik-zulassungsstelle/">mit dem Segen der Stadt</a> erweitern. Man hätte dort <strong>Kita-Container </strong>aufstellen können, wenn man nur gewollt hätte.</p>
<p>Dann <strong>Planänderung</strong>: Jetzt werden dort <strong>kleine Häuschen für Flüchtlinge</strong> aufgestellt.</p>
<p>Hier soll keinesfalls <strong>die</strong> <strong>Flüchtlingsproblematik gegen den Kita-Notstand </strong>ausgespielt werden. Aber warum das Grundstück nicht längst<strong> für Kita-Container</strong> genutzt wird: Das hätte man <strong>von den beamteten Rathauspolitikern</strong> schon gerne erfahren.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel:</p>
<p>Die Stadt besitzt<strong> gegenüber dem Landratsamt</strong> ein größeres Grundstück, das die Kreisbehörde <strong>als Parkplatz</strong> angemietet hatte. <strong>Anfang 2023</strong> hat der Kreis mitgeteilt, dass er auf dem Grundstück <strong>Container für Flüchtlinge</strong> aufstellen lässt. Wir hatten damals<strong> im Rathaus</strong> nachgefragt: Warum wurden auf dem Parkplatz nicht schon längst <strong>Container für eine Kita </strong>aufgestellt? Das gab es zur Antwort: <em>&#8222;Es war &#8211; im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis &#8211; nicht das Bestreben der Stadt, die Nutzungsvereinbarung mit dem Kreis zu kündigen, um anderweitige Herausforderungen zu bewältigen&#8220;.&nbsp;</em></p>
<p>So ist das in Hofheim: Der <strong>CDU-Bürgermeister</strong> nimmt dem <strong>CDU-Landrat</strong> doch keine Parkplätze weg! Sollen <strong>die Eltern</strong> sehen, wo sie mit <strong>ihren</strong> <strong>Blagen</strong> bleiben&#8230;</p>
<p>Jetzt ein neuer Versuch, dem Magistrat <strong>etwas mehr Engagement</strong> abzuringen. <strong>CDU/FDP/FWG </strong>schreiben in ihrem Antrag: <em>&#8222;Zur Betreuung von bis zu 50 Kindern sind mindestens 5 Container nötig und eine Fläche von rund 1.000 Quadratmetern.&#8220;</em> Städtische Grundstücke auf der <strong>Drachenwiese am Landratsamt</strong> oder in der Nähe des <strong>Sportparks Heide</strong> böten sich an, auch private Grundstücke am <strong>Steinberg</strong> oder in <strong>Marxheim (Nähe Bürgerhaus)</strong>.</p>
<p><strong>Barbara Grassel von den Linken</strong> beantragte ergänzend: Dann sollte man gleich auch andere Grundstück in die Prüfung einbeziehen – <strong>Elisabethenstr. 3</strong>, die ehemalige Kurklinik in der <strong>Kurhausstraße</strong> und das ehemalige Polar-Mohr-Gelände an der <strong>Homburger Straße</strong>, wo ein privater Investor 100 Wohnungen bauen will.</p>
<p>Man fragt sich natürlich, warum der <strong>Magistrat</strong> angesichts der bekannten <strong>Notlage</strong> nicht längst gehandelt hat. Aber so arbeitet man wohl im <strong>Hofheimer Rathaus</strong> – hier noch ein Beispiel:</p>
<p><strong>Vor fünf Jahren</strong> präsentierte die Verwaltung die <strong>&#8222;Webkita&#8220;</strong> – eine Unterseite der städtischen Homepage, auf der <strong>Kita-Plätze </strong>und <strong>Schulkindbetreuung</strong> in allen Stadtteilen und von allen Trägern aufgelistet waren. &#8222;<em>Die Anmeldung bei allen Hofheimer Betreuungseinrichtungen und angemeldeten Tagespflegestellen kann schnell und unkompliziert über das Onlineportal auf der Homepage der Stadt Hofheim vorgenommen werden&#8220;</em>, hieß es damals.</p>
<p><strong>Die Homepage der Stadt </strong>wurde kürzlich komplett überarbeitet. Die <strong>&#8222;Webkita&#8220;</strong> wird im neuen Look weiterhin groß <a href="https://www.hofheim.de/leben-in-hofheim/gesellschaft-und-soziales/kinder/onlineanmeldung-webkita/" target="_blank" rel="noopener">angekündigt</a>, doch wer sie <a href="https://www.webkita2.de/hofheim/start;jsessionid=B69B6C4379C8D9463FA55FA587B5086A?0" target="_blank" rel="noopener">aufruft</a>, wähnt sich <strong>in der Internet-Steinzeit</strong>. Sogar <strong>das alte Stadtwappen</strong> ist noch groß abgebildet&#8230;</p>
<p>Die <strong>FDP-Fraktion</strong>, die dieses &#8222;Angebot&#8220; wohl nicht kennt, hat jetzt <strong>einen</strong> <strong>Antrag gestellt</strong>: Der Magistrat soll prüfen, <em>&#8222;ob die Kommunikation zwischen den Einrichtungen und den Eltern durch den Einsatz digitaler Medien – wie der Kita-Info-App – verbessert werden kann&#8220;.</em></p>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405.jpg" alt="Webkita2 202405" class="wp-image-42527" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405-300x169.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita2-202405-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf der neuen Webseite der Stadt Hofheim wird eine &#8222;Webkita&#8220; angeboten&#8230;</figcaption></figure>
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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152.jpg" alt="Webkita 202405 e1716205522152" class="wp-image-42526" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152-300x169.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Webkita-202405-e1716205522152-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;die sich jedoch bei näherem Hinschauen als ziemlich veraltet erweist.</figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
<p>Ein weiteres Beispiel?</p>
<p><strong>Ende 2022</strong> war es der Sozialausschuss leid, von der Verwaltung<strong> mit unklaren Informationen</strong> zur Situation der Kitas <strong>hingehalten</strong> zu werden. Man beschloss, dass die Verwaltung<strong> regelmäßig Quartalsberichte</strong> vorlegen soll.</p>
<p><strong>Anfang dieses Monats</strong> monierte die Linke,<em> &#8222;dass der Magistrat in der letzten Zeit dieser Verpflichtung nicht bzw. verspätet nachgekommen ist&#8220;</em>.<strong> Stadtrat Köppler</strong> reichte daraufhin kürzlich die Berichte für das <strong>dritte und vierte Quartal 2023</strong> nach. Zugleich kündigte er an, die Quartalsberichte für das erste Halbjahr 2024 erst <strong>im Herbst</strong> vorlegen zu wollen – <em>&#8222;wegen krankheitsbedingter Abwesenheit und Stellenvakanzen&#8220;.</em></p>
<p>Wenn die Stadtspitze<strong> das Kita-Problem ernst</strong> <strong>nimmt</strong>, weiß sie es gut <strong>zu</strong> <strong>verbergen</strong>&#8230;</p>
<h2 class="wp-block-heading">Mehr Platz für Kita-Kinder ist Thema im Stadtparlament</h2>
<p>Bisher wurde <strong>jede Nachfrage nach Kita-Plätzen</strong> mit dem Hinweis auf <strong>geplante Neubauten</strong> abgewiesen. An der <strong>Hattersheimer Straße </strong>soll eine Kita gebaut werden, wenn Polar Mohr abgerissen wird und dort 500 Wohnungen entstehen. An der<strong> Homburger Straße</strong> sollen eines (unbekannten) Tages rund 100 Wohnungen entstehen, darunter auch eine neue Kita&#8230;</p>
<p><strong>Beide Projekte</strong> sind allerdings noch <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Planung</strong>, die Kitas werden erst<strong> in einigen Jahren</strong> stehen.</p>
<p>Inzwischen zeigen sich erste Politike<strong>r schwer genervt</strong> von den immer gleichen Hinweisen auf künftige Bauprojekte. <strong>Andreas Hegeler (CDU) </strong>konstatierte im Sozialausschuss unwirsch: <em>&#8222;Vor 2028 wird das doch nichts!&#8220;</em> Den Eltern, die <strong>heute</strong> einen Platz für ihr Kind suchen, sei <strong>mit solchen Visionen nicht geholfen.</strong></p>
<p>Das Schlusswort wollen wir hier dem Rathauschef überlassen. <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong>, der sich den Vorwurf gefallen lassen muss, mit <strong>Bernhard Köppler </strong>den denkbar ungeeignetsten Mann <strong>mit dem wichtigen Kita-Thema</strong> betraut zu haben, sagte im Sozialausschuss: Er freue sich, dass <strong>an vielen kleinen Stellschrauben</strong> gedreht werde. Er hoffe auch, dass <strong>der Magistrat</strong> für die nächste Stadtverordnetenversammlung <strong>einige Informationen vorbereitet</strong> habe.</p>
<p>Wer möchte, kann es live miterleben: Das <strong>Stadtparlament</strong> tagt an diesem<strong> Mittwoch, 22. Mai,</strong> ab 18 Uhr in der Stadthalle – <strong>öffentlich</strong>. Gleich vier Kita-Anträge stehen zur Abstimmung. Alle werden angenommen, garantiert.</p>
<p>Aber ob sich die Stadtverwaltung <strong>dann auch bewegt?</strong></p>
<p>Das steht <strong>auf einem anderen Blatt. </strong></p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Interessentenplanung&#8220;: Jetzt hat auch Lorsbach seinen dunklen Riesen-Klotz</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/05/06/lorsbach-dorfmitte-riesenklotz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 17:56:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmann Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
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					<description><![CDATA[Trau' nie dem Computerbild eines Architekten – die Wirklichkeit sieht völlig anders aus! Die Hofheimer haben's leidvoll erfahren, jetzt sind die Lorsbacher dran: Die Stadt baut über ihre Wohnungsbaugesellschaft HWB eine neue "Dorfmitte". Je weiter die Arbeiten vorangehen, desto größer die Ernüchterung in dem kleinen Ortsteil: Das wird ja ein Riesenklotz! Und er sieht ganz anders aus, als versprochen wurde! Wieder einmal haben sich Stadtpolitiker von Computeranimationen täuschen lassen. Sie hätten's besser wissen müssen! ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size:19px"><strong>Trau&#8216; nie dem Computerbild eines Architekten – die Wirklichkeit sieht völlig anders aus! Die Hofheimer haben&#8217;s leidvoll erfahren, jetzt sind die Lorsbacher dran: Die Stadt baut über ihre Wohnungsbaugesellschaft HWB eine neue &#8222;Dorfmitte&#8220;. Je weiter die Arbeiten vorangehen, desto größer die Ernüchterung in dem kleinen Ortsteil: Das wird ja ein Riesenklotz! Und er sieht ganz anders aus, als versprochen wurde! Wieder einmal haben sich Stadtpolitiker von Computeranimationen täuschen lassen. Sie hätten&#8217;s besser wissen müssen! </strong></p>
<p>Letztens wurde <strong>Ralf Weber</strong> vom <strong>Blitz der Erleuchtung</strong> getroffen. Der <strong>74-Jährige FDP-Stadtverordnete</strong> und Immobilienmakler sah das neue <strong>RMV-Gebäude</strong> an der Alten Bleiche – und hatte <strong>ein</strong> <strong>Offenbarungserlebnis</strong>, das er sogleich der Öffentlichkeit kundtun musste:</p>
