<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Nickel Andreas &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
	<atom:link href="https://hk-newsletter.de/tag/nickel-andreas/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://hk-newsletter.de</link>
	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
	<lastBuildDate>Sat, 10 Jan 2026 10:45:32 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/10/cropped-logo_hk_newsletter2-1-32x32.jpg</url>
	<title>Nickel Andreas &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
	<link>https://hk-newsletter.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Polit-Unterhaltung deluxe: Hofheim zwischen Allee, Blitzer und Instagram</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/12/10/allee-blitzer-instagram/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2025/12/10/allee-blitzer-instagram/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2025 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Schultze Wilhelm]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=62736</guid>

					<description><![CDATA[Die Stadtkasse leer, die Straßen voll Ideen – und das Rathaus mittendrin. Ob es um die Umbenennung einer schnöden Straße, um neun Jahre alte Blitzer-Beschlüsse oder um die Social-Media-Karriere des Bürgermeisters geht: In Hofheim zeigt sich Lokalpolitik gerne von ihrer kuriosen Seite. Wir haben drei Geschichten gesammelt, die beweisen, dass Fantasie, Ignoranz und digitale Selbstdarstellung manchmal Hand in Hand gehen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Die Stadtkasse leer, die Straßen voll Ideen – und das Rathaus mittendrin. Ob es um die Umbenennung einer schnöden Straße, um neun Jahre alte Blitzer-Beschlüsse oder um die Social-Media-Karriere des Bürgermeisters geht: In Hofheim zeigt sich Lokalpolitik gerne von ihrer kuriosen Seite. Wir haben drei Geschichten gesammelt, die beweisen, dass Fantasie, Ignoranz und digitale Selbstdarstellung manchmal Hand in Hand gehen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Hofheimer FDP – Politik im Latte-macchiato-Modus</h2>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Allee-Hattersheimer-e1765026832508.webp"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="900" height="560" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Allee-Hattersheimer-e1765026832508.webp" alt="Allee Hattersheimer e1765026832508" class="wp-image-62745" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Allee-Hattersheimer-e1765026832508.webp 900w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Allee-Hattersheimer-e1765026832508-300x187.webp 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Allee-Hattersheimer-e1765026832508-768x478.webp 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Hattersheimer Straße, die Hofheims FDP in &#8222;Hattersheimer Allee&#8220; umbenannt sehen möchte.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Stadtkasse ist leer, alle müssen sparen, und der Bürgermeister warnt vor harten Zeiten. Umso aufschlussreicher, welche Ideen und Fantasien unsere Lokalpolitiker gerade beschäftigen.</p>



<p>Die FDP hat es mal wieder getan: Sie hebt die Hattersheimer Straße auf die Tagesordnung, als handle es sich um ein unterschätztes Juwel der Stadt – dabei liegt dort vor allem eines: die ollen Hallen des einstigen Traditionsunternehmens Polar-Mohr. Wo heute noch Maschinen gebaut werden, sollen ab Ende nächsten Jahres zwischen Straße und Bahngleisen rund 500 Wohnungen entstehen.</p>



<p>Klingt nach Zukunft – riecht aber erst einmal mehr nach Bauzaun.</p>



<p>Unterzeichnet wurde die Anfrage von Michaela Schwarz, der FDP-Fraktionschefin im Hofheimer Stadtparlament – und ihrem Stellvertreter Ralf Weber. Weber ist Makler. Ein Detail, das man getrost als „Marketing mit eingebautem Eigeninteresse“ verbuchen darf. Man könnte auch sagen: Win-win für alle Beteiligten – nur für die Bürger bleibt’s beim Altbekannten. Viel Show, wenig Substanz.</p>



<p>Darum geht’s: Die FDP möchte, dass die schnöde Hattersheimer Straße zur „Hattersheimer Allee“ wird. Der Magistrat solle prüfen, ob die Straße entsprechend umgewandelt werden kann.</p>



<p>Die Hattersheimer Straße! Soll eine Allee werden!</p>



<p>Da riecht man förmlich schon den Latte macchiato unter frisch gepflanzten Stadtbäumchen. Ein cleverer Name, der die Preise hebt, bevor auch nur ein Fundament gegossen wurde. Nüchterne Realität aus Gleisen und künftigem Baustellenbetrieb trifft auf politische Fantasie: eine Fusion, die selbst Marketingprofis erröten lässt.</p>



<p>Dabei sollte Hofheim eigentlich ganz andere Sorgen haben: Die Stadtkassen sind ratzeleer, hat die neue Stadtspitze soeben festgestellt – ein Desaster, an dem die FDP ein gehöriges Maß Mitverantwortung trägt, saß sie doch bis vor kurzem mit in der Koalition. Statt jetzt ernsthaft über Haushaltslöcher und Sanierungsmaßnahmen zu diskutieren, verheddert man sich lieber in Straßenumbenennungen und Allee-Phantasien.</p>



<p>Prioritäten deluxe.</p>



<p>Neu ist der Antrag nicht. Schon 2023 hatte die FDP ihr Anliegen vorgebracht, wörtlich hieß es damals: „Der Magistrat wird gebeten, so schnell wie möglich eine Planung zur Neugestaltung der Hattersheimer Straße in eine Allee zu beauftragen.“ Die Formulierung wurde leicht abgewandelt, dann mit kleiner Mehrheit durchgewunken – und schnell wieder vergessen.</p>



<p>Der Magistrat, damals noch unter einem CDU-Bürgermeister, sagte nie wieder etwas dazu. Eine Antwort, die Bände spricht.</p>



<p>Nun liegt der Ball bei der neuen Stadtspitze. Greift sie ihn auf – oder lässt sie ihn erneut ins Aus rollen? Sollten Fantasie und Realität irgendwann aufeinandertreffen, dürfte die teuerste Allee der Stadtgeschichte entstehen: ohne Bäume, mit viel Marketingluft – und einer ordentlichen Portion politischer Selbstüberschätzung.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Blitzer-Blues in Hofheim – neun Jahre Warten auf Nichts</h2>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Blitzer-Hofheim-e1765023588754.webp"><img decoding="async" width="900" height="560" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Blitzer-Hofheim-e1765023588754.webp" alt="Blitzer" class="wp-image-62741" style="width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Blitzer-Hofheim-e1765023588754.webp 900w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Blitzer-Hofheim-e1765023588754-300x187.webp 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2030/01/Blitzer-Hofheim-e1765023588754-768x478.webp 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blitzer an der Reifenberger Straße in Hofheim.</figcaption></figure>
</div>


<p>Fünf Jahre herrschte Schweigen im Walde – und plötzlich, wenige Wochen vor den Kommunalwahlen, taucht es wieder auf wie ein längst vergessener Bekannter: das legendäre Blitzer-Thema. Die FWG im Hofheimer Stadtparlament hatte es einst ausgepackt, sich dann aber in eine kuschelige Minderheitskoalition mit der CDU begeben. Dazu ein CDU-Bürgermeister im Rathaus – Thema erledigt. Praktisch vergessen. Politisches Mauerblümchendasein.</p>



<p>Jetzt aber sitzt da ein Rathauschef ohne Parteibuch – und siehe da: Ein Beschluss von 2016 wird aufgewärmt wie eine sensationelle Nachricht.</p>



<p><strong>Breaking News:&nbsp;</strong><em>Blitzer immer noch nicht da!</em></p>



<p>Zur Erinnerung: Am 14. Dezember 2016 – also vor ziemlich genau neun Jahren – beschlossen die Stadtverordneten Geschwindigkeitsmessgeräte für zwei Straßen in Hofheim: an der Reifenberger Straße und an der Oranienstraße in Langenhain. Auch ein Blitzer für die L3011 in Lorsbach sollte geprüft werden, Ecke Hofheimer Straße/Am Bahnhof. 25.000 Euro legte man dafür beiseite.</p>



<p>In der Reifenberger Straße und in Langenhain passierte anschließend tatsächlich etwas. Und in Lorsbach? Nichts. Rein gar nichts. FWG-Fraktionschef Andreas Nickel, selbst Lorsbacher, hat jetzt ein Schreiben an den Magistrat verfasst und moniert: „Seit nunmehr 9 Jahren wird dieser Beschluss nicht umgesetzt.“ Immer wieder hätten Magistratsvertreter den Lorsbachern neue Zusagen gemacht, neue Perspektiven aufgezeigt. Ergebnis: null, nada, niente. „Der Vertrauensschaden ist immens“, schreibt Nickel. Man könnte auch sagen: episch. &nbsp;</p>



<p>Nickel möchte nun wissen, warum der Blitzer nie aufgestellt wurde, warum niemand informiert – und wer dafür verantwortlich sei. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass der damalige Beschluss „auch auf unsere Initiative zurückzuführen ist“. Warum die FWG dann neun Jahre lang nicht nachfragte, bleibt eines der schöneren Rätsel der Hofheimer Kommunalpolitik. Ein Lehrstück in strategischem Wegsehen, könnte man sagen. &nbsp;</p>



<p>Dann die Pointe: Nickel fragt, ob das damals eingeplante Geld eigentlich noch existiert und abrufbar ist. Man kann sich die Antwort angesichts&nbsp;<a href="https://hofheim-news.de/2025/12/02/finanzsituation-ist-dramatisch/" target="_blank" rel="noopener">der jüngsten Berichte</a>&nbsp;aus dem Rathaus denken.</p>



<p>Am Ende offenbart die Anfrage vor allem eins: Manchmal hält die Geduld der Bürger länger als jeder politische Vorsatz. Und wenn die Kasse leer ist, werden selbst alte Versprechen zu dem, was sie hier offenbar schon lange sind: gute Unterhaltung.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Wenn der Bürgermeister viral geht – und die CDU nach Antworten sucht</h2>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2026/01/Instagram-Stadt-Hofheim-e1765389361690.webp"><img decoding="async" width="900" height="560" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2026/01/Instagram-Stadt-Hofheim-e1765389361690.webp" alt="Instagram Stadt Hofheim e1765389361690" class="wp-image-62737" style="aspect-ratio:1.6071568704386723;width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2026/01/Instagram-Stadt-Hofheim-e1765389361690.webp 900w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2026/01/Instagram-Stadt-Hofheim-e1765389361690-300x187.webp 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2026/01/Instagram-Stadt-Hofheim-e1765389361690-768x478.webp 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Screenshot der Instagram-Seite der Stadt Hofheim. Dort war früher der CDU-Bürgermeister zu sehen, heute zeigt sich dort BfH-Bürgermeister Wilhelm Schultze.</em><br></figcaption></figure>
</div>


<p>Wir haben ja sonst keine Sorgen! Wahlkampf scheint schon begonnen – und Hofheims einst stolze Minderheitskoalition, die sich jahrelang leidlich gut vertragen hat, bekabbelt sich wegen Nichtigkeiten. Man könnte fast meinen, man beobachte eine Wohngemeinschaft beim Streit um die Fernbedienung. Längst nimmt das Polit-Schauspiel skurrile Züge an.</p>



<p>Die FDP möchte&nbsp;<a href="https://hofheim-news.de/2025/12/04/hattersheimer-strasse-soll-allee-werden/" target="_blank" rel="noopener">Straßen zu Alleen</a>&nbsp;umbenennen. Die FWG kramt einen bald zehn Jahre alten&nbsp;<a href="https://hofheim-news.de/2025/12/04/glossiert-blitzer-blues-in-hofheim-neun-jahre-warten-auf-nichts/" target="_blank" rel="noopener">Blitzer-Antrag</a>&nbsp;aus ihren Schubladen. Und nun tritt auch die CDU auf den Plan, mit einer Frage, die man sich besser erst nach dem zweiten Bier stellen sollte:</p>



<p>Warum hat der neue Bürgermeister eigentlich so viel Erfolg mit seinen Internetvideos?</p>



<p>Diese Frage, und das ist kein Scherz, soll nun der Magistrat beantworten.</p>



<p>Der bisherige CDU-Bürgermeister hatte jahrelang mit Internet-Filmchen („Freitags-Videos“), Social-Media-Posts und Pressemeldungen vor sich hin geglänzt. Abrufzahlen: solide 3.500 bis 4.000 – ein digitaler Applaus, der zuverlässig kam, aber nie so laut war, dass man die Nachbarn hätte vorwarnen müssen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright is-resized"><a href="https://hofheim-news.de/wp-content/uploads/2025/12/CDU-Anfrage-zu-Instagram.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="https://hofheim-news.de/wp-content/uploads/2030/12/CDU-Antrag-Internetvideos.webp" alt="CDU Antrag Internetvideos" class="wp-image-9342" style="width:200px" title="Glossiert: Wenn der Bürgermeister viral geht – und die CDU nach Antworten sucht 2"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der CDU-Antrag. Zum PDF aufs Bild klicken.</figcaption></figure>
</div>


<p>Dann der Wechsel im Rathaus – und der neue Bürgermeister Wilhelm Schultze von der BfH drückte offenbar den „Boost“-Knopf, von dem die CDU nie wusste, dass es ihn gibt. Plötzlich schießen die städtischen Videos in die Zehntausender. Für eine Stadt, in der sonst allenfalls die verspätete S-Bahn für Aufregung sorgt, ist das ganz schön viel. Selbst eingefleischte Social-Media-Verächter müssen anerkennen: Das ist beeindruckend.</p>



<p>Und die CDU? Die, die lange Meister*in der Selbstinszenierung war? Sie starrt nun fassungslos auf die neuen Reichweiten und reicht die Anfrage STV2025/211 ein: Wie kann das sein? „Nur mit einer möglichen Verbesserung der Videoqualität“, heißt es in dem Schreiben, seien solche Zahlen ja wohl kaum zu erklären. Man hört förmlich das beleidigte Unterton-Vibrato.</p>



<p>Zur Einordnung: Politische Werbung auf Instagram muss seit Oktober 2025 gekennzeichnet werden. Der Konzern Meta hält die Regel für nicht umsetzbar – und sperrt politische Anzeigen gleich ganz. Der Medienstaatsvertrag wiederum, der die Regeln für Rundfunk und Online-Medien festlegt, sagt: Städtische Informationen, neutral und sachlich, sind keine politische Werbung.</p>



<p>Auf diesem schmalen Grat balanciert nun Hofheims CDU und fragt sich: Sind die Videos des Bürgermeisters wirklich unpolitisch – oder steckt hinter den stolzen Klickzahlen nicht doch ein gut versteckter digitaler Geheimtrick?</p>



<p>Fakt ist: Reichweite lässt sich nicht einfach bestellen wie ein Schoppen am Weinstand. Man braucht Geschichten, Stil – und vielleicht jemanden, der vor der Kamera nicht wirkt, als wolle er gleich die Tagesordnung verlesen.</p>



<p>So lernt die CDU gerade, was Influencer schon immer wussten: Man kann sich noch so gut ausleuchten – wenn der Inhalt nicht zieht, bleibt das Publikum im Dunkeln.</p>



<p>Und manchmal ist die bitterste Erkenntnis im Rathausalltag nicht politischer Natur, sondern die:</p>



<p>Der Algorithmus hat einfach einen neuen Liebling.</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2025/12/10/allee-blitzer-instagram/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Stadtparlament: Dreck, Schmutz, Pfui  &#8211; und Fake News vom Herrn Bürgermeister</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/05/10/fake-news-vom-buergermeister/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2025/05/10/fake-news-vom-buergermeister/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2025 17:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Schultze Wilhelm]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=55727</guid>

