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Hofheim: Das große Bäume-Schlachten hat begonnen!

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Es ist, zugegeben, nur eine Momentaufnahme am heutigen Donnerstag. Aber sie wirft ein grelles Schlaglicht auf den Zustand und die Überzeugungen in der Hofheimer Kommunalpolitik.

Es war heute morgen gegen 10 Uhr.

An dem einen Ende der Stadt, hinterm Kreishaus, liegen einst große Bäume am Boden. Sie begrenzten bislang das Seeufer, jetzt wurden sie gefällt und kleingesägt. Sie mussten weichen, weil die Verwaltung sich für einen zweistelligen Millionenbetrag neue Büros schaffen will. 

Bäume
Im “Park” hinter der Kreisverwaltung am heutigen Vormittag.

Zur gleichen Zeit am anderen Ende der Stadt: Erst vor wenigen Tagen hatten die Stadtverordneten ein städtisches Grundstück an der Ecke Im Langgewann/Altenhainer Straße verkauft. Investor Michael Weiß bekam von der Rathaus-Koalition den Zuschlag – ohne jedes Bieterverfahren, zum Schnäppchenpreis, ja, die Stadt hatte ihm Grund und Boden ganz heimlich zukommen lassen. Schon kurze Zeit später kreischten die Sägen auf, und die Bäume fielen. Schwere Baumaschinen machen jetzt die Natur auf einigen tausend Quadratmetern platt: So wird Platz geschaffen für den Bau von Luxuswohnungen.

20210218 Langgewann
Heute Vormittag im Langgewann: Bäume mussten für Luxuswohnungen weichen.

Wenige hundert Meter davon entfernt: Die Steinbergschule wird erweitert, eigentlich finden das alle gut. Aber dass für neue Lehrer-Parkplätze mehrere Bäume auf einer Grünfläche weichen mussten: Das hat die Anwohner auf die Barrikaden getrieben, zu spät allerdings, vergebens: Ein stolzer, gut 30 Jahre alter Ahornbaum – man hätte ihn retten können, sagen sie, man hätte nur auf einen einzigen Parkplatz verzichten müssen. Jetzt liegt er da, kleingeschnitten in mehrere Stücke.

Bäume
An der Steinbergschule wurden Bäume für Parkplätze geopfert.

So ist das in Hofheim: Weg mit den Bäumen – mehr Platz zum Bauen. Bäume schützen? Wir doch nicht! Das schönste Grün ist grauer Beton, scheint das Leitmotiv der Großen Koalition in der Stadtverordnetenversammlung zu sein. CDU, SPD, FDP und FWG haben hier eine übergroße Mehrheit. Und damit wehrten sie bislang erfolgreich jeden Versuch ab, die Bäume in der Stadt zu schützen. Seit Jahren schon machen sie das so.

Das große Bäume-Schlachten in Hofheim – es soll einfach ungehindert weitergehen.

Ein Blick in das Archiv der Stadtverwaltung beweist: Seit genau zehn Jahren gibt es Bestrebungen, eine Satzung für Hofheim zu erstellen, mit der Bäume besser geschützt werden. Doch jeder Versuch wurde im Ansatz erstickt:

Im Jahre 2011 – damals saßen nur CDU und SPD in der Koalition – waren es die Grünen, die einen Antrag eingebracht hatten: Auf Landesebene war das Hessische Naturschutzgesetz geändert worden, womit ein zuvor vorhandener Schutz von Bäumen wegfiel. “Die Auswirkungen können überall besichtigt werden”, schrieben die Grünen in ihrem Antrag mit der Nummer 2011/135. Die Verwaltung solle deshalb eine neue Satzung zum Schutz der Bäume erarbeiten.

Keine Chance in Hofheim: Der Antrag wurde bei 10 Ja-Stimmen mit 29 Gegenstimmen abgelehnt.

Acht lange Jahre gingen ins Land. Im April 2019 meldeten sich die Linken zu Wort. Die Mehrheitsverhältnisse hatten sich geändert, CDU und SPD hatten die FDP als Koalitionspartner an sich gebunden, dazu auch noch – wiewohl für eine Mehrheit völlig überflüssig – die FWG. Das war politisch ziemlich ausgebufft: Die beiden großen Fraktionen hatten die beiden Kleinparteien ans Gängelband genommen. Aufmucken durften die fortan nicht mehr: Sonst wären sie den Status “Hofheimer Mitregierungspartei” ganz schnell wieder los geworden.

