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Marxheim II: Schlampereien in Planungsunterlagen entdeckt

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Ein weiteres Mal müssen wir über das geplante Mega-Bauprojekt Marxheim II sprechen. Denn Bernd Hausmann hat sich zu Wort gemeldet: Der Frontmann der Linken deckt erneut fehlerhaftes Arbeiten im Rathaus auf. Schlampereien – schon wieder! Wir können davon ausgehen: Jetzt brodelt’s gewaltig an der Stadtspitze – die Verantwortlichen kochen bestimmt vor Wut, weil der Linke ihnen schon wieder Fehler nachweist.

Vorab zum besseren Verständnis eine schnelle Zusammenfassung der Geschehnisse:

Am Rand von Marxheim soll ein kompletter Stadtteil angebaut werden: Rund 1400 Wohnungen für mehr als 3000 Menschen sollen entstehen.

Vor zehn Tagen gab es eine Bürgerinformation via Internet, die man – freundlich formuliert – als wenig gelungen bezeichnen kann. Bürgermeister Christian Vogt (CDU) hat sich inzwischen voll distanziert, auch Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler (ebenfalls CDU), der selbst auf der Bühne stand, will von nichts gewusst haben.

Die „A-Karte“, so schreibt Kreisblatt-Lokalchef Karl-Josef Schmidt in seiner Wochenend-Kolumne, liege damit beim Ersten Stadtverordneten Wolfgang Exner (ebenfalls CDU). Das kommt wenig überraschend: In fünf Monaten finden Kommunalwahlen statt. Da dürfen weder der Bürgermeister noch sein CDU-Spitzenkandidat eine Image-Delle bekommen. Exner muss seinen Kopf hinhalten: So ist das unter Parteifreunden.

Schlampereien
Screenshot von der Aufzeichnung der Bürgerinformation: Wolfgang Exner – jetzt der Mann mit der „A-Karte“ (Kreisblatt).

Die Aufregung über das Thema schien sich danach zu beruhigen. Doch jetzt hat sich der Linke Bernd Hausmann gemeldet. Der Mann nimmt sein Amt als Stadtverordneter wirklich ernst, er schaut immer wieder genau hin – und entdeckt dabei regelmäßig Verwaltungsversagen im Hofheimer Rathaus. Mal sind’s fahrlässige Fehler, mal grob vorsätzliche. Die Stadtvorderen sind jedenfalls total genervt, weil sie nicht mehr schalten und walten können, wie sie das offenbar gerne möchten.

Erst unlängst hatte Hausmann den Entwurf des Haushaltsplans 2020 auseinandergenommen und nachgewiesen, dass Bürgermeister Christian Vogt einen geschönten Finanzplan mit etlichen Phantasiezahlen im Stadtparlament vorgestellt hat. Von einer „Millionen-Mogelei“ war die Rede, sogar  das Kreisblatt zeigte sich erzürnt:

“Wissentlich falsche Zahlen zu verwenden, nur weil man die richtigen noch nicht hat, ist unseriös.”

Dann musste der Magistrat eine bittere Niederlage vor Gericht einstecken: Das Oberlandesgericht Frankfurt urteilte, die Stadtspitze habe mit ihrer Kritik an Hausmann dessen Persönlichkeitsrecht verletzt.

Und dann ist da noch die  Machbarkeitsstudie zu Marxheim II. Das Rathaus wollte das Papier  unter Verschluss behalten, die Linken klagten dagegen und bekamen natürlich recht. Das ein kommunales Parlament über ein Mega-Projekt entscheiden sollte, ohne Einblick in alle Unterlagen bekommen zu können, war in der Tat ein Unding. Aber vielleicht hatte die Rathausführung Gründe für ihre Geheimnistuerei?

Hinweise darauf liefert eine Dienstaufsichtsbeschwerde der Linken, die der Kreisverwaltung seit Monaten vorliegt: Danach soll der Hofheimer Magistrat einen Auftrag in sechsstelliger Höhe an eine Firma vergeben haben, die die geforderten Kriterien nicht erfüllte und zudem das teuerste Angebot abgegeben hatte. Dass diese Firma allerbeste Kontakte zu einem CDU-Spitzenmann unterhält, macht den Vorgang zu einer sehr unappetitlichen Geschichte. Die Kreisverwaltung wartet auf eine Stellungnahme des Magistrats: Bürgermeister Vogt hatte eine pünktliche Abgabe zugesagt, kürzlich aber klammheimlich um eine Fristverlängerung gebeten.

