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E-Carsharing I: Funktioniert total einfach – und macht Riesen-Spaß

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Wenn Sie’s noch nicht getan haben: Gönnen Sie sich ein tolles Vergnügen – machen Sie eine Fahrt mit einem Elektro-Auto! Macht einen Riesen-Spaß (absolut leise, enorm antriebsstark), geht ganz easy und ist auch gar nicht so teuer. Gut fürs Klima ist es außerdem. Zwei kleine neue E-Carsharing-Angebote gibt’s jetzt in Hofheim und Kriftel, die sollten Sie unbedingt testen!

Hinter dem Projekt steht die Bürgerenergiegenossenschaft SolarInvest Main-Taunus eG. Lassen Sie sich von dem gewaltigen Namen nicht abschrecken, die meinen’s wirklich gut: Ein paar Privatleute hatten sich Ende 2010 zusammengetan und wollten die Energiewende aktiv mitgestalten – in der Praxis und vor allem vor Ort. Inzwischen zählt die Genossenschaft rund 300 Mitglieder, darunter Kommunen und Firmen, und sie betreibt erfolgreich mehrere Photovoltaik-Anlagen. 620.000 Kilowattstunden Strom werden jedes Jahr erzeugt und vermarktet. 

Jetzt der nächste Schritt: SolarInvest bietet auch Carsharing an. Natürlich mit Elektroautos, deshalb E-Carsharing. Sie nennen es „nahCar“, es funktioniert wie beim Auto mieten: Man bucht ein Fahrzeug, holt es zum vereinbarten Zeitpunkt ab, fährt damit und bringt es anschließend zurück. Bezahlen muss man hauptsächlich für Zeit und Kilometer.

SolarInvest kann sich keine teuren Geschäftsräume und festangestellte Mitarbeiter leisten. Hier gibt’s „Kümmerer”, bei denen das „nahCar“ steht. Sie sind die ersten Ansprechpartner: in Hofheim Stefan Tomik (Am Klingenborn 2) und in Kriftel Stefan Ruppert (Altkönigstr. 8).

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Die nahCar-Station auf dem Kapellenberg.

Jede Station verfügt derzeit über ein Fahrzeug: Es handelt sich um die bewährten Renault Zoe, das meistverkaufte E-Car in Europa. Ladesäulen sind natürlich vorhanden: So sind die Fahrzeuge stets einsatzbereit.

Und jetzt nur noch drei Schritte bis zum Start: Im Internet registrieren (kostet einmalig 15 Euro) – Smartphone-App („Vianova eSharing”) herunterladen – über App Termin buchen – fertig.

Weitere Formalitäten, gar Papierkram: alles nicht nötig. Nicht einmal ein Schlüssel wird gebraucht. Die Handy-App verbindet sich per Bluetooth mit dem Auto: Schon lassen sich die Türen öffnen, und der Motor kann per Knopfdruck gestartet werden.

Das „nahCar“ ist ein „Nachbarschaftsauto”, sagen sie bei Solarinvest. Das trifft’s: Das Konzept verlangt kurze Wege, weshalb sich regelmäßige Nutzer vor allem im Umkreis des Fahrzeugstandorts finden. Man könne damit unkompliziert mobil sein und dabei noch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wirbt SolarInvest für sein „nachhaltiges Mobilitätsangebot“. Ein gutes Dutzend habe sich in Hofheim bereits registriert, sagt Stefan Tomik. Es könnten aber ruhig noch ein paar mehr werden: Dann rechne sich das Projekt. Und dann gibt es vielleicht bald weitere Nachbarschaftsautos in Hofheim und Kriftel…

Bei Solarinvest basteln sie derzeit übrigens noch an einer anderen Idee: ein Lastenrad mit Elektromotor, das von allen Bürgern flexibel ausgeliehen werden kann. Neudeutsch nennt sich das Cargobike-Sharing. Bis zur Realisierung dieses Projekts sind noch einige Fragen zu klären (Kümmerer, Standort mit Stromanschluss, Preisgestaltung…). 

