<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Seitz Dr. Kristin &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
	<atom:link href="https://hk-newsletter.de/tag/seitz-dr-kristin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://hk-newsletter.de</link>
	<description>Wissen, worüber die Leute hier reden</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 Feb 2024 15:36:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/10/cropped-logo_hk_newsletter2-1-32x32.jpg</url>
	<title>Seitz Dr. Kristin &#8211; Hofheim/Kriftel-Newsletter</title>
	<link>https://hk-newsletter.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Wegen 160.000-Euro-Spende vom Land: Monsterschirme drohen weiterhin</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2024/02/25/160000-euro-und-monsterschirme/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2024/02/25/160000-euro-und-monsterschirme/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Feb 2024 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Dr. Kristin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Westenberger Bernhard]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=39571</guid>

					<description><![CDATA[Hofheims Altstadt droht zum Opfer politischer Machtdemonstrationen zu werden: Die Stadtspitze hält an ihren Plänen fest, riesige Trichterschirme aufzustellen. Dass die Stadtverordneten ganz andere Beschlüsse gefasst haben, scheint die Chefs im Rathaus nicht zu interessieren. Auch sonst offenbaren sie, wie unser zweite Bericht zeigt, ein merkwürdiges demokratisches Grundverständnis. Im dritten Bericht nehmen wir Sie mit in die Welt der Reichen: Für die wird auf dem Kapellenberg eine neue Bleibe geschaffen – wo sie unterkommen können, wenn sie eines Tages alt sind. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="font-size:19px"><strong>Unsere Altstadt, der große Stolz aller Hofheimer, droht zum Opfer politischer Machtdemonstrationen zu werden: Die Stadtspitze hält an ihren Plänen fest, riesige Trichterschirme aufzustellen. Dass die Stadtverordneten ganz andere Beschlüsse gefasst haben, scheint die Chefs im Rathaus nicht zu interessieren. Auch sonst offenbaren sie, wie unser zweite Bericht zeigt, bisweilen ein merkwürdiges demokratisches Grundverständnis. Im dritten Bericht nehmen wir Sie mit in die Welt der Reichen: Für die wird auf dem Kapellenberg eine neue Bleibe geschaffen – wo sie unterkommen können, wenn sie eines Tages alt sind. </strong></p>






<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Monsterschirme: Stadtspitze hat neuen Standort im Visier</h2>



<p><strong>Wer geglaubt hat, das Unheil sei abgewendet, könnte sich getäuscht haben: Die Monsterschirme sollen doch noch kommen! Hofheims Magistrat will offenbar nicht <strong>darauf</strong></strong> <strong>verzichten. Kleines Entgegenkommen an alle Freunde der Altstadt: Die riesigen Schirme sollen nicht mehr – wie ursprünglich geplant – auf dem Untertorplatz aufgestellt werden und die historische Häuserfassade mit dem Türmchen verdecken. Die Stadtspitze hat sich einen neuen Standort ausgedacht</strong> <strong>– ganz in der Nähe.</strong></p>



<p><strong>Für unsere zahlreichen neuen Leser</strong>, die in den letzten Wochen zum Hofheim/Kriftel-Newsletter gefunden haben, machen wir eine schnelle Zusammenfassung – <strong>was bisher geschah</strong>:</p>



<p><strong>2022</strong> hatte die <strong>Stadtspitze</strong> ohne weitere Absprachen drei Ideen beim Landesprogramm<strong> „Zukunft Innenstadt“</strong> eingereicht und tatsächlich <strong>200.000 Euro</strong> bekommen. Von dem Geld sollten <strong>Spielgeräte</strong> für die Innenstadt, eine Frischluftmaschine namens <strong>&#8222;City Tree&#8220;</strong> und – so formulierte <strong>Bürgermeister Christian Vogt (CDU)</strong> recht wolkig – <em>&#8222;ein Dach für die City&#8220;</em> angeschafft werden.</p>



<p><strong>Kinderspielgeräte</strong> für rund 40.000 Euro – kein Problem.</p>



<p>Der <strong>Traum vom &#8222;City Tree&#8220;</strong>, 60.000 Euro teuer, platzte schnell: Der Hofheim/Kriftel-Newsletter deckte auf, dass eine solche Maschine <strong>nur</strong> <strong>kostet</strong> und <strong>nichts</strong> <strong>bringt</strong> (<a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/17/hofheim-und-werbesprueche/">hier</a>, <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/24/city-trees-gutachten/">hier</a> und <a href="https://hk-newsletter.de/2022/10/30/city-tree-bfh-will-projekt-stoppen/">hier</a>).</p>



<p>Das eingesparte Geld sollte in das <strong>Projekt &#8222;Ein Dach für die City&#8220; </strong>fließen. Hinter verschlossenen Türen wurden die Details festgezurrt: <strong>Zwei Schirme </strong>sollten auf dem <strong>Untertorplatz</strong> installiert werden.</p>



<p><strong>Schirme?</strong></p>



<p><strong>Riesige Trichterschirme</strong> sollten es werden, acht bzw. zehn Meter hoch, <strong>trichterförmig</strong> gebaut, <strong>160.000 Euro teuer</strong>. Computerfotos, <a href="https://hk-newsletter.de/2023/11/23/erste-bilder-von-riesenschirmen/">hier</a> erstmals veröffentlicht, sorgten stadtweit für <strong>Entsetzen</strong>. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="612" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312.jpg" alt="Monsterschirme
" class="wp-image-36957" style="width:688px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312.jpg 800w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312-300x230.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/12/Schirm-gross-202312-768x588.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diese Computer-Darstellung des Stuttgarter Unternehmens AR Ingenieure GmbH machte erkennbar, wie der zehn Meter hohe Trichterschirm auf dem Untertorplatz aussehen sollte.</figcaption></figure>
</div>


<p>Die <a href="https://historisches-hofheim.de/Buergervereinigung-Hofheimer-Altstadt-e-V/" target="_blank" rel="noopener">Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt</a> meldete umgehend Bedenken an: Derart mächtige <strong>Schirmbauten</strong> würden den beliebten Blick auf die historische Häuserzeile mit dem Türmchen empfindlich stören. Besser seien <strong>Pergolen</strong>, <strong>Laubengänge</strong> und vielleicht <strong>Bäume</strong>, um Grün und Schatten in die Altstadt zu bringen.&nbsp;</p>



<p>Auch <strong>Stimmen aus der Bürgerschaft</strong> ließen eine breite Ablehnung erkennen. Die Stadtverordneten fassten daraufhin Ende letzten Jahres den Beschluss: Der Magistrat solle erst einmal die <strong>Vorschläge der Altstadtfreunde</strong> prüfen und auch die <strong>Folgekosten</strong> <strong>der monströsen Schirme</strong> ermitteln.</p>



<p>Am 27. Dezember titelte die <strong>Lokalzeitung</strong>:<em> &#8222;Trichterschirme stehen auf der Kippe&#8220;.</em></p>



<p><strong>Und damit zurück in die Aktualität:</strong></p>



<p>Der Beschluss des Parlaments war zwar <strong>eindeutig</strong>, aber in der <strong>Rathaus-Chefetage</strong> verfolgt man offenbar <strong>einen anderen Plan</strong>:</p>



<p>Im <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong>, der vergangene Woche tagte, teilte <strong>Beigeordneter Bernhard Köppler</strong> <strong>(SPD) </strong>mit, dass die <strong>Schirme</strong> auf dem Untertorplatz <strong>kaum noch realisierbar</strong> seien: Die <strong>Denkmalschutzbehörde</strong> habe sich <strong>gegen die Installation des großen Schirms</strong> vor der historischen Fassade ausgesprochen. Auch <strong>der</strong> <strong>etwas</strong> <strong>kleinere Schirm</strong>, der im Bereich des Dauer-Marktstands stehen sollte, werde <strong>kritisch</strong> gesehen.</p>



<p>Man halte nicht an dem <strong>Standort fest</strong>, so Köppler, aber sehr wohl an den <strong>Schirmen</strong>. Und dann nannte er den Ort, den Hofheims Rathausspitze derzeit favorisiert: den <strong>Kellereiplatz.</strong></p>



<p>Der große Platz zwischen <strong>Kellereigebäude</strong> und <strong>Chinon-Center</strong> bzw. vor der <strong>Bücherei</strong> und der <strong>Sparkasse</strong> wird genutzt, wie in Hofheim <strong>große Plätze</strong> am liebsten genutzt werden: als <strong>Abstellplatz für Autos</strong>. Das Grundstück direkt daneben, auf dem heute noch <strong>die alte Stadtbücherei</strong> steht, soll überplant werden; was dort eines Tages gebaut werden soll, ist noch völlig unklar.</p>



<p>Und das soll wirklich <strong>ein geeigneterer Standort</strong> für <strong>riesige Trichterschirme</strong> sein?</p>



<p>Das aber ist wohl <strong>nicht die Frage</strong>, die man sich im Rathaus stellt. Eher geht&#8217;s wohl darum: Die Stadt hat <strong>Geld</strong> <strong>&#8222;geschenkt&#8220; bekommen</strong> – und das soll <strong>ausgegeben</strong> werden. <em>&#8222;Wir werden nicht einen Euro zurückgeben&#8220;,</em> tat Köppler im Ortsbeirat markig kund. Es hörte sich an, als handele es sich um <strong>eine unumstößliche Entscheidung</strong> – egal, was das Parlament <strong>entscheidet</strong> oder die Bürger <strong>wünschen</strong>.</p>



<p>Man werde, sagte Köppler weiter, demnächst einen <strong>Vorschlag</strong> machen <em>&#8222;und auch ein geeignetes Maß an Beteiligung finden&#8220;</em>. Wobei das<em> &#8222;geeignete Maß&#8220;</em> ein nur kleiner Kreis zu sein scheint: Köppler nannte den <strong>Gewerbeverein IHH </strong>und den <strong>Altstadtverein</strong>, die zu den neuen Plänen gehört werden sollten.</p>



<p>Von den <strong>gewählten Bürgervertretern</strong> im <strong>Stadtparlament</strong> oder im <strong>Ortsbeirat</strong> <strong>Kernstadt</strong> sprach er nicht.</p>



<p>Der Vorstoß des Beigeordneten ist deshalb <strong>bemerkenswert</strong>, weil damit eine <strong>klare Beschlusslage</strong> des Parlaments <strong>ignoriert</strong> wird: Demnach sollten <strong>zuerst</strong> die Vorschläge des <strong>Altstadtvereins</strong> – <strong>mehr</strong> <strong>Grün</strong> als Schattenspender – geprüft werden. Auch zu den <strong>Folgekosten</strong> wurden bisher keine Informationen mitgeteilt.</p>



<p><strong>Mehrere Stadtverordnete</strong> hatten im Stadtparlament beteuert, dass man lieber auf die <strong>160.000-Euro-Schenkung </strong>vom Land <strong>verzichten</strong> wolle als die Innenstadt<strong> mit undurchdachten Großprojekten</strong> zu <strong>verschandeln</strong>. <em>„Die Altstadt ist uns zu wichtig, um irgendetwas zu installieren, was sich als Rohrkrepierer erweist“,</em> sagte beispielsweise <strong>FDP-Mann Ralf Weber</strong>. Und selbst <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> hatte in einem Anflug selbstkritischer Nachdenklichkeit darauf verwiesen, dass es sich um <strong>Steuergelder</strong> handele.</p>



<p>Alles vergessen?</p>



<p><strong>Stadtrat Bernhard Köppler</strong> hat sich bereits wiederholt als <strong>Fan der Monsterschirme</strong> geoutet:</p>



<p>In der <strong>Stadtverordnetenversammlung Ende 2023</strong> hatte er es als <em>„falsches Signal“</em> bezeichnet, wenn die Stadt den Landeszuschuss <strong>nicht nutze.</strong></p>



<p>In einer<strong> vertraulichen Sitzung</strong> des <strong>City Marketings </strong>soll er zuvor darauf gedrängt haben, die Schirme auf dem <strong>Untertorplatz</strong> zu installieren: Dass sie dort vor allem<strong> geparkte Autos</strong> beschatten würden, <strong>störe ihn nicht</strong>. Schließlich wisse niemand, was sich dort <strong>in den nächsten Jahren</strong> verändere, und mit dem Schirm setze man <em>&#8222;ein Zeichen&#8220;</em>.</p>



<p>Sein <strong>Vorstoß</strong> jetzt im Ortsbeirat ist unschwer zu deuten: Der Mann will die<strong> monströsen Trichterschirme</strong> in Hofheim sehen –<strong> koste es was es wolle.</strong> Und wenn nicht auf dem <strong>Untertorplatz</strong>, dann eben vor dem <strong>Kellereigebäude</strong>.</p>



<p>Selbst wenn sie auch dort<strong> vor allem geparkten Autos Schatten spenden&#8230;</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bürgervertreter klagen über Missachtung durchs Rathaus</h2>



<p><strong>Hofheims Rathaus-Spitze</strong> fällt regelmäßig damit <strong>auf</strong>, dass sie die Lokalpolitiker <strong>nicht ernst nimmt</strong>. Sollen <strong>Stadtverordnete</strong> oder <strong>Ortsbeiräte</strong> doch beschließen, was sie wollen – über die<strong> Umsetzung von Beschlüssen</strong> entscheiden allein wir: Das scheint das <strong>Denken in der Stadtverwaltung</strong> zu sein, also zumindest bei den <strong>Chefs in der Behörde</strong>.</p>



<p>Zunehmend <strong>mucken</strong> vereinzelte Lokalpolitiker auf. Jüngst war es zu erleben im Ortsbeirat Kernstadt, als <strong>Tanja Lindenthal </strong>von den Bürgern für Hofheim einen <strong>Fragenkatalog</strong> präsentierte: Was wurde aus dem <strong>Taubenhaus</strong>, aus dem <strong>Einsatz von Blitzgeräten</strong>, aus dem <strong>Baum für die Demokratie&#8230;</strong> Zu alledem gab&#8217;s <strong>eindeutige Beschlüsse</strong> bereits <strong>vor Monaten</strong>, dann hörte man <strong>nichts mehr</strong> davon&#8230;</p>



<p><strong>Bernhard Köppler</strong> als Vertreter der Rathaus-Führung kam <strong>ins</strong> <strong>Stolpern</strong>: Die Verwaltung arbeite doch, sagte er, es klang <strong>klagend</strong>. <em>&#8222;Aber wir können nicht zaubern&#8220;,</em> es fehlten zum Teil Informationen, <em>&#8222;wir arbeiten an allen Projekten unter Hochdruck&#8220;</em>&#8230;</p>



<p><strong>Was man eben so sagt, wenn man erwischt wird.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/07/Rathaus-20230725.jpg" alt="Rathaus 20230725" class="wp-image-32058" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/07/Rathaus-20230725.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/07/Rathaus-20230725-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Eingang zum Rathaus Hofheim. </figcaption></figure>
</div>


<p>Am Dienstag kommt&#8217;s noch dicker: Da tagt der <strong>Marxheimer Ortsbeirat,</strong> und die Themen auf der Tagesordnung lassen vermuten, dass so langsam selbst die gemeinhin verwaltungsfreundlichen CDU-Mitglieder <strong>mit ihrer Geduld am Ende</strong> sind. </p>



<p>Ein Beispiel gefällig?</p>



<p>Im Januar 2023 wurde dem Ortsbeirat der <strong>Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung</strong> vorgestellt. Darin heißt es, dass <strong>120 Kinderbetreuungsplätze</strong> in dem Stadtteil <strong>fehlen</strong>.</p>



<p>Es bestehe <em>&#8222;unbedingter Handlungsbedarf&#8220;</em>, schrieb daraufhin <strong>CDU-Frau Kristin Seitz </strong>und beantragte für ihre Partei Auskunft, welche <strong>Ausbaupläne</strong> oder <strong>Interimslösungen</strong> geplant seien. Nahezu <strong>störrisch</strong> fragt der Ortsbeirat seither nach, aber das <strong>juckt</strong> die Verwaltung nicht:</p>



<p>Im<strong> Mai 2023</strong> tagte der Ortsbeirat, im Protokoll der Sitzung heißt es zum <strong>Thema Kindertagesbetreuung</strong>: <em>&#8222;Stadtrat Sittig&nbsp;teilt mit, dass es hierzu keinen neuen Sachstand gibt.&#8220;</em></p>



<p>Im <strong>Juni 2023</strong> tagte der Ortsbeirat, im Protokoll lesen wir: <em>&#8222;Bürgermeister Vogt teilt mit, dass es hierzu keinen neuen Sachstand gibt.&#8220;</em></p>



<p>Im Protokoll der <strong>September-Sitzung</strong> heißt es:<em> &#8222;Es wird davon Kenntnis genommen, dass die Anfrage nach Fristablauf noch nicht beantwortet wurde. Der Magistrat wird gebeten eine Antwort zügig vorzulegen.&#8220;</em></p>



<p>Was bitte heißt <em>&#8222;zügig&#8220;</em>? Mit diesem Wort kann <strong>Hofheims Magistrat</strong> bekanntlich nichts anfangen. Wenig überraschend lesen wir im Protokoll der <strong>November-Sitzung</strong> erneut: <em>&#8222;Es wird davon Kenntnis genommen, dass die Anfrage nach Fristablauf noch nicht beantwortet wurde. Der Magistrat wird gebeten eine Antwort zügig vorzulegen.&#8220;</em></p>



<p><strong>Neues Jahr, altes Lied:</strong></p>



<p>&#8222;<em>Stadtrat Köppler teilt mit, dass es hierzu keinen neuen Sachstand gibt&#8220;,</em> heißt es im Protokoll aus<strong> Januar 2024.</strong></p>



<p>Jetzt ist <strong>Februar 2024</strong>. Die Not vieler Eltern bei der Kinderbetreuung ist <strong>unverändert</strong>. Es wäre eine <strong>Riesenüberraschung</strong>, wenn Hofheims Stadtführung den <em>&#8222;unbedingten Handlungsbedarf&#8220;</em> (CDU-Frau Seitz) nach einem Jahr erkannt haben und tätig geworden sein sollte.</p>



<p>Es ist ja <strong>kein Einzelfall</strong>. Die <strong>CDU</strong> <strong>Marxheim</strong> hat auch eine Liste zusammengestellt mit Beschlüssen, auf deren Erledigung man wartet – <strong>seit Jahren!</strong> Ein Antrag stammt aus dem Jahr <strong>2021</strong>, vier Anträge liegen seit <strong>2022</strong> im Rathaus. Es sind <strong>keine großen Wünsche</strong>, es geht um Kurzzeitparkplätze, Bürgersteig-Reparaturen, Barrierefreiheit an Straßen&#8230;</p>



<p>Es mag ja vielleicht<strong> Gründe</strong> geben, weshalb die Beschlüsse <strong>nicht umgesetzt</strong> wurden. Aber wenn darüber nicht informiert wird, sieht das ganz schlecht aus: als würde die Herren in der <strong>Rathaus-Chefetage</strong> die Interessen der Bürgervertreter nicht ernst nehmen.</p>



<p>Der Ortsbeirat Marxheim tagt am <strong>Dienstag, 27. Februar,</strong> ab 19.30 Uhr im Marxheimer Bürgerhaus. Man darf gespannt sein, welche <strong>Ausreden</strong> die Verwaltung diesmal vorträgt.</p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Senioren-Wohnungen für 8.000 Euro – pro Quadratmeter</h2>



<p>Wenn Sie nicht wissen, wohin im Alter – wir hätten hier<strong> einen Tipp für Sie</strong>: Auf dem <strong>Kapellenberg</strong> entsteht demnächst eine niegelnagelneue <strong>Senioren-Wohnanlage</strong>. Mit allem, was man sich im Alter so wünscht: modern gestaltete <strong>Apartments</strong> mit bodentiefen Fenstern, davor ein <strong>Balkon</strong> oder eine <strong>Terrasse</strong> – mit Fernblick über die ganze Stadt. <strong>Sitzmöglichkeiten</strong> in einer gepflegten <strong>Gartenanlage</strong>, so klingt die Prospekt-Prosa, laden zum Verweilen ein. Es warten auf Sie: ein <strong>Wellness- und Physiobereich</strong> mit <strong>Schwimmbad</strong> und <strong>Sauna</strong>, allerlei <strong>Freizeit</strong>&#8211; <strong>und</strong> <strong>Kulturangebote</strong>, Einkauf- und <strong>Mittagessenservice</strong>, Reinigungsdienste und <strong>Fahrservice</strong>&#8230;</p>



<p><strong>Willkommen</strong> – nein, nicht mehr im <strong>Haus Maria Elisabeth</strong>. Das ist Geschichte: Der bisherige Träger des Altenheims, der <strong>Elisabeth-Vincent-Verbund</strong> aus Berlin, hatte das Haus 2021 geschlossen. <strong>Ukrainische Flüchtlinge</strong> zogen ein, die aber das Haus spätestens zum 31. März wieder verlassen müssen. Danach sollen die <strong>Umbauarbeiten</strong> starten.</p>



<p>Wir reden von nun an bitte nur noch von den <strong>&#8222;Röderstein Residenzen&#8220;</strong>: Das terrassenförmig angelegte Gebäude auf einem <strong>6.300 Quadratmeter großen Grundstück</strong> wird komplett durchsaniert und neu gestaltet. Eigentümer der Immobilie ist die Projektverwaltungsgesellschaft Horn aus Kelkheim, die auch den Zuschlag für das <strong>Polar-Mohr-Gelände</strong> an der Hattersheimer Straße bekam, wo sie mehrere hundert Wohnungen errichten will.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="429" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Roederstein-1.jpg" alt="Roederstein 1" class="wp-image-39594" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Roederstein-1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2024/02/Roederstein-1-300x201.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot von der<a href="https://pghorn.de/roederstein-residenzen/angebot" target="_blank" rel="noopener"> Webseite der &#8222;Roederstein Residenzen&#8220;</a>: So soll Hofheims neues Luxus-Altenheim nach den Umbau aussehen. Als Einzugstermin wird Herbst 2025 angegeben.</figcaption></figure>
</div>


<p>Es soll <strong>den älteren Herrschaften</strong>, die eines Tages in den &#8222;Röderstein Residenzen&#8220; leben, <strong>an</strong> <strong>nichts fehlen</strong>. Der Eingangsbereich wird als <strong>Lobby</strong> gestaltet – ein bisschen <strong>wie</strong> <strong>im</strong> <strong>Hotel</strong>. Die ehemalige <strong>Kapelle</strong> ist als Gebetsraum nicht mehr angesagt: Sie soll den künftigen Bewohnern als <strong>Gemeinschaftsraum</strong> dienen. Wer <strong>Pflege</strong> oder <strong>Betreuung</strong> benötigt: Alles kann jederzeit dazugebucht werden.</p>



<p>Aktuell werden die Wohnungen im Internet angeboten, angeblich sind die ersten schon verkauft: Es gibt <strong>Zwei-Zimmer-Wohnungen</strong> mit 50 Quadratmetern (für <strong>363.500 Euro</strong>) oder mit 110 Quadratmetern (für <strong>853.500 Euro</strong>).</p>



<p>Wer <strong>drei Zimmer</strong> braucht, ist für 95 Quadratmeter mit <strong>664.000 Euro</strong> dabei. Es gibt auch drei Zimmer auf 141 Quadratmetern: Die kosten dann <strong>1,13 Millionen Euro</strong>, befinden sich ganz oben im <strong>6. Stock</strong>, haben bestimmt einen grandiosen Ausblick, und ihre <strong>Dachterrasse</strong> kann nur als <strong>riesig</strong> bezeichnen werden. </p>



<p>Aus diesen &#8222;Angeboten&#8220; lassen sich <strong>Quadratmeterpreise ab fast 7.000 und auch über 8.000 Euro</strong> errechnen. Selbstverständlich zuzüglich <strong>Grunderwerbssteuer</strong>, <strong>Notarkosten</strong> und <strong>Grundbucheintrag</strong>, was acht Prozent des Kaufpreises ausmacht. Auf eine <strong>Maklergebühr</strong> wird verzichtet.</p>



<p>Von den <strong>Nebenkosten</strong>, die monatlich anfallen, wollen wir hier lieber nicht reden&#8230;</p>



<p>Die <strong>Kaufpreise</strong> dürften selbst für eine Hofheimer Top-Lage ganz schön <strong>happig</strong> sein. Zur Einordnung: Laut Maklerbüro <a href="https://www.engelvoelkers.com/de-de/immobilienpreise/hessen/hofheim-am-taunus/" target="_blank" rel="noopener">Engel &amp; Völkers</a>, das sich auf die Vermittlung von hochwertigen Immobilien spezialisiert hat, liegen die Quadratmeterpreise in Hofheim aktuell bei<strong> durchschnittlich 3.490 Euro</strong>. Ihren Höhepunkt hatten sie<strong> 2021 mit 4.752 Euro</strong>. Seitdem sind sie deutlich <strong>abgerutscht</strong>.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2024/02/25/160000-euro-und-monsterschirme/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>13</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Null Bock aufs Stadtparlament: CDU-Stadtrat schwänzt fast alle Sitzungen</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 17:15:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baltruschat Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Cuntze Hannelore]]></category>
		<category><![CDATA[Fleck Jens]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmann Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Haux Waldemar]]></category>
		<category><![CDATA[Hees Matthias]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Henrich Helmut]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffmann Dr. Manuela]]></category>
		<category><![CDATA[Jung Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Marion]]></category>
		<category><![CDATA[Neupert-Eyrich Elvira]]></category>
		<category><![CDATA[Piazzi Harald]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Dr. Kristin]]></category>
		<category><![CDATA[Sittig Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Zöll Helmut]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=35677</guid>

					<description><![CDATA[Offen will keiner drüber reden: Wulf Baltruschat könne, heißt es, ziemlich unangenehm reagieren. Jetzt aber übertreibt er's wohl, und die Kritik an ihm wächst: Der Lokalpolitiker müsste als Mitglied des Magistrats eigentlich an allen Stadtverordnetenversammlungen teilnehmen – das verlangt die Gemeindeordnung. Doch Baltruschat fehlt fast immer. Nach den Gründen befragt, gibt der CDU-Stadtrat  eigenartige Erklärungen ab.