<p>Er sehe <em>&#8222;nur kalte Flächen, Business und Unfreundlichkeit, keine Empathie&#8220;</em>, klagte er in einem Leserbrief in der Lokalzeitung.<em> &#8222;An der ganzen Fassade, am Vorplatz und am seitlichen Bereich des Bürgersteigs keinerlei Natur, kein Grün, rein gar nichts.&#8220;</em></p>
<p>Folgt man Weber, dann waren Hofheims <strong>Stadtpolitiker</strong> vorsätzlich getäuscht worden: In einer Computeranimation, die <strong>allen Ortspolitikern</strong> vorgelegt worden war, habe sich das Haus <em>&#8222;in hellen weißgrauen Farbtönen&#8220; </em>präsentiert. <em>&#8222;Nun hat man die Fenster fast schwarz gestaltet, das Gebäude wirkt abweisend und kalt.&#8220;</em></p>
<p><strong>Der schwarze RMV-Klotz </strong>im Zentrum von Hofheim: Die unübersehbare <strong>Diskrepanz</strong> <strong>zwischen</strong> <strong>Verheißung</strong> <strong>und</strong> <strong>Wirklichkeit</strong> hatten wir bereits vor einigen Monaten <a href="https://hk-newsletter.de/2023/10/14/rmv-frank-lorsbach-cdu/#rmv-zentrale202310">hier</a> aufgezeigt. An diesem Montag wurde der Bau mit einer <strong>Schlüsselübergabe</strong> offiziell eröffnet. Die Lokalzeitung schreibt <strong>brav</strong> schon in der Überschrift: <em>„Städtebauliches Highlight für Hofheim“.</em></p>
<p>Webers Einschätzung klang völlig anders und<strong> ziemlich schmerzhaf</strong>t:</p>
<p><em>&#8222;Aus meiner Sicht ist das ein städtebaulicher Faustschlag!&#8220;</em></p>
<div class="wp-block-ideabox-image-comparison">
<div class="ib-image-comparison label-pos--middle twentytwenty-container" data-offset="0.5" data-orientation="horizontal" data-before="Versprechen" data-after="Wirklichkeit" data-no-overlay="false" data-on-hover="false" data-on-swipe="true" data-on-click="false" style="--ibic-overlay-color:rgba(0, 0, 0, 0.2);--ibic-overlay-hover-color:rgba(0, 0, 0, 0.4)"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/RMV-202321010-2.jpg" alt="RMV 202321010 2" class="ib-image-comparison-img"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/RMV-800.jpg" alt="RMV 800" class="ib-image-comparison-img"></div>
</div>
<p class="has-text-align-center" style="font-size:15px"><em>Der RMV-Bau in Hofheims Kernstadt: &#8222;Interessentenplanung&#8220;</em> – hell und freundlich das Versprechen, dunkel dagegen die Wirklichkeit.</p>
<p>Dass ausgerechnet der <strong>FDP-Mann</strong> – er gehört im Stadtparlament zur Regierungskoalition – <strong>die städtische Baupolitik anprangert</strong>, kommt überraschend. Denn Weber gefiel sich bisher <strong>als Ultra-Fan</strong> <strong>einer Beton-Fraktion</strong>, die nur ein Credo kennt: Bauen! Bauen! Bauen!</p>
<p>Ist er jetzt vom <strong>Saulus</strong> <strong>zum</strong> <strong>Paulus</strong> gewandelt?</p>
<p>Sollte der Mann beim Verfassen seines Wutbriefs wirklich nicht <strong>von persönlichen Interessen</strong> geleitet worden sein, sondern <strong>von ehrlicher Sorge um die Zukunft Hofheims</strong>, möchten wir ihm <strong>einen</strong> <strong>kleinen Ausflug</strong> ans Herz legen:</p>
<p><strong>Auf nach Lorsbach!</strong></p>
<h2 class="wp-block-heading">Weiße Leichtigkeit muss dunkelbraunem Klinker weichen</h2>
<p><strong>Mitten in dem 2.800-Seelen-Nest </strong>wird gerade ein neues Gebäude hochgezogen. Bauherr: die<strong> Wohnungsbaugesellschaft</strong> <a href="https://www.hwb-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">HWB</a>, ein Unternehmen, dass sich zu <strong>100 Prozent</strong> im Besitz der Stadt Hofheim befindet. Schon jetzt, Monate vor der Fertigstellung, ist zu erkennen:</p>
<p>Die Computerbilder und bunten Prospekte, die den Stadtpolitikern einst vorgelegt worden waren, sind <strong>Makulatur</strong>. <strong>Augenwischerei! </strong>Was mitten in Lorsbach entsteht, dürfte eine <strong>noch größere städtebauliche Sünde</strong> sein als <strong>der klotzige RMV-Bau</strong> in der Kernstadt.</p>
<p>Nach den ersten Darstellungen der HWB sollte <strong>ein helles, freundlich wirkendes Gebäude</strong> entstehen. Auf den Computerbildern lässt sich sogar<strong> eine Spur</strong> <strong>südländischen Flairs </strong>erahnen.</p>
<p>Heute wird erkennbar: Es entsteht ein gewaltig großer Bau, <strong>ein neuer riesiger Kasten</strong>. Für die Fassaden zur Straße hin ist <strong>dunkelbrauner Klinker</strong> vorgesehen: Das lässt die gewaltigen Wände richtig<strong> düster</strong> wirken.</p>
<div class="wp-block-ideabox-image-comparison">
<div class="ib-image-comparison label-pos--middle twentytwenty-container" data-offset="0.5" data-orientation="horizontal" data-before="Alter Plan" data-after="Neuer Plan" data-no-overlay="false" data-on-hover="false" data-on-swipe="true" data-on-click="false" style="--ibic-overlay-color:rgba(0, 0, 0, 0.2);--ibic-overlay-hover-color:rgba(0, 0, 0, 0.4)"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-1.jpg" alt="Lorsbach Dorfmitte 1" class="ib-image-comparison-img"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-2.jpg" alt="Lorsbach Dorfmitte 2" class="ib-image-comparison-img"></div>
</div>
<p class="has-text-align-center" style="font-size:15px"><em>In ersten Computerbildern wurde ein weißes Gebäude versprochen – jetzt soll der Klotz eine dunkelbraune Klinkerfassade bekommen. Zwischen Gebäude und Straße sollte angeblich viel Platz bleiben, in der ersten Planung sogar für ein Bäumchen.</em></p>
<p>Noch auffälliger: Die <strong>Computerbilder</strong> zeigen vor dem Gebäude einen großen Abstand zwischen Hausfassade und Fahrbahn. <strong>Einen breiten Bürgersteig</strong> sollte es demnach angeblich geben, mit <strong>großzügig Platz</strong> für Radfahrer und Fußgänger. Sogar ein <strong>Bäumchen </strong>sollte zwischen Hauswand und Straße gepflanzt werden&#8230;</p>
<p>Heute erkennen wir: Die Fassade wurde <strong>so dicht wie eben möglich</strong> an die Straße herangerückt. Was auf den Bildern <strong>weiträumig</strong> und <strong>einladend</strong> aussah, wirkt jetzt <strong>wuchtig</strong> und <strong>bedrückend</strong>. Sollten sich eines Tages <strong>Radfahrer und Fußgänger </strong>vor dem Gebäude begegnen: Es wird <strong>eng</strong> <strong>und</strong> <strong>gefährlich</strong>.</p>
<p><strong>Da freut sich der Bauherr:</strong> Mit der Ausdehnung in Richtung Straße konnte der Baukörper <strong>vergrößert</strong> werden – so wird das Gebäude für die HWB eines Tages <strong>lukrativer</strong>.</p>
<p><strong>In seinem Wutschreiben</strong> fand Weber das richtige Wort für eine solche Planung: <em>&#8222;Interessentenplanung&#8220;</em>.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-Bau2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-Bau2.jpg" alt="Lorsbach Dorfmitte Bau2" class="wp-image-42221" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-Bau2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-Bau2-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Ecke des Neubaus wurde vorgezogen: Anders als auf den Computerbildern ist der Bürgersteig nur noch anderthalb, vielleicht zwei Meter breit.</figcaption></figure>
</div>
<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">Wohlfeile Politiker-Worte narkotisieren Stadtverordnete</h2>
<p>Auf dem Grundstück hatte mal ein <strong>in die Jahre gekommener Nahkauf</strong> gestanden: Er war im vorderen Bereich nur <strong>einstöckig</strong> – das ließ den Platz <strong>luftig</strong> wirken.</p>
<p>Natürlich sind alle froh, dass <strong>der heruntergekommene Bau</strong> weg ist.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-alt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-alt.jpg" alt="Lorsbach Dorfmitte alt" class="wp-image-42216" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-alt.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-alt-300x180.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-alt-768x461.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nur zur Erinnerung: Der alte Nahkauf auf einem Foto der Stadt Hofheim. Kein schöner Anblick. Aber ist wirklich besser, was jetzt kommt?</figcaption></figure>
</div>
<p>Doch inzwischen herrscht <strong>Ernüchterung</strong>: Ist der riesige dunkelbraune Kasten mit dem (ortsuntypischem) Flachdach wirklich <strong>die bessere Alternative</strong>?</p>
<p>Weber würde sagen: <em>&#8222;<em>Kalte Flächen, Business und Unfreundlichkeit, keine Empathie</em>.&#8220;</em></p>
<p><strong>Hofheims CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong>, der als <strong>Aufsichtsratsvorsitzender der HWB</strong> unmittelbar involviert ist, hatte den Bürgern <strong>vor Baubeginn</strong> eine <em>&#8222;zukunftsorientierte Dorf- bzw. Stadtentwicklung zum Wohle der Menschen in Lorsbach&#8220;</em> versprochen. <strong>Wohlfeile Politiker-Worte, </strong>die <strong>eine</strong> <strong>narkotisierende Wirkung</strong> entfalten:</p>
<p>Wie <strong>willenlos</strong> haben denn auch die meisten Stadtverordnete die HWB-Planung <strong>abgenickt</strong>: Schöne bunte Bilder – da stimmten sie gerne zu. Lediglich die zwei Stadtpolitiker<strong> Barbara Grassel und Bernd Hausmann</strong>, beide von den Linken und beide aus Lorsbach, blieben <strong>wach</strong> und schauten genau hin:</p>
<p>In dem Gebäudekomplex sollen <strong>12 Wohnungen</strong>, ein kleines <strong>Lebensmittelgeschäft</strong> (&#8222;Nahversorger&#8220;) und eine <strong>Kindertagesstätte</strong> unterkommen. Die HWB hatte ein <strong>Verkehrsgutachten</strong> in Auftrag gegeben, angeblich um herauszufinden, wie viele <strong>Autofahrer</strong> täglich zu erwarten seien, wie viele <strong>Parkplätze</strong> gebaut werden müssten usw.&nbsp;</p>
<p>Das Gutachten lag im <strong>Frühjahr 2022</strong> vor. Es wurde <strong>den Stadtverordneten </strong>allerdings erst im <strong>Sommer 2023</strong> vorgelegt, und das nur <strong>auf Drängen</strong> der Linken.</p>
<p>Wenn eine Behörde <strong>über Monate</strong> hinweg versucht, <strong>ein wichtiges Dokument</strong> unter Verschluss zu halten, dann hat sie dafür in der Regel Gründe: <strong>Da stimmt was nicht.</strong></p>
<p><strong>Lokalpolitiker</strong> sollten in solchen Fällen eigentlich <strong>ganz genau hingucken!</strong></p>
<p>Offenbar hat sich kein – oder besser: <strong>kaum ein Stadtverordneter</strong> die Mühe gemacht, das Verkehrsgutachten <strong>auch</strong> <strong>nur durchzublättern</strong>. Da steht nämlich <strong>ein dicker Fehler</strong> drin, der eigentlich <strong>unübersehbar</strong> ist. Er fiel – mal wieder – nur den <strong>Linken</strong> auf (die bekanntlich jedes Papier <strong>genauestens</strong> studieren):</p>