Und dann soll auch vorab geklärt werden, ob überhaupt Bedarf besteht. Schließlich hat sich Hofheim bisher nicht als fahrradfreundliche Stadt zu erkennen gegeben…

E-Carsharing: Das kostet das Fahren mit dem „nahCar“

Folgende Kosten entstehen, wenn man mit dem „nahCar“ fahren will:

Gebühr für die Registrierung: 15 Euro (einmalig). Grundgebühr pro Monat: 10 Euro (jederzeit kündbar)

Gebühr pro Buchung: 1 Euro. Preis pro Stunde: 3,50 Euro. Preis pro Kilometer: 0,15 Euro.

Preis pro Nachtstunde (22-6 Uhr): 0,50 Euro; Tagespreis: 40 Euro.

Mit diesen Gebühren ist alles abgegolten von der Vollkasko-Versicherung (300 Euro Selbstbeteiligung) bis zum Ladestrom. Gebucht werden kann das Auto bis zu 14 Tage im Voraus; individuelle Vereinbarungen über längere Vorbuchungszeiten oder feste Regelbuchungen sind möglich.

E-Carsharing II: Ist das MTK-Projekt nur eine Luftnummer?

Das sollte man eigentlich nicht machen: Bürger für dumm verkaufen und ihnen Versprechungen machen, die dann nicht eingehalten werden. Bei dem groß angekündigten E-Carsharing-Projekt des Main-Taunus-Kreises aber ist genau das geschehen. Das haben sie jetzt davon: Welcher Normal-Bürger will da schon mitfahren? 

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Die Elektroautos vorm Landratsamt.

Das sind die Fakten: Im März letzten Jahres wurde das Projekt vorgestellt. Über 40 Carsharing-Fahrzeuge versprach eine Frankfurter Firma namens mobileeee (die schreibt sich wirklich so: mit vier „e”): Ab Sommer 2021 sollten die Elektro-Autos vorm Landratsamt bereitstehen.

Der Deal hörte sich ganz passabel an: Der Kreis nutzt die Fahrzeuge während der Dienststunden (und zahlt dafür). Nach Feierabend sollten die Autos nicht länger ungenutzt herumstehen: Dann sollten sich alle Bürger die Autos ausleihen können, angeblich zu besonders attraktiven Konditionen. Der Kreis wollte für Strom sorgen: 40 Ladesäulen sollten aufgestellt werden, Landrat Michael Cyriax schwärmte im Kreisblatt von der „größten Auflade-Station im MTK”, rund 100.000 Euro habe der Kreis investiert.

Wie Politiker dann so reden: „Ein weiterer Schritt des Main-Taunus-Kreises auf dem Weg zur Klimafreundlichkeit“, feierte sich die Kreisspitze. „Effizienter, nachhaltiger und auch moderner“ solle der Fuhrpark der Main-Taunus-Kreis werden, ließ sich Cyriax zitieren. Der Behördenchef sah sich und sein Werk als Vorreiter und Vorbild: „Das kann auch ein Signal für andere sein, es uns gleichzutun.“ 

Inzwischen entpuppt sich das angeblich klima- und bürgerfreundliche Projekt der Kreisbehörde als gewaltige Luftnummer. Sind die großen E-Carsharing-Pläne im Bürokratismus der Verwaltung untergegangen? Oder hat das Unternehmen mobileeee mit übertriebenen und vielleicht sogar falschen Versprechungen versucht, das schnelle Geschäft zu machen?

Denn auch das gehört zu den Fakten: Die angekündigten 40 Fahrzeuge gibt es bis heute nicht. Kreissprecher Johannes Latsch braucht nahezu eine Woche, um auf Anfrage mitzuteilen: 40 Fahrzeuge habe man nie „explizit gesagt“. Betonung wohl auf „explizit“: Tatsächlich hatte laut Zeitungsbericht ein mobileeee-Mann von 40 Fahrzeugen gesprochen. Dass der Landrat damals nicht widersprach, sondern auch noch 40 Ladesäulen verkündete: Dazu sagt Latsch nichts.