Bonus-Bericht I: Zwei langjährige Stadtverordnete geben ihr Mandat ab und bekommen nicht ein einziges Wort des Dankes zu hören. Selbst schuld, heißt es. Die CDU reagiert eiskalt.

Bonus-Bericht II: Christian Vogt ist nicht mehr CDU-Chef – Jens Fleck übernimmt den "Männerclub". Zahlen zeigen: Frauen haben in Hofheims CDU-Vorstand nichts zu sagen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:19px"><strong>In Hofheims sind einige Stadtpolitiker ziemlich stinkig. Ein Mitglied des Magistrats führt öffentlich vor, was er von der parlamentarischen Kärrnerarbeit hält: nämlich gar nichts. Regelmäßig schwänzt er die Stadtverordnetenversammlung, obwohl seine Anwesenheit vorgeschrieben ist. Auf Anfrage offenbart der Mann ein eigenartiges Verständnis von der Gemeindeordnung und seinen Pflichten.</strong></p>
</p>
<p>Nach jeder Sitzung des <strong>Hofheimer Stadtparlaments</strong> wird ein <strong>Protokoll</strong> angefertigt. Obenan stehen die Namen der <strong>anwesenden Mandatsträger</strong> und <strong>Magistratsmitglieder</strong>, untendrunter wird festgehalten, wer <strong>nicht</strong> <strong>erschienen</strong> ist.</p>
</p>
<p>So haben wir <strong>schwarz</strong> <strong>auf</strong> <strong>weiß</strong>, was unter Lokalpolitikern zunehmend <strong>für</strong> <strong>Verärgerung</strong> sorgt: <strong>Fast immer fehlt</strong> – offiziell natürlich entschuldigt – <strong>Wulf Baltruschat, Stadtrat der CDU</strong>.</p>
</p>
<p>Ausgerechnet <strong>Baltruschat</strong>! Der Mann war mal in der <strong>SPD</strong> und wollte unbedingt <strong>hauptamtlicher Beigeordneter</strong> im Rathaus werden. Weil <strong>Hofheims Genossen</strong> ihm den Job <strong>verwehrten</strong> – sie favorisierten<strong> Bernhard Köppler</strong> –, warf Baltruschat ihnen <strong>unter Absingen schmutziger Lieder</strong> das Parteibuch vor die Füße. Und lief schnurstracks zur <strong>CDU</strong> über.</p>
</p>
<p>Vorher saß der Mann <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>SPD</strong> im Magistrat. Jetzt steht er dort für die <strong>Politik der Christdemokraten</strong>. <em>&#8222;Ich kann mit denen“,</em> tat er markig-trotzig kund.</p>
</p>
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Wulf-Baltruschat-2018.jpg" alt="Wulf Baltruschat 2018" class="wp-image-35801" style="aspect-ratio:1;width:328px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Wulf-Baltruschat-2018.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Wulf-Baltruschat-2018-300x300.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Wulf-Baltruschat-2018-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wulf Baltruschat: Früher war er in der SPD&#8230;</figcaption></figure>
</div>
</p>
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="639" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Wulf-Baltruschat-2021.jpg" alt="Stadtrat
" class="wp-image-35800" style="aspect-ratio:1.001564945226917;width:328px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Wulf-Baltruschat-2021.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Wulf-Baltruschat-2021-300x300.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Wulf-Baltruschat-2021-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;dann kandidierte er für die CDU.</figcaption></figure>
</div>
</div>
</p>
<p>Nach den <strong>Wahlen im März 2021</strong> zeigte sich der heute 57-Jährige noch ein paar Mal im Stadtparlament. Genauer: Er kam zu den <strong>ersten vier Sitzungen</strong>. Dann hatte er wohl keine Lust mehr. In den <strong>Protokollen</strong> ist es dokumentiert:</p>
</p>
<p><strong>23 Mal tagte das Stadtparlament</strong> in dieser Legislaturperiode. <strong>18 Mal fehlte Baltruschat</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Ein trauriger Spitzenwert.</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Ein Polizist, der sich seine eigenen Regeln gibt</h2>
</p>
<p>Es ist eindeutig geregelt: <strong>Ein Stadtrat</strong> <span style="text-decoration: underline;">muss</span> an den Sitzungen des Stadtparlaments <strong>teilnehmen</strong>. In der <a href="https://www.hofheim.de/download/zentraler-dienst/A02_Geschaeftsordnung_Stvv.pdf" target="_blank" rel="noopener">Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung</a> heißt es unter Berufung auf die <strong>Hessische Gemeindeordnung</strong>: Mitglieder des Magistrats sind <em>&#8222;zur Teilnahme an den Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung verpflichtet.&#8220;</em></p>
</p>
<p><em>&#8222;Verpflichtet&#8220;</em> – das Wort ist eigentlich <strong>nicht misszuverstehen.</strong></p>
</p>
<p>Baltruschat – er ist <strong>Polizist von Beruf</strong> – teilt auf Anfrage mit, er könne nicht immer an den Sitzungen des Parlaments teilnehmen, weil er noch andere <strong>Ehrenämter</strong> innehabe. Vereinsring, Schützenverein, Polizeigewerkschaft, dazu kämen <em>&#8222;Urlaub, Krankheit, wichtige dienstliche Termine&#8220;</em>.</p>
</p>
<p>Dass sein <strong>ständiges Fehlen</strong> mit der Geschäftsordnung <strong>nicht in Einklang</strong> zu bringen ist, scheint den Mann <strong>nicht</strong> <strong>zu</strong> <strong>kümmern</strong>. <em>&#8222;Der will nur den Titel. Arbeit ist seine Sache nicht&#8220;</em>, sagt ein Stadtpolitiker, er klingt <strong>biestrig</strong>.</p>
</p>
<p>Tatsächlich hat Baltruschat für sich selbst eigene Regeln geschaffen: Als <strong>Stadtrat</strong>, so teilt er mit, habe er im Parlament <strong>kein Rederecht</strong>, könne also nicht zur Meinungsbildung beitragen. <em>&#8222;Daher entsteht durch das Fehlen von ehrenamtlichen Magistratsmitgliedern kein Nachteil für eine Stadtverordnetenversammlung.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Soll heißen: <strong>Auch wenn&#8217;s vorgeschrieben ist – da gehe ich nicht hin.</strong></p>
</p>
<p>Er hat für sich einen weiteren Grund gefunden, den nennt er ganz unverhohlen: <em>&#8222;Ich bekomme dafür auch kein Sitzungsgeld als Aufwandsentschädigung.&#8220; </em>Und dann sagt er auch noch: Was in der <strong>Hessischen</strong> <strong>Gemeindeordnung</strong> stehe – also die <strong>Pflicht zur Anwesenheit</strong> –, das sei für ihn <em>&#8222;eher symbolischer Natur&#8220;</em>. </p>
</p>
<p>Der Mann redet wie ein Autofahrer, der von der Polizei <strong>mit Tempo 100</strong> vor einer Kita<strong> </strong>gestoppt wird und sich <strong>rauszureden</strong> versucht: Er habe es <strong>eilig</strong>, es sei doch <strong>nichts passiert</strong>, und überhaupt, die Temp-30-Schilder, die hätten doch nur <strong>Symbolwert</strong>.</p>
</p>
<p>Wie die Polizei <strong>auf solche Sprüche</strong> reagiert, können wir uns denken. <strong>In Hofheims Stadtpolitik</strong> ist der Mann bislang damit <strong>durchgekommen</strong> – zumindest<strong> bei der CDU.</strong> </p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Der älteste Stadtrat fehlte nicht ein einziges Mal</h2>
</p>
<p>Blättern wir noch ein bisschen in den Protokollen: Auf der <strong>Abwesenheitsliste</strong> ebenfalls <strong>ganz oben</strong> – allerdings deutlich unter Baltruschat – steht<strong> Dr. Manuela Hoffmann</strong> (49), auch sie von der <strong>CDU</strong>: Sie fehlte bei acht Sitzungen des Stadtparlaments.</p>
</p>
<p>Dicht hinter ihr zwei Grüne: <strong>Helmut Zöll</strong> (70) fehlte in sechs, <strong>Marion Michel</strong> (69) in vier Sitzungen.</p>
</p>
<p>Daneben gibt es aber auch <strong>richtige Positiv-Beispiele</strong>, die wir gerne nennen:</p>
</p>
<p>Ältester im Magistrat ist <strong>Wolfgang Sittig (CDU)</strong>. Mit seinen <strong>82 Jahren</strong> ist der Mann ein Vierteljahrhundert älter als <strong>Dauerschwänzer Baltruschat</strong>. Sittig, seit mehr als fünf Jahrzehnten ehrenamtliches Mitglied der Verwaltungsspitze, nahm <strong>an allen Sitzungen des Stadtparlaments</strong> in dieser Legislaturperiode teil. <strong>Vorbildlich!</strong></p>
</p>
<p>Neben ihm ganz oben auf der Bestenliste: <strong>Matthias Hees</strong> von der <strong>FWG</strong>. Der 71-Jährige fehlte ebenfalls in keiner der <strong>23 Stadtverordnetenversammlungen</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Waldemar Haux</strong> von den Grünen, <strong>76</strong> <strong>Jahre alt</strong>, versäumte bisher nur eine Sitzung. Das gilt auch für <strong>Jens Fleck</strong> von der CDU, der mit 37 Jahren der<strong> Jungspunt im Magistrat </strong>ist.</p>
</p>
<p>Im guten Mittelfeld finden wir <strong>Elvira Neupert-Eyrich </strong>(71, SPD), <strong>Helmut Henrich</strong> (66, BfH) und <strong>Thomas Jung </strong>(57, FDP), die jeweils an zwei Parlamentssitzungen nicht teilnehmen konnten, sowie <strong>Harald Piazzi</strong> (76, SPD), der bei drei Sitzungen nicht anwesend war.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Mitarbeit der Linken im Magistrat unerwünscht</h2>
</p>
<p>Warum die <strong>Linken</strong> hier nicht auftauchen? Sie sitzen zwar <strong>im</strong> <strong>Stadtparlament</strong>, sind aber <strong>im</strong> <strong>Magistrat</strong> <strong>nicht</strong> <strong>vertreten</strong>. Ihre unstrittig stets fleißige, für viele aber zu kritische Mitarbeit wurde <strong>mit einem simplen Trick</strong> verhindert:</p>
</p>
<p><strong>Gleich nach der Kommunalwahl </strong>hatte die <strong>CDU </strong>beantragt, dass der Magistrat <strong>zwölf Mitglieder</strong> haben solle. Die Mehrheit stimmte zu. Sodann wurden die Plätze nach der Größe der Fraktion verteilt: 4 Sitze für die <strong>CDU</strong>. 3 für die <strong>Grünen</strong>. 2 für die <strong>SPD</strong>. Und je einen für <strong>FDP</strong>, <strong>FWG</strong> und <strong>BfH</strong>.</p>
</p>
<p>Damit waren alle zwölf Plätze vergeben. Und die Linken draußen.</p>
</p>
<p>Würde der Magistrat <strong>13 Mitglieder</strong> haben, wären <strong>alle Fraktionen</strong> drin. Die <strong>Linken</strong> versuchten es letztens: In der<strong> September-Sitzung</strong> <strong>des</strong> <strong>Stadtparlaments</strong> beantragten sie eine <strong>Erweiterung des Magistrats</strong> um einen Sitz.</p>
</p>
<p>Die Mehrheit stimmte dagegen bzw. enthielt sich: Antrag abgelehnt!</p>
</p>
<p><strong>Wulf Baltruschat </strong>hat&#8217;s miterlebt: Es war <strong>die fünfte Stadtverordnetenversammlung</strong>, an der er teilnahm.</p>
</p>
<p>In der Oktober-Sitzung <strong>fehlte er schon wieder</strong>.</p>
</p>
<p class="has-text-align-center">&#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; </p>
</p>
<p class="has-text-align-center" style="font-size:14px">Das Foto ganz oben zeigt Wulf Baltruschat am Untertorplatz: Dort hat der Vereinsring einen Bienenfutterautomaten aufgestellt.</p>
</p>
<p class="has-text-align-center">&#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; </p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="danke202311"><a href="#danke202311">Zwei Stadtverordnete gehen – und kriegen nicht einmal ein Dankeschön</a></h1>
</p>
<p>Das <strong>Stadtparlament</strong> hat kürzlich <strong>zwei streitbare Lokalpolitiker</strong> verloren. Sie gingen nach <strong>vielen Jahren aktiver Mitarbeit</strong>:</p>
</p>
<p><a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/27/stadtparlament-live/#kurz202309">Alexander Kurz</a> saß seit <strong>2001</strong> für die <strong>CDU</strong> in der Stadtverordnetenversammlung und war zuletzt ihr <strong>Fraktionsvorsitzender</strong>. Er ist mit Frau und neugeborenem Sohn nach Wiesbaden-Breckenheim <strong>umgezogen</strong>, musste deshalb sein Mandat abgeben.</p>
</p>
<p>Der <strong>Linke</strong> <a href="https://hk-newsletter.de/2023/10/18/haushalt-und-hausmann/#">Bernd Hausmann</a> gehörte <strong>zwölf Jahre</strong> dem Parlament an. Er wurde unlängst <strong>75 Jahre </strong>alt und befand, es sei genug: <em>&#8222;Nicht nur in der Politik soll man gehen, solange noch ein paar Leute sagen: ‚Eigentlich schade, dass er weg ist.'&#8220;</em></p>
</p>
<p>Warum gibt es selbst für derart <strong>langjährige Parlamentarier</strong> nicht zumindest <strong>ein</strong> <strong>paar nette Worte zum Abschied</strong>? Das haben wir <strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler</strong> (CDU) gefragt, und der hat diese Frage so beantwortet:</p>
</p>
<p>&#8222;<em>Wenn seitens der ausscheidenden Stadtverordneten eine Verabschiedung gewünscht wird findet dies auch statt.&#8220; </em>Herr Kurz habe <strong>nicht den Wunsch</strong> dazu gehabt, und Herr Hausmann habe ihn <strong>vorab nicht informiert</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Wir lernen: </strong>Wer der Stadt Hofheim als Stadtverordneter <strong>dient</strong> und nach vielen Jahren <strong>aufhört</strong>, muss schon selbst sagen, dass er eine <strong>Verabschiedung</strong> wünscht. Sonst gibt&#8217;s nicht&#8217;s. Keine <strong>Blumen</strong>, keine <strong>Flasche</strong> <strong>Wein</strong>, nicht mal ein <strong>Wort</strong> <strong>des</strong> <strong>Dankes</strong>.</p>
</p>
<p>Übrigens: Auf der Webseite der <strong>Linken</strong> hat <strong>Kreisvorsitzender Thomas Völker</strong> einen freundlichen Artikel zu <strong>Hausmanns Abschied</strong> aus der Stadtpolitik veröffentlicht: <a href="https://dielinke-mtk.de/ein-grosser-dank-an-bernd-hausmann/" target="_blank" rel="noopener">Ein großer Dank an Bernd Hausmann!</a></p>
</p>
<p><strong>Die CDU</strong> dagegen reagierte eiskalt: Der Name von Alexander Kurz wurde auf der CDU-Webseite umgehend aus der Liste der Fraktionsmitglieder <strong>eliminiert</strong>. Sein langjähriges Engagement<strong> </strong>wird mit <strong>keinem einzigen Wort </strong>mehr erwähnt.</p>
</p>
<p><strong>Aus den Augen, aus dem Sinn.</strong></p>
</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</p>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="cdu202311"><a href="#cdu202311">Christian Vogt nicht mehr CDU-Chef: Jens Fleck übernimmt den &#8222;Männerclub&#8220;</a></h1>
</p>
<p>Vor einem Monat hatte der Hofheim/Kriftel-Newsletter von <strong>Gerüchten</strong> berichtet, dass <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> nicht länger der <strong>Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes</strong> bleiben wolle. Es werde ihm <strong>alles zu viel</strong>, der Job fordere ihn <strong>mehr als erwartet</strong>, und zu Hause warteten <strong>Frau und zwei kleine Kinder</strong>&#8230;</p>
</p>
<p>Vogt hatte sich zu dem Gerücht nicht äußern wollen – jetzt ist klar: <strong>Die Information stimmte</strong>! Vogt hat sein Amt <strong>niedergelegt</strong>; zum neuen Vorsitzenden wurde <a href="https://jens-fleck.de/wordpress/ueber-mich/" target="_blank" rel="noopener">Jens Fleck</a> gewählt. Der 37-Jährige arbeitet bei der <strong>Rheingauer Volksbank</strong> und ist seit vielen Jahren <strong>in der Partei aktiv</strong>. Er gehört schon lange dem <strong>Hofheimer CDU-Vorstand</strong> an, saß auch mal im <strong>Stadtparlament</strong> und ist heute – siehe oben – <strong>ehrenamtliches Mitglied des Magistrats</strong>. </p>
</p>
<p><strong>Jens Fleck</strong> eilt nicht der Ruf voraus, ein Erneuerer zu sein. <strong>Gradlinig</strong>, <strong>pflichtbewusst</strong>, durchaus auch <strong>nachdenklich</strong> – so wird er <strong>charakterisiert</strong>. Klingt erst einmal&nbsp; <strong>nicht so schlecht!</strong></p>
</p>
<p>Gleichzeitig machte der Abend deutlich, dass die <strong>CDU in der Kreisstadt</strong> ein <strong>Männerclub</strong> ist: Dem Vorstand des Stadtverbandes gehören <strong>16 Männer</strong> an – und gerade mal 2 Frauen (<strong>Dr. Kristin Seitz</strong> als stellv. Vorsitzende und <strong>Hannelore Cuntze</strong> als Beisitzerin). Das wiederum muss als Armutszeugnis gewertet werden:</p>
</p>
<p>Im vergangenen Herbst hatte der <strong>CDU-Bundesparteitag</strong>  beschlossen, <strong>30 Prozent der Posten und Listenplätze mit Frauen zu besetzen</strong>. Das gilt aber erst<strong> ab Kreisebene</strong>.  </p>
</p>
<p>Im <strong>CDU-Stadtverband Hofheim</strong> ist man davon weit entfernt: Hier begnügt man sich mit einem <strong>Frauenanteil von 11 Prozent</strong>. Dabei leben in Hofheim mehr Frauen als Männer: <strong>20.267 Frauen</strong> und <strong>19.437 Männer</strong> nennt die MTK-Einwohnerstatistik (Stand Ende 2021). </p>
</p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2023/11/04/cdu-stadtrat-als-dauerschwaenzer/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von schwarzen Trugbildern, einem Bauexperten ohne Job, heißen CDU-Gerüchten&#8230;</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/10/14/rmv-frank-lorsbach-cdu/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/10/14/rmv-frank-lorsbach-cdu/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2023 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Al-Wazir Tarek]]></category>
		<category><![CDATA[Balcioglu Selim]]></category>
		<category><![CDATA[Bergmann Gerhard]]></category>
		<category><![CDATA[Gottas Carola]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Henninger Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz Michaela]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Dr. Kristin]]></category>
		<category><![CDATA[Strauß Bianca]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Wintermeyer Axel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=35124</guid>