Die Linken schrieben damals in ihrem Antrag (Nr. 2019/048), dass allein auf städtischen Grundstücken in den letzten fünf Jahren 120 große Bäume gefällt worden seien. Nur 70 kleine seien nachgepflanzt worden. “Die Innenstadt Hofheims droht zu einer baumlosen Steinwüste zu werden”, der Magistrat solle deshalb eine Baumschutzsatzung erarbeiten.

Ein Antrag von den Linken? Da ist jedwedem Parteipolitiker in der Großen Koalition das Wohl der Stadt offenbar vollkommen egal, da kennt er nur ein Wort: abgelehnt

20210218 Baum wilhelmstrasse
Ende Januar im HK-Newsletter dokumentiert: Die Stadt hatte mehrere große Bäume im Park an der Wilhelmstrasse fällen lassen. Der Ortsbeirat war nicht informiert worden.

Im gleichen Jahr, im Dezember 2019, meldete sich Silvia Stengel von der FWG im Ortsbeirat Marxheim: Viele Städte hätten mit einer Baumschutzsatzung “zum Glück bereits vor Jahrzehnten richtig gehandelt und können heute mit einem verhältnismäßig hohen Baumbestand und vor allem dem wichtigen Altbaumbestand punkten”. Das sollte für eine Kreisstadt wie Hofheim ebenfalls angestrebt werden: Der Schutz der Bäume müsse hohe Priorität haben. Frau Stengels Antrag (Nr. MXH2019/048) wurde von allen Fraktionen im Ortsbeirat angenommen: Der Magistrat soll eine Baumschutzsatzung vorbereiten.

Aber ein Ortsbeirat hat in Hofheim bekanntlich nichts zu melden: Der Antrag wurde von den Stadtverordneten nicht weiter diskutiert.

Im Juli 2020 versuchten es die Linken noch einmal. In einem neuen Antrag (Nr. 2020/086) hatten sie ihre Argumentation überarbeitet:

Die Stadtverordneten hätten kurz zuvor eine „Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Hofheim am Taunus“ beschlossen. Darin werde als “mögliche Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität” ausdrücklich eine “Baumschutz-/fördersatzung” empfohlen.

Clever gedacht von den Linken: Die Stadtverordneten hatten sich damit ja indirekt für eine Baumschutzsatzung ausgesprochen…

Aber wollen die regierenden Lokalpolitiker wirklich einen besseren Schutz für die Bäume in der Stadt? Oder möchten sie nicht doch lieber die Interessen der Immobilienbranche ungehindert bedient sehen?

Das Schicksal der Anträge von den Linken kennen wir mittlerweile, die Entscheidung der Stadtverordneten fiel im September letzten Jahres wie üblich aus: Baumschutzsatzung für Hofheim? Abgelehnt!

20210218 Kreishaus4
Alles umgesägt, zerstört, plattgemacht. Auf dem Schild hinterm Kreishaus steht: “Parkanlage – Mitbürgerinnen und Mitbürger, schützen Sie Ihre Grünanlagen”.

Abgeholzte Bäume: Es ist ein Stich ins Herz

In breiten Kreisen der Bevölkerung herrscht längst großes Unverständnis, ja massiver Unmut über eine solche Politik. Facebook gibt erste Eindrücke von der Stimmungslage. Hören wir kurz in eine Diskussion herein, die heute morgen die Baumfällungen für den Kreishaus-Neubau begleiteten. Auch dies ist natürlich nur eine Momentaufnahme, aber auch sie sehr aufschlussreich:

Mari Anne: Wie ignorant sind diese Politiker?!

Nadja Köhler: Es wird alles zerstört. Echt schade.

Lisha Candyheart: Wenn man sich überlegt, wieviele Jahre solch ein Baum dort steht und wieviele Sekunden es braucht, um zu beschließen, dass er nun den Platz räumen muss. Wir leben bald auf und mit Betonflächen.