Angeblich gibt es heute 20 E-Autos in der Kreisbehörde. Und was ist mit den versprochenen Sondervergünstigungen für Hofheimer? Wiederholt hieß es, Nutzer müssten nur die gefahrenen Kilometer bezahlen, die 19 Euro Registrierungsgebühr entfalle für sie.

Heute will davon keiner mehr etwas wissen: Kreissprecher Latsch sagt, die Nutzungsgebühren gestalte allein mobileeee.

Bei mobileeee gibt man sich plötzlich wortkarg. Es meldet sich Bernhard Kinkel, der erst Antworten verspricht und dann plötzlich nichts mehr sagen will: „Da müssen Sie die Kreisbehörde fragen.“ Nur soviel: Dass mit den 40 Fahrzeugen und den Vergünstigungen habe vielleicht in der Zeitung gestanden… Aber das müsse ja nicht richtig sein…

Auf welches Unternehmen hat sich der Main-Taunus-Kreis da nur eingelassen? „Datenschutz sei garantiert, versichert der Anbieter“ – auch dieser Satz stand in der Zeitung. Muss ja nicht wahr sein, haben wir soeben gelernt. Und dann sehen wir auch: Auf der Carsharing-Webseite von mobileeee fehlt die Datenschutzerklärung.

Seriös geht anders. Kreissprecher Latsch sagt auch dazu nichts.

In Zahlen ausdrücken lässt sich der „Erfolg“ des Projekts E-Carsharing beim Kreis übrigens nicht. „Im vergangenen Jahr hatten wir 3.080 dienstliche und 1.197 private Buchungen durch Kreispersonal gegen Gebühr“, teilt Kreissprecher Latsch mit. Die Frage, welche Gebühr den Kreismitarbeitern für Privatfahrten berechnet werde, lässt er unbeantwortet. Er verrät auch nicht, wie viele Bürger die Autos nach Dienstschluss ausleihen. Viele werden’s wohl nicht sein.


Hofheim & Kriftel: Gegen den Krieg – Hilfe für die Ukraine

Auch an diesem Sonntag findet in Hofheim eine Mahnwache gegen Putins Krieg in der Ukraine statt. Beginn ist am Sonntag, 6. März, um 18 Uhr auf dem Chinonplatz. Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler lädt ein: „Mit jedem Tag werden die Nachrichten aus der Ukraine dramatischer. Wir möchten den Menschen dort zeigen, dass wir auf ihrer Seite sind.“ An der Mahnwache beteiligen sich unter dem Motto „Gebete der Religionen für den Frieden“ verschiedene Religionsgemeinschaften. Die Pressemitteilung der Stadt ist hier zu finden.

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Screenshot des RTL-Beitrags über Elena Gulina.

Der Fernsehsender RTL berichtet auf seiner News-Seite über Elena Gulina aus Hofheim: Die gebürtige Russin ist in der Ukraine zur Schule gegangen und hat für eine Familie aus Kiew eine Wohnung organisiert. „Ich habe nicht eine Sekunde lang überlegt. Ich wollte meine Verzweiflung und meine Angst in eine Richtung lenken. Ich wollte konkret den Menschen in Not etwas geben“, sagt sie im Interview. Derzeit ist Elena Gulina auf der Suche nach Unterkünften. Wer helfen möchte, kann sich bei ihr melden: Tel. 0176 76464871 oder E-Mail info@elena-gulina.de

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Kriftels Bürgermeister Christian Seitz hat als Vorsitzender des Städtepartnerschaftvereins Kriftel an die Bürgermeister der befreundeten Städte Airaines/Frankreich und Pilawa Gorna/Polen geschrieben. Man habe sich Hoffnung gemacht auf einen dauerhaften Frieden in Europa und in der Welt: „Durch den verbrecherischen Angriff Putins auf die Ukraine sind wir alle aus diesem schönen Traum gerissen worden.“

Viele Krifteler haben bei der Gemeindeverwaltung Hilfe angeboten. Sobald klarer werde, was konkret benötigt werde, „kommen wir auf die Bürgerinnen und Bürger zu, die helfen möchten“, schreibt Seitz in einer Pressemitteilung.