<p><strong>Die Zahl der geplanten Kitagruppen</strong> wird in dem Gutachten auf Seite 1 – <strong>korrekt</strong> – mit <strong>drei</strong> angegeben, an anderer Stelle (Seite 5) nur mit <strong>zwei</strong>. Bei der weiteren Berechnung der Autofahrten wird nur <strong>von zwei Kita-Gruppen</strong> ausgegangen, was natürlich <strong>zu falschen Ergebnissen</strong> führte: Das Verkehrsaufkommen wird eines Tages deutlich höher sein als im Gutachten angegeben.</p>
<p>Erst als Barbara Grassel<strong> nachhakte</strong> (<em>&#8222;Hat niemand dieses Gutachten duchgelesen?&#8220;</em>) räumte die Stadtverwaltung <strong>kleinlaut</strong> ein: <em>&#8222;In der Tat ergibt sich eine Diskrepanz.&#8220; </em>Das aber, beteuerte man umgehend, sei <strong>kein Problem</strong>: Ein Drittel mehr Autofahrten – das sei <em>&#8222;verkehrlich abwickelbar&#8220;</em>.</p>
<p>Nur am Rande: Grassel fragte später nach, ob der Magistrat bzw. seine Mitarbeiter <strong>das Gutachten</strong>, <em>&#8222;bevor es unkommentiert dem städtischen Gremium vorgelegt wurde&#8220;</em>, gelesen hätten. Die Antwort des Magistrats fiel <strong>kurzangebunden</strong> aus: <em>&#8222;Die Verkehrsplanung hat das Gutachten gelesen und auf seine Richtigkeit geprüft.&#8220;</em></p>
<p><strong>Auf Richtigkeit geprüft </strong>und dabei einen krassen <strong>Fehler nicht gesehen</strong>: So also arbeitet <strong>Hofheims Stadtverwaltung</strong>.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-Bau3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-Bau3.jpg" alt="Lorsbach" class="wp-image-42219" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-Bau3.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/05/Lorsbach-Dorfmitte-Bau3-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Klotz in Lorsbachs Dorfmitte. Die Betondecke fürs Dach ist noch nicht drauf, das Gebäude wird also noch ein bisschen höher.</figcaption></figure>
</div>
<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">Zu teuer: Lorsbachs Kiosk meidet die Dorfmitte</h2>
<p>Noch ist die Dorfmitte nicht fertig, da gibt&#8217;s <strong>ein weiteres Ärgerthema</strong>: Im Erdgeschoss soll ein <strong>Nahverkaufs-Laden </strong>eingerichtet werden. Hier wollte der Kioskbesitzer einziehen, der heute an der <strong>Hofheimer Straße</strong> einen kleinen und im Dorf ein überaus <strong>beliebtes Lädchen </strong>betreibt. Es gab schon einen Vorvertrag&#8230;</p>
<p>Doch die HWB setzte den Preis für die 110 Quadratmeter große Ladenfläche auf<strong> 12 Euro pro Quadratmeter</strong> fest. Macht pro Monat <strong>über 1.300 Euro</strong> Kaltmiete. Mit Nebenkosten käme er auf deutlich <strong>über 2.000 Euro</strong>, sagt der Kiosk-Betreiber. Das rechne sich einfach nicht: Er habe der HWB abgesagt.</p>
<p><strong>Die Linken</strong> wetterten prompt:<em> &#8222;Dass eine solche Mietforderung an einem solchen Standort jenseits von Gut und Böse ist, das müsste auch die HWB-Geschäftsführung wissen.&#8220;</em> Aber der ist&#8217;s offenbar egal. Sie kann sich auf <strong>Rückendeckung durch den Magistrat</strong> verlassen, der umgehend verkündete: Der Mietpreis sei doch <strong>moderat</strong>! Sollte ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich sein<em>, &#8222;würden seitens des Magistrats Unterstützungsmöglichkeiten geprüft werden&#8220;.</em></p>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Am Mittwoch: 'Schein und Wirklichkeit' im Ortsbeirat </div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px"></p>
<p>Der <strong>Lorsbacher Ortsbeirat </strong>tagt an diesem Mittwoch und befasst sich u.a. mit der &#8222;Dorfmitte&#8220;: <strong>&#8222;Schein und Wirklichkeit&#8220;</strong> haben die <strong>Linken</strong> eine Anfrage überschrieben, in der sie die Diskrepanz zwischen <strong>Architektenbilder</strong> <strong>und</strong> <strong>offensichtlicher</strong> <strong>Realität</strong> hinterfragen. Ob der Magistrat Antworten gibt, ist noch offen.</p>
<p>Ungewöhnlich ein Antrag, den<strong> CDU und FWG</strong> mit <strong>GRÜNEN und SPD</strong> vortragen: Sie wollen, dass <strong>Tempo 30 im gesamten Ortsgebiet</strong> eingeführt wird. </p>
<p><strong>Die Sitzung im ev. Gemeindezentrum</strong> beginnt um <strong>19 Uhr,</strong> sie ist <strong>öffentlich</strong>: Wer Lokalpolitik live erleben will, darf zuhören.</div></div></p>
<p>Und was ist, wenn sich <strong>kein Mieter</strong> findet, weil die Miete zu hoch ist? <strong>Leerstand</strong> in Lorsbachs Dorfmitte?</p>
<p>Schon gibt es <strong>Lorsbacher</strong>, die sich mit diesem Gedanken anzufreunden versuchen: Denn dann, so ihre Überlegung, könnte dort endlich ein <strong>Versammlungsraum</strong> <strong>für alle Lorsbacher</strong> entstehen, der heute stark vermisst wird.</p>
<p>Das ist der Plan: Wenn sich <strong>kein Mieter</strong> findet, sollte <strong>die Stadt</strong> das Geschäft von der HWB anmieten. Das kommunale Wohnungsbauunternehmen würde weiterhin<strong> schöne Bilanzen </strong>vorlegen, mit denen sich dann wiederum <strong>die Stadtspitze schmücken </strong>könnte.</p>
<p>Am Ende müssten natürlich <strong>Hofheims Steuerzahler</strong> dafür aufkommen. Aber das ist ein anderes Thema&#8230;</p>
<p>+++++</p>
<p>*In einer ersten Version war der Name des früheren Kioskbesitzers angegeben. Sorry – und danke <a href="https://hk-newsletter.de/2024/05/06/lorsbach-dorfmitte-riesenklotz/#comment-4855">Martin</a>!</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Wochenend-News: Burleske um Kita-Not, Eltern-Aufstand &#038; geplatzte Träume</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/03/24/kita-not-und-eltern-aufstand/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmann Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Henninger Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn wir die täglichen Mitteilungen des Rathauses lesen oder die allwöchentlichen Internet-Videos des Bürgermeisters anschauen, wähnen wir Hofheim auf einer Insel der Glückseligkeit. Hier dagegen gibt's aktuelle und exklusive News ohne rosaroten Zuckerguss: Kita-Notstand, Behördenversagen, Eltern-Aufstand, geplatzte Träume, Müll auf dem Kapellenberg... Vor dem Start in die Osterferien: ein ungefilterter Blick auf die Realität.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size:19px"><strong>Wenn wir die Pressemitteilungen lesen, die das Rathaus tagtäglich verschickt, wähnen wir Hofheim auf einer Insel der Glückseligkeit. Die Nachrichten der letzten Woche: Nahkauf-Geschäfte eröffnen, Stadtteiltreffs werden gebaut, die Sonnenschirme kehren zurück, das Marxheim-Museum wird eingeweiht&#8230; Dazu schüttet der CDU-Bürgermeister <strong><strong>allwöchentlich</strong></strong></strong> <strong>einen rosaroten Farbeimer über die Stadt: In seinen &#8222;Freitagvideos&#8220; erzählt er</strong> <strong>von einer &#8222;wunderschönen Woche&#8220;, in der alles ganz toll, wunderbar und voller Harmonie war. Hier dagegen erleben Sie das Kontrastprogramm: Kita-Notstand, Behördenversagen, Eltern-Aufstand, geplatzte Träume, Müll auf dem Kapellenberg&#8230; Vor dem Start in die Osterferien: ein ungefilterter Blick auf die Realität in der Stadt.</strong></p>
<p></p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">Kita-Notstand I:&nbsp;Dorftheater um einen Bauwagen</h2>
<p><strong>Verzweifelten Eltern</strong> auf die Schnelle <strong>beistehen</strong> – das war <strong>der Plan</strong>. Und er klang <strong>gut</strong>:</p>
<p>In Lorsbach herrscht <strong>ein dramatischer Mangel an Kitaplätzen</strong> – das ist seit langem bekannt. <strong>Zur Linderung der schlimmsten Not </strong>sollte ein kleiner <strong>Waldkindergarten</strong> eingerichtet werden. Und dafür sollte ein <strong>Bauwagen</strong> angeschafft werden.</p>
<p>Das dürfte nicht allzu kompliziert sein, oder? Doch wir sind in Hofheim: <strong>Vorhang auf</strong> zu einer <strong>Behörden-Burleske</strong>, die wir eher in einem <strong>Dorftheater</strong> erwartet hätten!</p>
<p>Bereits im<strong> März 2023</strong> – also vor einem Jahr! – legten die Stadtverordneten den Standort fest, wo ein <strong>Kindergarten-Bauwagen</strong> aufgestellt werden soll: am Ende der Straße &#8222;Am Lorsbacher Kopf&#8220;, auf dem sogenannten „<strong>Holzfällerplatz“</strong>, also direkt<strong> am Waldrand.</strong></p>
<p>Die <strong>Vorschriften</strong> sind eindeutig und nicht sonderlich überraschend: Bevor ein Bauwagen am Waldrand aufgestellt werden darf, muss die <strong>Forst- und die Naturschutzbehörde</strong> zustimmen. Und weil Strom-und Wasserleitungen benötigt werden, muss auch die <strong>MTK-Bauaufsichtsbehörde</strong> ihre Genehmigung geben.</p>
<p><strong>Hofheims Magistrat</strong> übernahm. Damit fingen <strong>die</strong> <strong>Probleme</strong> an.</p>
<p>Im Rathaus &#8222;regieren&#8220; <strong>Christian Vogt</strong> <strong>als CDU-Bürgermeiste</strong>r und Chef der Behörde und <strong>Bernhard Köppler</strong> <strong>als SPD-Beigeordneter</strong> und zuständiger Kita-Dezernent. Es gibt auch einen <strong>Ersten Beigeordneten</strong>, den wir fairerweise (noch) außen vor lassen wollen: <strong>Daniel Philipp </strong>von den Grünen ist erst seit Anfang des Jahres im Amt.</p>
<p>Das <strong>Duo Vogt/Köppler</strong>, der eine <strong>Jurist</strong>, der andere <strong>Architekt</strong>, sollte wissen, wie man einen Bauwagen <strong>durchs bürokratische Gestrüpp</strong> manövriert. Denken wir. Das ist <strong>ein Fehler</strong>.</p>
<p>Der Platz für den Bauwagen wurde, wie gesagt, im <strong>März 2023</strong> festgelegt.</p>
<p>Der Auftrag an eine Firma, einen Bauwagen für eine Kita-Gruppe herzurichten, ging <strong>im August 2023</strong> raus!</p>
<p>Wie: erst im August? Ja, wirklich wahr: <strong>fast ein halbes Jahr später</strong>!</p>
<p>Die Firma versprach, sich zu beeilen: Eine Fertigstellung wurde für <strong>Dezember 2023</strong> angekündigt.</p>
<p><strong>Kurzes</strong> <strong>Zwischenfazit</strong>: Im<strong> März 2023</strong> wurde der Platz für den Waldkindergarten festgelegt – erst im <strong>August 2023</strong> wurde der Wagen bestellt – im<strong> Dezember 2023</strong> sollte er fertig sein.</p>