Nauheimer Birgit: Hofheim wird immer häßlicher, alles wird zu gebaut.

Susan Büchner: Schrecklich.

Margaretha Hartmann: Bin sehr traurig.

Jörg Liebisch: Meine Mädels mit 5 und 7 Jahren waren entsetzt und haben geweint. Vor ein paar Tagen noch das gefrorene Eis dort bestaunt und durch die Hecken gestriffen – jetzt alles platt. Sehr schade…

Frank Dittler: Es mag sein, dass Ersatzbäume gepflanzt werden, dass der Bereich vom Teich für das neue Gebäude gebraucht wird, dass die Metallcontainer endlich verschwinden. Aber es ist wie ein Stich ins Herz, wenn man sieht, wie hier alles abgeholzt wird. Der Teich verschwindet, auf dem ich mit meinen Kindern Schlittschuh gelaufen bin und der einfach nur ein schöner Ruhepunkt war, der zum Verweilen eingeladen hat. Es mag sein, dass alles für richtig befunden wurde, nur in dieser Zeit gerade tut es besonders weh….

Leser an Bäume-weg-Politiker: Bald sind Wahlen!

In der Umgebung der Steinbergschule ist unterdessen der Protest verstummt. Die Bäume sind gefällt: Was gibt es auch noch zu sagen? Ein letzter Anwohner erhebt noch einmal sein Wort: Jürgen Mayer wohnt in der Altenhainer Straße, in seinen Worten klingt nicht nur Wut, sondern auch echter Schmerz:

“Es gibt Aussagen von einem zuständigen Hofheimer Politiker (SPD), der behauptet mit seinem Team um jeden Baum zu kämpfen…” Diese Aussage sei “eine Frechheit“, wenn man die mittlerweile zahlreichen Baumfällungen sehe.

Herr Mayer spricht in seinem Brief die Lokalpolitiker direkt an: “Haben Sie vergessen, dass Sie unsere gewählten Volksvertreter sind und  die Aufgabe haben, die Interessen der Bürger zu vertreten? Dies wurde durch Ihr Vorgehen uns gegenüber mit Füßen getreten. Aber denken Sie daran, es ist bald Kommunalwahl!”

Dem Brief legte er Fotos von den gefällten Bäumen an der Steinbergschule bei. Dazu ein Bild, das zeigt, wie er die versprochenen Neuanpflanzungen in Hofheim erlebt. Ein Bild, das alles sagt. Hier ist es:

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Neuanpflanzung im Zentrum von Hofheim.

Inzidenzwert 50: Main-Taunus-Kreis wieder Hotspot!

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Diese Grafik nennt die Zahl der Infizierten in den MTK-Kommunen.

Und schon sind wir wieder im kritischen Bereich: Der Inzidenzwert im Main-Taunus-Kreis wird am heutigen Donnerstag mit 50 angegeben. Das meldete das Landratsamt am frühen Nachmittag. Damit sei der Landkreis erneut als Hotspot einzustufen, so Landrat Michael Cyriax.

Es wurde auch ein neuer Todesfall gemeldet. In Eppstein verstarb eine 92-jährige Frau. Damit forderte die Pandemie bisher 164 Todesopfer in MTK.

Es wurden 24 Neuinfektionen registriert, aktuell liegt die Zahl der Infizierten bei 238

In Hofheim gibt es 8 neue Corona-Fälle, damit sind aktuell 56 Menschen infiziert. In Kriftel liegt die Zahl bei 9.

Gestern wurden 124 Personen im Impfzentrum geimpft, davon haben 115 Personen die Erstimpfung erhalten.

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Diese Grafik gibt den Inzidenzwert in den einzelnen Kommunen an. (Grafiken: MTK)

Landrat: Ü80-Senioren können früheren Termin buchen

Landrat Michael Cyriax spricht in seinem Corona-Tagebuch auf Facebook zwei Impfthemen an:

Wer bereits einen Impftermin nach dem 22. März 2021 habe, könne ab Samstag dieser Woche auf einen früheren Impftermin umbuchen. “Es gibt mehr Impfstoff, so dass die Seniorinnen und Senioren (Ü80) schneller geimpft werden können.” Einen kleinen Pferdefuß nennt Cyriax: “Die Umbuchung muss wieder über die bekannte Hotline oder das Onlineportal vorgenommen werden.”