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Der Verein Förderkreis Hofheimer Städtepartnerschaften (FHS) ruft zu Spenden für Hofheims polnische Partnerstadt Pruszcz Gdański auf: Dort werden Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen und untergebracht. Ein offener Brief der FHS-Vorsitzenden Ingrid Bender wurde auf der Facebookseite des Vereins veröffentlicht.

Sondersitzung zu Vorderheide II: Muss die Stadt Schadensersatz zahlen?

An diesem Mittwoch, 9. März, kommt Hofheims Haupt- und Finanzausschuss zu einer Sondersitzung zusammen. Einziges Thema: das Urteil zu Vorderheide II, mit dem der Hessische Verwaltungsgerichtshof Ende letzten Jahres den Bebauungsplan für ungültig erklärt hatte.

Es geht jetzt um die Frage: Soll die Stadt juristisch weiterkämpfen? Eine Revision wurde nicht zugelassen, doch dagegen könnte die Stadt noch klagen. Das würde jedoch langwierig und teuer werden und gilt auch als wenig erfolgversprechend. Die Opposition im Stadtparlament, die über die Mehrheit verfügt, hat sich bereits dagegen ausgesprochen: Man solle die Baupläne jetzt endgültig begraben.

Im Raum steht auch noch ein anderes Thema: Was hat die ganze Planung eigentlich gekostet – und welche Forderungen kommen noch auf die Stadt zu?

Die Stadtverordnete Barbara Grassel (Die Linke) hat letztens Stadtrat Wolfgang Exner erneut aufgefordert, die bisher angefallenen Kosten zu benennen: Wie viel Geld wurden für Planung, Berater, Sachverständige, Artenschutz-Gutachten usw. ausgegeben, und welche Kosten verursachte das juristische Verfahren (Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten etc.)?

Und dann wollen die Oppositionsparteien im Stadtparlament – die Grünen, die SPD, die Bürger für Hofheim (BfH) und die Linken – noch ein weiteres Thema geklärt wissen:

Eine Firma namens „Entwicklungsgesellschaft Hofheim mbH & Co. KG“, kurz EGH genannt, hatte in Vorderheide II bauen wollen. Pikant: Zu den Eigentümern dieser Firma zählt die Frank-Immobiliengruppe, bei der Michael Henninger Geschäftsführer ist. Der Mann sitzt für die CDU im Hofheimer Stadtparlament (was erklären könnte, warum die CDU trotz erkennbarer Aussichtslosigkeit über Jahre hinweg den Bebauungsplan durchzusetzen bemüht war).

Mit der EGH hatte die Stadt Hofheim bereits im Jahr 2009 einen Vertrag abgeschlossen. Nur die wenigsten Stadtverordneten dürften Details daraus kennen. So ist derzeit auch nicht bekannt, ob die Stadt nach dem Urteil Schadensersatz an die EGH leisten muss.

Eine entsprechende Anfrage der Opposition liegt bereits seit Anfang Januar im Rathaus vor. Die Stadtverwaltung („Hofem Schlofem“) ist allerdings nicht die schnellste, manchmal glaubt sie auch, Beschlüsse des Stadtparlaments nicht beachten zu müssen. Es bleibt abzuwarten, wie viel Offenheit und Transparenz der Magistrat sich und der Stadt in dieser Angelegenheit gönnt….

Die Sitzung beginnt am 9. März um 19 Uhr in der Stadthalle. Sie ist öffentlich, dass heißt: Zuhörer sind zugelassen.

Mein Freund, der Baum, ist tot

Da liegt er, zersägt in kurze Stücke. Der einst prächtige Baum, der am Rand des Teiches hinter dem Landratsamt in Hofheim gestanden hat: Jetzt ist er nur noch Kleinholz.