Und jetzt hat sich Bernd Hausmann von den Linken etwas genauer mit den jüngst vorgestellten Planungsunterlagen von Marxheim II befasst – und etliche handwerkliche Mängel entdeckt: So sollen in den Plänen die Legende für Symbole, Nummerierungen und Farbgebungen ebenso fehlen wie textliche Erläuterungen. Zudem seien die Unterlagen ohne Maßstab geliefert worden. Das Kreisblatt, das darüber berichtet, schreibt:

„Als weiteren Mangel benennt der Linke, dass es keine zusammenfassende Plandarstellung gebe, in der sich zum Beispiel auf einen Blick erkennen lasse, ,welche Dichten an den am stärksten immissionsbelasteten Lagen vorgesehen sind’“. 

Und schließlich: Die überraschende Umbenennung des Baugebiets in „Römerwiesen“ durch den Magistrat entspreche laut Hausmann „wohl kaum der eigenen städtischen Geschäftsordnung“. Tatsächlich war die Umbenennung als taktische Maßnahme des Magistrats bewertet worden, mit der eine Bürgerinitiative ausgehebelt werden soll. Liegt hier tatsächlich ein Verstoß gegen die Vorschriften vor? Gar einer mit eigennützigem Vorsatz?

Fazit: Marxheim II ist noch nicht einmal als Plan fertig, schon stolpert die Stadt. Zuerst das kommunikative Totalversagen, jetzt auch noch inhaltliche Mängel. In einem Kreisblatt-Leserbrief bringt es Thomas Völker auf den Punkt:

„Das ist peinlich – immerhin geht es um das größte Infrastrukturprojekt in der jüngeren Geschichte der Stadt.“

Gans frisch auf den Tisch

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Ein Thema, das viele Menschen in Hofheim und Kriftel zu bewegen scheint: Wo gibt’s die beste Gans to go? Jork Neumann hat die Frage in die Facebookgruppe „Wir in Hofheim“ geschickt und jede Menge Antworten erhalten. Wir haben die Empfehlungen gecheckt – die Qual der Wahl müssen wir Ihnen überlassen.

Folgende Lieferservices machen auf ihren Homepages ein Angebot (im Schnitt kostet 1 Gans für 4-5 Personen incl. Beilagen zwischen 90 und 110Euro):

Köhlers Catering

Restaurant Alter Hof Wallau

Restaurant Im Herrenhaus

Restaurant Die Scheuer

Restaurant Zum Taunus

Zwei weitere Adressen wurden genannt, die auf ihren Homepages keine Angaben machen: 

Gaststätte Turnhalle Marxheim

Metzgerei Wolf in Kriftel

Sollten wir ein Gans-Angebot übersehen oder vergessen haben, bitte gans kurzen Hinweis an: mail@hk-newsletter.de

Im Altpapier geblättert

Mahnmal für ein friedliches Miteinander

Kreisblatt-Redakteurin Barbara Schmidt hat sich das „Ehrenmal“ des Flörsheimer Bildhauers Josef Fuhrmann auf dem Diedenberger Friedhof angeschaut. Aus Anlass des Volkstrauertags sprach sie zudem mit Klaus Ernst vom Diedenberger Heimatgeschichtsverein über die Bedeutung von Kriegsgräberstätten: Ob der Volkstrauertag Menschen anregen könne, sich für Verständigung, ein friedliches Miteinander und auch für den europäischen Gedanken stark zu machen, werde wohl in Zukunft mehr denn je davon abhängen, wie und von wem er gestaltet wird. (Der Bericht steht nur in der gedruckten Ausgabe.)

Kandidaten für Langenhainer Ortsbeirat

Die Mitglieder der Langenhainer SPD haben ihre Kandidatenliste für den Ortsbeirat beschlossen, schreibt das Kreisblatt. Auf dem Spitzenplatz: Dr. Thomas Hartmanshenn; auf Platz 2: der Vorsitzende der Jusos im Main-Taunus-Kreis, Aaron Kowacs

Und auch die CDU Langenhain wählte ihre Kandidaten: Auf Platz 1 Ortsvorsteher Armin Jakob, auf Platz 2 Ortsbeirat-Fraktionsvorsitzender Christof Schuhmacher.