					<description><![CDATA[Sitzungen des Stadtparlaments gelten gemeinhin als Sternstunden der Kommunalpolitik. Jetzt fand eine solche in Hofheim statt - und geriet zeitweilig zu einer üblen Schlammschlacht: "Dreck" und "Mist", "Schmutz" und "Pfui"... Stadtverordnete von CDU und FDP überboten sich gegenseitig mit Beschimpfungen. Der Grund: Die Linke hatte beantragt, dass CDU-Bürgermeister Christian Vogt eine Verfügung zurücknehmen soll, mit der er die Beigeordneten entmachtet habe. Vogt, inzwischen abgewählt, bezog erstmals Stellung - mit einer Information, die als Fake News einzustufen ist. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="55727" class="elementor elementor-55727" data-elementor-post-type="post">
						<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-4be67e1 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="4be67e1" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-3ddfb8c" data-id="3ddfb8c" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-317e87c elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="317e87c" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Sitzungen des Stadtparlaments gelten gemeinhin als Sternstunden der Kommunalpolitik. Jetzt fand eine solche in Hofheim statt &#8211; und geriet zeitweilig zu einer üblen Schlammschlacht: &#8222;Dreck&#8220; und &#8222;Mist&#8220;, &#8222;Schmutz&#8220; und &#8222;Pfui&#8220;&#8230; Stadtverordnete von CDU und FDP überboten sich gegenseitig mit Beschimpfungen. Der Grund: Die Linke hatte beantragt, dass CDU-Bürgermeister Christian Vogt eine Verfügung zurücknehmen soll, mit der er die Beigeordneten entmachtet habe. Vogt, inzwischen abgewählt, bezog erstmals Stellung &#8211; mit einer Information, die als Fake News einzustufen ist. </strong></p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-83ab883 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="83ab883" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-c75ed04" data-id="c75ed04" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-f46461a elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="f46461a" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Zum allseitigen Verständnis kurz die Vorgeschichte: Am 25. März <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">berichtete</a> der Hofheim/Kriftel-Newsletter, dass <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> im Jahr 2022 eine Verfügung herausgeben hatte, die vermutlich rechtswidrig ist: Er hatte darin seinen Vertrauten <strong>Marc Schlüter</strong> nicht nur zum &#8222;Büroleitenden Beamten&#8220; ernannt &#8211; das wäre sicher unproblematisch gewesen. Er hatte ihm zugleich auch die Leitung der Dienstaufgaben <u>aller</u> Fachbereiche übertragen und Weisungsbefugnis <em>&#8222;gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften&#8220;</em> erteilt &#8211; und damit offensichtlich die Beigeordneten <strong>Daniel Philipp</strong> (Grüne) und <strong>Bernhard Köppler</strong> (SPD) entmachtet. Ein von uns befragter Verwaltungsrechtler bewertete die Verfügung als klaren Verstoß gegen die <a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/aiz-jlr-GemOHE2005rahmen%4020211001" target="_blank" rel="noopener">Hessische Gemeindeordnung</a>.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Unmittelbar nach Erscheinen unseres Berichts reagierte <strong>Barbara Grassel</strong>. Die Fraktionsvorsitzende der Linken formulierte einen Antrag, wonach die Stadtverordneten den Bürgermeister auffordern sollten, seine Verfügung zurückzunehmen. Die Anordnung sei &#8222;glatt rechtswidrig&#8220;, schrieb Grassel. Vogt habe damit <em>&#8222;nicht nur die beiden hauptamtlichen Stadträte entmachtet, sondern gleichzeitig auch das gesamte Kollegialorgan Magistrat&#8220;.</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Wenig später schaltete sich auch die Kommunalaufsicht des Kreises ein: Vogt muss, wie <a href="https://hk-newsletter.de/2025/05/03/stadtparlament-tagt/">berichtet</a>, eine Stellungnahme abgeben, ihm wurde dafür eine Frist bis Mitte Mai eingeräumt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Soweit der schnelle Blick in den Rückspiegel.</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-40a4cbe elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="40a4cbe" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-27f7632" data-id="27f7632" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-cb7d7ab elementor-widget elementor-widget-image" data-id="cb7d7ab" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="image.default">
				<div class="elementor-widget-container">
												<figure class="wp-caption">
										<img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Vogt-Plakat-202505.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-55837" alt="Bürgermeister" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Vogt-Plakat-202505.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/05/Vogt-Plakat-202505-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Symbolträchtig ganz nach unten gerutscht: Noch immer hängt dieses Vogt-Plakat im Gewerbegebiet Nord. </figcaption>
										</figure>
									</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-ccb9c20 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="ccb9c20" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-52cb413" data-id="52cb413" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-ea8fb58 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="ea8fb58" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Jetzt tagte die Stadtverordnetenversammlung, es war die erste Parlamentssitzung nach der Bürgermeisterwahl Ende März, bei der Vogt <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/30/buergermeister-schultze/">bekanntlich</a> abgewählt worden war (er führt die Geschäfte weiter, bis im September Wilhelm Schultze als neuer Bürgermeister ins Rathaus einzieht).</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Als der Antrag von Frau Grassel zur Sprache kam, reagierten einige Stadtverordnete wie von einem Furor getrieben:</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Für die CDU ging <strong>Armin Thaler</strong> ans Mikrofon. <em>&#8222;Das ist eine Frechheit, so etwas überhaupt zu Papier zu bringen&#8220;</em>, ereiferte er sich. Frau Grassel werfe <em>&#8222;mit Schmutz&#8220;</em>, sie solle <em>&#8222;den Quatsch&#8220; </em>lassen und aufhören, <em>&#8222;ständig diesen Mist zu schreiben&#8220;</em>. O-Ton Thaler: <em>&#8222;Hören Sie auf, diesen Dreck um sich zu spritzen.&#8220;</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>FDP-Fraktionschefin <strong>Michaela Schwarz</strong> sah in Grassels Antrag den Versuch, Vogt zu verletzen. Mit aufgesetztem Pathos rief sie durch den Saal: <em>&#8222;Pfui, das ist schlechter Stil.&#8220;</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Ihr Fraktionskollege <strong>Ralf Weber</strong>, der sich regelmäßig als <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/">Ober-Pöbelant des Stadtparlaments</a> geriert, sprach sogar von einem <em>&#8222;widerlichen Antrag&#8220;.</em> Das sei <em>&#8222;die versuchte Demontage von Leuten, die sich für die Stadt aufgeopfert haben&#8220;.</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Dagegen wirkte <strong>Andreas Nicke</strong>l, der FWG-Fraktionschef, diesmal formidabel gelassen: Das Thema sei skandalisiert worden, befand er, es habe sich ja auch im Wahlkampf ausgewirkt, <em>&#8222;da liegt auch eine gewisse Tragik drin&#8220;</em>. Den Antrag empfinde er als <em>&#8222;fragwürdig&#8220;</em>, zumal er einen operativen Vorgang der Verwaltung betreffe, <em>&#8222;für den wir nicht zuständig sind&#8220;.</em></p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-0036900 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="0036900" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-fce6fee" data-id="fce6fee" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-bc3a521 elementor-widget elementor-widget-toggle" data-id="bc3a521" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="toggle.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="elementor-toggle">
							<div class="elementor-toggle-item">
					<div id="elementor-tab-title-1971" class="elementor-tab-title" data-tab="1" role="button" aria-controls="elementor-tab-content-1971" aria-expanded="false">
												<span class="elementor-toggle-icon elementor-toggle-icon-left" aria-hidden="true">
															<span class="elementor-toggle-icon-closed"><i class="fas fa-caret-right"></i></span>
								<span class="elementor-toggle-icon-opened"><i class="elementor-toggle-icon-opened fas fa-caret-up"></i></span>
													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">DOKUMENTIERT: Die Vogt-Verfügung im Wortlaut</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-1971" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-1971"><p><strong>Im Folgenden dokumentieren wir die Verfügung von Bürgermeister Christian Vogt im Wortlaut. Zum Schutze unserer Quelle zeigen wir das uns vorliegende Dokument nur in kleiner Auflösung. </strong></p>
<p class="p1"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-55154 size-medium" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung-234x300.jpg" alt="Die Verfuegung" width="234" height="300" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung-234x300.jpg 234w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/03/Die-Verfuegung.jpg 312w" sizes="(max-width: 234px) 100vw, 234px" /></a></p>
<p class="p1"><strong>&#8222;Verfügung</strong></p>
<p class="p1">Hofheim am Taunus, 25.05.2022</p>
<p class="p1"><strong>Übertragung der Funktion „Büroleitender Beamter“</strong></p>
<p class="p1">Herrn Marc Schlüter, Leitung Fachbereich Zentrales, wird mit Wirkung vom 01.06.2022 die Funktion des Büroleitenden Beamten mit den folgenden Kompetenzen übertragen:</p>
<ol>
<li class="p1">Er leitet und koordiniert die Dienstaufgaben aller Fachbereiche und der Stabsstelle sowie die internen Abläufe in der Verwaltung. Er ist berechtigt, diese zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der Verwaltung mitzugestalten</li>
<li class="p1">Gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften hat er Weisungsbefugnis.</li>
<li class="p1">Er ist verantwortlich für das Bürgermeisterbüro, fungiert als behördeninterne Vertretung des Bürgermeisters und stärkt die Behördenleitung in Fragen des Verwaltungshandelns. Er ist zentrale Ansprechperson des Bürgermeisters.</li>
<li class="p1">Bei allen Vorgängen an den Verwaltungsvorstand ist aus den vorgenannten Gründen seine Mitzeichnung auf dem Dienstweg sicherzustellen.</li>
<li class="p1">Der Aufgabenbereich „Leitung Fachbereich Zentrales“ bleibt unberührt.</li>
</ol>
<p class="p1">Weiterhin wird verfügt, dass sämtliche Vorgänge, die den Haushalt direkt oder indirekt betreffen können, der vorherigen Freigabe durch Herrn Frank Petry, Leitung Fachbereich Finanzen, bedürfen.</p>
<p class="p1">Christian Vogt<br />BÜRGERMEISTER&#8220;</p></div>
				</div>
								</div>
						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-674ba26 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="674ba26" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-47a59b0" data-id="47a59b0" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-37ff592 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="37ff592" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Auch <strong>Daniel Philipp</strong> ging &#8222;in die Bütt&#8220;: Der Grüne ist seit knapp eineinhalb Jahren Erster Beigeordneter im Rathaus, er will in der Verfügung nichts Schlechtes erkennen. Ihn störe die Unterstellung, die Beigeordneten seien entmachtet worden, sagte er: <em>&#8222;Ich fühle mich damit auch beleidigt.&#8220;</em> Nicht ein einziges Mal hätten sich Vogt oder Schlüter in seine Arbeit eingemischt, im Gegenteil: Die Verfügung <em>&#8222;erleichtert die gängige Praxis in der Verwaltung&#8220;.</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Dass Vogt seinem Vertrauten Schlüter in der Verfügung auch noch die <em>„behördeninterne Vertretung des Bürgermeisters“ </em>übertragen hat &#8211; was laut Hessischer Gemeindeordnung (<a href="https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/aiz-jlr-GemOHE2005rahmen%4020211001" target="_blank" rel="noopener">Paragraph 47</a>) die Aufgabe des Ersten Beigeordneten ist -, scheint für Philipp kein Problem zu sein: Dazu sagte er kein Wort. </p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Zu erwähnen wäre noch Grünen-Fraktionschefin <strong>Bettina Brestel,</strong> die vorschlug, Grassels Antrag zu vertagen, bis die Kommunalaufsicht den Fall geprüft hat. Die Mehrheit war anderer Meinung: abgelehnt.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Und auch der Antrag von Barbara Grassel hatte keine Chance: abgelehnt. </p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-48ac557 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="48ac557" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-9cc0d7c" data-id="9cc0d7c" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-fc78304 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="fc78304" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Fake News vom Bürgermeister fürs Stadtparlament?</h2>				</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-100c554 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="100c554" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-a264df9" data-id="a264df9" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-f632d04 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="f632d04" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Gleich zu Beginn der Debatte hatte sich Christian Vogt zu Wort gemeldet: Er sprach von<em> &#8222;Falschbehauptungen&#8220;, </em>ohne ins Detail zu gehen, und wies jede Kritik an seiner Verfügung zurück: Die Weisungsbefugnis, die er Schlüter erteilt habe, beziehe sich zwar auf alle Führungs- und Leitungskräfte im Rathaus, <em>&#8222;aber doch bitte nicht die Dezernenten&#8220;</em>. Alles andere sei <em>&#8222;eine rechtswidrige Interpretation von Böswilligen&#8220;. </em>Der Noch-Bürgermeister:<em> &#8222;Hören Sie doch auf mit diesem Klamauk!&#8220;</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Vogt sagte auch, dass Zeitungen bereits im Jahr 2022 darüber berichtet hätten. Das war eine neue Information, zu der wir gerne mehr erfahren hätten. Aber Vogt verweigert jede Auskunft und öffnet damit Tür und Tor für einen bösen Verdacht: Hat er den Stadtverordneten falsche Informationen &#8222;untergejubelt&#8220;? Verbreitet er Fake News, womöglich vorsätzlich?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Auch hier eine kleine Rückblende: Nachdem uns die Verfügung von Rathausmitarbeitern übermittelt worden war, schickten wir &#8211; es war Ende Februar &#8211; einige Fragen ins Rathaus. Vogt ließ uns abblitzen:<em> “Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über verwaltungsinterne Vorgänge keine Auskünfte erteilen können.”</em></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Im Stadtparlament gab er jetzt eine andere Version zum Besten. Vogt wörtlich: <em>&#8222;Ich weiß gar nicht, ob es um die Verfügung geht oder die Sache. Ich glaube, man ist hier immer noch im Wahlkampfmodus. Und ich möchte Ihnen auch eine Sache sagen: Ich habe die Bürger darauf hingewiesen, dass ja da schon drüber berichtet wurde, im Juli 2022, in Zeitungen.&#8220; </em></p>
<p>Ist das wirklich wahr? Zeitungen sollen schon 2022 über die Verordnung berichtet haben?! Dann wäre unser <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">Bericht</a> ja &#8222;ne olle Kamelle&#8220; gewesen! Warum dann die ganze Aufregung?</p>
<p>Und warum schaltet sich jetzt die Kommunalaufsicht ein?</p>
<p>Das hätten wir doch gerne etwas genauer gewusst!</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-1bf26d9 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="1bf26d9" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-218053d" data-id="218053d" data-element_type="column" data-e-type="column" data-settings="{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-e30377d elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="e30377d" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">"Mieser Stil": Vogt verweigert der SPD  Antworten zur Grundsteuer</h2>				</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-3b8f4df elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="3b8f4df" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p class="p1">Ein weiteres Thema aus der Stadtverordnetenversammlung &#8211; ebenfalls kein Ruhmesblatt für CDU-Bürgermeister Vogt: Die SPD-Fraktion wollte wissen, warum die Bescheide für die neue Grundsteuer &#8211; sie betrifft alle Grundstückseigentümer &#8211; nicht schon Ende letzten Jahres verschickt wurden, da lagen immerhin 90 Prozent der Daten vor. Der Verdacht: Vogt verzögerte die Information der Bürger, um seine Chancen bei der Bürgermeisterwahl nicht zu schmälern.</p>
<p class="p1">Die SPD hatte ihre Fragen bereits am 5. März eingereicht. Jetzt gab es &#8211; mit eigentlich unzulässiger Verspätung &#8211; eine Antwort, die kaum als solche bezeichnet werden kann: <i>&#8222;Die Versendung der Grundsteuerbescheide ist zwischenzeitlich erfolgt&#8220;</i>, teilte Vogt lapidar mit &#8211; und ging auf die SPD-Fragen nicht weiter ein. <i>&#8222;Mieser Stil&#8220;</i>, kommentierte ein Stadtverordneter. Auf Antrag der SPD soll das Thema in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nochmals zur Sprache kommen.</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-805338f elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="805338f" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2450088" data-id="2450088" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-2d327f0 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="2d327f0" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Ein Problem tauchte auf: Trotz intensiver Suche in diversen Datenbanken &#8211; wir konnten die Zeitungsartikel nicht finden. Deshalb fragten wir in der Pressestelle des Rathauses nach: Welche Zeitungen meinte Vogt? Titel und Datum, das würde uns ja reichen.</p>
<p>Wir fragten auch: Wenn doch angeblich alles bereits in der Zeitung gestanden hat &#8211; warum wurde uns im Februar keine Auskunft gegeben?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Die Antwort des Rathauses: Schweigen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Am nächsten Tag, am Freitag, fragten wir noch einmal und mit Nachdruck nach. Jetzt reagierte der Rathaussprecher, per E-Mail teilte er mit:</p>
<p><em>&#8222;Die in Ihrer Anfrage verkürzt paraphrasierte, angebliche Aussage von Herrn Bürgermeister Vogt aus der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hat er ausdrücklich in dieser Form nicht getätigt. Wir bitten Sie, dies in Ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen. Damit erübrigen sich Ihre weiteren Fragen.&#8220;</em></p>
<p>Was soll man dazu noch sagen? Keine weiteren Fragen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-18bc70e elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="18bc70e" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-b74af19" data-id="b74af19" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-3b28123 elementor-widget elementor-widget-toggle" data-id="3b28123" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="toggle.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="elementor-toggle">
							<div class="elementor-toggle-item">
					<div id="elementor-tab-title-6201" class="elementor-tab-title" data-tab="1" role="button" aria-controls="elementor-tab-content-6201" aria-expanded="false">
												<span class="elementor-toggle-icon elementor-toggle-icon-left" aria-hidden="true">
															<span class="elementor-toggle-icon-closed"><i class="fas fa-caret-right"></i></span>
								<span class="elementor-toggle-icon-opened"><i class="elementor-toggle-icon-opened fas fa-caret-up"></i></span>
													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">DOKUMENTIERT: Fragen & Antworten zur Vogt-Verfügung</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-6201" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-6201"><p><strong>Hier dokumentieren wir unsere Fragen zu der von Vogt unterzeichneten Verfügung aus dem Jahre 2022, die wir die Stadtverwaltung geschickt haben, und die Antworten, die wir erhalten haben:</strong></p>
<p class="p1">Am <b>24. Februar</b> schrieben wir den Pressesprecher des Rathauses an. Eine Kopie der Verfügung (siehe oben) lag uns vor, unsere Fragen lauteten:</p>
<ul class="ul1">
<li class="li1"><em>Was bedeutet es in der Praxis bzw. was war die tiefere Absicht hinter der Verfügung, die Herrn Schlüter gegenüber allen Führungs- und Leitungskräften weisungsbefugt machte?</em></li>
<li class="li1"><em>Betrifft die Weisungsbefugnis auch die beiden Dezernenten Philipp und Köppler? Und betrifft sie auch die Mitarbeiter in ihren Dezernaten?</em><br />
<ul class="ul1">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="ul1">
<li class="li1"><em>wenn ja: Wie begegnen Sie dem Vorbehalt, dass mit einer solchen Verfügung die Dezernenten faktisch entmachtet wurden?</em></li>
<li class="li1"><em>Sollte die Verfügung weder Dezernenten noch deren Mitarbeiter einschließen: Welche Abteilungen bzw. Mitarbeiter sind von der Verfügung betroffen?</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
<li class="li1"><em>Warum müssen alle Vorgänge, die den Haushalt betreffen, von Herrn Petry abgezeichnet werden?</em></li>
<li class="li1"><em>Bedeutet die Verfügung auch, dass auch die Dezernenten <span class="s1">alle</span> Ausgaben von Herrn Petry abzeichnen lassen müssen? Oder können sie über bestimmte Beträge (bis zu welcher Höhe) selbst entscheiden?</em></li>
<li class="li1"><em>Wenn alle Vorgänge, die den Haushalt betreffen, von Herrn Petry freigegeben werden müssen: Führt dies nicht zu einer Verlangsamung der Verwaltungsabläufe? Wenn nein: Bitte erläutern Sie, warum dies nicht der Fall sein soll.</em></li>
<li class="li1"><em>Die Arbeit der Stadtverwaltung Hofheim wird oft als langsam und umständlich kritisiert. Die o.g. Verfügung, so heißt es von Mitarbeitern des Rathauses, habe zu einer unnötigen Verkomplizierung der Abläufe geführt. Wie beurteilen Sie diese Kritik?</em></li>
</ul>
<p class="p1">Drei Tage später, am <strong>27. Februar,</strong> schickte uns der Pressesprecher des Rathauses eine E-Mail mit folgendem Inhalt:</p>
<p class="p1"><i>&#8222;Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über verwaltungsinterne Vorgänge keine Auskünfte erteilen können. Die von Ihnen thematisierten Strukturen und Zuständigkeiten in Hofheim sind in allen größeren Rathäusern, Landratsämtern und Ministerien üblich.</i><i></i></p>
<p class="p1"><i>Dem Hauptamtsleiter kommt dabei aufgrund seiner zentralen Querschnittsfunktion eine gegenüber der Verwaltung herausgehobene Rolle und Verantwortung zu, insbesondere im Verhältnis zu dem Verwaltungsvorstand und dem Magistrat.</i><i></i></p>
<p class="p1"><i>Dass ein Haushaltsbeauftragter oder Kämmereiamtsleiter alle Vorgänge mit finanzieller Auswirkung kennen und mitzeichnen muss, ergibt schon alleine aus seiner Verantwortung für den gesamten Haushalt.</i><i></i></p>
<p class="p1"><i>Ihre Anfrage wurde auch in der gestrigen Sitzung des Magistrats beraten. Der Magistrat hat hierbei einhellig seine Missbilligung zum Ausdruck gebracht in Hinblick auf die Weitergabe interner Verfügungen an externe Dritte. Gleichzeitig hat der Magistrat gestern die obenstehende Beantwortung erarbeitet.“</i></p>
<p class="p1">Am <b>25. März</b> veröffentlichen wir unseren <a href="https://hk-newsletter.de/2025/03/25/vogt-enteiert-dezernenten/">Bericht über die Verfügung</a> im Hofheim/Kriftel-Newsletter. Er wurde bisher über 6.000 Mal aufgerufen.</p>
<p class="p1">Am <b>30. März</b> fand die Stichwahl der Bürgermeisterwahl statt: Christian Vogt wurde abgewählt.</p>
<p class="p2">Vergangene Woche, am <b>7. Mai,</b> tagte die Stadtverordnetenversammlung, in der ein Antrag der Linken zur Verfügung vorlag. In der Diskussion zu diesem Thema sagte Bürgermeister Christian Vogt laut unserer Mitschrift unter anderem:</p>
<p class="p2"><i>“Ich weiß gar nicht, ob es um die Verfügung geht oder die Sache. Ich glaube, man ist hier immer noch im Wahlkampfmodus. Und ich möchte Ihnen auch eine Sache sagen: Ich habe die Bürger darauf hingewiesen, dass ja da schon drüber berichtet wurde, im Juli 2022, in Zeitungen.”</i></p>
<p class="p2">In den weiteren Sätzen, die wir ebenfalls protokollierten, bezog sich Vogt vermutlich auf den Hofheim/Kriftel-Newsletter. Er sagte laut unserer Mitschrift:</p>
<p class="p1"><i>&#8222;Natürlich gab&#8217;s auch andere Medien, die darüber berichtet haben, wobei ich Ihnen auch sagen muss, das wundert mich sehr: Da kriegt man eine Anfrage bei der städtischen Pressestelle, dann passiert wochenlang nichts, ja, und dann ist eben irgendwann &#8217;ne Woche vor der Stichwahl Termin, da wird auf einmal doch berichtet. Auch dass muss man werten, für sich, als mündiger Bürger.&#8220;</i></p>
<p class="p1">Nach der Sitzung des Stadtparlaments haben wir am <strong>8. Mai</strong> die folgenden Fragen an den Pressesprecher des Rathauses mit der Bitte um Beantwortung geschickt:</p>
<ul class="ul1">
<li class="li1"><em>Auf welche Veröffentlichungen in welchen Medien hat Bürgermeister Vogt seine Äußerungen bezogen? Bitte nennen Sie mir die entsprechenden Zeitungen und deren Erscheinungsdatum.</em></li>
<li class="li1"><em>Am 24. Februar dieses Jahres hatte ich Ihnen Pressefragen mit der ausdrücklichen Bitte um Beantwortung durch den Bürgermeister zugesandt. Am 27. Februar haben Sie mir geantwortet: &#8222;Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über verwaltungsinterne Vorgänge keine Auskünfte erteilen können.“ Wenn aber der ganze Vorgang bekannt war, wie der Bürgermeister jetzt darstellt: Warum wurden meine Pressefragen nicht einfach beantwortet? Warum wurde mir bspw. nicht mitgeteilt, dass die Weisungsbefugnis des Herrn Schlüter nicht die Beigeordneten betrifft (ich hatte ausdrücklich danach gefragt)?</em></li>
<li class="li1"><em>Sie schrieben mir mit Datum vom 27. Februar, dass der Magistrat im Hinblick auf die Weitergabe interner Verfügungen an externe Dritte „seine Missbilligung zum Ausdruck gebracht“ habe. Dazu diese Frage: Warum missbilligt der Magistrat die Weitergabe von Informationen, wenn sie doch angeblich &#8211; nach Aussage von Bürgermeister Vogt &#8211; längst bekannt sind?</em></li>
</ul>
<p class="p1">Diese Fragen beantwortete der Pressesprecher des Rathauses am <b>9. Mai</b> wie folgt:</p>
<p class="p2"><i>„Die in Ihrer Anfrage verkürzt paraphrasierte, angebliche Aussage von Herrn Bürgermeister Vogt aus der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hat er ausdrücklich in dieser Form nicht getätigt. Wir bitten Sie, dies in Ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen. Damit erübrigen sich Ihre weiteren Fragen.“</i></p></div>
				</div>
								</div>
						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-e1810a7 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="e1810a7" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-c72695a" data-id="c72695a" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-43e8dd7 elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="43e8dd7" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Fassen wir kurz zusammen:</p>
<p>Die Verfügung liegt uns vor, und sie ist echt (das wird Vogt hoffentlich nicht bestreiten).</p>
<p>Als wir ihn um eine Stellungnahme baten, verweigerte er jede Auskunft: Die Sache sei verwaltungsintern.</p>
<p>Als das Thema jetzt im Stadtparlament aufkam, behauptete er, die Verfügung sei schon lange bekannt: Zeitungen hätten schon 2022 berichtet. Als wir Einzelheiten wissen wollten, ließ er mitteilen, eine solche Aussage habe er nicht gemacht.</p>
<p>Wir müssen erkennen: Der Mann ist ja völlig von der Rolle. Das ist nicht gut für Hofheim.</p>
<p>Er ist schließlich immer noch Chef der Stadtverwaltung.</p>
<p>Noch 125 Tage. Die können verdammt lang werden.</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-5007152 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="5007152" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-16df020" data-id="16df020" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-03e4890 elementor-widget elementor-widget-spacer" data-id="03e4890" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="spacer.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="elementor-spacer">
			<div class="elementor-spacer-inner"></div>
		</div>
						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-e860efb elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="e860efb" data-element_type="section" data-e-type="section" data-settings="{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2b31a32" data-id="2b31a32" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-529161c elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="529161c" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Stadtverordnete warten seit 5 Jahren auf Baumgutachten</h2>				</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-a180eba elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="a180eba" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Noch ein Ärger-Thema, das SPD und Grüne gemeinsam vortrugen: Auf dem mehr als 10.000 Quadratmeter großen Grundstück der Luft-Klinik in der Kurhausstraße sollten einmal seniorengerechte Wohnungen entstehen. Inzwischen gehört das ehemalige Klinikgebäude dem Main-Taunus-Kreis, der noch kein Nutzungskonzept erarbeitet hat.</p>
<p>Im Jahr 2020 &#8211; Christian Vogt war seit einem Jahr Bürgermeister &#8211; beauftragten die Stadtverordneten den Magistrat,&nbsp;<em>&#8222;zum nächstmöglichen Zeitpunkt&#8220;</em>&nbsp;einen Plan vorzulegen, in dem alle erhaltenswerten Bäume und Naturdenkmäler auf dem Gelände verzeichnet sind.</p>
<p>2021 hakte die SPD nach und bekam zur Antwort, das Baumgutachten sei erstellt, die Stadtverordneten würden zeitnah informiert.</p>
<p>Aber es geschah: nichts.</p>
<p>Also neuer Anlauf: Im Januar fragten SPD und Grüne fragten nach dem aktuellen Sachstand. Und wann über das Baumgutachten informiert werde. Jetzt, vier Monaten später, gab der Magistrat diese Antwort: Man führe Gespräche über die Zukunft des Geländes. Sobald ein Bebauungskonzept vorliege, werde das Baumgutachten vorgestellt.</p>
<p>So geht&#8217;s immerzu weiter &#8211; oder auch nicht. Die Stadtverordneten beschlossen, das Thema wieder in den Bau- und Planungsausschuss zu schieben. Warum das Baumgutachten nicht längst &#8211; wie versprochen &#8211;&nbsp; vorgelegt wurde: offen.&nbsp;</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-2a06fce elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="2a06fce" data-element_type="section" data-e-type="section">
						<div class="elementor-container elementor-column-gap-default">
					<div class="elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-db77b37" data-id="db77b37" data-element_type="column" data-e-type="column">
			<div class="elementor-widget-wrap elementor-element-populated">
						<div class="elementor-element elementor-element-20d1bcb elementor-widget elementor-widget-spacer" data-id="20d1bcb" data-element_type="widget" data-e-type="widget" data-widget_type="spacer.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="elementor-spacer">
			<div class="elementor-spacer-inner"></div>
		</div>
						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2025/05/10/fake-news-vom-buergermeister/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehrheit im Stadtparlament: 40 Jahre alte Linde stört &#8211; weg damit!</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2025/01/31/hof-ehry-und-die-linde/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2025/01/31/hof-ehry-und-die-linde/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 13:47:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Henninger Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Schultze Wilhelm]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=53206</guid>