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Sie haben die Weide letzte Woche kurzerhand umgehauen. Weil’s angeblich notwendig war: weil sich Wurzeln in einen Kanal gegraben hatten und gekappt werden mussten, haben sie gesagt. Doch wer glaubt das? Vielleicht stand die Weide ja auch nur im Weg

Dass einer Verlautbarung des Landratsamtes nicht mehr vorbehaltlos geglaubt wird, zeigt, wie sehr das öffentliche Vertrauen in diese Verwaltung geschwunden ist. Längst ist der Erweiterungsbau des Hofheimer Landratsamtes zum stummen Mahnmal geworden: für eine Behörde, die den Dialog und die Zusammenarbeit mit den Bürgern gekappt hat. Sie hat damit die Grundpfeiler eines funktionierenden Miteinanders umgehauen wie einen Baum, der im Wege steht: ganz einfach, weil die Machtstrukturen es erlauben.

Der Landkreis wird regiert von CDU (30 Mandate) und Grünen (18 Mandate): Die beiden Parteien stellen damit mehr als die Hälfte der 81 Kreistagsabgeordneten. Doch das reichte ihnen nicht: Sie holten die FDP (6 Mandate) dazu, jetzt hat man sogar eine Zweidrittelmehrheit.

Mit solcher Mehrheit, glauben sie wohl, kann man machen, was man will. Und das tun sie: Der Erweiterungsbau des Kreishauses ist Zeuge dieses Politik-Stils:

Michael Cyriax, oberster CDU-Statthalter in der Kreisverwaltung, informierte die Bevölkerung über den mehr als 30 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau nur bruchstückhaft – und das auch erst, als die Pläne längst festgezurrt waren. Basta-Politik, verkauft mit glatten Worten: „Wir legen Wert auf gute Nachbarschaft, und da gehört die Transparenz dazu“, ließ sich Cyriax zitieren.

Die Bürger haben protestiert: Da war’s zu spät. Die SPD klagte, die Kreisspitze würde nicht klar kommunizieren: Wen interessiert das angesichts der Mehrheiten? In der Stadtverordnetenversammlung Hofheim wurde verlangt, dass man ein solches Großprojekt den lokalen Bürgervertretern vorstelle: Abgelehnt!

Auf der gewaltigen Dachfläche des Neubaus soll keine klimafreundliche Solaranlage installiert werden: Nein, dort wird eine Luxus-Parkanlage angelegt – nicht für Normal-Bürger, sondern ausschließlich für Kreisbedienstete! Nur durch Zufall kam das heraus, weil einige Leute protestierten. Die Kreisspitze hielt’s nicht nötig, darauf zu reagieren.

Jetzt fiel der letzte große Baum einer einst schönen Parkanlage. Sie sagten daraufhin, was sie dann immer sagen: Es ging nicht anders, er musste weg, er war nicht mehr zu retten…

Wir sollen das wohl glauben. Wir können’s auch lassen. Es ist egal. Es ist sowieso zu spät: Der letzte große Baum am Kreishaus ist tot.

Aufgepasst! Corona-Zahlen ziehen leicht an

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Die Sorgen wegen Corona werden vom Kriegsgeschehen verdrängt. Allerorten ist von Lockerungen die Rede ist. Seit diesem Freitag gelten in Hessen wieder neue Corona-Regeln (Details hier), von Montag an auch neue Corona-Kinderregeln (hier), das Rathaus Hofheim streicht die 3G-Regeln (hier)…

Und die Zahlen? Beim Vergleich der Freitagszahlen müssen wir konstatieren: Sie steigen wieder leicht an. In Hofheim wurden letzte Woche 443 Infizierte registriert, an diesem Freitag sind es 507. In Kriftel das gleiche Bild: letzte Woche 183 Infizierte, an diesem Freitag 211.

Kreisweit sind 3880 Menschen an Corona erkrankt: Das sind fast 500 mehr als vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz dagegen sinkt, wird mit 624 angegeben (vor einer Woche: 842).

Derzeit liegen 13 Patienten mit Corona in den MTK-Kliniken, zwei müssen intensivmedizinisch behandelt werden.

Aus den Akten der Polizei

Trickbetrüger kassieren bei älteren Damen ab

Trickbetrüger haben mit einer miesen Masche zwei ältere Frauen um viel Geld gebracht. Sie riefen an und erzählten eine typische Schockgeschichte: Ihre Tochter habe bei einem Verkehrsunfall einen Menschen totgefahren, sie sitze in Haft, der Richter lasse sie nur gegen eine Kaution von mehreren Tausend Euro frei…

Die erste Seniorin fuhr umgehend nach Frankfurt und übergab das geforderte Geld. Es ist natürlich weg: Von den Tätern fehlt jede Spur.