Chorleiter und Organist feiert Jubliläum

Für Krifteler Leser gibt es im Kreisblatt ein Porträt von Andreas Winckler: Beruflich ist der Mann als Chef der Informations-Technologie Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt. In seiner Freizeit ist er als Organist und Chorleiter in der Gemeinde tätig – seit nunmehr 25 Jahren. Ein geplantes Konzert aus Anlass des Jubiläums musste abgesagt werden, was Wincklers positiver Einstellung keinen Abbruch tut: „Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen. Es kommen auch wieder gesunde Zeiten.“ 

Bürgermeisters Sonntagsthemen

Manchmal ist es schon beeindruckend, womit sich ein Bürgermeister beschäftigen muss – oder besser: mit welchen Themen die Leute zu ihm kommen, sogar an einem Sonntag. Christa Mieth schickte Christian Vogt ein Problem, dass direkt vor ihrer Haustüre liegt:

Hallo Herr Vogt. Die Stadtreinigung kehrt mit Maschine nicht mehr in der Pfarrgasse vor Baustellen-Absperrung. Wir Anwohner kehren ohne Ende auf unserer Straßenseite. Aber das Laub, welches auf der anderen Straßenseite liegt, fliegt zu uns. Bitte fragen Sie doch mal nach, warum da nicht die Kehrmaschine wie sonst auch fährt. Vielen Dank.

Er hat wirklich geantwortet! Christian Vogt meldete sich innerhalb einer Stunde:

Hallo Frau Christa Mieth, danke für den Hinweis. Ich werde es den fleißigen Helfern des Bauhofs weitergeben. VG, einen schönen Sonntag!

Wenn er’s denn wirklich macht: Alle Achtung!

TSC Metropol: Videos gegen den Lockdown

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Mit beeindruckender Hartnäckigkeit trotzt der TSC Metropol Hofheim dem Lockdown: Fast täglich bietet der Verein Livestreams im Internet. Power-Trainerin Verena lädt zum Jumping und Total Body Workout; Start ist jeweils 18 Uhr. Wer mitmachen will: Infos gibt es auf der Webseite und bei Facebook. Wer damit noch nicht genug hat: Die Fitness-Streams werden als Video aufgezeichnet und auf Youtube hochgeladen.

Und weil so viel Engagement belohnt werden sollte, geben wir gerne diesen Hinweis weiter: Der Verein hat daran zu knabbern, dass wegen Corona neue Mitglieder ausbleiben. Deshalb wird um Spenden gebeten. Geht ganz einfach per Internet: hier.

Kostenlose Werbung

CC-Apotheke macht wieder auf

Das Chinon Center teilt via Facebook mit: Im November wird die Center-Apotheke unter neuer Leitung wiedereröffnet.  Bislang stand dort Herr Dr. Haas hinterm Tresen – demnächst kommt Frau Schlönvoigt. Der genaue Eröffnungstermin folgt..

Adventskalender für Eintracht-Fans

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Tropica in Kriftel ist offizieller Händler von Eintracht Frankfurt. Da gibt es jetzt wieder das vorweihnachtsliche Highlight für die Fans des Bundesligisten: der Eintracht-Adventskalender, fertig dekoriert mit den Originalteilen der Eintracht (oder in Einzelteilen zum Selbermachen). Mehr Infos hier

Termine zum Vormerken

Gymnastikabteilung verkauft Plätzchen

Am 21. November verkauft die Gymnastikabteilung des TV Hofheim 1860 auf dem Wochenmarkt selbstgebackene Plätzchen. „Unsere Mitglieder sind mit Feuereifer dabei“, schreibt Sabine Huber, die Leiterin der Gymnastikabteilung, auf Facebook. „Und dass, obwohl wir den Aufruf erst kurz vor dem Lockdown-light gestartet haben und ja gerade keine Übungsstunden stattfinden können. Einfach toll, der Zusammenhalt!“ Die Einnahmen kommen der Abteilung zugute.

Verkaufsstand zugunsten Burkina Faso

„Gegen Grau hilft nur Bunt“, schreibt der Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo auf seiner Facebookseite. Der Verein verkauft farbenfrohe afrikanische Produkte beim Wochenmarkt am 28. November – zugunsten der Vereinsarbeit in Burkina Faso.

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