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Hofheim: Mehrere über 90-Jährige wollen in den Ortsbeiräten mitmischen

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Wissen Sie, was Gerda Heufelder, Rudolf Hartmann und Dr. Heinrich Frank aus Marxheim sowie Dr. Peter Langelüddele aus Diedenbergen gemeinsam haben? Sie werden bestimmt nie darauf kommen, wenn Sie die Herrschaften nicht zufällig kennen: Diese vier Hofheimer sind bereits über 90 Jahre alt – und wollen offenbar trotzdem noch in der Lokalpolitik ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Die Namen der vier hochbetagten Senioren finden sich auf den Kandidatenlisten für die Wahlen der Ortsbeiräte am 14. März.

Da stellt sich natürlich diese Frage: Was denken sich die Parteien eigentlich dabei, so alte Leute in ein politisches Rennen zu schicken? Sollen wir die wirklich wählen?

Es kommt nicht aufs Alter an, sondern auf die Kompetenz – könnte man jetzt natürlich sagen, in Abwandlung des pfiffigen Plakats, dass die “Bürger für Hofheim” neben den großformatigen Auftritten der anderen Parteien aufgestellt haben (Foto oben). Im HK-Newsletter finden Sie ab sofort, wie versprochen, alle Namen aller Kandidaten für Hofheims Ortsbeiräte. Damit Sie sich vorab gut informieren können, bei wem Sie Ihr Kreuzchen machen wollen.

Natürlich haben auch wir uns diese Listen etwas genauer angeschaut, aber zuallererst der Hinweis: Sie finden die Kandidatenlisten, wenn Sie oben auf dieser Webseite in der Navigation auf den Punkt “Kandidaten” klicken.

259 Namen stehen auf den Listen. Rudolf Hartmann, geboren im Jahr 1928, ist der älteste Kandidat in der Stadt. Er wie auch Gerda Heufelder (Jahrgang 1930) wurden von der CDU ins Rennen geschickt. Frank (ebenfalls Jahrgang 1930) tritt für die FWG an, der gleichaltrige Langelüddeke wurde von der SPD aufgestellt.

Es sind insgesamt 15 Kandidaten dabei, die bereits über 85 Jahre alt sind. Es ist kaum davon auszugehen, dass sich diese Senioren den Tort stundenlanger Sitzungen, intensiver Diskussionen und parteipolitischer Auseinandersetzungen antun werden. Die Parteien reden häufig davon, die Aufstellung solch betagter Mitglieder sei ein Ausdruck der Hochachtung für geleistete Arbeit.

Aber geht’s bei den Wahlen nicht eigentlich um die wichtige Zukunft des Gemeinwesens – und weniger um eine gefällige Rückschau auf Parteipolitik?

Sollen das die Wählerinnen und Wähler entscheiden!

Ortsbeiräte: Die jüngsten Kandidaten sind unter 20

Beim Blick an das andere Ende der Altersstatistik fallen Penelope Guckler und Ludwig Höfle auf: Sie tritt für die SPD in der Kernstadt an, er für die Grünen in Lorsbach. Beide sind Jahrgang 2002 und damit die Jüngsten in der großen Kandidatenschar. Dicht dahinter: Mark Aschmann von der CDU Marxheim  und Pascal Suchy von der CDU Wildsachsen, beide Jahrgang 2001. Die vier geben als “Beruf” an, dass sie studieren.

Nicht alle Parteien sind in allen Ortsteilen präsent: Das hat sicherlich damit zu tun, dass vor allem die kleineren Parteien nicht die ausreichende Anzahl an Mitgliedern findet, um überall Kandidaten aufstellen zu können. 

Nur in der Kernstadt und in Lorsbach treten alle sieben Parteien und Wählergruppierungen an. Wobei diese Aussage natürlich nicht ganz richtig ist: Es gibt ja noch die Wählergemeinschaft “Wir für Marxheim”, die sich mit zwei Kandidaten um Mandate im Stadtparlament bewirbt. Hier will man sich gegen den Ausbau von Marxheim2/Römerwiesen stark machen. Für den Ortsbeirat Marxheim, wo eine solche Wählergemeinschaft eigentlich ihre Wurzeln haben müsste, wo allerdings echte Kärrnerarbeit geleistet werden muss, fehlte wohl die Kraft oder auch das Interesse.