<p><strong>Ein</strong> <strong>Waldkindergarten</strong> <strong>als</strong> <strong>Weihnachtsgeschenk für Lorsbachs Kita-Eltern: </strong>Wäre es so gekommen, dann wäre zwar <strong>nicht</strong> <strong>alles</strong> <strong>gut</strong>. Aber vermutlich hätte <strong>keiner</strong> <strong>was</strong> <strong>gesagt</strong>.</p>
<p>Jetzt ist ein Jahr um, wir haben <strong>März 2024</strong>.</p>
<p><strong>Der Baukinderwagen ist immer noch nicht da.</strong></p>
<p>Und es geht <strong>noch</strong> <strong>weiter</strong>.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Lorsbach-Bauwagen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="732" height="231" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Lorsbach-Bauwagen.jpg" alt="Kita" class="wp-image-40735" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Lorsbach-Bauwagen.jpg 732w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Lorsbach-Bauwagen-300x95.jpg 300w" sizes="(max-width: 732px) 100vw, 732px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hier soll der Kita-Bauwagen aufgestellt werden – wenn denn die zuständigen Behörden ihr &#8222;go&#8220; gegeben haben. Die Fläche wurde aufgeschottert, obwohl eine Baumaßnahme im Waldgebiet ohne Genehmigung nicht erlaubt ist. Die Linken fragen, es klingt süffisant: &#8222;Ist es mit der Vorbildfunktion der öffentlichen Hand vereinbar, im Vorgriff auf ausstehende Genehmigungen vollendete Tatsachen zu schaffen?&#8220;</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Eine wache Stadtverwaltung</strong> hätte gleich nach der Bestellung des Bauwagens die <strong>Zustimmung</strong> <strong>der</strong> <strong>Forst- und Naturschutzbehörde</strong> eingeholt. Und zwar <strong>umgehend</strong>, ohne Zeit zu verlieren: Die Angelegenheit <strong>pressiert</strong> schließlich.</p>
<p>Hat man im Hofheimer Rathaus aber <strong>nicht getan.</strong></p>
<p>Erst im <strong>Dezember</strong> <strong>letzten</strong> <strong>Jahres</strong> wurde der Bauantrag bei der <strong>Kreisverwaltung</strong> gestellt. Dabei wurde übersehen: Eine Baugenehmigung gibt&#8217;s nur, wenn <strong>die forstrechtlichen Genehmigungen </strong>vorliegen. Die aber waren noch <strong>nicht einmal beantragt</strong>.</p>
<p>Die <strong>Untere Naturschutzbehörde</strong> wurde erst <strong>Ende Januar dieses Jahres</strong> &#8222;eingeweiht&#8220;. Und erst im <strong>Februar</strong> wurde ein Antrag bei der <strong>Unteren Jagd- und Fischereibehörde</strong> eingereicht.</p>
<p>Warum so lange gewartet wurde? Das wollen wir nicht fragen. Dafür kann&#8217;s <strong>keine vernünftige Erklärung</strong> geben.</p>
<p>Wir wollen uns hier auch nicht <strong>mit fremden Federn schmücken</strong>: Dass wir die <strong>Chronologie des behördlichen Totalversagens</strong> so genau kennen, ist <strong>Barbara Grassel und Bernd Hausmann</strong> zu verdanken. Die beiden <strong>Stadtpolitiker</strong> <strong>der</strong> <strong>Linken</strong> sind in Lorsbach beheimatet, haben sich der <strong>Kita-Misere</strong> angenommen und <strong>piesacken</strong> den Magistrat fortwährend mit Fragen. Im <strong>August</strong> letzten Jahres reichten sie den ersten Fragenkatalog zum geplanten Waldkindergarten ein, im <strong>Januar</strong> den zweiten, jetzt einen <strong>dritten</strong>. So sorgten sie dafür, dass <strong>die</strong> <strong>Wahrheit</strong> Stück für Stück <strong>aufgedeckt</strong> wurde.</p>
<p>Jetzt, wo das <strong>Versagen im Rathaus</strong> offensichtlich ist, wacht auch die <strong>CDU</strong> auf. Und zeigt sich ob des <strong>amtlichen Schlendrians</strong> erkennbar angesäuert:</p>
<p><em>&#8222;Mit großem Erstaunen&#8220;</em> habe man erfahren, dass es <em>&#8222;zu weiteren Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Waldkindergartens kommt&#8220;,</em> heißt es in einer <strong>Anfrage</strong> (Akt.-Zeichen STV2024/036), die am <strong>8. März</strong> geschrieben wurde und <strong>vom</strong> <strong>Magistrat</strong> beantwortet werden soll.</p>
<p>Der Bauwagen sei im <strong>Dezember</strong> <strong>fertiggestellt</strong> worden und <em>&#8222;hätte kurzfristig in Betrieb genommen werden können&#8220;,</em> schreibt <strong>CDU-Fraktionschef Michael Henninger</strong>. Er ließ <strong>FDP-Fraktionschefin Michaela Schwarz</strong> seine Fragen mitunterzeichnen: Warum wurde der Bauantrag für den Bauwagen erst im Dezember 2023 gestellt? Warum wurde <strong>die notwendige Genehmigung der Forstbehörde</strong> nicht früher beantragt?</p>
<p>Was nicht dabei steht: Die Fragen haben sich CDU-Henninger und FDP-Schwarz <strong>nicht selbst ausgedacht</strong>. Es handelt sich um ein klassisches <strong>Plagiat</strong>: Die Fragen haben sie <strong>bei den Linken &#8222;geklaut&#8220;</strong>: Grassel/Hausmann hatten exakt <strong>die gleichen Fragen</strong> an den Magistrat geschickt, zuletzt am <strong>2. März</strong> dieses Jahres.</p>
<p>Natürlich spricht nichts dagegen, wenn die <strong>CDU und die FDP</strong> jetzt – endlich! –  <strong>die richtigen Fragen</strong> stellen und dem Magistrat – hoffentlich! – Antworten abverlangen. Aber<strong> eine Quellenangabe</strong> wäre nur anständig gewesen.</p>
<p>Jetzt sind wir <strong>gespannt</strong>, was der Magistrat sagt: <strong>Wir bleiben dran!</strong></p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">Kita-Notstand II: Eltern planen den Aufstand</h2>
<p>Wenn so viel über den <strong>Lorsbacher Kita-Notstand </strong>geredet und geschrieben wird, dann liegt&#8217;s vor allem daran, dass in dem kleinen Ortsteil <strong>ein paar aktive Lokalpolitiker</strong> das Thema immer wieder <strong>auf die Tagesordnung</strong> bringen (siehe oben). Dabei sieht&#8217;s anderswo im Stadtgebiet <strong>nicht</strong> <strong>besser</strong> aus, nur zeigen sich die betroffenen<strong> </strong>Eltern <strong>eher</strong> <strong>brav und zurückhaltend</strong> – bis jetzt:&nbsp;</p>
<p>Auf <strong>Facebook</strong> wurde eine neue Gruppe gegründet: <a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630/?links=821122106517417" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Betreuungsplätze in Hofheim</a>&#8220; nennt sie sich, innerhalb weniger Stunden meldeten sich <strong>mehr als 100 Mitglieder</strong> an. <a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630/user/100000079527739/" target="_blank" rel="noopener">Zoe Fee</a>, die Initiatorin der Gruppe, schreibt: <em>&#8222;Mein Ziel ist es, das wichtige Thema Kinderbetreuung (U3 und Kindergarten) in unserer Stadt unübersehbar zu machen, so dass die Politik endlich nicht mehr drum herumkommt, diesem Thema eine höhere Priorität zu geben.&#8220;</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630/?links=821122106517417" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="335" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Betreuungsplaetze-202403.jpg" alt="Betreuungsplaetze 202403" class="wp-image-40788" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Betreuungsplaetze-202403.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Betreuungsplaetze-202403-300x157.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der Facebookseite der neuen Guppe &#8222;Betreuungsplätze für Hofheim&#8220;. </figcaption></figure>
</div>
<p>Schon wird darüber diskutiert, ob man <strong>Demos, Petitionen und weitere Aktivitäten</strong> organisieren sollte. Und deutlich wird auch, dass nicht nur fehlende Plätze <strong>das</strong> <strong>Problem</strong> sind, sondern auch die <strong>Kommunikation der Stadtverwaltung:</strong> weil die <strong>nicht proaktiv</strong> informiert, sondern Eltern viel zu lange <strong>im Unklaren</strong> lässt, ob sie einen Platz für ihr Kind bekommen. <em>&#8222;Aus meiner Erfahrung muss man die Einrichtungen selber immer wieder kontaktieren. Das gilt auch, wenn man Absagen bekommen hat. So bleibt man im Gedächtnis, falls dann doch mal Plätze frei werden&#8220;</em>, schreibt <strong>eine Frau</strong>.</p>
<p><strong>Ein anderes Ärgernis</strong>: der &#8222;Auswahlprozess&#8220;. <em>&#8222;Meiner Meinung nach fehlt da die Transparenz&#8220;,</em> moniert eine Mutter. Und <strong>ein Vater</strong> fragt: <em>&#8222;Was sind die Kriterien, die für eine Zusage oder Absage entscheidend sind?&#8220;</em></p>
<p><strong>Ein drohender Eltern-Aufstand</strong> wird im Rathaus gar nicht gerne gesehen. Die Stadtspitze versucht bereits, <strong>die erwachenden Proteste</strong> einzudämmen: Hofheims Stadtrat für Kinderbetreuung, <strong>Bernhard Köppler</strong>, meldete sich prompt bei der Gruppen-Administratorin. Er wünscht einen <strong>Austausch</strong>. Es ist nicht zu erwarten, dass er <strong>Lösungsvorschläge</strong> mitbringt – die hätte er längst umsetzen können/müssen.</p>
<p>Was also will er?</p>
<p><strong>In der Politik</strong> läuft das gewöhnlich so: Die <strong>&#8222;Rädelsführer&#8220;</strong> <strong>des Aufstands </strong>werden <strong>identifiziert</strong> – und dann möglichst schnell <strong>ruhig</strong> <strong>gestellt</strong>. In diesem Fall beispielsweise: <strong>mit einem Kita-Platz.</strong></p>
<p><strong>Abwarten, wie&#8217;s weitergeht&#8230;</strong></p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Bahnhof Wallau&#8220;: Ob das Millionen-Projekt noch kommt?</h2>
<p><strong>Es ist eines dieser Mega-Projekte, von denen Lokalpolitiker in höchsten Tönen schwärmen: die &#8222;Wallauer Spange&#8220;. Eigentlich sollten die Bauarbeiten im nächsten Jahr beginnen. Jetzt wurden sie verschoben – erst einmal auf 2026. Ob&#8217;s dann was wird? Sicher ist das keineswegs. </strong></p>
<p><strong>&#8222;Wallauer Spange&#8220;</strong> – hinter diesem etwas eigentümlichen Namen verbirgt sich <strong>eine geplante Bahnverbindung </strong>zwischen der Landeshauptstadt<strong> Wiesbaden</strong> und dem <strong>Frankfurter Flughafen.</strong> Schon <strong>in drei Jahren</strong> sollte sie fertig sein: <strong>Auf</strong> <strong>einer vier Kilometer langen Trasse</strong> sollte der „Hessen-Express“ mit drei Verbindungen pro Stunde fahren. <strong>Fahrzeit: 16 Minuten</strong> (statt heute ca. 30 Minuten).</p>
<p>Wo ein <strong>Zug</strong> fahren soll, muss auch ein <strong>Bahnhof</strong> her: Geplant war, ihn auf <strong>besten landwirtschaftlichen Flächen</strong> in der Wallauer Wallachei zu errichten, mitsamt einem gewaltigen <strong>Busbahnhof</strong> (mit acht bis zehn Haltestellen) und einem riesigen <strong>Park&amp;Ride-Parkhaus</strong> (für bis zu 500 Autos).</p>
