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Schranken-Ärger! Lorsbach droht totale Abriegelung

Posted in Allgemein

Die Lorsbacher sind wirklich arm dran! Dem kleinen Dörfchen droht nicht nur eine lange Straßensperrung, sondern womöglich die totale Abriegelung. Und deshalb, das vorweg, weisen wir hier gerne auf diesen Termin hin:

Am Sonntag 11. September, unternimmt Hessens grüner Verkehrsminister Tarek Al-Wazir eine Radtour durch die Region. In seinem Verantwortungsbereich liegen die Straßenbauarbeiten und damit auch die Vollsperrung der Landstraße nach Hofheim. Die Lorsbacher wollen ihn „begrüßen“, wenn er um 14 Uhr vor der Gaststätte Gundelhard Station macht. Das „Aktionsbündnis gegen eine einjährige Vollsperrung der L3011“ ruft dazu auf, den Minister mit Bannern und Protestplakaten gebührend zu empfangen. Mehr hier.

Die drohende einjährige Vollsperrung der L3011 nach Hofheim aber ist nicht die einzige Baustelle, die den Menschen in Lorsbach große Sorge macht:

Um den Heinrichsweg, dem beliebten Verbindungsweg für Radfahrer und Fußgänger zwischen Ortsteil und Kernstadt, herrscht derzeit ein totales informelles Durcheinander: Die Stadtverwaltung verbreitete letzte Woche die Meldung, dass der Weg „ertüchtigt“ werden müsse. Denn wenn demnächst die Landstraße voll gesperrt werde, müssten im Notfall Rettungsfahrzeuge durch den Wald brettern. Mit Blaulicht und Martinshorn über den Heinrichsweg: Verständlich, dass es auf der Huckelpiste noch einiges zu tun gibt…

Wenig später hieß es allerdings aus Hofheims Rathaus, es habe ein „internes Missverständnis“ gegeben: Der Weg bleibe ohne Einschränkungen offen. Für wie lange? Das verrät die Verwaltung nicht. „Ob und wann eine Sperrung von Nöten sein wird, steht derzeit noch nicht fest“, teilte die Rathaus-Pressestelle wortwörtlich mit.

Natürlich können die Lorsbacher, wenn die direkte Route nach Hofheim abgesperrt sind, weiterhin die Innenstadt erreichen: Der Weg ist dann entweder lang und sehr steil (über Langenhain) oder sehr sehr lang (über Kelkheim).

Der kurze steile Umweg führt über Langenhain – aber nur, wenn er offen ist! Das ist nicht unbedingt garantiert. Letzte Woche gab’s da wiederholt Probleme:

Die Schranken am Bahnübergang öffneten sich nicht richtig. Genauer: Die linke Schranke öffnete sich, die rechte Schranke aber ging nur ein bisschen hoch. Autofahrer warteten erst – kommt ein weiterer Zug? – und fingen schließlich an, langsam die halbgeöffneten Schrankenbäume zu umkurven. Folge: Die Staus wurden immer länger. Die Umkurverei der Schranken mutete durchaus gefährlich an.

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Die rechte Schranke öffnet sich nur zur Hälfte, die Autofahrer müssen die Schrankenbäume umkurven. Die Bahn in einer Stellungnahme: „Besondere Auffäligkeiten sind uns nicht bekannt.“

Wir haben bei der Bahn nachgefragt, was da los war. Die Pressestelle gab sich wortkarg: Es habe eine technische Störung gegeben, die aber inzwischen behoben sei, hieß es. Was war die Ursache? Keine Antwort. Kann das häufiger passieren? Keine Auskunft.

Dafür gab’s diese Information: „Ein Überqueren des Bahnübergangs war für die Verkehrsteilnehmer:innen dennoch sicher möglich. Der zuständige Fahrdienstleiter gibt erst dann grünes Licht für eine Zugfahrt, wenn alle Schranken komplett geschlossen sind.“

Und dann hatte die Bahn noch dieser Information für die Lorsbacher parat: „Besondere Auffälligkeiten sind uns nicht bekannt. Unabhängig davon werden wir die Anlage im Rahmen einer Sonderinspektion noch einmal vorsorglich überprüfen.“

Schranken-Probleme! Wanderweg dicht! Und demnächst die wichtigste Straße komplett gesperrt: Die Lorsbacher sind wirklich arm dran!

Jetzt heißt es: Alle aufstehen – an diesem Sonntag wird demonstriert!

5 Comments

  1. Einer

    ja, das mit dem Ausbau des Heinrichsweg für Rettungsfahrzeuge habe ich auch gelesen und habe einmal gerechnet,

    die Piste für die Rettungsfahrzeuge braucht eine ca. Breite von 3m. Wenn man den Weg nicht für Fussgänger und Radfahrer sperren will, benötigt man mindestens noch mal 1,5 m, dass die sich in Sicherheit bringen können, wenn ein Rettungsfahrzeug angeschossen kommt.

    Das Ganze braucht man nicht nur im Sommer sondern auch im Winter bei Schnee und Eis.

    Wie soll das gehen…..

    Wie einfach wäre es dagegen die 250 m Mühlgraben ins Rohr zu legen…

    Aber warum einfach, wenn’s auch……

    10. September 2022
    |Reply
    • Einsicht

      Hallo Reply,
      und für die Verlegung des Rohres muss die Strasse nicht gesperrt werden?

      10. September 2022
      |Reply
      • Einer

        nein, für eine Verrohrung des Grabens ist das aus technischer Sicht nicht notwendig. Wenn überhaupt würde dine zeitweise einseitige Sperrung an Engstellen gebraucht.

        11. September 2022
        |Reply
    • Zweiter

      Na dann wird es ja besonders spannend bei Glätte und Eis, wenn Rettungswagen etc. über Langenhain zu uns kommen sollen und gegebenenfalls auch wieder den Berg hinauf müssen…

      Übrigens ist die rechte Bahnschranke schon seit einigen Wochen nicht in Ordnung und öffnet sich stark verzögert erst!

      13. September 2022
      |Reply
  2. Matthias Kreß

    Und nochwas können Sie alle neben der Unterstützung am Sonntag um 14 Uhr an der Gundelhardt machen!
    Helfen Sie bei der Petition gegen eine ( mindestens) 12 monatige Vollsperrung!

    https://openpetition.de/!bfgfj

    Es muss heutzutage andere Wege als den von Hessen Mobil eingeschlagene, vermeintlich einfache und für alle anderen kompliziert machende Weg geben!

    10. September 2022
    |Reply

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