In Diedenbergen bewerben sich die wenigsten Parteien: Hier stehen nur CDU, SPD und FWG auf dem Wahlzettel. In Langenhain kommen die Grünen hinzu, in Wildsachsen die Linken.

Die Wählergemeinschaft “Bürger für Hofheim” (BfH), die gerade eine Verjüngungskur hinter sich gebracht hat, muss sich in den Ortsteilen wohl erst noch finden: Sie tritt außerhalb der Kernstadt nur noch in Lorsbach an.

CDU überrascht: Lorsbacher Kandidaten im Schnitt erst 43

Natürlich haben wir auch auf die Altersstruktur der Kandidaten geschaut. Da gibt es ein relativ einheitliches Bild – mit kleinen Abweichungen nach oben und unten: Die meisten Kandidaten sind im Schnitt zwischen 55 und 65 Jahren alt. Etwas aus der Reihe fällt die FDP Marxheim (71 Jahre), dicht gefolgt von den Linken (68) – in beiden Fällen steht allerdings auch nur ein Kandidat zur Wahl.

Am anderen Ende der Altersskala finden sich wieder die “Bürger für Hofheim”, deren Kandidaten in der Kernstadt mit im Schnitt 49 Jahren die jüngsten sind, ebenso in Lorsbach, wo das Durchschnittsalter der BfH-Kandidaten sogar bei nur 46 Jahren liegt.

Aber die mit Abstand jüngste Kandidatenliste präsentiert die CDU Lorsbach: Ihr Durchschnittsalter liegt bei nur 43 Jahre. In Wildsachen sind die CDU-Kandidaten mit im Schnitt 52 Jahren ebenfalls relativ jung, in Langenhain sind sie im Schnitt sogar “erst” 50 alt: Es geht also doch! In der Kernstadt und in Marxheim hält hingegen die ältere Garde die Zügel fest in der Hand: Da ist das Durchschnittsalter der Christdmokraten mit 62 Jahren deutlich höher.

Zum Schluss noch ein kleines Rechenspiel: In welchem Ortsteil haben sich die meisten Bürger als Kandidaten aufstellen lassen – umgerechnet auf die Zahl der Einwohner?

Wir verraten es gerne: Wildsachen führt ganz deutlich! Mit 26 Kandidaten bewerben sich 1,59 Prozent der Einwohner um einen Sitz im Ortsteil.

Auf den weiteren Plätzen folgen: Lorsbach (40 Kandidaten = 1,39 Prozent der Ortsteil-Bewohner), Langenhain (35 = 1,00%), Diedenbergen (34 = 0,82%), Wallau (28 = 0,63%), Marxheim (43 = 0,46%)

Das Schlusslicht bildet die Kernstadt: Zwar haben die sieben Parteien und Wählergemeinschaften immerhin 53 Kandidaten augestellt. Aber das täuscht ein wenig: Das sind gerade mal 0,37 Prozent der Kernstadt-Einwohner.

(Die Einwohner-Zahlen der Ortsteile finden Sie im HK-Newsletter vom 28. Januar)


Umfrage: Was ist wichtig für Hofheim?

Wo wir gerade bei den Kommunalwahlen sind: Ein interessantes Tool haben die “Bürger für Hofheim” (BfH) auf ihre Homepage eingesetzt. Sie machen damit eine Umfrage, um Anliegen und Sichtweisen der Hofheimer näher kennenzulernen. Schließlich könne man wegen Corona nur mit wenigen Menschen persönlich in Kontakt kommen: „Wir erhoffen uns, auf diese Weise die ein oder andere Meinung zu Hofheimer Themen einfangen zu können, die uns sonst aufgrund der pandemischen Lage abhanden gekommen wäre“, sagt BfH-Spitzenkandidat Wilhelm Schultze. Wenn genügend Leute mitmachen, dürfte ein interessantes Stimmungsbild herauskommen, das die Wählergemeinschaft hoffentlich nicht für sich behält. Zur Umfrage geht’s hier.


Inzidenzwert 46! Landrat: “Die Beschränkungen bleiben – leider”

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Zum Vergrößern anklicken: Diese Grafik zeigt die Zahl der Infizierten in den MTK-Kommunen…
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…und diese Grafik nennt den Inzidenzwert in den Gemeinden. (Grafiken: MTK)

“Die 7-Tage-Inzidenz liegt heute bei 46! Letztmals bewegten wir uns Mitte Oktober auf diesem Niveau. Wir gelten damit nach der hessischen Virus-Nomenklatur nicht länger als Corona-Hotspot. Über das gemeinsam Erreichte können wir uns freuen. Herzlichen Dank fürs mitmachen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, diese – wenn auch willkürlich gesetzte – Marke zukünftig nicht zu überschreiten.”