					<description><![CDATA[Das Schicksal der alten Linde im Hof Ehry scheint besiegelt: Jahrzehntelang stand sie dort, sie ist kerngesund, doch der Magistrat will sie fällen. Und die Koalition aus CDU, FDP und FWG im Stadtparlament hat grünes Licht gegeben: Axt raus - Baum weg - das war's dann! Spätestens in vier Wochen soll die Linde verschwunden sein - wenn nicht noch ein Wunder geschieht...

UPDATE am 6. Februar: Es gibt wieder Hoffnung für die Linde. Aber gerettet ist sie noch nicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Das Schicksal der alten Linde im Hof Ehry scheint besiegelt:  Jahrzehntelang stand sie dort, ein markanter Blickfang im Innenhof des denkmalgeschützten Ensembles, ein beliebter Schattenspender an heißen Sommertagen. Doch jetzt will der Magistrat sie fällen, und die Koalition aus CDU, FDP und FWG im Stadtparlament hat grünes Licht gegeben: Axt raus &#8211; Baum weg &#8211; das war&#8217;s dann! Spätestens in vier Wochen soll die Linde verschwunden sein &#8211; wenn nicht noch ein Wunder geschieht&#8230;</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background is-style-default"/>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center"><a href="#update20250206">Update am 6. Februar:</a></h2>



<p class="has-text-align-center">Es gibt wieder etwas Hoffnung für die Linde. Aber gerettet ist sie noch nicht.</p>



<p class="has-text-align-center">Mehr <a href="#update20250206">hier</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-luminous-vivid-orange-color has-alpha-channel-opacity has-luminous-vivid-orange-background-color has-background is-style-default"/>



<p>Wir hatten kurz darüber berichtet: <strong>Hofheims Magistrat</strong> hat in geheimer Sitzung beschlossen, <strong>einen</strong> <strong>der letzten Bäume in der Altstadt</strong> zu fällen. <strong>Eine große Linde</strong>, vor rund <strong>40 Jahren anlässlich eines Wäldchestages</strong> gepflanzt, immer noch <strong>gesund</strong> und <strong>putzmunter</strong>. Doch plötzlich wird sie nur noch als <strong>störend</strong> empfunden:</p>



<p><strong>Sie steht im Weg. </strong>Und deshalb soll sie weg.</p>



<p>Gibt es noch eine <strong>Chance</strong> <strong>auf Rettung für schönen Baum?</strong> Es sieht leider nicht gut aus&#8230;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="626" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01_2.jpg" alt="Linde Hof Ehry 2025 01 2" class="wp-image-53217" style="width:500px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01_2.jpg 626w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01_2-293x300.jpg 293w" sizes="(max-width: 626px) 100vw, 626px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schöner Baum, kerngesund &#8211; aber der Magistrat will ihn weg haben: Die Linde im Innenhof von Hof Ehry soll gefällt werden.</figcaption></figure>
</div>


<p>In einer Magistratsvorlage, unterzeichnet von <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> und in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch vorgetragen vom <strong>Beigeordneten Bernhard Köppler (SPD)</strong>, ist nachzulesen: Es ist geplant, <strong>das Pflaster im Innenhof</strong> neu zu verlegen. Dabei könne ein Teil der Wurzeln beschädigt werden, was die <strong>Standsicherheit</strong> <strong>und</strong> <strong>Gesundheit</strong> des Baumes gefährde.</p>



<p>Außerdem stehe das <strong>Gebäudeensemble unter Denkmalschutz</strong>. Die Äste des Baumes könnten das Dach der angrenzenden Scheune <strong>beschädigen</strong>, das Laub die Regenrinne verstopfen: Das könne man <strong>nicht zulassen.</strong></p>



<p>Und dann ist da noch dieses Problem: Der Innenhof soll &#8211; vielleicht &#8211; eines Tages für eine <strong>Außengastronomie</strong> genutzt werden. Das wäre zweifellos <strong>eine echte Bereicherung</strong> für die Innenstadt, wie <strong>der sommerliche Ausschank von Karl Kurjak</strong> in den letzten Jahren gezeigt hat. Die Gäste erinnern sich gerne: <strong>Die</strong> <strong>Schattenplätze</strong> <strong>unter dem Baum</strong> waren besonders begehrt. Doch nun heißt es, dass in den Blättern der Linde <strong>Blattläuse</strong> den so genannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Honigtau" target="_blank" rel="noopener">Honigtau</a> produzieren, der <strong>als klebrige Substanz</strong> herunterrieselt: <strong>Eine reibungslos funktionierende Außengastronomie </strong>sei daher mit dieser Linde <em>&#8222;kaum vorstellbar&#8220;.</em></p>



<p><strong>Also weg mit ihr.</strong></p>



<p><strong>Bemerkenswert</strong> ist, das aber nur am Rande: Seit Monaten verlangen Stadtverordnete <strong>Auskunft</strong> darüber, <strong>welche konkreten Pläne</strong> es für das seit Jahren leer stehenden Gebäude gibt. Der Magistrat belässt es <strong>bei nebulösen Andeutungen</strong>. Jetzt heißt es überraschend: <strong>Das Pflaster im Innenhof</strong> soll neu verlegt werden. Aber wie die Gebäude <strong>künftig aussehen und genutzt</strong> werden sollen: Das ist noch weitgehend unklar. Mitte letzten Jahres hieß es, der Inhaber des benachbarten&nbsp;<strong>Tapas-Restaurants&nbsp;</strong><a href="https://el-cilantro.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">“El Cilantro”</a> wolle in Hof Ehry einziehen. Es wird noch verhandelt,<strong> der Mann pokert</strong> angeblich, er weiß, dass der Magistrat <strong>unter Zeit- und Erfogsdruck</strong> steht.</p>



<p><strong>Als Ersatz für die Linde </strong>versprach Köppler den Stadtverordneten, in der Mitte des Innenhofes einen neuen und <em>&#8222;bereits etwas größerer Baum&#8220; </em>zu pflanzen: Sein Stammumfang soll <strong>mindestens 20 bis 25 Zentimeter </strong>betragen. Das klingt auf dem ersten Blick gut, aber: 20 Zentimeter Umfang bedeuten, dass der Stamm einen <strong>Durchmesser von nur sechs Zentimetern</strong> hat. Es ist also bestenfalls <strong>ein</strong> <strong>Bäumchen</strong>, das da gepflanzt werden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann der Ortsbeirat Kernstadt die Linde noch retten?</h2>



<p><strong>Über das Schicksal der alten Linde</strong> hatte der Magistrat <strong>in geheimer Sitzung</strong> entschieden. Die Nachricht sickerte durch, der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete (<a href="https://hk-newsletter.de/2025/01/26/hofheim-meisterturm-politik-kreisblatt/#Magistrat_holt_Axt_raus_Altstadt-Baum_in_groesster_Gefahr">hier</a>), und drei Fraktionsvorsitzende &#8211; <strong>Bettina Brestel</strong> (Grüne), <strong>Barbara Grassel</strong> (Linke) und <strong>Wilhelm Schultze </strong>(Bürger für Hofheim) &#8211; stellten umgehend einen <strong>Eilantrag im Parlament</strong>: <em>&#8222;Der Magistrat möge sämtliche Maßnahmen zum Schutz der Linde im Hof Ehry prüfen, damit der Baum gerettet werden kann.&#8220;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="360" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01.jpg" alt="Linde" class="wp-image-53218" style="width:250px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01.jpg 360w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Linde-Hof-Ehry-2025-01-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zum Vergrößern bitte anklicken: Der Magistrat meint, dass die Linde zu dicht am Gebäude steht. Deshalb: Fällen!</figcaption></figure>
</div>


<p>Bei den <strong>Wortführern der Regierungskoalition</strong> blitzten sie ab: <strong>Michael Henninger</strong> von der CDU sagte, dass man sich <strong>hinter die Verwaltung</strong> stelle &#8211; basta. <strong>Ralf Weber</strong> von der FDP meinte, man dürfe die Kompetenz der Verwaltung <strong>nicht anzweifeln</strong> <em>(&#8222;Wohin soll das führen? Was wollen wir künftig noch alles in Frage stellen?&#8220;</em>). Und <strong>Andreas Nickel</strong> von der FWG befand, dass sich <strong>Stadtverordnete mit Laienmeinung</strong> nicht in das operative Geschäft der Verwaltung einmischen dürften. Und überhaupt: Eigentlich hätte ja <strong>kein Außenstehender von der Fällung</strong> erfahren dürfen, der Magistratsbeschluss war geheim, die <strong>Vertraulichkeit</strong> sei nicht gewahrt worden.</p>



<p>So stimmten die Koalitionäre <strong>geschlossen gegen mögliche Rettungsmaßnahmen</strong>. Thema durch.</p>



<p>Nur <strong>ein Fünkchen Hoffnung </strong>bleibt:</p>



<p>Am Mittwoch tagt der <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong>, das Thema &#8222;Fällen von Linde im Innenhof von Hof Ehry&#8220; steht auf der Tagesordnung.<strong> Vor fünf Jahren</strong> hatte sich das Gremium mit einem ähnlichen Fall beschäftigt: Damals wollte der Magistrat <strong>die Linde vor dem Alten Rathauscafé</strong> fällen lassen. Ähnliche Argumente wie heute: Der Baum stehe <strong>zu nah am denkmalgeschützten Haus</strong>, die Wurzeln würden<strong> Pflastersteine hochdrücken</strong>. Und dann dieser <strong>Honigtau</strong>&#8230;</p>



<p>Die <strong>Zeitung &#8222;Main-Spitze&#8220;</strong> berichtete damals: <em>&#8222;Von allen Seiten, auch seitens des Café-Betreibers Konditormeister Daniel Anderlohr, wurde bekräftigt, dass der Schatten des Baums sowohl zu den Lieblingsplätzen im Café gehöre, als auch von Bürgern bei der hochsommerlichen Hitze aufgesucht werde. Ganz zu schweigen vom Vorteil für das innerstädtische Klima.&#8220;</em></p>



<p>Im <strong>Sitzungsprotokoll des Ortsbeirats vom August 2020</strong> heißt es: <em>&#8222;Die Mitglieder des Ortsbeirats sprechen sich mehrheitlich für den Erhalt der Linde aus.&#8220;</em></p>



<p><strong>Der Baum steht heute noch.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="392" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg" alt="Hof Ehry 2025 01" class="wp-image-53142" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2025/01/Hof-Ehry-2025-01-300x184.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><br>Vor genau vier Jahren &#8211; es war Januar 2021 &#8211; haben wir die Geschichte des Gebäudeensembles in der Altstadt umfassend dokumentiert: <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/15/hof-ehry-verfaellt/">&#8222;Aufgedeckt! Deshalb verfällt das Hofheimer Altstadthaus ,Hof Ehry'&#8220;</a>. Sachstand damals: Im Jahr 2018 hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, einen Ideenwettbewerb zur Nutzung der Gebäude durchzuführen, der Magistrat aber hatte den Beschluss nicht umgesetzt. Wochen später, es war Kommunalwahlkampf, forderte Hofheims CDU: <em>&#8222;Zügige Durchführung des Ideenwettbewerbs Hof Ehry und baldige Realisierung des Ideensiegerentwurfs”</em> (<a href="https://hk-newsletter.de/2021/02/16/wahlkampf-cdu-entdeckt-hof-ehry/">hier</a>). Jetzt schreiben wir das Jahr 2025, und das Gebäude steht immer noch leer. Immerhin, die öffentlichen Toiletten werden saniert, seit Wochen schon&#8230;</figcaption></figure>
</div>


<p>Ob die <strong>Mitglieder des Ortsbeirats</strong> auch diesmal die Kraft und den Willen aufbringen, sich  zur Rettung eines Baumes <strong>gegen den Magistrat aufzulehnen</strong>? Es dürfte schwierig werden:</p>



<p><strong>Die Verantwortlichen im Rathaus </strong>wollen gar nicht, dass der Ortsbeirat darüber <strong>abstimmt</strong> oder gar <strong>eine Entscheidung fällt.</strong> Das Thema wurde lediglich <em>&#8222;zur Kenntnisnahme&#8220;</em> auf die Tagesordnung gesetzt.</p>



<p>Wer das <strong>live miterleben</strong> will: Der Ortsbeirat tagt am Mittwoch, <strong>5. Februar, um 19 Uhr </strong>im Obergeschoss der Stadthalle. Die Sitzung ist <strong>öffentlich</strong>: Zuhören ist erlaubt. </p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-center" id="update20250206" style="font-size:18px"><strong><a href="#update20250206">+++ <span style="text-decoration: underline;">UPDATE</span> +++</a></strong></p>



<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center">Fällung der Linde ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben</h1>



<p>Es gibt wieder <strong>einen Funken Hoffnung für die Linde</strong> im Innenhof von Hof Ehry. Notorische Skeptiker halten den gewährten Zeitaufschub zwar für <strong>einen Trick der Stadtspitze:</strong> Angesichts der vielen <strong>Bürgerproteste,</strong> die nach Erscheinen unseres Berichts im Internet laut wurden, werde die Fällung des 40 Jahre alten Baumes lediglich <strong>aufgeschoben</strong> &#8211; bis <strong>nach der Bürgermeisterwahl </strong>am 16. März.</p>



<p>Schaun mer mal&#8230;</p>



<p><strong>Die Mitglieder des Ortsbeirates Kernstadt</strong> haben sich in ihrer Sitzung am Mittwoch kritisch mit den Argumenten für eine Fällung <strong>auseinandergesetzt</strong> und zeigten sich am Ende <strong><span style="text-decoration: underline;">nicht</span> überzeugt, </strong>dass der Baum weg muss. <strong>Renate Hofmann,</strong> die Vorsitzende der <a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt</a>, nannte es sogar <em>&#8222;eine Schande&#8220;</em>, wenn man den Baum nicht erhalte. Man könne für alles <strong>eine Lösung finden,</strong> hieß es auch &#8211; <strong>wenn man nur wolle</strong>.</p>



<p>Ergebnis der Debatte: Der Ortsbeirat wird sich <strong>am 18. Februar</strong> im Innenhof des Hofes Ehry <strong>treffen</strong> und die Linde <strong>in Augenschein nehmen</strong>. Parallel soll die Verwaltung prüfen, ob der Baum nicht doch noch gerettet werden kann. <strong>Stadtrat Bernhard Köppler </strong>(SPD) versicherte: <em>&#8222;Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen.&#8220;</em> <strong>Die Ergebnisse der Prüfung</strong> werde er zunächst dem Ortsbeirat vorstellen: <em>&#8222;Vorher passiert da gar nichts.&#8220;</em></p>



<p><br><strong>Bürgermeister Christian Vog</strong>t (CDU) hatte in der vergangenen Woche noch darauf <strong>gedrängt</strong>, den Baum <strong>bis zum 28. Februar</strong> zu fällen: Denn am 1. März beginnt die <strong>Brut- und Setzzeit</strong>, und dann darf erst einmal <strong>kein Baum</strong> gefällt werden. Jetzt erscheint der Termin<strong> nicht mehr so wichtig</strong> &#8211; sicher <strong>wegen der Bürgermeisterwahl</strong>, denn vorher will man es sich mit den Naturfreunden nicht unbedingt verscherzen. Aber dann hat sich im Rathaus auch <strong>die Erkenntnis durchgesetzt:</strong> Ein Baum darf <strong>jederzeit gefällt</strong> werden, auch während der Brut- und Setzzeit &#8211; dazu braucht man nur <strong>eine Ausnahmegenehmigung&#8230;</strong></p>



<p>Es gibt noch Hoffnung <strong>für die 40 Jahre alte Linde.</strong></p>



<p><strong>Gerettet ist sie aber noch nicht.</strong></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2025/01/31/hof-ehry-und-die-linde/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Letzte Sitzung in 2024: Hegeler streicht Umtrunk für Stadtverordnete</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/12/10/kein-umtrunk-chalet-kita-lorsbach/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2024/12/10/kein-umtrunk-chalet-kita-lorsbach/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2024 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Becht Manfred]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Stang Gisela]]></category>
		<category><![CDATA[Undeutsch Tobias]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Winckler Wolfgang]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=51109</guid>