<p>Dass ein paar Landwirte <strong>murrten</strong>, konnte die Macher <strong>nicht</strong> <strong>stoppen</strong>.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="404" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof.jpg" alt="Wallauer Spange Bahnhof" class="wp-image-40754" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof-300x152.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof-768x388.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So soll das Millionen-Projekt &#8220; &#8222;Bahnhof in Wallau&#8220; aussehen – wenn denn die Bahn eines Tages eine neue Strecke zwischen Wiesbaden und Frankfurter Flughafen baut.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Über die Kosten</strong> reden Politiker nicht gerne. Wir tun&#8217;s: Die Bahn will den Ausbau der Strecke bezahlen. Für die Kosten der <strong>Bahnhofsanlage</strong> (plus <strong>Zubringerstraßen</strong>) müssen und wollen <strong>Wiesbaden</strong> und <strong>Hofheim</strong> (mit je 40 Prozent) sowie <strong>Hochheim</strong> (20 Prozent) aufkommen.&nbsp;</p>
<p><strong>2020</strong> war von <strong>7 Millionen Euro</strong> die Rede.</p>
<p><strong>2021</strong> verschickte die Stadt Hofheim ein Foto, das <strong><strong>die stolzen Bürgermeister</strong> </strong>bei der Vertragsunterzeichnung zeigt.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="220" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Buergermeister.jpg" alt="Wallauer Spange Buergermeister" class="wp-image-40752" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Buergermeister.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Buergermeister-300x103.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sie unterzeichneten den Millionen-Deal: Hofheims Bürgermeister Vogt (Mitte), Wiesbadens Oberbürgermeister Mende (li.) und Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt (re). Das Bild entstand 2021 – damals hieß es noch, die Stadt Hofheim sei mit rund 3 Millionen dabei.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>2022</strong> hatten sich die Kosten bereits mehr als verdoppelt: Sie wurde mit <strong>15 Millionen Euro </strong> beziffert.</p>
<p>Seither sind wieder <strong>zwei Jahre</strong> ins Land gegangen. Es dürfte <strong>kaum</strong> <strong>günstiger</strong> geworden sein, <strong>im Gegenteil&#8230;</strong></p>
<p>Es wird natürlich <strong>Zuschüsse</strong> geben. Aber ein <strong>Milllionen-Betrag</strong> wird auf alle Fälle an den <strong>Hofheimer Steuerzahlern</strong> hängen bleiben.</p>
<p>Und natürlich werden, wenn erst alles fertig ist, <strong>&#8222;Betriebskosten&#8220;</strong> anfallen. Über deren Höhe schweigt man sich aus: <strong>Informationen gibt&#8217;s bisher keine.</strong></p>
<p>Die &#8222;Wallauer Spange&#8220; sei ein<em> „entscheidender Mosaikstein für die Verkehrswende im Rhein-Main-Gebiet“</em>, posaunte Bürgermeister Vogt. Dummerweise läuft bei solchen <strong>Millionen-Projekten</strong> <strong>selten</strong> alles nach Plan. Mitte der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Bahn <strong>Verluste in Milliardenhöhe</strong> einfährt. Aber das soll angeblich <strong>nicht die Ursache</strong> für den Stopp der &#8222;Wallauer-Spange&#8220; sein: Es soll, so heißt es, <strong>Verzögerungen</strong> <strong>im</strong> <strong>Genehmigungsprozess</strong> gegeben haben. Deshalb werde <strong>der Baubeginn</strong> auf <strong>2026</strong> verschoben – <strong>erst einmal.</strong></p>
<p>Das heißt zugleich: Frühestens ab <strong>Ende</strong> <strong>2028</strong> – also wohl eher <strong>ab</strong> <strong>2029</strong> – könnten <strong>die ersten Züge</strong> auf der neuen Strecke fahren.</p>
<p><strong>Reflexartig</strong> die Reaktionen der <strong>Lokalpolitiker</strong>: Man messe der <strong>&#8222;Wallauer Spange&#8220; </strong>eine &#8222;<em>erhebliche verkehrsrelevante als auch wirtschaftliche Bedeutung&#8220;</em> zu, schreibt die <strong>Koalition im Hofheimer Stadtparlament </strong>und klagt: <strong>Eine Verzögerung</strong> bedeute &#8222;<em>einen herben Rückschlag für die Mobilität der Bürger in Wallau und Umgebung inklusive Wiesbadens und Darmstadt&#8220;.</em></p>
<p>Die drei Fraktionsvorsitzenden <strong>Michael Henninger (CDU)</strong>, <strong>Michaela Schwarz (FDP) </strong>und <strong>Andreas Nickel (FWG) </strong>haben Fragen formuliert, die der Magistrat beantworten soll. Viel Neues ist nicht zu erwarten: &#8222;<em>Bleibt es beim geplanten Baubeginn in 2025?&#8220; </em>lautet eine Frage.  Die Antwort wissen wir bereits, sie ist inzwischen auch auf der Bahn-Webseite <a href="https://www.wallauer-spange.de/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Wallauer Spange&#8220;</a> zu lesen.</p>
<p>Wörtlich heißt es da: <em>&#8222;Der nach heutigem Stand geplante Baubeginn ist in Abhängigkeit des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2026 möglich.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Nach heutigem Stand&#8220;</em> und <em>&#8222;in Abhängigkeit des Planfeststellungsverfahren&#8220;</em> – solche Formulierungen verraten: Sicher ist noch nichts. </p>
<p><strong>Bis 2026 kann noch viel passieren!</strong></p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">Schwarzer Folien-Müll: Magistrat muss Farbe bekennen</h2>
<p>Die <strong>&#8222;Bürger für Hofheim&#8220;</strong> haben ein Thema aufgegriffen, über das der Hofheim/Kriftel-Newsletter wiederholt berichtet hat: Was hat es mit <strong>der schwarzen Folie</strong> auf sich, die an etlichen Stellen in <strong>Vorderheide II </strong>herumliegt und vergammelt? <strong>Kunststoffmüll</strong> in einem faktischen <strong>Vogelschutzgebiet</strong>: Wer ist verantwortlich, wer kümmert sich darum?</p>
<p><strong>Hintergrund: </strong>Die <strong>Investoren</strong>, die hier ein <strong>Luxusbaugebiet</strong> anlegen wollten, hatten mit der Folie das Gebiet eingezäunt – so sollten <strong>Eidechsen</strong> <strong>verbannt</strong> <strong>werden</strong>. Als der Bebauungsplan vom Bundesverwaltungsgericht endgültig <strong>gekippt</strong> wurde, kümmerten sie sich nicht mehr drum.</p>
<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete erstmals vor einem Jahr: Der <strong>Bauhof</strong> hatte begonnen, <strong>Teile</strong> <strong>der Folie</strong> abzubauen. Wir hatten damals nachgefragt, wer für die Kosten aufkomme: die <strong>Stadt</strong> (und damit wir <strong>Steuerzahler</strong>) oder die <strong>Investoren</strong>? Im Rathaus gab man sich <strong>ahnungslos</strong>: Das müsse noch geklärt werden, <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/10/vorderheide-und-die-schwarze-folie/">hieß es</a>.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/20230303-Vorderheide.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="415" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/20230303-Vorderheide.jpg" alt="Vorderheide" class="wp-image-29434" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/20230303-Vorderheide.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/20230303-Vorderheide-300x195.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das war vor einem Jahr: MItarbeiter des Bauhofs bauen einen Teil des Anti-Eidechsen-Zauns ab. </figcaption></figure>
</div>
<p>Solche <strong>Klärungsprozesse</strong> können in Hofheims Stadtverwaltung lange dauern. Ein halbes Jahr später war man immer noch <strong>nicht schlauer</strong>, da lautete die Antwort der Stadtverwaltung:<em> &#8222;Die Kosten trägt die Kreisstadt Hofheim am Taunus, bis die Kostenübernahme abschließend geklärt ist.“&nbsp;</em></p>
<p>Der BfH reicht&#8217;s offenbar, sie reichte <strong>die drängenden Fragen</strong> ganz offiziell ein: Warum liegt noch immer <strong>Müll</strong> <strong>im faktischen Vogelschutzgebiet</strong> herum? Warum hat der Bauhof <strong>jede Menge Folien-Reste</strong> liegen gelassen? Und natürlich auch: Wer kommt für die <strong>Müllbeseitigung</strong> auf? Etwa die Stadt?</p>
<p>Mal schauen, ob der Magistrat diesmal <strong>eine Antwort</strong> gibt.</p>
<p><strong>Und wann.</strong></p>
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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="424" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide-2-Zaun-e1711123676441.jpg" alt="Vorderheide 2 Zaun e1711123676441" class="wp-image-40744" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide-2-Zaun-e1711123676441.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide-2-Zaun-e1711123676441-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">So sieht&#8217;s noch immer im faktischen Vogelschutzgebiet auf dem Kapellenberg aus.</figcaption></figure>
</div>
</div>
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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="424" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide1-Zaun.jpg" alt="Vorderheide1 Zaun" class="wp-image-40745" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide1-Zaun.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide1-Zaun-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Überall liegen Reste der Folie herum, mit der die Investoren das Gebiet umzäunt hatten.</figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
<p class="has-text-align-right" style="font-size:10px">Fotos: Leser (4), Stadt Hofheim (2)</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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https://www.wallauer-spange.de/
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			</item>
		<item>
		<title>7 Hofheim-News: Weinbude, Judokas im Chinon-Center, Strafen für Stadtverordnete&#8230;</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/02/03/7-hofheim-news/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 10:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Carletta Stefano]]></category>
		<category><![CDATA[Frey Dr. Patrick]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