So beginnt Landrat Michael Cyriax heute sein Corona-Tagebuch auf Facebook. Die Fakten sind schnell erzählt:  Das Gesundheitsamt zählt heute 15 Neuinfektionen, das sind 15 weniger als vor einer Woche.

Insgesamt sind derzeit 273 Bürger um Kreisgebiet mit dem Covid-19-Virus infiziert.  

Cyriax: “Leider führt die positive Entwicklung zunächst zu keinerlei Lockerungen. Die Freiheitsbeschränkungen haben ihre Basis in den hessischen Corona-Verordnungen. Diese können wir auf regionaler Ebene leider nicht entschärfen. Einzig die hessische Landesregierung kann auf einzelne Maßnahmen und Regelungen wirksam verzichten.”

Bernhard Westenberger & Corona: Und täglich grüßt das Murmeltier

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Screenshot von der Facebookseite von Bernhard Westenberger.

Bernhard Westenberger ist einer der Geschäftsführer des Showspielhauses, das seit Monaten wegen der Pandemie geschlossen ist. Auf Facebook hat er seinen Unmut und Frust über die Corona-Politik niedergeschrieben. Der Text im Wortlaut:

Eine kleine persönliche Prognose des heutigen Tages:

Die Ministerpräsidentenkonferenz wird bis 21.30 Uhr gehen. Man wird um jede Entscheidung ringen.

In der anschließenden Bundespressekonferenz wird Frau Merkel 76 mal das Wort Inzidenz verwenden, darauf aufmerksam machen, dass man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe und es gerade jetzt nötig ist, gemeinsam durchzuhalten, um die Zahlen runter zu bringen.  50 sei zwar das Ziel, aber bekanntlich sei ja der Weg das Ziel. So gesehen sei man dem Ziel  schon recht nah. Jetzt komme es aber darauf an, noch ein paar Wochen durchzuhalten. Aber sicher werde es auch das härteste Ostern, das man je erlebt habe.

Im Anschluss daran wird Herr Söder genau das gleiche ausführen, aber jeden Satz mit “Wir in Bayern…” einleiten.

Gegen 22.30 Uhr wissen wir, dass sich nichts geändert hat, die Schulen und Kitas weiterhin geschlossen bleiben, während 80 Prozent der Kinder trotzdem dort betreut werden.

Frisöre, Gastronomen, Einzelhändler und Kulturschaffende werden auf den gut funktionierenden Rettungsschirm hingewiesen, der nach der November- und Dezemberhilfe noch ausgeweitet wird. Die Öffentlichkeit wird denken: Na, so möchte ich auch mal Urlaub machen. Die Betroffenen werden sich fragen, wie sie von der bisher nicht gezahlten Hilfe ihre Miete und die Mitarbeiter*innen bezahlen sollen.

Noch während die PK läuft, kann man auf den Regionalsendern die einzelnen Ministerpräsidenten sehen, die für ihr Land einen anderen Weg gewählt haben, weil man zwar einen einheitlichen Weg gesucht hat, das aber für die Individualität des jeweiligen Landes nicht möglich sei.

Zum Tagesabschluss diskutiert Markus Lanz mit Karl Lauterbach in Endlosschleife darüber, warum der Weg nicht hart genug sei und man eigentlich eine No-Covid-Strategie verfolgen muss.

Ich werden dem nur noch zeitweise folgen, da ich mich mit zwei Flaschen Primitivo in eine bessere Zeit getrunken habe.

Warum ich das weiß? Weil ich es seit 12. März 2020 genau so erlebe. Und täglich grüßt das Murmeltier.


Betrüger schwatzten 90-Jähriger Goldmünzen ab

Die Polizei weist aus aktuellem Anlass noch einmal eindringlich darauf hin, dass vor allem ältere Menschen immer wieder Opfer dreister Betrüger werden. Zwei neue Fälle finden sich in den heutigen Polzeiakten:

Am Montag dieser Woche klingelte bei einer über 90-jährigen Frau in Hofheim das Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Mann meldete und gab vor, ihr Enkel zu sein. Er sitze infolge eines schweren Verkehrsunfalles bei der Polizei und benötige dringend finanzielle Unterstützung, um eine Kaution hinterlegen zu können. Letztendlich kam nach weiteren Telefonaten einer der Täter bei der Frau vorbei: Sie übergab ihm an der Haustür mehrere Goldmünzen mit noch unbekanntem Wert.