Tage später passierte es erneut: Die Täter riefen eine andere ältere Dame mehrmals an, es kam zu einer Geldübergabe in der Straße „Am Forsthaus“. Die Frau, die das Geld entgegennahm, soll ca. 1,60 bis 1,70 Meter groß sein und hatte ihre schwarzen Haare zum Zopf nach hinten gebunden. Sie trug einen grauen Mantel sowie eine schwarze Handtasche und soll sehr gepflegt ausgesehen haben.

Älterer Mann verletzt Polizeibeamten

Ziemlich renitent zeigte sich ein 79-jähriger Mann: Die Polizei war alarmiert worden, weil er alkoholisiert Auto fahren wollte. Beamte erwischten ihn am Busbahnhof „Alte Bleiche“, als er gerade starten wollte. Er zeigte er sich völlig uneinsichtig: Als ihm ein Polizist durch das geöffnete Fahrerfenster den Schlüssel abnehmen wollte, fuhr der Mann die Scheibe hoch – der Polizeibeamte wurde leicht verletzt. Dann startete der Mann, gefährdete dabei einen Polizisten und entkam erst einmal. Vor seiner Wohnungstür aber wurde er wenig später gefasst: Jetzt wartet auf ihn ein Strafverfahren.

Busfahrer beleidigt

Tatort: Hofheim, Alte Bleiche. Ein 54-jähriger Busfahrer bat frühmorgens einen Fahrgast, seine Fahrkarte vorzuzeigen. Der Mann wurde gleich ausfällig und beleidigte den Busfahrer, der später Anzeige gegen unbekannt erstattete.

35.000 Euro bei Hecken-Brand

Tatort: Marxheim, Schloßstraße. Ein aufmerksamer Nachbar alarmierte Feuerwehr und Polizei, als er nebenan eine Hecke brennen sah. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, doch mehrere Gebäudefenster und eine Straßenlaterne wurden durch die Hitze beschädigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 35.000 Euro.

Taschendieb auf Flohmarkt

Tatort: Wallau, Am Wandersmann. Flohmarkt auf dem Ikea-Parkplatz. Eine 56-jährige Geschädigte passte einen Augenblick nicht auf: Ein Dieb zoh ihr die Geldbörse aus der Handtasche und verschwand dann im Getümmel.

Big-Bruno hat’s gepackt!

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Screenshot der Instagram-Seine von Big Bruno. Fast 1000 Follower hat er bald.

Die Tierklinik Hofheim präsentiert auf ihrer Facebookseite ihren „Patienten des Monats”: Big Bruno, ein Rhodesian Ridgeback, inzwischen etwas mehr als ein Jahr alt. Er wurde im April 2021 eingeliefert: 3 Monate alt, völlig abgemagert, total schwach auf den Pfoten. Starke Darmentzündung, deshalb schwerer Durchfall. „Über 12 Tage kämpfte sich Bruno mit vielen Infusionen, Medikamenten, künstlicher Ernährung und Kottransplantationen zurück ins Leben. Seine Familie war zwischendurch auch fast am Ende, doch gab ihn zum Glück niemals auf.“ Jetzt ist Big Bruno wieder topfit, hat sogar eine eigene Instagram-Account mit fast 1000 Followern.

Aus den Rathäusern

Der Weg zwischen Sparkassen-Neubau und Bücherei ist geöffnet: Damit gibt es jetzt wieder eine direkte Verbindung zwischen Pfarrgasse und Kellereiplatz. Der kleine Platz zwischen den Häusern wurde mit der „Quadriga“ und Sitzgelegenheiten garniert: Hier wird das Restaurant „1811“ (eröffnet im Frühjahr) Außengastronomie betreiben.

Drei verkaufsoffene Sonntage gibt es in diesem Jahr in Hofheim: beim Altstadtfest am 8. Mai, Kreisstadtsommer am 3. Juli und Gallusmarkt am 16. Oktober. Mehr hier.