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		<category><![CDATA[Tawakoli Dawud]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Start in die neue Woche: Heute gibt es für Sie sieben Berichte mit interessanten Hintergrundinformationen aus dem Stadtgeschehen, die sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen – nur im Hofheim/Kriftel-Newsletter.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Zum Start in die neue Woche: Heute gibt es für Sie sieben Berichte mit interessanten Hintergrundinformationen aus dem Stadtgeschehen, die sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen – nur im Hofheim/Kriftel-Newsletter.</strong></p>
</p>
<p>
</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Top-Thema in Hofheim: die Beerdigung eines Baugebiets</h2>
</p>
<p>Nach dem ersten Monat im neuen Jahr haben wir einen schnellen Blick in das<strong> Analysetool dieser Webseite</strong> geworfen. Ein Blogbeitrag wurde <strong>innerhalb von nur wenigen Stunden</strong> tausendfach angeklickt – das zeigt, dass das Thema die Menschen in der Kreisstadt stark interessiert:</p>
</p>
<p><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/30/auf-den-gleichen-ist-tot/">Natur darf leben: Mega-Baugebiet „Auf den Gleichen“ ist tot!</a> – der Bericht wurde inzwischen<strong> mehr als 3.600 Mal </strong>aufgerufen und setzte sich damit an die<strong> Spitze der meistgelesenen Berichte</strong> dieses Jahres.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="651" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg" alt="Screenshot 20240204 18 00" class="wp-image-38598" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg 651w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00-244x300.jpg 244w" sizes="(max-width: 651px) 100vw, 651px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot vom Analysetool (zum Vergrößern anklicken): Die Kurve zeigt die Zahl der täglichen Seitenaufrufe, darunter die meistgelesenen Berichte.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Auf Platz 2:</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/28/krankenhaus-hofheim-und-insolvenz/">Geheimpapier empfiehlt: Krankenhaus Hofheim sollte in die Insolvenz gehen</a> (2.800 Aufrufe).</p>
</p>
<p><strong>Auf Platz 3: </strong><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Es geht um CDU-Baltruschat: Strafanzeige gegen eine BfH-Stadtverordnete</a> (2.450 Aufrufe).</p>
</p>
<p>Insgesamt registrierte das <strong>Analysetool</strong> in diesem Jahr <strong>26.690 Seitenaufrufe</strong>.</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Weinbude im Stadtparlament: Magistrat soll handeln!</h2>
</p>
<p>Am nächsten Mittwoch tagt die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> zum ersten Mal in diesem Jahr. Echte <strong>Aufreger</strong> sind auf der Tagesordnung nicht zu erkennen. Allenfalls drei Themen klingen <strong>etwas</strong> <strong>prickelnder</strong>: </p>
</p>
<p>Das <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220; </strong>wird vermutlich, wie letztens vom <strong>Bauausschluss</strong> empfohlen, endgültig abgelehnt. Bitter für die <strong>Bauunternehmer </strong><a href="http://frank.de" target="_blank" rel="noopener">Frank</a><strong> </strong>und<strong> </strong><a href="https://www.weiss-projekte.com/" target="_blank" rel="noopener">Weiss</a>, die mit ihren Plänen richtig Kasse machen wollten. Aber natürlich <strong>sehr</strong> <strong>gut für Natur und Umwelt</strong>.</p>
</p>
<p>Sodann geht&#8217;s um <strong>den umstrittenen Weinstand &#8222;Chalet&#8220;</strong> des Vereinsrings. Es soll aber nicht über die <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Drohmails</a> und die <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Strafanzeige</a> gesprochen werden, mit denen <strong>CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat</strong> als <strong>Vorsitzender des Vereinsrings</strong> versucht, die <strong>BfH-Stadtverordnete Tanja Lindenthal </strong>mundtot zu machen.</p>
</p>
<p>Thema ist diesmal: Der Magistrat will demnächst die <strong>Wasserleitungen</strong> <strong>zur</strong> <strong>Weinbude</strong> unter die Erde verlegen –<strong> für teures Geld</strong> aus der Stadtkasse, obwohl der Weinstand auch für <strong>Privatgeschäfte</strong> genutzt wird. Die <strong>Grünen</strong> haben dazu einen Antrag eingereicht: <em>&#8222;Bevor hier Strukturen dauerhaft installiert werden&#8220;</em>, soll der <strong>Magistrat</strong> prüfen, <strong>ob es für die Holzhütte nicht einen geeigneteren Standort gebe.</strong></p>
</p>
<p>Da soll wohl der <strong>Hund die Wurst bewachen</strong>! Im Magistrat sitzt schließlich <strong>Wulf</strong> <strong>Baltruschat</strong>. Ob der CDU-Mann auch seinen <strong>Magistratskollegen</strong> mit Konsequenzen droht, wenn sie <strong>nicht</strong> <strong>so</strong> <strong>spuren</strong>, wie er es <strong>verlangt</strong>?</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg" alt="Chalet 202312" class="wp-image-37113" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hofheimer Blickfang: Das Türmchen mit der Holzhütte, die sich &#8222;Chalet&#8220; nennt.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Schließlich fordern die<strong> Bürger für Hofheim</strong> (BfH) eine Prüfung, wie man die Ortsteile besser<strong> mit dem öffentlichen Nahverkehr </strong>(ÖPNV) vernetzen könnte. Sie nennen Beispiele: Von <strong>Wildsachsen</strong> zum <strong>Diedenbergener</strong> <strong>Sportplatz</strong> brauche man mit dem Auto <strong>10 Minuten</strong>, mit dem ÖPNV <strong>über eine Stunde</strong>. Oder: Von <strong>Lorsbach</strong> zum <strong>Marxheimer Bürgerhaus</strong> dauert&#8217;s mit dem Auto <strong>14 Minuten</strong>,  mit Bus und Bahn <strong>drei Mal so lange</strong>.</p>
</p>
<p>Bei derart langen Fahrzeiten werde der ÖPNV nicht als attraktiv empfunden, schreibt die BfH, und schlägt den <strong>Einsatz einen &#8222;Ortsteil-Rundbusses&#8220;</strong> vor.</p>
</p>
<p><strong>Die Sitzung des Stadtparlaments beginnt am Mittwoch, 7. Februar, um 18 Uhr in der Stadthalle.</strong> Wer Hofheims <strong>Lokalpolitiker &#8222;in action&#8220; </strong>erleben möchten, darf <strong>zuhören</strong> (nicht mitreden).</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Bücherei: Langzeit-Schließung nach Kurzzeit-Überflutung</h2>
</p>
<p>Vor etlichen Wochen hatte die <strong>Linke Barbara Grassel</strong> im Rathaus nachgefragt, was es mit dem <strong>Wasserschaden in der Bücherei </strong>auf sich habe. Die Antwort klang wie<strong> </strong><em>&#8222;alles halb so schlimm&#8220;</em>: Von<em> &#8222;temporärer Überlastung&#8220; </em>bei einem <strong>Starkregen am 17. August</strong> war die Rede, von<em> &#8222;kurzzeitiger Überflutung&#8220; </em>im System der Lüftungs- und Klimaanlage&#8230;</p>
</p>
<p>Die <strong>Kurzzeit-Überflutung</strong> führt nun zu einer <strong>Langzeit-Schließung</strong>: Fast 14 Tage bleibt die Bücherei dicht! Eine <strong>Gipskarton-Abkofferung der Lüftungs- und Klimaanlage</strong> habe Schaden genommen, und auch <strong>Teile des Bodenbelags im Untergeschoss </strong>seien beschädigt, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Folge: Die Bücherei muss <strong>vom 9. bis 21. Februar geschlossen</strong> bleiben. Also anderthalb Wochen lang!</p>
</p>
<p>Danach, heißt es im Rathaus, sollte ein solcher Schaden <strong>nicht wieder vorkommen</strong>: <em>&#8222;Durch zusätzliche sanitäre Sicherungsmaßnahmen wurde zwischenzeitlich sichergestellt, dass zukünftige Starkregensituationen hier keinen Schaden verursachen können.</em>”</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Teure Miete I: Judo-Club will ins Chinon-Center</h2>
</p>
<p>Früher war hier ein<strong> China-Restaurant</strong>, dann ein <strong>Corona-Testcenter</strong> – seitdem herrscht <strong>Leerstand</strong>: Die Geschäftsräume im <strong>Obergeschoss des Chinon-Centers</strong> wurden vor genau zwei Jahren <strong>als teuerste Gewerbeimmobilie</strong> angeboten. Jetzt scheint ein ernsthafter Interessent gefunden: Der <strong>Judoclub Hofheim</strong> will einziehen. Das allerdings sorgt für einigen Trouble.</p>
</p>
<p>Kurze Rückblende: Im <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/05/restaurant-fuer-8850-euro-zu-vermieten/">Januar 2021</a> wurde das Objekt – 440 Quadratmeter – für <strong>6.600 Euro</strong> angeboten (15 Euro/Quadratmeter). Dazu Nebenkosten in Höhe von <strong>1.980 Euro</strong>. Das war wohl etwas zu happig: Kein Mieter fand sich.</p>
</p>
<p>Im letzten Jahr lag der Preis bei nur noch <strong>10,90 Euro pro Quadratmeter</strong>, gleichzeitig wurden die Nebenkosten auf <strong>2.775 Euro</strong> erhöht: Macht eine <strong>Warmmiete von&nbsp;7.555 Euro</strong> –&nbsp;immerhin <strong>1000 Euro weniger</strong>&nbsp;als zwei Jahre zuvor.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="361" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402.jpg" alt="Chinon Center 202402" class="wp-image-38652" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Obergeschoss des Chinon-Centers möchte der Judo-Club einziehen.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Derzeit werden neben <strong>4.800 Euro Miete</strong> nur noch <strong>1.390 Euro für Nebenkosten</strong> aufgerufen. Und jetzt gibt&#8217;s wohl auch einen Interessenten:</p>
</p>
<p>Der <a href="https://www.jc-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">1. Judo-Club Hofheim 1977 e.V.</a> möchte im Chinon-Center sein <strong>Traningscenter</strong> – auch Dojo genannt – einrichten: Zwei <strong>Mattenflächen</strong> (150 und 80 Quadratmeter), dazu <strong>Umkleidekabinen</strong>, <strong>Duschen</strong>, ein Büro als <strong>Geschäftsstelle</strong> – für alles wäre Platz. <strong>Ernst Golla</strong>, der Vereinvorsitzende, schreibt in einem Brief an seine <strong>rund 280 Mitglieder</strong>:<em> &#8222;Geplant ist, dass wir nach erfolgreicher Umsetzung unser Vereinsangebot erweitern und Elemente wie Yoga, Rückenschule und Fitness etablieren. Zudem sehen wir die Möglichkeit, Kooperationen mit Kindergärten und Schulen aufzubauen, um Kurse anzubieten.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Hört sich toll an, hat nur <strong>einen kleinen Haken</strong>: Die hohen Kosten hätten zur Folge, dass die Mitgliedsbeiträge teilweise <strong>mehr als verdoppelt</strong> werden müssten. Kinder sollen künftig <strong>29 Euro</strong> (heute: 15 Euro) zahlen, Schüler <strong>34 Euro</strong> (15 Euro), Erwachsene <strong>39 Euro</strong> (20 Euro)&#8230;</p>
</p>