Auch in Kelkheim wurde eine Seniorin von Betrügern angerufen, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Angeblich wäre ihre Enkelin nach einem tödlichen Verkehrsunfall verhaftet worden. Deshalb solle ihre Großmutter nun eine entsprechende Kaution bezahlen. Trotz einer weinenden Frauenstimme im Hintergrund des Täters, behielt die Angerufene einen kühlen Kopf und stellte gezielte Rückfragen. Daraufhin beendete der Betrüger umgehend das Gespräch.


Schon mehr als 800 Briefwähler in Kriftel

Kriftels Wahlleiter Franz Jirasek zog eine zufriedene Zwischenbilanz: Es gibt in Kriftel 8568 Wähler, die am 14. März ihre Stimmen abgeben können. “Schon 806 Briefwahlanträge sind eingegangen, 503 davon online.” Jirasek ruft dazu auf, von der Briefwahl Gebrauch zu machen: „Gerade ältere Mitbürger und Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe zählen, können per Briefwahl am sichersten ihre Stimme abgeben.“ Die Briefwahlunterlagen können online angefordert werden (hier). Weitere Infos auf der Facebookseite der Gemeinde.


Kein Salz streuen – den Tieren zuliebe

Franka Nathalia postet auf Facebook die dringende Bitte, jetzt trotz Einzug des Winters kein Salz zu streuen – den Tieren zuliebe. Salz greife die Pfoten von Hunden und Katzen an; besser seien Sand und Sägespäne. Tanja Lindenthal verweist dazu auf die städtische Satzung: Salz darf demnach “nur in geringer Menge an besonderen Gefahrenstellen (Treppen, Gehwege mit starkem Gefälle, usw.) und zur Beseitigung festgetretener Eis- und Schneerückstände verwendet werden”, dies auch nur dann, wenn es “keine Schwefelverbindungen oder andere schädliche Mittel enthält”.


Jahreskarten fürs Freizeitbad gewonnen

Sie wohnen zwar nicht in Kriftel, freuen sich aber dennoch über ihren Gewinn bei der Adventslotterie des Lions-Clubs Hattersheim-Kriftel: Bürgermeister Christian Seitz übergab an Uwe Jung aus Hattersheim und an Margarete Thomas aus Okriftel je eine Jahreskarte für das Parkbad im Freizeitpark. Die Gemeinde hatte den Gewinn für den guten Zweck gespendet. Mehr hier.


Im Altpapier geblättert

Lorsbach: Protest weitet sich aus

“Widerstand  gegen Sperrung der L3011 wächst” schreibt das Kreisblatt. Mittlerweile hätten sich 1320 Bürger in den Unterschriftenlisten eingetragen, mit denen gegen eine Vollsperrung der Straße nach Hofheim protestiert wird. Auch der Ortsbeirat Langenhain schaltete sich ein: Der Magistrat solle sich bei Hessen Mobil dafür einzusetzen, dass die Vollsperrung irgendwie umgangen wird.

Sechs Bäume weg – zwei sollen kommen

Die Fällung von sechs großen Bäume im kleinen Park in der Wilhelmstrasse wirkt nach: Bettina Brestel von den Grünen beklagt, dass der Ortsbeirat nicht informiert wurde. Die Stadtverwaltung kündigte an, als Ersatz zwei Amberbäume zu pflanzen, schreibt das Kreisblatt. Die stammen aus Nordamerika, werden bis zu 20 Meter hoch und gelten als sehr widerstandsfähig bei längeren Wärmeperioden.

Mehr Räume zur Betreuung der Kleinen

Die Lokalzeitung berichtet aus dem Langenhainer Ortsbeirat: Im evangelischen Kinder- und Familienhaus sollen zwei weitere Gruppen eröffnet werden; Reserveräume gibt’s im Untergeschoss, die Verwaltung will Umbau-Pläne ausarbeiten. Für das Betreuungsangebot für Grundschüler sollen die Jugendräume am Festplatz genutzt werden; Eltern haben sich zur Renovierung bereit erklärt. Am Ende der Eppsteiner Straße soll ein Insektenhotel entstehen; gesucht werden Bürger, die sich darum kümmern. Die FWG möchte auf gerodeten Flächen im Wald Sonnenkollektoren zur Stromerzeugung aufgestellt sehen, die Verwaltung soll die Machbarkeit prüfen.