					<description><![CDATA[Jede Menge Wochenend-Lektüre mit exklusiven Informationen:
⇨ Hofheims neuer Erster Beigeordnete kriegt versprochene Blumen erst später.
⇨ Warum die RMV-Zentrale plötzlich ganz schwarz aussieht.
⇨ Ein CDU-Bauexperte ist seinen Geschäftsführer-Posten los.
⇨ Die zornigen Lorsbacher zeigen sich überraschend zahm.
⇨ Ganz heiße Gerüchte um den CDU-Parteivorsitz: Übernimmt bald eine Frau das Kommando?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size:17px"><strong>Eine Woche nach der Landtagswahl. CDU-Wintermeyer triumphiert, auch die AfD zeigt sich zufrieden, alle anderen plagt ganz böser Katzenjammer. Die Wähler straften die Grünen ein bisschen und die SPD ganz doll ab. Es waren natürlich &#8222;nur&#8220; Landtagswahlen. Aber ein bisschen zu denken geben wird das Ergebnis den Lokalpolitikern an der Basis sicher auch. Hoffentlich</strong>.</p>
<p><strong>Das Beste in den Tagen danach: Die Wahlplakate, die <strong>in Hofheim und Kriftel </strong>an nahezu jedem Laternenpfahl hingen, waren anderntags verschwunden. Nicht alle, aber die meisten. Das ging echt flott, alle Achtung!</strong></p>
<p><strong>Jetzt hat der Alltag uns wieder – und wir haben allerhand zu berichten:</strong></p>
<p></p>
<div style="height:29px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center has-text-color" id="beigeordneter202310" style="color:#3a3a3a"><a href="#beigeordneter202310">Das fängt ja gut an: Erster Beigeordnete kriegt versprochene Blumen erst später</a></h1>
<p>Erster Gedanke: <strong>Das fängt ja gut an!</strong> Vor zweieinhalb Wochen haben Hofheims Stadtverordnete <strong>Daniel Philipp </strong>zum neuen <strong>Ersten Beigeordneten</strong> gewählt. Ein <strong>Grüner</strong> ganz oben im Rathaus, er wird Stellvertreter des CDU-Bürgermeisters:<strong> Das gab&#8217;s noch nie in Hofheim!</strong></p>
<p><strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler</strong> <strong>(CDU)</strong> wandte sich unmittelbar nach dem Wahlakt an das über hundertköpfige Publikum und erklärte: <em>&#8222;Wir werden heute Abend nicht die Einführung haben.&#8220;</em> Deshalb bekomme Philipp, der das Amt zum 1. Januar 2024 antrete, auch noch <strong>keinen</strong> <strong>Blumenstrauß</strong> von ihm: Die Einführung, so Hegeler wörtlich, <em>&#8222;wird in der nächsten Stadtverordnetenversammlung sein&#8220;.</em></p>
<p>Die nächste <strong>Stadtverordnetenversammlung</strong> findet am kommenden <strong>Mittwoch, 18. Oktober</strong> statt (ab 18 Uhr, Stadthalle). Das Thema <em>&#8222;Einführung des neuen Ersten Beigeordneten&#8220; </em>steht allerdings <strong>nicht auf der Tagesordnung</strong>. Nur ein <strong>Versehen</strong>? Oder eine kleine<strong> Vorab-Schikane</strong>, um dem Mann zu zeigen, wer im Rathaus <strong>das Sagen hat</strong>?</p>
<p>Wir haben in der Stadtverwaltung nachgefragt, was da wieder los ist. <strong>Behördensprecher Jonathan Vorrath</strong> reagierte <strong>schmallippig</strong>: Herr Philipp werde<em> &#8222;bis Ende des Jahres in einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in sein Amt eingeführt&#8220;</em>, teilte er mit.</p>
<p><strong>Dann ist ja gut.</strong> Wir wollen nur hoffen, dass unsere<strong> Hofem-Schlofem-Verwaltung</strong> die Einführung <strong>nicht verschläft</strong>. Elf Wochen bleiben ihr noch&#8230;</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center has-text-color" id="rmv-zentrale202310" style="color:#3a3a3a"><a href="#rmv-zentrale202310">RMV-Zentrale in Schwarz: So täuschen uns die Computer-Bilder der Architekten</a></h1>
<p>Jeder <strong>Enttäuschung</strong> geht eine <strong>Täuschung</strong> voraus. Wer aus dem Bahnhof kommt, sieht die <strong>neue RMV-Zentrale </strong>wachsen. <strong>Ecke Alte Bleiche/Seilerbahn</strong> – ein  neuer<strong> mächtiger Klotz</strong> ist entstanden, schwarz-drohend erhebt er sich am Straßenrand,<strong> sechs Stockwerke</strong> hoch.</p>
<p>Die neue <strong>RMV-Zentrale in Schwarz</strong>? Das haben wir<strong> ganz anders</strong> in Erinnerung: Auf den Bildern, die uns das Unternehmen <a href="https://hk-newsletter.de/2021/12/02/neue-rmv-zentrale/">seinerzeit</a> zukommen ließ, wirkte die Fassade noch <strong>hell und leuchtend</strong>, richtig <strong>freundlich</strong>.</p>
<p>Wir hätten&#8217;s uns aber auch denken können: Die <strong>Visualisierung</strong> <strong>geplanter Gebäude</strong> sieht oftmals völlig anders aus als die spätere Realität. <strong>Computerdarstellungen</strong> <strong>von Architekten</strong> sind nicht selten reine <strong>Fiktion</strong>. </p>
<div class="wp-block-ideabox-image-comparison">
<div class="ib-image-comparison label-pos--middle twentytwenty-container" data-offset="0.5" data-orientation="horizontal" data-before="Realität" data-after="Computer" data-no-overlay="false" data-on-hover="false" data-on-swipe="true" data-on-click="false" style="--ibic-overlay-color:rgba(0, 0, 0, 0.2);--ibic-overlay-hover-color:rgba(0, 0, 0, 0.4)"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/RMV-20231010-1.jpg" alt="RMV 20231010 1" class="ib-image-comparison-img"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/RMV-202321010-2.jpg" alt="RMV 202321010 2" class="ib-image-comparison-img"></div>
</div>
<p>Seit die Rechenleistung von Hard- und Software eine<strong> digitale Simulation</strong> mit <strong>detail-fetischistischer Bilderzeugung</strong> ermöglicht, sind Anschauungen der Architektur nahezu <strong>unberechenbar</strong>. <em>&#8222;Wir verstehen ein gelungenes Bild als eine atmosphärische Absichtserklärung&#8220;</em>, sagen Architekten ganz unverblümt. </p>
<p>So vermitteln denn auch die Bilder der <strong>RMV-Zentrale</strong> eher die <strong>Idee</strong>, wie&#8217;s werden könnte, als das <strong>Versprechen</strong>, wie&#8217;s aussehen wird. Das ist <strong>kein Einzelfall</strong>. Erinnern Sie sich noch, mit welch&#8216; <strong>stolzen Bäumen</strong> die <strong>Elisabethenstraße</strong> ausgestattet werden sollte? Die <strong>Architektenzeichnungen</strong> versprachen uns <strong>zwischen Sparkassen-Neubau und Chinon-Center </strong>eine einladende grüne <strong>Allee</strong>.</p>
<p>Heute säumen ein paar <strong>mickrige Bäumchen in Kästen</strong> den Straßenrand.</p>
<div class="wp-block-ideabox-image-comparison">
<div class="ib-image-comparison label-pos--middle twentytwenty-container" data-offset="0.5" data-orientation="horizontal" data-before="Before" data-after="After" data-no-overlay="false" data-on-hover="false" data-on-swipe="true" data-on-click="false" style="--ibic-overlay-color:rgba(0, 0, 0, 0.2);--ibic-overlay-hover-color:rgba(0, 0, 0, 0.4)"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2021/11/Sparkasse1.jpg" alt="Sparkasse1" class="ib-image-comparison-img"><img decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/elisabethenstrasse-202310-2.jpg" alt="elisabethenstrasse 202310 2" class="ib-image-comparison-img"></div>
</div>
<p>Wir müssen erkennen: Architekten und Investoren zeigen uns ein <strong>Trugbild</strong>. Eine Welt, wie wir sie <strong>sehen sollen</strong>. Und eines Tages – vielleicht – auch wirklich <strong>sehen können</strong>:</p>
<p>In einer <strong>Zukunft</strong>, die gar nicht mehr so weit entfernt sein muss, werden wir nicht nur mit dem <strong>Display</strong> <strong>in der Hand </strong>herumlaufen, sondern vielleicht auch mit einer <strong>Datenbrille vor den Augen</strong>. Die spiegelt uns<strong> eine virtuelle Realität auf die Netzhaut</strong> – und dann kann&#8217;s uns egal sein, wie die reale Welt um uns herum aussieht.</p>
<p>Dann wird die <strong>Elisabethenstraße</strong> zur <strong>grünen</strong> <strong>Allee</strong>, und <strong>der schwarze RMV-Klotz</strong> erstrahlt leuchtend-hell.</p>
<p><strong>Sieht doch gut aus, oder?</strong></p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center has-text-color" id="frank202310" style="color:#3a3a3a"><a href="#frank202310">Frank in der Krise? CDU-Bauexperte ist als Geschäftsführer ausgestiegen</a></h1>
<p>Was ist nur los mit dem einst <strong>stolzen Immobilien-Unternehmen Frank</strong>? Gleich mehrere <strong>Geschäftsführer weg</strong>, eine <strong>Firmenschließung droht</strong> – dazu gilt offenbar das Motto: <strong>Nur nix sagen! </strong>Offenbar soll <strong>keiner</strong> <strong>erfahren</strong>, was bei der Firma wirklich <strong>abgeht</strong>. </p>
<p>Das Unternehmen mit <strong>Zentrale in Hamburg</strong> beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und verwaltet laut <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Frank-Gruppe_(Immobilien)" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a> rund <strong>7.800 Einheiten</strong> aus eigenem und fremdem Bestand. In <strong>Hofheim</strong> gibt es eine Niederlassung gegenüber vom Bahnhof: im halbrunden Bau an der Ecke <strong>Kirschgartenstraße/Alte Bleiche</strong>. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/frank-202310-1.jpg" alt="frank 202310 1" class="wp-image-35156" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/frank-202310-1.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/frank-202310-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">In diesem Gebäude an der Kirschgartenstraße hat das Unternehmen Frank seine Büros. Als Geschäftsführer residierte hier mehr als 20 Jahre lang Michael Henninger.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Michael Henninger </strong>war hier mehr als 20 Jahre lang als <strong>Geschäftsführer</strong> tätig. Jetzt ist er <strong>raus</strong>. Und zwar aus <strong>allen</strong> <strong>Unternehmen</strong>, bei denen er für Frank mitgewirkt hat: &#8222;Frank Projektentwicklung Rhein-Main GmbH&#8220;, &#8222;Frank Main/Taunus Verwaltungs GmbH&#8220;, &#8222;Frank Am Urselbach GmbH&#8220;, &#8222;Projektgesellschaft Auf den Gleichen mbH&#8220;&#8230;</p>
<p>Im Gespräch versichert Henninger, er sei <strong>aus freien Stücken </strong>gegangen: <em>&#8222;Ich mache das, was ich will.&#8220;</em> Außerdem wolle er sich <strong>um seine Eltern</strong> kümmern, die seien 85: <strong>Die</strong> <strong>Zeit</strong>, die ihm mit ihnen verbleibe, wolle er <strong>nutzen</strong>.</p>
<p><strong>Henningers Abgang</strong> aus der Frank-Gruppe ist deshalb eine Erwähnung wert, weil der Mann eine nicht ganz unwichtige<strong> Politgröße in der Kreisstadt</strong> ist. Er gilt als <strong>die graue Eminenz in Hofheims CDU</strong>. Als Bauexperte vertritt er seine Partei in den lokalen <strong>Bau- und Planungsgremien</strong>, wobei oftmals unklar bleibt, ob ihn das <strong>Wohl</strong> <strong>des</strong> <strong>Gemeinwesens</strong> antreibt oder die <strong>Interessen &#8222;seiner&#8220; (Ex-)Firma</strong> oder aber <strong>schnöder</strong> <strong>Eigennutz</strong>.</p>
<p>Der Mann gilt auch als <strong>eng verbandelt</strong> mit den großen <strong>Projektentwicklern</strong> der Region, was ihm heute helfen könnte, seinen <strong>Alltag neu zu gestalten</strong>. Er sagt selbst, er mache jetzt <strong>Consulting</strong>. Auf deutsch: Er arbeitet als Berater. &#8222;<em>&#8222;Manchmal ist meine Expertise gefragt&#8220;</em>, sagt Henninger. <em>&#8222;Und es macht ja auch Spaß.&#8220;</em></p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="639" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/02/20230228-Michael-Henninger.jpg" alt="CDU Henninger" class="wp-image-29280" style="width:250px;height:undefinedpx" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/02/20230228-Michael-Henninger.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/02/20230228-Michael-Henninger-300x300.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/02/20230228-Michael-Henninger-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Michael Henninger auf einem CDU-Plakat.</figcaption></figure>
</div>
<p>Ein solcher Berater-Job funktioniert so: Sollte – nur mal als Beispiel – der <strong>Kelkheimer Immobilien-Unternehmer Horn</strong> bei seinem<strong> Groß-Projekt </strong>an der Hattersheimer Straße (fast 500 Wohnungen) <strong>Umsetzungsprobleme</strong> oder <strong>besondere Wünsche</strong> haben, könnte er künftig Henninger <strong>engagieren</strong>. Der würde sich im<strong> Rathaus</strong> und bei den <strong>Stadtverordneten</strong> dafür einsetzen, dass alles nach des <strong>Investors</strong> <strong>Vorstellungen</strong> geschieht.</p>
<p>Das nennt sich Lobbyismus, also <strong>Einflussnahme auf politische Entscheidungen</strong> zur <strong>Durchsetzung</strong> <strong>geschäftlicher Interessen</strong>. Damit dürfte sich Henninger bestens auskennen. Er ist Vorsitzender im &#8222;Landesverband Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland&#8220;, und auf der <a href="https://www.bfw-hrs.de/" target="_blank" rel="noopener">Webseite des Verbands</a> <strong>offeriert</strong> er ganz offen: <em>&#8222;Wir bieten unseren mittelständischen Mitgliedsunternehmen eine hervorragende Vernetzung und verfügen über beste Kontakte zu wirtschaftlich und politisch entscheidenden Persönlichkeiten und Institutionen.&#8220;</em></p>
<p>Das alles ist <strong>ganz</strong> <strong>legal</strong> und <strong>mitnichten</strong> <strong>unüblich</strong>. Umso wichtiger ist: Wenn ein solcher Akteur <strong>bei Entscheidungen </strong>in den lokalpolitischen Gremien <strong>mitmischt</strong>, sollte man immer ganz genau hinschauen. Geht es dem CDU-Mann wirklich um <strong>das</strong> <strong>Wohl des Gemeinwesens</strong>? Oder vertritt er nicht doch nur <strong>die wirtschaftlichen Interessen eines Investors</strong>?</p>
<p>Zurück zur<strong> Hofheimer Frank-Niederlassung</strong>: Im Handelsregister werden heute als neue Geschäftsführer unter anderem die Namen der Hamburger <strong>Marc und Ulf Schauenburg</strong> genannt, die Miteigentümer des Unternehmens sind. Etwas irritierend: Auf der <strong>Unternehmens-Webseite</strong> sind für Hofheim zwei andere Namen – <strong>Frank Bösch</strong> und <strong>Guido Kany</strong> – angegeben.&nbsp;</p>
<p><strong>Spätestens jetzt</strong> drängt sich die Frage auf: <strong>Was ist los</strong> in dem Unternehmen? Ist angesichts der widrigen Situation in der Baubranche etwa eine <strong>Konzentration am Stammsitz Hamburg</strong> geplant – vielleicht sogar ohne den <strong>Standort Hofheim</strong>?</p>
<p>Wir hätten dazu gerne Informationen erhalten, aber wie gesagt: Das Unternehmen zeigt sich verschlossen.<strong> Clemens Thoma,</strong> der bei Frank als <em>&#8222;Leiter der Kommunikation&#8220;</em> fungiert, war am Telefon <strong>nicht zu sprechen</strong>. Seine Mail-Adresse auf der Frank-Webseite ist <strong>gesperrt</strong>. Bitten um Rückruf, bei der Firmenzentrale hinterlegt, blieben <strong>unerhört</strong>.</p>
<p>Das ist ziemlich <strong>viel</strong> <strong>Verschwiegenheit</strong>. Und das wiederum ist in der Regel <strong>kein</strong> <strong>gutes</strong> <strong>Zeichen</strong> für ein Unternehmen.</p>
<p>Schauen wir noch kurz rüber zur <strong>Frank Immobilien Service GmbH</strong>, die im Geschäft der <strong>Wohnungsverwalter</strong> mitmischt. Erst vor wenigen Monaten war diese Frank-Firma umgezogen: Im ehemaligen Möbelgeschäft <em>&#8222;Quadrat Einrichtungen&#8220;</em> an der Ecke <strong>Alte Bleiche/Kirschgartenstraße</strong> gönnte man sich <strong>niegelnagelneue und richtig schnieke Büros</strong>.</p>
<p>Wenig später allerdings <strong>brach der Laden zusammen</strong>. Jede Menge <strong>Wohnungsbesitzer</strong>, die die Frank-Hausverwaltung <strong>engagiert</strong> hatten, wurden zwar weiter <strong>abkassiert</strong>, aber <strong>nicht</strong> <strong>mehr</strong> <strong>bedient</strong>. Unterlagen wurden, wenn überhaupt, <strong>mit Wochen Verzögerung</strong> <strong>bearbeitet</strong>, <strong>gesetzlich</strong> <strong>vorgeschriebene</strong> <strong>Eigentümerversammlungen</strong> wurden <strong>nicht</strong> <strong>abgehalten</strong>, <strong>Abrechnungen</strong> nicht pflichtgemäß vorgelegt&#8230;</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/frank-202310-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="563" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/frank-202310-2.jpg" alt="frank 202310 2" class="wp-image-35157" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/frank-202310-2.jpg 1000w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/frank-202310-2-300x169.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/frank-202310-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">In Großschrift steht an der Eingangstür zur Hausverwaltung Frank: &#8222;Hallo und willkommen.&#8220; Das gilt inzwischen nur noch stark eingeschränkt: Klein steht darunter, dass nur noch eingelassen wird, wer einen Termin hat.</figcaption></figure>
</div>
<p>Dann verschwand der <strong>Geschäftsführer</strong>, wenig später setzte sich auch <strong>die</strong> <strong>zweite</strong> <strong>Reihe</strong> ab. Auf der Strecke blieben Wohnungsbesitzer, die dem &#8222;großen&#8220; Namen Frank <strong>vertraut</strong> <strong>hatten</strong>. </p>
<p>&#8222;<em>Einlass nur nach vorheriger Terminvereinbarung&#8220;</em> steht neuerdings auf einem <strong>Schild an der Eingangstür</strong>. Darunter der Zusatz: <em>&#8222;Wir bitten von Klopfen an die Scheiben etc. abzusehen.&#8220; </em>Offenbar hatten<strong> Wohnungseigentümer</strong>, die sich von der Frank-Hausverwaltung <strong>über den Tisch gezogen</strong> fühlten, direkt vorsprechen wollen: Da hat man sie kurzerhand <strong>ausgesperrt</strong> und die Eingangstür <strong>dicht gemacht.</strong></p>
<p>Inzwischen wird gemunkelt,<strong> Ende des Jahres </strong>werde die Frank-Wohnungsverwaltung komplett von Hofheim <strong>abgezogen</strong>. Auch hier: <strong>Keine Auskunft</strong> – siehe oben.&nbsp;</p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center has-black-color has-text-color" id="lorsbach202310"><a href="#lorsbach202310">Von wegen sauer auf die Politik: Lorsbacher zeigen sich bei der Wahl ganz zahm</a></h1>
<p><em>&#8222;Die Wähler haben sich eine Suppe eingebrockt, die ihnen selbst nicht schmeckt.&#8220; </em>Der Satz stammt von<strong> ARD-Wahlmoderator Jörg Schönenborn</strong>, und viele Lorsbacher werden <strong>zustimmend nicken</strong>. Hadern sie doch seit Monaten mit Politikern, die sie <strong>selbst gewählt</strong> haben. Die Gründe sind schnell erzählt:</p>
<p><strong>Die Landstraße L3011</strong> wurde von der zuständigen Landesbehörde <strong>&#8222;Hessen Mobil&#8220; </strong>direkt vorm Ortseingang <strong>abgesperrt</strong>, weil eine in die Jahre gekommene Stützmauer am Straßenrand erneuert werden muss. Unterhalb der Stützmauer fließt <strong>ein kleines Bächlein</strong>, das angeblich erhalten bleiben muss – Naturschutz! –, und das macht die Bauarbeiten offenbar <strong>enorm aufwändig</strong>. Mindestens Jahr lang soll die Straße teilweise <strong>voll gesperrt</strong> bleiben müssen.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Lorsbach-202310.jpg" alt="Lorsbach 202310" class="wp-image-35213" style="aspect-ratio:1.7777777777777777;width:640px;height:auto" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Lorsbach-202310.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Lorsbach-202310-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Lorsbacher Großbaustelle auf der L3011: Hier werden 98 Röhren ins Erdreich gerammt, bis zu 13 Meter tief, und mit Beton gefüllt. Der Aufwand sei notwendig, heißt es, weil ein kleines Bächlein neben der Fahrbahn nicht verrohrt werden darf: Naturschutz!</figcaption></figure>
</div>
<p>Letztes Wochenende waren <strong>Landtagswahlen</strong> in Hessen. Tage zuvor hatte das<strong>&nbsp;„Aktionsbündnis L3011“</strong>, das gegen die Baustelle kämpft, in einem Aufruf geschrieben:&nbsp;<em>„Es dürfte nicht überraschen, wenn zahlreiche Wählerinnen und Wähler aus der Region bei der Landtagswahl am 8. Oktober 2023 ihre Konsequenzen ziehen.“</em></p>
<p>Offenbar wurde erwartet, dass<strong> die vermeintlich zornigen Lorsbacher</strong> ihren <strong>Unmut an der Urne</strong> zum Ausdruck bringen. Doch die Ergebnisse <strong>aus den zwei Wahllokalen </strong>des Ortsteils zeigen ein ganz anderes Bild:</p>
<p>Die Dorfbewohner gaben sich <strong>zahm und brav</strong>. Von Protestwahl kann wirklich <strong>nicht die Rede sein:</strong></p>
<p><strong>CDU-Kandidat Axel Wintermeyer</strong>, der sich als Minister der Landesregierung für Lorsbach hätte einsetzen können, aber bis heute <strong>nicht erkennbar kümmert </strong>– ihn wählten die Lorsbacher mit starken <strong>36,71 bzw. 38,37 Prozent</strong>. Zwar bekam der Mann in anderen Wahlkreisen Hofheims deutlich mehr Stimmen. Aber wenn das Lorsbacher Ergebnis <strong>eine Abstrafung</strong> gewesen sein soll&#8230;</p>
<p>Der <strong>Grüne Landesminister Tarek Al-Wazir</strong> zeichnet verantwortlich für die Straßenbaubehörde <strong>&#8222;Hessen Mobil&#8220;</strong>, weshalb die <strong>Baustellen-Kritiker</strong> vor allem die grüne Politik <strong>ins Visier nehmen</strong>. Für diese Partei kandidierte <strong>Bianca Strauß</strong>, die bisher so gut wie <strong>keine Anteilnahme</strong> für das <strong>Leiden der Lorsbacher</strong> gezeigt hat. Sie schielt auf eine späte Politkarriere, da legt man sich natürlich nicht<strong> mit dem eigenen Minister</strong> an.</p>
<p><strong>Im Ortsteil Wallau,</strong> wo sie lebt und wo man sie kennt, musste sich die angebliche Journalistin <strong>mit mageren 13,88 bzw. 15,37 Prozent</strong> begnügen. In Lorsbach kam sie auf <strong>20,77 bzw. 19,68 Prozent</strong>.</p>
<p>Ein unbekannter Sprayer hat mal auf eine Wand gesprüht: <em>&#8222;Wer seine Stimme abgibt, hat nichts mehr zu sagen.&#8220;</em></p>
<p><strong>Das gilt mehr denn je in Lorsbach.</strong></p>
<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center has-text-color" id="cdu202310" style="color:#3a3a3a"><a href="#cdu202310">Heiße Gerüchte um CDU-Parteivorsitz: Wird Vogt von einer Frau abgelöst?</a></h1>
<p>Zum Schluss noch ein <strong>Gerücht</strong>, also eine <strong>unverbürgte Nachricht</strong>, die von größerem <strong>öffentlichem Interesse</strong>, aber eben auch <strong>ungesichert</strong> ist:</p>
<p>Es heißt, dass<strong> Christian Vogt </strong>– er ist bekanntlich auch Hofheims Bürgermeister – sein Amt als <strong>CDU-Parteivorsitzender</strong> loswerden will. Auf Fragen dazu reagiert er ungewohnt <strong>wortkarg</strong>, will eigentlich <strong>nichts sagen</strong> – außer: <em>&#8222;Wo haben Sie das her?&#8220;</em> </p>
<p>Und dann verweist er auf eine Versammlung seiner Stadtpartei am <strong>2. November</strong>: &#8222;<em>Da finden Vorstandswahlen statt, da wird entschieden.</em>&#8220; Ob er wieder <strong>antritt</strong> und <strong>kandidiert</strong>? Keine Antwort, nur: <em>&#8222;Warten Sie&#8217;s ab.&#8220;</em></p>
<p><strong>Ein klares Dementi </strong>hört sich anders an. Ein überzeugendes <strong>Bekenntnis zur Führung der Stadtpartei</strong> auch.&nbsp;</p>
<p>Spricht man mit <strong>Parteimitgliedern</strong>, heißt es, <em>&#8222;dem Christian&#8220;</em> werde alles <strong>ein bisschen zu viel.</strong> Der<strong> Job als Bürgermeister</strong> fordere ihn offenbar mehr, als er gedacht habe.</p>
<p>Und außerdem müsse der Mann, darauf wird unisono verwiesen, neben Job und Partei mit <strong>nie zuvor gekannten Stress</strong> im Privatleben in Diedenbergen fertig werden: Vor einem Jahr bekam seine Frau <strong>Zwillinge</strong>. Heißt: <strong>viel ungewohnte Unruhe im Hause Vogt</strong>. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Vogt-202310.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="435" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Vogt-202310.jpg" alt="Vogt 202310" class="wp-image-35210" style="aspect-ratio:1.471264367816092;width:640px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Vogt-202310.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/10/Vogt-202310-300x204.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mann im Stress: Christian Vogt auf dem Weg zur Wahlurne. An jeder Hand eine Tochter. Und hinterher musste er auch noch das Foto auf Facebook posten (hier ein Screenshot).</figcaption></figure>
</div>
<p>Man kann sich gut vorstellen, dass für den Mann alles <strong>ein bisschen viel</strong> wird. Aber wer bitte soll denn dann die Partei<strong> künftig führen</strong>?</p>
<p>Ein Name wird heiß gehandelt: <strong>Dr. Kristin Seitz</strong>, Juristin bei einer Bank in Frankfurt und Ortsbeirätin in Marxheim. Sie war <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/03/erster-stadtrat-cdu-kandidatin/">Vogts Favoritin</a> für das Amt des Ersten Beigeordneten. Weniger ihre <strong>mangelnde Qualifizierung</strong> für das Amt als vielmehr die <strong>Mehrheitsverhältnisse</strong> <strong>im</strong> <strong>Stadtparlament</strong> gaben der Frau von vornherein null Chancen. Trotzdem kam sie dem <strong>Drängen der Männer </strong>in der Parteiführung nach und stellte sich der Wahl.</p>
<p>Im Gegenzug soll sie jetzt, heißt es, mit dem <strong>Vorsitz der Stadtpartei </strong>bedacht werden. Ein kleines <strong>Dankeschön</strong> sozusagen. <strong>Netter</strong> <strong>Nebeneffekt</strong>:</p>
<p>Der unvergessliche <a href="https://hk-newsletter.de/2020/10/14/cdu-spitzenkandidat/">Ausspruch</a> von <strong>CDU-Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler</strong>, dass Frauen häufig nicht gern weit vorn stehen wollen, wäre endgültig als das entlarvt, was er ist:<strong> m</strong><strong>achohafter Unsinn.</strong></p>
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2023/10/14/rmv-frank-lorsbach-cdu/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Live aus dem Stadtparlament: Daniel Philipp ist neuer Erster Stadtrat</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/09/27/stadtparlament-live/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/09/27/stadtparlament-live/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2023 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hegeler Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Dr. Kristin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=34956</guid>

					<description><![CDATA[Bittere Schlappe für Hofheims CDU: Ein Grüner wird neuer Erster Stadtrat im Rathaus! Die Entscheidung fiel an diesem Mittwochabend im Stadtparlament: Daniel Philipp wurde mit der Mehrheit der Opposition gewählt. Er tritt die Nachfolge von CDU-Mann Wolfgang Exner an, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

Ganz am Ende der Sitzung wurde eine weitere Top-Personalie bekannt: CDU-Fraktionschef Alexander Kurz will sein Mandat abgeben. Er gab dafür einen nachvollziehbaren Grund an.