<p>Solche <strong>Preissteigerungen</strong> beunruhigen einige Eltern. Eine Familie schrieb an den Hofheim/Kriftel-Newsletter: <em>&#8222;Der Traum vom eigenen Vereinsraum ist verständlich, aber die Trainingsmöglichkeiten aktuell in der Heiligenstockschule sind auch sehr gut und modern.&#8220;</em> Ein Vater meldete sich: So <strong>toll</strong> die Lage und so <strong>großzügig</strong> die Räumlichkeiten auch seien –  <em>&#8222;hoffentlich verhebt sich der Verein nicht!&#8220;</em></p>
</p>
<p>Noch ist die Entscheidung nicht gefallen: Derzeit werden die <strong>Umbaukosten</strong> ermittelt, der Kreis muss die <strong>Nutzungsänderung</strong> <strong>der</strong> <strong>Gewerberäume</strong> genehmigen, und dann dürfte es sicher noch ein paar Monate dauern, bis aller fertig ist. Für den<strong> 6. März</strong> wurde eine <strong>Jahreshauptversammlung</strong> <strong>des Judo-Clubs </strong>angesetzt: Dann soll über das weitere Vorgehen <strong>entschieden</strong> werden.</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<div style="height:0px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Teure Miete II: Altstadt-Ladenlokal sucht Pächter</h2>
</p>
<p><strong>1-A-Lage </strong>direkt in der Fußgängerzone. <strong>Top-Terrasse</strong> am Rande der Hauptstrasse: So lockt das Feinkost-Geschäft und Cafe <strong>&#8222;Ciao Bella&#8220;</strong> in Hofheims Altstadt – nein, nicht neue Kunden, sondern einen <strong>potentiellen Pächter</strong>. Wird aber nicht billig!</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="410" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640.jpg" alt="Bella Ciao 202405 640" class="wp-image-38657" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640-300x192.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mitten in der Altstadt: Für die Eisdiele und das Feinkostengeschäft wird ein neuer Pächter gesucht.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Dawud Tawakoli </strong>hatte den Laden vor knapp einem Jahr von <strong>Stefano Carletta</strong> übernommen: Der eröffnete<strong> Ende letzten Jahres</strong> ein paar hundert Meter weiter im ehemaligen &#8222;Sugar Mum&#8220;-Laden eine Filiale seiner Bad Homburger <strong>„Drogheria“</strong>, wo er<strong> italienische Spezialitäten </strong>anbietet.</p>
</p>
<p>Tawakoli hat jetzt Anzeigen im Internet veröffentlicht, sucht einen Pächter für das <strong>&#8222;Ciao Bella&#8220;</strong>: Er preist den Laden als <em>&#8222;sehr gut laufenden Betrieb&#8220;</em> an, mit einem<em> &#8222;einzigartigen erfolgreichen Konzept&#8220; </em>und<em> &#8222;eine Gelateria mit Eis-Labor inkl. alle Produktionsgeräte&#8220;</em>. Und noch ein Goodie: Ein <em>&#8222;brandneues Markisen-System&#8220;</em> ermögliche<strong> einen ganzjährigen Betrieb</strong> am Straßenrand.</p>
</p>
<p>Das hat seinen <strong>Preis in Hofheim</strong>: Für das <strong>255 Quadratmeter</strong> große Objekt, davon 175 Quadratmeter Laden- und Gastraum, plus ein<strong> 2-Zimmer-Studio</strong> (<em>&#8222;voll modernisiert&#8220;</em>) verlangt er <strong>4.600 Euro</strong>. Dazu kommen <strong>Nebenkosten von 680 Euro</strong>. Drei Monatsmieten werden als <strong>Kaution</strong> fällig, und eine <strong>&#8222;faire Abstandszahlung&#8220;</strong> fürs Inventar sollte bitte auch gezahlt werden.</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">15.000 Euro für 85.000 Internet-Besuche</h2>
</p>
<p>Wissen, das die Welt nicht braucht, das aber auch nicht schadet: <strong>15.000 Euro</strong> zahlt die Stadt jährlich für <strong>17 öffentliche Wlan-Router</strong> im Stadtgebiet, teilte <strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>(CDU) im Haupt- und Finanzausschuss mit. <strong>85.683 Internet-Anmeldungen </strong>wurden im letzten Jahr registriert, das sind <strong>235 pro Tag</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Die drei bestgenutzten Stationen:</strong> <strong>Kellereiplatz</strong> (17.541 Anmeldungen), <strong>Stadtbücherei</strong> (11.868) und <strong>Rathaus</strong> (11.781).</p>
</p>
<p><strong>Schlusslichter</strong>: <strong>Wildsachsenhalle</strong> (1.646), <strong>Bücherei Wallau </strong>(905) und <strong>Jagdhaus Langenhain</strong> (792).&nbsp;</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Stadtverordneter verlangt Bestrafung von Stadtverordneten</h2>
</p>
<p><strong>Über das Benehmen unserer Stadtverordnete</strong>n gab&#8217;s zuletzt<strong> nicht allzu viel Gutes</strong> zu berichten. Heftige <strong>Streitereien</strong> bis hin zu üblen <strong>Beschimpfungen</strong>, wichtigtuerische <strong>Auftritte</strong> – alles dabei. <strong>Nicht alle</strong> machten mit, das sei ausdrücklich betont<strong>, einige wenige </strong>trieben&#8217;s dafür umso doller.</p>
</p>
<p>Zuletzt konnte selbst die <strong>Lokalzeitung</strong> nicht länger wegschauen und titelte: <em>&#8222;Grenzwertige Streitkultur in der Stadtpolitik&#8220;</em>.&nbsp;</p>
</p>
<p><strong>Kultur?</strong> Na ja&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Andreas Nickel</strong>, als <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/">flammenwerfender Mail-Schreiber</a> auffällig geworden, verschickte Anfang des Jahres nochmals eine <strong>Rund</strong>-Mail an ausgesuchte Lokalpolitiker. &#8222;<em>Dem Kollektiv der Mandatsträger-/innen wurde ein nachhaltiger Ansehensschaden zugefügt”,</em> befand der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler (FWG). Der Mann, <strong>Polizist</strong> von Beruf, will die <strong>Schuldigen</strong> angeblich auch <strong>ermittelt</strong> haben:<em> &#8222;Verantwortlich zeichnen natürlich in erster Linie die Berichterstattenden und Kommentierenden im Internet sowie im Social-Media-Bereich.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Eine <strong>Mitschuld</strong> sieht Nickel – nein, <strong>nicht bei sich</strong>, natürlich nicht!, sondern bei <em>&#8222;Personen aus unserem Kreis</em>”. Diese Stadtverordneten hätten sich nicht <em>&#8222;an Absprachen zur Wahrung gewisser fairer Umgangsformen&#8220; </em>gehalten.</p>
</p>
<p>So darf es <strong>nicht</strong> <strong>weitergehen</strong>! Nickel fordert eine <strong>Sondersitzung des Ältestenrats</strong>, wofür er angeblich <em>&#8222;Zuspruch aus den Reihen der Oppositionsfraktionen&#8220;</em> erhalten habe. Außerdem verlangt der FWG-Mann eine <strong>Überprüfung der</strong> <strong>Geschäftsordnung</strong>: Stadtverordnete müssten <strong>bestraft</strong> werden können!</p>
</p>
<p><strong>Eine</strong> <strong>Maßregelung unbotmäßig erscheinender Stadtverordneten </strong>– das ist mal <strong>eine Idee</strong>! Was genau stellt sich Nickel da vor? Eine <strong>Geldstrafe?</strong> Oder – analog zum <strong>Strafenkatalog im Vereinsring</strong> – Ausschluss der ganzen Fraktion <strong>aus der erlauchten Runde der Lokalpolitiker?</strong></p>
</p>
<p><strong>Ein konkretes Strafmaß</strong> will Nickel nicht nennen. Nur so viel: <em>&#8222;Bestimmtes Fehlverhalten&#8220; </em>sei<em> &#8222;wirksam zu unterbinden und zu ahnden&#8220;.</em> </p>
</p>
<p>Die <strong>Zukunft des Stadtparlaments</strong> haben wir uns dann eher trist vorzustellen: Die einen wagen nichts mehr zu sagen, weil sie von <strong>Polizist Baltruschat</strong> <strong>Drohschreiben</strong> bekommen. Die anderen schweigen, weil <strong>Polizist Nickel</strong> ihnen bei mangelndem Wohlverhalten mit <strong>Bestrafung</strong> droht&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Willkommen</strong> in der Lokalpolitik der <strong>Kreisstadt Hofheim am Taunus!</strong> </p>
</p>
<p><strong>Die ersten Ausschusssitzungen</strong> im neuen Jahr haben übrigens stattgefunden. Gerne wollen wir <strong>lobend</strong> erwähnen, dass sich alle überraschend<strong> friedlich-freundlich</strong> gaben. <strong>Daniel Philipp von den Grünen</strong> absolvierte seine ersten Auftritte als neuer<strong> 1. Beigeordneter</strong>, und wir waren <strong>Zeugen:</strong></p>
</p>
<p>Es geht auch <strong>ohne Rüpeleien der Rathaus-Spitze</strong>!&nbsp; Das krawallige Getöse, mit denen <strong>Philipps Vorgänger</strong> regelmäßig ausgesuchte Stadtverordnete anfiel, blieb (bisher) aus.</p>
</p>
<p><strong>Und niemand hat&#8217;s vermisst!</strong></p>
</p>
<p>Nur <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) </strong>versuchte einmal kurz, <strong>Gift zu verspritzen:</strong> Er ging Philipp <strong>barsch</strong> an, weil der einen <strong>März-Termin</strong> noch nicht publik gemacht habe.</p>
</p>
<p>Philipp konterte <strong>ruhig-gelassen</strong>: Gemach, gemach! Er sei ja noch nicht <strong>einmal einen Monat im Amt.</strong></p>
</p>
<p><strong>Und Ruhe war.</strong></p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
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		<title>Magistrat plant neues Baugebiet: &#8222;Wohnen neben der Hochspannungsleitung&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
		<category><![CDATA[Engelhard Rolf]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
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					<description><![CDATA[Hofheims Magistrat will von der HWB Sozialwohnungen bauen lassen – in einem neuen Baugebiet in Langenhain, direkt neben einer Hochspannungsleitung. Die Beratungen zu dem Thema zeigten: Wieder einmal sollten wichtige Informationen den Stadtverordneten vorenthalten werden. Nur dem hartnäckigen Nachfragen einiger Frauen ist zu verdanken, dass wir jetzt Klarheit haben. Einigen Lokalpolitikern gefällt der neue Stil offensichtlich nicht: Sie reagierten heftig. Teilweise ausfällig.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p><strong>Und wieder ist <strong>aus einem städtischen Gremium </strong>zu berichten, dass der Magistrat gezielt Informationen zu unterschlagen versucht hat. Wieder ging&#8217;s um ein Baugebiet, das die Stadtverordneten abnicken sollten, und zwar <strong>zack, zack!</strong> Vielleicht ist das auch früher schon so gewesen; aber jetzt sitzen im Stadtparlament kritische Geister – auffallend: es sind zumeist Frauen –, die sich nicht mit behördlichen Ausreden abwimmeln lassen. Das alte System funktioniert nicht mehr wie gewohnt, und auch das fällt auf: Einige Männer reagieren darauf äußerst heftig. Teilweise sogar ausfällig. Ein Beispiel.</strong></p>
</p>