Bauplätze nur für Einheimische

In Wallau hatte die Wählergemeinschaft WGW vorgeschlagen, die Bauplätze auf dem Grundstück der alten Ländcheshalle bevorzugt an Wallauer zu verkaufen. In Hochheim wurde eine solche Idee offenbar schon realisiert: Nun soll ein Vertreter der Stadt eingeladen werden, um das weitere Vorgehen zu erklären. Die Diskussion ergab, schreibt das Kreisblatt, dass nicht nur Bürger des Ortsteils, sondern alle Hofheimer in Wallau zum Zuge kommen sollten. Der Linke Bernd Hausmann kann sich ein solches Modell auch im geplanten Mega-Baugebiet Marxheim2/Römerwiesen vorstellen.


Pfarrer hält haarige Predigt

Die evangelische Thomas-Gemeinde hofheim weist darauf hin: Am Faschingssonntag, 14. Februar, wird Pfarrer Reinhardt Schellenberg im Gottesdienst um 11 Uhr eine „haarige Predigt“ halten. Die Friseure hätten geschlossen, inzwischen hätten sich auf vielen Köpfen interessante „Kunstwerke“ gebildet: Das habe den Geistlichen auf die Idee gebracht, in der Bibel nach “haarigen“ Geschichten zu gucken. Mehr hier.

Kirchen verteilen das Aschenkreuz

Die Katholischen Kirchen St. Peter und Paul in Hofheim und St. Vitus in Kriftel laden zum Aschenkreuz ein: Am nächsten Mittwoch, “irgendwann zwischen 8 und 9 Uhr, in den Kirchen”. Man kann allein oder zu zweit kommen, Anmeldung ist nicht notwendig, Hauptsache: Maske nicht vergessen! Mehr hier.

3 Comments

  1. M.v.Ziethen

    Natürlich hat man Respekt älteren Mitbürgern gegenüber, so wurden wir erzogen.
    Aber wie will ein Mitte/Ende der 1930-er Jahre geborener noch die Perspektive und die geistige Flexibilität haben, um in Sachen Jugend, Erneuerung, Verkehrsführung, Baurecht und sonstigen Neuheiten stets auf dem Laufenden zu sein, bzw. das alles zu verstehen? Oder gar die vielen Gesetzesänderungen zu lernen? Und den Bedarf Anderer einzuschätzen?
    Ich verstehe auch nicht, warum diese Leute so an ihrem Posten kleben. Fast alle Menschen sind doch froh, wenn sie mit um die 65 Jahre in Rente/Pension gehen können.
    Ich denke, sie kandidieren nur, weil sie´s “schon immer gemacht hatten”!
    Wie mein Opa zu sagen pflegte:
    “Laß das mal die Jungen machen!”
    Nur glaube ich, es gibt zZt. gar nicht genug “Junge”, weil vielen das offensichtlich viel zu anstrengend ist…

    11. Februar 2021
    |antworten
  2. Hallo Herr Ruhmöller, ja ich hatte bislang abgewartet und gehofft, dass sich evtl. die Wahlberichterstattung im HK-Newsletter ein wenig austarieren, ausheilen, also insgesamt fairer werden könnte. Nun haben aber Ihre Beiträge zunehmend das Potential, verdiente Menschen in den Vereinen und im politischen Ehrenamt ehrverletzend zu kränken und gerade den so wichtigen potentiell jüngeren Nachwuchs in manchen Bereichen abzuschrecken.

    Das eher unreflektiert erscheinende Hochjubeln von jungen Teams mag dem Zeitgeist und dem Kampagnedenken entsprechen, hilft aber denen, die in den Ehrenämtern die tägliche Last tragen überhaupt nicht! “Junges Alter” ist nun mal genauso wenig ein Verdienst wie “altes Alter”. Es geht doch um Leistungen, erworbene Kenntnisse, Fähigkeiten und Ideen. Wie wertvoll sind doch unsere älteren Erfahrungsträger in den Vereinen und im politischen Ehrenamt auch als Ratgeber und Informationsquellen. Was Sie Herr Ruhmöller für pfiffig, frisch und interessant erachten mögen, zaubert dem ein oder anderen “alten Hasen” mitunter gerade mal ein müdes Lächeln in Gesicht.