Der Hofheim/Kriftel-Newsletter berichtet "live" aus dem Stadtparlament, in dem mehr als 30 Themen auf der Tagesordnung stehen. Unter anderem wollen CDU, FDP und FWG in der Hattersheimer und Zeilsheimer Straße Bäume anpflanzen lassen und die Straßen dann in "Hattersheimer Allee" und "Zeilsheimer Allee" umbenennen. Sie meinen es wirklich ernst...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="font-size:17px"><strong>Hofheims Stadtparlament hat an diesem Mittwochabend einen neuen Ersten Stadtrat gewählt: Nachfolger von Wolfgang Exner (CDU) wird im nächsten Jahr der Grüne Daniel Philipp. Er bekam alle Stimmen der Opposition (SPD, Grüne, Bürger für Hofheim, Linke) – und damit eine Stimme mehr als Dr. Kristin Seitz, die von der Koalition (CDU, FDP, FWG) ins Rennen geschickt worden war.</strong></p>
</p>
<p style="font-size:17px">+++ Vorab noch diese Bitte: Sollten <strong>Unkorrektheiten</strong> oder <strong>Fehler</strong> im Text entdeckt oder <strong>Informationen vermisst </strong>werden, bitte kurz dem Autor <strong>Bescheid</strong> <strong>geben</strong> – am besten über das <strong>Kommentarfeld</strong> (unter dem Bericht). <strong>Danke!</strong> +++</p>
</p>
<p><strong>Und jetzt beginnt der Live-Bericht direkt aus der 22. Versammlung der Stadtverordneten:</strong></p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>18.01 Uhr</strong></h3>
</p>
<p><strong>Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler </strong>(CDU) eröffnet die Sitzung – und zeigt sich überrascht: Alle, aber auch wirklich <strong>alle Stadtverordneten</strong> seien anwesend. Es folgt eine längere Begrüßungs-Litanei mit vielen Namen von Gremienvertretern, Stadtältesten, Ortsvorstehern&#8230; Sogar der <strong>Bürgermeister von Kelkheim</strong> ist gekommen.</p>
</p>
<p>Die Zuschauerplätze sind voll: Mehr als <strong>100 Männer und Frauen</strong> sind gekommen, darunter viele <strong>Mitarbeiter der Stadtverwaltung</strong>. Sie sind natürlich <strong>gespannt</strong>, wer künftig auf dem zweitwichtigsten Chefsessel im Rathaus Platz nehmen wird.</p>
</p>
<p><strong>Hegeler</strong> lässt erst einmal über eine Reihe Themen <strong>abstimmen</strong> , die der Magistrat nur <strong>zur Kenntnis</strong> vorgelegt hat. Beispiele:</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Musikschule: Läuft! </h3>
</p>
<p>Der Rechenschaftsbericht 2022 der Musikschule liegt vor. Kurz in das 20-seitige Werk reingeschaut: <strong>2.386 Kinder, Jugendliche und Erwachsene</strong> im Alter zwischen vier Monaten und&nbsp; 80 Jahren nahmen letztes Jahr ein Musik-Angebot wahr. Die Schule finanziert sich überwiegend durch <strong>Unterrichtsgebühren</strong> (80%), gefolgt von den <strong>Zuschüssen</strong> <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong> <strong>und</strong> <strong>des</strong> <strong>Landes</strong>. </p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Geld ist genug in der Kasse – noch&#8230;</h3>
</p>
<p>Noch ein Zahlenwerk: der sogenannte <strong>Finanzstatusbericht</strong> für das <strong>II. Quartal 2023</strong>. Klingt  spröde, sollte für Mandatsträger <strong>Pflichtlektüre</strong> sein (liest aber vermutlich <strong>kaum einer</strong>). <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> schreibt darin:<em> &#8222;Die finanzielle Lage der Kreisstadt Hofheim am Taunus stellt sich auch zum Ende des zweiten Quartals 2023 als grundsätzlich gut dar.</em>&#8220; Aber dann lesen wir auch:<em> &#8222;Die Kommunalen Bundesverbände zeichnen zwischenzeitlich ein finanziell düsteres Zukunftsszenario.&#8220;</em> Wachsende <strong>kommunale</strong> <strong>Aufgaben</strong>, gesetzliche <strong>Verschlechterungen</strong> des Steuerertrages, hohe <strong>Inflation</strong>, <strong>unzureichende</strong> <strong>Hilfen</strong> von Bund und Ländern z.B. bei der <strong>Flüchtlingsunterbringung</strong> oder der finanziellen Förderung für die <strong>Kinderbetreuung</strong> – das lasse <em>&#8222;eine langdauernde kommunale Finanzmisere befürchten&#8220;</em>.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Ladestationen für E-Autos</h3>
</p>
<p>Laut einer Analyse werden für Hofheim <strong>48 bis 63 sogenannte Schnellladestationen für Elektroautos</strong> benötigt, vor allem in der <strong>Kernstadt</strong> und in <strong>Marxheim</strong>. In den übrigen Stadtteilen besteht <em>&#8222;noch kein Potential für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur</em>&#8222;. Derzeit gibt&#8217;s im Stadtgebiet <strong>36 Schnellladestationen</strong>. </p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Hoffen auf Geld für Sportanlagen</h3>
</p>
<p>Hofheim wird sich für das<strong> Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ </strong>bewerben – mit drei Projekten: <strong>Vereinshaus</strong> in <strong>Wildsachsen</strong> (Alte Schule) sowie Umkleide- und Sanitäreinrichtungen auf dem <strong>Sportplatz</strong> <strong>Wildsachsen</strong> und im <strong>Sportpark</strong> <strong>Heide</strong>.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Gleich zwei Mängelmelder für Radfahrer</h3>
</p>
<p>Der <strong>Mängelmelder</strong> auf der städtischen <a href="https://www.hofheim.de/leben/Maengelmelderformular.php" target="_blank" rel="noopener">Webseite</a> wurde um die <strong>Rubrik &#8222;Radverkehr&#8220;</strong> erweitert. Beim Mängelmelder der Aktion &#8222;Stadtradeln&#8220; will man nicht mehr mitmachen – zu umständlich. Dafür soll die &#8222;<a href="https://www.meldeplattform-radverkehr.de/?x=474340.75&amp;y=5552554.69&amp;z=10" target="_blank" rel="noopener">Meldeplattform Radverkehr</a>&#8220; genutzt werden: Diese Webseite wird u.a. vom Land Hessen und RMV betrieben. Sie werde, so der Magistrat, im Rathaus von <strong>Fachbereich 7 (Verkehrs- und Stadtplanung) </strong>verwaltet.</p>
</p>
<p>Schauen wir uns die Plattform schnell an: Es wurden bereits<strong> mehrere Mängel </strong>aus Hofheim gemeldet – Stolperfallen, verdreckte Fahrradwege, Vandalismus&#8230; Der Status lautet überall <em>&#8222;in Arbeit&#8220;</em>, dabei sind die Meldungen teilweise <strong>etliche Monate alt</strong>.</p>
</p>
<p>Da muss <strong>etwas mehr</strong> <strong>passieren</strong>, bevor wir der Verwaltung ein <strong>Lob mit Sternchen</strong> schenken <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Glückwunsch an den jungen Vater</h3>
</p>
<p>Noch eine Mitteilung: Hegeler gratuliert <strong>CDU-Fraktionschef Alexander Kurz </strong>– er hat Nachwuchs bekommen.</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erster Stadtrat – die Wahl beginnt</strong></h2>
</p>
<p><strong>Andreas Nickel (FWG) trägt</strong> den Bericht des <strong>Wahlvorbereitungsausschusses</strong> vor: Man werde aus den <strong>vier eingegangenen Bewerbungen</strong> zwei Vorschläge machen – in alphabetischer Reihenfolge: <strong>Daniel Philipp</strong> und <strong>Dr. Kirstin Seitz</strong>.</p>
</p>
<p>Hegeler erklärt <strong>ausführlich</strong>, eine solche Wahl ist schließlich <strong>nicht alltäglich</strong>: Als Beisitzer fungieren <strong>Andreas Nickel</strong> und <strong>Wilhelm Schultze </strong>(BfH), vorne steht eine hölzerne <strong>Wahlurne</strong>, die <strong>Stimmzettel</strong> werden gleich ausgegeben, in der Wahlkabine ausgefüllt und gefaltet in die <strong>Urne</strong> geworfen. </p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>18.21 Uhr:</strong></h3>
</p>
<p>In alphabetischer Reihenfolge werden die Stadtverordneten aufgerufen. Erster: <strong>Giovanni Barone</strong>. Dann: <strong>Bettina Brestel</strong>&#8230; </p>
</p>
<p>&#8230; als letzter geht jetzt <strong>Andreas Hegeler</strong> in die Wahlkabine, gibt seinen Stimmzettel ab. </p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>18.36 Uhr</strong></h3>
</p>
<p>Hegeler, Nickel und Schultze beginnen mit der <strong>Auswertung der Wahlzettel</strong>: Die Urne wird geöffnet, die <strong>Stimmzettel</strong> werden auf einem Tisch <strong>sortiert</strong>.</p>
</p>
<p>Alle Stadtverordneten bleiben auf ihren Plätzen sitzen<strong>. Leises Gemurmel</strong> im Saal. </p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>18.42 Uhr:</strong></h3>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="546" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Daniel-Philipp.jpg" alt="Daniel Philipp" class="wp-image-34994" style="width:250px;height:undefinedpx" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Daniel-Philipp.jpg 546w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Daniel-Philipp-256x300.jpg 256w" sizes="(max-width: 546px) 100vw, 546px" /><figcaption class="wp-element-caption">Daniel Philipp auf einem Foto aus dem letzten Wahlkampf. Ab 2024 ist er neuer Erster Stadtrat in Hofheim.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p>Hegeler spricht:<em> &#8222;Es wurden 45 Stimmen abgegeben. Es gab keine ungültige Stimme. Auf Daniel Philipp entfielen 23 Stimmen&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Beifall, Gejohle im Saal</strong>.</p>
</p>
<p>Hegeler: &#8222;<em>&#8230;auf Dr. Seitz entfielen 22 Stimmen.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Hegeler fragt: <em>&#8222;Herr Philipp, nehmen Sie die Wahl an?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Philipp – <strong>Frau Dr. Seitz</strong> steht bereits vor ihm, <strong>gratuliert</strong> – sagt:<em> &#8222;Ja, ich nehme die Wahl an.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Damit steht fest: Die Kreisstadt Hofheim am Taunus hat ab 2024 einen neuen Ersten Beigeordneten – Daniel Philipp.</strong> </p>
</p>
<p><strong>Ein Grüner ganz oben im Rathaus: Das gab&#8217;s noch nie!</strong></p>
</p>
<p>Eingeführt in sein neues Amt wird Philipp im Oktober in der nächsten Stadtverordnetenversammlung.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>18.43 Uhr:</strong></h3>
</p>
<p>Philipp spricht. Es sei eine <strong>Zitterpartie</strong> gewesen, sagt er, auch für ihn. Er bedankt sich bei seiner <strong>Fraktion</strong> und seiner <strong>Partei</strong>, die ihn frühzeitig <strong>nominiert</strong> habe, und ausdrücklich bei seiner Stellvertreterin<strong> Bettina Brestel</strong>, die ihn als  ganz stark unterstützt habe:<em> &#8222;Sie war so etwas wie meine Wahlkampfmanagerin, und sie war ja auch erfolgreich&#8220;</em>. Dankesworte richtet Philipp auch an die <strong>SPD</strong>, die <strong>Bürger für Hofheim</strong> und die <strong>Linken</strong> – für das <strong>Vertrauen</strong> und  die <strong>Unterstützung</strong>. Die intensive <strong>Zusammenarbeit</strong>, zu der man in den letzten Wochen gefunden habe, und dazu die <strong>Position des Ersten Stadtrats</strong> – das werde sich künftig sicher auch <strong>inhaltlich niederschlagen</strong>.</p>
</p>
<p>Das Ergebnis sei <strong>denkbar knapp</strong>, sagt er, und das bedeute für ihn <strong>Ansporn</strong>, alle Stadtverordnete zu <strong>überzeugen</strong> – mit einer<strong> guten Arbeit</strong> für Hofheim, die die Stadt <strong>weiterbringe</strong>. <em>&#8222;Meine beiden Enkel sind heute ein Jahr alt geworden. Wir müssen an die Zukunft denken, daran werde ich arbeiten.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Hegeler: &#8222;<em>Wir machen eine kurze Pause – es geht weiter um 18.55 Uhr.&#8220;</em></p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>18.53 Uhr:</strong></h3>
</p>
<p>Wir nutzen die Zeit und werfen einen Blick ins <strong>Analysetool dieser Webseite</strong>: Das Interesse an der Berichterstattung ist groß – aktuell sind 44 Besucher auf dieser Webseite. Soeben ist auch <strong>der erste Kommentar</strong> (ganz unten) eingegangen. </p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="428" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Analyse-20230927.jpg" alt="Analyse 20230927" class="wp-image-35003" style="width:640px;height:428px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Analyse-20230927.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Analyse-20230927-300x201.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bildschirmfoto vom Analysetool: 44 Besucher sind in diesem Augenblick – 18.55 Uhr – auf dieser Webseite.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>18.57 Uhr:</strong></h3>
</p>
<p>Es geht weiter in der Sitzung. Jetzt kommen die <strong>&#8222;harten Sachthemen&#8220;</strong></p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Bebauungsplan &#8222;Rödersteinweg&#8220; geheilt</h3>
</p>
<p>Ein sehr spezielles Problem, das seit drei Jahren schwelt. Vereinfacht ausgedrückt: Auf dem Kapellenberg liegt das ehemalige<strong> Altenheim Haus Maria Elisabeth.</strong> Der Bebauungsplan &#8222;Rödersteinweg&#8220; sieht nur ein reines Wohngebiet vor – ein Fehler im Plan, auf dessen &#8222;<strong>Heilung</strong>&#8220; seinerzeit <strong>verzichtet</strong> wurde, weil das Altenheim schon <strong>da war.</strong></p>
</p>
<p>Das Gebäude, in dem derzeit <strong>ukrainische Flüchtlinge</strong> leben, gehört inzwischen dem <strong>Kelkheimer Projektentwickler Horn</strong> (der kaufte auch das Polar-Mohr-Gelände, plant dort 550 Wohnungen zu bauen). Laut Medienberichten will Horn im nächsten Jahr mit der <strong>Sanierung des alten Gebäudes</strong> anfangen und Wohnungen für Betreutes Wohnungen schaffen.</p>
</p>
<p>Mit dem heutigen Beschluss wurde die Nutzung des Hauses festgezurrt: <em>&#8222;Die Zweckbestimmung ist als Altenwohnen, Altenpflege, Pflegeschule sowie verwandte Einrichtungen festgelegt worden&#8220;,</em> heißt es in einer Vorlage des Magistrats.</p>
</p>
<p>Es handelt sich allerdings nur um eine <strong>Veränderungssperre</strong>. Die<strong> Linke Barbara Grassel</strong> beantragt, <strong>einen richtigen Bebauungsplan</strong> aufzustellen: Das sei bereits <strong>2020</strong> beschlossen worden, aber vom Magistrat <strong>nicht umgesetzt</strong> worden. </p>
</p>
<p><strong>Aaron Kowacs (SPD)</strong> hält dagegen: Jetzt solle man so vorgehen wie vom Magistrat gewünscht und <strong>der Veränderungssperre zustimmen</strong>. Anfang 2024 könne man nochmals über den <strong>Bebauungsplan</strong> reden: <strong>Angenommen</strong>.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Zehn-Jahres-Plan für Stadtwald ist genehmigt</h3>
</p>
<p><strong>Dauerthema &#8222;Forsteinrichtungswerk&#8220;:</strong> Dieser Zehn-Jahres-Plan für den Stadtwald, in <strong>geheimen Sitzungen</strong> ausgehandelt, war zuletzt im Bau- und Planungsausschuss <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/24/7-hofheim-geschichten/#forst20230923">durchgewunken</a> worden. Der zuständige <strong>Stadtrat Bernhard Köppler</strong> lobt vorm Parlament das Werk – und damit sich selbst – ausgiebig. <em>&#8222;Ich glaube, wir täten gut daran, es jetzt mit einer breiten Mehrheit zu versehen.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Zwietes Wald-Thema: der<strong> Wirtschaftsplan für den Stadtwald 2023/24</strong>. Die Ausgaben werden mit knapp <strong>790.000 Euro </strong>angegeben, an Einnahmen (vor allem aus Holzverkäufen) wird mit <strong>480.000 Euro</strong> kalkuliert – macht ein <strong>Minus von 310.000 Euro</strong>. </p>
</p>
<p><strong>Nach Monaten der Diskussion</strong> über das Forsteinrichtungswerk sind wohl <strong>alle des Thema müde</strong>. Nur die Linken <strong>Barbara Grassel und Bernd Hausmann</strong> machen noch einige Anmerkungen, auf die<strong> Sitzungsleiter Hegeler</strong> erkennbar genervt reagiert. </p>
</p>
<p>Und <strong>Tanja Lindenthal</strong> von der BfH moniert, dass die Diskussion ausschließlich <strong>hinter verschlossenen Türen </strong>ablief: <em>&#8222;Damit sind wir so nicht mehr einverstanden&#8220;.</em> Lobend erwähnt sie, dass einige <strong>Naturschutz-Forderungen</strong> in dem Forsteinrichtungswerk aufgenommen wurden.</p>
</p>
<p>Eigentlich sollten die beiden Themen nur <strong>zur Kenntnis</strong> genommen werden. Doch<strong> Lindenthal</strong> nutzt die <strong>Gunst der Stunde</strong>:</p>
</p>
<p>Die <strong>Opposition</strong> hatte Bau- und Planungsausschuss noch einen längeren <strong>Antrag</strong> gestellt: Verlangt wurden u.a. <strong>jährliche Rechenschaftsberichte</strong> zum Wald, Auskünfte von den <strong>Jagdgenossenschaften</strong>, regelmäßige öffentliche <strong>Waldbegehungen</strong>&#8230; CDU/FDP/FWG hatten das im Ausschuss noch verhindern können.</p>
</p>
<p>Jetzt trägt Lindenthal den Antrag nochmals vor – und siehe da: Die Opposition hat <strong>die Mehrheit</strong> – der Antrag<strong> wird angenommen</strong>. </p>
</p>
<p>Die Erfahrung, <strong>einfach überstimmt</strong> werden zu können, muss<strong> für die CDU-ler</strong> ganz schön bitter sein!</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Elisabethenstraße 3: Kriterienkatalog ohne Bürger</h3>
</p>
<p>Das Thema setzen wir mal als bekannt voraus: <strong>CDU-Bürgermeister Vogt</strong> will auf dem Grundstück <strong>Elisabethenstraße 3</strong> von einem Investor ein <strong>Hotel</strong> bauen lassen, Bürger wollen dagegen <strong>mehr</strong> <strong>Grün</strong>, vor einem Jahr gab&#8217;s dazu ein <strong>Bürgerforum</strong>. Und das <strong>Versprechen</strong>: Es wird ein <strong>Kriterienkatalog</strong> erarbeitet, das Planungsbüros als Grundlage dienen soll, damit sie <strong>Ideen für das Grundstück</strong> entwickeln sollen.</p>
</p>
<p>Jetzt liegt der <strong>Kriterienkatalog</strong> vor, die Stadtverordneten sollen ihn – so der Plan des Magistrats – <strong>abnicken</strong>.</p>
</p>
<p>Allerdings hatte das Stadtparlament im<strong> September 2022</strong> auf Antrag der Grünen <strong>beschlossen</strong>: <em>„Der Kriterienkatalog wird im Rahmen eines weiteren Bürgerforums vorgestellt und zur Diskussion gestellt.“ </em>Daran hatte der <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/24/7-hofheim-geschichten/#elisabethenstra%C3%9Fe20230923">Hofheim/Kriftel-Newsletter</a> in der vergangenen Woche erinnert.&nbsp;</p>
</p>
<p>Was nun?</p>
</p>
<p>Die <strong>Linken</strong> reagieren: <strong>Bernd Hausmann</strong> beantragt, dass der <strong>Kriterienkatalog</strong> erst einmal zur Diskussion gestellt wird&nbsp; – wie vom Stadtparlament <strong>einstimmig</strong> <strong>beschlossen</strong> worden war.</p>
</p>
<p><strong>Aaron Kowacs (SPD)</strong> ist dagegen: Es sei alle notwendigen Informationen im <strong>Kriterienkatalog enthalten</strong> – von <strong>Baukörper</strong> bis <strong>Grünfläche</strong>. Man könne jetzt so <strong>verfahren</strong>, wie der Magistrat vorgeschlagen.</p>
</p>
<p><strong>Ralf Weber (FDP) </strong>unterstützt Kowacs: Man wolle endlich zu einem <strong>Resultat</strong> kommen.</p>
</p>
<p>Die <strong>Abstimmung</strong> über den Hausmann-Antrag ergibt: 30 Stadtverordnete sind <strong>dagegen</strong>  heißt: Der <strong>Kriterienkatalog </strong>wird<strong> nicht </strong>in einem<strong> Bürgerforum</strong> vorgestellt. Der Magistrat kann jetzt das Papier (<a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Hofheim-Kriterienkatalog.pdf">hier</a> nachzulesen) an Planungsbüros herausgehen.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Rechtssprechung verzögert Häuserbau in Wildsachen</h3>
</p>
<p>Noch ein Bebauungsplan, auch hier <strong>eine etwas verworrene Situation</strong>: In Wildsachsen sollen im <strong>&#8222;Jungehag&#8220; 50 bis 75 Häuser</strong> gebaut werden können, der <strong>Bebauungsplan</strong> trat bereits Ende letzten Jahres <strong>in</strong> <strong>Kraft</strong>.</p>
</p>
<p>Dann erging ein Urteil des <strong>Bundesverwaltungsgerichtshofs</strong>, wonach Freiflächen außerhalb einer Gemeinde <em>&#8222;nicht im beschleunigten Verfahren(&#8230;) ohne Umweltprüfung überplant werden“</em> dürfen. Für den Bebauungsplan &#8222;Jungehag&#8220; bedeutet das: Die Stadt muss <strong>nachbessern</strong>, die geänderte Fassung muss wieder <strong>öffentlich</strong> <strong>ausgelegt</strong> werden, <strong>Träger öffentlicher Belange</strong> müssen wieder <strong>gehört</strong> werden – kurzum: Die Bebauung wird sich deutlich <strong>verzögern</strong>.</p>
</p>
<p>Unabhängig davon will die Stadt schon jetzt mit der <strong>Umlegung</strong> der Grundstücke anfangen. <strong>Barbara Grassel</strong>, Juristin, nannte das Vorgehen des Magistrats <strong>rechtlich zweifelhaft</strong>. Eine Umlegung zu machen, <strong>ohne Sicherheit</strong> zu haben, dass der Bebauungsplan zustande komme, halte sie <strong>nicht für klug</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Aaron Kowacs (SPD)</strong>, auch Jurist, zitierte <strong>Urteile</strong>, die die Position des Magistrats <strong>stützen</strong>. Also Abstimmung:</p>
</p>
<p>Es wird jetzt gemacht, wie <strong>der Magistrat es will</strong>.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Ausgleichsflächenkataster? Keine Chance! </h3>
</p>
<p>Die Grünen wollen ein <strong>Ausgleichsflächenkataster</strong>. Klingt ziemlich <strong>kompliziert</strong>, meint aber im Grunde nur: Wenn bestimmte <strong>Grundstücke</strong> <strong>zu</strong> <strong>Bauland</strong> werden sollen, muss die Stadt im Rahmen des Natur- und Umweltschutzes<strong> Grundstücke als Ausgleich </strong>benennen. Weil da kaum ein Mensch <strong>durchblickt</strong>, möchten die Grünen ein Kataster erstellt haben, in dem unter anderem alle geplanten bzw. bereits umgesetzten Ausgleichsflächen aufgeführt werden.</p>
</p>
<p>Der Antrag wurde bereits im Ausschuss <strong>abgelehnt</strong>, auch mit Hinweis auf ein <strong>Internetportal</strong>, über das entsprechende Daten <strong>abgerufen</strong> werden können. Woraufhin <strong>Bettina Brestel (Grüne)</strong> beantragt, dass dieses Tool im Ausschuss vorgestellt wird.</p>
</p>
<p><strong>Ralf Weber</strong> (FDP)<strong> </strong>griff sofort frontal an: Jeder könne selbst <strong>die Internetseite </strong> <strong>aufrufen</strong>, der Magistrat habe <strong>Besseres</strong> zu tun, man solle sich <strong>gefälligst</strong> <strong>besser</strong> <strong>vorbereiten</strong>, dann sei der Antrag <strong>überflüssig</strong>&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Thema durch: </strong>Ein Ausgleichsflächenkataster hat <strong>keine Chance</strong>. Derzeit wenigstens nicht.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Über Radfahrer-Probleme soll jährlich besprochen werden</h3>
</p>
<p><strong>Nochmal Thema &#8222;Radfahrer&#8220;:</strong> Vor zwei Monaten hatten je ein Vertreter der <strong>Hofheimer</strong> <strong>Lokalen Agenda</strong> (HLA) und des <strong>Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs</strong> (ADFC)&nbsp;im Verkehrsausschuss über die <a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/27/radfahrer-elend-in-hofheim/">Not der Radler</a> in Hofheim berichtet. Dabei kam heraus: Den Austausch hatte <strong>Hofheims Parlament</strong> bereits <strong>2019</strong> <strong>beschlossen</strong> – vier Jahre lang hatte sich nichts getan!&nbsp;</p>
</p>
<p>Das soll sich <strong>nicht noch einmal </strong>wiederholen. Die <strong>Grünen</strong> haben den Antrag gestellt, dass HLA und ADFC <strong>einmal im Jahr</strong> über die Situation des <strong>Rad- und Fußverkehrs</strong> in Hofheim berichten sollen.</p>
</p>