Und dann noch einmal zum Impfstoff von Astra-Zeneca: Der drohe vorerst nicht zu verfallen, stellt der Landrat klar. „Notverimpfungen“ seien deswegen nicht erforderlich, man werde sich auch an die in der Impfverordnung (geltendes Recht) vorgegebene Reihenfolge halten. Vordrängler wie in anderen Landkreisen Deutschlands soll’s hier nicht geben. 

“Was ich aber schon für notwendig halte ist: 18- bis 64-Jährige aus anderen Impfgruppen sollten die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff impfen zu lassen. Das geht nur rechtskonform. Also müsste das in der Impfverordnung geregelt werden.”


“Pate” Hans Bergmann verabschiedete sich

17 Jahre lang hat Hans Bergmann (77) im Rat- und Bürgerhaus Kriftel einmal im Monat eine qualifizierte Wirtschaftsberatung angeboten: Als „Pate“ hat er hunderten Menschen geholfen, beruflich auf die Beine zu kommen. 635 Beratungsprojekte führte er durch, teils im Rathaus, teils im Kreishaus Hofheim und bei sich zuhause. Nun hat er sich aus diesem Amt verabschiedet, der Erste Beigeordnete Franz Jirasek bedankte sich für das große Engagement Bergmanns und übergab ein Geschenk.

Bergmann hatte sich rechtzeitig auf die Suche nach einem Nachfolger begeben – mit Erfolg: Der „Verein zur Förderung von Existenzgründungen Kelkheim“ (VFE) erklärte sich bereit, die Beratungen zu übernehmen. Weitere Infos zu dem Thema auf der Webseite der Gemeinde.

Einbrecher klauten vierstelligen Betrag

Einen vierstelligen Bargeldbetrag haben Einbrecher in der Nacht zum Mittwoch aus einem Geschäft an der Hauptstrasse in Hofheim entwendet. Die Täter waren durch die Eingangstür in den Verkaufsraum eingedrungen und bedienten sich dann an dem Bargeld, das sie in einer Geldkassette fanden. Sie entkamen unerkannt; der Sachschaden beträgt laut Polizei mindestens 300 Euro.

Kriftel meldet schon 806 Briefwähler

Briefwahl boomt in Kriftel. 806 Anträge seien eingegangen, 503 davon online, 303 Krifteler kamen ins Wahlbüro. So lautet die erste Zwischenbilanz von Wahlleiter Franz Jirasek. Insgesamt gibt es in Kriftel 8568 Wähler. Angesichts der Pandemie ruft Jirasek dazu auf, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen: „Gerade ältere Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe zählen, können per Briefwahl am sichersten ihre Stimme abgeben.“ Mehr hier.

Hofheimer Spielmobil unterhält online

Das Team des Hofheimer Spielmobils kann derzeit nicht persönlich zu den Kindern kommen und hat sich deshalb Online-Angebote ausgedacht: ein Malbuch und ein Bilderrätsel für eine kreative und knifflige Unterhaltung. Mehr hier.

Kurs “Finde den Löwen in dir” verschoben

Das Familienzentrum Kriftel bietet einen Selbstbehauptungskurs für Krifteler Kinder zwischen 5 bis 8 Jahren an. Der Kurs unter dem Motto „Finde den Löwen in dir“ sollte im März stattfinden, wurde jetzt in den August verschoben. Das teilt Lydia Rauh vom Familienzentrum mit. Mehr hier.

Schüler trainieren ihre Konzentration

Im Kurs „Konzentrationstraining für Schüler/innen der 3. bis 5. Klasse“ sind noch Restplätze frei. Veranstalter ist das Familienzentrum Kriftel, Kursleiterin ist Yanet Martinez Guibert. Mehr Infos auf der Facebookseite der Gemeinde (hier).


