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Marxheim-II-Desaster: Rathaus spielt jetzt Schwarzer Peter

Posted in Allgemein

Eigentlich wollten wir vom neuen Hofheimer Ärgerthema “Marxheim II” eine kleine Verschnaufpause machen. Doch was mussten wir da heute lesen?

Bürgermeister Christian Vogt hat sich via Kreisblatt (leider nur in der gedruckten Version zu lesen) ausdrücklich von der sogenannten Informationsveranstaltung am letzten Freitag distanziert: Weder er noch die “Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus” (so etwas gibt’s wirklich im kleinen Hofheim!) seien an der Gestaltung beteiligt gewesen.

Das ist aber eine Überraschung! Nach dem Desaster vor laufender Kamera in der Stadthalle – hier umfassend beschrieben – spielen sie jetzt im Rathaus Schwarzer Peter: Wem können wir die Verlierer-Karte unterjubeln, wer ist der Loser von Marxheim II?

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Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler will’s nicht verbockt haben.

Andreas Hegeler, der Stadtverordnetenvorsteher, machte gleich nach Vogt ganz lange Finger: “Ich nicht!” Er sei, versicherte er umgehend, “ehrlich gesagt gar nicht” beteiligt worden, als die Versammlung vorbereitet wurde. Er habe gehofft, dass es eine Zoom-Veranstaltung geben würde.

Es war, wie berichtet, keine Informationsveranstaltung im bekannten Sinne gewesen. Eher ein reiner Vortragsabend. Drei Männer und eine Frau in der leeren Stadthalle. Sie moderierte und verlas nach einstündigem Referat ein paar anonymisierte Bürgerfragen, redete dabei kritische Ansätze auffällig bemüht langatmig weg: Alles eitler Sonnenschein. “Zu kalt, zu distanziert, zu unbeteiligt. Ein Austausch, gerne auch ein kritsch-lebendiger, hatte nicht stattgefunden”, berichteten wir noch in der Nacht.

Von einer “Talkshow” schrieb am Montag abwertend das Kreisblatt, das in einem ersten Bericht am Samstag (Titel: “Viel Grün und höhere Häuser”) noch keinen kritischen Mucks gewagt hatte.

Wer hat’s denn nun verbockt? Der Bürgermeister will’s nicht gewesen sein. Der Stadtverordnetenvorsteher ebenfalls nicht.

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Wolfgang Exner bekam den Schwarzen Peter.

Es bleibt vermutlich am Ersten Beigeordneten Wolfgang Exner – ebenfalls CDU – hängen, der für Planung und Verkehr zuständig ist. Im aktuellen Kreisblatt-Bericht kommt er schon nicht mehr zu Wort, kann (darf?) sich nicht mal verteidigen: In diesem Polit-“Spiel” muss schließlich am Ende einer den Schwarzen Peter haben. Widerrede zwecklos.

Andreas Hegeler – er wurde unlängst zum Spitzenkandidaten der CDU für die Kommunalwahlen im nächsten Jahr gekürt, da kommt so ein Flop absolut unpassend – nutzte die Chance und markierte den starken Mann:

Alle Fragen, die am Freitag gestellt wurden, müssten jetzt beantwortet werden – “da bestehe ich drauf”, betonte er gegenüber dem Kreisblatt. Und es werde “definitiv noch weitere Veranstaltungen” geben, tönte er. Dann aber in einem Format, “wo man tatsächlich mit den Bürgern spricht”.

(Unsere Screenshots zeigen Szenen aus der Marxheim-II-Veranstaltung. Das Video ist noch immer im Internet zu sehen.)

Trotz Corona: Hofheimer Fassenacht lebt!

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Screenshot der KG-Webseite. Ein Klick direkt zur Homepage.

Sie können’s nicht lassen, natürlich nicht: Ehrliche Karnevalisten können am 11.11. um 11.11 Uhr nicht einfach mal so tun, als würde es die organisierte Narretei nicht geben. Das Virus karnevalensis ist allemal stärker als das Corona-Virus! Und so outeten sich gestern die Närrinnen und Narren in Hofheim und Kriftel – natürlich nur im Internet und mit ganz viel AHA statt lautem Helau.

Die KG 1900 Hofheim kürte eine neue Ambett – und stellte, rein virtuell und voller Stolz, ein italienisches Dreigestirn vor: Ambett XXXI. Anna, Regentin der feinen Küche und Fürstin der süßen Speisen, sowie ihre Begleiter Bürger Giovanni, singender und politisierender Rentnergeselle, und Bauer Giuseppe vom kreativen Druck auf der flotten Hauptstraße.