<p>Dafür sorgen soll, schreiben die Grünen, der <strong>Dezernent für Nahmobilität</strong>. Den gibt&#8217;s wirklich in Hofheim, nur kennt ihn <strong>kaum einer,</strong> was vermutlich mit der <strong>Intensität</strong> zusammenhängt, mit der der Mann das Amt ausübt: <strong>Thomas Jung</strong> sitzt für die <strong>FDP</strong> im Magistrat, hat ein <strong>Büro im Rathaus</strong>, eine <strong>Rathaus-Telefonnummer</strong>, eine städtische<strong> E-Mail-Adresse</strong>&#8230; Besondere <strong>Aktivitäten</strong> von ihm sind leider nicht bekannt. </p>
</p>
<p>Mal gucken, ob der Mann noch <strong>in die Gänge kommt</strong>&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Schneller Zwischenruf</strong> (hat mit der Sitzung nichts zu tun): An diesem<strong> Samstag</strong> ist wieder <strong>Radfahrer-Demo</strong> von  &#8222;Hofheim bewegt sich&#8220;, Treffpunkt: <strong>11 Uhr, Kellereiplatz</strong>. Radeln für <strong>ein radfahrerfreundliches Hofheim</strong>: mehr <a href="https://hofheimbewegtsich.org/2023/09/stadtradeln-und-demo/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>
</p>
<p><strong>Michaela Schwarz</strong> , Fraktionsvorsitzende der FDP, zeigt keine große Lust, sich mit Radfahrern auseinanderzusetzen: HLA und ADFC seien<strong> nicht demokratisch</strong> <strong>legitimiert</strong>, sagt sie, außerdem habe man auch so schon genug zu tun&#8230; Wenn ein <strong>Wunsch nach</strong> <strong>Information</strong> bestehe, solle man sich an den Magistrat wenden. Dass der <strong>Nahmobilitätsdezernent</strong> angesprochen werde, finde sie <strong>befremdlich</strong>: Deshalb lehne sie <strong>für die FDP</strong> den Antrag ab.</p>
</p>
<p><strong>Wilhelm Schultze (BfH) </strong>und <strong>Barbara Grassel (Linke)</strong> räumen ein, dass besser der <strong>Magistrat</strong> angesprochen werde. Aber einmal im Jahr ein <strong>Radfahrer-Bericht</strong>: Das sei doch <strong>eine gute Sache</strong>.</p>
</p>
<p>Jetzt sagt <strong>Ralf Weber </strong>von der FDP, man werde sich dem Vorschlag anschließen. Aber dann, ruft er noch ins Rund, müsse man auch die <strong>Radwege zwischen den Ortsteilen</strong> anschieben. <em>&#8222;Nicht nur Laberrunden ins Leben rufen, sondern auch konkret nach vorne schieben.&#8220;</em> </p>
</p>
<p><strong>Abstimmung:</strong> einmal im Jahr soll ein Treffen mit <strong>HLA und ADFC</strong> zur Situation der Radler stattfinden – <strong>alle dafür</strong>.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Krankenhaus: Magistrat soll sich einsetzen</h3>
</p>
<p><strong>Hofheims Krankenhaus ist in größter Not: </strong>Der Varisano-Konzern ist nahezu <strong>Pleite</strong>, der Kreis buttert <strong>Millionen</strong> rein (er wird sich das Geld natürlich bei den <strong>Kommunen</strong> <strong>wiederholen</strong>).<strong> Hartnäckig</strong> hält sich das <strong>Gerücht</strong>, dass wichtige Bereiche des <strong>Hofheimer Krankenhauses</strong> <strong>künftig</strong> <strong>wegfallen</strong>, sogar von einem <strong>Aus der Notfallambulanz</strong> wird gesprochen.</p>
</p>
<p>Alles ausführlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/10/krankenhaus-vor-pleite/">hier</a> und <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/16/hofheim-chefarzt-notfallambulanz/">hier</a> beschrieben.</p>
</p>
<p>Die <strong>Linken im Stadtparlament </strong>preschen vor und stellen den Antrag: Der Magistrat möge sich für den <strong>Klinikstandort Hofheim,</strong> für eine wohnortnahe <strong>stationäre Grundversorgung </strong>und für eine <strong>Notfallversorgung in Hofheim </strong>stark machen. Kann man da wirklich nein sagen?</p>
</p>
<p><strong>Andreas Nickel</strong> (FWG) sagt, eigentlich sei er <strong>zurückhaltend</strong> mit solchen <strong>Petitionen</strong>, aber hier würde er eine <strong>Ausnahme</strong> machen: <em>&#8222;Das Krankenhaus sollte uns allen ein Anliegen sein.&#8220;</em> Jetzt müsse man <strong>kämpfen</strong>, damit die Stadt nicht noch mehr <strong>Einbußen</strong> hinnehmen müsse. </p>
</p>
<p><strong>Michaela Schwarz</strong> (FDP) sagt: Natürlich sei ein Krankenhaus <strong>wünschenswert</strong>. Die Frau kandidiert für den <strong>Landtag</strong>, zeigt sich auf <strong>Plakaten</strong> mit den <strong>Slogan</strong> <em>&#8222;Feuer und Flamme für Hessen&#8220;</em>. Fürs <strong>Krankenhaus Hofheim</strong> kann sie aber offenbar <strong>nicht sonderlich erwärmen</strong>: Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass <strong>Kosten auf die Stadt</strong> zukommen. Weil man keine weitere Informationen dazu habe – der <strong>Restrukturierungsprozess</strong> läuft gerade –, könne man derzeit <strong>keine Entscheidung</strong> treffen. </p>
</p>
<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt </strong>(CDU) wird deutlich:<em> &#8222;Wir wollen festhalten am Klinikstandort Hofheim.&#8220;</em> Er sei <strong>zuversichtlich</strong>, dass das Krankenhaus <strong>erhalten</strong> bleibe, sagt er auch. Dann aber macht er <strong>Andeutungen</strong>, die erahnen lassen, dass er <strong>mehr</strong> <strong>weiß</strong> –&nbsp;und dem Krankenhaus <strong>Veränderungen</strong> bevorstehen:</p>
</p>
<p>Man müsse sich damit <strong>abfinden</strong>, so Vogt, dass die <strong>Grundversorgung</strong>, wie wir sie kennen, das klassische Krankenhaus, das <strong>sämtliche Heilberufe</strong> umfasst, dass es das <strong>nicht mehr geben </strong>wird. Der Varisano-Verbund sei insgesamt in <strong>Schieflage</strong> geraten, <em>&#8222;da müssen wir Sorge haben, da werden wir auch kämpfen müssen.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Entwicklungen</strong> könne man sich <strong>nicht</strong> <strong>verschließen</strong>. Der Standort Hofheim werde bleiben, <em>&#8222;wie immer der dann auch aussieht und mit welchen medizinischen Abteilungen&#8220;.</em> Wenn <strong>medinizsche Führungskräfte </strong>in den Ruhestand gehen, dann müsse man der Geschäftsführung<strong> das Recht</strong> <strong>einräumen</strong>, <strong>Umstrukturierungen</strong> vorzunehmen. Das müsse man trennen <strong>von der finanziellen Misere</strong>.</p>
</p>
<p>Nochmals wies er darauf hin: Wenn die <strong>Kreisumlage</strong> wegen des <strong>Defizits</strong> <strong>bei den Kliniken</strong> erhöht werde, könne das die Stadt <strong>bis zu zwei Millionen</strong> kosten. <em>&#8222;Wir wollen einen Klinikstandort behalten. Die Frage ist nur, wie er aussehen wird.&#8220;</em></p>
</p>
<p><strong>Ralf Weber</strong> hatte seinen Auftritt: Der Antrag zum Krankenhaus <em>&#8222;ist doch ein reiner Schaufensterantrag&#8220;</em>, <strong>polterte</strong> er. Was die Linken wünschten, bewirke nichts, sei <em>&#8222;eine leere Geschichte, die uns alle nur Zeit kostet&#8220;.</em></p>
</p>
<p><em>&#8222;Von mir aus werden wir zustimmen&#8220;,</em> doch dieser Antrag sei &#8222;<em>reiner Populismus&#8220;.</em></p>
</p>
<p>Die Abstimmung: Der Linken-Antrag wird bei einer Enthaltung <strong>angenommen</strong>.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Wildsachsen: Bäume dürfen (noch) nicht gefällt werden</h3>
</p>
<p>Direkt an der <strong>Quelle des Hollerbachs</strong> und dem <strong>Bachverlauf in Wildsachsen</strong> sollen Bäume <strong>gefällt</strong> werden. Die <strong>Linken</strong> befürchten, das werde &#8222;<em>zum Verlust wichtiger Lebensräume für Flora und Fauna führen, zudem den Wald stark auflichten und in deren Folge den Waldboden und den Quellfluss erwärmen&#8220;</em>. Sie beantragen: 1. <strong>keine</strong> <strong>Fällarbeiten</strong>. 2. keine Anpflanzung von <strong>Douglasien</strong> 3. In dem Wald liegt <strong>Müll</strong>, der sollte zeitnah beseitigt werden.</p>
</p>
<p>Abstimmung: Das Thema soll jetzt erst einmal im<strong> Ortsbeirat und im Bau- und Planungsausschuss</strong> beraten werden.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Linke: Keine Chance auf einen Platz im Magistrat</h3>
</p>
<p>In Hofheim gibt es neben dem <strong>hauptamtlichen Magistrat</strong> (Bürgermeister, Erster Stadtrat und Stadtrat) einen <strong>ehrenamtlichen Magistrat</strong>, in dem eigentlich <strong>alle</strong> <strong>Fraktionen</strong> vertreten sein sollten. Eigentlich – denn die Zahl der Mitglieder wurde auf <strong>12</strong> begrenzt. Nachdem die Fraktionen die Plätze entsprechend ihrer Größe aufgeteilt hatten, stellten sie fest: <strong>Uuups – die Linken sind ja draußen.</strong> </p>
</p>
<p>Einige finden&#8217;s <strong>gut</strong> (sie fühlen sich von den Linken <strong>zu oft zu kritisch </strong>hinterfragt), andere finden&#8217;s <strong>weniger gut</strong> (sagen aber nichts). Jetzt versuchten die <strong>Linken einen Vorstoß</strong> zu machen: Sie stellten den Antrag, die Zahl der<strong> Mandate auf 13 </strong>zu erhöhen.</p>
</p>
<p><strong> CDU-Mann Frank Härder</strong> hält dagegen und rechnet vor: Im Magistrat hat die CDU 4 Sitze, die Grünen haben 3, die SPD hat 2 und die FDP, FWG und Bürger für Hofheim jeweils 1. Dieser Verteilung hätten damals<strong> 41 Stadtverordnete </strong>zugestimmt, zwei waren dagegen. Der damalige Antrag von Grassel, die Zahl auf 13 zu erhöhen, sei <strong>abgelehnt</strong> worden. Härder: <em>&#8222;Was hat sich seither geändert?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Bekäme die Linke einen Sitz im <strong>Magistrat</strong>, müssten die anderen Parteien <strong>deutlich mehr Sitze </strong>bekommen, um das Wahlergebnis abzubilden: Der Magistrat müsse 24 Sitze haben. <em>&#8222;Warum sollen wir die Hauptsatzung nachträglich ändern? Das gab es noch nie in Hofheim!&#8220;</em></p>
</p>
<p>Abstimmung: Antrag mehrheitlich <strong>abgelehnt</strong>.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Hauptstrassen-Arbeitskreis soll größer werden</h3>
</p>
<p>Es geht um die <strong>Hauptstrasse in der Kernstadt</strong>. Gewerbeverein <strong>IHH</strong> und Bürgervereinigung <strong>Altstadt</strong> würden gerne mehr mitreden können, es ist bereits eine <strong>Machbarkeitsstudie</strong> in Arbeit, der <strong>Ortsbeirat</strong> hat eine <strong>Arbeitsgruppe</strong> gegründet&#8230; Hinter den Kulissen findet ein <strong>erbittertes Ziehen und Zerren</strong> statt, manchmal erleben wir auch ein <strong>Hauen und Stechen</strong> in aller Öffentlichkeit: In der Altstadt wirken <strong>viele</strong> <strong>Interessen</strong>, manchmal <strong>miteinander</strong>, oftmals <strong>gegeneinander</strong>.</p>
</p>
<p>Die <strong>SPD</strong> möchte, dass in dem nicht-öffentlich tagenden <strong>Arbeitskreis</strong> <strong>des Ortsbeirats </strong>auch die <strong>Altstadtfreunde</strong> und <strong>Kaufleute</strong> mitmischen dürfen.</p>
</p>
<p><strong>Tanja Lindenthal: </strong>Immer mehr Arbeitsgruppen – das werde zu viel. <em>&#8222;Und wenn, dann müssen alle Interessengruppen berücksichtigt werden.&#8220;</em> Da gibt&#8217;s nämlich noch ein paar mehr.</p>
</p>
<p><strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> macht deutlich, dass die Verwaltung mit dem SPD-Antrag <strong>nichts anfangen</strong> können: <em>&#8222;Wir brauchen ein klares Signal und Leitplanken.&#8220;</em> Wenn beispielsweise der Magistrat den Verkehrsentwicklungsplan fortschreiben soll, <em>&#8222;dann müssen Sie das deutlich sagen.&#8220;</em> Eine Zielrichtung müsse erkennbar sein, die sehe er in dem Antrag nicht. </p>
</p>
<p><strong>Erster Stadtrat Wolfgang Exner </strong>(CDU): <em>&#8222;Ich habe immer gesagt, dass es einen gesellschaftlichen Diskussionsprozess geben muss.</em>&#8220;  Aber ob Arbeitskreise der richtige Weg sind, sei dahingestellt. Eine Video-Verkehrszählung mit <strong>Kennzeichenerfassung</strong> habe es im September gegeben, im November werden Ergebnisse präsentiert.</p>
</p>
<p><strong>Michael Henninger </strong>(CDU) empfiehlt, sich erst einmal zu <strong>sortieren</strong>: <em>&#8222;Wir wollten uns mit der Hauptstrasse beschäftigen, wenn die Zahlen der Verkehrszählung vorliegen.&#8220;</em> Wenn das Projekt zu  groß angegangen werde, dann werde es unendlich lange dauern. Deshalb: Erst einmal an den <strong>Ausschuss</strong> und <strong>Ortsbeirat</strong> überweisen. Die <strong>Altstadt</strong> sei zu wertvoll: <em>&#8222;Es ist unser Hofheim, nicht das Hofheim Einzelner.&#8220;</em></p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Koalition will Umgehungsstrasse bauen</h3>
</p>
<p>Noch einmal Verkehr, jetzt geht&#8217;s um die Bereiche <strong>Zeilsheimer- und Niederhofheimer Straße</strong>. <strong>CDU/FDP/FWG</strong> wollen ein <strong>ganz großes Fass</strong> aufmachen – so lautet ihr Plan:</p>
</p>
<p>Autofahrer würden heute, wenn sie von der Autobahn kommen und in Richtung Bad Soden/Kelkheim wollen,<strong> quer durch die Stadt</strong> fahren. Besser wäre: Die <strong>Katharina-Kemmler-Straße</strong>, die vor der Tierklinik und an der Feuerwehr vorbeiführt, werde einfach <strong>geradeaus</strong> und <strong>über landwirtschaftliche Flächen </strong>hinweg ausgebaut: Dann würden die innerstädtischen Straßen <strong>entlastet</strong>.</p>
</p>
<p><strong>Ralf Weber</strong> trägt den Antrag vor. Under  fordert: Der Magistrat solle seine Idee <strong>prüfen</strong>, auch mit der zuständigen Landesbehörde <strong>Hessen Mobil, </strong>und dann <em>&#8222;schnellstmöglich&#8220;</em> umsetzen.</p>
</p>
<p>Mal eben so &#8217;ne <strong>Straße über Äcker</strong> bauen, <strong>schnellstmöglich</strong> natürlich: Glaubt der FDP-Mann wirklich, dass das so funktioniert?</p>
</p>
<p><strong>Barbara Grassel: </strong>&#8222;<em>Dass Sie damit kommen, kurz bevor der langjährige <strong>Planungsdezernent</strong> in den Ruhestand geht&#8220;</em>– das sehe doch sehr nach <strong>Populismus</strong> aus.</p>
</p>
<p><strong>Aaron Kowacs</strong> (SPD) sagt, man könne die Idee ja <strong>vielleicht</strong> für richtig halten. Aber sie bedürfe der  <strong>Konkretisierung</strong> – deshalb: Jetzt <strong>nichts</strong> <strong>beschließen</strong>. Erst einmal das Thema in den <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> überweisen.</p>
</p>
<p><strong>So soll&#8217;s geschehen</strong>, ergab die Abstimmung.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Koalition will Hauptstraßen in Alleen umbenennen</strong></h3>
</p>
<p>Noch eine<strong> überraschende Idee</strong>, auch hier ist die Handschrift von <strong>Ralf Weber</strong> nicht zu übersehen. Und wieder hatte er <strong>CDU, FWG </strong>und natürlich <strong>&#8222;seine&#8220; FDP</strong> gewinnen können, sich hinter seine Anträge zu stellen: </p>
</p>
<p>Herr Weber schlägt vor, die<strong> Hattersheimer Straße</strong> und die <strong>Zeilsheimer Straße </strong>umzubenennen. An beiden Straßen sollen viele <strong>Bäume</strong> <strong>gepflanzt</strong> werden, natürlich zügig, sagt er, und dann sollen die Straßen In <strong>&#8222;Hattersheimer Allee&#8220;</strong> und <strong>&#8222;Zeilsheimer Allee&#8220;</strong> umbenannt werden.</p>
</p>
<p>Man hat das Gefühl, im <strong>Polit-Zirkus</strong> zu sein. Der <strong>Clown</strong> tritt auf:</p>
</p>
<p>An der Hattersheimer Straße will der <strong>Kelkheimer Projektentwickler Horn</strong> auf dem Polar-Mohr-Gelände bekanntlich <strong>500 Wohnungen</strong> bauen, dazu <strong>Büros</strong> und eine <strong>Kita</strong>. Der Investor werde, so safr Weber, entlang der Straße <strong>Bäume pflanzen,</strong> daneben muss dann auch noch Platz für einen <strong>Rad- und Fußweg</strong> bleiben.</p>
</p>
<p>Entlang der <strong>Zeilsheimer Straße</strong> soll der Magistrat tätig werde. Ein <strong>Planungsbüro</strong> beauftragen, <strong>Geld</strong> bereit stellen – <strong>machen</strong>! Und das Ganze, so Weber: <strong>kurzfristig</strong>!</p>
</p>
<p><strong>Kurzer Einschub:</strong> Heute Mittag schickte der bekannte <strong>Hofheimer Comedian Peter Kunz</strong>, als er von der Plänen von CDU, FDP und FWG erfuhr, diesen <strong>Kommentar</strong>: <em>&#8222;Die machen mir noch Konkurrenz!&#8220; </em>Er habe weitere Vorschläge für Straßen-Umbenennungen parat: <em>Zeilsheimer Chausee, Boulevard Schmelzweg, Avenue Langgewann</em>&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Noch-Grünen-Fraktionschef Daniel Philipp</strong> reagiert ungewohnt deutlich auf die Weber-Phantasien und redet Klartext: Das sei jetzt <strong>der dritte Antrag</strong> zur Straßenplanung – er frage sich, ob sich Herr Weber jemals über die <strong>Finanzlage</strong> <strong>der</strong> <strong>Stadt</strong> informiert habe. <em>&#8222;Das sind doch reine Luftschlösser, alles völlig unrealistisch.&#8220;</em> Bei den Plänen, von denen Weber träume, <em>&#8222;bleibt für die Straße nur ein kleiner Weg&#8220;</em>. Als Grüne habe man nichts dagegen, doch das habe mit vernünftiger Politik nichts zu tun.</p>
</p>
<p>Solche Vorhaben verlangten <strong>umfangreiche Prüfungen</strong>, aber schon jetzt sei klar, dass solche Pläne niemals umzusetzen seien: So verlange ein größerer Baum für sein Wurzelwerk sehr viel Platz, den er wegen der im Erdreich verlegten Kabel und Rohre an diesen Straßen nicht finden könne. </p>
</p>
<p><strong>Wilhelm Schultze</strong> (Bürger für Hofheim) findet&#8217;s gut, wenn <strong>Bäume</strong> <strong>gepflanzt</strong> werden. Aber eine Umbenennung? Nein, das sei viel zu aufwendig, das werde man <strong>ablehnen</strong>. In vielen Jahren könne man vielleicht nochmal neu drüber <strong>nachdenken</strong>&#8230;</p>
</p>
<p><strong>Tanja Lindenthal</strong> (BfH) reagiert mit Ironie:<em> &#8222;Ich bin begeistert von den kühnen Ideen der Koalition.&#8220;</em> Zur <strong>Hattersheimer Straße</strong> konnte sie beitragen: Die Baumreihe wurde bereits mehrmals <strong>gefordert</strong>, so dass der Antrag <em>&#8222;eigentlich überflüssig ist, weil alles längst zugesichert wurde&#8220;.</em></p>
</p>
<p>Es gab&#8217;s noch ein kurzes <strong>Hin und Her,</strong> die Lösung lautet: Ein <strong>Planungsbüro</strong> soll sich die <strong>Straßen</strong> ansehen, <strong>Vorstellungen</strong> erarbeiten und sie im <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> vorstellen.</p>
</p>
<p>Seine Anträge auf <strong>Umbenennung der Straßen</strong> zog Weber <strong>zurück</strong>.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading"><strong>21.56 Uhr:</strong></h3>
</p>
<p><strong>Sitzungsleiter <strong>Andreas</strong></strong> <strong>Hegeler </strong>kündigt an, die Sitzung um <strong>22 Uhr</strong> zu beenden.<strong> Andreas Nickel (FWG) </strong>versucht lauthals zu protestieren. Hegeler reagiert aufgebracht: <em>&#8222;Dann macht gefälligst bessere Anträge.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Bürgermeister Vogt bittet, die letzten Punkte doch noch abzuhaken: Es geht um <strong>ein Millionengeschäft</strong>, er brauche eine Entscheidung für die Vorbereitung des nächsten Haushalts.</p>
</p>
<p>Hegeler lässt <strong>abstimmen</strong>: Die Mehrheit ist fürs <strong>Weitermachen</strong>.  </p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Stadt verkauft Millionen-Grundstück</h3>
</p>
<p>Auch dieses Thema ist etwas älter, im Hofheim/Kriftel-Newsletter war bereits im Dezember letzten Jahres der Sachstand zu lesen. Zitat:</p>
</p>
<p><em>&#8222;Die&nbsp;CDU&nbsp;wollte zusammen mit&nbsp;FDP/FWG&nbsp;ein städtisches Grundstück am&nbsp;Paulinenweg in Langenhain&nbsp;verkaufen. Dort sollte vor wenigen Jahren noch ein&nbsp;Flüchtlingsheim&nbsp;gebaut werden. Als die Nachbarn protestierten, wurde umgeplant: Die HWB sollte&nbsp;Mehrfamilienhäuser&nbsp;bauen. Es klang nach einem guten Plan:&nbsp;Geförderter Wohnungsbau&nbsp;wird schließlich dringend benötigt!</em></p>
</p>
<p><em>Dann erneuter Sinneswandel: Das knapp&nbsp;1.250 Quadratmeter&nbsp;große Grundstück sollte verkauft werden – für rund&nbsp;eine Million Euro. Den Löwenanteil des Geldes sollte die HWB kriegen: Das Wohnungsbauunternehmen, das zu 100 Prozent der Stadt gehört, plant aktuell&nbsp;mehrere Bauprojekte&nbsp;und hatte dafür&nbsp;KfW-Mittel&nbsp;einkalkuliert, die aber nach einem allgemeinen&nbsp;Förderstopp&nbsp;wegfallen. Eine Möglichkeit wäre natürlich, die Finanzierungslücken durch&nbsp;Bankdarlehen&nbsp;zu stopfen. Das aber lehnt die HWB – Vorsitzender des HWB-Aufsichtsrates:&nbsp;CDU-Bürgermeister Christian Vogt&nbsp;– bisher ab.</em></p>
</p>
<p><em>Lieber wollte man das&nbsp;Grundstück in Langenhain&nbsp;verkaufen und mit dem Erlös die HWB pampern. Das Vorhaben war umstritten: Es ist das&nbsp;letzte Grundstück&nbsp;für Wohnungsbau&nbsp;in städtischem Besitz, Tafelsilber, das man nicht einfach hergibt. Als der Magistrat im Sommer dieses Jahres&nbsp;eine Ausschreibung&nbsp;machen wollte, lehnte die&nbsp;Mehrheit&nbsp;der Stadtverordneten denn auch ab. Allerdings werden Beschlüsse des Stadtparlaments im Hofheimer Rathaus bekanntlich&nbsp;nicht unbedingt ernst genommen, also: Die Ausschreibung fand statt.</em></p>
</p>
<p><em>Jetzt ist die SPD eingeknickt und unterstützt den Kurs der ,kleinen Koalition&#8216;: Das Grundstück soll zum Höchstgebot verkauft werden – das Geld kriegt die HWB.</em>&#8222;</p>
</p>
<p>Soweit der <strong>Rückblick</strong>. Jetzt wird erst beantragt, das Thema zu vertagen, damit sich der <strong>Langenhainer</strong> <strong>Ortsbeirat</strong> damit beschäftigen kann.<strong> Abgelehnt</strong>. Die Fronten haben sich nicht verändert, das Ergebnis damit klar: </p>
</p>
<p>Der Magistrat wird <strong>das städtische Grundstück Paulinenweg 24-26</strong> zum Höchstgebot veräußern.</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Grüne ziehen Antrag zurück</h3>
</p>
<p>Die Grünen hatten beantragt, dass die Zahl der Ausschussmitglieder auf 13 erhöht wurde. Dann wären die Linken wieder mit drin. </p>
</p>
<p>Es ist<strong> 22.13 Uhr: </strong>Bettina Brestel<strong> </strong>v zieht den Antrag zurück: Es sei zu spät. Die ersten Stadtverordnete seien schon gegangen, <strong>völlig fertig.</strong></p>
</p>
<p><strong>Es ist geschafft</strong> – nein, noch nicht ganz:</p>
</p>
<h1 class="wp-block-heading has-text-align-center"><a href="#kurz202309">Top-Personalie: CDU-Fraktionschef verlässt Hofheim</a></h1>
</p>
<p id="kurz202309">Paukenschlag zum Schluss:<strong> CDU-Fraktionschef Alexander Kurz</strong> geht ans Rednerpult und teilt mit: Er werde sein <strong>Mandat niederlegen </strong>und die Stadtverordnetenversammlung verlassen. Er werde <strong>umziehen</strong>, über die Stadtgrenze von Hofheim hinaus..</p>
</p>
<p>Er wünsche <strong>für die Zukunft</strong>, sagt er auch, dass es hoffentlich möglich werde, irgendwann, dass man <strong>in einem etwas konstruktiveren Weg</strong> zusammenfinde und <strong>die Fronten aufzuweichen</strong>.</p>
</p>
<p><em>&#8222;Ich habe dem Haus über 20 Jahre angehören dürfen.&#8220; </em>Es sei, auch aus demokratischer Sicht,  jetzt gut, einen Wechsel vorzunehmen.<em> &#8222;Ich blicke auf eine gute Zeit zurück.&#8220;</em></p>
</p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2023/09/27/stadtparlament-live/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hotel-Planung, Klinik-Krise, ein echter Fiesling&#8230;7 Geschichten, damit Sie mitreden können</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/09/24/7-hofheim-geschichten/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/09/24/7-hofheim-geschichten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2023 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cyriax Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenthal Tanja]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Dr. Kristin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Anita]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=34721</guid>