Die tibetische Flagge wird am 10. März vor dem Hofheimer Rathaus gehisst. Damit wird an den Volksaufstand gegen die Besetzung durch China am 10. März 1959 erinnert. Mehr hier.

Der Bürgerkoffer wird ab 15. März in den Räumen der Außenstelle Wallau wieder im Einsatz sein. Mehr hier.

Die evangelische Kindertagesstätte Lorsbach darf jetzt 85 Kinder aufnehmen. Die Stadt feiert sich dafür (hier).

Das Stadtmuseum Hofheim präsentiert vom 6. März bis 7. August die Ausstellung Escape to Freedom. Ein kooperatives Echtzeit-Abenteuer“. Mehr hier.

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79 Jahre alt – und noch immer Leiterin der Gemeindebücherei: Ursel-Renate Hadiprono.

Die Gemeindebücherei Kriftel zieht im „Bericht über den Ausleihbetrieb 2021″ eine positive Bilanz. Büchereileiterin Ursel-Renate Hadiprono (79) hört zum Ende des Jahres auf. Mehr hier.

Der Partnerschaftsverein Kriftel feiert zwei Jubiläen: Der Verein besteht seit 25 Jahren und die Partnerschaft mit Airaines seit 40 Jahren. Tina Schehler hat dazu einen Bericht auf der Gemeinde-Webseite veröffentlicht. Mehr hier.

Der Vorstand des VdK-Ortsverbandes Kriftel hatte im Herbst 2021 seine Arbeit eingestellt. Nun wird weitergearbeitet: Kommissarischer Vorsitzender ist Max Alizadeh. Ehrenamtliche, die mitmachen wollen, werden dringend gesucht. Mehr hier.

Corona-Impfungen finden in der Kleinen Schwarzbachhalle am Samstag, 12. März, und am Donnerstag, 24. März, statt. Mehr hier.

Ur-Kriftelerin Elfriede Günther wurde 95, auch der Bürgermeister hob ein Glas auf ihr Wohl. Zur ausführlichen Gratulation geht’s hier.

Der Künstler Rocco Barone gibt Malkurse für Erwachsene und Kinder. Noch sind Plätze frei. Mehr hier.

Ambetten-Begleiter auf Sängersuche

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Karneval ist vorbei, aber ein echter Karnevalist fängt natürlich jetzt schon an, sich auf die neue Session vorzubereiten: In der Hofheimer Karnevalsgesellschaft 1900 gibt es eine Gruppe, die sich aus Begleitern der ehemaligen Ambetten zusammensetzt. Diese Männergruppe tritt bei KG-Sitzungen mit Party-Hits auf. Mit einem kleinen Video im Internet suchen sie nach Mitsingern. Bei Interesse: E-Mail an Diesingendenbuerger@kg1900.de.

Im Altpapier entdeckt

Die Minigolf- und die Skateanlage im Freizeitpark Kriftel werden erneuert, meldet das Kreisblatt. Außerdem sollen die Dächer der Großen Schwarzbachhalle sowie des Hauses der Vereine saniert werden. Es gibt weitere ambitionierte Pläne, aber ob die alle umgesetzt werden können, sei noch nicht klar. Der Bericht steht online: hier.

Das Kreisblatt hat mit SV-07-Vorsitzenden Ralf Schmidt über die Wirren der Corona-Jahre gesprochen. Fazit: Viel Mehrarbeit, kein finanzieller Einbruch – „wir stehen da auf gutem Grund“, so Schmidt. Der Bericht ist online zu lesen: hier.

Über die Karnevalsfreuden der Senioren im Kursana Domizil am Freizeitpark Kriftel berichtet das Online-Magazin „Frankfurt live“. Mehr hier.

Wie geht man in der Schule mit dem Krieg in der Ukraine um? Das hat sich das Kreisblatt von MTS-Schulleiterin Sabine Buse-Stephan erklären lassen. Der Bericht steht im Internet: hier.