Auf der Vereinshomepage heißt es, dass die Inthronisation mit Schlüsselübergabe sowie offizieller Vorstellung auf jeden Fall nachgeholt werde – notfalls im Hochsommer. Dann werde auch die Verabschiedung von Ambett Kathrin, Bürger Markus und Bauer Salvatore in einem würdigen Rahmen erfolgen.

Video: Als es den Karnevalisten noch gut ging

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Lockdown-Leid natürlich auch beim Krifteler Karneval-Klub (KKK). Gleichwohl wurde der Startschuss in die neue Kampagne abgegeben: Auf der Facebookseite der Gemeinde ist seither ein kleines Video “mit fotografischen Erinnerungen an die letzte großartige Kampagne” zusammengestellt: Als es den Karnevalisten noch richtig gut ging…

Marxheim einen Monat ohne Rewe

Lockdown der anderen Art in Marxheim: Rewe schließt. Das Geschäft  wird einer – auf der Facebookseite “Wir in Hofheim” allseits begrüßten – Verschönerung unterzogen. Am 10. Dezember ist Wiedereröffnung.

Video gegen graue Herbsttage

Das Familienzentrum hat ein neues Video veröffentlicht: Darin eine Anleitung, wie man die grauen Herbsttage bunter machen kann. Mehr hier.

Tolle Martins-Aktion in Wildsachsen

Tue Gutes und schreibe darüber… Ilka Kampschule schreibt auf Facebook: Im Ev. Kindergarten Wildsachsen hätten sich die Kinder diesmal selbst wie St. Martin fühlen können. Die Erzieherinnen bastelten mit jedem Kind eine Laterne, die Eltern konnten dafür eine kleine Spende geben. 270 Euro kamen zusamme: Davon habe man “7 Iso-Matten, 2 Aluunterlagen, 18 Decken und mehrere Tees” für die Bahnhofsmission am Frankfurter Hauptbahnhof besorgt. “Die Kinder waren richtig stolz, als sie die vielen Decken gesehen haben. Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Eltern für Ihre Spenden!”

Die neuesten Corona-Zahlen

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14 neue Infizierte innerhalb eines Tages im Main-Taunus-Kreis: Beim Landratsamt sind jetzt (Stand heute, 17 Uhr) 603 Covid-Patienten registriert. Der Inzidenzwert kletterte auf 165.

In Hofheim sind aktuell 92 Menschen infiziert, das sind 13 mehr als gestern. In Kriftel sind 39 Menschen erkrankt (+1).

Im Altpapier gestöbert

WGW gibt auf – und stänkert gegen das Stadtparlament

Die Wallauer Wählergemeinschaft gibt auf, schreibt das Kreisblatt. Zum Abschied gibt’s für die Kommunalpolitiker im “großen” Stadtparlament ordentlich was um die Ohren: Man habe gut vorbereitete Anträge eingebracht, die dann nicht einmal diskutiert wurden, wird WGW-Frontmann Mario Kleber zitiert. Ungenügend vorbereitete Anträge der Koalition seien dagegen oftmals einfach durchgewunken worden. Im Ortsbeirat sei zwar viel diskutiert worden, “aber das Stadtteilparlament sei am Ende doch nicht mehr als ein beratendes Gremium des Magistrates“. Der Frust ist groß, der Rückzug ist komplett: Die WGW tritt weder für die Stadtverordnetenversammlung noch für den Ortsbeirat an.

Mehr Corona-Patienten: Kliniken sind gewappnet

“Kliniken rechnen mit noch mehr Covid-Patienten” ist ein Bericht im Kreisblatt überschrieben. Noch bestehe keine Gefahr, dass die Kliniken des Main-Taunus-Kreises in Hofheim und Bad Soden keine weiteren Patienten mehr versorgen könnten. “Eine Aufstockung der Corona-Behandlungskapazität auch im Intensivbereich ist bei Bedarf strukturell wie personell möglich”, wird Chefarzt Prof. Michael Booke zitiert.

Positive Bilanz der Ferienspiele

Im Krifteler Sozialausschuss wurde die Bilanz der Ferienspiele gezogen. Bürgermeister Christian Seitz zeigte sich laut Kreisblatt zufrieden: 41 Kinder haben teilgenommen, 2665 Euro hat’s gekostet. Den “Wunschpass” soll es in diesem Jahr nochmals geben, auch wenn er nicht so gefragt war.

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Schwarzer Peter

Masken im Weihnachts-Look

Der Schutz vor Corona scheint die Kreativität der Menschen zu beflügeln: Das Geschäft BellaDonna-Mode an der Kapellenstraße zwischen Hofheim und Kriftel bietet neuerdings Masken mit Weihnachtsmotiv an. Weihnachtsmänner, Sterne und Plätzchen vor Mund und Nase: Wenn nicht jetzt – wann dann? 😉

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