					<description><![CDATA[Es geht um ein geplantes Hotel in allerbester Innenstadtlage. Um die Klinik-Krise, die das Krankenhaus Hofheim bedroht. Um die Wahl des Ersten Stadtrats, um den Stadtwald, um eine neue Steuer, um Lorsbach... Am Mittwoch tagt Hofheims Stadtparlament und fällt zu alledem wichtige Beschlüsse. Hier 7 aktuelle Polit-Geschichten – damit Sie informiert sind und mitreden können.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size:17px"><strong>In Hofheim tagte vergangene Woche der Bau- und Planungsausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss. Am Mittwoch kommt das Stadtparlament zusammen und fällt endgültige Beschlüsse. Die wichtigsten und interessantesten Entscheidungen aus den Gremien fassen wir hier zusammen: 7 Polit-Geschichten aus Hofheim – damit Sie informiert sind und mitreden können.</strong></p>
<p></p>
<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="elisabethenstraße20230923" style="font-size:28px"><a href="#elisabethenstraße20230923">Elisabethenstraße 3: Planung läuft an – Stadtverordnete vergessen eigenen Beschluss</a></h2>
<p>Das <strong>Grundstück Elisabethenstraße 3</strong> war mal ein <strong>ganz</strong> <strong>heißes</strong> <strong>Thema</strong>: <strong>CDU-Bürgermeister Christian Vogt</strong> will die <strong>alte</strong> <strong>Stadtbücherei</strong> abreißen und an gleicher Stelle von einem <strong>Investor</strong> einen<strong> Hotel-Klotz</strong> errichten lassen, fünfstöckig! Der Hofheim/Kriftel-Newsletter deckte die Pläne auf, es gab lautstarke Proteste in der Stadtgesellschaft, woraufhin Vogt ein <strong>Bürgerforum </strong>veranstaltete: Da wurde den Hotel-Plänen<strong> <strong>eine klare Abfuhr</strong> erteilt</strong> und vor allem <strong>mehr Grün </strong>verlangt.</p>
<p>Das war <strong>vor gut zwei Jahren</strong>. Danach wurde es<strong> still</strong>. Für Februar dieses Jahres hatte Vogt ein <strong>zweites</strong> <strong>Bürgerforum</strong> versprochen. <strong>Nichts passierte</strong>.</p>
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="372" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/elisabethenstrasse-202309.jpg" alt="elisabethenstrasse 202309" class="wp-image-34799" style="width:640px;height:372px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/elisabethenstrasse-202309.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/elisabethenstrasse-202309-300x174.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Grundstück Elisabethenstraße 3 vom Dach des Chinon-Centers aus gesehen: Die Stadtspitze überlegt, die alte Stadtbücherei durch ein Hotel zu ersetzen – fünf Stockwerke hoch.</figcaption></figure>
<p><strong>Jetzt</strong> taucht das Thema wieder auf: Im Auftrag der Stadtverwaltung hat das <strong>Frankfurter</strong> <strong>Planungsbüro BSMF</strong> einen sogenannten <strong>Kriterienkatalog</strong> erarbeitet, der den Stand der Überlegungen aufzeichnet&nbsp;und mehreren <strong>Planungsbüros</strong> an die Hand gegeben werden soll: Die sollen <strong>Ideen </strong>entwickeln, was man mit dem Grundstück machen könnte.</p>
<p>Vor genau einem Jahr – am<strong> 28. September 2022</strong> – hatte das Stadtparlament auf <strong>Antrag der</strong> <strong>Grünen</strong> mit deutlicher Mehrheit folgenden Beschluss gefasst: <em>&#8222;Der Kriterienkatalog wird im Rahmen eines weiteren Bürgerforums vorgestellt und zur Diskussion gestellt.&#8220; </em>Exakt so steht&#8217;s <strong>im</strong> <strong>Protokoll</strong>, der Satz ist eigentlich <strong>nicht misszuverstehen</strong>: Die Bürger sollten <em><span style="text-decoration: underline;"><strong>vor</strong></span></em><strong> Verabschiedung des Kriterienkatalogs</strong> mitreden können.</p>
<p>Davon ist <strong>keine Rede </strong>mehr, die <strong>Stadtverordneten </strong>scheinen <strong>ihren eigenen Beschluss</strong> <strong>vergessen</strong> zu haben. Der <strong>Magistrat</strong> legte ihnen letzte Woche im Bau- und Planungsausschuss den Kriterienkatalog <strong>zur Kenntnisnahme </strong>vor. Am Mittwoch tagt das <strong>Stadtparlament</strong> (27. September, ab 18 Uhr, Stadthalle): Es soll das Papier <strong>abnicken.</strong></p>
<p>In dem <strong>Kriterienkatalog</strong> (zum Download: <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Hofheim-Kriterienkatalog.pdf">hier klicken</a>) ist jetzt zu lesen: <strong>Die Ideen der Planungsbüros </strong>sollen<em> &#8222;in einem zweiten Bürgerforum der Öffentlichkeit vorgestellt werden&#8220;</em>.</p>
<p>Auch das ist <strong>unmissverständlich</strong>: Die Ideen der Planer sollen <strong>den Bürgern</strong> nur noch &#8222;<em>vorgestellt&#8220;</em> werden – <strong>und nicht mit ihnen diskutiert werden.</strong></p>
<p>Vielleicht hat <strong>ein Hotel-Klotz</strong> dann ja doch noch <strong>eine Chance</strong>!</p>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Elisabethenstraße 3: eine kleine Chronologie</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px"></p>
<p><strong>Wer nachlesen will, was bisher über die Planung des Grundstücks Elisabethenstraße 3 berichtet wurde – hier die wichtigsten Artikel:</strong></p>
<p><strong>November 2021 &#8211; </strong>Die Hotelpläne des CDU-Bürgermeisters werden dank eines couragierten Hoteliers im Hofheim/Kriftel-Newsletter aufgedeckt: <a href="https://hk-newsletter.de/2021/11/15/neues-hotel-in-hofheim/">Ein neues Hotel im Zentrum – und ein Brandbrief</a></p>
<p><strong>April 2022</strong> – Experten widersprechen dem Vorhaben des Bürgermeisters: <a href="https://hk-newsletter.de/2022/04/28/hotel-neubau-studie/">Machbarkeitsstudie schreddert die Hotelpläne</a></p>
<p><strong>September 2022 </strong>– Das erste Bürgerforum bringt eine klare Entscheidung: <a href="https://hk-newsletter.de/2022/09/10/kellereiplatz-und-hotelplaene/">Hotel-Pläne dürften jetzt nur noch Makulatur sein</a></p>
<p><strong>November 2022 </strong>– Eine Internetumfrage mit einem interessanten Ergebnis: <a href="https://hk-newsletter.de/2021/11/17/elisabethenstrasse-3/">Elisabethenstraße 3: Hotel? Mehr Grün!</a></p>
<p><strong>April 2023</strong> – Bürgermeister verspricht, dass es &#8222;demnächst&#8220; weitergeht: <a href="https://hk-newsletter.de/2023/04/02/gedenktag-und-landratsamt/#elisabethenstra%C3%9Fe20230402">Elisabethenstraße 3: Planung zieht sich weiter hin</a></p>
<p></div></div></p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="krankenhaus20230923" style="font-size:28px"><a href="#krankenhaus20230923">Krankenhaus-Krise kann Stadt teuer zu stehen kommen</a></h2>
<p><strong>Die dramatische Lage des</strong> <strong>Klinikverbunds Varisano</strong> könnte unmittelbare Folgen für die<strong> Stadt Hofheim</strong> haben: <strong>Bürgermeister Christian Vogt</strong> stellte im Haupt- und Finanzausschuss die aktuelle <strong>Lage der städtischen Finanzen</strong> vor. Die sei &#8222;g<em>rundsätzlich gut&#8220;</em>, sagte er – und ließ ein großes Aber folgen:</p>
<p>Der Kreis habe <strong>signalisiert</strong>, dass er <em>&#8222;wegen der Schieflage des Varisano-Klinikverbunds&#8220;</em> <strong>mehr</strong> <strong>Geld</strong> <strong>von den</strong> <strong>Kommunen</strong> benötige. Vogt: &#8222;<em>Wir reden über vielleicht zwei- oder auch zweieinhalb Millionen Mehraufwand, die wir dann nicht mehr haben für Investitionen in unserem Bereich.&#8220;</em></p>
<p>Wir lernen: Die <strong>Krankenhaus-Krise</strong> betrifft nicht nur <strong>Patienten</strong> und <strong>Mitarbeiter</strong>, sondern kann Folgen für <strong>uns alle</strong> haben. Umso unverständlicher, wenn die <strong>Verantwortlichen in Politik und Aufsichtsrat</strong> – wie berichtet –  einen hochbezahlten <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/10/krankenhaus-vor-pleite/">Klinik-Geschäftsführer</a> nur in Teilzeit arbeiten lassen, damit er &#8222;nebenbei&#8220; <a href="https://hk-newsletter.de/2023/09/17/varisano-patienten-salmanum/">diversen anderen Geschäften</a> nachgehen kann. </p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="421" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Klinik.jpg" alt="Hofheim
" class="wp-image-33663" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Klinik.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Varisano-Klinik-300x197.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Haupteingang zum Varisano-Krankenhaus in Hofheim.</figcaption></figure>
</div>
<p>An diesem <strong>Montag, 25. September</strong>, tagt der <strong>Kreistag</strong> (ab 16 Uhr, Landratsamt). Von der <strong>Opposition</strong> liegt ein <strong>Antrag</strong> vor: Verlangt wird <em>&#8222;ein klares Bekenntnis des Kreistages&#8220;</em> zum <strong>Erhalt der Kliniken</strong>, für eine<strong> gute Gesundheitsversorgung aller Bürger</strong> und für <strong>attraktive Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten</strong>. Laut SPD-Fraktionsvorsitzenden <strong>Dr.&nbsp;Philipp Neuhaus</strong> würden die <strong>schlechten</strong> <strong>Finanzzahlen</strong>, die derzeit kursierten, und ein vom Landrat angekündigtes <strong>Sanierungskonzept</strong> <em>&#8222;für große Verunsicherung&#8220; </em>sorgen. Der <strong>Kreistag</strong> müsse &#8222;<em>ein klares Zeichen setzen, dass er zu allen Klinikstandorten seines Klinikkonzerns auch in Zukunft steht!“</em></p>
<p>Es wird interessant, wie sich die <strong>Kreistags-Koalition aus CDU, Grünen und FDP</strong> bei der Abstimmung verhält. Mit Hofheims Bürgermeister <strong>Christian Vogt</strong>, Stadtrat <strong>Wolfgang Exner</strong>, Stadtverordnetenvorsteher <strong>Andreas Hegeler</strong> sowie Landesminister <strong>Axel Wintermeyer</strong> haben sich die wichtigsten CDU-ler aus der Kreisstadt ein <strong>Mandat im Kreistag</strong> gesichert: Werden sie den Antrag unterstützen, der von <strong>SPD</strong>, <strong>Linken</strong> und <strong>Die Partei</strong> gemeinsam vorgelegt wurde? Oder werden sie ihn <strong>ablehnen</strong> und sich damit <strong>gegen das Krankenhaus in Hofheim </strong>stellen?</p>
<p>Am <strong>Mittwoch, 27. September,</strong> geht&#8217;s dann weiter: <strong>Das Stadtparlament</strong> tagt in Hofheim – hier haben die <strong>Linken</strong> beantragt, dass sich der Magistrat <strong>für das Krankenhaus</strong> stark machen soll.</p>
<p>So treibt die <strong>Opposition</strong> die <strong>regierende</strong> <strong>CDU</strong> beim Thema Krankenhaus vor sich her. <strong>Landrat Michael Cyriax </strong>(CDU) versucht abzuwiegeln: Man solle erst <em>&#8222;mal abwarten, bis wir Zahlen, Daten und Fakten auf dem Tisch haben“</em>.</p>
<p>Das von ihm angekündigte <strong>&#8222;Zukunftskonzept&#8220;</strong> – hinter einem solch schönen Begriff verbergen sich in der Regel <strong>Einsparmaßnahmen</strong> mit <strong>Zusammenlegung</strong> oder <strong>Schließung</strong> von Klinik-Abteilungen – sollte eigentlich längst vorliegen. Es wird sich um sechs bis acht Wochen verzögern, heißt es jetzt: Vor November wird das nichts mehr, ließ die <strong>Geschäftsführung des Klinikverbunds</strong> mitteilen.</p>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#c55200;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#f8850a;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Unterschriftenaktion fürs Krankenhaus</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">Im Internet werden jetzt <strong>Unterschriften</strong> <strong>gesammelt</strong>: <em>&#8222;für eine sichere Gesundheitsversorgung im Main-Taunus-Kreis und Frankfurter Westen&#8220;</em>. Gestartet wurde die <strong>Aktion</strong> von der <strong>SPD</strong> und den <strong>Linken</strong>, auch die Gewerkschaft <strong>Verdi</strong> und der Verein <strong>Attac</strong> machen mit. Dass sich die Koalition im Kreistag – <strong>CDU, Grüne</strong> und <strong>FDP</strong> – auf ähnliche Weise für die Kliniken einsetzt, wurde bisher <strong>nicht bekannt</strong>. Wer sich für eine <strong>Zukunft des Hofheimer Krankenhauses</strong> stark machen will: <strong><a href="https://www.change.org/p/wir-wollen-eine-sichere-gesundheitsversorgung-im-main-taunus-kreis-und-frankfurter-westen-du-auch-dann-unterst%C3%BCtzen-und-unterschreiben?recruiter=false&amp;utm_source=share_petition&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=psf_combo_share_initial&amp;utm_term=psf_combo_share_initial&amp;recruited_by_id=340c4f90-56b7-11ee-99a0-910b127ca042" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> klicken – dann unterschreiben</strong>.</div></div></p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="stadtrat20230923" style="font-size:28px"><a href="#stadtrat20230923">Neuer Stadtrat in Sicht – und alte Kungelrunden</a></h2>
<p>Wenn einige <strong>Stadtverordnete</strong> derzeit <strong>einen unruhigen Schlaf</strong> haben, dann aus diesem Grund: Am <strong>Mittwoch</strong> sollen sie im Stadtparlament einen neuen <strong>Ersten Stadtrat </strong>wählen. <strong>Amtsinhaber Wolfgang Exner</strong> (CDU) geht zum Jahresende in den Ruhestand. Der <strong>Wahlvorbereitungsausschuss</strong> – das Gremium tagt nicht öffentlich – hat sich <strong>aus mehreren Bewerbern zwei Kandidaten</strong> herausgepickt, die zuvor von den Parteien vorgeschlagen worden waren: <strong>Daniel Philipp</strong> <strong>von den Grünen</strong> und <strong>Dr. Kristin Seitz von der CDU</strong>.</p>
<p>Die <strong>Fronten</strong> sind bekannt: Die <strong>CDU mit FDP und FWG</strong> wollen Seitz wählen. Die Opposition – <strong>Grüne, SPD, Bürger für Hofheim und Linke</strong> – haben sich auf Philipp geeinigt.&nbsp;</p>
<p>Wenn alle Stadtverordnete <strong>erscheinen</strong> und <strong>abstimmen</strong>, wie&#8217;s besprochen wurde: Dann heißt der neue <strong>Erste Stadtrat</strong> ab 2024 <strong>Daniel Philipp</strong>. Die Koalition aus CDU, FDP und FWG hat nämlich <strong>eine Stimme weniger</strong> als die Opposition.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/07/Rathaus-20230726.jpg" alt="Rathaus 20230726" class="wp-image-32125" style="width:640px;height:360px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/07/Rathaus-20230726.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/07/Rathaus-20230726-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Mittwoch fällt die Entscheidung, wer 2024 als neuer Erster Stadtrat in das Hofheimer Rathaus einziehen darf.</figcaption></figure>
</div>
<p>Es wird<strong> geheim gewählt</strong>. Und genau das sorgt für <strong>unruhige Nächte</strong>: In der <strong>SPD</strong> soll&#8217;s noch immer Stadtverordnete geben, die den Jahren <strong>enger Verbandelung mit der CDU</strong> nachweinen. Und mit den <strong>Grünen</strong> waren sie sich noch <strong>nie richtig grün</strong>&#8230;</p>
<p>Im Vorfeld hatte es <strong>Gespräche</strong> unter den Parteien gegeben. <strong>Klassische Kungelrunden</strong>: Wir wählen Philipp – was kriegen wir dafür? Die <strong>Linken</strong> verhandelten ziemlich geschickt und könnten alsbald <strong>profitieren</strong>:</p>
<p>Derzeit sind sie in den Ausschüssen des Stadtparlaments <strong>nicht als vollwertige Mitglieder </strong>vertreten, sie dürfen sich <strong>zu Wort melden</strong>, aber nicht mit abstimmen. Das war mal<strong> eine Abstraf-Aktion für allzu kritisches Auftreten</strong>.</p>
<p>Jetzt soll der <strong>Ausschuss-Ausschluss</strong> rückgängig gemacht werden: Die Zahl der Ausschussmitglieder soll<strong> von 12 auf 13</strong> erhöht werden. Dann wären die Linken wieder <strong>voll mit dabei.</strong></p>
<p><strong>Die Grünen</strong> haben das beantragt: Auch darüber wird das Parlament <strong>entscheiden</strong> – aber erst am Ende der Sitzung: dann, wenn <strong>Daniel Philipp</strong> von der Mehrheit gewählt wurde.</p>
<p>Ansonsten dürfte es der Antrag <strong>schwer haben</strong>&#8230;</p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="colibri20230923" style="font-size:28px"><a href="#colibri20230923">&#8222;Colibri&#8220;: Viele Buchungen – zu viele Leerfahrten</a></h2>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="353" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/colibri-202309.jpg" alt="colibri 202309" class="wp-image-34796" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/colibri-202309.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/colibri-202309-300x165.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Colibri-Fahrzeuge vorm Bahnhof. Ihren Stützpunkt mit Ladestationen haben die Elektrofahrzeuge auf dem Parkdeck des Chinon-Centers.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Der Fahrdienst &#8222;Colibri&#8220;</strong>, eine Art <strong>Taxi-Angebot des MTV</strong>, gerne auch &#8222;On-Demand-Shuttle&#8220; genannt, scheint <strong>anzukommen</strong>. Im Hauptausschuss wurden letzte Woche Zahlen präsentiert:</p>
<p>Von<strong> Juni 2022 bis Juni dieses Jahres</strong> wurden <strong>29.123 Fahrten</strong> mit <strong>38.257 Fahrgästen</strong> gezählt – Tendenz von Monat zu Monat steigend. <strong>99,5 Prozent der Fahrgäste</strong> orderten die Fahrzeuge <strong>per App</strong>, überwiegend an den <strong>Wochenenden</strong>, vor allem abends und nachts. Drei von vier Fahrgästen zahlten nicht per App, sondern <strong>im</strong> <strong>Fahrzeug</strong>.</p>
<p>Die einzige, die etwas kritischer auf die Zahlen blickte, war im Hauptausschuss <strong>Barbara Grassel</strong> (Linke): Von den <strong>314.000 Kilometer,</strong> die die Fahrzeuge bisher zurücklegten, waren <strong>gut die Hälfe &#8222;Leerfahrten&#8220;</strong> – das fand die Linke nicht so toll. Das wiederum ließ <strong>1. Stadtrat Wolfgang Exne</strong>r – er mag&#8217;s nicht, wenn <strong>Kritik</strong> geäußert wird – sichtlich erzürnt <strong>schnauben</strong>: Es handele sich um ein <strong>Pilotprojekt</strong>. Er habe <strong>kein Verständnis</strong> dafür, wenn immer wieder versucht werde, <strong>das schlecht zu reden</strong>.</p>
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="verpackungssteuer20230923" style="font-size:28px"><a href="#verpackungssteuer20230923">Verpackungssteuer soll in Hofheim kommen? Das kann noch dauern!</a></h2>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/04/Muelleimer3-20200425.jpg" alt="Mülleimer" class="wp-image-331" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/04/Muelleimer3-20200425.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2020/04/Muelleimer3-20200425-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Klassiker: Verpackungsmüll auf Hofheims Straßen – der Steuerzahler muss dafür aufkommen.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Eine Verpackungssteuer für Hofheim</strong> wollten die<strong> &#8222;Bürger für Hofheim&#8220;</strong> in der Kreisstadt eingeführt sehen. Doch das gestaltet sich <strong>langwieriger</strong> als gedacht:</p>
<p><strong>Die Stadt Tübingen</strong> hatte eine solche Steuer auf <strong>Einweggeschirr</strong> eingeführt, wogegen McDonald&#8217;s vorm <strong>Bundesverwaltungsgericht</strong> geklagt hatte. Das <strong>Urteil</strong> fiel im Mai dieses Jahres und war <strong>eindeutig</strong>: Die Steuer ist <strong>erlaubt</strong>.&nbsp;</p>
<p>Jetzt zieht McDonald&#8217;s eine neue juristische Karte und klagt vorm <strong>Bundesverfassungsgericht</strong>: Man sei gegen <strong>&#8222;Insellösungen&#8220;</strong>. Wenn schon, dann müsse <strong>eine</strong> <strong>bundeseinheitliche</strong> <strong>Lösung</strong> her.&nbsp;Diese Klage hat, sagen Juristen,<strong> keinerlei Bedeutung </strong>für Kommunen, die eine Verpackungssteuer <strong>erheben</strong> oder <strong>einführen</strong> wollen.</p>
<p>In <strong>Tübingen</strong> zeigt man sich <strong>unbeeindruckt</strong> von den Prozessiereien und verlangt seit Anfang letzten Jahres <strong>50 Cent</strong> auf Kaffeebecher, Pommestüten oder ähnliches, <strong>20 Cent</strong> auf Trinkhalme oder Eislöffel. Laut <strong>Boris Palmer</strong>, dem Bürgermeister des schwäbischen Städtchens, sollen sich schon mehr als <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/tuebingen-steuer-einweg-verpackung-mcdonalds-100.html" target="_blank" rel="noopener">50 Kommunen aus ganz Deutschland</a> bei ihm gemeldet haben, weil sie die <strong>Tübinger Verpackungssteuer</strong> vielleicht übernehmen wollen.</p>
<p><strong>In</strong> <strong>Hofheim</strong> will man <strong>noch warten</strong>. Der Hauptausschuss vertagte das Thema – <strong>bis 2024</strong>.</p>
<div style="height:49px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="forst20230923" style="font-size:28px"><a href="#forst20230923">Das Forsteinrichtungswerk, ein paar &#8222;Hobbyförster&#8220; und ein echter Fiesling</a></h2>
<p>Das sogenannte <strong>Forsteinrichtungswerk</strong> steht vor dem Abschluss – endlich. Auch wenn die Bezeichnung sehr <strong>bürokratisch</strong> klingt: Das 31-Seiten-Papier ist äußerst <strong>wichtig</strong>! Es ist eine Art <strong>Zehn-Jahres-Plan</strong> <strong>für</strong> <strong>den</strong> <strong>Stadtwald</strong>, in dem festgelegt wird, wie der Wald zu behandeln ist – in welchem Umfang er der <strong>Erholung</strong> zu dienen hat bzw. <strong>wirtschaftlich</strong> genutzt werden kann.</p>
<p><strong>Die</strong> <strong>Diskussionen</strong> dauern <strong>seit Monaten an</strong> – aber nur <strong>hinter</strong> <strong>verschlossenen</strong> <strong>Türen. </strong>Bürger durften nicht einmal <strong>zuhören</strong>. Hauptstreitpunkt war, dass <strong>der Magistrat</strong> den Wald eher <strong>wirtschaftlich</strong> nutzen will (ausführlich beschrieben <a href="https://hk-newsletter.de/2023/03/20/mit-stadtwald-kasse-machen/">hier</a>), was <strong>engagierten Naturfreunden</strong> im Stadtparlament nicht gefällt.</p>
<p>Letztens im <strong>Bau- und Planungsausschuss</strong> (der in Hofheim – kein Scherz! – auch für <strong>Umweltthemen</strong> zuständig ist) legte der Magistrat <strong>einen neuen Entwurf</strong> vor, die Stadtverordneten sollen ihn <strong>am Mittwoch genehmigen</strong>.</p>
<p><strong>Tanja Lindenthal</strong> von den Bürgern für Hofheim und <strong>Anita Vogt</strong> von den Linken monierten, dass – trotz <strong>mancherlei</strong> <strong>Entgegenkommens</strong> – insgesamt <strong>zu wenig Rücksicht</strong> auf den Wald genommen werde und die Wirtschaftlichkeit <strong>zu stark im Vordergrund</strong> stehe. Sie würden gleichwohl <strong>zustimmen</strong>, damit die Arbeit im <strong>Stadtwald</strong> endlich wieder eine Grundlage hat.</p>
<p>An <strong>Frank Härder </strong>war es, die Position der<strong> CDU </strong>kundzutun. Die mutet <strong>ausgesprochen</strong> <strong>schlicht</strong> an: Man vertraue den Fachleuten und zuständigen Dezernenten, sagte er. Dann musste er wohl noch <strong>diesen Satz</strong> in Richtung Opposition <strong>loswerden</strong>: <em>&#8222;Hobbyförster brauchen wir dazu nicht.&#8220;</em> Dabei grinste er <strong>beifallheischend</strong> in die Runde, <strong>Typ</strong> <strong>Fiesling</strong>, der Spaß daran zu haben scheint, wenn er <strong>Bemühungen für die Natur</strong> <strong>verächtlich</strong> machen kann.</p>
<p>Die Rede ist übrigens vom <strong>Forsteinrichtungswerk 2022 bis 2031</strong>: Es kommt also fast zwei Jahre <strong>zu spät</strong>. Im Stadtparlament am Mittwoch wird <strong>Zustimmung</strong> erwartet: </p>
<p><strong>Augen zu und durch.</strong></p>
<div style="height:49px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center" id="lorsbach20230923" style="font-size:28px"><a href="#lorsbach20230923">Lorsbach: Vollsperrung dauert länger – Umfahrung wird für Stadt teue</a>r</h2>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/lorsbach-202309.jpg" alt="lorsbach 202309" class="wp-image-34793" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/lorsbach-202309.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/lorsbach-202309-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gewaltige Röhren werden entlang des kleinen Bächleins neben der Straße vor Lorsbach ins Erdreich gerammt: Die Arbeiten werden sich bis weit ins nächste Jahr hinziehen.</figcaption></figure>
</div>
<p>Die Baustelle auf der <strong>Landstraße L3011</strong>, die den Ortsteil <strong>Lorsbach</strong> derzeit von der <strong>Kernstadt</strong> abbindet, bleibt ein <strong>Aufreger</strong>. Die Arbeiten seien <strong>zu spät angefange</strong>n, und sie gingen viel zu schleppend voran, monieren Bürger. Es gebe <strong>viele Beschwerden</strong>, bestätigte <strong>1. Stadtrat Wolfgang Exner </strong>im Hauptausschuss. Man habe nochmals mit <strong>Hessen Mobil </strong>gesprochen, aber <em>&#8222;so richtig erfolgreich war das nicht&#8220;.&nbsp;</em></p>
<p><strong>Neueste Entwicklung:</strong> Bekanntlich hat ein Gericht die Vollsperrung <strong>auf vier Monate </strong>begrenzt, danach müsse der Verkehr <strong>einspurig</strong> an der Baustelle vorbei geleitet werden. Bei einem Baubeginn Mitte Juli müsste die Vollsperrung spätestens <strong>im November</strong> aufgehoben werden. Doch schon vor Wochen hatte Hessen Mobil mitgeteilt, dass die Vollsperrung <strong>aus bautechnischen Gründen</strong> mindestens <strong>sechs Monate</strong> dauern werde – also bis in den <strong>Januar 2023</strong> hinein.</p>
<p><strong>Starker Regen</strong> soll zuletzt für Verzögerungen der Arbeiten gesorgt haben: Die Lokalzeitungen berichten, laut Hessen Mobil werde die <strong>Vollsperrung bis Februar</strong> dauern. Wenn&#8217;s denn <strong>dabei bliebe</strong>&#8230;</p>
<p>Die Stadt wird für die Umfahrung der Baustelle <strong>bluten</strong> müssen. Für den benachbarten <strong>Reiterhofs Georg</strong> werden <strong>Ersatzflächen</strong> benötigt, und da kommt einiges zusammen: Bis zu <strong>vier</strong> <strong>Pferdekoppeln</strong> müssen abgebaut, angemietet und wieder<strong> aufgebaut</strong> werden. Außerdem soll eine <strong>Lagerfläche</strong> in der <strong>Nähe</strong> <strong>der</strong> <strong>Gundelhard</strong> angelegt werden. Und dann bekommt der Reiterhof noch eine <strong>monatliche Erschwerniszulage</strong>.</p>
<p>Hessen Mobil übernimmt einen Teil der Kosten, <strong>der größere Batzen</strong> bleibt bei der Stadt hängen. <strong>Wie teuer</strong> das wird, wollte Exner nicht sagen. Der Hauptausschuss stellte der Stadtverwaltung einen <strong>Blankoscheck</strong> aus: Die Stadtverordnetenversammlung muss am Mittwoch das <strong>endgültige Placet geben</strong>.</p>
<div style="height:49px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2023/09/24/7-hofheim-geschichten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>16</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erster Stadtrat: Ist die CDU-Kandidatin wirklich das beste &#8222;Angebot&#8220;?</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/09/03/erster-stadtrat-cdu-kandidatin/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/09/03/erster-stadtrat-cdu-kandidatin/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Sep 2023 10:10:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Dr. Kristin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=33458</guid>