					<description><![CDATA[Noch 95 Tage bis zur Bürgermeisterwahl im nächsten März! An diesem Mittwochabend findet die letzte Sitzung des Stadtparlaments im Jahr 2024 statt. Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) hat allen Stadtverordneten per E-Mail mitgeteilt, dass der traditionelle Umtrunk nach der Sitzung - vornehm "Parlamentarischer Abend" genannt - gestrichen sei: Angesichts von 40 Themen auf der Tagesordnung könne es recht spät werden. Stadtverordnete vermuten allerdings ganz andere Gründe.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Noch 95 Tage bis zur Bürgermeisterwahl im nächsten März! An diesem Mittwochabend findet die letzte Sitzung des Stadtparlaments im Jahr 2024 statt. Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) hat vorige Tage allen Stadtverordneten per E-Mail mitgeteilt, dass der traditionelle Umtrunk nach der Sitzung &#8211; vornehm &#8222;Parlamentarischer Abend&#8220; genannt &#8211; gestrichen sei: Angesichts von 40 Themen auf der Tagesordnung könne es dafür zu spät werden. Stadtverordnete vermuten allerdings ganz andere Gründe.</strong></p>



<p>In der Mail von Hegeler heißt es, dass die Planung eines ungefähren Sitzungsendes <strong>angesichts der Vielzahl der Themen</strong> <strong>nicht möglich</strong> sei. Man könne keinem Gastronomen oder Caterer zumuten, <strong>für mehrere Stunden</strong> Plätze zu reservieren oder Speisen vorzubereiten. Deshalb werde man in diesem Jahr <strong>auf den Parlamentarischen Abend verzichten</strong>. Er sage <em>&#8222;schweren Herzens&#8220; </em>ab, sei doch <em>&#8222;das besinnliche Zusammensein zum Jahresende nach intensiven Beratungen eine liebgewonnene Tradition&#8220;.</em></p>



<p><strong>Schmusige Worte,</strong> die allerdings <strong>nicht überzeugen</strong>. Schließlich bestimmt<strong> Hegeler selbst</strong> die Tagesordnung. Er hätte das Sitzungsprogamm &#8211; durchaus üblich &#8211; <strong>auf zwei Abende verteilen</strong> können: Dann wäre<strong> genug Zeit für gutes Essen und Trinken</strong> gewesen.</p>



<p>Der wahre Grund für die Umtrunk-Absage wird inzwischen unter den Stadtverordneten offen kolportiert: <strong>Die bevorstehende Bürgermeisterwahl</strong> macht einige Lokalpolitiker zunehmend <strong>nervös und gereizt</strong> &#8211; nicht gerade angenehm. Gleichzeitig <strong>zofft sich die Rathausspitze</strong> und macht sich <strong>gegenseitig</strong> <strong>madig</strong> &#8211; öffentlich! Und dann haftet einigen Stadträten <strong>der</strong> <strong>unangenehme Ruch</strong> an, den <strong>Magistrat als Selbstbedienungsladen</strong> zu nutzen: Das taucht inzwischen die gesamte Stadtpolitik <strong>in ein düsteres Licht</strong>.</p>



<p>Will man da <strong>wirklich</strong> <strong>mitmachen</strong>?</p>



<p>Die Sitzung des Stadtparlaments beginnt an diesem Mittwoch (11. Dezember) <strong>um 18 Uhr in der Stadthalle</strong>. Sie ist öffentlich, Zuhören und Zuschauen also erlaubt (Mitreden nicht). <strong>Drei Themen aus dem Hofheimer Polittreiben</strong> haben wir uns vorab etwas genauer angeschaut: damit Sie wissen, <strong>wo es knirscht</strong> &#8211; und warum ein Umtrunk in diesem Jahr <strong>wirklich nicht passt.</strong></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>






<div style="height:0px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Chalet&#8220;: Null Transparenz &#8211; die Klüngelwirtschaft geht weiter</h2>



<p>Wieder einmal geht es um <strong>das &#8222;Chalet&#8220;,</strong> den Weinstand in der Altstadt, der <strong>auf städtischem Grund</strong> steht und von <strong>Wulf Baltruschat </strong>geführt wird, als wäre er <strong>in seinem Privatbesitz</strong>. Der ehrenamtliche<strong> CDU-Stadtrat</strong> ist Vorsitzender des Vereinsrings und behauptet, das &#8222;Chalet&#8220; diene der <strong>Vereinsförderung</strong>. Längst ist klar, dass hier im großen Stil auch <strong>private Geschäfte</strong> gemacht werden.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg" alt="Umtrunk
" class="wp-image-37113" style="width:647px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kein Beitrag zu &#8222;Unser Dorf soll schöner werden&#8220;, aber bei Weintrinkern beliebt: das &#8222;Chalet&#8220;.</figcaption></figure>
</div>


<p>Mitte des Jahres hatte <strong>SPD-Stadtrat Bernhard Köppler</strong> versprochen: Die Stadt werde den <strong>Vertrag mit dem Vereinsring </strong>prüfen, alle Genehmigungen hinterfragen und<strong> umfassende Informationen</strong> vom Vereinsring einfordern. <a href="https://hk-newsletter.de/2024/07/03/weinstand-chalet-und-transparenz/">O-Ton Köppler:</a> <em>“Ich bin für größtmögliche Transparenz.&#8220;</em> Das fand auch die Lokalzeitung gut: Es sei <em>&#8222;zu begrüßen, wenn Stadtrat Köppler nun ankündigt, dass die Stadt für klare Regelungen und größtmögliche Transparenz sorgen wolle&#8220;</em>, schrieb <strong>Redakteur Manfred Becht</strong>. Wenn das klappe, sei <em>&#8222;der unangenehmste Teil dieses Themas abgeräumt&#8220;.</em></p>



<p>Es hat leider<strong> nicht geklappt.</strong></p>



<p>Heute will Köppler von Transparenz <strong>nichts mehr wissen: </strong>Wer wann im &#8222;Chalet&#8220; ausschenkt, welche privaten Geschäfte dort gemacht werden &#8211; das sei allein <strong>Sache des Vereins</strong>. Den Vertrag, den die Stadt vor Jahren mit dem Vereinsring/Baltruschat geschlossen hat, erklärt er <strong>zur</strong> <strong>Verschlusssache</strong>: Nicht einmal die Stadtverordneten dürfen ihn sehen.</p>



<p>Gibt es Gründe für <strong>das gebrochene Transparenz-Versprechen?</strong> Die Antwort, die als erstes gegeben wird:<strong> Kumpanei unter Genossen</strong>. Das <strong>&#8222;Chalet&#8220;</strong> wurde aufgestellt, als im Rathaus noch <strong>die SPD</strong> das Sagen hatte:<strong> Gisela Stang </strong>war Bürgermeisterin, der Baudezernent hieß <strong>Wolfgang Winckler</strong>. Und <strong>Wulf Baltruschat</strong> saß damals als SPD-Stadtrat im Magistrat (er wechselte erst zur CDU, nachdem <strong>Christian Vogt Bürgermeister</strong> geworden war).</p>



<p>Es gibt auch ein sichtbares Zeichen der<strong> Klüngelwirtschaft im Magistrat</strong>: Das ist der <strong>Kühlanhänger</strong>, den Baltruschat auf dem Untertorplatz <strong>dauergeparkt</strong> hat.</p>



<p><strong>Köppler im Juli: </strong>Der Anhänger sei zu laut, <em>“ein anderer Standort muss gesucht werden”</em>.</p>



<p><strong>Köppler heute: </strong>schweigt. Der Kühlanhänger steht <strong>unverändert</strong> da.</p>



<p>Vor einigen Wochen berief der <strong>SPD-Dezernent</strong> kurzfristig<strong> ein Treffen des Ortsbeirats Kernstadt</strong> ein. Das Gremium muss eigentlich öffentlich tagen, aber in diesem Fall traf man sich <strong>konspirativ</strong>: Baltruschat wollte <strong>angeblich alle Fragen</strong> beantworten.</p>



<p>Nur eine <strong>Handvoll Ortsbeiratsmitglieder</strong> konnte den kurzfristig anberaumten Termin wahrnehmen. Viel habe Baltruschat <strong>nicht gesagt</strong>, erzählten sie hinterher. Mehr als das, was im <strong>Hofheim/Kriftel-Newsletter</strong> zu lesen war, habe man nicht erfahren. <strong>Eher weniger.</strong></p>



<p>So geht das immerzu. Seit mehr als einem Jahr <strong>quält</strong> <strong>sich</strong> <strong>die Stadtpolitik </strong><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/25/stadtverordnete-polizist-drohung/">mit dem Thema</a> ab, längst ist vielen die ganze Angelegenheit nur noch<strong> peinlich</strong>: Ein Ende der Debatte soll endlich her.</p>



<p>Der Ortsbeirat, des Dauerthemas <strong>sichtlich überdrüssig</strong>, schlug zuletzt mehrheitlich vor, den Weinstand <strong>einfach dort zu belassen</strong>, wo er ist. Dann wäre vielleicht<strong> Ruhe</strong>.</p>



<p>Als sich letzte Woche der Bauausschuss damit befassen musste, versuchten <strong>Bettina Brestel </strong>(Grüne), <strong>Barbara Grassel</strong> (Linke) und <strong>Tanja Lindenthal</strong> (BfH) noch einmal, <strong>die versprochene Transparenz</strong> von Stadtrat Köppler einzufordern. Prompt bekam CDU-Mann <strong>Frank Härder</strong> einen seiner berüchtigten <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/24/7-hofheim-geschichten/#forst20230923">Fiesling-Anfälle</a>: Lindenthal führe <em>&#8222;einen persönlichen Kleinkrieg&#8220;</em> gegen Baltruschat, giftete er, damit müsse endlich Schluss sein.</p>



<p><strong>&#8222;Victim Blaming&#8220; </strong>würden Kriminologen zu Härders Verhalten sagen: typische <strong>Täter-Opfer-Umkehr</strong>. Wir erinnern uns: Lindenthal hatte vor gut einem Jahr den <strong>&#8222;Chalet&#8220;-Standort </strong>leise in Frage gestellt, worauf Baltruschat ihr schriftlich drohte, sie und ihren Verein<strong> aus seinem Vereinsring</strong> zu werfen. Als die Frau dies <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">öffentlich</a> machte, zeigte Baltruschat sie <strong>bei der Polizei</strong> an. Der Fall ist noch immer <strong>bei der Justiz anhängig</strong>.</p>



<p>An diesem Mittwoch soll das Stadtparlament <strong>endgültig entscheiden,</strong> ob der Weinstand bleiben darf. Es wird zugleich eine <strong>Feuerprobe</strong> für <a href="https://www.spd-hofheim.de/personen/tobias-undeutsch/" target="_blank" rel="noopener">Tobias Undeutsch,</a> den die <strong>SPD als ihren Bürgermeisterkandidaten</strong> nominiert hat:</p>



<p>Hat der Mann <strong>Rückgrat</strong> und fordert <strong>die versprochenen umfassenden Informationen</strong> von &#8222;seinem&#8220; Dezernenten ein?</p>



<p>Oder <strong>duckt er sich mit seiner SPD weg</strong> und lässt weiterhin <strong>Klüngelwirtschaft im Magistrat</strong> zu?</p>



<p><strong>Christian Vogt </strong>wird es bestimmt <strong>mit Interesse</strong> beobachten.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Protest gegen eine 12-monatige Vollsperrung, die es nicht gibt</h2>



<p>Die <strong>Straßenbaubehörde &#8222;Hessen Mobil&#8220;</strong> hat neue Pläne für einen <strong>Radweg entlang der L&nbsp;3011</strong> zwischen Hofheim und Lorsbach erstellt: Das finden alle gut. Gleichzeitig soll <strong>die Straße ausgebessert</strong> und teilweise verbreitert werden: Das finden viele gar nicht gut.</p>



<p>Das Stadtparlament muss sich deshalb heute <strong>mit zwei Protestnoten</strong> befassen, die als Anträge eingereicht wurden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Radweg-Lorsbach-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="357" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Radweg-Lorsbach-1.jpg" alt="Radweg Lorsbach 1" class="wp-image-51153" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Radweg-Lorsbach-1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Radweg-Lorsbach-1-300x167.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Seite aus den Planungsunterlagen von Hessen-Mobil mit einem Foto der L&nbsp;3011.</figcaption></figure>
</div>


<p>Dazu muss man wissen: Der Radweg ist <strong>seit fast 40 Jahren</strong> in Planung, wurde immer wieder versprochen und manchmal sogar konkret angekündigt. In einer alten <a href="https://www.fr.de/rhein-main/main-taunus-kreis/radweg-nach-lorsbach-kommt-11631423.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Frankfurter Rundschau&#8220;</a> finden wir unter der Überschrift <em>&#8222;Radweg nach Lorsbach kommt&#8220;</em> eine Information der damaligen <strong>Hofheimer Stadtverwaltung</strong>: &#8222;<em>2017 soll mit dem Bau begonnen werden.&#8220;</em></p>



<p>In einem <a href="https://www.mtk.org/statics/ds_doc/downloads/190617_MassnahmenkatalogMTK_reduziert.pdf" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Maßnahmenkatalog zum Radverkehrskonzept Main-Taunus-Kreis&#8220;</a> aus dem <strong>Jahr 2019</strong> wird angekündigt: <em>&#8222;Baubeginn evtl. 2020&#8220;</em>.</p>



<p>Und passiert ist: nichts. <strong>Bis heute nicht.</strong></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Radweg-Lorsbach-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="358" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Radweg-Lorsbach-2.jpg" alt="Radweg Lorsbach 2" class="wp-image-51154" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Radweg-Lorsbach-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Radweg-Lorsbach-2-300x168.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Und so stellt sich &#8222;Hessen Mobil&#8220; den Radweg vor: Er soll &#8211; von Lorsbach kommend &#8211; links neben der Fahrbahn der L&nbsp;3011 verlaufen.</figcaption></figure>
</div></div>
</div>



<p>Doch nun ist &#8222;Hessen Mobil&#8220; <strong>wieder aktiv</strong> geworden. Ein <strong>Planfeststellungsverfahren</strong> wurde eingeleitet, die Pläne sind derzeit <a href="https://rp-darmstadt.hessen.de/veroeffentlichungen-und-digitales/oeffentliche-bekanntmachungen/verkehr/strassen/13112024-endausbau-der-l3011-inklusive-geh-und-radweg-in-hofheim" target="_blank" rel="noopener">im Internet</a> einsehbar. Wer will, kann Einwendungen erheben. Wichtig: Letzter Termin ist der <strong>27. Dezember.</strong></p>



<p>Einige Lorsbacher reagieren auf &#8222;Hessen Mobil&#8220; <strong>allergisch</strong>, man kann&#8217;s verstehen. Die Straßenbaubehörde hat erst kürzlich <strong>die L&nbsp;3011 direkt vor der Ortseinfahrt</strong> erneuert, weil die Fahrbahn <strong>in den angrenzenden Bachlauf</strong> abzurutschen drohte. <strong>Über ein Jahr</strong> dauerten die Bauarbeiten, fast ebenso lange war die Straße <strong>komplett gesperrt</strong>. Der <strong>Leidensdruck der Lorsbacher</strong> soll enorm gewesen sein, ihre Klagen jedenfalls waren <strong>unüberhörbar</strong>.&nbsp;</p>



<p>Damals gründete sich das <a href="https://www.facebook.com/p/Aktionsb%C3%BCndnis-L3011-100086720382635/" target="_blank" rel="noopener">Aktionsbündnis L&nbsp;3011</a>, eine Art Bürgerbewegung, die gegen das Vorgehen der Landesbehörde kämpfte. Es hätte nach<strong> Abschluss der Bauarbeiten</strong> aufgelöst werden können, wurde aber jetzt wieder aktiviert: Die Lorsbacher Stadtverordneten <strong>Barbara Grassel</strong> von den Linken und <strong>Andreas Nickel</strong> von den Freien Wählern formulierten <strong>eine geharnischte Protestnote</strong>:</p>



<p><strong>Die Lorsbacher Bevölkerung</strong> habe das neue Projekt <em>&#8222;mit größter Betroffenheit&#8220;</em> zur Kenntnis genommen: Das Projekt stehe <em>&#8222;außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit&#8220;</em>, der Ausbau der Straße sei <em>&#8222;völlig unnötig&#8220;</em> und<em> &#8222;ökonomisch mehr als bedenklich&#8220;</em>&#8230; <strong>Eine weitere Vollsperrung</strong> <em>&#8222;über mindestens 12 Monate&#8220;</em> bringe <strong>das gesellschaftliche und geschäftliche Leben</strong> in Ort <em>&#8222;endgültig zum Erliegen&#8220;</em>.</p>



<p><strong>Jetzt kurz</strong> <strong>innehalten</strong>, bitte! <strong>Durchatmen</strong> ist angesagt!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Aktionsbuendnis.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="566" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Aktionsbuendnis.jpg" alt="Aktionsbuendnis" class="wp-image-51254" style="width:636px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Aktionsbuendnis.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Aktionsbuendnis-300x212.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/Aktionsbuendnis-768x543.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So wirbt das Aktionsbündnis L&nbsp;3011 für Protest gegen eine einjährige Vollsperrung, die es nicht geben soll.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Protestnote enthält offensichtlich <strong>gravierende</strong> <strong>Fehler</strong>. Es verwundert, dass die Fraktionen von<strong> CDU, SPD und BfH</strong> sie dennoch mitunterschrieben haben. Die einzige Erklärung:<strong> In weniger als 100 Tagen</strong> wird in Hofheim ein neuer Bürgermeister gewählt, und die drei Parteien haben jeweils<strong> einen eigenen Kandidaten</strong> aufgestellt. Wie das vor Wahlen so ist: Da reden die Politiker dem Volk gerne nach dem Mund&#8230;</p>



<p>Inzwischen hat der zuständige Dezernent im Rathaus, <strong>Daniel Philipp </strong>(Grüne) eine Stellungnahme verfasst. Danach stellt sich die Sachlage <strong>völlig anders </strong>dar:</p>



<p><strong>Von einer unmittelbar bevorstehenden Sperrung</strong> kann keine Rede sein. Ein Baubeginn, so Philipp, sei allenfalls <em>&#8222;in etwa fünf bis zehn Jahren&#8220;</em> realistisch.</p>



<p>Wir reden also <strong>von Bauarbeiten im Jahr 2030</strong>. Oder in <strong>2035</strong>.</p>



<p>Dann soll es auch keine Vollsperrung <em>&#8222;über mindestens zwölf Monate&#8220;</em> geben: Laut Philipp dauert <strong>die Vollsperrung zwei- bis drei Monate.</strong></p>



<p>Aber warum soll die Straße überhaupt <strong>ausgebaut</strong> werden? Sie scheint doch<strong> in einem guten Zustand</strong> zu sein?</p>



<p><strong>Die Breite und Linienführung der L 3011</strong> entsprächen nicht mehr den heutigen Richtlinien, schreibt der Erste Beigeordnete. Und die vor wenigen Monaten aufgetragene Asphaltdecke sei als <strong>Zwischenlösung</strong> gedacht: Es handele sich um eine <em>&#8222;Verschleißschicht&#8220;</em>, die &#8222;<em>nach einigen Jahren erneuert werden muss&#8220;.&nbsp;</em></p>



<p>Soweit die Fakten. Das Stadtparlament muss sich jetzt dennoch mit dem <strong>Antrag der fünf Fraktionen </strong>befassen. Gefordert wird, dass Hessen Mobil das Planfeststellungsverfahren sofort einstellt und <strong>nur noch den Radweg</strong> plant.</p>



<p>Die als <strong>Autofahrer-Partei</strong> bekannte FDP sieht das &#8211; wenig überraschend &#8211; etwas anders. Sie hat einen eigenen Antrag eingebracht, der allerdings auch <strong>nicht von Sachkenntnis</strong> zeugt: Eine erneute Vollsperrung sei den Lorsbachern <em>&#8222;so kurz danach&#8220;</em> nicht zuzumuten, heißt es darin.<strong> Die Erneuerung der L 3011</strong> lehnt man nicht ab, sie müsse <em>&#8222;auf unbestimmte Zeit&#8220; </em>verschoben werden. Der Bau eines Radweges dagegen solle <em>&#8222;mit unverminderter Kraft&#8220;</em> vorangetrieben werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-2.jpg" alt="Stadtwald" class="wp-image-23804" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-2.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/09/20220924-Heinrichsweg-2-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Heinrichsweg von Hofheim nach Lorsbach. Es wurden bereits viele Bäume gefällt, als die L 3011 vor Lorsbach komplett gesperrt war: Im Notfall sollten Rettungsfahrzeuge durch den Wald fahren können. </figcaption></figure>
</div>