Wallauer Projekt ,Virtual Dimension‘ gehört zu den Top Ten der Kristallisationspunkte in Deutschland“ – Wenn Sie mit dieser Überschrift etwas anfangen können, sollten Sie die Lokalzeitung lesen: Lang und ausführlich schreibt sie über die „Retro-Szene in der Computerwelt“ mit Hagen Hamann und Dennis Pauler. Steht online hier.

Restaurant an der Burkartsmühle jetzt indisch

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Das Restaurant am Hotel Burkartsmühle versucht einen Neustart: Das Indian Tandoori House hat vor ein paar Tagen die Küche übernommen. Erste Bewertungen fallen durchweg positiv aus. Bei Google gab’s bereits 15-mal fünf Sterne – Elke Rimpf schreibt beispielsweise: „In der Sonne in schönem Ambiente leckeres indisches Essen genießen, ergänzt durch eine sehr freundliche und liebenswerte Bedienung – was wünscht man sich mehr. Jedes Gericht war ein Geschmackserlebnis. Sehr gerne kommen wir wieder und freuen uns schon auf die Köstlichkeiten.“

Gewerbeverein wird wieder aktiv

Hofheims Gewerbeverein IHH zeigt sich unter der neuen Leitung von Markus Buch aktiv: Ines Pierau wurde mit einer Teilzeitstelle eingestellt. In einem Rundbrief stellt sich die 33jährige Hofheimerin vor und kündigt die Aktion „Blumengruß“ am 19. März auf dem Wochenmarkt an. Mehr hier.

Tankstelle mit neuem Pächter

Der Wallau-Blog schreibt: Die Shell-Tankstelle in Wallau werde am 30. März kurzzeitig geschlossen. Die RM Rhein-Main Tankstellen GmbH geht, neuer Pächter wird die G.M.T. GmbH.

Hybrid-Auto geriet beim Laden in Brand

Die Feuerwehr Marxheim wurde nachts alarmiert: Ein Hybrid-PKW wurde neben einem Wohnhaus geladen und war dabei in Brand geraten. Die starke Hitze ließ nahe Fenster-Rollladen schmelzen und ein Fenster zerbersten. Die Gebäudefassade wurde ebenfalls stark beschädigt. Mehr hier.

+++ Termine +++ Termine +++

An diesem Samstag, 5. März, finden Corona-Impfungen in der Hofheimer Stadthalle statt: von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Keine Terminvergabe! Mehr hier.

Am 6. März ist Kirchenpräsident Volker Jung zu Besuch in der evangelischen Johannesgemeinde. Um 9.30 Uhr beginnt ein Gottesdienst, bei dem Jung predigt; anschließend ist ein Podiumsgespräch im Gemeindesaal. Mehr hier.

Das WIR-Vielfaltszentrum des Main-Taunus-Kreises startet am 7. März eine Schulung für Integrationslotsen. Mehr hier.

Am 8. März ist Welt-Frauentag. Die zentrale MTK-Veranstaltung ist eine Online-Zaubershow von 19 bis 20 Uhr mit Zauberkünstlerin Michelle Spillner. Wer dabei sein will: Hier klicken.

Jobs zu vergeben

Der Marxheimer PC-Service sucht eine studentische Aushilfskraft.. Mehr hier.

Das Porsche-Zentrum Hofheim sucht einen Assistent-Service. Mehr hier.

Die Dienst Verpackungstechnik GmbH sucht jede Menge Mitarbeiter, unter anderem Schweißer, Industriemechaniker und Inbetriebnehmer. Mehr hier.

Die Raicotec GmbH an der Reifenberger Straße 10 in Hofheim sucht einen Steinmetz. Mehr hier.

Die EVIM Gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH sucht für die Psychosozialen Dienste/WG Wohnen im Main-Taunus-Kreis einen Sozialarbeiter/Sozialpädagogen. Mehr hier.

Die evangelische Johannesgemeinde ist auf der Suche nach motivierten Fachkräften für die Kita und das Schulkinderhaus Taubenschlag. Mehr hier.

Müller am Chinonplatz stellt Kassierer ein. Mehr hier.

Lidl an der Kapellenstraße sucht Teilzeitkräfte. Mehr hier.

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