					<description><![CDATA[Für das Rathaus Hofheim wird ein neuer Erster Stadtrat (oder natürlich eine neue Erste Stadträtin) gesucht. Die CDU-Stadtpartei hat jetzt die Marxheimerin Dr. Kristin Seitz nominiert. Die Parteispitze und ihre Anhänger feiern die Kandidatur der Bank-Juristin, als sei eine Heilsbringerin zu Hofheim hinabgestiegen. Hinter ganz viel Lob verstecken sich allerdings ganz große Zweifel – aus gutem Grund.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p><strong>Hofheims Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) geht Ende dieses Jahres in den Ruhestand. Am 27. September soll das Stadtparlament über seine Nachfolge entscheiden. Die Grünen haben ihren Fraktionsvorsitzenden Daniel Philipp bereits im Januar als Kandidaten nominiert. Jetzt, kurz vor Bewerbungsschluss, schickte die CDU eine Kandidatin ins Rennen: Dr. Kristin Seitz, Juristin bei einer Bank und Ortsbeirätin in Marxheim. Die Parteispitze und ihre Anhänger feiern die Entscheidung, als sei eine Heilsbringerin zu Hofheim hinabgestiegen. Hinter ganz viel Lob verstecken sich allerdings ganz große Zweifel – aus gutem Grund.</strong></p>
</p>
<p>Noch letzte Woche war sie im <a href="https://hk-newsletter.de/2023/08/25/brandweiher-marxheim/">Hofheim/Kriftel Newsletter</a> als <strong>Aktivistin</strong> für den Erhalt des <strong>Marxheimer Brandweihers</strong> genannt worden. Jetzt will sie ganz hoch hinaus: <strong>Dr. Kristin Seitz </strong>kandidiert für das <strong>Amt der Ersten Stadträtin</strong> im Hofheimer Rathaus. <strong>50 Jahre</strong> ist sie alt, arbeitet als <strong>Juristin</strong> bei einer Bank in Frankfurt, ist <strong>verheiratet</strong> und Mutter von <strong>drei Töchtern</strong>.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Dr.-Kristin-Seitz-Wahlkampf.jpg" alt="Erster Stadtrat
" class="wp-image-33474" style="width:300px;height:300px" width="300" height="300" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Dr.-Kristin-Seitz-Wahlkampf.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Dr.-Kristin-Seitz-Wahlkampf-300x300.jpg 300w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/09/Dr.-Kristin-Seitz-Wahlkampf-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Will für sich und die CDU einen Top-Job im Rathaus: Dr. Kristin Seitz aus Marxheim, hier auf einem Wahlplakat aus 2021.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<p><strong>Christian Vogt </strong>stellte die CDU-Kandidatin letztens vor, nicht in seiner Rolle als Bürgermeister, sondern als <strong>Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes</strong>. An seiner Seite: <strong>Alexander Kurz</strong>, der Vorsitzende der CDU im Stadtparlament. </p>
</p>
<p>Die bei solchen Anlässen übliche <strong>Beweihräucherung</strong> <strong>der Kandidatin</strong> (<em>&#8222;wir sind sehr glücklich&#8230;&#8220;</em>, <em>&#8222;hochkompetent&#8220;</em>, <em>&#8222;umfangreiche Erfahrung&#8220;&#8230;</em>) wurde an diesem Wochenende von der <strong>Lokalzeitung</strong> noch einmal deutlich <strong>übertroffen</strong>: Der Redakteur macht <strong>eine tiefe Verbeugung </strong>vor der Parteiführung (<em>&#8222;heute ziehe ich den Hut vor den Unionsstrategen&#8220;</em>) und offenbarte sodann <strong>große</strong> <strong>Bewunderung</strong> für Frau Seitz (<em>&#8222;respektabel&#8220;, &#8222;qualifiziert&#8220;, &#8222;gestählt fürs Leben&#8220;, &#8222;Bodenhaftung nicht verloren&#8220;</em>&#8230;).&nbsp;</p>
</p>
<p>Zwei Tage zuvor hatte die <strong>Ehefrau des Redakteurs</strong> in derselben Zeitung <strong>einen</strong> <strong>langen</strong> <strong>Artikel</strong> über Frau Seitz veröffentlichen dürfen. <strong>Ihr gedrucktes</strong> <strong>Loblied</strong>, mehr als 4000 Zeichen lang, <strong>verzichtet</strong> auf jegliche journalistische <strong>Distanz</strong>. Als Überschrift wurde sogar noch ein <strong>CDU-Zitat</strong> gewählt: <em>„Ein definitiv überzeugendes Angebot“</em>.</p>
</p>
<p>So sieht es aus, wenn <strong>Lokalredakteure</strong> Politik zu machen versuchen: Als die <strong>Grünen</strong> Anfang des Jahres die <strong>Kandidatur von Daniel Philipp</strong> bekannt gaben, verzichtete die Lokalzeitung auf ein <strong>Porträt</strong> über den Mann, lange <strong>Elogen</strong> gab&#8217;s selbstverständlich auch nicht.</p>
</p>
<p>Wenn jetzt für die CDU-Kandidatin derart <strong>dick</strong> <strong>aufgetragen</strong> wird, besteht der Verdacht, dass etwas <strong>verdeckt</strong> werden soll. Bei aller <strong>persönlichen</strong> <strong>Integrität</strong> und <strong>Expertise im Bank-Geschäft</strong>, die Frau Seitz niemand abstreiten wird, muss die Frage erlaubt sein:</p>
</p>
<p><strong>Ist diese Frau wirklich das beste &#8222;Angebot&#8220; für einen Top-Job im Hofheimer Rathaus?</strong></p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">Erster Stadtrat: Ein paar Erfahrungen wären schon gut</h2>
</p>
<p>Auf Hofheims Verwaltung rollen <strong>gewaltige</strong> <strong>Herausforderungen</strong> zu: <strong>Stadtplanung</strong> und <strong>Wohnungsnot</strong> sind die Top-Themen der Zukunft, dazu große <strong>Wohnbauprojekte und Gewerbeansiedlungen</strong>, ein hochkomplexes <strong>Baurecht</strong>, der drängende <strong>Klimaschutz</strong>, die tagtägliche <strong>Ordnungspolitik</strong>, die zunehmend wichtiger werdende <strong>Nahmobilität</strong>, der seit Jahren drückende <strong>Kita-Notstand</strong>&#8230;</p>
</p>
<p>Wer immer <strong>Erster Stadtrat</strong> oder <strong>Erste Stadträtin </strong>wird: <strong>Fundierte</strong> <strong>Erfahrungen</strong> mit einer kommunalen Verwaltung erscheinen für ein <strong>stabiles</strong> <strong>Fundament</strong> unverzichtbar. Darauf ließe sich dann <strong>aufbauen</strong>: Mit <strong>Fachkompetenz</strong> bei zumindest einigen der<strong> wichtigsten</strong> <strong>Stadtthemen</strong> könnte aus dem Rathaus heraus die <strong>Zukunft Hofheims</strong> für <span style="text-decoration: underline;">alle</span> Bürger <strong>erfolgreich</strong> mitgestaltet werden.</p>
</p>
<p><strong>Wird die CDU-Kandidatin diesen Ansprüchen gerecht?</strong></p>
</p>
<p>Auffällig ist zunächst, dass <strong>die vermeintliche Top-Frau</strong> bisher nur eine <strong>Nebenrolle</strong> in der Stadtpolitik spielte. Im <strong>Ortsteil</strong> <strong>Marxheim</strong>, ja, da mischte sie mit: Sie meldete sich mit Anfragen und Anträgen zu <strong>Kurzzeitparkzonen</strong>, <strong>Kinderbetreuung</strong> und <strong>Öffnungszeiten</strong> <strong>der</strong> <strong>Sportstätten</strong> zu Wort. Oder auch, wie unlängst geschrieben, zu <strong>Molchen</strong> und <strong>Fröschen</strong> im denkmalgeschützen <strong>Brandweiher</strong>.</p>
</p>
<p>Auf Stadtebene dagegen war sie <strong>nicht</strong> <strong>präsent</strong>. Bei der letzten <strong>Kommunalwahl</strong> tauchte ihr Name erst auf <strong>Listenplatz 44</strong> auf. Wollte sie nicht mehr? Wollte &#8222;man&#8220; ihr nicht mehr zugestehen? Klar ist jedenfalls: <strong>Einen</strong> <strong>Platz</strong> <strong>im</strong> <strong>Stadtparlament</strong> konnte und/oder sollte Frau Dr. Seitz mit einer solchen Platzierung <strong>auf keinen Fall</strong> <strong>kriegen</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<p><strong>Der kommunalpolitische Horizont</strong> der Kandidatin ist daher mit &#8222;<em>nur sehr begrenzt&#8220;</em> zu bezeichnen. Das wiederum muss <strong>als</strong> <strong>große</strong> <strong>Leerstelle</strong> bei der Bewerbung um <strong>eines der wichtigsten Polit-Ämter</strong> in der Kreisstadt Hofheim bewertet werden.</p>
</p>
<p><strong>Erfahrungen in einer kommunalen Verwaltung</strong> könnten das Defizit wettmachen, vielleicht. Doch auch da zieht Frau Seitz<strong> blank</strong>. Gleichwohl überschreibt die CDU ihre<strong> </strong><a href="https://www.cdu-hofheim.de/2023/08/31/juristin-dr-kristin-seitz-soll-erste-stadtraetin-in-hofheim-werden/" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung</a> mit dem Satz: <em>&#8222;CDU Hofheim setzt auf Fachkompetenz&#8220;</em>. Frau Seitz sei <strong>Juristin</strong>, heißt es da, sie verfüge damit über <em>&#8222;rechtlichen Sachverstand&#8220;</em>.</p>
</p>
<p>Wer sich nur ansatzweise in <strong>Juristerei</strong> auskennt, ordnet solche Aussagen als <strong>reine Augenwischerei</strong> ein: Das sehr <strong>spezielle</strong> <strong>Fachwissen</strong> <strong>einer Bankjuristin</strong> dürfte für wichtige Entscheidungen in der Stadtpolitik <strong>kaum</strong> <strong>hilfreich</strong> sei.</p>
</p>
<p>So spricht für Frau Seitz am Ende nur <strong>ein starkes Argument</strong>, dem kein Mensch widersprechen würde:<strong> Sie ist eine Frau.</strong> Das wäre eigentlich nicht erwähnenswert, wenn nicht aus dem Umfeld der<strong> (männlichen) Parteispitze</strong> wiederholt verbreitet worden wäre: Man werde diesmal <strong>eine Frau nominieren</strong>. Nur mit einer Kandidatin, so<strong> das parteipolitische Kalkül,</strong> könne die CDU den wichtigen Rathaus-Posten vielleicht doch noch bekommen.</p>
</p>
<p>Nicht die<strong> Sehnsucht nach mehr Gleichberechtigung</strong> trieb die CDU-Matadoren zu ihrer Entscheidung, auch nicht <strong>das Bemühen</strong> um eine <strong>bestmögliche Besetzung</strong> zum Wohle der Stadt. Die <strong>Auswahl der Kandidatin</strong> wurde allein<strong> von machtpolitischen Überlegungen</strong> gelenkt:</p>
</p>
<p><strong>Bei</strong> <strong>der Wahl</strong>, die demnächst <strong>im Stadtparlament</strong> stattfindet, hat <strong>die</strong> <strong>CDU</strong>, anders als früher, das Amt des Ersten Stadtrats <strong>keineswegs mehr sicher</strong>. Wenn sich die Opposition in der Stadtverordnetenversammlung – <strong>Grüne, SPD, Bürger für Hofheim, Linke</strong> – einig wird, dann hat sie <strong>eine Stimme mehr</strong> als die &#8222;Regierungskoalition&#8220; aus <strong>CDU/FDP/FWG</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<p>Das könnte dazu führen, dass Frau Seitz <strong>in</strong> <strong>Marxheim</strong> bleiben muss. Und Herr Philipp <strong>ins</strong>&nbsp;<strong>Rathaus</strong> einziehen dürfte.</p>
</p>
<p>Für <strong>CDU-Bürgermeister Vogt</strong> würde&#8217;s dann deutlich <strong>ungemütlicher</strong>: Die <strong>SPD</strong> hält mit <strong>Bernhard</strong> <strong>Köppler</strong> das Amt des Stadtrats besetzt. Wenn nun auch noch der Posten des Ersten Stadtrats an die <strong>Grünen</strong> ginge: Dann wär&#8217;s mit der <strong>CDU-Klüngelei an der Stadtspitze</strong> erst einmal vorbei.</p>
</p>
<p>Für die <strong>Menschen in Hofheim</strong> könnte das nur <strong>positiv</strong> sein: Die Hofem-Schlofem-Verwaltung käme dann endlich – vielleicht – ein bisschen mehr<strong> in Schwung</strong>.&nbsp;</p>
</p>
<p>+++</p>
</p>
<p><strong>Das Foto oben </strong>zeigt einen Screenshot der CDU-Facebookseite: In Jeans und mit verschränkten Armen ließ sich Dr. Kristin Seitz 2021 für eine Wahlkampfbroschüre fotografieren.</p>
</p>
<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Foto: CDU Hofheim</p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2023/09/03/erster-stadtrat-cdu-kandidatin/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zum Ferienende: 7 Geschichten über Sextäter &#038; Suffköppe, Rathaus-Papiere, Schleichwege&#8230;</title>
		<link>https://hk-newsletter.de/2023/09/02/geschichten-zum-ferienende/</link>
					<comments>https://hk-newsletter.de/2023/09/02/geschichten-zum-ferienende/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Sep 2023 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antenbrink Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Becht Oliver]]></category>
		<category><![CDATA[Cyriax Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Exner Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmann Bernd]]></category>
		<category><![CDATA[Köppler Bernhard]]></category>
		<category><![CDATA[Lange Aaron]]></category>
		<category><![CDATA[Mitchell Birgit]]></category>
		<category><![CDATA[Neuhaus Philipp]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Dr. Kristin]]></category>
		<category><![CDATA[Vogt Christian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hk-newsletter.de/?p=33165</guid>