<p><strong>In dem Antrag der fünf Fraktionen heißt es noch</strong>: Wenn ein reiner Radweg nicht zeitnah gebaut wird, soll eine <strong>Streckenführung</strong> <strong>über den Heinrichsweg</strong> geprüft werden. Also durch den Stadtwald.</p>



<p>Ein solcher Vorschlag dürfte <strong>keine Chancen</strong> haben, denn der Kreis hat <strong>vor fünf Jahren</strong> festgestellt: <em>&#8222;Der Forstweg ,Heinrichsweg&#8216; ist aufgrund der schlechten Oberflächenqualität, der geringen sozialen Kontrolle, der schlechten Sichtverhältnisse, der Nutzungskonflikte mit Reitern und Spaziergängern sowie den Höhenunterschieden für den Alltagsradverkehr nur bedingt geeignet.&#8220;</em></p>



<p>Inzwischen hat sich auch die <strong>Radler-Protestgruppe</strong> <a href="http://www.hofheimbewegtsich.org" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Hofheim bewegt sich&#8220;</a> zu Wort gemeldet. Man freue sich natürlich wenn neue Radwege gebaut würden, sehe den Straßenausbau dagegen kritisch &#8211; aus ökologischer Sicht und weil eine breitere Straße <strong>zu höheren Geschwindigkeiten</strong>&nbsp;einlade. Der <strong>Heinrichsweg</strong> sei überhaupt <strong>keine Alternative</strong>, auch nicht vorübergehend: Ein Ausbau käme<strong> einer Straße im Wald</strong> gleich &#8211; <strong>abgelehnt</strong>!</p>



<p>Immerhin macht <strong>&#8222;Hofheim bewegt sich&#8220;</strong> einen konkreten Vorschlag: Bis der Radweg fertig ist, sollte auf der L 3011 <strong>Tempo 60</strong> gelten. Dazu <strong>Blitzer</strong>, damit sich Autofahrer auch daran halten: <em>&#8222;Das würde die Sicherheit für Radfahrende und den motorisierten Verkehr verbessern.&#8220;</em></p>



<p>Das klingt gut und wäre wahrscheinlich <strong>leicht umsetzba</strong>r. Aber garantiert gibt&#8217;s jede Menge Stadtverordnete, die <strong>strikt dagegen</strong> sind:</p>



<p>Dass Autofahrer <strong>langsamer</strong> fahren sollen &#8211; <strong>das geht natürlich gar nicht!</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vogt vs. Köppler &amp; Das erfundene Chaos bei den Kita-Geldern</h2>



<p>Es war eine fette <strong>Schlagzeile in der Lokalzeitung</strong>, sie stand ganz oben auf der ersten Seite des Lokalteils und lautete: <em>&#8222;Chaos bei Abrechnungen für Kita-Kosten&#8220;.</em> Etwas kleiner darunter: &#8222;<em>Fehler in Köpplers Dezernat / Stadt zahlt Trägern 500 000 Euro zu viel&#8220;</em>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Kita-problem-pixabay.jpg" alt="Kita problem" class="wp-image-47677" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Kita-problem-pixabay.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/10/Kita-problem-pixabay-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Symbolbild, das die Situation in den Hofheimer Kitas treffend wiedergibt: Viele Räume stehen leer, weil Personal fehlt. </figcaption></figure>
</div>


<p>Heute steht fest: Die Redaktion war einer &#8211; vermutlich <strong>gezielt</strong> gestreuten &#8211; <strong>Falschinformation</strong> aufgesessen. Hinter dem vermeintlichen Chaos steckt <strong>ein offenes Zerwürfnis</strong> zwischen <strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>(CDU) und <strong>Stadtrat Bernhard Köppler</strong> (SPD).</p>



<p>Der <strong>CDU-Bürgermeister</strong> hat dem <strong>SPD-Mann</strong> das schwierige <strong>Kita-Thema</strong> aufgebürdet, und der steht seitdem<strong> vor einem Berg unlösbarer Probleme</strong>. Verkürzt dargestellt: In der Stadt fehlen bekanntlich <strong>Dutzende Erzieherinnen und Erzieher</strong>. Viele Räume bleiben <strong>deshalb ungenutzt</strong>. Trotzdem fordern die Stadtverordneten unverdrossen<strong> immer neue Kitas</strong>. Doch selbst wenn sie gebaut würden, bliebe das Dilemma: <strong>Es fehlt an Kita-Personal,</strong> wie überall&#8230;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/2024/12/10/51109/20241118-chaos-im-kreisblatt/"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="211" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241118-Chaos-im-Kreisblatt.jpg" alt="20241118 Chaos im Kreisblatt" class="wp-image-51165" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241118-Chaos-im-Kreisblatt.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241118-Chaos-im-Kreisblatt-300x79.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241118-Chaos-im-Kreisblatt-768x203.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Überschrift am 18. November: Die Lokalzeitung berichtet über angebliche &#8222;Fehler in Köpplers Dezernat&#8220;. Inzwischen ist klar: Hier handelt es sich eher um eine Zeitungsente.</figcaption></figure>
</div>


<p>Eltern, die keinen Kita-Platz für ihr Kind bekommen haben, haben sich zu einer <a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630" target="_blank" rel="noopener">Bürgerinitiative</a> zusammengetan. So etwas macht Politiker <strong>erfahrungsgemäß</strong> <strong>nervös</strong>; Christian Vogt, der im März <strong>wiedergewählt</strong> werden will, sei inzwischen sogar <strong>hypernervös</strong>, berichten Rathausmitarbeiter. Zeitweise drängte er sich in die Kita-Themen, merkte aber <strong>schnell</strong>, dass man damit<strong> keinen Blumentopf</strong> gewinnen kann. Es gibt eben <strong>keine schnellen Lösungen.</strong></p>



<p>Erschwerend kommt hinzu, dass der Kita-Fachbereich seit Monaten <strong>unter enormen Personalmangel</strong> leidet. Fürs Personal im Rathaus zuständig:<strong> der Bürgermeister. </strong>Lange Zeit &#8211; einige in der Stadtverwaltung sagen: <strong>viel zu lange</strong> &#8211; sah Vogt zu, wie sich der SPD-Mann <strong>abstrampelte</strong>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241105-Chaos-im-Kreisblatt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="185" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241105-Chaos-im-Kreisblatt.jpg" alt="20241105 Chaos im Kreisblatt" class="wp-image-51164" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241105-Chaos-im-Kreisblatt.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241105-Chaos-im-Kreisblatt-300x69.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/12/20241105-Chaos-im-Kreisblatt-768x178.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bereits am 5. November wollte die Lokalzeitung Chaos in den Kitas erkannt haben: Auch damals steckte CDU-Bürgermeister Christian Vogt dahinter (<a href="https://hk-newsletter.de/2024/10/04/vogts-neue-kita-statistik/">hier</a>)</figcaption></figure>
</div>


<p>Als die<strong> Eltern-Proteste</strong> aufkamen, griff Vogt ein: Die <strong>Kita-Finanzen</strong> werden seitden in der Finanzabteilung des Rathauses bearbeitet, die dem Bürgermeister unterstellt ist. Dort wurde festgestellt, dass <strong>Rückforderungsansprüche</strong> gegenüber den privaten Kita-Trägern in Höhe von <strong>einer halben Million Euro</strong> bestehen.</p>



<p>Vogt ließ umgehend eine <strong>Magistratsvorlage</strong> zu dem Vorgang erstellen (Aktenzeichen STV2024/141). Und so kam es, dass die <strong>dem Bürgermeister nahestehende Lokalzeitung</strong> die Schlagzeile erfand: <em>&#8222;Chaos bei den Abrechnungen&#8220;</em>. Und eben: &#8222;Fehler in Köpplers Dezernat&#8220;.</p>



<p>Der wehrt sich inzwischen <strong>gegen den Fehler-Vorwurf:</strong> <em>„Dass es Ansprüche auf Nachzahlungen und Rückforderungen gibt, ist gängige Praxis.&#8220; </em>Die Stadt habe vertragsgemäß Geld an die Kitas ausgezahlt, abgerechnet werde dann stets am Jahresende. <strong>Corona-Pandemie</strong> habe einiges durcheinander gebracht, dazu eine geänderte <strong>Gesetzgebung</strong>, eine Umstellung im <strong>Rechnungswesen</strong>&#8230; All das habe <strong>zu offenen Rückforderungen</strong> geführt. Nie habe die Gefahr bestanden, dass die Ansprüche der Stadt verfallen.</p>



<p>Der Vorgang hätte also <strong>verwaltungsintern</strong> schnell geklärt werden können. Aber dann hätte der CDU-Bürgermeister den SPD-Dezernenten ja<strong> nicht öffentlich vorführen</strong> können&#8230;</p>



<p>Im <strong>Stadtparlament</strong> stehen heute gleich mehrere Kita-Themen auf der Tagesordnung: Es geht um einen Antrag auf <strong>Umorganisation der Betreuung</strong>, um mehr Kinder aufnehmen zu  können (wird wohl nichts werden), um die <strong>Einführung einer zentralen Platzvergabe</strong> (soll Anfang 2025 passieren), um das <strong>Aufstellen von Kita-Container</strong> auf Plätzen in der Innenstadt (nicht möglich), um die <strong>Einrichtung von zwei Waldkitagruppen</strong> an der Viehweide (wird gemacht, dauert mindestens 10 Monate)&#8230;</p>



<p>Insgesamt steht acht Kita-Themen auf der Tagesordnung, die bereits <strong>in zwei Kita-Sondersitzungen</strong> ausführlich vorbesprochen wurden. Im Stadtparlament könnten sie also, wenn man nur wollte, <strong>ganz schnell</strong> abgehandelt werden.</p>



<p>Und nach der Sitzung hätte sich Hofheims Stadtverordnete ganz entspannt <strong>zum Umtrunk treffen</strong> können.</p>



<p>Aber will das derzeit <strong>überhaupt jemand?</strong></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2024/12/10/kein-umtrunk-chalet-kita-lorsbach/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wochenend-News: Burleske um Kita-Not, Eltern-Aufstand &#038; geplatzte Träume</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/03/24/kita-not-und-eltern-aufstand/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2024/03/24/kita-not-und-eltern-aufstand/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmann Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Henninger Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=40732</guid>