<p>Es geht um ein geplantes <strong>Baugebiet in Langenhain</strong> – und um <strong>Hochspannungsleitungen</strong>, zu denen neue Wohnhäuser zwingend einen <strong>Mindestabstand von 400 Metern</strong> einzuhalten haben. Denn <strong>Wohnen unter Hochspannungsleitungen</strong> gilt als eine <strong>Gefährdung der Gesundheit</strong>.</p>
</p>
<p>Eine dieser Leitungen – sie heißt <strong>&#8222;Ultranet&#8220;</strong> –&nbsp;soll Windstrom von der Nordsee nach Süddeutschland <strong>transportieren</strong>. Die Leitung soll <strong>durch ein Wohngebiet in Wildsachsen</strong> und <strong>über Wohnhäuser</strong> <strong>in Langenhain</strong> führen.</p>
</p>
<p>Die<strong> Stadt Hofheim</strong> will im <strong>Verbund mit anderen Kommunen</strong> gegen die Trasse klagen. Auch eine Bürgerinitiative <a href="https://www.ultranet-wollnmernet.de/" target="_blank" rel="noopener">„Ultranet – wollnmernet“</a> erwägt<strong> juristische Schritte</strong>, was natürlich teuer ist. Hofheims Stadtverordnete haben unlängst beschlossen, die Bürgerinitiative <strong>finanziell aus der Stadtkasse zu unterstützen.</strong></p>
</p>
<p>In dieser Situation legte <strong>Hofheims Magistrat</strong> folgenden Vorschlag vor: Am <strong>Ortsrand von Langenhain</strong> (südlich der Oranienstraße, östlich des Paulinenwegs) soll ein gut <strong>14.000 Quadratmeter großes Gebiet</strong> überplant werden – mit einem <strong>Lebensmittelmarkt</strong> (auf 4.000 Quadratmetern) und <strong>zweistöckigen</strong> <strong>Häusern</strong> <strong>mit Sozialwohnungen</strong>, gebaut von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft HWB.</p>
</p>
<p>Für den Wohnungsbau müsse man, so hieß es letztens im Bau- und Planungsausschuss,  eine <strong>Ausnahmegenehmigung</strong> beim <strong>Hessischen Wirtschaftsministerium</strong> beantragen: Denn der vorgeschriebene <strong>Mindestabstand</strong> zu einer Hochspannungsleitung <strong>werde nicht eingehalten.</strong></p>
</p>
<p><strong>Tanja Lindenthal von den &#8222;Bürgern für Hofheim&#8220; </strong>(BfH) zeigte sich gut vorbereitet: Wie weit das Baugebiet von der<strong> Hochspannungsleitung</strong> entfernt sei, wollte sie wissen. Bzw. welcher Teil des Baugebiets liege<strong> innerhalb des 400-Meter-Korridors</strong>:&nbsp;Nur das Grundstück des  Nahversorgers? Oder auch die Wohngebäude?</p>
</p>
<p>Der Magistrat hatte zwar <strong>eine Karte für die Ausschussmitglieder</strong> mitgebracht. Die aber half nicht weiter: Die Hochspannungsleitung war <strong>nicht eingezeichnet.</strong></p>
</p>
<p><strong>Baudezernent Wolfgang Exner</strong> <strong>(CDU)</strong> meldete sich: Er sagte, er habe die Informationen <strong>nicht parat</strong>. Er werde <em>&#8222;gerne eine Karte nachreichen, wo die Leitung zu sehen ist&#8220;</em>. Der Ausschuss solle auf alle Fälle der Planung <strong>zustimmen</strong>, drängelte er, notfalls nur für den <strong>Lebensmittelmarkt</strong>: Den könne man auch <strong>ohne Ausnahmegenehmigung</strong> realisieren.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhaiun-202312-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="707" height="1000" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhaiun-202312-1.jpg" alt="Langenhaiun 202312 1" class="wp-image-37162" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhaiun-202312-1.jpg 707w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhaiun-202312-1-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese karge Karte wurde im Ausschuss vorgelegt. Stadtrat Exner gab vor, nicht zu wissen, welcher Bereich des geplanten Baugebiets im 400-Meter-Abstand zu einer Hochspannungsleitung liegt.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Lindenthal ließ nicht locker: Man habe <strong>nichts gegen einen Nahversorger</strong> und auch nichts <strong>gegen neue Wohnungen</strong>, betonte sie gleich <strong>mehrmals</strong>. Aber wenn eine rechtsgültige Vorschrift<strong> 400 Meter Abstand </strong>verlange, dann habe das vermutlich<strong> gute Gründe</strong>. Und der Magistrat werde sich doch bestimmt Gedanken gemacht haben: Wenn er die Sachlage <strong>anders beurteile</strong> als beispielsweise das <strong>Bundesamt für Strahlenschutz</strong>, möge er das bitte <strong>erklären</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt (CDU) </strong>schaltete sich ein – mit einer <strong>Heftigkeit</strong>, die überraschte. Er ging Lindenthal <strong>frontal</strong> <strong>an</strong> und <strong>beschuldigte</strong> sie, <em>&#8222;grundsätzlich</em><strong>&#8220; </strong>falsche Informationen zu verbreiten (sie hatte den 400-Meter-Abstand als <em>&#8222;Gesetz&#8220;</em> bezeichnet). Sie solle sich <strong>besser informieren</strong>, bevor sie sich zu Wort melde, so Vogt, und überhaupt: Sie vertrete ihr Mandat <em>&#8222;hobbyweise</em>”. </p>
</p>
<p>An dieser Stelle ging <strong>Rolf Engelhard von der SPD </strong>dazwischen: Der <strong>Jurist</strong> und frühere Richter bestätigte, dass die 400-Meter-Vorschrift <strong><em>kein</em></strong> <strong>Gesetz</strong> sei. Es handele sich um<em> &#8222;eine Ergänzung zur 26. <em>Bundesimmissionsschutzordnung</em> und zum Bundesimmissionsschutzrecht&#8220;</em>, führte er aus. Und befand:<em> &#8222;Ein Nicht-Jurist kann da durchaus zu dem Ergebnis kommen, dies ist ein Gesetz.&#8220;</em> </p>
</p>
<p>Lindenthal blieb <strong>überraschend cool:</strong> Die Bundesbehörde habe<strong> eine eindeutige Empfehlung</strong> gegeben, und jetzt wolle sie lediglich wissen, <strong>warum</strong> und <strong>in</strong> <strong>welchem Ausmaß </strong>der Magistrat davon <strong>abweichen wolle</strong>. <em>&#8222;Ich erwarte vom Magistrat, dass er sachliche Antworten gibt.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Unterstützung</strong> bekam sie von <strong>Bettina Brestel von den Grünen</strong>: &#8222;<em>Keiner hat was gegen neue Wohnungen oder einen Nahkauf. Was wir wünschen sind Informationen. Die aber bekommen wir nicht.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Auch <strong>Barbara Grassel</strong> von den Linken zeigte <strong>Bedenken</strong> gegen die vorgelegte Planung – aus anderem Grund: Die Stadt unterstütze eine <strong>Klage</strong> <strong>gegen</strong> <strong>die</strong> <strong>Hochspannungsleitung</strong> in Wildsachsen und Langenhain – und wolle gleichzeitig <strong>Wohnhäuser</strong> <strong>in unmittelbarer Nähe </strong>einer Hochspannungsleitung bauen. Damit <strong>untergrabe</strong> sie ihre Glaubwürdigkeit und <strong>konterkariere</strong> die Klagebemühungen der Bürgerinitiative.</p>
</p>
<p><strong>Mehr als eine halbe Stunde hitziger Debatte</strong> – dann urplötzlich rückte Vogt mit der Wahrheit heraus: <em>&#8222;Das gesamte Gebiet liegt innerhalb des 400-Meter-Korridors.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Das gesamte Gebiet?! </strong>Und das will der Planungsdezernent <strong>nicht</strong> <strong>gewusst</strong> haben?!</p>
</p>
<p><strong>Allseits Verblüffung</strong>! Das also ist der Plan: <strong>Schöner Wohnen neben der Hochspannungsleitung</strong>. Warum hatte Vogt das <strong>nicht gleich</strong> gesagt? Und warum hatte <strong>Exner</strong> behauptet, er würde solche Details nicht kennen?</p>
</p>
<p>Das wurde nicht mehr gesagt.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="707" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2.jpg" alt="Hochspannungsleitung" class="wp-image-37163" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2-300x212.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Langenhain-202312-2-768x543.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern anklicken: Die Karte der Wahrheit, wie sie die Stadtverwaltung erst auf Drängen einiger Frauen herausrückte. Die roten Erklärungen wurden nachträglich eingesetzt. Deutlich zu sehen: Das gesamte Baugebiet ist keine 400 Meter von der Hochspannungsleitung entfernt.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Das <strong>Schlusswort</strong> wollen wir an dieser Stelle <strong>Ralf Weber</strong> &#8222;schenken&#8220;, dem<strong> FDP-Mann</strong>, der <strong>für rüde Ausfälle bekannt</strong> ist. Der <strong>73-Jährige </strong>wollte am Ende, als alles geklärt war, unbedingt noch eine <strong>Attacke gegen die Frauen </strong>loswerden, die sich <strong>herausgenommen</strong> hatten, <strong>umfassende Information </strong>vom Magistrat zu verlangen:</p>
</p>
<p>Er verstehe die ganzen Fragen nicht, so Weber. &#8222;<em>Man sollte im Ausschuss in der Lage sein, einen Plan auf seinem PC aufzurufen, der die Hochspannungsleitungen zeigt.&#8220; </em>Den könne man notfalls <strong>ausdrucken</strong>, und dann könne man <strong>mit einem</strong> <strong>Lineal nachmessen</strong>, wie groß der Abstand sei.</p>
</p>
<p>O-Ton Weber: &#8222;<em>Ich find&#8217;s unsäglich und eine riesige Zeitverschwendung, hier ernsthaft im Ausschuss danach zu fragen.&#8220;</em></p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">+++ UPDATE +++</h2>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<p><strong>Die Stadtverordnetenversammlung fasste am 12. Dezember folgten Beschluss:</strong></p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>Der Magistrat wird gebeten, einen Antrag auf Zielabweichung vom Ziel Z 5.3.4-7 der 3. Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) zur Realisierung der geplanten Wohnbaufläche mit ergänzendem Lebensmittelmarkt zu erstellen und beim Land Hessen einzureichen.</li>
</p>
<li>Der Bebauungsplan Nr. 155 „Südlich der Oranienstraße“ ist aufzustellen. Ziel ist die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von Wohngebäuden und eines nicht großflächigen Lebensmittelmarktes in der Gemarkung Langenhain. Der Geltungsbereich umfasst Teile der Gemarkung Langenhain in der Flur 43 in einem Bereich südlich der Oranienstraße und westlich des Paulinenweges und wird entsprechend des anliegenden Lageplans begrenzt.</li>
</p>
<li>Der Magistrat wird gebeten, ein Bebauungsplankonzept zu erarbeiten und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB bzw. der Behörden gem. § 4 Abs. 1 BauGB durchzuführen.</li>
</p>
<li>Der Magistrat wird gebeten, dem PBUV Studien und Untersuchungen vorzustellen, die sich mit Risiken von Wohngebieten innerhalb der Mindestabstände zu Hochspannungs- bzw. Ultranetleitungen auseinandersetzen.</li>
</ol>
</p>
</p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
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