    So vieles wiederholt sich, spätestens in jeder halben Generation. Ich halte Ihnen zugute, dass Sie mit der lokalpolitischen Berichterstattung möglicherweise Neuland betreten und manches einfach fachlich nicht adäquat bewerten können. Wirklich übel wäre aber, Sie würden bewusst und gewollt die Gefühle anderer verletzen, um durch scharfe Polarisierung die Frequenz Ihres Newsletters zu erhöhen.

    An einer Stelle ist aber meine Langmut wirklich erschöpft. Und zwar bei den Spitzen gegen meinen Vorgänger im Fraktionsvorsitz Bodo Tadewald. Das ist der 84-Jährige, dem Sie u.a. das Recht aberkennen wollen, den erworbenen Titel “Elektro-Ingenieur” auch im Rentenalter weiter zu führen. Bodo Tadewald steht seit 52 Jahren im politischen Ehrenamt. Er nimmt aktuell hochfrequent als Kreistagsabgeordneter, Stadtverordneter und stellv. Fraktionsvorsitzender an den Sitzungen von Ausschüssen, dem Kreistag, von Betriebskommissionen, Fraktionssitzungen und Stadtverordnetenversammlungen teil. Er ist stets pünktlich, bestens vorbereitet, setzt inhaltliche Akzente und steht auch 4-stündige Sitzungen am Stück locker durch. Ich lerne immer noch von Bodo und profitiere von seiner Erfahrung. Er ist sich zudem nicht zu schade, mich als Stellvertreter im “Backoffice” bei den leidigen Themen “Fraktionskasse”, “Einreichung von Sitzungsgeldern” usw. zu unterstützen. Bodo kommuniziert über WhatsApp, nimmt an Telefon- und Videokonferenzen mit unterschiedlichen Anbietern teil. agiert in Versammlungen teilweise mit zwei digitalen Endgeräten um Vorlagen und Tagesordnung zu verfolgen, aber auch Hintergrundrecherchen parallel durchführen zu können, er spricht mit “Google”, erstellt Powerpointvorlagen und würde auch noch Plakate in schwindlicher Höhe aufhängen sowie Flyer austragen, wenn wir es ihm denn erlauben täten. Ich möchte – dieses Beispiel an Lebensleistung stellvertretend für unseren älteren verdienten Mitmenschen vor Augen – die herzliche Bitte an Sie richten, eine Neuausrichtung Ihrer bisherigen Fokussierung zu prüfen.

    Viele Grüße

    Andreas Nickel
    Fraktionsvorsitzender der FWG Hofheim e.V.

    11. Februar 2021
    |antworten
    • Thomas Ruhmöller

      Ach, Herr Nickel, wir sprachen doch längst darüber: Ich habe größte Hochachtung vor dem Alter, zolle fleißigen und engagierten Lokalpolitikern jederzeit meinen allergrößten Respekt, dies ganz unabhängig von ihrem Lebensalter. Dazu gehört, Sie wissen es wie gesagt, wir sprachen ja schon mal darüber, ausdrücklich Herr Tadewald.

      Das Hochjubeln von jungen Teams, das Sie zu stören scheint, können Sie bei mir nicht gefunden haben, schon gar nicht unreflektiert.

      Ich setze mich mit lokalpolitischen Themen seit vier Jahrzehnten auseinander. Ein weiterer Unterschied zu Ihnen besteht darin, dass ich nicht nur die Hofheimer Brille aufhabe, sondern andere Parlamente in ganz Deutschland kennengelernt habe, in großen Städten wie in kleinen Dörfern.

      Auch deshalb nehme ich mir als Journalist das Recht, gewisse Dinge zu beleuchten und zu hinterfragen. Und ich finde auch: Einen kritisch-nachdenklichen Blick auf die Kandidatenliste sollte ein lokaler Parteiführer doch aushalten können! Wenn mehr als ein Dutzend 90-Jähriger in das Rennen um die Plätze in den Ortsbeiräten geschickt wird, muss doch die Frage erlaubt sein: Ist das den Parteien wirklich ernst? Sogar ein 93-Jähriger will demnach gewählt werden! Ich kenne den Mann nicht, ich will seine Leistungskraft (oder Leidensfähigkeit?) auch gar nicht bewerten, allein: Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der die nächsten fünf Jahre, am Ende dann mit 98 Jahren, regelmäßig lange Abende mit Ihnen oder sonstwem diskutieren will und wird.

      11. Februar 2021
      |antworten

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