					<description><![CDATA[Wenn wir die täglichen Mitteilungen des Rathauses lesen oder die allwöchentlichen Internet-Videos des Bürgermeisters anschauen, wähnen wir Hofheim auf einer Insel der Glückseligkeit. Hier dagegen gibt's aktuelle und exklusive News ohne rosaroten Zuckerguss: Kita-Notstand, Behördenversagen, Eltern-Aufstand, geplatzte Träume, Müll auf dem Kapellenberg... Vor dem Start in die Osterferien: ein ungefilterter Blick auf die Realität.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Wenn wir die Pressemitteilungen lesen, die das Rathaus tagtäglich verschickt, wähnen wir Hofheim auf einer Insel der Glückseligkeit. Die Nachrichten der letzten Woche: Nahkauf-Geschäfte eröffnen, Stadtteiltreffs werden gebaut, die Sonnenschirme kehren zurück, das Marxheim-Museum wird eingeweiht&#8230; Dazu schüttet der CDU-Bürgermeister <strong><strong>allwöchentlich</strong></strong></strong> <strong>einen rosaroten Farbeimer über die Stadt: In seinen &#8222;Freitagvideos&#8220; erzählt er</strong> <strong>von einer &#8222;wunderschönen Woche&#8220;, in der alles ganz toll, wunderbar und voller Harmonie war. Hier dagegen erleben Sie das Kontrastprogramm: Kita-Notstand, Behördenversagen, Eltern-Aufstand, geplatzte Träume, Müll auf dem Kapellenberg&#8230; Vor dem Start in die Osterferien: ein ungefilterter Blick auf die Realität in der Stadt.</strong></p>
</p>
<p></p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Kita-Notstand I:&nbsp;Dorftheater um einen Bauwagen</h2>
</p>
<p><strong>Verzweifelten Eltern</strong> auf die Schnelle <strong>beistehen</strong> – das war <strong>der Plan</strong>. Und er klang <strong>gut</strong>:</p>
</p>
<p>In Lorsbach herrscht <strong>ein dramatischer Mangel an Kitaplätzen</strong> – das ist seit langem bekannt. <strong>Zur Linderung der schlimmsten Not </strong>sollte ein kleiner <strong>Waldkindergarten</strong> eingerichtet werden. Und dafür sollte ein <strong>Bauwagen</strong> angeschafft werden.</p>
</p>
<p>Das dürfte nicht allzu kompliziert sein, oder? Doch wir sind in Hofheim: <strong>Vorhang auf</strong> zu einer <strong>Behörden-Burleske</strong>, die wir eher in einem <strong>Dorftheater</strong> erwartet hätten!</p>
</p>
<p>Bereits im<strong> März 2023</strong> – also vor einem Jahr! – legten die Stadtverordneten den Standort fest, wo ein <strong>Kindergarten-Bauwagen</strong> aufgestellt werden soll: am Ende der Straße &#8222;Am Lorsbacher Kopf&#8220;, auf dem sogenannten „<strong>Holzfällerplatz“</strong>, also direkt<strong> am Waldrand.</strong></p>
</p>
<p>Die <strong>Vorschriften</strong> sind eindeutig und nicht sonderlich überraschend: Bevor ein Bauwagen am Waldrand aufgestellt werden darf, muss die <strong>Forst- und die Naturschutzbehörde</strong> zustimmen. Und weil Strom-und Wasserleitungen benötigt werden, muss auch die <strong>MTK-Bauaufsichtsbehörde</strong> ihre Genehmigung geben.</p>
</p>
<p><strong>Hofheims Magistrat</strong> übernahm. Damit fingen <strong>die</strong> <strong>Probleme</strong> an.</p>
</p>
<p>Im Rathaus &#8222;regieren&#8220; <strong>Christian Vogt</strong> <strong>als CDU-Bürgermeiste</strong>r und Chef der Behörde und <strong>Bernhard Köppler</strong> <strong>als SPD-Beigeordneter</strong> und zuständiger Kita-Dezernent. Es gibt auch einen <strong>Ersten Beigeordneten</strong>, den wir fairerweise (noch) außen vor lassen wollen: <strong>Daniel Philipp </strong>von den Grünen ist erst seit Anfang des Jahres im Amt.</p>
</p>
<p>Das <strong>Duo Vogt/Köppler</strong>, der eine <strong>Jurist</strong>, der andere <strong>Architekt</strong>, sollte wissen, wie man einen Bauwagen <strong>durchs bürokratische Gestrüpp</strong> manövriert. Denken wir. Das ist <strong>ein Fehler</strong>.</p>
</p>
<p>Der Platz für den Bauwagen wurde, wie gesagt, im <strong>März 2023</strong> festgelegt.</p>
</p>
<p>Der Auftrag an eine Firma, einen Bauwagen für eine Kita-Gruppe herzurichten, ging <strong>im August 2023</strong> raus!</p>
</p>
<p>Wie: erst im August? Ja, wirklich wahr: <strong>fast ein halbes Jahr später</strong>!</p>
</p>
<p>Die Firma versprach, sich zu beeilen: Eine Fertigstellung wurde für <strong>Dezember 2023</strong> angekündigt.</p>
</p>
<p><strong>Kurzes</strong> <strong>Zwischenfazit</strong>: Im<strong> März 2023</strong> wurde der Platz für den Waldkindergarten festgelegt – erst im <strong>August 2023</strong> wurde der Wagen bestellt – im<strong> Dezember 2023</strong> sollte er fertig sein.</p>
</p>
<p><strong>Ein</strong> <strong>Waldkindergarten</strong> <strong>als</strong> <strong>Weihnachtsgeschenk für Lorsbachs Kita-Eltern: </strong>Wäre es so gekommen, dann wäre zwar <strong>nicht</strong> <strong>alles</strong> <strong>gut</strong>. Aber vermutlich hätte <strong>keiner</strong> <strong>was</strong> <strong>gesagt</strong>.</p>
</p>
<p>Jetzt ist ein Jahr um, wir haben <strong>März 2024</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Der Baukinderwagen ist immer noch nicht da.</strong></p>
</p>
<p>Und es geht <strong>noch</strong> <strong>weiter</strong>.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Lorsbach-Bauwagen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="732" height="231" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Lorsbach-Bauwagen.jpg" alt="Kita" class="wp-image-40735" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Lorsbach-Bauwagen.jpg 732w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Lorsbach-Bauwagen-300x95.jpg 300w" sizes="(max-width: 732px) 100vw, 732px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hier soll der Kita-Bauwagen aufgestellt werden – wenn denn die zuständigen Behörden ihr &#8222;go&#8220; gegeben haben. Die Fläche wurde aufgeschottert, obwohl eine Baumaßnahme im Waldgebiet ohne Genehmigung nicht erlaubt ist. Die Linken fragen, es klingt süffisant: &#8222;Ist es mit der Vorbildfunktion der öffentlichen Hand vereinbar, im Vorgriff auf ausstehende Genehmigungen vollendete Tatsachen zu schaffen?&#8220;</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Eine wache Stadtverwaltung</strong> hätte gleich nach der Bestellung des Bauwagens die <strong>Zustimmung</strong> <strong>der</strong> <strong>Forst- und Naturschutzbehörde</strong> eingeholt. Und zwar <strong>umgehend</strong>, ohne Zeit zu verlieren: Die Angelegenheit <strong>pressiert</strong> schließlich.</p>
</p>
<p>Hat man im Hofheimer Rathaus aber <strong>nicht getan.</strong></p>
</p>
<p>Erst im <strong>Dezember</strong> <strong>letzten</strong> <strong>Jahres</strong> wurde der Bauantrag bei der <strong>Kreisverwaltung</strong> gestellt. Dabei wurde übersehen: Eine Baugenehmigung gibt&#8217;s nur, wenn <strong>die forstrechtlichen Genehmigungen </strong>vorliegen. Die aber waren noch <strong>nicht einmal beantragt</strong>.</p>
</p>
<p>Die <strong>Untere Naturschutzbehörde</strong> wurde erst <strong>Ende Januar dieses Jahres</strong> &#8222;eingeweiht&#8220;. Und erst im <strong>Februar</strong> wurde ein Antrag bei der <strong>Unteren Jagd- und Fischereibehörde</strong> eingereicht.</p>
</p>
<p>Warum so lange gewartet wurde? Das wollen wir nicht fragen. Dafür kann&#8217;s <strong>keine vernünftige Erklärung</strong> geben.</p>
</p>
<p>Wir wollen uns hier auch nicht <strong>mit fremden Federn schmücken</strong>: Dass wir die <strong>Chronologie des behördlichen Totalversagens</strong> so genau kennen, ist <strong>Barbara Grassel und Bernd Hausmann</strong> zu verdanken. Die beiden <strong>Stadtpolitiker</strong> <strong>der</strong> <strong>Linken</strong> sind in Lorsbach beheimatet, haben sich der <strong>Kita-Misere</strong> angenommen und <strong>piesacken</strong> den Magistrat fortwährend mit Fragen. Im <strong>August</strong> letzten Jahres reichten sie den ersten Fragenkatalog zum geplanten Waldkindergarten ein, im <strong>Januar</strong> den zweiten, jetzt einen <strong>dritten</strong>. So sorgten sie dafür, dass <strong>die</strong> <strong>Wahrheit</strong> Stück für Stück <strong>aufgedeckt</strong> wurde.</p>
</p>
<p>Jetzt, wo das <strong>Versagen im Rathaus</strong> offensichtlich ist, wacht auch die <strong>CDU</strong> auf. Und zeigt sich ob des <strong>amtlichen Schlendrians</strong> erkennbar angesäuert:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Mit großem Erstaunen&#8220;</em> habe man erfahren, dass es <em>&#8222;zu weiteren Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Waldkindergartens kommt&#8220;,</em> heißt es in einer <strong>Anfrage</strong> (Akt.-Zeichen STV2024/036), die am <strong>8. März</strong> geschrieben wurde und <strong>vom</strong> <strong>Magistrat</strong> beantwortet werden soll.</p>
</p>
<p>Der Bauwagen sei im <strong>Dezember</strong> <strong>fertiggestellt</strong> worden und <em>&#8222;hätte kurzfristig in Betrieb genommen werden können&#8220;,</em> schreibt <strong>CDU-Fraktionschef Michael Henninger</strong>. Er ließ <strong>FDP-Fraktionschefin Michaela Schwarz</strong> seine Fragen mitunterzeichnen: Warum wurde der Bauantrag für den Bauwagen erst im Dezember 2023 gestellt? Warum wurde <strong>die notwendige Genehmigung der Forstbehörde</strong> nicht früher beantragt?</p>
</p>
<p>Was nicht dabei steht: Die Fragen haben sich CDU-Henninger und FDP-Schwarz <strong>nicht selbst ausgedacht</strong>. Es handelt sich um ein klassisches <strong>Plagiat</strong>: Die Fragen haben sie <strong>bei den Linken &#8222;geklaut&#8220;</strong>: Grassel/Hausmann hatten exakt <strong>die gleichen Fragen</strong> an den Magistrat geschickt, zuletzt am <strong>2. März</strong> dieses Jahres.</p>
</p>
<p>Natürlich spricht nichts dagegen, wenn die <strong>CDU und die FDP</strong> jetzt – endlich! –  <strong>die richtigen Fragen</strong> stellen und dem Magistrat – hoffentlich! – Antworten abverlangen. Aber<strong> eine Quellenangabe</strong> wäre nur anständig gewesen.</p>
</p>
<p>Jetzt sind wir <strong>gespannt</strong>, was der Magistrat sagt: <strong>Wir bleiben dran!</strong></p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Kita-Notstand II: Eltern planen den Aufstand</h2>
</p>
<p>Wenn so viel über den <strong>Lorsbacher Kita-Notstand </strong>geredet und geschrieben wird, dann liegt&#8217;s vor allem daran, dass in dem kleinen Ortsteil <strong>ein paar aktive Lokalpolitiker</strong> das Thema immer wieder <strong>auf die Tagesordnung</strong> bringen (siehe oben). Dabei sieht&#8217;s anderswo im Stadtgebiet <strong>nicht</strong> <strong>besser</strong> aus, nur zeigen sich die betroffenen<strong> </strong>Eltern <strong>eher</strong> <strong>brav und zurückhaltend</strong> – bis jetzt:&nbsp;</p>
</p>
<p>Auf <strong>Facebook</strong> wurde eine neue Gruppe gegründet: <a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630/?links=821122106517417" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Betreuungsplätze in Hofheim</a>&#8220; nennt sie sich, innerhalb weniger Stunden meldeten sich <strong>mehr als 100 Mitglieder</strong> an. <a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630/user/100000079527739/" target="_blank" rel="noopener">Zoe Fee</a>, die Initiatorin der Gruppe, schreibt: <em>&#8222;Mein Ziel ist es, das wichtige Thema Kinderbetreuung (U3 und Kindergarten) in unserer Stadt unübersehbar zu machen, so dass die Politik endlich nicht mehr drum herumkommt, diesem Thema eine höhere Priorität zu geben.&#8220;</em></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://www.facebook.com/groups/819383310024630/?links=821122106517417" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="335" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Betreuungsplaetze-202403.jpg" alt="Betreuungsplaetze 202403" class="wp-image-40788" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Betreuungsplaetze-202403.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Betreuungsplaetze-202403-300x157.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der Facebookseite der neuen Guppe &#8222;Betreuungsplätze für Hofheim&#8220;. </figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Schon wird darüber diskutiert, ob man <strong>Demos, Petitionen und weitere Aktivitäten</strong> organisieren sollte. Und deutlich wird auch, dass nicht nur fehlende Plätze <strong>das</strong> <strong>Problem</strong> sind, sondern auch die <strong>Kommunikation der Stadtverwaltung:</strong> weil die <strong>nicht proaktiv</strong> informiert, sondern Eltern viel zu lange <strong>im Unklaren</strong> lässt, ob sie einen Platz für ihr Kind bekommen. <em>&#8222;Aus meiner Erfahrung muss man die Einrichtungen selber immer wieder kontaktieren. Das gilt auch, wenn man Absagen bekommen hat. So bleibt man im Gedächtnis, falls dann doch mal Plätze frei werden&#8220;</em>, schreibt <strong>eine Frau</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Ein anderes Ärgernis</strong>: der &#8222;Auswahlprozess&#8220;. <em>&#8222;Meiner Meinung nach fehlt da die Transparenz&#8220;,</em> moniert eine Mutter. Und <strong>ein Vater</strong> fragt: <em>&#8222;Was sind die Kriterien, die für eine Zusage oder Absage entscheidend sind?&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Ein drohender Eltern-Aufstand</strong> wird im Rathaus gar nicht gerne gesehen. Die Stadtspitze versucht bereits, <strong>die erwachenden Proteste</strong> einzudämmen: Hofheims Stadtrat für Kinderbetreuung, <strong>Bernhard Köppler</strong>, meldete sich prompt bei der Gruppen-Administratorin. Er wünscht einen <strong>Austausch</strong>. Es ist nicht zu erwarten, dass er <strong>Lösungsvorschläge</strong> mitbringt – die hätte er längst umsetzen können/müssen.</p>
</p>
<p>Was also will er?</p>
</p>
<p><strong>In der Politik</strong> läuft das gewöhnlich so: Die <strong>&#8222;Rädelsführer&#8220;</strong> <strong>des Aufstands </strong>werden <strong>identifiziert</strong> – und dann möglichst schnell <strong>ruhig</strong> <strong>gestellt</strong>. In diesem Fall beispielsweise: <strong>mit einem Kita-Platz.</strong></p>
</p>
<p><strong>Abwarten, wie&#8217;s weitergeht&#8230;</strong></p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Bahnhof Wallau&#8220;: Ob das Millionen-Projekt noch kommt?</h2>
</p>
<p><strong>Es ist eines dieser Mega-Projekte, von denen Lokalpolitiker in höchsten Tönen schwärmen: die &#8222;Wallauer Spange&#8220;. Eigentlich sollten die Bauarbeiten im nächsten Jahr beginnen. Jetzt wurden sie verschoben – erst einmal auf 2026. Ob&#8217;s dann was wird? Sicher ist das keineswegs. </strong></p>
</p>
<p><strong>&#8222;Wallauer Spange&#8220;</strong> – hinter diesem etwas eigentümlichen Namen verbirgt sich <strong>eine geplante Bahnverbindung </strong>zwischen der Landeshauptstadt<strong> Wiesbaden</strong> und dem <strong>Frankfurter Flughafen.</strong> Schon <strong>in drei Jahren</strong> sollte sie fertig sein: <strong>Auf</strong> <strong>einer vier Kilometer langen Trasse</strong> sollte der „Hessen-Express“ mit drei Verbindungen pro Stunde fahren. <strong>Fahrzeit: 16 Minuten</strong> (statt heute ca. 30 Minuten).</p>
</p>
<p>Wo ein <strong>Zug</strong> fahren soll, muss auch ein <strong>Bahnhof</strong> her: Geplant war, ihn auf <strong>besten landwirtschaftlichen Flächen</strong> in der Wallauer Wallachei zu errichten, mitsamt einem gewaltigen <strong>Busbahnhof</strong> (mit acht bis zehn Haltestellen) und einem riesigen <strong>Park&amp;Ride-Parkhaus</strong> (für bis zu 500 Autos).</p>
</p>
<p>Dass ein paar Landwirte <strong>murrten</strong>, konnte die Macher <strong>nicht</strong> <strong>stoppen</strong>.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="404" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof.jpg" alt="Wallauer Spange Bahnhof" class="wp-image-40754" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof-300x152.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Bahnhof-768x388.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">So soll das Millionen-Projekt &#8220; &#8222;Bahnhof in Wallau&#8220; aussehen – wenn denn die Bahn eines Tages eine neue Strecke zwischen Wiesbaden und Frankfurter Flughafen baut.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Über die Kosten</strong> reden Politiker nicht gerne. Wir tun&#8217;s: Die Bahn will den Ausbau der Strecke bezahlen. Für die Kosten der <strong>Bahnhofsanlage</strong> (plus <strong>Zubringerstraßen</strong>) müssen und wollen <strong>Wiesbaden</strong> und <strong>Hofheim</strong> (mit je 40 Prozent) sowie <strong>Hochheim</strong> (20 Prozent) aufkommen.&nbsp;</p>
</p>
<p><strong>2020</strong> war von <strong>7 Millionen Euro</strong> die Rede.</p>
</p>
<p><strong>2021</strong> verschickte die Stadt Hofheim ein Foto, das <strong><strong>die stolzen Bürgermeister</strong> </strong>bei der Vertragsunterzeichnung zeigt.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="220" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Buergermeister.jpg" alt="Wallauer Spange Buergermeister" class="wp-image-40752" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Buergermeister.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Wallauer-Spange-Buergermeister-300x103.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sie unterzeichneten den Millionen-Deal: Hofheims Bürgermeister Vogt (Mitte), Wiesbadens Oberbürgermeister Mende (li.) und Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt (re). Das Bild entstand 2021 – damals hieß es noch, die Stadt Hofheim sei mit rund 3 Millionen dabei.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>2022</strong> hatten sich die Kosten bereits mehr als verdoppelt: Sie wurde mit <strong>15 Millionen Euro </strong> beziffert.</p>
</p>
<p>Seither sind wieder <strong>zwei Jahre</strong> ins Land gegangen. Es dürfte <strong>kaum</strong> <strong>günstiger</strong> geworden sein, <strong>im Gegenteil&#8230;</strong></p>
</p>
<p>Es wird natürlich <strong>Zuschüsse</strong> geben. Aber ein <strong>Milllionen-Betrag</strong> wird auf alle Fälle an den <strong>Hofheimer Steuerzahlern</strong> hängen bleiben.</p>
</p>
<p>Und natürlich werden, wenn erst alles fertig ist, <strong>&#8222;Betriebskosten&#8220;</strong> anfallen. Über deren Höhe schweigt man sich aus: <strong>Informationen gibt&#8217;s bisher keine.</strong></p>
</p>
<p>Die &#8222;Wallauer Spange&#8220; sei ein<em> „entscheidender Mosaikstein für die Verkehrswende im Rhein-Main-Gebiet“</em>, posaunte Bürgermeister Vogt. Dummerweise läuft bei solchen <strong>Millionen-Projekten</strong> <strong>selten</strong> alles nach Plan. Mitte der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Bahn <strong>Verluste in Milliardenhöhe</strong> einfährt. Aber das soll angeblich <strong>nicht die Ursache</strong> für den Stopp der &#8222;Wallauer-Spange&#8220; sein: Es soll, so heißt es, <strong>Verzögerungen</strong> <strong>im</strong> <strong>Genehmigungsprozess</strong> gegeben haben. Deshalb werde <strong>der Baubeginn</strong> auf <strong>2026</strong> verschoben – <strong>erst einmal.</strong></p>
</p>
<p>Das heißt zugleich: Frühestens ab <strong>Ende</strong> <strong>2028</strong> – also wohl eher <strong>ab</strong> <strong>2029</strong> – könnten <strong>die ersten Züge</strong> auf der neuen Strecke fahren.</p>
</p>
<p><strong>Reflexartig</strong> die Reaktionen der <strong>Lokalpolitiker</strong>: Man messe der <strong>&#8222;Wallauer Spange&#8220; </strong>eine &#8222;<em>erhebliche verkehrsrelevante als auch wirtschaftliche Bedeutung&#8220;</em> zu, schreibt die <strong>Koalition im Hofheimer Stadtparlament </strong>und klagt: <strong>Eine Verzögerung</strong> bedeute &#8222;<em>einen herben Rückschlag für die Mobilität der Bürger in Wallau und Umgebung inklusive Wiesbadens und Darmstadt&#8220;.</em></p>
</p>
<p>Die drei Fraktionsvorsitzenden <strong>Michael Henninger (CDU)</strong>, <strong>Michaela Schwarz (FDP) </strong>und <strong>Andreas Nickel (FWG) </strong>haben Fragen formuliert, die der Magistrat beantworten soll. Viel Neues ist nicht zu erwarten: &#8222;<em>Bleibt es beim geplanten Baubeginn in 2025?&#8220; </em>lautet eine Frage.  Die Antwort wissen wir bereits, sie ist inzwischen auch auf der Bahn-Webseite <a href="https://www.wallauer-spange.de/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Wallauer Spange&#8220;</a> zu lesen.</p>
</p>
<p>Wörtlich heißt es da: <em>&#8222;Der nach heutigem Stand geplante Baubeginn ist in Abhängigkeit des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2026 möglich.&#8220;</em></p>
</p>
<p><em>&#8222;Nach heutigem Stand&#8220;</em> und <em>&#8222;in Abhängigkeit des Planfeststellungsverfahren&#8220;</em> – solche Formulierungen verraten: Sicher ist noch nichts. </p>
</p>
<p><strong>Bis 2026 kann noch viel passieren!</strong></p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Schwarzer Folien-Müll: Magistrat muss Farbe bekennen</h2>
</p>
<p>Die <strong>&#8222;Bürger für Hofheim&#8220;</strong> haben ein Thema aufgegriffen, über das der Hofheim/Kriftel-Newsletter wiederholt berichtet hat: Was hat es mit <strong>der schwarzen Folie</strong> auf sich, die an etlichen Stellen in <strong>Vorderheide II </strong>herumliegt und vergammelt? <strong>Kunststoffmüll</strong> in einem faktischen <strong>Vogelschutzgebiet</strong>: Wer ist verantwortlich, wer kümmert sich darum?</p>
</p>
<p><strong>Hintergrund: </strong>Die <strong>Investoren</strong>, die hier ein <strong>Luxusbaugebiet</strong> anlegen wollten, hatten mit der Folie das Gebiet eingezäunt – so sollten <strong>Eidechsen</strong> <strong>verbannt</strong> <strong>werden</strong>. Als der Bebauungsplan vom Bundesverwaltungsgericht endgültig <strong>gekippt</strong> wurde, kümmerten sie sich nicht mehr drum.</p>
</p>
<p>Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtete erstmals vor einem Jahr: Der <strong>Bauhof</strong> hatte begonnen, <strong>Teile</strong> <strong>der Folie</strong> abzubauen. Wir hatten damals nachgefragt, wer für die Kosten aufkomme: die <strong>Stadt</strong> (und damit wir <strong>Steuerzahler</strong>) oder die <strong>Investoren</strong>? Im Rathaus gab man sich <strong>ahnungslos</strong>: Das müsse noch geklärt werden, <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/10/vorderheide-und-die-schwarze-folie/">hieß es</a>.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/20230303-Vorderheide.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="415" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/20230303-Vorderheide.jpg" alt="Vorderheide" class="wp-image-29434" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/20230303-Vorderheide.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/03/20230303-Vorderheide-300x195.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das war vor einem Jahr: MItarbeiter des Bauhofs bauen einen Teil des Anti-Eidechsen-Zauns ab. </figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Solche <strong>Klärungsprozesse</strong> können in Hofheims Stadtverwaltung lange dauern. Ein halbes Jahr später war man immer noch <strong>nicht schlauer</strong>, da lautete die Antwort der Stadtverwaltung:<em> &#8222;Die Kosten trägt die Kreisstadt Hofheim am Taunus, bis die Kostenübernahme abschließend geklärt ist.“&nbsp;</em></p>
</p>
<p>Der BfH reicht&#8217;s offenbar, sie reichte <strong>die drängenden Fragen</strong> ganz offiziell ein: Warum liegt noch immer <strong>Müll</strong> <strong>im faktischen Vogelschutzgebiet</strong> herum? Warum hat der Bauhof <strong>jede Menge Folien-Reste</strong> liegen gelassen? Und natürlich auch: Wer kommt für die <strong>Müllbeseitigung</strong> auf? Etwa die Stadt?</p>
</p>
<p>Mal schauen, ob der Magistrat diesmal <strong>eine Antwort</strong> gibt.</p>
</p>
<p><strong>Und wann.</strong></p>
</p>
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="424" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide-2-Zaun-e1711123676441.jpg" alt="Vorderheide 2 Zaun e1711123676441" class="wp-image-40744" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide-2-Zaun-e1711123676441.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide-2-Zaun-e1711123676441-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">So sieht&#8217;s noch immer im faktischen Vogelschutzgebiet auf dem Kapellenberg aus.</figcaption></figure>
</div>
</div>
</p>
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="424" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide1-Zaun.jpg" alt="Vorderheide1 Zaun" class="wp-image-40745" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide1-Zaun.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/03/Vorderheide1-Zaun-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Überall liegen Reste der Folie herum, mit der die Investoren das Gebiet umzäunt hatten.</figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
</p>
<p class="has-text-align-right" style="font-size:10px">Fotos: Leser (4), Stadt Hofheim (2)</p>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<figure class="wp-block-embed">
<div class="wp-block-embed__wrapper">
https://www.wallauer-spange.de/
</div>
</figure>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2024/03/24/kita-not-und-eltern-aufstand/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>7 Hofheim-News: Weinbude, Judokas im Chinon-Center, Strafen für Stadtverordnete&#8230;</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/02/03/7-hofheim-news/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2024/02/03/7-hofheim-news/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 10:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Carletta Stefano]]></category>
		<category><![CDATA[Frey Dr. Patrick]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Dr. Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Osypka Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Tawakoli Dawud]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Völker Thomas]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=38513</guid>