					<description><![CDATA[Sechs Wochen Sommerferien sind zu Ende. Wer nach längerer Reise zurückkehrt, stellt immer wieder fest: Eigentlich hat sich nichts verändert. Aber passiert ist natürlich doch so einiges. Zum Ferienende haben wir ein paar interessante Meldungen der letzten Wochen herausgesucht, die Sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen: 7 Geschichten – damit Sie wissen, worüber die Leute hier reden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sechs Wochen Sommerferien sind zu Ende. Wer nach längerer Reise zurückkehrt, stellt immer wieder fest: Eigentlich hat sich nichts verändert. Aber passiert ist natürlich doch so einiges. Zum Ferienende haben wir ein paar interessante Meldungen der letzten Wochen herausgesucht, die Sie sonst nirgendwo zu lesen bekommen: 7 Geschichten – damit Sie wissen, worüber die Leute hier reden.</strong></p>
<p></p>
<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading" id="sextaeter20230902"><a href="#sextaeter20230902">Polizei I: Angebliches Sex-Verbrechen in Hofheim</a></h2>
<p>Es war die <strong>Schock-Meldung in den Ferien</strong>. In einem Park in Hofheim wurde angeblich eine Frau vergewaltigt. Die Nachricht sorgte für <strong>hitzige Kommentare</strong> bei Facebook, die Lokalzeitung titelte <strong>reißerisch</strong>: <em>&#8222;Mehrere Männer zerren 21-Jährige ins Gebüsch&#8220;</em>. <strong>Ausländer</strong> sollen&#8217;s gewesen sein, natürlich&#8230;</p>
<p><strong>Eine junge Frau wird mitten in Hofheim von mehreren Männern vergewaltigt: Ist das wirklich so passiert?</strong></p>
<p>Die Wahrheit: Es gibt <strong>erhebliche Zweifel</strong>, dass ein solches Verbrechen stattgefunden hat. Die unstrittigen <strong>Fakten</strong> sind schnell erzählt: Eine <strong>21-jährige</strong> Frau hatte bei Hofheims Polizei angegeben, sie sei kurz vor 23 Uhr <strong>in der Rudolf-Mohr-Anlage</strong> von <em>&#8222;mindestens zwei Männern&#8220;</em> in ein Gebüsch gezogen worden. Dort sei es <em>&#8222;zu einem sexuellen Übergriff gekommen&#8220;</em>. Die Täter, die <em>&#8222;südländisch&#8220;</em> ausgesehen hätten, seien <strong>geflüchtet</strong>.</p>
<p>Die junge Frau traf sich nach Polizei-Angaben anschließend am <strong>Bahnhof</strong> mit einem Bekannten, danach erstattete man <strong>Anzeige</strong>.</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/05/20220506-Polizei.jpg" alt="Ferienende
" class="wp-image-21702" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/05/20220506-Polizei.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2022/05/20220506-Polizei-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Polizei in Hofheim. Hier wurde der Fall einer angeblichen Vergewaltigung aktenkundig.</figcaption></figure>
</div>
<p>Schon die <strong>Formulierung</strong> in der Polizeimeldung, es seien<em> &#8222;mindestens zwei Männer&#8220; </em>gewesen, lässt stutzen. Was bedeutet <em>&#8222;mindestens&#8220;</em>! Waren es etwa drei Täter? <strong>Oder noch mehr?</strong> Die Zeitung macht daraus <em>&#8222;mehrere Männer&#8220;</em>. Konnte die Frau vielleicht keine <strong>genauen Angaben</strong> machen? </p>
<p>In der Polizeimeldung ist ausdrücklich von einem <em>&#8222;möglichen Sexualdelikt&#8220;</em> die Rede. Eine derart <strong>zurückhaltende Formulierung</strong> ist ungewöhnlich: Sie erlaubt den Schluss, dass die <strong>Sachlage</strong> <strong>zumindest</strong> <strong>unklar</strong> ist. Tatsächlich bestätigt ein Polizeisprecher auf Anfrage: Die Frau sei <strong>erheblich alkoholisiert</strong> gewesen, und sie habe sich bei ihren Aussagen <strong>in</strong> <strong>Widersprüche</strong> <strong>verheddert</strong>. Es gebe hinreichende Gründe, ihre Darstellung <strong>mit Vorsicht</strong> zu bewerten.</p>
<p><strong>Zeugen</strong> für die Tat haben sich bisher, das dürfte kaum überraschen, <strong>nicht gemeldet</strong>. Die <strong>Ermittlungen</strong>, sagt die Polizei wie immer in solchen Fällen, <strong>gingen weiter</strong>.</p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading" id="hallenbad20230902"><a href="#hallenbad20230902">Kreishallenbad in Kriftel: kommt später – wird teuer</a></h2>
<p>In Kriftel wird gerade ein neues <strong>Hallenbad</strong> gebaut. Mit wettkampffähigem <strong>25-Meter-Becken</strong> (6 Bahnen), <strong>Sprungtürmen</strong> und <strong>Lehrschwimmbecken</strong>. Finden alle gut.</p>
<p>Leider läuft es derzeit <strong>nicht mehr so richtig</strong> nach Plan:</p>
<p>Ursprünglich sollte das <strong>&#8222;main-taunus-bad&#8220;</strong> im <a href="https://www.mtk.org/Wasser-viel-Glas-und-ein-Hubboden-9540.htm" target="_blank" rel="noopener">Frühjahr dieses Jahres</a> fertig werden. Dann wurde eine Eröffnung für <a href="https://www.mtk.org/Eine-Wegmarke-fur-den-Schwimmsport-10589.htm" target="_blank" rel="noopener">Ende dieses Jahres</a> angekündigt, daraus wurde <a href="https://www.mtk.org/Dynamischer-Schwimmer-im-main-taunus-bad-11133.htm" target="_blank" rel="noopener">Februar 2024</a>, und jetzt soll das Bad<em> </em><a href="https://www.mtk.org/Keine-Ferien-an-den-Baustellen-11272.htm" data-type="link" data-id="https://www.mtk.org/Keine-Ferien-an-den-Baustellen-11272.htm" target="_blank" rel="noopener">nach den Sommerferien 2024</a> eröffnet werden. Bis dahin ist noch viel Zeit für <strong>weitere Terminankündigungen</strong>&#8230;</p>
<p><strong>Gleichzeitig steigen die</strong> <strong>Kosten</strong>: Ursprünglich sollte das Bad <strong>15,9 Millionen Euro</strong> kosten. Inzwischen musste die Kreisverwaltung einräumen, dass sich die Ausgaben bereits auf <strong>18,8 Millionen Euro</strong> belaufen. <strong>Drei Millionen mehr! </strong>Wie bei kommunalen Projekten nicht unüblich, dürfte es dabei nicht bleiben. Die <strong>20-Millionen-Marke</strong> wird bestimmt bald genommen.</p>
<p>Die Kosten für <strong>Betrieb und Unterhalt </strong>werden <strong>mit mehreren hunderttausend Euro</strong>  angegeben, pro Jahr. Auch hier sind <strong>Preissprünge nach oben</strong> nicht auszuschließen.</p>
<p>Und wer bezahlt das alles? Natürlich der Bauher, also <strong>der Main-Taunus-Kreis</strong>. Der pflegt sich das Geld allerdings stets von den <strong>Kommunen</strong> wiederzuholen&#8230;</p>
<div style="height:19px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading" id="heinrichsweg20230902"><a href="#heinrichsweg20230902">Heinrichsweg – ein Schleichweg für Autofahrer</a></h2>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="322" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Auto-heinrichsweg-640.jpg" alt="Auto heinrichsweg 640" class="wp-image-33195" style="width:640px;height:322px" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Auto-heinrichsweg-640.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Auto-heinrichsweg-640-300x151.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein schwarzer Golf brettert über den Heinrichsweg Richtung Lorsbach.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Die Straße zwischen Hofheim und Lorsbach</strong> ist dicht: Direkt vor dem kleinen Ortsteil wurde die L3011 <strong>komplett</strong> <strong>gesperrt</strong>. Auf wenigen hundert Metern muss eine <strong>Stützmauer</strong> zu einem kleinen Bächlein erneuert werden, die <strong>Landesbehörde Hessen Mobil</strong> hat dafür ein Jahr veranschlagt, mindestens. </p>
<p><strong>Immer mehr Autofahrer</strong> wählen nicht mehr den<strong> Umweg über Langenhain</strong> (sehr eng und steil) oder <strong>über Kelkheim</strong> (sehr weit): Sie fahren einfach über den <strong>Heinrichsweg</strong>. Der <strong>Wanderweg durch den Stadtwald</strong> wurde bekanntlich ausgebessert und verbreitert: Während der <strong>Zeit der</strong> <strong>Straßensperrung</strong> müssen ihn Rettungsfahrzeuge nutzen können. Jetzt es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass ihnen bei einer Blaulicht-Einsatzfahrt ein Privatfahrzeug entgegenkommt. Wer in diesen Tagen über den Weg wandert oder radelt, kann davon erzählen: Der Heinrichsweg ist längst <strong>zum beliebten Schleichweg</strong> für Autofahrer.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100084193596120" target="_blank" rel="noopener">Birgit Mitchell</a> hat sich darüber bei Facebook beschwert: <em>&#8222;Wo man normalerweise seinen ,fast ungestörten Waldspaziergang&#8216; geniessen kann – bis auf die&nbsp; ,50plus Spandex Tour de France Radler Brigade&#8216;, die diesen Weg gerne als Rennstrecke nutzt –&nbsp; stehlen sich nun neuerdings private PKWs nach Lorsbach durch.&#8220;</em></p>
<p>Der Wald sei unser <strong>Naherholungsgebiet</strong> und solle es auch bleiben, schreibt Frau Mitchell auch. Sie hoffe, dass die Stadt &#8222;<em>umgehend Maßnahmen ergreift, um diesem Treiben ein Ende zu machen&#8220;.</em> </p>
<p>Das allerdings dürfte schwierig werden: Die <strong>Mitarbeiter des Ordnungsamtes</strong> sind <a href="https://hk-newsletter.de/2023/07/14/neues-aus-hofheim/#parken20230715">bekanntlich</a> schon damit überfordert, den <strong>ruhenden Verkehr in der Innenstadt</strong> zu kontrollieren&#8230;</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Lorsbach-20230831.jpg" alt="Lorsbach 20230831" class="wp-image-33240" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Lorsbach-20230831.jpg 640w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Lorsbach-20230831-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Vollsperrung in Lorsbach in dieser Woche: Es geht nur ganz langsam voran.</figcaption></figure>
</div>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading" id="ordnungsamt20230902"><a href="#ordnungsamt20230902">Landrat watscht Hofheims Ordnungsamt ab</a></h2>
<p>Über den Fall war im Hofheim/Kriftel-Newsletter ausführlich <a href="https://hk-newsletter.de/2023/01/17/rechtswidrig-gericht-blamiert-rathaus/">berichtet</a> worden: Das <strong>Ordnungsamt</strong> hatte im Herbst letzten Jahres versucht, eine Demo des <strong>Bündnisses &#8222;MTK gegen rechts&#8220;</strong> zu verhindern. Es verhängte <strong>völlig überzogene Auflagen</strong>, die später von einem Gericht als <strong>unzulässig</strong> <strong>und</strong> <strong>rechtswidrig</strong> verurteilt wurden.</p>
<p>Gleich nach der Demo hatten die <strong>Linken im Stadtparlamen</strong>t eine Anfrage ans Rathaus gestellt, und auch hier verhielt sich der Magistrat <strong>nicht</strong> <strong>gerade</strong> <strong>rechtskonform</strong>: Er legte erst <strong>nach sieben Monaten</strong> Antworten vor, die auch noch <strong>in Teilen falsch </strong>waren.</p>
<p>Der <strong>Linke Bernd Hausmann</strong> hatte sich deshalb an die <strong>Aufsichtsbehörde bei der Kreisverwaltung</strong> gewandt. Jetzt meldete sich <strong>Landrat Michael Cyriax</strong> bei ihm, er schreibt: <em>&#8222;lhre Beschwerde habe ich zum Anlass genommen, die Ordnungsbehörde der Stadt Hofheim am Taunus darauf hinzuweisen, ihre künftigen Auflagenverfügungen rechtssicher auszuführen.&#8220;</em></p>
<p>Erst bescheinigt <strong>ein Gericht</strong> dem Ordnungsamt <strong>rechtswidriges Verhalten</strong>. Jetzt fordert <strong>der CDU-Landrat</strong> die Stadtverwaltung auf, sich künftig <strong>rechtssicher</strong> zu verhalten.</p>
<p><strong>Ein solches Schreiben (hier als <a href="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Cyriax-zu-Hofheimer-Demo-Auflagen.pdf" data-type="link" data-id="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/Cyriax-zu-Hofheimer-Demo-Auflagen.pdf">PDF</a> nachzulesen) ist an Peinlichkeit nur noch schwer zu überbieten</strong>.</p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading" id="gutachten20230902"><a href="#rathaus20230902"></a><a href="#gutachten20230902">Rathaus hält Papiere monatelang unter Verschluss</a></h2>
<p>Wiederholt ist im Hofheim/Kriftel-Newsletter thematisiert worden, dass sich der <strong>Magistrat</strong> über Entscheidungen der Stadtverordneten<strong> einfach hinwegsetzt</strong>. Beschlüsse der gewählten Bürgervertreter werden im Hofheimer Rathaus <strong>nicht</strong> <strong>beachtet</strong>, manchmal monatelang, manchmal sogar über Jahre hinweg nicht.</p>
<p>Auffällig: Die <strong>Mehrheit der Stadtverordneten</strong> nimmt dieses Verhalten klaglos hin. Nur ganz selten wird <strong>aufgemuckt</strong>.&nbsp;So haben die <strong>CDU-Mitglieder im Ortsbeirat Kernstadt</strong> jetzt einen Antrag formuliert, der sich wie eine <strong>Ohrfeige für die Stadtverwaltung</strong> liest:</p>
<p>Man habe bereits<strong> im Jahre 2020</strong> beantragt, schreiben sie, dass vor der Türmchen-Zeile <strong>größere Müllbehälter </strong>aufgestellt werden sollten. <strong>2022</strong> habe man nachgehakt:<em> &#8222;Leider ist bisher nichts passiert&#8220;</em>&#8230;</p>
<p>Der <strong>Ortsbeirat Kernstadt</strong> tagt an diesem Mittwoch (<strong>6. September, 19 Uhr, Stadthalle</strong>). Man darf gespannt sein, ob sich der <strong>Magistrat</strong> nach drei Jahr zu einer Antwort bequemt&#8230;</p>
<p><strong>Noch ein Beispiel </strong>gefällig für den Umgang der<strong> Rathausspitze</strong> mit <strong>Bürgervertretern?</strong></p>
<p><strong>Mitten in Lorsbach</strong> errichtet die städtische Wohnungsbaugesellschaft <strong>HWB</strong> einen Neubau: Zwölf <strong>Wohnungen</strong>, ein kleines <strong>Geschäft</strong>, eine kleine <strong>Kita</strong>, ein Raum für einen <strong>Geldautomaten</strong> (&#8222;Finanzpunkt&#8220;). Dazu eine <strong>Tiefgarage</strong> für 13 Autos plus fünf <strong>Kurzzeit-Parkplätze</strong> vorm Haus.</p>
<p><strong>Der</strong> <strong>Klotz</strong> entsteht direkt neben den <strong>Bahnschranken</strong>. Weil dort die Verkehrssituation schon heute oftmals <strong>chaotisch</strong> ist, wurde ein <strong>Verkehrsgutachten</strong> erstellt.</p>
<p>Natürlich wollten die <strong>Mitglieder</strong> <strong>des</strong> <strong>Ortsbeirates</strong> wissen, was in diesem Gutachten steht. Sie bekamen es erst kürzlich übermittelt, genauer: am <strong>3. Juli 2023</strong>. Da lasen sie, dass das Gutachten bereits seit <strong>Frühjahr 2022</strong> im Rathaus vorlag.</p>
<p>Warum das <strong>29-seitigen Papier</strong> mehr als ein Jahr lang <strong>unter</strong> <strong>Verschluss</strong> gehalten wurde: unbekannt. Eine mögliche Erklärung: Die vielen <strong>Kritikpunkte</strong>, die der <strong>Linke Bernd Hausmann</strong> beim akribischen Studium gefunden hat, sollten so spät wie möglich bekannt werden.</p>
<p><strong>Der</strong> <strong>Plan</strong> ging voll auf: Jetzt ist alles <strong>zu</strong> <strong>spät</strong>. Der Mitglieder des Ortsbeirates stehen <strong>dumm</strong> da: Die <strong>Bauarbeiten</strong> laufen längst.</p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading" id="youtopia20230902"><a href="#youtopia20230902">Youtopia – auf dass Hofheim nachhaltiger werde</a></h2>
<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><a href="https://youtopia-hofheim.de/" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="640" src="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/youtopia-magazin-7-Titel.jpg" alt="youtopia magazin 7 Titel" class="wp-image-33167" style="width:250px;height:undefinedpx" srcset="https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/youtopia-magazin-7-Titel.jpg 450w, https://hk-newsletter.de/wp-content/uploads/2023/08/youtopia-magazin-7-Titel-211x300.jpg 211w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Titelseite der neuesten Youtopia-Magazins. Ein Klick aufs Bild führt zur Youtopia-Webseite.</figcaption></figure>
</div>
<p><strong>Ein tolles Engagement,</strong> das alle Unterstützung verdient: Ausgabe 7 des <strong>Magazins &#8222;Youtopia&#8220; </strong>ist soeben erschienen. <strong>Oliver Becht</strong> und <strong>Aaron J. Lange</strong> gründeten  vor drei Jahren den Umweltbildungsverein &#8222;Youtopia&#8220;, sie wollen sich damit für mehr Nachhaltigkeit einsetzen.</p>
<p>Dass sie so lange <strong>durchgehalten</strong> haben, ist <strong>eine starke Leistung</strong>. Inzwischen gibt&#8217;s ein<strong> Youtopia-Camp</strong>, geplant ist ein <strong>Youtopia-Waldgarten</strong>&#8230;Beachtlich auch das <strong>journalistische Engagement</strong>: Das vierfarbige Magazin &#8222;Youtopia&#8220; erscheint <strong>drei- bis viermal im Jahr</strong> und bietet Artikel und Reportagen zu Vorgängen in Hofheim und weltweit, Einblicke in die Arbeit lokaler Vereine und Akteure, Rätsel und Rezepte sowie eine Ansammlung von inspirierenden Alltagstipps.</p>
<p><strong>Die neueste Youtopia-Ausgabe</strong> gibt&#8217;s <strong>gedruckt</strong> an elf Orten in der Stadt (Stadtbücherei, Bücherstube, Weltladen&#8230;) und im <strong>Internet</strong> zum <a href="http://youtopia-hofheim.de/magazin/" target="_blank" rel="noopener">Download</a>. Weil das alles nicht nur mit <strong>Aufwand</strong>, sondern auch mit <strong>Kosten</strong> verbunden ist, wird auf der Youtopa-Webseite für <strong>Fördermitgliedschaften</strong> geworben (<a href="https://youtopia-hofheim.de/foerdermitgliedschaft/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>).</p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading" id="vollrausch20230902"><a href="#vollrausch20230902">Polizei II: Lebensgefährlicher Vollrausch&nbsp;</a></h2>
<p>Von drei <strong>Suffköppen</strong> <strong>im</strong> <strong>Straßenverkehr</strong> mit beachtlichem <strong>Promille-Gehalt </strong>weiß <strong>Hofheims Polizei</strong> zu berichten</p>
<p>Auf der <strong>Rheingaubrücke</strong> in Richtung Marxheim fiel einer Streife kurz nach Mitternacht ein <strong>Radfahrer</strong> auf, der offensichtlich nicht nur mit dem Anstieg der Straße zu kämpfen hatte. Der <strong>52-jährige Hofheimer</strong> schwankte und roch erkennbar nach Alkohol: Er hatte<strong> 3 Promille</strong> intus.</p>
<p>Deutlich mehr getankt hatte ein <strong>39-Jähriger,</strong> der bei seiner Autofahrt durch <strong>Diedenbergen</strong> mehrere geparkte Autos <strong>beschädigte</strong> und zu <strong>flüchten</strong> versuchte. Er konnte schnell <strong>ermittelt</strong> werden: Ein Reifen seines Audis war <strong>geplatzt</strong>, die Felge hatte den Fahrbahnbelag <strong>aufgekratzt</strong> und der Polizei den Weg gewiesen. Der Alkoholtest ergab rekordverdächtige <strong>3,7 Promille!</strong></p>
<p><strong>Das ist allerdings nichts im Vergleich</strong> zu einer Frau, die mit ihrem Auto in <strong>Schlangenlinien</strong> durch Bad Soden fuhr und von der Polizei <strong>gestoppt</strong> wurde. Die <strong>36-Jährige </strong>hatte unfassbare <strong>5 Promille Alkohol</strong> im Blut. Ein Polizeisprecher sagte, er klang beeindruckt:<em> &#8222;Ich mache diesen Job seit Jahrzehnten. Einen solchen Wert habe ich noch nie erlebt!&#8220;</em></p>
<p>Zur Einordnung: Laut der <strong>Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen</strong> beginnt bei <strong>über drei Promille</strong> <em>&#8222;die schwere, akute Alkoholvergiftung, die im schlimmsten Fall zum Tod durch Atemstillstand führen kann&#8220;.</em></p>
<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hk-newsletter.de/2023/09/02/geschichten-zum-ferienende/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