Im Altpapier geblättert

Anonymus beschwert sich über Kreisbehörde

16 Mitarbeiter der Kfz-Zulassung haben sich mit Corona infiziert. Jetzt beklagte sich angeblich einer, leider nur anonym, beim Kreisblatt: Die Behörde habe keine FFP2-Masken ausgegeben, keine Trennwände aufgestellt und teiweise seien zu viele Besucher eingelassen worden. Kreissprecher Johannes Latsch sagte dazu, es habe bisher keine Beschwerden von Mitarbeitern gegeben. Man habe das damals geltende Hygienekonzept umgesetzt, in dem beispielsweise auch die Anzahl von maximal zehn Besuchern festgelegt worden sei. Ein Sicherheitsdienst habe die Einhaltung der Vorschriften überwacht. Nach dem Corona-Ausbruch sollen mehr Räume für den Besucherverkehr eingerichtet werden. 

Neue Ortsgerichtsschöffin in Kriftel

Ingrid David-Eifert wurde vom Präsidenten des Frankfurter Amtsgerichtes offiziell zur neuen  Ortsgerichtsschöffin von Kriftel ernannt. Die 61-Jährige ist Nachfolgerin von Christian Schwarz, der nach seinem Wegzug aus Kriftel nicht mehr dem Gremium angehören konnte. Ulrike Kleinekoenen stellt “die Neue” im heutigen Kreisblatt vor.

13 Comments

  1. Konstantin

    Was ist eigentlich mit unserer Stadtführung los? Es bleibt nur zu hoffen, dass sich an der Zusammensetzung bei den kommenden Wahlen etwas ändert und diese Seilschaften vielleicht ein Ende finden. Brüsten sich auf der einen Seiten mit der FSC-Bescheinigung der naturnahen Bewirtschaftung im Stadtwald, auf der anderen Seite wird ein Kahlschlag in der Stadt veranlasst. “Denn Sie wissen nicht was Sie tun” kann es da nur heißen. Vielleicht sollten Sie mal jemanden fragen, der Ahnung davon hat, wie z.B. Hr. Wohlleben. Mecklenburg-Vorpommern hat es vorgemacht. https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Foerster-Wohlleben-soll-bei-Rettung-der-Heiligen-Hallen-helfen,heiligehallen116.html

    Also völlige Unfähigkeit der lokalen Politiker. Ich befürchte, die bekommen auch noch Geld dafür. Was für ein Trauerspiel!!!
    Ich bin froh, dass es diesen Newsletter/Blog gibt, um sich Luft zu machen. Und ich werde nicht müde für diesen Werbung zu machen.

    18. Februar 2021
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    • Stengel Silvia

      Leider befürchte ich, dass der Satz „denn sie wissen nicht was sie tun“ nicht stimmt…

      -viel schlimmer ist leider der wohl passendere Satz: „vergib ihnen nicht, denn sie wissen was sie tun!“

      Es sollte doch jedem bekannt sein, dass kein gesunder älterer kräftiger Baum auch nur ansatzweise von einem Jungbaum als Ersatzpflanzung ersetzt werden kann- da müssten es schon mindesten 10 Jungbäume sein.

      Leider ist dies weder ökologisch noch finanziell sinnvoll, da ein Jungbaum auch den 10-fachen Pflegeaufwand und Kosten verursacht. Bei der Anpflanzung eines Jungbaumes ist weder garantiert, dass er überhaupt anwächst und den ersten Sommer überlebt, noch dass er hier keine Hitzeschäden mitnimmt und somit im gesamten späteren Wachstum beeinträchtigt ist. Die Kosten dem entgegenzuwirken sind enorm!

      Jeder gesunde Altbaum ist also mehr als erhaltenswert, da sein Wert in der Lebenszeit desjenigen der seine Fällung entschieden hat nicht ansatzweise wieder hergestellt werden kann.

      Es wird hier also ein Problem auf die nächste Generation verschoben und das ist nicht fair.

      Diese Generation hat keine Chance die Fehler der Vergangenheit wieder auszubügeln zumal die äußerlichen Bedingungen in Zukunft nicht unbedingt leichter werden.