					<description><![CDATA[Zum Start in die neue Woche: Heute gibt es für Sie sieben Berichte mit interessanten Hintergrundinformationen aus dem Stadtgeschehen, die sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen – nur im Hofheim/Kriftel-Newsletter.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Zum Start in die neue Woche: Heute gibt es für Sie sieben Berichte mit interessanten Hintergrundinformationen aus dem Stadtgeschehen, die sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen – nur im Hofheim/Kriftel-Newsletter.</strong></p>
</p>
<p></p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Top-Thema in Hofheim: die Beerdigung eines Baugebiets</h2>
</p>
<p>Nach dem ersten Monat im neuen Jahr haben wir einen schnellen Blick in das<strong> Analysetool dieser Webseite</strong> geworfen. Ein Blogbeitrag wurde <strong>innerhalb von nur wenigen Stunden</strong> tausendfach angeklickt – das zeigt, dass das Thema die Menschen in der Kreisstadt stark interessiert:</p>
</p>
<p><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/30/auf-den-gleichen-ist-tot/">Natur darf leben: Mega-Baugebiet „Auf den Gleichen“ ist tot!</a> – der Bericht wurde inzwischen<strong> mehr als 3.600 Mal </strong>aufgerufen und setzte sich damit an die<strong> Spitze der meistgelesenen Berichte</strong> dieses Jahres.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="651" height="800" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg" alt="Screenshot 20240204 18 00" class="wp-image-38598" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00.jpg 651w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Screenshot-20240204-18-00-244x300.jpg 244w" sizes="(max-width: 651px) 100vw, 651px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot vom Analysetool (zum Vergrößern anklicken): Die Kurve zeigt die Zahl der täglichen Seitenaufrufe, darunter die meistgelesenen Berichte.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Auf Platz 2:</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/28/krankenhaus-hofheim-und-insolvenz/">Geheimpapier empfiehlt: Krankenhaus Hofheim sollte in die Insolvenz gehen</a> (2.800 Aufrufe).</p>
</p>
<p><strong>Auf Platz 3: </strong><a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Es geht um CDU-Baltruschat: Strafanzeige gegen eine BfH-Stadtverordnete</a> (2.450 Aufrufe).</p>
</p>
<p>Insgesamt registrierte das <strong>Analysetool</strong> in diesem Jahr <strong>26.690 Seitenaufrufe</strong>.</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Weinbude im Stadtparlament: Magistrat soll handeln!</h2>
</p>
<p>Am nächsten Mittwoch tagt die <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> zum ersten Mal in diesem Jahr. Echte <strong>Aufreger</strong> sind auf der Tagesordnung nicht zu erkennen. Allenfalls drei Themen klingen <strong>etwas</strong> <strong>prickelnder</strong>: </p>
</p>
<p>Das <strong>Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220; </strong>wird vermutlich, wie letztens vom <strong>Bauausschluss</strong> empfohlen, endgültig abgelehnt. Bitter für die <strong>Bauunternehmer </strong><a href="http://frank.de" target="_blank" rel="noopener">Frank</a><strong> </strong>und<strong> </strong><a href="https://www.weiss-projekte.com/" target="_blank" rel="noopener">Weiss</a>, die mit ihren Plänen richtig Kasse machen wollten. Aber natürlich <strong>sehr</strong> <strong>gut für Natur und Umwelt</strong>.</p>
</p>
<p>Sodann geht&#8217;s um <strong>den umstrittenen Weinstand &#8222;Chalet&#8220;</strong> des Vereinsrings. Es soll aber nicht über die <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">Drohmails</a> und die <a href="https://hk-newsletter.de/2024/01/21/stadtverordnete-und-strafanzeige/">Strafanzeige</a> gesprochen werden, mit denen <strong>CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat</strong> als <strong>Vorsitzender des Vereinsrings</strong> versucht, die <strong>BfH-Stadtverordnete Tanja Lindenthal </strong>mundtot zu machen.</p>
</p>
<p>Thema ist diesmal: Der Magistrat will demnächst die <strong>Wasserleitungen</strong> <strong>zur</strong> <strong>Weinbude</strong> unter die Erde verlegen –<strong> für teures Geld</strong> aus der Stadtkasse, obwohl der Weinstand auch für <strong>Privatgeschäfte</strong> genutzt wird. Die <strong>Grünen</strong> haben dazu einen Antrag eingereicht: <em>&#8222;Bevor hier Strukturen dauerhaft installiert werden&#8220;</em>, soll der <strong>Magistrat</strong> prüfen, <strong>ob es für die Holzhütte nicht einen geeigneteren Standort gebe.</strong></p>
</p>
<p>Da soll wohl der <strong>Hund die Wurst bewachen</strong>! Im Magistrat sitzt schließlich <strong>Wulf</strong> <strong>Baltruschat</strong>. Ob der CDU-Mann auch seinen <strong>Magistratskollegen</strong> mit Konsequenzen droht, wenn sie <strong>nicht</strong> <strong>so</strong> <strong>spuren</strong>, wie er es <strong>verlangt</strong>?</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg" alt="Chalet 202312" class="wp-image-37113" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Chalet-202312-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hofheimer Blickfang: Das Türmchen mit der Holzhütte, die sich &#8222;Chalet&#8220; nennt.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Schließlich fordern die<strong> Bürger für Hofheim</strong> (BfH) eine Prüfung, wie man die Ortsteile besser<strong> mit dem öffentlichen Nahverkehr </strong>(ÖPNV) vernetzen könnte. Sie nennen Beispiele: Von <strong>Wildsachsen</strong> zum <strong>Diedenbergener</strong> <strong>Sportplatz</strong> brauche man mit dem Auto <strong>10 Minuten</strong>, mit dem ÖPNV <strong>über eine Stunde</strong>. Oder: Von <strong>Lorsbach</strong> zum <strong>Marxheimer Bürgerhaus</strong> dauert&#8217;s mit dem Auto <strong>14 Minuten</strong>,  mit Bus und Bahn <strong>drei Mal so lange</strong>.</p>
</p>
<p>Bei derart langen Fahrzeiten werde der ÖPNV nicht als attraktiv empfunden, schreibt die BfH, und schlägt den <strong>Einsatz einen &#8222;Ortsteil-Rundbusses&#8220;</strong> vor.</p>
</p>
<p><strong>Die Sitzung des Stadtparlaments beginnt am Mittwoch, 7. Februar, um 18 Uhr in der Stadthalle.</strong> Wer Hofheims <strong>Lokalpolitiker &#8222;in action&#8220; </strong>erleben möchten, darf <strong>zuhören</strong> (nicht mitreden).</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Bücherei: Langzeit-Schließung nach Kurzzeit-Überflutung</h2>
</p>
<p>Vor etlichen Wochen hatte die <strong>Linke Barbara Grassel</strong> im Rathaus nachgefragt, was es mit dem <strong>Wasserschaden in der Bücherei </strong>auf sich habe. Die Antwort klang wie<strong> </strong><em>&#8222;alles halb so schlimm&#8220;</em>: Von<em> &#8222;temporärer Überlastung&#8220; </em>bei einem <strong>Starkregen am 17. August</strong> war die Rede, von<em> &#8222;kurzzeitiger Überflutung&#8220; </em>im System der Lüftungs- und Klimaanlage&#8230;</p>
</p>
<p>Die <strong>Kurzzeit-Überflutung</strong> führt nun zu einer <strong>Langzeit-Schließung</strong>: Fast 14 Tage bleibt die Bücherei dicht! Eine <strong>Gipskarton-Abkofferung der Lüftungs- und Klimaanlage</strong> habe Schaden genommen, und auch <strong>Teile des Bodenbelags im Untergeschoss </strong>seien beschädigt, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Folge: Die Bücherei muss <strong>vom 9. bis 21. Februar geschlossen</strong> bleiben. Also anderthalb Wochen lang!</p>
</p>
<p>Danach, heißt es im Rathaus, sollte ein solcher Schaden <strong>nicht wieder vorkommen</strong>: <em>&#8222;Durch zusätzliche sanitäre Sicherungsmaßnahmen wurde zwischenzeitlich sichergestellt, dass zukünftige Starkregensituationen hier keinen Schaden verursachen können.</em>”</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Teure Miete I: Judo-Club will ins Chinon-Center</h2>
</p>
<p>Früher war hier ein<strong> China-Restaurant</strong>, dann ein <strong>Corona-Testcenter</strong> – seitdem herrscht <strong>Leerstand</strong>: Die Geschäftsräume im <strong>Obergeschoss des Chinon-Centers</strong> wurden vor genau zwei Jahren <strong>als teuerste Gewerbeimmobilie</strong> angeboten. Jetzt scheint ein ernsthafter Interessent gefunden: Der <strong>Judoclub Hofheim</strong> will einziehen. Das allerdings sorgt für einigen Trouble.</p>
</p>
<p>Kurze Rückblende: Im <a href="https://hk-newsletter.de/2021/01/05/restaurant-fuer-8850-euro-zu-vermieten/">Januar 2021</a> wurde das Objekt – 440 Quadratmeter – für <strong>6.600 Euro</strong> angeboten (15 Euro/Quadratmeter). Dazu Nebenkosten in Höhe von <strong>1.980 Euro</strong>. Das war wohl etwas zu happig: Kein Mieter fand sich.</p>
</p>
<p>Im letzten Jahr lag der Preis bei nur noch <strong>10,90 Euro pro Quadratmeter</strong>, gleichzeitig wurden die Nebenkosten auf <strong>2.775 Euro</strong> erhöht: Macht eine <strong>Warmmiete von&nbsp;7.555 Euro</strong> –&nbsp;immerhin <strong>1000 Euro weniger</strong>&nbsp;als zwei Jahre zuvor.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="361" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402.jpg" alt="Chinon Center 202402" class="wp-image-38652" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Chinon-Center-202402-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Obergeschoss des Chinon-Centers möchte der Judo-Club einziehen.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Derzeit werden neben <strong>4.800 Euro Miete</strong> nur noch <strong>1.390 Euro für Nebenkosten</strong> aufgerufen. Und jetzt gibt&#8217;s wohl auch einen Interessenten:</p>
</p>
<p>Der <a href="https://www.jc-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">1. Judo-Club Hofheim 1977 e.V.</a> möchte im Chinon-Center sein <strong>Traningscenter</strong> – auch Dojo genannt – einrichten: Zwei <strong>Mattenflächen</strong> (150 und 80 Quadratmeter), dazu <strong>Umkleidekabinen</strong>, <strong>Duschen</strong>, ein Büro als <strong>Geschäftsstelle</strong> – für alles wäre Platz. <strong>Ernst Golla</strong>, der Vereinvorsitzende, schreibt in einem Brief an seine <strong>rund 280 Mitglieder</strong>:<em> &#8222;Geplant ist, dass wir nach erfolgreicher Umsetzung unser Vereinsangebot erweitern und Elemente wie Yoga, Rückenschule und Fitness etablieren. Zudem sehen wir die Möglichkeit, Kooperationen mit Kindergärten und Schulen aufzubauen, um Kurse anzubieten.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Hört sich toll an, hat nur <strong>einen kleinen Haken</strong>: Die hohen Kosten hätten zur Folge, dass die Mitgliedsbeiträge teilweise <strong>mehr als verdoppelt</strong> werden müssten. Kinder sollen künftig <strong>29 Euro</strong> (heute: 15 Euro) zahlen, Schüler <strong>34 Euro</strong> (15 Euro), Erwachsene <strong>39 Euro</strong> (20 Euro)&#8230;</p>
</p>
<p>Solche <strong>Preissteigerungen</strong> beunruhigen einige Eltern. Eine Familie schrieb an den Hofheim/Kriftel-Newsletter: <em>&#8222;Der Traum vom eigenen Vereinsraum ist verständlich, aber die Trainingsmöglichkeiten aktuell in der Heiligenstockschule sind auch sehr gut und modern.&#8220;</em> Ein Vater meldete sich: So <strong>toll</strong> die Lage und so <strong>großzügig</strong> die Räumlichkeiten auch seien –  <em>&#8222;hoffentlich verhebt sich der Verein nicht!&#8220;</em></p>
</p>
<p>Noch ist die Entscheidung nicht gefallen: Derzeit werden die <strong>Umbaukosten</strong> ermittelt, der Kreis muss die <strong>Nutzungsänderung</strong> <strong>der</strong> <strong>Gewerberäume</strong> genehmigen, und dann dürfte es sicher noch ein paar Monate dauern, bis aller fertig ist. Für den<strong> 6. März</strong> wurde eine <strong>Jahreshauptversammlung</strong> <strong>des Judo-Clubs </strong>angesetzt: Dann soll über das weitere Vorgehen <strong>entschieden</strong> werden.</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<div style="height:0px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Teure Miete II: Altstadt-Ladenlokal sucht Pächter</h2>
</p>
<p><strong>1-A-Lage </strong>direkt in der Fußgängerzone. <strong>Top-Terrasse</strong> am Rande der Hauptstrasse: So lockt das Feinkost-Geschäft und Cafe <strong>&#8222;Ciao Bella&#8220;</strong> in Hofheims Altstadt – nein, nicht neue Kunden, sondern einen <strong>potentiellen Pächter</strong>. Wird aber nicht billig!</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="410" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640.jpg" alt="Bella Ciao 202405 640" class="wp-image-38657" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Bella-Ciao-202405-640-300x192.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mitten in der Altstadt: Für die Eisdiele und das Feinkostengeschäft wird ein neuer Pächter gesucht.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Dawud Tawakoli </strong>hatte den Laden vor knapp einem Jahr von <strong>Stefano Carletta</strong> übernommen: Der eröffnete<strong> Ende letzten Jahres</strong> ein paar hundert Meter weiter im ehemaligen &#8222;Sugar Mum&#8220;-Laden eine Filiale seiner Bad Homburger <strong>„Drogheria“</strong>, wo er<strong> italienische Spezialitäten </strong>anbietet.</p>
</p>
<p>Tawakoli hat jetzt Anzeigen im Internet veröffentlicht, sucht einen Pächter für das <strong>&#8222;Ciao Bella&#8220;</strong>: Er preist den Laden als <em>&#8222;sehr gut laufenden Betrieb&#8220;</em> an, mit einem<em> &#8222;einzigartigen erfolgreichen Konzept&#8220; </em>und<em> &#8222;eine Gelateria mit Eis-Labor inkl. alle Produktionsgeräte&#8220;</em>. Und noch ein Goodie: Ein <em>&#8222;brandneues Markisen-System&#8220;</em> ermögliche<strong> einen ganzjährigen Betrieb</strong> am Straßenrand.</p>
</p>
<p>Das hat seinen <strong>Preis in Hofheim</strong>: Für das <strong>255 Quadratmeter</strong> große Objekt, davon 175 Quadratmeter Laden- und Gastraum, plus ein<strong> 2-Zimmer-Studio</strong> (<em>&#8222;voll modernisiert&#8220;</em>) verlangt er <strong>4.600 Euro</strong>. Dazu kommen <strong>Nebenkosten von 680 Euro</strong>. Drei Monatsmieten werden als <strong>Kaution</strong> fällig, und eine <strong>&#8222;faire Abstandszahlung&#8220;</strong> fürs Inventar sollte bitte auch gezahlt werden.</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">15.000 Euro für 85.000 Internet-Besuche</h2>
</p>
<p>Wissen, das die Welt nicht braucht, das aber auch nicht schadet: <strong>15.000 Euro</strong> zahlt die Stadt jährlich für <strong>17 öffentliche Wlan-Router</strong> im Stadtgebiet, teilte <strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>(CDU) im Haupt- und Finanzausschuss mit. <strong>85.683 Internet-Anmeldungen </strong>wurden im letzten Jahr registriert, das sind <strong>235 pro Tag</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Die drei bestgenutzten Stationen:</strong> <strong>Kellereiplatz</strong> (17.541 Anmeldungen), <strong>Stadtbücherei</strong> (11.868) und <strong>Rathaus</strong> (11.781).</p>
</p>
<p><strong>Schlusslichter</strong>: <strong>Wildsachsenhalle</strong> (1.646), <strong>Bücherei Wallau </strong>(905) und <strong>Jagdhaus Langenhain</strong> (792).&nbsp;</p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Stadtverordneter verlangt Bestrafung von Stadtverordneten</h2>
</p>
<p><strong>Über das Benehmen unserer Stadtverordnete</strong>n gab&#8217;s zuletzt<strong> nicht allzu viel Gutes</strong> zu berichten. Heftige <strong>Streitereien</strong> bis hin zu üblen <strong>Beschimpfungen</strong>, wichtigtuerische <strong>Auftritte</strong> – alles dabei. <strong>Nicht alle</strong> machten mit, das sei ausdrücklich betont<strong>, einige wenige </strong>trieben&#8217;s dafür umso doller.</p>
</p>
<p>Zuletzt konnte selbst die <strong>Lokalzeitung</strong> nicht länger wegschauen und titelte: <em>&#8222;Grenzwertige Streitkultur in der Stadtpolitik&#8220;</em>.&nbsp;</p>
</p>
<p><strong>Kultur?</strong> Na ja&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Andreas Nickel</strong>, als <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/">flammenwerfender Mail-Schreiber</a> auffällig geworden, verschickte Anfang des Jahres nochmals eine <strong>Rund</strong>-Mail an ausgesuchte Lokalpolitiker. &#8222;<em>Dem Kollektiv der Mandatsträger-/innen wurde ein nachhaltiger Ansehensschaden zugefügt”,</em> befand der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler (FWG). Der Mann, <strong>Polizist</strong> von Beruf, will die <strong>Schuldigen</strong> angeblich auch <strong>ermittelt</strong> haben:<em> &#8222;Verantwortlich zeichnen natürlich in erster Linie die Berichterstattenden und Kommentierenden im Internet sowie im Social-Media-Bereich.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Eine <strong>Mitschuld</strong> sieht Nickel – nein, <strong>nicht bei sich</strong>, natürlich nicht!, sondern bei <em>&#8222;Personen aus unserem Kreis</em>”. Diese Stadtverordneten hätten sich nicht <em>&#8222;an Absprachen zur Wahrung gewisser fairer Umgangsformen&#8220; </em>gehalten.</p>
</p>
<p>So darf es <strong>nicht</strong> <strong>weitergehen</strong>! Nickel fordert eine <strong>Sondersitzung des Ältestenrats</strong>, wofür er angeblich <em>&#8222;Zuspruch aus den Reihen der Oppositionsfraktionen&#8220;</em> erhalten habe. Außerdem verlangt der FWG-Mann eine <strong>Überprüfung der</strong> <strong>Geschäftsordnung</strong>: Stadtverordnete müssten <strong>bestraft</strong> werden können!</p>
</p>
<p><strong>Eine</strong> <strong>Maßregelung unbotmäßig erscheinender Stadtverordneten </strong>– das ist mal <strong>eine Idee</strong>! Was genau stellt sich Nickel da vor? Eine <strong>Geldstrafe?</strong> Oder – analog zum <strong>Strafenkatalog im Vereinsring</strong> – Ausschluss der ganzen Fraktion <strong>aus der erlauchten Runde der Lokalpolitiker?</strong></p>
</p>
<p><strong>Ein konkretes Strafmaß</strong> will Nickel nicht nennen. Nur so viel: <em>&#8222;Bestimmtes Fehlverhalten&#8220; </em>sei<em> &#8222;wirksam zu unterbinden und zu ahnden&#8220;.</em> </p>
</p>
<p>Die <strong>Zukunft des Stadtparlaments</strong> haben wir uns dann eher trist vorzustellen: Die einen wagen nichts mehr zu sagen, weil sie von <strong>Polizist Baltruschat</strong> <strong>Drohschreiben</strong> bekommen. Die anderen schweigen, weil <strong>Polizist Nickel</strong> ihnen bei mangelndem Wohlverhalten mit <strong>Bestrafung</strong> droht&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Willkommen</strong> in der Lokalpolitik der <strong>Kreisstadt Hofheim am Taunus!</strong> </p>
</p>
<p><strong>Die ersten Ausschusssitzungen</strong> im neuen Jahr haben übrigens stattgefunden. Gerne wollen wir <strong>lobend</strong> erwähnen, dass sich alle überraschend<strong> friedlich-freundlich</strong> gaben. <strong>Daniel Philipp von den Grünen</strong> absolvierte seine ersten Auftritte als neuer<strong> 1. Beigeordneter</strong>, und wir waren <strong>Zeugen:</strong></p>
</p>
<p>Es geht auch <strong>ohne Rüpeleien der Rathaus-Spitze</strong>!&nbsp; Das krawallige Getöse, mit denen <strong>Philipps Vorgänger</strong> regelmäßig ausgesuchte Stadtverordnete anfiel, blieb (bisher) aus.</p>
</p>
<p><strong>Und niemand hat&#8217;s vermisst!</strong></p>
</p>
<p>Nur <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (CDU) </strong>versuchte einmal kurz, <strong>Gift zu verspritzen:</strong> Er ging Philipp <strong>barsch</strong> an, weil der einen <strong>März-Termin</strong> noch nicht publik gemacht habe.</p>
</p>
<p>Philipp konterte <strong>ruhig-gelassen</strong>: Gemach, gemach! Er sei ja noch nicht <strong>einmal einen Monat im Amt.</strong></p>
</p>
<p><strong>Und Ruhe war.</strong></p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2024/02/03/7-hofheim-news/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>E-Mails wie Flammenwerfer: 2 Stadtverordnete fackelten Weihnachtsfrieden ab</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2023 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brestel Bettina]]></category>
		<category><![CDATA[Grassel Barbara]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Paulus Nadja]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Weber Ralf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=37480</guid>