      19. Februar 2021
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  2. Michael Weiß

    Lieber Herr Ruhmöller,
    jeder der Ihre nicht besonders rühmliche Vita kennt nimmt Ihre verleumderischen Un-und Halbwahrheiten sowieso nicht ernst.
    Aber vielleicht nehmen Sie ja mal an einem Kurs zu dem Thema „ Parlamentarische Demokratie teil „
    Dann müsste selbst Ihnen klar werden, dass die Inhalte, welche Sie als Heimlichtuerei bezeichnen, den gewählten Bürgervertretern sehr wohl bekannt sind.
    Ich gehe davon aus, dass Ihre linken Freunde den Inhalt der Stadtverordneten Vorlagen sehr wohl verstehen. Es ist schade, dass Sie entweder bewusst nicht mit den wahren Informationen versorgt werden, oder Sie gezielt Unwahrheiten verbreiten, weil man Sie nicht mit den gewünschten Informationen versorgt.
    Das ist alles Journalismus von der üblen Sorte, verwundert aber bei Ihrer Vergangenheit nicht besonders.

    gez. Michael Weiß
    Geschäftsführer Firmengruppe Weiß

    18. Februar 2021
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    • Thomas Ruhmöller

      Hallo Herr Weiß, damit der Leser Ihre Einlassungen verstehen kann: Sie sind der Unternehmer, der gerade ein städtisches Grundstück in allerbester Lage kaufen konnte – ohne jedes Bieterverfahren (das der Stadt vielleicht erhebliche Mehreinnahmen gebracht hätte). Über den Verkauf bzw. die Verwendung des Grundstücks wurde in Hofheim nie öffentlich diskutiert. Ich habe, nachdem mich mehrere Stadtverordnete darauf hingewiesen hatten, die Geheimnistuerei im Hofheim/Kriftel-Newsletter beschrieben. Gleichwohl bestand die Große Koalition aus CDU, SPD, FDP und FWG bis zuletzt darauf, dass über das Thema – allein auf Ihre Veranlassung hin! – nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesprochen werden dürfe. Daraufhin schrieb die Zeitung: “Investor Weiß hat sich das also gewünscht. Und die Stadt folgt ihm wie ein Hündchen an der Leine.”

      19. Februar 2021
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    • Berthold Neitzel

      Traurig ist Ihr Kommentar Herr Weiß. Sie sind beim ehemaligen Diener Objekt und jetzt mehrmals im Langgewann zum Zuge gekommen. Jetzt den unabhängigen Jounalisten Herrn Ruhmöller zu beschimpfen (“Journalismus von der üblen Sorte”) spricht leider gegen Sie. Ich sehe das neutral, obwohl ich Makler bin. Ich gönne Ihnen Ihre Erfolge, aber Hochmut kommt vor dem Fall, glauben Sie mir.

      25. Februar 2021
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  3. Guten Abend lieber Herr Ruhmöller, zum einen hätte mich mal interessiert, wer eigentlich aus ihrer Sicht für den Umfang des umstrittenen Kreishauserweiterungsbaus mit den einhergehenden aktuellen Rodungen verantwortlich zeichnet? Das wäre doch wohl im Kreis die Regierungskoalition aus CDU, GRÜNEN und FDP mit ihrer grünen Baudezernentin oder? Ansonsten ist leider Ihr Bericht nicht sinnhaft kommentierbar, da er lediglich rein populistisch-hypothesengeleitet und zu meiner persönlichen Enttäuschung auch mit bewussten Unwahrheiten bestückt ein Werkstück zu mäßiger Qualität darstellt. Übrigens, Sie führen ja auch mit dem Blick auf andere den Pressekodex in Rede, gilt der eigentlich auch für Sie?

    18. Februar 2021
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    • Thomas Ruhmöller

      Hallo Herr Nickel, vielleicht sollten Sie in Ihren Kommentaren angeben, dass Sie Partei sind. Das macht Lesern, die Sie nicht als Fraktionsvorsitzenden der FWG kennen, eine Einordnung Ihrer Worte etwas verständlicher. Ein etwas konkreteres Eingehen auf die Sachlage wäre ebenfalls wünschenswert und hilfreich, bleibt aber natürlich Ihnen überlassen.

      19. Februar 2021
      |antworten
    • Berthold Neitzel

      Sie waren auch schon mal besser Herr Nickel… Sie wissen genau um was es geht. Aber man kann eben nicht Rergierung und Opposition (“ständige Bürgerinitiative”) gleichzeitig sein.

      25. Februar 2021
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  4. Michael Schulze

    Das allerschlimmste bei den Fällungen der Hofheimer Stadtbäume ist, sie müssen hochpreisigen Wohnungen weichen. Davon haben viele Hofheimerinnen und Hofheimer nichts. Sie suchen bezahlbare Wohnungen. Ob größere oder kleinere, es gibt zu wenige. Das wissen die Verantwortlichen, verkaufen aber das Grundstück im Langgewann. Begründung war, das die HWB so viel mit anderen Projekten zu tun hat. Keiner hat verlangt, dass die HWB alles stehen und liegen lässt, um dort zu bauen. Ein Indiz dafür, wie die Verantwortlichen die Wohnungsnot in Hofheim einschätzen. Die soll bekanntlich durch Marxheim2 bzw. Römerwiesen gelöst werden. Glaubt jemand, dass die Wohnungen dort billiger werden?

    18. Februar 2021
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  5. Arnold Paluch

    35 Jahre alte Bäume fallen. Biotop wird vernichtet. Naherholungsgebiet geht verloren. All das für die Erweiterung des Landratamtes mit einer Länge von 235 m. Fast so lang wie die Titanic. Zweistöckig. Für mehr als 33 mio Euro. Und im Schlepptau mehr Verkehr und Umweltbelastungen. Im Wohngebiet. Dafür gibt man Steuergelder aus. Statt Belüftungen in den Schulen u. Kitas. Ladeinfrastruktur Ausbau. Nahverkehr Ausbau. Verwaltungsarbeitsplätze sind keine strategische Investitionen in die Zukunft.
    Alle etablierten Parteien (übrigens auch die Grünen, ja man fasst es nicht) unterstützen diese Erweiterung. Vorweg aber die CDU mit unserem Landrat. Also Bürgerinitiativen bei den Kommunalwahlen wählen. Unsere „Vertreter“ missachten die Belange der Hofheimer Bürger.
    Und es gäbe so viele Alternativen. Aber die Kreisverwaltung will nicht das Bestandsgebäude aufstocken, weil das den laufenden Betrieb stört. Hallo?! Alles nur traurig und erfordert Reaktion. Ich hoffe Ihr wisst was am 14.3. zu tun ist. … BI

    18. Februar 2021
    |antworten
  6. Heinz Dornia

    Ich hoffe, das es diesen Newsletter auch nach dem 14. März noch geben wird…

    18. Februar 2021
    |antworten
  7. Karin Arndt

    Hallo,
    ich bin begeistert von dem Beitrag … insbesondere vom Teil über das Bäume schlachten. Ich wohne direkt am Kreishaus und musste es miterleben.
    Am Freitag, dem 12.02. um 16:02 Uhr hatte das Landratsbüro eine Mail an die Nachbarn geschickt mit der Info, dass noch im Februar die Bäume gefällt werden sollen. Ich habe direkt eine online Petition gestartet. Hier ist der Link:
    https://www.openpetition.de/petition/online/nachbarschaft-kaempft-fuer-teich-und-parkanlage-am-landratsamt-des-mtk
    Dass es schnell losgehen würde, dass am Montag morgen mit voller Kraft die Bäume umgelegt wurden, hatte ich nicht erwartet. Auch wenn die Bäume weg sind, dürfen wir noch nicht aufgeben. Der Teich mit den Bänken ist noch da und der Rest vom Park. Bitte unterschreibt!

    19. Februar 2021
    |antworten
  8. M.v.Ziethen

    Zitat: Der Post von “gez. Michael Weiß / Geschäftsführer Firmengruppe Weiß”

    Man sieht wieder einmal, daß alte Weisheiten immer wieder ihre Richtigkeit zeigen.
    Denn zu dem Post paßt gut: “Der getroffene Hund jault auf!”
    (Er jault quasi wie ein auf den Schwanz getretener Hund –, weil er sich hart und schmerzlich ertappt fühlt ?)

    19. Februar 2021
    |antworten

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