					<description><![CDATA[Sie wollten ein Bild vorweihnachtlicher Friedfertigkeit bieten: In ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr zeigten sich einige Hofheimer Lokalpolitiker erkennbar um ein besseres Miteinander bemüht. Doch wenig später brannte der Weihnachtsbaum lichterloh: Zwei Stadtverordnete hatten E-Mails verschickt, deren Inhalte wie Flammenwerfer wirkten. Was verheißt das für das kommende Jahr?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>Sie wollten ein Bild vorweihnachtlicher Friedfertigkeit bieten: In ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr zeigten sich einige Hofheimer Lokalpolitiker erkennbar um ein besseres Miteinander bemüht. Doch wenig später brannte der Weihnachtsbaum lichterloh: Zwei Stadtverordnete hatten E-Mails verschickt, deren Inhalte wie Flammenwerfer wirkten. Was verheißt das für das kommende Jahr?</strong></p>
</p>
<p><strong>Für Hofheim sei es das Beste, </strong><em>&#8222;wenn wir unsere eigenen Egos etwas zurückstellen, unseren Fokus auf die Sachthemen setzen und im Interesse der Stadt und ihrer Bürger fruchtbare Diskussionen führen und gewissenhafte Entscheidungen treffen&#8220;.</em></p>
</p>
<p>So also sprach<strong> Wilhelm Schultze</strong> von der Wählergemeinschaft <strong>&#8222;Bürger für Hofheim&#8220;</strong> (<a href="https://xn--brger-fr-hofheim-jzbg.de/" target="_blank" rel="noopener">BfH</a>), die Botschaft war klar und unmissverständlich, und da dürfte niemand gewesen sein, der dem jungen Stadtverordneten <strong>die Ehrlichkeit seiner Gedanken </strong>hätte absprechen wollen.</p>
</p>
<p><strong>Wirklich niemand?</strong></p>
</p>
<p>Es war in der <strong>letzten Stadtverordnetenversammlung </strong>in diesem Jahr: Ein <strong>Zwei-Jahres-Haushalt</strong> wurde verabschiedet, <strong>700 Seiten</strong> voll gepfropft mit Zahlen – richtig <strong>viel zu sagen </strong>gab&#8217;s dazu allerdings nicht mehr, denn im Vorfeld war alles <strong>besprochen</strong> und <strong>festgezurrt</strong> worden. Eher aus alter Gewohnheit hatten alle Fraktionen Reden vorbereitet. Ein bisschen <strong>Etat-Prosa</strong>, diesmal angereichert mit <strong>Benimm-Poesie</strong>.</p>
</p>
<p>Vor Schultze hatte<strong> Bettina Brestel </strong>gesprochen: Die <strong>Grünen-Fraktionsvorsitzende</strong> äußerte den Wunsch, dass <em>&#8222;in Zukunft ein wenig mehr Gelassenheit im Umgang miteinander&#8220;</em> herrschen möge.</p>
</p>
<p>Wenig später ging <strong>Michaela</strong> <strong>Schwarz</strong> ans Rednerpult. Die <strong>FDP-Fraktionsvorsitzende </strong>appellierte: <em>&#8222;Wir sollten mit Respekt miteinander umgehen.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Das hörte sich noch gut an&#8230;</strong></p>
</p>
<p>Dann aber sagte sie auch: Man sei hier, um <strong>Hofheim voranzubringen</strong> – &#8222;<em>und nicht, um uns wie Laiendarsteller auf einer Schulbühne zu gebärden&#8220;.</em></p>
</p>
<p>Das war <strong>eine gezielte Attacke</strong> in Richtung Opposition, mit der die FDP-Frau ihren <strong>Ruf nach Respekt</strong> als<strong> billige Heuchelei</strong> selbst entlarvte. Verstärkt wurde dieser Eindruck wenig später durch <strong>E-Mails</strong>, die zwei Stadtverordnete an <strong>einen größeren Personenkreis</strong> verschickt hatten. Mit teils <strong>infamen</strong>, teils <strong>erfundenen</strong> Beschuldigungen<strong> gegen einzelne Lokalpolitiker</strong> fackelten sie den <strong>Weihnachtsfrieden</strong> in Hofheims Stadtpolitik ab.&nbsp;</p>
</p>
<p>Der <strong>FDP-Stadtverordnete Ralf Weber</strong> verschickte die erste E-Mail, ihr Inhalt ist mit<strong> &#8222;bösartig&#8220;</strong> noch <strong>nett umschrieben. </strong>Hier eine kleine Auswahl seiner Formulierungen, mit denen er<strong> die Arbeit der Oppositionsparteien</strong> im Stadtparlament belegt:</p>
</p>
<p><em>Unsäglich – verbohrt – bösartig – Pfui – Unwahrheit – Unterstellung – pure Propaganda – ekelhaft – unangemessen &#8211; justitiabel – Unverschämtheit – Halbwahrheiten – Schmutz&#8230;</em></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="450" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Ralf-Weber-202312.jpg" alt="Ralf Weber 202312" class="wp-image-37637" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Ralf-Weber-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Ralf-Weber-202312-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der FDP-Webseite: Ralf Weber, Makler von Beruf, äußert sich mit Vorliebe zur allerlei Bauthemen. Er ist bekennender Leser des Hofheim/Kriftel-Newsletters.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Man könnte die E-Mail <strong>in den untersten Ordne</strong>r verbannen oder, besser noch, gleich <strong>trashen</strong>: als Schmähwerk <strong>eines über 70-jährigen Mannes</strong>, der in seinem <strong>Furor gegen Andersdenkende</strong> jedes Maß verloren hat. Doch das Schreiben ist auch <strong>Spiegelbild</strong> <strong>eines</strong> <strong>Politikstils</strong>, der in Hofheim von zu vielen Lokalpolitikern <strong>goutiert</strong> wird. Ihre bisweilen offen gezeigte<strong> Freude</strong> am Niedermachen unliebsamer Meinungen verrät sie als<strong> Webers Komplizen im Geiste.</strong></p>
</p>
<p>Deshalb ist&#8217;s <strong>höchste Zeit</strong>, genau <strong>hinzuschauen</strong> und <strong>hinzuhören</strong>, auch und gerade jetzt in diesen Tagen, da uns allen <strong>Besinnlichkeit</strong> anempfohlen wird.</p>
</p>
<p><strong>Stille Nacht – gerne!</strong></p>
</p>
<p><strong>Aber Schweigen ist keine Option:</strong></p>
</p>
<p><strong>Willy Brandt</strong>, der große <strong>Sozialdemokrat</strong>, <strong>Bundeskanzler</strong> und <strong>Friedensnobelpreisträger</strong>, hat mal gesagt: <em>&#8222;Wer Unrecht lange geschehen lässt, bahnt dem nächsten den Weg.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Seine Worte haben auch <strong>nach 30 Jahren</strong> nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">FDP-Mann fällt per E-Mail über Frauen her</h2>
</p>
<p><strong>Ralf Weber</strong> hatte einige seiner <strong>Injurien</strong> schon einige Tage vorher in einer <strong>Sitzung des</strong> <strong>Bauausschusses</strong> von sich gegeben, derart <strong>hemmungslos</strong>, dass <strong>Ausschuss-Vorsitzender Patrick von Rosen</strong> erkennbar <strong>fassungslos</strong> sagte: &#8222;<em>Ich fange an, mich zu schämen.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Wobei die <strong>Schmerzgrenze des CDU-Mannes</strong> sehr hoch liegen muss: Etliche <strong>Weber-Ausfälle</strong> hatte er zuvor <strong>unbeanstandet</strong> durchgehen lassen.</p>
</p>
<p><strong>Ralf Weber</strong> gehört mit seiner<strong> FDP zur &#8222;Regierungs-Koalition&#8220; </strong>in der Kreisstadt. Seine <strong>Fraktionskollegen</strong> wie auch der g<strong>rößere Koalitions-Partner</strong> <a href="https://www.cdu-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>CDU</strong></a> lassen ihn stets <strong>unwidersprochen</strong> gewähren. Dem Beobachter drängt sich sogar der Eindruck auf, dass sich <strong>Abgeordnete der Koalition</strong> daran ergötzen, wenn der Mann verbal <strong>ausrastet</strong>.</p>
</p>
<p>Da ist keiner, der Weber <strong>zur Räson zu bringen versucht.</strong></p>
</p>
<p>Da ist keiner, der dem Mann <strong>die Rote Karte zeigt.</strong></p>
</p>
<p><strong>Kumpanei in Koalition:</strong> Sie lassen ihn einfach <strong>gewähren</strong>.</p>
</p>
<p>Ein aktuelles Beispiel aus der <strong>Dezember-Sitzung des Bauausschusses</strong>:</p>
</p>
<p>Weber hatte <strong>den</strong> <strong>Vorschlag</strong> gemacht, dass man die <strong>Katharina-Kemmler-Straße</strong> (die Straße vor der Feuerwehr)<strong> geradeaus weiterbauen</strong> solle, über Wiesen und Felder hinweg, in Richtung Kelkheim. Dann, so seine Begründung, werde <strong>weniger Verkehr </strong>über die<strong> Niederhofheimer und Zeilsheimer Straße</strong> fahren.</p>
</p>
<p>Eine solche Idee kann<strong> </strong>man<strong> gut finden.</strong> Muss man aber nicht: Man kann die Idee <strong>auch <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> gut finden.</strong></p>
</p>
<p><strong>Nadja Paulus von der Grünen</strong> meldete sich zu Wort: Sie habe den <strong>Eindruck</strong>, sagte sie in ihrer <strong>ruhigen, bedächtigen Art</strong>, dass mit einer solchen Straße das<strong> umstrittene Baugebiet &#8222;Auf den Gleichen&#8220; </strong>erschlossen werden soll. Das <strong>Mega-Projekt</strong> mit mehr als <strong>400 Wohnungen</strong> hinter der Therme hatte die <strong>CDU</strong> kurz vor Jahresende noch schnell <strong>durchpeitschen</strong> wollen, die Planung aber wurde nach einem <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/05/milllionen-coup-eines-cdu-politikers/">Bericht im Hofheim/Kriftel-Newsletter</a> erst einmal <strong>vertagt</strong>.</p>
</p>
<p>Paulus hatte <strong>kaum ausgesprochen</strong>, da meldete sich <strong>Weber</strong>. Und begann sofort laut zu <strong>toben</strong>. Später verbreitete er auch per E-Mail:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Wie verbohrt muss man sein, wenn man dem politisch Andersdenkenden bösartig unterstellt, er würde nicht im Bürgerinteresse, sondern in einem anderen privaten Interesse handeln? Pfui, kann ich da nur sagen, ekelhaft ist das und unangemessen in jedem Fall und womöglich justitiabel.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Hat sich der <strong>FDP-Mann </strong>erst einmal <strong>in Rage</strong> geredet, kennt er <strong>kein</strong> <strong>Pardon</strong> mehr. Wir hatten das schon mal: <strong>Auffällig, dass der Mann nur über Frauen herfällt.</strong></p>
</p>
<p><strong>Zweites &#8222;Opfer&#8220; </strong>in der Weber-Mail:<strong> Barbara Grassel</strong> von den <a href="https://dielinke-mtk.de/hofheim-2/" target="_blank" rel="noopener">Linken</a>. Die <strong>moniert</strong> des Öfteren, dass der Magistrat privaten Investoren <strong>großzügig</strong> <strong>entgegenkomme</strong> (wofür es <strong>allerhand Beispiele</strong> gibt), dagegen andere Projekte <strong>sträflich vernachlässige</strong> (wofür es ebenfalls <strong>jede Menge Belege</strong> gibt).</p>
</p>
<p>Weber hält sich nicht mit <strong>Argumenten</strong> auf. Sein Schreiben klingt wie ein <strong>Niederbrüllen</strong>:<em> &#8222;Es ist eine Unverschämtheit, die Lauterkeit des Magistrats anzuzweifeln.&#8220;</em></p>
</p>
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="410" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Grassel-Barbara-202312.jpg" alt="Grassel Barbara 202312" class="wp-image-37549" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Grassel-Barbara-202312.jpg 410w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Grassel-Barbara-202312-192x300.jpg 192w" sizes="(max-width: 410px) 100vw, 410px" /><figcaption class="wp-element-caption">FDP-Mann Weber über Barbara Grassel (Linke): Unverschämtheit! </figcaption></figure>
</div>
</div>
</p>
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="409" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-Tanja-e1703013456890.jpg" alt="Lindenthal Tanja e1703013456890" class="wp-image-37551" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-Tanja-e1703013456890.jpg 409w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Lindenthal-Tanja-e1703013456890-192x300.jpg 192w" sizes="(max-width: 409px) 100vw, 409px" /><figcaption class="wp-element-caption">FDP-Mann Weber über Tanja Lindenthal (BfH): Ehrabschneidend!</figcaption></figure>
</div>
</div>
</p>
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="409" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Paulus-Nadja-202312-e1703013391261.jpg" alt="Paulus Nadja 202312 e1703013391261" class="wp-image-37554" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Paulus-Nadja-202312-e1703013391261.jpg 409w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Paulus-Nadja-202312-e1703013391261-192x300.jpg 192w" sizes="(max-width: 409px) 100vw, 409px" /><figcaption class="wp-element-caption">FDP-Mann Weber über Nadja Paulus (Grüne): Verbohrt! Pfui! </figcaption></figure>
</div>
</div>
</div>
</p>
<p>Und auch <strong>Tanja Lindenthal</strong> geht er frontal an. Die <strong>BfH-Stadtverordnete</strong> hatte unlängst gesagt, sie bekomme <em>&#8222;Drohmails von der CDU-Fraktion&#8220;</em> – ein <strong>Versehen</strong>, wie sie <a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/12/die-beste-entschuldigung-hofheims/">umgehend klarstellte</a>: Sie hatte sagen wollen, sie bekomme <strong>Drohmails </strong>von<strong> </strong><a href="https://hk-newsletter.de/2023/12/06/cdu-stadtrat-verschickt-drohmail/">CDU-Stadtrat Wulf Baltruschat</a>.</p>
</p>
<p>Ob des <strong>Mini-Versprechers</strong> pumpte sich Weber mit Empörung auf und verbreitete schriftlich: <em>&#8222;Ich bin fassungslos, dass so etwas Ehrabschneidendes öffentlich geäußert wird und sich im Nachhinein als pure Propaganda und Unwahrheit erweist.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Debatten-Kultur a la FDP-Weber</strong>. Und seine <strong>Liberalen</strong> lassen den Mann gewähren. <strong>Frau Schwarz,</strong> seine Fraktionsvorsitzende, die eben noch <strong>Respekt</strong> eingefordert hatte, sagte bisher<strong> keinen Ton</strong>.</p>
</p>
<p>Und auch der <strong>große FDP-Partner CDU </strong>duckt sich weg. <strong>Distanziert sich nicht. </strong>Schweigt einfach.</p>
</p>
<p><strong>Stille Nacht in Hofheims Lokalpolitik.</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">E-Mail von FWG-Nickel: So eifert er dem FDP-Mann nach</h2>
</p>
<p>Einen Tag nach Weber setzte sich <strong>Andreas Nickel </strong>an den Computer und verschickte ebenfalls eine E-Mail. Der Mann ist Vorsitzender der<strong> </strong><a href="https://fwg-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener">FWG-Fraktion</a> im Stadtparlament, die sich ebenfalls der Koalition mit der CDU anschloss. Vor vier Jahren wollte Nickel <strong>Bürgermeister der Kreisstadt</strong> werden.</p>
</p>
<p>Jetzt schrieb er an diverse <strong>Stadtverordnete</strong> und <strong>Magistratsmitglieder</strong>, dass er der Sitzung des Bauausschusses als <strong>Zuhörer</strong> beigewohnt habe: <em>&#8222;Die Wahrnehmungen – selbst aus der Distanz – haben doch starke Betroffenheit ausgelöst.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Nickel meint allerdings nicht <strong>Webers Pöbeleien</strong>: Er greift <strong>Nadja&nbsp;Paulus </strong>an.</p>
</p>
<p><strong>An dieser Stelle ein kurzer, aber wohl wichtiger Einschub:</strong> Um <strong>keine</strong> <strong>Missverständnisse</strong> aufkommen zu lassen – man könnte ja glauben, Frau Paulus habe Webers Straßenbau-Pläne <strong>in Grund und Boden verdammt</strong> –, um also<strong> alle Unklarheiten</strong> auszuräumen, wollen wir hier die <strong>Ausführungen von Frau Paulus</strong> zitieren – <strong>wortwörtlich!</strong></p>
</p>
<p>Frau Paulus hatte laut unserer Mitschrift im Bauausschuss gesagt:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Ich hab mir dieses neue Straßenbauprojekt genau auf der Karte angeschaut. Da ist mir aufgefallen, ich weiß nicht, ob ich die einzige bin, der das so auffällt, mir kam dabei der Gedanke, dass es weniger um die Entlastung der Anwohner von Zeilsheimer- und Niederhofheimer Straße geht, als vielmehr um die verkehrsmäßige Erschließung für das forcierte Baugebiet ,Auf den Gleichen&#8216;. Das wäre ja sehr komfortabel. Den Gedanken habe ich bekommen – Entschuldigung.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Weber tobt </strong>daraufhin (siehe oben): <em>&#8222;Entgleisung&#8220;</em> und <em>&#8222;pfui&#8220;</em> und <em>&#8222;ekelhaft&#8220;</em>.</p>
</p>
<p><strong>FWG-Mann Nickel</strong> schreibt in <strong>seiner Rund-Mail</strong>: Paulus&#8216; Aussagen seien <em>&#8222;aus meiner Sicht inhaltlich abstrus, klar inakzeptabel&#8220;</em>, und sie hätten <em>&#8222;vom Vorsitzenden&nbsp;durchaus auch gerügt werden können&#8220;.</em></p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="384" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Nickel-Andreas-202312.jpg" alt="Mail" class="wp-image-37545" style="width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Nickel-Andreas-202312.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Nickel-Andreas-202312-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gibt sich öffentlich als Biedermann und betätigt sich als Brandstifter: Andreas Nickel auf einem Flyer der Hofheimer FWG. </figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Auch sonst <strong>eifert</strong> der FWG-Mann dem FDP-Mann nach: Er <strong>klagt an</strong>, dass Mitglieder der Opposition den Hofheimer Magistrat <strong>kritisieren</strong> würden. Kleiner Unterschied: Während Weber eher <strong>schlichtes Vokabular </strong>bemüht, ergeht sich<strong> FWG-Mann Nickel regelmäßig in umständlich-unsinnigen Formulierungen</strong>. Er schreibt in seiner Rund-Mail:&nbsp;</p>
</p>
<p><em>&#8222;Das zweite, sich wiederholende Verhaltensmuster ist die von unbotmäßigem Verfolgungseifer geprägte Dauerattacke gegen den Magistrat und die Verwaltungsebene mit dem stets immanenten Vorwurf der unterlassenen oder fehlerhaften Aufgabenerledigung. Nichts gegen eine pointierte Spitze bei hoher Relevanz des Sachgegenstandes, wie befremdlich muss doch aber diese dauerhafte Gängelung gerade den hauptamtlich Tätigen erscheinen.&#8220;</em></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Selbstprofilierung und Diffamierung</h2>
</p>
<p>Jetzt haben wir <strong>kurz vor Weihnachten</strong>. Das Bild von einem ehrlichen <strong>Bemühen um Hofheim</strong>, das uns einige Stadtverordnete vermitteln wollten, wurde <strong>von der Realität geschreddert</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Die beiden E-Mails</strong> gingen an ein <strong>größeres Publikum</strong>: Weber wie auch Nickel schickten ihre Schreiben an ihre Parteifreunde sowie an CDU-Mitglieder, dazu an ausgewählte Stadtverordnete der <strong>Grünen</strong>, der <strong>SPD</strong> und der <strong>BfH</strong>.&nbsp; Auch <strong>Mitarbeiter</strong> <strong>der</strong> <strong>Stadtverwaltung bekamen das Schreiben zugesandt</strong>, darunter <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> (CDU) und der <strong>Beigeordnete Bernhard Köppler </strong>(SPD).</p>
</p>
<p>Die <strong>E-Mails</strong> wurden von Stadtverordneten an den <strong>Hofheim/Kriftel-Newsletter</strong> weitergeleitet – <strong>mehrfach</strong>.<strong> Die Empörung ist groß.</strong></p>
</p>
<p><em>&#8222;Das sind Hass-Mails! Einzelne Stadtverordnete sollen diskreditiert werden. Das empfinde ich als unerträglich&#8220;, </em>schreibt ein <strong>Lokalpolitiker</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Ein anderer Stadtverordneter </strong>schreibt: <em>&#8222;Machen Sie das bitte öffentlich: Einen solchen Politikstil wollen wir in unserer Stadt nicht!&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Vertreter der Stadtspitze</strong> und vor allem die <strong>Lokalpolitiker in der Koalition</strong> wollen die unappetitliche Angelegenheit am liebsten mit dem <strong>Mantel des Schweigens</strong> zudecken.<strong> Keiner dürfe es  erfahren</strong>, drängeln sie untereinander: <strong>Wie stehe denn sonst das Stadtparlament dar?</strong></p>
</p>
<p>Aber ist <strong>Verschweigen</strong> wirklich der richtige Weg? Lässt sich <strong>Respekt</strong> und <strong>Anstand</strong> im Umgang miteinander herstellen, wenn wir vor der Wirklichkeit <strong>die Augen fest verschließen</strong>? Die <strong>Ohren</strong> <strong>zuhalten</strong> und die Hand <strong>vor den Mund pressen</strong>?</p>
</p>
<p>Zitieren wir hier nochmals den <strong>BfH-Stadtverordneten Wilhelm Schultze</strong>, er hat das treffend formuliert in seiner <strong>Haushaltsrede</strong>:</p>
</p>
<p><em>&#8222;In den letzten Jahren beobachte ich vor allem zwei Dinge: überflüssige Selbstprofilierung und gleichzeitige Diffamierung der politischen Gegenseite. Im Grunde ist mir meine Zeit dafür zu schade.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Der Mann hat ja <strong>völlig recht.</strong> Leider ist <strong>nicht absehbar</strong>, dass sich die Lokalpolitik in Hofheim<strong> in absehbarer Zeit</strong> ändert. </p>
</p>
<p>Auch nicht, wenn wir uns jetzt erst einmal <strong>Weihnachten</strong> feiern:</p>
</p>
<p><strong>Stille Nacht, heilige Nacht.</strong></p>
</p>
<p><strong>Und dann?</strong></p>
</p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2023/12/21/mails-wie-flammenwerfer/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>17</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
